2017/0202
Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie 'Startup City') - Etablierung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums als gemeinsames Projekt mit der Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein-Main-Neckar (IHK). Hier: Gründung einer Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH
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Punkt 12: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie "Startup City") - Etablierung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums als gemeinsames Projekt mit der Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein-Main- Neckar (IHK). Hier: Gründung einer Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH (V-Nr. 2017/0202) Stadtv. Hang (UFFBASSE) fragt nach der Kalkulation der IHK und dem zu erwartenden Defizit (Seite 5, vorletzter Absatz). Stadtkämmerer Schellenberg sagt zu, Informationen hier zu einzuholen. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: UFFBASSE, Die Linke. und UWIGA
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SEITE 40 · MITTWOCH, 8. MÄRZ 2017 · NR. 57 FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNGRhein-Main Die Nelumbox kühlt temperaturemp- findliche Medikamente, aber auch Impfstoffe, Blutkonserven und medizi- nische Proben auf der Fahrt zum Pa- tienten oder zur Apotheke. Der Name setzt sich zusammen aus dem lateini- schen Begriff für Lotusblüte („Nelum- bo“), die ihre Temperatur selbst regeln kann und sinnbildlich für Hygiene steht, und dem Wort „box“, dem engli- schen Begriff für Behälter. Die Produkt- idee kam Martin Voigt im Jahr 2014 während der Fußball-Weltmeister- schaft, als er Doping-Proben über rund 9000 Kilometer von Rio de Janeiro zur Laboranalyse nach Lausanne begleiten musste. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Blutproben mussten konstant gekühlt und vor Unbefugten geschützt werden. Die batteriebetriebene Nelum- box kann unabhängig vom Stromnetz bis zu 48 Stunden konstant und aktiv kühlen, und das bei Außentemperatu- ren von bis zu 50 Grad. Sie ist außer- dem leicht zu transportieren und er- fasst Daten wie Temperatur, Luftfeuch- tigkeit, Position und Zugriff. Mit 25 an- stelle von bislang maximal fünf Trans- portzyklen ist sie umweltfreundlicher als herkömmliche passive Kühlboxen. Die Isolationstechnik, die verhindert, dass sich die Kühlkammer im Ruhezu- stand wieder erwärmt, ist zum Patent angemeldet. Die Gründung der Nelum- box GmbH ist für diesen März geplant. Der funktionsfähige Prototyp wird vor- aussichtlich im Frühsommer fertig. Mit einem Markteintritt ist laut Voigt für 2018 zu rechnen. Schon jetzt hat die Idee Juroren von Science4Life und dem Hessen-Ideenwettbewerb über- zeugt. 2016 wurde das Unternehmen zudem unter die „Top 50 Start-ups in Deutschland“ gewählt und wird von der Esa im „Business Incubation Cen- tre“ mitbetreut. (kabo.) Kühlt auch bei 50 Grad Hitze Der „Wingcopter“ kombiniert den Schwebeflug von Quadrocoptern, die von vier Rotoren angetrieben werden, mit dem Flächenflug von Flugzeugen – und schließt damit die technologische Lücke zwi- schen sogenannten Multicopter-Drohnen und Pro- peller-Modellflugzeugen. Die Idee dazu hat sich Jo- nathan Hesselbarth, Maschinenbaustudent an der Technischen Universität in Darmstadt, im Jahr 2012 patentieren lassen. Das aktuelle Modell Wing- copter 178 kann nach seinen Angaben senkrecht starten und landen, aber auch seine vier Rotoren in der Luft zum Vorwärtsflug umschwenken und da- mit Strecken von bis zu 100 Kilometern zurückle- gen. Das Potential für eine kommerzielle Nutzung ist nach Ansicht des Erfinders groß: Überwachung und Wartung von Stromtrassen, Schienen und Pipe- lines, Erfassung großer landwirtschaftlicher Flä- chen, Beförderung eiliger Hilfsgüter, Suche nach Schiffbrüchigen, aber auch Film- und Fernsehauf- nahmen. Nach mittlerweile fünf Jahren Forschung und Entwicklung und zahlreichen Tests soll das Un- ternehmen Mitte des Jahres als GmbH gegründet werden, wie Hesselbarth berichtet. Neulich nahm es am größten Drohnenwettbewerb der Welt statt, dem „Drones-for-Good Award“ in Dubai. Der Wett- bewerb war mit einer Million Dollar dotiert und hat sich für die Darmstädter gelohnt: Sie belegten den dritten Platz und erhielten gleich zahlreiche Aufträge. (kabo.) Sucht Schiffsbrüchige und bringt Hilfsgüter Die „wer denkt was GmbH“ ist im Jahr 2010 von Tobias Klug und Robert Lo- kaiczyk gegründet worden. Sie ent- springt einem Forschungsprojekt zu Crowdsourcing und Bürgerbeteiligung am Fachgebiet Multimedia Kommunika- tion der Technischen Universität Darm- stadt. 2013 gewann das Unternehmen den Hessischen Gründerpreis in der Ka- tegorie „Geschaffene Arbeitsplätze“. Das Start-up hat schon einige Produkte entwickelt, darunter eine App für Micro- jobs (www.AppJobber.de). Rund 250 000 Menschen verdienen mittlerwei- le in ganz Europa nebenbei etwas Geld mit ihrem Handy. Sie erledigen kleinere Jobs, zum Beispiel fotografieren sie Pro- duktplazierungen, überprüfen Öffnungs- zeiten und beantworten Umfragen. Ein weiteres Produkt der Firma sind Inter- netplattformen zur Bürgerbeteiligung. Städte und Kommunen wie Darmstadt und Konstanz nutzen sie inzwischen für Bürgerbefragungen, Abstimmungen über den Bürgerhaushalt, Information der Bürger über öffentliche Vorhaben und vieles mehr. Ob Glasscherben auf dem Gehweg, nicht abgeholte Müllsä- cke, kaputte Laternen oder eine be- schmierte Parkbank: Auf der Internetsei- tewww.mängelmelder.dekönnen Bür- ger auch Missstände samt Kurzbeschrei- bung und Foto anzeigen. Die Meldung wird an die jeweilige Stadt- oder Ge- meindeverwaltung weitergeleitet – und zwar bundesweit rund um die Uhr. Der Mängelmelder wurde von der Bundesre- gierung und der deutschen Wirtschaft als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2013/14“ prämiert. (kabo.) Foto Hessen schafft Wissen/Steffen Böttcher Mängelmelder für Bürger Bienenfließig:Jonathan Hesselbarth (links) und Tom Plümmer entwickeln den Wingcopter. Foto Hessen schafft Wissen/Steffen Böttcher Missstände:Die Symbole zeigen Beschwerden von Bürgern. Foto Mängelmelder/Screenshot F.A.Z. Die vier mit der Box:das Team von Nelumbo will eine GmbH gründen. Foto Eilmes FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG MITTWOCH, 8. MÄRZ 2017 · NR. 57 · SEITE 41Rhein-Main Das Start-up feelSpace hat einen Navi- gationsgürtel entwickelt, der Wege und Richtungen dank 16 Vibratoren fühlbar und die Orientierung leicht macht. Man muss den Gürtel umlegen, sein Ziel in die App eingeben und fühlen, wo es rund um den Bauch vibriert – denn das zeigt die Richtung an. Zur Auswahl stehen demnächst drei Funk- tionen: die Routenfunktion mit einer genauen Wegbeschreibung, die Luftlini- enfunktion mit einer groben Richtungs- beschreibung und Kompassfunktion, die Norden als Ankerpunkt vorgibt und eher zum Trainieren des Orientierungs- sinns als zum Erreichen des Ziels ge- dacht ist. Der feelSpace-Gürtel ent- stand aus einem Forschungsprojekt der Universität Osnabrück, bei dem es seit 2005 um die Erforschung der menschli- chen Sinne und Wahrnehmung ging. Schon damals berichteten sehende und blinde Probanden von einem verbesser- ten Orientierungssinn und einem grö- ßeren Sicherheitsgefühl. Auch das Raumgefühl wandle sich – und werde zum Erlebnis. Jederzeit wisse man, wo man sich befinde und in welche Rich- tung man gehen müsse, und das selbst in Gebäuden und Menschenmassen. In- zwischen hat feelSpace einen alltags- tauglichen Gürtel hergestellt und dabei insbesondere auf barrierefreie Nutzbar- keit geachtet. Er soll diesen Monat erst- mals ausgeliefert werden und etwa 800 Euro kosten. Die Erfindung nutzt Weltenbummlern, die sich in der Frem- de zurechtfinden müssen, Sportlern und Sehbehinderten. Die Ende 2015 ge- gründete feelSpace GmbH kooperiert mit dem Berufsverband der Mobilitäts- trainer für Blinde. feelSpace ist für 14 Monate im Förderprogramm des Esa Business Incubation Center in Darm- stadt – und vorerst von Osnabrück nach Darmstadt gezogen. (kabo.) Die Stadt und die Industrie- und Handelskammer wol- len in diesem Sommer zu- sammen mit weiteren Ko- operationspartnern ein „Technologie- und Grün- derzentrum“ eröffnen. Für die gemeinsa- me Betreibergesellschaft sollen zunächst 75 000 Euro zur Verfügung stehen, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) sagt. Bei zwei Immobilien prüfe man die Tauglichkeit und den Abschluss eines Mietvertrages. Tauglichkeit heißt, das Gebäude soll Gemeinschaftsflächen, Büros und Werkstätten bieten für techno- logieorientierte Start-up-Unternehmen. Und ein Ort sein, „wo sich die Szene trifft“, wie es IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein formuliert. Die Idee, Darmstadt als „Hightech- Zentrum“ und „Technologie-Start-up- City“ besser zu positionieren, ist keines- wegs neu. Schon seit 1999 gibt es das Technologie- und Innovationszentr um TIZ nahe dem Hauptbahnhof, das Räu- me auch an Gründungsfirmen vermietet. 2006 wurde mit dem Centrum für Satelli- tennavigation Hessen (Cesah) ein Kom- petenz-, Informations- und Gründerzen- trum beim Darmstädter Weltraumkon- trollzentrum eröffnet, das junge Unter- nehmen bei der Nutzung neuer Raum- fahrttechnologien und etablierte Firmen beim Technologietransfer unterstützt und sich inzwischen einen Namen weit über Hessen hinaus gemacht hat. Cesah wird getragen vom Land Hessen, der Stadt, der Technischen Universität, der Hochschule, der Telespazio Vega Deutschland und T-Systems Internatio- nal. Aus dem von Cesah im Auftrag der Europäischen Weltraumagentur Esa be- triebenen „Esa Business Incubation Cen- tre“ sind bislang mehr als 300 Arbeits- plätze hervorgegangen. Unter den 70 geförderten Start-ups ge- lang es einigen, neue Raumfahrttechno- logien und Satellitendaten durch die Ent- wicklung neuer Produkte für den unter- nehmerischen Senkrechtstart zu nutzen –z u mB e i s p i e ld u r c h„ F e e l s p a c e “ ,e i n e n Gürtel, der durch Vibration Wegbeschrei- bungen für Blinde fühlbar macht. Fab- space 2.0 wiederum ist ein offenes Zen- trum für Innovationen in der Erdbeob- achtung, dessen deutsche Partner Cesah und die TU sind. Der eigentliche Impuls, die in Darm- stadt und Südhessen vorhandenen Poten- tiale stärker zu fördern, gab aber eine Amerika-Reise. Vergangenes Jahr nah- men Partsch, die IHK-Präsidentin, der Präsident der Technischen Universität und Vertreter mehrerer Unternehmen an der Reise von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zu den Feierlichkeiten in Wisconsin teil, mit dem Hessen eine Partnerschaft pflegt. Während der zwei Wochen gab es Abstecher in Darmstadts neue Partnerstadt San Antonio in Texas sowie zum Silicon Valley und zu anderen Gründerzentren. Zurück kam die Delega- tion mit den Eindrücken einer „ganz an- deren Gründerkultur“. Die Reaktion dar- auf folgte unmittelbar. Die Vollversamm- lung der IHK sprach sich für die Grün- dung eines produktorientierten Techno- logie- und Gründerzentrums zusammen mit der Stadt aus (in der Rechtsform ei- ner GmbH) und machte außerdem den Weg frei für einen mit vier Millionen Euro dotierten Innovationsfonds. Er soll, wie Vetterlein sagt, die bestehende Finanzierungslücke bei Innovationen und technologieorientierten Gründun- gen schließen und jene „PS auf die Stra- ße bringen“, die unter der Haube der Wis- senschaftsstadt Darmstadt schlummer- ten. Tatsächlich scheint der Nährboden für Jungunternehmer in Südhessen ideal zu sein. Es gibt zahlreiche namhafte wissen- schaftliche Einrichtungen von der TU über die Hochschulen bis zum Weltraum- zentrum, den drei Fraunhofer-Instituten und der Gesellschaft