Mandari Insight

1911/2026

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Grünen Fraktion aus der BV1 (AN/1112/2026) vom 25.06.2026 betreffend "Umsetzung von Sofortmaßnahmen im Rahmen der Suchthilfe Innenstadt

Beantwortung einer Anfrage (BV) 24.06.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 25.06.2026

Anlage: Klimaschutzleitfaden für Obdach- und Wohnungslose

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Anlage: Klimaschutzleitfaden für Obdach- und Wohnungslose

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Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
Klimaschutzleitfaden für obdach- und wohnungslose 
Menschen

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Inhaltsverzeichnis: 
 
 
 
1. Einleitung Klimaschutz – Hitze/Kälte 
 
2. Zielgruppe 
 
3.  Verhaltenstipps als Leitfaden - Hitzeschutz 
 
4. Hilfsangebote - Hitze 
 
 
5. Verhaltenstipps als Leitfaden - Kälteschutz 
 
6. Hilfsangebote - Kälte

3 
 
 
Einleitung 
 
Hilfsangebote im Zeichen des Klimawandels sind von besonderer Bedeutung 
für obdach- und wohnungslose Menschen, da sie den Folgen des 
Klimawandels „Ganz oder in Teilen“ schutzlos ausgeliefert sind. 
 
Viele Maßnahmen werden von Trägern, Verbänden dem Ehrenamt und der 
Stadt mit viel Engagement und Kreativität, wie auch guten Willen geleistet, 
doch um die erforderliche Hilfeleistung auch gut und effektiv für die Menschen 
organisieren zu können, fehlte es bisher an einem unterstützenden Leitfaden 
und einer örtlichen Übersicht der Angebote – „Wo ist was“ - und „Wer macht 
was“.  
 
 
Hitzeschutz 
Im Zusammenhang mit zunehmender Hitze verbunden mit extremen 
Wetterlagen mit Stürmen und Starkregen sowie Kälte bestehen für diesen 
Personenkreis besondere Herausforderungen, denen entgegenzuwirken ist. 
 
Der Kölner Hitzeaktionsplan beschreibt Maßnahmen, um den 
gesundheitlichen Hitzeschutz im Zuge des Klimawandels für vulnerable 
Personengruppen zu verbessern. Im Zuge der Hitzeaktionsplanung ist das 
Kölner Hitze-Portal erstellt worden, welches Informationsangebote und 
Hitzetipps bündelt www.stadt-koeln.de/hitzeportal. 
Hierzu gehört auch die Karte der Kühlen Orte. Jeder kann für Köln barrierefrei 
über ein Formular einen „Kühler Ort“ eintragen ("Kühle Orte" bei 
Sommerhitze - Stadt Köln). 
Hier ist eine Übersicht über „Kühle Orte“ zu finden, die laufend ergänzt wird 
und die Angebote inhaltlich und mit Standortangabe beschreibt. 
 
Steigende Temperaturen können sich nachteilig auf die Gesundheit von 
Menschen auswirken.  
Der Deutsche Wetterdienst (nachfolgend DWD) hat als Kenngröße den 
„Heißen Tag“ definiert: Jeder Tag dessen Höchste Temperatur bei 30 Grad 
oder höher liegt, zählt danach als „Heißer Tag“. Durch den fortschreitenden 
Klimawandel wird die Anzahl der heißen Tage zunehmen. Gerade in der dicht 
bebauten hochversiegelten Innenstadt (und in der umliegenden „Kernstadt“) 
treten zusätzliche Heiße Tage auf.  
 
 
Kälteschutz 
Während der globale Trend zu wärmeren Wintern geht, können Störungen im 
Polarwirbel extreme Kältewellen nach Europa bringen, da die wärmere 
Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann, der dann bei 
Kälteeinbrüchen als heftiger Schnee fällt. Es ist wichtig, Wetter (kurzfristige 
Ereignisse) von Klima (langfristiger Trend) zu unterscheiden.

