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V/0043/2025

Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in Münster 2014 - 2024

Vorlagen 06.03.2025

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Anlage A

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Anlage 1 - Bericht Kindergesundheit: Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in Münster (Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2014 – 2024)

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Berichtsvorlage

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Anlage A

1907 Zeichen

Anlage A zur V/0043/2025 
Kurzüberblick 
Die Schuleingangsuntersuchung dient der Überprüfung des Gesundheits- und Entwicklungszu-
stands des Kindes sowie der umfassenden Beratung der Eltern/Sorgeberechtigten mit Blick auf 
den kommenden Schulstart. Die dabei erhobenen individuellen Daten ermöglichen auf gesamt-
städtischer Ebene neben einer Betrachtung einzelner Indikatoren im Zeitverlauf auch einen spezi-
fischen Blick auf einzelne Stadtteile und Bevölkerungsgruppen und ihre Bedarfe. 
Der Bericht stellt die Ergebnisse der Einschulungsjahrgänge 2014 bis 2024 dar. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess werden verfolgt: 
 Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwick-
lungsstandorte in Europa. 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtge-
sellschaft 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0701 Gesundheitsdienste 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2025 enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2025 enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig X überwiegend 
pflichtig  überwiegend 
freiwillig  vollständig 
freiwillig 
Die untere Gesundheitsbehörde erstellt nach § 21 ÖGDG NRW zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach 
§ 6 ÖGDG NRW regelmäßig Gesundheitsberichte. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Der Bericht stellt die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen differenziert nach Geschlecht 
und Migrationsvorgeschichte dar.

Anlage 1 - Bericht Kindergesundheit: Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in Münster (Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2014 – 2024)

138423 Zeichen

Foto: © karandaev/Shotshop.com
Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2014 bis  2024
Gesundheits- und Veterinäramt 
Gesundheit und Entwicklung von  
Kindern im Einschulungsalter in Münster
Bericht 
Kinder- 
gesundheit

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
2 
 
Impressum  
Stadt Münster 
Gesundheits- und Veterinäramt  
Text, Satz und Layout:  
Nicole Knese-Janning  
Kontakt: 
Stadt Münster 
Gesundheits- und Veterinäramt  
Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit  
Nicole Knese-Janning  
Dr. Dagmar Schwarte 
Stolbergstraße 2a, 48147 Münster  
Telefon: 0251 / 492 – 5417  
Email: Knese-Janning@stadt-muenster.de 
Internet: 
https://www.stadt-muenster.de/gesundheit/kinder-und-jugendgesundheit 
Fotonachweis:  
Cover: karandaev/Shotshop.com 
Vorwort: Michael Möller, Stadt Münster 
Münster im April 2025

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
3 
Vorwort 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,  
gesundheitsbezogenes Verhalten und die Voraussetzungen für einen  ge-
sundheitsförderlichen Lebensstil werden in der Kindheit geprä gt. Je früher 
Prävention und Gesundheitsförderung ansetzen können, desto besser gelingt 
es, gesundheitliche Chancengleichheit zu schaffen.  
Der aktuelle Bericht zur Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in Münster, 
der Ihnen vorgelegt wird, basiert auf den Daten der Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2014 
bis 2024. Er stellt anschaulich dar, wie sich die einzelnen Be funde über die Zeit entwickelt haben, 
und liefert wichtige Erkenntnisse, wo besondere Handlungsbedarfe sowohl für bestimmte Personen-
gruppen als auch kleinräumig auf Stadtteilebene bestehen. 
Diese können helfen, konkrete Maßnahmen da zu entwickeln und an zusetzen, wo sie dazu beitra-
gen können, die Gesundheit und Entwicklung von Kindern in unserer Stadt nachhaltig zu verbessern.  
Ich möchte mich daher herzlich bedanken bei allen Akteurinnen und Akteuren, die sich für ein ge-
sundes Aufwachsen der Kinder in Münster einsetzen: Bei den Mitarbeitenden in den verschiedenen 
Ämtern der Stadtverwaltung, bei allen, die in Kita und Schule Verantwortung für Erziehung und Bil-
dung übernehmen, bei den freien Trägern, die sich in vielfältigen Maßnahmen und Projekten für die 
Kinder in der Stadt engagieren, und bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich mit ihrem Engagement 
und ihren Ideen auf unterschiedliche Weise in die Arbeit vor Ort  einbringen. Ich wünsche mir, dass 
dieser Bericht zur gemeinsamen Diskussion anregt und einen wichtigen Beitrag zur weiteren Förde-
rung der Kindergesundheit in Münster leistet. 
Münster im April 2025 
 
Cornelia Wilkens  
Stadträtin für Soziales und Kultur

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
4 
Inhaltsverzeichnis 
Vorwort .............................................................................................. ............................................. 3 
Inhaltsverzeichnis ...................................................................................... ..................................... 4 
Abbildungsverzeichnis .................................................................................... ................................ 6 
Tabellenverzeichnis ..................................................................................... ................................... 9 
Abkürzungsverzeichnis ................................................................................... ................................ 9 
1 Einleitung .......................................................................................... ......................................... 10 
2 Allgemeine Informationen zur Schuleingangsuntersuchung ..... .............................................. 12 
2.1 Relevanz der Schuleingangsuntersuchungen .............. ...................................................  12 
2.2 Durchführung der Schuleingangsuntersuchung ................ .............................................. 12 
2.3 Eingabe, Aufbereitung und Auswertung der Daten ........ ................................................. 13 
2.3.1 Kartendarstellungen .............................. ................................................... ................ 13 
2.4 Hinweise zur Datenqualität .......................... ................................................... ................ 14 
3 Beschreibung der untersuchten Einschulungsjahrgänge .......... .............................................. 15 
3.1 Gesamtzahl untersuchter Kinder ........................ ................................................... .......... 15 
3.2 Geschlecht ......................................... ................................................... .......................... 15 
3.3 Migration/Herkunft ............................... ................................................... ........................ 15 
3.3.1 Geburtsland des Kindes ........................... ................................................... ............. 16 
3.3.2 Familienzuwanderungsgeschichte ....................... ................................................... . 16 
3.3.3 Erstsprache ..................................... ................................................... ..................... 16 
3.4 Besuchsdauer einer Kindertagesstätte ................ ................................................... ........ 17 
4 Ausgewählte Untersuchungsergebnisse zur Gesundheit und Entwicklung  ............................. 19 
4.1 Deutschkenntnisse ................................... ................................................... ................... 19 
4.1.1 Deutschkenntnisse von Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch ........... 19 
4.1.2 Deutschförderbedarf ............................. ................................................... ................ 21 
4.2 Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsunt ersuchungen.............. 22 
4.2.1 SOPESS: Auffälligkeiten beim Erkennen und Zeichnen von Objekten und Formen . 22 
4.2.2 SOPESS: Auffälligkeiten im Umgang mit Zahlen und Me ngen ................................. 24 
4.2.3 SOPESS: Pseudowörter nachsprechen .................. ................................................. 26 
4.3 Körpergewicht ................................... ................................................... ........................... 28 
4.4 Schwimmfähigkeit .................................. ................................................... ...................... 29 
4.5 Radfahren ohne Stützräder ........................ ................................................... .................. 31 
4.6 Sport in einem Sportverein / einer Sportgruppe ...... ................................................... ..... 32 
4.7 Medienkonsum ...................................... ................................................... ...................... 33 
5 Gesundheitsvorsorge im Kindesalter ....................... ................................................... ........... 35 
5.1 Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ........ .......................................... 35 
5.1.1 Vorlage Untersuchungsheft .......................... ................................................... ........ 36 
5.1.2 Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen U1 - U8 ......... ............................... 37

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
5 
5.2 Impfungen ........................................ ................................................... ............................ 37 
5.2.1 Impfdokumentation ........................... ................................................... .................... 38 
5.2.2 Impfquoten ausgewählter Schutzimpfungen ............ ................................................ 39 
6 Fazit, Handlungsfelder und Ausblick ..................... ................................................... .............. 41 
7 Anhang ............................................ ................................................... ................................... 45 
7.1 Kleinräumige Gebietsgliederung Münster (45 statistische Bezirke) ................................. 45 
7.2 Kleinräumige Ergebnisse ausgewählter Indikatoren der Schuleing angsuntersuchung der 
zusammengefassten Einschulungsjahrgänge 2023 und 2024, Stadt Münster (Karten).............. 47 
7.3 Kleinräumige Ergebnisse ausgewählter Indikatoren der Schuleing angsuntersuchung der 
zusammengefassten Einschulungsjahrgänge 2023 und 2024, Stadt Münster (Daten) .............. 61 
7.4 Impfquoten ....................................... ................................................... ............................ 65

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
6 
Abbildungsverzeichnis 
Abb. 1 Anzahl durchgeführter Schuleingangsuntersuchungen in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster............ ............................................. 15 
Abb. 2 Prozentualer Anteil untersuchter Mädchen und Jungen in  den
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster............ ............................................. 15 
Abb. 3 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulan fänger, die in Deutschland / 
 nicht in Deutschland geboren wurden, in den Einschulungsjahrg ängen 2014 bis 2024 in 
 Münster ............................................ ................................................... ............................ 16 
Abb. 4 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulan fänger mit und ohne
 Familienzuwanderungsgeschichte in den Einschulungsjahrgängen 20 14 bis 2024 in  ..... 
 Münster ............................................ ................................................... ............................ 16 
Abb. 5 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulan fänger mit deutscher / 
 anderer Erstsprache in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 202 4 in Münster ............. 17 
Abb. 6 Dauer des Kitabesuchs von der Aufnahme in Kita bis zur  Schuleingangsuntersuchung der 
 Schulanfängerinnen und Schulanfänger in den Einschulungsjahrgä ngen 2014 bis 2024 in 
 Münster ............................................ ................................................... ............................ 17 
Abb. 7 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schu lanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit einer Kitabesuchsdauer von mindestens 24 Monate n in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Geschlecht, 
 Erstsprache .......................................... ................................................... ........................ 18 
Abb. 8 Kategorisierung zur Beurteilung der Deutschkenntnisse der Kinder, mit denen zu Hause in 
 den ersten vier Lebensjahren nicht überwiegend Deutsch gesprochen wurde................. 19 
Abb. 9 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen und  mit nicht deutscher Erstsprache 
 aufgewachsenen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit kein en bis mäßigen / guten 
 bis sehr guten Deutschkenntnissen in den Einschulungsjahrgängen  2014 bis 2024 in 
 Münster, differenziert nach Geschlecht, Kitabesuchsdauer .......... ................................... 20 
Abb. 10 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Deutschförderbedarf 
 in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differ enziert nach Geschlecht, 
 nicht deutscher Erstsprache ................................ ................................................... ......... 21 
Abb. 11 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit nicht deutscher Erstsprache und Deutschförderb edarf in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Kitabesuchsdauer .. 
  ................................................. ................................................... .................................... 22 
Abb. 12 Erfasste Kompetenzen im Merkmalsbereich „SOPESS: Erkennen und Zeichnen von 
 Objekten und Formen" ................................ ................................................... ................. 22 
Abb. 13 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Erkennen und Zeichnen von Objek ten und Formen" in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Geschlecht, 
 Erstsprache .......................................... ................................................... ........................ 23 
Abb. 14 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereich „SOPES S: Erkennen und Zeichnen 
 von Objekten und Formen" in den Einschulungsjahrgängen 2014 b is 2024 in Münster, 
 differenziert nach Kitabesuchsdauer und Erstsprache ............. ........................................ 24 
Abb. 15 Erfasste Kompetenzen „SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen" ............................. 24 
Abb. 16 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen" in den Einschulungs-
 jahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht , Erstsprache ......... 25

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
7 
Abb. 17 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereich „SOPES S: Umgang mit Zahlen und 
 Mengen" in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster,  differenziert nach 
 Kitabesuchsdauer und Erstsprache .......................... ................................................... .... 25 
Abb. 18 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Pseudowörter nachsprechen" in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Geschlecht, 
 Erstsprache .......................................... ................................................... ........................ 26
 
Abb. 19 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Pseudowörter nachsprechen" in den Ei nschulungsjahr-
 gängen 2014 bis 2024 in Münster, differenziert nach Kitabe suchsdauer und Erstsprache .. 
  ................................................. ................................................... .................................... 27 
Abb. 20 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Übergewicht und 
 Adipositas in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster , differenziert nach 
 Geschlecht, Erstsprache .................................... ................................................... .......... 28 
Abb. 21 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Übergewicht und 
 Adipositas in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster , differenziert nach 
 Kitabesuchsdauer und Erstsprache .......................... ................................................... .... 29 
Abb. 22 Angaben zur Schwimmfähigkeit laut Eltern/Sorgeberechtigten der Schulanfängerinnen 
 und Schulanfänger der Einschulungsjahrgänge 2021 bis 2024 in  Münster, differenziert 
 nach Geschlecht, Erstsprache ............................... ................................................... ....... 30 
Abb. 23 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die bereits das 
 Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ erreicht haben, in den Einsch ulungsjahrgängen 2014 
 bis 2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprach e..................................... 31 
Abb. 24 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die ohne Stützräder 
 Radfahren können, in den Einschulungsjahrgängen 2020 bis 2024 in Münster, 
 differenziert nach Geschlecht, Erstsprache ..................... ................................................ 32 
Abb. 25 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die Sport in einem 
 Sportverein / in einer Sportgruppe treiben, in den Einschulungsja hrgängen 2014 bis 2024 
 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache ......... .......................................... 33 
Abb. 26 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit mehr als 30 Minuten 
 Medienkonsum pro Tag in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, 
 differenziert nach Geschlecht, Erstsprache ..................... ................................................ 33 
Abb. 27 Vorgesehenes Alter des Kindes für die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 .................. 35 
Abb. 28 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger, von denen bei der Schuleingangsuntersuchung das V orsorgeheft 
 vorgelegt wurde, in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 202 4 in Münster, differenziert 
 nach Geschlecht, Erstsprache ............................... ................................................... ....... 36 
Abb. 29 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit vollständigen Vorsorgeuntersuchungen U1 bi s U8, in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Geschlecht, 
 Erstsprache .......................................... ................................................... ........................ 37 
Abb. 30 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, von denen bei der 
 Schuleingangsuntersuchung eine Dokumentation der erfolgten Impf ungen vorlag, in den 
 Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt nach Geschlecht, 
 Erstsprache .......................................... ................................................... ........................ 38 
Abb. 31 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit 1-facher und 2-facher 
 Masernimpfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Mü nster ..................... 40 
Abb. 32 Karte von Münster mit Stadtteilnummerierung ......................................................... ........ 45

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
8 
Abb. 33 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit einer anderen 
 Erstsprache als Deutsch in den zusammengefassten Einschulungsjahr gängen 2023 und 
 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil  ......... ................................................... ....... 47 
Abb. 34 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Deutschförderbedarf 
 in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differen ziert nach Stadtteil .. 48 
Abb. 35 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Erkennen und Zeichnen von Objek ten und Formen“ in den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 49 
Abb. 36 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen“ in  den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 50 
Abb. 37 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im 
 Merkmalsbereich „SOPESS: Pseudowörter nachsprechen“ in den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 51
 
Abb. 38 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Übergewicht und 
 Adipositas in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster,  differenziert nach 
 Stadtteil  ........................................ ................................................... ............................... 52 
Abb. 39 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die bereits das 
 Schwimmzeichen „Seepferdchen“ erreicht haben (Elternangabe) in  den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 53 
Abb. 40 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die ohne Stützräder 
 Radfahren können (Elternangabe) in den Einschulungsjahrgängen 20 23 und 2024 in 
 Münster, differenziert nach Stadtteil  .................... ................................................... ........ 54 
Abb. 41 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die Sport in einem 
 Sportverein / in einer Sportgruppe treiben, in den Einschulungsja hrgängen 2023 und 2024 
 in Münster, differenziert nach Stadtteil  ............... ................................................... .......... 55 
Abb. 42 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit mehr als 30 Minuten 
 Medienkonsum in en Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münst er, differenziert 
 nach Stadtteil  ....................................... ................................................... ....................... 56 
Abb. 43 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger, von denen bei der Schuleingangsuntersuchung das V orsorgeheft 
 vorgelegt wurde, in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 202 4 in Münster, differenziert 
 nach Stadtteil  ....................................... ................................................... ....................... 57 
Abb. 44 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und 
 Schulanfänger mit vollständigen Vorsorgeuntersuchungen U1 bi s U8 in den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 58 
Abb. 45 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, von denen bei der 
 Schuleingangsuntersuchung eine Dokumentation der erfolgten Impf ungen vorlag, in den 
 Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenzi ert nach Stadtteil ............ 59 
Abb. 46 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit vorliegender 
 Impfdokumentation und 2-facher Masernimpfung in den Einsch ulungsjahrgängen 2023 
 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil  ...... ................................................... ... 60

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
9 
Tabellenverzeichnis 
Tabelle 1 Zuordnung der Stadtteile zu den Stadtteilnummern .................................................... ... 46 
Tabelle 2 Impfquoten der Masern- und Mumps-Impfung 2014 bis 2024 ........................................ 65 
Tabelle 3 Impfquoten der Röteln- und Varizellen-Impfung 2014 bis 2024 ..................................... 65 
Tabelle 4 Impfquoten der Diphtherie- und Tetanus-Impfung 2014 bis 2024 .................................. 66 
Tabelle 5 Impfquoten der Pertussis- und Polio-Impfung 2014 bis 2024 ......................................... 66 
Tabelle 6 Impfquoten der Hib- und HepB-Impfung 2014 bis 2024 ................................................. 67 
 
Abkürzungsverzeichnis 
Abs. .............................................. ................................................... ...................................... Absatz 
D  ................................................................................................... ............................... Deutschland 
e.V.. ................................................................................................ ................. eingetragener Verein 
HepB .................................................................................................. .............................. Hepatitis B 
Hib .................................................................................................. ... Haemophilus influenzae Typ b 
INSEK ............................................................................... Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept 
KiBiz .............................................. ................................................... .............. Kinderbildungsgesetz 
Kita ............................................... ................................................... ...................... Kindertagesstätte 
KJÄD .............................................. .......................................... Kinder- und Jugendärztlicher Dienst 
KVWL .............................................. .......................... Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe 
LZG.NRW ............................................................................ Landeszentrum Gesundheit in Bochum 
MFA .................................................................................................. .. Medizinische Fachangestellte 
MMR .................................................................................................. ............Masern Mumps Röteln 
n.e. ............................................... ................................................... ............................ nicht erhoben 
NRW .................................................................................................. ............... Nordrhein-Westfalen 
ÖGDG NRW ..... Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen  
SGB .................................................................................................. .................... Sozialgesetzbuch 
SOPESS ................... Sozialpädiatrische Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen 
STIKO ................................................................................................ ....... Ständige Impfkommission 
UTeilnahmeDatVO .................................................... U-Untersuchung-Teilnahmedaten Verordnung 
WHO .................................................................................................. ...... World Health Organization 
ZSGK ............................................................................................ Zentr ale Stelle Gesunde Kindheit

