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2020/0383

Sanierung des Grünzuges Havelstraße

Magistratsvorlage 07.12.2020

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Punkt 25: Sanierung des Grünzuges Havelstraße 
 (V-Nr. 2020/0383) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: AfD

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11210 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
14.12.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächenamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
IV 
V 67 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0383 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
10 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 551050 
Kostenstelle: 067-010-1100 Investitionsnummer: 20067-4201 
Kostenträger: 5510-51 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Sanierung des Grünzuges Havelstraße  
 
Vorlage vom: 07.12.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung des Grünzuges Havelstraße zu.  
2. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über einzelne Raten zu Lasten der Kostenstelle  
    067-010-1100, Kostenträger 5510-51, Sachkonto 0953010, Investitionsnummer 20067 -4201. 
 
Anlagen: Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitte  
Kosten Havelstraße 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   Kostenschätzung Sanierung Grünzug Havelstr. nach 
Bauabschnitten 
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.12.2020  
 
 
Ausgangssituation 
 
Der Grünzug Havelstraße liegt im westlichen Stadtgebiet Darmstadts. Er ist Teil eines 
übergeordneten Grünzuges, der am Wilhelminenplatz beginnt und über den Marienplatz und 
die Havelstraße bis in den Westwald führt. Der Grünzug Havelstraße hat im Westen seinen 
Ursprung an der Berliner Allee und mündet im Osten in die Albert-Schweitzer-Anlage bzw. die 
Hindenburgstraße. Direkt südlich grenzt das Gelände der Hochschule Darmstadt, der h_da, 
an. Im Norden schließt sich Wohnbebauung sowie gewerbliche Nutzung an.  
In seiner West-Ost-Ausdehnung kommt dem Grünzug eine wi chtige Funktion als 
Durchlüftungsschneise für das Stadtgebiet zu. Er ist einer der wenigen  größeren Grünzüge 
im Westen der Stadt und bietet den Anwoh ner*innen sowie Anlieger*innen wie 
Studenten*innen und Arbeitnehmern*innen Möglichkeiten zur wohnungsnahen Erholung. 
Gleichzeitig stellt er für die Studierenden der h_da eine bedeutende Fuß - und 
Radwegeverbindung zu den umliegenden Straßen und Haltestellen an der Berliner Allee und 
Rheinstraße dar. 
Derzeit entstehen westlich des Grünzuges, im Bereich Berliner A llee und des Haardtrings, 
neue Wohneinheiten auf ehemaligen Gewerbeflächen (Verlegerviertel). Künftig werden hier 
über 1.500 zusätzliche Bewohner*innen erwartet. Ebenso nimmt die Anzahl der 
Studierenden stetig zu. Der Nutzungsdruck auf den Grünzug Havelstr aße wird dadurch 
deutlich erhöht.  
 
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße entspricht der Anforderung aus dem 
Masterplan 2030+, bestehende Freiflächen über Sanierungsprogramme steigenden 
Nutzungsanforderungen anzupassen um damit auf die Umstrukturierung i m Gebiet zu 
reagieren. 
 
Momentan ist die fast 30 m breite Grünzone geprägt durch punktuelle Aufenthalts - und 
Spielbereiche. In der linearen Struktur wechseln offene Bereiche mit Strauchpflanzungen und 
Einzelbäumen ab. Durch die Lage abseits der großen Stra ßen bietet der Grünzug eine hohe 
Erholungsqualität. Demgegenüber steht sein abgenutztes Erscheinungsbild, die Wegebeläge 
sind stellenweise kaputt und uneben. Bei Niederschlägen bilden sich durch die nicht mehr 
ausreichend funktionierende Entwässerung der W ege Pfützen. Die vorhandenen 
Gehölzgruppen sind überaltert und verwachsen, sie sollen teilweise ersetzt werden ohne die 
Grün- und Habitatsstrukturen über die Maße zu stören. Durch die überholten 
Ausstattungselemente wie Sitzbänke aber auch Spielgeräte, ist  die Nutzungsqualität des 
Grünzuges aktuell eingeschränkt.  
 
