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2026/0158

1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 Ziffer 3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) 2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor Eintragung in das Denkmalbuch

Magistratsvorlage 07.05.2026

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375 Zeichen

Anlage 1
 
 
 
Stadt Darmstadt 
-
 
Nacherfassung des Denkmalbestandes 
202
6
 
 
 
 
Adresse
 
Flur; 
 
Flurstück
 
Software AG
 
Uhlandstraße 12
 
2
 
983/1, 1075/6
, 
960/2, 1080/3, 
1075/7, 982/1
 
 
 
 
Posttechnisches Zentralamt (PTZ)
 
Hilpertstraße 31
 
44, 43
 
1/4, 1/38
 
 
 
 
Hundertwasserhaus Waldspirale
 
Waldspirale 
 
1, 1a, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
 
13
 
46/15

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11915 Zeichen

Seite 1 von 5
Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
Legende:
Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
 Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
 Baum
In Bearbeitung.
Kreis: Darmstadt, Stadt
Ort: Darmstadt
Ortsteil: Gewerbegebiet Nord
Straße/HNr.: Waldspirale 1
Waldspirale 1A
Waldspirale 2
Waldspirale 3
Waldspirale 4
Waldspirale 5
Waldspirale 6
Waldspirale 7
Waldspirale 8
Bezeichnung: Hundertwasserhaus Waldspirale
Flur: 13
Flurstück: 46/15
Denkmalstatus: Kulturdenkmal gem. § 2 Abs. 1 HDSchG
Denkmalwert: aus geschichtlichen, künstlerischen und
städtebaulichen Gründen
Hundertwassers Werk
Friedensreich Hundertwasser (1928–2000), mit bürgerlichem
Namen Friedrich Stowasser („sto“ bedeutet in den slawischen
Sprachen „hundert“), war ein österreichischer Künstler,
vorwiegend Maler, aber auch in den Bereichen Architektur und
Umweltschutz tätig. Sein malerisches Werk war geprägt vom
Motiv der Spirale und bunter Farbigkeit. Darüber hinaus zeichnet
sich sein künstlerisches Schaffen durch den Ausschluss gerader
Linien und rechter Winkel sowie jeglicher Standardisierung aus.
Stattdessen band er stehts die Natur sowie an der Natur
orientierte Bauformen in seine Architektur ein, was den Bauten
Lebendigkeit und Individualität verschaffte. Beispielsweise ließ er
1975 bei der Triennale in Mailand 15 Bäume durch Fenster in der
Via Manzoni pflanzen, die er als „Baummieter“ („Inquilino Albero“)
bezeichnete. Mit dieser Aktion wurde er zum Pionier der
Fassadenbegrünung und prägte nicht zuletzt spätere ikonische
Bauten wie den „Bosco Verticale“ (Stefano Boeri, 2008–2014),
ebenfalls in Mailand. 1982 begann er mit dem Bau seines ersten
Wohnbauprojekts in Wien, welches 1986 fertiggestellt wurde. Es
folgten zahlreiche weitere Wohnbauprojekte. Die Grundlagen
hierfür schuf er bereits 1958 mit der Veröffentlichung seines
Waldspirale, Schrägluftbild mit Sicht auf
Dachbegrünung (Foto: Hundertwasser Archiv,
Wien)

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
„Verschimmelungsmanifests gegen den Rationalismus in der
Architektur“. Darin bezog er klare Stellung gegen
funktionalistische und für eine „natur- und menschengerechte
Architektur“. Beispielsweise forderte er, dass jeder Mensch sich
aus dem Fenster lehnen dürfe um die Hausfassade so weit zu
bemalen, wie seine Arme reichten – das sogenannte
„Fensterrecht“.
 
Baugeschichte
Auf einem ehemaligen Schlachthofareal nahe des Bürgerparks
neben Gewerbe- und Bürogebäuden beauftragte der Bauverein
Darmstadt Friedensreich Hundertwasser damit, ein
Mehrfamilienhaus mit 105 Wohneinheiten zu planen. Die
anschließende Ausführungsplanung stammt von einem engen
Vertrauten Hundertwassers, dem Architekten Heinz M.
Springmann, mit dem er bereits im Rahmen des Projekts
„Wohnen unterm Regenturm“ in Plochingen zusammengearbeitet
hatte.
Die Grundsteinlegung für die später sogenannte „Waldspirale“
erfolgte am 12. November 1998 und bereits am 15. September
2000 wurde sie eröffnet. Die Fertigstellung erlebte Hundertwasser
selbst nicht mehr; er verstarb sechs Monate zuvor.
 
