V/0533/2018
Jahresabschluss 2017 der Stadtwerke Münster GmbH
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Anlage A
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Anlage A zur V/0533/2018 Kurzüberblick Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 f-g des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschluss- fassung über - die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses - die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates. Zur Ermächtigung des Vertreters der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadt- werke Münster GmbH ist ein Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses notwendig. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die „Stadtwerke Münster GmbH“ ist eine 100 %-ige Beteiligung der Stadt Münster. Ihr obliegt gemäß Gesellschaftsvertrag die Versorgung der Bevölkerung – vornehmlich der Stadt Münster – mit Energie und Wasser, der öffentliche Personennahverkehr, der Hafenbetrieb, die Be- triebsführung der Straßenbeleuchtung, der Bau und Betrieb von Bädern, die Beteiligung an Unter- nehmen der Versorgungs- und Verkehrswirtschaft sowie die Beteiligung an sonstigen Unterneh- men, insbesondere soweit, als diese geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern, sowie die Telekommunikation und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen sowie Geschäfte je- der Art, die der Erreichung des Gesellschaftszwecks mittelbar oder unmittelbar dienen. Finanzierung Produktgruppe: 1501 Produkt 150101 Stadtwerke Münster GmbH Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 4.000.000,00 € erfolgte bereits im Dezember 2017. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig k.A. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) k.A.
Anlage_2_V_0533_2018_AR_14_2018_Jahresabschluss_2017_SWMS_Final
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Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss und
Lagebericht 2017
Bilanz der Stadtwerke Münster GmbH
zum 31.12.2017
Aktivseite Stand Stand Passivseite Stand Stand
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Stammkapital 51.200.000,00 51.200
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie II. Kapitalrücklage 106.224.265,40 94.147
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.838.894,39 8.739
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 46.254.657,02 36.125
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten IV. Bilanzgewinn 0,00 0
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.700.720,00 72.211 203.678.922,42 181.472
2. Verteilungsanlagen 134.357.053,08 123.055
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 56.091.601,00 47.749 B. Empfangene Ertragszuschüsse 4.050.708,91 5.705
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 8.766.760,00 10.505
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.557.970,71 9.946 C. Rückstellungen
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.457.676,49 15.611 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 45.438.849,00 42.992
302.931.781,28 279.077 2. Steuerrückstellungen 12.082.188,11 9.155
3. Sonstige Rückstellungen 44.062.864,35 54.590
III. Finanzanlagen 101.583.901,46 106.737
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 33.814.388,47 35.722
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.181.801,00 0 D. Verbindlichkeiten
3. Beteiligungen 8.930.279,69 9.089 1. Genussscheinkapital 1.967.500,00 2.230
4. Ausleihungen an Unternehmen, 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 113.869.578,18 112.925
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.890.063,00 5.890 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126.486,41 62
5. Sonstige Ausleihungen 2.467.404,82 3.453 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.558.099,71 45.931
61.283.936,98 54.154 5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.247.199,27 1.383
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 509.743,19 446
371.054.612,65 341.970 7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.498.188,65 12.825
B. Umlaufvermögen 8. Sonstige Verbindlichkeiten 14.707.475,10 14.653
Davon aus Steuern 8.281.101,20 €
I. Vorräte (i. Vj. 7.342.376,14 €)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.283.412,01 8.607 Davon im Rahmen der
2. Unfertige Leistungen 2.644.572,91 3.153 sozialen Sicherheit 607,82 €
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.529.592,37 6 (i. Vj. 547,22 €)
4. Emissionsrechte 48.491,11 51 194.484.270,51 190.455
22.506.068,40 11.817
E. Rechnungsabgrenzungsposten 26.263.677,15 26.653
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.795.997,32 48.163
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 19.339.622,69 16.196
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.093.104,56 6.376
4. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.658.955,71 2.262
5. Sonstige Vermögensgegenstände 17.459.909,74 25.639
93.347.590,02 98.636
III. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten 42.869.747,37 58.296
158.723.405,79 168.749
C. Rechnungsabgrenzungsposten 283.462,01 303
530.061.480,45 511.022 530.061.480,45 511.022
Münster, 25. Mai 2018
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Müller-Tengelmann Dr. Wernicke
1453739/40029870
Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2017 (01.01.-31.12.)
2017 2016
EUR EUR
Brutto-Umsatzerlöse 585.724.238,89 563.980.489,81
Strom- und Energiesteuern -38.736.017,79 -34.050.834,33
1. Umsatzerlöse 546.988.221,10 529.929.655,48
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 11.015.381,39 812.651,04
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.592.242,72 10.300.534,47
4. Sonstige betriebliche Erträge 34.782.533,24 44.139.995,70
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 236.053.268,55 226.579.219,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 191.517.509,36 172.500.594,48
427.570.777,91 399.079.814,33
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 50.297.718,97 49.734.986,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 14.815.150,47 13.846.748,15
Davon für Altersversorgung 4.902.424,97 € 65.112.869,44 63.581.734,35
(i. Vj. 4.164.062,41 €)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 26.818.486,33 25.654.002,23
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 360.000,00 2.401.000,00
27.178.486,33 28.055.002,23
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 17.705.542,85 17.457.079,51
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 34.053.097,23 31.775.796,27
51.758.640,08 49.232.875,78
9. Erträge aus Beteiligungen 4.216.898,23 4.120.738,82
Davon aus verbundenen Unternehmen 2.722.500,00 €
(i. Vj. 2.574.000,00 € )
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.914.933,14 1.658.275,65
11. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 160.179,93 166.008,86
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.190,85 88.684,77
Davon aus verbundenen Unternehmen 6.983,66 €
(i. Vj. 47,50 €)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.076.856,00 17.733.609,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.592.625,68 7.826.808,84
Davon an verbundene Unternehmen 0,00 €
(i. Vj. 7.232,64 €)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.444.070,95 7.357.782,12
16. Ergebnis nach Steuern 14.016.254,21 18.348.918,14
17. Sonstige Steuern -113.745,79 2.178.918,14
18. Jahresüberschuss 14.130.000,00 16.170.000,00
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 10.130.000,00 12.170.000,00
20. Vorabgewinnausschüttung 4.000.000,00 4.000.000,00
21. Bilanzgewinn 0,00 0,00
Münster, 25. Mai 2018
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Müller-Tengelmann Dr. Wernicke
1453739/40029870
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1453735/40029870
Anhang der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2017 (01.01. - 31.12.)
Handelsregister B des Amtsgerichts Münster, Handelsregisternummer HRB 343
I. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde unter Beacht ung des Handelsgesetzbuches, des
GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.
Die Bilanz und die Gewinn - und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH (Stadt-
werke Münster), Münster, wurden nach den für großeKapitalgesellschaften geltenden Vor-
schriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden Beson-
derheiten wurde die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz (§ 265 Abs. 5 HGB) um die
Posten
- Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung)
- Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte um den Posten
- Emissionsrechte,
die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten
- Forderungen gegen den Gesellschafter
und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten
- Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
II. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Die münsterNETZ GmbH (münsterNETZ), Münster, ist durch einen Beherrschungs - und
Ergebnisabführungsvertrag (Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der
Stadtwerke Münster organschaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserver-
sorgungsnetze sind an die münsterNETZ verpachtet. Für die Nutzung der Netze zur Ver-
sorgung der Kunden mit Energie und Wasser berechnet die münsterNETZ entsprechende
Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaften bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung,
Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze sowie zu verschiedenen, insbesondere kauf-
männischen Dienstleistungen.
Das Ergebnis der münsterNETZ zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vor-
jahr: 1,7 Mio. EUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der
Stadtwerke Münster übernommen.
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1453735/40029870
Die Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH wurde mit Wirkung zum1. Januar 2017 (steu-
erlich zum 31. Dezember 2016) auf die Stadtwerke Münster GmbH verschmolzen. Durch
diese Verschmelzung sind die Vermögensgegenstände und Schuldender Energiepark Det-
mold GmbH & Co. WP DT KG , deren Komplementärin die Energiepark Detmold Verwal-
tungs-GmbH war,auf Grundlage derer Bilanz zum 31. Dezember 2016(Bilanzsumme 5.186
TEUR, Eigenkapital 1.497 TEUR) der einzig verbliebenen Gesellschafterin, der Komman-
ditistin Stadtwerke Münster, zum 1. Januar 2017 angewachsen.
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der
Bilanz erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen
sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden.
Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten direkt zurechenbare Ein-
zelkosten und angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen und Verwaltungskos-
ten sind nicht einbezogen. Öffentliche Zuschüsse werden von den Anschaffungs - und
Herstellungskosten abgesetzt.
Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten Zuschläge für Lager - und
Regiekosten von 20 %. Erneuerungsmaßnahmen im bestehenden Netz, die eine Länge
von 200 Metern und mehr erreichen, werden aktiviert.
Bei den planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011 linear
(zuvor degressiv) abgeschrieben.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
Immateriellen Vermögensgegenständen 3 - 7 Jahre
Grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken 7 - 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5 - 22 Jahre
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 60 EUR werden unmittelbar als
Aufwand gebucht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 60 EUR
und 410 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.
Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, soweit es sich um unver-
zinsliche oder niedrigverzinsliche Darleh en handelt, zum Nennwert bewertet. Die übri-
gen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertbe-
richtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bi lanz-
stichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend § 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben wor-
den.
Zum 28. Dezember 2017 wurde der Bürgerwindpark Löningen GmbH, Löningen ein
Gesellschafterdarlehen in Höhe von 10.182 TEUR gewährt. Dieses wird unter Auslei-
hungen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
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Die Roh -, Hilfs - und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten
oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.
Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten und angemes-
sene Teile der Gemeinkosten) bewertet. Die unter den Waren ausgewiesenen Wasser-
vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Drei zum Verkauf stehende Windkraftanlagen mit einem Buchwert in Höhe von
11.524 TEUR werden im Umlaufvermögen unter fertige Erzeugnisse und Waren ausge-
wiesen. Diese werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten und angemessene Teile der
Gemeinkosten) bewertet.
Die den Stadtwerken Münster unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach§ 9 TEHG
(Treibhaus-Emissionshandelsgesetz) i.V.m. § 8 i.V.m. § 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert
von 1 EUR ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten
bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewie-
sen. Die nicht abgerechneten Aufträge an Dritte (unfertige Leistungen) in Höhe von
2.645 TEUR (im Vorjahr 3.513 TEUR) werden unter den Vorräten bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert
oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos
bewertet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsun-
ternehmen von insgesamt 37,5 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR) wurden mit den je-
weiligen Forderungen verrechnet.
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse
Netz) werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr
nach Zugang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig
aufgelöst. Die Zugänge werden ab dem 1. Januar 2003 direkt gegen die Positionen des
Anlagevermögens verrechnet und wirken sich entsprechend den dor t geltenden Nut-
zungsdauern abschreibungsmindernd aus.
Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden
Netze der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber
gezahlte Ertragszuschüsse, werden vom Netzbetreiber im Rahmen des bestehenden
Pachtvertrags an die Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer weitergeleitet. Die
Beträge werden nach den Regelungen des Energiewirtschaftsrechts ab 2007 als Pacht-
vorauszahlungen betrachtet und in einen passiven R echnungsabgrenzungsposten ein-
gestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ver-
sicherungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der
laufenden Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem
Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und
bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung
aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember 2017 veröffentlichte Wert
der Bundesbank in Höhe von 3,68 % einbezogen und somit das Wahlrecht zur Abzin-
sung über eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten wei-
terhin die Richttafeln 2005 G von Dr. K. Heubeck.
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Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von2,00 %
p. a. in die versicherungsmathematischen Berechnungen einbezogen.
Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50%
p. a. berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2,00 % p. a. bei einem Alter von bis zu
30 Jahren bzw. 1,00 % bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.
Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein Rechnungszins von2,80 % sowie ein Anwart-
schaftstrend von 2,00 % p. a. zu Grunde.
Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung derKommuna-
len Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster, (KVW) resultierenden Verpflichtun-
gen wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum 31. Dezem-
ber 2017 (Rechnungszins 3,68 %, Gehaltstrend 1,50 % p. a., Rententrend 1,00 % p. a.)
bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten
bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag
31. Dezember 2017 betrug der Umlagesatz 4,5 % zuzüglich eines Sanierungsgeldes in
Höhe von 3,25 %. Umlagesatz und Sanierungsgeld werden von der Gesellschaft allein
getragen. Die Summe der beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2017
beträgt 47,5 Mio. EUR (Vorjahr: 45,9 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus einer mögli-
chen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen wurde zum31. Dezember 2017
ein Wert von 71.238 TEUR ermittelt. Aus der stetigen anteiligen Dotierung besteht zum
Stichtag eine Rückstellung von 37.347 TEUR. Die verbleibende Unterdeckung beträgt
33.891 TEUR . Es ist vorgesehen, diese Deckungslücke weiterhin durch ratierliche
Zuführungen in den kommenden Jahren systematisch zu schließen.
Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und grund-
sätzlich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Die Energiebeschaffungs - und Energieabsatzverträge (Strom und Gas) werden in
Anwendung des § 254 HGB abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung zu Be-
wertungseinheiten zusammengefasst. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Be-
achtung der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer vom 30.September 2015
(IDW RS ÖFA 3).
Es besteht ein angemessenes energiewirtschaftliches Steuerungssystem, aus dem die
gebildeten Vertragsportfolien nach der Homogenität der Risiken abgeleitet wurden.
Daran orientiert sich der Aufbau der Mengen -, Preis- und Ergebnisplanung der Portfo-
lien. Die konkreten Beschaffungs - und Vermarktungsprozesse s owie deren Überwa-
chung setzen die Vorgaben des Steuerungssystems um.