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
10 
1 Einleitung
Mit der Einschulung beginnt für das Kind ein 
neuer Lebensabschnitt. Um sicherzustellen, 
dass es gut auf die Schule vorbereitet ist und 
den Anforderungen des Schulbesuchs gerecht 
werden kann, schreibt der Gesetzgeber die ver-
bindliche Schuleingangsuntersuchung vor, mit 
deren Durchführung die Gesundheitsämter als 
untere Gesundheitsbehörde beauftragt sind.
1 
Die Untersuchung dient der Überprüfung des 
Gesundheits- und Entwicklungszustands des 
Kindes sowie der umfassenden Beratung der El-
tern/Sorgeberechtigten mit Blick auf den kom-
menden Schulstart. Anhand der Angaben von 
Eltern/Sorgeberechtigten, der Untersuchung 
und Entwicklungstestung des Kindes sowie der 
Dokumentationen in Vorsorge- und Impfheft wird 
für jedes Kind individuell ermittelt, ob die Voraus-
setzungen für einen gelingenden Schulstart be-
reits gegeben sind, oder ob noch Förderbedarf 
in einzelnen Bereichen bis zur Einschulung be-
steht. 
Im vorliegenden Gesundheitsbericht, der auf 
den Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
2014 bis 2024 basiert, soll der Frage nachge-
gangen werden, wie sich der Gesundheits- und 
Entwicklungszustand der Einschulungskinder in 
Münster im Verlauf der letzten elf Jahre verän-
dert hat, und wie sich einzelne Befunde und 
Handlungsbedarfe in speziellen Gruppen und 
Stadtteilen darstellen. 
Die Entwicklung von Kindern ist in den letzten 
Jahren durch verschiedene gesellschaftliche, 
bildungspolitische und technologische Verände-
rungen sowie auch durch die Corona-Pandemie 
geprägt worden. Die Bedeutung der frühkindli-
chen Bildung hat in den letzten Jahren zugenom-
men. Kitas bieten zunehmend zusätzliche Bil-
dungs- und Fördermaßnahmen an, wie zum Bei-
spiel Sprach- oder Bewegungsförderung. Eine 
längere Zeit in der Einrichtung ermöglicht es den 
Kindern, früh von einer breiten Förderung zu pro-
fitieren. Die Welt ist digitaler geworden, digitale 
                                                
1 § 54 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Schulgesetz NRW; § 12 Abs. 2 Satz 3 
Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes 
Nordrhein-Westfalen (ÖGDG). 
Medien haben sowohl in Familien als auch im öf-
fentlichen Leben und damit auch bereits in die 
Welt der ganz jungen Kinder mehr und mehr Ein-
zug gehalten. Was auf der einen Seite erleich-
terter Zugriff auf Informationen, Lernen durch di-
gitale Werkzeuge und frühes Lernen von techni-
schen Fähigkeiten bedeutet, kann auf der ande-
ren Seite zu einem veränderten Freizeitverhal-
ten, weniger Bewegung, verminderten sozialen 
Kontakten und einem negativen Einfluss auf die 
Konzentrationsfähigkeit führen. Auch die Ernäh-
rung hat in den letzten Jahren einen Wandel er-
fahren hin zu einem höheren Konsum von unge-
sunden Lebensmitteln wie Fastfood. Bedingt 
durch Veränderungen im Arbeitsleben, verän-
derte Tagesabläufe in Familien, zunehmende 
Werbung und den digitalen Wandel mit Online-
Bestellmöglichkeiten und Lieferdiensten ist Fast-
food zunehmend ein Teil des täglichen Lebens 
von Kindern und Familien geworden. Familiäre 
Strukturen haben sich insgesamt gewandelt. Es 
gibt immer mehr alleinerziehende Elternteile, 
Patchwork-Familien oder Eltern, die beide be-
rufstätig sind. Kinder gehen immer früher und 
länger am Tag in die Kita. Tagesabläufe und 
Hobbies orientieren sich an Kitazeiten, das ge-
samte Freizeitverhalten von Kindern erfährt Ver-
änderungen. Auch die Corona-Pandemie hat zu 
tiefgreifenden Veränderungen in der sozialen 
Struktur und den sozialen Beziehungen der Ge-
sellschaft geführt. Soziale Milieus und Gemein-
schaften wie Vereine sind auseinandergebro-
chen oder haben an Bedeutung verloren. Kinder 
hatten durch Lockdown und reduzierte Kontakte 
weniger Möglichkeiten der sozialen Interaktion 
und damit auch des Sprachaustauschs mit An-
deren. 
Auch vor den Familien in Münster machen die 
oben genannten Veränderungen und deren Aus-
wirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung 
der Kinder nicht Halt. Positiv ist, dass die Stadt 
im Vergleich der Schuleingangsdaten in vielen 
Bereichen noch besser abschneidet als der 
Durchschnitt der Kommunen in NRW und zum

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
11 
Teil auch wieder ein Trend zu einer positiveren 
Entwicklung zu verzeichnen ist. Dies darf jedoch 
nicht darüber hinwegtäuschen, dass besonders 
Kinder mit Migrationsvorgeschichte zum Zeit-
punkt der Schuleingangsuntersuchung häufiger 
einen höheren Förder- und Unterstützungsbe-
darf aufweisen als Kinder ohne Migrationsvorge-
schichte. Sie stellen damit eine besonders vul-
nerable Zielgruppe im Sinne der gesundheitli-
chen Chancengleichheit dar. Es ist eine gesamt-
gesellschaftliche und gesellschaftspolitische 
Aufgabe, Kinder in diesen sich verändernden 
Zeiten bestmöglich zu unterstützen und zu för-
dern, um ein gesundes Aufwachsen und Chan-
cengleichheit zu gewährleisten und negative 
Folgen, die Auswirkungen bis in das Erwachse-
nenalter haben können, zu minimieren. Dies er-
fordert zielgruppenangepasste Maßnahmen in 
den Bereichen Erziehung und Bildung, Sprache, 
Sport, Bewegung und Freizeit, in der Unterstüt-
zung und Stärkung von Familien und der Förde-
rung der physischen und psychischen Gesund-
heit.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
12 
2 Allgemeine Informationen zur Schuleingangsuntersuchung
Daten für Taten. 
Der vorliegende Bericht Kindergesundheit ist als 
Spezialbericht Teil der Gesundheitsberichter-
stattung. Er gibt Auskunft über den Gesundheits- 
und Entwicklungszustand sowie die Inanspruch-
nahme von Gesundheitsleistungen der Kinder 
im Schuleingangsalter in Münster im zeitlichen 
Verlauf sowie detaillierter für die zusammenge-
fassten Einschulungsjahrgänge 2023 und 2024. 
Hierfür wurden die Daten aus den Schulein-
gangsuntersuchungen der Einschulungsjahr-
gänge 2014 bis 2024 systematisch aufbereitet, 
analysiert und interpretiert. 
Der Bericht zeigt sowohl gesamtstädtisch als 
auch auf kleinräumiger Ebene mögliche Hand-
lungsbedarfe auf und nimmt als besondere Ziel-
gruppe auch die Kinder mit Migrationsvorge-
schichte in den Blick. 
Es ist geplant, diesen Bericht regelmäßig zu ver-
öffentlichen, so dass er im Verlauf auch zur Eva-
luation von Maßnahmen und Handlungsempfeh-
lungen in den Bereichen Prävention und Ge-
sundheitsförderung beitragen kann.  
2.1 Relevanz der Schuleingangsuntersuchun-
gen 
 „Die untere Gesundheitsbehörde hat die Auf-
gabe, Kinder und Jugendliche vor Gesundheits-
gefahren zu schützen und ihre Gesundheit zu 
fördern.“
2  
und 
„Die Schulgesundheitspflege hat das Ziel, 
Krankheiten der Schülerinnen und Schüler vor-
zubeugen, sie frühzeitig zu erkennen und Wege 
zu ihrer Heilung aufzuzeigen. Die Aufgaben der 
Schulgesundheitspflege nehmen die unteren 
Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit 
der Schule und den Eltern wahr.“3 
Zu diesem gesetzlich verankerten Auftrag der 
unteren Gesundheitsbehörde (Gesundheitsäm-
ter) gehören neben den Aufgaben der Gesund-
                                                
2 § 12 Abs. 1 ÖGDG NRW 
2 § 54 Abs. 1 Schulgesetz NRW 
 
heitsfürsorge und -pflege und des Infektions-
schutzes in Schulen und der schulärztlichen 
Sprechstunden unter anderem auch die schul-
ärztlichen Untersuchungen, insbesondere die 
Reihenuntersuchungen zur Einschulung (Schu-
leingangsuntersuchungen) und zahnärztliche 
Untersuchungen. 
Datensatz = Datenschatz 
Die Schuleingangsuntersuchung ist derzeit die 
einzige jährliche Erhebung eines gesamten 
Jahrgangs. Somit kommt ihr bei der Gesund-
heitsberichterstattung, -planung und -förderung 
in der Kommune eine ganz besondere Bedeu-
tung zu. 
2.2 Durchführung der Schuleingangsuntersu-
chung 
Im Schulgesetz NRW ist in § 35 Absatz 1 festge-
legt, dass alle Kinder in Nordrhein-Westfalen, 
die bis zum 30. September eines Jahres das 
sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. Au-
gust desselben Jahres schulpflichtig werden 
(Stand 2024). 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kinder- 
und jugendärztlichen Dienstes des Gesundheits- 
und Veterinäramtes (KJÄD) beginnen nach den 
Sommerferien des der Einschulung vorausge-
henden Jahres, die betreffenden Familien zur 
Einschulungsuntersuchung schriftlich einzula-
den. Begonnen wird in Münster seit vielen Jah-
ren mit den Familien aus Stadtteilen und nach 
der Schulanmeldung auch Schulen, wo erfah-
rungsgemäß ein erhöhter Bedarf an einer früh-
zeitigen Einschulungsuntersuchung bei den Kin-
dern besteht. Hiermit soll diesen die Chance ge-
geben werden, bis zur Eischulung bei Bedarf 
noch möglichst lange Förderung zu erhalten. 
Der Einladung liegen neben einem Anschreiben 
mit dem Termin und den mitzubringenden Unter-
lagen (Untersuchungsheft, Impfausweis und -
bescheinigungen, gegebenenfalls Berichte von 
Ärztinnen/Ärzten und Therapeutinnen/Thera-

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
13 
peuten) ein Fragebogen für die Eltern/Sorgebe-
rechtigten sowie ein Fragebogen für die Kita bei. 
Der Fragebogen für die Eltern/Sorgeberechtig-
ten bietet diesen die Gelegenheit, ausführliche 
Angaben zum Gesundheitsstatus ihres Kindes 
zu machen, die dem Schularzt / der Schulärztin 
als Gesprächsgrundlage in der Untersuchung 
dienen. Mit dem Kita-Fragebogen erhofft sich 
das Gesundheits- und Veterinäramt, die wichti-
gen Informationen zum Kind, die Erzieherinnen 
und Erzieher in der Bildungsdokumentation (§ 
13b KiBiz) erfassen, auch in die Einschulungs-
untersuchung einfließen lassen zu können. Der 
Bogen soll gemeinsam von Erzieherinnen/Erzie-
hern und Eltern/Sorgeberechtigten ausgefüllt 
und mit Einverständnis der Eltern/Sorgeberech-
tigten dem Gesundheits- und Veterinäramt im 
Vorfeld zur Verfügung gestellt werden. Zudem 
können Kitas auch vor der Einladung bereits die-
sen Bogen gemeinsam mit den betreffenden El-
tern/Sorgeberechtigten ausfüllen und dem Ge-
sundheits- und Veterinäramt zur Verfügung stel-
len. Dokumentiert die Kita schulrelevante Auffäl-
ligkeiten und/oder den Bedarf nach einer frühzei-
tigen Schuleingangsuntersuchung, wird dies bei 
der Terminplanung zur Schuleingangsuntersu-
chung berücksichtigt. 
Seit der Corona-Pandemie finden die Schulein-
gangsuntersuchungen in Münster ausschließlich 
im Gesundheits- und Veterinäramt statt. Alle 
Kinder werden zunächst von einer Medizini-
schen Fachangestellten (MFA) in Empfang ge-
nommen, die den ersten Teil der Untersuchung 
durchführt. Ergeben sich aus den im Vorfeld er-
haltenen oder am Termin mitgebrachten Unter-
lagen Auffälligkeiten, die unter Umständen 
schulrelevant werden könnten, oder zeigen sich 
Auffälligkeiten im ersten Teil der Untersuchung, 
wird das Kind im Anschluss in demselben Ter-
min von einer Schulärztin / einem Schularzt un-
tersucht. Bei unauffälligem ersten Teil der Unter-
suchung und ohne Hinweise auf mögliche Prob-
leme führt die MFA auch den zweiten Teil der 
Untersuchung durch. Die Ergebnisse werden im 
Anschluss elektronisch dokumentiert und eine 
Bescheinigung für die aufnehmende Schule er-
stellt.  
2.3 Eingabe, Aufbereitung und Auswertung der 
Daten 
Die Dokumentation der im Zusammenhang mit 
der Schuleingangsuntersuchung erhobenen Da-
ten erfolgt in weiten Teilen gemäß den Anforde-
rungen des Landeszentrum Gesundheit in Bo-
chum (LZG.NRW) zunächst papiergestützt mit 
anschließender elektronischer Erfassung in der 
Fachsoftware ISGA, einer speziell für Gesund-
heitsämter konzipierten Software, die eine da-
tenschutzkonforme Erfassung, Speicherung und 
Bearbeitung von personenbezogenen Daten er-
möglicht. Am Ende jedes Untersuchungsjahres 
erfolgt im Rahmen der internen Qualitätssiche-
rung eine umfassende Überprüfung der Daten 
auf Vollständigkeit und Plausibilität mit sich an-
schließender Korrektur und Vervollständigung 
soweit erforderlich und möglich. Der finale Da-
tensatz wird im Anschluss anonymisiert an das 
LZG.NRW übergeben, das eigene Berechnun-
gen und Auswertungen vornimmt sowie die 
Impfdaten an das Robert-Koch-Institut übermit-
telt. 
Die interne Datenauswertung für diesen Bericht 
erfolgte mittels der Software SPSS (Version 25). 
Für die Herstellung der Diagramme wurde Micro-
soft Excel 2016 verwendet.  
2.3.1 Kartendarstellungen 
Die Geo-Karten für die visuelle kleinräumige 
Darstellung der Ergebnisse auf Stadtteil-Ebene, 
die sich im Anhang befinden, wurden mit der 
Open-Source-Software QGIS (Version 3.28 
Firenze) erstellt. Für die Klasseneinteilung der 
Stadtteil-Karten wurde das Verfahren der natür-
lichen Grenzen (Jenks) angewendet. Dieses teilt 
die Daten in die gewünschte Anzahl Klassen ein 
(im vorliegenden Fall fünf) und ordnet die Werte 
den Klassen so zu, dass die Unterschiede inner-
halb der Klassen minimiert werden, während die 
Unterschiede zwischen den Klassen maximiert 
werden. Vorteil dieser Klassifizierung ist, dass 
die Streuung bei der Berechnung der Klassen-
grenzen deutlich berücksichtigt wird. Stadtteilen, 
von denen weniger als 20 gültige Angaben vor-
liegen, wird eine separate Klasse ohne Angabe 
der jeweiligen prozentualen Anteile zugewiesen,

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
14 
um die Möglichkeit des Rückschlusses auf ein-
zelne Kinder zu vermeiden. In Auswertungen 
ohne kleinräumige Differenzierung tragen die 
Daten dieser Stadtteile jedoch mit zum Ergebnis 
bei. Die Nummerierung der Stadtteile entspricht 
der offiziellen Nummerierung der Stadt Münster. 
Die Zuordnung zu den Namen der Stadtteile fin-
det sich im Anhang. 
2.4 Hinweise zur Datenqualität 
Die Daten, die die Grundlage für diesen Bericht 
bilden, entstammen der Dokumentation der Ein-
schulungsuntersuchungen der Einschulungs-
jahrgänge 2014 bis 2024. Aufgrund von Ände-
rungen bei der Datenerhebung sowie Hinzu-
nahme von neuen Indikatoren im Verlauf dieser 
elf Jahre liegen nicht alle Indikatoren für jeden 
Einschulungsjahrgang vor. 
Besonderes Augenmerk muss bei der Bewer-
tung der Datenqualität auf die drei Jahrgänge 
gelegt werden, die stark von den Einschränkun-
gen der Corona-Pandemie geprägt waren. Es 
konnten in diesem Zeitraum nicht alle schul-
pflichtigen Kinder untersucht werden, und es 
musste noch stärker priorisiert werden. Gemäß 
den Erlassen des Ministeriums für Arbeit, Ge-
sundheit und Soziales des Landes Nordrhein-
Westfalen erfolgte während der Corona-Pande-
mie eine Priorisierung der Schuleingangsunter-
suchungen mittels verschiedener Auswahlver-
fahren. Bei der Ermittlung von Kindern mit einem 
erhöhten Bedarf an einer Einschulungsuntersu-
chung wurden zunächst die Kinder der Kitas und 
Grundschulen mit einem erfahrungsgemäß er-
höhten Belastungsprofil priorisiert. Ergänzend 
wurden die Leitungen der Grundschulen gebe-
ten, dem Gesundheits- und Veterinäramt dieje-
nigen Kinder zu melden, bei denen sich im Zuge 
der Schulanmeldung sowie in den ersten Wo-
chen des Schuljahres die Notwendigkeit einer 
schulärztlichen Untersuchung herauskristalli-
sierte. So wurden auch nach den Sommerferien 
und zum Teil zu Beginn des bereits begonnenen 
Schuljahres noch Untersuchungen durchgeführt. 
Auch den Kitaleitungen/-trägern wurde im Ver-
lauf des Untersuchungsjahres mehrfach ange-
boten, Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf 
bezüglich der Einschulung mit Einverständnis 
der Eltern/Sorgeberechtigten dem Gesundheits- 
und Veterinäramt zu melden. Trotz der Ein-
schränkungen durch die Corona-Pandemie 
konnten immerhin 78 Prozent des Einschulungs-
jahrgangs 2020, 75 Prozent des Jahrgangs 2021 
und 93 Prozent der Kinder des Einschulungs-
jahrgangs 2022 untersucht werden. Aufgrund 
oben genannter Priorisierung ist das Verhältnis 
von untersuchten Kindern zu nicht untersuchten 
Kindern jedoch nicht in allen Stadtteilen gleich. 
Die Daten der nicht voll erhobenen Jahrgänge 
werden in diesem Bericht mit dargestellt, jedoch 
muss aufgrund der Priorisierung bei nicht erfolg-
ter Vollerhebung grundsätzlich eine Verzerrung 
der Daten für die Einschulungsjahrgänge 2020 
bis 2022 angenommen und bei der Interpretation 
der Ergebnisse berücksichtigt werden.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
15 
3 Beschreibung der untersuchten Einschulungsjahrgänge
3.1 Gesamtzahl untersuchter Kinder 
Im Zeitraum von Mitte 2013 bis Herbst 2024 wur-
den durch den KJÄD des Gesundheits- und Ve-
terinäramtes der Stadt Münster 24.688 Schulein-
gangsuntersuchungen im Rahmen von elf Ein-
schulungsjahrgängen durchgeführt. Die Anzahl 
untersuchter Kinder jedes einzelnen Jahrgangs 
ist in Abbildung 1 dargestellt. Es zeigt sich, dass 
diese Anzahl in den letzten elf Jahren um mehr 
als 400 Kinder (gut 18 Prozent) gestiegen ist und 
damit der Arbeitsaufwand des KJÄD deutlich zu-
genommen hat. 
 