Baubeschreibung
Die Grundidee der Waldspirale ist ein begrünter (bewaldeter)
Baukörper, der sich in Spiral-Form von der Süd-West-Ecke des
Grundstücks über eine ständig ansteigende Schräge bis auf neun
Geschoße an der Süd-Ost-Ecke erstreckt. Dort erhält der Bau
durch einen 41 Meter hohen Turm mit zwölf Geschossen,
goldener Zwiebelhaube und einer Aussichtsterrasse einen
besonderen städtebaulichen Akzent. Dem Motiv der Spirale
bediente sich Hundertwasser in seinen Kunstwerken häufig; sie
war für ihn ein Sinnbild für den Kreislauf des Lebens.
Die Fassaden gestaltete Hundertwasser als Referenz zu den
geologischen Bodenschichten des Geländes unter dem Bau, zu
den Sedimenten, sie sich seit Jahrmillionen gebildet haben. Die
horizontalen erdfarbenen Bänder wurden anschließend mit
Bürsten bearbeitet, um den Charakter des Bodens noch stärker
zu imitieren. Einige der Fenster sind mit farbigen
Keramik-Schlusssteinen versehen. Im Erdgeschoss sowie in
einigen Loggien und im Gebäudeinnern finden sich farbenfrohe
Keramiksäulen. Die mehr als eintausend Fenster folgen keinem
Raster – generell fehlen gerade Linien und rechte Winkel in der
Fassadengestaltung, da Hundertwasser diese als
„menschenfeindlich“ bezeichnete. Aus einigen Fenstern wachsen
„Baummieter“, die mit den menschlichen Bewohnern eine
Waldspirale, Fassadenansicht (Foto:
Hundertwasser Archiv, Wien)
Waldspirale, Turm (Foto: Joram Harel)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet Nord - Waldspirale 1 (und 8 weitere)
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
„Hausgemeinschaft“ eingehen.
Auch einige Wohnungen sind nach Hundertwassers
Vorstellungen ausgeführt, mit abgerundeten Ecken an Decken
und Wänden sowie mit unebenen Böden. In jeder Wohnung sind
verschiedene Drücker an Türen und Fenstern angebracht.
Die Waldspirale ist nicht nur ein Wohnkomplex, sondern
beinhaltet außerdem eine Tiefgarage, eine Bar und ein Kiosk im
Erdgeschoss sowie eine große Gewerbefläche über drei Etagen
im Turm. Im Innenhof befinden sich ein Kinderspielplatz, ein
Pavillon auf Keramikstützen und ein kleiner, künstlich angelegter
Teich.
 
Freiraumgestaltung
Die Freiflächen zwischen den Baukörpern gehören zum
gestalterischen Konzept Hundertwassers und folgen dessen
Gestaltungsprinzipien. Das Gelände ist modelliert; es finden sich
dort ein künstlich angelegter Teich, ein von Regenwasser
gespeister Bach, Treppen, Terrassen sowie begrünte Hügel und
unebene Wege aus einem vielfältigen Materialmix aus Klinkern,
Beton- und Natursteinpflastersteinen, mit Intarsien aus
Mosaikpflaster und mit Keramikfliesen durchsetzt. Diese
Außenflächen sind elementar für den Entwurf und folgen der Idee
Hundertwassers, Architektur und Natur in Einklang zu bringen.
Teile der Fassaden sind mit Kletterpflanzen wie Wildem Wein
bewachsen. Die ansteigende Rampe ist ebenfalls mit
Grasflächen, Sträuchern und auch größeren Laub- und
Nadelgehölzen bepflanzt. Daneben sind weitere Elemente einer
Gartengestaltung zu finden, wie eine Wasserkaskade und ein
Teich, begleitet von einem Weg, ebenso im beschriebenen
Materialmix gestaltet.
Die ursprüngliche Idee, das begrünte Dach als öffentlichen Park
begehbar zu gestalten, wurde bereits während der Bauphase aus
Sicherheitsgründen verworfen. Dabei sah Hundertwasser
ursprünglich vor, dass „der Mensch vom Straßenstaub, vom
Straßenniveau hinauf, unmerklich hinauf in die höhere Ebene der
Natur [geht]. Er wandert auf einen sanft ansteigenden Hügel und
wird sich erst allmählich bewusst, dass er sich nicht in einer
Waldanhöhe, sondern auf einem Haus befindet, in dem unter
seinen Füßen Menschen wohnen.“ Das oberste Plateau ist als
begrünte Dachterrasse in selber Gestaltsprache und mit
Geländern versehen und für die Bewohnerschaft von den
Wohnungen aus erreichbar.
 
Konstruktion
Waldspirale, Blick in den Innenhof (Foto:
Hundertwasser Archiv, Wien)
Waldspirale, Fassade Innenhof mit Pavillon
(Foto: Hundertwasser Archiv, Wien)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet Nord - Waldspirale 1 (und 8 weitere)
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
Die Rohbaukonstruktion besteht aus Stahlbeton, als weitere
Baustoffe für Wände und Decken wurden Porenbeton und
Kalksandstein verwendet. Die Wandformen folgen zum Teil
Freihandlinien und erzeugen so gebogene Außenwände mit bis
zu 3 Grad Neigung gegen die Vertikale. Stärkere Krümmungen
wurden mit einer Rundflex-Schalung hergestellt, schwächere
Krümmungen wurden polygonal geschalt.
Nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit und des ökologischen
Bauens wurden bei dem Bau 12.000 Kubikmeter Beton mit
rezyklierten Zuschlägen verbaut. Betreut wurde das Unterfangen
vom Institut für Massivbau der Technischen Hochschule
Darmstadt unter der Leitung von Professor Peter Grübl. Die
Verwendung von Beton aus Abbruch-Bauten war erstmalig im
Wohnungsbau in Deutschland.
 