für Schwerionenfor- schung, Global Player in der Informati- ons- und Kommunikationstechnologie, der Chemie und Pharmasparte sowie der Weltraum- und Satellitentechnologie wie die Software AG, Merck oder Tele- spazio. In diesem innovativen Umfeld sind die Wachstumsbedingungen für Er- findergeist gut. Die Technische Universität hat darauf schon vor einigen Jahren mit der Einrich- tung des Innovations- und Gründerzen- trums „Highest“ reagiert. Es bietet ein umfassendes Beratungsangebot für sämt- liche Phasen einer Unternehmensgrün- dung. Rund 80 Start-ups wurden seit 2013 begleitet, im Jahr finden etwa 180 Beratungen statt, gegenwärtig gefördert werden 20 Gründungen, die meisten von Absolventen der TU. 2013 gehörte die TU zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Exist Gründungskultur – Die Gründer- hochschule“ des Bundeswirtschaftsminis- teriums. „Wir haben uns vorgenommen, in den kommenden Jahren die führende Hochschule für technologie- und wissens- basierte Unternehmensgründungen zu werden“, sagt der Leiter des Zentrums, Peter Buxmann. Auch sonst wird vieles getan zur För- derung der südhessischen Gründungskul- tur. Highest kooperiert mit dem „Career Center“ der Hochschule Darmstadt, dem House of IT und dem Stadtkonzern Heag AG, der zum Beispiel durch fachliche Be- ratung bei der Planung des Geschäftsmo- dells, der kaufmännischen Strategie und bei der Suche nach Referenzkunden hilft. Das Heag-Gründungscoaching kann auch die Unterstützung durch eine Rechtsanwaltskanzlei bei kniffligen juris- tischen Fragen umfassen oder die der Agentur Profilwerkstatt, wenn es um Marken- und Kommunikationsstrate- gien geht. Darüber hinaus gibt es das Merck Innovation Center und dessen „Accelerator Programm für junge Start- ups“ oder den Schenck-Technologiepark als Innovationsort. Und natürlich gehört die Beratung von Existenzgründern zum Kerngeschäft der IHK. Für das Geschäftsfeld sind vier Fachleute zuständig, die, wie die Statistik zeigt, gut zu tun haben: Verzeichnet wer- den von der Kammer fast 1000 Beratun- gen pro Jahr, 200 davon zu Finanzierun- gen und ebenso viele speziell zu betriebs- wirtschaftlichen Fragen. Seit 2013 haben 53 Gründer aus der Region auf Vermitt- lung der IHK mehr als 422 000 Euro Dar- lehen für Investitionen und Betriebsmit- tel erhalten. Es handelte sich dabei um „Hessen-Mikrodarlehen“, die von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hes- sen, der Förderbank des Landes Hessen, angeboten werden. Bis zu 25 000 Euro können ohne Sicherheiten vereinbart werden, ein Mindesteigenkapital wird nicht gefordert. Im vergangenen Jahr sind 14 solcher Darlehensanträge gestellt worden, zehn wurden bewilligt, das Volu- men betrug 218 000 Euro. Seit Dezember gibt es außerdem den Gründerpass, mit dem das erworbene Wissen zu fünf The- men dokumentiert wird, etwa zu „Recht, Steuer, Betriebsführung“ oder „Finanzie- rung und Förderung“. Gleichwohl, nach Ansicht der Kam- mer existiert immer noch keine hinrei- chend professionelle Infrastruktur für technologieorientierte Gründungen, von der neben Start-ups auch „Wachstumsun- ternehmen“ profitieren. Ein Befund, der 2015 durch den „Zukunftsindex 2030“ in- direkt bestätigt wurde. Aus diesem von „Wirtschafts-Woche“, Immobilien-Scout 24 und IW Consult erstellten Vergleich deutscher Großstädte ging Darmstadt erstmals als Sieger hervor, unter ande- rem, weil in keiner anderen Stadt der An- teil der Hochschulabsolventen in den so- genannten Mint-Fächern so groß und die „Sogwirkung auf High-Tech-Potentials“ durch die wissenschaftlichen Einrichtun- gen so stark war. Bei den Unternehmens- gründungen belegte Darmstadt aber nur einen hinteren Rang – mit 22,3 Gründun- gen auf 10 000 Erwerbsfähige. Was ist zu tun? Buxmann sieht Verbes- serungspotential in der Sichtbarkeit: „Wir werden als hervorragender Innova- tions- und Technologiestandort wahrge- nommen. Darmstadt ist aber auch im Be- reich der Tech-Gründungen sehr gut auf- gestellt, nur wird dies zum Teil noch nicht so wahrgenommen.“ Kersten Rie- chers, der noch in seiner Studienzeit mit Kommilitonen die Agentur Quäntchen und Glück für Online-Kommunikation gegründet hat, fehlen „coole Büroräu- me“ und Treffpunkte für Gründer, die in- spirieren. Die existierenden Gründerzen- tren seien architektonisch eher „steif und langweilig“. Quäntchen + Glück engagiert sich selbst für eine neue Kultur der Begeg- nung, indem die Agentur an ihrem Domi- zil im alten Brauereiturm nahe der Mat- hildenhöhe hin und wieder Räume für Workshops und Meetings vermietet. „Das wird gut nachgefragt, weil so etwas scheinbar in Darmstadt fehlt.“ Auch bei den Konditionen erweist sich Riechers als kreativ: Beim Anmieten gilt der „Kar- ma-Deal“, das heißt, der Verein, die Stu- denten oder das Start-up bekommen die Räume kostenfrei, wenn sie der Agentur im Gegenzug einen guten Tausch vor- schlagen. Auch der Verein Digitale Darm- stadt, der unter anderem den Web Mon- day in der Centralstation veranstaltet, ist der Versuch, das „Kommunikations-Va- kuum“ der Innovationsszene zu füllen. Andere passable Optionen für Start- ups, Projektgruppen und Freiberufler schafft der Markt. In einem ehemaligen Copy-Shop an der Havelstraße bietet die Fairman Consulting GmbH „cool-wor- king“ an, in der Havelstraße gibt es „cowo21“ als eine Art Arbeitsgemein- schaft mit WG-Flair, in der Heidelberger Straße betreiben zwei Architekten das „Office 129 1/2“ als Coworking-Ange- bot. Kein Wunder, das Vetterlein ange- sichts dieser Vielfalt betont, das neue Technologie- und Gründerzentrum der Stadt werde keinesfalls eine Insel sein, sondern „Vernetzung auf Augenhöhe“ betreiben. Das heißt, die rund 2000 Qua- dratmeter Bürofläche plus zusätzlich 600 bis 1000 Quadratmeter für Werkstät- ten sollen nicht nur Arbeitsstätten sein, sondern das Haus der Gründer soll auch einen öffentlichen Charakter bekom- men, etwa durch abendliche Veranstal- tungen zu allen Themen rund um Fir- mengründungen. „Ein Ort eben, wo sich die Szene trifft.