2022/0166
Feststellung des Jahresabschlusses 2020 des Eigenbetriebs Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Punkt 20: Feststellung des Jahresabschlusses 2020 des Eigenbetriebs Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2022/0166) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltungen: SPD-Fraktion und Stadtv. Klett (fraktionslos)
2022/0166
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.06.2022
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Amt: Finanzverwaltung
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2022/0166
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2020 des Eigenbetriebs Bäder der Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 20.05.2022
Beschlussvorschlag :
1. Der Jahresabschluss 2020 des Eigenbetriebs Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird mit
einem Jahresverlust in Höhe von EUR 71.927,74 nach dem Zuschuss der Wissenschaftsstadt
Darmstadt festgestellt.
2. Der Jahresverlust 2020 in Höhe von EUR 71.927,74 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3. Der Jahresabschluss 2020 und der Lagebericht des Eigenbetriebs werden mit dem Testat der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH öffentlich bekannt gemacht
und zur Einsichtnahme ausgelegt.
4. Die Betriebsleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2020 entlastet.
Anlagen: Testat EB Bäder Jahresabschluss zum 31.12.2020
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.05.2022
Die Betriebskommission des Eigenbetriebs „Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ hat in
ihrer Sitzung am 23.02.2022 den Bericht der Betriebsleitung zur Kenntnis genommen, den mit
uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfungsinstituts versehenen Jahre s-
abschluss 2020 festgestellt und die Betriebsleitung entlastet.
Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistrat die Kenntnisnahme und der Stadtverordne-
tenversammlung die Entlastung der Betriebsleitung für das Wirtschaftsjahr 2020.
Beim Eigenbetrieb Bäder beträgt der Jahresverlust 2020 vor der Verrechnung mit dem städti-
schen Zuschuss EUR 5.871.927,74 (Vorjahr Überschuss: EUR 352.028,66).
Der Eigenbetrieb erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.034 (Vorjahr
TEUR 4.567). Der starke Rückgang ist bedingt durch die Corona-Pandemie, aufgrund dessen
es zu temporären Schwimmbadschließungen kam.
Die Besucherzahlen in den Freibädern lagen in der Folge mit rund 111.000 Badegästen deut-
lich unter dem Vorjahresniveau (rund 400.000). Auch die Besucherzahlen in den Hallenbädern
waren mit rund 222.000 Badegästen mehr als die Hälfte niedriger (rund 509.000).
Die Einstellung des Gewinnvortrages in die allgemeine Rücklage des Eigenbetriebs Bäder der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (§ 11 Abs. 6 Satz 3 EigBGes) für das Jahr 2016 (TEUR 400) soll
im Jahresabschluss 2021 durchgeführt worden.
Das operative Geschäft des Eigenbetriebes Bäder war, ist und wird auch in Zukunft defizitär
sein. In den Jahren, in denen ein besseres Jahresergebnis vor städtischem Zuschuss erzielt
werden konnte, verbuchte der Eigenbetrieb Erträge aus Beteiligungen.
Der Prüfbericht bestätigt die Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den
Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsäc h-
lichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigen-
betriebs.
Auf das beigefügte Testat über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020 der Price-
waterhouseCoopers GmbH – Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – wird hingewiesen.
Darmstadt, 20.05.2022
Der Dezernent IV Die Dezernentin II
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Bürgermeisterin
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Testatsexemplar Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt Darmstadt Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2020 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS pwc Inhaltsverzeichnis Seite Lagebericht 2020.2sersereenssnonsnennstunnssusnunnssnnnsgenonesansgenennnnensrar kann aa TRRe ea HR RER Eee FR EreTE Ener RE 1 Abweichungen zur Planung Soll-/Ist-Vergleich 2020.....u22uucnseesenseennesnenenseneseneneenennnnennnn 15 Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020... 1 1. Bilanz zum 31. Dezember 2020........u.urnessessesesenusnesesnsnennsnnsnennonsnnnnensnenesenonnnnnennnnennsnnnnsnnnnn 2 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2020......uessnneeesesenene 5 3. Anhang für das Wirtschaftsjahr 2020 Zwischenblatt Anlagenspiegel......uuuussuesessssnsnesnsesnennsnenesnnnennennenennennnnnen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt - Betriebsleitung - Lagebericht 2020 1. Vorbemerkungen Nach 826 Eigenbetriebsgesetz (EigBGes) mit Verweis auf 8289 Abs. 2 HGB ist mit dem Jahresabschluss ein Lagebericht aufzustellen, der nach $ 27 EigBGes der Betriebskommission vorzulegen ist. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Grundlagen Nach 8 19 Hessische Gemeindeordnung hat die Gemeinde in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit die für ihre Einwohner erforderlichen wirtschaftlichen, sozialen, sportlichen und kulturellen Einrichtungen bereitzustellen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt dieser Aufgabe durch den Betrieb der Bäder nach. Wirtschaftliche Grundlage sind die Entgelte, die von den Benutzern der Hallen- und Freibäder zu entrichten sind. 2.2. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die Stärken des Eigenbetriebs liegen im breiten Spektrum an öffentlichen Bädern, deren Profil vom Sportbad über freizeitorientierte Angebote bis hin zum klassischen Stadtbad aus der Jugendstilzeit (mit moderner Erweiterung um ein Spa- und Saunaangebot) reicht. Das Nordbad wurde im Jahr 2017 abgerissen und im September 2021 neu eröffnet. Es verfügt über eine differenzierte Beckenlandschaft und ein breiteres Angebotsspektrum durch ein zusätzliches Kurs- und Mehrzweckbecken. Ab 2022 wird das Nordbad dann gemeinsam mit dem angrenzenden DSW-Freibad im Kombibetrieb als Sport- und Bewegungsbad betrieben werden. Ein gesundheits- und wellnessorientiertes Publikum spricht vor allem das Jugendstilbad an. Es ist ein historisches Stadtbad mit differenzierten Bäderlandschaften wie Wirkstoffbädern, Saunalandschaft sowie Sauna- und Badgastronomie. Ergänzt wird das Angebot durch ein kleines Außenbecken. Das Bezirksbad Bessungen ist ein klassisches Stadtteil-Hallenbad, welches von Schulen und Vereinen gleichermaßen genutzt wird wie von Individualbesucher*innen im Rahmen des öffentlichen Badebetriebs. Das Schul- und Trainingsbad, das 1969 eröffnet wurde, ist dem nichtöffentlichen Badebetrieb (Nutzung nur durch organisierte Gruppen wie Schulen und Vereine) vorbehalten. Es soll im Jahr 2022 außer Betrieb genommen werden. Bei dem Eberstädter Mühltalbad handelt sich um ein Familien- und Erlebnisfreibad mit Rutsche und 10 m Sprungturm, welches vor allem die lokale Nachfrage aus dem Stadtsüden (Ortsteil Eberstadt) abdecken soll. Es wurde unter Denkmalschutz gestellt, da es exemplarisch für die stärker erlebnis- orientierte Ausrichtung neuzeitlicher Freibäder steht. Der Badesee Arheilger Mühlchen wird als Naturfreibad betrieben. Er verfügt über eine Fläche von ca. 14.800 m? und weist eine durchschnittliche Wassertiefe von 2,20 m auf. In den See integriert sind ein Sprungbrett (1 m), ein separater Nichtschwimmer*innenbereich und eine kleine Wasserrutsche. Ein Kinderplanschbecken sowie eine Liegewiese mit Kinderspielplatz und Volleyballfeld ergänzen das Angebot. Auch bei dem Standort Großer Woog handelt es sich um ein Naturfreibad in Gestalt eines Badesees, der im Zentrum Darmstadts liegt. Der See hat eine Gesamtfläche von ca. 58.600 m? und eine durchschnittliche Wassertiefe von 2 m. Das eigentliche Naturfreibad ist durch Betonstege von der übrigen Wasserfläche abgetrennt, so dass drei Becken entstehen. Ein Sprungturm (max. Sprunghöhe 10m) befindet sich direkt neben der Steganlage. Eine Plattform im