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A-R/0033/2012

Theaterbetrieb weiter optimieren - Qualität bewahren

Antrag an den Rat 19.06.2012

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 27.06.2012, TOP 45.5

Originalantrag

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Originalantrag

6869 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0033/2012  
 
Antrag 
 
 
 
 
19.06.2012 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster  
 
Theaterbetrieb weiter optimieren – Qualität bewahren 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Das Theater Münster ist als Mehrspartenhaus eine de r wichtigsten 
Kultureinrichtungen der Stadt Münster und übernimmt  eine oberzentrale Funktion für 
das Münsterland. Damit dies auch in Zukunft so blei bt, bedarf es trotz der 
Konsolidierungsbeiträge des Theaters in den letzten  Jahren, ständiger 
Anstrengungen, um die Kosten zu minimieren, die Abl äufe zu verbessern und 
weitere Finanzierungsquellen zu erschließen.  
 
Das Theater Münster und die Verwaltung werden beauf tragt, folgende Optionen zu 
prüfen: 
 
1. Es ist zu prüfen, inwieweit Aktionen wie der sym bolische Verkauf von 
Theaterstühlen bzw. Stuhlpatenschaften im Theater M ünster durchgeführt 
werden können. 
 
2. Es ist zu prüfen, ob durch die Vermietung der ve rschiedenen Räumlichkeiten 
des Theaters einschließlich des Theatertreffs (an s pielfreien Tagen) 
Einnahmen erzielt werden können. 
 
3. Es ist zu prüfen, ob die von dem Theater Münster  genutzten Immobilien 
(Theaterwerkstätten, Lagerräume) in dem Maße erford erlich sind und ob 
durch eine Optimierung Kosten zu reduzieren sind. 
 
4. Es ist zu prüfen, ob eine gemeinsame Einkaufspla ttform mit anderen Theatern 
möglich ist, um durch gemeinsame Einkäufe Kosten zu sparen. 
 
5. Die Preisstruktur der Eintrittskarten ist zu übe rprüfen. Insbesondere sollte bei 
den teureren Eintrittskarten ab der Spielzeit 2013/ 14 eine Preiserhöhung 
vorgenommen werden. 
 
6. Es ist zu prüfen, ob die Vorgaben zu den Orchest erdiensten im Einvernehmen 
zwischen der Theaterleitung und dem Orchester im In teresse aller Beteiligten 
flexibler und praktikabler gestaltet werden können. 
 
7. Es ist zu prüfen, inwieweit eine verstärkte Koop eration mit anderen 
Theaterwerkstätten (z.B. Osnabrück) sinnvoll ist un d Einsparungen erbringen 
kann. 
 
8. Es ist zu überprüfen, ob durch interne Erarbeitu ng (mit externer Moderation) 
zwischen der Theaterleitung und den Mitarbeiterinne n und Mitarbeitern die

	


	

		
	
	











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technischen Abläufe weiter optimiert und damit Kost en reduziert werden 
können. 
 
9. Die Regelungen bezüglich der Vergabe von Frei- u nd Dienstkarten soll 
überarbeitet und restriktiver werden, um hierdurch möglichen Missbrauch zu 
vermeiden. 
 
 
Begründung: 
 
 
Zu 1.  
Um weitere Finanzierungsquellen zu erschließen, bie ten sich Aktivitäten wie 
Stuhlpatenschaften an. Wie dies schon in einigen an deren Theatern praktiziert wird 
(beispielsweise beim Mecklenburgischen Staatstheate r Schwerin, Schauspiel 
Frankfurt, Comedia Köln oder Stadttheater Fürth), k ann gegen Zahlung eines 
Betrages eine Stuhlpatenschaft bzw. symbolisch ein Stuhl im Theater erworben 
werden. Es ist zu überlegen, ob die Stuhlpaten neben einem Eintrag im Internet auch 
über ein Schild an dem Stuhl oder durch eine Tafel im Foyer bekannt gemacht 
werden. 
 
Zu 2. 
Das Theater befindet sich in attraktiver und zentra ler Lage. Die Räumlichkeiten mit 
den entsprechenden Ausstattungen sind auch für exte rne Veranstalter interessant. 
Hier soll geprüft werden, ob (an spielfreien Tagen)  vermehrt Vermietungen möglich 
sind. Dies würde das Haus auch gegenüber Personen ö ffnen, die möglicherweise 
das Theater Münster noch nicht besucht haben. Es is t zu prüfen, ob die Einnahmen 
die möglichen Mehrkosten für Bühnenumbauten rechtfertigen. 
 
