2020/0383
Sanierung des Grünzuges Havelstraße
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anlage 6
122 Zeichen
Punkt 25: Sanierung des Grünzuges Havelstraße (V-Nr. 2020/0383) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
anlage 3
11210 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
14.12.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Grünflächenamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
IV
V 67
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0383
Magistratsbeschluss-Nr.
10
Internetfähig
Produkt-Nr.: 551050
Kostenstelle: 067-010-1100 Investitionsnummer: 20067-4201
Kostenträger: 5510-51 Sachkonto: 0953010
Betreff: Sanierung des Grünzuges Havelstraße
Vorlage vom: 07.12.2020
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung des Grünzuges Havelstraße zu.
2. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über einzelne Raten zu Lasten der Kostenstelle
067-010-1100, Kostenträger 5510-51, Sachkonto 0953010, Investitionsnummer 20067 -4201.
Anlagen: Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitte
Kosten Havelstraße
Datenschutzrelevante Anlage: Kostenschätzung Sanierung Grünzug Havelstr. nach
Bauabschnitten
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.12.2020
Ausgangssituation
Der Grünzug Havelstraße liegt im westlichen Stadtgebiet Darmstadts. Er ist Teil eines
übergeordneten Grünzuges, der am Wilhelminenplatz beginnt und über den Marienplatz und
die Havelstraße bis in den Westwald führt. Der Grünzug Havelstraße hat im Westen seinen
Ursprung an der Berliner Allee und mündet im Osten in die Albert-Schweitzer-Anlage bzw. die
Hindenburgstraße. Direkt südlich grenzt das Gelände der Hochschule Darmstadt, der h_da,
an. Im Norden schließt sich Wohnbebauung sowie gewerbliche Nutzung an.
In seiner West-Ost-Ausdehnung kommt dem Grünzug eine wi chtige Funktion als
Durchlüftungsschneise für das Stadtgebiet zu. Er ist einer der wenigen größeren Grünzüge
im Westen der Stadt und bietet den Anwoh ner*innen sowie Anlieger*innen wie
Studenten*innen und Arbeitnehmern*innen Möglichkeiten zur wohnungsnahen Erholung.
Gleichzeitig stellt er für die Studierenden der h_da eine bedeutende Fuß - und
Radwegeverbindung zu den umliegenden Straßen und Haltestellen an der Berliner Allee und
Rheinstraße dar.
Derzeit entstehen westlich des Grünzuges, im Bereich Berliner A llee und des Haardtrings,
neue Wohneinheiten auf ehemaligen Gewerbeflächen (Verlegerviertel). Künftig werden hier
über 1.500 zusätzliche Bewohner*innen erwartet. Ebenso nimmt die Anzahl der
Studierenden stetig zu. Der Nutzungsdruck auf den Grünzug Havelstr aße wird dadurch
deutlich erhöht.
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße entspricht der Anforderung aus dem
Masterplan 2030+, bestehende Freiflächen über Sanierungsprogramme steigenden
Nutzungsanforderungen anzupassen um damit auf die Umstrukturierung i m Gebiet zu
reagieren.
Momentan ist die fast 30 m breite Grünzone geprägt durch punktuelle Aufenthalts - und
Spielbereiche. In der linearen Struktur wechseln offene Bereiche mit Strauchpflanzungen und
Einzelbäumen ab. Durch die Lage abseits der großen Stra ßen bietet der Grünzug eine hohe
Erholungsqualität. Demgegenüber steht sein abgenutztes Erscheinungsbild, die Wegebeläge
sind stellenweise kaputt und uneben. Bei Niederschlägen bilden sich durch die nicht mehr
ausreichend funktionierende Entwässerung der W ege Pfützen. Die vorhandenen
Gehölzgruppen sind überaltert und verwachsen, sie sollen teilweise ersetzt werden ohne die
Grün- und Habitatsstrukturen über die Maße zu stören. Durch die überholten
Ausstattungselemente wie Sitzbänke aber auch Spielgeräte, ist die Nutzungsqualität des
Grünzuges aktuell eingeschränkt.
