2017/0130
Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit „Lincoln by bike“
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 1
2075 Zeichen
Anlage 1:
Kosten für das Förderprojekt Lincoln by bike: Zusammenstellung – Verteilung – Eigenanteil Wissenschaftsstadt Darmstadt
Nr. Maßnahme Kosten/
Ausgaben
Gesamtkosten
(inkl. Mwst.)
Fördermittel Eigenanteil
Darmstadt
Finanzierung Eigenanteil
Kostenstelle In-vest.-Nr.
A*) Radverkehrsanbindung Lincoln Siedlung
(Stadt Darmstadt)
204.679 €
243.568 €
219.211 €
(90 %)
24.357 €
(10 %)
066-100-1000 09066-6092
Davon 42 Abstellhilfen 7.950 €
9.461 €
8.515 €
(90 %)
946 €
(10 %)
066-100-1000 08066-6090
B B2) Fahrradabstellanlagen
Lincoln-Siedlung (Stadt Darmstadt)
51.500 € 61.285 € 55.156 €
(90%)
6.129 €
(10%)
066-100-1000 08066-6090
C C1) Öffentliche Fahrradabstellanlagen
in der Innenstadt (Stadt Darmstadt)
C2) Öffentliche Fahrradabstellanlagen
im Stadtteil Eberstadt (Stadt Darmstadt)
150.350 €
12.500 €
178.917 €
14.875 €
174.413 €
(90%)
19.379 €
(10%)
066-100-1000 08066-6090
D Bike+Ride-Anlagen an quartiersnahen
Straßenbahnhaltestellen (Stadt Darmstadt)
53.338 € 63.472 € 57.125 €
(90%)
6.347 €
(10%)
066-100-1000 08066-6090
E Stadtteilübergreifendes E-Lastenrad-
verleihangebot (Stadt Darmstadt)
15.476 €
(brutto)
15.476 € 13.928 €
(90%)
1.548 €
(10%)
061-004-1000 16061-6002
F Radverkehrszählstelle
(Stadt Darmstadt)
27.680 €
(brutto)
27.680 € 24.912 €
(90%)
2.768 €
(10%)
066-100-1000 09066-6092
G Begleitende Image-Kampagne
(Stadt Darmstadt)
70.920 €
(brutto)
81.149 € 73.034 €
(90%)
8.115 €
(10%)
061-004-1000 16061-6002
Gesamtsumme Stadt Darmstadt 686.422 € 617.780 € 68.642 €
B**) B1) Fahrradabstellanlagen
Lincoln-Siedlung (bauverein AG)
229.184 €
272.730 €
190.911 €
(70 %)
81.819 €
(30 %) ***)
Projekt-Gesamtsumme
Stadt Darmstadt und bauverein AG
959.152 €
*) Die Finanzierung des Bausteins A ist über die MV 2017/0060 geregelt.
**) B1 sind Fahrradabstellanlagen auf den Flächen der bauverein AG, die einen eigenen Antrag gestellt hat.
***) Eigenanteil Bauverein
anlage 4
267 Zeichen
Punkt 16: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit „Lincoln by bike“ (V-Nr. 2017/0130) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 3
16637 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
31.07.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61 66
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0130
Magistratsbeschluss -Nr.
261
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer: 16061-6002
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 0960010
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 09066-6092/08066-6090
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 09520140/0619010
Betreff: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswettbewerb „Klimaschutz
im Radverkehr“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit – „Lincoln by bike“
Vorlage vom: 05.07.2017
Beschlussvorschlag:
1. Die Inhalte des Förderprojektes „Lincoln by bike“ sowie die Zusage zum gestellten
Förderantrag werden zur Kenntnis genommen.
2. Der Umsetzung der Bausteine A, B2, C, D, E, F und G des Förderprojektes mit einem
Gesamtvolumen von 686.422,- EUR sowie der Finanzierung des Eigenanteils von 10 % der
investiven Gesamtkosten in einer Gesamthöhe von 68.642,- EUR wird zugestimmt.
(Kostenstellen-verteilung siehe Anlage 1). Die Genehmigung des Förderantrages liegt bereits
vor.
- 3 -
3. Der Prüfung einer innerstädtischen Fahrradabstellanlage (Baustein C1) wird zugestimmt. Die
Beauftragung der Planungsleistung erfolgt über die Kostenstelle 061-004-1000, Sachkonto:
6779300 Allgemeine Planungskosten.
Anlagen: Anlage 1: Kostenzusam menstellung
Anlage 2: Vorhabenbeschreibung Förderprojekt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 09.08.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 5. Juli 2017
Mit einem integrierten Konzept zur Förderung des Radverkehrs hat sich die Wissenschaftsstadt
Darmstadt beim Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ beworben und den Zuschlag
bekommen. Oberstes Projektziel ist die Förderung des Radverkehrs als wesentlicher Beitrag
zum Klimaschutz im Modellprojekt Lincoln-Siedlung. Ausgehend vom Modellquartier sollen das
Maßnahmenspektrum und die gewonnenen Erfahrungen sowohl auf weitere Entwicklungs -
gebiete in Darmstadt (Spillover-Effekt) als auch bundesweit adaptiert werden können.
Der Förderzeitraum r eicht von Anfang 2017 bis Ende 2019, so dass am Ende des
Förderzeitraums voraussichtlich ca. 60 % der Bewohnerschaft aufgesiedelt sein werden.
Der Förderantrag wurde in Kooperation mit der bauverein AG gestellt, die die
Fahrradabstellanlagen auf den priva ten Flächen (Maßnahme B1) gefördert bekommt. Die
städtischen Maßnahmen fallen zum Teil in den Bereich des Stadtplanungsamts und zum Teil
in den Bereich des Straßenverkehrs - und Tiefbauamtes. Die Förderquote für die städtischen
Maßnahmen liegt bei 90 Prozen t. Die Kostenaufteilung einschließlich der Förderquote kann
Anlage 1 entnommen werden. Die Vorhabenbeschreibung ist als Anlage 2 (Stand:
Förderbeantragung 2.Stufe, 28.09.2016) beigefügt.
Hintergrund: Lincoln-Siedlung als Modell-Quartier für nachhaltige Mobilität
Mit dem neu entstehenden Stadtteil besteht nun die Chance, die Mob ilität von etwa 5.000
neuen Einwohnern von Beginn an mit einem integrierten Ansatz nachhaltig zu gestalten. Die
Lincoln-Siedlung soll dazu als Modellquartier mit einem hohen Anteil de s Umweltverbunds am
Modal Split entwickelt werden. Dem Radverkehr soll - begünstigt durch die Lage am Rand der
Kernstadt - als Verbindungsfunktion zur Innenstadt und zu den angrenzenden Stadtquartieren,
eine besondere Rolle zukommen. Ein wichtiger Baustein ist hierbei die klimaneutrale Mobilität.
Ein großes Anliegen ist die Anbindung des Quartiers an das übergeordnete Radverkehrsnetz,
für Bewohnerinnen und Bewohner der Lincoln-Siedlung und der angrenzenden Quartiere und
Stadtteile gleichermaßen. Damit haben die Verbindungen in und aus dem Quartier auch
großen Nutzen für die EinwohnerInnen der Stadtbezirke bzw. -teile Heimstättensiedlung,
Verlagsviertel, Bessungen und An der Ludwigshöhe.
Gute Radverkehrsanbindungen sind Voraussetzung, wenn der Radverkehr gez ielt gefördert
werden soll. Dazu gehören insbesondere die Radwegeverbindungen in die Innenstadt. Weitere
Elemente für die Vernetzung sind Abstellanlagen an Knoten des Radverkehrsnetzes sowie
Fahrradvermietstationen, die nicht Bestandteil dieses Förderantrages sind.