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Auch gibt es noch die jahreszeitbedingten Kälteeinbrüche mit 
Frosttemperaturen, denen diese Zielgruppe ausgeliefert ist und durch geeignete 
Hilfsmaßnahmen entgegenzuwirken ist. 
Die Winterhilfe wird in Köln nunmehr seit mehr als 25 Jahren in Kooperation mit 
32-Amt für öffentliche Ordnung -, dem Streetwork der Träger der 
Wohlfahrtspflege, dem ehrenamtlichen Engagement von Bürger:innen und 50 -
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren durchgeführt. Sie wird nun formal in den 
Gesamtleidfaden „Klimaschutz“ integriert. 
 
 
Zielgruppe 
 
Das Klimaschutzkonzept ergänzt in seiner Gesamtheit das System der 
Wohnungsnotfallhilfe der Stadt Köln. 
In Köln werden immer mehr Menschen wohnungslos, manche sogar 
obdachlos. Ihnen gilt es sichere und gesunde Lebensbedingungen zu schaffen 
und sie besonders vor den Gefahren des Klimawandels zu schützen. 
Die betroffenen Menschen halten sich überwiegend im Freien auf und haben 
einen besonderen Hilfebedarf, da sie in besonderem Maße unter 
• existentieller Unterversorgung 
• Verwahrlosung 
• psychischen Erkrankungen 
• Suchterkrankungen 
• etc. 
leiden. 
 
Wie viele Menschen sind betroffen? 
In Köln waren zum Stichtag 31.01.2023 insgesamt 11.735 Personen 
wohnungslos, davon 8.594 Erwachsene (73%) und 3.141 Kinder (27%). 
Von den Erwachsenen waren rund 390 Menschen verdeckt untergebracht und 
rund 400 wohnungslose Menschen ohne Unterkunft. 
 
 
A) Hitzeschutz: 
Verhaltenstipps bei Hitze als Leitfaden 
 
1. Hitze meiden 
a) Sich nicht in der direkten Sonne aufhalten 
b) Nicht in der heißesten Zeit (nachmittags) nach draußen gehen

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c) Körperliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden verlegen 
d) Den Körper kühl halten – ausreichende Flüssigkeit und Elektrolyt. 
Zuführen. Ausreichend und regelmäßig trinken. 
e) Lauwarm, nicht eiskalt Duschen. Kalte Arm- oder Fußbäder wirken 
entlastend. Auch nasse Tücher auf dem Körper, z.B. im Nacken wirken 
kühlend. 
f) Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen 
g) Verzicht auf Alkohol 
h) Bevorzugt leichtes Essen 
i) Auf UV- Schutz achten und sich im Schatten aufhalten; Sonnenbrille, 
Kopfbedeckung, den Körper durch Kleidung schützen 
j) Sonnencreme auf unbedeckte Hautstellen auftragen 
 
2. An kühlen bzw. schattigen Plätzen aufhalten 
a) Schattige Plätze aufsuchen (zum Beispiel in Parks, unter 
Überdachungen, in Kirchen, klimatisierte öffentliche Gebäude) 
b) In kühlen Räumen, wie den Kontakt- und Beratungsstellen, von 
Ehrenamt angebotene kühle Räume (vielleicht Vorräume in Kirchen) 
etc. 
 
3. Auf UV- Schutz achten, 
a) sich im Schatten aufhalten 
b)  Sonnenbrille, Kopfbedeckung, den Körper durch Kleidung schützen 
c) Sonnencreme auf unbedeckte Hautstellen auftragen 
 
 
Wichtig ist dieser kleine Ersthelferleitfaden für alle unsere ehrenamtlichen und 
professionellen Helfer im Hilfesystem. Dabei gilt folgendes zu beachten: 
Plötzlich auftretende Symptome ernstnehmen.  
Besondere Achtsamkeit ist wichtig, wenn folgende Symptome auftreten, da sie 
Anzeichen für eine Hitzeerkrankung sein könnten: 
• trockener Mund/trockene Zunge, fehlender Speichelsee unter der Zunge 
• Durstgefühl (Achtung: häufig fehlt auch das Durstgefühl) 
• Übermäßiges Schwitzen 
• Kopfschmerzen, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl 
• Kreislaufbeschwerden, Schwindel 
• gerötete, heiße und trockene Haut, aber auch kalte feuchte Haut 
• erhöhte Körpertemperatur  
• Übelkeit, Erbrechen

