3204/2018
Rohrleitungsschaden Naphtha
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Übersichtsplan mit Eintragung der Grundwasserbelastungsfahne zum Stand 11.04.2018
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!? !? !? !? !? !? !? !? !? GWM86 GWM35 GWM82 GWM83 GWM30 GWM32 GWM120 GWM122 GWM121 Anlagentitel Projektname Berichtstitel Auftraggeber Datum Maßstab Zeichen Geprüft Projekt-Nr Version 0 50 100 150 200 25025 Meter ± Überwachungsbereich von Benzol während des intermittierenden Betriebes zwischen aktiver Sanierung zu MNA als Strategie Sanierungsplan Naphtha-Schaden WP6 Naphtha-Schaden am Wendepunkt WP6 Basell Polyolefine GmbH 18.07.2018DWS/DOM1245281 1:2.000 Anlage 8 Pfad: Y:\DELEV1\P\1411173\GIS_Datenbank\2421101_Naph\Berichte\Sanierungsplan RAP\Anlage 08_Überwachungsbereich v Benzol_v04.mxd Legende Überwachungsbereich mit !? Referenzmessstellen Kontrollebenen (I) Anstrom (II) Eintragsstelle WP6 (III) Abstrom Wohngebiet Köln Godorf (IV) Abstrom südl Fahnenrand Eintragsbereich Benzol [µg/l] 11.04.2018 (+/- 2 Tage) 1 - 10 > 10 Benzolgehalte Stand 11.04.2018 (+/- 2 Tage) GW-Aufschluss #*! Sanierungsbrunnen SB !#( Betriebsbrunnen !( Grundwassermessstelle GWM §# Oberflächengewässer !? weitere Grundwassermessstellen DGK5
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57 Vorlagen-Nummer 25.10.2018 3204/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 30.10.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 12.11.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 20.11.2018 Rohrleitungsschaden Naphtha hier: Sachstandsbericht zum 15.09.2018 Der Sachstandsbericht schließt an die Mitteilung 3731/2016 vom Dezember 2016 an. Rückblick: Am 23.04.2015 wurde am Wendepunkt WP6 einer Rohrtrasse eine Boden- und Grundwasserverun- reinigung mit Naphtha festgestellt. Als Leckagestelle konnte ein ca. 11 mm² großes Loch in einer Leitung lokalisiert werden. Auf Grund- lage der technischen Untersuchung der Schadensstelle und Auswertung der Boden- und Grundwas- seruntersuchungen wird die ausgetretene Menge Naphtha zwischen 250 und 425 m³ geschätzt. Das ausgetretene Naphtha (Rohbenzin) enthält neben einer Vielzahl von Kohlenwasserstoffverbin- dungen auch einen Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen, vorrangig Benzol. Das Gemisch ist leicht entzündlich, extrem gesundheitsgefährlich und umweltgefährlich. Es ist wasserlöslich, bildet aufgrund der geringen Dichte von ca. 0,675 g/cm³ eine aufschwimmende Phase und im gelösten Zu- stand eine Schadstofffahne im Grundwasser aus. Aufgrund der leichtflüchtigen Bestandteile gehen die Stoffe leicht in die Gasphase über und reichern sich insbesondere oberhalb der freien Phase an. Durchgeführte Sanierungsmaßnahmen Die Sanierungsmaßnahmen der betroffenen Medien Grundwasser, Bodenluft und Produktphase wur- den zum Teil nach § 10 (1) BBodSchG angeordnet, kontinuierlich ausgebaut und an die wechselnden und komplexen Standortbedingungen angepasst und optimiert: Die Phasenabschöpfung erfolgte an bis zu 18 Phasenpumpen mit Förderung in 6 Sammel- tanks. Seit Anfang 2017 ist ein kontinuierlicher Rückgang von Phase festzustellen. Die Ab- schöpfung erfolgt seither noch an 2 Sanierungsbrunnen, allerdings wird eine mobile Phasen- abschöpfeinheit vorgehalten. Die