 
Ziele 
 
Mit der Sanierung soll der Grünzug für die wachsende Anzahl an Anwohner*innen ertüchtigt 
werden. Seine vielfältigen Funktionen als Erholungs - und Spielfläche, Wegeverbindung, 
Treffpunkt, innerstädtischer Naturraum sowie Durchlüftungsschneise sollen hinsichtlich des 
zu erwartenden Nutzungsdrucks gestärkt werden. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden 
bereits im Jahr 2018 einzelne offene Bereich mit Wiesenmischungen angesät. Diese sich in 
ihrer Pflanzenzusammenstellung und Farbe verändernden Wiesenflächen sind für 
Besucher*innen attraktive Hingucker und bieten Insekten ein Nahrungsangebot. Sie bleiben

- 5 - 
erhalten, zusätzlich wird die Artenvielfalt durch die Umwandlung von weiteren Rasen - in 
Wiesenflächen mit heimischen Gräsern und Blühpflanzen weiter gestärkt.  
 
Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen sollen die vorhandenen 
Sitzbänke erneuert und zusätzliche Verweilmöglichkeiten geschaffen werden. Dies könnten, 
gerade im Umfeld der Hochschule, auch Podeste zum Sitzen und Liegen sein. Im Bereich des 
vorhandenen Spielplatzes werden abgenutzte Geräte abgebaut und die Fläche neu aufgeteilt. 
Neue Spielgeräte mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen bieten den Kindern vielfältige 
Möglichkeiten zur freien Betätigung.  
 
Die mit Gehölzen zugewachsenen Blickbeziehungen und Übersichten innerhalb des 
Grünzuges zu den benachbarten Gebäuden sollen durch vereinzeltes Auslichten von 
veralteten Sträuchern wiederhergestellt werden. Gehölze werden dur ch Nachpflanzungen zu 
größeren Gruppen zusammengefasst und bilden Rückzugsorte für Vogelarten und 
Kleinsäuger. Dazwischen entstehen durch die Entnahme von überalterten Gehölzen offene 
Bereiche als Wiesenfläche, die sich als zusammenhängende Flächen mähen l assen. Die 
Verwendung heimischer Gehölze mit Blühaspekten sowie regionalen Saatgutes stärkt die 
Artenvielfalt und bietet Vögeln und Insekten ein Nahrungsangebot.  
 
Der Charakter des Grünzuges mit geschwungenen Wegen, offenen Rasen - und 
Wiesenbereichen, größeren Gehölzen, Durchblicken, einzelnen Modellierungen und 
Aufenthaltsbereichen bleibt erhalten, wird aber durch Erneuerungen und Umbauten sowie 
Ergänzungen weiterentwickelt und für aktuelle Nutzungsansprüche qualifiziert.  
 
 
Planung 
 
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße wird in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste 
Abschnitt erstreckt sich vom Birkenweg über die Schöfferstraße bis zur Kindertagesstätte 
Regenbogenland. Der zweite Abschnitt geht vom bestehenden Spielplatz westlich der 
Kindertagesstätte bis zum Berliner Ring. Der dritte Abschnitt umfasst den Umbau des 
ehemaligen Bolzplatzes, der nördlich an den zweiten Abschnitt angrenzt. Diese Fläche ist mit 
einem hohen Stabgitterzaun gefasst und aus Lärmschutzgründen seit einigen Jahren 
verschlossen, sodass hier aktuell keine Nutzung stattfindet.  
 
 
Erster Bauabschnitt 
 
Der erste Abschnitt ist geprägt durch seine Nachbarschaft zur Hochschule, südlich schließen 
hier ausnahmslos Einrichtungen für Studierende an. Zu nennen ist hier vor allem der Neubau 
des Studierendenhauses westlich der Schöfferstraße.  
Zwischen der Einmündung Schöfferstraße und der städtischen Kita „Regenbogenland“ wird 
die Erschließung des sich im Bau befindlichen Studierendenhauses neu geregelt. An der 
Einmündung Schöfferstraße weitet sich der Weg am Haupteingang des Studierendenhauses 
auf. Westlich des Neubaus wird eine neue Wegeverbindung in den Grünzug geschaffen, 
sodass er mit dem angrenzenden Hochschulgelände besser vernetzt wird. Die Sitz - und 
Aufenthaltsbereiche sollen erneuert, klarer gefasst und aufgewertet werden.  
 
Der erste Bauabschnitt umfasst  eine Fläche von 6480 m².

