3873/2024
Zuschuss an die heuteStadtmorgen eG für die Erstellung eines Konzepts zur energetischen Quartierssanierung
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer 3873/2024 Freigabedatum 07.03.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zuschuss an die heuteStadtmorgen eG für die Erstellung eines Konzepts zur energetischen Quartierssanierung Beschlussorgan Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beschließt – vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 2025/2026 – die Gewährung eines Zuschusses an die heuteStadtmorgen eG zur Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes gemäß den Anforderungen des ehemaligen Programms KfW 432 der Kreditanstalt für Wiederaufbau für das Pilot-Quartier Röntgenstraße-Ehrenfeldgürtel-Hüttenstraße-Ottostraße. Ziel ist der weitere Erkenntnisgewinn in Bezug auf die laufende Konzeptionierung eines „Kölner Programms“ für integrierte energeti- sche Quartierssanierung (vgl. 2348/2924). Die zur Finanzierung des Zuschusses benötigten Mittel sind im Haushaltsplan 2025/2026 im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, in der Produktgruppe 1401 Um- weltordnung, -vorsorge, bei der Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2025 veranschlagt. Die Mittel stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung zur Verfügung. Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 20.03.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 75.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Potentiale des Quartiers 50823 Röntgenstraße-Ehrenfeldgürtel-Subbelratherstraße –Ot- tostraße Den vorläufigen Erkenntnissen der laufenden kommunalen Wärmeplanung zur Folge liegt das Quartier in einem Gebiet, das besondere Schwierigkeiten hinsichtlich der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien und Abwärme aufweist. Gründe dafür sind der bauliche Standard der Gebäude in Kombination mit Denkmalschutz sowie eine hohe städtebauliche Dichte. Dies führt insgesamt zu einem hohen zu deckenden Wärmebedarf bei gleichzeitig schwierigen Be- dingungen für die Errichtung von Wärmeversorgungsinfrastruktur. Die Verwaltung erwartet durch das Vorhaben hohe Erkenntnisgewinne im Hinblick auf techni- sche, rechtliche und organisatorisch-prozessuale Aspekte. Technische Aspekte umfassen die technische Realisierbarkeit sowie die Übertragbarkeit auf ähnliche Quartiersstrukturen im Zuge der kommunalen Wärmeplanung. Rechtliche Aspekte umfassen die rechtliche und finanzielle Ausgestaltung eines gemein- 3 schaftlichen Betriebs eines Wärmenetzes, sowie die Anforderungen an eine etwaige Förder- kulisse, wie Initiativen befähigt werden können, Vorhaben wie Wärmenetze in die Umsetzung zu bringen. Organisatorisch-prozessuale Aspekte umfassen die Fragestellung, was eine Zusammenarbeit von hunderten von Akteuren (hier: vieler verschiedener Wohnungseigentümergemeinschaf- ten) zur Realisierung einer gemeinsamen, klimaneutralen Wärmeversorgung begünstigt. Die Multiplikatorwirkung der Mitglieder der Genossenschaft sowie die Wirkung der offenen Ar- beitskreisstruktur hinsichtlich der herausfordernden Finanzierungs- und Umsetzungsfragen sollen in diesem Projekt erstmals erprobt werden. Durch eine Bezuschussung wird eine Beschleunigung des Vorhabens erwartet und eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Genossenschaft zur Nutzung weiterer Erfahrungs- bausteine für das in Erarbeitung befindliche „Kölner Programm“ begründet. Das Pilot-Quartier liegt in 50823 Köln Ehrenfeld, umgeben von der Röntgenstraße-Ehrenfeld- gürtel-Hüttenstraße-Ottostraße (vgl. Abbildung 1). Abbildung 1: Pilot-Quartier Köln -Ehrenfeld, Quelle: Köln -GIS Ziel ist eine blockübergreifende, klimaneutrale Wärmequelle in Form eines kalten Nahwärme- netzes zu prüfen und zu realisieren. Die Studie soll Erkenntnisse zu Umsetzungsansätzen hin- sichtlich regenerativer Wärmeversorgung in Gebieten mit multiplen Herausforderungen gene- rieren. In dem Zusammenhang wird auch die Klärung der notwendigen und möglichen energe- tischen Sanierung der Gebäudehülle betrachtet. Das Quartier umfasst ca. 178 Häuser in Blockbauweise. Ein Großteil der Gründerzeitgebäude steht unter Denkmalschutz. Die Feststellung ob das gesamte Quartier mit nur einem Nahwär- menetz versorgt werden kann oder ob das Quartier zu teilen ist, ist Gegenstand des Piloten. 