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2023/0209

Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14

Magistratsvorlage 06.06.2023

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2023/0209

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393 Zeichen

Punkt 12: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita 
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 
 (V-Nr. 2023/0209) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stadtve. Marquardt (SPD) fragt, wie hoch die Kosten für die 
Interimsunterbringung der Kindertagesstätte sein werden.

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Punkt 12: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita 
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 
 (V-Nr. 2023/0209) 
 
 Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und 
Liegenschaften der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
15.06.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
Dezernat III  
Amt: Jugendamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I IV 
II 51 
III 69 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0209 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
276 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 365010 
Kostenstelle:  051-007-1225 Investitionsnummer:  21051-5104 
Kostenträger:  3650-30 Sachkonto: 0951010 / 6701800 
 
Betreff: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita 
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14  
 
Vorlage vom: 06.06.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  stimmen der weiteren Planung der 
Maßnahme „Neubau Kinder- und Jugendhaus Havelstraße “ auf Grundlage der Ergebnisse 
des Architekt urwettbewerbs zu.  
 
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Beauftragung des 
aus diesen Vergabeverfahren hervorgehenden Architekturbüros mit den Leistungsphasen 1 
bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung.  
 
3. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beauftragen den Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement mit der Vergabe der notwendigen Fachplanungsleistungen bis

- 3 - 
einschließlich L eistungsphase 3. 
 
4. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beauftragen IDA mit der Planung 
einer Interimsunterbringung in Mietmodulen auf einem städtischen Grundstück in der 
Mornewegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7).  
 
5. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beschließen die Finanzierung der in 
Punkt 2, 3 und 4 beschriebenen M aßnahmen gemäß der datenschutzrelevanten Anlage  
aus Mitteln des Jugendamts. 
 
 
Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 21.06.2023 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2023 
 
Erläuterung 
 
Mit der Magistratsvorlage 2020/0320 wurde entschieden, das Bestandsgebäude der Kita 
Regenbogenland in der Havelstraße 14 durch einen Neubau zu ersetzen, in den zusätzlich ein 
Jugendzentrum integriert werden soll. Ebenso wurde beschlossen, einen Interimsstandort für 
die Bauzeit einzurichten.  
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) wurde mit der weiteren Prüfung 
und Umsetzung des Projekts beauftragt, die ein europaweites Vergabeverfahren zur 
Beauftragung von Planungsleistungen beinhaltete, um einen Baubeschluss herbeiführen zu 
können. 
Das Vergabeverfahren wird derzeit durchgeführt: Die Preisgerichtssitzung ist für den 
30.08.2023 terminiert. Das Preisgericht wird im Rahmen der Sitzung einen Siegerentwurf 
auswählen. 
 
Im Anschluss an den Architekturwettbewerb sind im nächsten Schritt die Planungsleistungen 
der Leistungsphasen 1 bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu 
beauftragen, um die Realisierung des Projekts weiter zu verfolgen. Nach Abschluss der 
Leistungsphase 3 wird ein Baubeschluss zur Durchführung des Projekts vorbereitet.  
 
 
Versorgungsqu ote und Betreuungskonzept  
 
Die Kita Regenbogenland liegt im Planungsraum West. Die Versorgungsquoten im 
Planungsraum lagen zum Stichtag 31.12.2022 bei 50,4% U3 (Krippe und Kindertagespflege) 
bzw. 96,6% Ü3 (Kindergarten). In den vergangenen Jahren ist die A nzahl der Kinder im 
Planungsraum deutlich angestiegen. Es ist von einem weiteren Zuzug von Familien 
auszugehen. Vor diesem Hintergrund ist die  anvisierte Ausweitung der 
Betreuungskapazitäten notwendig.  
 
 
Bauaufgabe 
 
In Darmstadts Verlegerviertel macht eine Vielzahl von realisierten Wohnungsneubauprojekten 
eine Erweiterung der sozialen Infrastruktur notwendig. Da die Flächenressourcen im 
Innenstadtbereich begrenzt sind, müssen vorhandene Flächen intensiver genutzt werd en.  
Auf dem Grundstück der Kita Regenbogenland soll ein Neubau entstehen, der zukünftig - neben 
einer erweiterten Kita mit 6 anstatt bisher 4 Gruppen – auch Räumlichkeiten für ein 
Jugendzentrum und zusätzliche soziale Angebote schaffen soll. Das Gebäude w ird als wichtiger 
sozialer Ort für die Anwohnenden verstanden, der insbesondere für Kinder, Jugendliche und 
Eltern von hohem Wert sein wird. 
 