“ Ob auch Gründer mit Konzepten zum „Social Entrepreneurship“ Zugang be- kommen, wird wohl noch zu klären sein. Ausgründungen gibt es nicht nur in der Technikbranche, wie Michael Vilain her- vorhebt, Professor an der Evangelischen Hochschule und Direktor des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Seiner Meinung nach schielen die meisten Investoren und Ent- scheidungsträger in Politik und Verwal- tung vor allem auf Industrie und Hightech. Es gebe aber auch eine dynami- sche gemeinnützige Gründerszene, die zum Beispiel personale Dienstleistungen und Innovationen für das Gesundheits- und Sozialsystem entwickele. „Solche Gründungen im Bereich der Zivilgesell- schaft erfahren generell sehr wenig Un- terstützung.“ Dass auch auf diesem Feld in Darm- stadt laboriert wird, zeigt das „Labor für Diakonisches Unternehmertum“, an dem zwischen 2013 und 2015 Mitarbeiter von Mission Leben mit Hilfe der Evange- lischen Hochschule soziale Geschäftsmo- delle entwickelt haben – zum Beispiel „Ene Mene“, das Modell einer Kinderbe- treuung, das Rücksicht auf Schicht- und Wochenenddienste für Pflegende nimmt. Das gemeinnützige Unternehmen, das in Darmstadt eine Zentrale hat und unter anderem die Behinderteneinrichtung Au- mühle betreibt, hat damit große Reso- nanz gefunden. 2015 wurde das Labor mit dem bayerischen Consozial-Manage- ment-Preis ausgezeichnet. Nun geht Mis- sion Leben mit dem Start-up-Labor „In- tra Lab“ im März in die nächste Runde. Folge deinem Bauchgefühl Als Doktorand am Fachbereich Infor- matik der Technischen Universität Darmstadt hatte Nicolai Erbs eine Idee: das Internet sicherer machen für Kinder. Mit seinen Mitstreitern Mirco Zeiß und Stefan Harnisch entwickelte er die Software „Privalino“, ein Name, der sich als Verniedlichung des Wortes Privat versteht. Privalino untersucht Chatnachrichten mit Algorithmen nach Satzstruktur, Wortschatz und Satz- komplexität. Stellt die Software fest, dass das „Gegenüber“ älter zu sein scheint, als es angibt, mischt sich ein Moderator in das Gespräch ein. Er fragt das Kind, ob es die Person kennt, mit dem es spricht. Wenn das Kind ver- neint, werden die Eltern informiert – als automatischer Anruf oder als Chat- nachricht. Die Software ist für Betrei- ber von Social-Media-Seiten, Instant Messengern, Browser Chat-Rooms und Online-Games interessant, weil sie Mo- deratoren beschäftigen müssen, die für die Sicherheit der angemeldeten Nut- zer sorgen. Sie hilft ihnen, Pädophile in Internetforen zu erkennen und Cy- ber-Grooming, also das Ansprechen von Minderjährigen im Internet mit dem Ziel, sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen, zu verhindern.Auch zum Erkennen von Mobbing und Hass-Mails könnte die Software, die aktuell noch in der Erprobungsphase ist, später einmal genutzt werden. Die Firmengründung ist für diesen März geplant, wobei der endgültige Name noch nicht feststeht. Doch bevor an die Markteinführung zu denken ist, müssen Erbs und seine Kol- legen unter anderem noch Fragen zum Datenschutz lösen. Privalino hat im ver- gangenen Jahr den 3. Preis beim Ideen- wettbewerb der TU Darmstadt gewon- nen. Außerdem wird das Start-up seit November mit dem Exist-Gründersti- pendium gefördert. (kabo.) Will jemand ein Konto eröffnen oder einen Wohnsitz aus der Ferne ummel- den, kann er das mit Authada schnell und sicher tun. Das IT-Sicherheit- Start-up aus der Hochschule Darm- stadt revolutioniert nach eigenen An- gaben bestehende Identifikationsver- fahren: Die Identität des Kunden wird mit Hilfe des Personalausweises überprüft. Verbraucher müssen nur ih- ren neuen Personalausweis hinter ein Smartphone halten. Das Gerät stellt dann eine Verbindung zu dem Chip in dem Dokument her. Der Kunde muss dann noch eine Pin eingeben. Ist die korrekt, werden die Daten des Nut- zers verschlüsselt übermittelt und in- nerhalb von fünf Sekunden authentifi- ziert. Die Lösung ist vor allem für Banken, Versicherer, Logistikunter- nehmen, Behörden sowie im elektro- nischen Handel bequem und interes- sant. Authada ersetzt umständliche oder unsichere Verfahren wie Post- oder Video-Identifizierung und orien- tiert sich an den Regeln des Bundes- amts für Sicherheit und Informations- technik. Das Unternehmen wurde 2015 von Andreas Plies, Robin Acker, Michael Massoth und Jörg Jessen ge- gründet. 2016 konnte das Team durch „Wagniskapital“ der Finlab AG aus Frankfurt von drei auf 18 Mitarbeiter erweitert werden. Schon 2013 ge- wann das Team der Hochschule Darm- stadt mit seinem Projekt einen Grün- derwettbewerb des Bundeswirtschafts- ministeriums und 2015 den internatio- nalen Wettbewerb der Start-up Night Berlin.(kabo.) Gute Gründe für die Gründer Sicherheit für Kinder im Netz Forschergeist:In Darmstadt werden Weltraummissionen geleitet und zukunftsträchtige neue Produkte entwickelt. Foto dpa Ausweisen per Smartphone Darmstadt will sich nicht nur als „Tor zum Weltraum“, sondern auch als „Start-up-City“ positionieren. Im Sommer ist die Eröffnung eines Technologie- und Gründerzentrums geplant, das der Szene weiteren Auftrieb geben soll. Von Rainer Hein Kinderschützer im Internet:Patrick Schneider (vorne) und Nicolai Erbs Foto Privalino Bequem:Die Identität wird elektronisch überprüft. Foto Christian Hecker Trio:Silke Kaercher, Susan Wache, Jessika Schwandt (von links) Foto feelSpace
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Rechtsamt/
Stadtwirtschaftskoordination
Amt: Amt für Wirtschaft
und Stadtentwicklung OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 15 308
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0202
Magistratsbeschluss -Nr.