Denkmalwert
Das Hundertwasserhaus „Waldspirale“ samt Freiraumgestaltung
stellt als künstlerische Sonderform ein wichtiges Dokument
innerhalb des Wohnbaus in Darmstadt dar. In ihm zeigt sich die
spätmoderne Wende weg vom Funktionalismus hin zu einem
„menschen- und naturfreundlichen“ Bauen. Als solches ist es
auch ein wichtiges bauliches Dokument der damaligen
Ökologiebewegung, der Hundertwasser angehörte und die sich
ab den 1980er Jahren auch in der Architektur niederschlug. Die
Waldspirale ist eines der Hauptwerke des weltweit bekannten und
bedeutenden Künstlers Friedensreich Hundertwasser und damit
Zeugnis von dessen baukünstlerischer Verwirklichung. Außerdem
ist sie als zeitgeschichtliches Phänomen der Partizipation im
Bauen durch die Bewohner zu begreifen, welches sich durch die
Erlaubnis, die Wände individuell zu bemalen, äußert.
Die Darmstädter Waldspirale ist der einzige Bau, bei dem der
Künstler sein immer wiederkehrendes Motiv der Spirale umsetzen
konnte. Als konsequente monumentale, künstlerisch
durchgestaltete Verwirklichung Hundertwassers architektonischer
Vorstellungen ist die Waldspirale von internationaler
künstlerischer Bedeutung. Das Gebäude samt
Innenhofgestaltung ist ein Gesamtkunstwerk, das unverkennbar
die Handschrift Friedensreich Hundertwassers trägt und dessen
künstlerische Ideen erkennbar und überzeugend in
architektonische Formen gießt. Es beinhaltet mit seiner
Bepflanzung nicht nur den Aspekt der Ökologie, sondern auch die
vom Künstler offen postulierte Kritik an der modernen Architektur,
in diesem Fall dem funktionalen Bauen.
Hundertwassers Architekturverständnis mit der Ablehnung der
geraden Linien und dem konsequenten Einbezug der Natur in
seine Entwürfe ist bemerkenswert. Die Waldspirale in Darmstadt
ist ein wesentliches Zeugnis dieser Gestaltungsabsicht des
Künstlerarchitekten und daher von großem künstlerischen sowie
Waldspirale, Baummieter (Foto:
Hundertwasser Archiv, Wien)
Schnitt (Foto: unbekannt)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet Nord - Waldspirale 1 (und 8 weitere)
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
geschichtlichen Wert.
Das Gebäude prägt ein ganzes Mikroquartier im Darmstädter
Norden, bildet Stadträume aus, bietet einen halb-öffentlichen
urbanen Grünraum und fungiert nicht zuletzt mit seinen weithin
sichtbaren goldenen Turmhauben als städtebaulicher Marker. Sie
setzte die baukünstlerische Tradition Darmstadt fort. Damit besitzt
die Waldspirale auch einen stadtgeschichtlichen und
städtebaulichen Wert.
 
Literatur (Auswahl)
Bauverein AG: Die Waldspirale von Darmstadt ist ein
ungewöhnliches und zukunftsweisendes Bauwerk (Darmstadt
2000).
Die Hundertwasser gemeinnützige Privatstiftung: Die
Wald-Spirale von Darmstadt, ARCH 120,
(https://hundertwasser.com/architektur/arch120_die_wald-spirale_
von_darmstadt_1547).
Hundertwassers bunte Häuserwelten. Kunstbauwerke von Wien
bis Osaka (Wien 2019).
Thilo Fischer: „Die Waldspirale“ – Das etwas andere Gebäude im
Bürgerparkviertel von Darmstadt, in: zfv – Zeitschrift für
Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, hg. von
Deutscher Verein für Vermessungswesen e. V. – Gesellschaft für
Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Jg. 127, Bd.
4/2002 (Augsburg 2002).
Robert Schediwy: Hundertwassers Häuser. Dokumente einer
Kontroverse über zeitgemäße Architektur, hg. von Joram Harel
nach einer Idee von Wieland Schmied (Wien 1999).
Innenabwicklung_Fassadendesign,
Architekturzeichnung, Aquarell, 1999. (Foto: F.
Hundertwasser)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet Nord - Waldspirale 1 (und 8 weitere)
In Bearbeitung.

2026/0158

4517 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.05.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0158 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 Ziffer 
3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG)  
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch  
 
Vorlage vom: 07.05.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Liste der nacherfassten Denkmäler in Darmstadt wird zugestimmt . 
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landesamt für 
Denkmalpflege Hessen gemäß § 10 Abs. 3 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) ist für die 
in der Liste benannten Objekte hergestellt.  
 
 
Anlagen: Anlage 1 Nacherfassung des Denkmalbestandes 2026  
Anlage 2 Darmstadt -Eberstadt Uhlandstraße 12  
Anlage 3 Darmstadt -Gewerbegebiet West Hilpertstraße 31  
Anlage 4 Darmstadt -Gewerbegebiet Nord Waldspirale 1, 1a, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8

- 2 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage Nr. 2026/0158 vom 07.05.2026:  
 
Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat gemäß § 4 Abs. 3 und 4 Hessisches 
Denkmalschutzgesetz (HDSchG) die denkmalwerten Bausubstanzen systematisch zu 
erfassen und ein Denkmalbuch zu führen. Das Denkmalbuch ist ein nachrichtliches 
Denkmalverzeichnis, in dem Objekte, die die gesetzlichen Merkmale eines Kulturdenkmals 
erfüllen, gelistet sind. Die Unteren Denkmalschutzbehörden und die Gemeinden führen für 
ihr Gebiet Auszüge aus dem Denkmalbuch. Die Aufnahme in das Denkmalverzeichnis der 
unterschutzgestellten Kulturdenkmäler kann von Amts wegen oder auf Antrag erfolgen. 
Antragsberechtigt sind der Eigentümer des Kulturdenkmals, die Gemeinde, in der das 
Denkmal gelegen ist sowie der Denkmalbeirat nach § 3 Abs. 3 HDSchG. Vor Aufnahme in das 
Denkmalbuch ist gemäß § 10 Abs. 3 HDSchG das Benehmen mit der Gemeinde herzustellen.  
 
