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2016/0484

Landschaftsarchitektonischer und städtebaulicher Realisierungswettbewerb Landesgartenschau 2022

Magistratsvorlage 06.12.2016

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
12.12.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung  Magistrat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0484 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 551050 
Kostenstelle: 067-010-1100 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5510-51 Sachkonto:       
 
Betreff: Landschaftsarchitektonischer und städtebaulicher Realisierungswettbewerb Lande s-
gartenschau 2022  
 
Vorlage vom: 06.12.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Durchführun g eines landschaftsarchitektonischen und städtebau - 
    lichen Realisierungswettbewerbs für das Landesgartenschaugebiet zu.  
 
2. Der Magistrat beschließt die Beauftragung eines Moderationsbüros für die Durchführung  
    eines Bürgerbeteiligungsworkshops im V orfeld der Wettbewerbsauslobung.  
 
 
 
Anlagen: Landesgartenschau 2022 Wettbewerbsgebiet  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  6. Dezember 2016  
 
  
 
Anlass: 
 
Die Stadt Darmstadt hat sich im Jahr 2015 um die Ausrichtung der 7. Hessischen Landesga r-
tenschau beworben und am 25. April 2016 den Zuschlag erhalten. Das Land Hessen hat 
Grundsätze für die Durchführung von Landesgartenschauen erlassen, die u. a. die Zielsetzung, 
das Bewerbungsverfahren, die Förderbedingungen, die Finanzierung und organisatorische Ab-
wicklung, Zeitplanung, dauerhafte Sicherung und Hinweise zu Ausstellungen, Programmen und 
Veranstaltungen regeln (Staatsanzeiger Nr. 34, 18.8.2014, Seite 697 ff). In diesen Grundsät-
zen ist unter Punkt 7.3. geregelt, dass der Bauherr (in diesem Fall die Stadt Darmstadt) unte r-
stützt durch die Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH einen 
Ideen- und Realisierungswettbewerb auf Basis der Richtlinien für Wettbewerbe (RPW 2013) 
veranlasst. Für die Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs wird eine Dauer von e i-
nem Jahr zugrunde gelegt.  
 
Geltungsbereich: 
 
Aufgrund eines Erlasses des hessischen Umweltministeriums vom 15. Juni 2016 darf der U m-
bau bereits vorhandener Grünflächen und ökologisch wertvoller Freiräume nicht alleiniger 
Schwerpunkt von Landesgartenschauen sein. Diese Vorgabe ist gemäß Erlass sowohl im Id een- 
und Realisierungswettbewerb wie auch bei der konkreten Planung zu beachten. D emnach darf 
das tatsächliche LGS-Gelände nicht, wie in der Machbarkeitsstudie dargestellt, auf die Parkan-
lage Woogpark und Rosenhöhe begrenzt werden.  
 
Insofern wurde zwischenzeitlich der Umgriff des Wettbewerbsgebietes erweitert, so dass sich 
der landschaftsarchitektonische Realisierungswettbewerb nunmehr auf die beiden Kernbere i-
che Park Rosenhöhe und TSG/Woog (zwischen Botanischem Garten und östlichem Merck s-
platz) sowie auf eine Teilfläche des Oberfeldes direkt angrenzend an den Park Rosenhöhe er-
streckt (s. beigefügte Anlage). Der städtebauliche Teil des Realisierungswettbewerbs u mfasst 
den Bereich des Ostbahnhofes, dessen Umfeld als Stadteingangssituation und Verkehrskn o-
tenpunkt dringend aufzuwerten ist.  
 
Ziel: 
 
Die Landesgartenschau trägt dazu bei, unter umweltpolitischen und ökologischen Gesicht s-
punkten gestaltete Lebensräume und Grünzonen zu schaffen, zu sichern sowie städtebauliche 
und strukturelle Defizite abzubauen. Neben der gärtnerischen Leistungsschau, die für die Be-
rufsverbände von elementarer Bedeutung sind, soll die Landesgartenschau in Darmstadt mit 
dazu beitragen, exemplarisch Lösungen für die zunehmende Verdichtung innerstädtischer 
Quartiere zu erarbeiten, die auch die Folgen des Klimawandels abmildern helfen sollen. Die 
vorhandenen Grünzüge und Parkanlagen sollen zukünftig besser miteinander vernetzt und 
aufgewertet, vorhandene Barrieren abgebaut bzw. neue Verbindungen geschaffen werden. 
Der Fuß- und Radverkehr  soll gestärkt und attraktiver ausgestaltet werden. Im Zuge der we i-
teren Planung sollen mit Unterstützung der Hochschulen und hochschulnahen Bereiche z u-
kunftsweisende und intelligente Mobilitätskonzepte für alle Bevölkerungsschichten und A l-
tersklassen, die  über die bloße Bereitstellung von Fahrradverleihst ationen, Ladesäulen  und 
Car-Sharing-Parkplätzen hinausgehen, entwickelt werden.