Bodenluftabsaugung erfolgte an bis zu 16 Absaugpegeln mit Abreinigung zunächst über dezentrale Anlagen. Seit März 2018 erfolgt die Reinigung von angesaugter Bodenluft in der zentralen Regenativen Thermischen Oxidation (RTO). Die im Grundwasser gelösten Schadstoffe werden ab Dezember 2016 durch einen hydrauli- 2 schen Sicherungsriegel bestehend aus 8 Sanierungsbrunnen und 2 Betriebsbrunnen abge- fangen. Das Grundwasser wird seit Februar 2017 in einer stationären zentralen Grundwasser- behandlungsanlage (Desorptions-Technologie) mit einer Leistung von 1200 m³/h gereinigt. Insgesamt wurde bis September 2018 rund 375 Kubikmeter Naphtha zurückgewonnen, was bezogen auf die max. geschätzte Menge von rd. 425 m3 einer berechneten Rückgewinnungsrate von ca. 88%, ohne Verdünnungseffekte und biologischen Abbau, entsprechen würde. Mit fortschreitender Sanierung sind außerhalb des abgegrenzten Phasenkörpers nur noch geringe Konzentrationen an leichtflüchtigen Komponenten in der Bodenluft und eine deutliche Reduzierung der Schadstoffgehalte im Grundwasser festzustellen. Aktuelle Gefährdungsabschätzung und weitere Vorgehensweise Für die Medien Grundwasser und Bodenluft ist bereits heute ein deutlicher Sanierungserfolg zu ver- zeichnen. Trotz der bislang erfolgreichen und weitgehenden Sanierung kann auch künftig vom Naph- thaschaden eine Gefährdung für die Schutzgüter Boden, Mensch und Grundwasser ausgehen. Inso- fern sind weiterhin Überwachungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Vor diesem Hintergrund sind im Auftrag der Basell Polyolefine GmbH geeignete Sanierungstechniken ausgewählt und im Hinblick auf ihre Kosten und Wirksamkeit bewertet worden. Auf Basis dieser Sa- nierungsuntersuchung ist nunmehr mit Datum vom 11.09.2018 ein vorläufiger Sanierungsplan zur Prüfung vorgelegt worden. Für die weitere Sanierung ist ein gestuftes Vorgehen geplant: 1. Fortführung der aktiven Sanierung über die gegenwärtig implementierten Komponenten der Phasenabschöpfung, Bodenluftabsaugung und Grundwassersanierung. 3 2. Ergänzende Bodenuntersuchungen zur Überprüfung der Wirksamkeit der bisherigen Sanie- rungstechniken für den ungesättigten Bodenkörper als Zwischenergebnis zur Bewertung er- gänzender optionaler Techniken. 3. Die hohe Flüchtigkeit und die bereits beobachtete gute biologische Abbaubarkeit von Naphtha in Kombination mit einem aeroben Grundwasserleiter mit einer hohen Durchlässigkeit lassen den natürlichen Abbau als Strategie im Anschluss an die aktuell eingesetzten aktiven Sanie- rungsmaßnahmen in Betracht ziehen. Die oben beschriebenen ergänzenden Untersuchungen zur Entwicklung der Bodenschadstoffgehalte seit Beginn der Sanierungsmaßnahmen sollen 2019 erfolgen. Erst danach kann der Sanierungsplan abschließend geprüft und die Verbindlichkeit festgestellt werden. Unabhängig hiervon ist der Sanierungserfolg weiterhin kontinuierlich zu überwachen. Die Anwohner wurden mehrfach über die Schadenssituation, insbesondere über die Bodenluftbelas- tung und die Schadstoffahne im Grundwasser informiert. Anlage: Übersichtsplan mit Eintragung der Grundwasserbelastungsfahne zum Stand 11.04.2018 Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3204/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.10.2018
- Erstellt
- 02.10.2018 09:10