Seit 1994 liegt mit der Denkmaltopographie der Stadt Darmstadt eine umfassende 
Dokumentation des Denkmalbestandes in Darmstadt vor. Dabei handelt es sich einen 
Bestand, der sich durch neue Erkenntnisse und die geänderte Bewertung abgeschlossener 
Bauepochen dynamisch wandelt. Nach rund 25 Jahren wurde dieser Bestand daher einer 
Revision unterzogen, sowie auf der Grundlage von Recherchen und Begehungen um 
systematisch erfasste Baudenkmäler ergänzt.  
 
Die auf der aktualisierten hier beigefügten Liste aufgeführte n Objekte wurden auf ihren 
Denkmalwert hin überprüft. Die Überprüfung hat ergeben, dass sie die Kriterien eines 
Kulturdenkmals gem. § 2 Abs. 1 bzw. 3 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes (HDSchG) 
erfüllen. Ihre Eintragung in das Denkmalverzeichnis des Land es Hessen ist daher 
vorzunehmen. 
 
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem 
Landesamt für Denkmalpflege Hessen gemäß § 10 Abs. 3 Hessisches Denkmalschutzgesetz 
(HDSchG) ist für die in der Liste benannten Objekte hergestel lt. Die Beteiligung der Stadt 
dient der Abstimmung der erfassten Kulturdenkmäler, um abschließend beurteilen zu 
können, ob ggf. noch Korrekturen vorzunehmen sind.  
 
Nachrichtlich sei hier angemerkt, dass die Eintragung der drei Objekte den jeweiligen 
Eigentümerinnen bekannt ist und von diesen begrüßt wird.  
 
 
Dezernat III:  
 
 
 
 
Michael Kolmer  
Stadtrat

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 21.01.2026 09:56
Legende:
Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
 Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
 Baum
In Bearbeitung.
Kreis: Darmstadt, Stadt
Ort: Darmstadt
Ortsteil: Gewerbegebiet West
Straße/HNr.: Hilpertstraße 31
Bezeichnung: Posttechnisches Zentralamt (PTZ)
Flur: 44,43
Flurstück: 1/4, 1/38
Denkmalstatus: Kulturdenkmal gem. § 2 Abs. 1 HDSchG
Denkmalwert: aus geschichtlichen, künstlerischen und
städtebaulichen Gründen
Baugeschichte
Das Posttechnische Zentralamt (PTZ) war eine zentrale
Mittelbehörde der Deutschen Bundespost, gegründet am 14.
März 1949 mit Sitz in Darmstadt. Mit seiner Einrichtung gab es
erstmals in der deutschen Postgeschichte ein zentrales Amt für
das Postwesen. Das PTZ hatte die Aufgabe, den Postdienst
durch die zentrale Auswertung von Erfahrungen,
wissenschaftlicher Erkenntnisse und Statistiken auf bestmögliche
Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit zu bringen. 1989 wurde
es der Generaldirektion der Deutschen Bundespost
POSTDIENST unterstellt und ging 1993 in ihr auf.
Zu Beginn war das PTZ gemeinsam mit dem
Fernmeldetechnischen Zentralamt (FTZ) in der
Garde-Dragoner-Kaserne des ehemaligen Kavallerieregiments 6
der Wehrmacht untergebracht. 1962 erhielt es einen Neubau am
Luisenplatz, der später vom Land Hessen erworben wurde. Das
Raumangebot des Komplexes war allerdings zu klein für das
gesamte Personal, sodass zusätzlich bis zu zwölf weitere Objekte
im Darmstädter Stadtgebiet angemietet wurden.
1966 wurde für ein Neubauvorhaben ein Grundstück in
Neu-Kranichstein erworben, auf dem das Architekturbüro Novotny
und Mähner im Rahmen eines Architekturwettbewerbs 1970 ein
149 m hohes Hochhaus entwarf. Die dafür kalkulierten Kosten
sprengten allerdings den vorgesehenen Kostenrahmen, weshalb
die Planungen eingestellt wurden. Erst nach einer weiteren
Bedarfsprognose 1977 entstand von 1986 bis 1990 ein Neubau
an der Hilpertstraße im Gewerbegebiet West in unmittelbarer
PTZ, Ansicht von Hilpertstraße, 2024 (Foto: R.
Michel, LfDH)

Seite 2 von 5
Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 21.01.2026 09:56
Nachbarschaft zum FTZ mit 196.000 m³ Rauminhalt für die
damals rund 1.600 Mitarbeiter. Das Ensemble aus FTZ und PTZ
war Teil einer großflächigen Quartiersentwicklung im Darmstädter
Westen. Die Baukosten für das PTZ beliefen sich auf etwa 154
Millionen DM, damit war es zu diesem Zeitpunkt nach den
Baukosten das größte Einzelprojekt in der Darmstädter
Baugeschichte.
Der Entwurf geht auf Otto Vogel, Horst Dibelius und Wolfgang
Last (Oberpostdirektion Frankfurt a. Main) in Zusammenarbeit mit
dem Darmstädter Büro Schröder-Planung zurück. Die
Gesamtleitung hatte die Oberpostdirektion in Person von
Karl-Heinz Beckemeier inne.
Nachdem die Deutsche Post das Grundstück in den 2000er
Jahren verkaufte, wurden an drei Stellen zusätzliche
Treppenhäuser in bestehende Gebäudenischen eingebaut, um
eine Aufteilung in mehrere Nutzungsabschnitte zu ermöglichen.
 
