Mandari Insight

2017/0202

Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie 'Startup City') - Etablierung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums als gemeinsames Projekt mit der Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein-Main-Neckar (IHK). Hier: Gründung einer Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH

Magistratsvorlage 27.06.2017

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Punkt 12: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie 
"Startup City") - Etablierung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums als 
gemeinsames Projekt mit der Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein-Main-
Neckar (IHK).  
Hier: Gründung einer Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH 
 (V-Nr. 2017/0202) 
 
Stadtv. Hang (UFFBASSE) fragt nach der Kalkulation der IHK und dem zu 
erwartenden Defizit (Seite 5, vorletzter Absatz).  
Stadtkämmerer Schellenberg sagt zu, Informationen hier zu einzuholen.  
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.  
  
Gegenstimmen: UFFBASSE, Die Linke. und UWIGA

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SEITE 40 · MITTWOCH, 8. MÄRZ 2017 · NR. 57 FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNGRhein-Main
Die Nelumbox kühlt temperaturemp-
findliche Medikamente, aber auch
Impfstoffe, Blutkonserven und medizi-
nische Proben auf der Fahrt zum Pa-
tienten oder zur Apotheke. Der Name
setzt sich zusammen aus dem lateini-
schen Begriff für Lotusblüte („Nelum-
bo“), die ihre Temperatur selbst regeln
kann und sinnbildlich für Hygiene
steht, und dem Wort „box“, dem engli-
schen Begriff für Behälter. Die Produkt-
idee kam Martin Voigt im Jahr 2014
während der Fußball-Weltmeister-
schaft, als er Doping-Proben über rund
9000 Kilometer von Rio de Janeiro zur
Laboranalyse nach Lausanne begleiten
musste. Ein schwieriges Unterfangen,
denn die Blutproben mussten konstant
gekühlt und vor Unbefugten geschützt
werden. Die batteriebetriebene Nelum-
box kann unabhängig vom Stromnetz
bis zu 48 Stunden konstant und aktiv
kühlen, und das bei Außentemperatu-
ren von bis zu 50 Grad. Sie ist außer-
dem leicht zu transportieren und er-
fasst Daten wie Temperatur, Luftfeuch-
tigkeit, Position und Zugriff. Mit 25 an-
stelle von bislang maximal fünf Trans-
portzyklen ist sie umweltfreundlicher
als herkömmliche passive Kühlboxen.
Die Isolationstechnik, die verhindert,
dass sich die Kühlkammer im Ruhezu-
stand wieder erwärmt, ist zum Patent
angemeldet. Die Gründung der Nelum-
box GmbH ist für diesen März geplant.
Der funktionsfähige Prototyp wird vor-
aussichtlich im Frühsommer fertig. Mit
einem Markteintritt ist laut Voigt für
2018 zu rechnen. Schon jetzt hat die
Idee Juroren von Science4Life und
dem Hessen-Ideenwettbewerb über-
zeugt. 2016 wurde das Unternehmen
zudem unter die „Top 50 Start-ups in
Deutschland“ gewählt und wird von
der Esa im „Business Incubation Cen-
tre“ mitbetreut. (kabo.)
Kühlt auch bei 50 Grad Hitze
Der „Wingcopter“ kombiniert den Schwebeflug von
Quadrocoptern, die von vier Rotoren angetrieben
werden, mit dem Flächenflug von Flugzeugen –
und schließt damit die technologische Lücke zwi-
schen sogenannten Multicopter-Drohnen und Pro-
peller-Modellflugzeugen. Die Idee dazu hat sich Jo-
nathan Hesselbarth, Maschinenbaustudent an der
Technischen Universität in Darmstadt, im Jahr
2012 patentieren lassen. Das aktuelle Modell Wing-
copter 178 kann nach seinen Angaben senkrecht
starten und landen, aber auch seine vier Rotoren in
der Luft zum Vorwärtsflug umschwenken und da-
mit Strecken von bis zu 100 Kilometern zurückle-
gen. Das Potential für eine kommerzielle Nutzung
ist nach Ansicht des Erfinders groß: Überwachung
und Wartung von Stromtrassen, Schienen und Pipe-
lines, Erfassung großer landwirtschaftlicher Flä-
chen, Beförderung eiliger Hilfsgüter, Suche nach
Schiffbrüchigen, aber auch Film- und Fernsehauf-
nahmen. Nach mittlerweile fünf Jahren Forschung
und Entwicklung und zahlreichen Tests soll das Un-
ternehmen Mitte des Jahres als GmbH gegründet
werden, wie Hesselbarth berichtet. Neulich nahm
es am größten Drohnenwettbewerb der Welt statt,
dem „Drones-for-Good Award“ in Dubai. Der Wett-
bewerb war mit einer Million Dollar dotiert und
hat sich für die Darmstädter gelohnt: Sie belegten
den dritten Platz und erhielten gleich zahlreiche
Aufträge. (kabo.)
Sucht Schiffsbrüchige
und bringt Hilfsgüter
Die „wer denkt was GmbH“ ist im Jahr
2010 von Tobias Klug und Robert Lo-
kaiczyk gegründet worden. Sie ent-
springt einem Forschungsprojekt zu
Crowdsourcing und Bürgerbeteiligung
am Fachgebiet Multimedia Kommunika-
tion der Technischen Universität Darm-
stadt. 2013 gewann das Unternehmen
den Hessischen Gründerpreis in der Ka-
tegorie „Geschaffene Arbeitsplätze“.
Das Start-up hat schon einige Produkte
entwickelt, darunter eine App für Micro-
jobs (www.AppJobber.de). Rund
250 000 Menschen verdienen mittlerwei-
le in ganz Europa nebenbei etwas Geld
mit ihrem Handy. Sie erledigen kleinere
Jobs, zum Beispiel fotografieren sie Pro-
duktplazierungen, überprüfen Öffnungs-
zeiten und beantworten Umfragen. Ein
weiteres Produkt der Firma sind Inter-
netplattformen zur Bürgerbeteiligung.
Städte und Kommunen wie Darmstadt
und Konstanz nutzen sie inzwischen für
Bürgerbefragungen, Abstimmungen
über den Bürgerhaushalt, Information
der Bürger über öffentliche Vorhaben
und vieles mehr. Ob Glasscherben auf
dem Gehweg, nicht abgeholte Müllsä-
cke, kaputte Laternen oder eine be-
schmierte Parkbank: Auf der Internetsei-
tewww.mängelmelder.dekönnen Bür-
ger auch Missstände samt Kurzbeschrei-
bung und Foto anzeigen. Die Meldung
wird an die jeweilige Stadt- oder Ge-
meindeverwaltung weitergeleitet – und
zwar bundesweit rund um die Uhr. Der
Mängelmelder wurde von der Bundesre-
gierung und der deutschen Wirtschaft
als „Ausgezeichneter Ort im Land der
Ideen 2013/14“ prämiert. (kabo.)
Foto Hessen schafft Wissen/Steffen Böttcher
Mängelmelder für Bürger
Bienenfließig:Jonathan Hesselbarth (links)
und Tom Plümmer entwickeln den Wingcopter.
Foto Hessen schafft Wissen/Steffen Böttcher
Missstände:Die Symbole zeigen Beschwerden von Bürgern. Foto Mängelmelder/Screenshot F.A.Z.
Die vier mit der Box:das Team von Nelumbo will eine GmbH gründen. Foto Eilmes

