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Abschlussbericht Projekt Bildungskoordination für Neuzugewanderte (Projektende 30.06.2021)

Mitteilung Ausschuss 2444/2021 vom 09.08.2021

Stand: Am 13.09.2021 in der Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 09.08.2021 2444/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 24.08.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 26.08.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 30.08.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.09.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz) 02.09.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 02.09.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 06.09.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 06.09.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.09.2021 Jugendhilfeausschuss 07.09.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 09.09.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 13.09.2021 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 08.10.2021 Abschlussbericht Projekt Bildungskoordination für Neuzugewanderte (Projektende 30.06.2021) Abschlussbericht Bundesprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ Mit Zuwendungsbescheid vom 30.06.2019 wurde der Folgeantrag auf Fördermittel aus dem Bundes- programm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ durch das Bun- desministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt, dem der Rat der Stadt Köln am 27.09.2018 zugestimmt hatte. Das Projekt wurde damit bis zum 30.06.2021 verlängert (siehe Mittei- lung 3985/2019). Zwei Mitarbeitende im Kommunalen Integrationszentrum sowie eine Mitarbeiterin im Regionalen Bil- dungsbüro waren für das Projekt tätig. Diese dezernatsübergreifende Struktur hat sich für die Themen Bildung und Integration auf lokaler Ebene, auch im bundesweiten Vergleich, als effizient er- wiesen und sorgte für einen intensiveren Austausch zwischen den verschiedenen städtischen Einhei- 2 ten, die aus unterschiedlichen Perspektiven an ähnlichen Themenkomplexen arbeiten. Das Ziel der Bildungskoordination war es, Integration durch Bildung für Neuzugewanderte in Köln bedarfsgerecht zu ermöglichen. Die Bildungskoordination arbeitete daran, den Zugang zu Bildungs- angeboten für alle neuzugewanderten Menschen in Köln zu verbessern und die Struktur bzw. Forma- te der Bildungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Mitarbeitenden waren Ansprech- partner*innen für alle Akteur*innen, die in Kölner Beratungs- und Bildungseinrichtungen mit Neuzu- gewanderten zusammenarbeiten, sowie auch für ehrenamtlich Engagierte und innerhalb der Stadt- verwaltung selbst. Im Projekt wurden Bildungsangebote für neuzugewanderte Kölner*innen gebündelt, dargestellt sowie Lücken und Bedarfe identifiziert. (Angebotsübersichten siehe https://www.ki-koeln.de/projekte/bildungskoordination-fuer- neuzugewanderte/) Im Rahmen von Fachveranstaltungen mit den Akteur*innen wurden Informationen zur Angebotsstruk- tur systematisch ausgetauscht und abgeglichen sowie als Grundlage für eine abgestimmte Weiter- entwicklung von Angeboten genutzt. Auf diese Weise entstand Transparenz über das Angebotsspekt- rum und es wurden Lückenschlüsse bei Bildungsangeboten und Zugängen zu Bildung initiiert. Darüber hinaus konnten die für neuzugewanderte Kölner*innen wichtigen Bildungsthemen in den re- levanten Ausschüssen und Gremien dargestellt werden. Die Bildungskoordination für Neuzugewan- derte agierte damit als Schnittstelle zwischen Praxis und Entscheidungsträger*innen. In der zweiten Förderphase vom 01.07.2019 bis zum Ende des Projekts am 30.06.2021 konnten fol- gende Themen bearbeitet werden: Themenschwerpunkte  Datenbasiertes Arbeiten: Im Rahmen der Entwicklung des kommunalen Vielfalts- und Integ- rationsmonitorings (VIM) war die Bildungskoordination maßgeblich daran beteiligt, die Grund- lagen für das datenbasierte Arbeiten neu zu gestalten: In engem Austausch mit zahlreichen Institutionen und innerhalb der Verwaltung wurden Kennzahlen und qualitative Fragestellun- gen abgestimmt, mit denen die Verwaltung die Integrationsprozesse durch Bildung abbilden, einsehen und steuern kann. Das Vielfalts- und Integrationsmonitoring ist an die Regelstrukturen angebunden und wird dort unabhängig vom Projekt der Bildungskoordination fortgeführt.  