Die durch den Abschluss von Verträgen mit Kunden zu liefernden Mengen an Strom
oder Gas werden durch das Portfoliomanagement je Kundenvertrag einzeln (back – to
– back) oder zusammengefas st beschafft. Ebenso werden vom Portfoliomanagement
die für die Energieerzeugung in der Gas-und-Dampfturbinen-Anlage (GuD-Anlage) und
den weiteren Erzeugungseinheiten ( Blockheizkraftwerke, BHKW) benötigten Mengen
Gas beschafft sowie der erzeugte Strom vermarktet. Das Portfoliomanagement struktu-
riert die Beschaffung und den Absatz der Energiemengen Strom oder Gas jeweils
getrennt in Bücher, das Vertriebsbuch, das Erzeugungsbuch und das Hedgebuch, sowie
den darin geführten Portfolien.
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Das implementierte Ris ikomanagementsystem erfasst die aggregierten Positionen im
Hedgebuch auf Basis von vorgegebenen Risikolimiten, die ebenso wie die zur Ange-
botskalkulation und zur Bewertung verwendeten Preiskurven täglich durch das Risi-
kocontrolling überwacht werden.
Die implementierte Deckungsbeitragsrechnung erfasst jedes gebildete Vertragsportfolio.
Dabei werden interne Geschäfte zwischen den Vertragsportfolien zu marktüblichen
Bedingungen abgeschlossen und in die jeweilige Deckungsbeitragsrechnung einbezo-
gen. Zurechenbare Gemeinkosten werden angemessen berücksichtigt.
Die Bewertungszeiträume bestehen aufgrund der rollierenden Durchführung der Siche-
rungstransaktionen für einen unbegrenzten Zeitraum. Aktuell sind Zeiträume bis zum
Lieferjahr 2021 betroffen.
Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Ein-
frierungsmethode angewandt.
Aufgrund der negativen Korrelation von Grund- und Sicherungsgeschäften wird es künf-
tig zu gegenläufigen, sich nahezu vollständig ausgleichenden Marktwertentwic klungen
kommen. Sollte der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte einer Bewertungseinheit zum
Stichtag negativ sein, so wird imparitätisch eine Rückstellung für drohende Verluste aus
Bewertungseinheiten gebildet. Darüber hinausgehende Verlustüberhänge können nicht
entstehen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt.
Die auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der GuD -An-
lage Standort HKW Hafen im Jahr 2013 vorgenommene außerplanmäßige Abschrei-
bung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 13,9 Mio. EUR wurde beibehalten.
In 2014 haben die Gesellschafter der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Gre-
ven, (FMO) ein Finanzierungskonzept zur Ausstattung des FMO mit Eigenkapit al
beschlossen. Das Konzept sieht jährliche Zuführungen der Gesellschafter in das Eigen-
kapital des FMO vor, die jeweils gesondert mit einem Vorlauf von zwei Kalenderjahren
von den Gesellschaftern verpflichtend beschlossen werden. Die durch diesen
verpflichtenden Beschluss begründete Erhöhung des Beteiligungswertes wird regelmä-
ßig durch eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert. Im Jahresabschluss 2017 sind
die geleisteten Einzahlungen in die Kapitalrücklage für 2019 und für 2020 beschlossenen
Zuführungen erfasst und wurden insgesamt mit 1 1,8 Mio. EUR wertberichtigt . Auf die
Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt, (WLE) wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 297 TEUR nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB
vorgenommen. Die FMO erhielt weiterhin aufgrund des oben genannten Finanzierungs-
konzepts im Dezember 2015 ein Darlehen in Höhe von 5.890 TEUR. Für dieses Darle-
hen ergibt sich aufgrund der vertraglich vereinbarten, marktgerechten Zins - und Til-
gungsregelungen sowie der mit dem Finanzierungskonzept verbundenen, positiven Ent-
wicklungsprognose der FMO keine notwendige Wertberichtigung.
Mit dem Ende des Erbpachtvertrages haben die Stadtwerke Münster die aufstehenden
Gebäude vom Erbpächter, Fa. Imperial GmbH , Duisburg (vormals: Lehnkering GmbH)
zu dem nach vertraglicher Vereinbarung gutachterlich ermittelten Wert von 2,8 Mio. EUR
übernommen. Das Grundstück steht im Zuge der Entwicklung der Hafensüdseite zur
Veräußerung an. Sollten die Verkaufsverhandlungen im Ergebnis nur das G rundstück
ohne die aufstehenden Gebäude umfassen, ist aufgrund der nicht gegebenen betriebli-
chen Nutzung grundsätzlich von dem Abriss der Gebäude auszugehen.Auf die Gebäude
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wurde daher im Jahr 2016 eine außerplanmäßige Abschreibung von 2,4 Mio. EUR
vorgenommen. Da das Gebäude nach Vermietungsende am 30.09.2017 nicht weiter
genutzt wird wurde eine weitere außerplanmäßige Abschreibung von 0, 4 Mio. EUR
vorgenommen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte
Verbrauch der Kunden der Energie - und Wasserversorgung zwischen Ablese - und
Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten hauptsächlich mit 17.670 TEUR
die Kapitalzuführung an die FMO für die Jahre 2018 bis 2020. Auf eine Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr entfallen davon 11.780 TEUR. Die übrigen Forderungen betreffen
u. a. (abgegrenzte) Energie- und Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen ver-
rechnet wurden.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unter-
nehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen (mit
Überzahlungen verrechnete) Energie- und Wasserlieferungen, Kostenerstattungen und
die Gewinnübernahme der münsterNETZ. Auch hier wurden die Forderungen und Ver-
bindlichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen
aus Überzahlungen von Steuern in Höhe von 11.069 TEUR und noch nicht abziehbare
Vorsteuer auf Energielieferungen in Höhe von 3.869 TEUR.
Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Festgelder in Höhe von 1,62 Mio. EUR ver-
pfändet. Diese sind daher entsprechend ihrer Fristigkeit unter den sonstigen Ausleihun-
gen (1,62 Mio. EUR) ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51.200.000 EUR.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 21.027 TEUR zugeführt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 weist einen Jahresüber-
schuss von 14,1 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2017 ge-
leisteten Vorabgewinnausschüttung von 4,0 Mio. EUR und der Einstellung in die ande-
ren Gewinnrücklagen von10,1 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0,0 Mio. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen im Wesentli-
chen die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen einschließlich KVW (39,9 Mio. EUR)
und Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (5,6 Mio. EUR). Der Unterschiedsbetrag
zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen
Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach
Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt
15,4 Mio. EUR. Es s teht genügend frei verfügbares Eigenkapital zur Ausschüttung zur
Verfügung.
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Drohverlustrückstellun-
gen (19,2 Mio. EUR), die ATZ-Rückstellung (2,3 Mio. EUR) und die (mit Abschlagszah-
lungen saldierte) Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs
(9,2 Mio. EUR). Zur Absicherung der Ansprüche von Mitarbeitern aufgrund der Verein-
barung zur Altersteilzeit wurde eine Bürgschaft abgeschlossen.
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern bestehen in Höhe von
1.968 TEUR (im Vorjahr 2.230 TEUR). Die Genussrechte wurden zur Finanzierung von
Photovoltaikanlagen ausgegeben. Das gezeichnete Kapital wird ab dem Tag der Ein-
zahlung in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlung verzinst. Es handelt sich um folgende
Projekte:
Busdepot Rösnerstr. 13 in Münster, Inbetriebnahme 2009 100.000,00 EUR
Sonnenwerk in Münster, Inbetriebnahme 2010 100.000,00 EUR
Weicon in Münster, Inbetriebnahme 2010 50.000,00 EUR
Deponie Coerde in Münster, Inbetriebnahme 2010 1.687.500,00 EUR
Reit- und Fahrverein Ostbevern, Inbetriebnahme 2010 30.000,00 EUR
Summe 1.967.500,00 EUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren insbesondere aus dem
zur Finanzierung der Strategie 2020 aufgenommenen Schuldscheindarlehen
(70,0 Mio. EUR).
Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 ein Darlehen der Hamburger Sparkasse AG, Ham-
burg, in Höhe von nominal 5,9 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der
Photovoltaik-Freiflächenanlage in Hassendorf verwendet. Durch Übertragung der PV -
Anlage ist das Darlehen abgesichert.
Im Jahr 2017 wurde ein Darlehen der Sparkasse Münsterland Ost, in Höhe von nominal
6,8 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Bau von zwei Windkraftanlagen
(Hiltrup-Raringheide und Loevelingloh) verwendet. Durch die Übertragung der Wind-
kraftanlagen ist das Darlehen abgesichert.
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Zur Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darlehen w erden folgende Zinsswaps
eingesetzt.
Nr. Produkt Laufzeit Betrag in TEUR Marktwert in TEUR
1. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.19 6.000 -213
2. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.22 5.000 -423
3. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.24 3.000 -344
4. Zinsswap 22.10.17 - 22.10.27 2.550 -312
5. Zinsswap 30.03.12 - 30.12.26 5.300 -289
6. Zinsswap 01.09.17 – 30.06.37 6.800 -212
Die Grundgeschäfte (Darlehen) und d ie Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen
neben der Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Aufgrund der deckungsgleichen
Beziehung konnte auf eine bilan zielle Risikovorsorge für d ie nach bankinternen
Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwert e von insgesamt 1.793 TEUR
verzichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen hauptsächlich auf
Strom- und Gasbezugsrechnungen und EEG-Umlagen an Übertragungsnetzbetreiber.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Überzahlungen von Jahresverbrauchsabrechnungen. Forderun-
gen wurden verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nach Saldierung mit den
Forderungen resultieren im Wesentlichen ausNetzentgeltabrechnungen und erbrachten
Linienverkehrsleistungen der Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, betreffen insbesondere die zugesagten Zuführungen in die Kapitalrücklage des
FMO für die Jahre 2018 bis 2020 sowie IT-Dienstleistungen.
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in
Höhe von 17.080 TEUR. Davon entfallen 3.347 TEUR auf eine Grundschuld zur Besi-
cherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie 13.733 TEUR auf eine
Sicherungsübereignung für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.Mit einer Inan-
spruchnahme ist nicht zu rechnen.
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Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
31.12.2017 Bilanz
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Genussscheinkapital 1.968 193 675 1.100
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 113.870 6.580 53.353 53.937
Erhaltene Anzahlungen 126 126 - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 41.558 40.629 631 298
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter 1.247 1.247 - -
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 510 510 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unter-
nehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht 20.498 8.718 11.780 -
Sonstige Verbindlichkeiten 14.707 14.707 - -
Summe 194.484 72.710 66.439 55.335
31.12.2016 Bilanz
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Genussscheinkapital 2.230 263 717 1.250
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 112.925 5.960 29.209 77.756
Erhaltene Anzahlungen 62 62 - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 45.931 45.205 561 165
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter 1.383 1.383 - -
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 446 446 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unter-
nehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht
12.825 12.824 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 14.654 14.654 - -
Summe 190.456 80.797 30.487 79.171
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Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Steuern (8,3 Mio. EUR;
Vorjahr: 7,3 Mio. EUR), Guthaben auf Jahresverbrauchsabrechnungen ( 2,5 Mio EUR,
Vorjahr: 1,9 Mio EUR) , auf erhaltene und noch nicht abgerechnete Zuschüsse
(2,5 Mio. EUR; Vorjahr: 2,1 Mio. EUR), Überzahlungen aus der Verbrauchsabrechnung
aus Installationen und Bauleistungen ( 0,2 Mio. Euro; Vorjahr 1,6 Mio. EUR) und auf
Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Label Grüner Strom ( 0,7 Mio. EUR; Vorjahr
1,2 Mio. EUR).
Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die vom
Netzbetreiber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind Pachtvorauszahlungen von
24,6 Mio. EUR für das Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt.
Es besteht ein nicht bilanzierter Überhang der aktiven Steuerlatenzen, denen Bewer-
tungsunterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen, bei den Rückstellungen für Pen-
sionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen zugrunde lie-
gen. Diesen steht lediglich eine passive S teuerlatenz aus den Sonderposten mit Rück-
lageanteil gegenüber. Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9 %.
Steuerlatenzen SWMS per 31.12.2017
Posten Buchwert- Ertrag- latente
Latenzrechnung differenzen steuersatz Steuern
Aktivlatenzen TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen (s.u. Passivlatenzen)
Finanzanlagen
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 2.316 31,93 740
Beteiligungen an Personengesellschaften 4.751 15,83 752
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 643 31,93 205
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 40.883 31,93 13.054
Sonstige Rückstellungen 26.244 31,93 8.380
Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 630 31,93 201
Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen 75.467 15,83/31,93 23.332
Verlustvortrag, körperschaftsteuerlich 0 15,83 0
Verlustvortrag, gewerbesteuerlich 0 16,10 0
Summe Aktivlatenzen aus Verlustvortrag 0 15,83/16,10 0
Sachanlagen -3.255 31,93 -1.039
Sonderposten mit Rücklageanteil -3.880 31,93 -1.239
Summe Passivlatenzen aus Buchwertdifferenzen -7.135 31,93 -2.278
Saldo: 68.332 21.054
Anmerkung PKF:
In 2017 ergibt sich insgesamt ein Passivüberhang beim Sachanlagevermögen, sodass die Position in
den Passivlatenzen aufgenommen wurde.
