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2019/0327

Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie

Magistratsvorlage 21.10.2019

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523 Zeichen

Punkt 20: Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie 
 (V-Nr. 2019/0327) 
 
Die SPD-Fraktion beantragt getrennte Abstimmung der beiden Punkte des 
Beschlussvorschlags. 
 
Punkt 1 des Beschlussvorschlages wird zugestimmt. 
 
Gegenstimmen: UWIGA und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)  
Stimmenthaltung: AfD  
 
Punkt 2 des Beschlussvorschlages wird zugestimmt. 
 
Gegenstimmen: SPD, AfD, UWIGA, 2 Stimmen aus FDP und  
Stadtv. Sigmund (fraktionslos)  
Stimmenthaltung: 1 Stimme aus Die Linke. und 1 Stimme aus FDP

2019/0327

5227 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
04.11.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0327 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 554010 
Kostenstelle: 056-010-1000 Investitionsnummer: 0357010 
Kostenträger: 5540-11 Sachkonto: 18056-8100 
 
Betreff: Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie  
 
Vorlage vom: 21.10.2019 
 
1. Die Errichtung des Zentrums für Stadtnatur durch den Bund für Umwelt- und Naturschutz 
(BUND), Landesverband Hessen e.V. Kreisverband Darmstadt, wird mit einem einmaligen 
Investitionskostenzuschuss in Höhe von 70.000 Euro gefördert.  
2. Für das zu bebauende Grundstück  (600 m²) wird ein Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 66 
Jahren vergeben. Der jährliche Erbbauzins beträgt 2.100 Euro. 
 
 
Anlagen: 201909_Zentrum-fuer-Stadtnatur_Darmstadt-Finanzierung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.10.2019: 
 
In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 13. September 2012 wurde der 
Beschluss gefasst (Vorlage-Nr. 2012/0219), die Stadtgärtnerei zum 1. Januar 2015 zu 
schließen. Am 23. Juli 2014 fand eine Bürgerinformationsveranstaltung in der Bessunger 
Knabenschule statt mit dem Ziel, das von der Stadtverwaltung erarbeitete „Strukturkonzept“ 
als Grundlage für die Diskussion mit der Bürgerschaft zu präsentieren. Über das Ergebnis der 
Bürgerbeteiligungsveranstaltung wurde in der Magistratsvorlage Nr. 2014/0406 vom 
31.10.2014 berichtet. 
 
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.09.2018 wurde die weitere Nutzung 
des Areals dargestellt. Darin wird ausgeführt:  
 
„Der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz, Kreisverband Darmstadt) bekundet nach wie 
vor ein hohes Interesse an dem ehemaligen Stadtgärtnereigelände für die Errichtung eines 
“Umweltbildungs-Zentrums für Stadtnatur“ in Trägerschaft einer gemeinnützigen GmbH. Ein 
überarbeitetes detailliertes Konzept dazu liegt vor, das auch ein Engagement der Stadt (hier: 
Umweltamt) vorsieht, um die Umsetzung von Aspekten des 25-Schritte-Programmes zur 
Förderung der Biologischen Vielfalt zu gewährleisten.  
Aufgrund einer avisierten Spende für den Bau dieses Zentrums sowie ggf. weiterer 
Fördermöglichkeiten ist es erforderlich, noch in diesem Jahr das dafür erforderliche Baurecht 
zu schaffen.“ 
 
Die Umsetzung des Beschlusses zur Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur wurde von der 
Vorlage eines Finanzierungskonzeptes des Trägers abhängig gemacht. Diese liegt nun vor und 
ist als Anlage dieser Vorlage beigefügt. 
 
Die Frage der Trägerschaft wurde geklärt (Gründung einer gGmbH). Über den geplanten Beirat 
(vgl. Seite 37, Anlage 1) wird sichergestellt, dass sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt in das 
Projekt steuernd und inhaltlich einbringen kann. Dies wird u.a. in einer noch zu fertigenden 
Satzung präzisiert. 
 
Das Grundstück zur Errichtung des Stadtnaturzentrums (600 m²) wird dem BUND über ein 
Erbbaurecht über 66 Jahre überlassen. Der jährliche Erbbauzins beträgt 2.100 Euro. Gemäß 
der Bewertung des Vermessungsamtes vom 11.07.2018 wird hierbei von einem Richtwert vom 
650 Euro je m² und daraus folgend einem Verkehrswert von 175 Euro je m² ausgegangen, der 
mit 2% verzinst wird. 
 
Das Zentrum für Stadtnatur bietet aber auch der Verwaltung die Möglichkeit, im Rahmen von 
Öffentlichkeitsarbeit mehr Aspekte zum Umwelt- sowie Artenschutz sichtbar zu machen. 
Hierunter fallen z.B. Projekte des Umweltamtes wie zum Beispiel das Projekt Citizen Science 
und digitale Umweltbildung. Das Projekt „Stadtnatur entdecken“ trägt zur Stärkung der 
Aufmerksamkeit für Natur in der Stadt bei und vermittelt Umweltbildung digital. Mit einem 
ausgesuchten Angebot mit Schwerpunkt digitale Umweltbildung sollen Jugendliche und 
Erwachsene angesprochen werden, die Darmstädter Natur zu erkunden.  
 
Auch ehrenamtliches Engagement wird über das Zentrum für Stadtnatur gestärkt, 
insbesondere soll dabei das Engagement zur Förderung der Biologischen Vielfalt und 
Stadtnatur gestärkt und vermittelt werden. 
 
Um den Bau zu unterstützen und die tatsächliche Entstehung des Zentrums abzusichern,  ist 
ein Investitionskostenzuschuss ein wichtiger Baustein. Von den insgesamt 543.170 Euro, die 
zur Umsetzung des Vorhabens geplant sind, sollen durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
einmalig 70.000 Euro Co-finanziert werden.

- 4 - 
 
Die erforderlichen Mittel stehen im Haushalt des Umweltamtes unter Produkt-Nr. 554010, 
Kostenstelle: 056-010-1000, Investitionsnummer 18056-8100 zur Verfügung.  
 
Darmstadt, den 21.10.2019 
     
 
Dezernat  I Dezernat IV 
 
 
Jochen Partsch André Schellenberg 
 Oberbürgermeister  Stadtkämmerer 
 
 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

anlage 5

5305 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
04.11.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
IV 20 
V 56 67 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0327 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
437 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 554010 
Kostenstelle: 056-010-1000 Investitionsnummer: 0357010 
Kostenträger: 5540-11 Sachkonto: 18056-8100 
 
Betreff: Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie  
 
Vorlage vom: 21.10.2019 
 
1. Die Errichtung des Zentrums für Stadtnatur durch den Bund für Umwelt- und Naturschutz 
(BUND), Landesverband Hessen e.V. Kreisverband Darmstadt, wird mit einem einmaligen 
Investitionskostenzuschuss in Höhe von 70.000 Euro gefördert.  
2. Für das zu bebauende Grundstück  (600 m²) wird ein Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 66 
Jahren vergeben. Der jährliche Erbbauzins beträgt 2.100 Euro. 
 
 
 
Anlagen: 201909_Zentrum-fuer-Stadtnatur_Darmstadt-Finanzierung

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 06.11.2019  
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.10.2019: 
 
In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 13. September 2012 wurde der 
Beschluss gefasst (Vorlage-Nr. 2012/0219), die Stadtgärtnerei zum 1. Januar 2015 zu 
schließen. Am 23. Juli 2014 fand eine Bürgerinformationsveranstaltung in der Bessunger 
Knabenschule statt mit dem Ziel, das von der Stadtverwaltung erarbeitete „Strukturkonzept“ 
als Grundlage für die Diskussion mit der Bürgerschaft zu präsentieren. Über das Ergebnis der 
Bürgerbeteiligungsveranstaltung wurde in der Magistratsvorlage Nr. 2014/0406 vom 
31.10.2014 berichtet. 
 
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.09.2018 wurde die weitere Nutzung 
des Areals dargestellt. Darin wird ausgeführt:  
 
„Der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz, Kreisverband Darmstadt) bekundet nach wie 
vor ein hohes Interesse an dem ehemaligen Stadtgärtnereigelände für die Errichtung eines 
“Umweltbildungs-Zentrums für Stadtnatur“ in Trägerschaft einer gemeinnützigen GmbH. Ein 
überarbeitetes detailliertes Konzept dazu liegt vor, das auch ein Engagement der Stadt (hier: 
Umweltamt) vorsieht, um die Umsetzung von Aspekten des 25-Schritte-Programmes zur 
Förderung der Biologischen Vielfalt zu gewährleisten.  
Aufgrund einer avisierten Spende für den Bau dieses Zentrums sowie ggf. weiterer 
Fördermöglichkeiten ist es erforderlich, noch in diesem Jahr das dafür erforderliche Baurecht 
zu schaffen.“ 
 
Die Umsetzung des Beschlusses zur Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur wurde von der 
Vorlage eines Finanzierungskonzeptes des Trägers abhängig gemacht. Diese liegt nun vor und 
ist als Anlage dieser Vorlage beigefügt. 
 
Die Frage der Trägerschaft wurde geklärt (Gründung einer gGmbH). Über den geplanten Beirat 
(vgl. Seite 37, Anlage 1) wird sichergestellt, dass sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt in das 
Projekt steuernd und inhaltlich einbringen kann. Dies wird u.a. in einer noch zu fertigenden 
Satzung präzisiert. 
 
Das Grundstück zur Errichtung des Stadtnaturzentrums (600 m²) wird dem BUND über ein 
Erbbaurecht über 66 Jahre überlassen. Der jährliche Erbbauzins beträgt 2.100 Euro. Gemäß 
der Bewertung des Vermessungsamtes vom 11.07.2018 wird hierbei von einem Richtwert vom 
650 Euro je m² und daraus folgend einem Verkehrswert von 175 Euro je m² ausgegangen, der 
mit 2% verzinst wird. 
 
Das Zentrum für Stadtnatur bietet aber auch der Verwaltung die Möglichkeit, im Rahmen von 
Öffentlichkeitsarbeit mehr Aspekte zum Umwelt- sowie Artenschutz sichtbar zu machen. 
Hierunter fallen z.B. Projekte des Umweltamtes wie zum Beispiel das Projekt Citizen Science 
und digitale Umweltbildung. Das Projekt „Stadtnatur entdecken“ trägt zur Stärkung der 
Aufmerksamkeit für Natur in der Stadt bei und vermittelt Umweltbildung digital. Mit einem 
ausgesuchten Angebot mit Schwerpunkt digitale Umweltbildung sollen Jugendliche und 
Erwachsene angesprochen werden, die Darmstädter Natur zu erkunden.  
 
Auch ehrenamtliches Engagement wird über das Zentrum für Stadtnatur gestärkt, 
insbesondere soll dabei das Engagement zur Förderung der Biologischen Vielfalt und 
Stadtnatur gestärkt und vermittelt werden. 
 
Um den Bau zu unterstützen und die tatsächliche Entstehung des Zentrums abzusichern,  ist 
ein Investitionskostenzuschuss ein wichtiger Baustein. Von den insgesamt 543.170 Euro, die 
zur Umsetzung des Vorhabens geplant sind, sollen durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
einmalig 70.000 Euro Co-finanziert werden.

Die erforderlichen Mittel stehen im Haushalt des Umweltamtes unter Produkt-Nr. 554010, 
Kostenstelle: 056-010-1000, Investitionsnummer 18056-8100 zur Verfügung.  
 
Darmstadt, den 21.10.2019 
     
 
Dezernat  I Dezernat IV 
 
 
Jochen Partsch André Schellenberg 
 Oberbürgermeister  Stadtkämmerer 
 
 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

anlage 3

205 Zeichen

Punkt 12: Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie 
 (V-Nr. 2019/0327) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Gegenstimme: Fraktion UWIGA

anlage 1

98207 Zeichen

Zentrum für Stadtnatur
 
Natur näherbringen –
 
 
Biodiversität erhalten
 
 
und Klima schützen
 
BUND Kreisverband Darmstadt
 
September 2019
 
 
 
KURZFASSUNG
 
Das
Gelände
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
in
der
Orangerie
im
Herzen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
des
Darmstädter
Stadtteils
Bessungen
soll
nach
der
aktuellen
 
 
 
 
 
 
 
 
Koalitionsvereinbarung,
den
Beschlüssen
des
Magistrats
vom
27.
August
 
 
 
 
 
 
 
 
2018
und
der
Stadtverordnetenversammlung
vom
27.
September
2018
 
 
 
 
 
 
 
 
zu
einem
Ort
der
Inklusion
und
Ökologie
umgewandelt
werden.
Dies
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beinhaltet
u.a.
ein
Café
als
Inklusionsbetrieb
und
das
​
Zentrum
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
für
die
Umweltbildung
von
Kindern,
Jugendlichen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Erwachsenen sowie einen Pflegestützpunkt für das Grünflächenamt.
 
 
 
Die
drei
Flächen
für
das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
–
einem
Passivhaus
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
umgebendem
Freibereich,
ein
Garten
der
Vielfalt
für
Bürger*innen
sowie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulgärten
sollen
die
bisherige
stadteigene,
intensive
gärtnerische
 
 
 
 
 
 
 
Nutzung
teilweise
ablösen
und
durch
eine
bürgerschaftliche,
vom
 
 
 
 
 
 
 
 
Nachhaltigkeitsgedanken
geprägte
Nutzung
ersetzen.
Insbesondere
die
 
 
 
 
 
 
Umweltbildung
zur
Steigerung
der
biologischen
Vielfalt
und
Vitalität
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
natürlichen
Lebensgrundlagen
im
Herzen
der
Stadt
steht
dabei
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vordergrund.
Als
sozialer
und
ökologischer
Treffpunkt
soll
dort
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
lebendiges Zentrum für Natur in der Stadt entstehen.

Visionspitch 
​
Zentrum für Stadtnatur
 
Seit
gut
300
Jahren
ist
Darmstadts
Orangerie
ein
Zentrum
für
Naturerlebnisse.
Das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
moderne
Leben
in
der
Stadt
schafft
immer
mehr
Distanz
zur
Umwelt.
Wir
wollen
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürger*innen
die
Natur
wieder
näherbringen,
und
zwar
allen:
von
jung
bis
alt.
Statt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
exotischer
Orangen
machen
wir
jene
Biotope
erlebbar,
die
entscheidend
für
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erhalt
der
Biodiversität
in
unserer
Region
sind.
Unsere
Gäste
erleben
und
gestalten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
selbst.
Dadurch
fühlen
sie
sich
verbundener
mit
ihr
–
denn
Verbundenheit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
braucht
Nähe.
Sie
können
durchatmen
und
entspannen.
Inmitten
der
beschleunigten,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
digitalisierten
Welt
ermuntern
wir,
mit
praktischen
Beispielen,
zum
Aufbau
vieler
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kleiner, ökologischer Oasen für die Artenvielfalt und das Leben in Darmstadt.
 
 
Gleichzeitig
wurde
die
Orangerie
von
der
exklusiven,
herrschaftlichen
zu
einer
für
alle
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zugänglichen
Parkanlage.
So
lässt
sich
die
positive
Wirkung
von
Stadtgrün
in
Zeiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
des
Klimawandels
in
den
Sommermonaten
erleben.
Wir
bringen
Stadtgrün
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimathemen
vor
allem
im
Bezug
auf
Lebensstile,
Wohnen
sowie
Konsum
näher
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
begleiten dies fachlich.
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
1. BUND in Darmstadt
4
 
2. Zentrum für Stadtnatur in Darmstadts Orangerie
4
 
2.1 Rahmenbedingungen
5
 
2.1.1 Das Gelände
5
 
2.1.2 Bedeutung von Stadtnatur für Biodiversität
9
 
2.1.3 Bedeutung des Klimaschutzes
13
 
2.2 Unsere Zielgruppen
14
 
2.3 Unsere Ziele
15
 
2.3.1 Umwelt- und Naturschutzziele verwirklichen
15
 
2.3.2 Engagement und Verbandsentwicklung fördern
16
 
2.3.3 Einen Ort der Vernetzung und Inklusion schaffen
17
 
2.3.4 Stadtnatur näherbringen, für nachhaltige Entwicklung bilden
17
 
2.4 Was ist das Innovative an diesem Vorhaben?
18
 
2

2.5 Erfolgskriterien und Messung der Erfolge
19
 
2.6 Die drei Teile des Zentrums für Stadtnatur
23
 
2.6.1 Das Gebäude im Nordteil der Orangerie
24
 
2.6.1.1 Nutzungen des Gebäudes
26
 
2.6.1.2 Raumprogramm Gebäude
28
 
2.6.1.3 Weitere Baubeschreibung
29
 
2.6.2 Freiflächen im Nordteil der Orangerie
30
 
2.6.2.1 Geschützter Freibereich ums Gebäude
30
 
2.6.2.2 Gärten der Vielfalt – Stadtnatur für alle
31
 
2.6.3 Freifläche im Südteil der Orangerie – Schulgärten
33
 
3. Organisationsstruktur
37
 
4. Finanzkonzept – Kosten- und Finanzierungsplan
38
 
4.1 Gemeinnützige GmbH gründen
39
 
4.2 Gebäude samt Freibereich bauen
40
 
4.3 Finanz- und haushaltswirtschaftliche Auswirkungen
42
 
5. Zeitplanung
42
 
Ansprechpartner*innen
44
 
 
 
 
3

1. BUND in Darmstadt
 
 
Der
BUND
Kreisverband
Darmstadt
hat
rund
2.500
Mitglieder
und
Fördernde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besonders
aktiv
ist
der
BUND
in
Darmstadt
im
Bereich
Stadtnatur.
Er
betreut
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amphibienleitzäune
und
Tümpel.
Er
hilft,
neue
Lebensräume
unter
anderem
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bedrohte
Amphibien,
Reptilien
und
Schmetterlinge
zu
schaffen
und
fördert
dabei
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Biodiversität
auch
durch
die
standortgerechte
Wahl
heimischer
Pflanzen.
In
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperation
mit
anderen
Vereinen
pflegt
der
BUND
Darmstadt
Streuobstwiesen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wildobstinseln.
Der
gemeinnützige
Verein
berät
bei
Problemen
mit
Wespen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hornissen
und
siedelt
deren
Nester
um,
wenn
es
nicht
anders
geht.
Es
werden
Tipps
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
für
den
Umgang
mit
Igeln
gegeben
sowie
Nisthilfen
für
Wildbienen
und
Vögel
gebaut.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der
BUND
betreibt
einen
Geschirrverleih,
um
einen
Beitrag
zur
Abfallvermeidung
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
leisten.
 