- 6 -

- 7 - 
Zweiter Bauabschnitt 
 
Im zweiten Bauabschnitt kommt dem vorhandenen Spielplatz eine große Bedeutung zu.  
Aktuell besteht das Spielangebot aus einer Sandfläche mit Feder -Wipp-Tieren, Reckstange 
und Bockrutsche. Eine Dreier-Schaukel findet sich etwas abseits zwischen großen Bäumen. 
Entlang des Hauptweges sind einzelne Spielpunkte - wie ein Drehstein und weiter entfernt ein 
Wackel-Stein - vorhanden. Den Spielpunkten fehlt jedoch aktuell eine sinnvolle Verbindung 
zueinander, da verbindende Elemente nicht mehr funktionstüchtig waren und in der 
Vergangenheit bereits abgebaut werden mussten. Weiter westlich befindet sich eine 
Spielkombination aus Kletter-, Rutsch- und Drehelementen für größere Kinder.  
 
Um den Kindern weiteren Freiraum zur Interaktion und körperlichen Betätigung zu bieten, 
soll das Spielangebot erneuert und erweitert werden. Zusätzliche Spielmöglichkeiten sollen 
vor allem Kinder ab 3 Jahren ansprechen. Für kleinere Kinder soll ein Sandspielbereich 
vorgesehen werden. Es ist beabsichtigt die vorhandene 3er -Schaukel sowie das Kombigerät 
zu erhalten, sie sollen durch weitere Bewegungsabläufe ergänzt werden. Auch hier bieten zu 
erneuernde Sitzgelegenheiten angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten für Begleitpersonen und 
andere Besucher*innen. Die Wegeflächen sollen in Teilbereichen neu geordnet werden, um 
die Zugangsmöglichkeiten zum Grünzug zu verbessern.  
 
Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich auf eine Fläche von 4020 m², davon nimmt der 
Spielplatz 1200 m² ein. 
 
 
Dritter Bauabschnitt 
 
Die Zweckbestimmung des auf Höhe des Spielplatzes nördlich angrenzenden Bauabschnittes 
auf dem ehemaligen Bolzplatz ist noch nicht  abschließend festgelegt. Denkbar sind hier 
weitere Nutzungen für Kinder, die aufgrund der Lage zwischen Wohngebäuden jedoch keine 
großen Schallemissionen bedeuten dürfen. Dies könnten zum Beispiel Fitnessgerä te sein.  
Möglich wären aber auch Gemeinschaftsgärten, die von interessierten Anwoh ner*innen oder 
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita oder Jugendeinrichtung gepflegt wer den.  
Beispielsweise könnte in einer öffentlichen Beteiligung geklärt werden, welche Wünsche die 
Anwohner*innen zur Nutzung dieser Fläche haben.  
 
Weiterhin ist der Neubau der vorhandenen Kindertagesstätte vorgesehen, diese soll 
vergrößert und erneuert werden. Während der Bauarbeiten muss ein Ausweichstandort mit 
Containern zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Grünzug gefunden werden. Favorisiert 
wird derzeit der ehemalige Bolzplatz. Hierzu erfolgen aktuell weitere Abstimmungen 
zwischen den beteiligten Dezernaten und Ämtern, da d en Vorteilen gegenüber die 
problematische Anlieferung und Einrichtung der Container durch den Grünzug mit seinem 
vorhandenen Baumbestand steht. 
 
Der dritte Bauabschnitt umfasst eine Fläche vo n 725 m².

Finanzierung 
 
Eine Kostendarstellung für die einzelnen Bauabschnitte ist als datenschutzrelevante Anlage 
beigefügt. Haushaltsmittel sind mit Raten von 2020 bis 2024 auf der Kostenstelle 067 -010-
1100, Kostenträger 5510-51, Sachkonto 0953010, In vestitions-Nummer 20067-4201 
etatisiert. Bedarfsweise sind die Raten an die einzelnen Bauabschnitte anzupassen.  
 
 
Zeitrahmen 
 
Mit der Planung der Sanierungsmaßnahmen soll möglichst zeitnah begonnen werden.  
Die Umsetzung des 1. Bauabschnittes ist ab 2022 v orgesehen, die weiteren Bauabschnitte 
sollen sich in den Folgejahren anschließen.  
 
 
 
 
 
Darmstadt, 07.12.2020 
 
 
 
 
 
Dezernat IV       Dezernat V 
 
 
 
 
André Schellenberger      Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer      Stadträtin

2020/0383

11258 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
14.12.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächenamt 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0383 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 551050 
Kostenstelle:  067-010-1100 Investitionsnummer:  20067-4201 
Kostenträger:  5510-51 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Sanierung des Grünzuges Havelstraße  
 
Vorlage vom: 07.12.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung des Grünzuges Havelstraße zu.  
2. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über einzelne Raten zu Lasten der Kostenstelle  
    067-010-1100, Kostenträger 5510 -51, Sachkonto 0953010, Investitionsnummer 20067 -4201. 
 