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG MITTWOCH, 8. MÄRZ 2017 · NR. 57 · SEITE 41Rhein-Main
Das Start-up feelSpace hat einen Navi-
gationsgürtel entwickelt, der Wege und
Richtungen dank 16 Vibratoren fühlbar
und die Orientierung leicht macht.
Man muss den Gürtel umlegen, sein
Ziel in die App eingeben und fühlen,
wo es rund um den Bauch vibriert –
denn das zeigt die Richtung an. Zur
Auswahl stehen demnächst drei Funk-
tionen: die Routenfunktion mit einer
genauen Wegbeschreibung, die Luftlini-
enfunktion mit einer groben Richtungs-
beschreibung und Kompassfunktion,
die Norden als Ankerpunkt vorgibt und
eher zum Trainieren des Orientierungs-
sinns als zum Erreichen des Ziels ge-
dacht ist. Der feelSpace-Gürtel ent-
stand aus einem Forschungsprojekt der
Universität Osnabrück, bei dem es seit
2005 um die Erforschung der menschli-
chen Sinne und Wahrnehmung ging.
Schon damals berichteten sehende und
blinde Probanden von einem verbesser-
ten Orientierungssinn und einem grö-
ßeren Sicherheitsgefühl. Auch das
Raumgefühl wandle sich – und werde
zum Erlebnis. Jederzeit wisse man, wo
man sich befinde und in welche Rich-
tung man gehen müsse, und das selbst
in Gebäuden und Menschenmassen. In-
zwischen hat feelSpace einen alltags-
tauglichen Gürtel hergestellt und dabei
insbesondere auf barrierefreie Nutzbar-
keit geachtet. Er soll diesen Monat erst-
mals ausgeliefert werden und etwa
800 Euro kosten. Die Erfindung nutzt
Weltenbummlern, die sich in der Frem-
de zurechtfinden müssen, Sportlern
und Sehbehinderten. Die Ende 2015 ge-
gründete feelSpace GmbH kooperiert
mit dem Berufsverband der Mobilitäts-
trainer für Blinde. feelSpace ist für 14
Monate im Förderprogramm des Esa
Business Incubation Center in Darm-
stadt – und vorerst von Osnabrück
nach Darmstadt gezogen. (kabo.)
Die Stadt und die Industrie-
und Handelskammer wol-
len in diesem Sommer zu-
sammen mit weiteren Ko-
operationspartnern ein
„Technologie- und Grün-
derzentrum“ eröffnen. Für die gemeinsa-
me Betreibergesellschaft sollen zunächst
75 000 Euro zur Verfügung stehen, wie
Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die
Grünen) sagt. Bei zwei Immobilien prüfe
man die Tauglichkeit und den Abschluss
eines Mietvertrages. Tauglichkeit heißt,
das Gebäude soll Gemeinschaftsflächen,
Büros und Werkstätten bieten für techno-
logieorientierte Start-up-Unternehmen.
Und ein Ort sein, „wo sich die Szene
trifft“, wie es IHK-Hauptgeschäftsführer
Uwe Vetterlein formuliert.
Die Idee, Darmstadt als „Hightech-
Zentrum“ und „Technologie-Start-up-
City“ besser zu positionieren, ist keines-
wegs neu. Schon seit 1999 gibt es das
Technologie- und Innovationszentr um
TIZ nahe dem Hauptbahnhof, das Räu-
me auch an Gründungsfirmen vermietet.
2006 wurde mit dem Centrum für Satelli-
tennavigation Hessen (Cesah) ein Kom-
petenz-, Informations- und Gründerzen-
trum beim Darmstädter Weltraumkon-
trollzentrum eröffnet, das junge Unter-
nehmen bei der Nutzung neuer Raum-
fahrttechnologien und etablierte Firmen
beim Technologietransfer unterstützt
und sich inzwischen einen Namen weit
über Hessen hinaus gemacht hat. Cesah
wird getragen vom Land Hessen, der
Stadt, der Technischen Universität, der
Hochschule, der Telespazio Vega
Deutschland und T-Systems Internatio-
nal. Aus dem von Cesah im Auftrag der
Europäischen Weltraumagentur Esa be-
triebenen „Esa Business Incubation Cen-
tre“ sind bislang mehr als 300 Arbeits-
plätze hervorgegangen.
Unter den 70 geförderten Start-ups ge-
lang es einigen, neue Raumfahrttechno-
logien und Satellitendaten durch die Ent-
wicklung neuer Produkte für den unter-
nehmerischen Senkrechtstart zu nutzen
–z u mB e i s p i e ld u r c h„ F e e l s p a c e “ ,e i n e n
Gürtel, der durch Vibration Wegbeschrei-
bungen für Blinde fühlbar macht. Fab-
space 2.0 wiederum ist ein offenes Zen-
trum für Innovationen in der Erdbeob-
achtung, dessen deutsche Partner Cesah
und die TU sind.
Der eigentliche Impuls, die in Darm-
stadt und Südhessen vorhandenen Poten-
tiale stärker zu fördern, gab aber eine
Amerika-Reise. Vergangenes Jahr nah-
men Partsch, die IHK-Präsidentin, der
Präsident der Technischen Universität
und Vertreter mehrerer Unternehmen an
der Reise von Ministerpräsident Volker
Bouffier (CDU) zu den Feierlichkeiten
in Wisconsin teil, mit dem Hessen eine
Partnerschaft pflegt. Während der zwei
Wochen gab es Abstecher in Darmstadts
neue Partnerstadt San Antonio in Texas
sowie zum Silicon Valley und zu anderen
Gründerzentren. Zurück kam die Delega-
tion mit den Eindrücken einer „ganz an-
deren Gründerkultur“. Die Reaktion dar-
auf folgte unmittelbar. Die Vollversamm-
lung der IHK sprach sich für die Grün-
dung eines produktorientierten Techno-
logie- und Gründerzentrums zusammen
mit der Stadt aus (in der Rechtsform ei-
ner GmbH) und machte außerdem den
Weg frei für einen mit vier Millionen
Euro dotierten Innovationsfonds. Er
soll, wie Vetterlein sagt, die bestehende
Finanzierungslücke bei Innovationen
und technologieorientierten Gründun-
gen schließen und jene „PS auf die Stra-
ße bringen“, die unter der Haube der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt schlummer-
ten.
Tatsächlich scheint der Nährboden für
Jungunternehmer in Südhessen ideal zu
sein. Es gibt zahlreiche namhafte wissen-
schaftliche Einrichtungen von der TU
über die Hochschulen bis zum Weltraum-
zentrum, den drei Fraunhofer-Instituten
und der Gesellschaft für Schwerionenfor-
schung, Global Player in der Informati-
ons- und Kommunikationstechnologie,
der Chemie und Pharmasparte sowie der
Weltraum- und Satellitentechnologie
