0148/2023
Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz - Stand: 31.12.2022
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Monatsbericht SBK Dezember 2022
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Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Dezember 2022 www.zarinfar.de 1 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) . . 2. ProjektBESCHREIBUNG Der geplante Eröffnungstermin des gesamten Ensembles am Offenbachplatz war für den 07. November 2015 geplant und wurde im Juli 2015 aufgrund gravierender Probleme bei den technischen Anlagen und dem Brandschutz abgesagt. Im Zuge der anschließenden Neustrukturierung des Projektes durch die Einbindung neuer Projektbeteiligter und die Aufarbeitung des gestörten Bauablaufes erhöhte der Rat der Stadt Köln das Budget im November 2016 auf 404 Mio. € brutto, um die Handlungsfähigkeit des Bauherrn aufrecht zu erhalten. Nach der Einarbeitung und Grundlagenermittlung des neuen Planungsbüros für die technischen Anlagen, erfolgte im Juni 2017 eine erste Prognose zur Weiterentwicklung der Bühnen- sanierung. Die erweiterte Entwurfsplanung zur Heilung der Haustechnikplanung wurde am 31.05.2019 vorgelegt. Auf dieser Basis wurde im Juni 2019 eine zweite Termin- und Kosten- prognose erstellt. Der Rat der Stadt Köln hat in der Sitzung vom 26.09.2019 das Projektbudget auf 554,1 Mio. € brutto erhöht. Der Stand der Prüfung der Ausführungsplanung (LPH 5H) und die Vergabe der Schlüsselgewerke der Haustechnik erforderten eine dritte Termin- und Kostenprognose mit Stand Dezember 2020. Aus dieser Prognose ergab sich eine Schlüsselübergabe im ersten Quartal 2024 und Projektkosten in Höhe von 617,6 Mio. € brutto. Der Rat der Stadt Köln hat in der Ratssitzung am 16.09.2021 das Projektbudget einschließlich eines kumulierten Risikos auf 642,7 Mio. € brutto erhöht. Die aktuelle Entwicklung der Baupreise erforderte eine vierte Kostenprognose mit Stand 31. Dezember 2022. Aus dieser Prognose ergeben sich Projektkosten in Höhe von 664,9 Mio. €. Bei Eintritt aller Risiken ergeben sich Projektkosten in Höhe von 673,5 Mio. €. Parallel zu dieser Kostenprognose wurden alle Termine im Projekt ebenfalls noch einmal überprüft, der Termin der Schlüsselübergabe am 22.03.2024 wurde dabei bestätigt. 1. ProjektKENNDATEN Offenbachplatz Sanierung Opernhaus Sanierung Schauspielhaus Kinder- oper Kleines Haus2 1 Standort: Offenbachplatz in Köln Bauherr: Bühnen der Stadt Köln Legende: NGF= Netto-Geschossfläche BGF= Brutto-Geschossfläche BRI= Brutto-Rauminhalt BEREICH 1 Opernhaus NGF: 35.960 m² BGF: 46.429 m² BRI: 160.258 m³ BEREICH 2 Schauspielhaus/ Kinderoper/ Kleines Haus NGF: 15.151 m² BGF: 19.719 m² BRI: 72.547 m³ SUMMEN NGF: 51.111 m² BGF: 66.148 m² BRI: 232.805 m³ Hinweis zum Risikomanagement: Aufgrund der Projektkomplexität und der damit verbundenen zeitintensiven Planungs- und Abstimmungsprozesse, ist die periodische Bewertung der Projektrisiken in Quartalen ange- messen. Über Änderungen in den Projektrisiken wird jeweils zum Ende des Quartals in den Monatsberichten März, Juni, September und Dezember berichtet. Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Dezember 2022 www.zarinfar.de 2 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) 2. ProjektTERMINE Legende: Erläuterung zum Sachstand Termine: In allen Bauteilen finden planmäßig die Montagen der TA Hauptgewerke sowie die nachfolgenden Arbeiten der Ausbaugewerke statt. Die ersten Inbetriebsetzungen der TA Hauptgewerke wurden begonnen. Die Inbetriebnahmen sowie die Abnahmen der Theatertechnik werden fortgeführt. Die Inbetriebnahmeprozesse der TA Hauptgewerke befinden sich weiterhin in der Vorbereitung Die im 4. Quartal 2022 vorgenommene Umstellung des Bauablaufs sichert die Einhaltung der Terminziele. Für die Häuser SH, KO und OT werden zur Umsetzung des neugeordneten Bauablaufs zusätzliche Kapazitäten bei ausführenden Firmen erforderlich. Die Absicherung dieser Kapazitäten ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Bühnen Köln planen die Schlüsselübergabe am 22.03.2024. Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Dezember 2022 www.zarinfar.de 3 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) 512,5 Mio. € 417,1 Mio. € 148,2 Mio. € 34,0 Mio. € 599,2 Mio. € 65,6 Mio. € 664,9 Mio. € 8,6 Mio. € Mio. € 100 Mio. € 200 Mio. € 300 Mio. € 400 Mio. € 500 Mio. € 600 Mio. € 700 Mio. € 800 Mio. € Kostenrisiken Kostenprognose Kostenentwicklung Summe Verpflichtungen Sonstige Verpflichtungen Nachträge Grundaufträge Auszahlungsstand ( ) Zahlen des Vormonats Kostenprognose HerstellkostenAuszahlungsstand Verpflichtungen 642,7 Mio. € durch Ratsbeschluss vom 16.09.21 genehmigtes Projektbudget inkl. kumulierte Risikokosten Kostenprognose Herstellkosten inkl. Risikokosten Erläuterung zum Sachstand Kosten (alle Angaben in brutto): Die Projektkosten wurden auf Grundlage der aktuellen Terminplanung und des aktuellen Projektfortschritts erstellt und zum Stichtag 31.12.2022 für alle Kostengruppen aktualisiert. Die vorliegenden Zahlen basieren auf den von der Projektsteuerung überprüften Angaben der Objekt- überwachungen mit Stand 31.12.2022. Gegenüber dem letzten Monatsbericht aus November 2022 ergeben sich Änderungen im Auszahlungsstand (+ 8,8 Mio. €) sowie in den Verpflichtungen (+ 5,9 Mio. €) und der Kosten- prognose der Herstellkosten (+ 26,1 Mio. €). Es ergibt sich eine Gesamt-Kostenprognose inklusive Risikokosten von 673,5 Mio. € (+ 14,9 Mio. €). Mit der Erhöhung des Projektbudgets vom 16.09.2021 auf 642,7 Mio. € wurde die Handlungs- fähigkeit des Bauherrn zur Fortführung des Bauvorhabens aufrechterhalten. Somit sind die ermittelten Verpflichtungen durch das zur Verfügung stehende Budget gedeckt. Zum Stichtag 31.12.2022 ist eine Aktualisierung der Kostenprognose der Herstellkosten erfolgt. Die prognostizierten Herstellkosten in Höhe von 664,9 Mio. € liegen außerhalb des Projektbudgets von 642,7 Mio. €. Die Projektsteuerung empfiehlt eine zeitnahe Anpassung des Budgets. 3. ProjektKOSTEN KostenVERLAUF der letzten 6 Monate 479,9 Mio. € 485,8 Mio. € 491,3 Mio. € 497,0 Mio. € 503,7 Mio. € 512,5 Mio. € 565,8 Mio. € 574,1 Mio. € 578,3 Mio. € 584,8 Mio. € 590,1 Mio. € 599,2 Mio. € 628,3 Mio. € 630,2 Mio. € 635,6 Mio. € 636,3 Mio. € 638,8 Mio. € 664,9 Mio. € 642,7 Mio. € 350 Mio. € 400 Mio. € 450 Mio. € 500 Mio. € 550 Mio. € 600 Mio. € 650 Mio. € 700 Mio. € 750 Mio. € 07.2022 08.2022 09.2022 10.2022 11.2022 12.2022 Auszahlungsstand Verpflichtungen Prognose Budget 617,6 Mio. € erwartete Herstellkosten (503,7 Mio. €) (590,1 Mio. €) (638,8 Mio. €) (415,7 Mio. €) (146,3 Mio. €) (48,7 Mio. €) (28,1 Mio. €) (19,8 Mio. €) Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Dezember 2022 www.zarinfar.de 4 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Planung Die Planer sind für technische Klärungen im Zusammenhang mit der Ausführung weiterhin in das Projekt eingebunden. Ausschreibung und Vergabe Die geplanten Ausschreibungen und Vergaben sind weitgehend erfolgt. Es sind noch die nachfolgend aufgeführten Ausschreibungen und Vergabeverfahren durchzuführen. KG 