Abbildung 1 Anzahl durchgeführter Schuleingangsuntersu-
chungen in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 i n 
Münster 
3.2 Geschlecht  
Bei der Schuleingangsuntersuchung wird an-
hand der Daten des Einwohnermeldeamtes 
auch das dort dokumentierte Geschlecht des zu 
untersuchenden Kindes miterfasst, um Aussa-
gen über mögliche Unterschiede bei den jeweili-
gen Befunden von Mädchen und Jungen treffen 
zu können. Bei entsprechender Rückmeldung 
der Eltern/Sorgeberechtigten wird der Eintrag 
                                                
4 Jugendärztliche Definitionen, www.lzg.nrw.de 
des Geschlechts bei der Datenerfassung im Ge-
sundheits- und Veterinäramt jedoch bei Bedarf 
auch individuell geändert.  
Die Daten der letzten elf Jahre zeigen in Abbil-
dung 2, dass in den Schuleingangsuntersuchun-
gen anteilsmäßig immer etwas mehr Jungen als 
Mädchen untersucht wurden. Kinder mit dem do-
kumentierten Geschlecht „divers“ werden in die-
sem Bericht aufgrund der sehr geringen Fallzahl 
(n=2) nicht separat ausgewiesen, tragen jedoch 
zu allen Auswertungen ohne Geschlechterdiffe-
renzierung bei. 
 
Abbildung 2 Prozentualer Anteil untersuchter Mädchen und 
Jungen in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 i n 
Münster 
3.3 Migration/Herkunft 
Im Sinne der gesundheitlichen Chancengleich-
heit und mit Blick auf besonders vulnerable Ziel-
gruppen werden im Kontext der Schuleingangs-
untersuchung auch Informationen zur Herkunft 
des Kindes und der Familie erhoben. Hierbei 
wird unterschieden in Migrationsvorgeschichte 
im Sinne von Zuwanderung (Geburtsland von 
Kind und Eltern) und Migrationsvorgeschichte im 
Sinne einer gemeinsamen Kultur, geteilten Tra-
ditionen, Werten und Sprache
4. Letztere wird 
durch die Erhebung der Erstsprache des Kindes 
erfasst.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
16 
3.3.1 Geburtsland des Kindes 
Unabhängig von der Migrationsvorgeschichte 
der Familie kommt dem Geburtsland des Kindes 
besondere Bedeutung zu. Kinder, die nicht in 
Deutschland geboren wurden, bringen häufig 
eine Fluchtgeschichte mit, die sie zu einer be-
sonders vulnerablen Gruppe hinsichtlich ihrer 
Belastung und gesundheitlichen Versorgung 
machen
5.
 
Abbildung 3 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger, die in Deutschland / nicht in Deu tsch-
land geboren wurden, in den Einschulungsjahrgängen 
2014 bis 2024 in Münster 
Abbildung 3 zeigt, dass der Anteil Kinder, die in 
einem anderen Land als Deutschland geboren 
wurden, bei den Vorschulkindern in Münster in 
den letzten elf Jahren konstant unter 10 Prozent 
lag: Von 5,8 Prozent in den zusammengefassten 
Einschulungsjahrgängen 2014 und 2015 über 
knapp 10 Prozent in den Jahrgängen 2016 bis 
2019 und wieder sinkend bis auf 6,3 Prozent in 
den beiden zusammengefassten Jahrgängen 
2023 und 2024. 
3.3.2 Familienzuwanderungsgeschichte 
Familienzuwanderungsgeschichte wird im Kon-
text dieses Berichtes vereinfacht definiert als ein 
anderes Geburtsland als Deutschland der Mut-
ter, des Vaters oder des Kindes. Die Staatsan-
gehörigkeit der Eltern spielt bei dieser Definition 
keine Rolle. Mit dieser Definition erfolgt jedoch 
                                                
5 Jäger, Pia & Claassen, Kevin & Schillen, Philip & Lembcke, Hanna & Leyendecker, Birgit & Ott, Notburga & Brand, Angela & Busch, 
Julian. (2018). Psychische Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund im kommunalen Vorsorgesetting – Potenziale 
der Schuleingangsuntersuchung. Zeitschrift für Flüchtlingsforschung. 2. 231-261. 10.5771/2509-9485-2018-2-231. 
keine Unterscheidung, bei wem und mit wel-
chem kulturellen Hintergrund das Kind tatsäch-
lich aufwächst (Beispiel: Kinder aus Einelternfa-
milien mit unterschiedlichem Geburtsland von 
Mutter und Vater). 
Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
zeigen, dass der Anteil an Kindern mit Familien-
zuwanderungsgeschichte in Münster knapp 39 
Prozent in den Jahrgängen 2014/15, 44,2 Pro-
zent in den Jahrgängen 2016/17 und seit 2019 
etwa 42 Prozent beträgt (siehe Abbildung 4). 
 
Abbildung 4 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit und ohne Familienzuwanderungs-
geschichte in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 202 4 
in Münster 
3.3.3 Erstsprache 
Die Erfassung der Migrationsvorgeschichte an-
hand der Erstsprache erfolgt mit der Frage, wel-
che Sprache mit dem Kind in den ersten vier Le-
bensjahren überwiegend gesprochen wurde 
(Deutsch oder eine andere Sprache). Wenn bei 
zweisprachig aufgewachsenen Kindern (deutsch 
und eine andere Sprache wurden gleich häufig 
in den ersten vier Lebensjahren mit dem Kind 
gesprochen) ein Elternteil als Erstsprachler mit 
dem Kind Deutsch spricht, wird als Erstsprache 
Deutsch dokumentiert. 
Auch wenn der Anteil an Kindern mit einer Fami-
lienzuwanderungsschichte in den letzten Jahren 
relativ unverändert geblieben ist, zeigt sich bei

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
17 
 
Abbildung 5 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit deutscher / anderer Erstsprache in  
den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster 
der Erstsprache des Kindes, dass immer mehr 
Vorschulkinder mit einer anderen Muttersprache 
als Deutsch in den ersten vier Lebensjahren auf-
wachsen (Abbildung 5). Wiesen die Jahrgänge 
2014 und 2015 noch einen Anteil von 17,1 Pro-
zent Kinder mit anderer Erstsprache auf, sind es 
in den zusammengefassten Jahrgängen 2023 
und 2024 schon 27,8 Prozent, die eine andere 
Muttersprache als Deutsch haben. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Erstspra-
che findet sich im Anhang auf Seite 47. 
3.4 Besuchsdauer einer Kindertagesstätte 
Der Besuch einer Kindertagesstätte (Kita) gehört 
für die meisten Kinder inzwischen fest zu ihrem 
Alltag, nicht nur als Ort für Betreuung und Erzie-
hung, sondern auch als Bildungsort. In zahlrei-
chen Studien konnte bereits gezeigt werden, 
dass eine qualitativ hochwertige Betreuung in ei-
ner Kindertageseinrichtung einen positiven Ef-
fekt auf die kognitive und sprachliche Entwick-
lung des Kindes haben kann.
6 Eine Studie mit 
Daten des Nationalen Bildungspanels zeigt zu-
dem, dass Kinder aus sozial benachteiligten Fa-
milien von einer institutionellen Betreuung be-
sonders profitieren.
7  
Bei der Schuleingangsuntersuchung wird an-
hand der Angabe der Eltern/Sorgeberechtigten 
erfasst, ob das Kind eine Kita besucht und wenn 
ja, seit wann. Die Angabe zur Besuchsdauer be-
zieht sich auf den Zeitraum von der Aufnahme 
des Kindes in Kita bis zum Zeitpunkt der Ein-
schulungsuntersuchung. Nicht berücksichtigt 
wird dabei, ob das Kind die Einrichtung regelmä-
ßig besucht oder es unter Umständen längere 
Unterbrechungen gegeben hat. 
 
Abbildung 6 Dauer des Kitabesuchs von der Aufnahme in Kita (Angabe der Eltern / Sorgeberechtigten) bis zur Schulei n-
gangsuntersuchung der Schulanfängerinnen und Schulanfänger in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster
                                                
6 https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs2022/Kinderbetreuungsreport_2022_Studie5_Betreuungskarrieren.pdf [zuletzt abgerufen 
24.02.2025] 
7 https://www.lifbi.de/Portals/2/Publikationen/Transferberichte/LIfBi%20Forschung%20kompakt/LIfBi-Forschung-kompakt_05_Kita.pdf 
[zuletzt abgerufen 24.02.2025]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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18 
 
Abbildung 7 Prozentualer Anteil der in Deutschland geb o-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit einer 
Kitabesuchsdauer von mindestens 24 Monaten in den Ein-
schulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differen -
ziert nach Geschlecht, Erstsprache 
Abbildung 6 zeigt, dass Münsters Vorschulkin-
der im Verlauf der betrachteten elf Jahre immer 
länger eine Kita besucht haben. Besuchten in 
den zusammengefassten Einschulungsjahrgän-
gen 2014 und 2015 im Durchschnitt noch 14,9 
Prozent der Kinder mindestens vier Jahre eine 
Kita, waren es in den Jahrgängen 2023 und 
2024 schon 34,7 Prozent, wohingegen 57,8 Pro-
zent der Kinder der Jahrgänge 2014 und 2015, 
aber nur noch 30,9 Prozent der Kinder der Jahr-
gänge 2023 und 2024 die Kita bis zu drei Jahren 
Dauer besuchten.  
Für die weiteren Auswertungen wurde neben 
dem Geschlecht und der Erstsprache auch nach 
der Kitabesuchsdauer differenziert, um mögliche 
Zusammenhänge des Kitabesuchs mit den erho-
benen Befunden feststellen zu können. Dabei 
wurde mit einem Cut off-Wert der Kitabesuchs-
dauer von 24 Monaten (weniger als 24 Monate / 
mindestens 24 Monate) die Grenze bewusst auf 
zwei (letzte, beitragsfreie) Kitajahre, gelegt, um 
Hinweise darauf zu erhalten, ob und wie sich be-
reits zwei Jahre Kitabesuch auf die Fähigkeiten 
und Befunde der Kinder auswirken können. Da 
in der Schuleingangsuntersuchung nicht erho-
ben wird, wie lange ein Kind, das nicht in 
Deutschland geboren wurde, bereits in Deutsch-
land lebt, wurde bei den Auswertungen nach der 
Kitabesuchsdauer jeweils nur die Gruppe der 
Kinder betrachtet, die auch in Deutschland ge-
boren wurden, und somit überhaupt eine 
Chance hatten, die Kita mindestens zwei Jahre 
lang zu besuchen. Hier zeigt sich wie in Abbil-
dung 7 dargestellt, dass die in Deutschland ge-
borenen Kinder mit deutscher Erstsprache zum 
Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung häufi-
ger länger eine Kita besucht haben als die Kin-
der mit einer anderen Muttersprache.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
19 
4 Ausgewählte Untersuchungsergebnisse zur Gesundheit und Entwicklung 
Die Schuleingangsuntersuchung soll klären, ob ein Kind gesundheitlich, kognitiv und sozial-emotio-
nal den Anforderungen des Schulalltags gewachsen ist, oder ob unter Umständen ein Förderbedarf 
besteht. Hierzu sieht die Schuleingangsuntersuchung neben einer ausf ührlichen Anamnese, ver-
schiedene Untersuchungen sowie eine Beratung der Eltern/Sorgeberechtigten vor.  
Die Ergebnisse spiegeln allerdings den Entwicklungsstand des Kindes zum Zeitpunkt der Schulein-
gangsuntersuchung wider, nicht zum Zeitpunkt der Einschulung. Je  nachdem, wann im Untersu-
chungsjahr die Untersuchung stattfindet, kann der Untersch ied zwischen Untersuchung und Ein-
schulung für das einzelne Kind bis zu einem Jahr betragen. 
Sollten sich Entwicklungsdefizite bei der Untersuchung zeigen, erfolgt stets eine ausführliche Bera-
tung der Eltern/Sorgeberechtigten hinsichtlich der Fördermöglichkeiten für die Zeit bis zur Einschu-
lung. Das kann von Tipps für die häusliche Förderung, über Logopädie, Ergotherapie und Ähnliches 
bis hin zur Anbindung an eine Frühfördereinrichtung gehen. Aus d iesem Grund bemüht sich der 
Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheits- und Vete rinäramtes jedes Jahr, auch unab-
hängig von der während der Corona-Pandemie zwischenzeitlich  notwendig gewordenen Priorisie-
rung, die Kinder aus Stadtteilen, Kitas und (zukünftigen) Schulen  mit erfahrungsgemäß höheren 
Bedarfen an Förderung möglichst früh im Untersuchungsjahr zu unter suchen, um die Zeit bis zur 
Einschulung optimal zu nutzen und so jedem Kind einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.
 
Abbildung 8 Kategorisierung zur Beurteilung der Deutsch-
kenntnisse der Kinder, mit denen zu Hause in den erst en 
vier Lebensjahren nicht überwiegend Deutsch gesprochen 
wurde. Quelle: Jugendärztliche Definitionen, LZG.NRW 
4.1 Deutschkenntnisse 
Mehrere Sprachen zu beherrschen ist in der 
heutigen Zeit von Vorteil. Allerdings sind gute 
Deutschkenntnisse unabdingbar für einen er-
folgreichen Start in der Schule. Sie erleichtern 
das Lesen- und Schreibenlernen und die Kom-
munikation und Interaktion mit Anderen. Insbe-
sondere wenn Deutsch nicht die Familienspra-
che ist, wird in der Schuleingangsuntersuchung 
geprüft, ob die Deutschkenntnisse des Kindes 
ausreichen, um erfolgreich am Unterricht der 1. 
Klasse teilnehmen zu können oder ob der Bedarf 
an Förderung in der deutschen Sprache besteht.  
4.1.1 Deutschkenntnisse von Kindern mit einer 
anderen Erstsprache als Deutsch 
Die Beurteilung der Deutschkenntnisse – bei 
Kindern, mit denen zu Hause in den ersten vier 
Lebensjahren nicht überwiegend Deutsch ge-
sprochen wurde – erfolgt in der Schuleingangs-
untersuchung durch die Untersucherin / den Un-
tersucher gemäß den Kategorien in Abbildung 8. 
Für die Auswertung wurden die Kategorien der 
Deutschkenntnisse zusammengefasst in die Ka-
tegorien 1 bis 3 als „keine bis mäßige Deutsch-
kenntnisse“ und die Kategorien 4 und 5 als „gute 
bis sehr gute Deutschkenntnisse.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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20 
 
Abbildung 9 Prozentualer Anteil der in Deutschland geb orenen und mit nicht deutscher Erstsprache aufgewachsen en 
Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit keinen bis mäßigen / guten bis sehr guten Deutschkenntnissen in  den Ein-
schulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Kitabesuchsdauer

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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Die Daten der Einschulungsuntersuchungen 
2014 bis 2024 zeigen in Abbildung 9, dass ins-
gesamt der Anteil der in Deutschland geborenen 
Vorschulkinder nicht deutscher Muttersprache 
mit guten bis sehr guten Deutschkenntnissen 
über diesen Zeitraum um circa 15 Prozentpunkte 
von 71,1 Prozent auf 56,5 Prozent abgenommen 
hat. Dabei weist ein größerer Anteil Mädchen in 
allen Beobachtungszeiträumen bessere 
Deutschkenntnisse auf als Jungen. Betrachtet 
man den Einfluss der Kitabesuchsdauer wird 
deutlich, dass der Anteil Kinder, die mindestens 
24 Monate eine Kita besuchen, häufiger bessere 
Deutschkenntnisse aufweist als der Anteil Kin-
der, bei denen eine Kitabesuchsdauer bis zu 24 
Monate dokumentiert wurde.  
4.1.2 Deutschförderbedarf 
Die Feststellung eines Deutschförderbedarfs 
wird in der Schuleingangsuntersuchung wie die 
Beurteilung der Deutschkennnisse in Zusam-
menschau aller Befunde von der Untersucherin / 
dem Untersucher getroffen. 
Einfluss von Geschlecht und Erstsprache 
In Abbildung 10 zeigt sich, dass der Anteil Kinder 
mit Deutschförderbedarf an allen Kindern in den 
letzten elf Jahren kontinuierlich angestiegen ist 
von 17,1 Prozent in den Einschulungsjahrgän-
gen 2014/15 auf 23,2 Prozent in den Jahrgängen 
2023/24. Das bedeutet, fast ein Viertel aller Kin-
der eines Jahrgangs weist zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung inzwischen einen 
Deutschförderbedarf auf. Der Anteil Jungen mit 
Förderbedarf liegt dabei über dem gesamten 
Zeitraum etwas über dem der Mädchen. Von al-
len Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch 
ist, weisen in der Schuleingangsuntersuchung 
inzwischen mehr als 70 Prozent Deutschförder-
bedarf auf, knapp neun Prozent mehr als noch 
vor zehn Jahren.  
Einfluss der Kitabesuchsdauer 
Betrachtet man den Einfluss der Kitabesuchs-
dauer auf den Deutschförderbedarf, ist zu erken-
nen, dass sich dieser über die letzten Jahre so-
wohl in der Gruppe der Kinder, die bis 24 Monate 
eine Kita besucht haben, als auch bei den Kin-
dern mit mindestens zwei Jahren Kitabesuch er-
höht hat, die Kinder mit dem längeren Kitabe-
such jedoch signifikant weniger häufig Deutsch-
förderbedarf aufweisen als die Kinder, die weni-
ger als zwei Jahre eine Kita besuchten (siehe 
Abbildung 11). 
 