Anlagen: Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitt e 
Kosten Havelstraße  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   Kostenschätzung Sanierung Grünzug Havelstr. nach Baua b-
schnitten 
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  07.12.2020  
 
 
Ausgangssituation  
 
Der Grünzug Havelstraße liegt im westlichen Stadtgebiet Darmstadts. Er ist Teil eines übe r-
geordneten Grünzuges, der am Wilhelminenplatz beginnt und über den Marienplatz und die 
Havelstraße bis in den Westwald führt. Der Grünzug Havelstraße hat im Westen seinen U r-
sprung an der Berliner Allee und mündet im Osten in die Albert -Schweitzer-Anlage bzw. die 
Hindenburgstraße. D irekt südlich grenzt das Gelände der Hochschule Darmstadt, der h_da, 
an. Im Norden schließt  sich Wohnbebauung sowie gewerbliche Nutzung an.  
In seiner West -Ost-Ausdehnung kommt dem Grünzug eine wichtige Funktion als Durchlü f-
tungsschneise für das Stadtgebiet zu. Er ist einer der wenigen  größeren Grünzüge  im Westen 
der Stadt und bietet den Anwoh ner*innen sowie Anlieger*innen wie Studenten*innen  und 
Arbeitnehmern*innen Möglichkeiten zur wohnungsnahen Erholung. Gleichzeitig stellt er für 
die Studieren den der h_da eine bedeutende Fuß - und Radwegeverbindung zu den umliege n-
den Straßen und Haltestellen an der Berliner Allee und Rheinstraße dar.  
Derzeit entstehen westlich des Grünzuges, im Bereich Berliner Allee und des Haardtrings, 
neue Wohneinheiten auf e hemaligen Gewerbeflächen  (Verlegerviertel) . Künftig werden hier 
über 1.500 zusätzliche Bewohner *innen erwartet. Ebenso nimmt die Anzahl der Studiere n-
den stetig zu. Der Nutzungsdruck auf den Grünzug Havelstraße wird dadurch deutlich e r-
höht.  
 
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße entspricht der Anforderung aus dem Maste r-
plan 2030+, bestehende Freiflächen über Sanierungsprogramme steigenden Nutzungsan for-
derungen anzupassen u m damit auf die Umstrukturierung im Gebiet zu reagieren.  
 
Momentan ist die fast 30 m  breite Grünzone geprägt durch punktuelle Aufenthalts - und 
Spielbereiche. In der linearen Struktur wechseln offene Bereiche mit Strauchpflanzungen und 
Einzelbäumen ab. Durch die Lage abseits der großen Straßen bietet der Grünzug eine hohe 
Erholungsqualität . Demgegenüber steht sein abgenutztes Erscheinungsbild, die Wegebeläge 
sind stellenweise kaputt und uneben. Bei Niederschlägen bilden sich durch die nicht mehr 
ausreichend funktionierende Entwässerung der Wege Pfützen. Die vorhandenen Gehölzgru p-
pen sind überaltert und verwachsen, sie sollen teilweise ersetzt werden ohne die Grün - und 
Habitatsstrukturen über die Maße zu stören . Durch die überholten Ausstattungselemen te wie 
Sitzbänke aber auch Spielgeräte, ist die Nutzungsqualität des Grünzuges aktuell einge-
schränkt. 
 
 
Ziele 
 
Mit der Sanierung soll der Grünzug für die wachsende Anzahl an Anwohner*innen ertüchtigt 
werden. Seine vielfältigen Funktionen als Erholungs - und Spielfläche, Wegeverbindung, Tref f-
punkt, innerstädtischer Naturraum sowie Durchlüftungsschne ise sollen hinsichtlich des zu 
erwartenden Nutzungsdrucks gestärkt werden. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden b e-
reits im Jahr 2018 einzelne offene Bereich mit Wiesenmischungen angesät. Diese sich in 
ihrer Pflanzenzusammenstellung und Farbe verändernden Wiesenflächen sind für Besu-
cher*innen attraktive Hingucker und bieten Insekten ein Nahrungsangebot. Sie bleiben erha l-
ten, zusätzlich wird die Artenvielfalt durch die Umwandlung von weiteren Rasen- in Wiesen-
flächen mit heimischen Gräsern und Blühpflanzen weiter gestärkt .

