V/0463/2021
Jahresabschluss 2020 der Westfälische Bauindustrie GmbH
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Bilanz_31.12.2020
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Bilanz der Westfälische Bauindustrie GmbH, Aktivseite A. Anlagevermögen Il. Immaterielle Vermögensgegenstände Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 3. Technische Anlagen und Maschinen 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5. Anlagen im Bau B. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Vermietung 2. Forderungen aus Betreuungstätigkeit 3. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen - davon gegen Gesellschafter: € 39.575,97 (Vj. € 100.347,36) 5. Sonstige Vermögensgegenstände . Flüssige Mittel Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.042.657,19 30.404.232,79 763.392,00 165.732,00 1.208.144,07 74.268,86 232,00 0,00 46.369,68 643.992,97 31.12.2020 33.584.158,05 31.12.2019 € 7,00 1.074.154,19 31.222.313,79 723.139,32 180.813,00 53.052,81 33.253.473,11 33.584.165,05 33.253.480, 11 764.863,51 562.596,39 33.569,82 524,88 12.374,70 101.215,67 740.819,65 888.504,72 677.859,22 1.327.459,90 1.566.363,94 34.911.624,95 34.819.844,05 Münster, zum 31.12.2020 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Il. Kapitalrücklage Ill. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen IV. Bilanzgewinn - davon Gewinnvortrag € 46.598,39 (Vj. € 51.461,77) B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten aus Vermietung 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - davon gegenüber Gesellschafter: € 2.801.388,16 (vj. € 1.429.531,42) 5. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern € 122.139,34 (Vj. € 348.060,37) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.267,82 (Vj. € 726,28) D. Rechnungsabgrenzungsposten E. Passive latente Steuern 31.12.2020 € € 21.630.000,00 2.350.000,00 1.400.000,00 3.082.926,72 28.462.926,72 339.516,00 ___165.950,00. 505.466,00 2.284.900,42 115.020,98 307.555,57 2.801.859,24 138.339,46 5.,647.675,67 257.725,56 37.831,00 Passivseite 31.12.2019 € 21.630.000,00 2.350.000,00 2.500.000,00 3.046.598,39 46.937,00 135.800,00 182.737,00 2.588.907,78 99.425,98 268.214,38 1.430.040,57 404.120,39 4.790.709,10 281.028,56 38.771,00 34.911.624,95 34.819.844,05
Anlage A
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Anlage A zur V/0463/2021 Kurzüberblick Jahresabschluss der Westfälische Bauindustrie GmbH zum 31.12.2020 Ziele/Teilziele/Zielerreichung Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss in der Gesellschafterver- sammlung der Westfälische Bauindustrie GmbH Finanzierung Produktgruppe: 1501 Anteile an Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2021 enthalten? X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Ausschüttung erfolgt zu 99 v.H. an die Stadtwerke Münster GmbH. Die Ausschüttung ist in den Beteiligungserträgen indirekt über die Stadtwerke Münster GmbH enthalten. Nur 1 v.H. sind im Ergebnisplan der Stadt Münster direkt enthalten. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
GuV_-_Lagebericht_2020
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N 10. 11. 12. 13. 15. 16. und Leistungen Aufwendungen für Hausbewirtschaftung . Personalaufwand Gewinn- und Verlustrechnung der Westfälische Bauindustrie GmbH für das Geschäftsjahr 2020 (01.01. - 31.12.) . Umsatzerlöse + . Andere aktivierte Eigenleistungen + . Sonstige betriebliche Erträge + . Aufwendungen für bezogene Lieferungen a) Löhne und Gehälter - b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung € 68.659,11 (Vi. € 67.826,42) . Abschreibungen auf immaterielle - Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen . Sonstige betriebliche Aufwendungen - . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + . Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - davon an verbundene Unternehmen € 2.687,75 (Vj. € 2.615,87) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern + Sonstige Steuern Jahresüberschuss . Gewinnvortrag Einstellg./Entnahme in/aus Gewinnrücklagen + Bilanzgewinn 2020 € 11.024.726,99 0,00 155.965,63 5.324.362,98 1.038.174,75 252.348,07 1.003.608,38 425.974,61 2,91 52.285,70 900.862,74 2.183.078,30 246.749,97 1.936.328,33 46.598,39 1.100.000,00 3.082.926,72 Vorjahr € 14.179.991,64 0,00 134.757,86 5.941.701,96 986.584,37 244.213,52 991.896,64 371.920,10 98,72 53.976,72 1.774.689,12 3.949.865,79 254.729,17 3.695.136,62 51.461,77 700.000,00 3.046.598,39 LAGEBERICHT der Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster für das Geschäftsjahr 2020 DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES UND DES ERGEBNISSES DES JAHRES 2020 SOWIE DARSTELLUNG DER LAGE DES UNTERNEHMENS 1. GRUNDLAGEN, GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN, LAGE 1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN 1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS 1.3.1 Vermögenslage 1.3.2 Finanzlage 1.3.3 Ertragslage 1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Westfälische Bauindustrie GmbH ist eine kommunale Gesellschaft der Stadt Münster. Sie bewirtschaftet umfassend den ruhenden Verkehr in der Stadt Münster, baut und betreibt Parkhäuser und bewachte Fahrradparkanlagen. Dabei ist die WBI in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und Polizei beauftragt, bauliche Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger auf Wegen, Straßen und Plätzen (Gefahrenabwehr) zu errichten und zu unterhalten. Die WBl engagiert sich ferner im Bereich des gewerblichen Bauens als Bauherrin im eigenen Namen oder als Baubetreuerin von Vorhaben mit öffentlicher Zweck- setzung im fremden Namen, die strukturell zur Stadtentwicklung in Münster beitragen. Hierzu gehören Gewerbe- oder Handwerkerzentren, Projekte zur wohnungsnahen Grundversorgung (Entwicklung/Verbesserung von Wohnbereichen, Bau von Schulen, Kindertagesstätten), Ein- richtungen für geflüchtete Menschen und sonstige soziale Infrastruktureinrichtungen. Die Gesellschaft vermietet eigene Immobilien und verwaltet Eigentümergemeinschaften, an de- nen sie beteiligt ist oder auf Veranlassung eines Gesellschafters. 1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN Infolge der hoheitlichen Einschränkungen in Verbindung mit der Corona-Pandemie hat der Geschäftsbereich „PARKEN“ erhebliche Einbußen zu verzeichnen. Mit der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel im Frühjahr und im Herbst 2020 gingen auch die Einnahmen aus „Kurzparkungen“ drastisch zurück. Insgesamt verzeichnet der Geschäftsbereich im Jahr 2020 Mindererlöse in Höhe von knapp 3 Mio.€. Mit dem andauernden Lockdown setzt sich die negative Entwicklung im Jahr 2021 fort. So verzeichnet die Gesellschaft einen Rückgang der Kurzzeitparkungen von mehr als 75 % in den Monaten Januar und Februar 2021. Die Vermietung der seit September 2019 angebotenen „persönlichen“ Fahrrad-Einstellplätze im EG des Parkhauses Bremer Platz ist weiterhin nicht zufriedenstellend. Gegenmaßmnah- men der Geschäftsführung, wie Probeabos, verstärkte Werbemaßnahmen, Optimierung der Beschilderung oder Flexibilisierungen bei der Buchung eines Stellplatzes führten nicht zu einer Auslastung der vorhandenen Stellplätzte. Um die Nachfrage zu steigern wäre die Un- terstützung der Stadt Münster durch gezieltes Entfernen der abgestellten Räder auf den um- liegenden Gehsteigen wünschenswert. Diese sind durch „wild abgestellte“ Fahrräder größ- tenteils blockiert. Für Ende des Jahres 2021 bzw. Anfang 2022 ist allerdings die Fertigstel- lung der „Radstation Hauptbahnhof — Ost" vorgesehen. Die gegenüber dem PH Bremer Platz angesiedelte Station ist für rd. 2.000 Fahrräder ausgelegt. Für deren Inbetriebnahme ist zur- zeit noch vorgesehen, die Fahrradständer im PH Bremer Platz zu demontieren und dort auf- zubauen. Das EG im PH Bremer Platz stünde dann wieder vollumfänglich zum Abstellen von PKW zur Verfügung. Allerdings verfolgt die Stadt als Gesellschafterin der WBI das Ziel, das Parkhaus zu einem überwiegenden Fahrradparkhaus mit PKW-Kurz- und PKW- Dauerparkplätzen für das Hansaquartier umzubauen. Die Geschäftsführung steht dem Vor- haben ablehnend gegenüber. Das Parkhaus