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V/1074/2016

Konzernabschluss 2015 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 23.11.2016

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 14.12.2016, TOP 4

Anlage_1_V_1074_2016_Vorlage_27_2016_Konzernabschluss_2015

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Ansehen

Anlage_2_V_1074_2016_SWMS_Konzernlagebericht_Konzernabschluss_Bestätigungsvermerk_2015

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage_1_V_1074_2016_Vorlage_27_2016_Konzernabschluss_2015

4766 Zeichen

1 
 
 
 
Münster, 14.10.2016 
 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 27/2016 
 
 
Betreff 
Konzernlagebericht und -abschluss 2015 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Müller-Tengelmann 
 
 
Anlagen 
Konzernabschluss zum 31.12.2015 einschließlich Konzern-Kapitalflussrechnung und 
Konzern- Eigenkapitalspiegel  
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 
 
 
Antrag 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen: 
 
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh-
len: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2015 
in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte GmbH, Wirtschaftsprü-
fungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk 
vom 07. Oktober 2016 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger 
Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Konzernlagebe-
richt wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Begründung 
Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB hat für das 
Geschäftsjahr 2015 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. 
 
Die gemäß §§ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezogenen 
Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von § 271 Abs. 2 HGB.

2 
 
 
 
Davon wurden gemäß §§ 300 ff. HGB voll konsolidiert: 
 
 
Vollkonsolidierte Unternehmen 
 
 
Eigenkapital am 
31.12.2015 
 
T€ 
__________ 
 
 
Höhe des An-
teils am Kapital 
am 31.12.2015 
% 
_________ 
   
 münsterNETZ GmbH, Münster 100 100 
 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 509 100 
 Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 26.811 99 
 Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG,  
Münster 
 
1.835 100 
 Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster  24 100 
 
 Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen  4.754 100 
 
 Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 28 100 
 
 
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB  
wurde anteilmäßig konsolidiert: 
 
 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.691 50 
 
 
Als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB 
im Konzernabschluss berücksichtigt: 
 
 smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück  8.339 46 
 
 smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 164 50 
 
 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 
(Teilkonzernabschluss) 49.544 35 
 items GmbH, Münster 4.274 32 
 Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., 1.394 50 
Enschede/Niederlande

3 
 
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und Konzernabschlüsse folgen bis 
auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Ensche-
de/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Bilan-
zierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH ange-
wandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und uneinge-
schränkt bestätigt worden. 
 
Sonstige Beteiligungen 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an 
folgenden Unternehmen: 
 
Höhe des An-
teils am Kapital 
am 31.12.2015 
% 
_________ 
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum  49,9 
 
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster 
 
 25 
  
 
Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese 
Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung  20 %) 
in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 311 
Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl einzeln als 
auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen-
den Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter 
Bedeutung sind. 
 
Aus dem Konzernjahresüberschuss von 17,9 Mio. € ergibt sich nach Verrechnung des 
Gewinnvortrags in der Konzernbilanz von 4,3 Mio. €, der Einstellung in die anderen Ge-
winnrücklagen von 9,9 Mio. € sowie der Vorabgewinnausschüttung von 6,1 Mio. € ein 
Konzernbilanzgewinn von 6,2 Mio. €. 
 
Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2015 sowie die 
Prognose für 2016 sind dem beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen. 
 
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind von 
der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Bean-
standungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wur-
de erteilt. 
 
Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat 
ergibt sich aus § 52 GmbHG in Verbindung mit § 171 AktG, die Vorlage an die Gesell-
schafterversammlung erfolgt nach § 46 GmbHG. 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
gez. Dr. Müller-Tengelmann  gez. Dr. Wernicke

Anlage_2_V_1074_2016_SWMS_Konzernlagebericht_Konzernabschluss_Bestätigungsvermerk_2015

107692 Zeichen

Anlage 2 zur Vorlage V/1074/2016

Stadtwerke Münster GmbH,
Münster

Konzernlagebericht und Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2015

Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2015 (01.01.-31.12.)

Geschäftsmodell des Konzerns

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Münster das Unterneh-
men zur Versorgung der Bürger mit Energie und Wasser, für den öffentlichen Personennah-
verkehr und für weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in Münster
und der Region.

Die unternehmerische Tätigkeit des Konzerns gliedert sich in die Geschäftsfelder Energie-
und Wasservertrieb, Versorgungsnetze (einschließlich Straßenbeleuchtung), Erzeugung und
Verkehr.

Das Geschäftsfeld Versorgungsnetze des Konzerns umfasst auch die münsterNETZ GmbH.
Als 100-prozentige Konzerngesellschaft fungiert die münsterNETZ als Netzbetreiber in den
Konzessionsgebieten der Stadtwerke Münster für die im Eigentum der Stadtwerke Münster
stehenden Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmenetze. Es bestehen wechselseitige Verträge
über Pacht, Planung, Bau und Betrieb der Versorgungsnetze.

Dem Geschäftsfeld Erzeugung sind auch die Energiepark Detmold GmbH & Co. KG sowie
die Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG zugeordnet.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Westfälische Bauindustrie GmbH liegt im Be-
reich Parken und ist dem Geschäftsbereich Verkehr zugeordnet.

Unternehmensstrategie

Qualität und Effizienz im Kerngeschäft — so lautet die grundlegende Ausrichtung, nach der
die Stadtwerke Münster ihr Handeln in den vier Geschäftsfeldern stetig verbessern und opti-
mieren.

Darüber hinaus entwickelt der Konzern sein Geschäft kontinuierlich weiter. Den Rahmen
hierfür geben drei strategische Säulen:

= Wir sind der Dienstleister für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der
Infrastruktur.

= Unseren Kunden bieten wir innovative kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir
uns vom Wettbewerb deutlich abheben.

= Wir treiben Klimaschutz und Energieeffizienz voran und bauen die erneuerbaren
Energien innerhalb und außerhalb von Münster kontinuierlich aus.

Diese drei strategischen Säulen beschreiben die inhaltlichen Schwerpunkte und Stoßrich-
tungen, die die Stadtwerke Münster bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen
sowie bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen und sonstigen techni-
schen Projekten zugrunde legen.

06 4503 048 Anlage 1.1/1

Sie sind das Ergebnis eines strukturierten Prozesses, in dem die Unternehmensstrategie im
Geschäftsjahr 2015 analysiert und weiterentwickelt wurde.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2015 um 1,7 % an, wesentlich getragen von den privaten
Konsumausgaben. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland stieg in 2015 wieder um ca.
3,8% an. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr
höheren gesamten Stromerzeugung in Deutschland stieg von 26,2 % in 2014 auf 30,0 % in
2015 (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Preise für Strom und Erdgas waren auch in 2015 weiter rückläufig, führen aber aufgrund
des langfristig vorlaufenden Einkaufs erst in den folgenden Jahren zu Entlastungen. Wettbe-
werber ohne langfristige Lieferverpflichtungen können weiterhin kurzfristig günstiger einkau-
fen und preisaggressiv im Markt auftreten.

Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet des Konzerns ist stark vom Handels- und Dienstleis-
tungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt sich daher
grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Lediglich der Ab-
satz an unsere Geschäftskunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunkturent-
wicklung.

Geschäftsverlauf

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 übertrifft mit einem Jahresüberschuss von
17,9 Mio. EUR die Erwartungen. Im operativen Geschäft der Stadtwerke Münster GmbH
konnten die Ergebnisziele trotz der wirtschaftlichen Belastungen, die für die konventionelle
Stromerzeugung infolge der Energiewende weiterhin gegeben waren, auch in diesem Ge-
schäftsjahr im Wesentlichen erreicht, teilweise übertroffen werden. Der Energievertrieb hatte
infolge der milden Witterung auch in 2015 gegenüber dem Plan noch geringere Absatzmen-
gen bei Gas und Fernwärme zu verzeichnen. Der Wasservertrieb zeigte sich 2015 insgesamt
stabil. Der Ergebnisbeitrag des Energie- und des Wassernetzes lag über Plan.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung der münsterNETZ GmbH von 3.695 TEUR liegt
unter dem Planergebnis von 4.494 TEUR. Das niedrigere Ergebnis resultiert insbesondere
aus niedrigeren Umsätzen aus Netzentgelten sowie höheren Pachten im Vergleich zum
Plan. Die höheren Pachtzahlungen ergeben sich insbesondere aus der Schlussrechnung für
Vorjahre in Höhe von 1.871 TEUR. Entlastend wirkten sich gegenüber dem Plan verringerte
Kosten für das vorgelagerte Stromnetz, Einsparungen insbesondere bei den Netzverlusten
und IT-Aufwendungen sowie die erstmalige Aktivierung von Erstattungsansprüchen gegen
den Übertragungsnetzbetreiber aus Einspeisevergütungen und Umlagen auf Netzentgelten
aus.

Im Dezember 2015 konnte zwischen den Gesellschaftern der unter den sonstigen Beteili-
gungen ausgewiesenen Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen,
hier den kommunal geprägten Gesellschafter einschließlich der Stadtwerke Münster und der
RWE Generation SE, Essen, eine Einigung über die Veräußerung der Kommanditanteile
sowie die Aufhebung der Stromlieferverträge geschlossen werden. Für den Verkauf des
Kommanditanteils an die RWE Generation SE erzielten die Stadtwerke Münster einen Erlös
bzw. einen Ertrag von 5,5 Mio. EUR. Da der Beteiligungsbuchwert bereits in Vorjahren voll-

Anlage 1.1/2 06 4503 048

ständig abgeschrieben wurde, folgte daraus ein Ertrag in gleicher Höhe. Für die Aufhebung
des Stromliefervertrags wurde ein Abgeltungsbetrag von 38,5 Mio. EUR geleistet, der mit der
Tilgung der ausgereichten Gesellschafterdarlehen verrechnet wurde. Der restliche Darle-
hensbetrag wurde abgeschrieben. Durch die in vergangenen Geschäftsjahren gebildete Risi-
kovorsorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG,
Essen, und den damit verbundenen Strombezug waren die wesentlichen Ergebnisbelastun-
gen bereits berücksichtigt.

Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu reali-
sierende Ergebnisbelastung betrug nochmals 3,8 Mio. EUR durch die außerplanmäßige Ab-
schreibung einer von den Gesellschaftern 2012 beschlossenen Zuführung zur Kapitalrückla-
ge.

Die Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten auf dem hohen Niveau des Vorjahres
gehalten werden.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 mit einem Konzernjahresüberschuss von 17,9 Mio.
EUR ist aufgrund der guten operativen Basis und angesichts der sowohl positiven wie belas-
tenden außerplanmäßigen Effekte als gut zu bezeichnen.

Lage
Leistungsindikatoren

Die Stadtwerke Münster GmbH ist die prägende Gesellschaft des Konzerns. Für den Kon-
zern selbst werden keine Leistungsindikatoren definiert, da die Konzerngesellschaften de-
zentral gesteuert werden. Folgende finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der
Stadtwerke Münster GmbH werden zur Darstellung des Geschäftsverlaufs des Konzerns
herangezogen:

Finanzielle Ist 2015 Plan 2015 relative Veränderung
Indikatoren

Jahresüberschuss T 18,8 Mio. EUR 5,9 Mio. EUR 218,6 %
Umsatzerlöse 483,4 Mio. EUR 478,7 Mio. EURT 1,0%
Investitionen u 38,7 Mio. EUR 46,6 Mio. EUR] -17,0 %
nichtfinanzielle Ist 2015 Plan 2015 relative Veränderung
Indikatoren

[Stromabsatz 7 1.112 Mio. kWh 1.154 Mio. kWh -3,6 %
Erdgasabsatz 1.943 Mio. kWh T 2.074 Mio. kWh -6,3 %
Wärmeabsatz | 565 Mio. kWh 611 Mio. kWh -7,5%
Wasserabsatz 16,2 Mio. m? 15,9 Mio. m? +1,9%
Stromerzeugung 337 Mio. kWh 369 Mio. Kun] -8,7 %|
Fahrgastzahlen B 41,6 Mio. | 40,1 Mio. +3,7%

Die Umsatzerlöse lagen leicht über dem Planansatz. Insbesondere im Gas- und Wärme-
markt konnten die Erlöse gegenüber dem witterungsbedingt schwachen Vorjahr gesteigert
werden.

06 4503 048 Anlage 1.1/3

Das gute operative Ergebnis sowie die Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten
Rückstellungen führten zu einem Jahresüberschuss von 18,8 Mio. EUR.

Die Investitionen in KVVK-Anlagen wurden aufgrund der in 2015 lange unsicheren energiepo-
litischen Rahmenbedingungen und der weiterhin schwierigen Marktlage nicht in dem geplan-
ten Umfang realisiert.

Der Strom- und Gasvertrieb in die Region Münsterland konnte die abgesetzten Mengen
nochmals steigern. Positiv bleibt auch die Entwicklung beim Ökostrom. Die abgesetzten
Mengen konnten wiederum deutlich gesteigert werden.

Der Erdgas- und der Wärmeabsatz lagen witterungsbedingt vor allem im letzten Quartal
2015 unter Plan.

Die abgesetzte Menge Wasser übertraf den Plan leicht.

Die Stromerzeugung der GuD-Anlage lag insbesondere aufgrund der warmen Witterung im
letzten Quartal des Geschäftsjahres 2015 und einer damit verbundenen geringeren KWK-
Produktion unterhalb der Planmenge.

