Römischer Sarkophag auf dem Südfriedhof
Antrag nach § 3 BV2 (CDU) AN/1812/2015 vom 23.11.2015
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Sachstandsbericht BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/67 ___________________________ Vorlagen-Nummer AN/1812/2015 Stand: 14.07.2022 Sachstandsbericht Römischer Sarkophag auf dem Südfriedhof Beschluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 7.12.2015 8.1.6 Römischer Sarkophag auf dem Südfriedhof, AN/1812/2015 Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen fasst folgenden Beschluss: Die Verwaltung wird gebeten, den römischen Sarkophag am Eingang des Südfriedhofs hinter der Trauerhalle optisch ansprechend aufzuarbeiten und eine Informationstafel aufzustellen, die über die Details dieses römischen Reliktes informiert und auf weitere Relikte aus der Römerzeit im Stadtbezirk (z.B. Brunnen in der Gesamtschule, römisches Grab am Kalscheurer Weiher) hinweist. Sachstand Dezember 2015 Eine Umsetzung des Beschlusses vom Dezember 2015 ist nicht erfolgt und aus konservatorischen Gründen in dieser kurzen Zeitspanne auch gar nicht umsetzbar gewesen. Zunächst einmal mussten die Restauratoren des Römisch-Germanischen Museums einen ausführli- chen Schadensbericht erstellen. Dieser liegt seit Ende Februar 2016 vor. Dem Bericht ist zu entnehmen, was erforderlich ist, um den Sarkophag konservatorisch zu betreuen. Erforderlich sind mehrere Arbeitsschritte, die in Etappen durchgeführt werden müssen und einen Zeit- raum (abhängig von der Witterung) zwischen neun und dreizehn Wochen in Anspruch nehmen! Kurz zusammen gefasst, muss der Sarkophag zunächst durch Unterleger vom Erdboden getrennt und der Sarkophagdeckel abgenommen werden, dann gereinigt werden (von Bewuchs etc.) und in einem Zelt (o.ä.) zwei bis drei Wochen trocknen. Erst dann ist es möglich, den Stein mit Konservie- rungsmitteln zu tränken, um die Steinstruktur dauerhaft zu festigen. Im Anschluss können der Sarko- phagdeckel wieder aufgesetzt und die Risse im Stein geschlossen werden. Zukünftig sollte der Sar- kophag auf einer Natursteinplatte oder etwas ähnlichem aufgestellt sein, damit die Erdfeuchte nicht eindringen kann. Vor der Neuaufstellung muss der Sarkophag bis zu zwei Wochen ruhen, damit die Ergänzungsmasse (in den ehemaligen Rissen) ausgehärtet ist. Zudem ist das Schild mit Erläuterun- gen zu gestalten und in Auftrag zu geben. Es handelt sich um ein aufwändiges konservatorisches Verfahren. Da die Arbeiten im Freien (unter Zelt) stattfinden müssen, kommt für eine Restaurierung nur die mildere Jahreszeit in Frage (ohne Nachtfröste etc.). Im Winter sind derartige Maßnahmen nicht umzusetzen. Das Römisch-Germanische Museum hat in seinen Reihen lediglich eine Steinrestauratorin, die durch die Betreuung der Museumsbestände, die Einbindung von Sonderausstellungen u. a. m. vollständig ausgelastet ist. Mit eigenem Personal ist die Arbeit insofern kaum bzw. nur innerhalb eines sehr lan- 2 gen Zeitraums von mehreren Monaten zu bewerkstelligen. Die Beauftragung einer Fachfirma er- scheint daher geboten. Mit einer Restaurierung sind Kosten von schätzungsweise 18.000 Euro verbunden. Diese sind im Haushalt des Römisch-Germanischen Museums jedoch nicht vorhanden. Erfreulich ist aber, dass sich nach der Veröffentlichung in der Kölner Lokalpresse mehrere Institutio- nen (ein Lions-Club, eine Handwerker-Innung und eine private Stiftung sowie eine Privatperson) ge- meldet haben, um zu signalisieren, dass diese zur Restaurierung des Sarkophags beitragen möchten. Zunächst wurde ein vollständiges Schadensbild entwickelt und die Kosten wurden geschätzt. Es wird nunmehr Kontakt mit den genannten Personen aufgenommen. Sachstand 2018: Eine umfassende Restaurierung des antiken Sarkophags, deren Kosten sich auf ca. 18.000 Euro be- laufen, konnte bislang nicht umgesetzt werden, da im Haushalt des Römisch-Germanischen Muse- ums keine Finanzmittel für diese Maßnahme bereit stehen. Angebote privater Unterstützer haben diesen Betrag bei weitem nicht abgedeckt. Darüber hinaus konnte die zugesetzte Stelle im Bereich Steinrestaurierung bislang nicht besetzt werden. Das Römisch-Germanische Museum verfügt derzeit nur über eine Fachkraft im Bereich Steinrestaurierung, die durch den Umzug des Hauses in das Inte- rim voll ausgelastet ist. Das Römisch-Germanische Museum hat daher nach Ende der Frostperiode im Februar 2019 begon- nen, die Oberfläche des antiken Sarkophags von Pflanzenbewuchs zu reinigen und die Oberfläche zu behandeln. Mit dieser Grundversorgung, Reinigung und Restaurierung sind erste konservatorische Maßnahmen umgesetzt. Die Arbeiten sind im Februar 2019 abgeschlossen worden. Sachstand 2022: Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten im Jahr 2019 wurde ein entsprechendes Hinweisschild aufgestellt. Der Vorgang ist somit abgeschlossen. Status erledigt -
römische Grabkammer am Kalscheurer Weiher
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