Bremer Platz ist ein umsatzstarkes Parkhaus. Die künftige Betriebsführung der neuen „Radstation Hauptbahnhof — Ost“ ist noch nicht ab- schließend geklärt. Der Betrieb wird entweder an den Betreiber der „Radstation Hauptbahn- hof - West" vergeben oder erfolgt in Eigenregie der Gesellschaft. Im Geschäftsbereich Vermietung von gewerblichen Objekten und Wohnungen wurden das Vorjahresergebnis und das Planergebnis 2020 übertroffen. Dabei haben geringere Instand- haltungsaufwendungen die durch die Sanierung der VHS reduzierten Mieteinnahmen mehr als ausgeglichen. Die übrigen Geschäftsbereiche entwickelten sich weitgehend planmäßig oder besser. Die Gesamt-Ergebnis-Planung 2020, aus Herbst 2019, wurde aber nicht erreicht: ./. 420 T€. 1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS 1.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Westfälische Bauindustrie GmbH hat sich im Berichtsjahr nur unwe- sentlich um 92 T€ erhöht. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen (rd. 1,45 Mio.€) und die Gewinnausschüttung (3,0 Mio.€) waren auch im Jahr 2020 mit den erwirtschafteten liquiden Mittel allein nicht zu finanzieren. Die Gesellschaft hat daher weitere Finanzierungen in Form von Leasingverträ- gen und im Rahmen des Cash - Pool Verfahrens mit der Stadt Münster in Anspruch genom- men. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH direkt mit rd. 31 T€ für Parkentgelte aus der Nutzung der „Stadtwerke Plus Card“ und indirekt mit rd. 7 T€ gegen die „Stadtnetze Münster GmbH" für Entgelte aus dem Betrieb von Photovoltaikanlagen. Gegen die Stadt Münster bestehen Forderungen in Höhe von rd. 9 TE für Dauerparkentgelte und verauslagte Kosten für die Zentrale Unter- bringungseinrichtung Münster (ZUE). Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital durch die Entnahme aus „andere Ge- winnrücklagen“ um rd. 1,06 Mio.€. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich entsprechend um etwa 3,5 % aufrd. 81,5 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um die planmäßigen Til- gungen, dagegen erhöhten sich die „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh- men“ durch die erhöhte Inanspruchnahme der „Cash-Pool-Finanzierung“ der Stadt Münster um 1,3 Mio. €. 1.3.2 Finanzlage Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 standen der Gesellschaft rd. 562 TE liquide Mittel zur Verfügung. Mit der im Cash — Pool Verfahren genehmigten Kreditlinie bestand eine weitere Finanzreserve. Der ordentliche Geschäftsbetrieb war somit stets gesichert. 1.3.3 Ertragslage Der die Umsatzerlöse prägende Geschäftsbereich ist weiterhin der Bereich „PARKEN“, des- sen Anteil sich aber auf knapp 73 % (Vorjahr 78 %) reduzierte. Die Aufwendungen für bezo- gene Lieferungen und Leistungen entfallen dagegen weiterhin zu etwa 75 % auf diesen Ge- schäftsbereich. Insgesamt verringerten sich die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen um 617 T€, davon entfallen 375 T€ auf Instandhaltungsaufwendungen. Hier zeigten sich die von der Geschäftsführung veranlassten Maßnahmen, auf die Folgen der Pandemie zu reagieren. Die Personalkosten entwickelten sich entsprechend dem genehmigten Stellenplan. Die Ab- schreibungen erhöhten sich in Folge der ganzjährigen Abschreibungen der Investitionen des Vorjahres. Der Jahresüberschuss beträgt gut 1,9 Mio. €, was einer Verzinsung des anfänglichen Eigen- kapitals in Höhe von rd. 6,4 % entspricht. Im Vorjahr betrug die Verzinsung 12,9 %. Die Er- tragslage hat sich damit etwa halbiert. 