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Annahme einer Schenkung an die Stadt Köln, Museum Ludwig

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2231/2017 vom 16.08.2017

Stand: Am 28.09.2017 im Rat ungeändert beschlossen.

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  • Beschlussvorlage Rat

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4511 Vorlagen-Nummer 2231/2017 Freigabedatum 15.08.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Schenkung an die Stadt Köln, Museum Ludwig hier: Schenkung der Installation "Your Name here" von 2016 von Christian Philipp Müller Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Schenkung der Installation „Your Name here“ von 2016 von Christian Philipp Mül- ler als Schenkung des Künstlers im Wert von 40.000,00 Euro an das Museum Ludwig mit Dank an. Ausschuss Kunst und Kultur 12.09.2017 Rat 28.09.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Christian Philipp Müller 1957 Biel, Schweiz geboren, lebt in Berlin Your Name Here (Ihr Name hier),2016 Wandfarbe, Wandfolie, Plexiglas Maße variabel Versicherungswert: 40.000 € Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Museum Ludwig war die Gruppenausstellung „Wir nennen es Ludwig“. 25 Internationale Künstler und Künstlerinnen waren eingeladen, mit eigens für die Ausstel- lung konzipierten neuen Arbeiten über die Institutionsgeschichte des städtischen Museum Ludwig, seine Sammlung und sein Umfeld nachzudenken. Die Ausstellung bot eine Vielzahl subjektiver Per- spektiven, die zu einem kaleidoskopischen Bild der Institution verdichtet waren. Christian Philipp Müller hatte bereits 1990 die institutionskritische Arbeit „Köln- Düsseldorf“ zur Kultur- szene im Rheinland entwickelt, für die er die Etats der Kulturhaushalte der Städte Köln und Düssel- dorf recherchierte und in eine Rauminstallation übersetzte. Eingeladen zu „Wir nennen es Ludwig“ ging er der Frage nach den großen Stiftern und Sammlern der Stadt Köln nach und welche Präsenz sie in der Stadtgeschichte besitzen. Dabei fiel ihm auf, dass die Denkmäler der beiden Stifter Ferdi- nand Franz Wallraf und Johann Heinrich Richartz vor dem ehemaligen Wallraf-Richartz-Museum ver- blieben sind. Die Form der markanten Sockel übernahm er für die beiden Plexiglasskulpturen, mit der Frage, welches die künftigen Stifter sein werden, die auf einen Sockel gehoben werden sollten. In den Worten des Künstlers: „Ein Denkmal für den wichtigen Kunstsammler und Stifter Josef Hau- brich sucht man bis heute vergeblich in Köln. Die sitzenden Bronzefiguren von Wilhelm Albermann der großen historischen Vorbilder des 19. Jahrhunderts, Ferdinand Franz Wallraf und Johann Hein- rich Richartz, stehen etwas verloren auf modernen Sockeln vor dem Museum für Angewandte Kunst. Die beiden bedeutenden Stifter haben den Umzug ihrer Sammlungen und Häuser verpasst. Das Mu- seum Ludwig ist hingegen ein fester Begriff geworden und wurde weit über die Grenzen von Köln hinaus international bekannt. An wen werden wir uns erinnern in weiteren vierzig Jahren? Wer sam- melt heute mit Leidenschaft zeitgenössische Kunst in Köln und wäre bereit, die besten Stücke für immer von ganzem Herzen zu verschenken und in das Museum Ludwig integrieren zu lassen? Unter den bedeutenden Häusern privater Kölner Kunst-Sammlungen wird die Nachfolge der berühmten Schenkungen von Wallraf, Richartz, Haubrich und Ludwig noch völlig offen diskutiert. Alle sind sich indessen einig, Leihgaben sind keine Alternative. Während meiner Hausbesuche hörte ich in leichten Varianten immer wieder denselben Wunsch nach Schenken „ohne wenn und aber“. Wer hilft mit, die großen Fußstapfen zu füllen?“ Das Museum Ludwig freut sich mit dieser Schenkung nun eine weitere Arbeit von Christian Philipp Müller in die Sammlung integrieren zu können. Müller ist wie Andrea Fraser ein wichtiger Vertreter der Institutionskritik, die in den 1990er Jahren in Köln nicht zuletzt über die Ausstellungen in der Galerie Nagel in Köln sehr präsent war.

Beratungsverlauf

  1. 12.09.2017

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 28.09.2017 zuletzt

    Rat

    TOP 2.1, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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