- 4 - 
 
 
Die Konzeption zur Landesgartenschau umfasst neben den klassischen Gartenschauthemen 
außerdem die Aspekte Biodiversität, Urban Gardening und vor allem Nachhaltigkeit.  
 
Die zu bearbeitenden Themen sind in verschiedenen Ausstellungsbereichen, die auf fachliche, 
örtliche und regionale Erfordernisse abgestellt sind, darzustellen. Die klassischen Themen von 
Landesgartenschauen (s. Durchführungsgrundsätze) umfassen: 
 
 Schaubereiche mit Frühlings- und Sommerblumen, Stauden und Gehölzen, Heilpflan-
zen, etc.  
 Ausstellungsbereiche des Garten- und Landschaftsbaus 
 Ausstellungsbereiche der gärtnerischen Fachgruppen (Zierpflanzen, Gemüsebau,  Obst-
bau, Baumschulen, Friedhofsgärtnerei) 
 Darstellungsmöglichkeiten für Haus- und Kleingärten, Siedlergärten, Nutzgärten 
 fachverwandte Bereiche wie z.B. Imkerei, Landwirtschaft, Forstwirtschaft 
 Sonderschauen zu Themen wie Umwelt, ökologische Zusammenhänge, Stadtklima und 
Klimaanpassungen sowie Naturhaushalt 
 
Über diese Freilandbeiträge ist ein breites fachliches Informationsangebot zu Themen wie z.B.  
 Haus- und Kleingärten, 
 umwelt- und ressourcenschonender Gartenbau 
 ökologischer Gartenbau 
 moderne Formen der Pflanzenverwendung 
 nützlingsschonender Pflanzenschutz 
 Blumen- und Pflanzenpflege in Haus und Garten 
 Qualitätsprodukte aus der Region 
 gesunde Ernährung 
 das grüne Klassenzimmer 
 
anzubieten. 
 
Zu den Ausstellungsbereichen gehören auch Hallenschauen mit wechselnden gärtnerischen 
und floristischen Themen, für die geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden 
müssen.  
 
Verfahren: 
 
Zur Durchführung des Wettbewerbs wurde bereits das Büro stadt.bau.plan mit dem Wettb e-
werbs- und Verfahrensmanagement beauftragt.  
 
Beabsichtigt ist die Durchführung eines landschaftsarchitektonischen und städtebaulichen 
Realisierungswettbewerbs. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht mit diesem Wettbewerb ein 
Auftrags- und Realisierungsversprechen ein. Derzeit ist noch in Prüfung, ob der Realisierungs-
wettbewerb um einen Ideenteil (ohne Auftragsversprechen) ergänzt wird.  
 
Angesprochen werden Freiraumplaner/-in, Stadtplaner/-in, Architekten/-in und Verkehrspla-
ner/-in in Arbeitsgemeinschaften unter Federführung des/der Freiraumplaners/-in.

- 5 - 
 
 
 
Dem Wettbewerb wird im Februar 2017 ein Bürgerbeteiligungsworkshop vorgeschaltet, damit 
die Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits zu einem sehr frühen 
Zeitpunkt die Möglichkeit erhalten, sich in die Planungen zur Landesgartenschau 2022 einzu-
bringen und mit dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für die Auslobung festzulegen.  
 
 
Kosten: 
 
Die Kosten für die Vorbereitung und Umsetzung des Wettbewerbsverfahrens sowie die Prei s-
gelder stehen im Haushalt des Grünflächenamtes unter der Kostenstelle 067-010-1100  zur 
Verfügung.  
 
Die Auslobung des Wettbewerbs muss spätestens im März 2017 erfolgen.  
 
 
 
Aufgestellt: 
Darmstadt, 6. Dez. 2016  
67-0/F                2900                                                     Anlage 
 
 
Dezernat I      Dezernat III 
i. V. 
   
 
 
Jochen Partsch     Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister     Stadträtin

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LGS 2022 - Wettbewerbsgebiet 1:5000

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0484
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.12.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00