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2012/0272

Jahresbericht 2011 - Familienzentrum

Magistratsvorlage 08.08.2012

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2012/0272

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2012/0272

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
13.08.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Jugendamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0272 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.: 367250 und 367550 
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Jahresbericht 2011 - Familienzentrum 
 
Vorlage vom: 08.08.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt den Jahresbericht des Fam ilienzentrums für das Kalenderjahr 2011 zur Kenntnis. 
 
Anlagen:  Jahresbericht Familienzentrum 2011 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 2 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.08.2012  
 
Das Familienzentrum arbeitet mit seinen Bereichen Erziehungsberatung und Familienbildung auf 
der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, insbesondere den §§ 16 (Allgemeine 
Förderung der Erziehung in der Familie), 17 (Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und 
Scheidung), 18 (Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des 
Umgangsrechts) sowie 28 (Erziehungsberatung). 
 
Das Leistungsspektrum des Bereichs Erziehungsberatung beinhaltet die Beratung bei 
 
- Erziehungsfragen und -schwierigkeiten 
- persönlichen und familiären Problemen 
- Fragen zur kindlichen Entwicklung in der Familie, Kindertagesstätte und Schule 
- Leistungs- und Verhaltensprobleme in Schule und Ausbildung 
- Fragen rund um Themen zu Eineltern- und Stieffamilien 
- die Bewältigung von Trennung und Scheidung 
- die Wiederaufnahme und Festigung unterbrochener Eltern-Kind-Kontakte 
- Wünschen kollegialer Fachberatung für städtische Einrichtungen 
 
Im Jahr 2011 kamen insgesamt 1.214 Darmstädter Bürgerinnen und Bürger mit ihren Kindern auf 
die Erziehungsberatung zu. In über 60 % der Fälle konnte die Beratung nach längstens 5 Sitzungen 
abgeschlossen werden. Der höchste Anteil der Kinder, wegen denen die Beratungsstelle aufgesucht 
wurde, lag in der Altersgruppe der  
6 - 12-Jährigen und hier überwiegend männliche Kinder. 
 
Festzustellen war auch, dass ca. 30 % der Mütter und Väter, die die Beratungsstelle aufsuchten, 
einen Migrationshintergrund hatten, der sich jedoch bei den Kindern in der Nationalität nicht 
widerspiegelte, da hier 93,5 % Deutsche waren. 
 
Gründe die Erziehungsberatung aufzusuchen, waren z. B. Trennung und Scheidung der Eltern, 
persönliche Probleme eines Elternteils/psychische Störungen, Pubertätsproblematiken, 
eskalierendes Streitverhalten, Partnerschaftskonflikte/ Beziehungsprobleme, verwöhnendes 
Erziehungsverhalten und familiäre Krisen. 
 
Die Beratungstätigkeit wurde überwiegend in den Räumen der Erziehungsberatung durchgeführt, 
fand aber auch z. B. in Kindertagesstätten, Schulen, beim Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
und beim Städtischen Sozialdienst statt. 
 
Mit Inkrafttreten des Gesetzes über die Verfahren in Familiensachen und Angelegenheiten der 
freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) sind auch Fälle der Hochstrittigkeit im Jahr 2011 verstärkt in 
der Erziehungsberatung beraten worden, zugeführt über das Gericht oder den Städtischen 
Sozialdienst. Der Leitgedanke dieser Beratung ist, dass die Eltern tragfähige, stimmige Lösungen 
beim Umgangs- und Sorgerechtsverfahren erarbeiten, anstelle des strittigen Verhandelns 
gegenseitiger Ansprüche und Bewertungen. Beratung soll hier, falls dies im Rahmen der Anhörung 
nicht gelingt, diese tragfähigen Lösungen mit Eltern erarbeiten, die dann vom Familiengericht 
bestätigend übernommen werden können. 
Der besondere Stellenwert der Beratung erfordert eine Abstimmung mit den am Verfahren 
beteiligten Institutionen und Professionen, um ein koordinierendes Handeln als 
Verantwortungsgemeinschaft zu gewährleisten. Diese sind bzw. können sein, das Jugendamt, 
Anwälte/Anwältinnen, Familienrichter/innen, Verfahrensbeistände, Gutachter/innen, 
Umgangsbeistände und andere Beratungsstellen.

