2023/0209
Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14
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Punkt 12: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 (V-Nr. 2023/0209) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen. Stadtve. Marquardt (SPD) fragt, wie hoch die Kosten für die Interimsunterbringung der Kindertagesstätte sein werden.
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Punkt 12: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 (V-Nr. 2023/0209) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.06.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat III
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I IV
II 51
III 69
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0209
Magistratsbeschluss -Nr.
276
Internetfähig
Produkt-Nr.: 365010
Kostenstelle: 051-007-1225 Investitionsnummer: 21051-5104
Kostenträger: 3650-30 Sachkonto: 0951010 / 6701800
Betreff: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14
Vorlage vom: 06.06.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung stimmen der weiteren Planung der
Maßnahme „Neubau Kinder- und Jugendhaus Havelstraße “ auf Grundlage der Ergebnisse
des Architekt urwettbewerbs zu.
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Beauftragung des
aus diesen Vergabeverfahren hervorgehenden Architekturbüros mit den Leistungsphasen 1
bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung.
3. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beauftragen den Eigenbetrieb
Immobilienmanagement mit der Vergabe der notwendigen Fachplanungsleistungen bis
- 3 -
einschließlich L eistungsphase 3.
4. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beauftragen IDA mit der Planung
einer Interimsunterbringung in Mietmodulen auf einem städtischen Grundstück in der
Mornewegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7).
5. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Finanzierung der in
Punkt 2, 3 und 4 beschriebenen M aßnahmen gemäß der datenschutzrelevanten Anlage
aus Mitteln des Jugendamts.
Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 21.06.2023
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2023
Erläuterung
Mit der Magistratsvorlage 2020/0320 wurde entschieden, das Bestandsgebäude der Kita
Regenbogenland in der Havelstraße 14 durch einen Neubau zu ersetzen, in den zusätzlich ein
Jugendzentrum integriert werden soll. Ebenso wurde beschlossen, einen Interimsstandort für
die Bauzeit einzurichten.
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) wurde mit der weiteren Prüfung
und Umsetzung des Projekts beauftragt, die ein europaweites Vergabeverfahren zur
Beauftragung von Planungsleistungen beinhaltete, um einen Baubeschluss herbeiführen zu
können.
Das Vergabeverfahren wird derzeit durchgeführt: Die Preisgerichtssitzung ist für den
30.08.2023 terminiert. Das Preisgericht wird im Rahmen der Sitzung einen Siegerentwurf
auswählen.
Im Anschluss an den Architekturwettbewerb sind im nächsten Schritt die Planungsleistungen
der Leistungsphasen 1 bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu
beauftragen, um die Realisierung des Projekts weiter zu verfolgen. Nach Abschluss der
Leistungsphase 3 wird ein Baubeschluss zur Durchführung des Projekts vorbereitet.
Versorgungsqu ote und Betreuungskonzept
Die Kita Regenbogenland liegt im Planungsraum West. Die Versorgungsquoten im
Planungsraum lagen zum Stichtag 31.12.2022 bei 50,4% U3 (Krippe und Kindertagespflege)
bzw. 96,6% Ü3 (Kindergarten). In den vergangenen Jahren ist die A nzahl der Kinder im
Planungsraum deutlich angestiegen. Es ist von einem weiteren Zuzug von Familien
auszugehen. Vor diesem Hintergrund ist die anvisierte Ausweitung der
Betreuungskapazitäten notwendig.
Bauaufgabe
In Darmstadts Verlegerviertel macht eine Vielzahl von realisierten Wohnungsneubauprojekten
eine Erweiterung der sozialen Infrastruktur notwendig. Da die Flächenressourcen im
Innenstadtbereich begrenzt sind, müssen vorhandene Flächen intensiver genutzt werd en.