Ziele
Mit der Sanierung soll der Grünzug für die wachsende Anzahl an Anwohner*innen ertüchtigt
werden. Seine vielfältigen Funktionen als Erholungs - und Spielfläche, Wegeverbindung,
Treffpunkt, innerstädtischer Naturraum sowie Durchlüftungsschneise sollen hinsichtlich des
zu erwartenden Nutzungsdrucks gestärkt werden. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden
bereits im Jahr 2018 einzelne offene Bereich mit Wiesenmischungen angesät. Diese sich in
ihrer Pflanzenzusammenstellung und Farbe verändernden Wiesenflächen sind für
Besucher*innen attraktive Hingucker und bieten Insekten ein Nahrungsangebot. Sie bleiben
- 5 -
erhalten, zusätzlich wird die Artenvielfalt durch die Umwandlung von weiteren Rasen - in
Wiesenflächen mit heimischen Gräsern und Blühpflanzen weiter gestärkt.
Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen sollen die vorhandenen
Sitzbänke erneuert und zusätzliche Verweilmöglichkeiten geschaffen werden. Dies könnten,
gerade im Umfeld der Hochschule, auch Podeste zum Sitzen und Liegen sein. Im Bereich des
vorhandenen Spielplatzes werden abgenutzte Geräte abgebaut und die Fläche neu aufgeteilt.
Neue Spielgeräte mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen bieten den Kindern vielfältige
Möglichkeiten zur freien Betätigung.
Die mit Gehölzen zugewachsenen Blickbeziehungen und Übersichten innerhalb des
Grünzuges zu den benachbarten Gebäuden sollen durch vereinzeltes Auslichten von
veralteten Sträuchern wiederhergestellt werden. Gehölze werden dur ch Nachpflanzungen zu
größeren Gruppen zusammengefasst und bilden Rückzugsorte für Vogelarten und
Kleinsäuger. Dazwischen entstehen durch die Entnahme von überalterten Gehölzen offene
Bereiche als Wiesenfläche, die sich als zusammenhängende Flächen mähen l assen. Die
Verwendung heimischer Gehölze mit Blühaspekten sowie regionalen Saatgutes stärkt die
Artenvielfalt und bietet Vögeln und Insekten ein Nahrungsangebot.
Der Charakter des Grünzuges mit geschwungenen Wegen, offenen Rasen - und
Wiesenbereichen, größeren Gehölzen, Durchblicken, einzelnen Modellierungen und
Aufenthaltsbereichen bleibt erhalten, wird aber durch Erneuerungen und Umbauten sowie
Ergänzungen weiterentwickelt und für aktuelle Nutzungsansprüche qualifiziert.
Planung
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße wird in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste
Abschnitt erstreckt sich vom Birkenweg über die Schöfferstraße bis zur Kindertagesstätte
Regenbogenland. Der zweite Abschnitt geht vom bestehenden Spielplatz westlich der
Kindertagesstätte bis zum Berliner Ring. Der dritte Abschnitt umfasst den Umbau des
ehemaligen Bolzplatzes, der nördlich an den zweiten Abschnitt angrenzt. Diese Fläche ist mit
einem hohen Stabgitterzaun gefasst und aus Lärmschutzgründen seit einigen Jahren
verschlossen, sodass hier aktuell keine Nutzung stattfindet.
Erster Bauabschnitt
Der erste Abschnitt ist geprägt durch seine Nachbarschaft zur Hochschule, südlich schließen
hier ausnahmslos Einrichtungen für Studierende an. Zu nennen ist hier vor allem der Neubau
des Studierendenhauses westlich der Schöfferstraße.
Zwischen der Einmündung Schöfferstraße und der städtischen Kita „Regenbogenland“ wird
die Erschließung des sich im Bau befindlichen Studierendenhauses neu geregelt. An der
Einmündung Schöfferstraße weitet sich der Weg am Haupteingang des Studierendenhauses
auf. Westlich des Neubaus wird eine neue Wegeverbindung in den Grünzug geschaffen,
sodass er mit dem angrenzenden Hochschulgelände besser vernetzt wird. Die Sitz - und
Aufenthaltsbereiche sollen erneuert, klarer gefasst und aufgewertet werden.
Der erste Bauabschnitt umfasst eine Fläche von 6480 m².
- 6 -
- 7 -
Zweiter Bauabschnitt
Im zweiten Bauabschnitt kommt dem vorhandenen Spielplatz eine große Bedeutung zu.