Im städtebaulichen Vertrag und Durchführungsvertrag zur Umsetzung des städtebaulichen
Vertrages bzw. des Mobilitätskonzepts für die Lincoln-Siedlung ist der Fokus u. a. auch auf die
Radverkehrsförderung gelegt worden. So ist neben dem geplanten dichten Rad- und
Fußverkehrsnetz innerhalb der Lincoln-Siedlung die Herstellung von mindestens 2,4
qualitätsvollen und leicht zugänglichen Fahrradabstellplätzen pro Wohneinheit festgelegt
worden.
Im Jahr 2014 wurden erste Wohnungen an Studierende vermietet . 2016 ist der Bezug von
bereits 108 sanierten Wohneinheiten in Bestandsgebäuden erfolgt, deren Vermietung durch die
bauverein AG erfolgt.
- 5 -
Fördermaßnahmen im Detail
A) Radverkehrsanbindung Heidelberger Straße zwischen Lincoln -Siedlung u nd Innenstadt
einschließlich Abstellanlagen für 42 Fahrräder
Im Verkehrsentwicklungsplan Darmstadt (2006) ist die Heidelberger Straße als
Radhauptverbindung ausgewiesen und Bestandteil des ausgeschilderten regionalen
Radverkehrsnetzes.
Die Verbindung in der Heidelberger Straß e in und aus Richtung Innenstadt (Hauptroute im
Radverkehrsnetz) weist derzeit keine durchgehende bzw. regelkonform ausgebaute
Radverkehrsanlage zwischen Landskronstraße und Hermannstraße auf. Ruhender Kfz -Verkehr
tritt auf beiden Straßens eiten abschnittsw eise auf. Rad F ahrende weichen aus
Sicherheitsgründen häufig auf den Gehweg aus, was regelmäßig zu Konflikten zwischen
Fußgängern und Radfahrenden führt.
Die Anlage von Radfahrstreifen als Lückenschluss auf der Hauptroute zwischen Lincoln -
Siedlung und Inne nstadt sowie Abstellanlagen für 42 Fahrräder wurden einschließlich der
detaillierten Kostenzusammenstellung bereits in der MV 2017/0060 ausführlich beschrieben.
Die Finanzierung der Radverkehrsanlagen erfolgt aus den Stellplatzrücklagen der Kostenstelle
066-100-1000, Investitionsnummer 09066 -6092 Radverkehr – Netzergänzung und
Lückenschluss.
B) Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
B1) Fahrradabstellanlagen
Ziel ist es hochwertige private Fahrradabstellmöglichkeiten an den im Förderzeitraum
bezugsfertigen Baufeldern herzustellen. Auf den bis Mitte 2019 entwickelten Baufeldern B 3.1,
3.2 und B 4.2 der Bauverein AG sollen 594 öffentlich zugängliche Abstellmöglichkeiten in Form
von 297 Anlehnbügeln – davon 164 Bügel überdacht – hergestellt werden. Die se Maßnahme
wird durch den Kooperationspartner bauver ein AG geleitet, der einen gesonderten Antrag
gestellt hat.
B2) Öffentlich zugängliche Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
Für die bis voraussichtlich Ende 2019 eingerichtete Grundschule mit Tu rnhalle und die
Kindertagesstätte sind entsprechend dem Leitfaden für Fahrradabstellanlagen 176 öffentliche
Fahrradabstellmöglichkeiten – teils auch überdacht in Gebäudeüberständen – herzustellen.
Hinzu kommen 30 öffentliche Abstellmöglichkeiten auf dem Quartiersplatz.
Zur Finanzierung der Stellhilfen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
C) Öffentliche Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und in Eberstadt
Basierend auf den privaten Abstellmöglichkeiten in der Lincoln -Siedlung sollen im
Förderzeitraum 300 neue öffentliche Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt und 50 im
Stadtteil Eberstadt geschaffen werden, da die von de r Lincoln -Siedlung aus startenden
Radfahrende auch an anderen städtischen Standorten ausreichend Abstellanlagen vorfinden
sollen und somit die Fahrradmobilität auch stadtweit gefördert werden soll.
Zur Finanzierung der Stellhilfen sind die Mittel der Kost enstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
C1) Fahrradabstellanlage in der Innenstadt
- 6 -
In der Innenstadt soll eine zentrale, hochwertige öffentliche Abstella nlage inkl. Schließfächern
mit Lademöglichkeiten für Akkus von E -Bikes/Pedelecs und Anschließmöglichkeiten für
Lastenräder und Anhänger sowie eine Selfservice -Station hergestellt werden. Im Rahmen
dieses Förderprojektes stehen Mittel für die Umsetzung eine s Fahrradparkhauses im Bereich
der Innenstadt zu Verfügung. Im ersten Schritt soll zunächst geprüft werden, wo und wie dies
erfolgen kann. Die Beauftragung dieser Planungsleistung erfolgt über die Kostenstelle 061-004-
1000, Sachkonto: 6779300 Allgemeine Planungskosten.
Es sollen insgesamt 300 Fahrradabstellmöglichkeiten angeordnet werden. Es ist teilweise eine
Überdachung vorgesehen. Die besonderen Flächenanforderungen für Lastenrädern/Fahrrädern
mit Kinderanhänger, die Anlage von vandalismussicheren Schlie ßfächern, von
Lademöglichkeiten für Pedelecs, evtl. einer Selfservice -Station werden in die Planungen
einfließen.
C2) Fahrradabstellanlagen in Eberstadt
Im Stadtteil Eberstadt sollen in Verbindung mit der Lincoln -Siedlung 25 hochwertige Fahrrad -
Anlehnbügel für 50 Fahrräder an möglichst zwei zentralen ÖPNV -Haltestellen (und zukünftigen
Mobilitätsstationen) hergestellt werden.
D) Bike+Ride an quartiersnahen Straßenbahnhaltestellen
Die quartiersnahe Straßenbahnhaltestelle Marienhöhe und die neue Haltestelle Lincoln werden
durch die Herstellung von qualitativ -hochwertigen Bike+Ride-Anlagen deutlich aufgewertet. Es
handelt sich um zwei hochwertige Bike+Ride -Anlagen mit Abstellmöglichkeiten für je 20
Fahrräder.
Zur Finanzierung der Stellhilfen sind die Mittel d er Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
E) Stadtteilübergreifendes Lastenradverleihangebot
Voraussichtlich ab Juni 2017 wird ein stadtteilübergrei fendes (E -)Lastenradverleihangebot
(„Heinerbike“) mit zunächst mindestens vier Lastenrädern eingerichtet.
Durch die geförderte Anschubfinanzierung s ollen zum einen für die Bewohnenden der Lincoln-
Siedlung und zum andern auch in anderen Stadtteilen Lastenrä der in Form eines freien
Lastenrad-verleihsystems zur Verfügung gestellt werden. Die Wartung und Betreuung soll
gemeinwirtschaftlich über den Kooperationspartner Transition Town Initiative Darmstadt
laufen.
Zur Finanzierung des Eigenanteils der Lastenräde r sind die Mittel der Kostenstelle 061 -004-
1000, Investitionsnummer 16061-6002 Verkehrsmanagement zu entnehmen.