Auf dem Grundstück der Kita Regenbogenland soll ein Neubau entstehen, der zukünftig - neben
einer erweiterten Kita mit 6 anstatt bisher 4 Gruppen – auch Räumlichkeiten für ein
Jugendzentrum und zusätzliche soziale Angebote schaffen soll. Das Gebäude w ird als wichtiger
sozialer Ort für die Anwohnenden verstanden, der insbesondere für Kinder, Jugendliche und
Eltern von hohem Wert sein wird.
Baukonzept
Im Folgenden werden die mit dem Jugendamt abgestimmten Planungsgrundlagen für den
Neubau erläutert, w ie Sie in der Auslobung als Entwurfs vorgaben veröffentlicht wurden.
Die Machbarkeitsstudie ergab, dass das umfangreiche Raumprogramm auf dem schmalen
Grundstück in einem 2- bis maximal 3-geschossigen Baukörper mit reduzierter Gebäudetiefe
und Südorientierung der Gruppenräume untergebracht werden kann. Dabei wurde
- 5 -
berücksichtigt, dass die Größe der Außenfläche den Darmstädter Qualitätsstandards
entsprechen muss.
Die beiden Nutzergruppen Kita und Jugendhaus haben unterschiedliche Bedarfe und stellen
daher unterschiedliche Ansprüche an das Gebäude. Um auf der begrenzten Fläche dennoch
Synergien nutzen zu können, wurde ein Konzept erarbeitet, das den beiden Gruppen ihre
eigenen unabhängigen Bereiche mit voneinander getrennten Eingängen zugesteht und
darüberhinausgehend ermöglicht, Räume auch gemeinsam zu nutzen. Dies wird durch die
Schaffung eines gemeinsamen Foyers und einer daran angegliederten zentralen
Gemeinschaftszone erreicht, die je nach Tageszeit der einen oder anderen Nutzergruppe
zugeschaltet werden kann (siehe Schema).
Die Gemeinschaftszone, inklusive Mehrzweckraum, muss als eigenständige Einheit auch
unabhängig funktionieren und soll der Wohnbevölkerung auch außerhalb der Öffnungszeiten
von Jugendhaus und Kita für soziale Angebote wie beispielsweise Gesundheitskurse oder
Eltern-Kind-Treffs zur Verfügung stehen.
Die Kita wird einen U3-Bereich für 33 Kleinkinder und
einen Ü3-Bereich für 66 Kinder haben. Für die
Essensversorgung wird von täglicher Anlieferung durch
ein Cateringunternehmen ausgegangen. Der
Kleinkindbereich soll nach dem klassischen Prinzip mit
Gruppenräumen und angegliederten Nebenräumen
organisiert werden. Es wird drei U3-Gruppen, einen
Essbereich und einen separaten kleineren
Bewegungsraum geben.
Im Ü3-Bereich soll nach dem offenen Konzept mit sechs
Bildungsräumen gearbeitet werden, die thematisch
ausgestaltet sind. Ergänzend gibt es die entsprechenden
Gemeinschaftsflächen mit Küche und Essbereich,
Personalräumen und Nebenräumen.
Das Jugendhaus soll gemäß dem Raumprogramm der
Auslobung eine Mindestgröße von 287m² haben. Die
Erschließung soll über einen großen Aufenthaltsraum
(Café) erfolgen, von dem man in die kleineren Räume
gelangen kann. Neben dem Café mit der daran
angegliederten offenen Küche beinhaltet das
Raumprogramm zwei variabel nutzbare
Multifunktionsräume für Projektarbeit, einen Computer-
Arbeitsraum für die Jugendlichen, ein Büro sowie die
nötigen Nebenräume.
Es wird eine barrierefreie Bauweise umgesetzt. Ein
Aufzug und ein behindertengerechtes WC ermöglichen
die Benutzung für Rollstuhlfahrende.
