Mandari Insight

1650/2026

Dezernatsbericht 2025

Mitteilung Ausschuss 09.06.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 11.06.2026, TOP 14.9

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1 - Dezernatsbericht Dez V

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

804 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/V 
 
Vorlagen-Nummer 09.06.2026 
 1650/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 11.06.2026 
 
Dezernatsbericht 2025 
Mit vorliegender Mitteilung stellt das Dezernat seinen „Dezernatsbericht 2025 Management – 
Strategie – Ergebnisse“ vor. Er informiert über Arbeitsergebnisse und zeigt Wirksamkeit ver-
schiedener gesetzlicher und freiwilliger, vom Rat beschlossener Maßnahmen. Er dient der 
Verwaltung und der Politik zur Reflektion des Erreichten und unterstützt künftige Ziele und 
Strategien. Der Dezernatsbericht speist sich aus dem dezernatsspezifischen Controlling, in 
dem Projekte, Kennzahlen, Entwicklungsstände sowie Indikatoren der Prozesse kontinuierlich 
erhoben werden. 
 
Gez. Dr. Rau 
 
Anlage

Anlage 1 - Dezernatsbericht Dez V

41640 Zeichen

Dezernat für Soziales,  
Gesundheit und Wohnen
Dezernatsbericht 2025
Management – Strategie – Ergebnisse

Kontakt
Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
T: 0221 221-29000
sozialdezernat@stadt-koeln.de
Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
Seite 12 : Stefan Wenz; Seite 20: Andreas Dobslaff; Seite 24: Jobcenter Köln
13-JH/046-26/Dez V/05.2026

3
Inhaltsverzeichnis
Vorwort .................................................................................................................................................... 4
Dezernatsvision und Handlungsfelder ........................................................................................... 6
Unsere Ämter ......................................................................................................................................... 7
 Stabsstelle Sozialplanung/Sozialberichterstattung.................................................................. 8
 Amt für Soziales, Arbeit und Senioren .......................................................................................... 12
 Gesundheitsamt  ............................................................................................................................... 16
 Amt für Wohnungswesen ................................................................................................................ 20
 Jobcenter  ........................................................................................................................................... 24

4
Vorwort
Liebe Leser*innen, 
mit diesem Bericht stellt das Dezernat für Soziales, Gesundheit 
und Wohnen einige Themen vor, die uns im Jahr 2025  besonders 
bewegt haben. Der Bericht erscheint in einer Phase großer 
 Veränderungen, die auch unser Dezernat betrifft, das es in seiner 
jetzigen Ausrichtung nur noch bis Ende 2028 geben wird. Umso 
wichtiger ist es, auf die vielfältigen Zuständigkeiten des Dezernats 
Schlaglichter zu werfen. Sie betreffen Menschen Kölns in unter-
schiedlichen Lebenssituationen, in denen sie Hilfe, Beratung und 
Begleitung suchen und benötigen. Diese Hilfen können gesetzlich 
geregelte Geldleistungen, Behandlungs- und Beratungsangebote 
und vieles mehr beinhalten. Viele von der Stadt organisierte, 
 finanzierte oder bezuschusste Leistungen werden von Vereinen,  
der freien Wohlfahrtspflege oder anderen Institutionen erbracht. 
Das Prinzip der Subsidiarität ist dabei für uns leitend:  
Die Stadt oder der Staat halten nur dort eigene Leistungen vor oder 
erbringen diese, wenn dies kein anderer Akteur übernimmt. Unser 
Zusammenwirken mit vielen einzelnen Menschen,  Organisationen 
und Institutionen zur Hilfeerbringung gegenüber einzelnen 
 Menschen ist deshalb ein wesentliches Merkmal unserer Arbeit.
Die von uns verantworteten Gesamtausgaben in Höhe von rund  
1,6 Milliarden Euro sind rund 25 Prozent der Gesamtausgaben 
unserer Stadt. Im Blick auf die Folgejahre wird deutlich, dass uns die 
zurückgehenden Geldmittel vor immer größere Herausforderungen 
stellen werden. Uns, die gesamte Stadtgesellschaft.
In Zeiten, in denen unsere finanziellen und damit personellen 
Spielräume immer kleiner werden, ist es notwendig, dass wir 
 Verwaltungsabläufe noch viel schneller verschlanken, auto-
matisieren und digitalisieren und damit für die Bürger*innen wie 
auch für uns in der Verwaltung vereinfachen. Ohne den Einsatz 
von künst licher Intelligenz wird es in Zukunft nicht  möglich sein, 
einzelne wichtige Leistungen und Angebote aufrecht zu erhalten. 
Dafür werde ich bei Verwaltung und Politik noch intensiver als bis-
her werben und bin froh, dass wir bei einzelnen Prozessen bereits 
erfolgreich sind und die Erfahrungen bei der Optimierung anderer 
Aufgaben verwenden können.
Dr. Harald Rau
Beigeordneter für  
Soziales, Gesundheit 
und Wohnen

5
Wie Sie in den Interviews mit unseren Amtsleitenden auf den 
nächsten Seiten lesen, haben wir uns schon seit längerem auf den 
Weg gemacht, uns mit allen Ämtern zukunftssicher aufzustellen.
Im Berichtsjahr hat sich der Rat der Stadt neu  zusammengefunden. 
Es ist eine gute Erfahrung, dass die jetzigen, wie auch schon die vor-
ausgehenden Ratsfraktionen den sozialen- und Gesundheits themen 
sowie dem Wohnen einen sehr großen Stellenwert eingeräumt und 
viele Ratsbeschlüsse einmütig getroffen haben. Das untermauert, 
dass wir eine Stadt des gelebten  Miteinanders  gestalten, eine Stadt, 
in der wir füreinander da sind. Und es unterstützt unsere Dezernats-
vision und  erfolgreiches Gestalten in unseren Handlungsfeldern, die 
wir Ihnen in diesem Bericht  vorstellen. Zur wirksamen und voraus-
schauenden Steuerung  unserer Aufgaben und Kernprozesse haben 
wir ein mit  Kennzahlen arbeitendes Steuerungssystem aufgebaut 
und ständig weiterentwickelt.
Ich bin den Mitarbeitenden des Dezernats, den Mitgliedern 
des Rats und der für uns zuständigen Ausschüsse, den mit uns 
 kooperierenden Institutionen, den vielen Menschen, die sich ehren-
amtlich engagieren und den vielen Akteur*innen der Stadtgesell-
schaft sehr dankbar für das gute Miteinander und die gegenseitige 
Unterstützung. Ich freue mich, wenn Berichte, wie der vorliegende, 
Anregung und Kraft für die zukünftige Gestaltung unserer Stadt 
liefern und freue mich auf Ihr Mitmachen und über Ihre Wirkung in 
unserem sozialen Köln.
Ihr
Dr. Harald Rau
Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen

alle Menschen in einer 
 Wohnung wohnen  können, 
auch obdachlose  Menschen 
und Menschen, die als 
 Geflüchtete nach Köln 
 kommen, und dafür, dass 
bezahlbarer Wohnraum zur 
 Verfügung steht.
Gesundheits gerechtigkeit 
besteht, also das Gesund-
heitswesen sowohl in 
 Krisen- als auch in „normalen“ 
Zeiten auch für Menschen in 
 besonderen Lebens situationen 
und mit  geringerem Bezug 
zu Gesundheitsthemen 
und -dienst leistungen zur 
 Verfügung steht und eine 
hohe fachliche Qualität und 
die gesetzlichen Bedingungen 
erfüllt.
Stadtteile und Quartiere, in 
denen eine gute Entwicklung 
der Lebensqualität ihrer 
Menschen eingeschränkt ist, 
besondere Maßnahmen und 
Unterstützungsleistungen 
erfahren.
der soziale Zusammenhalt 
in unserer Stadtgesellschaft 
gestärkt wird. 
Menschen bezahlte, sozial-
versicherungspflichtige und 
gute Arbeit haben und sich 
hierin weiterentwickeln können.
Menschen in besonderen 
Lebenslagen in ihrem 
Unterstützungsbedarf Hilfe 
 erfahren und sie die gesetzlich 
vorge sehenen und darüber 
hinaus vom Rat der Stadt Köln 
beschlossenen Hilfen erhalten.
Menschen an allen 
 wesentlichen Aspekten unseres 
Lebens teilhaben können und 
daran, vorhandene Barrieren zu 
senken.
Dezernatsvision und Handlungsfelder
Wir arbeiten dafür, dass
6

Stabsstelle Sozialplanung/Sozialberichterstattung→
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren →
Gesundheitsamt →
Amt für Wohnungswesen→
Jobcenter →
7
Unsere Ämter

8
Stabsstelle Sozialplanung  
Sozialberichterstattung
Warum braucht das Dezernat eine eigene Stabsstelle 
 „Sozialplanung/Sozialberichterstattung“?
Wir analysieren die soziale Lage der Kölner*innen und beraten 
den Beigeordneten bei der konsequenten Ausrichtung an der 
Vision und den strategischen Zielen unseres Dezernats. Auf 
Grundlage unserer Analysen können Ämter und Dienststellen ihre 
 Angebote fort laufend überprüfen, weiterentwickeln und bei Bedarf 
gezielt nachsteuern. Seit dem vergangenen Jahr nutzen wir ein 
 Steuerungs-Cockpit, das einen transparenten Überblick unserer 
Ziele und Ergebnisse ermöglicht. Dabei geht es um mittelfristige 
aber auch um kurzfristige operative Steuerung. Entscheidend ist 
eine integrierte, ganzheitliche Betrachtung.
Was bedeutet das konkret?
Dass wir alle Problemlagen der Bürger*innen im Blick haben. Diese 
sind ja komplex und verändern sich im Laufe des Lebens. Wenn 
wir beispielsweise auf die Einkommensentwicklung der 35- bis 
65 -jährigen Bevölkerung heute schauen, gibt uns das Hinweise auf 
die Einkommenssituation dieser Menschen als Senior*innen morgen. 
Unsere Aufgabe ist es, Angebote weiter zu entwickeln oder anzu-
passen, die gesundheitliche, soziale und berufliche Teilhabe fördern. 
Übrigens erfüllen wir mit unseren Aufgaben zum allergrößten Teil 
gesetzliche Pflichten. Aber in der Umsetzung haben wir Spielraum. 
Auch dafür ist eine übergeordnete Perspektive wichtig.
Ein Beispiel bitte.
Beispiel Hilfe zur Pflege. Der gesetzliche Grundsatz hier lautet 
„ambulant vor stationär“ . Das wünscht sich nicht nur der Gesetz-
geber, sondern wir Bürger*innen wollen das auch: am liebsten so 
lange wie möglich zu Hause leben. Und ambulante Leistungen 
sind häufig wesentlich günstiger als stationäre. Um dem gerecht 
zu werden, beraten wir und geförderte Träger ältere Menschen 
dabei, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Ein 
 weiteres Beispiel ist die Versorgung von wohnungs- und obdach-
losen Menschen. Wir sind nach dem Ordnungsbehördengesetz 
 verpflichtet, obdachlose  Personen unterzubringen. Aber unser 
Günter Schlanstedt 
Leiter Stabsstelle  
Sozialplanung/ 
Sozialberichterstattung
Interview mit Günter Schlanstedt

9
Kampf gegen Wohnungslosigkeit verfolgt ja ein langfristiges Ziel, 
bis 2030 Wohnungslosigkeit zu beseitigen. Und das schaffen wir 
nur mit einem ganzheitlichen Ansatz. Einen Überblick, in dem 
 solche Zusammenhänge deutlich werden, wollen wir 2026 mit dem 
2. Lebenslagenbericht bieten.
Was ist das Besondere an dieser Analyse?
Sie liefert gleichwohl eine gesamtstädtische, eine kleinräumige und 
eine integrierte Betrachtung der Lebenssituation der Kölner*innen. 
Diese Studie, die das Kölner Institut für Sozialforschung und Gesell-
schaftspolitik für uns erstellt, gibt uns unter anderem Aufschluss 
über Alter, Bildungstand, Bildungsdurchlässigkeit, Gesundheit, 
 Beschäftigung. Hier werden Entwicklungen und gegebenenfalls 
Handlungs bedarfe deutlich, die wir mit unseren Partner*innen 
umsetzen möchten. Ein konkretes Projekt ist die „Gesundheits-
region Köln Nord“ , das wir aktuell aus Fördermitteln des Landes 
aufbauen und mit dem wir die Versorgungsstruktur in Chorweiler 
und Nippes stärken werden.
Unsere Aufgaben
• Analyse der Lebenslagen der Kölner Bevölkerung
• Bewertung der Entwicklungen nach Alters- und 
Bevölkerungsgruppen
• integrierte Planung und Steuerung von Unterstützungs-
leistungen für die Bevölkerung 
• kooperatives Fördermanagement von Angeboten freier Träger
• kleinräumige Planung und Vernetzung von Angeboten in 
den 15 Sozialraumgebieten der Stadt
9 Mitarbeitende
8,5 Vollzeitäquivalente