Für die ersten zwei Jahre ist für den Betrieb des Lastenradverleihsystems nach dem Modell
„Freie Lastenräder“ ebenfalls bei dem Bundesministeriu m für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit ein Förderantrag im Rahmen des Aufrufs „Kurze Wege für den Klimaschutz“
in Höhe ca. 20.000, -EUR gestellt worde n. Diese Fördermittel sollen für die ersten 2 Jahre die
Aufwandsentschädigungen, Reparaturkos ten, Versicherung sowie Öffentlichkeitsarbeit decken.
Eine mündliche Zusage ist bereits erfolgt. Falls wider Erwarten kein positiver Förderb escheid
erfolgen sollte, werden die Kosten über die Kostenstelle 061 -004-1000 Investitions-Nr.16061
6002 Verkehrsman agement getragen werden. Über diese Maßnahme wird in einer sonderten
Magistratsvorlage berichtet.
Bei einer erfolgreichen Annahme des Angebots durch die BürgerInnen soll das
Lastenradangebot mit weiteren Rädern ausgebaut werden (Kostenstelle 061 -004-1000
Investitions-Nr.16061 6002).
F) Radverkehrszählstellen zum Monitoring und zur Kommunikation
- 7 -
Die Radverkehrsentwicklung soll durch die Einrichtung zweier Radverkehrszählstellen im Jahr
2017 an der Nord -Süd-Hauptroute (Anfang und Ende der Maßnahme in der H eidelberger
Straße) langfristig dokumentiert werden. Sie dienen zur Zählung der Rad Fahrenden und
Visualisierung der Radverkehrsentwicklung. Diese sollen auch zum Monitoring der Maßnahmen
nach Projektende genutzt werden. Die pro Jahr anfallenden Betriebsko sten der zwei Säulen von
ca. 600 Euro werden von der Stadt Darmstadt übernommen (Kostenstelle: 066 -101-1000,
Sachkonto: 6051000).
Zur Finanzierung der Radverkehrszählstellen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6092 – Radverkehr – Netzergänzung und Lückenschluss – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
G) Begleitende Image-Kampagne
Die Implementierung einer umfassenden Informations - und Kommunikations -Kampagne für
CO2-neutrale Nahmobilität mit Fokus auf den Radverkehr in Form von Neubügerbroschüren,
Fahrradstadtplänen, Informationstafeln und einem umfangreichen Kommunikations - und
Beteiligungsprogramm, soll vor allem die Bewohnerschaft der Lincoln -Siedlung mitnehmen.
Durch Informationsflächen (z.B. im Quartier oder der zentralen Abstellanlage in der Innenstadt,
sowie mobile Werbeflächen z.B. an Lastenrädern etc.) und die verbesserte Sichtbarkeit der
Maßnahmen wird die Botschaft der aktiven Radverkehrsförderung in der Lincoln -Siedlung auch
in die Kernstadt und die umliegenden Stadtteile transportiert. Des Weiteren soll für die Lincoln-
Siedlung ein Neubürgerpaket entwickelt und die spezifischen Vorteile im Hinblick auf
nachhaltige Mobilität herausgestellt werden. Ergänzt wird das Ganze um Veranstaltungen für
die Bewohnerschaft und Beschäftigte im Quartier, Anrainer und Interessierte, sowie Kinder und
Jugendliche, bei denen für das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel geworben wird
und die erzielten Erfolge präsentiert werden.
Einzelmaßnahmen:
G1) Errichtung von Info -Tafeln im Vorlauf und während der Maßnahmen, um die BürgerInnen
auf die Neuerungen im Radverkehr aufmerksam zu machen.
G2) Druck einer kompakten Broschüre für NeubürgerInnen der Lincoln -Siedlung zur CO 2-
neutralen Nahmobilität mit Fokus Radverkehr.
G3) Druck des aktuellen Fahrradstadtplans für alle NeubügerInnen der Stadt Darmstadt in der
Projektlaufzeit bis Mitte 2019, um mit der Radverkehrsförderung möglichst niederschwellig
aber effektiv an der Lebensumbruchsituation (Umzug nach Darmstadt) anzusetzen.
G4) The menwoche, -tage und -aktionen (einmal pro Jahr in der Förderlaufzeit) zur
Nachhaltigen Mobilität mit dem Fahrrad in der und im Umfeld der Lincoln -Siedlung. Der
jeweilige Schwerpunkt soll auf den Themen „Verkehrssicherheit & Fahrrad“ (A), „Klimaschutz &
Fahrrad“ (B) sowie „Gesundheit und Fahrrad“ (C) liegen.
Die Aktionen finden auch an den von den Kindern und Jugendlichen der Lincoln -Siedlung
voraussichtlich besuchten umgebenden Schulen, z.B. Bessunger Grundschule und Lichtenberg -
Gymnasium, statt.
Unterstützen können hierbei die Partner des Netzwerkes „Schule und Mobilität“ (u.a. Polizei,
Jugendverkehrsschule, Schulämter, Verkehrsbehörde, ...), zuständig für schulisches
Mobilitätsmanagement und Mobilitätsbildung, sowie Fahrradläden und der DVR (Themenfeld
A), das Umweltamt, der BUND, der Nabu (Themenfeld B) oder Sportvereine (z .B. Wettbewerbe
auf angrenzender Radrennbahn, Krankenkassen, Aktionen & Wettbewerbe an Schulen/Kita)
analog zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ (Themenfeld C).
Zur Finanzierung des Eigenantei ls der begleitenden Imagekampagne sind die Mittel der
Kostenstelle 061 -004-1000, Investitionsnummer 16061 -6002 Verkehrsmanagement zu
entnehmen.
Die Themenfelder C (Fahrradabstellanlagen), D (Bike+Ride -Anlagen) und E
(Lastenradverleihsystem) sollen vernetz t ihre Wirkung erzielen und können Bestandteile einer
- 8 -
oder mehrerer Mobilitätsstationen sein (Konzeptstudie zu Mobilitätspunkten von HEAG mobilo
und Stadt Darmstadt in Arbeit).
Nach Beschluss des Magistrats werden die Maßnahmen der Öffentlichkeit über di e Medien und
den städtischen Internetauftritt vorgestellt.
Darmstadt, den 05.07.2017
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
i. V.
Dr. Barbara Boczek Jochen Partsch
Stadträtin Oberbürgermeister
2017/0130
16557 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
31.07.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0130
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer: 16061-6002
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 0960010
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 09066-6092/08066-6090
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 09520140/0619010
Betreff: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswettbewerb „Klimaschutz
im Radverkehr“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit – „Lincoln by bike“
Vorlage vom: 05.07.2017
Beschlussvorschlag :
1. Die Inhalte des Förderprojektes „Lincoln by bike“ sowie die Zusage zum gestellten
Förderantrag werden zur Kenntnis genommen.
2. Der Umsetzung der Bausteine A, B2, C, D, E, F und G des Förderprojektes mit einem
Gesamtvolumen von 686.422,- EUR sowie der Finanzierung des Eigenanteils von 10 % der
investiven Gesamtkosten in einer Gesamthöhe von 68.642,- EUR wird zugestimmt.
(Kostenstellen-verteilung siehe Anlage 1). Die Genehmigung des Förderantrages liegt bereits
vor.
- 2 -
3. Der Prüfung einer innerstädtischen Fahrradabstellanlage (Baustein C1) wird zugestimmt. Die
Beauftragung der Planungsleistung erfolgt über die Kostenstelle 061-004-1000, Sachkonto:
6779300 Allgemeine Planungskosten.
Anlagen: Anlage 1: Kostenzusammenstellung
Anlage 2: Vorhabenbeschreibung Förderprojekt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 5. Juli 2017
Mit einem integrierten Konzept zur Förderung des Radverkehrs hat sich die Wissenschaftsstadt
Darmstadt beim Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ beworben und den Zuschlag
bekommen. Oberstes Projektziel ist die Förderung des Radverkehrs als wesent licher Beitrag
zum Klimaschutz im Modellprojekt Lincoln-Siedlung. Ausgehend vom Modellquartier sollen das
Maßnahmenspektrum und die gewonnenen Erfahrungen sowohl auf weitere Entwicklungs -
gebiete in Darmstadt (Spillover-Effekt) als auch bundesweit adaptiert werden können.