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3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer
ausgewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr 546.988 TEUR. Davon entfallen (unter Be-
rücksichtigung von Installationsleistungen und sonstigen Nebengeschäften der Sparten)
285.962 TEUR auf die Stromversorgung, 110.015 TEUR auf die Gasversorgung,
46.421 TEUR auf die Wasserversorgung, 44.574 TEUR auf die Fernwärmeversorgung,
40.952 TEUR auf den Verkehrsbetrieb und 19.063 TEUR auf die übrigen Aktivitäten.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) und
beinhalten insbesondere die Leistungen im Netzbereich.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Er-
stattung der Konzessionsabgabe (12,1 Mio. EUR), die Erträge aus dem Belastungsaus-
gleich nach KWKG (5,6 Mio. EUR) sowie aus Erstattungen aus Schadenersatzleistun-
gen (2,1 Mio. EUR). Als periodenfremde Erträge waren Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (8,8 Mio. EUR) und Erträge aus dem Abgang bzw. der Zuschreibung
von Gegenständen des Anlagevermögens (3,9 Mio. EUR) unter den sonstigen betriebli-
chen Erträgen zu berücksichtigen.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind (wie
im Vorjahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für Energie- und Was-
serlieferungen ( 132.319 TEUR) und EEG -Zahlungen an Übertragungsnetz betreiber
(88.687 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen
(wie im Vorjahr) hauptsächlich die an diemünsterNETZ und fremde Netzbetreiber abge-
führten Netzentgelte (135.019 TEUR). Periodenfremde Bezugsaufwendungen für Ener-
gie- und Wasserlieferungen betragen 0,5 TEUR und sind im Betrag von 132.319 TEUR
enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe
(17,7 Mio. EUR) im Wesentlichen IT -Dienstleistungen ( 9,2 Mio. EUR), Aufwendungen
für Vertrieb, Sponsoring und Werbung (3,4 Mio. EUR), Rechts-, Prüfungs- und Bera-
tungskosten (2,7 Mio. EUR), Versicherungsbeiträge (1,4 Mio. EUR), Gebühren und Ab-
gaben (1,4 Mio. EUR), Wartung und Pflege von Software (1, 7 Mio. EUR), Porto, Fern-
sprechgebühren und Frachten (1,2 Mio. EUR) und Miet-, Pacht- und Leasingaufwendun-
gen (1,2 Mio. EUR).
Die periodenfremden Aufwendungen betragen 0,4 Mio. EUR. Dabei handelt es sich im
um Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Label Grüner Strom für d as Jahr 2016 in
Höhe von 0,2 Mio. EUR und gegenüber der Stadt Münster für Konzessionsabgaben aus
den Jahren 2010-2011 in Höhe von 0,2 Mio. EUR.
Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen für Fremddarlehen (3.109 TEUR; Vor-
jahr: 3.194 TEUR) und wurde des Weiteren durch Aufzinsung von Rückstellungen
gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von 1.778 TEUR (Vorjahr: 3.776 TEUR) belastet.
Letztere entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen ( 95 TEUR; Vorjahr:
95 TEUR), Rückstellung Unterdeckung KVW (1.326 TEUR; Vorjahr: 3.302 TEUR),
Rückstellungen für Deputate ( 202 TEUR; Vorjahr: 183 TEUR) und Rückstellungen für
Altersteilzeit (95 TEUR; Vorjahr: 140 TEUR).
Die sonstigen Steuern in Höhe von -0,1 Mio. EUR sind im Berichtsjahr durch eine aperi-
odische Rückerstattung von Strom- und Energiesteuern maßgeblich beeinflusst.
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III. Angaben zum Jahresergebnis
Die Gewinn - und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 weist einen Jahres über-
schuss von 14,1 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der bereits im Dezember2017 geleiste-
ten Vorabgewinnausschüttung von 4,0 Mio. EUR und der Einstellung in die anderen
Gewinnrücklagen von 10,1 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0,0 Mio. EUR.
IV.Ergänzende Angaben
1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2017 bestehen acht (Vorjahr zehn) Bürgschaften zugunsten der
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, mit einer Bürgschaftsvaluta zum
Bilanzstichtag in Höhe von insge samt 8.789 TEUR (Vorjahr: 11.655 TEUR). Die FMO
wird aufgrund des von den Gesellschaftern in 2014 beschlossenen Finanzierungskon-
zepts durch Erhöhung des Eigenkapitals und durch Gesellschafterdarlehn in seiner Fi-
nanzkraft gestärkt. Die bürgschaftsgesicherten Darlehen sollen dann abgelöst werden.
Die Gesellschafter haben bereits die Beschlüsse zur Umsetzung der ersten Tranchen
des Finanzierungskonzeptes bis einschließlich 2020 gefasst. Unter der Voraussetzung,
dass auch die weiteren verpflichtenden Beschlüsse ebenso wie diese
gefasst werden, ist eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bei Umsetzung der
positiven Entwicklungsprognose nicht zu erwarten.
Des Weiteren bestehen zwei Bürgschaften zugunsten der Westfälischen Landes-Eisen-
bahn GmbH, Lippstadt, mit einer Bürgschaftsvaluta zum Bilanzstichtag in Höhe von 592
TEUR (Vorjahr: 636 TEUR) für zwei Darlehen. Die Westfälische Landes -Eisenbahn
GmbH, Lippstadt, hat 2014 ein Darlehen über 2.700 TEUR mit einer Laufzeit von 15
Jahren und im Jahr 2015 ein weiteres Darlehen über 2.000 TEUR mit einer Laufzeit von
20 Jahren aufgenommen. Diese Darlehen werden durch die drei Hauptgesellschafter
Kreis Warendorf, Kreis Soest und Stadtwerke Münster GmbH verbürgt. Aufgrund eines
Ergebnisübernahmevertrages ist das Risiko einer Inanspruchnahme nahezu auszu-
schließen.
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Invest itionen beliefen sich zum 31. Dezem-
ber 2017 auf 15,7 Mio. EUR. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen einem
und fünf Jahren resultieren jährliche Verpflichtungen von 172 TEUR.
Aus der Beteiligung an der Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Trois-
dorf, können sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeu-
gung finanzielle Verpflichtungen bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben.
Die Höhe der möglichen finanziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen
Projekten abhängig.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sonderver-
trags- und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unterneh-
merischer Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug vonEnergie
im Wert von 182,9 Mio. EUR geschlossen worden.
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2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr. Dirk Wernicke (technischer Geschäftsführer)
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Gerhard Joksch
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ratsherr, Bürgermeister
Freiberuflicher Raumplaner und Berater
bis 12. Dezember 2017
Alfons Reinkemeier
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Stadtkämmerer
Ab 29. Januar 2018
Rolf Wischer
Erster stellvertretender Vorsitzender
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Arbeitnehmervertreter
KFZ-Mechaniker
Maria Winkel
Ratsfrau
Zweite stellvertretende Vorsitzende
Kauffrau in der Grundstücks-
und Wohnungswirtschaft
Frank Baumann
Ratsherr
Online-Designer
Katrin Dünzelmann
Sachkundige Bürgerin
Geschäftsführende Gesellschafterin
Franz Gemmeke
Sachkundiger Bürger
Rentmeister
Walter von Göwels
Ratsherr
Selbst. Versicherungsfachmann
Michael Kleyboldt
Ratsherr
Studiendirektor
Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter
Lagerist
Dr. Didem Ozan
Ratsfrau
Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit/
Redakteurin
Rüdiger Sagel
Ratsherr
Diplom-Ingenieur
Michael Spiekermann-Blankertz
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Industriekaufmann
Hermann Terborg
Sachkundiger Bürger
Rechtsanwalt
Hans Varnhagen
Ratsherr
Dachdeckermeister
Marcus Vorholt
Arbeitnehmervertreter
Verkehrsmeister
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Guido Gringel
Arbeitnehmervertreter
Abteilungsleiter Einkauf
Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter
Techn. Angestellter
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Berichtsjahr 542 TEUR und
setzten sich wie folgt zusammen:
Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
TEUR TEUR
Festvergütung* 217 193
Leistungsorientierte Vergütung 36 36
Arbeitgeberfinanzierte
Beiträge zur Altersversorgung 40 20
Gesamt 293 249
*inkl. geldwertem Vorteil
Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 172 TEUR an Pen-
sionen aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von
2.513 TEUR.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sit-
zungsgeld. Aufsichtsratsmitglieder, die gleichzeitig Mitglieder des Rates der Stadt Müns-
ter sind, erhalten kein Sitzungsgeld von den Stadtwerken Münster. Die Bezüge für den
Aufsichtsrat betrugen insgesamt 1.830 EUR. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusam-
men:
Dünzelmann, Katrin 211,80 EUR
Gemmeke, Franz 176,10 EUR
Gringel, Guido 246,30 EUR
Machado, Antonio 246,30 EUR
Spiekermann-Blankertz, Michael 210,60 EUR
Terborg, Hermann 246,30 EUR
Vorholt, Marcus 177,30 EUR
Weidekamp, Michael 69,00 EUR
Wischer, Rolf 246,30 EUR
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegtenKriterien Dar-
lehen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglie-
der des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalt en; deren
Wert betrug zum 31. Dezember 2017 15.503 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %.
Von den bestehenden Darlehen wurden 3.328 EUR getilgt. Lohn- und Gehaltsvor-
schüsse wurden nicht gewährt.
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3. Belegschaft
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2017 beträgt 1.019 nach
1.011 im Vorjahr. Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 846 (Vorjahr 839) voll-
zeitbeschäftigten und 173 (Vorjahr: 172) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern.
Die Gesellschaft ist Mitglied der KVW. Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversor-
gung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der Mitgliedschaft ver-
pflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Versorgung
der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV -G) zu versichern
sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3,25 % Sanierungsgeld und wird von
der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und
Gehälter für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 47,5 Mio. EUR. Zur Abdeckung der aus ei-
ner möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen von 71,2 Mio. EUR
hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 37,3 Mio. EUR gebildet.
4. Angaben zu Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
Name und Sitz der Gesellschaft
Höhe des
Anteils
am Kapital
am
31.12.2017
%
Eigenkapital
am 31.12.2017
TEUR
Ergebnis 2017
TEUR
münsterNETZ GmbH, Münster* 100 100 0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH,
Münster 100 644 ./. 71
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 27.768 3.243
items GmbH, Münster*** 31 5.268 762
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH,
Münster*** 50 2.795 502
smart optimo Verwaltungs-GmbH,
Osnabrück***
50 188 8
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück*** 33 7.946 1.183
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede, Niederlande 50 1.415 ./. 17
16
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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des
Anteils
am Kapital
am
31.12.2017
%
Eigenkapital
am
31.12.2017
TEUR
Ergebnis
2017
TEUR
Windkraft
Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum*/*** 49,9 110 0
FMO
Flughafen Münster / Osnabrück GmbH,
Greven*** 35 50.685 ./. 21.742
Lokalradio Münster
Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG,
Münster** 25
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG,
Löningen*** 100 ./. 262 369
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH,
Löningen*** 100 30 1
* Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrags übernommen
bzw. ausgeglichen.
** Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung
der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.
*** vorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss).
5. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Von der münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 103.961 TEUR (Netzentgelte
101.126 TEUR, Mehr-/Mindermengen Strom und Gas 2.519 TEUR, Stromeinspeisun-
gen aus KWK-Anlagen 316 TEUR) bezogen; an die münsterNETZ wurden Leistungen
in Höhe von 103.108 TEUR (Netzdienstleistungen 37.344 TEUR, Netzpacht
45.212 TEUR, Stromeinspeisung u nd KWK-Vergütung dezentraler Anlagen
12.549 TEUR, Mehr-Mindermengen Strom und Gas 2.656 TEUR, Netzverluste
1.765 TEUR, Entgelt für dezentrale Einspeisung1.947 TEUR, Dienstleistungen im Rah-
men der Servicevereinbarung 1.170 TEUR und Energiebezug der Netze 4 65 TEUR)
abgerechnet.
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6. Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadt-
werke Münster genannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach § 285 Nr. 17 HGB ver-
zichtet.
7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen
zustande gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2017 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Personen
abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
8. Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke
Münster GmbH, Münster, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der
Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzern-
abschluss der Gesellschaft wird ferner in den NKF-Gesamtabschluss der Stadt Münster
einbezogen.
9. Nachtragsbericht
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) und die aktuelle Rechtsprechung dazu
haben verschärfte Anforderungen zur Folge, nach denen weitere Funktionen in der
Organisation der Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster (VSM) abzubil-
den wären, die zusätzlichen Aufwand verursachen würden. Der bislang gegebene,
durch die VSM erreichte wirtschaftliche Vorteil wäre aufgehoben. Aufgrund eines wirt-
schaftlichen Vergleichs der Handlungsalternativen erscheint die Überführung der VSM
auf die Stadtwerke Münster als die bessere Lösung.
Auf dieser Grundlage hat die Geschäftsführung der Stadtwe rke Münster GmbH, der
alleinigen Gesellschafterin der VSM, den Gremien vorgeschlagen, das aktive und
passive Vermögen der VSM auf die Stadtwerke Münster zu übertragen und das
operative Geschäft der VSM zukünftig ebenfalls zu übernehmen. Verbunden damit ist
für die Beschäftigten der VSM ein Betriebsübergang nach § 613 a BGB. Als Stichtag
ist der 01. Juli 2018 vorgesehen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster, der auch
als Aufsichtsrat der VSM fungiert, hat in seiner Sitzung am 18. April 2018 dem Vor-
schlag der Geschäftsführung zugestimmt und den Beschluss der Gesellschafterver-
sammlung zur Annahme empfohlen. Der Beschluss der Gesellschafterversammlung
wird für die zweite Hälfte Mai 2018 erwartet.
Münster, den 25. Mai 2018
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)
18
Stand am Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am Stand am Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am Stand am Zugänge Abgänge Zuschreibungen Umbuchungen Stand am Stand am Stand am
01.01.2017 31.12.2017 01.01.2017 31.12.2017 01.01.2017 31.12.2017 31.12.2017 30.12.2016
€ € € € € € € € € € € € € € € € € €
I.
