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1647/2021

Evaluation

Mitteilung Ausschuss 01.09.2021

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Evaluationsbericht Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschaften Köln

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Evaluationsbericht Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschaften Köln

47139 Zeichen

Universität zu Köln   
Evaluationsbericht für das Jahr 2020 Wohnen für Hilfe Wohnpartnerschaften in Köln  Humanwissenschaftliche Fakultät Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie Prof. Dr. Susanne Zank  Projektmitarbeiterinnen Dipl. Heilpädagogin Heike Bermond Dipl. Heilpädagogin Sandra Wiegeler  Kooperationspartner Stadt Köln – Amt für Wohnungswesen Seniorenvertretung der Stadt Köln Universität zu Köln

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INHALT  1 Einleitung ................................................................................................................................................................. 4 2 Auflistung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ..................................................................................... 5 2.1 Vorträge / Infoveranstaltungen ................................................................................................................. 5 2.2 Presseartikel ...................................................................................................................................................... 5 2.3 Radiobeiträge ................................................................................................................................................... 5 2.4 Fernsehbeiträge ............................................................................................................................................... 5 2.5 Plakatwerbung ................................................................................................................................................. 6 2.6 Wissenschaftliche Arbeiten ......................................................................................................................... 6 3 Vermittlungsaktivitäten ..................................................................................................................................... 7 3.1 Vermittlungen ................................................................................................................................................... 9 3.2 Vermittelte Wohnpartnerschaften im Jahr 2020 .............................................................................. 12 3.3 Die Studierenden ......................................................................................................................................... 13 3.3.1 Studierende im Jahr 2020 ................................................................................................................................. 14 3.3.2 Geschlechterverteilung der Studierenden im Jahr 2020 ......................................................................... 16 3.3.3 Nationalitäten der Studierenden im Jahr 2020 ......................................................................................... 17 3.3.4 Altersgruppen der Studierenden im Jahr 2020 .......................................................................................... 18 3.3.5 Werbeaufmerksamkeit der Studierenden im Jahr 2020 ......................................................................... 19 3.3.6 An welchen Fakultäten sind die Studierenden immatrikuliert ............................................................. 20 3.3.7 Semesteranzahl der Studierenden ................................................................................................................. 21

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3.4 Die Wohnraumanbieter ............................................................................................................................. 22 3.4.1 Wohnraumanbieter im Jahr 2020 .................................................................................................................. 23 3.4.2 Geschlechterverteilung der Wohnraumanbieter im Jahr 2020 ............................................................ 25 3.4.3 Zusammensetzung der Wohnraumanbieter im Jahr 2020 ................................................................... 26 3.4.4 Altersgruppen der Wohnraumanbieter im Jahr 2020 ............................................................................. 27 3.4.5 Werbeaufmerksamkeit der Wohnraumanbieter im Jahr 2020 ............................................................ 28 3.4.6 Die Stadtbezirke der Wohnraumanbieter im Jahr 2020 ........................................................................ 29 4 Nicht vermittelbare Anfragen ....................................................................................................................... 30 5 Absolute Zahlen von 2009 bis 2020 .......................................................................................................... 31 5.1 Geschlossene Wohnpartnerschaften .................................................................................................... 32 5.2 Gesamtzahl der Studierenden ................................................................................................................. 33 5.3 Gesamtzahl der Wohnraumanbieter .................................................................................................... 34 5.4 Vermittlungen ................................................................................................................................................ 35 5.5 Nicht vermittelbare Anfragen .................................................................................................................. 36 6 Verwendung der Mittel ................................................................................................................................... 37 6.1 Personalausgaben ........................................................................................................................................ 38 7 Zufriedenheitsbefragung ............................................................................................................................... 39 8 Resümee ............................................................................................................................................................... 44

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1 EINLEITUNG Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in dieser Evaluation auf eine gegenderte Schreibweise verzichtet. Der vorliegende Evaluationsbericht 2020 beinhaltet die Ergebnisse von Wohnen für Hilfe für das Kalenderjahr 2020, thematisiert die Vermittlungsergebnisse, die Auflistung der Mittelverwendung und sich ableitenden Entwicklungen und Tendenzen.  In Kapitel 2 wird die Öffentlichkeitsarbeit chronologisch dargestellt.  Das Kapitel 3 „Vermittlungsaktivitäten“ beleuchtet die Ergebniszahlen zu Vermittlungen, Studierenden, Wohnraumanbietern, Vertragsabschlüssen und Vertragskündigungen. Anhand von Diagrammen werden die absoluten Zahlen visualisiert.  Anfragen von Personen, die nicht in die Vermittlung mit einbezogen werden konnten, sind im Kapitel 4 „Nicht vermittelbare Anfragen“ aufgeführt.  Im Kapitel 5 „Absolute Zahlen von 2009-2020“ werden die absoluten Zahlen in den genannten Jahren dargestellt. Da Wohnen für Hilfe seit über 11 Jahren in Köln praktiziert wird, werden etwaige erkennbare Entwicklungstendenzen diskutiert werden. Die „Verwendung der Mittel“ wird in Kapitel 6 aufgeführt. Die Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragung sind im Kapitel 7 dargestellt. Im Resümee (Kapitel 8) werden sowohl Tendenzen und spezielle Entwicklungen als auch die Aspekte beschrieben, die zukünftig einer Anpassung, Aktualisierung oder Änderung bedürfen.

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2 AUFLISTUNG DER PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Im Weiteren werden die Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit in: Vorträge/Infoveranstaltungen, Presseartikel, Radiobeiträge, Fernsehbeiträge, Plakatwerbung, und wissenschaftlichen Arbeiten unterteilt, die von Wohnen für Hilfe Köln begleitet wurden. Die Aktivitäten sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Die geringe Nachfrage im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist eindeutig der Corona Pandemie zuzuordnen.  2.1 Vorträge / Infoveranstaltungen Es wurden keine Infoveranstaltungen durchgeführt.  2.2 Presseartikel Sonntags Express Sep 20 Jung und Alt unter einem Dach Andrea Kahlmeier Wie wird WfH angenommen und wer meldet sich in Coronazeiten?  Kölner Journalistenschule Dez 20 Wohnen für Hilfe Marlon Krüger Wohnen für Hilfe in Zeiten von Corona FAZ „Beruf und Chance“  Dez 20 Wohnen für Hilfe Frau Bös Vereinbarkeit von Karriere und Unterstützung in der Pandemie   2.3 Radiobeiträge Es wurden keine Radiobeiträge gesendet.  2.4 Fernsehbeiträge WDR Lokalzeit Köln Sep 20 Felix Stippler und Christiane Lammert  Wohngemeinschaften zwischen Alt und Jung

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2.5 Plakatwerbung Megalightplakate Feb 20 Gesamtes Stadtgebiet Info- und Werbeplakate  
Megalightplakate Sep 20 Gesamtes Stadtgebiet Info- und Werbeplakate   2.6 Wissenschaftliche Arbeiten Studiengang Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule Köln Mai 20 Valerie Lautner Beteiligung und Partizipation am Bsp. Von Wohnen für Hilfe