Der Förderzeitraum reicht von Anfang 2017 bis Ende 2019, so dass am Ende des
Förderzeitraums voraussichtlich ca. 60 % der Bewohnerschaft aufgesiedelt sein werden.
Der Förderantrag wurde in Kooperation mit der bauverein AG gestellt, die di e
Fahrradabstellanlagen auf den privaten Flächen (Maßnahme B1) gefördert bekommt. Die
städtischen Maßnahmen fallen zum Teil in den Bereich des Stadtplanungsamts und zum Teil
in den Bereich des Straßenverkehrs - und Tiefbauamtes. Die Förderquote für die städ tischen
Maßnahmen liegt bei 90 Prozent. Die Kostenaufteilung einschließlich der Förderquote kann
Anlage 1 entnommen werden. Die Vorhabenbeschreibung ist als Anlage 2 (Stand:
Förderbeantragung 2.Stufe, 28.09.2016) beigefügt.
Hintergrund: Lincoln-Siedlung als Modell-Quartier für nachhaltige Mobilität
Mit dem neu entstehenden Stadtteil besteht nun die Chance, die Mob ilität von etwa 5.000
neuen Einwohnern von Beginn an mit einem integrierten Ansatz nachhaltig zu gestalten. Die
Lincoln-Siedlung soll dazu als Mod ellquartier mit einem hohen Anteil des Umweltverbunds am
Modal Split entwickelt werden. Dem Radverkehr soll - begünstigt durch die Lage am Rand der
Kernstadt - als Verbindungsfunktion zur Innenstadt und zu den angrenzenden Stadtquartieren,
eine besondere Rolle zukommen. Ein wichtiger Baustein ist hierbei die klimaneutrale Mobilität.
Ein großes Anliegen ist die Anbindung des Quartiers an das übergeordnete Radverkehrsnetz,
für Bewohnerinnen und Bewohner der Lincoln-Siedlung und der angrenzenden Quartiere und
Stadtteile gleichermaßen. Damit haben die Verbindungen in und aus dem Quartier auch
großen Nutzen für die EinwohnerInnen der Stadtbezirke bzw. -teile Heimstättensiedlung,
Verlagsviertel, Bessungen und An der Ludwigshöhe.
Gute Radverkehrsanbindungen sind V oraussetzung, wenn der Radverkehr gezielt gefördert
werden soll. Dazu gehören insbesondere die Radwegeverbindungen in die Innenstadt. Weitere
Elemente für die Vernetzung sind Abstellanlagen an Knoten des Radverkehrsnetzes sowie
Fahrradvermietstationen, die nicht Bestandteil dieses Förderantrages sind.
Im städtebaulichen Vertrag und Durchführungsvertrag zur Umsetzung des städtebaulichen
Vertrages bzw. des Mobilitätskonzepts für die Lincoln-Siedlung ist der Fokus u. a. auch auf die
Radverkehrsförderung gelegt worden. So ist neben dem geplanten dichten Rad- und
Fußverkehrsnetz innerhalb der Lincoln-Siedlung die Herstellung von mindestens 2,4
qualitätsvollen und leicht zugänglichen Fahrradabstellplätzen pro Wohneinheit festgelegt
worden.
Im Jahr 2014 wurden ers te Wohnungen an Studierende vermietet. 2016 ist der Bezug von
bereits 108 sanierten Wohneinheiten in Bestandsgebäuden erfolgt, deren Vermietung durch die
bauverein AG erfolgt.
- 4 -
Fördermaßnahmen im Detail
A) Radverkehrsanbindung Heidelberger Straße zwischen L incoln-Siedlung u nd Innenstadt
einschließlich Abstellanlagen für 42 Fahrräder
Im Verkehrsentwicklungsplan Darmstadt (2006) ist die Heidelberger Straße als
Radhauptverbindung ausgewiesen und Bestandteil des ausgeschilderten regionalen
Radverkehrsnetzes.
Die Verbindung in der Heidelberger Straße in und aus Richtung Innenstadt (Hauptroute im
Radverkehrsnetz) weist derzeit keine durchgehende bzw. regelkonform ausgebaute
Radverkehrsanlage zwischen Landskronstraße und Hermannstraße auf. Ruhender Kfz -Verkehr
tritt auf beiden Straßens eiten abschnittsweise auf. Rad F ahrende weichen aus
Sicherheitsgründen häufig auf den Gehweg aus, was regelmäßig zu Konflikten zwischen
Fußgängern und Radfahrenden führt.
Die Anlage von Radfahrstreifen als Lückenschluss auf der Hauptrou te zwischen Lincoln -
Siedlung und Innenstadt sowie Abstellanlagen für 42 Fahrräder wurden einschließlich der
detaillierten Kostenzusammenstellung bereits in der MV 2017/0060 ausführlich beschrieben.
Die Finanzierung der Radverkehrsanlagen erfolgt aus den Stellplatzrücklagen der Kostenstelle
066-100-1000, Investitionsnummer 09066 -6092 Radverkehr – Netzergänzung und
Lückenschluss.
B) Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
B1) Fahrradabstellanlagen
Ziel ist es hochwertige private Fahrradabstellmöglichk eiten an den im Förderzeitraum
bezugsfertigen Baufeldern herzustellen. Auf den bis Mitte 2019 entwickelten Baufeldern B 3.1,
3.2 und B 4.2 der Bauverein AG sollen 594 öffentlich zugängliche Abstellmöglichkeiten in Form
von 297 Anlehnbügeln – davon 164 Büge l überdacht – hergestellt werden. Diese Maßnahme
wird durch den Kooperationspartner bauver ein AG geleitet, der einen gesonderten Antrag
gestellt hat.
B2) Öffentlich zugängliche Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
Für die bis voraussichtlich Ende 2019 eingerichtete Grundschule mit Turnhalle und die
Kindertagesstätte sind entsprechend dem Leitfaden für Fahrradabstellanlagen 176 öffentliche
Fahrradabstellmöglichkeiten – teils auch überdacht in Gebäudeüberständen – herzustellen.
Hinzu kommen 30 öffentliche Abstellmöglichkeiten auf dem Quartiersplatz.
Zur Finanzierung der Stellhilfen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
C) Öffentliche Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und in Eberstadt
Basierend auf den privaten Abstellmöglichkeiten in der Lincoln -Siedlung sollen im
Förderzeitraum 300 neue öffentliche Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt und 50 im
Stadtteil Ebers tadt geschaffen werden, da die von der Lincoln -Siedlung aus startenden
Radfahrende auch an anderen städtischen Standorten ausreichend Abstellanlagen vorfinden
sollen und somit die Fahrradmobilität auch stadtweit gefördert werden soll.