Abbildung 10 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Deutschförderbedarf in den Ein-
schulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differen -
ziert nach Geschlecht, nicht deutscher Erstsprache 
Die stadtteilbezogene Auswertung zum 
Deutschförderbedarf findet sich im Anhang auf 
Seite 48.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
22 
 
Abbildung 11 Prozentualer Anteil der in Deutschland gebo-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit nicht 
deutscher Erstsprache und Deutschförderbedarf in den 
Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, diff e-
renziert nach Kitabesuchsdauer 
4.2 Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening 
für Schuleingangsuntersuchungen (SOPESS) 
Entwicklungsstörungen gehören zu den häufigs-
ten Gesundheitsproblemen bei Kindern im Ein-
schulungsalter. 
Zur Schuleingangsuntersuchung gehört daher 
neben der Erhebung für den Schulbesuch rele-
vanter gesundheitlicher Befunde auch die Beur-
teilung der sozial-emotionalen Entwicklung so-
wie die Beurteilung des Entwicklungsstandes 
des Kindes in schulrelevanten Teilleistungsbe-
reichen. Hierzu wird seit vielen Jahren das stan-
dardisierte Sozialpädiatrische Entwicklungs-
screening für Schuleingangsuntersuchungen 
(SOPESS) angewendet. Dieses Screening 
wurde vom Landesinstitut für Gesundheit und 
Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (heute 
LZG.NRW) in Zusammenarbeit mit den Kinder- 
und Jugendgesundheitsdiensten der Gesund-
                                                
8 https://www.lzg.nrw.de/nocms/jahresberichte/reports/2019/up3/sopess_punkte/sopess.html [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
heitsämter Nordrhein-Westfalens und der Uni-
versität Bremen entwickelt.
8  
4.2.1 SOPESS: Auffälligkeiten beim Erkennen 
und Zeichnen von Objekten und Formen 
Das Erkennen und Zeichnen von Objekten und 
Formen zählt zu den Vorläuferfähigkeiten für 
den Erwerb von Schreib-, Lese- und Rechenfä-
higkeiten und ist damit eine Grundvorausset-
zung für einen erfolgreichen Schulbesuch. Zur 
Überprüfung dieser schulrelevanten Fähigkeit 
dienen Einzeltests in den Bereichen der Visuo-
motorik, der selektiven Aufmerksamkeit und des 
visuellen Wahrnehmens und Schlussfolgerns. 
 
Abbildung 12 Erfasste Kompetenzen im Merkmalsbereich 
„SOPESS: Erkennen und Zeichnen von Objekten und For-
men"; Quelle: LZG.NRW (eigene Darstellung) 
Die damit erfassten Kompetenzen sind in Abbil-
dung 12 dargestellt und beinhalten unter ande-
rem die Fähigkeit, sich konzentrieren und kurz-
fristig die Aufmerksamkeit fokussieren zu kön-
nen, eine ausreichende Auge-Hand-Koordina-
tion, die Fähigkeit, mit einem Schreibutensil Zei-
chen und Bilder auf eine Unterlage zu bringen, 
die feinmotorische Bewegungskoordination so-
wie das logisch schlussfolgernde Denken und 
das Erkennen von Zusammenhängen und Re-
geln. Als auffällig gelten Kinder, die in diesen 
Merkmalsbereichen mindestens ein auffälliges

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
23 
Screening-Ergebnis bei den schulärztlichen Un-
tersuchungen erhielten. 
Einfluss von Geschlecht und Erstsprache 
Abbildung 13 zeigt, dass der Anteil auffälliger 
Kinder im Merkmalsbereich „SOPESS: Erken-
nen und Zeichnen von Objekten und Formen“ 
zunächst von 2014 bis 2022 kontinuierlich zuge-
nommen hat von 20,1 Prozent auf 23,4 Prozent, 
in den zusammengefassten aktuellsten Jahrgän-
gen 2023 und 2024 jedoch etwa wieder auf das 
Niveau von 2014/15 zurückgegangen ist. Dabei 
zeigt sich in allen Beobachtungszeiträumen ein 
signifikanter Unterschied zwischen Jungen und 
Mädchen von mindestens 10 Prozentpunkten zu 
Gunsten der Mädchen. Betrachtet man die Erst-
sprache, mit der die untersuchten Kinder in den 
ersten vier Lebensjahren aufgewachsen sind, 
zeigt sich, dass Kinder, deren Erstsprache nicht 
Deutsch ist, über alle Zeiträume signifikant häu-
figer Auffälligkeiten im Merkmalsbereich aufwei-
sen als Kinder mit deutscher Muttersprache. Die 
Unterschiede betragen in allen Zeiträumen über 
20 Prozentpunkte.  
Einfluss der Kitabesuchsdauer 
Um den Einfluss der Kitabesuchsdauer auf den 
Merkmalsbereich „SOPESS: Erkennen und 
Zeichnen von Objekten und Formen“ zu untersu-
chen, wurden nur die in Deutschland geborenen 
Kinder betrachtet, die auch bereits die Möglich-
keit hatten, mindestens zwei Jahre eine Kita zu 
besuchen. Abbildung 14 zeigt, dass in allen Be-
obachtungszeiträumen die Kinder, die zum Zeit-
punkt der Schuleingangsuntersuchung mindes-
tens zwei Jahre eine Kita besucht haben, signifi-
kant weniger häufig Auffälligkeiten im Merkmals-
bereich aufweisen. Zudem liegt bei diesen Kin-
dern der Anteil Auffälliger bei gut 18 Prozent, 
und damit etwa wieder auf dem Niveau wie 
2014/15, während der Anteil auffälliger Kinder 
mit weniger als 24 Monaten Kitabesuchsdauer 
inzwischen bei 46,8 Prozent liegt und sich damit 
seit 2014/15 um gut 10 Prozentpunkte erhöht 
hat. Betrachtet man im Kontext der Kitabesuchs-
dauer die Erstsprache des Kindes, zeigt sich, 
dass alle Kinder signifikant weniger häufig Auf-
fälligkeiten im untersuchten Merkmalsbereich 
zeigen, wenn sie mindestens zwei Jahre eine 
Kita besucht haben. 
 
Abbildung 13 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereic h 
„SOPESS: Erkennen und Zeichnen von Objekten und For-
men" in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in 
Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache 
Allerdings weisen die Kinder mit nicht deutscher 
Muttersprache insgesamt häufiger Auffälligkei-
ten auf als die Kinder mit deutscher Erstsprache. 
Den höchsten Anteil an Auffälligkeiten weisen 
mit aktuell gut 60 Prozent die Kinder mit nicht 
deutscher Muttersprache und weniger als 24

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
24 
Monaten Kitabesuch auf, währenddessen der 
Anteil bei den Kindern mit deutscher Mutterspra-
che, die mehr als 24 Monate eine Kita besuchen, 
mit 13,5 Prozent am niedrigsten ist. 
 
Abbildung 14 Prozentualer Anteil der in Deutschland gebo-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffällig-
keiten im Merkmalsbereich „SOPESS: Erkennen und 
Zeichnen von Objekten und Formen" in den Einschulungs-
jahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenziert nach  
Kitabesuchsdauer und Erstsprache 
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Merk-
malsbereich „SOPESS: Erkennen und Zeichnen 
von Objekten und Formen“ findet sich im Anhang 
auf Seite 49. 
4.2.2 SOPESS: Auffälligkeiten im Umgang mit 
Zahlen und Mengen 
Der Umgang mit Zahlen und Mengen kann Hin-
weise auf Auffälligkeiten im Bereich der Vorläu-
ferfertigkeiten des Rechnens zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung geben. Hierzu die-
nen Tests aus den Merkmalsbereichen Zählen 
und Mengenvorwissen.  
In Abbildung 15 sind damit erfasste Kompeten-
zen dargestellt. Als auffällig gelten Kinder, die in 
diesen Merkmalsbereichen mindestens ein auf-
fälliges Screening-Ergebnis bei den schulärztli-
chen Untersuchungen erhielten. 
 
Abbildung 15 Erfasste Kompetenzen im Merkmalsbereich 
„SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen"; Quelle: 
LZG.NRW (eigene Darstellung) 
Einfluss von Geschlecht und Erstsprache 
Abbildung 16 zeigt, dass der Anteil der auffälli-
gen Kinder im Merkmalsbereich „SOPESS: Um-
gang mit Zahlen und Mengen“ von 2014 bis 2024 
kontinuierlich von 14, 3Prozent auf 19,3 Prozent 
zugenommen hat. Dabei zeigt die Gruppe der 
Jungen einen größeren Anteil auffälliger Kinder 
sowie einen etwas stärkeren Anstieg in den letz-
ten elf Jahren als die Mädchen. Betrachtet man 
die Erstsprache, mit der die untersuchten Kinder 
in den ersten vier Lebensjahren aufgewachsen 
sind, zeigt sich, dass Kinder, deren Erstsprache 
nicht Deutsch ist, in allen Zeiträumen etwa drei-
mal häufiger Auffälligkeiten im Merkmalsbereich 
aufweisen als Kinder mit deutscher Mutterspra-
che.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
25 
 
Abbildung 16 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereic h 
„SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen" in den Ein-
schulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differen -
ziert nach Geschlecht, Erstsprache 
Einfluss der Kitabesuchsdauer 
Um den Einfluss der Kitabesuchsdauer auf den 
Merkmalsbereich „SOPESS: Umgang mit Zah-
len und Mengen“ zu untersuchen, wurden auch 
hier nur die in Deutschland geborenen Kinder 
betrachtet. 
 
Abbildung 17 Prozentualer Anteil der in Deutschland gebo-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffällig-
keiten im Merkmalsbereich „SOPESS: Umgang mit Zahlen 
und Mengen" in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 
2024 in Münster, differenziert nach Kitabesuchsdauer und  
Erstsprache 
Abbildung 17 zeigt, dass in allen Beobachtungs-
zeiträumen die Kinder, die zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung mindestens zwei 
Jahre eine Kita besucht haben, signifikant weni-
ger häufig Auffälligkeiten im Merkmalsbereich 
aufweisen. Bei diesen Kindern liegt der Anteil 
Auffälliger in den beiden aktuellsten Jahrgängen 
bei 16,5 Prozent, während der Anteil auffälliger

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
26 
Kinder mit weniger als 24 Monaten Kitabesuchs-
dauer im selben Zeitraum bei knapp 40 Prozent 
liegt und sich damit seit 2014/15 um gut 16 Pro-
zentpunkte erhöht hat. Betrachtet man im Kon-
text der Kitabesuchsdauer die Erstsprache des 
Kindes, zeigt sich, dass sowohl Kinder mit deut-
scher wie auch anderer Muttersprache signifi-
kant weniger häufig Auffälligkeiten im untersuch-
ten Merkmalsbereich zeigen, wenn sie mindes-
tens zwei Jahre eine Kita besucht haben. Aller-
dings weisen die Kinder mit nicht deutscher Mut-
tersprache sowohl bei mindestens 24-monati-
gem als auch bei kürzerem Kitabesuch häufiger 
Auffälligkeiten auf als die Kinder mit deutscher 
Erstsprache. Den höchsten Anteil an Auffällig-
keiten weisen die Kinder mit nicht deutscher 
Muttersprache und weniger als 24 Monaten Kita-
besuch auf, das betrifft in den Jahrgängen 2023 
und 2024 gut die Hälfte der entsprechenden Kin-
der, währenddessen der Anteil bei den Kindern 
mit deutscher Muttersprache, die mindestens 24 
Monate eine Kita besuchen, mit aktuell 11,7 Pro-
zent am niedrigsten ist. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Merk-
malsbereich „SOPESS: Umgang mit Zahlen und 
Mengen“ findet sich im Anhang auf Seite 50. 
4.2.3 SOPESS: Pseudowörter nachsprechen 
Sprachkompetenz ist ein wichtiger Baustein so-
wohl im Alltag als auch für einen gelingenden 
Schulbesuch. Sprache und Sprechen sind 
Grundvoraussetzungen für die aktive Teilnahme 
am Unterricht und das Erlernen des Lesens und 
Schreibens. Eine medizinisch relevante Sprach-
entwicklungsstörung, die nicht ausreichend the-
rapiert wird, kann zu einer erheblichen Beein-
trächtigung des Kindes führen, die später nicht 
mehr aufgeholt werden kann. In der Schulein-
gangsuntersuchung werden Sprache und Spre-
chen im Rahmen des SOPESS Entwicklungs-
screenings untersucht. An dieser Stelle werden 
die Ergebnisse des Untertests „Pseudowörter 
nachsprechen“ berichtet, der, da nicht sprachge-
bunden, sowohl bei Kindern mit deutscher Erst-
sprache wie auch bei Kindern mit einer anderen 
Muttersprache als Deutsch durchgeführt wird. 
                                                
9 Jugendärztliche Definitionen. LZG.NRW 
 
Abbildung 18 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereic h 
„SOPESS: Pseudowörter nachsprechen" in den Einschu-
lungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt 
nach Geschlecht, Erstsprache 
Durch das Pseudowörternachsprechen kann die 
unmittelbare Merkspanne (auditive Merkfähig-
keit) erfasst werden, die beispielsweise bei Kin-
dern, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen, 
zwischen einer Sprachentwicklungsstörung und 
erwerbsbedingten Sprachschwierigkeiten 
(Fremdsprache) differenzieren kann
9.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
27 
Einfluss von Geschlecht und Erstsprache 
Abbildung 18 zeigt, dass der Anteil auffälliger 
Kinder im Merkmalsbereich „SOPESS: Pseu-
dowörter nachsprechen“ bei der Betrachtung al-
ler Kinder insgesamt auf niedrigem Niveau von 
unter 10 Prozent liegt, wobei ein geringer An-
stieg um gut 2 Prozentpunkte in den letzten elf 
Jahren zu verzeichnen ist. 
 
Abbildung 19 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Merkmalsbereic h 
„SOPESS: Pseudowörter nachsprechen" in den Einschu-
lungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt 
nach Kitabesuchsdauer und Erstsprache 
Die Gruppe der Jungen zeigt insgesamt einen 
etwas größeren Anteil auffälliger Kinder im Ver-
gleich zu den Mädchen sowie einen etwas stär-
keren Anstieg in den letzten elf Jahren. Differen-
ziert man nach der Erstsprache, mit der die un-
tersuchten Kinder in den ersten vier Lebensjah-
ren aufgewachsen sind, zeigt sich, dass Kinder, 
deren Erstsprache nicht Deutsch ist, in allen 
Zeiträumen häufiger Auffälligkeiten im Merk-
malsbereich aufweisen als Kinder mit deutscher 
Muttersprache. Zudem ist ein größerer Anstieg 
von 8,1 Prozent auf 14,9 Prozent zu verzeich-
nen, wohingegen bei den Kindern mit deutscher 
Muttersprache der Anteil auffälliger Kinder auf 
einem Niveau von knapp sechs Prozent in den 
letzten Jahrgängen wieder rückläufig ist. 
Einfluss der Kitabesuchsdauer 
Um den Einfluss der Kitabesuchsdauer auf den 
Merkmalsbereich „SOPESS: Pseudowörter 
nachsprechen“ zu untersuchen, wurden auch 
hier nur die in Deutschland geborenen Kinder 
betrachtet. Abbildung 19 zeigt, dass in allen Be-
obachtungszeiträumen die Kinder, die zum Zeit-
punkt der Schuleingangsuntersuchung mindes-
tens zwei Jahre eine Kita besucht haben, signifi-
kant weniger häufig Auffälligkeiten im Merkmals-
bereich aufweisen. Bei diesen Kindern liegt der 
Anteil Auffälliger in den beiden aktuellsten Jahr-
gängen bei gut 7 Prozent, während der Anteil 
auffälliger Kinder mit weniger als 24 Monaten 
Kitabesuchsdauer im selben Zeitraum bei fast 
20 Prozent liegt und sich damit seit 2014/15 um 
mehr als 10 Prozentpunkte erhöht hat. Betrach-
tet man im Kontext der Kitabesuchsdauer die 
Erstsprache des Kindes, zeigt sich, dass sowohl 
Kinder mit deutscher wie auch anderer Mutter-
sprache signifikant weniger häufig Auffälligkei-
ten im untersuchten Merkmalsbereich zeigen, 
wenn sie mindestens zwei Jahre eine Kita be-
sucht haben. Allerdings weisen die Kinder mit 
nicht deutscher Muttersprache sowohl bei min-
destens 24-monatigem als auch bei kürzerem 
Kitabesuch häufiger Auffälligkeiten auf als die 
Kinder mit deutscher Erstsprache. Den höchsten 
Anteil an Auffälligkeiten weisen die Kinder mit 
nicht deutscher Muttersprache und weniger als 
24 Monaten Kitabesuch auf, das betrifft in den 
Jahrgängen 2023 und 2024 gut ein Viertel der

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
28 
entsprechenden Kinder, währenddessen der An-
teil bei den Kindern mit deutscher Mutterspra-
che, die mindestens 24 Monate eine Kita besu-
chen, mit aktuell 5,4 Prozent am niedrigsten ist.  
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Merk-
malsbereich „SOPESS: Pseudowörter nach-
sprechen“ findet sich im Anhang auf Seite 51. 
4.3 Körpergewicht 
Übergewicht und Adipositas im Kindesalter füh-
ren nicht selten bereits im Kindes- und Jugend-
alter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
sowie zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für 
Erkrankungen im Erwachsenenalter. Außerdem 
sind Übergewicht und Adipositas bei Kindern 
und Jugendlichen mit einer erheblichen Ein-
schränkung der Lebensqualität sowie mit einem 
höheren Risiko für Mobbing verbunden
10. 
Bei der Schuleingangsuntersuchung werden das 
Gewicht und die Körpergröße des Kindes ermit-
telt und anhand der BMI-Referenzkurven von 
Kromeyer-Hausschild bewertet
11. Dies führt zu 
einer Einteilung nach Untergewicht / extremes 
Untergewicht, Normalgewicht und Überge-
wicht/Adipositas.  
Einfluss von Geschlecht und Erstsprache 
Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
der letzten elf Jahre zeigen mit Ausnahme der 
Jahrgänge 2014 und 2015 sowie der wegen der 
Corona-Pandemie nicht voll erhobenen Jahr-
gänge  2020 bis 2022 jeweils einen Anteil von 
unter zehn Prozent an Kindern, die an Überge-
wicht oder Adipositas leiden (siehe Abbildung 
20). Dabei gibt es keine signifikanten Unter-
schiede zwischen Jungen und Mädchen. Kinder 
mit einer anderen Muttersprache als Deutsch 
weisen jedoch in allen Beobachtungszeiträumen 
signifikant häufiger Übergewicht und Adipositas 
auf als Kinder mit einer anderen Muttersprache. 
Insgesamt ist jedoch der Anteil an Kindern mit 
Übergewicht und Adipositas über die betrachte-
ten elf Jahre leicht rückläufig. 
                                                
10 https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/3031.2/JoHM_01_2018_Adipositas_KiGGS-Welle2.pdf?sequence=7&isAllowed=y [zu-
letzt abgerufen 24.02.2025] 
11 https://adipositas-gesellschaft.de/ueber-adipositas/adipositas-im-kindes-jugendalter/ [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
 
Abbildung 20 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Übergewicht und Adipositas in den  
Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, diff e-
renziert nach Geschlecht, Erstsprache

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
29 
Einfluss der Kitabesuchsdauer 
Um einen möglichen Einfluss der Kitabesuchs-
dauer auf Körpergewicht zu untersuchen, wur-
den auch an dieser Stelle nur die in Deutschland 
geborenen Kinder betrachtet. 
 