Interimsunterbringung
Die Kindertagesstätte soll während der Bauzeit, beginnend ab dem 4. Quartal 2024, in
Interims-Modulen auf einem Grundstück des Eigenbetriebs Immobilienmanagement in der
Mornewegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7) untergebracht werden. Das Grundstück liegt in
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fußläufiger Entfernung der Kindertagesstätte und ist durch die Nähe zum Hauptbahnhof
optimal an den ÖPNV angeschlossen. Der Standort wurde mit dem Jugendamt und der
Leitung der Kindertagesstätte abgestimmt. Der ursprünglich mit Magistratsbeschluss
2020/0320 vom 11.11.2020 beschlossene Standort auf dem nahegelegenen Bolzplatz in der
Havelstraße kann aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden.
Gegenstand dieses Beschlusses ist die Inanspruchnahme des derzeit als Parkplatz genutzte n
Grundstücks, die Planung von Interims-Mietmodulen, die Ausstattung und die Erstellung von
kindgerechten Freianlagen. Die Mietmodule sollen mit Wärmepumpen beheizt werden.
Lageplan Interimsgrundstück Mornewegstraße
Klimaschutz
Zur Erreichung einer CO2- Reduktion sollen die aktuellen Klimaschutzvorgaben der
Wissenschaftsstadt Darmstadt sowohl bei der Planung des Neubaus, wie auch bei der
Herrichtung der notwendigen Interimsunterkunft berücksichtigt werden.
Energetisches Ziel ist es, ein klimaneutrales Gebäude entsprechend dem Standard KfW EH 40
als guten Mittelweg von Energieeffizienz und Materialaufwand zu entwickeln. Energie - und
Wärmeversorgung ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung,
die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Größe von mind. 60 Prozent der überbauten
Fläche und Begrünung von Flachdächern wurden in der Auslobung als Zielvorstellungen
beschrieben.
Des Weiteren soll das Projekt nach den Prinzipien des Zirkulären Bauens geplant werden, um
so neue Wege in der Umsetzung des nachhaltigen Bauens zu gehen. Das bedeutet, dass wir
neben der Energieeffizienz auch die Ressourceneffizienz berücksichtigen und im Neubau im
Sinne der Kreislaufwirtschaft einen möglichst hohen Anteil an Re-Use-Baumaterialien
verwenden möchten.
Die bestehende Kindertagesstätte wird im Rahmen des Bauvorhabens zurückgebaut. Hierbei
können zuvor begutachtete Baumaterialien vor der Entsorgung gerettet und im neuen Gebäude
der Kindertagesstätte verbaut werden. Zusätzlich wird die Verwendung von Baumaterialien aus
anderen Re-Use-Quellen angestrebt. Dadurch können Neuproduktion reduziert und damit
Emissionen eingespart werden. Abfall wird vermieden und vorhandene Ressourcen werden
effizienter genutzt. Ein zweites Prinzip des zirkulären Bauens ist eine Entwurfsplanung, die
reversible Verbindungen zwischen Bauteilen und sortenreine Trennbarkeit von Bauteilen
bevorzugt. Die angestrebte Materialkreislauffähigkeit muss schon am Anfang eines
Designprozesses implementiert werden.
Mit der fachlichen Beratung in Fragen des zirkulären Bauens wurde ein Startup-Unternehmen
aus Berlin in das Projekt eingebunden.
Aus der Auslobung geht hervor, dass im Rahmen des Wettbewerbs konzeptionelle und
innovative Aussagen erwartet werden, wie diese Zielsetzungen erreicht werden können.
Bei der Planung der Freianlagen wird Wert auf eine nachhaltige Gestaltung der Außenflächen
gelegt. Regenwasserversickerung auf dem Gelände, geringe Bodenversiegelung und vor allem
der weitestgehende Erhalt der Bestandsbäume werden angestrebt. Sie sind als
Schattenspender von hohem Wert für das Grundstück. Die direkte Nachbarschaft zum Grünzug
Havelstraße, der als eine der wenigen Grünflächen des Viertels und Frischluftschneise von
hoher Bedeutung ist, macht die Qualität des Grundstücks aus. Der natürliche und grüne
Charakter dieser Lage soll erhalten bleiben.
Darmstadt, 06 .06.2023
Dezernat I Dezernat II Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Barbara Akdeniz Michael Kolmer André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtrat Stadtkämmerer
anlage 6
201 Zeichen
Punkt 22: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 (V-Nr. 2023/0209) Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.