2. UNTERNEHMENSENTWICKLUNG - PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKEN 2.1 Prognosebericht 2.2 Risikobericht 2.3 Chancenbericht 2.1 Prognosebericht Basierend auf den Erfahrungen des Jahres 2020 und den anstehenden, teilweise verscho- benen Instandhaltungsaufwendungen wurden mittelfristige Finanzplanungen für die Jahre 2021 - 2024 aufgestellt. Diese weisen zwar eine konstant positive Entwicklung aus, aber von einem sehr geringen Jahresüberschuss im Jahr 2021 ausgehend. Für die Jahre ab 2022 sind jährlich steigende Umsatzerlöse im Geschäftsbereich „Parken“ geplant. Die Geschäftsführung geht spätestens ab 2022 von einer Erholung der pandemi- schen Lage aus, kalkuliert aber auch die möglichen Folgen der Pandemie auf die Geschäfts- entwicklung unterschiedlicher Branchen der Innenstadt ein. Das Erreichen der Umsatzerlöse aus Kurz- und Dauerparkungen vor der Corona-Pandemie wird nicht vor 2024 erwartet. Ver- stärkter online-Handel dürfte dem stationären Einzelhandel weiter zusetzen, was die Attrakti- vität der Münsteraner Innenstadt für auswärtige Besucher nicht verbessert. Auswirkungen zeigen sich bereits jetzt schon bei den gewerblichen Mietobjekten der WBI im Aegidiimarkt und der Salzhofpassage. Ob die gastronomischen und kulturellen Angebote der Innenstadt derartige Treiber sein können, Kunden des innerstädtischen Einzelhandels zu substituieren ist ebenso ungewiss, wie die Entwicklung des innerstädtischen Dienstleistungssektors (Stichwort: Home-Office) oder der Hotellerie in Bezug auf Tagungen, Kongresse oder Dienst- reisen. Neben der Inbetriebnahme der „Radstation Hauptbahnhof — Ost“ (2021-2022) ist auch die Eröffnung des „Hafenmarkts“ (2024) geplant. Die Bewirtschaftung der dortigen Parkflächen hat sich die Gesellschaft im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages gesichert. Die Einhal- tung des geplanten Eröffnungstermins ist von gerichtlichen und politischen Entscheidungen abhängig. Der die Umsatzerlöse prägende Geschäftsbereich der Westfälische Bauindustrie GmbH wird weiterhin im Bereich „Parken“ liegen. Die Bewirtschaftung der drei nicht im Eigentum ste- henden Parkhäuser ist mit langfristigen Pachtverträgen abgesichert. Die 8 innerstädtischen Parkhäuser mit insgesamt rd. 3.700 EP waren stets die Basis einer konstanten wirtschaftli- chen Entwicklung und werden es auch in mittelfristig absehbarer Zukunft sein. Abzuwarten bleiben die weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie, des innerstädtischen Einzelhan- dels und die politischen Entscheidungen in Bezug auf eine „autoarmel/-freie Innenstadt“. Auch das Thema „Fahrradparken rund um den Hauptbahnhof“ kann erhebliche Auswirkun- gen auf die Erlössituation haben. Die Westfälische Bauindustrie GmbH versteht sich in die- sem Sektor als wirtschaftlich arbeitender Dienstleister für die Stadt Münster. Für den Bereich gewerbliche Immobilien und Wohnungen werden Erlössteigerungen durch Immobilienerwerb und —Neubau erwartet. Kostensteigerungen wurden insbesondere berück- sichtigt für Abschreibungen, Instandhaltungen, Energie und Personal (Bewachung, Reini- gung, usw.). Der geänderte Gesellschaftsvertrag bietet ausreichend Möglichkeiten die Ge- schäftsfelder der Gesellschaft künftig breiter aufzustellen. Der Bau von Absperreinrichtungen für die Stadt Münster wird die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren noch beschäftigen. Den erzielten Erlösen werden in den Anfangsjahren weiterhin erhöhte Aufwendungen (Leasing) gegenüberstehen. Die Personalkosten hingegen werden sich nach Fertigstellung auf die Betreuung reduzieren und damit dauerhaft deutlich sinken. Die Erlöse aus „Verwaltung fremden Immobilienvermögens und Betreuungstätigkeit“ sind abhängig von der jeweiligen Wiederbestellung als Verwalterin der Eigentümergemeinschaf- ten. Im Jahr 2020 wurden 2 Verträge um jeweils 5 Jahre verlängert, für 2021 steht die Wie- derbestellung für 2 weitere Eigentümergemeinschaften an. Die Geschäftsführung geht von dem erneuten Abschluss eines jeweils 5 — jährigen Verwaltungsvertrages aus. Somit wird auch in diesem Bereich die Fortsetzung der konstanten Entwicklung erwartet. Die kaufmän- nische und technische Betreuung der Baumaßnahme ZUE wird diesen Bereich in den nächs- ten Jahren ergänzen. Der Geschäftsbereich „Energie“ ist durch die 20 - jährige Preisgarantie für den Strom aus Photovoltaikanlagen weiterhin gesichert. Bei konstanten Kosten differieren die Jahresüber- schüsse durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung. Die Pläne der Gesellschaft sehen für die kommenden Jahre größere Investitionen im Immo- billenbereich vor. Neben der Modernisierung und Sanierung der Bestandgebäude, insbeson- dere der Volkshochschule, sind noch weitere Baumaßnahmen vorgesehen. Insgesamt sind für den Zeitraum 2021 — 2024 Investitionen in Höhe von rd. 35 Mio.