Durch
das
ganze
Jahr
begleitet
das
Umweltbildungsprogramm:
Für
Erwachsene
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Familien
gibt
es
Exkursionen
und
Vorträge.
So
bieten
wir
jährlich
30
bis
40
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Veranstaltungen
in
Kooperation
mit
der
Volkshochschule
Darmstadt
an.
Kinder
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vierten
bis
sechsten
Klasse
können
beim
Umweltdiplom
aus
zehn
Angeboten
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
insgesamt 40 Terminen wählen.
 
Gruppentreffen
und
viele
der
Veranstaltungen
finden
in
Räumen
von
Mitgliedern
oder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kulturinitiativen
statt.
Für
ein
dauerhaftes
Engagement
braucht
es
eine
bessere
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
räumliche Basis und einen festen Anlaufpunkt.
 
2. 
​
Zentrum für Stadtnatur
​
 in
 
Darmstadts Orangerie
 
Mit
dem
aktuellen
Koalitionsvertrag
zwischen
Bündnis
90/DIE
GRÜNEN
Darmstadt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
der
CDU
Darmstadt
für
die
Legislaturperiode
2016
bis
2021
wurde
beschlossen,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
das
Gelände
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
zu
einem
Ort
der
Inklusion
und
Ökologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
umzuwandeln.
 
Der
BUND
wird
alleiniger
Gesellschafter
eines
zu
gründenden
Trägers,
der
zur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kinder-,
Jugend-
und
Erwachsenen-Umweltbildung
ein
​
Zentrum
für
Stadtnatur
 
 
 
 
 
 
 
 
errichtet.
 
Mit
der
Schaffung
des
Zentrums
für
Stadtnatur
arbeitet
der
BUND
Darmstadt
an
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
wichtigsten
Zielen
des
Umwelt-
und
Naturschutzverbandes
direkt
und
vor
Ort.
Das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4

Zentrumfür
Stadtnatur
soll
ein
Ort
zum
Naturerleben,für
Begegnung,
zum
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Austausch,
zum
Lernen,
zumMitgärtnern
und
zurFörderung
der
biologischen
Vielfalt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden.
Wir
wollen
die
emotionale
Bindung
an
die
Naturstärken
und
Wissen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vermitteln. Das zu erschaffende 
​Zentrum für Stadtnatur 
 besteht aus drei Teilen:
 
1. einem Gebäude als Basis und Treffpunkt mit umliegender Freifläche.
 
 
2. Gärten
der
VielfaltfürBürger*innen,
die
zum
Mitmachen
und
Natur
erleben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einladen.
So
zeigen
wir
auch,
dass
auf
dem
heimischen
Fensterbrett,
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Balkon,
der
Terrasse,
demGründach
und
dem
eigenen
Gartenvielfältige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Biotope geschaffen werden können.
 
 
3. Schulgärten,
die
wir
in
Kooperation
mit
den
umliegenden
Schulen
entwickeln
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und betreiben wollen.
 
2.1 Rahmenbedingungen
 
Der
rasante
Klimawandel
und
der
Rückgang
der
Biodiversität
sind
zwei
zentrale
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Menschheitsherausforderungen.
Der
Natur
in
unseren
Städten
kommen
dabei
 
 
 
 
 
 
 
 
verschiedene
Funktionen
zu.
Mit
einem
Zentrum
in
innerstädtischer
Lage
–
in
einer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
historischen
Parkanlage
im
urbanen
Umfeld,
die
schon
alleine
Besucher*innen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
anzieht
–
können
Menschen
für
die
Themen
Stadtnatur,
Erhaltung
der
Biodiversität
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und Klimawandel angesprochen werden.
 
 
2.1.1 Das Gelände
 
Der
BUND
kann
Teile
des
Geländes
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
nutzen.
Diese
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
umfassen
einen
Grundstücksstreifen
für
die
Errichtung
eines
Gebäudes
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freiflächen
sowie
Gärten
für
Bürger*innen
im
Nordsegment
und
Schulgärten
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Südsegment der Anlage.
 
Das
Gelände
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
liegt
mitten
im
Darmstädter
Stadtteil
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bessungen,
in
der
als
Kulturdenkmal
nach
Hessischem
Denkmalschutzgesetz
 
 
 
 
 
 
 
 
eingetragenen historischen, barocken Parkanlage Orangerie.
 
 
Die
mit
einer
Machbarkeitsstudie
und
dem
Beschluss
des
Magistrats
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
vom
27.
August
2018
sowie
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtverordnetenversammlungs-Beschluss
vom
27.
September
2018
neu
geordnete
 
 
 
 
 
 
 
Fläche
umfasst
im
Süden,
historisch
als
Seitengärten
vorgesehene
Flächen,
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einer
Größe
von
rund
3.000
m
​
2
​
,
die
zuletzt
als
Anzuchtflächen
und
zum
Teil
als
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulgarten genutzt wurden.
 
 
 
5

Der
rund
9.600
m
​
2
große
Nordteil
des
ehemaligen
Betriebsgeländes
wurde
historisch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in
einer
gärtnerischen
Form
genutzt
:
Ein
Kupferstich
von
La
Rouge
zur
Mitte
des
18.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1
Jhd.,
der
sich
auf
die
ursprünglichen
Pläne
aus
dem
Jahre
1715
des
Architekten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Louis
Remy
de
la
Fosse
bezieht,
zeigt,
neben
einer
Vorzone
nördlich
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ursprünglich
geplanten
zwei
 
 
 
Orangeriegebäude,
nur
den
 
 
 
Hauptgarten
und
seine
Seitengärten,
 
 
 
 
die
im
Stile
des
späten
Barocks
bzw.
 
 
 
 
 
 
 
Rokoko
nach
französischem
Vorbild
 
 
 
 
gestaltet
wurden.
Die
historische,
 
 
 
 
gärtnerische
Nutzung
des
Nordteils
 
 
 
 
zeigt
am
ehesten
die
berühmte
 
 
 
 
 
Stadtansicht
​
„Prospect
des
 
 
 
Hochfürstlichen
Residenz-Schlosses
 
 
und
Haupt
Stadt
Darmstadt
nebst
 
 
 
 
 
Bessungen
und
umliegender
 
 
 
Situation“
aus
dem
Jahre
1776
des
 
 
 
 
 
 
Architekten
Johann
Jakob
Hill
und
 
 
 
 
 
seines Sohnes Friedrich Jakob Hill.
 
 
Nach
dem
Strukturkonzept
der
Stadt
 
 
 
 
 
Darmstadt
(Arbeitskonzept
vom
 
 
 
14.7.2014)
soll
zukünftig
der
Nordteil
 
 
 
 
 
1.)
eine
Zone
für
Gebäude,
die
a)
den
 
 
 
 
 
 
 
 
Neubau
des
Pflegestützpunktes
des
 
 
 
 
Grünflächenamtes
zur
Pflege
des
 
 
 
 
Orangeriegartens
sowie
der
 
 
 
Grünflächen
im
Darmstädter
Süden,
b)
 
 
 
 
 
das
Gebäude
des
 
 
 
Umweltbildungszentrums
und
c)
ein
 
 
 
 
inklusives
Café
beinhalten
soll,
2.)
 
 
 
 
 
Platz
für
Bürger*innengärten
und
3.)
 
 
 
 
 
eine
Multifunktionsfläche
für
u.a.
 
 
 
 
Bauernmarkt und Kerb bieten.
 
Abbildung: Luftbild Orangerie Darmstadt
 
Mit
der
Machbarkeitsstudie,
die
im
Sommer
2018
erstellt
wurde,
ist
die
zukünftige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nutzung
und
Flächenaufteilung
untersucht
worden.
Mit
den
Beschlüssen
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtregierung
im
August
und
des
Parlaments
im
September
2018
wurden
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1
 
​Zu diesem Absatz vgl. Magistrat der Stadt Darmstadt, Mathildenhöhe (1980): Darmstadt in der Zeit
 
des Barock und Rokoko. Bd 1, S. 314ff u. Bd 2, S. 24ff. Stadtansicht siehe auch:
 
http://tukart.ulb.tu-darmstadt.de/1038/
 
 
6

unterschiedlichen
Nutzungsinteressen
geregelt.
Bei
einer
Bürger*inneninformations-
 
 
 
 
 
 
veranstaltung
im
Dezember
2018
wurde
die
gefundene
Lösung
der
breiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 
Der BUND legt dabei folgende Kriterien bei der Flächennutzung zugrunde:
 
-
öffentliche Zugänglichkeit des innerstädtischen Naturraums
,
 
 
2
-
Umweltbildungs-, Lern- und Begegnungsort,
 
-
Naturerlebnis- und Erholungsort für alle,
 
-
Maßnahmenprogramm „25 Schritte zur biologischen Vielfalt in Darmstadt“
,
 
3
-
exemplarische Förderung der Biodiversität und des Mikroklimas in der Stadt.
 
2
 
​
Je nach „Sensibilität der Fläche“ kann das aber auch Öffnungszeiten beinhalten – ähnlich wie beim
 
Lesegarten in der Orangerie oder dem Prinz-Georgs-Garten am Rande des Herrngartens.
 
3
 
​
Das Maßnahmenprogramm wurde vom Magistrat und in der Stadtverordnetenversammlung vom 15.
 
März 2014 beschlossen. Es ist außerdem Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrages. Weiterhin ist
 
die Stadt Darmstadt Mitglied im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt. Mehr:
 
https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/umwelt/naturschutz-und-biologische-vielfalt/biologische-
vielfalt/
 
 
7

Abbildung: Neuordnung Nordteil in der Machbarkeitsstudie vom 7.8.2018
 
(werk.um
architekten)
–
Hier
nicht
dargestellt
ist
das
Gelände
der
Schulgärten
südlich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
des Lesegartens. Außerdem werden BUND-Gebäude und Café solitär stehen.
 
8

2.1.2 Bedeutung von Stadtnatur für Biodiversität
 
Während
sich
der
Naturschutz
viele
Jahrzehnte
vorwiegend
auf
die
Erhaltung
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pflege
der
Restbestände
hochwertiger
Biotope
der
Naturlandschaft
und
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
historisch
gewachsenen
Kulturlandschaft
fokussiert
hat,
ist
nunmehr
die
Bedeutung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Natur
in
der
Stadt
in
das
Blickfeld
gerückt.
Dafür
gibt
es
zwei
Gründe:
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
kann
einen
wichtigen
Beitrag
zur
Erhaltung
der
Biodiversität
insgesamt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
leisten
und
sie
hat
eine
unschätzbare
Bedeutung
für
die
Menschen,
die
(zunehmend)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Städten leben.
 
 
a) Biodiversitätskrise und Stadtnatur
 
Biodiversität
(=
biologische
Vielfalt)
bezeichnet
die
Mannigfaltigkeit
des
Lebens
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
allen
seinen
Dimensionen.
Nach
der
UN-Konvention
zur
biologischen
Vielfalt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4
umfasst sie drei Ebenen, die sich gegenseitig bedingen:
 
 
1. Vielfalt an biologischen Arten (taxonomische Diversität),
 
 
2. Vielfalt innerhalb von Arten (genetische Diversität, z. B. Ökotypen) und
 
 
3. Vielfalt an Ökosystemen (Lebensraum-Diversität).
 
 
Der
Verlust
an
Biodiversität
auf
allen
drei
Ebenen
vollzieht
sich
global
in
immer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
größerem
Ausmaß
und
hat
mittlerweile
den
Charakter
eines
Massenaussterbens
 
 
 
 
 
 
 
 
 
angenommen.
In
einer
viel
beachteten
Publikation
zu
den
Belastungsgrenzen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
unseres
Planeten
wurde
der
Verlust
an
Biodiversität
als
eines
der
drängendsten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Probleme
identifiziert.
Durch
den
im
Mai
2019
erschienenen
Bericht
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5
Weltbiodiversitätsrates
wird
die
fortbestehende
Dringlichkeit
unterstrichen:
 
 
 
 
 
 
„Menschliche
Aktivitäten
sorgen
dafür,
dass
heute
mehr
Arten
vom
Aussterben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bedroht
sind
als
jemals
zuvor.
Circa
25
%
der
Arten
in
den
meisten
Tier-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pflanzengruppen,
also
bis
zu
1
Million
Arten,
sind
bereits
vom
Aussterben
bedroht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Viele
wird
das
innerhalb
der
nächsten
Jahrzehnte
betreffen
–
es
sei
denn,
es
werden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Maßnahmen
ergriffen,
um
die
Intensität
der
Treiber
zu
verringern,
die
für
den
Verlust
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der biologischen Vielfalt verantwortlich sind.
 
6
Diese
Bedrohung
macht
auch
vor
Deutschland
nicht
Halt
–
im
Gegenteil.
Im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dezember
2018
wurde
eine
neue
Fassung
der
Roten
Liste
der
Pflanzenarten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4
 
​
UN-Konferenz in Rio de Janeiro, Convention on Biological Diversity, 1993.
 
https://www.un.org/en/events/biodiversityday/convention.shtml
 
5
 
​
Rockstrom, J. S., W, K. Noone et al. (2009): A safe operating space for humanity. Nature 461:
 
472-475.
 
6
 
​
Das „ globale Assessment“ des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), S. 9.
 
https://www.ufz.de/export/data/2/228053_IPBES-Factsheet_2-Auflage.pdf
 
9

Deutschlands
veröffentlicht:
Trotz
aller
bisherigen
Anstrengungen
des
Naturschutzes
 
 
 
 
 
 
 
 
ist
der
Anteil
der
hierzulande
bestandsgefährdeten
Arten
seit
1998
nicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zurückgegangen.
 
7
Erhebliche
Einbußen
der
Populationsgrößen
heimischer
Pflanzenarten,
auch
im
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtgebiet
von
Darmstadt,
wurden
durch
Kartierungen
von
Dr.
K.-D.
Jung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nachgewiesen:
13
%
der
Arten
sind
in
den
vergangenen
25
Jahren
eindeutig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
rückläufig.
 
 
8
Bei
der
Fauna
zeigen
die
Untersuchungen
zum
„Insektensterben“
einen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dramatischen
Rückgang
nicht
nur
vieler
Arten,
sondern
auch
der
Individuenzahlen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Damit
werden
aber
auch
viele
Vögel
ihrer
Nahrungsgrundlage
beraubt.
So
stehen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ganze
Nahrungsketten
und
die
Ökosystemfunktion
in
Frage.
Diese
Entwicklungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
unterstreichen
die
Notwendigkeit,
die
Bemühungen
zum
Schutz
der
Biodiversität
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
verstärken.
 
 
9
Immer
deutlicher
wird
aber
auch
die
Rolle,
die
Städte
für
den
Schutz
der
Biodiversität
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
spielen
können.
Für
einige
Artengruppen
stellen
Städte
geradezu
„Hotspots“
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diversität
dar.
Zum
einen
liegt
das
an
den
oft
vielfältigen
naturräumlichen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gegebenheiten.
So
ist
es
auch
in
Darmstadt:
„Eine
Stadt
mit
besonders
hoher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
biologischer
Vielfalt.
Dies
ergibt
sich
unter
anderem
aus
der
Lage
im
Schnittbereich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
von
fünf
naturräumlichen
Haupteinheiten
mit
großer
 
 
 
 
 
 
geologisch-klimatisch-hydrologischer
Diversität.
Das
Bundesamt
für
Naturschutz
hat
 
 
 
 
 
 
 
30
Hotspots
der
Biodiversität
ermittelt,
das
sind
Regionen
in
Deutschland
mit
einer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
besonders
hohen
Dichte
und
Vielfalt
charakteristischer
Arten,
Populationen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lebensräume.
Darmstadt
ragt
mit
seinen
westlichsten
Teilen
in
einen
dieser
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hotspots hinein: nördliche Oberrheinebene mit Haardtplatten.“
 
10
Zum
anderen
stellen
Städte
heute
Zufluchts-
und
Rückzugsräume
für
viele
Arten
dar,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
die
in
der
Feldflur
mit
ihrer
intensiven,
agroindustriellen
Landwirtschaft
kaum
noch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
überleben können.
 