10
Zahlen – Daten – Fakten
Ziele und Strategien
Auf der Grundlage des 1. Kölner Lebens-
lagenbericht aus dem Jahr 2020 
hat die Stabsstelle Sozialplanung/
Sozialberichterstattung die Ziele und die 
Heraus forderungen für die strategische 
Sozialplanung entwickelt. Darin sind 
 insgesamt 11 Herausforderungen in den  
15 Sozialraumgebieten der Stadt 
 identifiziert worden: der demographische 
Wandel, Gesundheit von Kindern und 
Jugendlichen, Bildungsgerechtigkeit, beruf-
liche Chancen, Familien- und Kinderarmut, 
Teilhabechancen von Menschen mit inter-
nationaler Familiengeschichte, Inklusion, 
Lebenslagen älterer, insbesondere armuts-
gefährdeter Menschen, gesellschaftliche 
und politische Einbindung, bedarfsgerechte 
Wohnangebote zur Verbesserung der 
Lebensbedingungen und der Teilhabe-
chancen. Für diese Herausforderungen 
wurden die Ziele der Stadt beschrieben und 
– sofern verfügbar – Indikatoren benannt, 
mit deren Hilfe die Entwicklungen bewertet 
werden können.
So soll beispielsweise die Kindergesundheit 
verbessert werden. Hinweise auf den Bedarf 
gibt der Anteil der Kinder mit Mindestüber-
gewicht, der bei den Schuleingangsunter-
suchungen erhoben wird. Im Jahr 2018 
waren 11 % der untersuchten Kinder 
 mindestens übergewichtig, in den Sozial-
raumgebieten sogar 15,8 %. Ziel war es, 
diesen Anteil bis 2030 zu verringern, was in 
den Sozialraumgebieten gelungen ist:  
Dort lag er im Jahr 2023 bei 13,6 %.
Ein anderes Ziel ist die Steigerung der 
Wahlbeteiligung in den Sozialraumgebieten. 
Diese lag deutlich unter der anderer Stadt-
teile und konnte im Jahr 2025 deutlich 
gesteigert werden.
Kleinräumige Sozialplanung – 
 Verbesserung der Lebensbedingungen  
in den 15 Sozialraumgebieten 
Mit dem städtischen Programm 
„Lebenswerte Veedel – Bürger*innen und 
Sozialraumorientierung in Köln“ arbeitet die 
Stadt an der Verbesserung der Lebenslagen 
und Teilhabechancen der Bewohner*innen 
von 15 besonders herausgeforderten 
Sozialraumgebieten. Diese sind über das 
Stadtgebiet verteilt. 
In diesen Sozialraumgebieten wird 
mit kleinräumigen Analysen von 
sozialstatistischen Daten und unter 
Beteiligung der Bewohner*innen an 
Verbesserungen der Lebensbedingungen 
gearbeitet. Beispiele für Projekte sind 
die Verbesserung der Kinder- und 
Jugendgesundheit (2021 bis 2026) sowie 
die Demokratieförderprojekte, die von den 
Sozialraumkoordinator*innen umgesetzt 
wurden.
Soziale Infrastruktur
Insbesondere für die Sozialraumgebiete und 
für spezielle Zielgruppen wurde eine Web-
site mit allen Angeboten und Einrichtungen 
erstellt, die hier durchsucht werden kann: 
https:/ /so-in.stadt-koeln.de/in.koeln

11
KÖLN
Höhenhaus/
Dünnwald
Buchheim/
Holweide
Mülheim-Nord/
Keupstr.
Buchforst/
Mülheim
Blumenberg/
Chorweiler/
Seeberg-Nord
Humboldt/
Gremberg
Bocklemünd/
Mengenich
Bickendorf/
Ossendorf
Bilder-
stöckchen
Kalk
Ostheim/
Neubrück
Höhenberg/
Vingst
Porz-Mitte/
Urbach
Meschenich/
Rondorf
Porz-Ost/
Finkenberg/
Gremberghoven/
Eil
Programm „Lebenswerte Veedel“
© Stadt Köln – Amt 23, RVR (dl-de/by-2-0), ALKIS/ATKIS NRW (dl-de/zero-2-0), OSM (ODbL), 2025 KT020-IN

12
Amt für Soziales, Arbeit 
und Senioren
Der demografische Wandel schreitet stetig voran.  
Welche Auswirkungen hat er auf das Kölner Sozialamt?
Der demografische Wandel zeigt sich nicht nur darin, dass mehr 
 Menschen zu uns kommen, die Leistungen beantragen, zum Beispiel 
für Grundsicherung im Alter, Pflegeleistungen oder Eingliederungs-
hilfe, um nur einige zu nennen, sondern auch darin, dass in den 
 nächsten Jahren viele erfahrene Kolleg*innen in den Ruhestand gehen 
werden. Hinzu kommt, dass die Problemlagen unserer  Kund*innen 
komplexer werden. Die Menschen kämpfen mit finanzieller Not, 
drohendem Wohnungsverlust, Pflegebedarf und Schwierigkeiten, 
eine Arbeit zu finden und zunehmenden psychischen Problemen. Die 
Menschen haben unterschiedliche Anliegen.
Wie können Sie dem gerecht werden?
Um die Daseinsvorsorge für die Menschen sicherstellen zu können, 
müssen wir unsere Arbeit konsequent an den Bedürfnissen unserer 
Kund*innen ausrichten und den Zugang zu unseren Leistungen so 
einfach wie möglich gestalten. Langfristiges Ziel ist es, dass wir eine 
rechtskreisübergreifende Beratung anbieten können. Ein Beispiel: 
Wenn wir in einem Gespräch mit einer Person erfahren, dass neben 
dem Bedarf an Sozialleistungen vielleicht ein Wohnungsverlust 
droht, eventuell verbunden mit einem Pflegebedarf, dann wollen 
wir dieser Person nicht einfach nur sagen, welche Dienststelle 
zuständig ist. Stattdessen möchten wir sie direkt und nahtlos an die 
richtigen Stellen übergeben.
Haben Sie dafür die entsprechenden Ressourcen?
Das ist eine riesengroße Herausforderung. Wir spüren den Fach-
kräftemangel ja jetzt schon, wir haben einen angespannten Haushalt 
und in den nächsten Jahren gehen – wie schon gesagt – etliche 
 langjährige Mitarbeitende in den Ruhestand. Wir arbeiten bereits 
daran, das unverzichtbare Knowhow unserer  erfahrenen  Kolleg*innen 
zu bewahren und den Wissenstransfer so gut wie  möglich zu 
 organisieren. Aber das reicht nicht. Wir müssen uns zukunftssicher 
aufstellen, um unsere Aufgaben bewältigen zu können.
Ursula Hähner
Leiterin 
Amt für Soziales,  
Arbeit und Senioren
Interview mit Ursula Hähner