wie die Software AG, Merck oder Tele-
spazio. In diesem innovativen Umfeld
sind die Wachstumsbedingungen für Er-
findergeist gut.
Die Technische Universität hat darauf
schon vor einigen Jahren mit der Einrich-
tung des Innovations- und Gründerzen-
trums „Highest“ reagiert. Es bietet ein
umfassendes Beratungsangebot für sämt-
liche Phasen einer Unternehmensgrün-
dung. Rund 80 Start-ups wurden seit
2013 begleitet, im Jahr finden etwa 180
Beratungen statt, gegenwärtig gefördert
werden 20 Gründungen, die meisten von
Absolventen der TU. 2013 gehörte die
TU zu den Gewinnern des Wettbewerbs
„Exist Gründungskultur – Die Gründer-
hochschule“ des Bundeswirtschaftsminis-
teriums. „Wir haben uns vorgenommen,
in den kommenden Jahren die führende
Hochschule für technologie- und wissens-
basierte Unternehmensgründungen zu
werden“, sagt der Leiter des Zentrums,
Peter Buxmann.
Auch sonst wird vieles getan zur För-
derung der südhessischen Gründungskul-
tur. Highest kooperiert mit dem „Career
Center“ der Hochschule Darmstadt, dem
House of IT und dem Stadtkonzern Heag
AG, der zum Beispiel durch fachliche Be-
ratung bei der Planung des Geschäftsmo-
dells, der kaufmännischen Strategie und
bei der Suche nach Referenzkunden
hilft. Das Heag-Gründungscoaching
kann auch die Unterstützung durch eine
Rechtsanwaltskanzlei bei kniffligen juris-
tischen Fragen umfassen oder die der
Agentur Profilwerkstatt, wenn es um
Marken- und Kommunikationsstrate-
gien geht. Darüber hinaus gibt es das
Merck Innovation Center und dessen
„Accelerator Programm für junge Start-
ups“ oder den Schenck-Technologiepark
als Innovationsort.
Und natürlich gehört die Beratung von
Existenzgründern zum Kerngeschäft der
IHK. Für das Geschäftsfeld sind vier
Fachleute zuständig, die, wie die Statistik
zeigt, gut zu tun haben: Verzeichnet wer-
den von der Kammer fast 1000 Beratun-
gen pro Jahr, 200 davon zu Finanzierun-
gen und ebenso viele speziell zu betriebs-
wirtschaftlichen Fragen. Seit 2013 haben
53 Gründer aus der Region auf Vermitt-
lung der IHK mehr als 422 000 Euro Dar-
lehen für Investitionen und Betriebsmit-
tel erhalten. Es handelte sich dabei um
„Hessen-Mikrodarlehen“, die von der
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hes-
sen, der Förderbank des Landes Hessen,
angeboten werden. Bis zu 25 000 Euro
können ohne Sicherheiten vereinbart
werden, ein Mindesteigenkapital wird
nicht gefordert. Im vergangenen Jahr
sind 14 solcher Darlehensanträge gestellt
worden, zehn wurden bewilligt, das Volu-
men betrug 218 000 Euro. Seit Dezember
gibt es außerdem den Gründerpass, mit
dem das erworbene Wissen zu fünf The-
men dokumentiert wird, etwa zu „Recht,
Steuer, Betriebsführung“ oder „Finanzie-
rung und Förderung“.
Gleichwohl, nach Ansicht der Kam-
mer existiert immer noch keine hinrei-
chend professionelle Infrastruktur für
technologieorientierte Gründungen, von
der neben Start-ups auch „Wachstumsun-
ternehmen“ profitieren. Ein Befund, der
2015 durch den „Zukunftsindex 2030“ in-
direkt bestätigt wurde. Aus diesem von
„Wirtschafts-Woche“, Immobilien-Scout
24 und IW Consult erstellten Vergleich
deutscher Großstädte ging Darmstadt
erstmals als Sieger hervor, unter ande-
rem, weil in keiner anderen Stadt der An-
teil der Hochschulabsolventen in den so-
genannten Mint-Fächern so groß und die
„Sogwirkung auf High-Tech-Potentials“
durch die wissenschaftlichen Einrichtun-
gen so stark war. Bei den Unternehmens-
gründungen belegte Darmstadt aber nur
einen hinteren Rang – mit 22,3 Gründun-
gen auf 10 000 Erwerbsfähige.
Was ist zu tun? Buxmann sieht Verbes-
serungspotential in der Sichtbarkeit:
„Wir werden als hervorragender Innova-
tions- und Technologiestandort wahrge-
nommen. Darmstadt ist aber auch im Be-
reich der Tech-Gründungen sehr gut auf-
gestellt, nur wird dies zum Teil noch
nicht so wahrgenommen.“ Kersten Rie-
chers, der noch in seiner Studienzeit mit
Kommilitonen die Agentur Quäntchen
und Glück für Online-Kommunikation
gegründet hat, fehlen „coole Büroräu-
me“ und Treffpunkte für Gründer, die in-
spirieren. Die existierenden Gründerzen-
tren seien architektonisch eher „steif
und langweilig“.
Quäntchen + Glück engagiert sich
selbst für eine neue Kultur der Begeg-
nung, indem die Agentur an ihrem Domi-
zil im alten Brauereiturm nahe der Mat-
hildenhöhe hin und wieder Räume für
Workshops und Meetings vermietet.
„Das wird gut nachgefragt, weil so etwas
scheinbar in Darmstadt fehlt.“ Auch bei
den Konditionen erweist sich Riechers
als kreativ: Beim Anmieten gilt der „Kar-
ma-Deal“, das heißt, der Verein, die Stu-
denten oder das Start-up bekommen die
Räume kostenfrei, wenn sie der Agentur
im Gegenzug einen guten Tausch vor-
schlagen. Auch der Verein Digitale Darm-
stadt, der unter anderem den Web Mon-
day in der Centralstation veranstaltet, ist
der Versuch, das „Kommunikations-Va-
kuum“ der Innovationsszene zu füllen.
Andere passable Optionen für Start-
ups, Projektgruppen und Freiberufler
schafft der Markt. In einem ehemaligen
Copy-Shop an der Havelstraße bietet die
Fairman Consulting GmbH „cool-wor-
king“ an, in der Havelstraße gibt es
„cowo21“ als eine Art Arbeitsgemein-
schaft mit WG-Flair, in der Heidelberger
Straße betreiben zwei Architekten das
„Office 129 1/2“ als Coworking-Ange-
bot. Kein Wunder, das Vetterlein ange-
sichts dieser Vielfalt betont, das neue
Technologie- und Gründerzentrum der
Stadt werde keinesfalls eine Insel sein,
sondern „Vernetzung auf Augenhöhe“
betreiben. Das heißt, die rund 2000 Qua-
dratmeter Bürofläche plus zusätzlich
600 bis 1000 Quadratmeter für Werkstät-