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Punkt 4: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 (V-Nr. 2023/0209) Der Ausschuss für Soziales empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
2023/0209
11308 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.06.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat III
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0209
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 365010
Kostenstelle: 051-007-1225 Investitionsnummer: 21051-5104
Kostenträger: 3650-30 Sachkonto: 0951010 / 6701800
Betreff: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenboge n-
land und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14
Vorlage vom: 06.06.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung stimmen der weiteren Planung der
Maßnahme „Neubau Kinder- und Jugendhaus Havelstraße “ auf Grundlage der Ergebnisse
des Architekt urwettbewerbs zu.
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Beauftragung des
aus diesen Vergabeverfahren hervorgehenden Architekturbüros mit den Leistungsphasen 1
bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung.
3. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beauftragen den Eigenbetrieb I m-
mobilienmanagement mit der Vergabe der notwendi gen Fachplanungsleistungen bis ei n-
schließlich Leistungsphase 3.
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4. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beauftragen IDA mit der Planung e i-
ner Interimsunterbringung in Mietmodulen auf einem städtischen Grundstück in der Mo r-
newegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7).
5. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Finanzierung der in
Punkt 2, 3 und 4 beschriebenen M aßnahmen gemäß der datenschutzrelevanten Anlage
aus Mitteln des Jugendamts.
Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2023
Erläuterung
Mit der Magistratsvorlage 2020/0320 wurde entschieden, das Bestandsgebäude der Kita Re-
genbogenland in der Havelstraße 14 durch einen Neubau zu ersetzen, in den zusätzlich ein
Jugendzentrum integriert werden soll. Ebenso wurde beschlossen, einen Interimsstandort für
die Bauzeit einzurichten.
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) wurde mit der weiteren Prüfung
und Umsetzung des Projekts beauftragt, die ein europaweites Vergabeverfahren zur Beauftr a-
gung von Planungsleistungen beinhaltete, um einen Baubeschluss herbeiführen zu können.
Das Vergabeverfahren wird derzeit durchgeführt: Die Preisgerichtssitzung ist für den
30.08.2023 terminiert. Das Preisgericht wird im Rahmen der Sitzung einen Siegerentwurf
auswählen.
Im Anschluss an den Architekturwettbewerb sind im nächsten Schritt die Planungsleistungen
der Leistungsphasen 1 bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu
beauftragen, um die Realisierung des Projekts weiter zu verfolgen. Nach Abschluss der Leis-
tungsphase 3 wird ein Baubeschluss zur Durchführung des Projekts vorbereitet.
Versorgungsquote und Betreuungskonzept
Die Kita Regenbogenland liegt im Planungsraum West. Die Versorgungsquoten im Planung s-
raum lagen zum Stichtag 31.12.2022 bei 50,4% U3 (Krippe und Kindertagespflege) bzw.
96,6% Ü3 (Kindergarten). In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Kinder im Planung s-
raum deutlich angestiegen. Es ist von einem weiteren Zuzug von Familien auszugehen . Vor
diesem Hintergrund ist die anvisierte Ausweitung der Betreuungskapazitäten notwendig.
Bauaufgabe
In Darmstadts Verlegerviertel macht eine Vielzahl von realisierten Wohnungsneubauprojekten
eine Erweiterung der sozialen Infrastruktur notwendig. Da die Flächenressourcen im Innen-
stadtbereich begrenzt sind, müssen vorhandene Flächen intensiver genutzt werden.
Auf dem Grundstück der Kita Regenbogenland soll ein Neubau entstehen, der zukünftig - neben
einer erweiterten Kita mit 6 anstatt bisher 4 Gruppen – auch Räumlichkeiten für ein Jugend-
zentrum und zusätzliche soziale Angebote schaffen soll. Das Gebäude wird als wichtig er sozia-
ler Ort für die Anwohnenden verstanden, der insbesondere für Kinder, Jugendliche und Eltern
von hohem Wert sein wird.
