Drehbrücke im Deutzer Hafen - Bauzeitverlängerung und Kostenerhöhung
Mitteilung Ausschuss 3980/2021 vom 24.11.2021
Stand: Am 09.12.2021 in der Bezirksvertretung 7 (Porz) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Anlage 2 Drehbrücke - Zusätzliche Schäden
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Beispielhafte zusätzliche Schadensbilder nach dem Entfernen der Beschichtung Fußpunkte Maschinenhaus: teilw. 90% Querschnittsverlust Vertikalträger in Fahrbahnebene: Querschnitssverlust teilw. >80%, fast alle Träger betroffen 4 Hauptdiagonalen: Abrostungen bis zu 7,5mm hinter demontierten U-Träger & teilw. massive Materialfehler Kreuzgetriebe Neufertigung wg. Verschleiß (ungenaue Nachkriegs- reparatur) Statische Ertüchtigung diverser teilw. verborgener Kriegsschäden, hier: Riss im Obergurt Aufwändigste Verstärkung Hauptlängsträger: Einzelne, innen hinter Antriebsmechanik liegende Bauteile zu 100% Querschnittsverlust Anlage 2 -
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/69/693 Vorlagen-Nummer 18.11.2021 3980/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 23.11.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.12.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz) 09.12.2021 Drehbrücke im Deutzer Hafen - Bauzeitverlängerung und Kostenerhöhung Bei der unaufschiebbaren und aufwendigen Generalsanierung der über 110 Jahre alten, denkmalge- schützten Deutzer Drehbrücke wurden während der Baumaßnahme weitere schwerwiegende Schä- den vorgefunden. Aufgrund der Besonderheiten der Brückenkonstruktion konnten diese Schäden im Zuge der vorab durchgeführten umfangreichen Bauwerksuntersuchungen nicht aufgedeckt werden. Erst nach den geplanten Demontagearbeiten, inklusive des Rückbaus der gesamten Fahrbahnkonstruktion, der Gehwege und der Kontergewichte (Ausbau von insgesamt fast 220 Tonnen Material) konnten diese Beschädigungen sowohl an den tragenden Bauteilen der großen Stahlfachwerkträger, als auch an der komplexen Drehmechanik festgestellt werden. In Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege wurden beispielsweise 13 Verti- kalträger mit speziell angefertigten Verstärkungskonstruktionen statisch ertüchtigt. Erst durch das Freilegen und komplette Sandstrahlen wurde sichtbar, dass alle vier Hauptdiagonalen verstärkt, fünf Horizontalträger ausgewechselt sowie einer der zwei Hauptlängsträger der Brücke sehr aufwendig überarbeitet werden müssen. Bei dem Ausbau der kompletten Drehmechanik, inklusive der Antriebstechnik, wurden verborgene „Not“-Reparaturen aus der Kriegszeit deutlich, die zu einem unerwarteten kritischen Verschleiß an Elementen des Antriebstrangs geführt haben und nun intensiv überarbeitet werden müssen, um den zukünftigen Betrieb dauerhaft zu gewährleisten. Des Weiteren resultiert aus diesem Verschleiß die Notwendigkeit der Fertigung eines komplett neuen Kreuzgetriebes für den Antrieb der Brücke. Das Maschinenhaus, welches ein Fachgutachter noch 2019 als nicht sanierungsbedürftig (Zitat: „Ein erneuter Restaurierungsbedarf ist zurzeit nicht zu sehen“) begutachtet hat, war aufgrund extremer Korrosionsschäden faktisch einsturzgefährdet und wird aktuell, unter denkmalpflegerischer Beglei- tung, grundlegend überarbeitet. Diese Schäden zeigten sich in Gänze nach der Demontage der höl- zernen Innenverkleidung des Maschinenhauses. Die erforderlichen Zusatzmaßnahmen im Stahlbau mit einer Massenmehrung von ca. 40 %, sowie der durch die Eingriffe in die Antriebs- und Drehmechanik notwendige Mehrbedarf an