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V/0447/2008

Städtenetzwerk Innenstadt NRW, Beitritt der Stadt Münster

Vorlagen 26.05.2008

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 18.06.2008, TOP 6

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

6806 Zeichen

V/0447/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Städtenetzwerk Innenstadt NRW, Beitritt der Stadt Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.06.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
18.06.2008 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Stadt Münster tritt dem Städtenetzwerk Innenstadt NRW bei.  
 
2. Die Verwaltung wird ermächtigt, die Beitrittserklärung entsprechend zu unterzeichnen und 
sich im Städtenetzwerk entsprechend der fachlichen Themenstellungen zu engagieren. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit der Mitgliedschaft jährliche Kosten in Höhe von 3.000 € 
verbunden sind. Die Mitgliedschaft muss zunächst für drei Jahre (2008 bis 2010) erklärt werden, 
danach ist eine jährliche Kündigung möglich. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haus h.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0901 Stadt- u. Regionalentwicklung, 
Stadtplanung 
   
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
16 Sonstige ordentlichen Aufwen-
dungen 
2008 ff. 3.000 jährlich 
 
Insgesamt: 3.000  
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0447/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Thiel 
Ruf: 
492 61 80 
E-Mail: 
Thiel@stadt-muenster.de  
Datum: 
02.06.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0447/2008 
Begründung: 
 
Innenstädte sind gestern wie heute Orte der Identifikation mit der Gesamtstadt. Dabei definiert sich 
die individuell empfundene Attraktivität einerseits über die gebaute architektonische und städte-
bauliche Substanz, über die Aufenthalts- und Freiraumqualität und über das Stadtbild. Wesentli-
ches Element einer lebenswerten Stadt, von Urbanität allgemein, ist andererseits die Funktions-
vielfalt, die sich aus der räumlichen Bündelung von Wohn-, Handels-, Dienstleistungs- Kultur- und 
Freizeitangeboten ergibt. Von dieser Funktionsvielfalt hängt auch ab, inwieweit die Städte als 
Standorte des Wohnens und Arbeitens zukünftig nachgefragt werden. 
 
Auf Anregung des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW hat die Stadt Bocholt die 
Initiative zum Aufbau eines interkommunalen Städtenetzwerks Innenstadt NRW ergriffen. Dieses 
Netzwerk befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Vor dem Hintergrund des zunehmend fest-
zustellenden Rückzuges des Landes NRW aus der Berater- und Vermittlerfunktion und den stetig 
steigenden Herausforderungen bei der Entwicklung der Innenstädte, soll die Bildung eines Netz-
werkes die Kommunen bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen im Innenstadtbe-
reich unterstützen.  
 
Die planerischen Herausforderungen und aktuellen Probleme in den verschiedenen Innenstädten 
in NRW – unabhängig von der Größe der Kommune - sind weitgehend ähnlich. Die Entstehung 
von Leerständen, die schleichende Umwandlung von inhabergeführten Fachgeschäften zu Filialis-
ten, damit verbundene Trading-Down-Effekte, di e Entwicklung des Einzelhandels, insbesondere 
auch vor dem Hintergrund eines attraktiven Br anchenmixes, die Themen der Baukultur, der 
Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität, der Bespielung der Innenstadt, der Nachhaltigkeit von Neu- 
und Umbauten, die Erreichbarkeit der Innenstädte sowohl für den motorisierten Individualverkehrs 
als auch für den öffentlichen Personennahverkehr, die Nutzung von Förderprogrammen, die Ent-
wicklung von Immobilien- und Standortgemeinschaften oder Zusammenschlüssen der Kaufmann-
schaft sind dabei besonders hervorzuheben. Nicht alle Faktoren treffen uneingeschränkt auf Müns-
ter zu, im landesweiten Kommunalvergleich aber zeigen sich hier deutliche Schwerpunkte. 
 
Durch die Teilnahme am Städtenetzwerk Innenstadt profitiert die Stadt Münster insbesondere 
durch einen umfassenden, aufbereiteten Erfahrungsaustausch und den Austausch von Spezial-
wissen und „best-practice-Lösungen“. Für die oben genannten Herausforderungen der Innenstadt-
entwicklung gibt es einerseits in einzelnen Städten bereits erfolgreiche Vorreiter, deren umfassen-
des Fachwissen genutzt werden kann. Die Stadt  Münster andererseits kann bei einigen Themen 
ihrerseits die gemachten Erfahrungen in das Netzwerk optimal einbringen und gemeinsam mit an-
deren Netzwerk-Kommunen die Lösungsmöglichkeiten weiter optimieren. 
 
Unsere Städte sind weitgehend gebaut. Die Auseinandersetzung mit dem Bestand steht heute im 
Vordergrund der Stadtentwicklung. Dies schließt die punktuelle Erweiterung und Ergänzung auf 
integrierten Standorten, insbesondere Brachflächen oder mindergenutzten Flächen, mit ein. Inves-
titionen in unsere Städte – ob öffentlich oder privat oder in Kombination – ist mehr als nur Umbau-
en und Erneuern. Ihre stadträumliche Gestalt, ihre Verkehrsorganisation und Erreichbarkeit gehö-
ren ebenso dazu wie ihre kulturelle Profilierung und marketingmäßige Inwertsetzung und soziale 
Stabilisierung. Dazu bedarf es neuer Herangehensweisen, eine davon ist die geplante Koordinie-
rungsstelle Städtenetzwerk Innenstadt NRW. 
 
Die Organisation von Workshops, die Recherche und Informationsaufbereitung zu Schwerpunkt-
themen, die Beratung der Mitglieder zu den Themenfeldern sowie die Einbindung und Nutzung von 
Wissenschaft und Forschung gehört ebenfalls zu den Aufgabenstellungen der Koordinierungsstel-
le. Diese soll durch die Kommunen getragen werden. Darüber hinaus ist ein Lenkungskreis vorge-
sehen, der bei grundsätzlichen Fragestellungen und Zielrichtungen unterstützend mitwirkt. 
Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW hat eine Förderung des Netzwerkes in 
Aussicht gestellt, so dass die geleisteten Beiträge im Verhältnis 30 zu 70 (kommunale Mittel zu 
Landesmitteln) durch Mittel des Landes aufgestockt werden. Die Beiträge der Kommunen sind 
nach deren Größe gestaffelt von 2.000 € bis 3.000 €. Für die Stadt Münster wird ein Beitrag von

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V/0447/2008 
jährlich 3.000 € anfallen. Die Mitgliedschaft muss zunächst für drei Jahre (2008 bis 2010) erklärt 
werden, danach ist eine jährliche Kündigung möglich. 
 
Verbindliche Anmeldungen für das Städtenetzwerk Innenstadt liegen bereits aus folgenden Städ-
ten vor: Ahaus, Ahlen, Arnsberg, Bocholt, Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Enniger-
loh, Kempen, Krefeld, Lünen, Minden, Oelde, Radevormwald, Rheine, Unna, Voerde. In der Grün-
dungsveranstaltung am 22.02.2008 in Münster, an der über 30 Kommunen teilgenommen haben, 
haben eine Vielzahl der vertretenen Städte ihren Beitritt angekündigt, u.a. Aachen, Dorsten, Ems-
detten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Gummersbach, Hamm, Herne, Iserlohn, Köln, Leverkusen, Lü-
denscheid, Mönchengladbach, Rheda-Wiedenbrück, Solingen, Waltrop, Willich, Witten, Würselen. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (2)

11.06.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.06.2008 Hauptausschuss
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0447/2008
Typ
Vorlagen
Datum
26.05.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37