300 Bauwerk - Baukonstruktionen: Die Ausschreibung für das Gewerk Grünbedachung wurde erneut veröffentlicht. Die Submission der Ausschreibung zu Arbeiten an den Balkonen der Werkstatttürme ist erfolgt. Die Angebote befinden sich in der Prüfung. Die Ausschreibungsunterlagen für die Gewerke Schließanlage, Dachdeckerarbeiten, die Restaurierung der Steinfoyers, Restleistung Klinkerfassade und Blendschutz sind in Bearbeitung. KG 400 Bauwerk - Technische Anlagen: Alle geplanten Ausschreibungen und Vergaben sind erfolgt. KG 479 Theatertechnik Die Submission zur Ausschreibung der Reinigung der Bühnenhäuser ist erfolgt. Gegenwärtig erfolgt die Angebotsauswertung. Die Ausschreibungsunterlagen für die Gewerke Luftbefeuchtungsanlage der Bühnen, Werkstatteinrichtung des Kostümlagers, Schwenkkräne sowie Ton- und Medientechnik sind in Bearbeitung. KG 500 Außenanlagen und KG 600 Ausstattung Für das Jahr 2023 werden ca. 10 Ausschreibungen vorbereitet. Werk- und Montageplanung Die Werk- und Montageplanung ist für die TA Gewerke abgeschlossen. Für einzelne Ausbaugewerke sind im weiteren Projektverlauf noch W+M Planungen erforderlich. Ausführung Im Gewerk Rohbauarbeiten werden sukzessive Anpassungs- und Restarbeiten in allen Bauteilen ausgeführt. In vielen Bereichen finden weiterhin Ausbauarbeiten wie Estrich-, Trockenbau-, Beschichtungs- und Putzarbeiten sowie Fliesenarbeiten statt. In mehreren Bereichen werden Schlosserarbeiten durchgeführt. Die Gewerke Raumlufttechnische Anlagen, Feuerlöschanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Druckluftanlagen, Sanitäranlagen, Elektrische Anlagen, Gebäudeautomation, Nachrichtentechnik und Brandschutz befinden sich in der Ausführung der Hauptmaßnahmen. Die Grobinstallationen der Leitungsanlagen sowohl für die Elektrotechnik als auch für die Versorgungstechnik sind in vielen Bereichen weit fortgeschritten. Die Brandschutztüren sind größtenteils eingebaut. Der Einbau von Brandschutzklappen und das Herstellen von Brandschutzschottungen steht in vielen Bereichen noch aus. Die Mängelbeseitigungsmaßnahmen in Schächten im Zusammenhang mit Dichtigkeitsprüfungen von Lüftungstrassen sind noch nicht abgeschlossen und werden fortgeführt. Zur Umsetzung der Hygieneanforderungen in schwer zugänglichen Schächten und Kanälen finden weiterhin Reinigungs- und Beschichtungsmaßnahmen statt. Die Mängelbeseitigungsmaßnahmen und Beschichtungsarbeiten an Schächten und Kanälen können im Rahmen des bestehenden Terminplans durchgeführt werden. Darüber hinaus werden weitere Mängelbeseitigungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Druckbelastung von gemauerten Schachtwänden erforderlich. Das vor 2015 ausgeführte Mauerwerk erweist sich nach statischer Überprüfung als teilweise mangelhaft und bereichsweise als nicht ausreichend druckfest. Diese Mangelbeseitigungsmaßnahmen werden gegenwärtig terminlich bewertet. Die Arbeiten im Opernhaus werden vorrangig ausgeführt. Restarbeiten in Technikzentralen und sicherheitstechnisch relevanten Anlagen werden forciert. Inbetriebsetzung und Inbetriebnahme Zu den Inbetriebsetzungsprozessen finden weiterhin intensive Abstimmungen mit den TA Firmen sowie den abnehmenden Sachverständigen statt. Mit der Inbetriebsetzung der ersten elektrotechnischen Anlagen wurde begonnen. Es finden weiterhin Mängelbeseitigungen der theatertechnischen Gewerke der KG 479 statt. Weitere Abnahmen befinden sich in der Vorbereitung. 