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A-R/0054/2008

Kulturwirtschaft als Standortfaktor

Antrag an den Rat 28.10.2008

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 05.11.2008, TOP 25.3

Originalantrag

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Originalantrag

4768 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0054/2008  
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
  
 
 
 
          28.10.2008 
 
 
Antrag 
Kulturwirtschaft  als Standortfaktor 
- Gründerzentrum für kreative Ökonomie - 
 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Wirtschaftsförderung Münster GmbH 
 
1. die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft als Wirtschafts- und Innovationsfaktor für Münster 
darzustellen, 
 
2. Handlungsfelder zur Entwicklung der regionalen K ulturwirtschaft aufzuzeigen, 
 
3. aufzuzeigen, wie die unternehmerische und marktb ezogene Kompetenz bei Selbstständigen und 
Kleinstunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft und eine Verzahnung der Kreativwirtschaft 
mit der Gesamtwirtschaft verbessert werden kann. 
 
4. Möglichkeiten zu prüfen, wie Plattformen, Marktp lätze und Infrastruktureinrichtungen, wie z.B. ein 
Gründerzentrum ähnlich einem Technologiehof, geschaffen werden können, die als Schnittstellen 
von Kreativwirtschaft und anderen Branchen und als Anker- und Ausgangspunkte für die Kreativ- 
wirtschaft dienen können, 
 
5. Ideen zu entwickeln, wie der Know-how-Transfer z wischen Hochschulen und Unternehmen geför- 
dert werden kann. 
 
 
Begründung:  
 
Die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört zu den innovativen Wirtschaftsbereichen in Nordrhein-
Westfalen. Allein im engeren Bereich der Kulturwirtschaft arbeiten rund 33.000 Selbstständige und 
Unternehmen, die Umsätze in Höhe von 20,7 Mrd. € (2005) erwirtschaften. Während traditionelle In- 
dustriezweige tendenziell zurückgehen, entstehen in diesen überwiegend kleinteilig strukturierten, zur 
Clusterbildung neigenden Wirtschaftsbereichen zahlreiche neue Unternehmen und Arbeitsplätze. Über 
die eigene Branche hinaus kann die Kultur- und Kreativwirtschaft zugleich Impulsgeber und Motor für 
Innovationen in vielen anderen Wirtschaftsbranchen sein: Sie eröffnet neue Sichtweisen und Hand- 
lungsansätze und trägt zur Entwicklung originärer, unverwechselbarer Produkte und Angebote bei, die 
den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb generieren.  
Es ist davon auszugehen, dass nachhaltige Kooperationen und Partnerschaften an den Schnittstellen 
von Kultur- und Kreativwirtschaft und anderen Branchen (beispielsweise zwischen Designern und 
Unternehmen, zwischen Unternehmen der Kulturwirtschaft und Touristikern oder Marketingfachleuten, 
etc.), zwischen den Akteuren einer oder mehrerer Kulturbranchen, zwischen Künstlern und Unterneh- 
men oder zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu neuen Ideen und Konzepten und Win-win-
Situationen führen.  
Der Kultur- und Kreativwirtschaft kommt zudem eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung urbaner, 
aber auch ländlicher Räume und Regionen zu. Aus dem Zusammenspiel ähnlicher und verwandter 
Branchen, Produzenten und Dienstleister in milieu- und infrastrukturbezogenen Zusammenhängen 
entstehen regionale Wirtschaftsverbünde, die neue Wertschöpfungsprozesse in Gang setzen.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
 
Die wirtschaftlichen Potenziale der Kreativbranche sind in Münster noch bei weitem nicht ausge- 
schöpft. 
Das besondere Augenmerk gilt dabei den Klein- und Kleinstunternehmen. Diese Klein- und 
Kleinstunternehmen als Idee- und Impulsgeber für die Kulturwirtschaft sind besonders wichtig. Gerade 
hier werden auf experimentelle Weise Kultur erzeugt sowie Prototypen der Kultur- und Kreativproduk- 
tion entwickelt. Die Anzahl solcher Mikrounternehmen ist in den vergangenen Jahren gestiegen, ihre 
Umsätze nehmen hingegen erheblich ab. Diese Klein- und Kleinstunternehmen besitzen oftmals 
schwach entwickelte wirtschaftliche Potenziale und tragen nur selten zu einem Ausbau von sozialver- 
sicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei. Letztere sind aber nach wie vor das Orientierungsmaß für die 
Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf.  
        
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Dr. Veit Christoph Baecker 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Richard M. Halberstadt 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
Charlotte Nees 
 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Florian Steinforth 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

05.11.2008 Rat
TOP 25.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 7

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0054/2008
Typ
Antrag an den Rat
Datum
28.10.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37