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• Kurzatmigkeit 
• Unruhe, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung, Bewusstlosigkeit 
• Vermehrte Aggressivität 
• verminderte Urinausscheidung, zunehmende Harnkonzentration 
• Infektionen (z. B. Harnwegsinfekt) 
• Verstopfung 
• Muskelschmerzen/-krämpfe 
Treten ein oder mehrere dieser Symptome auf, muss die behandelnde Ärztin, der 
behandelnde Arzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst gerufen werden 
(Telefonnummer: 116 117). Die betroffene Person darf nicht länger der Hitze oder 
der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und muss – wenn möglich – an 
einen kühlen Ort gebracht werden. Die Kleidung der Person sollte geöffnet 
werden und sie sollte animiert werden, etwas zu trinken, sofern keine 
Bewusstseinseinschränkung vorliegt. Als Getränke eignen sich natriumreiches 
Mineralwasser oder leicht gesalzenes Leitungswasser. Denn durch starkes 
Schwitzen kann es im Körper zu einem Mangel an Flüssigkeit und Elektrolyten 
kommen. Elektrolyte sind Mineralstoffe wie Natrium oder Kalium, die u. a. in 
Mineralwasser und in Kochsalz vorkommen. Kopf, Nacken, Hände und Füße sind 
mit feuchten, lauwarmen Tüchern zu kühlen. 
Sofort den Rettungsdienst rufen. Bei den folgenden Symptomen ist 
unverzüglich die Notrufnummer 112 zu wählen, denn es könnte Lebensgefahr 
aufgrund eines Hitzeschlags bestehen: 
• Bewusstseinstrübung und mangelnde Reaktion bei Ansprache, 
• Erhöhte Körpertemperatur > 39/40 °C 
• hoher/niedriger Blutdruck und/oder 
• schwere Atemnot. 
Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten bei drohendem Hitzschlag erst nach Alarmierung 
der Rettungskette erfolgen. Eine sofortige und effiziente Kühlung der 
Körperkerntemperatur unter 40 °C ist nach dem Notruf einzuleiten, z. B. indem die 
betroffene Person an einen kühlen Ort gebracht und für Abkühlung an Nacken, 
Leisten und Achseln, durch feuchte, lauwarme Tücher gesorgt wird. 
Hitzeservice.de Fakten und Grundlagen Fakten und Grundlagen – Hitze Service 
Warum sind wohnungslose Menschen durch Hitze gefährdet? 
Bei der Risikogruppe Wohnungslose handelt es sich um Personen ohne jegliche 
Unterkunft, ohne einen festen Wohnsitz, die auf der Straße leben und/oder in 
Notunterkünften und Notschlafstellen übernachten oder in Behelfsunterkünften (z. 
B. Wohnwagen, Gartenlauben) leben.