Baubeschreibung
Der Baukomplex besteht aus drei U-förmigen fünf- bis
sechsgeschossigen Bürotrakten, die sich um einen zentralen
Erschließungskern gruppieren. Die Gebäudehöhen waren durch
Festlegungen im Bebauungsplan begrenzt, weshalb das enorme
Bauvolumen in die Breite ausgeweitet wurde. In den Innenhöfen
befinden sich mehrere ein- bis zweigeschossige Nebengebäude,
in denen die Kantine, ein großer Sitzungssaal, Werkstätten und
Labors untergebracht sind, sowie ein Pförtnerhäuschen an der
Einfahrt der Hilpertstraße. Im Nordosten des Areals befinden sich
zudem eine dreigeschossige Parkhausanlage mit 560
PKW-Stellplätzen und überdachte Abstellflächen für Fahrräder.
Die Fassaden der Gebäude sind mit hellgrauen Granitplatten
behängt, welche mit den türkisblau abgesetzten Fensterrahmen,
dem ebenso farbig verkleideten Staffelgeschoss sowie dem
bläulich spiegelnden Erschließungsturm kontrastieren. Letzterer
beinhaltet den Haupteingang mit blauer Stahl-Fenster-Fassade
und auskragendem Vordach, das auf pinken Stützen ruht.
Teil der Gestaltung sind die umliegenden Freiflächen
hochstämmigen Bäumen (Ahorn, Kiefern, Robinien) sowie
Rankgerüsten an verschiedenen Gebäudeteilen, primär dem
Parkdeck. In der Zuwegung des Eingangs befinden sich eine
geometrisch gerasterte, diagonale Pflasterung aus Granit- und
Basalt, abgesetzt mit anthrazitfarbenem Betonpflaster, und eine
Brunnenanlage mit Wasserfontänen. Rückwärtig zieht sich diese
auf die Geometrie der Gebäude bezogene Freiraumgestaltung
durch und mündet in einem quadratischen Plätzchen mit Pavillon
am nördlichen Abschluss des Areals. Parallel zum Gebäude
entlang der Hilpertstraße ebenfalls gerasterte Pflasterung mit
zwei begleitenden Baumreihen. Auf dem Gelände befinden sich
PTZ, Fassadenasicht, 2024 (Foto: R. Michel,
LfDH)
PTZ, Rückansicht, 2024 (Foto: R. Michel,
LfDH)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet West - Hilpertstraße 31
In Bearbeitung.

Seite 3 von 5
Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 21.01.2026 09:56
weiße Mastleuchten mit dreieckigen Schirmen.
Die Erschließung erfolgt über eine Eingangshalle mit
Pförtnerloge, die Bodenfliesen nehmen das Streifenmuster der
Zuwegung im Außenbereich auf. Die Fassade des
Erschließungsturms setzt sich ebenfalls im Innern fort, auch hier
sind die blauen Stahlfenster sichtbar und weitere blau lackierte
Stahlkonstruktionen lockern das Foyer auf. Großteile des
Komplexes sind Büroflächen mit schlichten weißen
Wandanstrichen und Bodenbelägen. Vereinzelte Akzente bilden
Säulen mit Schattenfugen entlang der Fensterfassaden und
geometrische Pflanzbete auf den Fluren, aus denen Bäume durch
die abgehängte Decke emporwachsen. Räume mit
Sondernutzungen sind in erster Linie ein großer
Versammlungsraum und eine Kantine mit Großküche, beide im
Erdgeschoss. Beide heben sich durch höhere Decken und
Stäbchenparkett ab.
 
