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SV-2016/0038

Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 6. September 2016 betr. Nordbad

Große Anfragen 06.09.2016

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SV-2016/0038

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Postbank Frankfurt Sparkasse Darmstadt   
Konto-Nummer 2612-601 Konto-Nummer 544 000   
BLZ 500 100 60 BLZ 508 501 50   
 
 
 
 
 
Der Magistrat 
 
Postfach 11 10 61 
64225 Darmstadt 
   
    
  
 
Der Magistrat 
  
SPD Stadtverordnetenfraktion 
Wilhelminenstraße 7 a 
64283 Darmstadt 
 
 
Neues Rathaus am Luisenplatz 
Luisenplatz 5 
64283 Darmstadt 
Zimmer-Nummer 316 
Ansprechpartner/-in:       
Telefon:  06151 13-2301 
Telefax:  06151 13-2214 
E-Mail:        
Internet: www.darmstadt.de 
 
Ihr Zeichen Unser Zeichen  Datum 
             14. September 2016 
 
 
Große Anfrage vom 06. September 2016 
Nordbad 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
Ihre Große Anfrage vom 06. September 2016 beantwort e ich wie folgt: 
 
Frage 1: 
Wie ist zu erklären, dass die ursprünglich geplante n Kosten von 17 Millionen Euro für den Neubau 
des Nordbads sich inzwischen auf 37,9 Millionen Eur o mehr als verdoppelt haben? 
 
Antwort:  
Die Realisierung der aus dem Wettbewerb und Bürgerb eteiligung entstandenen Zusatzmodule, Syner- 
gien, modernste Technik und die Verknüpfung mit dem  Freibad führt dazu, dass das Nordbad von ei- 
nem rein funktionalem Sportbad zu einem Sport- und Familienbad mit einem breiten integrativen 
Sport- und Freizeitangebot für alle Nutzergruppen a ufgewertet werden kann. 
 
Die ursprünglichen Festlegungen der notwendigen Was serflächen und die Ausrichtung des Bades als 
Sport- und Trainingsbad waren die Grundlage für die  erste Kostenprognose von 17 Mio. Euro. 
 
Im Zuge der Wettbewerbserarbeitung und damit verbun denen Bürgerbeteiligung, Anforderungen der 
Vereine, sowie Barrierefreiheit, wurden die Anforde rungen entsprechend in die Wettbewerbsaufgabe 
mit aufgenommen. Es wurde zu diesem Zeitpunkt keine  neue Kostenprognose erstellt, sondern diese 
Erkenntnisse in den Risikofaktor mit 40 % zu den Pr ojektkosten aufgezeigt. 
 
 
            . . .

2 
 
Frage 2: 
Von wem wurde die damalige Kostenschätzung von 17 M illionen Euro durchgeführt? Welche Experti- 
se zur Errichtung von Schwimmbädern brachte die ver antwortliche Instanz mit? 
 
Antwort: 
Die Kostenzahlen wurden vom Eigenbetrieb Immobilien management aufgrund von Erfahrungswerten 
von im Prozess der Auslobung beteiligten externen S chwimmbadplanern ermittelt und mit Kennzahlen 
des Baukostenindex abgeglichen. Zum Zeitpunkt der f rühen Projektphase stellt dies eine übliche Me- 
thode dar. 
 
Frage 3: 
Ist geplant bei der Beauftragung der Planer- und Ba uleistungen, die laut Magistratsvorlage durch 
den Eigenbetrieb Bäder mit Unterstützung des Immobi lienmanagements erfolgen soll, zusätzliche 
Unterstützung von einschlägigen Experten hinzuzuzie hen? Wenn ja, wie hoch werden die Kosten für 
diese zusätzliche Expertise geschätzt? 
 
Antwort: 
Es ist vorgesehen, neben den zu beauftragenden Plan ern, insbesondere für den Bereich der Schwimm- 
badtechnik eine externe Projektsteuerung zu beauftr agen. Eine Schätzung der hierzu notwendigen Kos- 
ten kann aktuell nicht abgegeben werden, da das zu beauftragende Leistungsbild zwischen dem Eigen- 
betrieb Bäder und dem Immobilienmanagement Darmstad t noch abgestimmt wird. Die notwendigen 
Honorarkosten, wie auch zusätzliche Honorare für Th emen wie Bauphysik und Akustik sind in der Ma- 
gistratsvorlage bereits berücksichtigt. 
 
Frage 4: 
Wurde diskutiert, einen externen Projektmanager mit  der Leitung des Gesamtprojekts zu beauftra- 
gen? Wenn ja, welche Gründe waren für die jetzige E ntscheidung ausschlaggebend? 
 