262
Internetfähig
Produkt-Nr.: 571010
Kostenstelle: 015-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5710-11 Sachkonto:
Betreff: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie
"Startup City") - Etablierung eines neuen Technologie - und Gründerzentrums als
gemeinsames Projekt mit der Ind ustrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein -Main-
Neckar (IHK).
Hier: Gründung einer Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH
Vorlage vom: 27.06.2017
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Einrichtung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums in
Darmstadt zu.
2. Der Magistrat stimmt der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einer
Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH zu. Die notwendige
Stammkapitaleinlage in Höhe von 25.000€ steht im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung.
Darüber hinaus wird der Umplanung des Weiteren in der Begründung benannten
Finanzbedarfs zugestimmt und die Zurverfügungstellung der notwendigen Zuzahlungen in
den Folgejahren unter der Maßgabe der jeweiligen Haushaltsplanaufstellung in Aussicht
gestellt.
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Anlagen: FAZ-Artikel Gute Gruende fuer die Gruender
Stellungnahme HEAG -Beteiligungsmanagement
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 09.08.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.06.2017
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt aufgrund ihrer Kompaktheit als mittlere
Großstadt einerseits und aufgrund ihrer exzellenten Ausstattung mit universitären
Institutionen, weiterer öffentlicher Forschung und Entwicklung sowie forschenden
Unternehmen andererseits über ein einzigartiges innovatives Ökosystem mit hoher
Kooperationsdichte, schnellen Kontaktwegen und großem Vertrauen unter den
handelnden Akteuren.
Dieses Alleinstellungsmerkmal war einer der Entscheidungsfaktoren für den Gewinn
des Wettbewerbs Digitale Stadt des IT-Branchenverbandes bitkom. Auch der 1. Platz
im Wirtschaftswoche-Zukunftsindex 2015 und 2016 geht maßgeblich auf diese
Rahmenbedingung zurück. Bei den dort verwendeten Parametern steht Darmstadt
insbesondere bei Faktoren wie dem Ingenieurs-/Akademikeranteil an den
Beschäftigten, der Patentquote, den Industrie 4.0-Chancen etc., aber auch bei der U3
Kinderbetreuungs- oder bei der Abiturientenquote in der Spitzengruppe.
Etwas anders stellt sich dies bei der Gründungsintensität dar. Darmstadt ist hier eher
im Mittelfeld zu verorten. Dieser quantitative Wert ist durchaus differenziert zu
bewerten, da aufgrund des gut aufgestellten Arbeitsmarktes vor Ort z.B.
Unternehmensgründungen zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit etc. seltener
stattfinden und zugleich der qualitative Aspekt, also der tatsächliche Erfolg von
Gründungsideen und die Nachhaltigkeit der Vorhaben keinen Eingang in die Statistik
finden. Trotzdem stellt er einen Hinweis dar, an dem sich wirtschaftspolitische
Schwerpunktsetzungen orientieren sollten.
Eine gute Übersicht der Qualität der Darmstädter Gründerszene bietet z.B. der Artikel
„Gute Gründe für die Gründer“ aus der FAZ vom 8. März 2017 (s. Anlage). Er geht
wesentlich auf Impulse aus dem Marketingbeirat der Darmstadt Marketing GmbH
zurück, der empfiehlt, die Gründerförderung seitens der Stadt aufrecht zu erhalten,
weiter zu intensivieren und nach Außen als Teil der „Marke“ Wissenschaftsstadt
Darmstadt zu positionieren. Der Arbeitstitel hierzu ist „Startup City“.
Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass in einer wachsenden Stadt der kurzen Wege,
die sich bereits auf sehr hohem Beschäftigungsniveau befindet und mit begrenzten
Flächenressourcen umzugehen hat, der Förderung des Gründungsgeschehens, also
der Basis des Wirtschaftslebens, die zugleich unter den lokalen Gegebenheiten eine
hohe Wichtigkeit für den Transfer von Technologie aus der Wissenschaft in die
Wirtschaft hat, eine besonders hohe Bedeutung zukommt.
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben hierzu bereits in der
Vergangenheit Beschlüsse gefasst, die eine sehr gute Grundlage bilden, um dieses
wirtschaftspolitische Handlungsfeld weiter auszubauen. Zu nennen ist hier unter
anderem die Beteiligung an der erfolgreich arbeitenden cesah Centrum für
Satellitennavigation Hessen GmbH (z.B. Mag.vorlage Nr. 2006/0564) oder der Beitritt
der Stadt zur Highest-Gründerinitiative an der TU Darmstadt (Mag.vorlage Nr.
2017/0025) sowie die Mitarbeit der Verwaltung am Netzwerk Gründungsberatung
Südhessen. Insgesamt bildet die Stadt so einen zentralen Knotenpunkt in der lokalen
Startup Szene.
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Trotzdem herrscht weiterer Handlungsbedarf. Dieser bezieht sich angesichts der sehr
geringen Büroleerstandsquoten beispielsweise auf die Raumsituation, aber auch auf
die Funktionalität der bisherigen Angebote:
- Gründerinnen und Gründer haben in einem engen Immobilienmarkt Schwierigkeiten,
geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Die bisherige Infrastruktur für
technologieorientierte Gründungen wird der Nachfrage in Darmstadt nicht mehr
gerecht.
- Das bestehende Technologie- und Innovationszentrum TIZ in der Robert-Bosch-
Straße ist kontinuierlich nahezu komplett belegt. Hierzu soll keine Konkurrenz
sondern eine kooperative Ergänzung aufgebaut werden.
- Für produktionsorientierte Gründungen stehen in der Regel keine ausreichenden
Werkstattangebote zur Verfügung. Sogenannte MakerSpace-Kapazitäten sind
erschöpft. Es besteht Bedarf an Co-Working-Spaces, die exakt auf die Gründerszene
ausgerichtet sind.
- Gründungsaktivitäten, die aus dem Zuschlag eines Digital Hub Cybersecurity der
Bundesregierung für Darmstadt und dem Gewinn des Digitale Stadt-Titels
hervorgehen, benötigen eine konkrete Verortung.
Zusammengefasst bedeutet dies, dass zwingend die Notwendigkeit besteht, räumlich
und institutionell einen neuen Anlaufpunkt für Startups in Darmstadt zu schaffen, um
die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern.
