AN/0231/2024
Erhalt Fährverbindung Köln-Langel – Leverkusen-Hitdorf
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SPD Antrag nach § 3
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An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn Lino Hammer SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 19.02.2024 AN/0231/2024 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 05.03.2024 Erhalt Fährverbindung Köln-Langel – Leverkusen-Hitdorf Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die T agesordnung der kommenden Sitzung zu setzen: Beschluss: Der Verkehrsausschuss beschließt: 1. Wiederaufnahme der Fährverbindung Köln-Langel – Leverkusen-Hitdorf mit einem geeigneten Fährschiff mit alternativen Antrieb für Personen, Fahrräder, PKW, LKW und den landwirtschaftlichen Verkehr. Die Fährverbindung stellt ein Teil der kommu- nalen Daseinsvorsorge da. 2. In der Zwischenzeit bis zur Auslieferung der neuen Fähre mit alternativen Antrieb ist ein Ersatzkonzept zu entwickeln und schnellstmöglich umzusetzen. 3. Die Verwaltung möge kurzfristig Gespräche mit der Stadt Leverkusen und der HGK über die Fortsetzung des Fährbetriebes führen. 4. Die Verwaltung prüft, wie die Fähre in den Nahverkehrsplan der Stadt Köln und in das VRS-Tarifsystem aufgenommen werden kann. - 2 - 5. Für den Neubau einer Fähre mit alternativen Antrieb sind entsprechende Fördermittel zu beantragen. 6. Die Bürger:innen werden vor Ort in geeigneter Weise über die Konzepte informiert und eingebunden. Über die Gespräche und das neue Konzept der Fähre sind der Verkehrsausschuss und die Bezirksvertretung Chorweiler quartalsweise zu informieren. Begründung: Die mittlerweile über 60-Jahre alte Fähre „Fritz Middelains" kann nicht mehr instandgesetzt werden. Das hohe Alter der Fähre hat zu einer fortlaufenden Verschlechterung der Betriebs- qualität bzw. -sicherheit geführt, sodass die Fahrgastzahlen tendenziell sinkend sind. Daher liefern diese allerdings auch keine valide Basis zur Abschätzung der zukünftigen Nutzung dieser Fährverbindung mit einer neuen, dann zuverlässig fahrenden Fähre. Für Pendler:innen in den Leverkusener-Norden bzw. in den Raum Monheim stellt diese Fähre abseits der viel genutzten und meist überlasteten Hauptrouten eine hervorragende Al- ternative da und wurde in der Vergangenheit bestens angenommen. Gerade die Bauern und Landwirte, die teilweise Betriebsteile bzw. Felder auf beiden Seiten des Rheins bewirtschaf- ten, brauchen für den Transport regionaler landwirtschaftlicher Produkte und um ihre land- wirtschaftlichen Flächen effizient bearbeiten zu können eine Fähre mit entsprechenden La- dekapazitäten. Der Verweis auf die wieder befahrbare A1-Brücke ist für den landwirtschaftli- chen Verkehr leider nicht zielführend, da die dortige Brücke nur für den Verkehr über 60 km/h genutzt werden kann. Die durch die Einstellung der Fähre entstehenden Umwege sind klimaschädlich und können durch den Weiterbetrieb vermieden werden. Die in Leverkusen öffentlich eingebrachte Summe von ca. 5 Mio. € für eine neue, umwelt- freundliche Fähre, die auch für PKW, LKW und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nutzbar wäre, ist ernsthaft zu hinterfragen. Die auf der Barthel Werft in Derben in Sachsen-Anhalt ge- baute Schlei-Fähre Missunde III ist in Schleswig-Holstein Anfang Februar 2024 als neue bat- terie- und solarbetriebene Fähre übergeben worden. Deren gesamte Baukosten werden in den Finanzveröffentlichungen der Landesregierung mit 3,3 Mio € angegeben, davon hat das Land Schleswig-Holstein 2,4 Mio € übernommen. Diese Fähre kann sogar besonders hohe Fahrzeuge befördern. Eine entsprechende Förderung des Landes ist anzustreben. Auch wenn die Fortsetzung des Fährbetriebes aktuell betriebswirtschaftlich nicht optimal ist, ist der volkswirtschaftliche Nutzen der Fährverbindung höher einzuschätzen. Niemand käme auf die Idee, die Kölner Brückenbauwerke betriebswirtschaftlich betreiben zu wollen. Die Fährverbin- dung ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge! Gerade die HGK mit ihrer Tochter der HGK Shipping kann dieses Projekt nutzen, um alterna- tive Antriebe für den Schiffverkehr zu testen und hier einzusetzen. Dadurch können weitere Einsparungen in der Klimabilanz erwirkt und Synergien im Konzernverbund genutzt werden. Da bis zur Auslieferung eine Einstellung von bis zu zwei Jahren droht ist dringend ein Ersatz zu finden ist, sind Ersatzangebote zu nutzen und durchzuführen. gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0231/2024
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 19.02.2024
- Erstellt
- 19.02.2024 10:06