Zur Finanzierung der Stellhilfen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
C1) Fahrradabstellanlage in der Innenstadt
In der Innenstadt soll eine zentr ale, hochwertige öffentliche Abstellanlage inkl. Schließfächern
mit Lademöglichkeiten für Akkus von E -Bikes/Pedelecs und Anschließmöglichkeiten für
- 5 -
Lastenräder und Anhänger sowie eine Selfservice -Station hergestellt werden. Im Rahmen
dieses Förderprojektes stehen Mittel für die Umsetzung eines Fahrradparkhauses im Bereich
der Innenstadt zu Verfügung. Im ersten Schritt soll zunächst geprüft werden, wo und wie dies
erfolgen kann. Die Beauftragung dieser Planungsleistung erfolgt über die Kostenstelle 061-004-
1000, Sachkonto: 6779300 Allgemeine Planungskosten.
Es sollen insgesamt 300 Fahrradabstellmöglichkeiten angeordnet werden. Es ist teilweise eine
Überdachung vorgesehen. Die besonderen Flächenanforderungen für Lastenrädern/Fahrrädern
mit Kinderanhänger, die Anlage von vandalismussicheren Schließfächern, von
Lademöglichkeiten für Pedelecs, evtl. einer Selfservice -Station werden in die Planungen
einfließen.
C2) Fahrradabstellanlagen in Eberstadt
Im Stadtteil Eberstadt sollen in Verbindung mit der Lincoln -Siedlung 25 hochwertige Fahrrad -
Anlehnbügel für 50 Fahrräder an möglichst zwei zentralen ÖPNV -Haltestellen (und zukünftigen
Mobilitätsstationen) hergestellt werden.
D) Bike+Ride an quartiersnahen Straßenbahnhaltestellen
Die quartiersnahe Straßenbahnhaltestell e Marienhöhe und die neue Haltestelle Lincoln werden
durch die Herstellung von qualitativ -hochwertigen Bike+Ride-Anlagen deutlich aufgewertet. Es
handelt sich um zwei hochwertige Bike+Ride -Anlagen mit Abstellmöglichkeiten für je 20
Fahrräder.
Zur Finanzier ung der Stellhilfen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6090 – Errichtung von Fahrradabstellhilfen im Stadtgebiet – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
E) Stadtteilübergreifendes Lastenradverleihangebot
Voraussichtlich ab Juni 2017 wird ein stadtteilübergreifendes (E -)Lastenradverleihangebot
(„Heinerbike“) mit zunächst mindestens vier Lastenrädern eingerichtet.
Durch die geförderte Anschubfinanzierung s ollen zum einen für die Bewohnenden der Lincoln-
Siedlung und zum andern auch in anderen Stadtteilen Lastenräder in Form eines freien
Lastenrad-verleihsystems zur Verfügung gestellt werden. Die Wartung und Betreuung soll
gemeinwirtschaftlich über den Kooperationspartner Transition Town Initiative Darmstadt
laufen.
Zur Finanzi erung des Eigenanteils der Lastenräder sind die Mittel der Kostenstelle 061 -004-
1000, Investitionsnummer 16061-6002 Verkehrsmanagement zu entnehmen.
Für die ersten zwei Jahre ist für den Betrieb des Lastenradverleihsystems nach dem Modell
„Freie Lastenräder“ ebenfalls bei dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit ein Förderantrag im Rahmen des Aufrufs „Kurze Wege für den Klimaschutz“
in Höhe ca. 20.000, -EUR gestellt worde n. Diese Fördermittel sollen für die ersten 2 Jahre die
Aufwandsentschädigungen, Reparaturkosten, Versicherung sowie Öffentlichkeitsarbeit decken.
Eine mündliche Zusage ist bereits erfolgt. Falls wider Erwarten kein positiver Förderb escheid
erfolgen sollte, werden die Kosten über die Kostenstelle 061 -004-1000 Investitions-Nr.16061
6002 Verkehrsmanagement getragen werden. Über diese Maßnahme wird in einer sonderten
Magistratsvorlage berichtet.
Bei einer erfolgreichen Annahme des Angebots durch die BürgerInnen soll das
Lastenradangebot mit weiteren Rädern ausgebau t werden (Kostenstelle 061 -004-1000
Investitions-Nr.16061 6002).
F) Radverkehrszählstellen zum Monitoring und zur Kommunikation
Die Radverkehrsentwicklung soll durch die Einrichtung zweier Radverkehrszählstellen im Jahr
2017 an der Nord -Süd-Hauptroute ( Anfang und Ende der Maßnahme in der Heidelberger
Straße) langfristig dokumentiert werden. Sie dienen zur Zählung der Rad Fahrenden und
- 6 -
Visualisierung der Radverkehrsentwicklung. Diese sollen auch zum Monitoring der Maßnahmen
nach Projektende genutzt werden. Die pro Jahr anfallenden Betriebskosten der zwei Säulen von
ca. 600 Euro werden von der Stadt Darmstadt übernommen (Kostenstelle: 066 -101-1000,
Sachkonto: 6051000).
Zur Finanzierung der Radverkehrszählstellen sind die Mittel der Kostenstelle 066 -100-1000,
Investitionsnummer 08066 -6092 – Radverkehr – Netzergänzung und Lückenschluss – aus
Haushaltsresten zu entnehmen.
G) Begleitende Image-Kampagne
Die Implementierung einer umfassenden Informations - und Kommunikations -Kampagne für
CO2-neutrale Nahmobilität mit Fokus auf den Radverkehr in Form von Neubügerbroschüren,
Fahrradstadtplänen, Informationstafeln und einem umfangreichen Kommunikations - und
Beteiligungsprogramm, soll vor allem die Bewohnerschaft der Lincoln -Siedlung mitnehmen.
Durch Informationsfläch en (z.B. im Quartier oder der zentralen Abstellanlage in der
Innenstadt, sowie mobile Werbeflächen z.B. an Lastenrädern etc.) und die verbesserte
Sichtbarkeit der Maßna hmen wird die Botschaft der aktiven Radverkehrsförderung in der
Lincoln-Siedlung auch in die Kernstadt und die umliegenden Stadtteile transportiert. Des
Weiteren soll für die Lincoln -Siedlung ein Neubürgerpaket entwickelt und die spezifischen
Vorteile im Hinblick auf nachha ltige Mobilität herausgestellt werden. Ergänzt wird das Ganze
um Veran staltungen für die B ewohnerschaft und Beschäftigte im Quartier, Anrainer und
Interessierte, sowie Kinder und J ugendliche, bei denen für das Fahrrad als klimafreundliches
Verkehrsmittel geworben wird und die erzielten Erfolge präsentiert werden.
Einzelmaßnahmen:
G1) Errichtung von Info -Tafeln im Vorlauf und während der Maßnahmen, um die BürgerInnen
auf die Neuerungen im Radverkehr aufmerksam zu machen.
G2) Druck einer kompakten Broschüre für NeubürgerInnen der Lincoln -Siedlung zur CO 2-
neutralen Nahmobilität mit Fokus Radverkehr.
G3) Druck des aktuellen Fahrradstadtplans für alle NeubügerInnen der Stadt Darmstadt in der
Projektlaufzeit bis Mitte 2019, um mit der Radverkehrsförderung möglichst niederschwellig
aber effektiv an der Lebensumbruchsituation (Umzug nach Darmstadt) anzusetzen.
G4) Themenwoche, -tage und -aktionen (einmal pro Jahr in der Förderlaufzeit) zur
Nachhaltigen Mobilität mit dem Fahrrad in der und im Umfeld der Lincoln -Siedlung. Der
jeweilige Schwerpunkt soll auf den Themen „Verkehrssicherhe it & Fahrrad“ (A), „Klimaschutz &
Fahrrad“ (B) sowie „Gesundheit und Fahrrad“ (C) liegen.
Die Aktionen finden auch an den von den Kindern und Jugendlichen der Lincoln -Siedlung
voraussichtlich besuchten umgebenden Schulen, z.B. Bessunger Grundschule und Li chtenberg-
Gymnasium, statt.