Die Fahrgastzahlen bestätigten die seit Jahren positive Entwicklung und konnten die hoch-
gesteckten Planwerte noch übertreffen

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Konzerns - ohne Strom- und Erdgassteuer - (495,1 Mio. EUR, im Vor-
jahr 481,3 Mio. EUR) entfallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (450,7 Mio.
EUR, im Vorjahr 438,2 Mio. EUR) und den Verkehrsbereich incl. Parkraumbewirtschaftung
(41,3 Mio. EUR, im Vorjahr 40,1 Mio. EUR). Der Anstieg der Umsatzerlöse im Veersorgungs-
bereich im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich durch erhöhte Umsätze des Vertriebs und der
Verteilnetze.

Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen von -8,8 Mio. EUR ergibt sich im We-
sentlichen aus dem Abgang der drei von den Stadtwerken Münster in den Stadtteilen Amels-
büren und Roxel erstellten Windkraftanlagen durch den Verkauf an die "Unsere Münster-
Energie e.G.".

Die sonstigen betrieblichen Erträge (37,2 Mio. EUR; Vorjahr: 44,1 Mio. EUR) resultieren im
Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen (14,8 Mio. EUR), aus dem Verkauf der Beteili-
gung an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, (5,5 Mio.
EUR), aus Mieten (4,8 Mio. EUR), Entgelten für die Vergärung von Bioabfälien (2,7 Mio.
EUR), aus Kostenerstattungen von Beteiligungsgesellschaften und Kooperationen (2,2 Mio.
EUR), Erträgen aus dem Mindermengenausgleich Strom/Gas (1,3 Mio. EUR) und aus dem
Belastungsausgleich nach KWK-Gesetz (1,2 Mio. EUR).

Den periodenfremden Erträgen liegen insbesondere Auflösungen sonstiger Rückstellungen
(8,6 Mio. EUR), die Auflösung der Wertberichtigung auf Lagermaterial und Ersatzteile von
Erzeugungsanlagen (2,5 Mio. EUR), vom Übertragungsnetzbetreiber vereinnahmte Zu-
schüsse zum Wärmenetz (1,3 Mio. EUR) sowie der Verkauf von Sachanlagen (1,0 Mio.
EUR) zugrunde.

Der Materialaufwand des Konzerns ging maßgeblich durch die weiter rückläufigen originären
Bezugskosten um 11,9 Mio. EUR (3,4 %) auf 334,7 Mio. EUR zurück.

Anlage 1.174 06 4503 048

Der Personalaufwand dagegen erhöhte sich im Wesentlichen bedingt durch die Aufwendun-
gen für Altersversorgung in Höhe von Mio. EUR 4,5 (Vorjahr: Mio. EUR 3,7). Die Löhne und
Gehälter liegen aufgrund der Tarifentwicklungen bei gegenläufiger Entwicklung des Perso-
nalstands auf Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen waren mit 27,7 Mio. EUR nach 28,0 Mio. EUR (-0,3 Mio. EUR; -0,9 %)
nahezu konstant.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 58,5 Mio. EUR (im Vorjahr 52,6 Mio.
EUR). Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die Stadt Dren-
steinfurt in Höhe von zusammen 17,3 Mio. EUR wurde voll erwirtschaftet. Der Anstieg der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert unter anderem aus Zuführungen in Höhe
von 4,0 Mio. EUR zu Rückstellungen für Kosten für betriebliche Umstrukturierungen.

Das Finanzergebnis in Höhe von -17,4 Mio. EUR (im Vorjahr -43,4 Mio. EUR) wird weiterhin
durch die Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie die deutlich niedrigeren Erträge aus
Gewinnabführungen geprägt. Die restliche Wertberichtung auf das Darlehen an die Gemein-
schaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG in Höhe von 6,4 Mio. EUR (im Vorjahr
31,9 Mio. EUR) sowie die außerplanmäßige Abschreibung des Buchwertes der Finanzbetei-
ligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH aufgrund der Kapitalerhöhung zu Beginn
des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 3,8 Mio. EUR (im Vorjahr 3,8 Mio. EUR) überwogen
die Zinserträge und die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften bei weitem. Ebenfalls
belasten die Zinsaufwände aus der Aufzinsung von Rückstellungen, im Wesentlichen für
KVW-Verpflichtungen (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe), mit 5,1 Mio. EUR
das Finanzergebnis.

Energie- und Wasservertrieb

Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 ins-
gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr gehal-
ten werden. Zu der stabilen Entwicklung hat insbesondere der Stromvertrieb in die Region
Münsterland sowie die weiter positive Entwicklung des Ökostroms beigetragen, durch die
Rückgänge in einzelnen Kundensegmenten im Stammmarkt Münster aufgefangen werden
konnten. Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr betrug 1.112,1 Mio. kWh (im Vorjahr
1.114,0 Mio. kWh). j

Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) gegenüber dem witte-
rungsbedingt schwachen Vorjahr über alle Kundensegmente auf 1.943 Mio. kWh (im Vorjahr
1.800 Mio. kWh) gesteigert werden. Der Witterungsverlauf hat sich insbesondere im ersten
Quartal 2015 dem statistischen Normaljahr wieder angenähert, aber die der Planung zU-
grunde liegenden durchschnittlichen Temperaturen aufgrund des überdurchschnittlich war-
men vierten Quartals nicht erreicht.

Im Wärmevertrieb konnte bei leicht steigender Anzahl an Kunden die abgesetzte Menge
wieder von 527,4 Mio. kWh auf 564,7 Mio. kWh gesteigert werden. Auch im Wärmemarkt hat
dazu der oben bereits dargestellte Witterungsverlauf beigetragen.

Im Wasservertrieb blieb die im Geschäftsjahr 2015 abgesetzte Menge mit 16,2 Mio. m? nach
16,1 Mio. m? im Vorjahr nahezu konstant. Aufgrund dieser leichten Mengenveränderung und
der zum 1.Dezember 2015 angehobenen Preise stiegen die Umsatzerlöse von
31,6 Mio. EUR auf 32,0 Mio. EUR.

06 4503 048 Anlage 1.1/5

Versorgungsnetze

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 23,8 Mio. EUR in den Ausbau der Versorgungsnetze, in die
Leitungsnetze, Hausanschlüsse und die dazugehörigen Anlagen investiert. Der Schwerpunkt
lag neben dem Ausbau des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse bei den Schalthäusern,
Trafostationen und Umspannanlagen.

Im Bereich der Straßenbeleuchtung wurde der bestehende Vertrag mit der Stadt Münster bis
zum Jahr 2025 fortgeschrieben. Einsparpotenziale i.H.v. 0,7 Mio. EUR p.a. aus geänderten
rechtlichen Rahmenbedingungen sowie reduzierten Energiekosten aufgrund des Ersatzes
von Quecksilberdampf-Leuchten durch effiziente LED-Leuchten werden ab 2016 an die Stadt
Münster weitergegeben.

Erzeugung

Die Lage am Strommarkt hat sich im Geschäftsjahr 2015 für die konventionelle Erzeugung
nicht verbessert. Die Kosten wurden daher im Rahmen eines Optimierungsprogramms mit
den Schwerpunkten Personalkosten und Instandhaltungsaufwand weiter konsequent redu-
ziert.

Die Beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG wurde im
Dezember 2015 - wie oben bereits erläutert - veräußert.

Die Erneuerbaren Energien entwickelten sich weiterhin positiv. Die Erträge der Fotovoltaik-
anlagen lagen bei konstanter installierter Leistung um ca. 7 % über Plan, die Erträge der
Windenergieanlagen erreichten sogar Ca. 10% über Plan. Die drei an den Standorten
Münster-Amelsbüren und Münster-Roxel errichteten Anlagen wurden im Dezember 2015 wie
vorgesehen an die "Unsere Münster-Energie e.G." übertragen.

Im Rahmen des Aufbaus eines kontinuierlichen Erneuerbare-Energien-Projektgeschäfts
konnten in Münster und im Münsterland mehrere Potenzialflächen für Windenergieanlagen
gesichert werden.

Die Integration fiuktuierender erneuerbarer Energien kann zeitweise ZU einem Stromüber-
schuss im Netz führen. Dadurch werden neue Technologien und Flexibilitätslösungen erfor-
derlich. Dies haben die Stadtwerke Münster entsprechend aufgegriffen durch die Investition
in einen Elektrodenkessel, mit dem zeitweise überschüssiger Strom in Wärme umgewandelt
werden kann. Die Stadtwerke Münster haben in 2015 einen solchen Elektrodenkessel mit
einer Leistung von 22 MW in den Wärmespeicher am Heizkraftwerk Hafen integriert und An-
fang 2016 in Betrieb genommen. Damit haben sich die Stadtwerke Münster zusätzliche Er-
tragspotenziale durch Bereitstellung negativer Regelenergie erschlossen.

Verkehr

Unser ÖPNV hat im Geschäftsjahr 2015 seine bereits gute Aufstellung in Münster weiter
verbessert. Die Anzahl der Fahrgäste erreichte 41,6 Mio. (Vorjahr: 39,6 Mio.) und stellt da-
mit einen neuen Spitzenwert auf. Diese positive Entwicklung basiert weiterhin wesentlich
auf dem Zuspruch der Kunden zu unseren Abos und dabei vor allem dem e-Ticket. Die Zahl
der Kunden in diesem Segment stieg nochmals um 21,0 % auf über 81.000.

Anlage 1.1/6 06 4503 048

Vermögens- und Finanzlage

Das Sachanlagevermögen zeigt mit einem nahezu konstanten Anteil von 62,4 % (Vorjahr

61,8 %) der Konzernbilanzsumme die weiterhin hohe Anlagenintensität kommunaler Versor-

gungsunternehmen. Die Kennzahl ergibt sich aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens

eh Mio. EUR (2,9 %) bei einem parallelen Anstieg der Bilanzsumme um 9,3 Mio. EUR
‚o%).

Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2015 um 4,9 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR zu-
rück. Diese Entwicklung war durch die restliche Wertberichtigung auf das an die Beteiligung
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, ("Black Gekko") ausge-
reichte Darlehen bestimmt.

Die Vorräte verminderten sich um 5,4 Mio. EUR auf 11,9Mio. EUR. Der Rückgang ergibt
sich vor allem durch den Verkauf der drei von den Stadtwerken Münster in den Stadtteilen
Amelsbüren und Roxel errichteten Windkraftanlagen, die an die Bürgergenossenschaft "Un-
sere Münster Energie eG" veräußert wurden. Die ‚Anlagen wurden im Vorjahr unter den un-
fertigen Leistungen ausgewiesen. Gegenläufig haben sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
im Wesentlichen auf Grund einer Anpassung der Bewertung der Ersatzteile und Lagermate-
rialien um 3,6 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind analog zur Entwicklung der Umsatz-
erlöse des Geschäftsjahres um 6,9 Mio. EUR auf 57,5 Mio. EUR angestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen aufgrund höherer Um-
satz- und Ertragsteuerforderungen um Mio. EUR 11,1 auf Mio. EUR 25,6 erhöht.

Die liquiden Mittel sind um 6,0 Mio. EUR (9,4 %) auf 58,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die
Liquidität wird zur Finanzierung saisonaler Schwankungen im Bestandsgeschäft und der
Erweiterungsinvestitionen vorgehalten.

Auf der Passivseite wurden die Rückstellungen insbesondere aufgrund der Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der in den sonstigen Rückstellungen ent-
haltenen Rückstellungen für drohende Verluste um 7,1 Mio. EUR (6,0 %) erhöht. Den
Drohveriustrückstellungen liegen insbesondere allgemeine Bewertungsrisiken im Netzbe-
reich (19,4 Mio. EUR; Vorjahr: 15,4 Mio. EUR), Mengenrisiken in der Energiebeschaffung
(12,9 Mio. EUR; Vorjahr: 11,0 Mio. EUR) und rechtliche Risiken bei einzelnen Energiepro-
dukten (9,5 Mio. EUR; Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) zugrunde.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen leicht um 1,1 Mio. EUR (0,8 %) auf
137,5 Mio. EUR. Demgegenüber wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistun-
gen um 4,6 Mio. EUR auf 50,8 Mio. EUR zurückgeführt. Der Rückgang resultiert wesentlich
aus gesunkenen Bezugskosten. Ebenso konnten die sonstigen Verbindlichkeiten um
0,9 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR gemindert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteili-
gungsunternehmen betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der smart OPTIMO GmbH &
Co. KG für. das Zählermesswesen bzw. den Messstellenbetrieb. Die Höhe des Bilanzauswei-
ses, der um 4,3 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR gesunken ist, ergibt sich aus stichtagsbedingten
Abrechnungen und der Verrechnung - soweit zulässig — mit Forderungen.

Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die aus der Konzernbilanz abgeleitete Eigenkapitalquote konnte
durch die Erhöhung des Eigenkapitals um 11,9 Mio. EUR (7,8 %) bei der um 9,3 Mio. EUR
(1,8 %) erhöhten Bilanzsumme auf 31,6 % gesteigert werden. Ebenso konnte der Anlagen-
deckungsgrad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) nach 42,5 % im

06 4503 048 Anlage 1.1/7

Vorjahr auf 45,1 % im Berichtsjahr gesteigert werden. Der Anstieg bei den immateriellen
Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen wurde durch Wertberichtungen bei Fi-
nanzanlagen in Teilen wieder kompensiert.

