BV10/078/2025
Sondersitzung des OVA mit BV 9 und BV 10 - Antrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion und der Fraktion BÜ90/DIE GRÜNEN -
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Antrag
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BV10/078/2025 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 05.05.2025 CDU-Fraktion SPD-Fraktion Fraktion BÜ90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung 10 An die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 10 Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung 10 am 27.05.2025 Betrifft: Sondersitzung des OVA mit BV 9 und BV 10 - Antrag der CDU-Fraktion, der SPD- Fraktion und der Fraktion BÜ90/DIE GRÜNEN - Antrag: Die Bezirksvertretung 10 bittet die Verwaltung, eine Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses gemeinsam mit der Bezirksvertretung 9 und der Bezirksvertretung 10 zum Thema der verkehrlichen Situation im Düsseldorfer Süden ab Herbst 2025 (Baustellen auf der A 59 sowie mögliche Bauarbeiten im Bereich des Schienenverkehrs) anzuberaumen, in der die Verwaltung über ein Verkehrskonzept zur Bewältigung der Auswirkungen berichtet. Zu der Sitzung sollen auch Vertreter:innen der Autobahn GmbH, der Deutsche Bahn AG und der Rheinbahn AG eingeladen werden, um über ihre Intentionen und Maßnahmen zu informieren und für Nachfragen bereit zu stehen. Begründung: Die marode A59 soll zwischen dem Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd und dem Dreieck Monheim-Süd saniert werden. Die Autobahn GmbH hält es für erforderlich, die zunächst für 2026 geplante Sanierungsmaßnahme vorzuziehen und will damit ab Herbst 2025 beginnen. Zur Durchführung der Maßnahme soll die BAB erst für 8-10 Monate in Fahrtrichtung Leverkusen und anschließend für einen gleichen Zeitraum in Fahrtrichtung Düsseldorf gesperrt werden. Aufgrund der realistisch zu erwartenden Auswirkungen auf die innerstädtische Verkehrssituation hat das über die Medien bekannt gewordene Vorhaben im Düsseldorfer Süden hohe Wellen geschlagen. Die Bürgerinnen und Bürger befürchten ganz erhebliche Belastungen durch den Abfluss des Autobahnverkehrs über die B 8 und durch Versuche der Umgehung der zu erwartenden extremen Verkehrsstauungen zB über die Baumberger Landstraße und den Hellerhofweg. Betroffen sind wegen der fehlenden Alternativen für die Verkehrsanbindung nicht nur die Bewohner:innen der betroffenen lokalen Bereiche, sondern auch Pendler:innen, Schüler:innen, Studierende, Handwerker:innen etc. und auch ÖPNV-Nutzende. Seite 2 Zudem muss mit einer ganz erheblichen Belastung durch den Lieferverkehr gerechnet werden, der bisher die A 59 genutzt hat. Zu dem örtlichen Verkehr kommt der überörtliche hinzu. Betroffen ist auch die Feuer- und Rettungswache 6 der Feuerwehr Düsseldorf, die für den Düsseldorfer Süden verantwortlich ist. Diese liegt im zu erwartenden Staubereich unmittelbar an der B 8 (Frankfurter Str. 245) und hat dort ihre Ausfahrt. Sie benötigt für ihre Rettungseinsätze den ungestörten Zugang und an sich freie Fahrt auf der B 8. Einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Auswirkungen gaben die Vollsperrungen im letzten Oktober. Besonders gravierend hatte sich zudem ausgewirkt, dass parallel auch die DB-Strecke wegen Bauarbeiten für 2 Wochen gesperrt war, so dass sich auch der Schienenersatzverkehr und der reguläre ÖPNV in den Stau einfädeln mussten. In der Folge kam es zu chaotischen Verkehrsverhältnissen mit völlig unkalkulierbaren Zeiten für PKW-Nutzende und für ÖPNV-Nutzende. Wegen der langen Zeiten der Sperrung und zB fehlender Abflussmöglichkeiten für den Verkehr zurück auf die A 59 an der Autobahnabfahrt Garath könnten die Auswirkungen der kommenden Sperrungen noch gravierender werden. Inzwischen hat zwischen den beteiligten öffentlichen Stellen ein Gespräch stattgefunden. Doch hat dieses offenbar noch nicht zu finalen Lösungen geführt. Die betroffenen Bezirksvertretungen 9 und 10 wurden dabei nicht einbezogen. Ihre persönliche Expertise der örtlichen Verhältnisse und Zusammenhänge wurde bislang nicht in Anspruch genommen. Auch sind die dortigen Vertreter:innen oft die politischen Ansprechpartner für die Bürger:innen mit ihren Fragen zu dem Vorhaben. Deshalb ist auch eine umfassende Information der BV 9 und BV 10 angebracht. Eine Sondersitzung des OVA gemeinsam mit der BV 9 und der BV 10 trägt der Ausgangslage am besten Rechnung. In dieser sollte die Autobahn GmbH vertreten sein. Zur Klärung möglicher Wechselwirkungen mit vorhersehbaren Maßnahmen im Bahnverkehr sollte auch die Deutsche Bahn AG eingeladen werden; zudem auch die Rheinbahn AG wegen der Auswirkungen auf den regulären ÖPNV (SB 57 als Verbindung über Hellerhof/Garath zwischen Langenfeld und der Universität sowie Bus 789 als Verbindung über Hellerhof/Garath/Benrath zwischen Monheim und Holthausen) und möglicher Ergänzungsangebote. Die Sanierung der A59 ist unabweisbar notwendig und sollte nicht weiter aufgeschoben werden. In einem umfassenden öffentlichen Informationsaustausch mit allen relevanten Beteiligten sollte insoweit geklärt werden, wie die Auswirkungen möglichst minimiert werden können. Dies trägt zur Akzeptanz der unvermeidbaren Belastungen bei. Es wird deshalb auch angeregt, dass die Sondersitzung des OVA im Düsseldorfer Süden (zB im Kulturhaus Süd) stattfindet.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: abweichend beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- BV10/078/2025
- Typ
- Antrag
- Datum
- 05.05.2025
- Erstellt
- 05.05.2025 13:42