See („Schwimminsel‘) ein Kinderplanschbecken, eine kleine Wasserrutsche sowie großzügige Liegewiesen mit Kinderspielplatz und ein Kiosk ergänzen das Freizeitangebot. Die Gesamtanlage und mehrere Einzelgebäude stehen unter Denkmalschutz. Mit den vorgenannten Bädern besitzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein breit gefächertes Angebot, das sowohl den Anforderungen des Sports (Breiten- und Leistungssport) als auch den Wünschen der Bevölkerung nach Familien-Freizeitangeboten und nach gesundheitsorientierten Bäderangeboten Rechnung trägt. Die Bäder werden vom Eigenbetrieb Bäder geführt bzw. vermarktet. Eine Ausnahme bildet das Jugengstilbad, welches im Rahmen eines Geschäftsbesorgungs- bzw. Betriebsführungsvertrags von einem externen Vertragspartner betrieben wird. Als Beitrag zum Umweltschutz werden die Hallen- und Freibäder z. B. mit Ökostrom betrieben. Die Mitarbeiter*innen tragen durch die Benutzung des Jobtickets und von Fahrrädern zur Reduzierung des CO>-Ausstoßes in der Stadt bei. 2.3. Geschäftsergebnis und Ertragslage Die Anlagenquote ist von 74,18% im Vorjahr auf 76,73% im Berichtsjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einem geringeren Eigenkapital zum Vorjahr um 11,89 %-Punkte auf 55,58% verringert. Die Bilanzsumme hat sich durch die im Sachanlagevermögen erfassten geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau im Zuge des Neubaus des Nordbades sowie die hierfür erforderliche Kreditaufnahme erhöht. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist im Wirtschaftsjahr 2020 einen Jahresverlust aus dem operativen Geschäft in Höhe von TEUR 5.872 und nach dem Zuschuss der Wissensstadt Darmstadt in Höhe von TEUR -72 aus. Mit dem getrennten Ausweis des Zuschusses der Stadt wird das tatsächliche Ergebnis dargestellt. Das negative Jahresergebnis resultiert aus den Teilschließungen der Bäder während der Corona-Pandemie und der fehlenden Gewinnausschüttung der HEAG Holding AG. Der Eigenbetrieb erzielte im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.034 (Vorjahr TEUR 4.567). Davon entfallen auf Benutzungsgebühren und Nebengeschäftserlöse TEUR 2.018 (Vorjahr TEUR 4.537) und auf Miet- und Pachterträge TEUR 16 (Vorjahr TEUR 30). Auch die sonstigen betrieblichen Erträge, TEUR 640 (Vorjahr TEUR 3.844), verzeichneten einen Rückgang, nachdem im Vorjahr der Buchgewinn aus dem Verkauf des Schul- und Trainingsbades (TEUR 3.782) zu einem deutlichen Anstieg geführt hatte. Im Wirtschaftsjahr 2020 betreffen diese Erträge insbesondere die November- und Dezemberhilfen des Bundes in Höhe von TEUR 519. Die Besuchszahlen in den Freibädern lagen 2020 mit 111.200 Personen um rund 292.000 Badegästen unter dem Vorjahresergebnis (-72,4 %). Der starke Rückgang begründet sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen für den Badebetrieb. Um die Ausbreitung der Pandemie zu begrenzen, waren die Schwimmbäder vom 16. März 2020 bis zum 15. Juni 2020 geschlossen und im Anschluss nur für eine begrenzte Besucher*innenzahl geöffnet. Aufgrund eines gemeinsamen Bund-Länder-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 mussten alle Hallenbäder ab dem 2. November 2020 bis zum Beginn der Sommersaison in 2021 erneut schließen. Die Hallenbäder wurden im Jahr 2020 von rund 222.000 Badegästen (Öffentlichkeit, Schulen und Vereine) besucht, das entspricht einem Rückgang zum Vorjahr um rund 290.000 Besucher*innen (- 56,5 %). Davon besuchten 104.000 Personen das Jugendstilbad. Das waren ca. 123.000 weniger als im Vorjahr (- 54,2 %). Die Benutzungsgebühren — ohne Jugendstilbad — sowie die wichtigsten hierzu gehörenden Kennzahlen haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt: 519 1.053 1.125 De 118.028 282.438] 284.354] 282.916 301.715 111.199 403.217| 478.430) 389.836 372.866 229.227 685.655) 762.784| 672.752 674.581 Benutzungsgebühren TEUR Besucher*innen — Hallenbäder — Freibäder Gesamt Durchschnittliche Benutzungsgebühr je Besucher in EUR Im Jugendstilbad entwickelten sich die Benutzungsgebühren und die Besuchszahlen wie nachstehend: 2019 2018 2017 2016 1.210 2.772 2.786 2.026 2.051 103.701 226.408] 216.665| 218.098 226.910 Benutzungsgebühren TEUR Besucher*innen Jugendstilbad Burchschnittliche Benutzungsgebühr je Besucher*in EUR Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus den Zuschüssen der November- und Dezemberhilfe des Bundes im Rahmen der Corona-Pandemie (TEUR 519), Erträgen aus der Herabsetzung und Auflösung von Rückstellungen (TEUR 74), Auflösung von Sonderposten (TEUR 33) und Erträgen aus verschiedenen Zuschüssen, Nachlässen und Schenkungen (TEUR 13). Die HEAG Holding AG schüttete im Berichtsjahr keine Dividende aus. Die Beteiligung ist näher im Anhang unter der Position Il erläutert. Die wesentlichen Aufwendungen im Jahr 2020 haben sich wie folgt entwickelt: 2020 2019 2018 | 2017 | 2016 |] Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Auf- wendungen für Altersversorgung/ 623 Se 5 Unterstützung Abschreibungen 839 843 856 9 1.050 938 “ 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen ae se Die gesamten Aufwendungen von TEUR 8.192 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.778) um TEUR 586 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum Vorjahr um TEUR 51 gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Verlusten aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 18; Vorjahr TEUR 0) und gestiegenen Aufwendungen für Prüfung und Rechtsberatung (TEUR 39; Vorjahr TEUR 27) sowie Vorsteuerkorrekturen von TEUR 49. Die restlichen Kosten verzeichnen einen leichten Rückgang durch die Teilschließungen der Bäder. Es ist anzumerken, dass aufgrund des bereits anteilig im Vorjahresabschluss berücksichtigten Unterschlagungsfalls eine weitere Forderung, die das Wirtschaftsjahr 2020 betrifft, in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 104) aufgrund der langen Laufzeit von 40 Jahren abgeschrieben wurde. 2.4 Finanzlage Der Kostendeckungsgrad städtischer Freibäder ist durch den Rückgang der Besuchszahlen im Berichtsjahr auf 18,4 % (Vorjahr 27,2 %) gesunken. Der Kostendeckungsgrad der Hallenbäder ist mit 17,2 % ebenfalls zum Jahr 2019 (28,0 %) gesunken. Darin sind anteilsmäßig die Corona-Hilfen enthalten. Vergleichszahlen zu einer überörtlichen Betrachtung liegen auf Grund der unterschiedlichen COVID- 19-Regelungen der einzelnen Bundesländer mit dem Umgang der Corona-Pandemie nicht vor. 2.5 _Vermögenslage / Anlagen im Bau und geplante Investitionen Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 15.396 (+21,2 %) auf TEUR 87.956 gestiegen (siehe Anlage Il, in der die einzelnen Bilanzposten des Berichtsjahres mit dem Vorjahr gegenübergestellt sind). Auf der Aktivseite haben sich nachfolgende Positionen bedeutend zum Vorjahr verändert: Die Anlagen im Bau haben sich auf TEUR 25.042 (Vorjahr TEUR 10.720) erhöht. Die Forderungen gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind um TEUR 702 zum Vorjahr auf TEUR 17.369 und die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 108 auf TEUR 792 gestiegen. Der Kassenbestand hat sich zum Vorjahr um TEUR 936 auf TEUR 1.377 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 471 auf TEUR 695 verringert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um TEUR 72 verringert. Dies resultiert aus dem Jahresverlust. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.803 auf TEUR 34.225 gestiegen. Investitionen sind neben der Neubaumaßnahme (Nordbad) im Eberstädter Mühltalbad geplant. Hier besteht Sanierungsbedarf bei der denkmalschutzgerechten Sanierung des Mehrzweckbeckens, der Sanierung des Funktionsgebäudes und der Sanierung des Kinderplanschbeckens. Für das Arheilger Mühlchen ist perspektivisch eine Entschlammung vorgesehen. 