€ vorgesehen, deren Fi- nanzierung fast ausschließlich über Fremdmittel erfolgen wird. Die Mitarbeiterfluktuation der Gesellschaft ist erfahrungsgemäß gering. Altersbedingt werden in den kommenden Jahren aber mehrere Mitarbeiter ausscheiden, insbesondere aus dem technischen Bereich (Elektriker). Um deren Nachfolge frühzeitig zu regeln hat die Gesell- schaft in der Vergangenheit bereits Elektriker ausgebildet und tut dies auch aktuell. Ein per- soneller Engpass wird nicht erwartet. Insgesamt wird für die Jahre 2021 bis 2024 eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwar- tet. Die Geschäftsführung strebt den teilweisen Einbehalt der Jahresüberschüsse zur Eigen- kapital- und Liquiditätsstärkung an. Entsprechende Gespräche mit den Gesellschafterinnen werden geführt. Erfolgs- und zielorientiertes Handeln der Interessenvertreter in Aufsichtsrat und Geschäfts- führung werden auch in Zukunft die positive Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Die Gesellschaft steht nach wie vor zur Verfügung, auch stadtstrukturelle Aufgaben zur Attraktivi- tätssteigerung der Stadt Münster zu übernehmen. 2.2 Risikobericht Die Risiken der jeweiligen Geschäftsbereiche differieren, was grundsätzlich positiv zu bewer- ten ist. So ist der Erfolg des Geschäftsbereichs „Parken“ im Wesentlichen von folgenden Faktoren abhängig: a) Weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und der Impfungen b) Attraktivität der Innenstadt mit Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung und Kultur c) Ausrichtung der innerstädtischen Parkeinrichtungen d) Höhe der Parkentgelte gegenüber vergleichbaren Städten im Umland e) Lademöglichkeiten für Kfz mit Elektroantrieb Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, der Erfolg der Impfungen und der Einsatz präventiver Testungen sind die derzeit bestimmenden gesellschaftlichen Themen. Im Mittel- punkt stehen Fragen, wie: ‚Wie lange hält der Lockdown an und wird es möglicherweise wei- tere geben?“ „Wie reagiert die Bürgerschaft auf die Öffnung von Handel und Gastronomie, verhalten vorsichtig wie 2020, oder unbeschwert nach erfolgter Impfung?“ Damit einher ge- hen Fragen der städtebaulichen Entwicklung der Innenstadt. Der Ruf nach einer Neuorientie- rung der Innenstädte wird lauter. Der Oberbürgermeister der Stadt Münster und sein Stadt- baurat planen bereits Maßnahmen zur Attraktivierung der Innenstadt. Die Angebote des Einzelhandels, der Gastronomie, des Dienstleistungssektors und Kultur sind die wesentlichen Faktoren für die Attraktivität einer Innenstadt. Diese waren im „Ober- zentrum“ Münster bisher gut aufgestellt. Fraglich ist aber, welche Angebote es mit welchem Bestand zukünftig geben wird. Das breite Kundenspektrum aus Münster und dem Umland brachte den innerstädtischen Kaufleuten stets gute Umsätze und sicherte so deren Existenz. Insbesondere die zahlreichen inhabergeführten Einzelhändler machten den Unterschied zu anderen Städten in denen „Filialisten“ das Stadtbild prägen. Die Einschätzung der „Entwick- lung nach Corona“ ist wegen zahlreicher Unwägbarkeiten sehr schwierig, Zukunftsprognosen daher mit gehöriger Vorsicht aufzustellen. Die Erreichbarkeit der Stadt Münster ist sowohl durch öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) wie Bus und Bahn, als auch mit privaten Fahrzeugen (Fahrrad, PKW) gegeben. Das gilt für die gesamte Stadt und insbesondere auch für die Innenstadt. Die Parkhäuser der WBI sicherten und ordneten bislang die automobile Erreichbarkeit der Innenstadt. Signifikante Veränderun- gen, wie z.B. die (Teil-)JSperrung der Innenstadt für Kraftfahrzeuge, würden die Geschäfts- grundlage der WBI deutlich verändern. Hier ist die Gesellschaft gehalten, zum Beispiel alter- native Parkmöglichkeiten im Nahbereich zur Innenstadt zu prüfen und ggf. zu sichern. Dazu gehört auch die Neuausrichtung des Angebots. Die