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Hitze birgt für wohnungslose Menschen massive Gesundheitsrisiken. Da sie häufig 
chronisch krank sind und sich die meiste Zeit im Freien aufhalten und keinen kühlen 
und schattigen Rückzugsort haben, sind sie am Tag und in der Nacht der Hitze 
schutzlos ausgeliefert. Zu den Symptomen, die bei wohnungslosen Menschen 
beobachtet werden, gehören u. a. Flüssigkeitsmangel, Schwindel, 
Kreislaufzusammenbruch, Sonnenbrand und Infektionen. Durchgeschwitzte Kleidung 
erschwert die Heilung offener Wunden. 
Psychische Erkrankungen, erhöhter Alkohol- und Drogenmissbrauch vermindert das 
Körperempfinden, wodurch Dehydration, Überhitzung oder Hitzeschlag schneller 
auftreten und gleichzeitig schlechter erkannt werden. Die gesundheitlichen 
Auswirkungen der Hitze werden dadurch verstärkt, dass wohnungslose Menschen oft 
nur einen eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. 
Durch Öffentlichkeitshinweise an die Bürger*innen dieser Stadt, an Polizei, 
Ordnungsamt ist darauf hinzuweisen, dass wenn der Eindruck entsteht, dass 
Betroffene bei Anzeichen für hitzebedingter Gesundheitsstörungen (s.o.) ggf. an 
einen kühleren Ort gebracht, mit Wasser zum Trinken und Kühlen des Körpers 
versorgt werden sollten. Weisen Personen hitzebedingte Warnzeichen 
(Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden etc.) auf, sollten 
die Betroffenen mit Wasser versorgt werden. Wird die Hilfe nicht angenommen oder 
der Zustand der betroffenen Person verschlechtert sich, sollte sofort die Polizei 
informiert (Notruf 110) oder der Rettungsdienst der Feuerwehr (Notruf 112) 
angerufen werden. 
 
Hilfsangebote 
Während der Hitzeperioden gibt es in Köln bereits eine Vielzahl an bestehenden 
Angeboten ("Kühle Orte" bei Sommerhitze - Stadt Köln): Diese müssen mit Blick den 
Bedarfen der Menschen in einem ständigen Prozess angepasst werden. 
Angebote im Freien: 
• Trinkwasserbrunnen (15 Trinkwasserbrunnen) 
• Sonnensegel an bekannten Plätzen 
• Schattenplätze – unter Überdachungen/Bäumen etc. 
 
Anlaufstellen – Tagesaufenthalte und Notschlafstellen 
• Insgesamt 13 Tagesaufenthalte für wohnungslose Menschen verteilt im 
Kölner Stadtgebiet (links- und rechtsrheinisch) 
• Insgesamt 6 Notunterkünfte für wohnungslose Menschen 
 
Versorgung mit Wasser 
• Zusätzlich Wasserausschank bei entsprechend außen 
gekennzeichneter Gastronomie (Refill- Logo)

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Hygiene-Angebote 
• Duschmöglichkeiten bei Tagesaufenthalten 
• Nette Toilette (gekennzeichnet) 
 
Sonstiges 
• Ausgabe Sonnencreme und Kopfbedeckungen in allen Stellen und 
durch Streetworker*innen 
• Ausgabe von Trinkwasser durch Streetwork, Kontakt- und 
Beratungsstelle, ehrenamtlichen Helfer:innen etc.

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B) Kälteschutz 
Verhaltenstipps bei Kälte als Leitfaden 
 
Eine Regel bei kalten Temperaturen ist,  
• obdachlose Menschen bei der Kältebus-Hotline (Tel.: 0800/800 1019 gilt 
bundesweit) oder der 112 zu melden,  
• warme Getränke und Speisen anzubieten,  
• Sachspenden wie warme Decken und Kleidung und Hygieneartikel sowie  
• Weiterleiten zu den Kölner Beratungsstellen und Notunterkünften zu 
organisieren. 
 
 
 
Hilfsangebote 
Die Winterhilfe bietet den akut obdachlosen Menschen in den Wintermonaten 
einen Schutz vor dem Erfrieren . Hierzu gibt es ein breitgefächertes Angebot 
über Notschlafstellen, Tagesaufenthalten, medizinische Versorgung, Kleidung, 
Essen etc. 
Auch bildet die Humanitäre Winterhilfe als zusätzliches niederschwelliges 
ganztägiges (24/7) Aufenthaltsangebot  einen wichtigen Baustein zu den 
regulären Angeboten der Winterhilfe. Aus unterschiedlichen Gründen kann oder 
möchte ein Teil der Zielgruppe die regulären Notschlafstellen nicht nutzen. 
Wenn die Temperaturen sinken , entscheiden sich dann doch die meisten 
Menschen dieser Zielgruppe für eine warme Unterkunft. An dieser Schnittstelle 
ist es erforderlich ein möglichst niedrigschwelliges Angebot bereitz uhalten, um 
einen umfassenden Erfrierungsschutz bieten zu können. 
In erster Linie dient die Winterhilfe dem Erfrierungsschutz und der 
Überlebenshilfe und soll auf niedrigschwelligem Niveau allen bedürftigen 
Menschen zur Verfügung stehen. Insofern komplettiert die humanitäre Hilfe das 
bisher bestehende Winterhilfeangebot. 
 