7
 
​
Metzing, D., N. Hofbauer, L. Gerhard & G. Matzke-Hajek (Red.) (2018): Rote Liste gefährdeter Tiere,
 
Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 7: Pflanzen. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad
 
Godesberg.
 
8
 
​
https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/zwanzig-pflanzenarten-verschwunden_15671940.
 
9
 
​
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der
 
Technikwissenschaften, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (2018): Artenrückgang
 
in der Agrarlandschaft: Was wissen wir und was können wir tun? Halle (Saale).
 
10
 
​
https://www.kommbio.de/mitglieder/darmstadt.
 
10

Aus
diesen
reichen
Naturschätzen
erwächst
eine
besondere
Verantwortung
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Städte,
diese
zu
bewahren,
den
kommenden
Generationen
weiterzugeben
und
damit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einen Beitrag zur globalen Bekämpfung der Biodiversitätskrise zu leisten.
 
 
b) Die Stadt als Lebensraum des Stadtmenschen
 
Bedingt
durch
die
rasch
wachsende
Urbanisierung
leben
Menschen
zunehmend
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Städten.
Damit
wird
die
Stadt
zum
Lebensraum
des
Menschen.
Wie
jedes
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lebewesen
braucht
der
Mensch
bestimmte
Umgebungsqualitäten
für
seine
 
 
 
 
 
 
 
 
physische
Gesundheit
(z.
B.
saubere
Luft,
Wasser
und
Nahrung,
Ruhe,
angenehme
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Temperaturen).
Da
die
urbane
Umwelt
gerade
das
oft
nicht
in
ausreichendem
Maße
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bietet,
kommt
der
Stadtnatur
hier
eine
entscheidende
Rolle
zu.
Solche
Vorteile,
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ökosysteme
zum
Nutzen
des
Menschen
erbringen,
werden
unter
dem
Begriff
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Ökosystemdienstleistungen“
zusammengefasst.
Die
reinigende
Wirkung
des
 
 
 
 
 
 
Stadtgrüns
für
die
Atemluft,
die
Oasen
der
Ruhe
in
städtischen
Parkanlagen
und
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kühlende
Wirkung
besonders
von
großen
Bäumen
sind
vielfach
belegt
und
seien
hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nur beispielhaft erwähnt.
 
11
Weniger
bekannt
sind
die
Auswirkungen
der
Stadtnatur
für
die
psychische
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gesundheit
der
Menschen.
Eine
Studie
konnte
beispielsweise
belegen,
dass
mehr
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtgrün
in
der
Nachbarschaft
mit
signifikant
niedrigeren
Symptomen
an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Depression,
Angst
und
Stress
einhergeht.
Dies
zeigt
sich
sogar
in
Form
von
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
12
hirnorganischen
Veränderungen,
die
mit
bildgebenden
Verfahren
nachgewiesen
 
 
 
 
 
 
 
werden
konnten.
Ganz
besonders
wichtig
ist
die
Stadtnatur
(und
hier
besonders
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
13
Naturerlebnisräume) für die gesunde seelische Entwicklung von Kindern.
 
14
Aus
all
diesen
Gründen
wird
die
Stadtnatur
von
92
%
der
Stadtmenschen
als
wichtig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
oder
sehr
wichtig
für
Erholung
und
Entspannung
wertgeschätzt;
daneben
auch
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sport
und
Bewegung,
als
Ort
der
Naturerfahrung
und
als
Begegnungsraum
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
11
 Deutsche Umwelthilfe (Red.) (2014): Der Wert urbanen Grüns - Argumentationshilfen für mehr Natur
 
in der Stadt.
 
12
 Beyer, K. et al. (2014): Exposure to Neighborhood Green Space and Mental Health: Evidence from
 
the Survey of the Health of Wisconsin. Int. J. Environ. Res. Public Health 11: 3453-3472.
 
13
 
​
Kühn, S. et al. (2017): In search of features that constitute an “enriched environment” in humans:
 
Associations between geographical properties and brain structure. Sci Rep. 2017, 7: 11920.
 
14
 
​
Gebhard, U. (2001): Kind und Natur. Die Bedeutung der Natur für die psychische Entwicklung.
 
11

anderen
Menschen.
Sie
hat
damit
auch
eine
nicht
zu
unterschätzende
soziale
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Funktion.
 
15
Um
dieser
Ausgangslage
Rechnung
zu
tragen,
wurden
bereits
auf
allen
politischen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ebenen
Maßnahmenpakete
und
Aktionspläne
zur
Erhaltung
der
Biodiversität
 
 
 
 
 
 
 
 
beschlossen
–
auch
auf
der
Ebene
der
Kommunen.
An
die
Lebenswirklichkeit
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
meisten
Menschen
angepasst
bedeutet
dies,
dass
Biodiversität
auch
im
städtischen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umfeld
verortet
werden
muss.
Der
in
der
Verabschiedung
befindliche
„Masterplan
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur“
der
Bundesregierung
gibt
vor:
„Die
Menschen
sollen
vor
ihrer
Haustür
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schönheit
und
Leistungsfähigkeit
unserer
heimischen
Tier-
und
Pflanzenwelt
 
 
 
 
 
 
 
 
erfahren
und
genießen
können.
Unsere
Städte
sollen
lebendiger
werden.
...
Zentral
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
für
den
neuen
Förderschwerpunkt
ist
zudem,
die
Akteure
vor
Ort
zu
vernetzen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
zu
vermitteln.
Bei
den
Programmen
der
Gesundheits-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Präventionspolitik
ist
das
Handlungsfeld
Stadtgrün
umfassend
zu
berücksichtigen.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der
künftige
Schwerpunkt
der
Gesundheitsförderung,
der
in
Kindertagesstätten,
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulen,
Kommunen,
Betrieben
und
Pflegeeinrichtungen
liegen
wird,
soll
unter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
besonderer Berücksichtigung des grünen Freiraums ausgestaltet werden.“
 
16
Das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
ist
eine
direkte
Umsetzung
dieser
Vorgaben.
Neben
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Steigerung
der
Biodiversität
im
stark
genutzten
Innenbereich
ist
die
Verknüpfung
von
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bildung, Inklusion und Naturschutz im Sinne des Masterplans zu verstehen.
 
Die
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
hat
bereits
ihre
besondere
Verantwortung
erkannt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
das
kommunale
Maßnahmenprogramm
„25
Schritte
zur
Biologischen
Vielfalt
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt“
beschlossen.
Das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
schafft
Möglichkeiten,
einige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der 25 Schritte konkret zu fördern.
 Dies sind unter anderem:
 
17
„4.
Erhaltung
von
naturnahen
Flächen
im
Siedlungsbereich
und
Nutzung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bestehender
Potenziale
zur
Schaffung
von
naturnahen
Flächen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturerlebnisräumen innerhalb des Siedlungsraumes.
 
5. Erhaltung und Neuschaffung von wohnungsnahen Grünflächen.“
 
„21.
Intensive
Öffentlichkeitsarbeit
zur
besseren
Wahrnehmung
der
Bedeutung
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
biologischen Vielfalt bei den Bürgerinnen und Bürgern.
 
15
​
Bundesministeriums
für
Umwelt,
Naturschutz,
Bau
und
Reaktorsicherheit
(2015):
Naturbewusstsein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2015 Bevölkerungsumfrage zu Natur und biologischer Vielfalt.
 
16
 
https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/masterplan_stadtnatur_entwu
rf_bf.pdf
 
 
17
 
​
https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Leben_in_Darmstadt/umwelt/
 
MassmahmenprogrammBiod.pdf
 
12

22.
Verstärkte
Kooperationen
mit
vielen
Partnern,
um
zusätzliche
Synergien
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
schaffen.“
 
Insbesondere
die
letzten
beiden
Maßnahmen
werden
durch
das
Zentrum
auf
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gelände
der
Orangerie
vollkommen
neu
entstehen
und
die
ehemals
nur
gärtnerisch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
genutzte Fläche für diesen Zweck aufwerten.
 
2.1.3 Bedeutung des Klimaschutzes
 
Die
Klimakrise
nimmt
an
Fahrt
auf
und
ist
in
keinem
thematischen
Umfeld
mehr
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ignorieren.
Insbesondere
im
direkten
Kontakt
mit
den
natürlichen
Ressourcen
ist
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Veränderung
immer
häufiger
spürbar,
wenn
man
aufmerksam
hinschaut.
Gleichzeitig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ist
der
Klimawandel
Ursache
für
bestehende
und
kommende
Probleme
für
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Menschheit.
 
 
Zum
einen
gilt
es,
den
weiteren
Klimawandel
zu
verhindern,
zum
anderen
muss
man
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sich
an
veränderte
klimatische
Bedingungen
anpassen.
Städte
und
Gebäude
müssen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auf
Wetterextreme
wie
Hitze,
Trockenheit,
Stürme,
Starkregen
sowie
Überflutungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vorbereitet sein.
 
 
18
Klimatisch
befindet
sich
Darmstadt
und
die
Orangerie
im
stark
vom
Anstieg
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tropennächte
betroffenen
Oberrheingraben
und
ist
bereits
jetzt
klimatisches
 
 
 
 
 
 
 
 
Belastungsgebiet.
Das
integrierte
Klimaschutzkonzept
der
Stadt
enthält
folgende
 
 
 
 
 
 
 
 
19
geplante Maßnahmen der Stadt- und Quartiersentwicklung:
 
 
„Gut
durchgrünte
Stadtgebiete,
Freihaltung
von
Ventilations-
und
Frischluftbahnen
 
 
 
 
 
 
 
 
schaffen
in
der
sommerlichen
Hitze
Entlastungsräume,
die
bioklimatisch
günstig
sind
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
helfen,
den
Kühlungsbedarf
zu
reduzieren.
Ein
weiterer
Effekt
ist,
dass
durch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einen
erhöhten
Grünanteil
auch
mehr
CO
​
2
über
die
Vegetation
gespeichert
wird
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
das
Freizeitverhalten
dahingehend
beeinflusst
wird,
dass
die
Menschen
eher
in
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadt verbleiben.“
 
20
Das
Klimagutachten
der
Stadt
mit
der
Klimafunktionskarte
zeigt
deutlich
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wichtigkeit
der
Orangerie
in
der
Hitzeinsel
Bessungen,
aber
auch
ihr
noch
nicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ausgereiftes
Potential.
Der
in
der
Nähe
gelegene
jüdische
Friedhof,
nebst
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kleingartenanlage
und
Naturdenkmal
Kraftsruhe
dienen
aktiv
als
 
 
 
 
 
 
 
18
​
vgl.
Interview
mit
Lamia
Messari-Becker
(Gebäudetechnologie
und
Bauphysik,
Uni
Siegen)
in
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FAZ vom 24.8.2018
 
19
 
​
Institut Wohnen und Umwelt GmbH, Darmstadt und memo-consulting, Seeheim-Jugenheim
 
(Bearbeiter im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt), 2013: Integriertes Klimaschutzkonzept für
 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt; online verfügbar:
 
https://www.darmstadt.de/fileadmin/Bilder-Rubriken/Leben_in_Darmstadt/Klimaschutz/Integriertes_Klimaschutzkonzept_Darmst
adt_Endversion_3b-neu.pdf
 
20
 
​
ebd., S. 101
 
13

Kaltluftentstehungsgebiete,
während
das
Gelände
der
Orangerie
immer
noch
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Überwärmungspotential
aufweist
und
lediglich
im
Bereich
der
Springbrunnen
Misch-
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Übergangsklimate
erzeugt.
Im
umliegenden
Bereich
der
moderaten
und
starken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Überwärmung
ist
dies
trotzdem
ein
wichtiger
Beitrag
zur
Kontrolle
der
Hitzeinseln
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadt.
 
 
21
Über
die
Sicherung
von
Grünflächen
und
eine
weitere
Erhöhung
der
Blattmasse
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
steigt
der
positive
Kühlungseffekt
im
lokalen
Kleinklima,
der
Sauerstoffgehalt
und
es
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sinken
die
Schadstoffgehalte
im
angrenzenden
Stadtgebiet.
Damit
einher
geht
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
deutliche
Reduktion
der
tatsächlichen
und
der
gefühlten
Temperatur
im
Stadtteil.
Der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenhang
von
Klima
und
Gesellschaft
soll
im
​
Zentrum
für
Stadtnatur
ebenso
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
thematisiert
werden,
wie
der
massive
Verlust
von
biologischer
Vielfalt.
Im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimagarten
soll
auf
sichtbare
klimatische
Veränderungen
aufmerksam
gemacht
 
 
 
 
 
 
 
 
werden,
deren
Ursache
und
Wirkung
im
Umweltbildungskonzept
erfahr-
und
erlebbar
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sind,
sowie
sollen
Lösungen
und
Anpassungsstrategien
dargestellt
und
erprobt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
können.
So
wird
das
Gebäude
ein
extensiv
begrüntes
Dach
haben,
dass
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
doppelt
als
Klimaanpassungsmaßnahme
wirkt:
Es
kann
bei
Starkregen
Wasser
 
 
 
 
 
 
 
 
 
speichern
und
die
Hitzeabgabe
verzögern.
Im
gärtnerischen
Bereich
geschieht
dies
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
insbesondere
im
Bezug
auf
Lebensmittelerzeugung,
Wasserhaushalte,
Ernährung
 
 
 
 
 
 
 
und
Landwirtschaft
–
im
Gebäude
des
Zentrums
für
Stadtnatur
vor
allem
im
Bezug
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auf
Lebensstile,
Wohnen,
Konsum
und
fachpolitische
Begleitung.
Insbesondere
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
den Wintermonaten sollen diese Zusammenhänge gezielt thematisiert werden.
 
2.2 Unsere Zielgruppen
 
Das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
mit
seinen
unterschiedlichen
Funktionsbereichen
soll
 
 
 
 
 
 
 
 
 
insbesondere
die
Zielgruppen
aus
den
Bildungsbereichen
des
nationalen
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktionsplans
zur
Bildung
für
Nachhaltige
Entwicklung
ansprechen.
Das
 
 
 
 
 
 
 
 
Umweltbildungsprogramm
zielt
auf
frühkindliche
Bildung,
Schulen,
berufliche
Bildung,
 
 
 
 
 
 
 
 
Hochschulen
und
non-formale,
informelle
Bildung.
In
der
Startphase
werden
vor
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
allem folgende Zielgruppen angesprochen:
 
●
Kita-Gruppen
 
●
Schulklassen und Berufsschulklassen
 
●
Studierende
 
●
Multiplikator*innen
 
●
Anwohner*innen und weitere Bürger*innen
 
●
Senior*innen
 
21
 
​
vgl.: Institut für Klima- und Energiekonzept (INKEK); 2017: Klimagutachten und Klimafunktionskarte
 
für die Wissenschaftsstadt Darmstadt; online verfügbar:
 
https://darmstadt.more-rubin1.de/show_anlagen.php?_typ_432=vorl&_sid=ni_2017-Stavo-121&_topst=1&_vorl_nr=2927041001
33&_doc_n1=20170427082953.jpg
 
14

So
werden
von
Schulklassen,
aber
auch
einzelnen
Jugendlichen
im
Rahmen
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umweltbildungsprogramms
die
Schulgärten
und
das
Gebäude
genutzt.
Über
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umweltbildung
hinaus
erhalten
Umweltengagierte
eine
zentrale,
gebündelte
Kontakt-
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Netzwerkstruktur,
um
Stadtnatur-Themen
an
Bürger*innen,
 
 
 
 
 
 
Grünflächenmitarbeiter*innen
und
andere
Umweltengagierte
weitergeben
zu
können.
 
 
 
 
 
 
 
Gartenbauinteressierte
erhalten
Tipps
und
Experimentierflächen,
um
auch
alternative
 
 
 
 
 
 
 
 
Gartenkonzepte
verwirklichen
oder
überhaupt
gärtnerisch
aktiv
werden
zu
können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das
bedeutet
auch
auf
neue
Herausforderungen,
wie
zunehmende
Trockenheit,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hitzewellen
und
Unwetterhäufigkeit
gärtnerische
Antworten
anwenden
zu
können.
 