Abbildung 21 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit Übergewicht und Adipositas in den  
Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, diff e-
renziert nach Kitabesuchsdauer und Erstsprache 
Abbildung 21 zeigt, dass in allen Beobachtungs-
zeiträumen die Kinder, die zum Zeitpunkt der 
                                                
12 https://www.kindersicherheit.de/kindersicherheit/sicherheitstipps/8-tipps-wie-kinder-sicher-schwimmen-lernen [zuletzt abgerufen 
24.02.2025] 
Schuleingangsuntersuchung mindestens zwei 
Jahre eine Kita besucht haben, signifikant weni-
ger häufig Übergewicht und Adipositas aufwei-
sen. Bei diesen Kindern liegt der Anteil mit Über-
gewicht und Adipositas in den beobachteten 
Zeiträumen zwischen knapp 8 und gut 10 Pro-
zent, während der Anteil auffälliger Kinder mit 
weniger als 24 Monaten Kitabesuchsdauer zwi-
schen knapp 15 und 17 Prozent liegt. Betrachtet 
man im Kontext der Kitabesuchsdauer die Erst-
sprache des Kindes, zeigt sich auch hier, dass 
sowohl Kinder mit deutscher wie auch anderer 
Muttersprache signifikant weniger häufig Über-
gewicht und Adipositas aufweisen, wenn sie 
mindestens zwei Jahre eine Kita besucht haben. 
Allerdings weisen die Kinder mit nicht deutscher 
Muttersprache sowohl bei mindestens 24-mona-
tigem als auch bei kürzerem Kitabesuch häufiger 
Auffälligkeiten auf als die Kinder mit deutscher 
Erstsprache. Den höchsten Anteil an Überge-
wicht und Adipositas weisen die Kinder mit nicht 
deutscher Muttersprache und weniger als 24 
Monaten Kitabesuch auf, das betrifft in den Jahr-
gängen 2023 und 2024 gut 17 Prozent der ent-
sprechenden Kinder, währenddessen der Anteil 
bei den Kindern mit deutscher Muttersprache, 
die mehr als 24 Monate eine Kita besuchen, mit 
aktuell gut 6 Prozent am niedrigsten ist. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Körper-
gewicht findet sich im Anhang auf Seite 52.  
4.4 Schwimmfähigkeit 
Neben der Prävention von Ertrinkungsunfällen 
hat die Fähigkeit, schwimmen zu können, große 
Bedeutung für die Gesundheit und Entwicklung 
von Kindern. Muskelkraft, Ausdauer, Koordinati-
onsfähigkeit, aber auch Entspannung und nicht 
zuletzt die Möglichkeit der Teilhabe an Freizeit-
aktivitäten mit Anderen spielen eine Rolle. Mit 
etwa fünf Jahren ist ein Kind laut Bundesarbeits-
gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. für 
die Teilnahme an einem Schwimmkurs für An-
fänger bereit
12. 
Die Fähigkeit, schwimmen zu können, wird in 
Münster schon viele Jahre bei der Einschulungs-
untersuchung von den Eltern/Sorgeberechtigten

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
30 
erfragt. Erst seit dem Jahr 2021 wird dabei mit 
erfragt, ob bereits ein Schwimmkurs absolviert 
wird/wurde oder sich die Familie bereits um ei-
nen Kurs bemüht, aber noch keinen Platz erhal-
ten hat.
 
Abbildung 22 Angaben zur Schwimmfähigkeit laut Eltern/ Sorgeberechtigten der Schulanfängerinnen und Schulanfä nger 
der Einschulungsjahrgänge 2021 bis 2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache 
 
Abbildung 22 zeigt, dass der Anteil der Kinder, 
die zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersu-
chung laut Angabe der Eltern/Sorgeberechtigten 
noch nicht schwimmen können, zwischen den 
Einschulungsjahrgängen 2021/22 und 2023/24 
von 80,4 Prozent auf 73,2 Prozent gesunken ist 
und mehr Kinder an einem Schwimmkurs teil-
nahmen oder auf einer Warteliste standen. Hin-
sichtlich des Geschlechts zeigt sich, dass ein et-
was größerer Anteil Mädchen zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung bereits schwim-
men kann. Kinder mit Erstsprache Deutsch kön-
nen laut Angabe der Eltern/Sorgeberechtigten 
häufiger schwimmen als Kinder mit einer ande-
ren Muttersprache und besuchen häufiger einen 
Schwimmkurs. 
Ein differenzierteres Bild hinsichtlich der 
Schwimmfähigkeit im Zeitverlauf zeigt Abbildung 
23. Neben der Frage, ob das Kind generell 
schon schwimmen kann, werden die Eltern/Sor-
geberechtigten in der Schuleingangsuntersu-
chung auch nach dem bereits erreichten 
Schwimmabzeichen des Kindes gefragt. Hier 
zeigt sich, dass der Anteil an Kindern mit min-
destens dem Schwimmabzeichen „Seepferd-
chen“ von circa 30 Prozent in den Jahrgängen 
bis 2019 bis auf 16,5 Prozent in den Corona-
Jahrgängen gesunken und seitdem wieder an-
gestiegen ist auf einen Anteil von knapp 22 Pro-
zent in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 
2024. Auch hier sind Unterschiede in allen be-

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
31 
trachteten Zeiträumen hinsichtlich des Ge-
schlechtes zu verzeichnen. 
 
Abbildung 23 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger, die bereits das Schwimmabzeichen 
„Seepferdchen“ erreicht haben, in den Einschulungsjahr-
gängen 2014 bis 2024 in Münster, differenziert nach Ge -
schlecht, Erstsprache 
Der Anteil Jungen, der bereits das Seepferd-
chen-Abzeichen erreicht hat, ist dabei jeweils 
geringer als der Anteil der Mädchen. Kinder mit 
einer anderen Erstsprache als Deutsch haben in 
allen Zeiträumen signifikant weniger häufig das 
Abzeichen erreicht. In den aktuellsten Einschu-
lungsjahrgängen beträgt der Anteil nur noch 
knapp unter fünf Prozent, wohingegen Kinder 
mit deutscher Erstsprache und dem Seepferd-
chen-Abzeichen einen Anteil von 28,5 Prozent 
aufweisen. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur 
Schwimmfähigkeit findet sich im Anhang auf 
Seite 53.  
4.5 Radfahren ohne Stützräder 
Fahrradfahren trägt neben den Vorteilen, die es 
für die Gesundheit im engeren Sinne hat (Herz-
Kreislauf, Atmung, Muskelkraft, Immunsystem), 
im Kindesalter auch wesentlich zu einer gesun-
den Entwicklung bei. Gleichgewicht und Balance 
werden durch das Radfahren (insbesondere 
ohne Stützräder) trainiert, Aufmerksamkeit und 
Reaktionsschnelligkeit werden gefördert, zudem 
lernen Kinder, mehrere Handlungen koordiniert 
und zeitgleich auszuführen. Nicht zuletzt bedeu-
tet Fahrradfahren aber auch, an gemeinsamen 
Aktivitäten mit Gleichaltrigen teilnehmen zu kön-
nen, sei es zum Beispiel auf den Weg mit dem 
Fahrrad in die Schule oder in der Freizeit. 
Seit dem Einschulungsjahrgang 2021 wird In 
Münster bei der Schuleingangsuntersuchung die 
Radfahrfähigkeit des Kindes von den Eltern/Sor-
geberechtigten erfragt. Abbildung 24 zeigt, dass 
der Anteil der Kinder, die ohne Stützräder Rad-
fahren können, insgesamt mit circa 85 Prozent 
hoch ist, es allerdings große Unterschiede gibt 
zwischen Kindern mit deutscher Muttersprache 
und Kindern, mit denen in den ersten vier Le-
bensjahren hauptsächlich eine andere Sprache 
gesprochen wurde. Von den Kindern der Ein-
schulungsjahrgänge 2023 und 2024 mit Mutter-
sprache Deutsch konnten zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung knapp 92 Prozent 
ohne Stützräder Radfahren, von den Kindern mit 
einer anderen Muttersprache nur gut 67 Prozent. 
Ein kleinerer Unterschied zeigt sich für die bei-
den Jahrgänge hinsichtlich des Geschlechtes zu 
Gunsten der Jungen, die etwas häufiger ohne 
Stützräder Radfahren können als Mädchen. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Fähigkeit, 
ohne Stützräder Radfahren zu können, findet

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
32 
sich im Anhang auf Seite 54. 
 
Abbildung 24 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger, die ohne Stützräder Radfahren kön-
nen, in den Einschulungsjahrgängen 2020 bis 2024 in 
Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache 
4.6 Sport in einem Sportverein / einer Sport-
gruppe 
Sport hat für Kinder nicht nur gesundheitliche 
Vorteile. Vor allem der Sport in einem Verein 
oder in einer festen Gruppe trägt auch zur Ent-
wicklung sozialer Fähigkeiten bei. Teamwork, 
Verantwortungsbewusstsein und Selbstbe-
wusstsein werden gefördert, der Umgang mit Er-
folg und Misserfolg gelernt und nicht zuletzt bie-
tet Sport einen Kontrast zu den immer mehr Zeit 
einnehmenden passiven Aktivitäten wie Fernse-
hen oder Computerspielen.  
In der Schuleingangsuntersuchung wird von den 
Eltern/Sorgeberechtigten erfragt, ob das Kind 
zum Zeitpunkt der Untersuchung Sport in einem 
Sportverein oder einer Sportgruppe treibt. Hier 
zeigt sich, wie in Abbildung 25 dargestellt, dass 
der Anteil Kinder, die Sport in einem Verein oder 
in einer Gruppe treiben, an allen Kindern über 
die letzten Jahre ziemlich konstant bei circa 54 
Prozent liegt. Der Anteil Mädchen liegt in allen 
Beobachtungszeiträumen über dem der Jungen. 
Vergleicht man die Kinder mit deutscher und 
nicht deutscher Erstsprache, zeigt sich, dass der 
Anteil der Kinder mit deutscher Erstsprache, die 
Sport in einem Verein / einer Sportgruppe ma-
chen, mit gut 60 Prozent etwa doppelt so groß 
ist wie der Anteil Kinder mit anderer Erstsprache.  
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Sport im 
Sportverein / in einer Sportgruppe findet sich im 
Anhang auf Seite 55.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
33 
 
Abbildung 25 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger, die Sport in einem Sportverein / in einer 
Sportgruppe treiben, in den Einschulungsjahrgängen 2014 
bis 2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Ers t-
sprache (n.e. = nicht erhoben) 
4.7 Medienkonsum 
Die modernen Medien haben sich in den letzten 
Jahren rasant verbreitet und sind auch im tägli-
chen Umgang bei Kindern in allen sozialen 
                                                
13 https://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medien-gefahren/ [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
14 https://register.awmf.org/assets/guidelines/027-075l_S2k_Praevention-dysregulierten-Bildschirmmediengebrauchs-Kinder-Jugendli-
che_2023-09.pdf [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
Schichten nicht mehr wegzudenken. Unter Me-
dienkonsum wird die Nutzung von Bildschirm-
medien wie Fernseher, Computer, Tablets, 
Spielekonsolen oder Smartphones zum passi-
ven Konsum, zum Spielen oder zur Kommunika-
tion verstanden. Moderne Medien können 
durchaus als sinnvolle Ergänzung schulischer 
und außerschulischer Bildung dienen, jedoch 
birgt vor allem ein zu früher, zu häufiger und 
nicht altersgerechter Konsum Gefahren hinsicht-
lich unter anderem der Sprachentwicklung, Kon-
zentrationsfähigkeit, in Bezug auf die Entwick-
lung von Übergewicht/Adipositas oder Haltungs-
schäden.
13 Gemäß der Leitlinie „Prävention dys-
regulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kind-
heit und Jugend“ wird bei 3- bis 6-jährigen Kin-
dern eine Nutzung von Bildschirmmedien von 
höchstens 30 Minuten an einzelnen Tagen emp-
fohlen.
14 
 
Abbildung 26 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit mehr als 30 Minuten Medienkonsum 
pro Tag in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 i n 
Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache 
Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung ga-
ben die Eltern/Sorgeberechtigten von 43 Pro-
zent der untersuchten Kinder eine tägliche Medi-
ennutzung von mehr als 30 Minuten bei ihren 
Kindern an, bei den Jungen war dieser Anteil

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
34 
noch etwas größer als bei den Mädchen. Kinder 
mit einer anderen Erstsprache als Deutsch zeig-
ten mit knapp 69 Prozent einen mehr als doppelt 
so großen Anteil mit einer Mediennutzung von 
mehr als 30 Minuten wie Kinder mit deutscher 
Erstsprache.  
Die stadtteilbezogene Auswertung zum Medien-
konsum findet sich im Anhang auf Seite 56.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
35 
5 Gesundheitsvorsorge im Kindesalter 
Kinder gesund zu halten und vor Krankheiten zu schützen sind elementare Bausteine für ein gesun-
des Aufwachsen. Im Rahmen der primären und sekundären Prävention von  Krankheiten und Ent-
wicklungsstörungen dienen hierzu unter anderem die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder sowie die 
Impfungen.
5.1 Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchun-
gen für Kinder 
Die kindliche Entwicklung verläuft gerade in den 
ersten Jahren in großen Schritten. Umso wichti-
ger ist es, den Gesundheitszustand sowie die al-
tersgerechte Entwicklung regelmäßig ärztlich 
überprüfen zu lassen. Hierfür hat der Gesetzge-
ber die Gesundheitsuntersuchungen für Kinder 
und Jugendliche („U-Untersuchungen“) im Leis-
tungskatalog der gesetzlichen Krankenversiche-
rung festgelegt (§ 26 SGB V). Aktuell sind dies 
die zehn Untersuchungen U1 bis U9 sowie die 
J1, die jedem Kind kostenlos zur Verfügung ste-
hen. Einzelne Krankenkassen übernehmen dar-
über hinaus zusätzliche Untersuchungen für Kin-
der im Grundschulalter (U10 und U11) und für 
Jugendliche (J2). 
 
Abbildung 27 Vorgesehenes Alter des Kindes für die Vor-
sorgeuntersuchungen U1 bis U9, Quelle: https://www.k in-
dergesundheit-info.de/ (eigene Darstellung) 
                                                
15 https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000719 [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
16 https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000065 [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
Inhalte dieser Untersuchungen sind neben spe-
ziellen Screening-Untersuchungen (zum Bei-
spiel Früherkennung von angeborenen Stoff-
wechseldefekten, Seh-/Hörscreening) die kör-
perliche Untersuchung, die Erhebung von Größe 
und Gewicht, spezielle Untersuchungen, die 
Rückschlüsse auf die altersgerechte Entwick-
lung ermöglichen (zum Beispiel Grob- und Fein-
motorik, Sprache, sozialemotionale Entwick-
lung) sowie die Beratung der Eltern/Sorgebe-
rechtigten hinsichtlich individueller Risikofakto-
ren (zum Beispiel Ernährung, Schlaf, Allergien). 
Die Untersuchungen sollten möglichst lückenlos 
in Anspruch genommen werden, um bei Bedarf 
rechtzeitig Maßnahmen zur weiteren Diagnostik 
und Therapie einleiten zu können. Die Untersu-
chungsergebnisse werden im gelben Kinder-Un-
tersuchungsheft festgehalten, das den Eltern mit 
der ersten Untersuchung in der Geburtsklinik 
oder bei der Kinder- und Jugendärztin / beim 
Kinder- und Jugendarzt ausgehändigt wird. 
Bereits seit dem Jahr 1971 gibt es die Kinder-
Vorsorgeuntersuchungen als verbindliche Maß-
nahme zur Früherkennung von Krankheiten bei 
Kindern. Um der Verbindlichkeit dieser Untersu-
chungen Ausdruck zu verleihen, wurde unter an-
derem auch in Nordrhein-Westfalen ein Einlade- 
und Meldewesen gesetzlich verankert, das die 
Arztpraxis auf Grundlage der 
Verordnung zur 
Datenmeldung der Teilnahme an Kinderfrüher-
kennungsuntersuchungen / U-Untersuchun-
gen
 (UTeilnahmeDatVO)15 in Verbindung mit § 
32a Heilberufsgesetz 16 verpflichtet, durchge-
führte Untersuchungen an die Zentrale Stelle 
Gesunde Kindheit (ZSGK) am Landeszentrum 
Gesundheit Nordrhein-Westfalen zu melden. 
Diese nimmt einen Datenabgleich mit den zu un-
tersuchenden Kindern vor und informiert bei

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
36 
Nicht-Teilnahme den örtlichen Träger der öffent-
lichen Jugendhilfe. Dieser entscheidet dann, ob 
eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt und 
welche Maßnahmen gegebenenfalls eingeleitet 
werden. 
 