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Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen sollen die vorhandenen Sitzbä n-
ke erneuert und zusätzliche Verweilmöglichkeiten geschaffen werden. Dies könnten, gerade 
im Umfeld der Hochschule, auch Podeste zum Sitzen und Liegen  sein. Im Bereich des vo r-
handenen Spielplatzes werden abgenutzte Geräte abgebaut und die Fläche neu aufgeteilt. 
Neue Spielgeräte mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen bieten den Kindern vielfältige 
Möglichkeiten zur freien Betätigung.  
 
Die mit Gehölzen z ugewachsenen Blickbeziehungen und Übersichten innerhalb des Grünz u-
ges zu den benachbarten Gebäuden sollen durch vereinzeltes Auslichten von veralteten 
Sträuchern wiederhergestellt werden. Gehölze werden durch Nachpflanzungen zu größeren 
Gruppen zusammengef asst und bilden Rückzugsorte für Vogelarten und Kleinsäuger. Dazw i-
schen entstehen durch die Entnahme von überalterten Gehölzen offene Bereiche als Wiese n-
fläche, die sich als zusammenhängende Flächen mähen lassen. Die Verwendung heimischer 
Gehölze mit Blüha spekten sowie regionalen Saatgutes stärkt die Artenvielfalt und bietet V ö-
geln und Insekten ein Nahrungsangebot.  
 
Der Charakter des Grünzuges mit geschwungenen Wegen, offenen Rasen - und Wiesenbere i-
chen, größeren Gehölzen, Durchblicken, einzelnen Modellierun gen und Aufenthaltsbereichen 
bleibt erhalten, wird aber durch Erneuerungen und Umbauten sowie Ergänzungen weiteren t-
wickelt und für aktuelle Nutzungsansprüche qualifiziert.  
 
 
Planung 
 
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße wird in drei Bauabschnitte aufge teilt. Der erste 
Abschnitt erstreckt sich vom Birkenweg über die Schöfferstraße bis zur Kindertagesstätte 
Regenbogenland. Der zweite Abschnitt geht vom bestehenden Spielplatz westlich der Kinde r-
tagesstätte bis zum Berliner Ring. Der dritte Abschnitt umfass t den Umbau des ehemaligen 
Bolzplatzes, der nördlich an den zweiten  Abschnitt angrenzt. Diese Fläche ist mit einem h o-
hen Stabgitterzaun gefasst und aus Lärmschutzgründen seit einigen Jahren verschlossen, 
sodass hier aktuell keine Nutzung stattfindet. 
 
 
Erster Bauabschnitt 
 
Der erste Abschnitt ist geprägt durch seine Nachbarschaft zur Hochschule, südlich schließen 
hier ausnahmslos Einrichtungen für Studierende an. Zu nennen ist hier vor allem der Neubau 
des Studierendenhauses westlich der Schöfferstraße.  
Zwischen der Einmündung Schöfferstraße und der städtischen Kita „Regenbogenland“ wird 
die Erschließung des sich im Bau befindlichen Studierendenhauses neu geregelt. An der 
Einmündung Schöfferstraße weitet sich der Weg am Haupteingang des Studierendenhause s 
auf. Westlich des Neubaus wird eine neue Wegeverbindun g in den Grünzug geschaffen, s o-
dass er mit dem angrenzenden Hochschulgelände besser vernetzt wird. Die Sitz - und Aufent-
haltsbereiche sollen erneuert, klarer gefasst und aufgewertet werden.  
 
Der erste Bauabschnitt umfasst eine Fläche von 6480 m².

- 5 - 
Zweiter Bauabschnitt 
 
Im zweiten Bauabschnitt kommt dem vorhandenen Spielplatz eine große Bedeutung zu.  
Aktuell besteht das Spielangebot aus einer Sandfläche mit Feder -Wipp-Tieren, Reckstange 
und Bockruts che. Eine Dreier -Schaukel findet sich etwas abseits zwischen großen Bäumen. 
Entlang des Haupt weges sind einzelne Spielpunkte - wie ein Drehstein und weiter entfernt ein 
Wackel-Stein - vorhanden. Den Spielpunkten fehlt jedoch aktuell eine sinnvolle Verbindu ng 
zueinander, da verbindende Elemente nicht mehr funktionstüchtig waren und in der Vergan-
genheit bereits abgebaut werden mussten. Weiter westlich befindet sich eine Spielkombinat i-
on aus Kletter -, Rutsch- und Drehelementen für größere Kinder. 
 