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3 VERMITTLUNGSAKTIVITÄTEN In die Vermittlung wurden nur Studierende der Hochschulen Kölns aufgenommen. Dazu zählen: Universität, Technische Hochschulen, Sporthochschule, Hochschule für Musik und Tanz, Katholische Hochschule, Kunsthochschule für Medien Köln und die Cologne Business School (CBS). Normalerweise unterziehen sich alle Studierenden eines längeren Erstgespräches im Büro von Wohnen für Hilfe und müssen folgende Nachweise vorlegen: Studierendenausweis, Personalausweis, Lebenslauf und Lichtbild. Vorhandene Zeugnisse oder Bürgschaften wurden ebenfalls, falls vorhanden, in Kopie vorgelegt. Diese Vorgehensweise musste coronabedingt abgeändert werden. Die Studierenden haben die Koordinatorinnen nur in Ausnahmen im Park getroffen. Mit den meisten Studierenden wurde via Mail und Telefon kommuniziert. Als Wohnraumanbieter wurden alle Kölner Bürger und Bürgerinnen angesprochen, die einem Studierenden Unterkunft anbieten wollten. Vor allem ältere Menschen, aber auch Menschen mit Behinderung, Familien, Alleinerziehende, Paare ohne Kinder oder Singles haben sich als interessierte Wohnraumanbieter gemeldet. Wohnraumanbieter der angrenzenden Städte (Bergisch Gladbach, Frechen und Brühl) wurden berücksichtigt, wenn die Anbindung des ÖPNVs an die Universität günstig war. Die grundsätzliche Vorgehensweise, die Wohnraumanbieter zu Hause zu besuchen und mit ihnen dort die Fragen und Aspekte dieser Wohnform zu besprechen konnte in 2020 Corona bedingt nur eingeschränkt vorgenommen werden. Die Interviews mit den Studierenden und die Hausbesuche bei den Wohnraumanbietern sind die Grundvoraussetzungen für die Vermittlungsarbeit. Im persönlichen Kennenlernen und Gespräch können alle Themen und Fragen personenzentriert geklärt werden.  Durch die Corona Pandemie haben die Koordinatorinnen nur bedingt ein persönliches Kennenlernen gewährleisten können. Diese persönlichen Gespräche, die üblicherweise im Büro oder im zu Hause der Wohnraumanbieter durchgeführt werden konnten, geben oftmals einen guten Überblick über die jeweilige Person. Das Fehlen dieser kann dazu führen, dass evtl. wichtige und aufschlussreiche Details übersehen werden können. Nach Zusendung der Unterlagen des Studierenden wurde ein passendes Wohnraumangebot ausgewählt. Es wurden Details zum angebotenen Wohnraum, zur Person des Wohnraumanbieters

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und auch zu den gewünschten Hilfeleistungen erläutert. Ohne genaue Adressangaben des Wohnraumanbieters wurden dem Studierenden lediglich die Entfernung zwischen dem angebotenen Wohnraum und der Universität sowie die Anbindung an den ÖPNV verdeutlicht. Zeigte der Studierende Interesse, wurde im nächsten Schritt der Wohnraumanbieter kontaktiert und über den interessierten Studierenden informiert. Wollte der Wohnraumanbieter den Studierenden kennen lernen, wurden die Kontaktdaten weitergegeben. Der Wohnraumanbieter trat in Kontakt mit dem Studierenden und vereinbarte ein erstes Treffen. Die Mitarbeiterinnen erfuhren durch eine entsprechende Rückmeldung seitens der Studierenden und Wohnraumanbieter, ob ein Probewohnen stattfinden sollte oder ob die Vermittlung nicht stimmig war.  In 2020 war die Eigenverantwortlichkeit beider Parteien hinsichtlich des Umgangs mit den Hygienemaßstäben wichtig.  Im Falle eines nicht positiv verlaufenden Kennenlernens zwischen Studierendem und Wohnraumanbieter wurden beiden Parteien neue Vorschläge gemacht. Das führte in einigen Fällen dazu, dass Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten, vor allem dann, wenn spezielle Ansprüche gefordert waren.  Personen, denen nicht direkt ein Angebot gemacht werden konnte, blieben in der Datenbank und wurden als Interessierte vermerkt. Angebot und Nachfrage und die jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse entschieden über die Zeitspanne zwischen Erstkontakt und erster Vorstellung einer möglichen neuen wohnraumgebenden Person. Zwischen Erstinterview und tatsächlichem Einzug konnten so zum Teil nur wenige Tage aber auch einige Wochen liegen. Wegen der Corona Pandemie waren die Koordinatorinnen bei der Unterzeichnung der Wohnraumüberlassungsverträge nicht persönlich beratend anwesend. Im Falle von Fragen und Problemen standen sie als Mediatorinnen telefonisch zur Verfügung. Der formale Rahmen (Vermittlungsaktivitäten, Vertrag, Mediation) stellte für die Studierenden und die Wohnraumanbieter einen seriösen und vertrauensvollen Aspekt der Arbeit dar und war auch der Grund, weshalb sich Menschen an Wohnen für Hilfe wandten.

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3.1 Vermittlungen  Wie im Kapitel 3 beschrieben, beinhaltet die „Vermittlung“ die Kontaktherstellung bzw. das Anbahnen des Kennenlernens zwischen Wohnraumanbietern und Studierenden. Die Vermittlung verläuft immer über die Mitarbeiterinnen von Wohnen für Hilfe.  Grundprinzipien der Vermittlung sind: Seriosität, Vertraulichkeit und individuelle Beratung.  D. h. persönliche Daten werden immer erst dann weitergeleitet, wenn beiden Seiten dem zustimmen. Wohnraumanbieter und Studierende haben die Möglichkeit, die vorgeschlagene Person „abzulehnen“. Wenn beim ersten Kennenlernen nicht die nötige Sympathie vorhanden ist, sollte dies geäußert werden. In einer solchen Situation suchen die Mitarbeiterinnen dementsprechend nach einem neuen Studierenden oder Wohnraumanbieter.  Die Vermittlungsaktivitäten stellen einen sehr zentralen Aspekt der Qualität der Arbeit dar. Vermittlungen münden nicht zwangsläufig in einer Wohnpartnerschaft. Zum Teil werden drei oder vier Vermittlungsanbahnungen benötigt, bis eine Wohnpartnerschaft entsteht. Daraus resultiert auch der hohe Zeitfaktor, den diese Arbeit beinhaltet. Die folgende Grafik zeigt die Vermittlungsaktivitäten, die daraus resultierenden Wohnpartnerschaften und die Gründe, die gegen eine erfolgreiche Wohnpartnerschaft sprachen.

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 Im Jahr 2020 konnten insgesamt 102 Vermittlungen initiiert werden, die zu 38 Wohnpartnerschaften (WP) führten.  Gegen eine Vermittlung sprachen in 16 Fällen sowohl die Corona Pandemie (Angebot wurde bis Ende der Pandemie zurückgestellt) als auch die Entfernung des angebotenen Wohnraums. Die Entfernung zur Hochschule war bei Vermittlungen der Hauptgrund, sich gegen eine Wohnpartnerschaft zu entscheiden. Bei den Studierenden ist und bleibt die Wohnlage ein äußerst zentrales und ausschlaggebendes Kriterium. Gegen eine Wohnpartnerschaft sprach dementsprechend die lange Fahrtzeit und die nicht vorteilhafte Anbindung an den ÖPNV (Umsteigen, längere Fußwege etc.). Trotz Wohnungsknappheit und erhöhter Mietpreise wird seitens der Studierenden gesteigerter Wert auf die Zentralität der Wohnung gelegt, was die Höhe der Absagen wegen der Entfernung belegt.  In 15 Fällen stimmten die geforderten Anforderungen beider Parteien nicht überein. Das bedeutete, dass sich bei der genaueren Absprache über die Hilfeleistungen dann doch Abstand von einer Wohnpartnerschaft genommen wurde.