Gleichzeitig werden hier weitere Ziele ins Auge gefasst: 
 
 
• Aufenthalt in beheizten Räumlichkeiten 
• Milderung prekärer Lebensumstände 
• Entwicklung von Perspektiven zu einer Verbesserung der 
individuellen Lebenslage 
• Reduzierung von Obdachlosigkeit  
• Herstellen und Halten des Kontaktes zu den Betroffenen 
• Die soziale Befriedung im öffentlichen Raum 
• Vermittlung in weiterführende Hilfen durch das Clearing

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Die Übersicht der Kölner Hilfsangebote sind auf der Internetseite der Stadt Köln 
unter dem Link: Winterhilfe für Wohnungsnotfälle - Stadt Köln hinterlegt. 
 
Auch die Übersichten, um einzelne Hilfebedarfe abzudecken sind in einer 
übersichtlichen Form hinterlegt: 
- Essen und Trinken  Essen Trinken – Wohnungslos in Köln 
- Kleidung    Kleidung – Wohnungslos in Köln 
- Schlafen    Schlafen – Wohnungslos in Köln 
- Seelsorge    Seelsorge – Wohnungslos in Köln 
- Beratung    Beratung – Wohnungslos in Köln 
- Hygiene und Duschen  Hygiene Duschen – Wohnungslos in Köln 
- Wäsche waschen   Wäsche waschen – Wohnungslos in Köln 
- Medizinsche Versorgung Medizinische Versorgung – Wohnungslos in Köln 
- Internet/Wlan   Internet WLAN – Wohnungslos in Köln 
- Strom/Geräte laden  Strom Geräte laden – Wohnungslos in Köln 
- Streetwork/Platte   Streetwork Platte – Wohnungslos in Köln

Beantwortung einer Anfrage (BV)

7556 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 
 1911/2026 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 25.06.2026 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Grünen Fraktion aus der BV1 
(AN/1112/2026) vom 25.06.2026 betreffend "Umsetzung von Sofortmaßnahmen im 
Rahmen der Suchthilfe Innenstadt" 
 
Mit der Anfrage AN/1112/2026 stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die folgenden Fra-
gen: 
 
1. Welche konkreten Maßnahmen zum Schutz vor Hitzefolgen – insbesondere Dehydrie-
rung, Sonnenbrand und Hitzeerschöpfung – stehen Menschen mit Suchterkrankungen 
und Menschen ohne Wohnung derzeit zur Verfügung (z. B. Trinkwasserversorgung, 
Schattenplätze, Kühlungsangebote, Sonnencreme)? 
2. In welchem Umfang werden aufsuchende Hilfsangebote (Streetwork, Beratung, medi-
zinische Versorgung) angesichts der Hitzelage aktuell bereitgestellt oder kurzfristig 
ausgeweitet? 
3. Welche Hygiene- und Versorgungsinfrastruktur (Duschen, Waschmöglichkeiten, öffent-
liche Toiletten) steht den Betroffenen aktuell zur Verfügung, und welche Erweiterungen 
sind kurzfristig vorgesehen? 
4. Wie ist der Umsetzungsstand der mit AN/0786/2026 angeregten Sofort- und Interims-
maßnahmen, und bis wann ist jeweils mit deren Realisierung zu rechnen? 
 