Antwort: 
Der vorhandene Magistratsbeschluss sieht die Projek tleitung durch den Eigenbetrieb Immobilienmana- 
gement vor, eine externe Unterstützung (z. B. Schwi mmbadtechnik, gutachterliche Begleitung, siehe 
auch Antwort zur Frage 3) ist dadurch allerdings ni cht ausgeschlossen. Diese ist mit allen Beteiligten  
abgestimmt und vorgesehen. 
 
Frage 5: 
Laut Magistratsvorlage soll ein Förderantrag beim L and Hessen gestellt werden, um den Status als 
Leistungszentrum des Schwimmsports weiterhin zu erh alten. Gibt es bereits eine ungefähre Vorstel- 
lung davon, wie hoch die Förderung ausfallen könnte ? Gibt es hierzu Erfahrungswerte aus anderen 
Städten? Gibt es eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch die Beteiligung der Fachsportverbände 
ausfallen könnte? 
 
Antwort: 
Grundlage für die Beantragung eines Zuschusses beim  zuständigen Ministerium ist die formelle Be- 
schlussfassung der Stadt zur Durchführung der Maßna hme. Im Vorfeld gab es einen informellen Kon- 
takt zwischen Stadt und Land, bei dem eine grundsät zlich positive Entscheidung in Aussicht gestellt 
wurde. Die Unterstützung der drei Sportfachverbände  (Hessischer Schwimmsportverband, Hessische  
 
             . .

3 
Triahtloniken, Behindertensportverband) und des Lan dessportbundes basiert ebenfalls auf der Grund- 
lage eines verbindlichen Gremienbeschlusses auf Sei ten der Stadt. Da es sich um einen individuellen 
Förderantrag handelt, kann über die Höhe eines Zusc husses keine Aussage getroffen werden. Erfah- 
rungen aus anderen Kommunen liegen nicht vor. 
 
Frage 6: 
Gibt es neben der in der Magistratsvorlage vorgeleg ten Variante mit einem brutto Kostenrahmen von 
37,5 Millionen Euro weitere mögliche Varianten mit verminderten Kostenrahmen, die zumindest an- 
gedacht wurden? Wenn ja, weshalb sind diese anderen  Varianten in der aktuellen Magistratsvorlage 
nicht mehr aufgeführt? 
 
Antwort: 
Im Rahmen der Überarbeitung der Wettbewerbsergebnis se wurden Varianten zur Kostenoptimierung 
untersucht. Grundsätzlich hat diese Untersuchung ge zeigt, dass hier nur verhältnismäßig geringfügige 
Einsparungen erfolgen können, welche nicht im Koste n-Nutzen-Verhältnis stehen. 
 
Frage 7: 
In der Magistratsvorlage wird von Wärmedämmung des Gebäudes gesprochen, die sich dem Passiv- 
hausstandard annähert. Zudem sind eine Menge weiter er Energiesparmaßnahmen vorgesehen, bei- 
spielsweise eine energieoptimierte Lüftungstechnik,  eine integrierte Wärmepumpe und ähnliches. 
Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten aller energet ischen Maßnahmen, die über die Anforderungen 
nach EnEV hinausgehen? Wie hoch sind die Kosten für  die Einzelmaßnahmen? 
 
Antwort: 
Zum Zeitpunkt des jetzigen Vorentwurfstandes können  hier keine Zahlen benannt werden. Die Formu- 
lierungen sind als Zielvorgaben anzusehen und werde n nun im weiteren Planungsverfahren mit allen 
Projektbeteiligten erarbeitet und immer unter dem F aktor der Wirtschaftlichkeit in Betrieb geprüft. 
 
Frage 8: 
Wie hoch sind die Kosten für die Maßnahmen im Außen bereich? Wie hoch sind insbesondere die Kos- 
ten für das wellenförmige Holzdeck? 
 
Antwort: 
Der Kostenrahmen für die Außenanlage belaufen sich,  wie der Vorlage zu entnehmen, auf 1,43 Mio. 
Euro brutto. Der Anteil des Holzsonnendecks liegt h ier bei rund 20 % (ca. 300.000 Euro). 
 
Frage 9: 
In der zurückgezogenen Magistratsvorlage wurde ein erheblich höherer Risikofaktor an den brutto 
Kostenrahmen angelegt. Weshalb wurde der damalige R isikofaktor in diese Höhe gewählt? Wieso 
beträgt der Risikofaktor jetzt nur noch 10%? 
 
Antwort: 
Der in der aktuellen Magistratsvorlage dargestellt Risikofaktor spiegelt den aktuellen Projektstand un d 
die damit verbundenen Risiken wieder.  
 
Es ist zu erkennen, dass gegenüber dem Faktor zum Z eitpunkt der Machbarkeitsstudie, mit einer Kos- 
tenannahme von 17 Mio. Euro, der Faktor von 40 % au f 10 % aufgrund der weiteren Erkenntnisse re- 
duziert werden konnte. Als Risiken werden aktuell g egenüber früheren Ständen die Themen Abbruch, 
Baugrund, Wasserhaltung, Nutzerprofil aufgeführt un d die Risiken dadurch erheblich minimiert wer- 
den. 
 