Kunst am Bau
Zur künstlerischen Ausgestaltung wurde eine fachkundige Jury
eingesetzt, bestehend aus Vertretern des PTZ, seines
Personalrats, der Oberpostdirektion Frankfurt am Main, des
Bundespostministeriums und des Instituts Mathildenhöhe. Das
Ziel war es, den Dimensionen und der überdurchschnittlich hohen
architektonischen Qualität des Gebäudekomplexes ein würdiges
künstlerisches Pendant zur Seite zu stellen. Daher einigte sich
die Jury darauf, das zur Verfügung stehende Budget nicht auf
einen einzelnen Solitär zu verwenden, sondern insgesamt sechs
Bereiche des Gebäudes mit jeweils einem Kunstwerk zu
akzentuieren. Dabei sollten unterschiedliche Kunstgattungen zum
Zuge kommen. Drei Wettbewerbe, bei denen in erster Linie
Persönlichkeiten der deutschen Kunstszene beteiligt wurden,
sollten verschiedene Strömungen der zeitgenössischen Kunst
abdecken. Für das große Kunstwerk auf dem Vorplatz wurde
aufgrund der Bedeutung und Schwierigkeit der Aufgabe eine
internationale Wettbewerbsbesetzung zusammengestellt.
Der größte und ausfälligste Beitrag zur Kunst am Bau ist eben
jenes Kunstwerk vor dem Haupteingang an der Hilpertstraße: Die
Monumentalplastik „Papyrus“ des italienischen Bildhauers
Arnaldo Pomodoro (1926–2025), die als eines seiner Hauptwerke
bezeichnet werden kann. „Papyrus“ ist ein großes,
raumgreifendes Werk, geformt wie ein Band, das wellenförmig in
Bewegung begriffen ist. Teile scheinen im Boden versunken zu
sein, andere streben dynamisch in die Höhe. Die Grundform des
bis zu neun Meter hohen Kunstwerks ist aus eingefärbtem
Stahlbeton gegossen, der wiederum mit in Bronze gegossenen
Strukturelementen bestückt ist, die eine Relief-artige Oberfläche
ausbilden. Die Plastik versinnbildlicht die Schriftrolle als
ursprüngliches Kommunikationsmedium – dadurch wird der
thematische Bezug zum PTZ augenscheinlich. Die Qualität ergibt
PTZ, Parkdeck, 2024 (Foto: R. Michel, LfDH)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet West - Hilpertstraße 31
In Bearbeitung.

Seite 4 von 5
Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 21.01.2026 09:56
sich zum einen aus dem künstlerischen Entwurf, zum anderen
aus der ingenieurstechnischen Leistung.
Weitere Kunstwerke stammen von den deutschen Künstlern
Günther Uecker (1930–2025), Dieter Teusch (1940–2020) und
Horst Gläsker (geb. 1949). Uecker, weltbekannt für seine
Nagelbilder, setzte sein wiederkehrendes Motiv in ein Wandrelief
um. Er versah eine dreieckige Fläche der Granitfassade neben
dem Haupteingang mit einer dichten Ansammlung bleierner
Rundstäbe, welche die Fassade zu durchdringen scheinen. Es
entsteht der Eindruck, die Fassade würde an dieser Stelle
aufreißen und ein komplexes Spiel aus Licht und Schatten
entsteht. Teusch schuf die Edelstahlskulptur „Venus“ für den
Innenhof des östlichen Gebäudetrakts. Auf einem gestuften
Sockel steht ein gezacktes Objekt, auf dem ein gigantisches
Auge ruht. Im Sinne der Postmoderne abstrahiert und verfremdet
Teusch das vermeintliche weibliche Idealbild der Venus mit Witz
und Ironie. Gläsker zeichnete gleich für mehrere Elemente der
Kunst am Bau verantwortlich. Besonders prominent ist die 27 x 5
m große Wandgestaltung „Sphären“ im Veranstaltungssaal mit
Acrylfarben in Spachtelputztechnik. Dabei wird Gläskers Vorliebe
für die Fantasie- und Mythenwelt in Kombination mit Heiterkeit
und astrologischer Symbolik deutlich, die sich in der Verwendung
knallig bunter Farben ausdrückt. In unregelmäßigen Abständen
sind venezianische Goldmosaikkacheln im Putz appliziert. In der
Kantine gestaltete Gläsker außerdem vier dicke Pfeiler, die
technische Einrichtung verbergen, indem er auch sie mit buntem
Spachtelputz und zarter Ritztechnik bearbeitete. Das „Tor der vier
Urelemente“ versinnbildlicht Feuer, Erde, Wasser und Luft.
 
Denkmalwert
Als erstes zentrales bundesweites Amt seiner Art ist das PTZ mit
seinem Neubau in der Hilpertstraße in Darmstadt ein wichtiger
Teil der Post- und damit der BRD-Geschichte. Mit seiner
Dimension und seinem künstlerischen Anspruch bezeugt das
Selbstverständnis der Bundespost auch noch im ausgehenden
20. Jahrhundert. Somit kommt ihm aus bundesdeutscher Sicht
eine zeitgeschichtliche Bedeutung zu.
Das aufwendige Wettbewerbsverfahren, die gezielte Verteilung
der Kunstwerke auf mehrere Standorte in und um das Gebäude
sowie die Beauftragung weltweit renommierter Künstler wie
Arnaldo Pomodoro und Günther Uecker ergaben eine qualitativ
hochwertige künstlerische Gestaltung des Areals und bezeugen
den hohen Stellenwert, welcher der Kunst am Bau bei diesem
Projekt zugesprochen wurde. Gepaart ist dies mit einer hohen
Qualität sowohl des Entwurfs als auch der Bauausführung.
Daraus ergibt sich ein gesteigerter baukünstlerischer Wert.
Das PTZ verortet sich als Großfigur im Stadtraum, die eigene
Innen- und Außenbereiche ausbildet. Dies stützt den
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet West - Hilpertstraße 31
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 21.01.2026 09:56
städtebaulichen Wert des Baus.
 