Aktuell besteht das Spielangebot aus einer Sandfläche mit Feder -Wipp-Tieren, Reckstange
und Bockrutsche. Eine Dreier-Schaukel findet sich etwas abseits zwischen großen Bäumen.
Entlang des Hauptweges sind einzelne Spielpunkte - wie ein Drehstein und weiter entfernt ein
Wackel-Stein - vorhanden. Den Spielpunkten fehlt jedoch aktuell eine sinnvolle Verbindung
zueinander, da verbindende Elemente nicht mehr funktionstüchtig waren und in der
Vergangenheit bereits abgebaut werden mussten. Weiter westlich befindet sich eine
Spielkombination aus Kletter-, Rutsch- und Drehelementen für größere Kinder.
Um den Kindern weiteren Freiraum zur Interaktion und körperlichen Betätigung zu bieten,
soll das Spielangebot erneuert und erweitert werden. Zusätzliche Spielmöglichkeiten sollen
vor allem Kinder ab 3 Jahren ansprechen. Für kleinere Kinder soll ein Sandspielbereich
vorgesehen werden. Es ist beabsichtigt die vorhandene 3er -Schaukel sowie das Kombigerät
zu erhalten, sie sollen durch weitere Bewegungsabläufe ergänzt werden. Auch hier bieten zu
erneuernde Sitzgelegenheiten angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten für Begleitpersonen und
andere Besucher*innen. Die Wegeflächen sollen in Teilbereichen neu geordnet werden, um
die Zugangsmöglichkeiten zum Grünzug zu verbessern.
Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich auf eine Fläche von 4020 m², davon nimmt der
Spielplatz 1200 m² ein.
Dritter Bauabschnitt
Die Zweckbestimmung des auf Höhe des Spielplatzes nördlich angrenzenden Bauabschnittes
auf dem ehemaligen Bolzplatz ist noch nicht abschließend festgelegt. Denkbar sind hier
weitere Nutzungen für Kinder, die aufgrund der Lage zwischen Wohngebäuden jedoch keine
großen Schallemissionen bedeuten dürfen. Dies könnten zum Beispiel Fitnessgerä te sein.
Möglich wären aber auch Gemeinschaftsgärten, die von interessierten Anwoh ner*innen oder
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita oder Jugendeinrichtung gepflegt wer den.
Beispielsweise könnte in einer öffentlichen Beteiligung geklärt werden, welche Wünsche die
Anwohner*innen zur Nutzung dieser Fläche haben.
Weiterhin ist der Neubau der vorhandenen Kindertagesstätte vorgesehen, diese soll
vergrößert und erneuert werden. Während der Bauarbeiten muss ein Ausweichstandort mit
Containern zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Grünzug gefunden werden. Favorisiert
wird derzeit der ehemalige Bolzplatz. Hierzu erfolgen aktuell weitere Abstimmungen
zwischen den beteiligten Dezernaten und Ämtern, da d en Vorteilen gegenüber die
problematische Anlieferung und Einrichtung der Container durch den Grünzug mit seinem
vorhandenen Baumbestand steht.
Der dritte Bauabschnitt umfasst eine Fläche vo n 725 m².
Finanzierung
Eine Kostendarstellung für die einzelnen Bauabschnitte ist als datenschutzrelevante Anlage
beigefügt. Haushaltsmittel sind mit Raten von 2020 bis 2024 auf der Kostenstelle 067 -010-
1100, Kostenträger 5510-51, Sachkonto 0953010, In vestitions-Nummer 20067-4201
etatisiert. Bedarfsweise sind die Raten an die einzelnen Bauabschnitte anzupassen.
Zeitrahmen
Mit der Planung der Sanierungsmaßnahmen soll möglichst zeitnah begonnen werden.
Die Umsetzung des 1. Bauabschnittes ist ab 2022 v orgesehen, die weiteren Bauabschnitte
sollen sich in den Folgejahren anschließen.
Darmstadt, 07.12.2020
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberger Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
2020/0383
11258 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
14.12.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Grünflächenamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0383
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 551050
Kostenstelle: 067-010-1100 Investitionsnummer: 20067-4201
Kostenträger: 5510-51 Sachkonto: 0953010
Betreff: Sanierung des Grünzuges Havelstraße
Vorlage vom: 07.12.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung des Grünzuges Havelstraße zu.
2. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über einzelne Raten zu Lasten der Kostenstelle
067-010-1100, Kostenträger 5510 -51, Sachkonto 0953010, Investitionsnummer 20067 -4201.
Anlagen: Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitt e
Kosten Havelstraße
Datenschutzrelevante Anlage: Kostenschätzung Sanierung Grünzug Havelstr. nach Baua b-
schnitten
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.12.2020
Ausgangssituation
Der Grünzug Havelstraße liegt im westlichen Stadtgebiet Darmstadts. Er ist Teil eines übe r-
geordneten Grünzuges, der am Wilhelminenplatz beginnt und über den Marienplatz und die
Havelstraße bis in den Westwald führt. Der Grünzug Havelstraße hat im Westen seinen U r-
sprung an der Berliner Allee und mündet im Osten in die Albert -Schweitzer-Anlage bzw. die
Hindenburgstraße. D irekt südlich grenzt das Gelände der Hochschule Darmstadt, der h_da,
an. Im Norden schließt sich Wohnbebauung sowie gewerbliche Nutzung an.
In seiner West -Ost-Ausdehnung kommt dem Grünzug eine wichtige Funktion als Durchlü f-
tungsschneise für das Stadtgebiet zu. Er ist einer der wenigen größeren Grünzüge im Westen
der Stadt und bietet den Anwoh ner*innen sowie Anlieger*innen wie Studenten*innen und
Arbeitnehmern*innen Möglichkeiten zur wohnungsnahen Erholung. Gleichzeitig stellt er für
die Studieren den der h_da eine bedeutende Fuß - und Radwegeverbindung zu den umliege n-
den Straßen und Haltestellen an der Berliner Allee und Rheinstraße dar.
Derzeit entstehen westlich des Grünzuges, im Bereich Berliner Allee und des Haardtrings,
neue Wohneinheiten auf e hemaligen Gewerbeflächen (Verlegerviertel) . Künftig werden hier
über 1.500 zusätzliche Bewohner *innen erwartet. Ebenso nimmt die Anzahl der Studiere n-
den stetig zu. Der Nutzungsdruck auf den Grünzug Havelstraße wird dadurch deutlich e r-
höht.
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße entspricht der Anforderung aus dem Maste r-
plan 2030+, bestehende Freiflächen über Sanierungsprogramme steigenden Nutzungsan for-
derungen anzupassen u m damit auf die Umstrukturierung im Gebiet zu reagieren.
Momentan ist die fast 30 m breite Grünzone geprägt durch punktuelle Aufenthalts - und
Spielbereiche. In der linearen Struktur wechseln offene Bereiche mit Strauchpflanzungen und
Einzelbäumen ab. Durch die Lage abseits der großen Straßen bietet der Grünzug eine hohe
Erholungsqualität . Demgegenüber steht sein abgenutztes Erscheinungsbild, die Wegebeläge
sind stellenweise kaputt und uneben. Bei Niederschlägen bilden sich durch die nicht mehr
ausreichend funktionierende Entwässerung der Wege Pfützen. Die vorhandenen Gehölzgru p-
pen sind überaltert und verwachsen, sie sollen teilweise ersetzt werden ohne die Grün - und
Habitatsstrukturen über die Maße zu stören . Durch die überholten Ausstattungselemen te wie
Sitzbänke aber auch Spielgeräte, ist die Nutzungsqualität des Grünzuges aktuell einge-
schränkt.
Ziele
Mit der Sanierung soll der Grünzug für die wachsende Anzahl an Anwohner*innen ertüchtigt
werden. Seine vielfältigen Funktionen als Erholungs - und Spielfläche, Wegeverbindung, Tref f-
punkt, innerstädtischer Naturraum sowie Durchlüftungsschne ise sollen hinsichtlich des zu
erwartenden Nutzungsdrucks gestärkt werden. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden b e-
reits im Jahr 2018 einzelne offene Bereich mit Wiesenmischungen angesät. Diese sich in
ihrer Pflanzenzusammenstellung und Farbe verändernden Wiesenflächen sind für Besu-
cher*innen attraktive Hingucker und bieten Insekten ein Nahrungsangebot. Sie bleiben erha l-
ten, zusätzlich wird die Artenvielfalt durch die Umwandlung von weiteren Rasen- in Wiesen-
flächen mit heimischen Gräsern und Blühpflanzen weiter gestärkt .