Abbildung 28 Prozentualer Anteil der in Deutschland gebo-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger, von denen  
bei der Schuleingangsuntersuchung das Vorsorgeheft vor-
gelegt wurde, in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 
2024 in Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstspra -
che 
5.1.1 Vorlage Untersuchungsheft 
Mit der Einladung zur Schuleingangsuntersu-
chung werden die Eltern/Sorgeberechtigten aus-
drücklich aufgefordert, das Untersuchungsheft 
ihres Kindes mitzubringen, um die Teilnahme an 
den Untersuchungen feststellen und ergän-
zende Angaben aus dem Heft in die Beurteilung 
des Gesundheits- und Entwicklungszustandes 
des Kindes in die Beratung der Eltern/Sorgebe-
rechtigten einfließen lassen zu können. Um eine 
größtmögliche Vollzähligkeit an mitgebrachten 
Untersuchungsheften zu erreichen, wird auf der 
Einladung zur Untersuchung seit vielen Jahren 
schon ein Bild des Untersuchungsheftes mit ab-
gedruckt. Die Vorlage des Heftes ist jedoch frei-
willig. Die folgenden Ergebnisse beziehen sich 
demnach nur auf die Kinder, deren Vorsorgeheft 
vorgelegt wurde. 
Da nicht alle Kinder, die an der Schuleingangs-
untersuchung teilnehmen, in Deutschland gebo-
ren wurden und somit per se keine lückenlose 
Inanspruchnahme der Untersuchungen aufwei-
sen können, beziehen sich die folgenden Aus-
wertungen nur auf die in Deutschland geborenen 
Kinder, von denen das Untersuchungsheft vor-
gelegt wurde. 
Abbildung 28 zeigt, dass der Anteil in Deutsch-
land geborener Kinder, von denen das Vorsor-
geheft vorgelegt wurde, in den vergangenen elf 
Jahren immer über 90 Prozent lag. Allerdings ist 
über den Gesamtzeitraum ein Rückgang zu ver-
zeichnen von 95 Prozent bis 2019 auf 92 Pro-
zent in den aktuellsten Jahrgängen 2023 und 
2024. Der Anteil Jungen mit vorgelegtem Unter-
suchungsheft unterscheidet sich nicht signifikant 
von dem der Mädchen. Untersuchungshefte von 
Kindern mit deutscher Erstsprache wurden sig-
nifikant häufiger vorgelegt als Hefte von Kindern 
mit nicht deutscher Erstsprache. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Vollstän-
digkeit der Dokumentation der Vorsorgeuntersu-
chungen findet sich im Anhang auf Seite 57.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
37 
5.1.2 Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersu-
chungen U1 - U8 
 
Abbildung 29 Prozentualer Anteil der in Deutschland gebo-
renen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit vollstän-
digen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8, in den Einschu-
lungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster, differenzie rt 
nach Geschlecht, Erstsprache 
Abbildung 29 zeigt den Anteil der in Deutschland 
geborenen Kinder mit vorgelegtem Untersu-
chungsheft, die eine lückenlose Dokumentation 
der Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8 (inklu-
sive der U7a) aufweisen. Es zeigt sich, dass die 
Vollständigkeit der Untersuchungen in den ver-
gangenen elf Jahren insgesamt zugenommen 
hat von unter 80 Prozent auf über 90 Prozent. Zu 
berücksichtigen ist hier allerdings, dass die U7a 
erst später mit in die Kinder-Richtlinien aufge-
nommen wurde. Sie sollte zwar dem Einschu-
lungsjahrgang 2014 bereits zur Verfügung ge-
standen haben, allerdings liegen die Inanspruch-
nahme-Raten in den Einschulungsjahrgängen 
bis 2017 noch deutlich unter denen der anderen 
Vorsorgeuntersuchungen. Seit dem Einschu-
lungsjahrgang 2018 scheint sich die U7a soweit 
etabliert zu haben, dass sie wie alle anderen Un-
tersuchungen in Anspruch genommen wird. Die 
Gruppe der Mädchen unterscheidet sich nicht 
signifikant von der der Jungen, was die Vollstän-
digkeit der Untersuchungen angeht. Kinder mit 
nicht deutscher Erstsprache weisen allerdings 
über den gesamten Zeitraum einen geringeren 
Anteil an vollständigen Untersuchungen auf. Be-
trachtet man nur die Jahrgänge ab 2018 stellt 
sich in dieser Gruppe sogar ein wieder rückläufi-
ger Trend dar. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Vollstän-
digkeit der Vorsorgeuntersuchungen findet sich 
im Anhang auf Seite 58. 
5.2 Impfungen 
Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirk-
samsten Präventionsmaßnahmen gegen Infekti-
onskrankheiten. Sie schützen nicht nur die ge-
impfte Person, sondern der Großteil trägt bei ei-
ner hohen Durchimpfungsrate auch zu einem 
Gemeinschaftsschutz (Herdenimmunität) bei, so 
dass auch Personen geschützt werden, die aus 
unterschiedlichen Gründen selber nicht geimpft 
werden können. 
In Deutschland geltende Impfempfehlungen 
werden von der Ständigen Impfkommission am 
Robert-Koch-Institut (STIKO) entwickelt. Diese 
Impfempfehlungen orientieren sich an der aktu-
ellen Forschung und Impfstoffentwicklung und 
werden jährlich aktualisiert. Aktuell sehen die 
Empfehlungen Impfungen für Kinder und Ju-
gendliche vor gegen Masern, Mumps, Röteln, 
Varizellen (Windpocken), Tetanus (Wundstarr-
krampf), Diphtherie, Polio (Kinderlähmung), Per-

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
38 
tussis (Keuchhusten), Hib (Haemophilus in-
fluenzae Typ b), Hepatits B, Pneumokokken, 
Meningokokken und Rotaviren. Die Grundimmu-
nisierung gegen diese Erkrankungen erfolgt/be-
ginnt bereits im ersten Lebensjahr. Darüber hin-
aus wird für alle Kinder und Jugendlichen ab 
neun Jahren die Impfung gegen HPV (Humane 
Papillomviren) empfohlen.
17 
In Deutschland gibt es keine allgemeine Impf-
flicht, allerdings gilt seit 1. März 2020 das Gesetz 
für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der 
Impfprävention (Masernschutzgesetz), das den 
Schutz vor Masern in Gemeinschaftseinrichtun-
gen wie beispielsweise Kindertagesstätten und 
Schulen sowie in medizinischen Einrichtungen 
fördern soll. Es sieht vor, dass alle Kinder ab 
dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt 
in die Gemeinschaftseinrichtung die von der 
STIKO empfohlenen Masern-Impfungen oder ei-
nen ausreichenden Masern-Titer vorwei-
sen. Gleiches gilt für nach 1970 geborene Per-
sonen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder 
medizinischen Einrichtungen arbeiten.
18 
5.2.1 Impfdokumentation 
In Deutschland existiert kein zentrales Impfregis-
ter. Durchgeführte Impfungen werden neben der 
Dokumentation in den Arztpraxen nur im persön-
lichen Impfausweis einer Person dokumentiert. 
Die Schuleingangsuntersuchung bietet daher 
eine wichtige Möglichkeit, Informationen zur 
Durchimpfungsrate einzelner Impfungen eines 
gesamten Jahrgangs zu erheben. Aus diesem 
Grund werden die Eltern/Sorgeberechtigten mit 
der Einladung zur Schuleingangsuntersuchung 
ausdrücklich aufgefordert, neben dem Kinder-
Untersuchungsheft auch den Impfausweis des 
Kindes mitzubringen. Auch ein Bild eines Impf-
ausweises ist seit vielen Jahren auf der Einla-
dung zur Untersuchung abgedruckt. Sollte der 
Impfausweis zur Untersuchung nicht vorliegen, 
wird mit Einverständnis der Eltern/Sorgeberech-
tigten die jeweilige kinderärztliche Praxis kontak-
tiert mit der Bitte um Auskunft über den Impfsta-
tus des Kindes. Dieses Vorgehen hat sich inzwi-
schen sehr bewährt und trägt jedes Jahr zur 
                                                
17 https://www.impfen-info.de/download/7049-BZgA_Impfkalender_2025_farbig.pdf [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
18 https://www.masernschutz.de/ [zuletzt abgerufen 24.02.2025] 
bestmöglichen Vollständigkeit der Daten bei. 
 
Abbildung 30 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger, von denen bei der Schuleingangsun-
tersuchung eine Dokumentation der erfolgten Impfungen 
vorlag, in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 i n 
Münster, differenziert nach Geschlecht, Erstsprache 
Anders als bei dem Vorsorgeheft ist in den meis-
ten Fällen davon auszugehen, dass auch im 
Ausland geborene Kinder über ein Impfdoku-

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
39 
ment verfügen. Daher erfolgt hier keine Be-
schränkung auf die in Deutschland geborenen 
Kinder.  
Abbildung 30 zeigt, dass dem Gesundheits- und 
Veterinäramt im gesamten Beobachtungszeit-
raum die Impfdokumentation bei über 95 Pro-
zent aller Kinder am Termin der Schuleingangs-
untersuchung vorlag beziehungsweise im An-
schluss an die Untersuchung von den niederge-
lassenen Kinderärztinnen und -ärzten eingeholt 
werden konnte. Hierbei unterscheidet sich der 
Anteil der Jungen mit vorliegender Dokumenta-
tion nicht signifikant von dem Anteil der Mäd-
chen, jedoch lag bei den Kindern mit deutscher 
Erstsprache signifikant häufiger eine Impfdoku-
mentation vor im Vergleich zu den Kindern mit 
nicht deutscher Erstsprache (97,4 versus 94,3 
Prozent in den beiden aktuellsten Einschulungs-
jahrgängen). Betrachtet man alle Jahrgänge der 
letzten elf Jahre hat sich die Quote an vorliegen-
den Impfdokumentation in der letztgenannten 
Gruppe jedoch von ehemals 87,4 Prozent auf die 
oben genannten 94,3 Prozent erhöht.  
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Vollstän-
digkeit der Impfdokumentation findet sich im An-
hang auf Seite 59. 
5.2.2 Impfquoten ausgewählter Schutzimpfun-
gen 
Die Ergebnisse zu den Raten ausgewählter Imp-
fungen beziehen sich auf die Grundimmunisie-
rung und die damit gemäß STIKO-Empfehlung 
verbundene Anzahl an Impfungen. In welchem 
Alter die Impfungen dabei jeweils erfolgten, das 
heißt zeitgerecht oder nicht, lässt sich aus den 
erhobenen Daten nicht ermitteln, da nur die je-
weilige Anzahl der Impfungen dokumentiert wird. 
Die Quoten beziehen sich zudem nur auf die Kin-
der, von denen eine Impfdokumentation vorlag. 
Vermutlich werden die Impfquoten daher gene-
rell eher etwas überschätzt, da in die Gruppe der 
Kinder mit nicht vorliegender Impfdokumentation 
auch ungeimpfte Kinder fallen, die kein Impfheft 
besitzen. 
                                                
19 https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Masern.pdf [abgeru-
fen 24.02.2025] 
Masern, Mumps, Röteln, Windpocken 
Der vollständige Impfschutz gegen Masern, 
Mumps, Röteln (MMR) und Windpocken ist laut 
STIKO jeweils mit zwei erfolgten Impfungen er-
reicht. Die zweite Impfung dient hierbei nicht als 
Verstärker (Booster), sondern soll den Perso-
nen, die nach der ersten Impfung noch nicht im-
mun waren, zu einem Schutz vor der Erkrankung 
verhelfen.
19 Für die 2-fache MMR-Impfung hat 
die World Health Organization (WHO) als Ziel 
eine Durchimpfungsrate von mindestens 95 Pro-
zent zur Elimination der Erkrankungen ausgege-
ben.  
Im Folgenden wird aufgrund der Neueinführung 
des Masernschutzgesetzes explizit die Inan-
spruchnahme der Masernimpfung im Zeitverlauf 
der letzten elf Jahre für jeden Einschulungsjahr-
gang einzeln dargestellt, die Impfquoten der 
Mumps-, Röteln- und Windpockenimpfung fin-
den sich im Anhang ab Seite 65.  
Abbildung 31 zeigt, dass der Anteil zweifach ge-
gen Masern geimpfter Kinder im Vorschulalter in 
Münster im Verlauf der letzten Jahre stetig ange-
stiegen ist und seit Einführung des Masern-
schutzgesetzes das WHO-Ziel von 95 Prozent 
Durchimpfungsrate in Münster erreicht wird. Ein-
fach geimpft sind inzwischen fast 100 Prozent 
der Vorschulkinder mit vorliegender Impfdoku-
mentation. 
Die stadtteilbezogene Auswertung zur Masern-
impfung findet sich im Anhang auf Seite 60.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
40 
 
Abbildung 31 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen 
und Schulanfänger mit 1-facher und 2-facher Masernimp-
fung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in 
Münster 
Tetanus, Diphtherie, Polio, Pertussis, Haemo-
philus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B 
Die Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diph-
therie, Polio, Keuchhusten, Hib und Hepatitis B 
erfolgt größtenteils über eine Kombinationsimp-
fung (sogenannte Sechsfachimpfung bezie-
hungsweise Fünffachimpfung ohne den Wirk-
stoff gegen Hepatitis B). Bis Mitte 2020 wurden 
von der STIKO für eine abgeschlossene 
Grundimmunisierung jeweils vier Impfungen 
empfohlen (sogenanntes „3+1 Impfschema“). 
2020 aktualisierte die STIKO ihre Empfehlung 
für die Sechsfachimpfung im Säuglingsalter und 
empfiehlt jetzt das reduzierte "2+1-Impfschema". 
Dieses sieht – bei vergleichbarem Impfschutz – 
für die Grundimmunisierung von Säuglingen 
eine Impfstoffdosis weniger vor als beim bisheri-
gen Schema.
20 
Die Impfquoten der Sechsfachimpfung im Zeit-
verlauf werden für jede der sechs Impfungen in 
im Anhang ab Seite 66 dargestellt.
                                                
20 https://dgk.de/presse/gesundheitsthemen/infektionen-impfen/neue-stiko-impfempfehlung-fuer-die-sechsfachimpfung.html [zuletzt ab-
gerufen 24.02.2025]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
41 
6 Fazit, Handlungsfelder und Ausblick
Der Schuleingangsuntersuchung kommt sowohl 
auf individueller Ebene des einzelnen untersuch-
ten Kindes als auch auf Ebene eines kompletten 
Jahrgangs, dessen Gesundheits- und Entwick-
lungszustand in der Untersuchung festgestellt 
wird, besondere Bedeutung zu. Sie dient der Be-
ratung und Unterstützung von Eltern, Kita und 
Schule, um angemessene vorschulische und 
schulische Bedingungen für einen guten Über-
gang des einzelnen Kindes in die Schule zu er-
möglichen. Die dabei erhobenen individuellen 
Daten ermöglichen auf gesamtstädtischer 
Ebene neben einer Betrachtung einzelner Indi-
katoren im Zeitverlauf auch einen spezifischen 
Blick auf einzelne Bevölkerungsgruppen und 
ihre Bedarfe. So zeigen sich teilweise erhebliche 
Unterschiede auf kleinräumiger Ebene zwischen 
den verschiedenen Stadtteilen sowie unter-
schiedliche Bedarfe von Mädchen oder Jungen 
und von Kindern mit Migrationsvorgeschichte. 
Ein besonderes Augenmerk hinsichtlich mögli-
cher Handlungsfelder und Zielgruppen ist sicher-
lich auf die Gruppe der Kinder mit einer anderen 
Erstsprache als Deutsch zu legen. Dabei ist die 
Sprache sowohl als Kommunikationsmittel als 
auch als Ausdruck des kulturellen Hintergrundes 
des Kindes und der Familie zu verstehen. In den 
ersten vier Lebensjahren wird das Fundament 
gelegt für das sprachliche Können eines Kindes. 
Die sprachliche Entwicklung beeinflusst maß-
geblich den Schulerfolg und den weiteren beruf-
lichen Werdegang und trägt nicht unwesentlich 
zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bei. 
Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
zeigen, dass immer weniger untersuchte Kinder 
nicht in Deutschland geboren wurden, ein stei-
gender Anteil an Kindern in Münster zu Hause 
jedoch mit einer anderen Muttersprache als 
Deutsch aufwächst und der Anteil an Kindern mit 
Deutschförderbedarf weiter steigt. Insbesondere 
für diese Kinder ist eine sprachförderliche Um-
gebung in der deutschen Sprache im Alltag wich-
tig. Bildungsinstitutionen wie Kita und Schule tra-
gen hier wesentlich und oft als einzige Instanz 
zur sprachlichen Förderung eines Kindes bei. 
Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
zeigen, dass schon ein Kitabesuch von zwei 
Jahren eine signifikante Verbesserung beispiels-
weise der Vorläuferfähigkeiten für die Schule 
hervorbringt. Doch nicht nur Kinder mit Migrati-
onsvorgeschichte profitieren von einem Kitabe-
such. Auch bei den Kindern mit deutscher Erst-
sprache ist der Anteil Kinder mit auffälligen Be-
funden bei längerem Kitabesuch geringer. Der 
Bildungseinrichtung Kita kommt hier somit eine 
wichtige Schlüsselrolle zu, um allen, aber vor al-
lem den Kindern mit nicht deutscher Erstspra-
che, zu einer Chancengleichheit hinsichtlich ei-
ner gelingenden Bildungsbiografie zu verhelfen. 
Auch in Bezug auf das Körpergewicht weisen die 
Kinder mit nicht deutscher Erstsprache in den 
Schuleingangsuntersuchungen inzwischen dop-
pelt so häufig Übergewicht und Adipositas auf 
wie die Kinder mit deutscher Muttersprache. 
Auch hier zeigen die Daten einen positiven Ef-
fekt des Kitabesuchs. Kinder mit Migrationsvor-
geschichte sind weniger häufig organisiert in 
Sportvereinen und Sportgruppen wie Gleichalt-
rige mit deutscher Muttersprache, können weni-
ger häufig schwimmen, seltener Radfahren ohne 
Stützräder und weisen einen im Durchschnitt hö-
heren täglichen Medienkonsum auf. Zudem 
zeigt sich in den Daten, dass die Schaffung ei-
nes Gesundheitsbewusstseins bei Eltern und 
Kindern und das Hinwirken auf die regelmäßige 
Teilnahme an allen Vorsorgeuntersuchungen 
sowie Impfungen gerade für Familien mit Migra-
tionsvorgeschichte wichtig sind. 
Schon im Abschlussbericht des Projekts „Ge-
sund aufwachsen in … Münster“ (2005-2009) 
wurde ausgeführt, dass „Ernährungs- und Bewe-
gungsverhalten bereits in jungen Jahren geprägt 
werden. Daher sollte Prävention möglichst früh 
ansetzen. Dieser Weg muss begleitet und als 
gesellschaftlicher Prozess verstanden werden. 
Eltern haben eine besondere Verantwortung, in 
diesem Sinne Vorbild zu sein und auf Kinder ein-
zuwirken, denn die Familie ist ein wichtiger Ort, 
an dem Verhaltensmuster vorgelebt und verin-
nerlicht werden.“