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Sieben Vermittlungen scheiterten an der Sympathie entweder seitens der Wohnraumanbieter oder des Studierenden. In den Beratungsgesprächen gehen die Mitarbeiterinnen von Wohnen für Hilfe speziell auf die Tatsache ein, dass Sympathie und eine konstruktive Kommunikation wichtige Indikatoren für eine gut funktionierende Wohnpartnerschaft darstellten.  Fünf Studierende fanden während der Vermittlung doch kurzfristig eine Wohnung, die sie dem angebotenen Wohnraum vorzogen und in weiteren zwei Fällen gefiel den Studierenden der angebotene Wohnraum nicht.  Zwei wohnraumanbietende Personen zogen aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustandes ihr Angebot zurück, eine Person ist in eine betreute Wohnform gezogen.  Die Vermittlungszahlen zeigen, dass durchschnittlich knapp 3 Vermittlungsversuche nötig waren, um eine Wohnpartnerschaft ins Leben rufen zu können.

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3.2 Vermittelte Wohnpartnerschaften im Jahr 2020  
  Im Jahr 2020 konnten 38 Wohnpartnerschaften (WP) geschlossen werden.  In diesem Zeitraum trennten sich 4 der vermittelten Partnerschaften.  Seit dem Neustart von Wohnen für Hilfe im Jahr 2009 konnten somit insgesamt 799 Wohnpartnerschaften geschlossen werden (vgl. 5.1). Zu erwähnen ist in Anbetracht der außergewöhnlichen Coronasituation, dass obwohl sich deutlich weniger Wohnpartnerschaften bildeten, die geschlossenen WPs und auch die der Vorjahre positiv ergänzten. Studierenden und Wohnraumanbieter konnten sich in dieser Zeit durch gegenseitige Unterstützung stabilisieren und profitierten.

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3.3 Die Studierenden  Studierende, die Interesse an Wohnen für Hilfe zeigten, konnten nur eingeschränkt durch die Mitarbeiterinnen im Büro der Humanwissenschaftlichen Fakultät interviewt werden. Als Alternative wurden Treffen im Außengelände der Humanwissenschaftflichen Fakultät gewählt. Es kam zu mehr telefonischer Beratung. Ein Fragebogen leitet stets durch das Erstinterview, welches Fragen zum gewünschten Wohnraum und Wohnraumanbieter sowie zu persönlichen Dingen wie Alter, Semesterzahl, Interessen, Erfahrungen im sozialen Bereich, die Motivation an Wohnen für Hilfe teilnehmen zu wollen etc. beinhaltet. Anhand des Fragebogens und telefonischer Rückfragen stellte sich heraus, ob ein Studierender vermittelbar war oder ob offensichtliche Gründe vorlagen, die gegen eine Vermittlung sprachen. Auch im weiteren Verlauf der Vermittlungsarbeit kam es vor, dass ein Studierender als nicht vermittelbar eingestuft wurde (siehe 3.3.1). Gründe dafür waren Unzuverlässigkeit oder geänderte Vorstellungen hinsichtlich der Hilfe oder Wohnansprüche.

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3.3.1 STUDIERENDE IM JAHR 2020  
 Insgesamt wurden 88 Studierende im Jahr 2020 in die Kontaktdatenbank von Wohnen für Hilfe aufgenommen.  Im Laufe des Jahres 2020 hatten sich 13 der vorerst interessierten Studierenden von Wohnen für Hilfe abgemeldet. Die meisten Studierenden suchten alternativ auf dem freien Wohnungsmarkt und fanden dementsprechend eine eigene Wohnung, einen WG-Platz oder ein Zimmer in einem Studentenwohnheim. Aufgrund der Tatsache, dass nicht alle interessierten Studierenden vermittelt werden können, raten die Mitarbeiterinnen von Wohnen für Hilfe im Erstgespräch grundsätzlich dazu, auch auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung zu suchen.

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Insbesondere die coronabedingten Lockdowns, Einschränkungen und die digitale Lehre veranlassten Studierende in eine WG zu ziehen, damit sie sozialen Kontakt mit gleichaltrigen haben können. Viele der Studienanfänger haben erst gar nicht in Köln nach einer Wohnung gesucht und das Studium in ihrem Heimatsort begonnen. Insgesamt wurden 38 Studierende im Jahr 2020 vermittelt, davon bestanden am Ende des Jahres noch 34 Wohnpartnerschaften. Zum Teil wurden einige Studierende doppelt vermittelt, d. h. dass diese in einem Jahr in zwei Wohnpartnerschaften gelebt haben. Dies zeigt auch, dass Studierende, die einmal an Wohnen für Hilfe teilgenommen haben, in der Regel wieder neu vermittelt werden wollen.  11 interviewte Studierende wurden als „nicht vermittelbar“ eingestuft. Gründe dafür waren u. a. Unzuverlässigkeit, mangelnde Sozialkompetenz, Zeitmangel sowie die Abwesenheit in den gesamten Semesterferien oder die Angabe des Grundes „finanzielle Einsparungen“ als einzige Motivation an Wohnen für Hilfe teilzunehmen.

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3.3.2 GESCHLECHTERVERTEILUNG DER STUDIERENDEN IM JAHR 2020  
 Wie auch in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass weibliche Studierende vermehrt an Wohnen für Hilfe interessiert sind. Registriert wurden 53 Studentinnen und 35 Studenten.

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3.3.3 NATIONALITÄTEN DER STUDIERENDEN IM JAHR 2020  
 Der Großteil der interessierten Studierenden stammte wie auch in den Jahren zuvor aus Deutschland. 29 von 88 interessierten Studierenden kamen aus Ländern wie Jordanien, Nigeria, Albanien, Nepal, Georgien und auch der Türkei.  
0102030405060708090
DeutschlandAsienAfrikaOsteuropaAmerika (Nord/Süd)
EuropaGesamt
59
89633
88Nationalitäten der Studierenden 2020

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3.3.4 ALTERSGRUPPEN DER STUDIERENDEN IM JAHR 2020  
 Im Jahr 2020 wurden bei der Altersgruppe der unter 20 jährigen 2 Studierende in die Kontaktdatenbank aufgenommen.  Weiterhin ist, wie auch in den Vorjahren, in der Altersspanne der 20-24-Jährigen der größte Zuwachs von Studierenden an Wohnen für Hilfe zu vermerken. Es wurden insgesamt 33 Studierende dieser Altersgruppe registriert, dazu kamen in der Altersstufe der 25-29-Jährigen 35 Personen. 11 Personen waren im Alter zwischen 30 und 34, zwischen 35 und 39 fünf Personen und zwei Personen über 40 Jahren.  Vor allem wurden Studierende des Grundstudiums bei Wohnen für Hilfe registriert. Je älter die Studierenden waren, desto geringer wurde die Nachfrage nach Wohnen für Hilfe.