13
Wie könnte das in der Praxis aussehen?
Wir werden Aufgabenbereiche zusammenlegen, um effektiver 
und flexibler zu werden. In unseren Außenstellen sind wir schon 
erste Schritte gegangen. Zukünftig wollen wir für alle Stadtteile 
unseren Leistungsbereich, also die Antragsbearbeitung, zentral 
steuern. Gleichzeitig sind wir, wie gewohnt, in den Veedeln für 
die Menschen da. Also kurz: Beratung und Antragsannahme vor 
Ort, Antrags bearbeitung zentral – im Backoffice, wenn man so 
will. Für unsere Bürger*innen in Mülheim und Kalk arbeiten wir 
bereits nach diesem Prinzip. Wir lernen dabei viel und das hilft 
uns für die  weiteren Schritte. Bei all diesen Entwicklungen ist eine 
bürger*innen orientierte Digitalisierung ein unbedingt erforderlicher 
Baustein. Auch die nun geplante Sozialstaatsreform greift diese 
Überlegungen auf, um die Beantragung wie auch die Gewährung 
von Leistungen einfacher und verständlicher zu machen.
Unsere Aufgaben
• Wirtschaftliche Hilfen
• strukturelle- und Einzelfallhilfen für Senior*innen und  
Menschen mit Behinderung
• Bildung und Teilhabe/Kölnpass
• Arbeitsmarktförderung
• Bürgerhäuser und Bürgerzentren
• Wohnungsnotfälle
922 Mitarbeitende
749 Vollzeitäquivalente

14
Zahlen – Daten – Fakten
Sozialleistungen
In 9 Außenstellen bewilligen rund 160 
Mitarbeitende Sozialleistungen, wie Hilfe 
zum Lebensunterhalt, Grundsicherung 
für  Personen über 65 Jahre sowie für 
Menschen mit Erwerbsminderung. Weitere 
wesentliche Leistungen sind Hilfen zur 
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, 
Eingliederungshilfe, Asylbewerberleistungen 
und Unterhaltsvorschuss.
Wohnen
Ein drohender Wohnungsverlust ist für 
die Betroffenen eine psychisch  extrem 
belastende Situation. Die Gründe 
können vielfältig sein. Überschuldung, 
psychische Probleme und Erkrankungen, 
 Sucht erkrankungen oder Lebenskrisen 
aller Art. Wird ein Wohnungsverlust nicht 
verhindert und die Betroffenen haben 
keine Selbst hilfemöglichkeiten, droht 
Wohnungslosigkeit.
Bei drohendem Wohnungsverlust  versucht 
die Fachstelle Wohnen, die Wohnung 
zu erhalten und gegebenenfalls eine 
neue Wohnung zu vermitteln aus dem 
 Wohnungsbestand, auf den die Stadt Köln 
Zugriff hat.
Ein wichtiger Baustein ist die Prävention. 
Hier erfolgen zum Beispiel Mietrückstands-
übernahmen, die Vermittlung von weiter-
gehenden Hilfen, wie zum Beispiel die 
Schuldnerberatung, die Vermittlung von 
alternativem Wohnraum, wenn das Miet-
verhältnis nicht gerettet werden konnte oder 
die  Versorgung mit Notunterkünften, wenn 
kein alternativer Wohnraum angeboten 
werden konnte.
Im Jahr 2025 konnte die Abteilung für 
 Wohnungsnotfälle 477 Wohnungen für 
1.049 Personen neu vermitteln. Die Leistung 
der Prävention hat eine hohe  Wirksamkeit. 
Das zeigt zum  Beispiel die sinkende 
Zahl der  tatsächlichen  Räumungen bei 
stetig  wachsender Klagebereitschaft der 
 Vermietenden (siehe Tabelle auf Seite 15).
0
3.000
6.000
9.000
12.000
15.000
18.000
21.000
24.000
27.000
7.548
4.011
23.880
Personen, die Leistungen zur 
 vollstationären Pflege beziehen
Jahresdurchschnitt
Asylbewerberleistungsempfänger*innen  
Jahresdurchschnitt 
SGBXII-Leistungsempfänger*innen 
(Grundsicherung im Alter) 
Jahresdurchschnitt 
2020
0
3.000
6.000
9.000
12.000
15.000
18.000
21.000
24.000
27.000
4.482 3.894
25.811
2025

15
Pflege
Zukunft Pflege Köln
Innerhalb des Programms „Zukunft 
Pflege Köln“ entwickeln wir gemeinsam 
 Maß nahmen gegen den Pflegenotstand. 
Dies tun wir in mehreren Handlungsfeldern 
und mit unterschiedlichen Projekten. 
Hier konzentrieren wir uns jeweils auf die 
Bereiche, die für eine funktionierende 
 Pflegeinfrastruktur notwendig sind: 
 Fachkräfte, Flächen und Immobilien, 
 Innovation. Im Handlungsfeld Flächen 
und Immobilien arbeiten wir mit anderen 
Dezernaten zusammen. Wichtig ist uns, 
dass die quartiersbezogenen Angebote die 
ambulante, teilstationäre oder voll stationäre 
Pflege unterstützen mit dem Ziel, dass sich 
der Eintritt der Pflegebedürftigkeit verzögert.
Ein wichtiges Ergebnis ist, dass der Rat der 
Stadt Köln im Frühjahr 2024 beschlossen 
hat, dass bei Großprojekten mit mindestens 
500 Wohneinheiten eine stationäre Pflege-
einrichtung zu planen und umzusetzen ist.
ProServicePflege 
Das Projekt ProServicePflege hat das 
Ziel, die Beratung und Beantragung 
von  Leistungen für die „Hilfe zur Pflege 
in  Einrichtungen“ mit Blick auf die 
 Bürgerfreundlichkeit, als beschleunigtes 
und digitales Verfahren  (Bearbeitungsstand 
des Antrags) zu  optimieren. Der  besondere 
Fokus liegt hierbei auf Beratung, 
 Digitalisierung und Transparenz.
Einzelne Prozessschritte im Verfahren 
werden schrittweise automatisiert 
und  KI-unterstützt digitalisiert, wo es 
 sinnvoll und möglich ist. Durch mehr 
 Transparenz wird die Zufriedenheit bei den 
 Bürger*innen, den Mitarbeitenden und 
den Trägern erhöht. Ein  beschleunigtes 
Antrags verfahren soll die finanzielle 
Handlungsfähigkeit der Leistungs erbringer 
bewahren und damit zum Erhalt und 
 Ausbau der Einrichtungsträger beitragen. 
Unsere Sozialverwaltung erprobt derzeit 
gemeinsam mit der Diakonie Michaels-
hoven und dem Startup „myo“ den Einsatz 
und die Wirkung von agentischer KI. Dieses 
Projekt hat das Bundes ministerium für 
Digitales und Staatsmodernisierung als 
eines von insgesamt 18 Projekten von 600 
Bewerber*innen für den „Agentic AI Hub“ 
ausgewählt.
2022 2023 2024 2025 Entwicklung in %
Klagen 1.038 1.195 1.292 1.331 plus 24 
Räumungstermine 1.454 1.267 1.299 1.197 minus 11 
dauert aktuell4 Monate
die Bearbeitungsdauer von  
Anträge auf vollstationäre Hilfen