Bewerbung der WBl, die Stadion- Parkhäuser an der Hammer Straße als Mobilitätsstationen zu bauen und zu betreiben, ist ein Beispiel dafür. Eine Ergänzung des Portfolios sieht die Geschäftsführung im Bau und Betrieb von neuen Quartiersparkhäusern mit ähnlicher Ausrichtung. Das Engagement der WBI im Bereich des Hafens (Hafenmarkt, PSD-Bank) kann als Vorbild gesehen werden, unabhängig davon, ob die WBI als Eigentümerin agiert oder nur als entgeltliche Betreiberin. Als Betreibe- rin kommt die große Erfahrung der Gesellschaft zum Tragen. Die letzte allgemeine Parkentgelterhöhung erfolgte zum 1. Oktober 2018 und verlief rei- bungslos. Im Oktober 2020 wurden die Tarife für das Parkhaus Engelenschanze erhöht. Die Gesellschaft erhielt nur wenige negative Nachrichten und auch die lokale Presse reagierte eher zurückhaltend. Neben den Reaktionen der Parkkunden ist bei der Preisfestsetzung stets auch die Situationen in vergleichbaren Städten des Umlandes (Osnabrück, Enschede, Dortmund) zu beachten. Nach den jeweiligen Angeboten des innerstädtischen Handels sind die Erreichbarkeit und die Parkentgelte die Faktoren, die über das „Einkaufsziel“ mitent- scheiden. Die Wende im Kfz-Bereich vom fossilen Brennstoff zu alternativen Antrieben stellt die ge- samte Branche der Parkhausbetreiber vor neue Herausforderungen. Die Angebotserweite- rung vom „reinen Parken“ zum Energieversorger ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Die Investitionen in elektrische Ladesäulen sollen bedarfsgerecht und durch die Gesellschaf- terin Stadtwerke Münster GmbH erfolgen. Der Geschäftsbereich gewerbliche Objekte und Wohnungen unterliegt in erster Linie dem Vermietungsrisiko und natürlich den anfallenden Instandhaltungsaufwendungen. Längerfris- tige auskömmliche Mietverträge, darunter viele mit der Stadt Münster, sichern die laufenden Mietzahlungen und die Wirtschaftlichkeit der gewerblichen Objekte. In der Wohnungsvermie- tung gibt es in Münster eine große Nachfrage, längerfristige Leerstände sind daher nicht zu erwarten. Insgesamt kann daher von konstanten Erlösen ausgegangen werden. Das größere Risiko liegt in der Instandhaltung und zwar sowohl in den eigenen Objekten, als auch im Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaften an denen die Gesellschaft beteiligt ist. Beispielhaft genannt sei hier die Fassadensanierung der Eigentümergemein- schaft Aegidiimarkt, an der die Gesellschaft mit mehr als 60 % beteiligt ist. Mit der Erweiterung des Gesellschaftszwecks ist die Westfälische Bauindustrie zu einem öffentlichen Auftraggeber im Sinne des $ 99 Nr. 2 GWB geworden. Diese Rechtswirkung erfordert eine erhöhte WVergabekompetenz der Gesellschaft oberhalb der EU- Schwellenwerte. Das Vergabemanagement für die Vergabe von Bau- und Planungsleistun- gen wird derzeit noch nach außen vergeben. Die Rechtssicherheit des Vergabemanage- ments wird zudem durch eine umfassende Compliance der Gesellschaft intern abgesichert. Das Finanzmanagement berücksichtigt sowohl die Risiken der laufenden und mittelfristigen Liquidität, als auch mögliche Ausfallrisiken im Debitorenbereich. Ausschüttungen an die Ge- sellschafter werden in Managementkontrakten mit der Stadt Münster festgelegt. Mit der Vor- haltung liquider Mittel, der Aufnahme langfristiger Fremdmittel und der Einräumung einer ausreichenden Kreditlinie im Rahmen des Cash - Pool Verfahrens mit der Stadt Münster wird dem Risiko von Zahlungsausfällen und kurzfristigem Finanzierungsbedarf aktiv begegnet. Die derzeit von der Gesellschaft aufgenommenen langfristigen Fremdmittel sind bis zu deren Laufzeitende „durchfinanziert‘, Zinssatzänderungen sind damit ausgeschlossen. Für die Wirtschaftlichkeit zukünftiger Fremdmittel besteht das Risiko von Zinserhöhungen. Diese sind bei den geplanten Investitionen einzukalkulieren. Das Risikomanagement der Westfälische Bauindustrie GmbH ist der Gesellschaftsgröße, den flachen Hierarchien, der Mitarbeiterzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Es hat das Ziel, potentielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsge- fährdung auszuschließen. Die Geschäftsleitung wird durch ein aussagekräftiges Berichtswesen des operativen Control- lings laufend informiert. 