             . . .

4 
 
 
Die Faktoren aus der Vergangenheit beruhen auf Risi koannahmen, die aktuell als nicht mehr zu be- 
rücksichtigend eingestuft werden. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch     Rafael Reißer 
Oberbürgermeister     Bürgermeister 
 
 
Verteiler: 
 
Büro des Oberbürgermeisters 
Büro der STAVO m.d.B. um Verteilung an die Fraktionen + pdf 
Büro des Bürgermeisters 
Magistratsgeschäftsstelle 
Pressestelle    (x) zur Kenntnis 
                      (  ) zur Publikation 
 
Dezernat I  
Dezernat III 
IDA 
-52- 
EB Bäder 
 
z. V.

SV-2016/0038

2989 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2016/0038 
 
 
Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 6. September 2016 betr. Nordbad 
 
 
 
 
 
 
 
SPD-STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT   SPD-Stadtverordnetenfraktion Darmstadt 
Wilhelminenstr. 7a 
64283 Darmstadt 
 
Fon: 06151 – 2 79 02 75 
Fax: 06151 – 2 79 02 71 
info@spdfraktion-da.de 
www.spdfraktion-da.de 
 
Sparkasse Darmstadt 
IBAN DE46 5085 0150 0008 0063 77 
BIC HELADEF1DAS 
 
 
Große Anfrage 
 
 
Nordbad 
 
Ich frage den Magistrat: 
 
1. Wie ist zu erklären, dass die ursprünglich geplanten Kosten von 17 Millionen Euro für 
den Neubau des Nordbads sich inzwischen auf 37,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt 
haben?  
 
2. Von wem wurde die damalige Kostenschätzung von 17 Millionen Euro durchgeführt? 
Welche Expertise zur Errichtung von Schwimmbädern brachte die verantwortliche 
Instanz mit?  
 
3. Ist geplant bei der Beauftragung der Planer- und Bauleistungen, die laut 
Magistratsvorlage durch den Eigenbetrieb Bäder mit Unterstützung des 
Immobilienmanagements erfolgen soll, zusätzliche Unterstützung von einschlägigen 
Experten hinzuzuziehen? Wenn ja, wie hoch werden die Kosten für diese zusätzliche 
Expertise geschätzt? 
 
4. Wurde diskutiert, einen externen Projektmanager mit der Leitung des Gesamtprojekts 
zu beauftragen? Wenn ja, welche Gründe waren für die jetzige Entscheidung 
ausschlaggebend?  
 
5. Laut Magistratsvorlage soll ein Förderantrag beim Land Hessen gestellt werden, um 
den Status als Leistungszentrum des Schwimmsports weiterhin zu erhalten. Gibt es 
bereits eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch die Förderung ausfallen könnte? 
Gibt es hierzu Erfahrungswerte aus anderen Städten? Gibt es eine ungefähre 
Vorstellung davon, wie hoch die Beteiligung der Fachsportverbände ausfallen könnte?

2 
 
6. Gibt es neben der in der Magistratsvorlage vorgelegten Variante mit einem brutto 
Kostenrahmen von 37,9 Millionen Euro weitere mögliche Varianten mit vermindertem 
Kostenrahmen, die zumindest angedacht wurden? Wenn ja, weshalb sind diese anderen 
Varianten in der aktuellen Magistratsvorlage nicht mehr aufgeführt?  
 
7. In der Magistratsvorlage wird von Wärmedämmung des Gebäudes gesprochen, die sich 
dem Passivhausstandard annähert. Zudem sind eine Menge weiterer 
Energiesparmaßnahmen vorgesehen, beispielsweise eine energieoptimierte 
Lüftungstechnik, eine integrierte Wärmepumpe und ähnliches. Wie hoch sind die 
zusätzlichen Kosten aller energetischen Maßnahmen, die über die Anforderungen nach 
EnEV hinausgehen? Wie hoch sind die Kosten für die Einzelmaßnahmen?   
 
8. Wie hoch sind die Kosten für die Maßnahmen im Außenbereich? Wie hoch sind 
insbesondere die Kosten für das wellenförmige Holzdeck?  
 
9. In der zurückgezogenen Magistratsvorlage wurde ein erheblich höherer Risikofaktor an 
den brutto Kostenrahmen angelegt. Weshalb wurde der damalige Risikofaktor in dieser 
Höhe gewählt? Wieso beträgt der Risikofaktor jetzt nur noch 10%? 
 
 
Darmstadt, 6. September 2016 
Moritz Röder 
Stadtverordneter

Beratungsverlauf (1)

TOP 28.3

Orte (2)

  • Wilhelminenstraße 7a
  • Luisenplatz 5

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2016/0038
Typ
Große Anfragen
Datum
06.09.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00