Um den Kindern weiteren Freiraum zur Interaktion und körperlichen Betätigung zu bieten, 
soll das Spielangebot erneuert und erweitert werden. Zusätzliche Spielmöglichkeiten sollen 
vor allem Kinder ab 3 Jahren ansprechen. Für kleinere Kinder soll ein Sandspielbereich vo r-
gesehen werden. Es ist beabsichtigt die vorhandene 3er -Schaukel sowie das Kombigerät zu 
erhalten, sie sollen durch weitere Bewegungsabläufe ergänzt werden. Auch hier bieten zu 
erneuernde Sitzgelegenheiten angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten für Begleitpers onen und 
andere Besucher*innen. Die Wegeflächen sollen in Teilbereichen neu geordnet werden, um 
die Zugangsmöglichkeiten zum Grünzug zu verbessern.  
 
Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich auf eine Fläche von 4020 m², davon nimmt der Spie l-
platz 1200 m² ein.  
 
 
Dritter Bauabschnitt  
 
Die Zweckbestimmung des auf Höhe des Spielplatzes nördlich angrenzenden Bauabschnittes 
auf dem ehemaligen Bolzplatz ist noch nicht  abschließend festgelegt. Denkbar sind hier we i-
tere Nutzungen für Kinder, die aufgrund der Lage zwisc hen Wohngebäuden jedoch keine gro-
ßen Schallemission en bedeuten dürfen. Dies könnten zum Beispiel Fitnessgerä te sein.  
Möglich wären aber auch Gemeinschaftsgärten, die von interessierten Anwoh ner*innen oder 
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita oder Jugendein richtung gepflegt werden.  
Beispielsweise könnte in einer öffentlichen B eteiligung geklärt werden, welche Wünsche die 
Anwohner*innen zur Nutzung dieser Fläche haben.  
 
Weiterhin ist der Neubau der vorhandenen Kindertagesstätte vorgesehen, diese soll vergr ö-
ßert und erneuert werden. Während der Bauarbeiten muss ein Ausweichstandort mit Conta i-
nern zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Grünzug gefunden werden. Favorisiert wird de r-
zeit der ehemalige Bolzplatz. Hierzu erfolgen aktuell weitere Abstimmungen zwisch en den 
beteiligten Dezernaten und Ämtern, da d en Vorteilen gegenüber die problematische Anlief e-
rung und Einrichtung der Container durch den Grünzug mit seinem vorhandenen Baumb e-
stand steht. 
 
Der dritte Bauabschnitt umfasst eine Fläche von 725 m².

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Finanzierung 
 
Eine Kostendarstellung für die einzelnen Bauabschnitte ist als datenschutzrelevante Anlage 
beigefügt. Haushaltsmittel sind mit Raten von 2020 bis 2024 auf der Kostenstelle 067 -010-
1100, Kostenträger 5510 -51, Sachkonto 0953010, Investitions -Nummer 20067-4201 etati-
siert. Bedarfsweise sind die Raten an die einzelnen Bauabschnitte anzupassen.  
 
 
Zeitrahmen 
 
Mit der Planung der Sanierungsmaßnahmen soll möglichst zeitnah begonnen werden.  
Die Umsetzung des 1. Bauabsc hnittes ist ab 2022 vorgesehen, d ie weiteren Bauabschnitte 
sollen sich in den Folgejahren anschließen.  
 
 
 
 
 
Darmstadt, 07.12.2020 
 
 
 
 
 
Dezernat IV       Dezernat V 
 
 
 
 
André Schellenberger      Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer      Stadträtin

anlage 5

162 Zeichen

Punkt 13: Sanierung des Grünzuges Havelstraße 
 (V-Nr. 2020/0383) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der 
Vorlage zuzustimmen.

anlage 1

186 Zeichen

Anlage zu Magistratsvorlage „Sanierung Grünzug Havelstraße“ vom 30.11.2020 
Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitte 
 
Aufteilung des Grünzuges Havelstraße in 3 Bauabschnitte

Beratungsverlauf (3)

TOP 10
TOP 25
TOP 13

Orte (6)

  • Havelstraße
  • Berliner Allee
  • Schöfferstraße
  • Rheinstraße
  • Wilhelminenplatz
  • Birkenweg

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Details

Vorlagen-Nr.
2020/0383
Typ
Magistratsvorlage
Datum
07.12.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00