Baukonzept
Im Folgenden werden die mit dem Jugendamt abgestimmten Planungsgrundlagen für den
Neubau erläutert, wie Sie in der Auslobung als Entwurfs vorgaben veröffentlicht wurden.
Die Machbarkeitsstudie ergab, dass das umfangreiche Raumprogramm auf dem schmalen
Grundstück in einem 2- bis maximal 3-geschossigen Baukörper mit reduzierter Gebäudetiefe
und Südorientierung der Gruppenräume untergebracht werden kann. Dabei wurde berücksic h-
tigt, dass die Größe der Außenfläche den Darmstädter Qualitätsstandards entsprech en muss.
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Die beiden Nutzergruppen Kita und Jugendhaus haben unterschiedliche Bedarfe und stellen
daher unterschiedliche Ansprüche an das Gebäude. Um auf der begrenzten Fläche dennoch
Synergien nutzen zu können, wurde ein Konzept erarbeitet, das den beiden Gruppen ihre eige-
nen unabhängigen Bereiche mit voneinander getrennten Eingängen zugesteht und darüberhi n-
ausgehend ermöglicht, Räume auch gemeinsam zu nutzen. Dies wird durch die Schaffung e i-
nes gemeinsamen Foyers und einer daran angegliederten zentralen Gemeinschaftszone er-
reicht, die je nach Tageszeit der einen oder anderen Nutzergruppe zugeschaltet werden kann
(siehe Schema).
Die Gemeinschaftszone, inklusive Mehrzweckraum, muss als eigenständige Einheit auch una b-
hängig funktionieren und soll der Wohnbevölkerung auch außerhalb der Öffnungszeiten von
Jugendhaus und Kita für soziale Angebote wie beispielsweise Gesundheitskurse oder Eltern-
Kind-Treffs zur Verfügung stehen.
Die Kita wird einen U3-Bereich für 33 Kleinkinder und
einen Ü3-Bereich für 66 Kinder haben. Für die Essensver-
sorgung wird von täglicher Anlieferung durch ein Cate-
ringunternehmen ausgegangen. Der Kleinkindbereich soll
nach dem klassischen Prinzip mit Gruppenräumen und
angegliederten Nebenräumen organisiert werden. Es wird
drei U3-Gruppen, einen Essbereich und einen separaten
kleineren Bewegungsraum geben.
Im Ü3-Bereich soll nach dem offenen Konzept mit sechs
Bildungsräumen gearbeitet werden, die thematisch aus-
gestaltet sind. Ergänzend gibt es die entsprechenden
Gemeinschaftsflächen mit Küche und Essbereich, Perso-
nalräumen und Nebenräumen.
Das Jugendhaus soll gemäß dem Raumprogramm der
Auslobung eine Mindestgröße von 287m² haben. Die Er-
schließung soll über einen großen Aufenthaltsraum (Café)
erfolgen, von dem man in die kleineren Räume gelangen
kann. Neben dem Café mit der daran angegliederten offe-
nen Küche beinhaltet das Raumprogramm zwei variabel
nutzbare Multifunktionsräume für Projektarbeit, einen
Computer-Arbeitsraum für die Jugendlichen, ein Büro
sowie die nötigen Nebenräume.
Es wird eine barrierefreie Bauweise umgesetzt. Ein Auf-
zug und ein behindertengerechtes WC ermöglichen die
Benutzung für Rollstuhlfahrende.
Interimsunterbringung
Die Kindertagesstätte soll während der Bauzeit, beginnend ab dem 4. Quartal 2024, in Inte-
rims-Modulen auf einem Grundstück des Eigenbetriebs Immobilienmanagement in der Mor-
newegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7) untergebracht werden. Das Grundstück liegt in fu ß-
läufiger Entfernung der Kindertagesstätte und ist durch die Nähe zum Hauptbahnhof optimal
an den ÖPNV angeschlossen. Der Standort wurde mit dem Jugendamt und der Leitung der
Kindertagesstätte abgestimmt. Der ursprünglich mit Magistratsbeschluss 2020/0320 vom
11.11.2020 beschlossene Standort auf dem nahegelegenen Bolzplatz in der Havels traße
kann aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden.