Die Kapitalflussrechnung wurde nach den neu gefassten Vorschriften des DRS 21 aufgestellt
und die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Dieses betrifft insbesondere den
Ausweis der Ertragsteuern sowie der Zinsen, Dividenden und der Gewinn- oder Verlustüber-
nahmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach dem Rückgang im Vor-
jahr im Berichtsjahr wieder um 3,7 Mio. EUR auf 38,0 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg re-
sultiert wesentlich aus höheren Umsätzen bei gesunkenen Bezugskosten. Gegenläufig ha-
ben sich die Ertragsteuerzahlungen erhöht.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit 40,5 Mio. EUR nach 40,9 Mio.
EUR nahezu konstant geblieben. Höheren Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Finanzanlagevermögens und geringeren Auszahlungen für Investitionen in das immate-
rielle Anlagevermögen standen höhere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage-
vermögen, höhere Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie ge-
ringere Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens gegen-
über.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde deutlich um 21,7 Mio. EUR auf -3,5 Mio.
EUR verbessert. Dies ergibt sich aus den Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten, den
geringeren Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten, aus Einzahlungen aus erhaltenen
Zuschüssen sowie aus geringeren gezahlten Zinsen.

Der Finanzmittelfonds ist zum Ende des Geschäftsjahres 2015 um 6,0 Mio. EUR auf nun-
mehr 58,0 Mio. EUR (Vorjahr 64,0 Mio. EUR) zurückgegangen.

Die Vermögens- und Finanzlage bildet damit weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für
die weitere Strategie- und Geschäftsentwicklung.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich 1.281 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.316).
Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung
GmbH unverändert zum Vorjahr drei Arbeitnehmer.

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2015 bis heute
nicht eingetreten.

Anlage 1.1/8 06 4503 048

Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung

Konjunkturelle Entwicklung

Aufgrund der verhältnismäßig geringen Industrieprägung der Kundenstruktur ist der Energie-
absatz des Konzerns Stadtwerke Münster weitgehend unabhängig von konjunkturellen Ent-
wicklungen. Entscheidende Impulse für die Ertragskraft gehen hingegen von der Preisentwick-
lung auf den Rohstoffmärkten für die Primärenergieträger Erdöl, Erdgas und Kohle sowie von
der auch stark durch die nationale Energiepolitik in Deutschland geprägten Preisentwicklung
auf dem Stromerzeugungsmarkt aus.

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wird im Jahr 2016 nach der Progno-
se der IKB Deutsche Industriebank bei 1,4 % liegen und damit auf dem gleichen moderaten
Niveau wie 2015 liegen. Moderate bis abgeschwächte Wachstumserwartungen gelten auch für
den Euroraum und für China als einem der wichtigsten Nachfrager von Primärenergieträgern.

Diese Erwartung spiegelt sich nach wie vor deutlich in den aktuell immer noch niedrigen Roh-
stoffpreis-Notierungen wider. Der Weltmarktpreis für Steinkohle erreichte in den ersten beiden
Monaten des Jahres 2016 historische Tiefststände.

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Die Hoffnung der Stadtwerke-Branche auf eine Neuregelung der Förderung von modernen und
umweltfreundlichen Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung hat sich Ende 2015 erfreu-
licherweise erfüllt. Mit der nun beschlossenen KWWK-Förderung lassen sich diese Anlagen nun
für den beschlossenen Förderzeitraum von 2016 bis 2019 wieder wirtschaftlich betreiben und
können ihren wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten. Allerdings steht die abschließende
beihilferechtliche Prüfung und Genehmigung seitens der EU-Kommission noch aus.

Für den Bereich der Onshore-Windenergie ist für 2016 bereits ein "Run" auf potenzielle Anla-
genstandorte entstanden, da ab 2017 im Rahmen einer weiteren EEG-Novelle die bis dato
garantierte Einspeisevergütung auf das sogenannte Auktionsmodell umgestellt werden wird.
Danach wird derjenige Investor den Zuschlag für die Anlagenerrichtung bekommen, der die
niedrigste Einspeisevergütung für den Strom aus seinen zu errichtenden Anlagen anbietet.
Viele Projektentwickler konkurrieren deshalb in 2016 um den Zuschlag für Standorte mit der
bisherigen, Kalkulationssicherheit schaffenden Vergütungsregelung.

Ende Februar 2016 hat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende seine erste Lesung
im deutschen Bundestag durchlaufen. Auf die Energieversorger werden mit der Umsetzung
des Gesetzes nicht unerhebliche Prozessveränderungen und zusätzliche Kosten zukommen,
da hohe Investitionen in neue, zusätzliche IT-Systeme und die Zählerinfrastruktur erforderlich
sind. Im Gegensatz zum noch schwer zu kalkulierenden Kostenvolumen hat der Gesetzgeber
den Energieversorgern aber bereits eine feste Preisobergrenze vorgegeben, die aus heutiger
Perspektive kaum kostendeckend sein kann. Die Stadtwerke Münster haben bereits frühzeitig
die Notwendigkeit erkannt, im Bereich der Smart Meter-Thematik Potenziale für Kostensyner-
gien zu schaffen und vor einigen Jahren gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück das Zäh-
lermanagement in der gemeinsamen Tochtergesellschaft smart OPTIMO GmbH & Co. KG
zusammengeführt. Seitdem gewinnt smart OPTIMO kontinuierlich neue Kunden und Gesell-
schafter, so dass hier weitere Optionen zur Stückkostendegression für die zukünftigen, fixkos-
tenintensiven Smart Metering-Strukturen entstehen.

06 4503 048 Anlage 1.1/9

Die nach wie vor sehr niedrigen Preise im EU-weiten CO,-Handel bewirken weiterhin keine
relative Verbesserung der Produktionskosten umweltfreundlicher Energieerzeugungsanlagen.
Die Europäische Union besitzt offenbar weiterhin nicht den politischen Willen und die Eini-
gungsfähigkeit, das signifikante Überangebot an COz-Zeriifikaten so Zu reduzieren, dass die
entsprechenden Emissionen aus veralteten Kohlekraftwerken und damit deren Produktions-
kosten hinreichend verteuert werden.

Aktuelle Preisentwicklungen

Die Forwardnotierungen für die börsengehandelten Commodities Strom, Gas und Kohle für
das Beschaffungsjahr 2016 waren im Laufe des Jahres 2015 von einer deutlichen Baisse ge-
prägt. Zwischen Januar und Dezember 2015 sanken die entsprechenden Forwardpreise für
Strom um 13%, für Erdgas um 26 % und für Steinkohle um 32 %. Der Ölpreis als globaler
Indikator reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 35 %. Eine schwache Weltkonjunktur sowie
ein international erhebliches Überangebot sind hier ursächlich, beim Strom tritt der deutliche
Überhang an Erzeugungskapazitäten in Deutschland hinzu. Aufgrund der längerfristig ausge-
richteten, mehrjährigen Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Münster wirken die gesunkenen
Primärenergiekosten allerdings nur partiell und sukzessive positiv auf die Kostenstruktur des
Beschaffungsportfolios. Dadurch ist eine Zunahme des Wettbewerbsdrucks auf die Absatz-
preise zu spüren. Entsprechend haben die Stadtwerke Münster die Arbeitspreise für Privat-
kundenprodukte im Festpreissegment Münster:garantiert für Strom und Gas nach bereits par-
tiell erfolgten Preissenkungen in 2015 im Februar 2016 erneut um ca. 4 % bzw. ca. 7% redu-
ziert. Zum 01. Oktober 2016 wurden die Preise für die Erdgasprodukte der Grund- und Ersatz-
versorgung, für „Münster: perfekt‘ und „Mein Münster: Erdgas ohne Laufzeit" um ca. 6,1%
gesenkt. Der Fernwärmepreis ist preisformelbedingt ab Januar 2016 um ca. 6,4 % reduziert
worden, wohingegen der Wasserpreis nach der Anpassung aus Dezember 2015 für das Jahr
2016 unverändert bleibt.

Die münsterNETZ erwartet in der Sparte Strom eine Reduzierung der Umsatzerlöse aus
Netzentgelten von ca. 2,2 % bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres 2015 von
63.524 TEUR. In der Sparte Gas erwartet die münsterNETZ eine leichte Erhöhung der Um-
satzerlöse aus Netzentgelten von ca. 1,7 % bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres
2015 von 27.980 TEUR. Maßgeblich für die Höhe der Umsatzerlöse ist jeweils die zum
4. Januar 2016 angepasste Erlösobergrenze. In der Sparte Wasser sind Umsatzerlöse von
19.551 TEUR (Vorjahr: 19.220 TEUR) und in der Sparte Wärme von 11.500 TEUR (Vorjahr:
11.054 TEUR) geplant.

Die Preise des öffentlichen Personennahverkehrs wurden zum 1. August 2016 um moderate
1,7 % zum Ausgleich von Kostensteigerungen angehoben.

Entwicklung der Absatzmengen

Die Monate Januar und Februar sind üblicherweise die kältesten Monate des Jahres und damit
bereits prägend für die Absatzmengen in den wärmegeführten Sparten der Gas- und der
Fernwärmeversorgung. Die als Maßgröße für den Vergleich zum langfristigen Temperaturmit-
tel herangezogene Gradtagszahl liegt kumuliert für die ersten beiden Monate des Jahres 2016
um ca. 4% unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Damit befinden sich die Temperaturen
und folglich auch die Absatzmengen für Gas und Fernwärme noch innerhalb des üblichen
Toleranzbereiches der Jahresplanung. Auch die nur in geringem Maße temperaturbeeinfluss-
ten Absatzmengen in den Sparten Strom und Wasser befinden sich für die ersten beiden Mo-
nate des Jahres in etwa auf dem geplanten Niveau.

Anlage 1.1/ 10 06 4503 048

Strategie, Chancen und Risiken

Im Jahr 2015 haben die Stadtwerke Münster ihre Unternehmensstrategie in einem strukturier-
ten Prozess analysiert und einem Review unterzogen. Im Ergebnis wurde die strategische
Säule "Infrastrukturdienstleister für die Region" weiterentwickelt zum "Dienstleister für eine
intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur". Dies greift insbesondere die
neuen Anforderungen aus der Digitalisierung der Energiewende, somit die Thematiken von
Smart Grids und Smart Metering, aber auch die Zukunftsperspektive eines elektromobilen
öffentlichen Personennahverkehrs auf.

Die strategische Säule der Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste zur weiteren Differen-
zierung vom Wettbewerb wurde unverändert bestätigt.

Die strategische Säule des Ausbaus Erneuerbarer Energien wurde unter dem übergreifen-
den Aspekt des Klimaschutzes um das Thema der Energieeffizienz als weiteren Hebel für
Geschäftsmodelle rund um die Energiewende ergänzt.

Grundlage für die strategische Weiterentwicklung ist das Kerngeschäft des Unternehmens.
Dabei bilden Qualität und Effizienz im Kerngeschäft das Fundament des langfristigen Unter-
nehmenserfolgs der Stadtwerke Münster.

In Anlehnung an die drei strategischen Säulen werden im Folgenden einige zentrale Maß-
nahmen und Projekte näher beschrieben.

» Dienstleister für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur

Die bisherige Strategie des regionalen Infrastrukturdienstleisters wurde geschärft. Als Dienst-
leister für die intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur tragen die Stadt-
werke Münster der Notwendigkeit Rechnung, die Energie-, Wasser- und Nahverkehrs-
Infrastruktur gezielt an die Anforderungen einer wachsenden, digitalen Stadt anzupassen.

In der Stromnetzinfrastruktur bedeutet der Weg zu intelligenten Netzen zum einen die ver-
stärkte Erfassung und Auswertung von Daten, zum anderen die intelligente Netzführung
durch entsprechende Leittechnik sowie regelbare Anlagenkomponenten im Netz. So inves-
tieren die Stadtwerke Münster beispielsweise in eine neue Querverbund-Netzleitstelle, die
eine optimierte Überwachung und Betriebsführung der Netze über alle Sparten hinweg er-
möglicht.

Für 2016 sind zudem seitens der münsterNETZ GmbH Investitionen in 3 regelbare Ortsnetz-
stationen vorgesehen, die volatile Lastsituationen, die durch regenerative Erzeugung über
dezentrale Fotovoltaikanlagen verursacht werden, über eine intelligente Netzsteuerung abfe-
dern können.

" Innovative kommunale Mehrwertdienste

Die tragende Plattform für die Weiterentwicklung kommunaler Mehrwertdienstleistungen ist
weiterhin die elektronische Stadtwerke Pluscard. Nachdem, wie angekündigt, in 2015 das be-
reits umfangreiche Nutzungsspektrum um die Option der Bezahlfunktion für bargeldloses Taxi-
fahren erweitert wurde, wurde in 2016 die Karte auch für das Carsharing in Kooperation mit
dem Münsteraner Anbieter "Stadtteilauto" freigeschaltet. Neben der bequemen Abrechnungs-
funktion fungiert die Stadtwerke Pluscard dabei auch als "elektronischer Schlüssel" für die
Fahrzeuge. Parallel wird an der Erweiterung der Pluscard zur Touristik-Card gearbeitet, die
den Eintritt zu verschiedenen renommierten Münsteraner Museen mit der ÖPNV-Nutzung
kombiniert.

06 4503 048 Anlage 1.1/ 11

Abgeleitet aus dem Strategieprozess 2015 werden die Stadtwerke Münster zudem eine noch
stärkere vertriebliche Zusammenführung der Kundensegmente aus den Geschäftsfeldern
Energie und ÖPNV über ein einheitliches Customer-Relationship-System (CRM) vorantreiben.
Über die Kombination bisher getrennter Vertriebskanäle sollen jeweils neue Kundensegmente
erschlossen werden.