ten sollen nicht nur Arbeitsstätten sein,
sondern das Haus der Gründer soll auch
einen öffentlichen Charakter bekom-
men, etwa durch abendliche Veranstal-
tungen zu allen Themen rund um Fir-
mengründungen. „Ein Ort eben, wo sich
die Szene trifft.“
Ob auch Gründer mit Konzepten zum
„Social Entrepreneurship“ Zugang be-
kommen, wird wohl noch zu klären sein.
Ausgründungen gibt es nicht nur in der
Technikbranche, wie Michael Vilain her-
vorhebt, Professor an der Evangelischen
Hochschule und Direktor des Instituts
für Zukunftsfragen der Gesundheits- und
Sozialwirtschaft. Seiner Meinung nach
schielen die meisten Investoren und Ent-
scheidungsträger in Politik und Verwal-
tung vor allem auf Industrie und
Hightech. Es gebe aber auch eine dynami-
sche gemeinnützige Gründerszene, die
zum Beispiel personale Dienstleistungen
und Innovationen für das Gesundheits-
und Sozialsystem entwickele. „Solche
Gründungen im Bereich der Zivilgesell-
schaft erfahren generell sehr wenig Un-
terstützung.“
Dass auch auf diesem Feld in Darm-
stadt laboriert wird, zeigt das „Labor für
Diakonisches Unternehmertum“, an
dem zwischen 2013 und 2015 Mitarbeiter
von Mission Leben mit Hilfe der Evange-
lischen Hochschule soziale Geschäftsmo-
delle entwickelt haben – zum Beispiel
„Ene Mene“, das Modell einer Kinderbe-
treuung, das Rücksicht auf Schicht- und
Wochenenddienste für Pflegende nimmt.
Das gemeinnützige Unternehmen, das in
Darmstadt eine Zentrale hat und unter
anderem die Behinderteneinrichtung Au-
mühle betreibt, hat damit große Reso-
nanz gefunden. 2015 wurde das Labor
mit dem bayerischen Consozial-Manage-
ment-Preis ausgezeichnet. Nun geht Mis-
sion Leben mit dem Start-up-Labor „In-
tra Lab“ im März in die nächste Runde.
Folge deinem Bauchgefühl
Als Doktorand am Fachbereich Infor-
matik der Technischen Universität
Darmstadt hatte Nicolai Erbs eine
Idee: das Internet sicherer machen für
Kinder. Mit seinen Mitstreitern Mirco
Zeiß und Stefan Harnisch entwickelte
er die Software „Privalino“, ein Name,
der sich als Verniedlichung des Wortes
Privat versteht. Privalino untersucht
Chatnachrichten mit Algorithmen
nach Satzstruktur, Wortschatz und Satz-
komplexität. Stellt die Software fest,
dass das „Gegenüber“ älter zu sein
scheint, als es angibt, mischt sich ein
Moderator in das Gespräch ein. Er
fragt das Kind, ob es die Person kennt,
mit dem es spricht. Wenn das Kind ver-
neint, werden die Eltern informiert –
als automatischer Anruf oder als Chat-
nachricht. Die Software ist für Betrei-
ber von Social-Media-Seiten, Instant
Messengern, Browser Chat-Rooms und
Online-Games interessant, weil sie Mo-
deratoren beschäftigen müssen, die für
die Sicherheit der angemeldeten Nut-
zer sorgen. Sie hilft ihnen, Pädophile
in Internetforen zu erkennen und Cy-
ber-Grooming, also das Ansprechen
von Minderjährigen im Internet mit
dem Ziel, sie zu sexuellen Handlungen
zu bewegen, zu verhindern.Auch zum
Erkennen von Mobbing und Hass-Mails
könnte die Software, die aktuell noch in
der Erprobungsphase ist, später einmal
genutzt werden. Die Firmengründung
ist für diesen März geplant, wobei der
endgültige Name noch nicht feststeht.
Doch bevor an die Markteinführung zu
denken ist, müssen Erbs und seine Kol-
legen unter anderem noch Fragen zum
Datenschutz lösen. Privalino hat im ver-
gangenen Jahr den 3. Preis beim Ideen-
wettbewerb der TU Darmstadt gewon-
nen. Außerdem wird das Start-up seit
November mit dem Exist-Gründersti-
pendium gefördert. (kabo.)
Will jemand ein Konto eröffnen oder
einen Wohnsitz aus der Ferne ummel-
den, kann er das mit Authada schnell
und sicher tun. Das IT-Sicherheit-
Start-up aus der Hochschule Darm-
stadt revolutioniert nach eigenen An-
gaben bestehende Identifikationsver-
fahren: Die Identität des Kunden
wird mit Hilfe des Personalausweises
überprüft. Verbraucher müssen nur ih-
ren neuen Personalausweis hinter ein
Smartphone halten. Das Gerät stellt
dann eine Verbindung zu dem Chip in
dem Dokument her. Der Kunde muss
dann noch eine Pin eingeben. Ist die
korrekt, werden die Daten des Nut-
zers verschlüsselt übermittelt und in-
nerhalb von fünf Sekunden authentifi-
ziert. Die Lösung ist vor allem für
Banken, Versicherer, Logistikunter-
nehmen, Behörden sowie im elektro-
nischen Handel bequem und interes-
sant. Authada ersetzt umständliche
oder unsichere Verfahren wie Post-
oder Video-Identifizierung und orien-
tiert sich an den Regeln des Bundes-
amts für Sicherheit und Informations-
technik. Das Unternehmen wurde
2015 von Andreas Plies, Robin Acker,
Michael Massoth und Jörg Jessen ge-
gründet. 2016 konnte das Team durch
„Wagniskapital“ der Finlab AG aus
Frankfurt von drei auf 18 Mitarbeiter
erweitert werden. Schon 2013 ge-
wann das Team der Hochschule Darm-
stadt mit seinem Projekt einen Grün-
derwettbewerb des Bundeswirtschafts-
ministeriums und 2015 den internatio-
nalen Wettbewerb der Start-up Night
Berlin.(kabo.)
Gute Gründe
für die
Gründer
Sicherheit für Kinder im Netz
Forschergeist:In Darmstadt werden Weltraummissionen geleitet und zukunftsträchtige neue Produkte entwickelt. Foto dpa
Ausweisen per Smartphone
Darmstadt will sich nicht nur als „Tor zum Weltraum“,
sondern auch als „Start-up-City“ positionieren. Im Sommer
ist die Eröffnung eines Technologie- und Gründerzentrums
geplant, das der Szene weiteren Auftrieb geben soll.
Von Rainer Hein
Kinderschützer im Internet:Patrick Schneider (vorne) und Nicolai Erbs Foto Privalino
Bequem:Die Identität wird elektronisch überprüft. Foto Christian Hecker
Trio:Silke Kaercher, Susan Wache, Jessika Schwandt (von links) Foto feelSpace