 
 
 
 
 
 
 
Inklusive
Angebote
sollen
Engagierte
mit
Beeinträchtigungen
stärker
in
den
Alltag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
integrieren
und
eigene
naturschutzfachliche
Beteiligung
und
Auseinandersetzung
 
 
 
 
 
 
 
ermöglichen.
Eine
wichtige
weitere
Nutzer*innengruppe
sind
Anwohner*innen.
Sie
 
 
 
 
 
 
 
 
sollen
das
Gelände
als
zweites
Wohnzimmer
oder
Vorgarten
erleben,
der
jederzeit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
leicht
erreichbar
ist
und
in
dem
sie
sich
engagieren,
aber
auch
entspannen
können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als
weitere
Zielgruppe
gelten
Multiplikator*innen
im
Umwelt-,
Garten-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bildungsbereich,
sowie
die
gesamte
Bevölkerung
Darmstadts
durch
Berichterstattung
 
 
 
 
 
 
 
 
und mündliche Weitergabe durch die Nutzer*innen.
 
 
Daneben
sind
wir
auch
offen
für
eine
Nutzung
durch
andere
Umwelt-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturschutzgruppen und Umweltbildungsakteur*innen.
 
 
2.3 Unsere Ziele
 
Mit
dem
​
Zentrum
für
Stadtnatur
sollen
vor
allem
Ziele
in
vier
Dimensionen
erreicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden:
Verwirklichung
von
Umwelt-
und
Naturschutzzielen,
Engagement
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Verbandsentwicklung
fördern,
die
Schaffung
eines
Orts
der
Vernetzung
und
Inklusion
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sowie
der
besondere
Schwerpunkt
der
Vermittlung
von
Stadtnatur
–
auch
vor
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hintergrund
von
zwei
wesentlichen
Menschheitsherausforderungen:
des
Verlusts
von
 
 
 
 
 
 
 
 
Biodiversität und des Klimawandels.
 
 
2.3.1 Umwelt- und Naturschutzziele verwirklichen
 
Bei
der
Entwicklung
der
einzelnen
Teile
des
Zentrums
für
Stadtnatur
gelten
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
übergeordneten
Ziele
für
Umwelt-
und
Naturschutz,
die
denen
des
BUND
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Landesverbands Hessen entsprechen:
 
-
der
Schutz
der
Umwelt,
der
Natur,
der
Landschaft
und
des
Bodens
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
besiedelten
und
unbesiedelten
Bereich,
jeweils
einschließlich
ihrer
 
 
 
 
 
 
 
Bestandteile
und
sowohl
um
ihrer
selbst
Willen
als
auch
zur
Bewahrung
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen
 
-
dem Tierschutz
 
-
dem Denkmalschutz
 
-
der
Förderung
gesunder
Lebensweisen
und
Lebensbedingungen
für
 
 
 
 
 
 
 
Menschen
Tiere
und
Pflanzen,
einschließlich
der
Verminderung
von
 
 
 
 
 
 
 
 
15

Schadstoff-,
Erschütterungs-
und
Lärmbelastung
und
einträgen
in
Luft,
 
 
 
 
 
 
 
 
Wasser, Boden und Organismen
 
-
der
Herbeiführung
solcher
Konsumgewohnheiten,
Produktions-
und
 
 
 
 
 
 
Wirtschaftsweisen,
die
die
Begrenztheit
der
verfügbaren
Bodenschätze
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturgüter sowie die ökologischen Erfordernisse berücksichtigen.
 
-
dem Schutz und der Aufklärung der Verbraucher
 
-
dem Verständnis ökologischer Zusammenhänge
 
Dies
impliziert
insbesondere
den
Schutz
der
Biodiversität
und
des
Klimas.
Dabei
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
folgen
wir
–
wie
der
BUND
Hessen
–
dem
Bundesnaturschutzgesetz
und
wollen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
insbesondere
erreichen,
dass
die
genannten
Anliegen
so
beachtet,
geschützt,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gepflegt und entwickelt werden, dass
 
-
die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts
 
-
die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter
 
-
die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der natürlichen Umwelt
 
als
Lebensgrundlage
der
Menschen
und
aller
anderen
Lebewesen
erhalten
bleiben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und nachhaltig gesichert werden.
 
 
Die
Ziele
des
Umweltschutzes
sollen
gefördert
werden,
um
durch
Verbesserungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Umweltbedingungen
zur
Lebensqualität
der
Menschen
beizutragen.
Der
BUND
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hessen verfolgt diese Ziele durch Bildungsarbeit und weitere Aktivitäten.
 
 
2.3.2 Engagement und Verbandsentwicklung fördern
 
Das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
ist
ein
wichtiger
Kristallisationspunkt
zur
Erfüllung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
innerverbandlicher
Ziele.
Das
Leitbild
zur
Verbandsentwicklung
des
 
 
 
 
 
 
 
22
BUND-Bundesverbandes
stellt
fest:
„Ehrenamtliches
Engagement
ist
kein
 
 
 
 
 
 
 
‚Selbstläufer‘
mehr.
Daher
wollen
wir
mit
neuen
Methoden
in
die
Offensive
gehen,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
um
Menschen
mit
unterschiedlichsten
Qualifikationen
auf
allen
Ebenen
des
BUND
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zur
Mitarbeit
in
unserem
Verband
zu
gewinnen
und
zu
halten.
Menschen,
die
sich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
heute
engagieren
wollen,
erwarten
von
uns
zeitlich
befristete
Projekte,
mit
klar
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
definierten
Aufgaben,
für
die
eine
Betreuung
gewährleistet
ist
sowie
Lob
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anerkennung
zurückgegeben
wird.
Die
bewusste
Ausrichtung
des
Verbandes
auf
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Förderung
und
Neugewinnung
von
Freiwilligen
muss
auch
in
den
Landesverbänden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
gezielten
Maßnahmen
und
Verantwortlichkeiten
festgeschrieben
werden.
Dies
 
 
 
 
 
 
 
 
bedeutet,
dass
nicht
nur
Einzelmaßnahmen
beschlossen
werden,
wie
z.B.
einige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Qualifizierungsangebote,
sondern
eine
strategisch
angelegte
und
systematische
 
 
 
 
 
 
 
Planung,
Organisation
und
Koordination
von
freiwilligem
Engagement
in
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Landesverbänden
angestrebt
wird.
Neben
einer
Leitlinie
für
die
Förderung
und
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
22
 
​
Leitbild zur Verbandsentwicklung – BUND 2022; online verfügbar:
 
https://www.bund.net/ueber-uns/transparenz/leitbild/
 
16

Umgang
mit
Engagierten
bedeutet
dies,
engagementfreundliche
Strukturen
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
schaffen (Erreichbarkeit, Vor-Ort-Angebote, Einführung, etc.).”
 
Dieses
Leitbild
setzen
wir
in
Darmstadt
durch
die
Motivation
und
Koordination
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
freiwilligen
Engagements
vor
Ort
im
​
Zentrum
für
Stadtnatur
um.
Durch
die
zentrale
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sichtbarkeit
des
BUND
in
der
Orangerie
erhält
der
Verband
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
öffentlichkeitswirksame,
sichtbare
Adresse
und
einen
erreichbaren
Anlaufpunkt
für
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktive.
 
 
Durch
den
niedrigschwelligen
Einstieg
in
Umweltbildungs-
und
Gartenprojekte
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dem
in
der
Nachbarschaft
geplanten
inklusiven
Café,
kommen
einerseits
Menschen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zum
Zentrum,
die
sonst
keinen
direkten
Weg
zum
BUND
gefunden
hätten,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
andererseits
haben
bereits
Interessierte
einen
bekannten
Bezugsort
und
eine
häufig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erreichbare
Anlaufstelle.
Durch
die
zeitlich
befristeten
Projekte
können
neue
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mitglieder
gewonnen
oder
reaktiviert
werden,
durch
die
Kontinuität
des
Zentrums
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der allgemeinen BUND-Arbeit auch langfristig gebunden werden.
 
Damit
ist
das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
Basis
für
Engagement
im
BUND;
aber
auch
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dem BUND für die Umwelt- und Naturschutzziele.
 
2.3.3 Einen Ort der Vernetzung und Inklusion schaffen
 
Wir
verbinden
ökologische
und
soziale
Themen.
Mit
dem
geplanten
inklusiven
Café
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
soll
eine
Begegnungsstätte
für
alle
Darmstädter*innen
geschaffen
werden.
Der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontakt
und
die
Zusammenarbeit
mit
dessen
Zielgruppe
soll
alltäglich
sein
und
einen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gegenseitigen
positiven
Einfluss
ergeben.
Naturschutz
und
Gartenarbeit
können
 
 
 
 
 
 
 
 
dabei
sehr
vielversprechend
inklusiv
eingesetzt
werden.
Der
Naturschutz
kann
durch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
die
direkte
Nachbarschaft
zum
Café,
vom
Austausch
mit
Mitarbeiter*innen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen
und
durch
Gewinnung
weiterer
Multiplikator*innen
profitieren.
Der
 
 
 
 
 
 
 
 
Träger und die detaillierte Ausrichtung des inklusiven Cafés stehen noch nicht fest.
 
Vor
Ort
arbeiten
wir
oft
gemeinsam
mit
anderen
Initiativen
und
Organisationen
aus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dem
Natur-
und
Umweltbereich.
Zum
einen
soll
mit
dem
​
Zentrum
für
Stadtnatur
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ort
entstehen,
der
es
ermöglicht
die
bestehenden
Kooperationen
zu
stärken
sowie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
neue
zu
ermöglichen
und
zum
anderen
können
unsere
Kooperationspartner*innen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dort auch eigene Aktivitäten entfalten.
 
2.3.4 Stadtnatur näherbringen, für nachhaltige Entwicklung bilden
 
Die
Gäste
des
Zentrums
für
Stadtnatur
können
den
städtischen
Naturschutz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
praktisch
und
niedrigschwellig
erleben
und
mitgestalten.
Hier
können
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen
vor
Ort
tätig
werden
und
sich
ausprobieren.
Mithilfe
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unterstützung
durch
BUND-Expert*innen
werden
diese
praktischen
Umsetzungen
 
 
 
 
 
 
 
fachlich
betreut,
in
einen
naturschutzfachlichen
Zusammenhang
gestellt
und
 
 
 
 
 
 
 
 
17

gefördert.
Langfristige
Handlungsveränderungen
bezüglich
Arten-
und
Klimaschutz
 
 
 
 
 
 
 
über
kurz-
und
mittelfristige
Projekte
initiiert,
sind
dabei
das
Ziel
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umweltbildungsarbeit
des
Zentrums.
Dazu
aus
dem
nationalen
Aktionsplan
zum
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unesco-Weltaktionsplan zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE):
 
„Dies
beinhaltet,
Werte
zu
hinterfragen
und
eigenes
Engagement
zu
entwickeln.
Um
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
eine
solche
Lernerfahrung
zu
ermöglichen,
braucht
BNE
einen
Ort
–
einen
Lernort
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Nachhaltigkeit.
Lernorte
entfalten
ihre
volle
Innovationskraft
dann,
wenn
sie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ganzheitlich
arbeiten,
wenn
also
eine
Schule,
ein
Verein,
ein
Unternehmen
oder
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kommunale
Verwaltung
Lernprozesse
und
Methoden
sowie
die
Bewirtschaftung
auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
an
Prinzipien
der
Nachhaltigkeit
orientiert
und
dabei
die
Qualifizierung
von
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lehrenden
und
Multiplikatoren
sowie
von
Mitarbeiter*innen
berücksichtigt.
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
Förderung
von
Lernorten
mit
solch
einem
ganzheitlichen
Ansatz
steht
daher
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fokus des Weltaktionsprogramms BNE.“
 
23
2.4 Was ist das Innovative an diesem Vorhaben?
 
Neu
ist
bei
diesem
Konzept
die
zentrale
städtische
Lage,
die
Darmstädter*innen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auch
in
Schulstunden,
Pausen
oder
vor
und
nach
der
Arbeit
einlädt
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
niedrigschwellig
ermöglicht,
aktiv
zu
werden.
Die
gezielte
Fokussierung
auf
Arten-
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Naturschutz
im
städtischen
Umfeld
unterscheidet
sich
fundamental
von
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
klassischen
Naturschutzarbeit
im
freien
Feld
oder
Biotopverbund.
Dabei
ist
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Standort
in
der
barocken,
seit
ihrer
Entstehung
gärtnerisch
genutzten
Anlage,
ideales
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Experimentierfeld
für
die
eigenen
Bemühungen
der
Nutzer*innen.
Das
vor
Ort
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gelernte
kann
gut
in
intensiv
genutzten,
bebauten
Nischen,
auf
dem
heimischen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Balkon,
der
eigenen
Terrasse
oder
im
innerstädtischen
Garten
angewandt
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
fortgeführt
werden.
Denn
das
angeeignete
Wissen
kann
zunächst
auf
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Orangeriegelände mit ähnlichen Einflussfaktoren praxisnah getestet werden.
 
 
In
unserer
Zeit
gibt
es
keine
Themen
mehr,
die
nicht
ohne
Chancen
für
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimaschutz
oder
Anpassungen
an
Klimafolgen
betrachtet
werden
können.
 
 
 
 
 
 
 
 
Entsprechend
flechten
wir
das
Metathema
konsequent
in
alle
Bildungsangebote
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ein und schaffen Angebote bei denen Klimaschutz das Hauptthema ist.
 
Neu
ist
außerdem
der
Anspruch,
einen
Ort
und
ein
Programm
zu
bieten,
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Menschen
dazu
veranlassen,
über
Vielfalt,
sei
es
biologische
Vielfalt
oder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gesellschaftliche
und
erlebbaren
Vielfalt,
neu
und
anders
nachzudenken.
In
einer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zeit,
in
der
die
Vielfalt
nicht
nur
in
der
uns
umgebenden
äußerlichen
Umwelt,
sondern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
23
 
https://www.bne-portal.de/de/nationaler-aktionsplan/bildung-f%c3%bcr-nachhaltige-entwicklung-bis-20
30
 
18

in
allen
Lebensbereichen
durch
Prozessoptimierung
und
Standardisierung
zerstört
 
 
 
 
 
 
 
 
wird, brauchen wir Stationen, die
 
1.
den Wert der biologischen Vielfalt ins Bewusstsein rücken,
 
2.
Vielfalt nicht nur als biologisches Thema, sondern als Prinzip vermitteln,
 
3.
eine
inklusive
Zusammenarbeit
von
Menschen
mit
sehr
unterschiedlichen
 
 
 
 
 
 
 
 
Fähigkeiten und Lebensweisen fördern,
 
4.
die
Muster
von
Standardisierung
und
Vereinheitlichung
in
allen
 
 
 
 
 
 
 
 
gesellschaftlichen Bereichen erkennen und reflektieren helfen,
 
5.
die
Naturbeherrschung
und
damit
übertriebene
Ordnungsliebe
und
 
 
 
 
 
 
 
Sauberkeitsvorstellung zum Thema machen,
 
6.
den stabilisierenden Wert von Vielfalt
 aufzeigen,
 
 
24
7.
Beispiele zeigen, wie man Vielfalt dort fördern kann, wo Kinder aufwachsen,
 
8.
das Thema Rückzugsorte
 gleichermaßen für Mensch und Tier thematisieren,
 
25
9.
das
eigenständige
Denken
und
Handeln
bei
Kindern
und
Heranwachsenden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
fördern.
 
Diese
thematischen
Stationen
sollen
im
​
Zentrum
für
Stadtnatur
durch
Bildungsarbeit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und sichtbare Umsetzung verwirklicht werden.
 
2.5 Erfolgskriterien und Messung der Erfolge
 
 
Die
Erfolgskriterien
unserer
Angebote
differenzieren
wir
nach
Zielgruppen,
in
denen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
wir
unterschiedliche
Wirkungsschwerpunkte
erzielen
wollen.
Wirkungen
sind
für
uns
 
 
 
 
 
 
 
 
 
die
Veränderungen,
die
bei
den
Schüler*innen,
Teilnehmer*innen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen durch Bildungsprojekte erreicht werden.
 
24
 
​„Fällt ein Teil des Ganzen aus einem bestimmten Grund aus, so ist nicht das Ganze bedroht. Aus
 
diesem Grund hatten beispielsweise die Kelten darauf geachtet, dass sie eine Vielzahl von
 
Feldfrüchten anbauten, und keine Monokulturen schufen. Die Vielfalt machte unabhängig von
 
unvorhersehbaren Ereignissen, wie Krankheiten oder Naturkatastrophen.“ (Markus Strüver 2019:
 
Pädagogisches Konzept Orangerie, Teil 2: Exkurs Vielfalt)
 
 
25
 
​„Auch in Kindergärten und Schulhöfen, also dort, wo Kinder aufwachsen, sollten Orte der Vielfalt
 
entstehen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Bildung für Vielfalt gelingen kann.
 