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3.3.5 WERBEAUFMERKSAMKEIT DER STUDIERENDEN IM JAHR 2020  
 Durch Bekannte wurden 40 Personen aufmerksam und das Internet gaben als Quelle 27 Studierende an. Durch das Studentenwerk bzw. die Universität, die Informationsmaterial von Wohnen für Hilfe verteilen, erfuhren 15 Studierende von dieser Wohnform. 3 Studierende erfuhren durch den Flyer von Wohnen für Hilfe, der in diversen Beratungsstellen der Hochschulen zu finden war. Zwei Studierende wurden durch die Megalight Plakate der Stadt Köln und ein Student durch Printmedien aufmerksam.

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3.3.6 AN WELCHEN FAKULTÄTEN SIND DIE STUDIERENDEN IMMATRIKULIERT  
 20 der neu interessierten Studierenden sind an der Humanwissenschaftlichen Fakultät eingeschrieben. Die Technische Hochschule in Deutz belegt mit 15 Studierenden den zweiten Platz gefolgt von der Technischen Hochschule in der Südstadt mit 12 studierenden Personen. Hiernach ging die Verteilung stetig nach unten. Unter der Rubrik “andere“ sind folgende Hochschulen Kölns zusammengefasst: Musikhochschule, Hochschule für Musik und Tanz sowie die Katholische Fachhochschule.

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3.3.7 SEMESTERANZAHL DER STUDIERENDEN  
 Eindeutiger Spitzenreiter mit 40 Personen waren die Erstsemester, die auf dem Weg der Wohnungssuche auf Wohnen für Hilfe stießen. Gerade für Erstsemester stellte Wohnen für Hilfe eine Sicherheit dar. Ausschlaggebend für die hohe Zahl ist hier der Wunsch nicht alleine zu wohnen und einen festen Ansprechpartner in einer fremden Stadt zu haben. Die Motivation Studierender höherer Semester an Wohnen für Hilfe teilzunehmen war unter anderem eine ungeeignete WG, Trennung vom Lebenspartner oder auch die Vereinsamung in der eigenen Wohnung oder im Studentenwohnheim.

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3.4 Die Wohnraumanbieter  Interessierte Wohnraumanbieter wurden von den Mitarbeiterinnen nur eingeschränkt zu Hause besucht und anhand des Fragebogens interviewt. Alternativ wurden via Mail und Telefon kommuniziert und Informationen ausgetauscht. Grundsätzlich dient der Hausbesuch dazu, dass sich die Koordinatorinnen einen Überblick über die Wohnmöglichkeiten sowie die psycho-physische Verfassung der jeweiligen Person verschaffen und im persönlichen Gespräch alle wesentlichen Aspekte besprechen können. Vor allem die Thematik der dementiellen Erkrankung findet dabei besondere Berücksichtigung, da Studierende in der Regel nicht mit Menschen vermittelt werden, die an einer Demenz leiden. Von Demenz betroffene Menschen benötigen besondere Unterstützungsleistungen, die Studierende alleine nicht leisten können und dürfen. In Ausnahmefällen konnten Wohnraumanbieter mit einer beginnenden Demenz vermittelt werden. Dies geschah ausschließlich dann, wenn das Unterstützungssystem der Angehörigen und professionellen Dienstleister gegeben war und der Studierende Vorkenntnisse hatte. Auf Grund der Tatsache, dass Studierende im Rahmen von Wohnen für Hilfe keine pflegerischen Tätigkeiten ausüben, wurde durch den Hausbesuch geprüft, ob entsprechend erforderlich externe Unterstützungsleistungen (z.B. Pflege) vorhanden waren und diese Hilfen nicht von den Wohnraumanbietern gefordert wurden.  Bei einem positiven Gesamteindruck wurde die Person als Wohnraumanbieter in die Datenbank aufgenommen und somit in das Vermittlungsgeschehen einbezogen.  Da durch die Corona-Einschränkungen Hausbesuche teilweise nicht mehr durchgeführt werden konnten, wurde der Vermittlungsprozeß erheblich erschwert. Durch die Besuche wird wie oben beschrieben ein Gesamteindruck über die psychophysische Verfassung gewonnen, der über die Aufnahme des Wohnraumanbieters in die Interessiertenkartei entscheidet.

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3.4.1  WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
  Im Jahr 2020 wurden insgesamt 71 interessierte Wohnraumanbieter registriert, interviewt und in die Interessiertenkartei von Wohnen für Hilfe aufgenommen. 38 der interessierten Wohnraumanbieter konnten im Jahr 2020 vermittelt werden. Von diesen vermittelten Wohnpartnerschaften wurden im gleichen Jahr 4 Wohnpartnerschaften beendet (vgl. 3.2). Des Weiteren gab es in diesem Jahr auch wieder Wohnraumanbieter, die in demselben Jahr mehrere Wohnpartnerschaften eingingen.  Wichtig ist die Tatsache, dass der Status einiger Wohnraumanbieter innerhalb eines Jahres variierte. Z. B. waren sie anfangs interessiert und später vermittelt, standen sie evtl. nach Beendigung der Wohnpartnerschaft wieder zur Vermittlung zur Verfügung oder hatten kein Interesse mehr. Drei interessierte Wohnraumanbieter haben sich im Laufe des Jahres 2020 von Wohnen für Hilfe abgemeldet. Bei zwei Personen verschlechterte sich der Gesundheitszustand, sodass nach einer

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anderen Möglichkeit gesucht wurde, ein Wohnraumanbieter zog in eine betreute Wohneinheit. Acht der interessierten Wohnraumanbieter wurden von den Projektmitarbeiterinnen als nicht vermittelbar eingestuft. Gründe dafür waren überhöhte Anforderungen an die Studierenden, die Forderung von Miete im Zusammenhang mit schlechten Wohnverhältnissen sowie die Erwartung Pflegeleistungen zu erhalten.  Grundsätzlich barg das Thema „Wohnen im Alter“ bei älteren Wohnraumanbietern viele Fragen und Ängste. Das zeigten die Informationsgespräche mit potentiellen Wohnraumanbietern. Diese mussten sich mit der Tatsache konfrontieren, wie und ob das Weiterleben in der gewohnten Umgebung verlaufen könnte, oder ob es zu einer Veränderung im Sinne einer möglichen Wohnpartnerschaft kommen sollte.  Verbunden mit einem Umzug in eine bedarfsgerechte Seniorenwohnung bzw. in eine Institution war die Angst vor dem Verlust der Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit einer der Hauptgründe, sich gedanklich mit Alternativen zu beschäftigen.  Seniorinnen und Senioren gaben den Projektkoordinatorinnen die Resonanz, dass Wohnen für Hilfe dazu beitrug, länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können und dadurch Eigenständigkeit zu gewinnen und gesellschaftliche Teilhabe zu leben.

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3.4.2 GESCHLECHTERVERTEILUNG DER WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
 Ebenso wie bei den Studierenden hat sich auch im Jahr 2020 die Geschlechterverteilung bei den Wohnraumanbietern nicht verändert, 43 von den 71 Wohnraumanbietern waren weiblich.  12 Familien wurden registriert, 9 Personen waren männlich und sieben Paare konnten in den Vermittlungsprozess integriert werden.