= Klimaschutz und Energieeffizienz sowie Ausbau Erneuerbarer Energien innerhalb und
außerhalb von Münster

Die Ausbaustrategie für die regenerative Erzeugung wird mit dem Schwerpunkt auf der
Windenergie an Land konsequent weiterverfolgt. Ende 2015 konnten die im Vorjahr in Müns-
ter errichteten drei Windenergieanlagen erfolgreich an die durch die Stadtwerke initiierte Bür-
gergenossenschaft "Unsere Münster Energie" übertragen werden. Die in dieser Form der Pro-
jektenwicklung von Windenergieanlagen gesammelten Erfahrungen sollen in 2016 auch in
weitere Windprojekte eingebracht werden. Mehrere Standorte in Münster und der Region be-
finden sich aktuell in der Entwicklung. Überwiegend wird dabei die Variante der Projektentwick-
lung mit anschließender Veräußerung an Investoren avisiert, ein kleinerer Teil der Anlagen
wird bei stabiler Eigenkapitalquote in das Anlagevermögen der Stadtwerke übernommen. Zu-
gleich bieten die Stadtwerke Münster im Verkaufsmodell an, die Betriebsführung für diese
Anlagen durchzuführen. im Falle der Entwicklung im Stadtgebiet Münster steht zur Finanzie-
rung der Anlagen die Überführung in Bürgerbeteiligungen im Vordergrund, um den Bürgern
in Münster und vor allem den Anliegern der Windkraftanlagen die Beteiligung an der Ener-
giewende zu ermöglichen.

Mit der Stoßrichtung der Energieeffizienz unterstützen die Stadtwerke Münster ihre Ge-
schäftskunden bei der Identifikation von Energieeinsparpotenzialen und bieten ihnen die Im-
plementierung eines Energieaudits und eines Energiemanagementsystems an. Da bestimm-
te Unternehmen inzwischen durch das Energiedienstleistungsgesetz dazu verpflichtet sind,
regelmäßig ein Energieaudit durchzuführen, ist diese Dienstleistung in 2015 bereits gut an-
genommen worden und soll auch in Zukunft entsprechend fortgeführt werden.

= Weitere Chancen und Risiken

Mit der Weiterentwicklung der genannten strategischen Bausteine verbinden die Stadtwerke
Münster überwiegend Chancen für die langfristige Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus
konnte mehreren der in der Prognose für das Geschäftsjahr 2015 aufgeführten, signifikanten
Risiken inzwischen erfolgreich begegnet werden.

So gelang Ende 2015 der rechtswirksame Ausstieg aus dem verlustreichen Engagement beim
Gemeinschafts-Steinkohlekraftwerk "Black Gekko". Die Ergebniswirkungen daraus wurden
überwiegend bereits im Jahresabschluss 2014 verarbeitet. Ab 2016 sind die Stadtwerke
Münster nun vollständig von der Notwendigkeit entlastet, jährlich erhebliche Drohverlustrück-
stellungen für Black Gekko zuzuführen.

Mit der Novellierung des KWK-Gesetzes Ende 2015 wurde zudem mit Wirkung ab 2016 die bis
dahin infolge des Strompreisverfalls schwere wirtschaftliche Schieflage unseres hochmoder-
nen, umweltfreundlichen und technisch effizienten GuD-Kraftwerks zumindest bis einschließ-
lich 2019 beseitigt, indem der Gesetzgeber im Sinne der Energiewende eine Förderung für
hocheffiziente Bestandsanlagen gem. 8 2, Nr. 8 des Gesetzes zur Neuregelung des KWK-G
vom 21. Dezember 2015 eingeführt hat.

Über die klassischen Geschäftsfelder in den Bereich Energie und Verkehr hinaus werden die
Stadtwerke Münster zudem in 2016 die Potenziale ihres umfangreichen Glasfasernetzes im
Hinblick auf strategische und wirtschaftliche Potenziale prüfen. Dieses Netz ist bisher lang-
fristig an ein Unternehmen der Telekommunikationsbranche vermietet. In einigen Jahren
wird aber das Ende der Vertragslaufzeit erreicht. Nachdem das Kundeninteresse an Glasfa-

Anlage 1.1/12 06 4503 048

seranschlüssen lange Zeit in Deutschland eher zurückhaltend war, entwickelt sich in jüngerer
Zeit auf dem Gewerbe- aber auch auf dem Privatkundensektor, getrieben durch immer auf-
wändigere, datenintensive Internetanwendungen bis hin zu rein internetbasierten TV-Ange-
boten, eine erkennbare Nachfragesteigerung nach breitbandigen TK-Anschlüssen.

Das Mengenrisiko aufgrund von unvorhersehbaren, witterungsbedingten Schwankungen der
Durchleitungsmengen in den Sparten Strom und Gas wird über das Regulierungskonto aus-
geglichen, so dass mittelfristig die Umsatzerlöse den genehmigten Erlösobergrenzen ent-
sprechen. Jedoch können die Umsatzerlöse aus Netzentgelten in einzelnen Jahren aufgrund
von ungeplanten Rückgängen bei den Durchleitungsmengen unterhalb der Erlösobergrenze
liegen und das Jahresergebnis belasten. Ein Ausgleich über das Regulierungskonto erfolgt
erst in der folgenden Regulierungsperiode.

Die Genehmigung der in den Erlösobergrenzen für 2016 angesetzten Erweiterungsfaktoren
steht derzeit noch aus. Sollte die münsterNETZ wider Erwarten ablehnende Bescheide erhal-
ten, würde sich dies mindernd auf die Erlösobergrenzen ab 2017 auswirken.

Die münsterNETZ kann sich aufgrund von gesetzlichen Verpflichtungen nicht ausreichend
gegen Insolvenzen von Lieferanten schützen. Gleichzeitig werden die daraus entstehenden
Aufwendungen nicht vollumfänglich von den Regulierungsbehörden anerkannt.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde am 1. September 2016 veröffent-
licht. In dem Gesetz wird festgelegt, welche Netzkunden zu welchem Zeitpunkt moderne
Messeinrichtungen erhalten und in welchen Fällen intelligente Messsysteme eingebaut wer-
den müssen. Außerdem sind sogenannte Preisobergrenzen festgelegt, die der zuständige
Messstellenbetreiber für seine Leistungen maximal verlangen darf. Sollten die im Gesetz-
entwurf vorgesehenen Vorgaben umzusetzen sein, werden bei der münsterNETZ umfangrei-
che Prozessanpassungen notwendig und erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen.
Noch ist unsicher, inwieweit die vorgegebenen Preisobergrenzen die tatsächlichen Aufwen-
dungen decken können. Aufgrund des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende wird
eine Anpassung der mittelfristigen Planungen der münsterNETZ notwendig werden.

Überwiegend zur Bewältigung dieser Aufgabe haben die Stadtwerke Münster bereits vor
einigen Jahren gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück ihre Tochtergesellschaft
smart OPTIMO GmbH & Co. KG gegründet. Im Jahr 2016 werden die entsprechenden
IT-Systeme und -prozesse aufgebaut, um zukünftig die Massendatenströme aus den intelli-
genten Messsystemen der Kunden aufnehmen und verarbeiten zu können. Aufgrund der
durch den Gesetzgeber fixierten sehr niedrigen Erlösobergrenze für die Smart Meter entsteht
ein grundsätzliches Kostendeckungsrisiko für die Energieversorgungsunternehmen. Da für
die Umsetzung des Smart Metering große IT-Systeme mit signifikanten fixen Kosten benötigt
werden und zugleich von einem hohen Standardisierungsgrad der Prozesse auszugehen ist,
setzen die Stadtwerke Münster in diesem Feld strategisch auf Kooperation mit anderen
Stadtwerken, um eine möglichst hohe Kostendegression verbunden mit Know-how-
Synergien zu erreichen. Es zeichnet sich für 2016 bereits ein großes Beteiligungsinteresse
weiterer Stadtwerke ab, und es ist zu erwarten, dass sich das Gesellschafterportfolio von
smart OPTIMO in 2016 noch deutlich vergrößern wird.

Am 16. September 2016 wurde die Änderung der Anreizregulierungsverordnung veröffent-

licht. Zwei Kernpunkte haben erhebliche Auswirkungen auf die erzielbaren Erlöse in den
Strom- und Gasnetzen ab der 3. Regulierungsperiode.

06 4503 048 Anlage 1.1/13

Zum einen sollen im Rahmen eines Kapitalkostenabgleiches zukünftig sowohl Neuinvestitio-
nen als auch Wertminderungen des Netzanlagevermögens umgehend in den Erlösobergren-
zen berücksichtigt werden. Damit werden Investitionsausgaben ohne Zeitverzug anerkannt.
Gleichzeitig wird der sogenannte positive Sockeleffekt abgeschafft, so dass sich Kapitalkos-
tensenkungen aufgrund von Wertminderungen umgehend in den Erlösobergrenzen min-
dernd widerspiegeln.

Zum anderen werden die Kostensenkungsvorgaben erheblich erhöht. Bisher dauert eine
Regulierungsperiode 5 Jahre. Dies bedeutet, dass die genehmigten Erlöse innerhalb von 4
Jahren auf die Höhe eines zu 100 % effizienten Netzbetreibers gesenkt werden. Der Entwurf
sieht nun vor, dass die Absenkung der Erlöse innerhalb von 2 Jahren erfolgt. Dies entspricht
einer Verdoppelung der Kostensenkungsvorgaben. Nach Novellierung der Anreizregulie-
rungsverordnung wird die münsterNETZ prüfen, welche Auswirkungen die tatsächlich umge-
setzten Änderungen auf die mittelfristigen Planungen haben.

Ein signifikantes Risiko aus 2015 bestand in der Belastung der Stadtwerke-Bilanz durch für die
kommenden Jahre erforderliche Eigenkapitalzuführungen an die Beteiligung Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH (FMO). Inzwischen konnte über den Managementkontrakt mit der
Stadt Münster als Gesellschafter der Stadtwerke vereinbart werden, dass die zukünftigen Kapi-
talzuführungen an den FMO durch entsprechende Einlagen der Stadt Münster in die Kapital-
rücklage der Stadtwerke Münster vollständig kompensiert werden. Damit werden die Abschrei-
bungen der Stadtwerke Münster auf die nicht werthaltigen Zuführungen an den FMO zwar das
Jahresergebnis der Stadtwerke belasten, wobei dieser Sachverhalt bereits in der mittelfristigen
Ergebnisplanung berücksichtigt ist. Es entsteht aber für die Stadtwerke daraus weder eine
Beeinträchtigung der Eigenkapitalquote noch eine Belastung der Liquidität. Die Konformität
dieses Vorgehens mit dem Beihilferecht der Europäischen Union wurde Anfang 2016 über die
Durchführung eines Private-Investor-Tests für die Stadtwerke Münster bestätigt.

Positive Sondereffekte für das Ergebnis 2016 lassen sich hingegen weiterhin aus dem Verkauf
von Hafengrundstücken der Stadtwerke Münster erzielen. Nach wie vor existiert eine gute
Nachfrage nach diesen attraktiven Lagen, und es werden auch in 2016 diverse Grundstücks-
transaktionen mit potenziellen Käufern verhandelt.

Darüber hinaus ist das seit nunmehr fast zwei Jahren schwebende Steuerverfahren zwischen
den Finanzbehörden und der ehemaligen Beteiligung "Energiehandelsgesellschaft West" noch
weiter anhängig. Wirtschaftliche Risiken drohen den Stadtwerken Münster daraus nicht mehr,
bei positivem Ausgang des Verfahrens stehen den Stadtwerken hingegen Rückflüsse aus
einem Besserungsschein zu.

Anlage 1.1/14 06 4503 048

Leistungsindikatoren

Der von der Stadtwerke Münster GmbH geplante Jahresübei
einem Betrag von 13,0 Mio. EUR deutli
träge zu dieser Ergebnisverbesserung

Black Gekko-Beteiligung einhergehende Wegfa
lungen sowie die ab 2016 für vier Jahre greifende gesetzliche Förderung von modernen Be-

standsanlagen der Kraft-Wärme-
wie der Verkauf von Windenergiean
die deutliche Minderung von Ertragsteuern in
Ausstieg resultierenden Verlustvortrags. Für die ü

Kopplung. Im Ergebnis 2015 wi

I bis dato eı

tungsindikatoren der Stadtwerke Münster wird folgende Entwicklung erwartet:

rschuss des Jahres 2016 liegt mit
ich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Wi
leisten insbesondere der mit dem Ausstieg aus der

chtige Bei-

rforderlicher Drohveriustrückstel-

rken hingegen Sondereffekte
lagen an eine Münsteraner Bürgergenossenschaft sowie
folge der Nutzung des aus dem Black Gekko-
brigen finanziellen und nichtfinanziellen Leis-

finanzielle Ist 2015 Plan 2016 | relative Veränderung
Indikatoren
Jahresüberschuss 18,8 Mio. € B 13,0 Mio. € -30,8 %
Umsatzerlöse 483,4 Mio. € 502,0 Mio. € | +3,8%
[Invesitionen” 38,7 Mio. € N 36,9 Mio. ei -4,7%
nichtfinanzielle Ist 2015 1 Plan 2016 relative Veränderung
Indikatoren
Stromabsatz 1.112 Mio. kWh 1.192 Mio. kWh +72 %
Erdgasabsatz 1.943 Mio. Kun | 2.186 Mio. kWh +12,5 %
Wärmeabsatz 565 Mio. kWh 615 Mio. Kun | +8,8 %
Wasserabsatz 16,2 Mio. m? 16,0 Mio. m? -1,2%
Stromerzeugung 337 Mio. Kr | 453 Mio. kWh +34,4 %
Fahrgastzahlen 41,6 Mio. 44,5 Mio. | +7,0%

* Sachanlagevermögen abzgl. Zuschüsse

Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Jahr 2015
ten Quartal deutlich unterdurchschnittlich. Für
jahresüblichen Temperaturverlauf, verbunden mi
che Neukundenakquisition im Privat- und Gescl

Strom- und Gasvertrieb, ausgegangen.