16
Gesundheitsamt 
Das Kölner Gesundheitsamt befindet sich mitten in einem 
Change-Prozess. Mit welchem Ziel? 
Wir wollen unser Gesundheitsamt zukunftssicher aufstellen. Eine 
gesundheitliche Chancengleichheit ist uns ein hohes Anliegen. 
Das Kerngeschäft des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist die 
Stärkung der Prävention, der Gesundheitsschutz und der Blick auf 
vulnerable Gruppen in unserer Stadtgesellschaft. Unsere Ressourcen 
werden wir so einsetzen, dass wir die Gesundheit der Bürger*innen 
fördern und schützen können. Die Herausforderung besteht darin, 
bei reduzierten Ressourcen, schwieriger Haushaltslage und Fach-
kräftemangel Änderungen in den Prozessen so zu gestalten, dass wir 
gleichwohl die Bürger*innen und die Mitarbeitenden mitnehmen. 
Wie kann das gelingen?
Durch Priorisierung, hoch qualifiziertes Personal und modernes 
Management, das wir kontinuierlich verbessern. Pandemie planung 
und Krisenmanagement, Änderungen in der Gesundheit der 
 Bevölkerung, z.B. seelische Belastungen, Medien und Veränderungen 
in der Gesundheitskompetenz brauchen eine stetige Datenanalyse 
und strategisches Controlling. So können wir permanent Ent-
wicklungen nachvollziehen, Wechselwirkungen zwischen externen 
Einflüssen feststellen und  Angebote und Gesundheitsstrukturen 
zielgerichteter steuern. 
Gibt es schon spürbare Verbesserungen für die Bürger*innen? 
Ja, Beispiele dafür gibt es in der Digitalisierung von Prozessen und 
Angeboten: die digitale Teilnahme an unseren Belehrungen, die 
elektronische Terminvergabe für die Sprechstunde zu sexuell über-
tragbaren Krankheiten, die Kommunikation bei meldepflichtigen 
Infektionserkrankungen oder eine app-basierte Indoor-Navigation 
in unserem Amt. Unsere digitalen Angebote wollen wir natürlich 
ausweiten. Dabei behalten wir die Bedarfe der Bürger*innen im 
Blick. Nicht jede*r wünscht jede Dienstleistung digital. Wir haben 
viele Kund*innen, die das persönliche Gespräch vorziehen. Auch als 
öffentlicher Gesundheitsdienst mit digitalen Angeboten bleiben wir 
nah an der Bevölkerung. 
Dr. Margot Denfeld
Leiterin  
Gesundheitsamt
Interview mit Dr. Margot Denfeld

17
Auch der öffentliche Gesundheitsdienst hat mit Fachkräftemangel 
zu kämpfen.
Das ist richtig und das geht soweit, dass wir Sorge haben, 
unsere Aufgaben nicht so weiter erfüllen zu können wie bisher. 
Das Gesundheitsamt muss für die vielfältigen medizinischen 
 Professionen weiterhin inhaltlich wie finanziell im Vergleich zu 
anderen Gesundheitssektoren attraktiv bleiben. Aber es gibt auch 
positive Einwicklungen. Seit Ende 2025 können Medizinstudierende 
eine Station ihres Praktischen Jahres bei uns im Gesundheitsamt 
absolvieren und der öffentliche Gesundheitsdienst wird Teil der 
medizinischen Ausbildung. Über eine  Brückenprofessur mit der 
Universität zu Köln gelangt frühzeitig das Wissen um  Prävention, 
Gesundheitsschutz und die Bevölkerungsmedizin aus der Gesund-
heitsamts-Praxis in diverse Studiengänge. Beides hilft dem Image 
des öffentlichen Gesundheitsdienstes und stärkt ihn als unverzicht-
baren Teil der Versorgungsstruktur in unserer Stadt.
Unsere Aufgaben
• Gesundheitsplanung und -förderung 
• Medizinalwesen, amtsärztlicher Dienst
• Infektions- und Umwelthygiene
• Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
• Soziale Psychiatrie
• Gesundheitshilfen
495 Mitarbeitende
441 Vollzeitäquivalente*
* inklusive 86 befristet (ÖGD-Pakt)

18
keine Angabe/ungeklärt
Sozialamt
private Krankenversicherung
keinen Versicherungsschutz
gesetzliche Krankenversicherung
Zahlen – Daten – Fakten
Suchthilfe
Die Stadt Köln Stadt Köln setzt mit dem 
Drogenhilfekonzept 2020 bereits gezielt 
auf den Ausbau niedrigschwelliger 
 Angebote für Konsument*innen illegaler 
Substanzen. Das aufsuchende Sucht-
clearing (ASC), Angebot der aufsuchenden 
Sozialarbeit und Kooperationsprojekt 
 zwischen Stadt und Freier Wohlfahrts-
pflege, wurde deutlich intensiviert. Eine 
Vermittlung erfolgt unter anderem in die 
Drogenkonsumräume der Stadt.
Suchthilfezentrum
Obwohl die Angebote Wirkung zeigen, ist 
eine Weiterentwicklung nötig geworden, 
weil sich die Situation um die offene 
Drogenszene in Köln in den vergangenen 
Monaten zugespitzt hat, was vor allem auf 
den stark zunehmenden Crack-Konsum 
zurückzuführen ist.
Das erste Kölner Suchthilfezentrum soll im 
Perlengraben in der Innenstadt entstehen. 
Infos unter: https:/ /meinungfuer.koeln/
suchthilfezentrum-am-perlengraben
Substitutionsambulanz
Ziel der Substitutionsbehandlung, somit 
der Vergabe von Drogenersatzstoffen, 
ist primär die Sicherung des Überlebens 
sowie die gesundheitliche, psychische und 
soziale Stabilisierung der  Patient*innen. 
Die  Substitutionsambulanz hat eine 
Konsumvorgänge49.736
insgesamt von 1.205 
 Konsumierenden (178 weiblich, 
1.021 männlich, 6 divers) in 2025
Patient*innen296
wurden behandelt, davon  
236 männlich, 60 weiblich.
Mindestkapazität von 280 Behand-
lungsplätzen, davon bis zu 80 Plätze für 
Diamorphinbehandlung.
0,6 %
49,8 %
0,5 %
34,7 %
14,4 %
Versicherungsschutz/Kostenträger  
der MMD-Patient*innen 2025 in Prozent 
(n = 1681)
Mobiler Medizinischer Dienst
Der Mobile Medizinische Dienst (MMD) des 
Gesundheitsamtes der Stadt Köln versorgt 
seit mehr als 30 Jahren wohnungslose und 
drogenabhängige Menschen in Köln.  
In 2025 hat das Team des MMD  
1.681 Patient*innen behandelt. Insgesamt 
stieg die Zahl der Behandlungskontakte auf 
9.956 (im Vergleich zum Vorjahr ein Plus 
von rund 20 Prozent).