1. Konzessionen und ähnliche Rechte 40.232.877,58 482.214,97 202.476,33 907.096,56 41.419.712,78 2.808.965,22 6.640,20 2.815.605,42 28.685.200,97 pA 3.258.692,89 202.476,33 31.765.212,97 6.838.894,39 8.738.711,39
gA 23.795,44
II.
1. Grundstücke, grundstücksgleiche 197.549.015,44 2.079.286,72 354.980,82 509.547,02 199.782.868,36 319.050,34 108.902,40 427.952,74 125.018.499,30 pA 5.073.664,80 10.794,19 427.942,00 (767,71) 129.654.195,62 69.700.720,00 72.211.465,80
Rechte und Bauten einschl. der Bauten
auf fremden Grundstücken
2. Verteilungsanlagen 694.608.897,17 16.009.147,33 723.189,94 6.384.334,17 716.279.188,73 56.155.596,04 2.711.208,58 58.866.804,62 515.398.245,94 pA 8.355.554,73 723.189,94 767,71 523.055.331,03 134.357.053,08 123.055.055,19
gA 25.488,01
3. Sonstige technische Anlagen 201.144.913,44 13.567.483,10 738.305,41 2.056.886,85 216.030.977,98 1.143.214,40 1.046.481,00 2.189.695,40 152.252.371,04 pA 6.206.081,97 655.308,43 53.463,00 157.749.681,58 56.091.601,00 47.749.328,00
und Maschinen
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 34.963.899,83 74.940,09 981.650,21 34.057.189,71 11.078.725,42 92.013,93 501.662,93 10.669.076,42 13.379.938,41 pA 1.709.580,17 468.165,28 14.621.353,30 8.766.760,00 10.505.236,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und 56.829.794,84 2.864.177,56 892.596,06 1.532.959,74 60.334.336,08 3.627.855,59 619.379,00 4.247.234,59 43.256.307,52 pA 2.020.641,98 876.488,06 16.317,00 44.529.130,78 11.557.970,71 9.945.631,73
Geschäftsausstattung gA 144.986,34
6. Geleistete Anzahlungen und 15.610.530,48 18.237.970,35 (11.390.824,34) 22.457.676,49 - 22.457.676,49 15.610.530,48
Anlagen im Bau
Summe II. 1.200.707.051,20 52.833.005,15 3.690.722,44 (907.096,56) 1.248.942.237,35 72.324.441,79 4.577.984,91 501.662,93 - 76.400.763,77 849.305.362,21 23.535.998,00 2.733.945,90 497.722,00 - 869.609.692,31 302.931.781,28 279.077.247,20
Summe I. und II. 1.240.939.928,78 53.315.220,12 3.893.198,77 - 1.290.361.950,13 75.133.407,01 4.584.625,11 501.662,93 - 79.216.369,19 877.990.563,18 26.818.486,33 2.936.422,23 497.722,00 - 901.374.905,28 309.770.675,67 287.815.958,59
III.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.722.388,47 - 1.908.000,00 33.814.388,47 - 33.814.388,47 35.722.388,47
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 10.181.801,00 10.181.801,00 10.181.801,00 -
3. Beteiligungen 58.290.718,47 12.076.856,00 158.687,61 70.208.886,86 - 49.201.751,17 apA 12.076.856,00 61.278.607,17 8.930.279,69 9.088.967,30
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen 5.890.063,00 5.890.063,00 - - 5.890.063,00 5.890.063,00
ein Beteiligungsverhältnis besteht -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
6. Sonstige Ausleihungen 3.452.756,94 985.352,12 2.467.404,82 2.467.404,82 3.452.756,94
Summe Finanzanlage 103.355.926,88 22.258.657,00 3.052.039,73 - 122.562.544,15 - - - - - 49.201.751,17 12.076.856,00 - - 61.278.607,17 61.283.936,98 54.154.175,71
G e s a m t 1.344.295.855,66 75.573.877,12 6.945.238,50 1.412.924.494,28 75.133.407,01 4.584.625,11 501.662,93 - 79.216.369,19 927.192.314,35 38.895.342,33 2.936.422,23 - 962.653.512,45 371.054.612,65 341.970.134,30
pA 26.624.216,54
Erläuterung der Abkürzungen: gA 194.269,79
apA 12.076.856,00
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/Vollabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Entwicklung des Anlagevermögens 2017
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen / Wertberichtigungen Buchwerte
vor Abrechnung von Zuschüssen erhaltene Zuschüsse
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1
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Lagebericht
der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2017 (01.01.-31.12.)
Geschäftsmodell des Unternehmens
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die Stadtwerke Münster GmbH, Münster, (Stadtwerke Münster) sind als 100 -prozentige
Tochter der Stadt Münster in der Versorgung von Kunden mit Energie und Wasser, im öf-
fentlichen Personennahverkehr und weiteren kommunalen Dienstleistungen für die Bürger
und Kunden in Münster und der Region tätig.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster gliedert sich in die vier Geschäfts-
felder Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung und Verkehr.
Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen dar.
Die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster als Energieversorgungsunternehmen imSinne des
§ 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG werden in den Abschnitten "Ertragslage" sowie "Finanz- und Ver-
mögenslage" erläutert.
Unternehmensstrategie
Die Ziele der Unternehmensstrategie, die mit den Kernthemen „Klimaschutz, Energieeffizi-
enz und erneuerbare Energien“, „innovative kommunale Mehrwertdienste“ und „Dienstleis-
tungen für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur“ definiert wur-
den, bilden weiter die maßgebliche Grundlage für die Weiterentwicklung der Stadtwerke
Münster, die Ableitung laufender Umsetzungsmaßnahmen und–projekte. Flankiert werden
diese strategischen Ziele weiterhin von den Maßnahmen zur Sicherstellung der hohen Pro-
zessqualität und –effizienz im Kerngeschäft.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Bruttoinlandsprodukt stieg2017 um 2,2 % an. Die Gesamtstromerzeugung in Deutsch-
land stieg in 2017 nochmals leicht um 0,9 % auf 654 Milliarden kWh an. Gleichzeitig stieg
der Anteil der erneuerbaren Energien an der höheren gesamten Stromerzeugung in
Deutschland auf 33,1 %. Damit entsprach der Anteil der erneuerbaren Energien an der
gesamten Stromerzeugung dem Anteil von Braunkohle und Kernenergie zusammen
(Quelle: Statistisches Bundesamt).
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vomHandels- und
Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt
2
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sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Le-
diglich der Absatz an unsere Geschäftskunden zeigt eine stärkere Ab hängigkeit von der
Konjunkturentwicklung.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2017 konnte mit einem Jahresüberschuss von 14,1 Mio. EUR das ge-
steckte Ziel des Wirtschaftsplans deutlich übertroffen werden. Auf der Grundlage des guten
Ergebnisses des operativen Geschäfts, mit dem im Wesentlichen die Ergebnisziele erreicht,
in Teilen auch übertroffen werden konnten, waren im nicht-operativen Geschäft ungeplante
Belastungen z. B. aus der Beteiligung am FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Gre-
ven (FMO) zu tragen, die aber durch ungeplante positive Effekte, z. B. aus der Auflösung
von Rückstellungen, überkompensiert wurden.
Die bei der Finanzbeteiligung FMO zu realisierende Ergebnisbelastung betrug
11,8 Mio. EUR. In 2014 haben die Gesellschafter des FMO ein Finanzierungskonzept zur
Ausstattung des FMO mit Eigenkapital beschlossen. Das Konzept sieht jährliche Zuführun-
gen der Gesellschafter in das Eigenkapital des FMO vor, die jeweils gesondert mit einem
Vorlauf von zwei Kalenderjahren von den Gesellschaftern verpflichtend beschlossen wer-
den. Die durch diesen verpflichtenden Beschluss begründete Erhöhung des Beteiligungs-
wertes wird regelmäßig durch eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert. Im Jahres-
abschluss 2017 sind die in 2017 für die Jahre 2019 und für 2020 beschlossenen Zuführun-
gen erfasst. Die Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten gegenüber dem hohen
Niveau des Vorjahres nochmals leicht gesteigert werden.
Folgende zentrale finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstel-
lung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft herangezogen:
finanzielle Indikato-
ren
Ist 2017 Plan 2017 relative Verände-
rung
Jahresüberschuss 14,1 Mio. EUR 4,3 Mio. EUR 227,9 %
Umsatzerlöse 547,0 Mio. EUR 544,3 Mio. EUR 0,5 %
Investitionen 48,3 Mio. EUR 62,7 Mio. EUR - 23,0 %
nichtfinanzielle In-
dikatoren
Ist 2017 Plan 2017 relative Verände-
rung
Stromabsatz 1.446 Mio. kWh 1.447 Mio. kWh - 0,0 %
Erdgasabsatz 2.078 Mio. kWh 2.076 Mio. kWh 0,0 %
Wärmeabsatz 580 Mio. kWh 594 Mio. kWh - 2,4 %
Wasserabsatz 16,7 Mio. m3 16,5 Mio. m3 1,2 %
Stromerzeugung
451 Mio. kWh 465 Mio. kWh -3,0 %
Fahrgastzahlen 45,3 Mio. 46,8 Mio. -3,2 %
3
1453736/40029870
Die Umsatzerlöse entsprachen bei einer Abweichung von + 0,5 % nahezu dem Planansatz.
Im Strommarkt konnten die abgesetzten Mengen insgesamt um 22,3 % gegenüber dem
Vorjahr gesteigert werden und erreichten damit die anspruchsvolle Planmenge. Vor allem
bei Lieferungen an Gewerbekunden in fremden Netzen, aber auch an Privatkunden außer-
halb des eigenen Netzgebietes konnten die Mengen deutlich gesteigert werden. Gleiches
gilt für die Ökostromprodukte, bei denen die Absatzmenge auch in 2017 wiederum um fast
30 % über der des Vorjahres lag. Im Gasmarkt konnten die abgesetzten Mengen parallel
zur leicht gestiegenen Anzahl an Kunden leicht gesteigert werden. Trotzdem gingen d ie
Gaserlöse bedingt durch Preissenkung en um 11,4 % zurück. Eine parallele Entwicklung
zeigte der Wärmemarkt. Trotz einer leichten Steigerung der Kundenanzahl ging die Abga-
bemenge witterungsbedingt leicht zurück. Zudem wurden die Fernwärmepreise aufgrund
der Preisanpassungsformel zum 01.01.2017 gesenkt, sodass die Wärmeerlöse um insge-
samt 12,9 % zurückgingen.
Das gute operative Ergebnis sowie die Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten
Rückstellungen führten trotz der Belastung durch die notwendige Wertberichtigung auf die
Kapitalerhöhungen bei der FMO zu einem Jahresüberschuss von 14,1 Mio. EUR.
Die Investitionen mit Schwerpunkten bei den Netzen und Anlagen der Strom- und Wasser-
versorgung sowie in 2017 insbesondere bei den Windenergieanlagen weichen vom Plan
ab. Zwar wurden im Verlauf des Jahres 2017 fünf Windenergieanlagen plangemäß reali-
siert. Zwei dieser Anlagen wurden in das eigene Anlagenportfolio übernommen, für die drei
weiteren Anlagen wird eine Veräußerung vorbereitet. Zudem hat sich der Startdes Ausbaus
des Glasfasernetzes im Rahmen der Breitbandstrategie zeitlich verzögert.
Die abgesetzte Menge Wasser übertraf wiederum leicht den Plan.
Die Stromerzeugung der GuD-Anlage lag bei angepasster, flexibler Fahrweise leicht unter
der für das Geschäftsjahr 2017 angesetzten Planmenge.
Die Fahrgastzahlen bestätigten auch in 2017 die seit Jahren positive Entwicklung , lagen
nochmals leicht über der Zahl des Vorjahres, konnten jedoch die ehrgeizigen Planwerte
nicht erreichen.
Aufgrund der guten operativen Basis und angesichts der sowohl positiven wie belastenden
außerplanmäßigen Effekte ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 als gut zu bezeich-
nen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Personalbestand stieg im Jahresdurchschnitt auf 1.019 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.011 Mit-
arbeiter) um 0,8 % leicht an. Diese sehr moderate Entwicklung konnte weiterhin nur durch
konsequente, effiziente Prozessgestaltung und kontinuierliche Personalschulung bei
gleichzeitiger Verfolgung von Strategiefeldern erreicht werden. Vereinzelt wurden Stellen
befristet parallel besetzt, um in besonders anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern den Wissens-
transfer bei altersbedingten Austritten zu gewährleisten.
Die Traineeprogramme für Fach - und Führungskräfte werden konsequent weiter ausg e-
baut, um die Stadtwerke Münster auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren und qualifizierte
Kräfte für das Unternehmen gewinnen und an das Unternehmen binden zu können. Ein
besonderer Fokus liegt dabei auf der Qualifikation von Frauen für Fach- und Führungsauf-
gaben in den technischen Bereichen.
4
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Zweimal jährlich führen die Stadtwerke Münster unterstützt durch ein wissenschaftliches
Institut eine Mitarbeiter -Kurzbefragung, den Unternehmens -Klimaindex, durch. Durch die
Rückmeldung der Mitarbeiter zu ihrer persö nlichen Einschätzung ihrer aktuellen Situation
und der Zukunftsaussichten erhalten die Stadtwerke Münster die Möglichkeit, schnell auf
Entwicklungen reagieren zu können, positiveTendenzen zu stützen und negativen Entwick-
lungen entgegen zu wirken.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse stiegen um 21,7 Mio. EUR (3,9 %) von 564,0 Mio. EUR auf 585,7 Mio.
EUR. Nach Abzug der Energiesteuern von38,7 Mio. EUR ergaben sich bereinigte Umsatz-
erlöse in Höhe von 547,0 Mio. EUR. Zur Entwicklung des Energie - und Wasservertriebs
siehe die Ausführungen im Absatz "Energie- und Wasservertrieb".
Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen von11,0 Mio. EUR ergibt sich wesent-
lich aus der Projektierung und Errichtung von drei Windenergieanlagen, die zum Verkauf
an Dritte vorgesehen sind.
Die aktivierten Eigenleistungen von 9,6 Mio. EUR entfallen vor allem auf die Aktivierung
von Netzbaumaßnahmen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 34,8 Mio. EUR um 9,3 Mio. EUR unter dem
Wert des vergangenen Geschäftsjahres (44,1 Mio. EUR). Sie enthalten im Wesentlichen
die Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe (12, 1 Mio. EUR), Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen (8,8 Mio. EUR), Erträge aus dem Belastungsausgleich nach
dem KWK-Gesetz (5,6 Mio. EUR) sowie Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens und Zuschreibungen (3,9 Mio. EUR).
Der Materialaufwand stieg um 28,5 Mio. EUR ( 7,1 %) von 399,1 Mio. EUR auf 427,6
Mio. EUR an. Dieser Anstieg ergab sich wesentlich aus höheren EEG-Zahlungen an Über-
tragungsnetzbetreiber sowie aus höheren bezogenen Leistungen, insbesondere Netzent-
gelten an fremde Netzbetreiber und angemietete Fahrleistungen.
Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr 201 7 um 1,5 Mio. EUR ( 2,4%) von
63,6 Mio. EUR auf 65,1 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung ergibt sich aus einer leicht
höheren Mitarbeiterzahl und aus der Tarifentwicklung.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlag en lagen mit 26,8 Mio. EUR um 1, 2 Mio. EUR über dem Wert
des Vorjahres von 25,7 Mio. EUR. Zusammen mit den Abschreibungen auf Vermögensge-
genstände des Umlaufvermögens von 0,4 Mio. EUR ergeben sich in Summe Abschreibun-
gen von 27,2 Mio. EUR.
Die Abschreibung auf Umlaufvermögen entfiel auf die unter den sonstigen Vermögensge-
genständen ausgewiesenen Gebäude, die mit dem Ende des Erbpachtvertrages in 2016
vom Erbpächter, Fa. Imperial GmbH (vormals: Lehnkering GmbH, Duisburg), zu dem nach
vertraglicher Vereinbarung gutachterlich ermittelten Wert von 2,8 Mio. EUR übernommen
und bereits in 2016 in Höhe von 2,4 Mio. EUR wertberichtigt wurden. Der wesentliche Teil
des Grundstücks steht im Zuge der Entwicklung der Hafensüdseite weiterhin zur Veräuße-
5
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rung an. Sollten die Verkaufsverhandlungen im Ergebnis nur das Grundstück ohnedas auf-
stehende Gebäude umfassen, ist aufgrund der nicht gegebenen betrieblichen Nutzungwei-
terhin grundsätzlich von dem Abriss der Gebäude auszugehen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 51,8 Mio. EUR (im Vorjahr
49,2 Mio. EUR). Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die
Stadt Drensteinfurt in Höhe von zusammen 17, 7 Mio. EUR wurde voll erwirtschaftet. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Dienstleistungen, Auf-
wendungen für Reparaturen sowie periodenfremde Aufwendungen.
Das Finanzergebnis von -11,3 Mio. EUR wird weiterhin durch die Abschreibungen auf Fi-
nanzanlagen geprägt. Die außerplanmäßige Abschreibung des Buchwertes der Finanzbe-
teiligung FMO aufgrund der oben bereits dargestellten Kapitalerhöhungen in Umsetzung
des Finanzierungskonzepts in Höhe von 11,8 Mio. EUR überwog die Zinserträge und die
Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften bei weitem.
Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern von insgesamt 5,3 Mio. EUR ergibt sich ein
Jahresüberschuss von 14,1 Mio. EUR.
Energie- und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie - und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 201 7
insgesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr um
22,3 % gesteigert werden. Zu dieser sehr positiven Entwicklung haben insbesondere die
weiter positive Entwicklung des Ökostroms sowie der Stromvertrieb in die Region Münster-
land sowohl an Privat- wie an Geschäftskunden beigetragen, durch die Rückgänge in ein-
zelnen Kundensegmenten im Stammmarkt Münster mehr als aufgefangen werden konnten.
Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr betrug1.446 Mio. kWh (im Vorjahr1.182 Mio. kWh).
Die Erlöse stiegen um 14,8 % und somit weniger stark als die abgesetzte Menge, da ins-
besondere im Vertrieb außerhalb des Stammmarkts und hier insbesondere bei Geschäfts-
kunden der Preisdruck hoch und die erzielbare Marge geringer ist.
Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) gegenüber dem Vorjahr
über alle Kundensegmente auf 2.078 Mio. kWh (im Vorjahr 2.059 Mio. kWh) leicht gestei-
gert werden. Bei Gewerbekunden, Sonderverträgen und Kunden außerhalb des Stamm-
markts konnten höhere Absatzmengen erreicht und damitwitterungsbedingte Mengenrück-
gänge bei den Privatkunden ausgeglichen werden.
Im Wärmevertrieb konnte die Anzahl an Kunden wieder leicht um 1,4 % gesteigert werden
bei allerdings um 4,4 % rückläufiger Absatzmenge (2017: 580 Mio. kWh).
Die abgesetzte Menge Wasser blieb im Geschäftsjahr 2017 mit 16,7 Mio. m³ nach 16,6 Mio.
m³ in 2016 nahezu konstant. Dementsprechend stiegen die Erlöse um 0,6% auf 35,0 Mio.
EUR.
6
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Versorgungsnetze
Im Geschäftsjahr 2017 wurden 16,4 Mio. EUR in den Ausbau der Versorgungsnetze, in die
Leitungsnetze, Hausanschlüsse und die zugehörigen Anlagen investiert. Der Schwerpunkt
lag weiterhin neben dem Ausbau des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse bei den
Schalthäusern, den Trafostationen sowie in der Wassergewinnung.
Erzeugung
Die konventionelle Erzeugung erreichte im Geschäftsjahr 2017im Wesentlichen witterungs-
bedingt nicht die geplanten Mengen.
Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergieanlagen, über-
traf sowohl in der erzeugten Menge (+ 9,5 %) als auch bei den Erlösen (+ 9,2 %) die Plan-
werte.
Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Projektgeschäfts konnten in 2017 wie geplant fünf
Windenergieanlagen nach den Einspeisebedingungen des EEG 2014errichtet werden, die
zum Teil die Erzeugungskapazitäten der Stadtwerke Münster vor Ort verstärken werden.
Drei der Anlagen sind zur Veräußerung in 2018 vorgesehen. Die Inbetriebnahme erfolgte
vor dem 1.10.2017, so dass eine weitere Degressionsstufe der Einspeisevergütungvermie-
den werden konnte.
Verkehr
Auch in 2017 konnte unser ÖPNV in Münster seine gute Aufstellung kontinuierlich weiter
verbessern. Die Anzahl der Fahrgäste erreichte mit 45,3 Mio. einen neuen Spitzenwert.
Diese positive Entwicklung wurde in 2017 wesentlich getragen von der Steigerung bei den
90-Minuten-Tickets, den Abos und dem Semesterticket.
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2017 um 1,7 % auf
41,0 Mio. EUR. Damit einhergehend verbesserte sich der operative Kostendeckungsgrad
leicht auf 74,8 % (Vorjahr: 74,6%) und kann damit weiterhin als zufriedenstellend bezeich-
net werden.
Finanz- und Vermögenslage
Kapitalausstattung/Finanzierung
Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Jahresüberschuss von14,1 Mio. EUR erwirtschaftet. Der
nach Anrechnung der bereits im Dezember 2017 geleisteten Vorabgewinnausschüttung
von 4,0 Mio. EUR verbleibende Betrag von 10,1 Mio. EUR wurde in die Gewinnrücklagen
eingestellt, so dass ein Bilanzergebnis von 0 EUR folgt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entwickelten sich planmä-
ßig, insbesondere dem Risiko einer möglichen Unterdeckung der Kommunale Versor-
gungskassen Westfalen-Lippe, Münster, (kvw) wurde durch eine weitere planmäßige Zu-
führung entgegengewirkt.
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1453736/40029870
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen neben der zu erwartenden Steuerbelastung auf
das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 und in diesem Jahr angefallene Strom- und Ener-
giesteuern auch Risiken aus der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015.
Bei den sonstigen Rückstellungen sind einige Risiken entfallen oder konnten niedriger be-
wertet werden, sodass die Summe der sonstigen Rückstellungen um 10,5 Mio. EUR zu-
rückgeführt werden konnte.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden abzüglich erhaltener Zuschüsse insgesamt 48,3 Mio. EUR
investiert, insbesondere wiederum in die Netze und Anlagen sowie in die Erstellung von
Windenergieanlagen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen leicht von 112,9 Mio. EUR um
1,0 Mio. EUR auf insgesamt 113,9 Mio. EUR, sind aber weiterhin wesentlich geprägt durch
das 2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von rd. 70 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 41,6 Mio. EUR um
4,4 Mio. EUR geringer als im Vorjahr.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis be-
steht, wurden im Bilanzausweis wiederum soweit zu lässig zusammengefasst. Die zum
Stichtag in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben sich um 0,3 Mio. EUR auf zu-
sammen 25,1 Mio. EUR erhöht. Enthalten sind weiterhin die Forderungen gegen den Ge-
sellschafter, die den offenen Belastungsausgleich für die Kapitalerhöhungen des FMO in
2018, 2019 und 2020 betreffen.
Vermögen
Das Sachanlagevermögen erreichte im Berichtsjahr nach einem Anstieg um23,9 Mio. EUR
auf 302,9 Mio. EUR einen Anteilvon 57,1 % an der Bilanzsumme.Mit dem Verkauf von nicht
betriebsnotwendigen Grundstücken und anderen Sachanlagen wurden Erträge von
3,4 Mio. EUR erzielt.
Die Finanzanlagen stiegen im Geschäftsjahr 2017 wesentlich bedingt durch ein Gesell-
schafterdarlehen an die Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG in Höhe von 10,2 Mio.
EUR zur Ablösung der Projektfinanzierung bei rückläufigen Anteilen an verbundenen Un-
ternehmen und rückläufigen sonstigen Ausleihungen um 7,1 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR.
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Die Vorräte lagen mit 22,5 Mio. EUR um 10,7 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres.
Der Anstieg ergibt sich wesentlich mit 11,5 Mio. EUR aus den durch die Stadtwerke Münster
projektierten Windenergieanlagen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 8,1 Mio. EUR auf 17,5 Mio. EUR zurück-
gegangen. Der Rückgang ergibt sich wesentlich aus geringeren Forderungen an das Haupt-
zollamt auf Steuererstattungen.
Die liquiden Mittel wurden im Geschäftsjahr um 15,4 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR zurück-
geführt. Die Liquidität wird zur Finanzierung saisonaler Schwankungen im Bestandsge-
schäft und der Erweiterungsinvestitionen vorgehalten.
Die Vermögens- und Finanzlage bildetmit einer Eigenkapitalquote von38,4 % weiterhin eine
valide wirtschaftliche Basis für die weitere Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadt-
werke Münster.
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Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Konjunkturelle Entwicklung
Aufgrund der verhältnismäßig geringen Industrieprägung der Kundenstruktur ist der Ener-
gieabsatz der Stadtwerke Münster weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklun-
gen. Entscheidende Impulse für die Ertragskraft gehen hingegen von der Preisentwicklung
auf den Rohstoffmärkten für die Primärenergieträger Erdöl, Erdgas und Kohle sowie von
der auch stark durch die nationale Energiepolitik in Deutschland geprägten Preisentwick-
lung auf dem Stromerzeugungsmarkt aus.
Die Konjunkturprognose der IKB Deutsche Industriebank AG geht für 2018 von einem
Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von 2,3 % aus. Diese Erwartung
basiert auf einer im Laufe des Jahres 2017 deutlich belebten Weltkonjunktur und einem
entsprechenden Anstieg deutscher Exporte. Eine kurzfristige Änderung der Zinspolitik der
Europäischen Zentralbank ist nicht zu erwarten, sodass es vermutlich nicht zu ei ner geld-
politisch verursachten Verteuerung des Euro kommen wird und somit auch aus dieser
Perspektive keine Dämpfungseffekte für die konjunkturelle Entwicklung resultieren werden.
Wachstumsbremsende Effekte können die von US-Präsident Trump im März 2018 verhäng-
ten und lediglich bis Mai 2018 für die EU ausgesetzten Strafzölle auf den Import von Stahl
und Aluminium ausüben. Möglichweise wird dadurch auch ein internationaler Wettlauf
wechselseitiger Handelsbeschränkungen initiiert, der die stark exportabhängi ge deutsche
Wirtschaft empfindlich treffen könnte.
Energiepolitische Rahmenbedingungen
Die ersten Erfahrungen mit dem Auktionsverfahren nach der Novelle des Erneuerbare
Energie-Gesetzes zeigen, dass der Wettbewerb um möglichst niedrige Einspeisevergütun-
gen zu einer deutlichen Reduktion der Investitionsdynamik für die Windenergie geführt hat.
Renditen, die die mit den entsprechenden Anlageninvestitionen verbundene n Risiken ab-
decken, sind nur noch schwer, und wenn, tendenziell mit sehr großen Anlagen ab 180 m
Höhe zu erzielen. Dies wirkt wiederum restriktiv auf die Anzahl verfügbarer und geeigneter
Anlagenstandorte.