Unterstützen können hierbei die Partner des Netzwerkes „Schule und Mobilität“ (u.a. Polizei,
Jugendverkehrsschule, Schulämter, Verkehrsbehörde, ...), zuständig für schulisches
Mobilitätsmanagement und Mobilitätsbildung, sowie Fa hrradläden und der DVR (Themenfeld
A), das Umweltamt, der BUND, der Nabu (Themenfeld B) oder Sportvereine (z .B. Wettbewerbe
auf angrenzender Radrennbahn, Krankenkassen, Aktionen & Wettbewerbe an Schulen/Kita)
analog zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ (Themenfeld C).
Zur Finanzierung des Eigenanteils der begleitenden Imagekampagne sind die Mittel der
Kostenstelle 061 -004-1000, Investitionsnummer 16061 -6002 Verkehrsmanagement zu
entnehmen.
Die Themenfelder C (Fahrradabstellanlagen), D (Bike+Ride -Anlagen) und E
(Lastenradverleihsystem) sollen vernetzt ihre Wirkung erzielen und können Bestandteile einer
oder mehrerer Mobilitätsstationen sein (Konzeptstudie zu Mobilitätspunkten von HEAG mobilo
und Stadt Darmstadt in Arbeit).
- 7 -
Nach Beschluss des Magistrats werden die Maßnahmen der Öffentlichkeit über die Medien und
den städtischen Internetauftritt vorgestellt.
Darmstadt, den 05.07.2017
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
i. V.
Dr. Barbara Boczek Jochen Partsch
Stadträtin Oberbürgermeister
anlage 2
51790 Zeichen
Lincoln by bike
Förderantrag
Aktenzeichen: 0204KR0125
Akronym: Mobilitaet_Lincoln
Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswett-
bewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ des Bundesministeriums
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Darmstadt, 28.09.2016
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
1
1 HINTERGRUND UND AUSGANGSLAGE
Mit dem Modell -Quartier Lincoln- Siedlung soll ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige
Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung in Darmstadt realisiert werden, das auf die G e-
samtstadt ausstrahlt und im Ra hmen des Anfang 2016 begonnenen Entwicklung s-
prozesses "Masterplan Darmstadt 2030 " im Themenfeld Mobilität Zeichen setzt . Ein
wichtiger Baustein ist hierbei die klimaneutrale Mobilität. Mit einem integrierten Ko n-
zept zur Förderung des Radverkehrs bewirbt si ch die Stadt Darmstadt zum Bundes-
wettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt , Oberzentrum in Südhessen, verzeichnete in den
letzten fünf Jahren ein Bevölkerungswachstum von mehr als 10 % und umfasst mitt-
lerweile eine Stadtbevölkerung von über 157.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Die Stadt hat bereits heute einen überdurchschnittlich hohen Radverkehrsanteil unter
den Hessischen Großstädten. Aufgrund ihrer kompakten Kernstadt
1
und der günst i-
gen Topographie, sowie des stetig ste igenden Anteils junger Menschen in der Stadt
– insbesondere der Studierenden mit einem Bevölkerungsanteil von 26 % im Jahr
2014 – verfügt die Stadt über gute Voraussetzungen für die wachsende Nachfrage
nach günstiger, flexibler und umweltfreundlicher Mobilität.
Um von einer Aufsteiger-Kommune mit einem Radverkehrsanteil von 17 % am Modal
Split im Gesamtverkehr (SRV 2013) zu m „Vorreiter“ (siehe NRVP 2020) in Südhes-
sen zu avancieren, hat die Stadt Darmstadt in den letzten Jahren einige planerische
Konzepte auf den Weg bringen können. Die Chance zur Umsetzung eines integrier-
ten Konzeptes für ein ganzes Quartier soll nun gezielt genutzt werden, um Erfahrun-
gen zu sammeln und diese auf weitere Stadtquartiere zu übertragen und in die
Stadtentwicklung einzubringen (Masterplan Darmstadt 2030).
1.1 Die Lincoln-Siedlung als Modell-Quartier für nachhaltige Mobilität
Innerhalb des Darmstädter Stadtgebietes befinden sich rund 316 ha ehemals militä-
risch genutzte Flächen. Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ab 2008
hat die Stadt Darmstadt in einem breit angelegten Planungs - und Beteiligungspr o-
zess die Entwicklung der freiwerdenden Flächen eingeleitet. Das Ziel des Darmstäd-
ter Konversionsprozesses ist eine bedarfsgerechte und nachhaltige Entwicklung der
Flächenpotenziale.
Im Konversionsgebiet Lincoln- Siedlung wurde mit dem "Rahmenplan Bessungen
Süd" im Jahr 2010 und dem Bebauungsplan Nr. S 25 im Jahr 2015 der Grundstein
für ein Mobilitätskonzept mit Modellcharakter gelegt.
Erklärtes Ziel der Gebietsentwicklung ist di e nachhaltige Gestaltung des Verkehrsge-
schehens, das Menschen von Beginn an (d.h. mit Einzug ins Quartier) in die Lage
versetzt, ihre Mobilität mit möglichst geringem Aufwand an Kfz -Verkehr, geringem
1
Innerhalb einer Fahrraddistanz von 2,5 km um den Luisenplatz leben mehr als 80.000 Menschen (Stand 2015).
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
2
Ressourcenverbrauch und Emissionen zu organisieren und a bzuwickeln. Damit soll
die Unabhängigkeit vom eigenen Auto ge fördert werden, ohne die Mobilität des Ei n-
zelnen insgesamt einzuschränken. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt, das den
Umweltverbund (ÖPNV, Fuß - und Radverkehr) von Anfang an als Rückgrat der
verkehrlichen Erschließung und Anbindung verstärkt aus baut und Alternativen zum
eigenen Auto (z. B. CarSharing, BikeSharing) gezielt anbietet. (vgl. Begründung zum
B-Plan S. 25). Außerdem beinhaltet das Konzept die Entkopp lung von Wohnen und
Stellplätzen und legt fest, dass Stellplätze mehrheitlich in dezentralen Abstellanlagen
unterzubringen sind. Damit soll der öffentliche Raum vom ruhenden Verkehr entlastet
und für die Nahmobilität erhöhte Aufenthalts - und Bewegungsqualität bieten. Das
Stellplatzangebot wird vollständig bewirtschaftet.
Vor Offenlage des Bebauungsplans wurde von der Stadt Darmstadt eine Stellplat z-
einschränkungssatzung erlassen, in der eine Obergrenze für die H erstellung von
Stellplätzen festgelegt wurde.
Ein bereits die Planungs - und Vermar k-
tungsphase begleitendes Mobilitätsm a-
nagement wurde im Herbst des Jahres
2015 mit Hilfe eines städtebaulichen Ver-
trags auf den Weg gebracht, welches
von der Vorhabenträger in (bauverein
AG) und der Stadt Darmstadt zunächst
über einen Zeitraum von zwei Jahr en fi-
nanziert wird. Das Mobil itätsmanage-
ment ist zuständig für die Umsetzung
des Mobilitätskonzepts und u mfasst die
Beratung der (neuen) Bewohnerschaft,
den Betrieb einer Mobilitätszentrale so-
wie die Bereitstellung, Organisation, Ver-
trieb und Marketing der Mobilitätsange-
bote und Serviceangebote (CarSharing,
BikeSharing inkl. Lastenräder, Elektr o-
mobilität, Dienstleistungen u. v.m.), die
Entwicklung und Evaluation neuer
Mobilitätsangebote sowie die Organisat i-
on des Stellplatzangebots (private und
öffentliche) und die Ver teilung der Stel l-
plätze an die Bewohner.