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3.4.3 ZUSAMMENSETZUNG DER WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
  Auch im Jahr 2020 war die Gruppe der Seniorinnen und Senioren mit 42 interessierten Personen anteilsmäßig am häufigsten vertreten.  15 Familien und neun alleinerziehende Personen konnten für die Wohnform gewonnen werden. Hinzu wurden fünf Menschen mit Behinderung registriert. Dass auch im Jahr 2020 die Seniorinnen und Senioren wieder mehr als die Hälfte der interessierten Wohnraumanbieter bildeten, liegt weiterhin an der guten Kooperation mit der Seniorenvertretung der Stadt Köln, den Seniorennetzwerken und den anderen Multiplikatoren sowie an der nachhaltigen Wirkung der ersten Jahre, in denen ausschließlich Senioren als Wohnraumanbieter beworben wurden. Hinzu kommt, dass viele Seniorinnen über ausreichend Wohnraum verfügen. Sowohl der Bekanntheitsgrad als auch journalistische Beiträge in lokalen Zeitungen sowie die Präsenz von Wohnen für Hilfe in Köln bei zahlreichen Informationsveranstaltungen konnten zur erhöhten Kenntnisnahme beitragen.

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3.4.4 ALTERSGRUPPEN DER WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
  Im Jahr 2020 wurden in der Altersgruppe der über 90 Jährigen sieben interessierte Personen registriert. Der Anteil der 80-89 Jährigen liegt bei 20 Personen. Bei den 70-79 Jährigen sind 15 und in der Altersgruppe der 60-69 Jährigen vier Personen interviewt und in die Interessiertenkartei aufgenommen worden. Insgesamt meldeten sich dementsprechend 46 Personen bei den über 60 Jährigen. Mehr als die Hälfte der interessierten Wohnraumanbieter gehörte dieser Gruppe an. Die Altersgruppen der jüngeren Generation, der 50-59, 40-49 und 30-39-Jährigen, waren mit insgesamt 25 Personen vertreten.

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3.4.5 WERBEAUFMERKSAMKEIT DER WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
  Fast die Hälfte der interessierten Wohnraumanbieter erfuhr über Bekannte und Freunde von Wohnen für Hilfe, 35 Personen konnten so erreicht werden. Somit hat sich die Weiterempfehlung durch andere Personen zu einem sehr starken Werbefaktor entwickelt. Von den 71 registrierten Wohnraumanbietern wurden 18 durch verschiedene Printmedien aufmerksam und sieben Personen erfuhren von Wohnen für Hilfe durch die Megalight Plakate.  Sechs Personen wurden durch das Internet und fünf Personen durch Multiplikatoren geworben.

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3.4.6 DIE STADTBEZIRKE DER WOHNRAUMANBIETER IM JAHR 2020  
 Lindenthal ist mit 14 Personen erneuter Spitzenreiter. Die Mehrzahl der Personen aus diesem Stadtbezirk stammte aus Junkersdorf, Weiden, Lövenich und Müngersdorf. Lindenthal hat eine gute Anbindung an ÖPNV und liegt auch verkehrstechnisch gut gelegen zur Universität, zur Sporthochschule und zur rechtsrheinischen Seite der Stadt. In Lindenthal verfügen viele Menschen über ausreichenden Wohnraum. Rodenkirchen und Ehrenfeld folgen mit 19 Personen. Mülheim und Nippes belegen mit jeweils acht wohnraumanbietenden Personen Rang drei, gefolgt von den Randgebieten, Kalk und die Innenstadt mit jeweils sechs und fünf Personen. Zu den Randgebieten zählen Personen aus Brühl, Pulheim, Frechen oder Refrath etc. Voraussetzung für die Aufnahme in die Interessiertenkartei war hier unter anderem die gute Anbindung an den ÖPNV.  Es folgen Porz und Chorweiler mit jeweils drei und zwei wohnraumanbietenden Personen.

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4 NICHT VERMITTELBARE ANFRAGEN Das Thema „Wohnen“ im Allgemeinen und speziell „Wohnen im Alter“ steht weiterhin im Fokus der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Immer mehr Menschen erkannten und erlebten die Umstrukturierungen und die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt. Das führte dazu, dass nicht nur ältere Menschen und Studierende großes Interesse an alternativen Wohnformen hatten, sondern auch Menschen in anderen Lebens- und Ausbildungskontexten. Alle Anfragen potentieller Teilnehmer, die aufgrund der Einschlusskriterien nicht an Wohnen für Hilfe teilnehmen konnten, wurden registriert.  Das Einschlusskriterium bei den Wohnraumnehmern war das ordentliche Studium eines BA -, MA- oder Promotionsstudienganges an der Hochschule bzw. an einer der technisches Hochschulen Kölns. Bei den Wohnraumanbietern wurden Kölner Bürgerinnen und Bürger aufgenommen, die weder Miete noch Pflege als Gegenleistung für den Wohnraum verlangten.  Insgesamt wurden 372 Personen registriert, die nicht diesen Kriterien entsprachen. Nicht vermittelbare Anfragen von Wohnraumnehmern Auf der Suche nach Wohnraum hatten sich insgesamt 203 Personen gemeldet, die erst gar nicht in die Datenbank aufgenommen werden konnten. Von diesen Personen hatten 126 keinen Studierendenstatus und 77 Studierende waren nicht in Köln immatrikuliert. Nicht vermittelbare Anfragen von Wohnraumanbietern Im Jahr 2020 hatten sich insgesamt 169 Menschen bei Wohnen für Hilfe gemeldet, die nicht als Wohnraumanbieter aufgenommen werden konnten. 63 Personen wohnten nicht in Köln, 38 Personen suchten vorrangig einen Mieter, 36 Personen benötigten ausschließlich Pflege und 32 Personen hatten sich telefonisch beraten lassen ohne einen Hausbesuch zu vereinbaren.

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5 ABSOLUTE ZAHLEN VON 2009 BIS 2020  Im Folgenden werden anhand von Grafiken die absoluten Zahlen von 2009 bis 2020 veranschaulicht. Bei der Interpretation der Zahlen muss für das Jahr 2009 berücksichtigt werden, dass Wohnen für Hilfe in Köln neu startete. Das hatte zur Folge, dass die Vermittlungszahlen und andere Werte deutlich geringer ausfielen. Des Weiteren hat die Corona Pandemie im Jahr 2020 auch wesentlich dazu beigetragen, dass nicht so vermittelt werden konnte wie üblicherweise in den letzten Jahren. Die wesentlichen fünf Parameter wie die geschlossenen Wohnpartnerschaften, die Anzahl der Wohnraumnehmer und Wohnraumanbieter, die Vermittlungen sowie die nicht vermittelbaren Anfragen wurden für die Darstellung der Gesamtentwicklung ausgewählt.  Vorab lässt sich sagen, dass es im vorliegenden Zeitraum zu eindeutig steigenden Datensätzen kam. Dies spricht für den Erfolg und die positive Gesamtentwicklung des Programmes Wohnen für Hilfe.