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.08.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Rechtsamt/ 
Stadtwirtschaftskoordination  
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 15 308 
IV 20 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0202 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
262 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 571010 
Kostenstelle:  015-001-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5710-11 Sachkonto:       
 
Betreff: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie 
"Startup City") - Etablierung eines neuen Technologie - und Gründerzentrums als 
gemeinsames Projekt mit der Ind ustrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein -Main-
Neckar (IHK).  
Hier: Gründung einer Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH  
 
Vorlage vom: 27.06.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Einrichtung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums in 
Darmstadt zu. 
 
2. Der Magistrat stimmt der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einer 
Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH zu. Die notwendige 
Stammkapitaleinlage in Höhe von 25.000€ steht im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung. 
Darüber hinaus wird der Umplanung des Weiteren in der Begründung benannten 
Finanzbedarfs zugestimmt und die Zurverfügungstellung der notwendigen Zuzahlungen in 
den Folgejahren unter der Maßgabe der jeweiligen Haushaltsplanaufstellung in Aussicht 
gestellt.

- 3 - 
 
Anlagen: FAZ-Artikel Gute Gruende fuer die Gruender  
Stellungnahme HEAG -Beteiligungsmanagement  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 09.08.2017 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.06.2017  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt aufgrund ihrer Kompaktheit als mittlere 
Großstadt einerseits und aufgrund ihrer exzellenten Ausstattung mit universitären 
Institutionen, weiterer öffentlicher Forschung und Entwicklung sowie forschenden 
Unternehmen andererseits über ein einzigartiges innovatives Ökosystem mit hoher 
Kooperationsdichte, schnellen Kontaktwegen und großem Vertrauen unter den 
handelnden Akteuren. 
 
Dieses Alleinstellungsmerkmal war einer der Entscheidungsfaktoren für den Gewinn 
des Wettbewerbs Digitale Stadt des IT-Branchenverbandes bitkom. Auch der 1. Platz 
im Wirtschaftswoche-Zukunftsindex 2015 und 2016 geht maßgeblich auf diese 
Rahmenbedingung zurück. Bei den dort verwendeten Parametern steht Darmstadt 
insbesondere bei Faktoren wie dem Ingenieurs-/Akademikeranteil an den 
Beschäftigten, der Patentquote, den Industrie 4.0-Chancen etc., aber auch bei der U3 
Kinderbetreuungs- oder bei der Abiturientenquote in der Spitzengruppe. 
 
Etwas anders stellt sich dies bei der Gründungsintensität dar. Darmstadt ist hier eher 
im Mittelfeld zu verorten. Dieser quantitative Wert ist durchaus differenziert zu 
bewerten, da aufgrund des gut aufgestellten Arbeitsmarktes vor Ort z.B. 
Unternehmensgründungen zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit etc. seltener 
stattfinden und zugleich der qualitative Aspekt, also der tatsächliche Erfolg von 
Gründungsideen und die Nachhaltigkeit der Vorhaben keinen Eingang in die Statistik 
finden. Trotzdem stellt er einen Hinweis dar, an dem sich wirtschaftspolitische 
Schwerpunktsetzungen orientieren sollten. 
 
Eine gute Übersicht der Qualität der Darmstädter Gründerszene bietet z.B. der Artikel 
„Gute Gründe für die Gründer“ aus der FAZ vom 8. März 2017 (s. Anlage). Er geht 
wesentlich auf Impulse aus dem Marketingbeirat der Darmstadt Marketing GmbH 
zurück, der empfiehlt, die Gründerförderung seitens der Stadt aufrecht zu erhalten, 
weiter zu intensivieren und nach Außen als Teil der „Marke“ Wissenschaftsstadt 
Darmstadt zu positionieren. Der Arbeitstitel hierzu ist „Startup City“. 
 
Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass in einer wachsenden Stadt der kurzen Wege, 
die sich bereits auf sehr hohem Beschäftigungsniveau befindet und mit begrenzten 
Flächenressourcen umzugehen hat, der Förderung des Gründungsgeschehens, also 
der Basis des Wirtschaftslebens, die zugleich unter den lokalen Gegebenheiten eine 
hohe Wichtigkeit für den Transfer von Technologie aus der Wissenschaft in die 
Wirtschaft hat, eine besonders hohe Bedeutung zukommt.  
 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben hierzu bereits in der 
Vergangenheit Beschlüsse gefasst, die eine sehr gute Grundlage bilden, um dieses 
wirtschaftspolitische Handlungsfeld weiter auszubauen. Zu nennen ist hier unter 
anderem die Beteiligung an der erfolgreich arbeitenden cesah Centrum für 
Satellitennavigation Hessen GmbH (z.B. Mag.vorlage Nr. 2006/0564) oder der Beitritt 
der Stadt zur Highest-Gründerinitiative an der TU Darmstadt (Mag.vorlage Nr. 
2017/0025) sowie die Mitarbeit der Verwaltung am Netzwerk Gründungsberatung 
Südhessen. Insgesamt bildet die Stadt so einen zentralen Knotenpunkt in der lokalen 
Startup Szene.

- 5 - 
Trotzdem herrscht weiterer Handlungsbedarf. Dieser bezieht sich angesichts der sehr 
geringen Büroleerstandsquoten beispielsweise auf die Raumsituation, aber auch auf 
die Funktionalität der bisherigen Angebote: 
 
- Gründerinnen und Gründer haben in einem engen Immobilienmarkt Schwierigkeiten, 
geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Die bisherige Infrastruktur für 
technologieorientierte Gründungen wird der Nachfrage in Darmstadt nicht mehr 
gerecht. 
- Das bestehende Technologie- und Innovationszentrum TIZ in der Robert-Bosch-
Straße ist kontinuierlich nahezu komplett belegt. Hierzu soll keine Konkurrenz 
sondern eine kooperative Ergänzung aufgebaut werden. 
- Für produktionsorientierte Gründungen stehen in der Regel keine ausreichenden 
Werkstattangebote zur Verfügung. Sogenannte MakerSpace-Kapazitäten sind 
erschöpft. Es besteht Bedarf an Co-Working-Spaces, die exakt auf die Gründerszene 
ausgerichtet sind. 
- Gründungsaktivitäten, die aus dem Zuschlag eines Digital Hub Cybersecurity der 
Bundesregierung für Darmstadt und dem Gewinn des Digitale Stadt-Titels 
hervorgehen, benötigen eine konkrete Verortung. 
 