Literatur
40 Jahre FTZ und PTZ in Darmstadt, in: Archiv für deutsche
Postgeschichte, hg. von: Gesellschaft für deutsche
Postgeschichte e. V., Heft 1/1989.
Kunst für ein neues Haus, hg. vom Posttechnischen Zentralamt
(1990).
Postbauten, hg. vom Bundesministerium für das Post- und
Fernmeldewesen (Stuttgart/Zürich 1989).
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Gewerbegebiet West - Hilpertstraße 31
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
Legende:
Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach § 2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
 Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
 Baum
In Bearbeitung.
Kreis: Darmstadt, Stadt
Ort: Darmstadt
Ortsteil: Eberstadt
Straße/HNr.: Uhlandstraße 12
Bezeichnung: Software AG
Flur: 2
Flurstück: 983/1, 1075/6, 960/2, 1080/3,
1075/7, 982/1
Denkmalstatus: Kulturdenkmal gem. § 2 Abs. 1 HDSchG
Denkmalwert: aus geschichtlichen, künstlerischen und
städtebaulichen Gründen
Geschichte 
Die Software AG wurde 1969, federführend von Peter Kreis,
gegründet. Zu den Gründern gehörte auch der Mathematiker
Peter Schnell, der später langjähriger Vorstandsvorsitzender
wurde.
Insbesondere ab Anfang der 1980er Jahre verzeichnete das
Unternehmen eine starke Wachstumsphase, was zu den
Neubauplanungen eines großen Firmenareals führte. Dieses
entstand 1982 bzw. 1986–88 in zwei Bauphasen nach Plänen des
Architekten Klaus Bollmann am Rande der Darmstädter Vorortes
Eberstadt für rund 500 Mitarbeiter.
1989 folgte der Bau eines Gewächshauses am südöstlichen Ende
des Areals, ebenfalls nach Plänen Klaus Bollmanns, welches als
unternehmenseigene Gärtnerei fungiert.
 
Baubeschreibung
Der Komplex setzt sich aus acht, ineinander verschränkten
sechseckigen Baukörpern zusammen. Die fünf nördlichen (aus
der zweiten Bauphase) und zwei südlichen Bauten (aus der
ersten Bauphase) sind in ihrer Größe nahezu identisch. Hinzu
kommt ein kleineres Hexagon, in dem ein Besprechungsraum
untergebracht ist.
Software AG, Außenbereich, 2025 (Foto: R.
Michel, LfDH)

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
Beachtlich ist die Einbindung in die umgebende Landschaft. Zum
einen besteht eine Ausrichtung des Areals zur südlich gelegenen
Modau-Aue, zum anderen bilden sich zwischen den Baukörpern
und in ihren Zentren bepflanzte und aufwendig gestaltete
Grünoasen aus – zum Teil mit künstlich angelegten Teichen.
Die Baukörper selbst sind Holzbauten; lediglich die Stirnseiten an
den Öffnungen der Hexagone sind massiv und mit einer roten
Sandsteinoberfläche ausgeführt. Hinzu kommen sechseckige
Treppentürme. Die Dächer sind geneigt, mit Kupfer-Stehfalz
gedeckt und besitzen Gauben und Loggien.
Der Traufbereich des Gebäudes besteht aus rotem Betonpflaster
mit Anlauf zum Gebäude hin. Dadurch entsteht der Eindruck, das
Gebäude wüchse aus seiner Umgebung aus dem Boden hervor.
Weitere Flächen sind in Natursteinmaterialien, teilweise in
zeittypischer Weise mit Betonpflaster gemischt angelegt.
Eine organisch geformte Teichanlage ist mit großformatigen
Findlingen und kleineren Wasserkaskaden gestaltet. Die
umgebende Bepflanzung mutet mit Kiefern und Gräsern, sowie
weiteren, teilweise buntlaubigen Kleinsträuchern asiatisch an. Die
Beleuchtung wird durch Vierer-Kugelleuchten sowie schlichtere
Pollerleuchten gewährleistet.
Im Innern befinden sich neben dem Foyer, mehreren
Besprechungsräumen und einer Kantine in erster Linie Büro- und
Lagerräume. Im Untergeschoss sind ein Rechenzentrum sowie
zwei Tiefgaragen untergebracht.
Das Gewächshaus verfügt über zwei versetzte gläserne
Pultdächer, ergänzt durch einen als Grasdach ausgeführten
Gebäudeteil.
 
Anthroposophischer Gestaltungsansatz
Peter Schnell war ein Anhänger der Lehren Rudolf Steiners zur
sogenannten Anthroposophie, einer spirituellen und esoterischen
Weltanschauung.
Dies spiegelt sich in der organischen Gestaltung der Software AG
wider: Es wurde auf eine enge Verzahnung von Architektur und
Natur geachtet, was sich in den aufwendig gestalteten
Außenbereichen niederschlägt, die durch große Glasflächen aus
allen Gebäudeteilen sichtbar sind. Zudem wurden beim Bau
verstärkt natürliche Materialien verwendet.
Die wiederkehrende Verwendung des Hexagons begründet sich
in Steiners Theorie der Vermeidung von rechten Winkeln, welche
seiner Ansicht nach das konzentrierte Arbeiten störten. Steiner
sah in rechten Winkeln die Verkörperung des Mechanischen und
damit des Unlebendigen – eine starre Geisteshaltung, die dem
Software AG, Außenbereich mit Teich, 2025
(Foto: R. Michel, LfDH)
Software AG, Kantine, 2025 (Foto: R. Michel,
LfDH)
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Eberstadt - Uhlandstraße 12
In Bearbeitung.

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 16.01.2026 14:19
Natürlichen wiederspricht.
 