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5.1 Geschlossene Wohnpartnerschaften  
 Die Grafik veranschaulicht einen Anstieg der geschlossenen Wohnpartnerschaften. Die Kontinuität der Laufzeit von Wohnen für Hilfe ist ein wesentlicher Faktor für den Bekanntheitsgrad. Je mehr Wohnpartnerschaften existierten, desto höher und ausschlaggebender war die sogenannte Mund-zu-Mund-Propaganda (vgl. Kapitel 3.3.5. und vgl. 3.4.5.) In dem Jahr 2020 wurde die hohe Zahl an Wohnpartnerschaften durch die Corona Pandemie nicht erreicht.

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5.2 Gesamtzahl der Studierenden  
 Obwohl der Bedarf an günstigem Wohnraum seitens der Studierenden groß ist, ist die Zahl der interessierten Studierenden gesunken. Das kann daran liegen, dass die Studierenden stärker darauf hingewiesen werden, dass eine Vermittlung eventuell langwierig und nicht immer erfolgsversprechend sein kann. Des Weiteren hat das Bewusstsein, dass die Wohnsituation in Köln sehr angespannt ist dazu geführt, dass die suchenden Studierende jede mögliche Wohnoption – sei es der freie Wohnungsmarkt, das Studentenwohnheim, die alternativen Wohnformen oder die Zwischenmiete – nutzen; und somit die Suche nach Wohnraum mehrgleisig und frühzeitig starten. Auch das Ausschleichen der Abitur-Doppeljahrgänge könnte ein weiterer Grund für die sinkende Zahl der interessierten Studierenden sein. In dem Jahr 2020 wurde die zu erwartende Zahl an Studierenden durch die Corona Pandemie nicht erreicht.

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5.3 Gesamtzahl der Wohnraumanbieter  
 Über den Zeitraum der letzten sechs Jahre ist die Zahl der teilnehmenden Wohnraumanbieter fast konstant geblieben. Viele Senioren benötigten längere Überlegungsphasen als jüngere Wohnraumanbieter. Erfreulich ist, dass das Jahr 2018 das Jahr mit dem größten Zuwachs an Wohnraumanbietern war.  In dem Jahr 2020 konnte die hohe Zahl an Wohnraumanbietern durch die Corona Pandemie nicht erreicht werden.

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5.4 Vermittlungen  
 Nicht aus jeder Vermittlung entstand zwangsläufig eine dauerhafte Wohnpartnerschaft (vgl. Kapitel 3.1). Für eine geschlossene Wohnpartnerschaft sind im Durchschnitt zwei bis drei Vermittlungsversuche notwendig. In dem Jahr 2020 reicht die Zahl an Vermittlungen durch die Corona Pandemie nicht an die früheren Zahlen heran.

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5.5 Nicht vermittelbare Anfragen  Nicht vermittelbare Anfragen sind seit dem Jahr 2013 deutlich zurückgegangen. Man kann vermuten, dass durch die Bekanntheit von Wohnen für Hilfe die Zielgruppendefinierung klar ersichtlich geworden ist und somit die Nachfrage nicht vermittelbarer Anfragen sinkt. Insgesamt wurden 6650 Anfragen verzeichnet, die nicht in den Vermittlungsprozeß aufgenommen werden konnten.

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6 VERWENDUNG DER MITTEL  Im Zuwendungsbescheid der Stadt Köln vom 07.04.2009 wurde eine Gesamtsumme von jährlich 65.000,00 € bewilligt. Diese Summe stand Wohnen für Hilfe im Jahr 2020 nicht zur Verfügung. Angewiesen wurde eine Summe von 59.800,00 €.  Im Jahr 2020 waren die beiden Projektmitarbeiterinnen ganzjährig beschäftigt. Die Personalausgaben werden gesondert unter 6.1 aufgelistet.  Die Drittmittel der Stadt Köln wurden in vier Buchungssätze eingeteilt, die zu den folgenden Terminen angewiesen wurden.  Reisekosten fielen in 2020 nicht an.  Dem Amt für Wohnungswesen liegt ein zahlenmäßiger Verwendungsnachweis (detaillierte Einnahmen/Ausgaben-Übersicht) vor, der am 2020 eingereicht wurde.

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6.1 Personalausgaben  Die beiden Mitarbeiterinnen bekleideten jeweils eine halbe wissenschaftliche Mitarbeiterstelle.   Personalausgaben total:  95.273,01 € Im Jahr 2020 wurde demnach insgesamt 95.320,87 € in Wohnen für Hilfe investiert. Der Fehlbetrag von 35.520,87 € wurde von der Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät ausgeglichen.

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7 ZUFRIEDENHEITSBEFRAGUNG Im Jahr 2020 hat Wohnen für Hilfe die existierenden Wohnpartnerschaften per E-Mail und Brief kontaktiert. Insgesamt wurden 153 Personen angefragt und 92 Rückläufe konnten verzeichnet werden. 53 wohnraumanbietende und 39 studierende Personen füllten den Zufriedenheitsbogen aus. Um die Zufriedenheit der Wohnpartner mit Ihrer Wohnpartnerschaft zu ermitteln, wurden Fragen zur Beziehung zueinander, zur Kommunikation, zu Konflikten und zur Erfüllung der Erwartungen hinsichtlich der Wohnpartnerschaft gestellt.  Die Ergebnisse werden im Folgenden dargestellt. 
 Auf die Frage, wie zufrieden die Befragten mit der Wohnpartnerschaft sind, antworteten 68% der wohnraumanbietenden und 82 % der studierenden Personen mit ‚sehr zufrieden‘. 30% der Wohnraumanbieter sind ‚zufrieden‘ und 13 % Studierenden gaben an mit der Wohnpartnerschaft ‚zufrieden‘ zu sein. Genannte Hauptgründe für die Zufriedenheit waren gegenseitige Sympathie, respektvoller Umgang und Kooperation. Aber auch die Zuverlässigkeit ist ein häufig genannter

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Grund für eine sehr zufriedenstellende Wohnpartnerschaft. Eine weitere wichtige Rolle spielten Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Nur 2% respektive 5% der Personen waren ‚nicht zufrieden‘ mit ihrer Wohnpartnerschaft. Als Grund wurden fehlende Sympathie oder mangelnde Absprachen genannt  Insgesamt könnte dieser Umfragewert jedoch den Schluss zulassen, dass die sorgfältige Auswahl und persönliche Betreuung einen entschiedenen Einfluss auf den Zufriedenheitsgrad nimmt. 
 Wie die Beziehung zueinander eingeschätzt wurde, konnte mit den Kategorien >>freundschaftlich, zweckgebunden und distanziert<< beschrieben werden. Mit 77 % hatte die deutliche Mehrheit der Wohnraumanbieter ein freundschaftliches Verhältnis angegeben. Die Seite der Studierenden sogar mit 90%. 19 % bzw. 10% gaben an, ein zweckgebundenes Verhältnis zu führen. Niemand empfand das Verhältnis zueinander als distanziert.

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 Mehr als die Hälfte der Wohnraumanbieter und der Studierenden waren ‚sehr zufrieden‘ mit der Kommunikation (62% und 68%). ‚Zufrieden´ mit der Kommunikation waren 36% bei den Wohnraumanbietern und 28% auf Seiten der Studierenden.  Für eine funktionierende Wohnpartnerschaft ist es unerlässlich, miteinander in Kommunikation zu treten. Nur wenn Vereinbarungen miteinander getroffen werden können, kann eine zufriedene Wohnpartnerschaft entstehen. Neben Verabredungen über die jeweiligen Hilfeleistungen sind natürlich auch Absprachen bezüglich Anwesenheiten und Urlaub unabdingbar.