3. Wirkungsorientierte Haushaltskonsolidierung Der Eigenbetrieb erfüllt mit der Bereitstellung von Badeeinrichtungen einen wesentlichen Aspekt der Daseinsvorsorge. Die Gewinnerzielung steht daher nicht im Vordergrund des Handelns. Die Höhe des Zuschussbedarfs ist, wenn möglich, zu reduzieren. Optimierungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit sollen durch die Gestaltung des Betriebs erfolgen. Dies bedeutet einerseits ein Ausschöpfen der Einnahmepotentiale aus Eintrittsgebühren, Nutzungsentgelten und Kursgebühren, andererseits eine kostenbewusste Organisation der Betriebsabläufe unter besonderer Berücksichtigung der Öffnungszeiten und Nutzungsfenster für die unterschiedlichen Interessengruppen (Schulen, Vereine, Individualbesucher*innen, Kursteilnehmer*innen etc.). Mit dem Kursbecken im Nordbad entsteht ein neues, zusätzliches Angebot. Durch die organisierte Nutzung und professionelle Vermarktung im Rahmen von Kursen und Rehasport-Angeboten sollen zusätzliche Besucherinnen und Besucher angesprochen und wirtschaftliche Potentiale erschlossen werden. Zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten bestehen ferner durch den Kombibadbetrieb im Nordbad, der es insbesondere im Sommer ermöglicht, die Becken im Hallenbad Vereinen und sonstigen Dritten zur Verfügung zu stellen. 4. Risikoberichterstattung Die Betriebskommission wird durch die Betriebsleitung regelmäßig über die Risikoentwicklung unterrichtet. Zur Risikobewertung wird ausgeführt, dass Defizite in den Bädern durch Zuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt gedeckt werden und insofern kein Marktrisiko und dadurch auch kein unternehmensstrategisches Risiko zu befürchten ist. Im Rahmen der Finanzwirtschaft und Investition werden absehbar nur die im Folgenden aufgeführten Finanzrisiken erwartet. 4.1. Wesentliche Risiken Wesentliche Kostenrisiken bestehen weiterhin durch die Corona-Pandemie. Derzeit ist noch nicht absehbar, wann ein Normalbetrieb in den Bädern wieder stattfinden kann. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Betrieb der Freibäder durch ein Bäder- und Hygienekonzept reglementiert werden. Das DSW-Freibad stand ausschließlich für einen Vereinsbetrieb zur Verfügung. Die Freibäder Großer Woog, Eberstädter Mühltalbad und Arheilger Mühlchen wurden dagegen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Allerdings mussten die Besuchszahlen begrenzt und ein Online-Ticketing eingeführt werden. Durch den Ausbruch der zweiten Corona-Welle wurde der Betrieb der Hallenbäder durch Landesverordnung im Oktober 2020 erneut untersagt. Die Schließung der Hallenbäder erstreckte sich vom 2. November 2020 bis zum Beginn der Sommersaison in 2021. Ausnahmen galten lediglich für einen stark eingeschränkten Schulbetrieb und für den Spitzensport. Aus dem Bundesprogramm zur Überbrückung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde dem Eigenbetrieb in 2020 eine Novemberhilfe in Höhe von 256 TEUR und eine Dezemberhilfe in Höhe von 263 TEUR gewährt. Ein weiteres Förderprogramm zur Deckung von Einnahmeausfällen wurde in 2021 nicht aufgelegt. Das Jugendstilbad nahm den Betrieb im Juli 2021 unter Pandemiebedingungen wieder auf. Das Bezirksbad Bessungen und das Nordbad öffneten im September 2021. Darüber hinaus bestehen Weitere Risiken beim Außengelände des Neubaus des Nordbades, in der Unterhaltung und anstehenden Sanierung des Eberstädter Mühltalbades sowie dem Betrieb der Naturbadeseen. Außengelände Nordbad Das alte Nordbad wurde 2017 außer Betrieb genommen und abgerissen. Das neue Hallenbad wurde im September 2021 eröffnet. Bis zum Beginn der Sommersaison 2022 soll das Außengelände hergerichtet werden. Die Errichtung des Neubaus des Hallenbades hat zweieinhalb Jahre gedauert und rund 39 Mio. EURO gekostet. Das Gesamtvolumen des Projektes mit Außenanlage und Freibadgebäude liegt bei 47 Mio. EURO. Münhltalbad Eberstadt Im Eberstädter Mühltalbad besteht umfassender Sanierungsbedarf. Bis zur Durchführung der Sanierungsmaßnahme kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Freibad aufgrund baulich- technischer Mängel (Undichtigkeiten und großflächige Fliesenschäden) für die Bevölkerung nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Im Zuge der Sanierung bestehen darüber hinaus Planungsrisiken aufgrund höherer Anforderungen durch den Denkmalschutz Naturbadeseen Woog und Arheilger Mühlchen Für die beiden Naturbadeseen Woog und Arheilger Mühlchen besteht das Risiko, dass durch geringen Zulauf im Sommer, verbunden mit hoher Sonnenstrahlung gegen Ende der Badesaison die Wasserqualität einen Badebetrieb gefährdet oder ausschließt. 4.2. Allgemeine Risiken Entwicklung der Besuchszahlen Zu den allgemeinen Risiken zählen Einnahmeausfälle durch Schlechtwetterperioden in den Sommermonaten. Die Betriebsleitung begegnet dem durch die Einstellung von konservativen Umsatzzahlen (5-Jahresschnitt). Künftig bietet ferner der geplante Kombibetrieb des Nordbades die Möglichkeit, durch zusätzliche Angebote die Besucher*innenzahlen auch in Schlechtwetterperioden konstant zu halten bzw. weiter zu steigern. Steigende Energiekosten Der Eigenbetrieb Bäder rechnet in den nächsten Jahren mit steigenden Energiekosten. Unter der Prämisse weiterer Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen wird sich der Druck auf das operative Geschäft im Eigenbetrieb Bäder weiter verschärfen. Der Neubau des Nordbades und die geplante baulich-technische Sanierung des Eberstädter Mühltalbades werden sich zwar perspektivisch energetisch rentieren, in der Gesamtbilanz sind aber Abschreibungen und Zinskosten gegenüberzustellen. Dies wird zu einem höheren Zuschussbedarf führen. Personalwirtschaftliches Risiko Es besteht ein zunehmendes personalwirtschaftliches Risiko, da auch im Jahr 2020 nicht alle Stellen in der Wasseraufsicht zur Sommersaison besetzt werden konnten. Es besteht das Risiko, dass Öffnungszeiten reduziert werden müssen. Die Gründe hierfür liegen in einem bundesweiten Fachkräftemangel. Zinsrisiko Der Eigenbetrieb ist größten Teils über Bankkredite finanziert. Es handelt sich hier um langfristige Kredite, die eine Laufzeit von 10 bis derzeit 25 Jahre haben. Daher besteht nur ein sehr geringes Zinsänderungsrisiko. Kassenkredite liegen nicht vor. 4.3. Rechtliche Risiken Der Eigenbetrieb ist ein rechtlich unselbständiges Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es gelten daher weiterhin die für die entsprechenden Risiken der Stadt eingegangenen Versicherungsverträge. Die Beiträge zu den Versicherungen werden vom Eigenbetrieb anteilig getragen. Die nachfolgend aufgeführten Versicherungen sind auch zur Deckung von Risiken des Eigenbetriebes abgeschlossen: . Versicherungssumme in Versicherung EUR 1. Haftpflichtversicherung inkl. Umwelthaftpflicht (Personen-, Sach- und Vermögens-Drittschäden) unbegrenzt 2a. Eigenschadenversicherung 125.000,00 2b. Für Vertrauenspersonen des Magistrats, Stadtverordnete, Ausschuss- und Betriebskommissionsmitglieder zusätzlich 125.000,00 3. _ Strafrechtsschutzversicherung (inkl. Dienstreise-Rechtsschutz und Verkehrsrechtschutz) 2.000.000,00 4. _Sachversicherung (Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl ohne Gebäude und Inhalt) (jeweils aktueller Neuwert) 5. __KFZ-Feuerversicherung Fahrzeuge zum Nennwert Eine Änderung der rechtlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen ist nicht vorgesehen. Ein rechtliches Risiko ist nicht erkennbar. 4.4. Sonstige Risikovorsorge Eine Risikovorsorge in Gestalt eines formalen Risikokontrollsystems wurde im Bereich des Eigenbetriebes Bäder der Stadt Darmstadt seit dem Jahr 2013 installiert. Im Jahr 2019 wurden die vorhandenen Kontrollmechanismen überarbeitet und ergänzt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2019 stellte der Eigenbetrieb Unstimmigkeiten in der Buchhaltung fest. In der Folge wurde ein Betrugs- und Unterschlagungsfall aufgedeckt. Die Beschuldigte hat im Februar 2021 ein notarielles Schuldanerkenntnis einschließlich der Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung abgegeben. Die Auswirkung der Unterschlagung zeichnete sich rückwirkend in das Berichtsjahr 2018 ab. Der bis zum Wirtschaftsjahr 2019 entstandene Schaden von TEUR 104 wurde im Jahresabschluss 2019 berücksichtigt. Im Jahresabschluss 2020 wurde der restliche Schaden von TEUR 22 berücksichtigt. Der Schaden wird seit Januar 2021 in monatlichen Raten von € 250 von der Beschuldigten erstattet. Aufgrund der Laufzeit dieser Vereinbarung von mehr als 40 Jahren wurde auch die davon auf das Berichtsjahr entfallende Forderung in voller Höhe aus Vorsichtsgründen wertberichtigt und führt ab dem Wirtschaftsjahr 2021 bei einem Zahlungseingang zu einem periodenfremden Ertrag. Die vorhandenen Kontrollmechanismen des Eigenbetriebs wurden in der Folge einer kritischen Überprüfung unterzogen und verschärft. 