19
Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit
Zielgruppenspezifische Angebote ver-
hindern nicht nur schwere Krankheits-
verläufe, sondern leisten zugleich einen 
entscheidenden Beitrag zur Eindämmung 
von Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis 
und Syphilis. Damit setzt die Stadt Köln ein 
starkes Zeichen für gesundheitliche  
Chancengleichheit und soziale Teilhabe.
Behandlungskontakte1.900
gab es in der niedrigschwelligen 
STI-Sprechstunde  
Klima und Gesundheit
Die Auswirkungen des Klimawandels auf 
die menschliche Gesundheit werden immer 
spürbarer. Hitze oder Starkniederschläge 
haben direkte Folgen, aber auch andere 
Risiken sind zu beobachten. So breiten 
sich zum Beispiel nicht-heimische, wärme-
liebende Tiere hier aus, wie etwa die Tiger-
mücke, die Krankheiten übertragen kann. 
Das Hitzetelefon klärt ratsuchende 
 Bürger*innen zu Folgen und Vorsorgemaß-
nahmen bei Hitze auf. Im Jahr 2025 nahmen 
484 Bürger*innen das Angebot in Anspruch. 
Das Durchschnittsalter der Anrufer*innen 
lag bei 74 Jahren.
Ein Schwerpunkt lag auf den gesundheit-
lichen Belastungen durch UV-Strahlung. 
So wurden zum Beispiel in Kooperation mit 
der Uniklinik und anderen Partner*innen 
die Kölner Freibäder mit UV-Indextafeln 
ausgestattet.
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
97
1.420
185
2025
Beratungen Kinder- und  
jugendpsychiatrischer Dienst
Erstellte Gutachten Schulfähigkeit 
Erstellte Gutachten Schulausschluss, 
Kurzbeschulung
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
49
381
80
2020
Kinder- und Jugendärztlicher Dienst
Nach den Pandemiejahren zeigt sich im 
 Kinder- und Jugendgesundheitsdienst eine 
deutliche Zunahme der Gutachtenaufträge 
nach § 43 (Überprüfung von ärztlichen 
 Attesten/Schulfähigkeit) und § 54.3 (Kurz-
beschulung/Schulausschluss) Schulgesetz 
NRW. Die Ursachen dafür sind vielfältig 
(zum Beispiel chronische Erkrankungen, 
psychosoziale Belastungsfaktoren). Nach 
der Corona-Zeit zeigt sich zudem eine 
Zunahme der Verhaltensauffälligkeiten, 
der psychosozialen  Belastungen und der 
behandlungs bedürftigen kinder- und 
 jugendpsychiatrischen Diagnosen.

20
Amt für Wohnungswesen
Der Wohnungsmarkt in Köln ist sehr angespannt. Wie kann das 
Wohnungsamt gegensteuern?
Mit allen unseren Abteilungen sind wir dafür da, die Situation in 
Köln zu verbessern. Wir bekämpfen Zweckentfremdung, wir sind 
die Bewilligungsbehörde für geförderten Wohnungsbau und 
 ermöglichen mit Wohnberechtigungsscheinen den Zugang dazu. 
Die Wohngeldstelle unterstützt bei den Wohnkosten, wir versorgen 
Menschen mit Wohnraum, die es auf dem Wohnungsmarkt schwer 
haben, wir bringen Geflüchtete und von Obdachlosigkeit bedrohte 
Menschen unter. Die Zahl der städtisch untergebrachten Geflüchteten 
hat sich übrigens stabilisiert, wenn auch auf hohem Niveau.
Das ist doch eine gute Nachricht.
Natürlich ist es gut, dass wir uns mit den aktuellen Zugangszahlen 
nicht im Krisenmodus befinden, wie wir das zuletzt nach dem Über-
fall Russlands auf die Ukraine erlebt haben. Zu dieser Zeit waren die 
damals vorgehaltenen Reserveplätze in kürzester Zeit belegt. Ich bin 
immer noch sehr froh, dass wir alle Geflüchteten versorgen konnten, 
ohne Turnhallen zu belegen. Allerdings leben in unseren Geflüchteten-
unterkünften viele Menschen, die private Mietwohnungen benötigen, 
aber nicht finden. Das Gleiche gilt für Menschen in städtischer Unter-
bringung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit. Hier wollen wir die 
Zugänge zu Wohnraum verbessern und damit auch das städtische 
Unterbringungssystem entlasten. 
Aber auch dafür ist Wohnraum nötig.
Ja, beim Thema „Wohnen“ müssen wir auch die Bedarfe wohnungs-
loser Menschen intensiv in den Blick nehmen. Ein Baustein ist die 
Neufassung der Belegungsvereinbarung, die seit 2009 mit der 
Kölner Wohnungswirtschaft besteht. Aktuell regelt sie, dass allein 
Vermietende die Auswahl der Mieter*innen für öffentlich geförderte 
Wohnungen treffen. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die trotz 
hoher objektiver Dringlichkeit und Wohnberechtigungsschein 
keine Wohnung finden – und dann beispielsweise jahrelang in einer 
Geflüchtetenunterkunft verbleiben müssen. Um Haushalte mit 
besonders dringenden Wohnbedarfen künftig besser unterstützen 
zu können, arbeiten wir mit unseren Partnern der sozial-orientierten 
Wohnungswirtschaft an einer neuen Vereinbarung. 
Heike Kerscher 
Leiterin  
Amt für Wohnungs-
wesen
Interview mit Heike Kerscher