Internetplattform: Um Transparenz über die Bildungsangebote für neuzugewanderte Köl- ner*innen zu schaffen, wurde eine Wegweiser-Lösung auf Basis einer städtischen Online- Plattform anvisiert. Da zahlreiche Institutionen in der Kommune die Plattform nutzen möchten, entstand eine Kooperation mit der kommunalen Koordination „Kein Abschluss ohne An- schluss“ für den Bereich Übergang Schule Beruf. Aufgrund vielfältiger priorisierter Aufgaben infolge der der Covid 19-Pandemie und dem daraus resultierenden Ressourcenengpässen konnte die Internetplattform bisher nicht realisiert werden. Um die Übersicht der Bildungsan- gebote für Neuzugewanderte dennoch zugänglich und nutzbar zu machen, wurden diese auf der Internetseite des Kommunalen Integrationszentrums veröffentlicht.  Projektkommunikation: Eine Kommunikationsstrategie ist erarbeitet und weiterentwickelt worden. Die maßgeblichen städtischen Gremien wurden laufend informiert. Es erfolgten per- sönliche oder digital gestützte Besuche der Kölner Bildungsinstitutionen und auch die Online- Präsenz des Projekts über die Homepage des Kommunalen Integrationszentrums wurde er- weitert.  Bildungsangebote für die Altersgruppe 0-10 Jahre: Kontinuierlich wurden im Projekt Aus- tauschformate und Vernetzungsangebote zu (Sprach-)Fördermöglichkeiten für Vorschulkinder ohne KiTa-Platz mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie, dem Amt für Schulentwicklung und weiteren beteiligten Akteur*innen durchgeführt. Ebenso konnte in Zusammenarbeit mit 3 dem Regionalen Bildungsbüro Köln die „Informationsveranstaltung für die Eltern der Vierjähri- gen“, die jeweils zwei Jahre vor der Einschulung stattfindet, umgestaltet und unter anderem auch auf die Bedürfnisse von neuzugewanderten Familien angepasst werden. Die diversitäts- und kultursensible Darstellung der Informationen stand dabei im Mittelpunkt. Die Bedarfe von Neuzugewanderten wurden in die Arbeits- und Steuerungsstrukturen des Landesprogramms „Kinderstark“ eingebracht und das Projekt „Bildungslots*innen“ in Unterkünften1 initiiert. Somit konnte eine kurzfristige, kommunale Unterstützung für Grundschulkinder geflüchteter Eltern geschaffen werden, die im Rahmen des Distanzlernens keine technischen Hilfsmittel und Lernräume zur Verfügung hatten. Zusätzlich konnten durch Fördermittel des Landespro- gramms „Kinderstark“ und „KOMM-AN NRW“ Übersetzungen in 20 Sprachen ermöglicht wer- den, unter anderem für Elternbriefe, Anmeldeformulare und Informationsmaterialien im Über- gang KiTa – Grundschule. Ebenso erfolgte die Publikation in einfacher Sprache2. Dies trägt nicht nur zu einer interkulturellen Öffnung der Verwaltung bei, sondern auch zu einer gelin- genden Informationsvermittlung im Rahmen der frühen Bildung.  Bildungsangebote für die Altersgruppe 11-15 Jahre: Die Übersicht zu schulischen und au- ßerschulischen Bildungsangeboten für die Zielgruppe wurde erstellt und veröffentlicht. Ebenfalls ist eine Übersicht der unterschiedlichen Optionen im Übergang von der Deutschför- dergruppe in die Regelklasse in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum sowie dem Schulamt der Stadt Köln erstellt worden. Diese Übersicht dient den Fachkräften bei der Unterstützung der neuzugewanderten Schüler*innen in den Übergangssituationen. Zum Thema Alphabetisierung konnte ein regelmäßig tagender Qualitätszirkel initiiert werden, der auch nach Projektende fortgeführt wird. In diesem Rahmen entstand die „Kommentierte Übersicht: Materialsammlungen zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung“, die Fach- kräften und Quereinsteiger*innen einen Überblick über die kostenfreien Materialangebote zum Thema Alphabetisierung gibt. Zudem entstand eine Übersicht über Instrumente zur Diagnostik des Alphabetisierungsgrades, die dem Qualitätszirkel zur Verfügung gestellt wurde.  