 
Bei der Gestaltung von Orten der Vielfalt und Rückzugsräumen für Tiere wird oft übersehen, dass
 
auch Kinder (und ebenso Erwachsene) Rückzugsräume brauchen, in denen sie sich von Bewertungen
 
befreien und zu sich finden können.“  (Markus Strüver 2019: Pädagogisches Konzept Orangerie, Teil
 
2: Exkurs Vielfalt)
 
 
19

Abbildung:
Die
Stufen
der
Wirkungstreppe
aus
PHINEO
gAG,
2017:
Kursbuch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wirkung, Seite 5
 
Methodisch
gehen
wir
von
der
durch
das
Beratungshaus
Phineo
definierten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wirkungstreppe
aus.
Hierbei
wird
zwischen
der
Output-Ebene
(Stufen
1-3)
und
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wirkungsebene mit Outcome und Impact (Stufen 4-7) unterschieden.
 
 
Die
Indikatoren
für
die
Erfolge
auf
der
Output-Ebene
können
einfach
gemessen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
und
werden
im
Folgenden
zielgruppenweise
skizziert.
Sie
sind
jedoch
nur
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grundlage
dafür,
dass
die
entscheidende
qualitative
Wirkung
entfaltet
werden
kann.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die
Wirkungsindikatoren
hingegen
sind
indirekte
Indikatoren,
da
sie
sich
auf
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
qualitative
Sachverhalte,
wie
Veränderungen
der
Lebensumstände
oder
der
 
 
 
 
 
 
 
 
Einstellungen,
beziehen.
Hier
haben
wir
Wirkungsfelder
definiert,
die
wir
innerhalb
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der einzelnen Zielgruppen erreichen wollen.
 
 
In folgenden Feldern wollen wir wirken:
 
-
Natur erleben
 
-
Stadtnatur verstehen
 
-
Biodiversität fördern
 
-
Klima schützen
 
-
Sozialkompetenzen verfeinern
 
-
Verantwortungsbewusstsein ausprägen
 
-
Bewusste Ernährung unterstützen
 
Die
Messung
von
Erfolgen
innerhalb
dieser
Wirkungsfelder
möchten
wir
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenarbeit
mit
Studierenden
der
beiden
Darmstädter
Hochschulen
evaluieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
Hierfür
sind
vor
allem
die
Studiengänge
Angewandte
Sozialwissenschaften,
Biologie,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
20

Lehramt,
Pädagogik
und
Soziale
Arbeit
im
Rahmen
von
Abschlussarbeiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
prädestiniert. Für den Bereich Biodiversität könnte das wie folgt aussehen:
 
 
Zielgruppen
KiTa-
und
Schulklassen
​
:
Gerade
zu
Anfang
unseres
Projekts
werden
wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulen
kontaktieren,
um
auf
unsere
Angebote
aufmerksam
zu
machen.
Hier
werden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
wir
die
Reaktionen
auf
die
Kontaktaufnahmen
(per
Brief
oder
Telefon)
auswerten.
Wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
können
im
ersten
Jahr
bis
zu
vier
Schulen
in
unser
umweltpädagogisches
Programm
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einbinden.
Im
zweiten
Jahr
können
dann
gemeinsam
erste
Gärten
angelegt
werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Spätestens
nach
diesem
zweiten
Jahr
rechnen
wir
mit
Anfragen
von
weiteren
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulen
sowie
Kindergärten/KiTas.
Die
Lehrer*innen
und
später
auch
Erzieher*innen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dienen
hier
als
Multiplikator*innen,
die
die
Inhalte
des
Projekts
weitertragen.
Wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
den
Aufbau
und
die
Pflege
der
Beete
in
den
Folgejahren
flexibel
an
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nachfrage
anpassen
und
zusätzlich
die
Zielgruppe
KiTa-
und
Kindergartengruppen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ansprechen.
 
Auf
der
Wirkungsebene
liegt
der
Schwerpunkt
auf
den
Wirkungsfeldern
Natur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erleben,
bewusste
Ernährung
sowie
Sozialkompetenzen
und
 
 
 
 
 
 
Verantwortungsbewusstsein
ausprägen.
Gemeinsam
mit
den
Darmstädter
 
 
 
 
 
 
Studierenden wollen wir insbesondere folgende Wirkungen evaluieren:
 
-
Schüler*innen
fühlen
sich
mit
der
Stadtnatur
verbundener
und
verstehen
sie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
besser
 
 
-
Schüler*innen
nutzen
ihr
angeeignetes
Wissen
über
Lebensmittelanbau
und
 
 
 
 
 
 
 
 
ernähren sich gesünder
 
-
Schüler*innen agieren im Klassenverbund und zuhause sozialer
 
-
Schüler*innen handeln verantwortungsbewusster und selbstständiger
 
 
 
Zielgruppe
Multiplikator*innen:
Pädagogische
Kräfte
wie
Lehrer*innen
und
 
 
 
 
 
 
 
Erzieher*innen,
aber
auch
Vertreter
aus
Unternehmen,
Politik,
Verwaltung
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umweltschutzorganisationen
haben
die
Möglichkeit,
die
Themen
der
Stadtnatur
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
verbreiten.
Diese
zählen
wir
zunächst
quantitativ
anhand
von
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilnehmer*innen-Listen.
Im
ersten
Jahr
wollen
wir
mindestens
50
Lehrer*innen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
fortbilden.
Lehrkräfte
die
mit
ihren
Klassen
bei
der
Anlage
der
Schulgärten
mitwirken,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
durch
diese
Erlebnisse
ebenfalls
zu
Multiplikator*innen.
Auf
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wirkungsebene
soll
der
Schwerpunkt
auf
den
Wirkungsfeldern
Natur
erleben
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dem
Verständnis
von
Stadtnatur
und
Klimaschutz
liegen.
Gemeinsam
mit
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstädter
Studierenden
wollen
wir
zukünftig
insbesondere
folgende
Wirkungen
bei
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der Zielgruppe Berufsschulklassen evaluieren:
 
 
-
Multiplikator*innen
lernen
die
Darmstädter
Stadtnatur
aktiv
kennen
und
fühlen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sich verbundener mit ihr
 
21

-
Multiplikator*innen
verstehen
Stadtnatur
und
Klimaschutz
besser
und
erhalten
 
 
 
 
 
 
 
 
das nötige Handwerkszeug diese anschaulich zu vermitteln
 
 
Zielgruppe
Bürger*innen:
Wir
erreichen
Bürger*innen
im
Rahmen
unserer
Angebote
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
zufällig
durch
Besuche
der
Orangerie.
Darüber
hinaus
erwarten
wir
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Medienresonanz.
Wir
zählen
die
Teilnehmenden
unserer
Programme.
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen
die
zufällig
zum
​
Zentrum
für
Stadtnatur
finden,
zählen
wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
stichprobenartig.
Presseresonanz
dokumentieren
wir,
soweit
es
ohne
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
aufwändiges
Presseclipping
in
Eigenleistung
möglich
ist.
Im
ersten
Jahr
rechnen
wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
durchschnittlich
20
Besucher*innen
pro
Tag
und
mit
mindestens
360
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilnehmenden
unserer
Workshops.
In
den
Folgejahren
planen
wir
mit
einem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kontinuierlichen
Anstieg
der
täglichen
Besucher*innen,
einem
Zuwachs
des
 
 
 
 
 
 
 
 
Workshopangebots
und
entsprechend
mehr
Teilnehmer*innen.
Zur
Zählung
der
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen
verwenden
wir
Handzähler
an
repräsentativen
Tagen
und
werten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilnehmer*innenlisten aus.
 
 
Auf
der
Wirkungsebene
liegt
der
Schwerpunkt
auf
den
Wirkungsfeldern
Natur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erleben,
Stadtnatur
verstehen,
Biodiversität
fördern
und
Klima
schützen.
Gemeinsam
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
den
Darmstädter
Studierenden
wollen
wir
insbesondere
folgende
Wirkungen
bei
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der Zielgruppe Bürger*innen evaluieren:
 
 
-
Bürger*innen
erleben,
wie
sie
mehr
Natur
in
die
Stadt
bringen
und
Klima
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
schützen können, und nutzen dieses Wissen in ihrem eigenen Umfeld
 
 
-
Bürger*innen lernen die Darmstädter Stadtnatur kennen und schätzen
 
-
Bürger*innen erlangen ein tieferes Bewusstsein natürlicher Zusammenhänge
 
 
 
Zielgruppe
Senior*innen:
Viele
Senior*innen
besitzen
einen
reichen
Schatz
an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erfahrung
und
Wissen
rund
um
die
Gartenpflege.
Diesen
gilt
es,
für
beide
Seiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ideal
zu
nutzen
und
so
sowohl
sinnstiftende
Beschäftigung
für
die
Senior*innen
als
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auch
die
Erweiterung
und
Vertiefung
des
Wissens
im
Zentrum
zu
schaffen.
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Evaluation
wollen
wir
über
Fragebögen,
die
im
Zentrum
ausliegen,
schaffen.
Damit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
unterstreichen
wir
die
essentielle
Bedeutung
von
Feedback
für
uns
und
ermuntern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
die Bürger*innen, uns Lob, Kritik und Anregungen offen und jederzeit mitzuteilen.
 
Auf
der
Wirkungsebene
liegt
der
Schwerpunkt
auf
den
Wirkungsfeldern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturerlebnis,
Stadtnatur
verstehen
und
Verantwortungsbewusstsein.
Gemeinsam
 
 
 
 
 
 
mit
den
Darmstädter
Studierenden
wollen
wir
insbesondere
folgende
Wirkungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
evaluieren:
 
-
Senior*innen verbringen regelmäßig Zeit im Freien und erleben die Natur
 
-
Senior*innen lernen Darmstadt von seiner grünen Seite kennen
 
-
Senior*innen
können
Verantwortung
übernehmen,
ihr
Wissen
weitergeben
 
 
 
 
 
 
 
und sich tatkräftig und sinnstiftend beteiligen
 
22

2.6 Die drei Teile des Zentrums für Stadtnatur
 
 
Für
das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
sind
im
Wesentlichen
drei
Flächenbestandteile
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
geplant:
 
1.)
ein Gebäude mit Freibereich im Nordteil,
 
2.)
Bürger*innengärten bzw. Gärten der Vielfalt im Nordteil und
 
3.)
Schulgärten im Südteil
 
 
Abbildung: Flächenaufteilung gemäß Beschlusslage.
 
23

2.6.1 Das Gebäude im Nordteil der Orangerie
 
Im
Nordteil
des
Geländes
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
befinden
sich
noch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gewächshäuser
und
ein
Sozialgebäude.
Hier
ist,
als
erster
Schritt
zum
​
Zentrum
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur,
ein
eingeschossiges
Passivhaus
in
Holzständerbauweise
als
 
 
 
 
 
 
 
Umweltbildungszentrum
geplant.
Zur
geplanten
Nutzung
ist
dieses
Gebäude
 
 
 
 
 
 
 
 
ebenfalls notwendig.
 
 
 
Abbildung:
Ausschnitt
aus
der
Machbarkeitsstudie
vom
7.8.2018
(werk.um
 
 
 
 
 
 
 
 
architekten) zur ungefähren Lage des BUND-Gebäudes.
 
Nach
der
Machbarkeitsstudie
wird
das
Gebäude
im
bebaubaren
Geländebereich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
platziert.
Vorgegeben
ist
auch
eine
Riegelstruktur,
die
sich
nach
den
Kanten
der
hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nicht
dargestellten,
südlich
des
Nordteils
der
Stadtgärtnerei,
auf
Höhe
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Orangeriegebäudes, gelegenen Überwinterungshalle des Geländes richtet.
 
Das
Gebäude
soll
auf
einem
Teil
der
Fläche
des
nördlichsten
Gewächshauses,
das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
rückgebaut
wird,
errichtet
werden.
Es
befindet
sich
damit
in
räumlicher
Nähe
zum
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
geplanten inklusiven Café, das nördlich davon stehen soll.
 
 
Von
der
ungefähr
20
x
25
m
großen
Fläche
des
nördlichen
Gewächshauses,
nimmt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
das
Gebäude
ungefähr
12
x
18
m
ein.
Das
Passivhaus
steht
auf
einem
niedrigen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sockel und soll eine umlaufende Terrasse mit Übergang zum Freibereich erhalten.
 
 
24

Abbildung:
Ausschnitt
aus
der
Detailplanung:
Dachaufsicht
(Architekturbüro
Zielke,
 
 
 
 
 
 
 
 
18.12.2018)
 
Die
Kanten
der
Riegelstruktur
werden
u.a.
westlich
durch
eine
überdachte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fahrradabstellmöglichkeit
und
östlich
durch
eine
(Außen-)Lagermöglichkeit
gezeigt.
 
 
 
 
 
 
 
Das
Gebäude
bekommt
gemäß
Machbarkeitsstudie
ein
extensives
Gründach,
dass
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auch
als
Vorbild
einer
Klimaanpassungsmaßnahme
dient.
So
können
Gründächer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wasser
speichern
und
so
die
Folgen
von
Starkregen
abmildern
oder
Hitzeabgabe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
verzögern.
Eine
Photovoltaikanlage
kann
zumindest
auf
einer
Pergola
südlich
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gebäudes
errichtet
werden
und
eventuell
innerhalb
der
Riegelstruktur.
Diese
Anlage
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ist ein Vorbild für dezentrale Energieversorgung.
 
 
Der
Streifen
mit
Gebäude,
Fahrradabstellmöglichkeit,
Außenlager
und
Terrasse
misst
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ungefähr
16
x
31
m.
Südlich
dieses
Streifens
soll
ein
öffentlicher
Weg
verlaufen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nördlich
sollen
eine
drei
Meter
breite
Grünfläche
ebenso
wie
deren
Verlängerung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
die
Verlängerung
des
Gebäudestreifens
und
der
Wegachse
bis
zur
östlichen,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
historischen
Bruchsandsteinmauer
durch
den
BUND
gestaltet
werden.
Mit
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
geschützten
Freibereich,
der
sich
bis
zur
östlichen
Mauer
erstrecken
soll,
umfasst
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fläche
für
diese
Funktionseinheit
also
insgesamt
ca.
19
x
40
m
bzw.
mit
öffentlichem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Weg und anschließender Freifläche ca. 22 x 40 m.
 
Die
verschiedenen
Bestandteile
dieser
ersten
Funktionseinheit
werden
im
Folgenden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
von innen nach außen dargestellt.
 
25

2.6.1.1 Nutzungen des Gebäudes
 
Basierend
auf
den
bisherigen
Aktivitäten
des
BUND
sind
folgende
Nutzungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
innerhalb des Gebäudes vorgesehen:
 
Was?
 
Wo?
 
Wann?
(Zeitfenster)
 
Personen
anzahl
 
Häufigkeit
 
Verkehr
 
26
Lärmbel
astung
 
27
Organisation/
Verwaltung
 
Büro
 
8-19 Uhr
 
 
werktags
 
1-4
 
werktäglich
 
F/F/Ö
 
Z
 
Umweltsprech
stunde
 
Büro und Foyer
 
8-19 Uhr
 
werktags
 
1-7
 
1x
 
wöchentlich
 
F/F/Ö
 
Z
 
Ausstellungen
 
Foyer, Seminar
 
und
 
Bastelraum
 
8-19 Uhr,
 
werktags,
 
 
ggf am
 
Wochenende
 
2-30
 
50 Tage/Jahr
 
F/F/Ö
 
Z
 
Schulgarten -
 
theoretischer
 
Input/Schlecht
-Wetter-Aktivit
äten/”Bastelar
beiten”
 
Seminar/Bastel
raum
 
8-17 Uhr,
 
werktags
 
8-30
 
wöchentlich
 
F/F/Ö
 
Z
 
Lehrer*innenf
ortbildung/Mul
tiplikator*inne
nschulung
 
Seminarraum
 
und Freiflächen
 
8-17 Uhr,
 
werktags
 
8-16
 
30 Tage/Jahr
 
F/F/Ö
 
Z
 
Vorbereitung
 
Umweltdiplom
, praktischer
 
Naturschutz/N
isthilfenbau
 
Maschinenrau
m
 
8-19 Uhr,
 
werktags
 
1-4
 
wöchentlich
 
F/F/Ö
 
M
 
Umweltdiplom
/ weitere
 
Nachmittags
 
veranstaltung
en
 
Seminarraum/
 
Bastelraum,
 
ggf. Freifläche
 
14-18:30 Uhr
 
10-15
 
40 Tage/Jahr
 
F/F/Ö
 
Z
 
Ferienspiele
 
Seminar/Bastel
raum ggf
 
Freifläche/Bioto
pe
 
9-16 Uhr,
 
werktags
 
8-16
 
Schulferien
 
F/F/Ö
 
Z
 
Kinderumwelt
gruppe
 
Seminar/Bastel
raum ggf.
 