Die geplanten Investi
Transportleitung aus dem Wasse
sowie den Umbau des Servicecenters mobile an der

Kundenservices.

Während der historiscl
Stromabsatzmengen geführt hat, ei
deutliche Absatzmengensteigerung
ment in der Region Münsterland, a
Signifikant haben sich die hohen Temperatu
Gas- und Wärmevertrieb ausgewirkt, die deui
2016 werden im Gasvertrieb wieder ei
Mittel sowie eine Mengensteigerung ins

06 4503 048

verlief infolge des sehr milden Winters im vier-
das Planjahr 2016 wird wiederum von einem
t Absatzmengensteigerungen durch erfolgrei-
häftskundenbereich in den Geschäftsfeldern

tionen des Jahres 2016 berücksichtigen u.a. den Bau einer zusätzlichen
rwerk Hornheide zur Erhöhung der Versorgungssicherheit
Bahnhofstraße zur Verbesserung des

h milde Winter im letzten Quartal 2015 auch zu leicht verminderten
rwarten die Stadtwerke Münster für das Jahr 2016 eine
durch zunehmende Vertriebserfolge im Privatkundenseg-
ber auch durch die Gewinnung weiterer Geschäftskunden.
ren des Winters 2015 auf die Absatzmengen im
tlich unterdurchschnittlich ausgefallen sind. Für
in Temperaturverlauf entsprechend dem langjährigen
besondere im Geschäftskundenbereich angenommen.

Anlage 1.1/15

Der Fernwärmeabsatz für 2016 ist ebenfalls auf einem durchschnittlichen Niveau unter An-
nahme eines moderaten Wachstums von Neukundenanschlüssen geplant. Der Wasserabsatz
wird sich voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau bewegen.

Der erheblich über dem Vorjahres-Ist liegende Planansatz für die Stromerzeugung spiegelt
insbesondere die aufgrund der wieder eingeführten K\WWK-Förderung ab 2016 zurückgewonne-
ne Rentabilität der Erzeugung in der GuD-Anlage der Stadtwerke Münster wider.

Auch der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster hat sich für das Jahr 2016 das ambitionierte
Ziel gesetzt, nochmals eine signifikante Steigerung der Fahrgastzahlen zu erreichen. Die Stei-
gerung um nochmals 3 Mio. Fahrgäste gegenüber dem Spitzenwert aus 2015 resultiert aber
neben der kontinuierlichen Nachfragesteigerung aufgrund der attraktiven eTicket-Optionen
auch aus zwei Sondereffekten, nämlich der Übernahme einer zusätzlichen Linienkonzession
von einem bisherigen Marktpartner sowie einer Zahl von rd. 4.000 Flüchtlingen im Stadtgebiet
Münster, die über den von Seiten der Stadt Münster finanziell geförderten Münster-Pass die
Möglichkeit erhalten, den ÖPNV in Münster kostengünstig zu nutzen.

Die münsterNETZ geht von einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung und einem posi-
tiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 423 T€ im Geschäftsjahr 2016 aus.

Bei der "at-equity" konsolidierten FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird bei einer
stabilen Situation im Linienverkehr und einer weiterhin schwierigen Lage im Charterverkehr
für 2016 mit einem Verlust von ca. 10 Mio. EUR gerechnet.

Die "at-equity" konsolidierte items GmbH erwartet auch für 2016 weiterhin sinkende Umsätze
mit Gesellschaftern, die durch steigende Umsätze außerhalb des Gesellschafterkreises zu
kompensieren sein werden. Das Jahresergebnis wird aufgrund eines insgesamt befriedigen-
den Geschäftsverlaufs bei angestrebten Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen mit
168 TEUR deutlich über dem des Jahres 2015 erwartet.

Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung weiterhin schwierige Rahmenbedingungen für den
Konzern Stadtwerke Münster. Das Konzernergebnis wird vor diesem Hintergrund einer rea-
listischen Beurteilung der Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung und ohne die au-
Rerplanmäßigen Belastungen der Vorjahre wieder auf einem angemessenen, positiven Ni-
veau erwartet.

Münster, den 7. Oktober 2016

Stadtwerke Münster GmbH

Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
eschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)

Dr. Henning Mül
(kaufmännischer

Anlage 1.1/ 16 06 4503 048

Konzernbilanz der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, zum 31.12.2015

Stand Stand Stand Stand Stand Stand
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
Aktivseite EUR EUR EUR Passivseite EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I.  Immaterielle Vermögensgegenstände I.  Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200.000,00
1.  Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 9.997.711,63 8.458.114,13 Il. Kapitalrücklage 73.120.582,02 73.057.162,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.104.077,54 5.468.654,50 Ill. Gewinnrücklagen
15.101.789,17 13.926.768,63 Andere Gewinnrücklagen 33.900.107,45 24.030.107,45
il. Sachanlagen IV. Konzernbilanzgewinn 6.229.394,71 4.297.395,58
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 317.048,39 315.830,17
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.483.096,39 102.278.380,86 164.767.132,57 152.900.495,22
2. Verteilungsanlagen 116.442.179,45 99.224.621,67
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 67.833.066,15 73.152.656,01
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 10.304.346,00 9.103.459,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.301.162,01 10.712.232,01 B._Empfangene Ertragszuschüsse 8.332.170,03 10.940.290,30
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.495.789,51 22.132.508,22
325.859.639,51 316.603.857,77
IN. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 9.300.390,75 10.568.461,31 C. Rückstellungen
2. Sonstige Beteiligungen 4.538.846,25 4.702.101,64
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein 1. Rückstellungen für Pensionen und
Beteiligungsverhältnis besteht 5.890.063,00 7.974.923,50 ähnliche Verpflichtungen 39.664.644,00 34.642.061,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.523.984,23 5.887.942,50 2. Steuerrückstellungen 10.849.611,15 10.965.043,48
24.253.284,23 29.133.428,95 3. Sonstige Rückstellungen 75.145.744 ,42 72.936.006,60
125.659.999,57 118.543.111,08
365.214.712,91 359.664.055,35
B._Umlaufvermögen D. Verbindlichkeiten
I. Vorräte 1. Genussscheinkapital 2.292.500,00 2.480.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.491.486,00 5.937.611,85 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137.519.146,23 136.400.801,78
2. Unfertige Leistungen 2.340.446,32 11.188.636,43 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 688.221,47 169.965,76
3. Waren 3.736,86 4.530,04 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.767.762,62 55.321.514,56
4. Emissionsrechte 60.268,88 160.297 ,18 5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.493.312,57 1.740.170,01
11.895.938,06 17.291.075,50 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
Il. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ein Beteiligungsverhältnis besteht 186.770,73 4.494.609,81
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.450.424,57 50.520.050,65 7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.012.847,57 7.911.134,17
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 2.743.244,72 3.513.615,46 -davon aus Steuern EUR 1.963.250,15
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein (i.Vj. EUR 3.065.595,89 )
Beteiligungsverhältnis besteht 121.506,90 2.180.310,97 - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 40.676,63
4. Sonstige Vermögensgegenstände 25.554.587,22 14.456.028,31 (i. Vj. EUR -,-)

Ill. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

85.869.763,41

58.003.381,75

70.670.005,39

64.012.521,92

155.769.083,22

151.973.602,81

199.960.561,19

208.518.196,09

C. Rechnungsabgrenzungsposten

1.007.279,71

1.043.037,83

E. Rechnungsabgrenzungsposten

23.271.212,48

21.778.603,30

521.991.075,84

512.680.695,99

521.991.075,84

512.680.695,99

Münster, am 7. Oktober 2016

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müllef\Tengelmann Dr. Dirk Wernicke

06 4503 048

Vermerk: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

16.032.478,00

20.344.637,00

Anlage 1.2

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2015 (01.01. - 31.12.)

2015 2015 2014

EUR EUR EUR

1. Umsatzerlöse 527.108.189,55 512.595.308,73

Abzüglich darin enthaltener Energiesteuer -32.009.265,26 -31.268.002,15

495.098.924,29 481.327.306,58

2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -8.848.190,11 9.109.746,20

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 10.056.491,28 8.655.854,40

4. Sonstige betriebliche Erträge 37.227.243,51 44.078.889,09

5. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für

bezogene Waren 256.728.899,70 261.181.972,99

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 78.012.509,64 85.427.652,69

334.741.409,34 346.609.625,68

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 55.907.622,17 55.991.068,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 15.663.587,76 14.760.952,26
davon für Altersversorgung EUR 4.498.763,43 71.571.209,93 70.752.021,19

(i. Vj. EUR 3.665.768,17)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen 27.694.628,69 27.954.308,97
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 17.259.552,52 17.213.463,70
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 41.255.165,98 35.385.629,43
58.514.718,50 52.599.093,13
9. Erträge aus Beteiligungen 436.067,94 309.594,39

10. Erträge aus anderen Wertpapieren

und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.520.178,77 2.506.910,15
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 122.345,80 291.389,35
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des

Umlaufvermögens 10.304.683,07 37.686.994,00
13. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.366.761,85 1.115.858,31
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.032.410,28 7.383.799,99
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme = 1.507.843,14 2.550.450,99°
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 23.612.920,38 1.859.254,52
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.135.072,49 2.709.223,87
18. Sonstige Steuern 2.587.880,54 1.224.106,92
19. Konzernjahresüberschuss (im Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag) 17.889.967,35 -2.074.076,27
20. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 27.968,22 25.621,08
2i. Gewinnvortrag 4.297.395,58 6.745.092,93
22. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen - 5.712.000,00
23. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 9.870.000,00 -
24. Vorabgewinnausschüttung 6.060.000,00 6.060.000,00
25. Konzernbilanzgewinn 6.229.394,71 4.297.395,58

Münster, am 7. Oktober 2016

Stadtwerke Münster GmbH

e

(%

Dr. Henning Müller-Ten\ Dr. Dirk Wernicke

06 4503 048 Anlage 1.3

Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2015

I. Darstellung von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster
GmbH, Münster - nachfolgend auch kurz Stadtwerke Münster - wurden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der
Art des Betriebs folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Aktiv- und Passivpos-
ten in der Konzernbilanz erweitert ($ 265 Abs. 5 HGB):

Die Sachanlagen wurden um die Posten Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserver-
sorgung) und Fahrzeuge für Personenverkehr ergänzt. Die Darstellung der Vorräte wurde
um den Posten Emissionsrechte erweitert.

Für den gesonderten Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ge-
sellschafter ($ 42 Abs. 3 GmbHG) wurden entsprechend bezeichnete Posten unter den For-
derungen und sonstigen Vermögensgegenständen bzw. den Verbindlichkeiten ergänzt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren geglie-
dert.

Il. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden neben den Stadtwerken Münster als Muttergesellschaft die
folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen jeweils zum 31.12.2015:

Name/Sitz Kapitalanteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden vollkonsolidiert:

münsterNETZ GmbH, Münster 100
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster 100
Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 100
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen 100
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 100
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsmäßig einbezogen:

Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50
Als assoziierte Unternehmen wurden "at equity" einbezogen:

smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 46
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35
items GmbH, Münster 32
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50
Folgende assoziierte Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet:

Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster 25

06 4503 048 Anlage 1.4 /1

Die Unternehmen wurden gemäß $ 311 Abs. 2 HGB nicht "at equity" bewertet, weil deren
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch zusammenge-
fasst - von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte unter Berücksichtigung
der jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtun-
gen.

Ill. Konsolidierungsmethoden

Die nachfolgende Übersicht gibt die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Verrechnung
von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital jeweils zugrunde gelegten Methoden
und Verrechnungszeitpunkte wieder.

Übersicht über Methode und Verrechnungszeitpunkt der Kapitalkonsolidierung
Kapitalkonsolidierung

Erstkonso- Verrechnungszeitpunkt

lidierungs- Erstmalige Erwerb/
Einbezogene Gesellschaften | stichta Einbeziehung | Gründung Methode Variante
Westfälische Bauindustrie
GmbH, Münster 31.12.1997 | 31.12.1997 - Erwerbsmethode |Buchwert
Westfälische Fernwärme-
versorgung GmbH, Münster _| 31.12.1997 | 31.12.1997 - Erwerbsmethode _|Buchwert

FMO Flughafen Münster/
Osnabrück GmbH, Greven 31.12.1997
items GmbH, Münster
bis 2008 31.12.1999

31.12.1997 - Equity-Methode  |Buchwert

21.05.1999 |Erwerbsmethode |Buchwert

items GmbH, Münster

ab 2009 2 - - Equity-Methode _|Buchwert
Verkehrsservice Gesell- I

schaft Münster mbH,

Münster 31.12.2002 - 11.06.2001 |Erwerbsmetnode |Buchwert

Nederlands-Duitse Internet
Exchange B.V., Enschede,

Niederlande 31.12.2003 2 25.11.2003 |Equity-Methode _|Buchwert
|münsterNETZ GmbH,

Münster [ 31.12.2007 = 15.11.2007 |Erwerbsmethode _|Neubewertung |
smart OPTIMO GmbH &

Co. KG, Osnabrück 31.12.2008 - 23.12.2008 |Equity-Methode  |Buchwert
smart OPTIMO Verwal-

tungs-GmbH, Osnabrück 31.12.2008 = 23.12.2008 |Equity-Methode  |Buchwert

Energiepark Detmold GmbH
& Co. WP DT KG, Münster
Energiepark Detmold Ver-
|waltungs-GmbH, Münster
Bürgerwindpark Löningen
GmbH & Co. KG, Löningen _| 31.12.2013 | 01.01.2013 = Erwerbsmethode |Neubewertung |
Bürgerwindpark Löningen
Verwaltungs-GmbH,
Münster 31.12.2013 | 01.01.2013 i Erwerbsmethode _|Neubewertung |

31.122000  - 08.09.2010 |Erwerbsmeihode

31.12.2010 - 13.12.2010 |Erwerbsmethode

Forderungen und Verbindlichkeiten, aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten so-
wie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Rah-
men von Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragseliminierung miteinander ver-
rechnet.