Zu 3. 
Das Theater nutzt im Stadtgebiet verschiedene Immob ilien. Dies sollte bezüglich der 
Kosten, der Nutzungen und möglicher Alternativlösun gen im Zusammenarbeit mit 
dem Amt für Immobilienmanagement auf den Prüfstand gestellt werden.  
 
Zu 4. 
Theaterspezifische Bedarfe fallen an verschiedenen Theatern an, so dass sich hier 
eine Zusammenarbeit anbietet. Konkret sollte geprüf t werden, ob bestimmte 
Produkte in größeren Mengen gemeinsam ausgeschrieben bzw. angeschafft werden. 
Hierdurch können mögliche Kosten reduziert werden.  
 
Zu 5. 
Wie bereits in der Vorlage V/0434/2012 angesprochen, besteht die Möglichkeit durch 
eine Preiserhöhung zur Spielzeit 2013/2014 die Einn ahmen zu erhöhen. Dies sollte 
konkret geprüft werden. Insbesondere bietet es sich  an, in dem höherpreisigen 
Bereich Erhöhungen vorzunehmen. Die erhöhten Preiss taffelungen sollten so 
gewählt werden, dass durch entsprechende Informatio nen eine Akzeptanz bei den 
Besucherinnen und Besuchern erreicht wird.  
 
Zu 6.

	


	

		
	
	











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3 
Neben vielen sinnvollen und verständlichen Regelung en zu den Orchesterdiensten, 
bestehen auch Vereinbarungen, die die Arbeit für Or chester und Theaterleitung 
schwieriger gestalten. Insoweit sollte zwischen dem  Orchester und der 
Theaterleitung erarbeitet werden, ob es möglich ist , für das Haus praktikablere 
Regelungen zu schaffen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen. 
 
Zu 7.  
Die Kooperationen zwischen verschiedenen Häusern si nd nur im begrenzten Maße 
möglich. Zumal das Theater Münster im Gegensatz zu der Theaterdichte 
beispielsweise im Ruhrgebiet zu den nächstens Häuse rn eine größere Entfernung 
hat. Jedoch kann die Zusammenarbeit in bestimmten B ereichen sinnvoll sein und 
auch zu einer Kostenersparnis führen. Beispielsweis e könnten unterschiedliche 
Ressourcen und Fähigkeiten verschiedener Werkstätte n in einer Zusammenarbeit 
optimaler genutzt werden. 
 
Zu 8.  
Ein großer Personalanteil des Theater fällt auf das  technische Personal. Hier wurde 
in den letzten Jahren durch Personalabbau konsolidi ert und die Abläufe wurde 
dementsprechend umgestellt. Dennoch sollte in diese m Bereich gemeinsam 
zwischen Theaterleitung und den betroffenen Mitarbe iterinnen und Mitarbeitern 
weiter an einer Verbesserung der Abläufe und der St rukturen gearbeitet werden. 
Hierzu bietet es sich an, eine externe und fachkompetente Moderation einzubinden. 
 
Zu 9. 
Grundsätzlich sollte die Vergabe von Frei- und Dien stkarten auf zwei Karten pro 
Produktion und berechtigte Person beschränkt werden . Hierdurch kann möglicher 
Missbrauch vermieden werden. Die entsprechenden Reg elungen sollten insoweit 
angepasst werden. 
 
 
 
Philipp Gabriel  Dr. Michael Jung   Kurt Pölling 
Holger Wigger  Marianne Koch   Friedhelm Schade 
Dr. Fritz Baur   Dr. Thorsten Kornblum   Anne Schul ze Wintzler 
Thomas Fastermann Gaby Kubig-Steltig    Petra Seyff erth 
Beanka Ganser  Doris Lammert   Beate Vilhjalmsson 
Anne Hakenes  Thomas Marquardt   Maria Winkel 
Ralf Hubert   Robert von Olberg

Beratungsverlauf (1)

27.06.2012 Rat
TOP 45.5 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0033/2012
Typ
Antrag an den Rat
Datum
19.06.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37