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Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen sollen die vorhandenen Sitzbä n-
ke erneuert und zusätzliche Verweilmöglichkeiten geschaffen werden. Dies könnten, gerade
im Umfeld der Hochschule, auch Podeste zum Sitzen und Liegen sein. Im Bereich des vo r-
handenen Spielplatzes werden abgenutzte Geräte abgebaut und die Fläche neu aufgeteilt.
Neue Spielgeräte mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen bieten den Kindern vielfältige
Möglichkeiten zur freien Betätigung.
Die mit Gehölzen z ugewachsenen Blickbeziehungen und Übersichten innerhalb des Grünz u-
ges zu den benachbarten Gebäuden sollen durch vereinzeltes Auslichten von veralteten
Sträuchern wiederhergestellt werden. Gehölze werden durch Nachpflanzungen zu größeren
Gruppen zusammengef asst und bilden Rückzugsorte für Vogelarten und Kleinsäuger. Dazw i-
schen entstehen durch die Entnahme von überalterten Gehölzen offene Bereiche als Wiese n-
fläche, die sich als zusammenhängende Flächen mähen lassen. Die Verwendung heimischer
Gehölze mit Blüha spekten sowie regionalen Saatgutes stärkt die Artenvielfalt und bietet V ö-
geln und Insekten ein Nahrungsangebot.
Der Charakter des Grünzuges mit geschwungenen Wegen, offenen Rasen - und Wiesenbere i-
chen, größeren Gehölzen, Durchblicken, einzelnen Modellierun gen und Aufenthaltsbereichen
bleibt erhalten, wird aber durch Erneuerungen und Umbauten sowie Ergänzungen weiteren t-
wickelt und für aktuelle Nutzungsansprüche qualifiziert.
Planung
Die Sanierung des Grünzuges Havelstraße wird in drei Bauabschnitte aufge teilt. Der erste
Abschnitt erstreckt sich vom Birkenweg über die Schöfferstraße bis zur Kindertagesstätte
Regenbogenland. Der zweite Abschnitt geht vom bestehenden Spielplatz westlich der Kinde r-
tagesstätte bis zum Berliner Ring. Der dritte Abschnitt umfass t den Umbau des ehemaligen
Bolzplatzes, der nördlich an den zweiten Abschnitt angrenzt. Diese Fläche ist mit einem h o-
hen Stabgitterzaun gefasst und aus Lärmschutzgründen seit einigen Jahren verschlossen,
sodass hier aktuell keine Nutzung stattfindet.
Erster Bauabschnitt
Der erste Abschnitt ist geprägt durch seine Nachbarschaft zur Hochschule, südlich schließen
hier ausnahmslos Einrichtungen für Studierende an. Zu nennen ist hier vor allem der Neubau
des Studierendenhauses westlich der Schöfferstraße.
Zwischen der Einmündung Schöfferstraße und der städtischen Kita „Regenbogenland“ wird
die Erschließung des sich im Bau befindlichen Studierendenhauses neu geregelt. An der
Einmündung Schöfferstraße weitet sich der Weg am Haupteingang des Studierendenhause s
auf. Westlich des Neubaus wird eine neue Wegeverbindun g in den Grünzug geschaffen, s o-
dass er mit dem angrenzenden Hochschulgelände besser vernetzt wird. Die Sitz - und Aufent-
haltsbereiche sollen erneuert, klarer gefasst und aufgewertet werden.
Der erste Bauabschnitt umfasst eine Fläche von 6480 m².
- 5 -
Zweiter Bauabschnitt
Im zweiten Bauabschnitt kommt dem vorhandenen Spielplatz eine große Bedeutung zu.
Aktuell besteht das Spielangebot aus einer Sandfläche mit Feder -Wipp-Tieren, Reckstange
und Bockruts che. Eine Dreier -Schaukel findet sich etwas abseits zwischen großen Bäumen.