21
Wie könnte diese aussehen?
Wir brauchen ein Kontingent an öffentlich geförderten Wohnungen, 
für das wir ein Benennungsrecht haben, sprich die Vorauswahl der 
Mietenden treffen. Wir bereiten uns intensiv auf diese Aufgabe vor, 
damit wir sie mit vorhandenem Personal stemmen können. Hier 
können wir auch künftig nicht auf die erforderlichen  personellen 
Ressourcen verzichten. Den Vermietenden wollen wir einen 
 reibungslosen Prozess garantieren. Ziel ist es, Wohnungssuchende, 
die auf dem angespannten Kölner Wohnungsmarkt besondere 
Unterstützung benötigen, mit passendem öffentlich geförderten 
Wohnraum  versorgen zu können.
Unsere Aufgaben
• Wohngeld
• Wohnraumförderung
• Wohnungsaufsicht
• Wohnberechtigungsschein und Wohnungsberatung
• Wohnraumversorgung
• Soziales und Innovatives Wohnen
531 Mitarbeitende
610 Vollzeitäquivalente*
* inklusive gesperrter vakanter Stellen

22
Zahlen – Daten – Fakten
Wohngeld
Aufgrund der zum 1. Januar 2023 in Kraft 
getretenen Wohngeldreform und des damit 
einhergehenden deutlich gestiegenen 
Antragsvolumens von etwa 16.000 vor 
der Reform (2021) auf etwa 30.000 im 
Jahr 2025, ist es in der Wohngeldstelle in 
den letzten drei Jahren zu Arbeitsrück-
ständen beziehungsweise verlängerten 
Bearbeitungs zeiten gekommen.  
Ende 2025 waren noch 7.934 Anträge 
zu bearbeiten und die  durchschnittliche 
 Bearbeitungsdauer betrug 3,70 Monate. 
Dabei konnten erfreulicherweise 
im Dezember 2025 50 Prozent der 
 Bewilligungen innerhalb von 2 Monaten 
erledigt werden.
Öffentlich geförderter Wohnungsbau
Die Förderung des Mietwohnungsbaus 
trägt dazu bei, in Städten und Gemein-
den mit hoher Wohnungsnachfrage und 
 steigenden Wohnkosten ein Angebot an 
attraktiven Wohnungen zeitgemäßen 
 Standards zu bezahlbaren Mieten zu 
sichern oder neu zu schaffen.
Die Eigentumsförderung richtet sich an 
Haushalte, die aufgrund ihres Einkommens 
eine Förderung zur Bildung von Wohn-
eigentum erhalten können. Sie steht als 
Förderziel neben dem geförderten Miet-
wohnungsbau. Wohnungsunternehmen 
aller Größen sowie Einzeleigentümer*innen 
sind Adressat*innen der Förderangebote.
Bewilligungen geförderter  
Wohnungsbau 2025*
Mietwohnungsbau172
Studentenwohnen 41
Modernisierungsmaßnahmen154
Quartiersmaßnahmen365
Wohnungen für Menschen  
mit Behinderung52
Bindungserwerbe261
Bindungsverlängerungen21
Eigenheime (davon zwei 
Modernisierungen)9
*Wohneinheiten
Geförderte Mietwohnungen  
(Neubau und Modernisierung)
2020 1.073
2021 1.254
2022 1.327
2023 531
2024 769
2025 1.075* *einschließlich Bindungs-
erwerbe und -verlängerungen 
Kölner Haushalte15.658
bezogen im Jahr 2025 im Durch-
schnitt Wohngeld. 2021 waren  
es 7.042
Für das Jahr 2025 wurden 1.075 Wohnein-
heiten mit einem Gesamtvolumen von etwa 
184 Millionen Euro gefördert.

23
Städtische Unterbringung Geflüchteter
Die Gemeinden sind gemäß § 1 Flüchtlings-
aufnahmegesetz NRW verpflichtet, die ihnen 
vom Land zugewiesenen  Geflüchteten aufzu-
nehmen und unterzubringen. Hierfür hält das 
Amt für Wohnungswesen beinahe 200 Unter-
künfte vor. Hinzu kommen Geflüchtete, die in 
Köln unmittelbar eine Aufnahme erbitten. Sie 
werden nach einem vorübergehenden Auf-
enthalt in einer städtischen Notunterkunft in 
eine Landesunterkunft weitergeleitet.
Neubauprojekte
Das Amt für Wohnungswesen errichtet 
regelmäßig auch eigene Neubauten für 
unterschiedliche Personengruppen.
Anzahl untergebrachter Geflüchteter
2014 5.141 2020 6.176
2015 10.153 2021 5.764
2016 13.258 2022 10.839
2017 10.189 2023 10.427
2018 10.216 2024 9.327
2019 7.460 2025 9.224
Unterkünfte für 
geflüchtete Menschen
Unterkünfte für  
obdachlose Menschen
öffentlich geförderter 
Wohnungsbau
in Vorplanung 4 1
Planungsbeschluss 
liegt vor
3 2
Baubeschluss liegt vor 1 2 3
in Bau 1 2
Objekte und197
25 Beherbergungsbetriebe 
für Geflüchtete mit insgesamt 
10.414 Plätzen 
Objekte für Wohnungslose88
mit rund 1.500 
Unterbringungsplätzen
Bauvorhaben19

24
Jobcenter 
Zum 1. Juli 2026 kommt die neue Grundsicherung, als  Nachfolge 
zum Bürgergeld. Im Vorfeld gab es hitzige Debatten in der 
 Öffentlichkeit. Inwiefern spüren Sie diese öffentliche Diskussion 
im Kölner Jobcenter?
Die Diskussion darüber, wer arbeiten will und kann und wer nicht, 
verunsichert unsere Kund*innen. Das spüren wir deutlich. Die letzte 
Reform ist erst dreieinhalb Jahre her. Das ist viel zu wenig Zeit, um 
bewerten zu können, was diese Gesetzesänderung gebracht hat. 
Aber entgegen allen Erwartungen hatten wir ein gutes Jahr 2025. 
Trotz Regierungswechsel, wirtschaftlicher Unsicherheit und ange-
spanntem Arbeitsmarkt haben wir rund 16.200 Personen integriert.
Wie haben Sie das erreicht? 
Wir haben uns vor allem auf die Aktivierung konzentriert und sehr 
viele Bewerber *innentage ausgerichtet in verschiedenen  Formaten. 
Für unterschiedliche Zielgruppen und Branchen haben wir Arbeit-
geber*innen und Kund*innen zusammengebracht. Dank der 
 persönlichen Begegnungen haben Personen eine Beschäftigung 
gefunden, die besonders schwierige Voraussetzungen haben und auf 
dem Papier bei Personalabteilungen häufig durchs Raster fallen. Und 
Unternehmen können wir so unmittelbar über unsere Maß nahmen 
und Fördermöglichkeiten informieren. Das zeigt, wie wichtig der 
 persönliche Austausch für eine erfolgreiche Vermittlung ist.
Kann das Jobcenter die Beratung vor Ort denn weiterhin auf dem 
Niveau halten, auch wenn es ab 2027 deutlich weniger Standorte 
gibt?
Auf jeden Fall. Wir werden im nächsten Jahr unsere Standorte von 
zehn auf zwei reduzieren. Mit diesem Projekt, das wir „Zukunfts-
raum“ nennen, können wir unsere Prozesse noch effektiver 
 gestalten und unseren Service verbessern. Übrigens haben die 
Mitglieder unseres Kund*innenbeirats die räumliche Konzentration 
sehr begrüßt und unterstützt. Für all unsere Kund*innen bleiben 
wir weiterhin sehr gut erreichbar. Gleichzeitig möchten wir mehr 
 Menschen motivieren, unser digitales Angebot stärker zu nutzen. 
Sabine Mendez
Geschäftsführerin  
Jobcenter Köln
Im Interview mit Sabine Mendez