15-18 Uhr,
 
mittwochs
 
4-10
 
wöchentlich
 
F/F/Ö
 
Z
 
26
 F/F/Ö = Fuß/Fahrrad/ÖPNV
 
27
 Z = Zimmerlautstärke; M = Maschinenraum ggf. Kreissäge; Ständerbohrmaschine etc.
 
26

Freifläche/Bioto
pe
 
Arbeitsgruppe
ntreffen/Sitzun
gen/
 
Vorstandssitz
ungen
 
Seminarraum
 
18-21 Uhr,
 
werktags
 
4-10
 
2 x wöchent
 
lich
 
F/F/Ö
 
Z
 
Vortragsver
 
anstaltungen
 
Erwachsenen
bildung
 
Seminar/Bastel
raum
 
18-21 Uhr,
 
werktags
 
8 - 18 Uhr,
 
Wochenende
 
10-30
 
wöchentlich
 
F/F/Ö
 
Z
 
Familienveran
staltungen/ge
nerationenübe
rgreifende
 
Veranstaltung
en
 
Seminar/Bastel
raum
 
8-18 Uhr,
 
Wochenende
 
10-30
 
monatlich
 
F/F/Ö
 
Z
 
 
Alle
beschriebenen
Nutzungen
sollen
dem
Standort
angemessen
sein,
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
besonderer
Wahrung
des
Charakters
des
Orangeriegartens.
Es
ist
geplant,
Gebäude
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Außenanlagen
täglich
zu
nutzen.
Hierzu
wird
ein
Bildungsprogramm
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrums
für
Stadtnatur
erstellt
werden.
In
diesem
Rahmen
können
andere
Anbieter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
von
Umweltbildungsveranstaltungen
eigene
Veranstaltungen
in
Abstimmung
mit
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
BUND durchführen.
 
Seminare,
Fort-
und
Weiterbildung,
Vorträge,
Diskussionen,
auch
in
Verbindung
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
anderen
Bildungsträgern
und
Kooperationspartner*innen
(beispielsweise
 
 
 
 
 
Volkshochschule)
sind
im
zu
erstellenden
Programm
enthalten.
Thematisch
sind
 
 
 
 
 
 
 
 
 
diese inhaltlich dem Umwelt- und Naturschutz verpflichtet.
 
Der
Schwerpunkt
während
der
Vegetationsphase
liegt
dabei
naturgemäß
auf
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktivitäten
auf
den
Frei-
und
Gartenflächen.
Bau-,
Planungs-
und
thematische
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einarbeitungsmodule
werden
eher
in
den
Wintermonaten
stattfinden.
Hier
ist
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erhöhte Nutzung der angeschlossenen Werkstatt und Seminarräume geplant.
 
In
den
Wintermonaten
sollen
zusätzlich
gezielt
Veranstaltungen
und
Fortbildungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
den
Hochschulen
stattfinden.
Das
Wintersemester
ist
vor
allem
wegen
höherer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Präsenz
der
Student*innen
im
Hochschuljahr
geeigneter,
um
theoretische
 
 
 
 
 
 
 
 
Grundlagen
zu
vermitteln
und
Planungen
zu
erarbeiten,
die
gegebenenfalls
mit
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beginnenden Vegetationsperiode umgesetzt werden können.
 
 
Ferner
gibt
es
einen
Katalog
für
wählbare
Bildungsangebote
sowie
Angebote
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gestaltens
mit
Naturmaterialien
„auf
Abruf“
für
Menschen
jeden
Alters
wie
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
27

Kindergärten
und
Schulen
sowie
für
Gruppen
von
Kindern
und
Jugendlichen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erwachsenen. Dies geschieht jeweils im Rahmen der beschriebenen Belegzeiten.
 
Es
soll
möglich
sein,
für
Veranstaltungen
zur
Förderung
des
Umwelt-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturschutzes einen Raum zur Verfügung zu stellen.
 
Ausstellungen
zum
verantwortungsbewußten
und
fördernden
Umgang
mit
Natur
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umwelt sollen in den Räumlichkeiten möglich sein.
 
 
2.6.1.2 Raumprogramm Gebäude
 
Zur
Verwirklichung
der
Aktivitäten
ist
ein
kompaktes
Raumprogramm
geplant,
das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zum
Teil
multifunktional
genutzt
werden
kann
und
somit
die
Basis
für
eine
effiziente
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ressourcennutzung darstellt.
 
 
 
Abbildung:
Ausschnitt
aus
der
Detailplanung:
Erdgeschoss
mit
Raumprogramm
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einem Teil der Freiflächen (Architekturbüro Zielke, 18.12.2018)
 
Folgende Räume sind geplant:
 
-
Flur/Eingangsbereich/Foyer
(21
m
​
2
​
)
mit
Zugang
von
Westen
und
direkten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Türen
zu
Seminarraum,
Flurzone
vom
Lager
(ggf.
mit
Garderobe),
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sanitäreinrichungen und Büro
 
-
Büro (19 m
​
2
​
); Zugang erfolgt vom Foyer; Tür in den westlichen Freibereich
 
28

-
Bad/WC (14 m
​
2
​
) (m/w/rollstuhlgerecht)
 
-
Seminarraum
(34
m
​
2
​
)
(inkl.
Teeküche)
mit
Zugang
zum
südlichen
Freibereich:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erweiterbar mit Bastelwerkstatt
 
-
Bastelwerkstatt
(31
m
​
2
​
),
mit
Zugang
zum
südlichen
und
östlichen
Freibereich;
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erweiterbar mit Seminarraum
 
-
Maschinenraum
(30
m
​
2
​
)
z.B.
zum
Zuschnitt
von
Material
für
Nisthilfen
und
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zugang
zum
östlichen
Freibereich
und
Türen
zu
Bastelwerkstatt
und
Lager,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ggf. zusätzlich nutzbar als Seminarraum
 
-
Lagerraum mit Flurzone (34 m
​
2
​
)
 
Die
Haustechnik,
insbesondere
die
notwendige
Lüftungsanlage,
wird
im
 
 
 
 
 
 
 
 
Deckenbereich
des
Lagers
untergebracht
und
braucht
daher
keine
zusätzliche
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grundfläche. Die Räume haben zusammen rund 182 Quadratmeter.
 
2.6.1.3 Weitere Baubeschreibung
 
 
 
Abbildung: Ausschnitt aus der Detailplanung: Außenansichten (Architekturbüro
 
Zielke, 18.12.2018)
 
Eine detaillierte Baubeschreibung des Architekten findet sich im Anhang.
 
29

2.6.2 Freiflächen im Nordteil der Orangerie
 
Rund
um
das
Gebäude
des
Zentrums
für
Stadtnatur
bis
zur
Orangeriemauer
soll
es
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aufenthalts-,
Lern-
und
Erlebnisflächen
für
Workshopteilnehmer*innen
geben,
die
 
 
 
 
 
 
 
 
auch
das
Thema
biologische
Vielfalt
in
der
Stadt
und
im
Garten
aufgreifen.
Enthalten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sind
auch
entsprechend
gestaltete
Rückzugsräume,
beispielsweise
mit
Rank-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kletterpflanzen
oder
vertikalem
Grün
sowie
Topfpflanzen
zum
Thema
„Klimawandel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
im
Topf“,
Dauerbewuchs
für
Balkonkästen,
Terrassenkübel
und
Töpfe
im
Garten.
Es
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
geht
um
die
Bedeutung
der
Biodiversität
und
ihre
Förderung
am
und
ums
Haus
oder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der Wohnung in der Stadt.
 
Zudem
sind
auf
einer
ca.
45
x
68
m
großen
Fläche,
westlich
des
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nord-Süd-Richtung
verlaufenden
Mittelwegs,
Gärten
der
Vielfalt
–
 
 
 
 
 
 
 
„Bürger*innen-Gärten“
mit
einem
erweiterten
Verständnis
–
geplant.
Diese
sollen
als
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Demonstrations-,
Mitmach-
und
Erlebnisflächen
für
naturnahes
Gärtnern
die
Vielfalt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
an
unterschiedlichen
Standorten
(trocken
oder
feucht,
sonnig
oder
schattig)
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Garten
und
ums
Haus
erlebbar
machen.
Gestalterisches
Ziel
ist
es
–
gerade
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zeiten
der
naturfernen,
toten
„Steinwüsten-Vorgärten“
–
die
zahlreichen
 
 
 
 
 
 
 
 
Möglichkeiten
einer
naturnahen
Gartengestaltung
darzustellen,
die
sowohl
 
 
 
 
 
 
 
nachhaltig-ökologischen
als
auch
ästhetischen
Ansprüchen
gerecht
werden.
 
 
 
 
 
 
 
Entsprechende
Informationstafeln
sollen
dies
verdeutlichen.
Diese
 
 
 
 
 
 
Bürger*innengärten
werden
unter
fachlicher
Anleitung
als
Mitmachprojekte
gestaltet
 
 
 
 
 
 
 
 
und gepflegt.
 
 
2.6.2.1 Geschützter Freibereich ums Gebäude
 
Im
direkt
an
das
Gebäude
angrenzenden
Bereich
sollen
Hochbeete
entstehen,
an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
denen
verschiedene
Aspekte
des
biologischen
Gärtnerns
(z.B.
 
 
 
 
 
 
 
Gemüse-Mischkulturen,
Kompostverwendung,
biologischer
Pflanzenschutz,
 
 
 
 
Stecklingsvermehrung etc.) erlernt werden können.
 
 
In
Blumenkästen
und
-kübeln,
die
rund
ums
Haus
aufgestellt
werden,
wird
gezeigt,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
wie
bei
Bepflanzung
mit
mehrjährigen,
heimischen
Stauden
–
als
Alternative
zum
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kurzlebigen
Wechselflor
–
eine
insektenfreundliche
und
lebendige
Gestaltung
von
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Balkon, Terrasse und Fensterbrett aussehen kann.
 
 
An
sinnvollen
Stellen
rund
ums
Haus
werden
zudem
Nisthilfen
für
Vögel
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Insekten angebracht, deren Bau zuvor in Workshops erlernt wurde.
 
 
In
diesem
Flächenbereich
ist
außerdem
ein
„grünes
Klassenzimmer“
angedacht,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
welches
tagsüber,
bei
gutem
Wetter
Aktivitäten
im
Freien
ermöglichen
soll.
–
Neben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
einer
mobilen
Version,
könnte
es
hier
eine
zweireihige,
halboffene
Sitzarena
aus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturstein geben.
 
 
Insgesamt wird der Freibereich mit den Nutzer*innen partizipativ weiterentwickelt.
 
30

2.6.2.2 Gärten der Vielfalt – Stadtnatur für alle
 
Bei
den
Gärten
der
Vielfalt,
denen
ein
erweitertes
Verständnis
von
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürger*innengärten
zugrunde
liegt,
geht
es
nicht
nur
um
das
urbane
Gärtnern
an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sich,
sondern
auch
darum,
Gestaltungsbeispiele
zu
schaffen,
die
zeigen,
wie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Biodiversität im Hausgarten, auf Balkon und Terrasse gefördert werden kann.
 
 
Die
Gestaltung
und
die
genauere
Nutzung
der
Fläche
wollen
wir
in
einem
öffentlichen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beteiligungsverfahren
mit
interessierten
Bürger*innen
ausarbeiten.
Dafür
ist
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
erster
Entwurf
bereits
entwickelt
worden,
der
den
Bürger*innen
vorgelegt
und
durch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
diese
weiterentwickelt
wird.
Dieser
Prozess
und
die
Nutzung
sollen
durch
das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrum
für
Stadtnatur
federführend
begleitet
und
koordiniert
werden.
Folgende
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gestaltungselemente sind vorstellbar:
 
Magere
und
nährstoffreiche
Beete
mit
heimischen
Stauden
für
Sonne
und
Schatten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
als
Vorbild
für
verschiedene
Gartenbereiche;
eine
bunte,
artenreiche
 
 
 
 
 
 
 
 
Wildblumenwiese;
ein
bespielbarer
Blumenkräuterrasen
als
Kompromiss
zwischen
 
 
 
 
 
 
 
Wiese
und
Scherrasen,
eine
„Miniatur-Sanddüne“
zur
Demonstration
 
 
 
 
 
 
 
regionaltypischer
Wildblumenarten,
die
auch
für
hiesige
sandige
Gartenböden
 
 
 
 
 
 
 
 
geeignet
sind;
eine
Hecke
aus
 
 
 
 
 
heimischen
Gehölzen,
wie
z.B.
den
 
 
 
 
 
vielen
verschiedenen
heimischen
 
 
 
Wildrosenarten,
die
besonders
der
 
 
 
 
heimischen
Vogelwelt
Schutz,
 
 
 
Nistplätze
und
Nahrung
bietet;
 
 
 
 
Wildblumensäume
für
 
 
Gartenrandbereiche
und
entlang
von
 
 
 
 
Hecken;
Wildobst
und
 
 
 
Beerensträucher;
ein
flacher
 
 
 
Naturteich;
artenreiche
 
 
Blumenschotterrasen
statt
 
 
Versiegelung
und
Pflaster
zur
 
 
 
 
Gestaltung
von
Einfahrten,
Wegen
 
 
 
 
und
Sitzplätzen;
Trockenmauern
mit
 
 
 
 
Mehrfachfunktion
als
Beeteinfassung,
 
 
 
zur
Höhengliederung
und
als
 
 
 
 
wichtiger
Lebensraum;
eine
 
 
 
Kräuterspirale
(auch
mit
essbaren
 
 
 
 
Wildkräutern);
Modellierung
von
 
 
 
Hügeln
und
(Versickerungs-)Mulden
 
 
 
zur
weiteren
Erhöhung
der
 
 
 
 
Standortvielfalt;
Wildblumenbeete
mit
 
 
 
Arten
für
Schmetterlinge
und
 
 
 
 
Wildbienen;
Totholzelemente
 
 
31

(Baumstämme,
Wurzelstöcke)
für
Käfer,
Holzbienen
und
andere
Insekten;
Sandhügel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
für
erdlebende
Wildbienen,
Gehölzschnitt-,
Lesesteinhaufen
und
selbstgebaute
 
 
 
 
 
 
 
Nisthilfen für Insekten und Wirbeltiere.
 
Die
derart
gestalteten
Beete
und
Biotope
werden
entlang
eines
beschilderten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lehrpfades
angelegt
und
sollen
demonstrieren,
wie
auch
im
Privatgarten
bzw.
rund
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ums
Haus
durch
eine
standortgerechte
Verwendung
der
Vielfalt
an
heimischen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pflanzen
sowie
natürlicher,
regionaler
Baumaterialien
(z.B.
für
Wege,
Sitzplätze,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Trockenmauern,
etc.)
eine
bunte,
ansprechende,
langlebige
und
naturnahe
 
 
 
 
 
 
 
 
Gestaltung
aussehen
kann,
die
gleichzeitig
einen
Beitrag
zur
Förderung
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
biologischen Vielfalt leistet und spannende Naturerlebnisse garantiert.
 
 
Angelegt
und
gepflegt
werden
die
verschiedenen
Teilflächen
von
interessierten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürger*innen
unter
fachlicher
Anleitung
z.B.
in
Form
von
Workshops
unter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
verschiedenen
Überschriften
(„Planung
eines
Wildstaudenbeets
für
Wildbienen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
Schmetterlinge“,
„Anlage
einer
Wildblumenwiese
mit
gebietsheimischem
Saatgut“,
 
 
 
 
 
 
 
„Trockenmauer
als
Lebensraum“,
„Wildkräuter
für
die
Küche“,
„Wie
pflege
ich
einen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Naturgarten?“,
„Wie
verwendet
man
Heilpflanzen?“…).
Auch
Patenschaften
von
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürger*innen z.B. für einzelne Beete sind vorstellbar.
 