2.3 Chancenbericht Mit den im Gesellschaftsvertrag genannten zusätzlichen Geschäftsfeldern hat die Gesell- schaft die Möglichkeit sich „breiter“ aufzustellen. In diesem Zusammenhang sind die Vorha- ben Stadtteilhaus Coerde, Multifunktionsanlage Wienburgstraße oder die Wohnprojekte in den Konversionsgebieten der Stadt zu sehen, die dauerhaft im Eigentumsbestand der Ge- sellschaft bewirtschaftet werden sollen und Erträge versprechen. Zukünftig könnte sich die WBI auch am „Hoher Heckenweg“ entsprechend engagieren („Rumphorstmarkt“ mit 70 So- zialwohnungen und sieben Kita-Zügen). Auch die Übernahme des Projektmanagements für die städtischen Vorhaben Bau der ZUE und Sanierung des Künstlerzentrums Hoppengarten sind Projekte der Neustrukturierung der Gesellschaft. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Risiken wird die Geschäftsführung prüfen und ggf. auch personelle Ergänzungen vorneh- men. Die Geschäftsführung sieht auch in einem neuen Mobilitätskonzept der Stadt Chancen, den ruhenden PKW-Verkehr weiterhin wirtschaftlich zu organisieren. Dazu wird die Gesellschaft weitere Neubau- und Sanierungsprojekte entwickeln. Beispielhaft genannt sei hier das multifunktionale Stadtteilhaus in Münster - Coerde. Ein Objekt für ver- schiedene öffentliche Dienstleistungen (Stadtbücherei, Stadtteilbüro, Jugendarbeit, usw.), medizinische Angebote (Kinderärztin) und Nahversorgung (Bäckerei). Weitere Investitionsmaßnahmen befinden sich derzeit in der „Prüfphase“. Beispielhaft ist hier die Multifunktionsanlage Wienburgpark zu nennen. Mit Auslaufen der 20-jährigen Preisgarantie für den erzeugten Strom aus den Photovoltaik- anlagen im Jahr 2027 wäre zu prüfen wie die gewonnene Energie am besten genutzt oder verkauft wird. Ein Verkauf über Ladesäulen an elektrische betriebene Kfz stellt möglicher- weise eine attraktive Alternative dar. Münster, 22. Februar 2021 P. Todeskino
Beschlussvorlage
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V/0463/2021 V/0463/2021 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2020 der Westfälische Bauindustrie GmbH Beratungsfolge 22.06.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Vertretungen der Stadt Münster und der Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschaf- terversammlung der Westfälische Bauindustrie GmbH (WBI) werden ermächtigt, folgende Er- klärungen abzugeben: 1.1 Der vom Geschäftsführer aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2020 abschließend in der Bilanz beim Aktiva und Passiva mit 34.911.624,95 € beim Eigenkapital mit 28.462.926,72 € abschließend in der Gewinn- und Verlustrechnung mit Umsatzerlösen von 11.024.726,99 € mit einem Jahresüberschuss von 1.936.328,33 € mit einem Bilanzgewinn von 3.082.926,72 € wird festgestellt. 1.2 Aus dem Bilanzgewinn erfolgt eine Ausschüttung in Höhe von 3.000.000,00 € anteilig an die Gesellschafter. Der verbleibende Betrag von 82.926,72 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 1.3 Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung werden für das Geschäftsjahr 2020 Entlas- tung erteilt. Amt für Finanzen und Beteiligungen 09.06.2021 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Günther Telefon: 492-2035 GuentherJ@stadt- muenster.de - 2 - V/0463/2021 II. Finanzielle Auswirkungen: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1501 Anteile an Unternehmen Zeile Finanzerträge 2021 30.000 Die Stadt Münster ist mit einem Anteil von 1 v.H. an der WBI beteiligt. Daher wird in der Jahresrech- nung 2021 ein Betrag von 30.000,00 € planmäßig als Ertrag zu erfassen sein. Begründung: Gemäß § 14 Abs. 2 lit. a bis e des Gesellschaftsvertrages der WBI GmbH stellt die Gesellschafter- versammlung den Jahresabschluss fest und beschließt über die Verwendung des Ergebnisses so- wie die Entlastung der Geschäftsführung und der Mitglieder des Aufsichtsrates. Kurzanalyse des Jahresabschlusses: Bilanz Durch die begonnene