A-R/0070/2010
Weitere Optimierung der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft der Stadt Münster
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Originalantrag
8220 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0070/2010 Antrag 20.09.2010 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Weitere Optimierung der Grundstücks- und Gebäudewir tschaft der Stadt Münster I. Ausgangslage Die Aufgaben der Stadt Münster werden von einer Vie lzahl von Ämtern, Betrieben, Gesellschaften und sonstigen Verwaltungs einheiten in zentralen und dezentralen Dienststellen und Einrichtungen wahrgen ommen. Für das operative Geschäft ist deshalb die Ressource „Grundstücke und Gebäude“, in denen diese Dienststellen und Einrichtungen untergebracht sind, von hoher Bedeutung. Die Bewirtschaftungskosten dieser Grundstücke und Gebäu de stellen in ihrer Gesamtheit einen erheblichen Kostenblock dar. Die O ptimierung der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft kann deshalb im Rahmen möglicher Reduzierung der laufenden jährlichen Bewirtschaftun gskosten einen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts leisten. D as umfasst auch eine mögliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Ve rbesserung des Ausnutzungsgrades von Grundstücken und Gebäuden, di e Substanzsicherung zur Vermeidung von Vermögensverzehr sowie die Verma rktung oder Umnutzung nicht (mehr) benötigter Grundstücke und Gebäude. Ein Teil dieser Gesichtspunkte ist - initiiert durch den SPD-Antrag vom 27.1.2010- im Ratsbeschluss vom 28.4.2010 zu der Vorlage V/023 6/2010 aufgegriffen worden. U. a. ist dort in organisatorischer Hinsich t die Einrichtung einer Clearingstelle vorgesehen, die die von den Fachbere ichen angemeldeten Flächenbedarfe kritisch prüfen soll. Daneben soll e ine Organisationsuntersuchung zur Umsetzung einer nachh altigen Bewirtschaftung des städtischen Immobilien-Portfolio durch einen externen Berater stattfinden. Hieran anknüpfend sollte darüber hinaus geprüft werden, ob die Schaffung einer zentralen Organisationseinheit für die gesamte städ tische Grundstücks- und Gebäudewirtschaft im Sinne eines optimierten Umgangs mit städtischen Grundstücken und Gebäuden sinnvoll ist. II. Beschluss Der Rat fasst daher zur Optimierung der Grundstücks - und Gebäudewirtschaft der Stadt Münster folgenden Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, mit we lchen Maßnahmen die Grundstücks- und Gebäudewirtschaft in organisatoris cher Hinsicht umfassend optimiert werden kann. In diesem Zusammenhang ist i nsbesondere zu prüfen, welche Vor- und Nachteile die Bildung einer zentralen Organisationseinheit für die gesamte städtische Grundstücks- und Gebäudewirtschaft hat. 2. In diesem Kontext ist zu prüfen: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstraße 15 . 48143 Münster Telefon: (0251) 45 314 . Fax : (0251) 511 750 Mail: fraktion@spd-muenster.de www.spd-muenster.de 2 a) Klärung der Frage, in welcher Rechtsform eine so lche zentrale Organisationseinheit geführt werden sollte, auch im Hinblick auf umwandlungs-, grunderwerbs- und kapitalertragssteuerliche Aspekte. b) Klare Aufgabenabgrenzung zwischen einer zentrale n Organisationseinheit „Grundstücks- und Gebäudewirts chaft“ und den Nutzern. c) Herstellung von Kostentransparenz in der Grundst ücks- und Gebäudewirtschaft sowie Schaffung eines zentralen Berichtswesens. d) Installierung einer zentralen IT-Konzeption für die Grundstücks- und Gebäudewirtschaft. e) Nutzerorientierte Dienstleistung der zentralen O rganisationseinheit (Servicequalität). III. Begründung Zu 1. Die Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung d er Stadt Münster ist auf mehrere Dezernate und Ämter verteilt. Eine Zent ralisierung in einer Organisationseinheit könnte eine verbesserte Steuer ung und Zielführung ermöglichen. Auch werden Synergieeffekt e entstehen. Ferner setzt die Einführung des Mieter/Vermieter-Mo dell (Ratsbeschluss vom 28.4.2010 – V/0236/2010) eine ze ntrale Stelle voraus, die die vom Nutzer als Mieter benötigten Ge bäude zur Verfügung stellt. Die Nutzer (Dienststellen und Ein richtungen) kaufen in diesem Modell die von ihnen benötigten gebäudewirts chaftlichen Leistungen bei einer zentralen Stelle ein, entricht en