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Gegenstand dieses Beschlusses ist die Inanspruchnahme des derzeit als Parkplatz genutzte n
Grundstücks, die Planung von Interims-Mietmodulen, die Ausstattung und die Erstellung von
kindgerechten Freianlagen. Die Mietmodule sollen mit Wärmepumpen beheizt werden.
Lageplan Interimsgrundstück Mornewegstraße
Klimaschutz
Zur Erreichung einer CO2- Reduktion sollen die aktuellen Klimaschutzvorgaben der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt sowohl bei der Planung des Neubaus, wie auch bei der Herrichtung der
notwendigen Interimsunterkunft berücksichtigt werden.
Energetisches Ziel ist es, ein klimaneutrales Gebäude entsprechend dem Standard KfW EH 40
als guten Mittelweg von Energieeffizienz und Materialaufwand zu entwickeln. Energie- und
Wärmeversorgung ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung,
die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Größe von mind. 60 Prozent der überb auten
Fläche und Begrünung von Flachdächern wurden in der Auslobung als Zielvorstellungen b e-
schrieben.
Des Weiteren soll das Projekt nach den Prinzipien des Zirkulären Bauens geplant werden, um
so neue Wege in der Umsetzung des nachhaltigen Bauens zu gehen. Das bedeutet, dass wir
neben der Energieeffizienz auch die Ressourceneffizienz berücksichtigen und im Neubau im
Sinne der Kreislaufwirtschaft einen möglichst hohen Anteil an Re-Use-Baumaterialien verwen-
den möchten.
Die bestehende Kindertagesstätte wird im Rahmen des Bauvorhabens zurückgebaut. Hierbei
können zuvor begutachtete Baumaterialien vor der Entsorgung gerettet und im neuen Gebäude
der Kindertagesstätte verbaut werden. Zusätzlich wird die Verwendung von Baumaterialien aus
anderen Re-Use-Quellen angestrebt. Dadurch können Neuproduktion reduziert und damit
Emissionen eingespart werden. Abfall wird vermieden und vorhandene Ressourcen werden eff i-
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zienter genutzt. Ein zweites Prinzip des zirkulären Bauens ist eine Entwurfsplanung, die reve r-
sible Verbindungen zwischen Bauteilen und sortenreine Trennbarkeit von Bauteilen bevorzugt.
Die angestrebte Materialkreislauffähigkeit muss schon am Anfang eines Designprozesses i m-
plementiert werden.
Mit der fachlichen Beratung in Fragen des zirkulären Bauens wurde ein Startup-Unternehmen
aus Berlin in das Projekt eingebunden.
Aus der Auslobung geht hervor, dass im Rahmen des Wettbewerbs konzeptionelle und innov a-
tive Aussagen erwartet werden, wie diese Zielsetzungen erreicht werden können.
Bei der Planung der Freianlagen wird Wert auf eine nachhaltige Gestaltung der Außenflächen
gelegt. Regenwasserversickerung auf dem Gelände, geringe Bodenversiegelung und vor allem
der weitestgehende Erhalt der Bestandsbäume werden angestrebt. Sie sind als Schattenspen-
der von hohem Wert für das Grundstück. Die direkte Nachbarschaft zum Grünzug Havelstraße,
der als eine der wenigen Grünflächen des Viertels und Frischluftschneise von hoher Bedeutung
ist, macht die Qualität des Grundstücks aus. Der natürliche und grüne Charakter dieser Lage
soll erhalten bleiben.
Darmstadt, 06 .06.2023
Dezernat I Dezernat II Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Barbara Akdeniz Michael Kolmer André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtrat Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (5)
Orte (3)
- Havelstraße 14
- Mornewegstraße
- Mittelweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0209
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.06.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00