Anlage 1.4/2 06 4503 048

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen
oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beru-
hen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.

Negative Equity-Werte wurden zum Erinnerungswert von 1 EUR unter den Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen angesetzt. Zum 31.12.2015 ergab sich aus der statistischen Wert-
fortschreibung ein negativer Equity-Wert in Höhe von -3.220 TEUR.

IV. Erläuterungen zu Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlust-
rechnung

1. Auf Aktiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bi-
lanz erläutert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Ein-
zelkosten sowie Lagergemeinkosten. Für Vermögensgegenstände der Energie- und Was-
sernetze werden darüber hinaus Regiegemeinkosten berücksichtigt. Die Zuschlagsätze für
die Regiegemeinkosten betragen zwischen einem und neun Prozent. Sie bemessen sich
nach den Herstellungskosten vor Regiegemeinkosten. Der Zuschlagsatz für Lagergemein-
kosten beträgt zwanzig Prozent auf Lagermaterialentnahmen. Fremdkapitalzinsen sind nicht
in die Herstellungskosten eingegangen. Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs-
und Herstellungskosten abgesetzt worden.

Erneuerungsmaßnahmen im bestehenden Netz, die eine Länge von 200 Metern und mehr
erreichen, werden aktiviert.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungs-
dauern der Vermögensgegenstände zugrunde. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr
2011 linear (zuvor degressiv) abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 60 EUR wurden als Auf-
wand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 60 EUR
und 410 EUR wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:

immateriellen Vermögensgegenständen 3- 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 7-50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre
sonstigen technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre
anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre

06 4503 048 Anlage 1.4/3

Der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts wurde - soweit aus der in 2013 erfolgten
Erstkonsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG resultierend - mit einem
Abschreibungszeitraum von 17 Jahren die planmäßige Restnutzungsdauer der zum Wind-
park gehörenden Windenergieanlagen im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zugrunde gelegt.
Soweit der Geschäfts- oder Firmenwert aus der in 2014 erfolgten Verrechnung nachträgli-
cher Anschaffungskosten für die Anteile am Bürgerwindpark Löningen resultiert, wurde der
Abschreibung mit einem Zeitraum von noch 16 Jahren die zum Jahresende 2014 verbliebe-
ne Restnutzungsdauer der Windenergieanlagen des Bürgerwindparks zugrunde gelegt.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden mit dem anteiligen Eigenkapital ge-
mäß 8 312 HGB angesetzt.

Die Bewertung der sonstigen Ausleihungen erfolgte zum Nennwert.

Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wert-
berichtigungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung ausgewiesen. Soweit die
Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestanden, ist entspre-
chend $ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Berücksichtigung von Abschreibungen ge-
mäß $ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen, durchschnittlichen Anschaffungskosten oder
zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der unter den Vorräten ausgewiesenen Ersatzteile und Lagermaterialien für
Erzeugungsanlagen, die bisher ergänzend planmäßig entsprechend der Nutzungsdauer der
Erzeugungsanlagen abgeschrieben wurden, wurde zur Anpassung an das tatsächliche Ver-
brauchsverhalten und zur Verbesserung der Darstellung der Vermögenslage an die oben
dargestellte Bewertung des anderen Lagermaterials angepasst. Aus dieser Bewertungsan-
passung ergab sich ein Ertrag aus Zuschreibungen in Höhe von 3,3 Mio. EUR.

Der Bewertung der zum Bilanzstichtag unfertigen Leistungen wurden die Herstellungskosten,
bestehend aus Einzelkosten und notwendigen Gemeinkosten, zugrunde gelegt.

Die unter den Waren ausgewiesenen Wasservorräte wurden zu Anschaffungskosten bewer-
tet.

Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $9 TEHG (Treibhausgas-Emissions-
handelsgesetz) i.V.m. 88 7 und 8 ZuG 2012 (Zuteilungsgesetz 2012) sind mit dem Wert von
1 EUR ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem
niedrigeren beizulegenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert
oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.

Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,

wurden 2.515 TEUR mit den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Be-
teiligungsverhältnis besteht, verrechnet.

Anlage 1.4/4 06 4503 048

2. Auf Passiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang
wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die
Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens ver-
rechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungs-
mindernd aus.

Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze
der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmerm an den Netzbetreiber gezahlte
Ertragszuschüsse werden als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen passiven
Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versiche-
rungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden
Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zu-
sätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und bewertet jeden die-
ser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rech-
nungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungs-
verordnung der für Ende Dezember 2015 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von
3,89 % verwendet und somit das Wahlrecht nach $ 253 Abs. 2 Satz 2 genutzt. Als Rech-
nungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafein 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei
der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von 1,5 % p.a. in
die versicherungsmathematischen Berechnungen einbezogen.

Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50 % p.a.
berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 % p.a. bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw.
1% p.a. bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.

Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ebenfalls ein Rechnungszins von 3,89 % zugrunde.
Für die Erhöhung von Gehalt und Beitragsbemessungsgrenzen wurden Kostensteigerungen
in Höhe von jeweils 2 % p.a. berücksichtigt.

Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommunalen
Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW), Münster, resultierenden Verpflichtungen wurde
auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum 31.12.2014 bewertet (Rech-
nungszins 4,53 %, Gehaltstrend 1,50 % p.a., Rententrend 1,0 % p.a.). Unter Berücksichti-
gung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung
wird die Rückstellung anteilig dotiert. Für die auf den Konzern entfallenden mittelbaren Pen-
sionsverpflichtungen wurde zum Stichtag 31.12.2014 ein Unterdeckungsbetrag von
57.625 TEUR ermittelt. Der Rückstellung wurden im Berichtsjahr neben der anteiligen Dotie-
rung entsprechend den Vorjahren zusätzlich 3.370 TEUR zur Deckung künftiger Zinsrisiken
zu Lasten des Zinsaufwands zugeführt. Die Rückstellung beträgt zum 31.12.2015
32.154 TEUR. Die nicht bilanzierte Unterdeckung beträgt 25.471 TEUR. Es ist vorgesehen,
diese Deckungslücke durch ratierliche Rückstellungszuführungen in den kommenden Jahren
systematisch zu schließen.

Der Buchwert der Aufwandsrückstellungen nach $ 249 Abs. 2 HGB a.F., die gemäß Arti-
kel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten wurden, beträgt zum 31.12.2015 6,0 Mio. EUR.

Die übrigen Rückstellungen wurden in Höne des nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei-
lung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

06 4503 048 Anlage 1.4/5

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungsverträgen wurden
umsatzmindernd gebucht.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

3. Verzicht auf Bewertungsanpassungen bei assoziierten Unternehmen

Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH hat in dem von ihr
aufgestellten Konzernabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden angewandt:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150 EUR bis 1.000 EUR hat
die Gesellschaft einen Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den darauf
folgenden vier Geschäftsjahren mit einem Fünftel abgeschrieben wird. Aus der erstmaligen
Anwendung der BilMoG-Vorschriften auf die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft in
2010 resultiert ein Unterschiedsbetrag, den die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts
nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ratierlich den Pensionsrückstellungen zuführt. Zum
31.12.2015 beträgt die sich hieraus ergebende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen
228 TEUR. Eine Rückstellung für die mittelbare Verpflichtung aus der Unterdeckung von
Versorgungsansprüchen der Mitarbeiter gegenüber der KVW (Kommunale Versorgungskas-
sen Westfalen-Lippe) wurde nicht gebildet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in
Höhe von 68 TEUR wurden mit den Aktivwerten einer Rückdeckungsversicherung in Höhe
von 44 TEUR saldiert.

Für die at-equity einbezogene Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. wurde der nach
niederländischem Recht aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss unverändert übernom-
men.

In diesen Fällen wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwen-
dung des $ 312 Abs. 5 HGB verzichtet.

4. Angaben zu Aktivposten der Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt.

Aus der in 2013 erfolgten Erstkonsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG
resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5.885 TEUR. Für in 2014 hierauf
angefallene nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von 295 TEUR wurde der Geschäfts-
oder Firmenwert entsprechend erhöht. Der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts
wurde mit einem Abschreibungszeitraum von 17 Jahren - für den goodwill aus der Erstkon-
solidierung in 2013 - bzw. von 16 Jahren - angewandt auf den Zugang in 2014 - jeweils die
planmäßige, stichtagsbezogene Restnutzungsdauer der zum Windpark gehörenden Wind-
energieanlagen zugrunde gelegt.

Die auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der Gas- und
Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage), Standort HKW Hafen, im Jahr 2013 vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibung nach 8 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 13.947 TEUR
wurde beibehalten.

Anlage 1.4/6 06 4503 048

Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, (FMO) erhielt im Januar 2015 in
Ausführung des in 2012 gefassten Gesellschafterbeschlusses eine Zuführung zur Kapital-
rücklage in Höhe von 3.816 TEUR, die außerplanmäßig abgeschrieben wurde.

Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm
GmbH & Co. KG, Essen, wurde mit Anteilskaufvertrag vom 03.11.2015 an den Mehrheitsge-
sellschafter, die RWE Generation SE, Essen, veräußert. Mit dem Verkauf des Kommanditan-
teils wurde ein Erlös von 5.452 TEUR erzielt. Für die Aufhebung des Stromliefervertrages
zwischen den Stadtwerken Münster und der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm
GmbH & Co. KG wurde ein Abgeltungsbetrag mit den Tilgungsansprüchen aus den ausge-
reichten Gesellschafterdarlehen verrechnet. Der Stromliefervertrag wurde zum 31.12.2015
beendet. Eine weitere Risikovorsorge für drohende Verluste aus dem Strombezug war damit
nicht mehr notwendig.

Auf die Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt, (WLE) wurde
eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 63 TEUR vorgenommen.

Beide Bewertungen erfolgten gemäß 8 253 Absatz 3 Satz 5 HGB.

Die FMO erhielt weiterhin aufgrund des im Dezember 2014 von den Gesellschaftern be-
schlossenen neuen Finanzierungskonzepts im Dezember 2015 ein Darlehen in Höhe von
5.890 TEUR. Für dieses Darlehen ergibt sich aufgrund der vertraglich vereinbarten, marktge-
rechten Zins- und Tilgungsregelungen sowie der mit dem Finanzierungskonzept verbunde-
nen positiven Entwicklungsprognose der FMO zurzeit kein Wertberichtigungsbedarf.

Die sonstigen Ausleihungen beinhalten Forderungen aus der Besicherung langfristiger Bürg-
schaften (3.220 TEUR; Vorjahr: 4.386 TEUR). Der Position liegen sicherungshalber verpfän-
dete Festgeidguthaben zugrunde. Darüber hinaus sind niedrig verzinsliche Mitarbeiterdarle-
hen enthalten. (1.304 TEUR; Vorjahr: 1.502 TEUR). Die Bewertung erfolgte jeweils zum
Nennwert der Forderungen.

Die Vorräte enthalten unter den unfertigen Leistungen (2.340 TEUR; Vorjahr: 11.188 TEUR)
noch nicht abgerechnete Aufträge an Dritte. Die im Vorjahr hier enthaltenen Herstellungskos-
ten von drei Windkraftanlagen waren nach Veräußerung an eine Windenergiegenossen-
schaft (Unsere-Münster-Energie eG) in 2015 als Bestandsminderung zu berücksichtigen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (57.450 TEUR; Vorjahr: 50.520 TEUR)
ist auch der abgegrenzte Verbrauch für Energie- und Wasserlieferungen zwischen Ablese-
und Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.

Den Forderungen gegen den Gesellschafter (2.743 TEUR; Vorjahr: 3.513 TEUR) liegen im
Wesentlichen Energie- und Wasserlieferungen sowie Überzahlungen der Konzessionsabga-
be zugrunde.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(121 TEUR; Vorjahr: 2.180 TEUR), betreffen im Wesentlichen Kostenerstattungen und For-
derungen aus Energie- und Wasserlieferungen. In Höhe von 2.515 TEUR wurden im Be-
richtsjahr Forderungen mit Verbindlichkeiten verrechnet.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

06 4503 048 Anlage 1.4/7

Die sonstigen Vermögensgegenstände (25.554 TEUR; Vorjahr: 14.456 TEUR) beinhalten im
Wesentlichen Erdgassteuer-Entlastungsbeträge (6.799 TEUR), insbesondere resultierend
aus dem Erdgasbezug für die GuD-Anlage, Umsatzsteuerforderungen (5.088 TEUR), vor-
nehmlich auf Energiebezüge entfallende, noch nicht abziehbare Vorsteuer (4.220 TEUR) und
Überzahlungen von Ertragsteuern (3.676 TEUR).