Zusammengefasst bedeutet dies, dass zwingend die Notwendigkeit besteht, räumlich 
und institutionell einen neuen Anlaufpunkt für Startups in Darmstadt zu schaffen, um 
die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern. 
Konkret wird deshalb vorgeschlagen, dass ein neues Technologie- und 
Gründerzentrum (TGZ) in Darmstadt eingerichtet wird. 
Dazu ist eine Trägergesellschaft zu gründen. Gesellschafter dieser Technologie- und 
Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH sollen die Stadt und die IHK mit einem Anteil von 
jeweils 50% bzw. 25.000€ Stammkapitaleinlage sein. 
 
Über die formellen Gesellschafter hinaus wird die GmbH außerdem unmittelbar nach 
Gründung Kooperationen mit den wichtigsten Akteuren in Darmstadt aufnehmen, 
insbesondere mit den Hochschulen und Forschungsinstituten, aus denen heraus 
Startups entstehen. Auch mit dem Land Hessen wird es eine Zusammenarbeit geben. 
 
Dazu im Einzelnen (1-6): 
 
1. Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO 
Die Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO sind erfüllt. Die Beteiligung erfüllt einen 
öffentlichen Zweck der Daseinsvorsorge, denn sie dient der Sicherung und Stärkung 
des Standorts Darmstadt für Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Schaffung von 
neuen Arbeitsplätzen und leistet insofern nicht zuletzt auch einen Beitrag zur 
Stabilisierung des städtischen Gemeinwesens insgesamt. 
 
2. Haftungsbegrenzung 
Die Haftungsbegrenzung ist durch die Rechtsform der GmbH sichergestellt.  
 
3. Angemessener Einfluss  
Der angemessene Einfluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch die 
Gesellschafterversammlung der Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH 
sichergestellt.  
 
4. Fachlicher Beirat 
Es ist geplant, bei der Gesellschaft einen Fachlichen Beirat einzurichten, der die 
Gesellschaft beraten und Empfehlungen aussprechen soll.

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5. Auswirkungen auf Handwerk und mittelständische Wirtschaft 
a. Es besteht die Möglichkeit, ggf. durch das neue Unternehmen Aufträge an 
mittelständische Unternehmen zu vergeben. Im neuen TGZ gegründete Unternehmen 
sind zudem in der Regel der mittelständischen Wirtschaft zuzurechnen. Insofern wird 
diese durch das Vorhaben unmittelbar gestärkt. 
 
b. Negative Veränderung der Marktanteile der mittelständischen Wirtschaft und des 
Handels in nennenswertem Umfang.  
Es sind keine solchen negativen Veränderungen bekannt. 
 
6. Stellungnahme der Kammern 
Eine Stellungnahme der IHK entfällt, da diese Mitgesellschafter ist. Eine 
Stellungnahme der Handwerkskammer wird parallel eingeholt und der 
Stadtverordnetenversammlung zu ihrer Beschlussfassung ergänzend zeitgerecht 
vorgelegt werden. Da das Vorhaben bereits in Gremien im Grundsatz diskutiert wurde, 
an denen die Handwerkskammer beteiligt ist (Marketingbeirat), ist nicht mit einem 
negativen Votum zu rechnen. 
 
 
Unter Federführung der IHK wurde der Darmstädter Immobilienmarkt wegen 
geeigneter Räumlichkeiten intensiv sondiert. 
 
Als konkretes Mietobjekt wurde schließlich die ehemalige Postimmobilie in der 
Hilpertstraße 31 identifiziert. Das Objekt profitiert von seinem aufstrebenden Umfeld 
mit dem TZ RheinMain in Norden und der Konversionsfläche der Kelley-Barracks im 
Süden. Aufgrund der Gesamtgröße des Objekts (rund 60.000m² Büro- und sonst. 
Fläche) könnten Start-ups problemlos im Gebäude umziehen und wachsen. 
 
Für das TGZ selbst stehen zunächst 4.300m² zur Verfügung. Diese teilen sich in ein in 
Darmstadt ansonsten kaum abbildbare Kombination aus Büro-, Werkstatt-, Labor-, 
Lager- und Produktionsflächen auf. Auch ein Kollaborationsraum zur Zusammenarbeit 
von Gründerfirmen und mittelständischen Unternehmen ist möglich. 
 
Die Eröffnung des TGZ ist nach aktuellem Stand zum 1. Dezember 2017 geplant. 
Um der Gesellschaft eine finanzielle Handlungsfähigkeit zu geben, haben die 
Gesellschafter eine Startfinanzierung als Einmalzuzahlung in Höhe von je 25.000€ 
vereinbart. 
Hinzukommt ein ebenfalls einmaliger Beitrag zur Infrastrukturerstausstattung im 
Gebäude von je 60.000€ pro Gesellschafter, wobei hier anzumerken ist, dass die IHK 
im Vorgriff mit guten Aussichten einen Zuschussantrag beim Land Hessen gestellt hat, 
der noch nicht beschieden ist und die benötigte Summe maßgeblich senken kann. 
Die Zuzahlung zum Verlust für das Restjahr 2017 beträgt schließlich je 16.000€. 
Die genannten Mittel stehen im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung. 
 
Die Restsumme auf der betreffenden Haushaltsposition in Höhe von mindestens 
24.000€ wird auf das Haushaltsjahr 2018 übertragen und dient sodann der 
Defizitdeckung in 2018. 
Dieses wird bei einer von Seiten der IHK angenommenen Auslastung von 50% ca. 
345.000€ betragen. In 2019 (80% Auslastungsannahme) folgen demnach 269.000€, 
in 2020 (80% Auslastungsannahme) ebenfalls 269.000€ und in 2021 (90% 
Auslastungsannahme) 221.000€. Diese Summen wären jeweils zu 50% von den beiden

- 7 - 
Gesellschaftern zu übernehmen. Bei Aufnahme weiterer Gesellschafter in die GmbH 
würde sich die Zuzahlung entsprechend reduzieren. 
Mithin ist im Haushaltsplan 2018 für das TGZ eine Summe in Höhe von zusätzlich 
148.500€ bereit zu stellen, die (s.o.) im weiteren Verlauf der Haushaltsaufstellung je 
nach Zuschussbereitstellung durch das Land (s.o.) noch reduziert werden kann.

Für 2019 und die Folgejahre werden die oben genannten Beträge (gegebenenfalls  
aktualisiert) durch das Fachamt zur Haushaltsplanaufstellung angemeldet werden. 
 