4. ProjektSCHWERPUNKTE Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Dezember 2022 www.zarinfar.de 5 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2022 (Stand 31.12.2022) Erläuterung zum Sachstand Risikomanagement: Die Liste ist ein Ausschnitt aller im Projekt betrachteten Risiken und zeigt die aktuell fünf größten Risiken mit möglichen wesentlichen Auswirkungen auf die Projektkosten. Gegenüber der letzten Risikobewertung aus dem Monatsbericht September 2022 zeigt sich eine Verringerung der kumulierten Risikokosten um 11,2 Mio. € auf 8,6 Mio. Die Reduzierung der Risiken resultiert aus dem teilweisen oder vollständigen Eintritt von Risiken, wie z. B. Firmeninsolvenzen sowie aus der Neubewertung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen aufgrund des Projektfortschritts. In Abstimmung mit dem Bauherrn werden mögliche terminliche Auswirkungen der betrachteten Risiken nicht in der Terminplanung dargestellt. Die Betrachtung und Bewertung der Risiken erfolgt quartalsweise. Die nächste Betrachtung erfolgt zum Ende des 1. Quartals 2023. Risikobeschreibung EW * Mögliche Folgen des Risikos Maßnahmen Insolvenzrisiko bei einem Unternehmen (Schlüsselgewerk) während der Bauausführung 30 % Bauunterbrechung, gestörter Bauablauf, Verlängerung der Bauzeit Erfahrungen aus den bisherigen Firmengesprächen in die Neuverträge übernehmen und bei Neuvergabe verkürzte Vergabeverfahren anwenden. Probleme bei der Materialbeschaffung auf Grund Lieferkettenschwierigkeiten 50 % Zeitliche Verzögerungen und wirtschaftliche Folgen in der Baustoffpreisentwicklung Umstellung des Bauablaufs bei Lieferschwierigkeiten von Material und Anlagen. Möglichst frühzeitiger Abruf der Leistungen. Nicht erkannte Differenzen zwischen Planung und Bestand 10 % Zeitliche Verzögerungen und Mehrkosten durch spät im Bauablauf erkannte Differenzen Vorausschauende örtliche Überprüfung der anstehenden Arbeiten durch die Objektüberwachung. Kosten für Anpassungen im Bauablauf 30 % Zu geringe Kapazitäten der ausführenden Firmen und mangelnde Termintreue - Durchführen von Firmengesprächen - Zusatzvereinbarungen mit ausführenden Firmen zur Kapazitätserhöhung - regelmäßige Terminüberwachung Verlust von Anlagevermögen durch Insolvenz der Greensill Bank AG 70% Das Risiko kann Auswirkungen auf die Finanzierung des Projektes haben. Die Forderungsanmeldung beim Insolvenzverwalter ist erfolgt. 5. ProjektRISIKEN * EW = Eintrittswahrscheinlichkeit in %
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 17.01.2023 0148/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 31.01.2023 Finanzausschuss 06.02.2023 Rechnungsprüfungsausschuss 07.02.2023 Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz - Stand: 31.12.2022 Mit dem Monatsbericht Dezember 2022 gibt die Verwaltung den aktuellen Sachstand zur Sa- nierung der Bühnen am Offenbachplatz zur Kenntnis. Nachdem in den Monaten von Mai bis September 2022 bei der Fortschreibung der Baukosten eine Kostensteigerung von insgesamt 15,7 Mio. Euro festzustellen war, haben die Bühnen Mitte des Jahres angekündigt, zum 31.12.2022 eine Aktualisierung der Kostenprognose für das Projekt vorzunehmen. Hierzu wurden durch die Projektsteuerung in Abstimmung mit den Objektüberwachungen die Ansätze sämtlicher Teilbudgets überprüft. Es ergibt sich daraus ein Anstieg der Baukosten auf 664,9 Mio. Euro bzw. 673,5 Mio. Euro (bei Eintritt aller Risiken). Die vorherige Kostenprognose vom 31.12.2020 lag bei 617,6 Mio. Euro, bzw. 644,9 Mio. Euro (bei Eintritt aller Risiken). Für die Kostensteigerung sind drei we- sentlich Faktoren ausschlaggebend. Zu ca. 2/3 beruhen die Mehrkosten auf den bekannten Preissteigerungen im