Die Verwaltung teilt dazu folgendes mit: 
 
Zu Frage 1 
 
Grundsätzlich sind alle Hitzeschutz-Maßnahmen der Verwaltung und der freien Träger der 
Kölner Wohnungslosenhilfe im „Klimaschutzleitfaden für Obdach- und Wohnungslose“ darge-
stellt (siehe Anhang), welcher im Frühjahr 2026 finalisiert und in der AG Wohnungslosenpolitik 
vorgestellt und verteilt wurde. Dieser „Klimaschutzleitfaden“ unterstützt und beschreibt detail-
liert konkrete Maßnahmen auch mithilfe eines „kleinen Ersthelferleitfadens“ alle ehrenamtli-
chen und professionellen Helfer im Hilfesystem der Kölner Wohnungslosenhilfe. Zusammen-
fassend sei hier hervorgehoben: In den Angeboten der Kölner Wohnungslosenhilfe – 13 Ta-
gesaufenthalte und 6 Notschlafstellen für wohnungslose Menschen verteilt im Kölner Stadtge-
biet (links- und rechtsrheinisch) – sowie vom Streetwork werden grundsätzlich Trinkwasser 
sowie Sonnenschutz (Schirm/Sonnencreme/Kopfbedeckung) und Aufklärung über die Gefah-
ren der extremen Hitze und Sonne angeboten. Hinzu kommen 15 Trinkwasserbrunnen und

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zusätzlich Wasserausschank bei entsprechend gekennzeichneter Gastronomie (Refill-Logo). 
 
Im Zuge der Hitzeaktionsplanung ist das Kölner Hitze-Portal erstellt worden, welches Informa-
tionsangebote und Hitzetipps auf www.stadt-koeln.de/hitzeportal für vulnerable Gruppen bün-
delt. Hierzu gehört auch die Karte der Kühlen Orte, die laufend ergänzt wird und die Angebote 
inhaltlich und mit Standortangabe beschreibt. 
 
Die Straßensozialarbeiter*innen des Aufsuchenden Suchtclearings (ASC) sind an den Treff-
punkten der offenen Drogenszene im ganzen Stadtgebiet präsent. Sie nehmen Kontakt zu 
drogengebrauchenden Menschen im öffentlichen Raum auf, klären einen möglichen Hilfebe-
darf und vermitteln ins weiterführende Hilfesystem.  
 
Gerade bei den aktuellen Temperaturen informiert das ASC über verschiedenste Angebote 
zum Thema Trinkwasserversorgung, Hitzeschutz, Ruhemöglichkeiten sowie medizinische 
Versorgung. Dazu zählen Informationen über Standorte der Trinkwasserversorgung, Ausgabe 
von wiederverwendbaren Trinkflaschen, Hinweise auf Kontaktstellen mit Wasserversorgung 
und Ruhemöglichkeiten 
 
Zu Frage 2 
 
Streetwork verteilt immer an sehr heißen bzw. sonnigen Tagen auch schon vor offiziellen Hit-
zewarnungen noch mehr und proaktiv gefüllte Wasserflaschen insbesondere rund um den 
Hauptbahnhof/Dom/Breslauer Platz. Ebenso werden besonders gefährdete Personen (betrun-
ken/eingeschlafen) aus der prallen Sonne in den Schatten befördert, um einem Hitzeschlag 
und einer Dehydrierung vorzubeugen. Sonnenschutz (Schirm/Sonnencreme/Kopfbedeckung) 
wird im Zusammenhang mit Aufklärung über die aktuelle Situation und deren Gefahren ange-
boten. 
 
Das ASC ist von Montag - Freitag in einem Zeitraum von 8:00-18:00 Uhr im Einsatz. 
 
Zu Frage 3 
 
Auf der durch die Stadt Köln (teil)finanzierten Internetseite wohnungslos-in-koeln.de findet 
sich eine besondere Seite genau zu dieser Frage: Hygiene Duschen – Wohnungslos in Köln: 
Sowohl in Angeboten mit Tagesaufenthalt als auch in allen Notschlafstellen stehen – über die 
Stadt verteilt sowie besonders engmaschig in der Innenstadt und rund um den Hauptbahn-
hof/Dom/Breslauer Platz – Duschen, Waschmöglichkeiten und Toiletten zur Verfügung. Am 
Breslauer Platz in der Kostgasse (nahe Busbahnhof/Taxistand) und auch am Neumarkt ste-
hen seit diesem Jahr neue öffentlichen Toilettenanlagen zur Verfügung. 
 