 
 
Darmstadt, den 27.06.2017 
 
 
Dezernat I       Dezernat IV 
        i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch      Jochen Partsch 
Oberbürgermeister      Oberbürgermeister 
 
 
Anlagen: 
- FAZ Artikel „Gute Gründe für die Gründer“ vom 8. März 2017 
- Stellungnahme HEAG Beteiligungsmanagement

2017/0202

12097 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.08.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Rechtsamt/ 
Stadtwirtschaftskoordination  
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0202 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 571010 
Kostenstelle:  015-001-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5710-11 Sachkonto:       
 
Betreff: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie "Sta r-
tup City") - Etablierung eines neuen Technologie - und Gründerzentrums als gemei n-
sames Projekt mit der Ind ustrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein -Main-Neckar 
(IHK).  
Hier: Gründung einer Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH  
 
Vorlage vom: 27.06.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat stimmt der Einrichtung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums in 
Darmstadt zu. 
 
2. Der Magistrat stimmt der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einer Technol o-
gie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH zu. Die notwendige Stammkapitaleinlage in 
Höhe von 25.000€ steht im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung. Darüber hinaus wird der 
Umplanung des Weiteren in der Begründung benannten Finanzbedarfs zugestimmt und die 
Zurverfügungstellung der notwendigen Zuzahlungen in den Folgejahren unter der Maßgabe 
der jeweiligen Haushaltsplanaufstellung in Aussicht gestellt.

- 2 - 
 
Anlagen: FAZ-Artikel Gute Gruende fuer die Gruender  
Stellungnahme HEAG -Beteiligungsmanagement  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.06.2017 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt aufgrund ihrer Kompaktheit als mittlere 
Großstadt einerseits und aufgrund ihrer exzellenten Ausstattung mit universitären In-
stitutionen, weiterer öffentlicher Forschung und Entwicklung sowie forschenden Unter-
nehmen andererseits über ein einzigartiges innovatives Ökosystem mit hoher Koopera-
tionsdichte, schnellen Kontaktwegen und großem Vertrauen unter den handelnden 
Akteuren. 
 
Dieses Alleinstellungsmerkmal war einer der Entscheidungsfaktoren für den Gewinn 
des Wettbewerbs Digitale Stadt des IT-Branchenverbandes bitkom. Auch der 1. Platz 
im Wirtschaftswoche-Zukunftsindex 2015 und 2016 geht maßgeblich auf diese Rah-
menbedingung zurück. Bei den dort verwendeten Parametern steht Darmstadt insbe-
sondere bei Faktoren wie dem Ingenieurs-/Akademikeranteil an den Beschäftigten, der 
Patentquote, den Industrie 4.0-Chancen etc., aber auch bei der U3 Kinderbetreuungs- 
oder bei der Abiturientenquote in der Spitzengruppe. 
 
Etwas anders stellt sich dies bei der Gründungsintensität dar. Darmstadt ist hier eher 
im Mittelfeld zu verorten. Dieser quantitative Wert ist durchaus differenziert zu bewer-
ten, da aufgrund des gut aufgestellten Arbeitsmarktes vor Ort z.B. Unternehmens-
gründungen zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit etc. seltener stattfinden und zugleich 
der qualitative Aspekt, also der tatsächliche Erfolg von Gründungsideen und die Nach-
haltigkeit der Vorhaben keinen Eingang in die Statistik finden. Trotzdem stellt er einen 
Hinweis dar, an dem sich wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzungen orientieren soll-
ten. 
 
Eine gute Übersicht der Qualität der Darmstädter Gründerszene bietet z.B. der Artikel 
„Gute Gründe für die Gründer“ aus der FAZ vom 8. März 2017 (s. Anlage). Er geht we-
sentlich auf Impulse aus dem Marketingbeirat der Darmstadt Marketing GmbH zu-
rück, der empfiehlt, die Gründerförderung seitens der Stadt aufrecht zu erhalten, wei-
ter zu intensivieren und nach Außen als Teil der „Marke“ Wissenschaftsstadt Darm-
stadt zu positionieren. Der Arbeitstitel hierzu ist „Startup City“. 
 
Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass in einer wachsenden Stadt der kurzen Wege, 
die sich bereits auf sehr hohem Beschäftigungsniveau befindet und mit begrenzten 
Flächenressourcen umzugehen hat, der Förderung des Gründungsgeschehens, also 
der Basis des Wirtschaftslebens, die zugleich unter den lokalen Gegebenheiten eine 
hohe Wichtigkeit für den Transfer von Technologie aus der Wissenschaft in die Wirt-
schaft hat, eine besonders hohe Bedeutung zukommt.  
 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben hierzu bereits in der Vergangen-
heit Beschlüsse gefasst, die eine sehr gute Grundlage bilden, um dieses wirtschaftspo-
litische Handlungsfeld weiter auszubauen. Zu nennen ist hier unter anderem die Betei-
ligung an der erfolgreich arbeitenden cesah Centrum für Satellitennavigation Hessen 
GmbH (z.B. Mag.vorlage Nr. 2006/0564) oder der Beitritt der Stadt zur Highest-
Gründerinitiative an der TU Darmstadt (Mag.vorlage Nr. 2017/0025) sowie die Mitar-
beit der Verwaltung am Netzwerk Gründungsberatung Südhessen. Insgesamt bildet 
die Stadt so einen zentralen Knotenpunkt in der lokalen Startup Szene.  
 
Trotzdem herrscht weiterer Handlungsbedarf. Dieser bezieht sich angesichts der sehr 
geringen Büroleerstandsquoten beispielsweise auf die Raumsituation, aber auch auf 
die Funktionalität der bisherigen Angebote:

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- Gründerinnen und Gründer haben in einem engen Immobilienmarkt Schwierigkeiten, 
geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Die bisherige Infrastruktur für technologieori-
entierte Gründungen wird der Nachfrage in Darmstadt nicht mehr gerecht. 
- Das bestehende Technologie- und Innovationszentrum TIZ in der Robert-Bosch-
Straße ist kontinuierlich nahezu komplett belegt. Hierzu soll keine Konkurrenz son-
dern eine kooperative Ergänzung aufgebaut werden. 
- Für produktionsorientierte Gründungen stehen in der Regel keine ausreichenden 
Werkstattangebote zur Verfügung. Sogenannte MakerSpace-Kapazitäten sind er-
schöpft. Es besteht Bedarf an Co-Working-Spaces, die exakt auf die Gründerszene 
ausgerichtet sind. 
- Gründungsaktivitäten, die aus dem Zuschlag eines Digital Hub Cybersecurity der 
Bundesregierung für Darmstadt und dem Gewinn des Digitale Stadt-Titels hervorge-
hen, benötigen eine konkrete Verortung. 
 
