A-R/0033/2012
Theaterbetrieb weiter optimieren - Qualität bewahren
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Originalantrag
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0033/2012 Antrag 19.06.2012 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Theaterbetrieb weiter optimieren – Qualität bewahren Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Das Theater Münster ist als Mehrspartenhaus eine de r wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt Münster und übernimmt eine oberzentrale Funktion für das Münsterland. Damit dies auch in Zukunft so blei bt, bedarf es trotz der Konsolidierungsbeiträge des Theaters in den letzten Jahren, ständiger Anstrengungen, um die Kosten zu minimieren, die Abl äufe zu verbessern und weitere Finanzierungsquellen zu erschließen. Das Theater Münster und die Verwaltung werden beauf tragt, folgende Optionen zu prüfen: 1. Es ist zu prüfen, inwieweit Aktionen wie der sym bolische Verkauf von Theaterstühlen bzw. Stuhlpatenschaften im Theater M ünster durchgeführt werden können. 2. Es ist zu prüfen, ob durch die Vermietung der ve rschiedenen Räumlichkeiten des Theaters einschließlich des Theatertreffs (an s pielfreien Tagen) Einnahmen erzielt werden können. 3. Es ist zu prüfen, ob die von dem Theater Münster genutzten Immobilien (Theaterwerkstätten, Lagerräume) in dem Maße erford erlich sind und ob durch eine Optimierung Kosten zu reduzieren sind. 4. Es ist zu prüfen, ob eine gemeinsame Einkaufspla ttform mit anderen Theatern möglich ist, um durch gemeinsame Einkäufe Kosten zu sparen. 5. Die Preisstruktur der Eintrittskarten ist zu übe rprüfen. Insbesondere sollte bei den teureren Eintrittskarten ab der Spielzeit 2013/ 14 eine Preiserhöhung vorgenommen werden. 6. Es ist zu prüfen, ob die Vorgaben zu den Orchest erdiensten im Einvernehmen zwischen der Theaterleitung und dem Orchester im In teresse aller Beteiligten flexibler und praktikabler gestaltet werden können. 7. Es ist zu prüfen, inwieweit eine verstärkte Koop eration mit anderen Theaterwerkstätten (z.B. Osnabrück) sinnvoll ist un d Einsparungen erbringen kann. 8. Es ist zu überprüfen, ob durch interne Erarbeitu ng (mit externer Moderation) zwischen der Theaterleitung und den Mitarbeiterinne n und Mitarbeitern die !"#$% " &&&!"##$% " 2 technischen Abläufe weiter optimiert und damit Kost en reduziert werden können. 9. Die Regelungen bezüglich der Vergabe von Frei- u nd Dienstkarten soll überarbeitet und restriktiver werden, um hierdurch möglichen Missbrauch zu vermeiden. Begründung: Zu 1. Um weitere Finanzierungsquellen zu erschließen, bie ten sich Aktivitäten wie Stuhlpatenschaften an. Wie dies schon in einigen an deren Theatern praktiziert wird (beispielsweise beim Mecklenburgischen Staatstheate r Schwerin, Schauspiel Frankfurt, Comedia Köln oder Stadttheater Fürth), k ann gegen Zahlung eines Betrages eine Stuhlpatenschaft bzw. symbolisch ein Stuhl im Theater erworben werden. Es ist zu überlegen, ob die Stuhlpaten neben einem Eintrag im Internet auch über ein Schild an dem Stuhl oder durch eine Tafel im Foyer bekannt gemacht werden. Zu 2. Das Theater befindet sich in attraktiver und zentra ler Lage. Die Räumlichkeiten mit den entsprechenden Ausstattungen sind auch für exte rne Veranstalter interessant. Hier soll geprüft werden, ob (an spielfreien Tagen) vermehrt Vermietungen möglich sind. Dies würde das Haus auch gegenüber Personen ö ffnen, die möglicherweise das Theater Münster noch nicht besucht haben. Es is t zu prüfen, ob die Einnahmen die möglichen Mehrkosten für Bühnenumbauten rechtfertigen. Zu 3. Das Theater nutzt im Stadtgebiet verschiedene Immob ilien. Dies sollte bezüglich der Kosten, der Nutzungen und möglicher Alternativlösun gen im Zusammenarbeit mit dem Amt für Immobilienmanagement auf den Prüfstand gestellt werden. Zu 4. Theaterspezifische Bedarfe fallen an verschiedenen Theatern an, so dass sich hier eine Zusammenarbeit anbietet. Konkret sollte geprüf t werden, ob bestimmte Produkte in größeren Mengen gemeinsam ausgeschrieben bzw. angeschafft werden. Hierdurch können mögliche Kosten reduziert werden. Zu 5. Wie bereits in der Vorlage V/0434/2012 angesprochen, besteht die Möglichkeit durch eine Preiserhöhung zur Spielzeit 2013/2014 die Einn ahmen zu erhöhen. Dies sollte konkret geprüft werden. Insbesondere bietet es sich an, in dem höherpreisigen Bereich Erhöhungen vorzunehmen. Die erhöhten Preiss taffelungen sollten so gewählt werden, dass durch entsprechende Informatio nen eine Akzeptanz bei den Besucherinnen und Besuchern erreicht wird. Zu 6. !"#$% " &&&!"##$% " 3 Neben vielen sinnvollen und verständlichen Regelung en zu den Orchesterdiensten, bestehen auch Vereinbarungen, die die Arbeit für Or chester und Theaterleitung schwieriger gestalten. Insoweit sollte zwischen dem Orchester und der Theaterleitung erarbeitet werden, ob es möglich ist , für das Haus praktikablere Regelungen zu schaffen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen. Zu 7. Die Kooperationen zwischen verschiedenen Häusern si nd nur im begrenzten Maße möglich. Zumal das Theater Münster im Gegensatz zu der Theaterdichte beispielsweise im Ruhrgebiet zu den nächstens Häuse rn eine größere Entfernung hat. Jedoch kann die Zusammenarbeit in bestimmten B ereichen sinnvoll sein und auch zu einer Kostenersparnis führen. Beispielsweis e könnten unterschiedliche Ressourcen und Fähigkeiten verschiedener Werkstätte n in einer Zusammenarbeit optimaler genutzt werden. Zu 8. Ein großer Personalanteil des Theater fällt auf das technische Personal. Hier wurde in den letzten Jahren durch Personalabbau konsolidi ert und die Abläufe wurde dementsprechend umgestellt. Dennoch sollte in diese m Bereich gemeinsam zwischen Theaterleitung und den betroffenen Mitarbe iterinnen und Mitarbeitern weiter an einer Verbesserung der Abläufe und der St rukturen gearbeitet werden. Hierzu bietet es sich an, eine externe und fachkompetente Moderation einzubinden. Zu 9. Grundsätzlich sollte die Vergabe von Frei- und Dien stkarten auf zwei Karten pro Produktion und berechtigte Person beschränkt werden . Hierdurch kann möglicher Missbrauch vermieden werden. Die entsprechenden Reg elungen sollten insoweit angepasst werden. Philipp Gabriel Dr. Michael Jung Kurt Pölling Holger Wigger Marianne Koch Friedhelm Schade Dr. Fritz Baur Dr. Thorsten Kornblum Anne Schul ze Wintzler Thomas Fastermann Gaby Kubig-Steltig Petra Seyff erth Beanka Ganser Doris Lammert Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes Thomas Marquardt Maria Winkel Ralf Hubert Robert von Olberg
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0033/2012
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 19.06.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37