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
42 
Im Folgenden werden einige gesundheitsrele-
vante Aktivitäten unter Federführung oder Mit-
wirkung des Gesundheits- und Veterinäramtes 
oder durch städtisch (mit-)finanzierte/unter-
stützte Stellen zur Förderung gesundheitlicher 
Chancengerechtigkeit insbesondere in Stadttei-
len mit erhöhtem Handlungsbedarf aufgeführt. 
1. Eigene Angebote des Gesundheits- und Ve-
terinäramtes 
Die Beratungsstelle Frühe Hilfen im Gesund-
heits- und Veterinäramt steht allen Familien in 
Münster offen. In engem Austausch mit den Ak-
teurinnen und Akteuren in den Geburtskliniken, 
im Stadtteil (Baby Lotsen, Kitas, Stadtteilkoordi-
nation, Ärztinnen und Ärzten) und anderen Äm-
tern (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, 
Sozialamt, Amt für Schule und Weiterbildung) 
können Kinder in Absprache mit den Eltern an 
die Beratungsstelle angebunden werden, wenn 
Sorgen um die Entwicklung des Kindes beste-
hen. Menschen, die den Zugang zum Regelver-
sorgungssystem aus unterschiedlichen Gründen 
ohne Unterstützung nicht finden, stehen die auf-
suchenden Gesundheitshilfen  des Gesund-
heits- und Veterinäramtes beratend und unter-
stützend zur Seite. (Familien-) Hebammen und 
(Familien-)Gesundheits- und (Kinder-)Kranken-
pflegerinnen begleiten die Familien individuell 
und vor Ort mit dem Ziel, die Versorgung mit be-
darfsgerechten Unterstützungsangeboten si-
cherzustellen und eine Anbindung an das Regel-
versorgungssystem zu ermöglichen. Einmal im 
Monat findet eine Sprechstunde der Familien-
hebamme des Gesundheits- und Veterinäram-
tes im Familienzentrum St. Norbert in Coerde zu 
Themen wie Schwangerschaft, Impfungen, Fa-
milienplanung, Säuglingspflege und Ernährung 
statt. Bei Bedarf erfolgt eine Weitervermittlung 
an Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und 
Therapeuten und Beratungsstellen. Eltern mit ei-
nem entwicklungsauffälligen, behinderten oder 
von Behinderung bedrohten Kind oder Jugendli-
chen werden bis zum Ende der Schulzeit in der 
Beratungsstelle Frühe Hilfen in allen Fragen zur 
Entwicklung beraten und begleitet. Angeboten 
werden eine pädagogische, psychologische und 
sozialpädiatrische Diagnostik sowie die Erstel-
lung eines Gesamtplanes zur Förderung des 
Kindes. Für Familien mit einem behinderten be-
ziehungsweise von Behinderung bedrohten Kind 
im Vorschulalter hält das Gesundheits- und Ve-
terinäramt selbst das Angebot der Solitären 
Heilpädagogischen Frühförderung vor, so 
dass die Begleitung und Förderung der Kinder 
und ihrer Familien unter einem Dach erfolgen 
kann und keine weiten Wege notwendig werden. 
Das Ziel ist, den Kindern in enger Kooperation 
mit den Schulärztinnen des Gesundheits- und 
Veterinäramtes einen gut begleiteten Übergang 
in Kita und Schule zu ermöglichen. Regelmäßig 
erfolgt auch ein Austausch zwischen dem Ge-
sundheits- und Veterinäramt und der Kinderarzt-
praxis in Coerde zu gemeinsam betreuten Kin-
dern. 
Der Zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes 
führt regelmäßige zahnärztliche Untersuchun-
gen gemäß § 13 Gesetz über den öffentlichen 
Gesundheitsdienst NRW in den Münsteraner 
Kitas (jeweils jährlich beziehungsweise alle zwei 
Jahre, abhängig von den Zahnbefunden der letz-
ten Jahre, immer kombiniert mit einer Zahn-
pflege-Demo) und Schulen (2. und 4. Klasse der 
Grundschulen, Schwerpunkt-Grundschulen je-
des Jahr in den Klassen 1 bis 4, zusätzlich die 6. 
Klassen der Hauptschulen, Förderschulen und 
Gesamtschulen) durch. Neben den in den Stadt-
teilen mit erhöhtem Bedarf intensivierten zahn-
ärztlichen Reihenuntersuchungen führt der Ar-
beitskreis Zahngesundheit in Kitas und Schu-
len regelmäßig Maßnahmen zur Gruppenpro-
phylaxe durch. Die Kinder lernen, sich richtig die 
Zähne zu pflegen und gesund zu ernähren; für 
die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Eltern, 
Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen 
und Lehrer stehen Themen wie kindgerechte 
Zahnpflege und gesunde Ernährung auf dem 
Programm. In Coerde, Kinderhaus, Berg Fidel 
und nach Bedarf in weiteren Stadtteilen werden 
in den Grundschulen kombinierte Prophylaxe- 
und Ernährungseinheiten jedes Jahr in den Klas-
sen 1 bis 4 durchgeführt. 
2. Kooperationsprojekte 
Das Projekt „ Gesundheit in der nachhaltigen 
Stadt“ ist ein trägerübergreifendes Projekt der 
Universität Münster (Institut für Geographie) und

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
43 
der Stadt (Gesundheits- und Veterinäramt und 
Wissenschaftsbüro bei Münster Marketing), ge-
fördert von der Techniker Krankenkasse mit ei-
ner Laufzeit vom 01.04.2021 bis zum 
31.03.2026. Ziel ist die Erarbeitung eines kom-
munalen Handlungsprogramms für gesundheitli-
che Chancengleichheit in der Stadt, das als Teil 
der Stadtentwicklung fest in allen Politikfeldern 
der Stadt verankert werden soll. Im laufenden 
Projektprozess konnten bereits erste Maßnah-
men pilotiert werden, unter anderem durch den 
Verfügungsfonds der Techniker Krankenkasse, 
die 2024 und 2025 mit dem Gesundheits- und 
Veterinäramt als Kooperationspartner 35.000 € 
beziehungsweise 40.000 € für Mikroprojekte der 
stadtteil- und zielgruppenbezogenen Gesund-
heitsförderung zur Verfügung gestellt hat. 
Nähere Informationen zu diesen Projekten sind 
hier zu finden: 
https://www.stadt-muenster.de/gesundheit/foer-
derung/gefoerderteprojekte. 
Näheres zu dem Projekt „Gesundheit in der 
nachhaltigen Stadt“ findet sich unter 
https://www.muensterzukunft.de/projekte/ge-
sundheit-in-der-nachhaltigen-stadt.html. 
Die Stadt finanziert eine Kooperation mit dem 
Verein für Mototherapie und psychomotori-
sche Entwicklungsförderung  e.V. mit dem 
Ziel, Personal von Kindertageseinrichtungen in 
ganzheitlicher psychomotorischer Beobachtung 
und Förderung zu unterstützen und in der Eltern-
beratung kommunikativ weiterzubilden. Seit dem 
Jahr 2013 haben bereits 17 Kitas an dem Pro-
gramm teilgenommen. 
Mit Unterstützung des Gesundheits- und Veteri-
näramtes wird in Berg Fidel, Coerde und Kinder-
haus das Präventionsprogramm „Sure Start 
Plus“ der Familienbildungsstätten umgesetzt. 
Es richtet sich an Mütter und Babys/Kleinkinder 
aus bildungsfernen und ökonomisch schwäche-
ren Haushalten und soll über die Stärkung der 
Mutter-Kind-Beziehung eine gute emotionale 
und körperliche Grundversorgung als Voraus-
setzung einer gesunden Entwicklung der Kinder 
ermöglichen. 
Die Abteilung für Kinder- und Jugendgesundheit 
im Gesundheits- und Veterinäramt arbeitet eng 
mit den Stadtteilkoordinatorinnen und -koor-
dinatoren Frühe Hilfen zusammen, die im Auf-
trag des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fa-
milien in sechs münsterschen Bezirken wichtige 
Ansprechpersonen und Lotsen für werdende El-
tern und junge Familien mit Kindern bis zum 
sechsten Lebensjahr sind. 
3. Beteiligung an den Integrierten Stadtteilent-
wicklungskonzepten (INSEK)  am Beispiel 
Coerde und Berg Fidel 
In Coerde wird ein Stadtteilhaus einschließlich 
eines Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheits-
zentrums geplant, unter anderem mit Bewe-
gungsraum und Beratungsräumen, die für 
Sprechstunden von „Gesundheitsdiensten“ wie 
Ernährungsberatung, Schwangerschaftsbera-
tung, Hebammensprechstunde, Kinder- und Ju-
gendgesundheit genutzt werden sollen. Zudem 
ist eine Küche für pädagogische Kochangebote 
mit angrenzendem Elterncafé geplant, um künf-
tig mehr niederschwellige Angebote rund um 
das Thema Ernährung machen zu können. Wei-
terhin ist es nach intensiven städtischen Bemü-
hungen im Dialog mit der Kassenärztlichen Ver-
einigung Westfalen-Lippe (KVWL) und interes-
sierten Kinderärztinnen gelungen, den Sitz einer 
kinderärztlichen Praxis in Coerde zu sichern und 
sie im Stadtteilhaus zu verorten. Dadurch ist eine 
enge Verzahnung mit anderen Diensten im Haus 
möglich. Auch wurden und werden Rahmenbe-
dingungen in Coerde geschaffen, um künftig 
mehr niederschwellige Bewegungsangebote 
machen zu können beziehungsweise Kinder und 
Jugendliche von sich aus zu Bewegung zu ani-
mieren. Der an den Hamannplatz angrenzende 
Spielplatz wurde im Jahr 2024 erneuert und um 
eine Calisthenics-Anlage auf der angrenzenden 
Grünfläche erweitert. Darüber hinaus wurde 
ebenfalls im vergangenen Jahr eine Skate- und 
Pumptrack-Anlage gebaut. Das Projekt „Coerde 
in Bewegung“ ist ebenfalls eine Maßnahme des 
INSEK. Ziel des Projektes ist die Entwicklung be-
wegungs- und gesundheitsförderlicher Lebens-
welten für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. 
Mehr Informationen zum Projekt finden sich hier: 
https://www.muenster.de/pressemeldun-
gen/web/frontend/design/kommunika-
tion/show/1160599.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
44 
Der Stadtsportbund Münster e.V. erhält einen 
städtischen Zuschuss, um die Erfahrungen aus 
dem oben genannten Projekt „Coerde in Bewe-
gung“ zu nutzen und auf Berg Fidel (und per-
spektivisch einen weiteren Stadtteil) zu übertra-
gen. Ziel ist es auch hier, über einen Sport- und 
Bewegungskoordinator nachhaltige Strukturen 
für Sport und Bewegung  als Teil der gesund-
heitsorientierten Quartiersarbeit aufzubauen. 
Der Stadtsportbund hat einen interdisziplinären 
Arbeitskreis „Sport und Bewegung“ in Berg Fidel 
gegründet, um zielgerichtet Maßnahmen umset-
zen und Strukturen aufbauen und nachhaltig 
verankern zu können. Über einen Antrag des 
Stadtsportbundes Münster e.V. beim oben ge-
nannten Verfügungsfonds der Techniker Kran-
kenkasse konnte zum Beispiel bereits das Pro-
jekt „Berg Fidel in Bewegung“ umgesetzt wer-
den. 
 
Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchun-
gen weisen insgesamt auf die Bedeutung von 
Setting-bezogenen Ansätzen der Gesundheits-
förderung in Kita, Schule und Stadtteil hin. Viele 
Akteurinnen und Akteure in diesen Settings tra-
gen in Münster bereits dazu bei, die Rahmenbe-
dingungen für ein gesundes Aufwachsen und die 
Chancengleichheit eines jeden Kindes, sich er-
folgreich entwickeln zu können, zu schaffen. 
Wenn die Daten aus den Schuleingangsuntersu-
chungen dazu beitragen und so tatsächlich zu 
Taten werden können, ist eins der Ziele dieser 
aufwendigen jährlichen Erhebung sicherlich er-
reicht.

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
45 
7 Anhang 
7.1 Kleinräumige Gebietsgliederung Münster (45 statistische B ezirke)  
 
 
 
Abbildung 32 Karte von Münster mit Stadtteilnummerierung

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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46 
Tabelle 1 Zuordnung der Stadtteile zu den Stadtteilnummern
Stadtteilnummer Stadtteil 
11 Aegidii 
12 Überwasser 
13 Dom 
14 Buddenturm 
15 Martini 
21 Pluggendorf 
22 Josef 
23 Bahnhof 
24 Hansaplatz 
25 Mauritz-West 
26 Schlachthof 
27 Kreuz 
28 Neutor 
29 Schloss 
31 Aaseestadt 
32 Geist 
33 Schützenhof 
34 Düesberg 
43 Hafen 
44 Herz-Jesu 
45 Mauritz-Mitte 
46 Rumphorst 
47 Uppenberg 
51 Gievenbeck 
52 Sentrup 
54 Mecklenbeck 
56 Albachten 
57 Roxel 
58 Nienberge 
61 Coerde 
62 Kinderhaus-Ost 
63 Kinderhaus-West 
68 Sprakel 
71 Mauritz-Ost 
76 Gelmer-Dyckburg 
77 Handorf 
81 Gremmendorf-West 
82 Gremmendorf-Ost 
86 Angelmodde 
87 Wolbeck 
91 Berg Fidel 
95 Hiltrup-Ost 
96 Hiltrup-Mitte 
97 Hiltrup-West 
98 Amelsbüren

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
47 
7.2 Kleinräumige Ergebnisse ausgewählter Indikatoren der Schulein gangsuntersuchung der zu-
sammengefassten Einschulungsjahrgänge 2023 und 2024, Stadt Münster (Karten) 
Abbildung 33 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit einer anderen Erstsprache als Deutsch 
in den zusammengefassten Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der 
Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
48 
 
Abbildung 34 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Deutschförderbedarf in den Einschu-
lungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
49 
 
Abbildung 35 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im Merkmalsbereich 
„SOPESS: Erkennen und Zeichnen von Objekten und Formen“ in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Müns-
ter, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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50 
 
Abbildung 36 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im Merkmalsbereich 
„SOPESS: Umgang mit Zahlen und Mengen“ in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert 
nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
51 
 
Abbildung 37 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit auffälligem Befund im Merkmalsbereich 
„SOPESS: Pseudowörter nachsprechen“ in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach 
Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
52 
 
Abbildung 38 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Übergewicht und Adipositas in den Ein-
schulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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53 
 
Abbildung 39 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die bereits das Schwimmzeichen „See-
pferdchen“ erreicht haben (Elternangabe) in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach 
Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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54 
 
Abbildung 40 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die ohne Stützräder Radfahren können 
(Elternangabe) in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadt-
teile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
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55 
 
Abbildung 41 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die Sport in einem Sportverein / in einer 
Sportgruppe treiben, in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der 
Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
56 
Abbildung 42 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit mehr als 30 Minuten Medienkonsum in 
en Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
57 
 
Abbildung 43 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und Schulanfänger, von denen bei 
der Schuleingangsuntersuchung das Vorsorgeheft vorgelegt wurde, in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in 
Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
58 
 
Abbildung 44 Prozentualer Anteil der in Deutschland geborenen Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit vollständi-
gen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8 in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach 
Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
59 
 
Abbildung 45 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger, von denen bei der Schuleingangsuntersu-
chung eine Dokumentation der erfolgten Impfungen vorlag, in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, 
differenziert nach Stadtteil [Anzahl der Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
60 
 
Abbildung 46 Prozentualer Anteil der Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit vorliegender Impfdokumentation und 2-
facher Masernimpfung in den Einschulungsjahrgängen 2023 und 2024 in Münster, differenziert nach Stadtteil [Anzahl der 
Stadtteile]

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
61 
7.3 Kleinräumige Ergebnisse ausgewählter Indikatoren der Schulein gangsuntersuchung der zu-
sammengefassten Einschulungsjahrgänge 2023 und 2024, Stadt Münster (Daten) 
Stadtteil 
Anteil Kinder mit einer 
anderen Erstsprache 
als Deutsch  
(%) 
Anteil Kinder 
mit Deutsch-
förderbedarf  
(%) 
SOPESS: Erkennen und Zeichnen 
von Objekten und Formen  
Anteil Kinder mit auffälligem Befund  
(%) 
11 Aegidii * * * 
12 Überwasser * * * 
13 Dom * * * 
14 Buddenturm 20,0 * 10,0 
15 Martini * * * 
21 Pluggendorf 16,0 4,0 8,0 
22 Josef 10,4 4,5 17,9 
23 Bahnhof * * * 
24 Hansaplatz 23,0 21,7 8,2 
25 Mauritz-West 15,4 10,9 7,7 
26 Schlachthof 17,1 15,8 15,8 
27 Kreuz 14,6 5,9 8,1 
28 Neutor 44,2 46,5 22,0 
29 Schloss 15,4 8,0 4,0 
31 Aaseestadt 22,0 18,9 20,9 
32 Geist 25,8 22,9 25,8 
33 Schützenhof 33,3 31,3 25,3 
34 Düesberg 14,2 7,5 15,8 
43 Hafen * * * 
44 Herz-Jesu 14,0 14,0 14,5 
45 Mauritz-Mitte 15,9 16,6 9,0 
46 Rumphorst 14,7 12,9 11,9 
47 Uppenberg 30,7 29,1 16,8 
51 Gievenbeck 28,0 22,4 18,8 
52 Sentrup 22,4 19,6 33,0 
54 Mecklenbeck 25,3 24,6 19,0 
56 Albachten 18,9 13,9 15,8 
57 Roxel 23,9 16,5 15,6 
58 Nienberge 17,8 21,5 20,0 
61 Coerde 49,2 56,3 36,1 
62 Kinderhaus-Ost 40,0 32,4 25,0 
63 Kinderhaus-West 58,2 50,0 28,4 
68 Sprakel 16,2 7,1 11,2 
71 Mauritz-Ost 15,2 13,8 12,4 
76 Gelmer-Dyckburg 27,1 17,9 16,5 
77 Handorf 23,0 14,4 22,0 
81 Gremmendof-West 35,4 21,5 21,7 
82 Gremmendorf-Ost 9,4 7,9 11,0 
86 Angelmodde 41,7 28,1 33,9 
87 Wolbeck 20,4 12,5 20,1 
91 Berg Fidel 54,6 59,1 49,3 
95 Hiltrup-Ost 17,1 12,8 7,8 
96 Hiltrup-Mitte 34,4 24,0 22,9 
97 Hiltrup-West 28,4 18,4 18,6 
98 Amelsbüren 26,9 23,5 22,1