Konkret wird deshalb vorgeschlagen, dass ein neues Technologie- und
Gründerzentrum (TGZ) in Darmstadt eingerichtet wird.
Dazu ist eine Trägergesellschaft zu gründen. Gesellschafter dieser Technologie- und
Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH sollen die Stadt und die IHK mit einem Anteil von
jeweils 50% bzw. 25.000€ Stammkapitaleinlage sein.
Über die formellen Gesellschafter hinaus wird die GmbH außerdem unmittelbar nach
Gründung Kooperationen mit den wichtigsten Akteuren in Darmstadt aufnehmen,
insbesondere mit den Hochschulen und Forschungsinstituten, aus denen heraus
Startups entstehen. Auch mit dem Land Hessen wird es eine Zusammenarbeit geben.
Dazu im Einzelnen (1-6):
1. Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO
Die Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO sind erfüllt. Die Beteiligung erfüllt einen
öffentlichen Zweck der Daseinsvorsorge, denn sie dient der Sicherung und Stärkung
des Standorts Darmstadt für Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Schaffung von
neuen Arbeitsplätzen und leistet insofern nicht zuletzt auch einen Beitrag zur
Stabilisierung des städtischen Gemeinwesens insgesamt.
2. Haftungsbegrenzung
Die Haftungsbegrenzung ist durch die Rechtsform der GmbH sichergestellt.
3. Angemessener Einfluss
Der angemessene Einfluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch die
Gesellschafterversammlung der Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH
sichergestellt.
4. Fachlicher Beirat
Es ist geplant, bei der Gesellschaft einen Fachlichen Beirat einzurichten, der die
Gesellschaft beraten und Empfehlungen aussprechen soll.
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5. Auswirkungen auf Handwerk und mittelständische Wirtschaft
a. Es besteht die Möglichkeit, ggf. durch das neue Unternehmen Aufträge an
mittelständische Unternehmen zu vergeben. Im neuen TGZ gegründete Unternehmen
sind zudem in der Regel der mittelständischen Wirtschaft zuzurechnen. Insofern wird
diese durch das Vorhaben unmittelbar gestärkt.
b. Negative Veränderung der Marktanteile der mittelständischen Wirtschaft und des
Handels in nennenswertem Umfang.
Es sind keine solchen negativen Veränderungen bekannt.
6. Stellungnahme der Kammern
Eine Stellungnahme der IHK entfällt, da diese Mitgesellschafter ist. Eine
Stellungnahme der Handwerkskammer wird parallel eingeholt und der
Stadtverordnetenversammlung zu ihrer Beschlussfassung ergänzend zeitgerecht
vorgelegt werden. Da das Vorhaben bereits in Gremien im Grundsatz diskutiert wurde,
an denen die Handwerkskammer beteiligt ist (Marketingbeirat), ist nicht mit einem
negativen Votum zu rechnen.
Unter Federführung der IHK wurde der Darmstädter Immobilienmarkt wegen
geeigneter Räumlichkeiten intensiv sondiert.
Als konkretes Mietobjekt wurde schließlich die ehemalige Postimmobilie in der
Hilpertstraße 31 identifiziert. Das Objekt profitiert von seinem aufstrebenden Umfeld
mit dem TZ RheinMain in Norden und der Konversionsfläche der Kelley-Barracks im
Süden. Aufgrund der Gesamtgröße des Objekts (rund 60.000m² Büro- und sonst.
Fläche) könnten Start-ups problemlos im Gebäude umziehen und wachsen.
Für das TGZ selbst stehen zunächst 4.300m² zur Verfügung. Diese teilen sich in ein in
Darmstadt ansonsten kaum abbildbare Kombination aus Büro-, Werkstatt-, Labor-,
Lager- und Produktionsflächen auf. Auch ein Kollaborationsraum zur Zusammenarbeit
von Gründerfirmen und mittelständischen Unternehmen ist möglich.
Die Eröffnung des TGZ ist nach aktuellem Stand zum 1. Dezember 2017 geplant.
Um der Gesellschaft eine finanzielle Handlungsfähigkeit zu geben, haben die
Gesellschafter eine Startfinanzierung als Einmalzuzahlung in Höhe von je 25.000€
vereinbart.
Hinzukommt ein ebenfalls einmaliger Beitrag zur Infrastrukturerstausstattung im
Gebäude von je 60.000€ pro Gesellschafter, wobei hier anzumerken ist, dass die IHK
im Vorgriff mit guten Aussichten einen Zuschussantrag beim Land Hessen gestellt hat,
der noch nicht beschieden ist und die benötigte Summe maßgeblich senken kann.
Die Zuzahlung zum Verlust für das Restjahr 2017 beträgt schließlich je 16.000€.
Die genannten Mittel stehen im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung.
Die Restsumme auf der betreffenden Haushaltsposition in Höhe von mindestens
24.000€ wird auf das Haushaltsjahr 2018 übertragen und dient sodann der
Defizitdeckung in 2018.
Dieses wird bei einer von Seiten der IHK angenommenen Auslastung von 50% ca.
345.000€ betragen. In 2019 (80% Auslastungsannahme) folgen demnach 269.000€,
in 2020 (80% Auslastungsannahme) ebenfalls 269.000€ und in 2021 (90%
Auslastungsannahme) 221.000€. Diese Summen wären jeweils zu 50% von den beiden
- 7 -
Gesellschaftern zu übernehmen. Bei Aufnahme weiterer Gesellschafter in die GmbH
würde sich die Zuzahlung entsprechend reduzieren.
Mithin ist im Haushaltsplan 2018 für das TGZ eine Summe in Höhe von zusätzlich
148.500€ bereit zu stellen, die (s.o.) im weiteren Verlauf der Haushaltsaufstellung je
nach Zuschussbereitstellung durch das Land (s.o.) noch reduziert werden kann.
Für 2019 und die Folgejahre werden die oben genannten Beträge (gegebenenfalls
aktualisiert) durch das Fachamt zur Haushaltsplanaufstellung angemeldet werden.
Darmstadt, den 27.06.2017
Dezernat I Dezernat IV
i. V.
Jochen Partsch Jochen Partsch
Oberbürgermeister Oberbürgermeister
Anlagen:
- FAZ Artikel „Gute Gründe für die Gründer“ vom 8. März 2017
- Stellungnahme HEAG Beteiligungsmanagement
2017/0202
12097 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Rechtsamt/
Stadtwirtschaftskoordination
Amt: Amt für Wirtschaft
und Stadtentwicklung OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0202
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 571010
Kostenstelle: 015-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5710-11 Sachkonto:
Betreff: Stärkung von Darmstadt als Standort für Unternehmensgründungen (Strategie "Sta r-
tup City") - Etablierung eines neuen Technologie - und Gründerzentrums als gemei n-
sames Projekt mit der Ind ustrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein -Main-Neckar
(IHK).