 
Baukonzept 
 
Im Folgenden werden die mit dem Jugendamt abgestimmten Planungsgrundlagen für den 
Neubau erläutert, w ie Sie in der Auslobung als Entwurfs vorgaben veröffentlicht wurden.  
 
Die Machbarkeitsstudie ergab, dass das umfangreiche Raumprogramm auf dem schmalen 
Grundstück in einem 2- bis maximal 3-geschossigen Baukörper mit reduzierter Gebäudetiefe 
und Südorientierung der Gruppenräume untergebracht werden kann. Dabei wurde

- 5 - 
berücksichtigt, dass die Größe der Außenfläche den Darmstädter Qualitätsstandards 
entsprechen muss. 
 
Die beiden Nutzergruppen Kita und Jugendhaus haben unterschiedliche Bedarfe und stellen 
daher unterschiedliche Ansprüche an das Gebäude. Um auf der begrenzten Fläche dennoch 
Synergien nutzen zu können, wurde ein Konzept erarbeitet, das den beiden Gruppen ihre 
eigenen unabhängigen Bereiche mit voneinander getrennten Eingängen zugesteht und 
darüberhinausgehend ermöglicht, Räume auch gemeinsam zu nutzen. Dies wird durch  die 
Schaffung eines gemeinsamen Foyers und einer daran angegliederten zentralen 
Gemeinschaftszone erreicht, die je nach Tageszeit der einen oder anderen Nutzergruppe 
zugeschaltet werden kann (siehe Schema). 
Die Gemeinschaftszone, inklusive Mehrzweckraum, muss als eigenständige Einheit auch 
unabhängig funktionieren und soll der Wohnbevölkerung auch außerhalb der Öffnungszeiten 
von Jugendhaus und Kita für soziale Angebote wie beispielsweise Gesundheitskurse oder 
Eltern-Kind-Treffs zur Verfügung stehen. 
 
Die Kita wird einen U3-Bereich für 33 Kleinkinder und 
einen Ü3-Bereich für 66 Kinder haben. Für die 
Essensversorgung wird von täglicher Anlieferung durch 
ein Cateringunternehmen ausgegangen. Der 
Kleinkindbereich soll nach dem klassischen Prinzip mit 
Gruppenräumen und angegliederten Nebenräumen 
organisiert werden. Es wird drei U3-Gruppen, einen 
Essbereich und einen separaten kleineren 
Bewegungsraum geben. 
Im Ü3-Bereich soll nach dem offenen Konzept mit sechs 
Bildungsräumen gearbeitet werden, die thematisch 
ausgestaltet sind. Ergänzend gibt es die entsprechenden 
Gemeinschaftsflächen mit Küche und Essbereich, 
Personalräumen und Nebenräumen. 
 
Das Jugendhaus soll gemäß dem Raumprogramm der 
Auslobung eine Mindestgröße von 287m² haben. Die 
Erschließung soll über einen großen Aufenthaltsraum 
(Café) erfolgen, von dem man in die kleineren Räume 
gelangen kann. Neben dem Café mit der daran 
angegliederten offenen Küche beinhaltet das 
Raumprogramm zwei variabel nutzbare 
Multifunktionsräume für Projektarbeit, einen Computer-
Arbeitsraum für die Jugendlichen, ein Büro sowie die 
nötigen Nebenräume. 
 
Es wird eine barrierefreie Bauweise umgesetzt. Ein 
Aufzug und ein behindertengerechtes WC ermöglichen 
die Benutzung für Rollstuhlfahrende.  
 
 
Interimsunterbringung 
 
Die Kindertagesstätte soll während der Bauzeit, beginnend ab dem 4. Quartal 2024, in 
Interims-Modulen auf einem Grundstück des Eigenbetriebs Immobilienmanagement in der 
Mornewegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7) untergebracht werden. Das Grundstück liegt in

- 6 - 
fußläufiger Entfernung der Kindertagesstätte und ist durch die Nähe zum Hauptbahnhof 
optimal an den ÖPNV angeschlossen. Der Standort wurde mit dem Jugendamt und der 
Leitung der Kindertagesstätte abgestimmt. Der ursprünglich mit Magistratsbeschluss 
2020/0320 vom 11.11.2020 beschlossene Standort auf dem nahegelegenen Bolzplatz in der 
Havelstraße kann aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden.  
 