Anpassungsvor- gängen zur Ausbalancierung, Höheneinstellung und schlussendlich Inbetriebnahme der Brücke, füh- ren nach aktuellem Stand zu einer Bauzeitverlängerung von etwa 33 Wochen. Die Freigabe der Brü- cke für den Verkehr wird daher im August 2022 erwartet. Die ursprünglich geplanten Gesamtkosten von rd. 3.655.000 € gemäß Baubeschluss von 2018 sind 2 durch das Submissionsergebnis, geschuldet unter anderem durch allgemeine Baupreissteigerungen, die Marktsituation und während der weiterführenden Planung in 2019 und 2020 bereits zusätzlich erkannter Schäden, auf rd. 5.464.000 € gestiegen. Durch den oben genannten Mehraufwand ergeben sich derzeit prognostizierte Gesamtkosten für die Generalsanierung der Deutzer Drehbrücke inklusive der Planung und aller bisher bekannten Zusatzleistungen von ca. 7.633.000 €. Weitere Erläuterungen zu den Schäden und den Kosten sind in den Anlagen beigefügt. Gez. Egerer -
Anlage 1 Drehbrücke - Kostenübersicht
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Drehbrücke im Deutzer Hafen - Kostenentwicklung Begründung der Mehrkosten Baunebenkosten: 682.209,86 € Planung, Prüfstatiker, SiGeKo Baukosten: 2.972.837,18 € Ratsbeschluss v. 27.09.2018 Kosten BÜ: - € In Eigenleistung geplant 3.655.047,04 € Baunebenkosten (Planung, Prüfstatiker, SiGeKo etc.): 183.265,29 € Baukosten Brücke: 4.737.761,10 € Während der Planung wurden weitere Schäden erkannt und und in die Ausschreibungsunterlagen eingearbeitet. Die Verwaltungskalkulation (LPH3) wurde vor Ausschreibung bereits auf 4.666.006,54 € nachgerechnet Baukosten Geländer: 377.384,70 € Forderung Denkmalpflege: Jugendstilgeländer aus Hauptauftrag herausziehen, Ausführung durch spezialisierte Kunstschmiede Kosten BÜ/BOL: 165.813,74 € Stellenvakanz bei 693/3, daher externe Beauftragung Bauoberleitung inklusive Bauüberwachung (LPh 8 und 9) 5.464.224,83 € Planungskosten: 420.418,88 € HOAI-Leistung, Neuberechnung nach Erhöhung der Kostenberechnung inkl. Nachträge (NT) aus Erhöhung Lph 3, Änderung der Planung wegen denkmalpflegerischer Vorgaben 42.800,00 € NT Planung Beurteilung zusätzliche Schäden Brücke, Verstärkungskonstruktionen, Montagesicherungen, Planungsaufwand Treppenturm, etc. 160.000,00 € Planung Elektroumverlegung 3.570,00 € Vorplanung Automatisierung Baukosten Brücke: 4.737.761,10 € gemäß Bauauftrag inkl. Behebung der in der Planungsphase zusätzlich entdeckten Schäden und Vorgaben Denkmalschutz, inkl. Baupreissteigerung 2020/21 1.137.621,39 € NT Brücke zusätzliche Austauschträger, Verstärkungskonstruktionen, neues Kreuzgetriebe etc. Baukosten Geländer: 377.384,70 € 183.373,17 € NT Geländer, hoher Mehraufwand aufgrund Materialermüdung und weiteren Schäden festgestellt bei Auseinanderbau zur Restauration und bei der Werkstoffprüfung 25.000,00 € Kostenschätzung NT Maschinenhaus Kosten BÜ/BOL: 365.813,74 € Mehraufwand (Präsenz auf Baustelle, Rückberechnung auf Bausumme) 105.000,00 € NT BÜ / BOL (weiterer zusätzlicher Aufwand, Bauzeitverlängerung) Baunebenkosten: 74.157,64 € Prüfstatiker, SiGeKo Gesamtprognose: 7.632.900,62 € Kostenprognose zur Fertigstellung, Stand November 2021 Stand November 2021 Kosten Zeitpunkt Baubeschluss, September 2018 Kostenstand Zeitpunkt Submission, August 2020 Anlage 1
Beratungsverlauf
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02.12.2021
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
09.12.2021 zuletzt
TOP 10.2.8, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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