Hier: Gründung einer Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH
Vorlage vom: 27.06.2017
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Einrichtung eines neuen Technologie- und Gründerzentrums in
Darmstadt zu.
2. Der Magistrat stimmt der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einer Technol o-
gie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH zu. Die notwendige Stammkapitaleinlage in
Höhe von 25.000€ steht im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung. Darüber hinaus wird der
Umplanung des Weiteren in der Begründung benannten Finanzbedarfs zugestimmt und die
Zurverfügungstellung der notwendigen Zuzahlungen in den Folgejahren unter der Maßgabe
der jeweiligen Haushaltsplanaufstellung in Aussicht gestellt.
- 2 -
Anlagen: FAZ-Artikel Gute Gruende fuer die Gruender
Stellungnahme HEAG -Beteiligungsmanagement
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.06.2017
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt aufgrund ihrer Kompaktheit als mittlere
Großstadt einerseits und aufgrund ihrer exzellenten Ausstattung mit universitären In-
stitutionen, weiterer öffentlicher Forschung und Entwicklung sowie forschenden Unter-
nehmen andererseits über ein einzigartiges innovatives Ökosystem mit hoher Koopera-
tionsdichte, schnellen Kontaktwegen und großem Vertrauen unter den handelnden
Akteuren.
Dieses Alleinstellungsmerkmal war einer der Entscheidungsfaktoren für den Gewinn
des Wettbewerbs Digitale Stadt des IT-Branchenverbandes bitkom. Auch der 1. Platz
im Wirtschaftswoche-Zukunftsindex 2015 und 2016 geht maßgeblich auf diese Rah-
menbedingung zurück. Bei den dort verwendeten Parametern steht Darmstadt insbe-
sondere bei Faktoren wie dem Ingenieurs-/Akademikeranteil an den Beschäftigten, der
Patentquote, den Industrie 4.0-Chancen etc., aber auch bei der U3 Kinderbetreuungs-
oder bei der Abiturientenquote in der Spitzengruppe.
Etwas anders stellt sich dies bei der Gründungsintensität dar. Darmstadt ist hier eher
im Mittelfeld zu verorten. Dieser quantitative Wert ist durchaus differenziert zu bewer-
ten, da aufgrund des gut aufgestellten Arbeitsmarktes vor Ort z.B. Unternehmens-
gründungen zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit etc. seltener stattfinden und zugleich
der qualitative Aspekt, also der tatsächliche Erfolg von Gründungsideen und die Nach-
haltigkeit der Vorhaben keinen Eingang in die Statistik finden. Trotzdem stellt er einen
Hinweis dar, an dem sich wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzungen orientieren soll-
ten.
Eine gute Übersicht der Qualität der Darmstädter Gründerszene bietet z.B. der Artikel
„Gute Gründe für die Gründer“ aus der FAZ vom 8. März 2017 (s. Anlage). Er geht we-
sentlich auf Impulse aus dem Marketingbeirat der Darmstadt Marketing GmbH zu-
rück, der empfiehlt, die Gründerförderung seitens der Stadt aufrecht zu erhalten, wei-
ter zu intensivieren und nach Außen als Teil der „Marke“ Wissenschaftsstadt Darm-
stadt zu positionieren. Der Arbeitstitel hierzu ist „Startup City“.
Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass in einer wachsenden Stadt der kurzen Wege,
die sich bereits auf sehr hohem Beschäftigungsniveau befindet und mit begrenzten
Flächenressourcen umzugehen hat, der Förderung des Gründungsgeschehens, also
der Basis des Wirtschaftslebens, die zugleich unter den lokalen Gegebenheiten eine
hohe Wichtigkeit für den Transfer von Technologie aus der Wissenschaft in die Wirt-
schaft hat, eine besonders hohe Bedeutung zukommt.
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben hierzu bereits in der Vergangen-
heit Beschlüsse gefasst, die eine sehr gute Grundlage bilden, um dieses wirtschaftspo-
litische Handlungsfeld weiter auszubauen. Zu nennen ist hier unter anderem die Betei-
ligung an der erfolgreich arbeitenden cesah Centrum für Satellitennavigation Hessen
GmbH (z.B. Mag.vorlage Nr. 2006/0564) oder der Beitritt der Stadt zur Highest-
Gründerinitiative an der TU Darmstadt (Mag.vorlage Nr. 2017/0025) sowie die Mitar-
beit der Verwaltung am Netzwerk Gründungsberatung Südhessen. Insgesamt bildet
die Stadt so einen zentralen Knotenpunkt in der lokalen Startup Szene.
Trotzdem herrscht weiterer Handlungsbedarf. Dieser bezieht sich angesichts der sehr
geringen Büroleerstandsquoten beispielsweise auf die Raumsituation, aber auch auf
die Funktionalität der bisherigen Angebote:
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- Gründerinnen und Gründer haben in einem engen Immobilienmarkt Schwierigkeiten,
geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Die bisherige Infrastruktur für technologieori-
entierte Gründungen wird der Nachfrage in Darmstadt nicht mehr gerecht.
- Das bestehende Technologie- und Innovationszentrum TIZ in der Robert-Bosch-
Straße ist kontinuierlich nahezu komplett belegt. Hierzu soll keine Konkurrenz son-
dern eine kooperative Ergänzung aufgebaut werden.
- Für produktionsorientierte Gründungen stehen in der Regel keine ausreichenden
Werkstattangebote zur Verfügung. Sogenannte MakerSpace-Kapazitäten sind er-
schöpft. Es besteht Bedarf an Co-Working-Spaces, die exakt auf die Gründerszene
ausgerichtet sind.
- Gründungsaktivitäten, die aus dem Zuschlag eines Digital Hub Cybersecurity der
Bundesregierung für Darmstadt und dem Gewinn des Digitale Stadt-Titels hervorge-
hen, benötigen eine konkrete Verortung.
Zusammengefasst bedeutet dies, dass zwingend die Notwendigkeit besteht, räumlich
und institutionell einen neuen Anlaufpunkt für Startups in Darmstadt zu schaffen, um
die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern.
Konkret wird deshalb vorgeschlagen, dass ein neues Technologie- und Gründerzent-
rum (TGZ) in Darmstadt eingerichtet wird.