5. Nachhaltiger Umgang der Ressourcen Der Eigenbetrieb Bäder verfolgt das Ziel, die Schwimmbäder energieeffizient und ressourcenschonend zu betreiben. So verfügt das neue Nordbad über eine innovative Technik mit intelligenten Regelkonzepten. Eine Photovoltaik-Anlage soll Anfang 2022 in Betrieb genommen werden und erzeugt Strom für den Eigenverbrauch mit folgenden Leistungsdaten: 75 kW Nennleistung entsprechen 99,75 kWp der installierten Leistung. Weiterhin findet eine Wärmerückgewinnung statt, die das Nachspeisewasser vorerwärmt. Ab 2022 soll auch das DSW Freibad an das Nordbad angeschlossen werden. Im Mühltalbad ist eine 850 m? große Solarabsorber-Anlage installiert mit folgender Leistung: 500 KW Maximum. Pro m? der Anlage können ca. 300 KW/h pro Jahr Energiekosten erspart werden. Im Falle der Sanierung des Mühltalbades soll eine Wärmeversorgungsanlage errichtet werden, welche vollständig auf regenerativen Energien beruht. Das Konzept sieht ein bivalentes System vor, welches ein solarthermisches Kollektorfeld mit Einspeisepriorität und eine Luft-Wasser- Wärmepumpe zur Deckung der Grundlast und zur Gewährleistung der Betriebssicherheit beinhaltet. 6. Chancenberichterstattung Die Chancen im Eigenbetrieb Bäder liegen in einem breiteren Besuchsangebot und der über das Stadtgebiet verteilten Frei- und Hallenbäder. Durch den Kombibad-Betrieb im neuen Nordbad können neue Kund*innengruppen erschlossen werden. 10 7. Entwicklung von Vermögen und Schulden Der Eigenbetrieb schloss das Berichtsjahr 2020 mit einem Jahresverlust in Höhe von TEUR 72 (Vorjahresgewinn TEUR 3.852), bei einem Jahresverlust vor dem Zuschuss der Wissenschaftsstadt Darmstadt von TEUR 5.872 (Vorjahresgewinn TEUR 352), ab. 7.1. Entwicklung des Anlagevermögens Anhand des Anlagespiegels (Anlage zum Anhang) wird die Entwicklung der einzelnen Anlagegruppen für das Berichtsjahr dargestellt. 7.1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Im Berichtsjahr gab es in dieser Bilanzposition weder Zu- und Abgänge. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus der Abschreibung. 7.1.2. Veränderung der Sachanlagen Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung setzen sich überwiegend aus Anschaffungen von Büroausstattung (ca. TEUR 7,7), geringwertigen Anlagegütern (ca. TEUR 3,6) und einer künstlerisch gestalteten Stellwand (TEUR 3), die durch eine Spende finanziert wurde, zusammen. Die Abgänge betreffen Verschrottungen von Altbeständen. Die Abschreibungen erfolgten planmäßig. 7.1.3. Ausweis der geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um die Neubaukosten des Nordbades (TEUR 14.308) und eine Aquacrossanlage für das Nordbad (TEUR 25,6). Des Weiteren gab es Zugänge für eine Teildacherneuerung des Mühltalbads (TEUR 161) und eine neue Steganlage des Woog-Familienbads (TEUR 17,4), die in 2020 aktiviert wurden 7.1.4. Finanzanlagen Die Beteiligung der Finanzanlagen ist zum Vorjahr unverändert geblieben: 2020 Vorjahr HEAG Holding AG 23.255.880,38 23.255.880,38 Im Anhang unter der Position Il, Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, wird die Beteiligung näher dargestellt. 11 7.2. Entwicklung des Eigenkapitals Der Jahresverlust in Höhe von TEUR 72 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Hinsichtlich der Veränderungen im Bereich des Eigenkapitals verweisen wir auf die Ausführung des Eigenkapitalspiegels im Anhang. 7.3. Entwicklung der Rückstellungen Im Jahr 2020 wurden weiterhin die gegenseitigen Ansprüche und Verpflichtungen im Bereich der Pensions- und Beihilferückstellungen abgebildet, die durch den Wechsel von Beamten von/zur Stadt oder einen anderen Eigenbetrieb entstehen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und damit auch ihre Eigenbetriebe sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse. Aus dieser Mitgliedschaft besteht eine mittelbare Pensionsverpflichtung, die in der Bilanz nicht auszuweisen ist. Die Zusammensetzung der Rückstellungen ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich (TEUR): Rückstellungen für Pensionen 114,2 928,5 Beihilfen 2| 104,4 94, 27 Überstunden Abschlusserstellung und Prüfung Prozesskosten 0) 3 Leistungsentgelt 4 Lebensarbeits- zeitkonto Archivierung und andere 124,0 154,6 Aufwendungen Rückstellungen für ungewisse 29, Verbindlichkeiten 1,1 2,4 2,4 1.328,6 12 Die Zuführung in der Position der Archivierung und andere Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen die Spitzabrechnung des Betreibers des JSB für die Jahre 2018 (TEUR 95) und 2019 (TEUR 21). 7.4. Vergleich des Jahresabschlusses 2020 mit den Werten des Wirtschaftsplanes Der Eigenbetrieb hat gemäß $ 15 Eigenbetriebsgesetz (EigBGes) den vorgesehenen Wirtschaftsplan erstellt. Im Vergleich mit dem fortgeschriebenen Wirtschaftsplan 2020 ergeben sich sowohl bei den Erträgen als auch bei den Aufwendungen Abweichungen gegenüber der Gewinn- und Verlustrechnung. Für die Darstellung des Soll- und Ist-Vergleichs verweisen wir auf die Anlage, die dem Bericht beigefügt ist. 7.4.1. Soll-/st-Vergleich Erfolgsplan 2020 Erläuterung der Differenzen zwischen Ansatz und Rechnungsergebnis: Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen wird der Zuschussbedarf durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt geplant (TEUR 5.800). Die tatsächlichen Zahlungen der Stadt richten sich nach dem Liquiditätsbedarf des Eigenbetriebs im Laufe des Jahres. Die erfolgten Zahlungen in Höhe von (TEUR 5.800) werden in der Gewinn- und Verlustrechnungen in dem Posten Zuschuss der Wissenschaftsstadt Darmstadt separat ausgewiesen. Somit wird das Ergebnis transparenter. Die Differenz der Position sonstige betriebliche Erträge zwischen Planung und GuV entstand durch die Zuschüsse des Bundes (November- und Dezemberhilfe), die in der Planung nicht einbezogen waren. Die Zinserträge (TEUR 209) beinhalten im Wesentlichen die Verzinsung des Verrechnungskontos in Höhe von TEUR 174 und die Verzinsung der Forderungen aus Pensionsrückstellungen gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von TEUR 24. Im Wirtschaftsplan wurde der Wert (TEUR 903) für die Position “Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ um TEUR 367 höher angesetzt als im Berichtsjahr (TEUR 535). Die Kreditaufnahme durch den Baufortschritt des Nordbades war geringer als geplant, was sich auf den Zinsaufwand positiv ausgewirkt hat. 13 Eintrittspreise für Hallen- und Freibäder in Euro (gültig ab 01. Januar 2020) Hallenbäder (ohne . Jugendstilbad) (2 Stunden bis Tageskarte) Spa incl. 10,30 — 15,80 Ei. = = incl. Jugendstilbad spa incl, 7,90 - 12,20 Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich beim Eigenbetrieb beschäftigt (incl. Aushilfskräfte): Anzanı Anzahl [mannien Iweiieh__ |awerse Beamte/Beamtinnen 1 | 1 1 | 0 Tarifbeschäftigte 64 | 56 30 | 26 Auszubildende 3 | 1 | Die Veränderung der Beschäftigten wird im Anhang näher erläutert. Die Personalaufwendungen betrugen (in TEUR): Löhne und Gehälter 1.718,5 Soziale Abgaben und Aufwendungen für 642.0 Altersversorgung und für Unterstützung ’ Nicht berücksichtigt sind weiterhin die anteiligen Tätigkeiten der Betriebsleitung. Hierfür wird ein Kostenersatz gezahlt, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. 