Insgesamt erscheint die Diskussionslage für die Energieerzeugung in Deutschland weiter-
hin sehr ungeordnet. Die Wirtschaftlichkeit der Windenergiean Land wird durch die gesetz-
liche Neuregelung des Vergütungssystems erheblich beeinträchtigt, zugleich wird neben
dem beschlossenen Atomausstieg im Hinblick auf die hohen CO2-Emissionen intensiv über
Ausstiegsszenarien aus der Braun- und Steinkohle geredet, wenn auch der Koalitionsver-
trag zwischen CDU, CSU und SPD hier wenig Konkretes enthält.
Auch die 2019 auslaufende Förderung moderner und umweltfreundlicher KWK -Anlagen
wird möglicherweise dazu führen, dass die Anlagen infolge zu niedriger Margen zwisc hen
Strom-Großhandelspreisen und Gaseinsatzpreisen ohne eine Anschlussförderung ab 2020
wiederum in die Verlustzone geraten werden und damit ihren wertvollen Beitrag für die Re-
alisierung der Energiewende nicht mehr leisten könnten. Verschärft wird diese Si tuation
noch durch das in 2017 verabschiedete Netzentgeltmodernisierungs -Gesetz (NEMoG),
welches zu einer stufenweisen Abschaffung der Vergütung für vermiedene Netznutzungs-
entgelte bzw. für dezentrale Stromeinspeisung führen wird.
Trotz im Jahresverlauf 2017 leicht angestiegener Forwardpreise entsteht nach wie vor keine
Lenkungswirkung für die Förderung umweltfreundlicher Energieerzeugung aus dem CO 2-
Handel. Europa besitzt offenbar weiterhin nicht den Willen und die Einigungsfähigkeit, das
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Überangebot an Zertifikaten so zu reduzieren, dass die entsprechenden Emissionen aus
veralteten Kohlekraftwerken hinreichend verteuert und damit produktionskostenrelevant
werden.
Aktuelle Preisentwicklungen
Die Börsennotierungen der Forwardpreise für die Commodities Strom, Gas und Kohle ha-
ben sich im Laufe des Jahres 2017 uneinheitlich entwickelt. So stieg der Preis für Strom -
Forwards zwischen Januar und Dezember 2017 um knapp 29% an, der Preis für Steinkohle
sogar um über 40 %, während Erdgas im gleichen Zeitraum mit einem Plus von knapp 3 %
nahezu konstant blieb. Die Marge zwischen Strom - und Gaspreisen hat sich insofern ver-
bessert, so dass z.B. Gaskraftwerke davon profitieren. Dennoch reicht die Marge weiterhin
nicht aus, um große KWK -Anlagen auf reiner Marktpreisbasis ohne KWK-Förderung wirt-
schaftlich zu betreiben. Der Ölpreis als Globalindikator zeigt sich aufgrund der unsicheren
weltpolitischen Situation im Jahresverlauf mit einer Absenkung bis zum Sommer 2017 um
20 % und ab Sommer bis Jahresende mit einem Wiederanstieg um knapp 30% sehr volatil.
Infolge der mehrjährigen Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Münster für Strom und Gas
wirken sich Preisentwicklungen nur sukzessive auf die Absatzpreise aus. Insofern wurden
die Absatzpreise für das Segment der Privat kunden im Stromvertrieb trotz des deutlichen
Preisanstiegs an den Großhandelsmärkten und gestiegener Netznutzungsentgelte zum
01.03.2018 nur moderat um ca. 2 % angehoben. Die Privatkunden des Erdgasvertriebs
konnten hingegen von der effektiven Beschaffungspolitik des Portfoliomanagements im
Erdgasbezug und der daraus resultierenden Preisstruktur in Form einer Preissenkung um
ca. 3,5 % profitieren. Die zuletzt im Jahre 2015 angepassten Wasserpreise können auch
für 2018 noch stabil gehalten werden. Der Fernwärmepreis ist entsprechend der zugrunde-
liegenden Preisformel zum 01.01.2018 um 4,4 % gesunken. Die Preise des öffentlichen
Personennahverkehrs werden zum 01.08.2018 voraussichtlich um 2,3 % zum Ausgleich
von Kostensteigerungen angehoben.
Entwicklung der Absatzmengen
Die Absatzmengen insbesondere der wärmegeführten Sparten der Gas - und Wärmever-
sorgung werden bereits signifikant durch die Witterung des ersten Quartals beeinflusst. Die
entsprechende Gradtagszahl als Beurteilungsmaßstab für die ents prechende Absatzent-
wicklung liegt für Münster in den ersten drei Monaten des Jahres um 4 % oberhalb des
langjährigen Durchschnitts. Dieser Wert liegt aber im üblichen Schwankungsbereich des
ersten Quartals, sodass für das Jahr 2018 insgesamt nach wie vor v on Absatzmengen im
Bereich der Jahresplanung auszugehen ist. Die Absatzmengen der Sparten Strom und
Wasser liegen für die ersten drei Monate des Jahres ebenfalls in etwa auf dem geplanten
Niveau.
Strategie, Chancen und Risiken
Die Ziele aus der Unternehmensstrategie mit den Kernthemen „Klimaschutz, Energieeffizi-
enz und erneuerbare Energien“, „innovative kommunale Mehrwertdienste“ und „Dienstleis-
tungen für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur“ sind weiterhin
maßgeblich für die Weiterentwicklung der Stadtwerke Münster. Kontinuierlich werden die
Rahmenbedingungen für die Strategie analysiert und geeignete neue Umsetzungsmaßnah-
men und -projekte aufgelegt. Bestandteil der Strategie bleibt ebenso die Sicherstellung ei-
ner hohen Prozessqualität und Prozesseffizienz im Kerngeschäft.
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Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Der Ausbau der Onshore-Windenergie bleibt weiterhin ein wichtiges strategisches Element
der Stadtwerke Münster GmbH. Nachdem im Jahr 2017 noch fünf Winde nergieanlagen
nach dem alten EEG-Regime mit fester Einspeisevergütung in Betrieb genommen werden
konnten, werden aber zwei weitere genehmigte Standorte in Münster, die für den Bau von
150m-Anlagen vorgesehen waren und deren Einspeisevergütung sich auf Grun dlage des
neuen EEG 2016 nach dem Auktionsverfahren richten wird, die aus Sicht der Stadtwerke
erforderliche Mindestrendite nicht erreichen. Aus diesem Grunde werden die Stadtwerke
Münster auf die Bebauung dieser beiden Flächen verzichten und die Genehmigu ng nach
Bundesimmissionschutzgesetz (BImSchG) Investoren zum Kauf anbieten. Die Mittelfrist-
planung der Stadtwerke sieht hingegen einen weiteren konsequenten Ausbau der Onshore-
Windenergie vor. Die Projektentwicklungspipeline gesicherter Flächen liegt bei r und 150
MW. Der geografische Fokus liegt dabei einerseits auf der Region um Münster, anderer-
seits wurde in 2017 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Projektentwicklungs -Unter-
nehmen „Naturwind“ aus Schwerin abgeschlossen, um auch ein Projektportfolio mit attrak-
tiven Standorten außerhalb der Region aufzubauen. Technologisch wird zukünftig primär
auf Anlagen ab einer Höhe von 180 m abgestellt, da diese auch bei niedrigeren Auktions-
preisen aufgrund höherer Winderträge die erforderlichen Mindestrenditen erreich en kön-
nen. Durch kontinuierliches Monitoring und Priorisierung der wachsenden Projektpipeline
werden eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit der Projekte und eine Minimierung ver-
lorener Vorlaufkosten sichergestellt.
Die Stadtwerke Münster betreiben ein i m Jahr 2005 errichtetes Gas - und Dampfkraftwerk
(GuD) als klimaschonendes Rückgrat der Fernwärmeversorgung. Vor dem Hintergrund der
mittelfristig anstehenden großen Revision der beiden Gasturbinen sowie der zunächst bis
2022 bestehenden Neuanlagenförderung des aktuellen KWKG prüfen die Stadtwerke
Münster verschiedene Optionen zur Ertüchtigung des Kraftwerks, darunter Varianten auf
Basis von Gasmotoren.
Auch der öffentliche Personennahverkehr wird in 2018 weitere wichtige Beiträge zum Kli-
maschutz leisten. So ist die Anschaffung von fünf weiteren, emissionsfreien Elektrobussen
mit Ladestromtechnik vorgesehen, ebenso die Ergänzung der Flotte um zwei Elektrobusse
mit Wasserstoffantrieb; auch diese emittieren weder CO2 noch Stickoxide. Da beide Tech-
nologiealternativen von den Herstellern noch nicht in Großserienfertigung angeboten wer-
den, weisen die entsprechenden Fahrzeuge noch deutlich höhere Anschaffungskosten auf
als vergleichbare dieselbetriebene Modelle. Aufgrund hoher Förderbeiträge von Bund und
Land für diese umweltfreundlichen Antriebstechnologien können auf Seiten der Stadtwerke
Münster aber dennoch vergleichbare Lebenszykluskosten erreicht werden – neben den
Umweltaspekten ein zentrales Argument für die Realisierbarkeit dieser Investitionen.
Um die Attraktivität des ÖPNV in Münster weiter zu erhöhen und noch effektivere Alterna-
tiven zum motorisierten Individualverkehr zu bieten, wollen die Stadtwerke Münster ein Pi-
lotprojekt in einem ausgewählten Stadtteil von Münster durchführen, bei dem statt große r
Busse auf festgelegten Linien mehrere Kleinbusse mit bis zu acht Plätzen die Fahrgäste
direkt an der eigenen Haustür abholen und an das gewünschte innerstädtische Ziel bringen.
Für die Nutzung dieses „On-Demand-Systems“ wird den Kunden eine App zur Verfügung
gestellt werden, über die der Bus geordert werden kann und die zugleich eine Bündelung
der jeweiligen Einzelanfragen sowie eine entsprechende Routenoptimierung vornimmt. Die
Realisierung dieses Pilotprojekts steht dabei noch unter dem Vorbehalt der Zu stimmung
des Verkehrsdezernats der Stadt Münster.
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Innovative kommunale Mehrwertdienste
Die elektronische Stadtwerke Pluscard ist inzwischen zu einem zentralen Instrument der
täglichen Interaktion mit den Kunden der Stadtwerke Münster geworden und wird pe rma-
nent weiterentwickelt. So sollen die Möglichkeiten des Parkraumzugangs und der monatli-
chen Abrechnung der Parkvorgänge über die Pluscard neben den städtischen Parkhäusern
in Münster zukünftig auch am Flughafen Münster/Osnabrück zur Verfügung stehen.
Neue Einsatzfelder der elektronischen Pluscard können sich durch die kaufmännische Be-
triebsführung der Stadtwerke Münster für die städtischen Bäder ergeben. Die bereits für
2017 vorgesehene Entscheidung der Stadt Münster zur Übergabe der Betriebsführung für
die städtischen Bäder an die Stadtwerke Münster hat sich vor dem Hintergrund steuerlicher
Fragestellungen verzögert. Inzwischen zeichnen sich Lösungsmöglichkeiten ab, sodass es
möglicherweise doch zu einer Betriebsführung kommt. In diesem Falle ist die Pluscard so-
wohl für Zugangs- als auch für Abrechnungszwecke im Bäderbereich vorgesehen.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit der elektronischen Pluscard zeichnet sich im Bereich des
regionalen Ladesäulenmanagements für Elektrofahrzeuge ab. Hintergrund ist die Entwick-
lung eines integrierten E -Mobilitätsangebots vom Ladesäulenmanagement über die Ab-
rechnung bis zur Bereitstellung und zum Betrieb der Ladeinfrastruktur. Die Stadtwerke
Münster setzen im Rahmen der zukünftigen E -Ladeinfrastruktur auf ein Abrechnungssys-
tem, das die Interoperabilität zwischen E-Ladesäulen verschiedener Anbieter in der Region
Münsterland mit dem Ziel unterstützt, Kunden das „Strom-Tanken“ an beliebigen Ladesta-
tionen unabhängig vom jeweiligen Stromlieferanten zu ermöglichen. Das Clearing der
Stromabrechnung erfolgt dann im Hintergrund. Die Pluscard soll den Stadtwerke -Kunden
den einfachen Zugang zu den Ladesäulen im Umland ermöglichen und zugleich als Ab-
rechnungsmedium dienen.
Der bereits für 2017 geplante Ausbau eines Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzes in zwei
dichtbebauten Innenstadtvierteln in Münster wird nun voraussichtlich im Frühjahr 2018 star-
ten. Damit beginnt der Einstieg in ein neues Geschäftsfeld der Stadtwerke Münster, bei
dem die Kunden mit Glasfaserhausanschlüssen (fibre -to-the-building bzw. fibre -to-the-
home) ausgestattet werden und Endprodukte wie Internet bis 500 Mbit/s im Download, Te-
lefonie und Internet -TV direkt von den Stadtwerken Münster beziehen können. Zugleich
werden die neu zu verlegenden Glasfaserleitungen auch Drittanbietern für deren Produkte
angeboten, um eine bestmögliche Auslastung der neuen Netze und entsprechende Returns
on Investment zu erreichen.
Der Vertrieb der Stadtwerke Münster wird die neue Rolle des wettbewerblichen Messstel-
lenbetreibers ausprägen, in der die Stadtwerke Münster losgelöst vom engen Rahmen der
Netzregulierung kundenorientierte Dienstleistungen rund um das Messwesen entwickeln
können. Dabei sind z.B. neue Formen der Verbrauchsvisualisierung für den Kunden, zeit-
variable Tarife und Sonderlösungen für bestimmte Kundengruppen in der Diskussion.