Zu folgenden Stellen vermittelt das ASC: Drogenkonsumraum im Gesundheitsamt am Neu-
markt, Drogenkonsumraum und Kontaktcafé des SKM am Hauptbahnhof, Drogenkonsum-
raum und Kontaktladen von vision in Kalk, Kontaktladen des SKM in der Victoriastr., Überle-
bensstation Gulliver von KALZ am Hauptbahnhof. 
 
Weiterhin gibt der ASC Hinweise zu öffentlichen Trinkwasserbrunnen, kostenlosen WC-Anla-
gen (Brennpunkttoiletten) und Duschmöglichkeiten in den Einrichtungen für drogengebrau-
chende Menschen an den verschiedenen Standorten der Stadt. 
 
Zu Frage 4 
 
Die Verwaltung nimmt zum Beschluss der BV Innenstadt wie folgt Stellung: 
 
5. bis zur Inbetriebnahme des Suchthilfezentrums am Perlengraben die Verwal-
tung mit der Wiederinbetriebnahme des mobilen Drogenhilfeangebots (Bera-
tungs-/Betreuungsbus) mit erweitertem Abend- und Nachtbetrieb (bis 24 Uhr) 
einschließlich der Wochenenden zu beauftragen.  
 
In einer Mitteilung am 17.6.2025 wurde der Gesundheitsausschuss über die Einstel-
lung des Drogenkonsumbusses als Teil des mobilen Drogenhilfeangebots informiert

3 
 
(1708/2025). Gründe sind ein nicht ausreichender Arbeitsschutz und hohe Kosten für 
Sanierung und Betrieb. 
 
6. sowie gleichermaßen ein niedrigschwelliges mobiles Hygieneangebot nach 
dem Vorbild des Hamburger Projekts „GoBanyo“ (Dusch-/Waschbus) in Koope-
ration mit freien Trägern zu etablieren. 
 
Das Einrichten eines mobilen Wasch- und Duschmobils kann aufgrund der angespann-
ten Haushaltslage nicht erfolgen. Mitarbeitende des ASC weisen auf niedrigschwellige 
Duschmöglichkeiten in den bestehenden Einrichtungen der Sucht- und Obdachlosen-
hilfe hin. 
 
7. parallel zur Realisierung des Suchthilfezentrums am Perlengraben einen struk-
turierten Standortprüf- und Beteiligungsprozess für ein zweites Suchthilfezent-
rum in der Kölner Innenstadt einzuleiten. 
 
Die Verwaltung ist momentan mit der Planung des Betriebs SHZ Perlengraben ausge-
lastet. Sobald die Planungen weitestgehend abgeschlossen sind, wird ein zweites SHZ 
linksrheinisch systematisch geplant. Punktuell werden dennoch schon jetzt einzelne 
Standorte geprüft. 
 
8. und dabei insbesondere für diese kurzfristig zu realisierenden, insbesondere 
niederschwelligen Maßnahmen die Fachbereiche Soziale Arbeit, Sozialpädago-
gik, Architektur und Design der TH Köln sowie der Universität zu Köln in diese 
Planung einzubeziehen.  
 
Die genannten Player wurden und werden nach Bedarf in die Planungen des SHZ Per-
lengraben einbezogen. 
 
Weiterhin bitten wir die Bezirksbürgermeisterin, den bereits beschlossenen Run-
den Tisch Suchthilfe Innenstadt kurzfristig einzuberufen. 
 
Die Bezirksbürgermeisterin und die Verwaltung stimmen derzeit den Termin und die 
Liste der Einzuladenden für den Runden Tisch ab. Der Termin wird kurzfristig stattfin-
den.

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Kostgasse
  • Victoriastraße
  • Breslauer Platz
  • Perlengraben
  • Neumarkt
  • Markt

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Details

Aktenzeichen
1911/2026
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
24.06.2026
Erstellt
23.06.2026 16:19