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 54% der Wohnraumanbieter und 57% der Studierenden gaben an, während der Dauer ihrer Wohnpartnerschaft keine Konflikte miteinander erlebt zu haben. Bei 38% respektive 32% der Befragten entstanden selten Konflikte. Hier gaben beide Parteien an, diese durch gemeinsame Gespräche und bessere Absprachen gelöst zu haben. Bei 8% der Wohnraumanbieter und 9% der Studierenden entstanden Konflikte, die nach Angaben der Wohnraumanbieter durch die Unzuverlässigkeit der Studierenden verursacht wurden. Auf Seiten der Studierenden wurde angegeben, dass die Erwartungshaltung der Wohnraumanbieter teilweise zu hoch war. Auch bei diesem Ergebnis zeigt sich, wie wichtig die Kommunikation innerhalb einer Wohnpartnerschaft ist.

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 Bei 89 % der Wohnraumanbieter und 87% der Studierenden haben sich ihre Erwartungen an eine Wohnpartnerschaft erfüllt.  Sie erfuhren Sicherheit und Entlastung. Die älteren Menschen wiesen darauf hin, dass sie den Alltag durch die Hilfe des Studierenden besser bewältigen konnten und sich bei ihnen das Wohlbefinden erhöhte.  Die Studierenden gaben nicht nur an, mehr Wohlbefinden durch ein familiäres Umfeld erreicht zu haben und durch die finanzielle Entlastung deutlich stressfreier lernen zu können. Sondern auch, dass die gesammelten Erfahrungen im Zusammenleben mit der anderen Generation zu mehr Eigenständigkeit geführt haben. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Zufriedenheit der Wohnraumanbieter und Studierenden sehr groß ist und eventuell anstehende Konflikte durch Gespräche miteinander und auch evtl. durch zusätzliche Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen gelöst werden können.

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8 RESÜMEE  Wohnen für Hilfe und Corona Das Jahr 2020 erschwerte auch die Vermittlungsarbeit von Wohnen für Hilfe und erzwang eine andere Herangehensweise als gewohnt. Hausbesuche wurden nur in geringem Maße durchgeführt und auch nur dann, wenn die Corona-Einschränkungen dies zuließen. Die Studierenden wurden nicht mehr im Büro des Teams interviewt, sondern der Kontakt fand ausschließlich per E-Mail oder Telefon statt. Diese Tatsache führte zu einer erschwerten Vermittlungsarbeit, da normalerweise durch das persönliche Kennenlernen entscheidene Merkmale der unterschiedlichen Zielgruppen registriert werden können. Desto erfreulicher ist es, dass trotz dieser erschwerten Zeit, fast die Hälfte der ‚normalerweise‘ erreichten Zahl an Wohnpartnerschaften vermittelt werden konnten. Des Weiteren bestärkt dies das Vorgehen, weiterhin sowohl die Studierenden als auch die Wohnraumanbieter im persönlichen Kontakt kennen zu lernen und auf die Kleinigkeiten, die nicht im ausgefüllten Fragebogen zu finden sind, zu achten.   Etablierung durch starke Kooperationspartner Wohnen für Hilfe etabliert sich in der Stadt Köln als alternative Wohnform. Die positiven Ergebnisse der letzten Jahre stellen das Resultat der langfristigen Kooperation zwischen der Stadt Köln und der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung der Stadt Köln dar. Die dafür benötigte Zeit, finanziellen Mittel und personellen Kompetenzen tragen jetzt ihre Früchte und spiegelt die hohe Zufriedenheit der Wohnpartnerschaften wieder.  Kommunikation und Zufriedenheit der Teilnehmer Die individuelle Kontaktvermittlung und Begleitung der Wohnpartnerschaften besitzt in Köln einen hohen Stellenwert. Das hat zur Folge, dass sich sowohl Wohnraumanbieter als auch Studierende bei den Projektmitarbeiterinnen melden, um Rückmeldung über den Verlauf ihrer Wohnpartnerschaft zu geben. Vom ersten Kontakt an sensibilisieren die Koordinatorinnen die Wohnen für Hilfe Teilnehmer, sich konstruktiv und kommunikativ in die neue Wohnsituation

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einzubringen. So können Missverständnisse vorgebeugt und Konflikte vermieden werden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Vorgehensweise zur Zufriedenheit der Wohnraumanbieter und Studierenden führt und beide Parteien eben genau diese Vorgehensweise als Grund nennen, sich an Wohnen für Hilfe zu wenden. Somit ist Wohnen für Hilfe ein gelungenes Beispiel für den konstruktiven Austausch zwischen den Generationen, für den Abbau von Barrieren und den Gewinn für alle Beteiligten.  Die in diesem Bericht vorliegenden Ergebnisse über die Zufriedenheit der jeweiligen Zielgruppe zeigen deutlich, wie wichtig die gegenseitige Sympathie unterschiedlicher Generationen und ein respektvoller Umgang miteinander ist und dass Wohnen für Hilfe diese Möglichkeit zu leben unterstützen kann.  Werbemaßnahmen Für das Jahr 2021 werden wieder Werbemaßnahmen hinsichtlich Megalight-Plakate geplant. Diese werden aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Zeitraum von zwei Wochen im Frühjahr und Sommer 2021 in Köln zu sehen sein. Aufgrund des Wiedererkennungswertes bleiben diese im Design der letzten Jahre erhalten. Mit dieser Werbemaßnahme unterstützt die Stadt Köln Wohnen für Hilfe zusätzlich bei der Akquise von Wohnraumanbietern. Diese Plakate kommen sehr gut an und werden von den Kölner Bürgern wahrgenommen. Zu bedauern ist der kurze Zeitraum. Zu wünschen wäre eine zeitliche Ausdehnung, die zu mehr Werbewirksamkeit führen könnte.   Beraterfunktionen Die Koordinatorinnen in Köln fungieren als nationale Ansprechpartnerinnen. Viele an Wohnen für Hilfe interessierte Menschen und Initiativen wenden sich an die Mitarbeiterinnen, um sich zum einen zu informieren oder zum anderen diese alternative Wohnform in einer anderen Stadt zu etablieren. Konnte eine neue Stadt Wohnen für Hilfe ins Leben rufen, wurden die weitergereichten Informationen über die jeweilige Wohnen für Hilfe - Initiative auf der deutschlandweiten Homepage durch die Kölner Koordinatorinnen verankert. In 2020 wurde weder eine neue Wohnen für Hilfe Stadt beraten noch ins Leben gerufen. Auch dies ist der Pandemie in Rechnung zu stellen.