Denkmalwert
Die Software AG ist ein herausragender Vertreter der modernen
Unternehmensarchitektur der 1980er Jahre. Die
Unternehmenszentrale distanziert sich von funktionalen
Bürobauten der 1970er Jahre mit Großraumbüros und setzt
seinen Fokus auf kleinteilige Arbeitswelten mit Blick ins Grüne –
innovative Bauprinzipien, die sich bis heute hochmoderne
Technikkonzerne zu eigen machen.
Stilistisch vereint die Software AG Einflüsse aus verschiedenen
prägenden Architekturströmungen des 20. Jahrhunderts wie die
Bauten Frank Lloyd Wrights, des niederländischen
Strukturalismus und nicht zuletzt der weit verbreiteten
Ökologie-Bewegung der 1970er und 1980er Jahre.
Bemerkenswert ist die konsequente Umsetzung der
anthroposophischen Lebensweise in eine
Unternehmensarchitektur. Die Lehren Rudolf Steiners sind noch
heute an den Bauten ablesbar. Dabei bilden die wiederkehrende
Verwendung des Hexagons und die Gestaltung der Grünflächen
den Kern ihres künstlerischen Wertes. Der hohe Stellenwert der
Freiraumgestaltung äußert sich in dem Gewächshaus, das
bewusst mit auf dem Gelände errichtet wurde.
Auffallend ist außerdem die Verwendung hochwertiger
Materialien, die zur gesteigerten Qualität der Bauten beitragen.
Darmstadt, Stadt - Darmstadt - Eberstadt - Uhlandstraße 12
In Bearbeitung.

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.05.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0158 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
187 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 Ziffer 
3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG)  
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch  
 
Vorlage vom: 07.05.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Liste der nacherfassten Denkmäler in Darmstadt wird zugestimmt . 
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landesamt für 
Denkmalpflege Hessen gemäß § 10 Abs. 3 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) ist für die 
in der Liste benannten Objekte hergestellt.

- 3 - 
 
Anlagen: Anlage 1 Nacherfassung des Denkmalbestandes 2026  
Anlage 2 Darmstadt -Eberstadt Uhlandstraße 12  
Anlage 3 Darmstadt -Gewerbegebiet West Hilpertstraße 31  
Anlage 4 Darmstadt-Gewerbegebiet Nord Waldspirale 1, 1a, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 27.05.2026 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

Begründung zur Magistratsvorlage Nr. 2026/0158 vom 07.05.2026:  
 
Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat gemäß § 4 Abs. 3 und 4 Hessisches 
Denkmalschutzgesetz (HDSchG) die denkmalwerten Bausubstanzen systematisch zu 
erfassen und ein Denkmalbuch zu führen. Das Denkmalbuch ist ein nachrichtliches 
Denkmalverzeichnis, in dem Objekte, die die gesetzlichen Merkmale eines Kulturdenkmals 
erfüllen, gelistet sind. Die Unteren Denkmalschutzbehörden und die Gemeinden führen für 
ihr Gebiet Auszüge aus dem Denkmalbuch. Die Aufnahme in das Denkmalverzeichnis der 
unterschutzgestellten Kulturdenkmäler kann von Amts wegen oder auf Antrag erfolgen. 
Antragsberech tigt sind der Eigentümer des Kulturdenkmals, die Gemeinde, in der das 
Denkmal gelegen ist sowie der Denkmalbeirat nach § 3 Abs. 3 HDSchG. Vor Aufnahme in das 
Denkmalbuch ist gemäß § 10 Abs. 3 HDSchG das Benehmen mit der Gemeinde herzustellen.  
 
Seit 1994 liegt mit der Denkmaltopographie der Stadt Darmstadt eine umfassende 
Dokumentation des Denkmalbestandes in Darmstadt vor. Dabei handelt es sich einen 
Bestand, der sich durch neue Erkenntnisse und die geänderte Bewertung abgeschlossener 
Bauepochen dynamisch w andelt. Nach rund 25 Jahren wurde dieser Bestand daher einer 
Revision unterzogen, sowie auf der Grundlage von Recherchen und Begehungen um 
systematisch erfasste Baudenkmäler ergänzt.  
 
Die auf der aktualisierten hier beigefügten Liste aufgeführten Objekte w urden auf ihren 
Denkmalwert hin überprüft. Die Überprüfung hat ergeben, dass sie die Kriterien eines 
Kulturdenkmals gem. § 2 Abs. 1 bzw. 3 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes (HDSchG) 
erfüllen. Ihre Eintragung in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen i st daher 
vorzunehmen. 
 
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem 
Landesamt für Denkmalpflege Hessen gemäß § 10 Abs. 3 Hessisches Denkmalschutzgesetz 
(HDSchG) ist für die in der Liste benannten Objekte hergestellt. Die Beteiligung der Stadt 
dient der Abstimmung der erfassten Kulturdenkmäler, um abschließend beurteilen zu 
können, ob ggf. noch Korrekturen vorzunehmen sind.  
 
Nachrichtlich sei hier angemerkt, dass die Eintragung der drei Objekte den jeweilig en 
Eigentümerinnen bekannt ist und von diesen begrüßt wird.  
 
 
Dezernat III:  
 
 
 
 
Michael Kolmer  
Stadtrat

Beratungsverlauf (4)

TOP 187
TOP 34
TOP 12
TOP 11

Orte (4)

  • Uhlandstraße 12
  • Hilpertstraße 31
  • Luisenplatz
  • Waldspirale 1

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2026/0158
Typ
Magistratsvorlage
Datum
07.05.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00