dafür die Miete und bezahlen die Bewirtschaftungskosten. Dabei sollen A nreize zu einer möglichst wirtschaftlichen Inanspruchnahme geschaffen werden. Zu 2. Zentralisierung ohne flankierende Maßnahmen w ird die erwünschte Optimierung nicht ohne weiteres herbeiführen können . Daher ist weiter zu prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen erforderli ch sind, um die Steigerung der Wirtschaftlichkeit zu erreichen, ohn e die Kundenzufriedenheit zu beeinträchtigen und ohne neu e bürokratische Abstimmungsprozesse zu erzeugen. Zu a) Eine zentrale Einheit muss in eine Rechtsform gekleidet werden; denkbar sind etwa Regiebetrieb, Eigenbetrieb, GmbH oder eine Anstalt öffentlichen Rechts. Welche Rechtsform für den ange strebten Zweck die richtige ist, muss im Hinblick auf die politisc he und wirtschaftliche Steuerung geprüft und auf die Bedürfnisse der Stadt zugeschnitten entschieden werden. Dabei spielen die jeweils unter schiedlichen steuerlichen (insbesondere Umwandlungssteuer, Grund erwerbssteuer, Kapitalertragssteuer) und personalwirtschaftlichen Auswirkungen ebenfalls eine Rolle. Zu b) Eine eindeutige Schnittstelle erfordert eine klare Aufgabenabgrenzung zwischen Mieter und Vermieter. Es ist also im Einze lnen zu klären, welche zentralen Steuerungsaufgaben und welche Dienstleistungsaufgaben der zentralen Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung zuzuordnen sind und welche ( dezentralen) Aufgaben dem Nutzer (neben der Mietzahlung) verbleiben. SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstraße 15 . 48143 Münster Telefon: (0251) 45 314 . Fax : (0251) 511 750 Mail: fraktion@spd-muenster.de www.spd-muenster.de 3 Zu c) Steigerung der Wirtschaftlichkeit setzt Koste ntransparenz mit einem entsprechenden Berichtswesen voraus. Dazu gehören insbesondere: - Lückenlose Erfassung des Grundstücks- und Gebäude bestandes sowie dessen baulichen Zustandes; - Erfassung aller anfallenden Kosten; - Verursachungsgerechte Zuordnung der Kosten zu den Mietern / Nutzern; - Objektscharfe Zuordnung der Kosten. Die hierfür erforderlichen Maßnahmen und Umsetzungs schritte sind zu prüfen und darzustellen. Zu d) Zentrale Steuerung erfordert eine ganzheitlic he und integrative Betrachtungsweise der Grundstücks- und Gebäudewirts chaft. Die daraus resultierenden Geschäftsprozesse und Einzele ntscheidungen benötigen eine DV-gestützte Plattform, die alle Inf ormationen enthält, um eine größtmögliche Kostentransparenz zu erreiche n. Auch dieser Aspekt ist vertieft zu prüfen und darzustellen. Zu e) Zentralisierung nimmt den Dienststellen als N utzern gebäudebezogene Einflussmöglichkeiten. Umso bedeutsamer im Sinne re ibungsloser Abläufe und möglichst streitfreier „Mietverhältniss e“ ist eine klare Kundenorientierung des zentralen Dienstleisters. Da zu gehören einheitliche Ansprechpartner, verbindliche Absprach en, Sanktionsmöglichkeiten und ein aktives Kunden- und Beschwerdemanagement. Genannt werden hier nur die wesentlichsten Maßnahme n, die eine zentralisierte Wahrnehmung der Grundstücks- und Gebäudebewirtschaf tung ermöglichen oder erleichtern. Weitere Aspekte wie z. B. Auswirkungen auf Auftragsvergaben, Wirkungen im Hinblick auf die Bürgerschaft, Einführ ung eines Bau- Investitionscontrollings (Kostensteuerung), Rolle e ines BLB als Unternehmen, Entwicklung von Kennzahlen für Baukosten, Bauunterh altung und Betrieb, Schaffung von zusätzlichen Anreizen für die Nutzer / Mieter i m Hinblick auf einen wirtschaftlich optimierten Umgang mit dem Gebäudebestand sind eben falls in die Prüfung einzubeziehen und darzulegen. Ob und wieweit es sin nvoll ist, den Prüfauftrag oder weitergehende Prüfgegenstände ganz oder in Teilen v on Dritten durchführen zu lassen, bedarf ebenfalls der Klärung. Dr. Fritz Baur Dr. Michael Jung Petra Seyfferth Gaby Kubig-Steltig Marianne Koch Beate Vilhjalms son Wolfgang Heuer Thorsten Kornblum Lars Wieneke Thomas Fastermann Thomas Marquardt Holger Wigger Philipp Gabriel Robert von Olberg Maria Winkel Beanka Ganser Kurt Pölling Karl-Heinz Winter Anne Hakenes Anne Schulze Wintzler
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0070/2010
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 21.09.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37