Bausektor. Bei der Kostenprognose Ende 2020 wurde mit einer Teuerungsrate von 3 % gerechnet, was vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Inflationsrate von weniger als 2 % gerechtfertigt war. Zwi- schenzeitlich wurden am Bau Kostensteigerungen von 10 % und mehr realisiert. In der aktu- ellen Kostenprognose wurde deshalb mit einer Preissteigerungsrate von 6,5 % gerechnet. Für die nach 2015 im Projekt verblie benen Firmen wurde die Indexierung ihrer Preise auf der Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes vereinbart. Die Fortsetzung der Zusam- menarbeit wäre für diese Firmen anders nicht möglich gewesen. Mit dem Nachlauf von einem Jahr wurden die Preise der neu gewonnenen Firmen der Haustechnik wie berichtet ebenfalls indexiert. Die Firmen hätten sonst ggf. ein Kündigungsrecht aufgrund des Wegfalls der Ge - schäftsgrundlage gehabt. Als ebenfalls kostensteigernd erwiesen sich eingetretene Risiken wie die Insolvenz von zwei Schlüsselgewerken. Die Firma, die die Klinkerfassade noch nacharbeiten und vervollständi- gen muss und eine Firma der Medientechnik gingen 2022 insolvent. In beiden Fällen müssen die Leistungen mit erheblichem Aufwand und zu aktuellen Bedingungen neu ausgeschrieben werden. Auch das Risiko ‚Verschlechterung der halbfertigen Bauleistung‘ ist in einigen Fällen eingetreten. Auch planerische Risiken haben sich, trotz guter Planung, punktuell realisiert. Zudem ergaben sich neue Aufgaben durch Mängel an bereits vor 2015 fertiggestellten Gewer- 2 ken, die entsprechend aufwendige Baumaßnahmen nach sich zogen So musste die blaue Decke im oberen Foyer des Opernhauses noch einmal geöffnet werden. Die Arbeiten an der Decke waren abgeschlossen, aus der vorliegenden Dokumentation der durchgeführten Arbei- ten ergaben sich keine Anhaltspunkte für die Notwendigkeit weiterer Arbeiten. Auf Wunsch der Feuerwehr wurden jedoch zusätzliche Revisionsöffnungen geschaffen. Im Zuge der dazu- gehörigen Arbeiten wurde deutlich, dass dort bis 2015 zu hohe Brandlasten verbaut wurden. Die Schächte der Rauchschutzdruckanlage, die zum Teil noch aus dem Altbestand des Opernhauses - aber auch aus 2014/2015 neu gemauerten und betonierten Bauteilen - beste- hen, müssen ertüchtigt werden. Sie können ansonsten den auftretenden Drücken nicht stand- halten. Die Entwässerung der Schächte der Feuerwehraufzüge reicht im Brandfalle nicht aus, hier muss im Bestand nachgearbeitet werden. Trotz aufwendigen Risikomanagements waren diese drei Arbeitsfelder 2020 nicht vorsehbar. Das durch den Rat genehmigte Budget für die Bühnensanierung am Offenbachplatz beträgt aktuell 642,7 Millionen Euro. Die Bühnen werden in Abstimmung mit dem Beteiligungsma - nagement zeitnah eine Vorlage zur Anpassung an die ak tualisierte Kostenprognose in Höhe von 664,9 Mio. Euro auf den Weg bringen. Im Dezember 2022 wurden 8,8 Mio. € ausgegeben, insgesamt wurden bislang 512,5 Mio. € für die Sanierung der Bühnen ausgegeben. Aus der turnusgemäß zum Ende des vierten Quartals 2 022 vorgenommenen Risikoüberprü- fung ergibt sich eine Reduzierung der Risiken um 11,2 Mio. € auf jetzt 8,6 Mio. €. Im Zuge der Kostenaktualisierung wurden auch mit allen Beteiligten noch einmal die Bau - abläufe und Baustellentermine überprüft. Hier wurde der 22.03.2024 als Datum der Schlüssel- übergabe bestätigt, so dass sich auf der Terminschiene keine Änderungen ergeben. gez. Streitberger
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0148/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.01.2023
- Erstellt
- 11.01.2023 17:40