Gegenstand dieses Beschlusses ist die Inanspruchnahme des derzeit als Parkplatz genutzte n 
Grundstücks, die Planung von Interims-Mietmodulen, die Ausstattung und die Erstellung von 
kindgerechten Freianlagen. Die Mietmodule sollen mit Wärmepumpen beheizt werden.  
 
Lageplan Interimsgrundstück Mornewegstraße 
 
Klimaschutz 
Zur Erreichung einer CO2- Reduktion sollen die aktuellen Klimaschutzvorgaben der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt sowohl bei der Planung des Neubaus, wie auch bei der 
Herrichtung der notwendigen Interimsunterkunft berücksichtigt werden. 
 
Energetisches Ziel ist es, ein klimaneutrales Gebäude entsprechend dem Standard KfW EH 40 
als guten Mittelweg von Energieeffizienz und Materialaufwand zu entwickeln. Energie - und 
Wärmeversorgung ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, 
die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Größe von mind. 60 Prozent der überbauten 
Fläche und Begrünung von Flachdächern wurden in der Auslobung als Zielvorstellungen 
beschrieben. 
Des Weiteren soll das Projekt nach den Prinzipien des Zirkulären Bauens geplant werden, um 
so neue Wege in der Umsetzung des nachhaltigen Bauens zu gehen. Das bedeutet, dass wir 
neben der Energieeffizienz auch die Ressourceneffizienz berücksichtigen und im Neubau im

Sinne der Kreislaufwirtschaft einen möglichst hohen Anteil an Re-Use-Baumaterialien 
verwenden möchten.  
Die bestehende Kindertagesstätte wird im Rahmen des Bauvorhabens zurückgebaut. Hierbei 
können zuvor begutachtete Baumaterialien vor der Entsorgung gerettet und im neuen Gebäude 
der Kindertagesstätte verbaut werden. Zusätzlich wird die Verwendung von Baumaterialien aus 
anderen Re-Use-Quellen angestrebt. Dadurch können Neuproduktion reduziert und damit 
Emissionen eingespart werden. Abfall wird vermieden und vorhandene Ressourcen werden 
effizienter genutzt. Ein zweites Prinzip des zirkulären Bauens ist eine Entwurfsplanung, die 
reversible Verbindungen zwischen Bauteilen und sortenreine Trennbarkeit von Bauteilen 
bevorzugt. Die angestrebte Materialkreislauffähigkeit muss schon am Anfang eines 
Designprozesses implementiert werden.  
Mit der fachlichen Beratung in Fragen des zirkulären Bauens wurde ein Startup-Unternehmen 
aus Berlin in das Projekt eingebunden. 
Aus der Auslobung geht hervor, dass im Rahmen des Wettbewerbs konzeptionelle und 
innovative Aussagen erwartet werden, wie diese Zielsetzungen erreicht werden können.  
 
Bei der Planung der Freianlagen wird Wert auf eine nachhaltige Gestaltung der Außenflächen 
gelegt. Regenwasserversickerung auf dem Gelände, geringe Bodenversiegelung und vor allem 
der weitestgehende Erhalt der Bestandsbäume werden angestrebt. Sie sind als 
Schattenspender von hohem Wert für das Grundstück. Die direkte Nachbarschaft zum Grünzug 
Havelstraße, der als eine der wenigen Grünflächen des Viertels und Frischluftschneise von 
hoher Bedeutung ist, macht die Qualität des Grundstücks aus. Der natürliche und grüne 
Charakter dieser Lage soll erhalten bleiben. 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 06 .06.2023 
 
Dezernat I  Dezernat II   Dezernat III    Dezernat IV       
 
 
 
Jochen Partsch  Barbara Akdeniz  Michael Kolmer   André Schellenberg       
Oberbürgermeister  Stadträtin  Stadtrat  Stadtkämmerer

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201 Zeichen

Punkt 22: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita 
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 
 (V-Nr. 2023/0209) 
 
Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

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267 Zeichen

Punkt 4: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita 
Regenbogenland und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14 
 (V-Nr. 2023/0209) 
 
Der Ausschuss für Soziales empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

2023/0209

11308 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
15.06.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
Dezernat III  
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0209 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 365010 
Kostenstelle:  051-007-1225 Investitionsnummer:  21051-5104 
Kostenträger:  3650-30 Sachkonto: 0951010 / 6701800 
 
Betreff: Vergabe von Planungsaufträgen für den Neubau der städtischen Kita Regenboge n-
land und eines Jugendzentrums in der Havelstraße 14  
 
Vorlage vom: 06.06.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  stimmen der weiteren Planung der 
Maßnahme „Neubau Kinder- und Jugendhaus Havelstraße “ auf Grundlage der Ergebnisse 
des Architekt urwettbewerbs zu.  
 
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen die Beauftragung des 
aus diesen Vergabeverfahren hervorgehenden Architekturbüros mit den Leistungsphasen 1 
bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung.  
 
3. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beauftragen den Eigenbetrieb I m-
mobilienmanagement mit der Vergabe der notwendi gen Fachplanungsleistungen bis ei n-
schließlich Leistungsphase 3.

- 2 - 
4. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beauftragen IDA mit der Planung e i-
ner Interimsunterbringung in Mietmodulen auf einem städtischen Grundstück in der Mo r-
newegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7).  
 
5. Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung  beschließen die Finanzierung der in 
Punkt 2, 3 und 4 beschriebenen M aßnahmen gemäß der datenschutzrelevanten Anlage  
aus Mitteln des Jugendamts. 
 
 
Anlagen: Datenschutzrelevante  Anlage 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2023 
 
Erläuterung 
 
Mit der Magistratsvorlage 2020/0320 wurde entschieden, das Bestandsgebäude der Kita Re-
genbogenland in der Havelstraße 14 durch einen Neubau zu ersetzen, in den zusätzlich ein 
Jugendzentrum integriert werden soll. Ebenso wurde beschlossen, einen Interimsstandort für 
die Bauzeit einzurichten.  
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) wurde mit der weiteren Prüfung 
und Umsetzung des Projekts beauftragt, die ein europaweites Vergabeverfahren zur Beauftr a-
gung von Planungsleistungen beinhaltete, um einen Baubeschluss herbeiführen zu können. 
Das Vergabeverfahren wird derzeit durchgeführt: Die Preisgerichtssitzung ist für den 
30.08.2023 terminiert. Das Preisgericht wird im Rahmen der Sitzung einen Siegerentwurf 
auswählen. 
 
Im Anschluss an den Architekturwettbewerb sind im nächsten Schritt die Planungsleistungen 
der Leistungsphasen 1 bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu 
beauftragen, um die Realisierung des Projekts weiter zu verfolgen. Nach Abschluss der Leis-
tungsphase 3 wird ein Baubeschluss zur Durchführung des Projekts vorbereitet.  
 
 
Versorgungsquote und Betreuungskonzept  
 
Die Kita Regenbogenland liegt im Planungsraum West. Die Versorgungsquoten im Planung s-
raum lagen zum Stichtag 31.12.2022 bei 50,4% U3 (Krippe und Kindertagespflege) bzw. 
96,6% Ü3 (Kindergarten). In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Kinder im Planung s-
raum deutlich angestiegen. Es ist von einem weiteren Zuzug von Familien auszugehen . Vor 
diesem Hintergrund ist die  anvisierte Ausweitung der Betreuungskapazitäten notwendig.  
 
 
Bauaufgabe 
 
In Darmstadts Verlegerviertel macht eine Vielzahl von realisierten Wohnungsneubauprojekten 
eine Erweiterung der sozialen Infrastruktur notwendig. Da die Flächenressourcen im Innen-
stadtbereich begrenzt sind, müssen vorhandene Flächen intensiver genutzt werden.  
Auf dem Grundstück der Kita Regenbogenland soll ein Neubau entstehen, der zukünftig - neben 
einer erweiterten Kita mit 6 anstatt bisher 4 Gruppen – auch Räumlichkeiten für ein Jugend-
zentrum und zusätzliche soziale Angebote schaffen soll. Das Gebäude wird als wichtig er sozia-
ler Ort für die Anwohnenden verstanden, der insbesondere für Kinder, Jugendliche und Eltern 
von hohem Wert sein wird. 
 