- 3 - 
 
Die Angebote des Bereichs Familienbildung wurden innerhalb der neun Fachbereiche unterbreitet: 
 
- Rund um die Geburt 
- Das erste/zweite Lebensjahr 
- Das zweite, dritte… Lebensjahr (Eltern-Kind-Angebote) 
- Kreatives Gestalten/Ökologie 
- Väter / Vater-Kind-Angebote 
- Gesundheit - Ernährung, Entspannung, Bewegung 
- Pädagogik - Psychologie 
- Fortbildung für Fachkräfte 
- Fortbildung für Tagespflegepersonen 
 
Sie fanden in der Hauptstelle - Frankfurter Str. 71 - und den Außenstellen Wixhausen, Arheilgen, 
Kranichstein, Eberstadt, Schulen, Kindertagesstätten, im Rahmen von Kooperationen in den 
Räumen der Kooperationspartner, im Jugendstilbad und in der Natur statt. 
 
Im Jahr 2011 besuchten 13.215 (7.430 weibliche, 875 m ännliche und 4.910 Kinder) 
Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die Kurse und Veranstaltungen des Familienzentrums, 
Bereich Familienbildung. Insgesamt wurden 1.005 Kurse und Veranstaltungen mit 6.769 
Kursstunden durchgeführt. 
 
Ein Aufgabengebiet des Familienzentrums ist es, kinderreichen Familien und Familien mit Kindern, 
die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII beziehen, ermäßigte Karten für 
Theaterbesuche, Vivariumseintritte und Schwimmbadeintritte auszustellen. Hier ergibt sich 
folgendes Bild: 
 
Anzahl der ausgestellten Karten im  
Jahr 2011 
Theater: Vivarium: Schwimmbad: 
für Empfänger/innen von sozialen Leistungen 
(insgesamt 452 Anträge) 
1.393 1.270 
 
1.675 
für kinderreiche Familien 
(insgesamt 131 Anträge) 
716 495 627 
 
Als gemeinsame Leistungen aus dem Bereich Familienbildung uns Erziehungsberatung, die auf der 
Basis des multiprofessionellen Teams erbracht werden, können folgende Angebote beschrieben 
werden: 
 
Frühe Hilfen
 
Hierzu gehört: Hotline, Babysprechstunde, Gesprächskreis für Frühchen-Eltern, Baby-Mütter-
Gruppe - entwickelt aus dem Projekt Kinder schützen - Familien fördern - für Mütter, die noch einen 
sozialen Nachreifungsbedarf haben und Baby-Eltern-Treff für Eltern mit Mehrlingsgeburten - 
ebenfalls aus dem Projekt Kinder schützen - Familien fördern hervorgegangen. Mit diesen 
Angeboten wurden im Jahr 2011 im Bereich der Frühen Hilfen 200 Ratsuchende bzw. 
Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen mit ihren Kindern erreicht. 
 
Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten
 
Traditionell arbeiten die Bereiche Erziehungsberatung und Famili enbildung mit Kindertagesstätten 
in Darmstadt zusammen. Hierzu gehören neben thematischen Elternabenden auch Beratung und 
Verhaltensbeobachtung vor Ort. 
In Zusammenarbeit mit Bessunger Kindertagesstätten wurde das Projekt KitaFaZ gegründet. Es 
findet in 6 Bessunger Kindertagesstätten eine intensive Zusammenarbeit sta tt. Eltern wird Beratung

- 4 - 
vor Ort angeboten. Des Weiteren findet Intervision für Erzieherinnen statt und in regelmäßigen 
Abständen werden thematische Elternabende in den Bessunger Kindertagesstätten durchgeführt, 
die erfreulicherweise von den Eltern sehr gut angenommen wurden. 
 
Therapeutische Gruppenangebote und Gruppenangebote für spezielle Zielgruppen
 
Im Jahr 2011 wurden in diesem Bereich folgende Angebote durchgeführt: 
Gesprächskreis für Dauerpflegeeltern, Sozialkompetenztraining für Kinder mit aggressiven 
Auffälligkeiten oder Störungen im Sozialverhalten, das individuelle Kleingruppen-Elterntraining, 
Mototherapiegruppen, die Gruppe „Gemeinsam“ - eine integrative Gruppe für Eltern und Kinder und, 
wie bereits erwähnt, der Gesprächskreis Frühchen-Eltern und die Eltern-Kind-Gruppen, die aus dem 
Projekt Kinder schützen - Familien fördern hervorgegangen sind. 
 
Somit verfügt das Familienzentrum über ein breites Spektrum an Angeboten, mit denen es möglich 
ist, Familien in ihrer jeweiligen Fam ilienphase und ihrer jeweiligen Lebenssituation mit 
Präventionsangeboten zu erreichen, aber auch mit ganz konkreter Hilfe und Unterstützung. 
 
Darmstadt, 08.08.2012 
51-ge/ba; Nst.: 2519/3258 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 12
TOP 36
TOP 323
TOP 55

Orte (1)

  • Frankfurter Straße 71

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Details

Vorlagen-Nr.
2012/0272
Typ
Magistratsvorlage
Datum
08.08.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00