Sanierung der VHS im Aegidiimarkt sowie den Bau weiterer baulicher Siche- rungsmaßnahmen (Poller-Absperreinrichtungen) steigt der Wert der Sachanlagen (Anlagen in Bau) um 1.155 T€. Nach Abzug der Abschreibungen erhöht sich das Anlagevermögen um insgesamt 331 T€. Die liquiden Mittel verringern sich um 115 T€. Insgesamt führt dies neben weiteren, marginalen Effekten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 92 T€ auf 34.911 T€. Auf der Passivseite verringert sich das Eigenkapital u.a. durch die Inanspruchnahme der Gewinnrück- lagen um 1.064 T€ und beträgt zum Ende des Wirtschaftsjahres 28.462 T€ (Quote 81,5 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vermindern sich um die planmäßigen Tilgungen ( - 304 T€), dagegen erhöhen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch die erhöhte Inanspruchnahme des Cash-Pools der Stadt (+1.371 T€). Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3.155 T€ auf 11.025 T€ verringert. Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der Corona Pandemie auf den Geschäftsbereich Parkeinrichtun- gen zurückzuführen, in dem rund 73% der Umsatzerlöse erzielt werden. Hier ergibt sich e in Erlös- rückgang von insgesamt 2.948 T€. Daneben vermindern sich die Erlöse im Geschäftsbereich „Gewerbliche Objekte / Wohnungen“ um 78 T€. Ursächlich hierfür sind u.a. die reduzierten Mieterlöse durch Leerstände in Verbindung mit der Sanierung der VHS. Der Personalaufwand steigt mit 60 T€ um 4,9 % entsprechend der im Personalplan vorgesehenen Entwicklungen. Ebenso steigen die Abschreibungen planmäßig u m 12 T€ u.a. aufgrund der ganzjäh- rigen Abschreibung der Investitionen des Vorjahres. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich eine Reduzierung in Höhe von 617 T€. Hier wurden u.a. Aufwendungen für Instandhaltungen in Höhe von 375 T€ eingespart bzw. auf zu- künftige Jahre verschoben. Darüber hinaus sind die Pachtaufwendungen durch die Reduzierung der umsatzbezogenen Pacht der Tiefgarage Münster -Arkaden in Folge der Corona Pandemie und der Teilsperrungen in der Tiefgarage Stubengasse in Folge v on Gebäudesanierungsarbeiten um 42 T€ gesunken. - 3 - V/0463/2021 Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von 1.936 T€ erzielt, der damit um 1.759 T€ (- 47,6 %) geringer ausfällt als das Vorjahresergebnis. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss zuzüglich des noch vorhandenen Gewinnvortrags von 47 T€ sowie eine Ent- nahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1.100 T€ ergeben den diesjährigen Bilanzgewinn. Die Geschäftsführung schlägt vor, hieraus den Betrag von 3.000 T€ an die Gesellschafterinnen auszu- schütten. Dies entspricht dem Managementkontrakt. Der Restbetrag von 8 3 T€ soll auf neue Rech- nung vorgetragen werden. Bestätigungsvermerk Nach der Vorlage 4/2021 an den Aufsichtsrat haben die Wirtschaftsprüfer der Niehoff + Partner Gruppe dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Einschätzung durch das Beteiligungsmanagement: Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Niehoff + Partner Gruppe haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen oder Hinweise zum Jahresabschluss 2020 der WBI GmbH ergeben. Der Jahresabschluss ist insgesamt plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WBI GmbH zum Bilanzstichtag. Der Aufsichtsrat der Westfälische Bauindustrie GmbH hat den Jahresabschluss 2020 in einer Online - Informationsveranstaltung am 15.04.2020 beraten und anschließend vorstehende Beschlussempfeh- lung schriftlich beschlossen. In Vertretung Gez. Christine Zeller Stadtkämmerin Anlagen: Bilanz zum 31.12.2020 Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2020 Lagebericht der Geschäftsführung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Hammer Straße
- Bremer Platz
- Hoher Heckenweg
- Engelenschanze
- Wienburgstraße
- Aegidiimarkt
- Hoppengarten
- Stubengasse
- Hafenmarkt
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Details
- Aktenzeichen
- V/0463/2021
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 31.05.2021
- Erstellt
- 27.05.2021 07:40