Dazu ist eine Trägergesellschaft zu gründen. Gesellschafter dieser Technologie- und
Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH sollen die Stadt und die IHK mit einem Anteil von
jeweils 50% bzw. 25.000€ Stammkapitaleinlage sein.
Über die formellen Gesellschafter hinaus wird die GmbH außerdem unmittelbar nach
Gründung Kooperationen mit den wichtigsten Akteuren in Darmstadt aufnehmen, ins-
besondere mit den Hochschulen und Forschungsinstituten, aus denen heraus Startups
entstehen. Auch mit dem Land Hessen wird es eine Zusammenarbeit geben.
Dazu im Einzelnen (1-6):
1. Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO
Die Voraussetzungen des §§ 122, 123 HGO sind erfüllt. Die Beteiligung erfüllt einen
öffentlichen Zweck der Daseinsvorsorge, denn sie dient der Sicherung und Stärkung
des Standorts Darmstadt für Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Schaffung von
neuen Arbeitsplätzen und leistet insofern nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Stabili-
sierung des städtischen Gemeinwesens insgesamt.
2. Haftungsbegrenzung
Die Haftungsbegrenzung ist durch die Rechtsform der GmbH sichergestellt.
3. Angemessener Einfluss
Der angemessene Einfluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch die Gesell-
schafterversammlung der Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs GmbH si-
chergestellt.
4. Fachlicher Beirat
Es ist geplant, bei der Gesellschaft einen Fachlichen Beirat einzurichten, der die Ge-
sellschaft beraten und Empfehlungen aussprechen soll.
5. Auswirkungen auf Handwerk und mittelständische Wirtschaft
a. Es besteht die Möglichkeit, ggf. durch das neue Unternehmen Aufträge an mittel-
ständische Unternehmen zu vergeben. Im neuen TGZ gegründete Unternehmen sind
zudem in der Regel der mittelständischen Wirtschaft zuzurechnen. Insofern wird diese
durch das Vorhaben unmittelbar gestärkt.
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b. Negative Veränderung der Marktanteile der mittelständischen Wirtschaft und des
Handels in nennenswertem Umfang.
Es sind keine solchen negativen Veränderungen bekannt.
6. Stellungnahme der Kammern
Eine Stellungnahme der IHK entfällt, da diese Mitgesellschafter ist. Eine Stellungnah-
me der Handwerkskammer wird parallel eingeholt und der Stadtverordnetenversamm-
lung zu ihrer Beschlussfassung ergänzend zeitgerecht vorgelegt werden. Da das Vor-
haben bereits in Gremien im Grundsatz diskutiert wurde, an denen die Handwerks-
kammer beteiligt ist (Marketingbeirat), ist nicht mit einem negativen Votum zu rech-
nen.
Unter Federführung der IHK wurde der Darmstädter Immobilienmarkt wegen geeigne-
ter Räumlichkeiten intensiv sondiert.
Als konkretes Mietobjekt wurde schließlich die ehemalige Postimmobilie in der Hil-
pertstraße 31 identifiziert. Das Objekt profitiert von seinem aufstrebenden Umfeld mit
dem TZ RheinMain in Norden und der Konversionsfläche der Kelley-Barracks im Sü-
den. Aufgrund der Gesamtgröße des Objekts (rund 60.000m² Büro- und sonst. Fläche)
könnten Start-ups problemlos im Gebäude umziehen und wachsen.
Für das TGZ selbst stehen zunächst 4.300m² zur Verfügung. Diese teilen sich in ein in
Darmstadt ansonsten kaum abbildbare Kombination aus Büro-, Werkstatt-, Labor-,
Lager- und Produktionsflächen auf. Auch ein Kollaborationsraum zur Zusammenarbeit
von Gründerfirmen und mittelständischen Unternehmen ist möglich.
Die Eröffnung des TGZ ist nach aktuellem Stand zum 1. Dezember 2017 geplant.
Um der Gesellschaft eine finanzielle Handlungsfähigkeit zu geben, haben die Gesell-
schafter eine Startfinanzierung als Einmalzuzahlung in Höhe von je 25.000€ verein-
bart.
Hinzukommt ein ebenfalls einmaliger Beitrag zur Infrastrukturerstausstattung im Ge-
bäude von je 60.000€ pro Gesellschafter, wobei hier anzumerken ist, dass die IHK im
Vorgriff mit guten Aussichten einen Zuschussantrag beim Land Hessen gestellt hat,
der noch nicht beschieden ist und die benötigte Summe maßgeblich senken kann.
Die Zuzahlung zum Verlust für das Restjahr 2017 beträgt schließlich je 16.000€.
Die genannten Mittel stehen im Haushaltsplan 2017 zur Verfügung.
Die Restsumme auf der betreffenden Haushaltsposition in Höhe von mindestens
24.000€ wird auf das Haushaltsjahr 2018 übertragen und dient sodann der Defizitde-
ckung in 2018.
Dieses wird bei einer von Seiten der IHK angenommenen Auslastung von 50% ca.
345.000€ betragen. In 2019 (80% Auslastungsannahme) folgen demnach 269.000€,
in 2020 (80% Auslastungsannahme) ebenfalls 269.000€ und in 2021 (90% Auslas-
tungsannahme) 221.000€. Diese Summen wären jeweils zu 50% von den beiden Ge-
sellschaftern zu übernehmen. Bei Aufnahme weiterer Gesellschafter in die GmbH wür-
de sich die Zuzahlung entsprechend reduzieren.
Mithin ist im Haushaltsplan 2018 für das TGZ eine Summe in Höhe von zusätzlich
148.500€ bereit zu stellen, die (s.o.) im weiteren Verlauf der Haushaltsaufstellung je
nach Zuschussbereitstellung durch das Land (s.o.) noch reduziert werden kann.
- 6 -
Für 2019 und die Folgejahre werden die oben genannten Beträge (gegebenenfalls
aktualisiert) durch das Fachamt zur Haushaltsplanaufstellung angemeldet werden.
Darmstadt, den 27.06.2017
Dezernat I Dezernat IV
i. V.
Jochen Partsch Jochen Partsch
Oberbürgermeister Oberbürgermeister
Anlagen:
- FAZ Artikel „Gute Gründe für die Gründer“ vom 8. März 2017
- Stellungnahme HEAG Beteiligungsmanagement
Beratungsverlauf (4)
Orte (4)
- Hilpertstraße 31
- Havelstraße
- Robert-Bosch-Straße
- Heidelberger Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0202
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 27.06.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00