Entlang des Haupt weges sind einzelne Spielpunkte - wie ein Drehstein und weiter entfernt ein
Wackel-Stein - vorhanden. Den Spielpunkten fehlt jedoch aktuell eine sinnvolle Verbindu ng
zueinander, da verbindende Elemente nicht mehr funktionstüchtig waren und in der Vergan-
genheit bereits abgebaut werden mussten. Weiter westlich befindet sich eine Spielkombinat i-
on aus Kletter -, Rutsch- und Drehelementen für größere Kinder.
Um den Kindern weiteren Freiraum zur Interaktion und körperlichen Betätigung zu bieten,
soll das Spielangebot erneuert und erweitert werden. Zusätzliche Spielmöglichkeiten sollen
vor allem Kinder ab 3 Jahren ansprechen. Für kleinere Kinder soll ein Sandspielbereich vo r-
gesehen werden. Es ist beabsichtigt die vorhandene 3er -Schaukel sowie das Kombigerät zu
erhalten, sie sollen durch weitere Bewegungsabläufe ergänzt werden. Auch hier bieten zu
erneuernde Sitzgelegenheiten angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten für Begleitpers onen und
andere Besucher*innen. Die Wegeflächen sollen in Teilbereichen neu geordnet werden, um
die Zugangsmöglichkeiten zum Grünzug zu verbessern.
Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich auf eine Fläche von 4020 m², davon nimmt der Spie l-
platz 1200 m² ein.
Dritter Bauabschnitt
Die Zweckbestimmung des auf Höhe des Spielplatzes nördlich angrenzenden Bauabschnittes
auf dem ehemaligen Bolzplatz ist noch nicht abschließend festgelegt. Denkbar sind hier we i-
tere Nutzungen für Kinder, die aufgrund der Lage zwisc hen Wohngebäuden jedoch keine gro-
ßen Schallemission en bedeuten dürfen. Dies könnten zum Beispiel Fitnessgerä te sein.
Möglich wären aber auch Gemeinschaftsgärten, die von interessierten Anwoh ner*innen oder
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita oder Jugendein richtung gepflegt werden.
Beispielsweise könnte in einer öffentlichen B eteiligung geklärt werden, welche Wünsche die
Anwohner*innen zur Nutzung dieser Fläche haben.
Weiterhin ist der Neubau der vorhandenen Kindertagesstätte vorgesehen, diese soll vergr ö-
ßert und erneuert werden. Während der Bauarbeiten muss ein Ausweichstandort mit Conta i-
nern zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Grünzug gefunden werden. Favorisiert wird de r-
zeit der ehemalige Bolzplatz. Hierzu erfolgen aktuell weitere Abstimmungen zwisch en den
beteiligten Dezernaten und Ämtern, da d en Vorteilen gegenüber die problematische Anlief e-
rung und Einrichtung der Container durch den Grünzug mit seinem vorhandenen Baumb e-
stand steht.
Der dritte Bauabschnitt umfasst eine Fläche von 725 m².
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Finanzierung
Eine Kostendarstellung für die einzelnen Bauabschnitte ist als datenschutzrelevante Anlage
beigefügt. Haushaltsmittel sind mit Raten von 2020 bis 2024 auf der Kostenstelle 067 -010-
1100, Kostenträger 5510 -51, Sachkonto 0953010, Investitions -Nummer 20067-4201 etati-
siert. Bedarfsweise sind die Raten an die einzelnen Bauabschnitte anzupassen.
Zeitrahmen
Mit der Planung der Sanierungsmaßnahmen soll möglichst zeitnah begonnen werden.
Die Umsetzung des 1. Bauabsc hnittes ist ab 2022 vorgesehen, d ie weiteren Bauabschnitte
sollen sich in den Folgejahren anschließen.
Darmstadt, 07.12.2020
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberger Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 5
162 Zeichen
Punkt 13: Sanierung des Grünzuges Havelstraße (V-Nr. 2020/0383) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 1
186 Zeichen
Anlage zu Magistratsvorlage „Sanierung Grünzug Havelstraße“ vom 30.11.2020 Übersicht Aufteilung des Grünzuges in Bauabschnitte Aufteilung des Grünzuges Havelstraße in 3 Bauabschnitte
Beratungsverlauf (3)
Orte (6)
- Havelstraße
- Berliner Allee
- Schöfferstraße
- Rheinstraße
- Wilhelminenplatz
- Birkenweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0383
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.12.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00