 
Der
zweite
inhaltliche
Schwerpunkt
–
Klimaschutz
–
soll
ebenfalls
in
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürger*innengärten
dargestellt
werden.
Klimawandelursachen
und
-wirkung
sollen
 
 
 
 
 
 
 
mit
Hilfe
von
öffentlichkeitswirksamen
Installationen
dargestellt
werden.
Teilweise
 
 
 
 
 
 
 
 
zum
selbst
bedienen
oder
ausprobieren.
Denkbar
sind
hier
beispielsweise
Stationen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
Zeigerpflanzen,
Messstationen
oder
künstlerische
Auseinandersetzungen
mit
 
 
 
 
 
 
 
dem
Thema.
Weiterhin
sollen
Lösungen
und
Anpassungsstrategien
bei
der
Auswahl
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Pflanzen
z.B.
trocken-,
unwetter-
und
hochwasserresistente
Pflanzen
in
ihrer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
jeweiligen
möglichen
Anwendung
gezeigt
werden.
Aber
auch
bauliche
oder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
planerische
Möglichkeiten,
wie
Regenwassersammelsysteme,
Permakulturelemente,
 
 
 
 
 
Methoden
zu
Humusaufbau
und
-sicherung,
Kompostierung,
Solarnutzung
für
 
 
 
 
 
 
 
 
Warmwasser
zum
Duschen,
zum
Kochen
oder
als
Energielieferant,
bieten
sich
hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
an.
Als
für
Gärtner*innen
besonders
wichtiger
Aspekt
könnten
die
Einflüsse
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimawandels
auf
den
Humusaufbau
ausführlicher
dargestellt
werden.
Den
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenhang
zwischen
Trockenheit
und
Nässe,
Hitze
und
Kälte,
Verdichtung
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erosion
auf
die
Existenz
von
Bodenorganismen
könnte
mit
Bodenfenstern
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Versuchsteilen
sowie
Erosionsmodellen
zum
Selbsttesten
aufbereitet
werden.
Mit
 
 
 
 
 
 
 
 
Lernstationen
zum
ökologischen
Fußabdruck
könnte
darüber
hinaus
der
umfassende
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einfluss
unseres
Lebensstils
auf
den
Klimawandel
auch
über
die
Thematisierung
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrum
selbst
einer
größeren
Öffentlichkeit
zugänglich
gemacht
werden.
Hierfür
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bieten
sich
die
überdimensionalen
Fußabdrücke
des
ehemaligen
 
 
 
 
 
 
 
BUND-Klimagartens
auf
der
Landesgartenschau
in
Landau/Pfalz
an.
Diese
könnten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beispielsweise
als
Weggestaltungselemente
eingesetzt
werden.
Weiterhin
sind
 
 
 
 
 
 
 
Beispiele
zum
ressourcensparenden
Bauen
und
Recycling
geplant,
wie
Wegeführung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Einfassungen
aus
Recyclingmaterial,
Gestaltungselemente
als
Lebensräume
 
 
 
 
 
 
 
32

und
aus
natürlichen
Materialien,
idealerweise
direkt
aus
den
Gärten.
Pflanzgefäße,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Werkzeuge
und
Schattenspender
aus
Upcyclingmaterial.
Eine
Feuerstelle
oder
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenküche
zur
gemeinsamen
Vor-Ort-Verwertung
auch
in
Form
von
Workshops
zur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Konservierung und innovativen Verwendung der Ernte aus den Gärten.
 
 
2.6.3 Freifläche im Südteil der Orangerie – Schulgärten
 
Auf
dem
Südteil
der
Freiflächen
des
Stadtgärtnereigeländes
sollen
Schulgärten
u.a.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
für
die
umliegenden
Schulen
entstehen.
In
der
Nähe,
innerhalb
von
einem
Kilometer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umkreis,
befinden
sich
zehn
Schulen
mit
rund
6.000
Schüler*innen.
Das
sind
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bessunger
Grundschule,
die
Edith-Stein-Schule
(staatlich
anerkanntes,
katholisches
 
 
 
 
 
 
 
Gymnasium),
die
Mornewegschule
(Integrierte
Gesamtschule
mit
Grundstufe;
 
 
 
 
 
 
 
Europaschule),
die
Herderschule
(Schule
mit
dem
Förderschwerpunkt
 
 
 
 
 
 
 
Sprachheilförderung
mit
einer
Abteilung
für
Hörgeschädigte
mit
Vorklassen,
 
 
 
 
 
 
 
 
Grundstufe
und
Hauptstufe),
die
Heinrich-Heine-Schule
(Grundschule),
 
 
 
 
 
 
Viktoriaschule
(Gymnasium)
und
die
Georg-Büchner-Schule
(Gymnasium).
In
einem
 
 
 
 
 
 
 
 
leicht
erweiterten
Umkreis
sind
noch
die
Heinrich-Hoffmann-Schule
(Grundschule),
 
 
 
 
 
 
 
 
die
Elly-Heuss-Knapp-Schule
(Grundschule)
und
die
Lichtenbergschule
 
 
 
 
 
 
(Gymnasium)
zu
finden.
Die
Hälfte
dieser
Schulen
können
mit
ihren
Klassen
das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrum
für
Stadtnatur
innerhalb
von
etwa
10
Minuten
fußläufig
erreichen.
Damit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kommen
für
etwa
2.900
Schüler*innen
Besuche
in
die
Schulgärten
für
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Doppelstunde in Frage.
 
In
einem
Umkreis
von
einem
Kilometer
liegen
13
Kindertagesstätten,
Kindergärten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
Horte.
Neun
davon
sind
für
Erwachsene
in
weniger
als
10
Minuten
fußläufig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erreichbar.
Mit
Kindern
lässt
sich
diese
Entfernung
innerhalb
von
max.
30
Minuten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zurücklegen
und
eignet
sich
somit
für
Vormittagsbesuche.
Für
etwa
450
Kinder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
können Angebote geschaffen werden.
 
Im
Umkreis
von
einem
Kilometer
liegt
außerdem
noch
die
Fachschule
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sozialpädagogik
der
Alice-Eleonoren-Schule.
Die
Seniorenwohnanlage
der
 
 
 
 
 
 
Bürgerstiftung
und
das
AGAPLESION
HEIMATHAUS
liegen
auch
in
diesem
Umkreis.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für
über
200
Senior*innen
können
Möglichkeiten
für
Naturerlebnisse
geschaffen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden.
 
Die
Gestaltung
und
die
genauere
Nutzung
der
Fläche
sollen
in
einem
engen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beteiligungsverfahren
mit
den
umliegenden
Schulen
und
sonstigen
Einrichtungen
 
 
 
 
 
 
 
 
(beispielsweise
Senioreneinrichtungen)
entwickelt
werden.
Dieser
Prozess
und
die
 
 
 
 
 
 
 
 
Nutzung
sollen
durch
das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
federführend
begleitet
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
koordiniert
werden.
Bei
der
Nutzung
sind
besonders
die
Ferienzeiten
der
Schulen
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beachten,
damit
die
Pflege
der
Gärten
auch
in
unterterrichtsfreien
Zeiten
fortgeführt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden kann.
 
33

Es
ist
insgesamt
wichtig,
einige
besonders
Engagierte
zu
finden,
die
über
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
planmäßige
Pflege
der
Gärten
hinaus
Aufgaben,
wie
das
Gießen
bei
Trockenheit,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
übernehmen.
Nur
so
lassen
sich
die
Gärten
dauerhaft
betreiben.
Dazu
bietet
sich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zum
Beispiel
eine
Kooperation
mit
den
lokalen
Senioren-
und
Pflegeeinrichtungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
an,
deren
Bewohner*innen
nicht
nur
häufig
über
ausreichend
Zeit
verfügen,
sondern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
oftmals
auch
einige
Erfahrung
in
der
Gartenpflege
haben.
Spaß,
Bewegung
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sinnstiftende
Aufgaben
können
so
in
praktischer
Weise
kombiniert
werden.
Auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Patenschaften
für
die
Pflege
einzelner
Bereiche
der
Gärten,
zum
Beispiel
durch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anwohner*innen oder Schul-AGs, bieten sich hier an.
 
 
Tagsüber
soll
es
vor
allem
an
Schultagen
Klassenbesuche
geben.
Etwa
in
einem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Grünen
Klassenzimmer“.
Hierfür
steht
ein
Seminarraum
zur
Verfügung.
Das
„Grüne
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klassenzimmer“
ist
jedoch
eher
ein
Konzept
als
ein
fester
Ort
und
soll
bei
schönem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wetter
auch
im
Freien
stattfinden.
Im
Rahmen
des
Unterrichts
könnte,
neben
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pflege
der
Gärten,
zum
Beispiel
ein
offener
Pavillon
aus
Weidenstecklingen
angelegt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden.
Dieser
natürliche
Sonnenschutz
ist
eine
hervorragende
Bienenweide
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
illustriert
ganz
praktisch
die
Zusammenhänge
zwischen
Biotopen,
den
von
ihnen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
abhängigen Lebewesen und dem Nutzen, den wir daraus ziehen.
 
Die
einzelnen
Gärten
und
weitere
Biotope,
die
entstehen
sollen,
sind
zwar
noch
nicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
festgelegt,
müssen
jedoch
bestimmte
Kriterien
erfüllen.
Sie
sollen
zum
Beispiel
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
und
ihre
Biodiversität
fördern
sowie
anschaulich
darstellen.
Der
Lerneffekt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
soll
über
die
praktische
Erfahrung
bei
Anlage
und
Pflege
hinausgehen
und
allen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher*innen
zugänglich
sein.
Zu
diesem
Zweck
können
auch
Schautafeln
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Infoblätter genutzt werden.
 
Als
Orientierung
kann
hierfür
auch
der
Landschaftsplan
Darmstadt
dienen.
Hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
28
finden
sich
zahlreiche
lokale
Biotope
von
hoher
Wertigkeit,
die
die
Stadtnatur
positiv
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beeinflussen:
„
​
Die
wesentlichsten
Ziele
des
Landschaftsplanes
sind
die
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung
eines
Biotopverbundnetzes
sowie
die
Erhaltung
und
Neuausweisung
 
 
 
 
 
 
 
 
von
Flächen
für
die
Naherholung.
Dabei
geht
es
auch
um
die
positive
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beeinflussung
des
Stadtklimas,
die
Sicherung
des
natürlichen
Wasserhaushaltes
 
 
 
 
 
 
 
 
und
die
Bereitstellung
von
Erholungsflächen.
Die
Stadt
Darmstadt
hat
damit
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung
eingeleitet,
die
die
Chance
eröffnet,
die
Lebensqualität
in
der
Stadt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auch für zukünftige Generationen zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern.“
 
 
29
Die
einzelnen
Projekte
sollen
begeistern
und
zum
Mit-
und
Nachmachen
motivieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Deshalb
sind
auch
Zugänglichkeit
und
leichte
praktische
Umsetzbarkeit
wichtige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
28
 
https://www.darmstadt.de/fileadmin/Bilder-Rubriken/Standort/Landschaftsplanung/Kurzfassung_Lands
chaftplan_Web.pdf
 
29
 Landschaftsplan Darmstadt, Vorwort
 
34

Punkte
bei
der
Entwicklung
der
Gärten.
Urban
Gardening
vereint
diese
Aspekte
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vorbildlicher
Weise,
weshalb
sich
hier
Kooperationen
zum
Beispiel
mit
Urban
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gardening e.V. / Initiative Essbares Darmstadt anbieten.
 
Es
müssen
nicht
immer
alle
Kriterien
erfüllt
sein,
damit
ein
Gartenprojekt
umgesetzt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
kann,
sie
sollen
jedoch
sicherstellen,
dass
bei
der
Entwicklung
immer
auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ein weitergehender, ideeller Zweck mitgedacht wird.
 
 
Die
kooperativ
entwickelten
Projekte
(Beete
und
Biotope)
werden
dann
schrittweise
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
umgesetzt.
Zu
Beginn
sollen
günstige
und
schnell
umzusetzende
Projekte,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beispielsweise
Blühstreifen
mit
Insektennisthilfen,
priorisiert
werden,
um
schnelle
 
 
 
 
 
 
 
 
Erfolgserlebnisse zu produzieren und weitere Motivation zu schaffen.
 
 
Beispiele
 
Kompost mit Möglichkeit zur Wurmbeobachtung
 
Humus
ist
für
die
Biodiversität
der
Bodenflora
und
-fauna
von
überragender
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bedeutung.
Er
bietet
Nahrung,
„Kinderstube“
und
Lebensraum
für
unzählige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lebewesen
und
sorgt
für
eine
hohe
Fruchtbarkeit,
Erosionsbeständigkeit
und
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gutes
Wasseraufnahmevermögen
des
Bodens.
Am
Beispiel
eines
Komposthaufens
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
Sichtfenster
lassen
sich
diese
vielfältigen
Funktionen
des
Bodens
und
seiner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lebewesen
sehr
anschaulich
darstellen.
Begleitend
dazu
bietet
sich
das
beim
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bundesumweltamt
kostenlos
erhältliche
Kinderbuch
“Die
abenteuerliche
Reise
von
 
 
 
 
 
 
 
 
Fridolin dem Regenwurm” an.
 
30
Insektenfreundlicher (Gemüse-)Garten
 
Manche
heimische
(Gemüse-)Gärten
bieten
Insekten
nur
wenig
Lebensraum.
Alles
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ist
sauber
geometrisch
angeordnet
und
jedes
vermeintliche
Unkraut
wird
gezupft
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
oder
sogar
weggespritzt.
Pflanzen
werden
vornehmlich
nach
ästhetischen
Kriterien
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ausgewählt
und
nicht
nach
ihrem
Nutzen
für
heimische
Insekten
und
andere
Tiere.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dass
es
auch
anders
geht,
kann
mit
einem
insektenfreundlichen
Garten
Schülern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
allen
weiteren
Interessierten
nähergebracht
werden.
Darüber
hinaus
bietet
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
solcher
Garten
Möglichkeiten,
Stoffkreisläufe,
Bio(-dynamische)
Landwirtschaft,
 
 
 
 
 
 
Sortenvielfalt
(alte
und
samenfeste
Arten)
und
deren
Wertschätzung
anschaulich
zu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vermitteln.
Das
Gelernte
kann
dann
leicht
für
den
eigenen
Garten
oder
Balkon
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
übernommen werden.
 
Teich
 
Teiche
und
Tümpel
sind
laut
Landschaftsplan
Darmstadt
Biotope
von
hoher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
landschaftsökologischer
Bedeutung.
Ihre
naturnahe
Gestaltung
und
Neuanlage
 
 
 
 
 
 
 
30
 
​
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/abenteuerliche-reise-von-fridolin-regenwurm
 
35

haben
die
höchste
Prioritätsstufe
.
Sie
lassen
sich
leicht
mit
Schülern
anlegen
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
31
bieten
Lebensraum
für
einheimische
Amphibien-
und
Reptilienarten,
Libellen
sowie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
viele
weitere
Tiere
und
Pflanzen.
Ihre
schrittweise
Entwicklung
bietet
großes
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beobachtungspotential
und
auch
ihre
Veränderung
im
Jahresverlauf
kann
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unterricht ideal genutzt werden.
 
Hecke
 
Auch
Hecken
werden
im
Landschaftsplan
Darmstadt
als
Biotope
von
hoher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
landschaftsökologischer
Bedeutung
aufgeführt.
Mit
ihrem
Heckenpflanzprogramm
 
 
 
 
 
 
32
stellt
die
Stadt
Darmstadt
sogar
Mittel
für
die
Anlage
neuer
Hecken
zur
Verfügung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hecken
haben
vielfältige
Funktionen
im
Ökosystem,
sie
bieten
Rückzugs-
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schutzräume
für
viele
Tiere,
sind
Nistplätze
und
Nahrungsquelle
und
eignen
sich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hervorragend,
um
das
Thema
„Vernetzung
von
Lebensräumen“
zu
illustrieren.
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
mit
dem
Natura-2000-Netzwerk
aus
Schutzgebieten
 
 
 
 
 
 
bietet
sich
hier
als
vertiefendes
Thema
an.
Die
Orangerie
grenzt
außerdem
an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bereiche
an,
in
denen
lineare
Vernetzungsbiotope
erhalten,
neu
geschaffen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
beziehungsweise verbessert werden sollen.
 
 
33
Trockenmauer
 
Trockenmauern
findet
man
heutzutage
immer
seltener.
Früher
dienten
sie
häufig
als
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abtrennung
von
Feldern
und
Grundstücken
oder
wurden
für
Terrassen
im
Weinbau
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
verwendet.
Durch
neue
Baumaterialien
und
Anbaumethoden
sind
sie
in
vielen
Fällen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
überflüssig
geworden
oder
stören
sogar.
Allerdings
haben
sie
eine
besondere
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ökologische
Bedeutung.
Hier
finden
sich
viele
seltene
oder
vom
Aussterben
bedrohte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Arten
–
ganze
Pflanzengesellschaften
haben
sich
beispielsweise
auf
das
Leben
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
den
Fugen
des
Mauerwerks
spezialisiert.
Auch
wärmeliebende
Tierarten
wie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erdkröten
und
Eidechsen
oder
auch
bestimmte
Bienen-
und
Käferarten
finden
hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ideale
Bedingungen.
Sie
können
mit
lokalen
Materialien
(Steine,
Kies,
Sand)
leicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
angelegt
werden
und
zeigen,
dass
Vielfalt
auch
in
der
kleinsten
Mauerritze
zu
finden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
sein kann.
 
 
Diese
Beispiele
sind
keine
festgeschriebene
Projekte,
sondern
sollen
einen
ersten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einblick
in
Möglichkeiten
und
Potentiale
der
Schulgärten
aufzeigen.
Sie
können
als
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Denkanstoss
in
einem
kreativen
Prozess
für
die
Entwicklung
ganz
anderer
Projekte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dienen.
Es
ist
uns
wichtig,
die
Schüler*innen
und
weiteren
Nutzer*innen
in
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklungsprozess
miteinzubeziehen:
Auf
diese
Weise
wird
der
Garten
zu
​
ihrem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Projekt.
Durch
diese
Identifikation
steigt
die
Freude
und
Motivation
an
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
31
 Landschaftsplan Darmstadt, S. 100
 
32
 Landschaftsplan Darmstadt, S. 103
 
33
 Landschaftsplan Darmstadt, S. 22
 
36

Gestaltung.
Außerdem
wird
das
Gelernte
mit
höherer
Wahrscheinlichkeit
auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
außerhalb des Unterrichts angewandt.
 
