2017/0158
Berichtsvorlage zur Digitalstadt
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2017/0158
7007 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
17.05.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Wirtschaft
und Stadtentwicklung OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0158
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Berichtsvorlage zur Digitalstadt
Vorlage vom: 15.05.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt die Berichtsvorlage zur Kenntnis.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsv orlage vom 15.05.2017
Der Bitkom Wettbewerb – Darmstadt hat sich für die Endrunde qualifiziert
Der Digitalverband Bitkom, seine Mitglieder und der Deutsche Städte- und Gemeindebund
wollen eine digitale Vorzeigestadt für Deutschland und Europa aufbauen. Dazu wird der
Wettbewerb „Digitale Stadt“ ausgelobt, zu welchem sich Darmstadt im März für die Endrunde
qualifiziert hat. Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg sind ebenfalls auf der so
genannten Shortlist. Die Entscheidung fällt Mitte Juni 2017.
In einem einzigartigen Pilotprojekt soll demonstriert werden, wie die Stadt der Zukunft
aussehen könnte – auf Basis modernster Telekommunikations-Infrastruktur und durch
innovative Lösungen in den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung, Gesundheit, Bil dung,
Handel, Sicherheit und Gesellschaft. Lebenswert, effizient und nachhaltig.
Was und wer steht dahinter?
Die Unterstützung eines breiten Bündnisses aus namenhaften Unternehmen, die ein
Sponsoring von Produkten und Dienstleistungen im Wert von mehreren Millionen Euro
bereitstellen. Dazu zählen:
Deutsche Telekom, Hewlett Packard Enterprise, Samsung, Software AG, Vodafone, DJI,
DocMorris, DPD Dynamic Parcel Distribution, eBay, Kathrein, PTV Group, Speed4Trade,
vitaphone, Deutsche Städte- und Gemeindebund, WirtschaftsWoche, SAP, Autodesk, Deutsche
Bahn, eluminocity, embeteco, Little Bird, m.Doc, nebenan.de, Roland Berger.
Was das Land, die Stadt und die Unterstützer dazu beitragen:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird ein nachhaltiges Programm für den Aufb au der
Digitalen Stadt aufsetzen und dabei eine nutzerorientierte Vorgehensweise verfolgen – im Sinne
von, was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger. Dazu werden Diskussionsforen zwischen
Bürgerinnen und Bürgern, Stadtwirtschaft und Experten initiiert. Eine Bürgerbeteiligung für das
Thema Digitale Stadt wird dauerhaft eingerichtet.
Die erste Veranstaltung zur Information von Bürgerinnen und Bürgern fand am 2. Mai 2017 im
darmstadtium statt. Gemeinsam mit Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und dem Leiter des
Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT), Prof. Dr. Michael Waidner,
stellte Oberbürgermeister Partsch das Bewerbungskonzept vor.
Die Stadt konnte für die Position des Chief Digital Officer (CDO) Prof. Michael Waidner, Leiter
des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und Professor an der TU
Darmstadt, gewinnen. Dies gab Oberbürgermeister Jochen Partsch auf der Veranstaltung vom
2. Mai bekannt. Prof. Waidner berät die Stadt ehrenamtlich, wie sich die Möglichkeiten der
Digitalisierung zum Wohle von Bürgern und Unternehmen nutzen lassen. Unterstützt wird er
dabei vom CDO-Team der Stadt, das angeführt wird von Joachim Fröhlich, dem IT-Leiter der
Stadt.
Zu den Aufgaben des städtischen CDOs gehört die Positionierung der Stadt als Vorreiter der
intelligenten Digitalisierung. Ziel ist es, Digitalisierung so zu entwickeln, dass die Bürgerinnen
und Bürger konkrete Mehrwerte erhalten, Unternehmen neue umweltverträgliche
Geschäftsmodelle und Darmstadt dabei hilft, seine kommunalen Ziele zu erreichen.
- 4 -
In der Umsetzung wird eine größtmögliche Vernetzung von bestehenden und auch zukünftigen
Lösungsansätzen hergestellt.
Ziel des städtischen Projektmanagements ist es, einen möglichst großen Teil der Maßnahmen
so aufzusetzen, dass sie auch nach dem Projektzeitraum weiterverfolgt und nachhaltig
entwickelt werden. Dafür erfolgt eine enge Abstimmung mit den unterstützenden
Digitalunternehmen. Als Rechtsform wird eine GmbH angestrebt, die als Dienstleister zur
Umsetzung der Digitalen Stadt fungiert und durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt
beauftragt wird. Hierbei wird sich die Stadt Durchgriffsrechte sichern. Neben Gestaltung und
Durchführung der Ausschreibungen ist die Gesellschaft für die Koordination, das Controlling
und die Vernetzung der Maßnahmen zuständig.
Zur Stärkung der Breitenwirkung werden – auch über soziale Medien – Projektmeilensteine
durch die GmbH kommuniziert. Die Struktur des Projektmanagements soll neben exklusiv in
der GmbH tätigen Experten auch Entscheidungsträger aus den wesentlichen städtischen
Gesellschaften und den Dezernaten einschließlich des Oberbürgermeisters beinhalten, um die
Exekutivfunktion zu untermauern. Die Anzahl des Personals und die Kapitalausstattung werden
in Abhängigkeit von dem Projektvolumen konkretisiert. Zur Zeit wird von zehn Mitarbeiter innen
und Mitarbeitern und einem mind. 7-stelligen Budget p.a. für die GmbH ausgegangen. Es ist
beabsichtigt, dass die Mittel für das Projektmanagement gemeinsam durch die Stadt und das
Land Hessen bereitgestellt werden und die Anschlussfinanzierung – nach Ende der pro bono
Leistungen – durch die Stadt.
Zeitplan:
Am 3. April 2017 wurden von Bitkom die fünf Städte für die Endrunde bekannt gegeben.
Bis zum 25.05.2017 muss die Stadt den abschließenden Wettbewerbsbeitrag einreichen.
Am 31.05.2017 findet in Berlin die Vorstellung der finalen Konzepte statt, der sog.
Oberbürgermeister-Pitch.
Jede Stadt hat zweimal sieben Minuten Zeit um die wichtigsten inhaltlichen Aspekte und
Rahmenbedingungen des finalen Konzeptes vorzustellen.
Auf der Bühne vertreten wird die Stadt zwingend durch den Oberbürgermeister und einen
projektverantwortlichen Experten.
Zum Teil I, zur Präsentation der wichtigsten inhaltlichen Aspekte, konnte Oberbürgermeister
Partsch Herrn Prof. Dr. Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT, gewinnen. Herr Prof. Dr. Waidner
bereits zum CDO, dem Chief Digital Officer der Stadt benannt, gilt aufgrund seiner Erfahrungen
in Forschung und Wirtschaft als Idealbesetzung für diese Position.
Im Rahmen des Digital-Gipfels in Ludwigshafen am 12./13.06.2017 wird die Siegerstadt
bekannt gegeben
Darmstadt, 15.05.17
Dezernat I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0158
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 15.05.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00