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
62 
Stadtteil 
SOPESS: Umgang mit 
Zahlen und Mengen  
Anteil Kinder mit auffälli-
gem Befund  
(%) 
SOPESS: Pseudowörter 
nachsprechen  
Anteil Kinder mit auffälligem 
Befund  
(%) 
Anteil Kinder mit 
Übergewicht und 
Adipositas  
(%) 
11 Aegidii * * * 
12 Überwasser * * * 
13 Dom * * * 
14 Buddenturm 5,0 0,0 5,0 
15 Martini * * * 
21 Pluggendorf 4,0 0,0 8,0 
22 Josef 18,2 3,0 0,0 
23 Bahnhof * * * 
24 Hansaplatz 15,0 1,6 11,5 
25 Mauritz-West 9,2 3,2 3,1 
26 Schlachthof 13,2 6,6 3,9 
27 Kreuz 5,2 3,0 5,9 
28 Neutor 15,0 17,1 14,0 
29 Schloss 15,4 4,0 0,0 
31 Aaseestadt 35,2 10,0 7,8 
32 Geist 34,8 11,4 7,6 
33 Schützenhof 43,2 6,3 7,3 
34 Düesberg 18,3 5,0 5,8 
43 Hafen * * * 
44 Herz-Jesu 10,9 1,9 3,6 
45 Mauritz-Mitte 7,0 5,0 4,8 
46 Rumphorst 9,3 6,0 4,9 
47 Uppenberg 11,9 6,5 11,9 
51 Gievenbeck 14,6 9,7 8,1 
52 Sentrup 37,5 12,8 7,3 
54 Mecklenbeck 29,1 6,4 7,6 
56 Albachten 13,6 13,7 4,1 
57 Roxel 11,8 5,9 7,0 
58 Nienberge 13,1 12,5 8,2 
61 Coerde 32,5 15,4 13,9 
62 Kinderhaus-Ost 23,3 5,9 12,4 
63 Kinderhaus-West 21,3 10,2 19,8 
68 Sprakel 14,1 5,1 10,1 
71 Mauritz-Ost 11,1 7,3 3,8 
76 Gelmer-Dyckburg 7,1 2,4 7,1 
77 Handorf 8,6 4,3 7,5 
81 Gremmendof-West 24,8 14,3 5,5 
82 Gremmendorf-Ost 13,4 5,6 12,6 
86 Angelmodde 29,7 12,7 11,9 
87 Wolbeck 10,0 6,2 6,7 
91 Berg Fidel 57,4 14,0 13,5 
95 Hiltrup-Ost 8,6 4,4 9,4 
96 Hiltrup-Mitte 24,2 10,3 9,2 
97 Hiltrup-West 19,2 7,6 10,3 
98 Amelsbüren 23,5 6,8 9,0

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
63 
Stadtteil 
Anteil Kinder mit 
"Seepferdchen"-
Abzeichen  
(%) 
Anteil Kinder, die 
ohne Stützräder 
Radfahren können  
(%) 
Anteil Kinder, die 
Sport im Sportver-
ein / einer Sport-
gruppe treiben  
(%) 
Anteil Kinder 
mit mehr als 30 
Minuten Medi-
enkonsum täg-
lich  
(%) 
11 Aegidii * * * * 
12 Überwasser * * * * 
13 Dom * * * * 
14 Buddenturm * * * * 
15 Martini * * * * 
21 Pluggendorf 44,0 92,0 56,0 36,0 
22 Josef 26,9 91,0 50,7 28,8 
23 Bahnhof * * * * 
24 Hansaplatz 13,3 85,0 43,3 44,3 
25 Mauritz-West 18,5 90,8 46,2 27,7 
26 Schlachthof 31,6 89,5 58,7 42,1 
27 Kreuz 50,7 96,3 60,3 22,1 
28 Neutor 18,6 74,4 37,2 44,7 
29 Schloss 38,5 84,6 57,7 23,1 
31 Aaseestadt 31,9 90,1 59,3 30,8 
32 Geist 16,7 84,1 43,9 33,6 
33 Schützenhof 10,4 86,5 38,5 38,3 
34 Düesberg 28,3 93,3 61,7 25,0 
43 Hafen * * * * 
44 Herz-Jesu 22,8 89,5 46,4 31,6 
45 Mauritz-Mitte 26,9 89,7 53,1 41,7 
46 Rumphorst 24,9 91,5 54,8 31,7 
47 Uppenberg 30,7 88,1 56,0 40,5 
51 Gievenbeck 22,0 85,8 53,6 46,5 
52 Sentrup 20,4 93,9 58,2 30,6 
54 Mecklenbeck 34,2 84,4 53,0 36,6 
56 Albachten 26,4 83,8 61,4 47,6 
57 Roxel 27,7 92,6 60,8 51,6 
58 Nienberge 35,6 89,0 64,3 49,0 
61 Coerde 6,2 65,1 28,9 66,7 
62 Kinderhaus-Ost 21,0 82,9 50,5 36,5 
63 Kinderhaus-West 10,3 72,5 31,8 60,7 
68 Sprakel 16,2 91,9 75,8 48,5 
71 Mauritz-Ost 26,8 88,6 61,7 32,9 
76 Gelmer-Dyckburg 22,4 92,9 68,2 41,2 
77 Handorf 23,0 94,7 74,3 41,7 
81 Gremmendof-West 10,9 82,2 42,2 44,5 
82 Gremmendorf-Ost 27,6 93,7 63,5 29,4 
86 Angelmodde 11,1 79,9 48,0 50,9 
87 Wolbeck 19,5 85,2 64,9 44,4 
91 Berg Fidel 3,3 65,1 32,2 58,9 
95 Hiltrup-Ost 32,5 89,7 72,6 36,8 
96 Hiltrup-Mitte 15,0 83,8 55,0 46,4 
97 Hiltrup-West 23,5 89,7 56,1 44,1 
98 Amelsbüren 20,5 79,7 59,6 51,4

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
64 
Stadtteil 
Anteil Kinder mit 
Untersuchungs-
heft 
(%) 
Anteil Kinder mit 
vollständiger U1 
bis U8 
(%) 
Anteil Kinder mit 
Impfdokumenta-
tion 
(%) 
Anteil Kinder mit 
2-facher Masern-
impfung 
(%) 
11 Aegidii * * * * 
12 Überwasser * * * * 
13 Dom * * * * 
14 Buddenturm 90,0 * 95,0 * 
15 Martini * * * * 
21 Pluggendorf 100,0 100,0 100,0 88,0 
22 Josef 95,4 98,4 98,5 97,0 
23 Bahnhof * * * * 
24 Hansaplatz 92,9 88,5 100,0 96,7 
25 Mauritz-West 88,3 92,5 92,3 93,3 
26 Schlachthof 93,1 92,5 94,7 98,6 
27 Kreuz 93,2 96,8 96,4 99,2 
28 Neutor 91,4 96,9 79,1 91,2 
29 Schloss 91,7 95,5 100,0 92,3 
31 Aaseestadt 94,0 94,9 94,5 96,5 
32 Geist 95,2 93,2 97,7 96,1 
33 Schützenhof 88,6 96,2 96,9 97,8 
34 Düesberg 94,8 97,3 100,0 99,2 
43 Hafen * * * * 
44 Herz-Jesu 94,5 92,3 96,5 94,5 
45 Mauritz-Mitte 94,1 95,3 95,9 95,7 
46 Rumphorst 95,3 97,8 98,0 97,5 
47 Uppenberg 94,2 91,2 96,9 95,9 
51 Gievenbeck 92,5 93,7 96,9 97,6 
52 Sentrup 93,0 90,0 90,9 96,7 
54 Mecklenbeck 91,1 93,8 96,6 97,8 
56 Albachten 95,8 94,9 98,6 97,9 
57 Roxel 91,3 94,3 96,8 96,7 
58 Nienberge 96,4 91,0 97,9 97,9 
61 Coerde 87,8 82,6 96,0 97,7 
62 Kinderhaus-Ost 87,8 83,7 95,2 96,0 
63 Kinderhaus-West 85,0 88,5 93,5 97,8 
68 Sprakel 97,9 95,8 100,0 92,9 
71 Mauritz-Ost 93,0 96,3 95,7 98,0 
76 Gelmer-Dyckburg 96,0 91,7 98,8 90,5 
77 Handorf 93,3 89,2 96,8 97,8 
81 Gremmendof-West 94,1 89,2 97,7 98,4 
82 Gremmendorf-Ost 97,5 97,5 100,0 99,2 
86 Angelmodde 91,6 89,8 97,1 97,9 
87 Wolbeck 94,2 93,1 98,3 97,3 
91 Berg Fidel 89,4 81,1 95,4 99,3 
95 Hiltrup-Ost 93,9 98,1 98,3 98,3 
96 Hiltrup-Mitte 91,1 91,7 96,1 99,3 
97 Hiltrup-West 90,8 89,4 95,3 98,5 
98 Amelsbüren 92,3 93,9 92,9 96,6

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
65 
7.4 Impfquoten 
Tabelle 2 Impfquoten der Masern- und Mumps-Impfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 (Datenquelle: 
LZG.NRW, eigene Darstellung) 
Einschu-
lungs-
jahrgang 
Untersuchte 
Schulanfänge-
rinnen und -
Schulanfänger 
insgesamt 
Kinder mit 
dokumen-
tierter Imp-
fung 
≥1 Masern-
impfung 
≥2 Masern-
impfungen 
≥1 Mumps-
impfung 
≥2 Mumps-
impfungen 
2024 2 863  2 774  99,7 97,3 99,3 97,0 
2023 2 801  2 700  99,9 97,2 99,5 97,0 
2022 2 617  2 504  99,8 97,0 99,4 96,8 
2021 2 029  1 944  99,5 97,1 99,0 96,5 
2020 2 071  2 021  99,1 95,8 98,9 95,7 
2019 2 606  2 503  97,2 92,4 97,1 92,1 
2018 2 456  2 378  97,6 92,0 97,3 91,8 
2017 2 633  2 514  97,0 90,4 96,8 90,3 
2016 2 583  2 467  96,8 90,6 96,7 90,5 
2015 2 465  2 356  96,5 90,6 96,3 90,2 
2014 2 422  2 340  96,3 90,1 96,0 89,8 
 
Tabelle 3 Impfquoten der Röteln- und Varizellen-Impfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster (Da-
tenquelle: LZG.NRW, eigene Darstellung) 
Einschu-
lungs-
jahrgang 
Untersuchte 
Schulanfänge-
rinnen und -
Schulanfänger 
insgesamt 
Kinder mit 
dokumen-
tierter Imp-
fung 
≥1 Röteln-
impfung 
≥2 Röteln-
impfungen 
≥1 Varizellen-
impfung 
≥2 Varizellen-
impfungen 
2024 2 863  2 774  99,4 97,1 94,4 92,2 
2023 2 801  2 700  99,6 97,0 94,2 92,0 
2022 2 617  2 504  99,4 96,9 95,0 93,1 
2021 2 029  1 944  99,0 96,5 94,8 93,0 
2020 2 071  2 021  98,8 95,6 95,1 92,4 
2019 2 606  2 503  97,0 92,0 91,9 87,7 
2018 2 456  2 378  97,3 91,8 90,5 86,0 
2017 2 633  2 514  96,8 90,3 89,1 84,4 
2016 2 583  2 467  96,7 90,6 90,4 85,5 
2015 2 465  2 356  96,3 90,2 89,6 84,9 
2014 2 422  2 340  96,1 89,8 88,3 84,3

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
66 
Tabelle 4 Impfquoten der Diphtherie- und Tetanus-Impfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster 
(Datenquelle: LZG.NRW, eigene Darstellung, ab 2023: Dokumentation der Impfquoten gemäß geändertem Impfschema) 
Einschu-
lungs-
jahrgang 
Untersuchte 
Schulanfänge-
rinnen und -
Schulanfänger 
insgesamt 
Kinder mit 
dokumen-
tierter Imp-
fung 
Diphtherie  
begonnene 
Grundimmu-
nisierung 
Diphtherie  
abgeschlos-
sene 
Grundimmu-
nisierung 
Tetanus  
begonnene 
Grundimmuni-
sierung 
Tetanus  
abgeschossene 
Grundimmuni-
sierung 
2024 2863 2 774  2,0  96,4  1,9  96,4  
2023 2801 2 700  1,5  96,9  1,5  96,9  
2022 2617 2 504  9,0  89,7  9,0  89,7  
2021 2029 1 944  8,8  89,8  9,0 89,9  
2020 2071 2 021  9,1  90,5  9,3  90,4  
2019 2606 2 503  10,5  87,9  10,7  88,1  
2018 2456 2 378  10,3  88,1  10,7  88,2  
2017 2633 2 514  8,1  90,0  8,8  89,9  
2016 2583 2 467  8,7  89,3  9,2  89,5  
2015 2465 2 356  5,8  92,6  6,7  92,6  
2014 2422 2 340  7,1  91,8  7,7  91,9  
 
Tabelle 5 Impfquoten der Pertussis- und Polio-Impfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster (Da-
tenquelle: LZG.NRW, eigene Darstellung, ab 2023: Dokumentation der Impfquoten gemäß geändertem Impfschema) 
Einschu-
lungs-
jahrgang 
Untersuchte 
Schulanfänge-
rinnen und -
Schulanfänger 
insgesamt 
Kinder mit 
dokumen-
tierter Imp-
fung 
Pertussis  
begonnene 
Grundimmu-
nisierung 
Pertussis  
abgeschlos-
sene 
Grundimmu-
nisierung 
Polio  
begonnene 
Grundimmuni-
sierung. 
Polio  
abgeschlossene 
Grundimmuni-
sierung 
2024 2863 2 774  2,0  96,1  2,1  95,2  
2023 2801 2 700  1,5  96,3  1,7  95,5  
2022 2617 2 504  8,7  89,8  7,5  89,8  
2021 2029 1 944  8,7  89,8  7,8  90,0  
2020 2071 2 021  8,9  90,3  7,7  90,5  
2019 2606 2 503  10  87,7  9,1  87,3  
2018 2456 2 378  9,6  88,0  9,3  86,9  
2017 2633 2 514  7,7  89,8  7,5  88,7  
2016 2583 2 467  8,1  89,2  7,6  88,4  
2015 2465 2 356  5,2  92,4  5,0  91,9  
2014 2422 2 340  6,9  91,5  6,9  90,2

Bericht Kindergesundheit in Münster 2014 - 2024 
Gesundheits- und Veterinäramt Münster, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit 
67 
Tabelle 6 Impfquoten der Hib- und HepB-Impfung in den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2024 in Münster (Daten-
quelle: LZG.NRW, eigene Darstellung, ab 2023: Dokumentation der Impfquoten gemäß geändertem Impfschema) 
Einschu-
lungs-
jahrgang 
Untersuchte 
Schulanfänge-
rinnen und -
Schulanfänger 
insgesamt 
Kinder mit 
dokumen-
tierter Imp-
fung 
Hib  
begonnene 
Grundimmu-
nisierung 
Hib  
abgeschlos-
sene 
Grundimmu-
nisierung 
HepB  
begonnene 
Grundimmuni-
sierung 
HepB  
abgeschlossene 
Grundimmuni-
sierung 
2024 2863 2 774   2,0  94,2  1,8  93,2  
2023 2801 2 700  1,8  94,3  1,7  93,2  
2022 2617 2 504  7,2  89,3  6,2  88,9  
2021 2029 1 944  7,6  89,2  7,1  88,0  
2020 2071 2 021  7,5  89,7  6,2  88,3  
2019 2606 2 503  8,1  86,1  9,3  82,2  
2018 2456 2 378  7,7  85,7  9,3  80,9  
2017 2633 2 514  6,7  87,3  7,9  81,8  
2016 2583 2 467  6,1  87,2  7,8  83,4  
2015 2465 2 356  4,7  90,4  7,0  84,3  
2014 2422 2 340  6,0  89,0  7,6  83,8

Berichtsvorlage

2575 Zeichen

V/0043/2025 
V/0043/2025 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in Münster 2014 - 2024 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   02.04.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und  
Arbeitsförderung 
Bericht 
   10.04.2025 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
   06.05.2025 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
   14.05.2025 Integrationsrat Bericht 
   15.05.2025 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
   21.05.2025 Hauptausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit der Einschulung beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Um sicherzustellen, dass es gut 
auf die Schule vorbereitet ist und den Anforderungen des Schulbesuchs gerecht werden kann, 
schreibt der Gesetzgeber die verbindliche Schuleingangsuntersuchung vor, mit deren Durchführung 
die Gesundheitsämter als untere Gesundhe itsbehörde beauftragt sind. Die Untersuchung dient der 
Überprüfung des Gesundheits- und Entwicklungszustands des Kindes sowie der umfassenden Bera-
tung der Eltern/Sorgeberechtigten mit Blick auf den kommenden Schulstart. 
Der Schuleingangsuntersuchung kommt sowohl auf individueller Ebene des einzelnen untersuchten 
Kindes als auch auf Ebene eines kompletten Jahrgangs besondere Bedeutung zu. Die dabei erhobe-
nen individuellen Daten ermöglichen auf gesamtstädtischer Ebene neben einer Betrachtung einzelner 
Indikatoren im Zeitverlauf auch einen spezifischen Blick auf einzelne Stadtteile und Bevölkerungs-
gruppen und ihre Bedarfe. 
Der vorliegende Bericht, der auf den Daten der Einschulungsjahrgänge 2014 bis 2024 basiert, 
 ordnet die Entwicklung von Kindern in die sich verändernden Lebenswelten ein, 
 liefert Informationen zur Durchführung der Schuleingangsuntersuchungen, 
 stellt ausgewählte Untersuchungsergebnisse sowie Ergebnisse über die Inanspruchnahme 
von Vorsorgemaßnamen im Kindesalter im Verlauf sowie kleinräumig dar, 
 beschreibt Handlungsfelder, die aus den Ergebnissen deutlich werden, und 
Gesundheits- und 
Veterinäramt 
 
12.03.2025  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Knese-Janning 
Telefon: 492-5417 
Knese-Janning@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0043/2025 
 stellt eigene Aktivitäten des Gesundheits- und Veterinäramtes sowie Kooperationen und Betei-
ligungen basierend auf den Handlungsfeldern dar. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
 
Anlage 1: Bericht Kindergesundheit: Gesundheit und Entwicklung von Kindern im Einschulungsalter in 
Münster (Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2014 – 2024)

Beratungsverlauf (6)

02.04.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 7 Bericht

Beschluss: keine Beschlussfassung wegen Sitzungsabsage

Zur Sitzung
06.05.2025 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.05.2025 Integrationsrat
TOP 4.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.05.2025 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.05.2025 Hauptausschuss
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
Bericht

Orte (6)

  • Stolbergstraße 2a
  • Hansaplatz 23
  • Kinderhaus
  • Pluggendorf 22
  • Neutor 29
  • Düesberg 43

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0043/2025
Typ
Vorlagen
Datum
06.03.2025
Erstellt
24.01.2025 17:29