5. Angaben zu Passivposten der Konzernbilanz
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Vorjahr unverändert 51.200 TEUR.

Der Kapitalrücklage (73.120 TEUR; Vorjahr: 73.057 TEUR) wurden aus Gesellschaftermitteln
63 TEUR zugeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015 weist einen Konzern-
jahresüberschuss von 17.890 TEUR aus (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag: -2.074 TEUR).
Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 4.297 TEUR (Vorjahr: 6.745 TEUR). Die vom
Konzernbilanzgewinn abzusetzenden Minderheitenanteile betragen für den Jahresüber-
schuss 26 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR) und für die Einstellung in die Gewinnrücklagen der
Minderheiten 2 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). In die anderen Gewinnrücklagen wurden
9.870 TEUR eingestellt (Vorjahr: Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen: 5.712 TEUR).
Unter Berücksichtigung einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 6.060 TEUR (Vorjahr:
6.060 TEUR) ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn von 6.229 TEUR (Vorjahr: 4.297 TEUR).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (39.664 TEUR; Vorjahr:
34.642 TEUR) umfassen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für die
Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitvereinbarungen, eine
Rückstellung für Deputatverpflichtungen sowie eine Rückstellung zur Abdeckung der aus
einer möglichen Unterdeckung der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe)
resultierenden Verpflichtungen.

Die erwarteten Zahlungen aus der Abrechnung der Strom- und Erdgassteuer 2015
(7.924 TEUR; Vorjahr: 5.575 TEUR) und den ertragsabhängigen Steuern (2.925 TEUR; Vor-
jahr: 5.390 TEUR) sind unter den Steuerrücksteilungen ausgewiesen (10.849 TEUR im Be-
richtsjahr; Vorjahr: 10.965 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen (75.145 TEUR; Vorjahr: 72.936 TEUR) betreffen insbesondere
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (42.660 TEUR; Vorjahr:
34.294 TEUR), ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs (6.063 TEUR; Vorjahr:
7.401 TEUR), Entsorgungsverpflichtungen (6.018 TEUR; Vorjahr: 6.018 TEUR), Ansprüche
der Mitarbeiter aus Leistungszulage, Urlaubsrückständen und Gleitzeitguthaben
(4.512 TEUR; Vorjahr: 4.707 TEUR) sowie bestehende Altersteilzeitverpflichtungen
(4.397 TEUR; Vorjahr: 6.477 TEUR).

Den Drohverlustrückstellungen liegen insbesondere allgemeine Bewertungsrisiken im Netz-
bereich (19.403 TEUR; Vorjahr: 15.400 TEUR), Mengenrisiken in der Energiebeschaffung
(12.908 TEUR; Vorjahr: 10.950 TEUR) und rechtliche Risiken bei einzelnen Energieproduk-
ten (9.517 TEUR; Vorjahr: 7.462 TEUR) zugrunde.

Das Genussscheinkapital (2.293 TEUR; Vorjahr: 2.480 TEUR) ist zum Erfüllungsbetrag an-
gesetzt. Die Gesamtlaufzeiten der Genussrechte betragen zwischen 7 und 20 Jahren. Die
Rückzahlung des Genussscheinkapitais erfolgt zum Laufzeitende. Die Genussrechte haben
sich in 2015 mit Zinssätzen von 4,8 % bis 8,0 % verzinst (138 TEUR Zinsen im Berichtsjahr;
im Vorjahr 135 TEUR).

Anlage 1.4/8 06 4503 048

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (137.519 TEUR; Vorjahr: 136.401 TEUR)
resultieren insbesondere aus dem zur Finanzierung der Strategie 2020 in 2012 aufgenom-
menen endfälligen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70.000 TEUR sowie aus der Finanzie-
rung zweier Windparks in Löningen und Detmold. Im Berichtsjahr wurde ein Darlehen in Hö-
he von 9.250 TEUR bei der Bayerischen Landesbank neu aufgenommen. Die Darlehensauf-
nahme diente der Umschuldung eines im Vorjahr vorzeitig getilgten Darlehens der Sparkas-
se Münsterland Ost.

Zur Zinssicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden die folgenden Zinsswaps ein-
gesetzt:

Lfd. Nr. Produkt Laufzeit Betrag in T€| Marktwert in T€
1 Zinsswap 22.11.12 - 22.11.19 6.000

| Zinsswap 22.11.12 - 22.11.22 5.000
| Zinsswap 22.11.12 - 22.11.24 3.000

2

3

4 Zinsswap 22.10.17-22.10.27_ | 2.550

5 Zinsswap 30.03.12 - 30.12.26 4.091 -387

6 Zinsswap 30.06.12 - 30.06.27 3.000 -175
Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen neben der
Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf und wurden in Bewertungseinheiten zusam-
mengefasst (critical-term-match-Methode im Rahmen des Micro-Hedging). Aufgrund der de-
ckungsgleichen Beziehung konnte auf eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankinter-

nen Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwerte von insgesamt -2.092 TEUR
(Vorjahr: -2.324 TEUR) verzichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (50.768 TEUR; Vorjahr:
55.321 TEUR) resultieren vornehmlich aus dem Strom- und Gasbezug und aus an Übertra-
gungsnetzbetreiber zu entrichtende EEG-Umlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (1.493 TEUR, Vorjahr: 1.740 TEUR)
betreffen im Wesentlichen Guthaben aus Überzahlungen von Energie- und Wasserlieferun-
gen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
(187 TEUR; Vorjahr: 4.494 TEUR) betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der smart
OPTIMO GmbH & Co. KG für das Zählermesswesen bzw. den Messstellenbetrieb. In Höhe
von 2.515 TEUR wurden im Berichtsjahr Verbindlichkeiten mit Forderungen verrechnet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (7.013 TEUR; Vorjahr: 7.911 TEUR) betreffen im Wesentli-
chen Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung (3.050 TEUR), Umsatzsteuer und Lohn-
steuer (1.917 TEUR) sowie erhaltene, noch nicht abgerechnete Zuschüsse das Fernwärme-
netz und die ÖPNV-Infrastruktur betreffend (1.457 TEUR).

06 4503 048 Anlage 1.4/9

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag von Berichtsjahr und Vorjahr sind den
nachfolgenden Tabellen zu entnehmen.

Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2015 (alle Angaben in TEUR):

Konzembilanz davon mit einer Restlaufzeit

Bilanzpositionen 31.12.2015 bis 1 Jahr |1 bis 5 Jahre |mehr als 5 Jahre
Genussscheinkapital 2.293 63 830 1.400
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137.519 8.600 35.091 93.828

| - | I

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 688

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.078 1.435 255
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ET En

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 187 187
Sonstige Verbindlichkeiten 7.013 7.013
Summe 199.961 67.122

Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2014 (alle Angaben in TEUR):

Konzembilanz
Bilanzpositionen bis 1 Jahr |1 bis 5 Jahre |mehr als 5 Jahre
Genussscheinkapital 2.480 188 680 1.612
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.577 24.896

I ml ml . 1. |
Ba | se | | |
HEERES BEER

1.740 1.740
26.768

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.495

Sonstige Verbindlichkeiten 7.911

Summe 208.518

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesi-
chert sind, beträgt 11.704 TEUR (Vorjahr: 12.639 TEUR). Auf die Besicherung durch Grund-
schulden entfallen davon 6.522 TEUR, auf die Sicherungsübereignung 5.182 TEUR.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (23.271 TEUR; Vorjahr: 21.779 TEUR) beinhal-
tet im Wesentlichen die von den Kunden als Netzanschlussbeiträge (Baukostenzuschüsse
und Hausanschlusskostenbeiträge) vorausgezahlten Netzentgelte für das Strom- und Gas-
netz in Höhe von 20.287 TEUR (Vorjahr: 18.901 TEUR). Die Auflösung dieser Beträge er-
folgt jährlich mit 5 % gegen die Umsatzerlöse.

Anlage 1.4/ 10 06 4503 048

Die nachfolgende Übersicht gibt die aktiven und passiven Steuerlatenzen in Bezug auf die
Konzernabschlussebene und die betroffenen Hauptabschlussposten wieder. Auf die Steuer-
latenzen ist aufgrund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns grundsätzlich ein kon-
zernweit einheitlicher Ertragsteuersatz in Höhe von 31,9 % (Vorjahr: 31,9 %) zur Anwendung
gekommen. Soweit den Steuerlatenzen Beteiligungen an Personengesellschaften zugrunde
liegen, war hiervon abweichend ein Ertragsteuersatz von 15,8 % anzuwenden.

Steuerlatenzen Konzern Stadtwerke Münster per 31.12.2015 in TE

Posten Latenzrechnung

Aktivlatenzen

|_12.690| 2.031]
|

I |
5.910] -3.009| 2.378

4.989
Summe Passivlatenzen aus Buchwertdifferenzen -12.998

|
Aktivatenzen |
Beteiligungen an Personengesellschaften

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

[4]
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I |
Aktiv-/Passivüberhang aus Differenzen 98.61 28.456

Auf die Aktivierung des sich bis auf die Ebene HBII ergebenden Überhangs von aktiven la-
tenten Steuern auf die Differenzen in Höhe von 98.619 TEUR (Vorjahr: 108.311 TEUR) wur-
de verzichtet. Es ergaben sich wie im Vorjahr keine latenten Steuern aus der Konsolidierung.

6. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse - ohne Strom- und Erdgassteuer - (495.099 TEUR; Vorjahr: 481.327 EUR)
entfallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (450.662 TEUR; Vorjahr:
438.227 TEUR) und den Verkehrsbereich incl. Parkraumbewirtschaftung (41.285 TEUR;
Vorjahr: 40.127 TEUR).

Die aktivierten Eigenleistungen (10.056 TEUR; Vorjahr: 8.656 TEUR) entfallen insbesondere
auf Investitionen in die Energie- und Wassernetze (8.859 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (37.227 TEUR; Vorjahr: 44.079 TEUR) resultieren im
Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen (14.843 TEUR), aus dem Verkauf der Beteili-
gung an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen,
(5.452 TEUR), aus Mieten (4.828 TEUR), Entgelten für die Vergärung von Bioabfällen
(2.677 TEUR), aus Kostenerstattungen von Beteiligungsgesellschaften und Kooperationen
(2.161 TEUR), Erträgen aus dem Mindermengenausgleich Strom/Gas (1.309 TEUR) und aus
dem Belastungsausgleich nach KWK-Gesetz (1.152 TEUR).

06 4503 048 Anlage 1.4 / 11

Den periodenfremden Erträgen liegen insbesondere Auflösungen sonstiger Rückstellungen
(8.647 TEUR), die Auflösung der Wertberichtigung auf Lagermaterial und Ersatzteile von
Erzeugungsanlagen (2.462 TEUR), vom Übertragungsnetzbetreiber vereinnahmte Zuschüs-
se zum Wärmenetz (1.320 TEUR) sowie der Verkauf von Sachanlagen (1.046 TEUR) zu-
grunde.

Die Rückstellungsauflösung betrifft insbesondere eine für Revisionsarbeiten an der GuD-
Anlage nach $ 249 Absatz 2 HGB a.F. gebildete Aufwandsrückstellung (2.850 TEUR),
Drohverlustrückstellungen im Gashandel (2.109 TEUR), eine Rückstellung für die Aufteilung
der Fahrgeldeinnahmen im Busverkehr (1.818 TUER) und die Auflösung einer Rückstellung
für den Strombezug aus sogenannten Mindermengen (1.031 TEUR).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
(256.729 TEUR; Vorjahr: 261.182 TEUR) sind, wie im Vorjahr, im Wesentlichen geprägt
durch Bezugsaufwendungen für Energie- und Wasserlieferungen (158.681 TEUR), EEG-
Zahlungen an Übertragungsnetzbetreiber (67.405 TEUR) und Einspeisevergütungen für
EEG-Strom (17.276 TEUR).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (78.013 TEUR; Vorjahr: 85.427 TEUR) betref-
fen insbesondere die an Übertragungsnetzbetreiber und andere fremde Netzbetreiber zu
entrichtenden Netznutzungsentgelte (39.044 TEUR), die Aufwendungen aus der Anmietung
von Busfahrleistungen im ÖPNV (10.014 TEUR) sowie Aufwendungen für den Messstellen-
betrieb und Messdienstleistungen (5.115 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (58.515 TEUR; Vorjahr: 52.599 TEUR) enthalten
neben der Konzessionsabgabe (17.260 TEUR) im Wesentlichen IT-Aufwendungen
(10.763 TEUR), Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb (6.088 TEUR), für betriebliche
Umstrukturierungen (4.003 TEUR), Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit (2.590 TEUR), für
Prüfung und Beratung (2.449 TEUR), KWK-Zahlungen an Übertragungsnetzbetreiber (1.908
TEUR) und Gewährleistungsaufwendungen aus Windkraftprojekten (1.311 TEUR).

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 3.353 TEUR. Sie sind enthalten in den Auf-
wendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (1.154 TEUR), den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen (901 TEUR) und den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(1.298 TEUR).

Die Zinserträge aus den Gesellschafterdarlehen an die Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle
Hamm GmbH & Co KG, Essen, werden nach dem Verkauf der Beteiligung im Berichtsjahr
letztmals unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen
(2.358 TEUR; Vorjahr: 2.477 TEUR).