Zusammengefasst bedeutet dies, dass zwingend die Notwendigkeit besteht, räumlich 
und institutionell einen neuen Anlaufpunkt für Startups in Darmstadt zu schaffen, um 
die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern. 
Konkret wird deshalb vorgeschlagen, dass ein neues Technologie- und Gründerzent-
rum (TGZ) in Darmstadt eingerichtet wird. 
Dazu ist eine Trägergesellschaft zu gründen. Gesellschafter dieser Technologie- und 
Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH sollen die Stadt und die IHK mit einem Anteil von 
jeweils 50% bzw. 25.000€ Stammkapitaleinlage sein. 
 
Über die formellen Gesellschafter hinaus wird die GmbH außerdem unmittelbar nach 
Gründung Kooperationen mit den wichtigsten Akteuren in Darmstadt aufnehmen, ins-
besondere mit den Hochschulen und Forschungsinstituten, aus denen heraus Startups 
entstehen. Auch mit dem Land Hessen wird es eine Zusammenarbeit geben. 
 
Dazu im Einzelnen (1-6): 
 
1. Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO 
Die Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO sind erfüllt. Die Beteiligung erfüllt einen 
öffentlichen Zweck der Daseinsvorsorge, denn sie dient der Sicherung und Stärkung 
des Standorts Darmstadt für Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Schaffung von 
neuen Arbeitsplätzen und leistet insofern nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Stabili-
sierung des städtischen Gemeinwesens insgesamt. 
 
2. Haftungsbegrenzung 
Die Haftungsbegrenzung ist durch die Rechtsform der GmbH sichergestellt.  
 
3. Angemessener Einfluss  
Der angemessene Einfluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch die Gesell-
schafterversammlung der Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH si-
chergestellt.  
 
4. Fachlicher Beirat 
Es ist geplant, bei der Gesellschaft einen Fachlichen Beirat einzurichten, der die Ge-
sellschaft beraten und Empfehlungen aussprechen soll. 
 
5. Auswirkungen auf Handwerk und mittelständische Wirtschaft 
a. Es besteht die Möglichkeit, ggf. durch das neue Unternehmen Aufträge an mittel-
ständische Unternehmen zu vergeben. Im neuen TGZ gegründete Unternehmen sind 
zudem in der Regel der mittelständischen Wirtschaft zuzurechnen. Insofern wird diese 
durch das Vorhaben unmittelbar gestärkt.

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b. Negative Veränderung der Marktanteile der mittelständischen Wirtschaft und des 
Handels in nennenswertem Umfang.  
Es sind keine solchen negativen Veränderungen bekannt. 
 
6. Stellungnahme der Kammern 
Eine Stellungnahme der IHK entfällt, da diese Mitgesellschafter ist. Eine Stellungnah-
me der Handwerkskammer wird parallel eingeholt und der Stadtverordnetenversamm-
lung zu ihrer Beschlussfassung ergänzend zeitgerecht vorgelegt werden. Da das Vor-
haben bereits in Gremien im Grundsatz diskutiert wurde, an denen die Handwerks-
kammer beteiligt ist (Marketingbeirat), ist nicht mit einem negativen Votum zu rech-
nen. 
 
 
Unter Federführung der IHK wurde der Darmstädter Immobilienmarkt wegen geeigne-
ter Räumlichkeiten intensiv sondiert. 
 
Als konkretes Mietobjekt wurde schließlich die ehemalige Postimmobilie in der Hil-
pertstraße 31 identifiziert. Das Objekt profitiert von seinem aufstrebenden Umfeld mit 
dem TZ RheinMain in Norden und der Konversionsfläche der Kelley-Barracks im Sü-
den. Aufgrund der Gesamtgröße des Objekts (rund 60.000m² Büro- und sonst. Fläche) 
könnten Start-ups problemlos im Gebäude umziehen und wachsen. 
 
Für das TGZ selbst stehen zunächst 4.300m² zur Verfügung. Diese teilen sich in ein in 
Darmstadt ansonsten kaum abbildbare Kombination aus Büro-, Werkstatt-, Labor-, 
Lager- und Produktionsflächen auf. Auch ein Kollaborationsraum zur Zusammenarbeit 
von Gründerfirmen und mittelständischen Unternehmen ist möglich. 
 
Die Eröffnung des TGZ ist nach aktuellem Stand zum 1. Dezember 2017 geplant. 
Um der Gesellschaft eine finanzielle Handlungsfähigkeit zu geben, haben die Gesell-
schafter eine Startfinanzierung als Einmalzuzahlung in Höhe von je 25.000€ verein-
bart. 
Hinzukommt ein ebenfalls einmaliger Beitrag zur Infrastrukturerstausstattung im Ge-
bäude von je 60.000€ pro Gesellschafter, wobei hier anzumerken ist, dass die IHK im 
Vorgriff mit guten Aussichten einen Zuschussantrag beim Land Hessen gestellt hat, 
der noch nicht beschieden ist und die benötigte Summe maßgeblich senken kann. 
Die Zuzahlung zum Verlust für das Restjahr 2017 beträgt schließlich je 16.000€. 
Die genannten Mittel stehen im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung. 
 
Die Restsumme auf der betreffenden Haushaltsposition in Höhe von mindestens 
24.000€ wird auf das Haushaltsjahr 2018 übertragen und dient sodann der Defizitde-
ckung in 2018. 
Dieses wird bei einer von Seiten der IHK angenommenen Auslastung von 50% ca. 
345.000€ betragen. In 2019 (80% Auslastungsannahme) folgen demnach 269.000€, 
in 2020 (80% Auslastungsannahme) ebenfalls 269.000€ und in 2021 (90% Auslas-
tungsannahme) 221.000€. Diese Summen wären jeweils zu 50% von den beiden Ge-
sellschaftern zu übernehmen. Bei Aufnahme weiterer Gesellschafter in die GmbH wür-
de sich die Zuzahlung entsprechend reduzieren. 
Mithin ist im Haushaltsplan 2018 für das TGZ eine Summe in Höhe von zusätzlich 
148.500€ bereit zu stellen, die (s.o.) im weiteren Verlauf der Haushaltsaufstellung je 
nach Zuschussbereitstellung durch das Land (s.o.) noch reduziert werden kann.

- 6 - 
Für 2019 und die Folgejahre werden die oben genannten Beträge (gegebenenfalls  
aktualisiert) durch das Fachamt zur Haushaltsplanaufstellung angemeldet werden. 
 
 
 
Darmstadt, den 27.06.2017 
 
 
Dezernat I       Dezernat IV 
        i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch      Jochen Partsch 
Oberbürgermeister      Oberbürgermeister 
 
 
Anlagen: 
- FAZ Artikel „Gute Gründe für die Gründer“ vom 8. März 2017 
- Stellungnahme HEAG Beteiligungsmanagement

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0202
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.06.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00