 
Baukonzept 
 
Im Folgenden werden die mit dem Jugendamt abgestimmten Planungsgrundlagen für den 
Neubau erläutert, wie Sie in der Auslobung als Entwurfs vorgaben veröffentlicht wurden.  
 
Die Machbarkeitsstudie ergab, dass das umfangreiche Raumprogramm auf dem schmalen 
Grundstück in einem 2- bis maximal 3-geschossigen Baukörper mit reduzierter Gebäudetiefe 
und Südorientierung der Gruppenräume untergebracht werden kann. Dabei wurde berücksic h-
tigt, dass die Größe der Außenfläche den Darmstädter Qualitätsstandards entsprech en muss.

- 4 - 
Die beiden Nutzergruppen Kita und Jugendhaus haben unterschiedliche Bedarfe und stellen 
daher unterschiedliche Ansprüche an das Gebäude. Um auf der begrenzten Fläche dennoch 
Synergien nutzen zu können, wurde ein Konzept erarbeitet, das den beiden Gruppen ihre eige-
nen unabhängigen Bereiche mit voneinander getrennten Eingängen zugesteht und darüberhi n-
ausgehend ermöglicht, Räume auch gemeinsam zu nutzen. Dies wird durch die Schaffung e i-
nes gemeinsamen Foyers und einer daran angegliederten zentralen Gemeinschaftszone er-
reicht, die je nach Tageszeit der einen oder anderen Nutzergruppe zugeschaltet werden kann 
(siehe Schema). 
Die Gemeinschaftszone, inklusive Mehrzweckraum, muss als eigenständige Einheit auch una b-
hängig funktionieren und soll der Wohnbevölkerung auch außerhalb der Öffnungszeiten von 
Jugendhaus und Kita für soziale Angebote wie beispielsweise Gesundheitskurse oder Eltern-
Kind-Treffs zur Verfügung stehen. 
 
Die Kita wird einen U3-Bereich für 33 Kleinkinder und 
einen Ü3-Bereich für 66 Kinder haben. Für die Essensver-
sorgung wird von täglicher Anlieferung durch ein Cate-
ringunternehmen ausgegangen. Der Kleinkindbereich soll 
nach dem klassischen Prinzip mit Gruppenräumen und 
angegliederten Nebenräumen organisiert werden. Es wird 
drei U3-Gruppen, einen Essbereich und einen separaten 
kleineren Bewegungsraum geben. 
Im Ü3-Bereich soll nach dem offenen Konzept mit sechs 
Bildungsräumen gearbeitet werden, die thematisch aus-
gestaltet sind. Ergänzend gibt es die entsprechenden 
Gemeinschaftsflächen mit Küche und Essbereich, Perso-
nalräumen und Nebenräumen. 
 
Das Jugendhaus soll gemäß dem Raumprogramm der 
Auslobung eine Mindestgröße von 287m² haben. Die Er-
schließung soll über einen großen Aufenthaltsraum (Café) 
erfolgen, von dem man in die kleineren Räume gelangen 
kann. Neben dem Café mit der daran angegliederten offe-
nen Küche beinhaltet das Raumprogramm zwei variabel 
nutzbare Multifunktionsräume für Projektarbeit, einen 
Computer-Arbeitsraum für die Jugendlichen, ein Büro 
sowie die nötigen Nebenräume. 
 
Es wird eine barrierefreie Bauweise umgesetzt. Ein Auf-
zug und ein behindertengerechtes WC ermöglichen die 
Benutzung für Rollstuhlfahrende.  
 
 
Interimsunterbringung 
 
Die Kindertagesstätte soll während der Bauzeit, beginnend ab dem 4. Quartal 2024, in Inte-
rims-Modulen auf einem Grundstück des Eigenbetriebs Immobilienmanagement in der Mor-
newegstraße (Flur 16, Flurstück 252/7) untergebracht werden. Das Grundstück liegt in fu ß-
läufiger Entfernung der Kindertagesstätte und ist durch die Nähe zum Hauptbahnhof  optimal 
an den ÖPNV angeschlossen. Der Standort wurde mit dem Jugendamt und der Leitung der 
Kindertagesstätte abgestimmt. Der ursprünglich mit Magistratsbeschluss 2020/0320 vom 
11.11.2020 beschlossene Standort auf dem nahegelegenen Bolzplatz in der Havels traße 
kann aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden.