14 7.4.2. Soll-/st-Vergleich Vermögensplan 2020 Ansatz IST Abweichung EUR EUR EUR 1. Investitionen 4.587.000,00 14.526.182,07 9.939.182,07 2. Tilgung von Krediten 1.814.310,00 1.183.761,27 -630.548,73 Die Investitionen für das Nordbad wurden dem Planungsstand angepasst. Umschuldungen blieben bei der Betrachtung der Kredittiigung außen vor. 8. Voraussichtliche Entwicklung des Betriebes in der Zukunft Ausblick auf das folgende Wirtschaftsjahr Der Eigenbetrieb Bäder wird trotz der regelmäßigen Anpassung von Entgelten für die Nutzung der Schwimmbäder voraussichtlich auch zukünftig Verluste erzielen. Er wird weiterhin auf Zuschüsse durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt angewiesen sein, wenn Dividendenausschüttungen durch die HEAG Holding AG nicht zu einem ausgeglichenen Ergebnis, sondern nur zu Ergebnisverbesserungen führen. Voraussichtliche Veränderung der Erträge und Aufwendungen im Jahr 2021 2021 2020 Veränderung Plan Ist EUR EUR % Erträge 4.630.390 2.156.100 114,8 Aufwendungen 10.133.220 8.192.032 23,7 Die Gegenüberstellung der Ist-Zahlen des Jahres 2020 mit den Plan-Zahlen für das Jahr 2021 erfolgt ohne Berücksichtigung der Zinsen, Steuern, ohne den Zuschuss der Stadt, ohne Erträge aus Beteiligungen und ohne die Erträge aus dem COVID-19-Hilfsprogramm der Bundesregierung. Bei der Aufstellung der Beträge in 2021 handelt es sich um Erträge und Aufwendungen aus dem Wirtschaftsplan 2021 (ohne Nachtrag). Die HEAG Holding wird im Jahr 2021 keine Dividendenausschüttung tätigen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bleiben auch in 2021 ungewiss und nur sehr schwer prognostizierbar. Darmstadt, 10. Dezember 2021 Martin Westermann i. V. Ike Käppler 1. Betriebsleiter Leiterin der Finanzverwaltung 15 (Anlage zum Lagebericht) Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt Abweichungen zur Planung Soll-/Ist-Vergleich 2020 R Gewinn- und . I Euro | Euro | Euro | 4.080.700,00 2.034.459,62] -2.046.240,38 Sonstige betriebliche Erträge 320.142,00 640.253,59) 320.111,59 Erträge aus Betelligungen 000 os 0,0] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 500,00 208.877,50 208.377,50 Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens Summe Erträge 4.401.342,00 2.883.591,21 -1.517.750,79 Aufwendungen EEE EEE DE Materalaufwand HE KEN Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und [ Betriebsstoffe und für bezogene Waren 720.800.09 01.597,52 19.202,68 Aufwendungen f. bezogene Leistungen 3.791.885,00 3.190.192,67 -601.692,33 Löhne und Gehälter 2.103.960,00 1.718.476,24 -385.483,76 Soziale Abgaben und Aufwendungen I, 621.460,00 641.992,93) 20.532,93 Altersversorgung und f. Unterstützung Übriger Personalaufwand 10.280000) 0,00] -10.280,00 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.082.326,00 838.970,76 -243.355,24 Sonstige betriebliche Aufwendungen 968.041,00 1.100.802,35) 132.761,35 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen 902.590,00) 535.491,82 -367.098,18 Sonstige Steuern 0,001 27.994,86 27.994,86 Summe Aufwendungen 10.201.342,00 8.755.518,95 -1.445.823,05 Außerordentliche Erträge 000 of 0.00 Außerordentliche Aufwendungen oo oo 0,00) Jahresergebnis -5.800.000,00 -5.871.927,74 -71.927,74 Zuschuss der Stadt 5.800.000,00 58000000 0,00) Jahresergebnis nach städtischem „71.927,74 71.927,74 Zuschuss Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt Bilanz zum 31. Dezember 2020 AKTIVSEITE 31.12.2020 31.12.2019 EUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software . Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 18.159.167,55 18.546,696,55 2. Maschinen und maschinelle Anlagen 487.190,00 636.675,00 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.836,76 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 25.041.668,23 __44.262.862,54, It. Finanzanlagen Beteiligungen 23.225.880,38 67,492.538,92 . Umlaufvermögen I. Vorräte Betriebsstoffe I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 695.002,13 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 555,75 3. Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt 17.369.309,88 4. Sonstige Vermögensgegenstände 791.6527,87 __18.856.4° Ill. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.377.497 ,86 a. 072 C. Rechnungsabgrenzungsposten 223.574,75 87.955.715,01 72.559.236,95 PASSIVSEITE 31.12.2020 31.12.2019 EUR EUR . Eigenkapital I. Stammkapital 17.000.000,00 17.000.000,00 Il. Rücklagen Allgemeine Rücklage 22.955.539,54 22.591.479,21 Il. Bilanzgewinn 8.930.444,05 59 . Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.897.811,97 . Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 928.531,00 2. Sonstige Rückstellungen 400.078,66 1.328.609,66 . Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.224.589,31 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.073.247,02 1.061.946,61 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.244,13 33.081,73) 4, Verbindlichkeiten gegenüber anderen Eigenbetrieben der Wissenschaftsstadt Darmstadt 500.567,75 469.941,01 5. Sonstige Verbindlichkeiten 13.661,58 davon aus Steuern EUR 11.083,64 (Vorjahr EUR 11.354,68) [E. Rechnungsabgrenzungsposten 87.955.715,01 14. 15. 16. 17. Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 2020 Vorjahr EUR EUR . Umsatzerlöse 2.034.459,62 4.566.895,24 Sonstige betriebliche Erträge _3.843.508,23 „u 8,410,408AT, . Materialaufwand a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe 701.597,32 790.359,61 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.501.754,40 . Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 1.718.476,24 1.962.039,28 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 641.992,93 630.774,34 davon für Altersversorgung EUR 260.910,39 (Vorjahr EUR 207.944,05) "__2.360.469.17. .__2.,592.813,62, . Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 838.970,76 843.267,09 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.100.802,35 1.049.681,21 . Erträge aus Beteiligungen 0,50 1.024.380,00 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208.877,50 207.673,61 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 535.491,82 484.087 ,01 davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 19.869,46 (Vorjahr EUR 21.921,36) . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit „_5:843.932,88 380.494,14 . Sonstige Steuem 27.994,86 28.465,48 . Jahresverlust (Vorjahr Jahresgewinn) vor städtischem Zuschuss -5.871.927,74 352.028,66 Zuschuss der Wissenschaftsstadt Darmstadt 5.800.000,00 3.500.000,00 Jahresergebnis nach städtischem Zuschuss -71.927,74 3.852.028,66 Gewinn aus dem Vorjahr 9.366.432,12 5.690.496,26 Einstellungen in die Rücklagen -364.060.33 -176.092,80 Bilanzgewinn 8.930.444,05 9.366.432,12 Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 Anhang für das Geschäftsjahr 2020 1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGSUND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss des Eigenbetriebes zum 31. Dezember 2020 wird gemäß 8 22 EigBGes nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes in Verbindung mit den Rechnungslegungsvor- schriften für große Kapitalgesellschaften in den aktuellen Fassungen aufgestellt. Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgen nach den für alle Kaufleute gel- tenden Grundsätzen der 88 238 bis 256a HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapital- gesellschaften gemäß den 88 264 bis 288 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den Formblattvorschriften des Eigenbetriebsgesetzes. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zum einem gemäß $ 24 Abs. 1 Eig- BGes mit einer Anpassung der Postenbezeichnungen erweitert, um die Ertragszuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt transparent darzustellen, und zum anderen gemäß 8 268 Abs. 1 HGB i.V.m. $ 158 Abs. 1 AktG ergänzt, weil die Bilanz unter der Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt ist. Zuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden bis zum 31.Dezember 2013 erfolgsneutral in die Rücklagen eingebucht. Seit dem Geschäftsjahr 2014 erfolgt eine Entnahme aus den Rück- lagen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird. Seit dem Jahr 2014 von der Wissenschaftsstadt Darmstadt gewährte Zuschüsse zum Verlustausgleich werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst und in einem separaten Posten "Zuschuss der Wis- senschaftsstadt Darmstadt“ ausgewiesen. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten (Rechnungspreise zu- züglich Nebenkosten abzüglich Skonti) und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, nach Maßgabe der wirtschaftlich betriebsindividuellen Nutzungsdauer zwischen 5 und 55 Jahren angesetzt. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei dauernder Wertminderung wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegen- den Wert abgeschrieben. Bei einem Wegfall der Gründe werden erforderlichenfalls Zuschreibun- gen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbring- lichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Wertabschläge vorgenom- men; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Alle Forderungen und sonstige Ver- mögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung unverändert von 1,0 % der Nettoforderungen gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Erhaltene Investitionszuschüsse werden nach $ 23 Abs. 3 EigBGes in den Sonderposten für In- vestitionszuschüsse eingestellt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkei- ten gemäß $ 249 Abs. 1 HGB und sind somit mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach ver- nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (8°253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen mitberücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vor- genommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entspre- chenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Wirtschaftsjahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich er- mittelt und bekanntgegeben werden. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert ($ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Als passive Rechnungsabgrenzungskosten sind Erträge vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Il. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2020 sind als Be- standteil des Anhangs als Anlage (Anlagenspiegel) beigefügt. Finanzanlagen Der Eigenbetrieb ist an der HEAG Holding AG, Darmstadt, mit einem Anteil am Stammkapital in Höhe von nominal TEUR 3.748 beteiligt. Der Buchwert der Beteiligung beläuft sich auf TEUR 23.226. Das gezeichnete Kapital der HEAG Holding AG zum 31. Dezember 2020 beträgt TEUR 48.533. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt besitzt insgesamt 900.000 Stück Aktien der HEAG Holding AG mit den Nummern von 1 bis 900.000 und einem Nominalwert von TEUR 46.100. Die Aktien sind zwischen den Aktionären wie folgt verteilt: j s Anzahl der Anteile am Grundkapital Aktien EUR % Eigenbetrieb Kulturinstitute 15.915.660,00 32,7933 310.718 Eigenbetrieb Bäder 3.747.930,00 7,7224 73.170 Eigenbetrieb EAD-Vivarium 1.887.120,00 3,8883 36.842 BgA Bürgerhäuser und Märkte 5.695.670,00 11,7356 111.195 BgA Kindertagesstätten 18.853.620,00 38,8468 368.075 Zwischensumme 46.100.000,00 94,9864 900.000 Andere (Stadt- und Kreis-Sparkasse) 2.433.260,00 5,0136 47.504 48.533.260,00 100,000 947.504 Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt (incl. Verrechnungskonto) zeigt zum Bilanzstichtag folgende Zusammensetzung: Stand 31.12.2020 EUR Kamerale Rücklagen, Liquiditätsvorschuss, Verzinsung vor 2009 13.340.838,16 Anpassungen div. Buchungen ab 2009 415.013,77 Kumulierte Verzinsung Verrechnungskonto Vorjahre 2.481.981,26 Verzinsung Verrechnungskonto laufendes Jahr 174.264,34 Ford. / Verb. ggü. der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2020 1.300.043,11 Zwischensumme Verrechnungskonto Stadt 31.12.2020 17.712.140,64 Forderungen/Verbindlichkeiten aus Cashpooling Kernhaushalt -600.000,00 Be nn Euer aus Übertragung von Pensionsverpflichtun- 257.169.24 Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt 17.369.309,88 Bis zum Jahr 2007 besaß der Eigenbetrieb kein eigenes Bankkonto. Zahlungsvorgänge wurden bis dahin komplett über die Stadt abgewickelt. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das Cashpooling wurde im Wirtschaftsjahr 2020 eingeführt, um kurzfristige Liquiditätslücken zu überbrücken 10 Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus der Beantra- gung der Wirtschaftshilfe des Bundes für November und Dezember 2020 (TEUR 519) und For- derungen aus Steuern der Dividendenzahlung 2019 (TEUR 270) und Forderungen (TEUR 3) ge- gen das Land Hessen aus Zuschüssen der Entschuldungshilfe enthalten. In den sonstigen Ver- mögensgegenständen ist mit TEUR 126 (Vorjahr TEUR 104) eine Forderung gegen eine ehema- lige Mitarbeiterin enthalten. Die Forderung betreffend das Wirtschaftsjahr 2019 von T€ 104 war im Vorjahr bereits vollständig wertberichtigt worden. Die Restforderung gegen die ehemalige Mit- arbeiterin betreffend das Wirtschaftsjahr 2020 von TEUR 22 wurde aus kaufmännischer Vorsicht in Wirtschaftsjahr 2020 voller Höhe wertberichtigt. Eigenkapital Das Stammkapital des Eigenbetriebes beträgt TEUR 17.000. Bis zum Wirtschaftsjahr 2013 wurde der städtische Zuschuss direkt der Allgemeinen Rücklage zugewiesen. Die Entschuldungshilfe wurde in die allgemeine Rücklage eingestellt. . Verlustver- Stand Umgiederung machsisdizu SETUNEGEM on schuss 2020 Ges fur2015 01.01.2020 2020 2020 2020 31.12.2020 EUR EUR EUR EUR EUR Stammkapital 17.000.000,00 0,00 0,00 0,00 17.000.000,00 Allgemeine Rücklage 22.591.479,21 0,00 0,00 364.060,33 22.955.539,54 rn der 5.514.40346 3.852.028,66 0,00 -364.060,33 9.002.371,79 Gewinn/Verlust 3.852.028,66 -3.852.02866 -71.927,74 0.00 -71.927,74 48.957.911,33 000 71.927,74 0,00 48.885.983,59 Der Jahresverlust 2020 in Höhe von TEUR 72 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten betrifft Zuschüsse vom Land für Sanierungsarbeiten und Spenden von Dritten für Einrichtungsgegenstände von Schwimmbädern. Stand Zugang Umgliederung Auflösung Stand 01.01.2020 2020 2020 2020 31.12.2020 EUR EUR EUR EUR EUR na vom 1.072.307,00 500.000,00 0,00 22.202,00 1.550.105,00 SoPo priv. Un- ternehmen 330.228,75 28.044,18 0,00 10.565,96 347.706,97 1.402.535,75 528.044,18 0,00 32.767,96 1.897.811,97 11 Im Berichtsjahr wurde eine Zuwendung des Landes für den Neubau des Nordbades in Höhe von TEUR 500 gezahlt. Die Auflösungen resultieren aus den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegen- stände. Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen im Berichtsjahr ist im Rückstellungsspiegel dargestellt, der sich im Lagebericht unter der Position 7.3. befindet. Pensionsrückstellungen Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen An- wartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Das Ruhegeld wird mit Ruhestandseintritt (zwischen dem 65. und dem 67. Lebensjahr) gemäß 8 33 Abs. 1 und 3 HBG oder bei vorzeitiger Invalidität gezahlt. Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussichtlichen Dynamik der Bezüge der Ak- tiven von 2 % und einer voraussichtlichen Rentendynamik von 2 % und ohne die Berücksichti- gung einer Fluktuationsrate. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünf- zehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bun- desbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz, auf Basis des 10-Jahres-Durch- schnittszins, für Dezember 2020 mit 2,30 % (Vorjahr 2,71 %) zugrunde. Bei einer Laufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen. Der Eigenbetrieb hat für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 929 zurückgestellt. Die Entwicklung der Pensionsrückstellung ist im Rückstellungsspiegel, im Lagebericht, dargestellt. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 18. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Verzinsung auf der Basis des 7-Jahres-Durchschnittszins und der Basis des 10-Jahres-Durchschnittszins beträgt TEUR 117. Die Beiträge sind ausschüt- tungsgesperrt, sofern nicht ausreichend freie Rücklagen vorhanden sind. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: TEUR Nebenkosten und sonst. Aufwendungen 169 Beihilfeleistungen an Pensionäre und Hinterbliebene 104 Leistungsentgelt 43 Abschluss und Prüfung 31 Urlaub 18 Überstunden 17 Archivierung 16 Lebensarbeitszeitkonto 2 400 12 Beihilferückstellungen Die Ermittlung der Verpflichtung zur künftigen Beihilfeleistung an Pensionäre und Hinterbliebene erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwen- dung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Das zu berücksichtigende Beihilfegeld wird mit Ruhestandseintritt (zwischen dem 65. und dem 67. Lebensjahr) gemäß $ 33 Abs. 1 und 3 HBG oder bei vorzeitiger Invalidität gezahlt. Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussichtlichen Dynamik der Kosten der Beihil- feleistungen von 2 % und ohne die Berücksichtigung einer Fluktuationsrate. Die Abzinsung der Verpflichtung zur künftigen Beihilfeleistung an Pensionäre und Hinterblie- bene erfolgte nach $ 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsre- gelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszins für Dezember 2020 mit 1,60 % (Vor- jahr 1,97 %) zugrunde. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit von Gesamtbetrag bis zueinem über einem davon mehr 31.12.2020 Jahr Jahr als fünf Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kre- ditinstituten 34.224.589,31 1.471.625,77 32.752.963,54 27.283.404,94 (19.421.849,35) (985.740,95) (18.436.108,40) (15.053.054,49) Verbindlichkeiten aus Lieferungen 4.073.247.02 1 073.247.02 0.00 0.00 und Leistungen nn Bun ' ' (1.061.946,61) (1.061.946,61) (0) (0) Verbindlichkeiten gegenüber ver- 22.244,13 22.244,13 0.00 0.00 bundenen Unternehmen nn nn ' " (33.081,73) (33.081,73) (0) (0) Verbindlichkeiten gegenüber an- 500.567,755 55.119,93 445.447,82 353.613,79 deren Eigenbetrieben (469.941,01) (49.477,39) (420.463,62) (33.783,44) Sonstige Verbindlichkeiten 13.661,58 13.661,58 0,00 0,00 (13.550,20) (13.550,20) (0) (0) 35.834.309,79 2.635.898,43 33.198.411,36 27.637.018,73 (21.000.368,90) (2.143.796,88) (18.856.572,02) (15.386.837,93) Die Zahlen in Klammern betreffen das Vorjahr. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen die offenen Pos- ten für den Neubau des Nordbades (TEUR 1.036) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber anderen Eigen- betrieben betreffen Lieferungen und Leistungen. Es besteht eine langfristige Verbindlichkeit gegenüber dem Eigenbetrieb Darmstädter Werkstät- ten, die aus Pensionsansprüchen durch Personalwechsel resultiert. 13 Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt abgesichert. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: 2020 2019 TEUR TEUR Eintrittsgelder (Hallen- und Freibäder einschl. Jugendstilbad) 1.443 3.035 Miet- und Pachterträge 16 30 Nebenerlöse (Sauna, Gastronomie, Shop im Jugendstilbad) 575 1.502 2.034 4.567 Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr durch die COVID-19-Pandemie um 2.533 TEUR zurückgegangen (Rückgang um 55,5 %). Die von der Landesregierung beschlos- sene Teilschließungen und die hohen Hygienemaßnahmen ließen nur begrenzt Badegäste zu. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge enthalten: 2020 2019 TEUR TEUR Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 74 5 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionen 33 31 Erträge aus Spenden 9 0 Kostenerstattungen 4 4 Erträge aus Verkauf von Grundstücken 0 3.782 sonstige Erträge 520 22 640 3.844 In den sonstigen Erträgen ist im Wesentlichen die Wirtschaftshilfe durch die COVID-19-Pande- mie, die November- und Dezemberhilfe des Bundes (TEUR 519) enthalten. Des Weiteren sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um TEUR 69 zum Vorjahr (TEUR 5) gestie- gen. Erträge aus Beteiligungen Im aktuellen Wirtschaftsjahr 2020 hat die HEAG Holding AG keine Dividende für das Vorjahr ausgeschüttet. 14 Personalaufwand Der Personalaufwand betrifft die dem Eigenbetrieb gemäß Stellenübersicht zugeordneten Mitar- beiter. Die Mitarbeiterzahl hat sich durchschnittlich zu den Vorjahren wie folgt verändert: 2020 2019 Beamte 1 1 Beschäftigte 56 64 Die Mitarbeiterzahl in 2020 hat sich gegenüber dem Vorjahr um acht Beschäftigte verringert. Grund dafür sind geringere Einstellungen im Reinigungsbereich und in der Wasseraufsicht zur Sommersaison. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2020 2019 TEUR TEUR Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe 702 790 Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.190 3.502 3.892 4.292 Die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sind um TEUR 88 gesunken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Fremdleistungen von Aquapark, dem Betreiber des JSB, (TEUR 2.748), des EADs, Aqua Power (Rettungsschwim- mer) und der Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zu- sammen: 2020 2019 TEUR TEUR Aufwendungen Inanspruchnahme von Rechten 505 518 Aufwendungen für Zuweisung, Zuschüsse 324 326 Versicherungen, Beiträge 48 48 Aufwendungen für Prüfung, Rechtsberatung 40 27 Aufwendungen für Kommunikation, Dokumentation 30 41 andere sonstige Aufwendungen 154 90 1.101 1.050 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 51 angestie- gen. Einen wesentlichen Ausschlag gaben Korrekturen der Vorsteuer (TEUR 49), die sich im Auf- wand niedergeschlagen haben, sowie Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 18; 15 Vorjahr TEUR 0) und gestiegenen Aufwendungen für Prüfung und Rechtsberatung (TEUR 39; Vorjahr TEUR 27) Des Weiteren ist ein bedeutender Kostenfaktor die Miete der Traglufthalle mit Umkleide- und Sanitärcontainer für das DSW Freibad. Der Verkauf der Tickets für die einzelnen Schwimmbäder wurde erstmalig überwiegend digital von einer Ticketagentur abgewickelt. Daher sind im Berichtsjahr TEUR 35 mehr an Gebühren angefallen als im Vorjahr. Einen weiteren Ausschlag gab die Abschreibung der Forderung in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 104) gegen eine ehemalige Mitarbeiterin. Mit der ehemaligen Mitarbeiterin wurde am 11. Februar 2021 eine Stundungsvereinbarung abgeschlossen, so dass sie den offenen Restbetrag von TEUR 126 einschließlich Zinsen in monatlichen Raten von EUR 250 seit Januar 2021 über mindestens 42 Jahre zurückzahlt. Aufgrund der langen Laufzeit der Vereinbarung sowie der Un- gewissheit über das finanzielle Leistungsvermögen der Schuldnerin wurde, wie im Vorjahr, auch die das Wirtschaftsjahr 2020 betreffende Forderung im Rahmen der kaufmännischen Vorsicht in voller Höhe wertberichtigt. Ill. ERGÄNZENDE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und damit auch ihre Eigenbetriebe sind Mitglied der Zusatz- versorgungskasse Darmstadt. Aus dieser Mitgliedschaft besteht eine mittelbare Pensionsver- pflichtung, die in der Bilanz nicht auszuweisen ist. Im Rahmen der Baumaßnahmen Nordbad besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von ca. TEUR 13.775. Sonstige Pflichtangaben Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Berichtsjahr netto TEUR 11 für die Abschluss- prüfungsarbeiten. Geschäfte mit nahestehenden Personen nach $ 285 Nr. 21 HGB Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Un- ternehmen und Personen nach 8 285 Nr. 21 HGB bestanden, mit Ausnahme der Schulen, denen Sonderkonditionen eingeräumt wurden, im Geschäftsjahr 2020 nicht. Betriebsleitung Als Betriebsleitung des Eigenbetriebes waren im Wirtschaftsjahr 2020 Herr Martin Westermann, Erster Betriebsleiter und Frau Beate Konradt, Kaufmännische Betriebsleiterin (bis 30. September 2021), bestellt. Die Angabe der Vergütung für die Betriebsleitung unterbleibt gemäß $ 286 Abs. 4 HGB. 16 Betriebskommission Der Betriebskommission des Eigenbetriebes gehören in 2020 an: Mitglieder des Magistrats Herr Bürgermeister Rafael Reißer Herr Stadtkämmerer Andre Schellenberg Frau Stadträtin Iris Bachmann Herr Stadtrat Dr. Dierk Molter Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Frau Stadtverordnete Birgit Pörtner Herr Stadtverordneter Roland Desch Herr Stadtverordneter Philip Krämer Frau Stadtverordnete Ursula Knechtel Herr Stadtverordneter Olaf Sigmund Mitglieder des Personalrates Frau Melanie Mohr Frau Inge Egner Sonstige Mitglieder Herr Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend, Vorstand der HEAG Holding AG (als wirtschaftlich beson- ders erfahrene Person gem. $ 6 Abs. 3 EigBGes) Im Berichtsjahr fand Corona-bedingt lediglich eine Sitzung der Betriebskommission statt. Vergütung der Betriebskommission Die Betriebskommission erhält für ihre Tätigkeit keine zusätzlichen Entgelte. Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses nach Zuschuss durch die Stadt Das Jahresergebnis soll wie folgt verwendet werden: Das Jahresergebnis weist einen Verlust in Höhe von TEUR 72 aus. Der Verlust wird auf neue Rechnung in voller Höhe vorgetragen. 17 Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses aus 2016 Die Einstellung des Gewinnvortrages in die allgemeine Rücklage des Eigenbetriebs Bäder der Wissenshaftstadt Darmstadt ($ 11 Abs. 6 Satz 3 EigBGes) für das Jahr 2016 (TEUR 400) soll im Jahresabschluss 2021 durchgeführt werden. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Veränderungen eingetreten, die zu einer ande- ren Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage geführt hätten. Der mit notariellem Kaufvertrag zum 1. Januar 2019 erfolgte Verkauf des Grundstücks des Schul- und Trainingsbads soll wegen fehlender Bebauungsmöglichkeiten noch im Wirtschaftsjahr 2021 rückabgewickelt werden. Derzeit ist noch offen, ob das Grundstück wieder in das Eigentum des Eigenbetrieb Bäder oder in den Kernhaushalt der Wissenschaftsstadt Darmstadt übertragen wer- den soll. Darmstadt, 10. Dezember 2021 Martin Westermann i. V. Ike Käppler Erster Betriebsleiter Leiterin der Finanzverwaltung 19 Entwicklung des Anlagevermögens 2020 20 Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugang Abgang Umbu- Endstand chungen EUR EUR EUR t. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software 0,00 9.867,45 ll. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs und anderen Bauten 28.669.078,94 2.630.909,56 2.359.733,49 10.719.685,86 44.379.407,85 63.790,23] 160.923,71 51.486,00 0,00 18.722,31 29.014,00 0,00] -189.937,71 133.998,54 28.766.212,42 2.579.423,56 2.384.287,17 25.041.668,23 58.771.591,38 2. Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ” 14.261,99 14.511.920,08 14.526.182,07 Il. Finanzanlagen Beteiligungen 23.225.880,38 23.225.880,38 0,00 23.225.880,38 0,00 0,00] 23.225.880,38 67.615.155,68| 14.526.182,07| 133.998,54 0,00| 82.007.339,21 21 Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen | Anfangs- Abschreibun- Umbu- Entnahme Endstand |am Endes des| am Anfang Durch- Durch- stand gen des chungen für Wirtschafts- des schnitt- schnitt- Wirtschafts- Abgänge jahres Wirtschafts- licher licher jahres jahres ‚Abschrei- Restbuch- bungssatz wert v.H 18.159.167,55 487.190,00) 574.836,76 25.041.668,23 44.262.862,54 10.122.382,39| 535.039,06 50.376,58] 10.607.044,87 18.546.696,55 1.994.234,56) 145.378,98 47.379,98| 2.092.233,56 1.670.905,00| 157.267,72 18.722,31) 1.809.450,41 0,00 0,00 0,00 0,00 13.787.521,95| 837.685,76 116.478,87| 14.508.728,84 0,00 0,00 0,00 0,00 13.792.308,40| 838.970,76 23.225.880,38 23.225.880,38 116.478,87| 14.514.800,29| 67.492.538,92 © BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An den Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss des Eigenbetriebs Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darm- stadt, — bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließ- lich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des Eigenbetrieb Bäder der Wissenschaftsstadt Darmstadt für das Wirtschafts- jahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ° entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den er- gänzenden Vorschriften der Betriebssatzung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des Bild der Vermögens- und Finanzlage des Eigenbetriebs zum 31. Dezember 2020 sowie sei- ner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und ® vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzli- chen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs. In allen wesentlichen Be- langen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu- treffend dar. Gemäß 8 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit 8 317 HGB und $ 27 Abs. 2 EigBGes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestäti- gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Überein- stimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. DEE00035734.1.1 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften der Betriebssatzung in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen ent- sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstim- mung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - be- absichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weite- ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unter- nehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant- wortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aus- sagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu- künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der un- sere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. DEE00035734.1.1 Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit $317 HGB und 8 27 Abs. 2 EigBGes Hessen unter Beachtung der vom Insti- tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss- prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Dar- stellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich an- gesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entschei- dungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund- haltung. Darüber hinaus ° identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtig- ter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prü- fungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen hö- her als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beab- sichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. e gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten inter- nen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange- messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Eigenbetriebs abzugeben. e beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech- nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge- stellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. * ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so- wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir ver- pflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser je- weiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund- lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünf- tige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Eigenbetrieb seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. e beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein- schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor- fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den DEE00035734.1.1 tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. + beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre- chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Eigenbetriebs. e führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu- kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü- fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei- genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde lie- genden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. „terho al ts) Pu, n x082 uw sio Frankfurt am Main, den 10. Dezember 2021 WIRTSCHAr ; PRÜFUNGS ESEL SCH PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft odauonest Christiane Lawrenz Wirtschaftsprüferin ” DEE00035734.1.1 Leerseite aus bindetechnischen Gründen 08629870000002
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2022/0166
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.05.2022
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00