Bildungsangebote für die Altersgruppe 16-27 Jahre: Für die Altersgruppe der 16-18 Jähri- gen wurde sowohl stadtintern als auch in Kooperation mit der Bezirksregierung ein Verfahren entwickelt, bei dem neuzugewanderte Jugendliche automatisch bei ihrer Anmeldung in Köln zur Bildungsberatung des Kommunalen Integrationszentrums eingeladen werden (Mitteilung 1522/2020). In der Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ für die Zielgruppe der 18-27-jährigen mit Duldung und Gestattung wurde die Projektkoordination maßgeblich un- terstützt: In mehreren Bausteinen stehen der Zielgruppe, zu der vorher kein oder nur sehr ein- geschränkter Zugang möglich war, nun Angebote aus den Bereichen Jobcoaching, Kompe- tenzerwerb und Förderung der Ausbildungsreife zu Verfügung. Die verschiedenen Bausteine starteten am 01.09.2020 (verzögerter Start durch Covid-19) und haben trotz weitreichender Kontaktverbote bis Ende April 2021 ca. 120 Teilnehmende erreicht. Hierfür wurde einer Ge- samtstruktur mit der Kölner Trägerlandschaft und den flankierenden Strukturen der Kammern und der Arbeitsagentur erarbeitet. Die Angebote werden kontinuierlich angepasst, Bedarfslü- cken identifiziert sowie darauf basierend neue Angebote konzipiert. Hier gewonnene Erkennt- nisse flossen in die Konzeption des Landesprojekts „Kommunales Integrationsmanagement“ ein (Vorlage 1004/2021).  Beschulung neuzugewanderter Kinder und Jugendlicher in Köln: 2015 wurde auf Initiati- ve des Integrationsrates das „ZMI Eckpunktepapier zur Integration von neuzugewanderten Kindern und Jugendlichen in Kölner Schulen“ mit breiter fachlicher Expertise erarbeitet und mit Handlungsempfehlungen sowie Maßnahmen zu insgesamt 9 Handlungsfeldern versehen. Das Monitoring zu diesen Handlungsempfehlungen war im Projekt angesiedelt. Der Bericht ist 1 Eine Mitteilung zu diesem Projekt erfolgte unt er der Vorlagennr. 3428/2020 2 https://www.ki -koeln.de/downloads/mehrsprachige-elternbriefe/ 4 Grundlage für weitere Lückenschlüsse und wurde seitdem jährlich fortgeschrieben (1. und 2 Sachstandsbericht siehe Mitteilung 2484/2019 und 3499/2020).  Mehrsprachigkeit: Im Projekt entstand eine Übersicht, in der alle schulischen und außerschu- lischen Bildungsangebote aufgeführt werden, die zum Erwerb, zur Aufrechterhaltung und zur Stärkung einer natürlichen Mehrsprachigkeit in Köln beitragen. Der Fokus wurde auch hier auf die Altersgruppe der 0-27 Jährigen gelegt und gliedert sich in die Bereiche Frühe Bildung, Primarbildung, Sekundarstufen I/II und außerschulische Bildung.  ZMI-Eckpunktepapier: Aufgrund der bundesweiten Beendigung des Projektes, auch in Köln zum 30.6.2021 wird künftig kein zentrales Monitoring des Eckpunktepapiers stattfinden und es werden daher keine weiteren Umsetzungsberichte erstellt. Nach über vier Jahren geförderter Projektzeit ist festzustellen, dass das Projekt erfolgreich war. Zahl- reiche Erkenntnisse und Produkte aus der dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit wurden verwal- tungsintern wie auch externen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Die intensive Zusammenarbeit der Bildungskoordinator*innen mit Fachämtern hat zu deutlich verbes- serten Zugängen der neu zugewanderten Kinder, Jugendlichen und deren Familien zu Bildung und damit zu einer Verbesserung der Bildungschancen geführt. Gez. Reker

Beratungsverlauf

  1. 24.08.2021

    Integrationsrat

    TOP 5.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 26.08.2021

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 30.08.2021

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 5.14, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 02.09.2021

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 9.7, Kenntnisnahme (Mitteilung).
  5. 02.09.2021

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 10.2.11, Kenntnisnahme (Mitteilung).
  6. 02.09.2021

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 10.2.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  7. 06.09.2021

    Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)

    TOP 12.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  8. 06.09.2021

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 10.2.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  9. 06.09.2021

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 10.2.12, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  10. 07.09.2021

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 8.5.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  11. 09.09.2021

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 10.2.8, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  12. 13.09.2021 zuletzt

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 11.3.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  13. Termin unbekannt

    Sitzung

    Kenntnisnahme (Mitteilung).

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