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AN/1627/2022

Entwicklung eines kommunalen Wohnungs- und Obdachlosenberichts

Gem. Antrag nach § 3 (SPD) 12.09.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 20.04.2023, TOP 3.1

Gem. Antrag nach § 3 (SPD)

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Gem. Antrag nach § 3 (SPD)

4215 Zeichen

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden des Ausschusses  
für Soziales, Seniorinnen und Senioren 
Daniel Bauer-Dahm  
 
An Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.09.2022 
 
AN/1627/2022 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 22.09.2022 
 
Entwicklung eines kommunalen Wohnungs- und Obdachlosenberichts 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzende,  
die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses am 
22.09.2022 aufzunehmen: 
 
 
Beschluss:  
Die Verwaltung entwickelt ein Berichtswesen, das die Situation von wohnungs- und obdach-
losen Menschen in Köln darstellt und die verschiedenen Maßnahmen, Zahlen und Wissens-
bestände zusammenfasst. Ein Beispiel für ein gelungenes Berichtswesen bietet der 2015 
eingeführte Bericht zur Situation Geflüchteter in Köln.   
 
Begründung: 
Um die Situation der Betreuung, Unterstützung, Beratung, medizinischen Versorgung sowie 
Unterbringung wohnungs- und obdachloser Menschen in Erfahrung zu bringen, werden im-
mer wieder politische Anfragen aus den verschiedenen Ausschüssen des Rates an die Ver-
waltung der Stadt Köln gerichtet. Das ist auch nachvollziehbar, da sich im Bereich der Woh-
nungs- und Obdachlosenpolitik diverse kommunale Aufgaben und beteiligte Institutionen 
sowie politische Interessen von unterschiedlicher Seite überschneiden. In der Folge kommt 
es zu hohem Aufwand der betreffenden Abteilungen, die Mitarbeitende zur Recherche und 
zur Erstellung der Antworten und Mitteilungen abstellen müssen. Zudem kommt es aufgrund 
unterschiedlicher Fragestellungen zu besonders selektiven Datenerhebungen und Informati-
onsdarstellungen in den Antworten der Verwaltung, die sich teils überschneiden oder denen 
es aufgrund unterschiedlich gewählter Zugänge zu den Zahlen an Vergleichbarkeit mangelt. 
 
Die Task Force Wohnungslosenp olitik erarbeitet seit dem vergangenen Jahr groß angelegte 
Handlungsansätze zur Neugestaltung der Kölner Wohnungslosenpolitik. Auch wenn eine mit 
dem Berliner Masterplan zur Überwindung der Wohnungs - und Obdachlosigkeit bis 2030 
vergleichbare Zielformulierung in Köln nicht vorliegt, überschneiden sich doch wesentliche

- 2 - 
 
Instrumente, die beim Abbau genutzt werden. Im März und im Juni tagten im Rahmen der 
Task Force erste Fachkolloquien zur nachhaltigen Bekämpfung der Wohnungslosigkeit, bei 
denen vertieftes Wissen angehäuft und Diskussionsprozesse weitergeführt wurden. Die Er-
gebnisse dieser Tagungen und der Arbeitsgruppen sowie die in der Folge eingeläuteten 
Maßnahmen und Verfahren könnten ebenfalls in das zu entwickelnde Berichtswesen einge-
speist werden.  
Im Jahr 2016 erschien bereits ein ausführlicher Bericht zur spezifischen Situation weiblicher 
Wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen, der nun fortgesetzt werden 
soll. In den Jahren 2019 und 2020 erhöhte sich die Zahl der wohnungslosen Frauen laut Da-
ten des Wohnungsnotfallberichts des Landes NRW um ca. 28 Prozent. Die Verwaltung weist 
allerdings darauf hin, dass die Zahlen insofern schwierig zu verarbeiten seien, weil auch die 
Zahl geflüchteter Frauen eingeflossen sei.  
Obwohl sich das politische Feld in manchen Punkten mit der Situation der kommunalen Un-
terbringung von Geflüchteten ähnelt, geht die Stadt bei der Erhebung und Kommunikation 
der Daten noch immer unterschiedliche Wege. Im Bereich der Geflüchtetenpolitik wird ein 
Berichtswesen gepflegt, das entsprechende Zahlen in über die Jahre hinweg vergleichbarer 
Weise enthält. Auf dem Feld der Wohnungs - und Obdachlosenpolitik muss die Verwaltung 
immer wieder neu beauftragt werden und mühsam Zahlen zusammensuchen. Natürlich wird 
die Entwicklung eines Berichtswesens für den Bereich der Wohnungs- und Obdachlosigkeit 
erst mal Ressourcen binden, kann aber in der Zukunft der Verwaltung und der Politik Arbeit 
ersparen.  
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Christian Joisten      gez. Micheal Weisenstein 
SPD-Fraktionsvorsitzender     DIE LINKE-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

20.04.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 3.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig zurückgezogen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1627/2022
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
Datum
12.09.2022
Erstellt
12.09.2022 12:33