25
Wie kann das gelingen? 
Aktuell stellen 35 Prozent unserer Kund*innen ihren SGB-II-Neu-
antrag digital. Bei Weiterbewilligungsanträgen liegt diese Zahl bei 
26 Prozent. Um das zu steigern, tun wir viel und werben für unser 
Online-Portal. Alle Online-Angebote, wie zum Beispiel „Jobcenter-
Digital“ oder die „Online-Terminvereinbarung“ sind auch über die 
Jobcenter-App zu erreichen. Um unsere Kund*innen fit für die 
 Nutzung des Online-Portals zu machen, bieten wir beispielsweise 
über unsere „Online-Terminvereinbarung“ Beratungstermine explizit 
dazu an, wir machen Infoveranstaltungen und gehen für unsere 
junge Zielgruppe „U25“ in die Schulen.
Unsere Aufgaben
• Integration in den Arbeitsmarkt
• finanzielle Sicherung des Lebensunterhalts
• Beratung und Vermittlung. 
• Förderung von Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung 
und Weiterbildung
1.545 Mitarbeitende
1.457 Vollzeitäquivalente

26
Leistungsempfänger*innen
Jede erfolgreiche Integration in Arbeit, 
jede überbrückte finanzielle Notlage und 
jede neue berufliche Perspektive entsteht 
durch das Zusammenspiel der  Kund*innen 
und Mitarbeiter*innen, den regionalen 
Partner*innen – und nicht zuletzt durch das 
Engagement jedes Einzelnen.
Rund 10 % aller Kölner Bürger*innen 
 erhalten Leistungen nach dem SGBII, 
also Geld vom Jobcenter. Dazu gehören 
erwerbsfähige Leistungs berechtigte 
aber auch Kinder oder Menschen, die 
 auf stockend zu ihrer Arbeit Leistungen 
beziehen, weil das Erwerbs einkommen 
nicht reicht.
Zahlen – Daten – Fakten
Bürgergeldempfänger*innen
2015 117.050
2016 116.383
2017 116.965
2018 114.497
2019 111.134
2020 118.092
2021 112.526
2022 113.953
2023 112.526
2024 109.302
2025 105.750
Menschen16.177
wurden insgesamt 2025 in Arbeit 
integriert  (Männer: 9.443;  
Frauen 6.734).  
Das entspricht einer 
 Integrationsquote von  
*Verhältnis der Anzahl an Integrationen 
im  Betrachtungszeitraum zum durch-
schnittlichen  Bestand an erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten
20.04 %*

27
Jugendliche
Die JUGENDBERUFSAGENTUR.KOELN 
(JBA), gegründet 2020 , ist ein Zusammen-
schluss der Stadt Köln, des Jobcenter Köln 
und der Agentur für Arbeit Köln. Die Anlauf-
stelle für Kölner Jugendliche und junge 
Erwachsenen bis 27 Jahren spricht ins-
besondere die Jugendlichen an, die von den 
regulären Angeboten der Kooperations-
partner*innen bisher nicht erreicht werden 
konnten. Ein kleines Team, bestehend aus 
Berufsberater*innen der Agentur für Arbeit, 
Fallmanager*innen des Jobcenter U25 
und Berater*innen der Jugendberufshilfe, 
berät in den gemeinsamen Räumlichkeiten 
in Köln Deutz Jugendliche nieder schwellig 
und in enger, rechtskreisübergeifender 
Zusammenarbeit. Dabei geht es um Fragen 
rund um Ausbildung, Beruf, Schule und 
 persönliche Anliegen.  Beratungen sind 
für alle Jugendlichen, unabhängig vom 
 Leistungsbezug, während der Öffnungs-
zeiten ohne Termin oder  vorherige 
 Anmeldung möglich.
Jobcenter digital
Das Jobcenter Köln agiert modern und 
zeitgemäß. Daher haben Kund*innen 
die  Möglichkeit, ihre Anliegen digital zu 
 erledigen. Zum digitalen Angebot des 
Jobcenter Köln gehört eine Homepage mit 
allgemeinen Informationen und konkreten 
Zugängen zur Online- Terminvereinbarung 
oder den Online-Antragsstrecken bei 
 jobcenter.digital. Neben der Beantragung 
von Leistungen ist über jobcenter.digital 
eine datenschutzkonforme Kontaktauf-
nahme zu den Beratungsfachkräften 
 möglich. Auch Unterlagen können unmittel-
bar digital ins Jobcenter geschickt werden. 
Die entsprechende Software wird von der 
Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung 
gestellt und wird kontinuierlich weiter-
entwickelt. Eine Nutzung mit dem Smart-
phone oder Tablet ist komfortabel über die 
Jobcenter App möglich.
Kund*innenbeirat
Um die Bedarfe der Kund*innen zu kennen 
und Feedback zu erhalten, hat das Job-
center Köln als erstes Jobcenter bundes-
weit einen Kund*innenbeirat  eingerichtet. 
Der Beirat tagt 4 mal pro Jahr. Bei der 
Besetzung des Kund*innenbeirats wird auf 
Vielfalt geachtet. Interessierte Kund*innen 
können sich für eine Teilnahme bewerben.
Themen können seitens der Geschäfts-
führung aber auch von den Mitgliedern 
selbst eingebracht werden. Bisher wurde 
zum  Beispiel über Themen wie Erreich-
barkeit des Jobcenters, Beratung, Digitale 
Angebote, Qualifizierung gesprochen. 
Gespräche1.683
wurden bis Oktober 2025 mit 
Jugendlichen geführt.

Beratungsverlauf (1)

11.06.2026 Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren
TOP 14.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1650/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
09.06.2026
Erstellt
03.06.2026 11:45