Im November 2017 haben die Stadtwerke Münster gemeinsam mit der Stadt Münster und
weiteren Partnern aus der lokalen IT -Branche unter dem Titel „Münster-Hack“ den ersten
Hackathon in der Stadt organisiert. Zahlreiche innovative Entwicklerteams sind dem Aufruf
gefolgt und haben kreative Apps auf Basis von den Organisatoren im Vorfeld öffentlich
bereitgestellter Daten entwickelt. Eine für die Stadtwerke sehr interessante Anwendung im
Sinne digitaler Prozesse i st eine mit Methoden der neuronalen Netze arbeitende App zur
Echtzeitprognose der Ankunftszeiten von Linienbussen im Stadtgebiet, ergänzt um eine
standortabhängige Augmented -Reality-Anzeige aktueller Fahrgastinformationen an der
jeweiligen Haltestelle. Di e Stadtwerke Münster werden die App in Kooperation mit dem
unabhängigen Entwicklerteam des Hackathons weiter verfeinern und den Praxiseinsatz
anstreben.
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Dienstleister für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur
Der geplante Aus bau des Glasfasernetzes zur Versorgung von Stadtwerke -Kunden mit
internetbasierten Produkten und Services in Münster leistet auch in technischer Hinsicht
einen wichtigen Beitrag zum Entwicklung einer modernen und intelligenten Infrastruktur für
die Stadt Münster. Langjährige Erfahrungen der Stadtwerke Münster in den Bereichen
Planung, Bau und Betrieb von Glasfasernetzen für bereits am Markt etablierte Content -
Anbieter bieten eine gute Voraussetzung, auch das zukünftige Angebot eigener Produkt-
welten techno logisch effektiv zu unterstützen. Neben dem Bau eines neuen Backbone -
Rings und der Verteilnetze in den beiden Stadtvierteln wird der Asset Service der Stadt-
werke Münster auch den Glasfaserausbau in Neubaugebieten vorantreiben, sofern dies mit
einer angemessenen wirtschaftlichen Perspektive verbunden werden kann.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung entwickeln sich derzeit verschie-
dene Datenübertragungstechnologien für die Vernetzung von Betriebsmitteln, Geräten und
Anwendungen. Die Stadtwerke Münster werden in einem Pilotprojekt zum Aufbau eines
„LoRa-WAN“ eine derzeitig vielversprechende Funkübertragungstechnologie erproben. In
Verbindung mit geeigneter Sensorik besteht hierüber das Potenzial eigene betriebliche An-
wendungen zu optimieren. In der Zukunft kann eine solche Infrastruktur auch anderen Akt-
euren im Stadtgebiet bereitgestellt werden.
Der bereits in 2017 begonnene Neubau einer Verbundleitstelle für alle Versorgungsnetze
der Stadtwerke wird im Jahr 2018 abgeschlossen werden. In dem bereits errichteten neuen
Gebäudekörper entsteht zur Zeit ein nach modernsten Sicherheits- und Steuerungsaspek-
ten konzipierter neuer Leitstand, der auf die infolge der Dezentralisierung der Energieer-
zeugung und wechselnder Lastsituationen in den Netzen deutlic h ansteigenden Anforde-
rungen des Einspeise - und Lastmanagements ausgerichtet ist. Mit der Verbundleitstelle
wird auch ein neues integriertes Querverbund-Netzleitsystem in Betrieb genommen.
Umfangreiche Zukunftsinvestitionen für die wachsende Stadt Münsterwird zudem der Um-
setzungsbeginn der ursprünglich für 2017 vorgesehenen Neustrukturierung der Wasser-
werke der Stadtwerke Münster mit sich bringen. Dabei werden die bisher vier Wasserwerke
der Stadtwerke bei gleichzeitiger Steigerung der Wassergewinnungsleistung auf zwei Was-
serwerke reduziert. Damit sind weitreichende Erneuerungs - und Modernisierungsinvestiti-
onen an den beiden verbleibenden Wasserwerken verbunden, die bereits heute die Haupt-
standorte für die Wassergewinnung in Münster darstellen. Die damit einhergehende Stand-
ortkonzentration stellt gegenüber einer ansonsten erforderlichen Grundsanierung aller vier
bestehenden Wasserwerke die wirtschaftlichere Alternative dar und sichert eine ausrei-
chende Wassergewinnung für das auch zukünftig wachsende Münster. Das Wasserversor-
gungskonzept der Stadt Münster nach den Vorgaben des Landeswassergesetzes des Lan-
des NRW basiert auf dieser Planung und wurde von der Bezirksregierung Münster positiv
beschieden.
Die strategische Ausrichtung auf den Klimaschutz über die Weiterentwicklung der Elektro-
mobilität erfordert auch den Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur. Vor diesem
Hintergrund planen die Stadtwerke Münster an ihrem Standort am Hafen die Errichtung
eines E-Parkhauses. In einer Erstausstattung wird das Pa rkhaus auf 20 Parkplätzen mit
Elektroladesäulen ausgestattet. Zugleich wird die bauliche und technische Infrastruktur des
Parkhauses von Beginn an so ausgelegt, dass die Anzahl an Parkplätzen mit Ladesäulen
modular und sukzessive entsprechend der Bedarfsentwicklung flexibel, schnell und kosten-
günstig erweitert werden kann. Neben der Elektro -Kfz-Flotte der Stadtwerke selbst sollen
auch Kunden und umliegende Unternehmen des boomenden Hafenstandortes die Möglich-
keit erhalten, Ihre Elektrofahrzeuge im E-Parkhaus der Stadtwerke Münster zu parken und
effizient zu laden.
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Ein noch junges Thema sind Konzepte zur dezentralen regenerativen Wärmeversorgung
von Stadtbezirken oder Quartieren. Während die positiven Klimaschutzeffekte solcher Lö-
sungen unbestritten sind, kann die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit im Vergleich zu konven-
tionellen Wärmeversorgungskonzepten heute noch nicht abschließend beurteilt werden.
Die Stadtwerke Münster haben sich deshalb entschieden, zwei Konversionsgebiete im
Stadtgebiet, die zu Wohnquartieren ausgebaut werden sollen, zunächst einmal mit Nieder-
temperaturnetzen auszustatten, die im ersten Schritt an die zentrale Fernwärmeversorgung
angeschlossen werden. Die Auslegung als Niedertemperaturnetz ermöglicht eine spätere
Einbindung lokaler dezentraler regenerativer Wärmeerzeugungsanlagen und sichert somit
langfristig eine hinreichende Investitionsflexibilität. Regenerative Erzeugungsoptionen wer-
den in einem zweiten Schritt konzeptionell detailliert und wirtschaftlich bewertet.
Qualität und Effizienz im Kerngeschäft
Neben den bereits genannten strategischen Innovationsprojekten optimieren die Stadt-
werke Münster auch regelmäßig ihre Strukturen und Prozessabläufe im operativen Bereich,
um die Wettbewerbsfähigkeit im Kerngeschäft sicherzustellen.
So werden auch im Jahr 2018 verschiedene Initiativen und Projekte zur Prozessoptimierung
vorangetrieben, beispielsweise im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung der
Rechnungsprüfung, in der Ablaufsteuerung von Netzbaumaßnahmen sowie im Hinblick auf
die Modernisierung und Effizienzsteigerung von Hard- und Software in der Office-IT.
Bereits im Jahr 2017 wurde ein Projekt zur durchgängigen Optimierung der Planungs- und
Bauprozesse begonnen und befindet sich in 2018 in der Maßnahmenumsetzung. Von der
Optimierung dieses Hauptprozesses werden erhebliche Effizienzgewinne erwartet. Die Di-
gitalisierung ist Teil der Prozessoptimierung.
Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberrisiken werden sich die Stadtwerke Münster so-
wie ihre Tochtergesellschaft münsterNETZ zudem in einem ersten Schritt entsprechend der
Anforderungen aus dem IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur für Strom-und Gas-
netzbetreiber zertifizieren lassen. Kernbestandteil der aus dem Katalog resultierenden Ver-
pflichtungen für Netzbetreiber ist die Einrichtung eines wirksamen Informationssicherheits-
Managementsystems. Um diese Aufgabenstellung professionell erfüllen zu können, haben
die Stadtwerke Münster bereits im Jahr 2017 die Stelle eines Informationssicherheitsbeauf-
tragten kompetent besetzt. Parallel zur Maßnahmenumsetzung nach dem BNetzA-Sicher-
heitskatalog für die Energienetze wird an einem unternehmensweit wirksamen System für
das IT-Sicherheitsmanagement gearbeitet.
Weitere Chancen und Risiken
Signifikant haben die Risiken für Neuinvestitione n im Bereich der Windenergie zugenom-
men. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Auktionsmodell nach der 2016er EEG-Novelle
zeigt sich, dass sich die Wirtschaftlichkeit von Onshore -Windenergieanlagen deutlich ver-
schlechtert hat. Zwei in Münster vorgesehene und bereits genehmigte Anlagenstandorte
werden aus diesem Grunde nicht mehr von den Stadtwerken Münster realisiert. Bundesweit
ist inzwischen eine deutliche Investitionszurückhaltung für Windenergie „an Land“ zu spü-
ren. Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die Anlagenhersteller mit Preissenkungen
reagieren, um ihre Absatzmärkte zu sichern und das Geschäft dauerhaft fortführen zu kön-
nen. Möglicherweise wird sich dann ein neues Marktgleichgewicht einstellen, das auch für
lokale Versorger wie die Stadtwerke Mü nster die Investition in Windenergie langfristig at-
traktiv macht.
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Risiken bestehen für die Stadtwerke Münster nach wie vor im Energievertrieb infolge des
wettbewerbsbedingten Margendrucks sowohl auf den Strom- als auch auf den Wärmemärk-
ten.
Risikobehaftet ist zudem die Entwicklung der Netzentgelte für die Strom - und Gasnetze.
Die Netzentgeltgenehmigung der Regulierungsbehörden für das Gasnetz auf der Grund-
lage des Basisjahres 2015 und der entsprechend gestellten Netzentgeltanträge steht noch
aus, der Netzentgeltantrag für das Stromnetz mit dem Basisjahr 2016 wurde fristgerecht in
2017 der Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellt. In beiden Fällen ist ungewiss, in wel-
cher Höhe die jeweiligen Erlösobergrenzen genehmigt werden.
Weiterhin wird die Anlaufphase f ür die flächendeckende Ausstattung von Wohnungen mit
Smart Metern aufgrund hoher fixer Vorlaufkosten kaum kostendeckend umsetzbar sein und
in den ersten Jahren vermutlich zu Ergebnisbelastungen führen.
Den Risiken begegnen die Stadtwerke Münster durch eine konsequente Differenzierungs-
und Innovationsstrategie, mit der bis dato gute Erfolge in der Kundenbindung erzielt werden
konnten. Sowohl Serviceinnovationen über die elektronische Pluscard zur Aufwertung und
Ergänzung der Commodity-Produkte als auch neue Geschäftsfelder wie das Angebot von
Breitbandprodukten über Glasfaser-Hausanschlüsse sollen und können einen signifikanten
Beitrag zur Risikokompensation im klassischen Versorgungsgeschäft leisten.
Ertragschancen außerhalb des Kerngeschäfts ergeben sich z udem durch Verkäufe von
nicht betriebsnotwendigen Grundstücken im attraktiven Hafenbereich von Münster. Nach
wie vor besteht dort eine hohe Nachfrage nach Flächen zur Errichtung moderner Gewerbe-
und Bürogebäude. Allerdings sind die Verkaufsprozesse infolg e intensiver Diskussionen
verschiedenster Interessengruppen zu Grundsatzfragen der Stadtentwicklung in diesem
Viertel oftmals sehr langwierig.
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Leistungsindikatoren
Der geplante Jahresüberschuss des Jahres 2018 beträgt 9,1 Mio. €. Dieser Planansatz
enthält im Gegensatz zu den Vorjahren keine Belastungen mehr aus der Abschreibung von
Kapitalzuführungen an den Flughafen Münster/Osnabrück, da sämtliche bis 2020 noch er-
forderlichen Tranchen aufgrund entsprechender Gremienbeschlüsse bereits im Jahreser-
gebnis 2017 verarbeitet wurden. Das Jahresergebnis 2017 ist durch verschiedene, im Saldo
positive Sondereffekte beeinflusst, wie z.B. der Auflösung von Rückstellungen in der Ver-
kehrssparte und periodenfremden Erträgen aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle
im Heizkraftwerk am Hafen. Für die übrigen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsin-
dikatoren der Stadtwerke Münster wird folgende Entwicklung erwartet:
finanzielle Indikato-
ren
Ist 2017 Plan 2018 relative Verän-
derung
Jahresüberschuss 14,1 Mio. € 9,1 Mio. € -35,5 %
Umsatzerlöse 547,0 Mio. € 542,0 Mio. € -0,9 %
Investitionen* 48,3 Mio. € 54,4 Mio. € 12,6 %
nicht-finanzielle
Indikatoren
Ist 2017 Plan 2018 relative Verän-
derung
Stromabsatz 1.447 Mio. kWh 1.386 Mio. kWh - 4,2 %
Erdgasabsatz 2.078 Mio. kWh 2.056 Mio. kWh - 1,1 %
Wärmeabsatz 580 Mio. kWh 609 Mio. kWh + 5,0 %
Wasserabsatz 16,6 Mio. m3 16,8 Mio. m3 + 1,2 %
Stromerzeugung 451 Mio. kWh 475 Mio. kWh + 5,3 %
Fahrgastzahlen 45,3 Mio. 47,5 Mio. + 4,9 %
* Sachanlagevermögen abzgl. Zuschüsse
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017 lagen 0,5 % über Plan und entsprachen so weit-
gehend den Erwartungen. Für das Planjahr 2018 werden aufgrund des steigenden Wettbe-
werbsdrucks bei Strom und Gas rückläufige Absatzmengen erwartet. Das steigende Markt-
preisniveau sowie die in den weiteren Segmenten erwarteten Mengenzuwächse kompen-
sieren den Rückgang zum Teil, sodass für die Umsatzerlöse nur ein leichter Rückgang er-
wartet wird.
