V/1083/2008
Sanierung Aasee
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Beschlussvorlage
3637 Zeichen
V/1083/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Tiefbauamt Betrifft Sanierung Aasee - Bau der Entphosphatungsanlage Roxeler Straße 501 - Beratungsfolge 15.01.2009 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 27.01.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 03.02.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Entphosphatungsanlage auf dem städtischen Pumpwerksgrundstück Roxeler Straße 501 wird auf Grundlage der vom Tiefbauamt aufgestellten Planung vom 09.12.2008 gebaut. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Herstellungskosten in Höhe von ca. 100.000 € entstehen. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die erforderlichen Mittel sind im Entwurf des Teilfinanzplans nachstehender Produktgruppe wie folgt veranschlagt: Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1304 Fließende Gewässer Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlungen für Baumaß- nahmen Investitionsmaßnahme 0010 Gewässer, Umbau, ökologische Verbesserung 2009 100.000 Insgesamt: 100.000 Vorlagen-Nr.: V/1083/2008 Auskunft erteilt: Herr Grimm Ruf: 492 66 00 E-Mail: Grimm@stadt-muenster.de Datum: 18.12.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/1083/2008 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Maßnahmen unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstel- lung durch den Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2009 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung 2008 – 2012 stehen. Begründung: Seit 2005 führt die Stadt in Verbindung mit dem Hygiene-Institut des Universitäts-Klinikums Feld- versuche zur Reduzierung des Blaualgenwachstums im Aasee mittels Zugabe von Eisenchlorid durch. Diese Versuche verliefen alle sehr erfolgreich und stellten sicher, dass die kritische Mikrocystin- Konzentration als Folge des Blaualtenwachstums weit unterschritten wurde. Gesundheitsgefähr- dungen können seitdem nach dem Stadt der Wissenschaft ausgeschlossen werden. Die Feldversuche wurden mit einem geliehenen Tank und einer manuell betriebenen Regel- und Dosiereinrichtung vorgenommen. Da nach Meinung aller Beteiligten (Prof. Dr. Scholt, Untere Was- serbehörde, Tiefbauamt) zumindest aus mittelfristiger Sicht auf die Zugabe von Eisenchlorid nicht verzichtet werden kann, ist der Bau einer fest installierten Entphosphatungsanlage erforderlich. Die Entphosphatungsanlage besteht aus einem Dosier- und Lagertank mit entsprechender auto- matisierten Steuer- und Regeltechnik. Hierdurch ist gewährleistet, dass entsprechend der Höhe des Aa-Abflusses die Eisenchloridzufuhr ständig optimal angepasst wird. Da das Eisenchlorid in konzentrierter Form den Bestimmungen der Verordnung für das Lagern und Umschlagen wassergefährdender Stoffe (VAwS) unterliegt, muss die Aufstell- und Betankungsflä- che als wasserundurchlässige Wanne ausgebildet werden. Durch den Bau dieser fest installierten Anlage werden pro Jahr rund 12.000 € Mietkosten für den Lagerbehälter und ein großer personeller Aufwand für die manuelle Steuerung der Anlage einge- spart. Darüber hinaus wird auch durch die automatisierte Dosierung in Abhängigkeit des Aa-Abflusses ein erheblich effektiverer Einsatz des Eisenchlorids sichergestellt. Besonders die Versuchsreihe in 2008 hat gezeigt, dass die manuelle Regelung bei heftigen, kur- zen Sommerniederschlägen an ihre Grenzen stößt. Die notwendigen wasserrechtlichen Genehmigungen sind beantragt. Der Bau der Anlage ist für das Frühjahr 2009 vorgesehen. In Vertretung Schultheiß Stadtdirektor Anlagen:
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Roxeler Straße 501
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/1083/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.12.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37