 
3. Organisationsstruktur
 
 
Die
Bessunger
Bürgerschaft
und
ihre
Vereine
und
Einrichtungen
sind
sehr
an
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
künftigen
Entwicklung
der
Flächen
der
ehemaligen
Stadtgärtnerei
interessiert.
Das
 
 
 
 
 
 
 
 
 
haben
bisherige
Begehungen
und
Veranstaltungen
deutlich
gezeigt.
Im
Zuge
 
 
 
 
 
 
 
 
 
unseres
Beteiligungsprozesses
und
des
Bürgerbeteiligungsprozesses
der
Stadt
 
 
 
 
 
 
 
haben
sich
verschiedene
Interessengruppen
zusammengetan,
deren
Ansprüche
 
 
 
 
 
 
 
unter anderem in die Koalitionsvereinbarungen im Jahre 2016 eingeflossen sind.
 
Der
BUND
möchte
nicht-kommerzielle
Aktivitäten
bürgerschaftlichen
Engagements
 
 
 
 
 
 
 
koordiniert
und
im
Rahmen
der
Orangerie-Teilflächen
ermöglichen.
Das
beinhaltet
 
 
 
 
 
 
 
 
 
auch
die
Koordination
der
Nutzung
der
Schulgärten
durch
umliegende
Institutionen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außerdem
sieht
der
BUND
die
Stadt
Darmstadt,
auch
wegen
der
Lage
der
Fläche
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und der Verwirklichung der 25 Schritte zur Biodiversität, als wichtige Partnerin.
 
Da
der
BUND
Kreisverband
Darmstadt
nach
dem
Vereinsrecht
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nicht-selbständige
Untergliederung
des
BUND
Landesverbands
Hessen
e.V.
ist
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Bau
und
Betrieb
des
Zentrums
für
Stadtnatur
eine
dauerhafte,
rechtssichere,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
angemessene
Struktur
benötigt,
wird
der
BUND
einen
Träger
in
Form
einer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gemeinnützigen GmbH gründen.
 
Der
BUND
Landesverband
Hessen
e.V.
ist
hierbei
alleiniger
Gesellschafter.
Der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gesellschaftervertrag
hält
die
Ziele
des
BUND
Hessen
und
des
Zentrums
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur fest.
 
Die
gGmbH
würde
die
Flächen
für
das
​
Zentrum
für
Stadtnatur
von
der
Stadt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt
pachten.
Außerdem
würde
sie
den
Bau
des
Gebäudes,
die
Anlage
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freiflächen,
der
Bürger*innengärten
und
der
Schulgärten
abwickeln
sowie
den
 
 
 
 
 
 
 
 
 
künftigen
Betrieb
koordinieren
und
zum
Teil
selbst
durchführen.
In
einem
Beirat
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gGmbH könnten weitere Akteure vertreten sein.
 
 
 
 
 
37

4. Finanzkonzept – Kosten- und Finanzierungsplan
 
 
Die
Finanzierung
der
Gründung
der
gGmbH
und
die
Errichtung
des
Gebäudes
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden in den folgenden Abschnitten dargelegt.
 
Außerdem
geht
es
um
einen
dauerhaften
Betrieb
der
Elemente
des
​
Zentrums
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
​
.
Im
zeitlichen
Ablauf
liegt
die
Priorität
auf
der
Errichtung
des
Gebäudes
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
als
Basis,
nicht
zuletzt
wegen
der
Zusage
einer
Großspende,
die
von
der
schnellen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verwirklichung
des
Vorhabens
abhängt.
Wünschenswert
ist,
dass
der
gemeinnützige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Träger schon zu Baubeginn als Vertragspartner zur Verfügung steht.
 
Der
Betrieb
des
Gebäudes
in
der
Startphase
wird
im
Umfang
der
bisherigen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktivitäten
des
BUND
Kreisverbandes
Darmstadt
mit
nur
geringen
zusätzlichen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mitteln
als
realisierbar
angesehen.
Die
weiteren
Schritte
werden
in
einem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beteiligungsverfahren
ausgestaltet
und
sollen
Stück
für
Stück
nach
der
Errichtung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
des
Gebäudes
präzisiert
und
angegangen
werden,
hängen
dabei
zum
Teil
auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
davon
ab,
wann
welche
Flächen
verfügbar
sind.
Der
zu
Beginn
noch
ehrenamtliche
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrieb
soll
spätestens
im
zweiten
Jahr
in
eine
überwiegend
hauptamtliche
Struktur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
überführt werden.
 
 
 
 
38

4.1 Gemeinnützige GmbH gründen
 
Die
Gründungskosten
(u.a.
notarielle
Beurkundung,
Handelsregistereintragung)
einer
 
 
 
 
 
 
 
gemeinnützigen
GmbH
mit
einem
Stammkapital
von
25.000
Euro
belaufen
sich
auf
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
circa 3.000 Euro.
 
 
Der
BUND
Landesverband
Hessen
e.V.
wird
die
Stammkapitaleinlage
tätigen,
die
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
seinem Eigentum bleibt und die Gründungskosten übernehmen.
 
 
Kosten
 
Finanzierung
 
Was
 
Betrag
 
(EUR)
 
Was
 
Betrag
 
(EUR)
 
gGmbH
 
Stammkapitaleinlage
–
 
 
Alleingesellschafter
 
BUND
 
 
Gründungskosten
 
25.000,00
 
 
 
 
 
3.000,00
 
BUND LV Hessen
 
28.000,00
 
 
 
 
 
Summe
 
28.000,00
 
Summe
 
28.000,00
 
 
 
 
 
 
 
39

4.2 Gebäude samt Freibereich bauen
 
Zentrum für Stadtnatur
​
 – Gründung gGmbH und Bau / Stand: 28.8.2019
 
 
Nach
einer
Grobkostenschätzung
nach
DIN
276/277
fallen
für
das
Gebäude
samt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Terrasse
447.000
Euro
(brutto)
inklusive
der
Baunebenkosten,
der
Terrasse,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schallschluckelementen
und
Regenwassernutzung
sowie
Dachbegrünung
an.
Damit
 
 
 
 
 
 
 
stünde ein Gebäude mit Sanitäranlagen, Elektrik und Bodenbelägen zur Verfügung.
 
 
Darin
enthalten
sind
auch
rund
15.000
Euro,
die
bis
zur
fortgeschrittenen
Planung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und
notwendigen
Bauantragstellung
fällig
wurden.
Das
eigentliche
Vorhaben
würde
 
 
 
 
 
 
 
 
 
mit
Baubeginn
432.000
Euro
umfassen.
Zusätzliche
30.000
Euro
haben
wir
als
Puffer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
für
Steigerungen
der
Baukosten
im
Zuge
der
aktuellen
Preis-
und
Marktentwicklung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
eingeplant.
 
Hinzu
kommen
Kosten
für
die
Inneneinrichtung,
die
sich
ggf.
als
eigene
Projekte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
darstellen
lassen.
Zur
Inneneinrichtung
zählen
eine
Küche
(ca.
5.000
Euro),
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schränke
(ca.
3.000
Euro),
Stühle
und
Tische
(2.000
Euro).
Weiteres
wird
mit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
40

Gebrauchtmöbeln
bestückt.
Für
die
Beleuchtung
wird
mit
10.000
Euro
gerechnet.
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Installation einer Photovoltaik-Anlage kostet etwa 8.000 Euro.
 
 
Für
die
Grunderwerbsteuer,
die
auch
bei
Erbpacht
fällig
wird,
werden
2.370
Euro
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
angesetzt.
 
Für
die
Gestaltung
des
Freibereichs
um
das
Gebäude
herum
haben
wir
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Materialkosten
eingeplant.
Fahrradabstellplätze,
die
Verkleidung
des
 
 
 
 
 
 
Müllabstellplatzes
und
das
Außenlager
kosten
zusammen
etwa
3.000
Euro.
Ebenfalls
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dazu
zählen
Grünanlagen
(ca.
1.000
Euro),
der
Wildpflanzentopfgarten
(2.000
Euro),
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Spalierobst
an
der
Mauer
(300
Euro),
ein
grünes
Klassenzimmer
(500
Euro)
und
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Miniatur-Muster-Garten
und
Kräutergarten,
der
als
Anzuchtbeet
für
gärtnerische
 
 
 
 
 
 
 
 
Lehrtätigkeiten
genutzt
werden
soll
(1.000
Euro).
Ein
Teil
der
Arbeit
erfolgt
in
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eigenleistung.
Unter
Berücksichtigung
dieser
weiteren
Ausgaben
wird
von
543.170
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Euro Investitionskosten ausgegangen.
 
 
Die
Eigenmittel
setzen
sich
bisher
wie
folgt
zusammen:
Der
BUND
Kreisverband
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt
bringt
50.000
Euro
aus
seiner
Rücklage
ein.
50.000
Euro
bringt
der
BUND
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kreisverband
Darmstadt-Dieburg
zunächst
als
Ausfallbürgschaft
ein.
Der
BUND
 
 
 
 
 
 
 
 
Landesverband
Hessen
unterstützt
den
Bau
mit
28.000
Euro
für
die
Gründung
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gGmbH.
4.000
Euro
bringt
der
BUND
Ortsverband
Seeheim-Jugenheim
ein.
120.000
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Euro
sind
als
Spende
durch
eine
Großspenderin
zugesagt
–
davon
sind
95.000
Euro
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
bereits
eingegangen.
Weitere
Eigenmittel
wurden
durch
Spenden
von
Mitgliedern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(25.000
Euro)
eingeworben.
Um
Spenden
von
Mitgliedern
einzuwerben,
wurde
ein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Artikel
im
Mitgliedermagazin
veröffentlicht.
Rund
4.400
Mitgliedschaftsadressen
in
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt
und
Umgebung
wurden
im
Dezember
2018
angeschrieben.
Damit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
konnten
die
anvisierten
Mitgliederspenden
eingeworben
werden.
Über
eine
 
 
 
 
 
 
 
 
sogenannte
Leih-
und
Schenkgemeinschaft
sollen
weitere
10.000
Euro
eingeworben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
– Vorteil
für
die
Spender*innen
ist
hierbei
das
Spenden
in
Ratenzahlung,
was
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
durch eine Zwischenfinanzierung der GLS-Bank möglich gemacht wird.
 
 
Der
weitere
Fehlbetrag
soll
durch
Drittmittel
in
Form
von
öffentlichen
Mitteln
(70.000
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Euro) und einem Kredit in der Höhe von 184.170 Euro gedeckt werden.
 
 
Der
Kreditbetrag
soll
durch
weitere
Mitgliederspenden,
private
Spenden,
 
 
 
 
 
 
 
 
Unternehmensspenden
und
Stiftungsgelder
gemindert
werden,
um
so
mehr
Mittel
im
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
laufenden
Betrieb
zur
Verfügung
zu
haben.
Die
weitere
Ansprache
von
Fördermittel-
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und Drittmittelgeber*innen soll mit diesem Konzept erfolgen.
 
Die
genauen
Kosten
einer
Bauleistungsversicherung
werden
eruiert
und
aus
dem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
laufenden Etat des BUND Kreisverbandes Darmstadt gedeckt.
 
 
 
 
41

4.3 Finanz- und haushaltswirtschaftliche
 
Auswirkungen
 
 
In
vorhergegangenen
Kapiteln
wurde
dargelegt,
wie
die
Gründung
des
Trägers
und
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
der
Bau
des
Gebäudes
finanziert
werden
sollen.
Aus
dem
laufenden
Betrieb
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrums
kann
ein
Kredit
getilgt
werden,
mit
dem
eine
Teilsumme
der
Baukosten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
finanziert
werden
soll.
In
den
Planungen
ist
vorgesehen,
dass
sich
das
Projekt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
eigenständig
trägt
und
damit
für
den
Antragsteller
kostenneutral
sein
soll.
Davon
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
unbenommen
ist
ein
Zuschuss
des
Kreisverbandes
Darmstadt
zum
laufenden
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrieb.
Strukturell
und
als
Rechtsperson
ist
dieser
eine
nicht-selbständige
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Untergliederung des BUND Landesverbandes Hessen.
 
Der
BUND
Landesverband
Hessen
ist
ein
eingetragener,
als
gemeinnützig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
anerkannter
Verein
und
hat
rund
30.000
Mitglieder
sowie
rund
2.600
Fördermitglieder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Stand 31.12.2018).
 
 
5. Zeitplanung
 
 
In
der
Machbarkeitsstudie
aus
dem
Sommer
2018
wurde
dargelegt,
in
welcher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abfolge
die
Flächen
–
unter
Berücksichtigung
der
Errichtung
des
städtischen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grünflächen-Pflegestützpunkts
–
genutzt
werden
können.
Für
das
​
Zentrum
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
steht
als
erstes
die
Teilfläche
für
das
Gebäude
zur
Verfügung.
Dann
kann
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
die
Planung
und
Umsetzung
der
Schulgärten
beginnen
und
zum
Schluss
kann
die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fläche für die Gärten der Vielfalt gestaltet werden.
 
 
Das
Gebäude
mit
Terrasse
soll
im
Jahr
2019/2020
errichtet
werden.
Als
frühester
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Baubeginn zeichnet sich derzeit Dezember 2019 ab.
 
 
Vorher
muss
die
Stadt
Darmstadt
Gewächshäuser
abgerissen
und
eventuelle
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kampfmittel
geräumt
haben.
Die
Bauzeit
des
Gebäudes
beträgt
von
da
an
drei
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Monate.
Innerhalb
weiterer
vier
Monate
erfolgen
der
Innenausbau
und
die
Anlage
der
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenanlage.
Somit
kann
der
Betrieb
frühestens
zum
1.
Juni
2020
aufgenommen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
werden
–
spätestens
zu
Ferienbeginn
ab
6.7.2020
wollen
wir
das
​
Zentrum
für
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtnatur
​
 eröffnen, um dann schon Ferienangebote anbieten zu können.
 
 
Mit
der
Detailplanung
der
Schulgärten
soll
im
Jahr
2020
begonnen
werden.
Die
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Umsetzung
soll
im
Herbst
2021
beginnen
und
sukzessive
binnen
vier
Jahren
fertig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
gestellt werden.
 
Die
Detailplanung
für
die
Gärten
der
Vielfalt
soll
2021
beginnen
und
frühestens
2022
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
kann
mit
der
Umsetzung
begonnen
werden.
Für
die
vollständige
Umsetzung
planen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
wir drei Jahre ein.
 
42

Die
Zeitplanung
hängt
zum
Teil
von
kritischen
Pfaden
und
Meilensteinen
ab:
So
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hängt
der
Baubeginn
für
das
Gebäude
nicht
nur
von
der
Finanzierung,
sondern
auch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
davon
ab,
dass
diese
Teilfläche
erst
nach
Abriss
eines
alten
Gewächshauses
zur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verfügung
steht.
Die
Fläche
für
die
Gärten
der
Vielfalt
steht
erst
nach
Abschluss
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abrisses
alter
Gewächshäuser
und
der
Neuerrichtung
des
Pflegestützpunktes
des
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grünflächenamtes
zur
Verfügung,
da
die
Fläche
als
Baustelleneinrichtungsfläche
 
 
 
 
 
 
 
 
genutzt
werden
soll.
Die
Planung,
Errichtung
und
Nutzung
der
Schulgärten
kann
erst
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vollumfänglich beginnen, wenn das Gebäude steht.
 
 
 
 
43

Ansprechpartner*innen
 
Niko Martin (Vorstandsmitglied im BUND Darmstadt und BUND Hessen e.V.)
 
Dreieichweg 11
 
64291 Darmstadt
 
niko.martin@bund.net
 
06151 9506567
 
 
Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND)
 
Landesverband Hessen e.V.,
 
Kreisverband Darmstadt
 
Vereinsregister 73 VR 7003 - Amtsgericht Frankfurt (BUND Hessen)
 
www.bund-darmstadt.de
 
www.facebook.com/BUND.Darmstadt
 
 
 
 
A-Z Architekturbüro Zielke
 
Georg Zielke
 
Maria-Sevenich-Weg 5
 
64289 Darmstadt
 
info@architekt-zielke.de
 
06151 9674301
 
 
Konzept: Niko Martin, Dr. Eva Distler, Brigitte Martin, Carolin Siegloch,
 
 
Jenni Follmann und andere.
 
Umweltpädagogische Beratung: Markus Strüver
 
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Christian Storm
 
Konzeptionelle Beratung: Kilian Rüfer, SUSTAINMENT
 
 
44

anlage 4

335 Zeichen

Punkt 30: Errichtung eines Zentrums für Stadtnatur in der Orangerie 
 (V-Nr. 2019/0327) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltung: UWIGA  
 
Stadtv. Franke (Die Linke.) fragt, wie sich aus dem Richtwert von 650 Euro pro 
qm ein Verkehrswert von 175 Euro pro qm errechnet.

Beratungsverlauf (4)

TOP 30
TOP 20
TOP 437
TOP 12

Orte (2)

  • Dreieichweg 11
  • Maria-Sevenich-Weg 5

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0327
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.10.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00