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GAG - Azubiprojekt Der 2019 unterzeichnete Sponsoringvertrag mit der GAG Immobilien AG läuft weiter bis 2024. Da coronabedingt keine Infoveranstaltungen stattfinden konnten, werden die angedachten Werbemittel produziert, sobald die Corona Pandemie unter Kontrolle ist und wieder Informationsveranstaltungen stattfinden können.   Bundesarbeitsgemeinschaft Die Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Mitteilung Ausschuss

6132 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/56/561/3 
561/32 
Vorlagen-Nummer  10.06.2021 
 1647/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 26.08.2021 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 20.09.2021 
Unterausschuss Wohnen 24.09.2021 
Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 24.09.2021 
 
Evaluationsbericht 2020 „Wohnen für Hilfe – Wohnpartnerschaften Köln„ 
Die Universität zu Köln hat den Evaluationsbericht 2020 für das Projekt „Wohnen für Hilfe“ vorgelegt. 
Das Projekt wurde im Jahr 2005 unter Beteiligung der Kölner Seniorenvertretung initiiert. Seit dem 
01.01.2009 hat die Stadt Köln die Finanzierung des davor aus Landesmitteln geförderten Projektes 
übernommen. Das Amt für Wohnungswesen, die Universität zu Köln und die Seniorenvertretung der 
Stadt Köln arbeiten seitdem in enger Kooperation zusammen. 
 
Das Projekt basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur gesellschaftlichen Entwicklung. Es geht 
darum, individuelle Wohnformen für unterschiedliche Bedürfnisse und Altersgruppen zu gestalten und 
die Kooperation zwischen den Generationen zu fördern. Die seit Jahren zunehmend angespannte 
Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt im preiswerten Segment macht es gerade für Studierende 
schwierig, bezahlbare Unterkünfte zu finden. Köln zählt bei Studierenden zu einer der beliebtesten 
Städte in Deutschland. Im Rahmen einer positiven Einflussnahme auf die Bevölkerungsentwicklung 
ist es wichtig, dass die jungen Menschen auch nach dem Abschluss ihres Studiums in Köln wohnen 
bleiben. Das Engagement der Stadt Köln für das Projekt „Wohnen für Hilfe“ ist dabei seit über 10 Jah-
ren ein wesentlicher Bestandteil, um Studierenden zu helfen, sich in der Stadt dauerhaft zu etablie-
ren. 
 
Der Grundgedanke von „Wohnen für Hilfe“, die Vermittlung von wohnungssuchenden Studierenden in 
eine Wohnpartnerschaft mit Senior*innen, die in einer großen Wohnung oder in einem großen Haus 
wohnen und Unterstützung im Alltag benötigen, bleibt auch weiter erhalten. Die Gegenleistung für das 
mietfreie Wohnen liegt in Unterstützungsleistungen im Alltag, z.B. Einkaufen, Gesellschaft leisten, 
Hilfe im Haushalt oder Garten, Kinderbetreuung etc. Pflegeleistungen sind dabei ausgeschlossen. 
 
Wie auch schon in den letzten Jahren, wurde auch in 2020 wieder an alle Kölner Bürger*innen als 
mögliche Wohnraumanbieter*innen appelliert, Studierenden Unterkünfte anzubieten. Vor allem ältere 
Menschen, aber auch Menschen mit Behinderung, Familien, Alleinerziehende, Paare ohne Kinder 
oder Singles haben sich gemeldet. Inzwischen werden auch Wohnraumanbieter*innen der angren-
zenden Städte berücksichtigt, wenn die Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs an die 
Universität günstig ist. Die grundsätzliche Vorgehensweise, Wohnraumanbieter*innen zu Hause auf-
zusuchen, konnte 2020 coronabedingt nur eingeschränkt vorgenommen werden. Durch die Pandemie 
konnten die Koordinierenden des Projektes bei der Universität nur bedingt ein persönliches Kennen-
lernen gewährleisten und persönlich beratend zur Seite stehen. 
 
Insgesamt wurden 88 Studierende im Jahr 2020 in die Kontaktdatenbank aufgenommen und 71 inte-

2 
 
ressierte Wohnraumanbieter*innen registriert. Trotz der erschwerten Situation konnten insgesamt 102 
Vermittlungsversuche initiiert werden, die zu 38 Wohnpartnerschaften führten. Gleichzeitig trennten 
sich 4 der vermittelten Partnerschaften in diesem Zeitraum wieder. Zu erwähnen ist in Anbetracht der 
außergewöhnlichen Situation, dass - obwohl deutlich weniger Wohnpartnerschaften als in den ver-
gangenen Jahren gebildet werden konnten - sich die in 2020 geschlossenen und die bestehenden 
Wohnpartnerschaften der Vorjahre positiv entwickelten. Studierende und Wohnraumanbieter*innen 
konnten durch Unterstützung und Solidarität ihre Beziehungen zueinander besonders stärken, sich 
gegenseitig stabilisieren und voneinander profitieren. 42 von 71 Wohnraumanbieter*innen waren Se-
nior*innen. Das zeigt, dass das Projekt auch weiterhin einen hohen Stellenwert in der Seniorenpolitik 
hat. Weiter konnten 9 alleinerziehende Personen, 15 Familien und 5 Personen mit Behinderung in 
das Projekt aufgenommen werden. Wie auch bereits in den Vorjahren ist die Anzahl der weiblichen 
Studierenden mit 53 höher als die der männlichen Studierenden mit 35. 
 
Das Projekt wurde in 2020 sehr umfangreich beworben. Neben Flyern wurden zahlreiche Megalight-
Plakate im gesamten Stadtgebiet platziert, ein Fernsehbeitrag im WDR sowie diverse Presseartikel 
rundeten die Maßnahmen ab. Aufgrund der großen Resonanz auf diese Aktionen führten die Pro-
jektmitarbeitenden  weit über 500 Beratungsgespräche mit interessierten Personen. Nicht alle erfüll-
ten dabei die Kriterien für eine Teilnahme am Projekt, hatten z. B. keinen Studierendenstatus, waren 
nicht in Köln immatrikuliert, suchten eine Pflegekraft oder hatten keine geeignete Wohnung. 
 
Das Gesamtergebnis mit 38 geschlossenen Wohnpartnerschaften ist im Rahmen der besonderen 
Situation deshalb positiv zu bewerten. 
 
Die individuelle Kontaktvermittlung und Begleitung der Wohnpartnerschaften durch die erfahrenen 
Projektmitarbeitenden der Universität zu Köln hat einen großen Stellenwert. Die hohe Qualität und 
Seriosität der Beratung, Vermittlung und Betreuung wird von den Projektteilnehmer*innen sehr ge-
schätzt und gelobt. Sie stellt außerdem auch ein wesentliches Kriterium für Interessent*innen dar.  
 
In 2021 werden Stadt und Universität das Projekt weiter voranbringen. Auch die bekannten Werbe-
maßnahmen, wie z. B. Megalight-Plakate, werden wieder in Köln zu sehen sein. Diese Kampagne 
wird durch die Stadt Köln unterstützt und trifft bei der Bevölkerung auf große Resonanz. 
 
Die langfristige und bewährte Kooperation von Stadt Köln, Universität zu Köln und der Seniorenver-
tretung der Stadt Köln garantiert seit vielen Jahren eine professionelle Zusammenarbeit. Längst hat 
sich „Wohnen für Hilfe“ als alternative Wohnform in Köln etabliert, ist Vorbild für andere Städte und 
wichtige Säule der Wohnraumversorgung. 
 
 
 
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (4)

26.08.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.09.2021 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 3.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.09.2021 Unterausschuss Wohnen
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.09.2021 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender
TOP 7.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1647/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
01.09.2021
Erstellt
30.04.2021 10:32