Abbildung 1: Lage der Lincoln-Siedlung im Stadtgebiet
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
3
1.2 Lage und Abgrenzung des Modellgebiets
Das Modellgebiet umfasst die Lincoln- Siedlung, die am südlichen Rand der Ker n-
stadt in einer Entfernung von ca. 3 km zur Innenstadt bzw. zum südlichen Stadtteil
Eberstadt liegt. Hier soll auf knapp 25 ha Wohnraum für insgesamt etwa 3.000 Men-
schen entstehen, einschließlich aller notwendigen Versorgungseinrichtungen wie
Kindertagesstätte, Schule, soziale Einrichtungen, quartiersbezogene Dienstleistun-
gen sowie Spiel - und Erholungsflächen. Ein größeres Nahversorgungszentrum
("Marktplatz Bessungen") grenzt unmittelbar nördlich an die Lincoln-Siedlung an.
Im Jahr 2014 wurden erste Wohnungen an Studierende vermietet, seit Anfang 2016
erfolgt der Bezug von bereits sanierten Bestandsgebäuden. Am Ende des Förderzeit-
raums (Mitte 2019) werden ca. 60 % der Bewohnerschaft aufgesiedelt sein.
Gute Radverkehrsanbindungen sind Voraussetzung , wenn der R adverkehr gezielt
gefördert werden soll. Dazu gehört insbesondere die Radwegeverbindungen in die
Innenstadt sowie zu den Bahn höfen (Hauptbahnhof und Südbahnhof) . Weitere El e-
mente für die Vernetzung sind Abstellanlagen und Vermiet stationen an Knoten des
Radverkehrsnetzes.
1.3 Einordnung in vorliegende Konzepte und Planungen
Auf der Ebene der Gesamtstadt werden derzeit und wurden in den letzten fünf Jah-
ren zahlreiche Konzepte zur Radverkehrsförderung erstellt und erste Maßnahmen
umgesetzt:
• seit 2016: Konzeptstudie zu Mobilitätspunkten, insbesondere zur Verknüpfung
von Fahrrad und ÖPNV (HEAG mobilo, laufend)
• seit 2015: Umsetzung des Konzepts "Fahrradstraßen" mit der Ausweisung der
ersten zwei Fahrradstraßen (Stadt Darmstadt, laufend)
• 2015: Erstellung eines Leitfadens für Fahrradabstellanlagen mit Empfehlungen
zur Qualität der Anlagen (Stadt Darmstadt)
• 2015: Schutzstreifenscreening an Hauptverkehrsstraßen (Stadt Darmstadt)
• 2015: Konzept Fahrradparken Innenstadt (Stadt Darmstadt)
• 2014: Einrichtung eines Fahrradvermietsystems (Asten der Hochschulen in Dar-
mstadt in Kooperation mit HEAG mobilo, Firma Merck und Stadt Darmstadt)
• 2012: Entwicklung eines Schülerradroutennetzes für 20 weiterführende Schulen
in Darmstadt und Integration in den regionalen Schülerradroutenplaner
(Projektträger: ivm GmbH)
Des Weiteren relevant ist das „Integriertes Klimaschutzkonzept der Wissenschaft s-
stadt Darmstadt“ (2013) mit seinen Aussagen zum Radverkehr.
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
4
In Bezug auf die Lincoln- Siedlung sind die folgenden Bausteine des Mobilitätskon-
zepts von Bedeutung (vgl. Stadt Darmstadt, Begründung zum B-Plan S 25):
• Einschränkungs- und Verzichtssatzung Lincoln Siedlung
• pro Wohneinheit mindestens 0,4 und maximal 0,8 Pkw-Stellplätze
• Integriertes Parkraummanagement mit Bewirtschaftung im öffentl. Raum
• Städtebaulicher Vertrag und Durchführungsvertrag mit Mobilitätskonzept und
-management für die Lincoln-Siedlung mit Fokus u. a. auf Radverkehrsförderung
(u. a. auch: Herstellung von mindestens 2,4 Fahrradstellplätzen pro Wohneinheit,
davon 10 % sind für Besucher zugänglich im Eingangsbereich der Gebäude zu
positionieren)
• Bau einer neuen Straßenbahnhaltestelle und Herstellung von Bike+Ride-Anlagen
an der neuen Haltestelle Lincoln und der bestehenden Haltestelle Marienhöhe
• Ausweitung des Fahrradvermietsystems auf die Lincoln-Siedlung und ergänzen-
des Angebot von mietbaren Pedelecs, E-Bikes und Lastenrädern
• Dichtes Rad- und Fußverkehrsnetz innerhalb der Lincoln-Siedlung
• Ausbau des Kommunalen Radverkehrsnetzes im Umfeld des Quartiers und für
die Verbindung in die Innenstadt und den Stadtteil Eberstadt (z.B. Herstellung von
Radverkehrsanlagen in der Heidelberger Straße
• Mobilitätsmanagement ab der Planungs- und Vermarktungsphase (siehe 1.1)
2 ZIELE, ZIELGRUPPEN, THEMEN UND AKTEURE
Oberstes Projektziel ist die Förderung des Radverkehrs als wesentlicher Beitrag zum
Klimaschutz im Modellprojekt Lincoln-Siedlung. Das Fahrrad soll mit einem Modal
Split-Anteil von 27 % - neben dem Fußverkehr - zum dominierenden Verkehrsmittel
für die Lincoln-Siedlung werden.
Die steigende At traktivität der Stadt Darmstadt als Wirtschafts - und Wohnstandort
führt neben dem Zuwachs an Verkehr auch zu steigenden Lärm - und Abgasemissio-
nen, wenn nicht gezielt gegengesteuert wird. Die Stadt Darmstadt – auch vor dem
Hintergrund der Feinstaubdebatte – ist bestrebt die gesetzten Klimaschut zziele
2
aus
dem Integrierten Klimaschutzkonzept 2012/2013 zu erreichen. Mit der offensiven
Förderung des Radverkehrs in der Lincoln-Siedlung soll der G rundstein für eine g e-
samtstädtische Offensive gelegt werden.
2
Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen um 80 % (Leitgas CO2) bezogen auf das Jahr 1990 reduziert werden.
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
5
Hauptzielgruppen
Da das Fahrrad ein Verkehrsmittel für nahezu jedes Lebensalter und jede Lebensl a-
ge ist, sind alle Alters- und Bevölkerungsgruppen der Bewohnerschaft der Lincoln-
Siedlung angesprochen. Insbesondere sind Personengruppen angesprochen, die
sich keinen Privat-Pkw anschaffen möchten oder können. Für diese Zielgruppe sol-
len vielfältige Radverkehrsangebote wie das Fahrradvermietsystem (nicht Bestand-
teil der Förderung) , die Mobilitätsstatio nen, qualitätvolle Abstellanlagen und die
E-Lastenleihräder bereitstehen.
Ein großes Anliegen ist die Anbindung des Quartiers an das übergeordnete Radver-
kehrsnetz, für Bewohnerinnen und Bewohner der Lincoln-Siedlung und der an-
grenzenden Quartiere und Stadtteile gleichermaßen. Damit haben die Verbi n-
dungen in und aus dem Quartier auch großen Nutzen für die EinwohnerInnen der
Stadtbezirke bzw. -teile Heimstättensiedlung, Verlagsviertel, Bessungen und An der
Ludwigshöhe.