Der Zinsaufwand des Berichtsjahres (10.032 TEUR; Vorjahr: 7.384 TEUR) setzt sich im We-
sentlichen aus den Zinsen für die Fremddarlehen (4.170 TEUR; Vorjahr: 4.945 TEUR) sowie
aus den Zinsen für die Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen (5.108 TEUR; Vor-
jahr: 1.926 TEUR) zusammen. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung verteilen sich im
Wesentlichen auf die mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Unterdeckung der Kom-
munalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW) (4.435 TEUR; Vorjahr: 1.161 TEUR),
auf die Rückstellung für Altersteilzeit (243 TEUR; Vorjahr: 327 TEUR), auf Deputatzusagen
(227 TEUR; Vorjahr: 273 TEUR) und auf Direktzusagen (106 TEUR; Vorjahr: 110 TEUR).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme (1.508 TEUR; Vorjahr: 2.550 TEUR) betreffen
anteilige Aufwendungen aus der Errichtungsphase der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle
Hamm GmbH & Co. KG, Essen. Mit dem Verkauf der Beteiligung im Berichtsjahr entfällt die-
ser Aufwand künftig.

Anlage 1.4/ 12 06 4503 048

V. Haftungsverhältnisse

Der Bilanzvermerk betrifft vierzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster/
Osnabrück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 15.375 TEUR (Vorjahr: 19.963 TEUR)
und zwei Bürgschaften zugunsten der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, in
Höhe von 657 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR). Der Bilanzvermerk berücksichtigt in der Höhe die
Bürgschaftsvaluta per 31.12.2015.

Der FMO wird voraussichtlich aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses zu einem Finanzie-
rungskonzept in den nächsten Jahren durch Erhöhung des Eigenkapitals und durch Gesell-
schafterdarlehen in seiner Finanzkraft gestärkt. Die bürgschaftsgesicherten Darlehen sollen
dann abgelöst werden. Die Gesellschafter haben bereits die Beschlüsse zur Umsetzung der
ersten Tranchen des Finanzierungskonzeptes bis einschließlich 2017 gefasst. Unter der
Voraussetzung, dass auch die weiteren verpflichtenden Beschlüsse ebenso wie diese ge-
fasst werden, ist eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bei Umsetzung der positiven
Entwicklungsprognose nicht zu erwarten.

Die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH hat im Vorjahr ein Darlehen über 2.700 TEUR
mit einer Laufzeit von 15 Jahren und im Jahr 2015 ein weiteres Darlehen über 2.000 TEUR
mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen. Diese Darlehen werden durch die drei
Hauptgesellschafter - die Kreise Warendorf und Soest sowie die Stadtwerke Münster - ver-
bürgt. Aufgrund eines Ergebnisübernahmevertrages ist das Risiko einer Inanspruchnahme
nahezu auszuschließen.

VI. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2015 auf 4,3 Mio.
EUR. Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
resultieren jährliche Verpflichtungen von 2,0 Mio. EUR. Aus mit der smart OPTIMO GmbH &
Co. KG, Osnabrück, geschlossenen Pacht- und Dienstleistungsverträgen zur Durchführung
von Messsteilenbetrieb und Messdienstleistungen ergibt sich für das Jahr 2016 eine Zah-
lungsverpflichtung in Höhe von 8,3 Mio. EUR.

Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH, Greven, haben ihre Absicht erklärt, die Finanzausstattung des FMO mittelfristig durch
die Zuführung von Eigenkapital und die Gewährung von Gesellschafterdarlehen zu stärken.
Aus dem Gesellschafterbeschluss über das Finanzierungskonzept vom 18.12.2014 ergibt
sich für die Stadtwerke Münster für 2016 eine Verpflichtung in Höhe von 5,9 Mio. EUR, die
als Darlehen am 15.01.2016 an den FMO geleistet wurde.

Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG,
Troisdorf, können sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeu-
gung finanzielle Verpflichtungen bis zu einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben. Bis
zum 31.12.2015 wurden Investitionen in Höhe von 4,4 Mio. EUR realisiert.

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags-
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie zum Nomi-
nalwert von 161,1 Mio. EUR geschlossen worden.

06 4503 048 Anlage 1.4 / 13

2. Gesamtbezüge von Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 499 TEUR. Hiervon ent-
fielen auf Herrn Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer)
286 TEUR, auf Herrn Dr. Dirk Wernicke (technischer Geschäftsführer) 213 TEUR.

Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr
140 TEUR an Pensionen aufgewendet. Für sie bestehen per 31.12.2015 Pensionsrückstel-
lungen in Höhe von 2.550 TEUR.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sitzungs-
geld. Aufsichtsratsmitglieder, die gleichzeitig Mitglieder des Rates der Stadt Münster sind,
erhalten kein Sitzungsgeld von den Stadtwerken Münster. Die Bezüge für den Aufsichtsrat
betrugen insgesamt 1.601 EUR. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:

Breitenbach, Wilhelm 188,40 EUR
Gemmeke, Franz 125,60 EUR
Gringel, Guido 188,40 EUR
Machado, Antonio 188,40 EUR
Moormann, Hans 94,20 EUR
Spiekermann-Blankertz, Michael 157,00 EUR
Terborg, Hermann 188,40 EUR
Vorholt, Marcus 188,40 EUR
Weidekamp, Michael 157,00 EUR
Wischer, Rolf 125,60 EUR

Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darle-
hen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder
des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten. Deren Wert
betrug zum 31.12.2015 22.076 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Von den bestehen-
den Darlehen wurden 3.166 EUR getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wurden nicht ge-
währt.

3. Belegschaft

Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich 1.281 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.316).
Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 1.050 (Vorjahr: 1.081) vollzeitbeschäftigten und
231 (Vorjahr: 235) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig
konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH unverändert zum Vorjahr 3 Arbeit-
nehmer.

Die Stadtwerke Münster GmbH und die münsterNETZ GmbH sind Mitglied der Kommunalen
Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung
zu gewähren. Die Gesellschaften haben sich bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet,
alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeit-
nehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der der-
zeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % plus 3,25 % Sanierungsgeld und wird von den Gesellschaf-
ten allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr
2015 beträgt 48,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,6 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus einer möglichen
Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 57,6 Mio. EUR
haben die Gesellschaften eine Rückstellung in Höhe von 32,1 Mio. EUR gebildet.

Anlage 1.4 / 14 06 4503 048

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 berechnete
Gesamthonorar beträgt 207 TEUR. Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.
Für Vorjahre wurde zusätzlich ein Gesamthonorar von 101 TEUR berechnet. Es entfällt auf
andere Bestätigungsleistungen (44 TEUR), auf Steuerberatungsleistungen (34 TEUR) und
auf sonstige Leistungen (23 TEUR).

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktübli-
chen Bedingungen zustande gekommen sind

Im Geschäftsjahr 2015 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

und Personen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen

sind.

6. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde erstmals nach dem deutschen Rechnungslegungs Standard
Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

7. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie
Aufwendungen und Erträge

Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster,
entfallen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR),
langfristige Vermögenswerte in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) und kurzfris-
tige Schulden in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Von den Aufwendungen
und Erträgen im Konzern entfallen auf das Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen
Umsatzerlöse in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR), Materialaufwand in Höhe
von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), Personalaufwand in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vor-
jahr: 0,3 Mio. EUR) und Abschreibungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).

Dr. Dirk Wernicke

Münster, am 07.10.2016

Stadtwerke Münster GmbH

06 4503 048 Anlage 1.4 / 15

Entwicklung des Aniagevermögens Konzern Stadtwerke Münster GmbH - Anlage zum Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten ]
Wertentwicklung Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse

Abschreibungen /Wertberichtigungen Buchwerte |

Um- Um- Um-
Zugänge buchungen | Stand Stand Zugänge | Abgänge | buchungen Zugänge Abgänge | buchungen | Zuschreibungen Stand Stand Stand
Posten des 2015 2015 31.12.2015 | 01.01.2015 2015 2015 2015 2015 2015 2015 2015 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2014
Anlagevermögens TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

I._!mmaterielle Vermögensgegenstände

4. entgeltlich erworbene Konzessionen

und ähnliche Rechte 35.710 1.426 1.383

2. Geschäfts- oder Firmenwert

13.927

6.188 - -
1. Grundstücke, grundstücks-

36.595 723 1 4.581 41.898 1.426 1.383
Sachanlagen

gleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf 262.385 3.337 458 2.151] 267.416 .

fremden Grundstücken

2. Verteilungsanlagen

89 102.278

3.554| 99.225

147.375|pA . 293
495.892 | sn aa 8.271 | 2m | 2m 15.702

Tr 1.833) 157.259|pA 6.846 1.646 u 162.459 67.833 73.153

1.192 2.000 anne 14.436 |pA 1.561 2. 4 Ip 13.669 10.304 oo 103

EBEE pr u vr

| 830 Bu 631|pA

3. Sonstige technische Anlagen
und Maschinen

4. Fahrzeuge für Personenverkehr

5. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

6. Geleistete Anzahlungen und
‚Anlagen im Bau

12.038

Finanzanlagen

1. Beteiligungen an

assoziierten Unternehmen er” 164 9.300 10.568

._Sonstige Beteiligungen

. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsver-
hältnis besteht

En 425 N 545

we" 975

4. Sonstige Ausleihungen 5. = 4.524 sone) 888
I [ Baseal 10: 204 BEP BE 52.050 A BE DE BE BE BE 55.750 EEE 10.304| 39.525 BEER DEE EEE 27.797| 24.253] 29.133

Gesamt 1.399.691 55.009 55.076 1.399.624 85.404 6.236 2.001 89.639| 954.623 en 27.696 49.120 0 E -1.268| 944.771] 365.214| 359.664
10.304
38.000)

Erläuterung der Abkürzungen:

pA = planmäßige Abschreibungen
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
E = Equity-Fortschreibung

Erläuterung der Equity-Fortschreibung:
Abgang E: Gewinnausschüttungen = 2.635 T€
Zuschreibung E: anteilige Jahresüberschüsse = 1.367 T€

06 4503 048 Anlage 1.4/ 16

Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH

für das Geschäftsjahr 2015 (01.01. - 31.12.)

2015 2014 Veränderung.
TEUR TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag) 17.890 -2.074 19.964
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 38.000 65.642 -27.642
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens aus Equity-Bewertung -1.367 -1.116 -251
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Rückstellungen 6.589 -22.338 28.927
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen 2.608 398
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 0 1.908
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -6.335 -1.846
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.624 -3.959 -3.665
‚Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.209 -9.165
Zinsaufwendungen/Zinserträge 4.586 2.804
Sonstige Beteiligungserträge -310 -126
Gezahlte Verlustübernahmen 2.550 -1.042
Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.709 426
Ertragsteuerzahlungen 3.257 -6.969
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 34.239 3.721
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 2.876 2.153
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.578 -2.252
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -39.533 -4.549
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.566 8.033
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.189 -4.015
Erhaltene Zinsen 2.794 -157
Erhaltene Dividenden 310 126
Gezahlte Verlustübernahmen „2.550 1.042
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 40.900 381
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 19 44
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten - 9.250
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -17.263 8.992
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 3.718 2.518
Gezahlte Zinsen -5.533 891
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.060 0
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 28 2
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -25.147 21.697
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -31.808 25.799
‚Abgang von Zahlungsmitteln aus Sicherungsübereignung von Festgeldguthaben E 4.545 4.545
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 64.012 100.365 -36.353
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 58.003 64.012 -6.009

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.
86 TE des Finanzmittelfonds entfallen auf die quotal einbezogene Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH (Vorjahr 51 TE).

Münster, am 7. Oktober 2016

Stadtwerke Münster GmbH

74

Dr. Henning Müller-Tengeffrlann Dr. Dirk Wernicke

06 4503 048

Anlage 1.5

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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, aufgestellten Konzernabschluss - beste-
hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspie-
gel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtli-
chen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernab-
schluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschiussprüfung vorge-
nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Eitragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler be-
rücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen inter-
nen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahres-
abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidie-
rungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernab-
schlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinrei-
chend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Kon-
zernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 7. Oktober 2016 " en,
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Beschlussvorlage

2312 Zeichen

V/1074/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Konzernabschluss 2015 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH 
wird ermächtigt, folgenden Beschluss zu fassen: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2015 in der vorliege n-
den, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsse ldorf, mit 
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 07. Oktober 2016 testierten Fa ssung (Anlage 
2), wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festg e-
stellt. Der Konzernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
keine 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Gesel l-
schaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der Gesellscha f-
terversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses.  
Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das 
Geschäftsjahr 2015 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wir t-
schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/1074/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Rothermundt 
Ruf: 
492-2006 
E-Mail: 
Rothermundt@stadt-muenster.de  
Datum: 
22.11.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1074/2016 
Einzelheiten zum Konzernabschluss 2015 können der beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 27/2016 
der Stadtwerke Münster GmbH ( Anlage 1 ) und den weiteren Ausführungen im Konzernl agebericht 
(Anlage 2) entnommen werden. 
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 08.12.2016 über den Beschluss beraten. 
Über das Ergebnis der Entscheidung des Aufsichtsrates wird dem Haupt - und Finanzausschuss 
mündlich berichtet. 
 
 
i. V. 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1:  Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 27/2016 
Anlage 2: Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2015 der Stadtwerke Münster GmbH

Beratungsverlauf (1)

14.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Bahnhofstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/1074/2016
Typ
Vorlagen
Datum
23.11.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37