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Gegenstand dieses Beschlusses ist die Inanspruchnahme des derzeit als Parkplatz genutzte n 
Grundstücks, die Planung von Interims-Mietmodulen, die Ausstattung und die Erstellung von 
kindgerechten Freianlagen. Die Mietmodule sollen mit Wärmepumpen beheizt werden.  
 
Lageplan Interimsgrundstück Mornewegstraße 
 
Klimaschutz 
Zur Erreichung einer CO2- Reduktion sollen die aktuellen Klimaschutzvorgaben der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt sowohl bei der Planung des Neubaus, wie auch bei der Herrichtung der 
notwendigen Interimsunterkunft berücksichtigt werden. 
 
Energetisches Ziel ist es, ein klimaneutrales Gebäude entsprechend dem Standard KfW EH 40 
als guten Mittelweg von Energieeffizienz und Materialaufwand zu entwickeln. Energie- und 
Wärmeversorgung ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, 
die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Größe von mind. 60 Prozent der überb auten 
Fläche und Begrünung von Flachdächern wurden in der Auslobung als Zielvorstellungen b e-
schrieben. 
Des Weiteren soll das Projekt nach den Prinzipien des Zirkulären Bauens geplant werden, um 
so neue Wege in der Umsetzung des nachhaltigen Bauens zu gehen. Das bedeutet, dass wir 
neben der Energieeffizienz auch die Ressourceneffizienz berücksichtigen und im Neubau im 
Sinne der Kreislaufwirtschaft einen möglichst hohen Anteil an Re-Use-Baumaterialien verwen-
den möchten.  
Die bestehende Kindertagesstätte wird im Rahmen des Bauvorhabens zurückgebaut. Hierbei 
können zuvor begutachtete Baumaterialien vor der Entsorgung gerettet und im neuen Gebäude 
der Kindertagesstätte verbaut werden. Zusätzlich wird die Verwendung von Baumaterialien aus 
anderen Re-Use-Quellen angestrebt. Dadurch können Neuproduktion reduziert und damit 
Emissionen eingespart werden. Abfall wird vermieden und vorhandene Ressourcen werden eff i-

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zienter genutzt. Ein zweites Prinzip des zirkulären Bauens ist eine Entwurfsplanung, die reve r-
sible Verbindungen zwischen Bauteilen und sortenreine Trennbarkeit von Bauteilen bevorzugt. 
Die angestrebte Materialkreislauffähigkeit muss schon am Anfang eines Designprozesses i m-
plementiert werden.  
Mit der fachlichen Beratung in Fragen des zirkulären Bauens wurde ein Startup-Unternehmen 
aus Berlin in das Projekt eingebunden. 
Aus der Auslobung geht hervor, dass im Rahmen des Wettbewerbs konzeptionelle und innov a-
tive Aussagen erwartet werden, wie diese Zielsetzungen erreicht werden können. 
 
Bei der Planung der Freianlagen wird Wert auf eine nachhaltige Gestaltung der Außenflächen 
gelegt. Regenwasserversickerung auf dem Gelände, geringe Bodenversiegelung und vor allem 
der weitestgehende Erhalt der Bestandsbäume werden angestrebt. Sie sind als Schattenspen-
der von hohem Wert für das Grundstück. Die direkte Nachbarschaft zum Grünzug Havelstraße, 
der als eine der wenigen Grünflächen des Viertels und Frischluftschneise von hoher Bedeutung 
ist, macht die Qualität des Grundstücks aus. Der natürliche und grüne Charakter dieser Lage 
soll erhalten bleiben. 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 06 .06.2023 
 
Dezernat I  Dezernat II   Dezernat III    Dezernat IV       
 
 
 
Jochen Partsch  Barbara Akdeniz  Michael Kolmer   André Schellenberg       
Oberbürgermeister  Stadträtin  Stadtrat  Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (5)

TOP 12
TOP 22
TOP 276
TOP 12
TOP 4

Orte (3)

  • Havelstraße 14
  • Mornewegstraße
  • Mittelweg

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Details

Vorlagen-Nr.
2023/0209
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.06.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00