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A-R/0024/2018

Der öffentliche Raum als Garten für jedermann

Antrag an den Rat 06.03.2018

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a-r-0024-2018-Urban Gardening

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a-r-0024-2018-Urban Gardening

3413 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. : A-R/0024/2018  
  
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL CDU 
Ratsfraktion Münster Ratsfraktion Münster 
 
Antrag 
 Münster. 06.03.2018 
 
Der öffentliche Raum als Garten für jedermann 
 
Der Rat möge beschließen, 
 
die Stadt Münster unterstützt die Idee von „Urban Gardening“, indem sie interessierten 
bürgerschaftliche Initiativen und Gruppen entsprechende Flächen zur Verfügung stellt, die aus 
Sicht der Stadt zukünftig unter anderem gut für „Urban Gardening“ genutzt werden können. 
Infrage kommen dabei ungenutzte Grundstücke und Freiflächen, aber auch Hinterhöfe, in 
denen Hochbeete angelegt werden können. 
 
 
Begründung : 
„Urban Gardening“ lebt von dem Engagement der Menschen. Dort, wo sich die Bürgerinnen 
und Bürger zusammenfinden finden und kreative Ideen entwickeln, sollen sie eine Möglichkeit 
bekommen, einen gemeinschaftlichen Stadt-Garten zu bewirtschaften. Mitten in der Stadt soll 
jeder, der Interesse hat, gemeinsam gärtnern und pflanzen können.  
Mit „Urban Gardening“ werden viele Vorteile generiert.  Im Mittelpunkt stehen vor allem 
Aspekte der Nachhaltigkeit, der Biodiversität und der urbanen Landwirtschaft. Neben der 
attraktiven Gestaltung der Grünflächen der Stadt sollen diese gleichzeitig im Sinne einer 
Multifunktionalität ökologische, ökonomische und auch ästhetische Funktionen gleichermaßen 
unterstützen . Die städtischen Räume werden umgestaltet und neu genutzt. Öffentliche Flächen 
bekommen einen gemeinschaftlichen Nutzcharakter, für die Verantwortung aus der 
Bürgerschaft übernommen wird. Das städtische Eigentum wird erlebbar gemacht. Die Stadt 
gewinnt an Nutzflächen, die landwirtschaftlich betrieben werden. Interessierte Bürgerinnen und 
Bürger bekommen eine Möglichkeit, als Selbstversorger wohnortnah und ökologisch Obst,

Gemüse und Blumen anzubauen. Zudem übernimmt „Urban Gardeninig“ eine Funktion der 
Bildungsarbeit auch in Bezug auf kindgerechte Erlebnispädagogik.  
In Münster bestehen bereits einige Gemeinschaftsgärten, wie Campusgarten GrüneBeete,  
Interkultureller Garten Pardis am Haus vom guten Hirten oder Paradeiser in der autofreien 
Siedlung. Jedoch zeigt ein Blick auf andere Städte in NRW, dass „Urban Gardening“ in 
Münster ausbaufähig ist. So können Düsseldorfs Bürger an insgesamt neun Standorten im 
Stadtgebiet Obst und Gemüse anpflanzen, auch in Hochbeeten, die aus Paletten gebaut 
sind. Köln bietet 16 Garten-Projekte, gestützt auf Bürgerinitiative „Verein Kölner NeuLand 
e.V“. In Bonn betreiben mehrere Initiativen acht Flächen, die mit Hilfe der Stadt koordiniert 
werden.  
 
Münster ist nicht nur Klimahauptstadt, sondern auch Hauptstadt der Landwirtschaft. Dass 
Münster in der Klimaschutzpolitik vergleichsweise gut dasteht, führt richtigerweise nicht zu 
einem Nachlassen der städtischen Bemühungen, sich in diesem Bereich weiter zu 
engagieren. Auch die Tatsache, dass die Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten 
aufgrund der noch zahlreich vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzflächen in Münster 
vergleichsweise unproblematisch ist, schließt das Konzept von „Urban Gardening“ mit an. 
Münster bietet gute Voraussetzungen dafür, hier auch für andere Kommunen ein Zeichen zu 
setzen und sich weiter als Stadt des Klima- und Umweltschutzes, aber auch als Stadt der 
bürgerschaftlich betriebenen Landwirtschaft zu profilieren.  
 
 
gez. Stefan Weber  gez. Otto Reiners  
und Fraktion und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

14.03.2018 Rat
TOP 29.14 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0024/2018
Typ
Antrag an den Rat
Datum
06.03.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37