4 Das erarbeitete Quartierskonzept wird dem Ausschuss Klima, Umwelt und Grün nach Fertig- stellung vorgestellt. Einbettung in laufende Prozesse Mit Mitteilung 1702/2024 hatte die Verwaltung den Ausschuss Klima, Umwelt und Grün über die erfolgreichen Förderanträge bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Programm „432 Energetische Stadtsanierung“ für die Erstellung von zwei energetischen Quartierskon- zepten durch Wohnungsgenossenschaften informiert. Inhalt der Vorlage 1702/2024 war, dass die Verwaltung bereits seit 2023 mit Akteurinnen im Austausch steht, um das o.g. Programm zu nutzen, das eine gemeinsame Antragstellung mit der Kommune verlangte. Zwei Piloten sind bis zur Einstellung des Programms so konkret geworden, dass 2023 eine Antragstellung für zwei Pilot-Quartiere erfolgte. Über die Piloten wurden erste Erfahrungen gesammelt, wie Gebäudeeigentümer befähigt werden, notwendige Maßnahmen für ein klimaneutrales Quartier zu erkennen, zu bewerten und umzusetzen. Nach der Einstellung des Programms durch die KfW hat sich die Verwaltung auf den Weg ge- macht, Möglichkeiten der Weiterführung der erfolgreich initiierten Ansätze zur Quartierssanie- rung zu eruieren. Dem Ausschuss Klima, Umwelt und Grün wurde über die Mitteilung 2384/2024 skizziert, welche Bausteine die Verwaltung aktuell im Hinblick auf die Einrichtung eines „Kölner Programms“ für integrierte energetische Quartierssanierung prüft, um Akteurin- nen und Akteure zu unterstützen, die sich mit der komplexen Herausforderung einer energeti- schen Quartierssanierung auseinandersetzen. Durch die Durchführung des Pilotprojektes können wichtige Erkenntnisse für die Ausgestal- tung eines Kölner Programms gewonnen werden. Hintergrund zur Genossenschaft heuteStadtmorgen eG Die Genossenschaft heuteStadtmorgen eG hat sich in ihrer Satzung die Transformation unse- rer Stadt für ein zukunftsgerechtes Leben zur Aufgabe gemacht. Über Aktivkreise werden viel- fältige Themen um den Klimaschutz durch die Mitglieder ehrenamtlich bearbeitet und voran- getrieben. Mit dem neu gestarteten Aktivkreis „Wärmenetze“ möchte die Genossenschaft ein Engage- ment „Bürgernetze“ prüfen. Hintergrund Gesamtstrategie Der Rat hat die Verwaltung mit Beschluss vom 07.12.2023 (2243/2023) mit der Umsetzung des „Aktionsplans Klimaschutz“ beauftragt, der die gutachterlichen Empfehlungen aus der Strategie „Köln klimaneutral 2035“ in Bezug auf den Einflussbereich der Verwaltung und der städtischen Beteiligungen operationalisiert. Der energetischen, integrierten Stadt- und Quartierssanierung kommt dabei eine große Be- deutung zu. Der Aktionsplan beschreibt das Förderprogramm „432 – Energetische Stadtsanie- rung“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als eines der wirksamsten Instrumente um Treibhausgasminderungspotentiale im Bestand zu heben (vgl. Vorlage 2243/2023 Anlage 1, Seite 40). Integrierte Quartierslösungen im Bestand wurden bereits 2018 als Maßnahme im Aktionsprogramm „KölnKlimaAktiv 2022“ priorisiert. Die Zielsetzung im Aktionsplan Klimaschutz für 2024 war, KfW 432 vielfach auszurollen. Ge- spräche mit der Wohnungswirtschaft, insbesondere Genossenschaften, waren parallel zu den Antragstellungen für die Piloten weitergelaufen, um die Vorhaben im Sinne weiterer Antrag- stellungen zu konkretisieren. Nach dem abrupten Stopp des Förderprogramms KfW 432 ent- wickelte die Verwaltung den Ansatz eines „Kölner Programms“ (Arbeitstitel). Damit soll das Format des Förderprogramms KfW 432 weiter sinnvoll genutzt und die Herausforderungen aus der kommunalen Wärmeplanung erweitert betrachtet werden. Finanzierung 5 Die heuteStadtmorgen eG soll in Anlehnung an die Architektur des ehemaligen Förderpro- gramms „KfW 432“ mit 75% der anrechenbaren Kosten für die Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes gefördert werden. Die Evaluationen der KfW zeigen, dass die Kosten für ein energetisches Quartierskonzept bei ca. 100.000 Euro liegen. Entsprechend ist der beab- sichtigte Zuschuss auf 75.000 Euro begrenzt. Die zur Finanzierung des Zuschusses benötigten Mittel sind im Haushaltsplan 2025/2026 im Teilergebnisplan des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, in der Produktgruppe 1401 Um- weltordnung, -vorsorge, bei der Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2025 veranschlagt. Die Mittel stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung zur Verfügung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungOrte (4)
- Röntgenstraße
- Ehrenfeldgürtel
- Hüttenstraße
- Ottostraße
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Details
- Aktenzeichen
- 3873/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 07.03.2025
- Erstellt
- 03.12.2024 10:22