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Die für das Geschäftsjahr 2017 vorgesehenen um fangreichen Investitionen zum Ausbau
der Glasfasernetze im Rahmen der Breitbandstrategie sowie in Windkraftanlagen konnten
noch nicht oder nur in Teilen umgesetzt werden und werden daher zumindest anteilig zeit-
versetzt in 2018 realisiert werden.
Der Stromabsatz ist von 2016 auf 2017 insbesondere durch Akquisitionserfolge im hart
umkämpften Geschäftskundensegment deutlich angestiegen. Für 2018 wird in diesem vola-
tilen Segment wettbewerbsbedingt mit einem leichten Rückgang gerechnet. Auch für den
Gasabsatz wurde der Planansatz für 2018 vor dem Hintergrund des intensiven Wettbe-
werbs etwas unterhalb der in 2017 realisierten Mengen vorgenommen. Der Wärmeabsatz
wurde für 2018 unter dem Aspekt stabiler Vertragsbeziehungen auf Basis des langfristigen
Temperaturmittels oberhalb der in 2017 erreichten Absatzmengen geplant; im vergangenen
Jahr lagen in beiden Winterquartalen die Durchschnittstemperaturen oberhalb des langjäh-
rigen Mittelwertes. Die Erwartungen für den Wasserabsatz bewegen sich in etwa auf dem
Niveau des Jahres 2017. Der Anstieg der geplanten Stromerzeugung in 2018 erklärt sich
einerseits aus einer witterungsbedingt für das Planjahr angenommenen höheren KWK-Pro-
duktion, andererseits aus der Inbetriebnahme neuer Windenergieanlagen im September
2017, die in 2018 erstmalig ganzjährig in Betrieb sein werden. Der Planwert für 2018 wird
allerdings nicht mehr zu erreichbar sein, da die Reparatur eines im Dezember 2017 aufge-
tretenen Defekts an einer der beiden Gasturbinen voraussichtlich erst im September 2018
abgeschlossen werden kann.
Nachdem in 2017 das hohe Niveau des Vorjahres bestätigt werden konnte, wird für den
Verkehrsbetrieb in 2018 wiederum mit einem ambitionierten Wachstum der Fahrgastzahlen
gerechnet, wobei das erfolgreiche 90-Minuten-Ticket nach wie vor ein wesentlicher Treiber
sein wird.
Angaben gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Män-
nern in Führungspositionen
Die vom Aufsichtsrat für das eigene Gremium festgelegte Zielquote von 16,7% für die Be-
setzung mit Frauen wurde weiterhin erreicht und unverändert beibehalten.
Auf Ebene der Stadtwerke Münster selbst wurde im Laufe des Jahres 2017 mit der Stabs-
stellenleitung Steuern eine neue Position in der 2. Führungsebene ausgeschrieben, die
aufgrund fehlender Bewerbungen von Frauen mit einem männlichen Bewerber besetzt
wurde. Darüber hinaus gab es im Berichtszeitraum keine Veränderungen in der Besetzung
der Führungspositionen. Einschließlich der neuen Funktion liegt die Frauenquote der Stadt-
werke Münster GmbH zum 31.12.2017 bei 14,3 % und damit oberhalb der ursprünglich bis
zum 30.06.2017 fixierten Zielquote von 12,5 %.
Grundsätzlich haben die Stadtwerke Münster als Rahmenbedingung für die Erfüllung zu-
künftiger Zielquoten festgelegt, dass bisher entsprechende mit Männern besetzte Füh-
rungspositionen frei werden, die Verfügbarkeit und Kompetenzen der Bewerberinnen
männlichen Bewerbern gegenüber gleichwertig sind und keine geeigneten internen Bewer-
ber für die jeweils zu besetzende Position zur Verfügung stehen.
Zudem haben si ch die Stadtwerke Münster entschieden, sofern sich sowohl Frauen als
auch Männer auf freie Stellen beworben haben, bei gleicher Qualifikation immer mindestens
eine Frau in die Endrunde des Bewerbungsverfahrens einzuladen, um Frauen auf diese
Weise gezielter Optionen für Führungspositionen bieten zu können.
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Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW
Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Stadtwerke
Münster im Geschäftsjahr 201 7 gemäß § 108 Abs. 3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nord-
rhein-Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht an den
Gesellschafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung
wurden eingehalten.
Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2017 einen Konzernabschluss
sowie einen Konzernlagebericht auf.
Münster, den 25. Mai 2018
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)
Durch Rundungen können sich bei den Zahlen Abweichungen ergeben.
PKF FASSELT SCHLAGE 1
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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke
Münster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft.
Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rech-
nungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG
getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung
und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels-
rechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags
sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von
uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung
der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rech-
nungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Insti-
tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund sätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab-
schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den
Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir-
ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit
beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in
allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen wer-
den die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche
Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und
Lagebericht sowie für die Ei nhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3
EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beur-
teilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen
der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der
Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der
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Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jah-
resabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffen-
des Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG,
wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind und
Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Duisburg, den 25. Mai 2018
PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte
Jahn Pentschev
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
(Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 31. De-
zember 2017 (Bilanzsumme EUR 530.061.480,45; Jahresüberschuss EUR 14.130.000,00)
und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster.)
Anlage_1_V_0533_2018_AR_14_2018_SWMS_JA_2017_Final
5408 Zeichen
Seite 1 Münster, 24.05.2018 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 14/2018 Betreff Jahresabschluss 2017 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Anlage Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk, darin als Anlagen enthalten: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017, bestehend aus: Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang sowie den Lagebericht Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12. 2017 in der vor- liegenden, vom Abschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. Aus dem Jahresüberschuss von 14.130.000 EUR verbleibt nach Anrechnung der bereits im Dezember 2017 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 4.000.000 EUR ein Betrag von 10.130.000 EUR, der auf Vorschlag der Ge- schäftsführung in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. 2. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wird zur Kenntnis genommen. 3. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt. Begründung Mit einem Jahresüberschuss von 14,1 Mio. EUR übertrifft das Ergebnis des Geschäfts- jahres 2017 das geplante Ergebnis von 4,3 Mio. EUR deutlich, liegt aber unter dem des Seite 2 Vorjahres von 16,2 Mio. EUR. Grundlage dafür war wiederum das gute Ergebnis des ope- rativen Geschäfts, mit dem die Ergebnisziele im Wesentlichen erreicht, teilweise übertrof- fen werden konnten. Allerdings haben sich auch verschiedenste periodenfremde und au- ßerordentliche Effekte insgesamt positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Im Kerngeschäft konnten w itterungsbedingte Mengenrückgänge im Energievertrieb gegenüber den ge- planten Mengen durch Mengengewinne im Vertrieb über die Stadtgrenze Münsters hinaus ausgeglichen werden. Im Wasservertrieb wurden die geplanten Mengen und Erlöse leicht übertroffen. Die Stromerzeugung der GuD -Anlage lag bei angepasster, flexibler Fahr- weise leicht unter der für das Geschäftsjahr 2017 geplanten Menge. Die Fahrgastzahlen bestätigten auch in 2017 die seit Jahren positive Entwicklung, lagen nochmals leicht über dem Spitzenwert des Vorjahres, konnten jedoch die ehrgeizigen Planwerte nicht errei- chen. Das von münsterNETZ GmbH übernommene Ergebnis lag mit 1,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. EUR im Wesentlichen bedingt durch geringere Aufwendungen für Netzinstandhaltung sowie für Netzverluste. Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH zu realisierende Ergebnisbelastung betrug 11,8 Mio. EUR. Diese ergibt sich aus den in 2017 verbindlich beschlossenen Kapitalzuführungen für die Jahre 2019 und 2020 an den FMO in Höhe von jeweils 5,9 Mio. EUR. Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Ein- zelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich in dem beigefügten Lagebericht (Anlage zum Prüfungsbericht). Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung nehmen wir ge- mäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen für unsere wichtigsten Ge- schäftsbereiche wie folgt Stellung: In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgeset- zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umwelt- verträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Geschäfts- jahr 2017 in allen Punkten erreicht. In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß § 47 a Landeswassergesetz NW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes Unter- nehmen auf einen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Ebenfalls ha- ben die Stadtwerke gemäß § 1 der Trinkwasserver ordnung Wasser geliefert, das die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben können, schützt. Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als Auf- gabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwertige Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuellen Nah- verkehrsplan wurden jederzeit erfüllt. Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2017 entsprechend ihrer Satzung die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und Seite 3 Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft zum Einsatz regenerativer Energie- träger durch das Unternehmen gefördert worden. Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung NW wurde in allen Fällen erfüllt. Der Jahresabschluss 2017 sowie der Lageb ericht für das Geschäftsjahr 2017 sind von der PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg, geprüft worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Be- stätigungsvermerk wurde erteilt. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Wernicke
Beschlussvorlage
6004 Zeichen
V/0533/2018 V/0533/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2017 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 04.07.2018 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2017 in der vor liegenden, vom Abschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, mit einem uneing e- schränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger G e- sellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. (Anlage 2) 2. Aus dem Jahresüberschuss von 14.130.000 € verbleibt nach Anrechnung der bereits im Dezember 2017 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 4.000.000 € ein Betrag von 10.130.000 €, der auf Vorschlag der Geschäftsführung in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. 3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wird zur Kenntnis genommen. 4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 4.000.000,00 € erfolgte bereits im Dezember 2017. Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 f-g des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfa s- sung über Amt für Finanzen und Beteiligungen 18.06.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Rothermundt Telefon: 492-2006 Rothermundt@stadt- muenster.de - 2 - V/0533/2018 - die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses - die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates. Die Stadtwerke Münster GmbH schließt das Geschäftsjahr 2017 mit einer Bilanzsumme von 530.061.480,45 € (VJ 511.022.600,83 €) ab. Die absolut größten Veränderungen gab es bei den Aktiva -Positionen Sachanlagen (+23,9 Mio. €) und beim Rückgang des Kassenbestandes (-15,4 Mio. €) sowie auf der Passivseite bei der Erh ö- hung der Kapitalrücklagen (+12,1 Mio. €), den Gewinnrücklagen (+10,1 Mio. €) und bei den sons- tigen Rückstellungen (-10,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg auf 38,4 % (VJ 35,5 %). Die Stadtwerke Münster GmbH schließt das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von 14.130 T€ ab. Die Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar: GuV 2017 2016 2017 Abw. 2017/2016 Abw. 2017/2016 € € € % 1. Umsatzerlöse 529.929.655 546.988.221 17.058.566 3,2% 2. Veränderung des Bestands unfertige Leistungen 812.651 11.015.381 10.202.730 1255,5% 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 10.300.534 9.592.243 -708.292 -6,9% 4. Sonstige betriebliche Erträge 44.139.996 34.782.533 -9.357.462 -21,2% 5. Summe betriebliche Erträge 585.182.837 602.378.378 17.195.542 2,9% 6. Materialaufwand 399.079.814 427.570.778 28.490.964 7,1% 7. Personalaufwand 63.581.734 65.112.869 1.531.135 2,4% 8. Abschreibungen 28.055.002 27.178.486 -876.516 -3,1% 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 49.232.876 51.758.640 2.525.764 5,1% 10. Summe betriebliche Aufwendungen 539.949.427 571.620.774 31.671.347 5,9% 11. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 45.233.410 30.757.605 -14.475.805 -32,0% 12. Sonstige Zinsen/Finanzerträge 6.033.708 6.372.202 338.494 5,6% 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.560.418 17.669.482 -7.890.936 -30,9% 14. Finanzergebnis -19.526.710 -11.297.280 8.229.430 -42,1% 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 25.706.700 19.460.325 -6.246.375 -24,3% 16. Steuern 9.536.700 5.330.325 -4.206.375 -44,1% 17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 16.170.000 14.130.000 -2.040.000 -12,6% + Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) des Vorjahres 0 0 0 + Entnahme aus Kapitalrücklage 0 0 0 - Einstellung in Gewinnrücklagen 12.170.000 10.130.000 -2.040.000 -16,8% + Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0 0 - Vorabausschüttung auf Bilanzgewinn 4.000.000 4.000.000 0 0,0% 18. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0 0 0 Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17.059 T€ auf 546.988 T€ an. Ertragsseitig erhöhte sich 2017 ebenfalls der Bestand an unfertigen Leistungen um 10.203 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 9.357 T€. Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 28.491 T€, was vor allem aus höheren Au f- wendungen für bezogene Leistu ngen resultierte, die von der münsterNETZ, fremden Netzbetreibern und Fuhrunternehmen bezogen wurden. Bei den übrigen betrieblichen Aufwendungen gab es keine größeren Abweichungen zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Konzessionsabgaben i.H.v. 17.706 T€, die im Wesentlichen der Stadt Münster zuflossen. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) belief sich auf 30.758 T€. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 8.229 T€ auf -11.297 T€. Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden bereits die wertbe- richtigten Kapitalerhöhungen für den FMO i.H.v. 11.780 T€ für die Jahre 2019 und 2020 berücksic h- tigt. - 3 - V/0533/2018 Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 4,0 Mio. € erfolgte bereits im Dezember 2017. Die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneinge- schränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung N RW wurde in allen Fällen erfüllt. Weitere Hinweise sind dem Jahresabschluss 2017 (Anlage 2) und der Aufsichtsratsvorlage 14/2018 (Anlage 1) und zu entnehmen, die der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH in seiner Sitzung am 14.06.2018 beraten wird. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet. i.V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Anlage 1: Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 14/2018 zum Jahresabschluss 2017 Anlage 2: Jahresabschluss und Lagebericht 2017
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Rösnerstraße 13
- Loevelingloh
- Raringheide
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0533/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.06.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37