Themenfelder im Projekt
A) Radverkehrsanbindung Lincoln Siedlung
Ziel: Das Radverkehrsnetz erhält im Jahr 2017 von der Lincoln-Siedlung ausge-
hend einen wichtigen Lückenschluss auf der innerstädtischen Hauptroute durch
hochwertige Radverkehrsanlagen in Richtung Innenstadt.
Hinweis: Die ursprünglich angedachte Aufwertung/Erneuerung der Verbindung in
Richtung Eberstadt musste entfallen, da sich die Bausubstanz schlechter dar-
stellt als ursprünglich angenommen. Dies erfordert eine grundhafte Erneu erung,
deren Planung (und Kostenkalkulation) noch nicht vorliegt.
Zielgruppen: Die Wohnbevölkerung und insbesondere PendlerInnen der Li n-
coln-Siedlung (3.000 EW im Endausbau) und der angrenzenden Stadtteile
(Eberstadt: 23.000, Alt-Bessungen: 6.500, An der Ludwigshöhe: 2.100 EW)
Akteure: Die Stadt Darmstadt als Straßenbaulastträger in und somit Flächenei-
gentümerin.
B) Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
Ziel: Hochwertige private Fahrradabstellmöglichkeiten werden an den im Förder-
zeitraum bezugsfertigen Baufeldern hergestellt (594). Des Weiteren werden ö f-
fentliche Abstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum im Quartier hergestellt (206).
Zielgruppen: Die Wohnbevölkerung in der Lincoln- Siedlung, die bis Mitte 2019
angesiedelt ist, sowie Beschäftigte und Besucher der Lincoln-Siedlung.
Akteure: Die Stadt Darmstadt und die bauverein AG. Eigentümerin der Flächen
ist die Bauverein AG. Eigentümerin der Flächen der öffentlichen Einrichtungen ist
die Stadt Darmstadt.
C) Öffentliche Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und in Eberstadt
Ziel: Basierend auf den privaten Abstellmöglichkeiten in der Lincoln- Siedlung
werden bis Mitte 2019 300 neue öffentliche Fahrradabstellmöglichkeiten in der
Innenstadt und 50 im Stadtteil Eberstadt geschaffen.
Zielgruppe: Bevölkerung der Lincoln-Siedlung, Synergien für Stadtbevölkerung
Akteure: Die Stadt Darmstadt (Flächeneigentümerin).
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
6
D) Fahrradvermietsystem mit lokalen Stationen
Hinweis: Der Baustein D ist entfallen, da d er Großteil der (nicht förderfähigen)
Ausgaben bei dem bestehenden lokalen System für den Betrieb und das Leasing
der Fahrräder für einen bestimmten Zeitraum anfällt. Die geplanten Sta ndorte
werden dennoch (aus Mitteln des Mobilitätsmanagements ) mit dem voranschrei-
tenden Bezug der Wohneinheiten eingerichtet. Die beabsichtigte Wirkung wird
somit trotz fehlender Förderung erzielt. Um die Gesamtwirkung der geförderte n
Maßnahmen beizubehalten, wurde mit dem Projektträger eine Aufstockung a n-
derer Bausteine abgesprochen.
D) Bike+Ride an quartiersnahen Straßenbahnhaltestellen
Ziel: Die quartiersnahen Straßenbahnhaltestelle Marienhöhe und die neue Hal-
testelle Lincoln werden durch die Herstellung von qualitativ -hochwertigen B i-
ke+Ride-Anlagen bis Mitte 2019 deutlich aufgewertet.
Zielgruppen: Die Wohnbevölkerung und insbesondere PendlerInnen der Li n-
coln-Siedlung und der angrenzenden Stadtteile ( Alt-Bessungen: 6.500 EW, An
der Ludwigshöhe: 2.100 EW)
Akteure: Die Stadt Darmstadt als Eigentümerin der Flächen. Die HEAG mobilo
GmbH als assoziierter Partner.
E) Stadtteilübergreifendes Lastenradverleihangebot
Ziel: Bis 2018 wird ein stadtteilübergreifendes (E -)Lastenradverleihangebot mit
mindestens vier Lastenrädern eingerichtet.
Der Fokus liegt zunächst auf der Lincoln- Siedlung (betreut durch das Mobilität s-
management), die Räder können jedoch bei Kooperationen auch in der Innen-
stadt und anderen Stadtteilen betreut werden (System der Freien Lastenräder).
Zielgruppe: Die Rad fahrende Wohnbevölkerung in der Lincoln -Siedlung und
ggf. in weiteren Stadtteilen von Darmstadt
Akteure: Die Stadt Darmstadt, Agenda 21-Gruppe Darmstadt
F) Radverkehrszählstellen zum Monitoring und zur Kommunikation
Ziel: Die Radverkehrs entwicklung wird durch die Einrichtung zwei er Radver-
kehrszählstellen im Jahr 2017 an der Nord- Süd-Hauptroute (Anfang und Ende
der Maßnahme in der Heidelberger Straße) langfristig dokumentiert.
Zielgruppe: Die Bevölkerung der Stadt Darmstadt
Akteure: Die Stadt Darmstadt als Straßenbaulastträgerin und Eigentümerin der
Flächen.
G) Begleitende Image-Kampagne
Hinweis: Gegenüber der Projektskizze wurde der Baustein deutlich aufgestockt
und bezüglich der Zielgruppen und Projekte konkretisiert.
Ziel: Implementierung einer umfassenden Informations - und Kommunikations -
Kampagne für CO
2-neutrale Nahmobilität mit Fokus auf dem Radverkehr in Form
von Neubügerbroschüren, Fahrradstadtplänen, Informationstafeln und einem um-
fangreichen Kommunikations- und Beteiligungsprogramm. Die Federführung liegt
bei der Stadt Darmstadt, die assoziierten Partner sind unterstützend tätig.
Zielgruppe: Bevölkerung der Stadt Darmstadt
Akteure: Stadt Darmstadt und Kooperationspartner
Hinweise: Die Themenfelder C, D und E sollen vernetzt ihre Wirkung erzielen und
können Bestandteile einer oder mehrerer Mobilitätsstationen sein (siehe 1.3 laufe n-
des Konzept zu Mobilitätsstationen).
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
7
3 DIE MASSNAHMEN IM DETAIL
A) Radverkehrsanbindung Lincoln-Siedlung und Innenstadt
Situation im Bestand
Die Verbindung in und aus Richtung Innenstadt (Hauptroute im Radverkehrsnetz)
weist derzeit keine Radverkehrsanlage zwischen Landskronstraße und
Hermannstraße auf (Tempo 50). Ruhender Kfz-Verkehr tritt auf beiden Straßenseiten
abschnittsweise auf. Rad fahrende weichen aus Sicherheitsgründen häufig auf den
Gehweg aus.
Maßnahmen
Anlage von Radfahrstreifen (in Teilabschnitten Schutzstreifen) auf der Heidelberger
Straße zwischen Landskronstraße und Hermannstraße für Lückenschluss a uf Haupt-
route zwischen Lincoln- Siedlung und Innenstadt. Hinweis: Gegenüber der Förder-
skizze werde noch 44 Abstellmöglichkeiten (16 in Form von Anlehnbügel mit Vorder-
radhalterung und 14 in Form von Anlehnbügeln) größtenteils auf ehemaligen Kfz -
Parkständen hergestellt.
Länge/Umfang
Die Verbindung zwischen Hermannstraße und Landskronstraße wird deutlich aufge-
wertet. Stadtauswärts soll auf einer Länge von 750 m ein Radfahrstreifen entstehen,
der auf ca. 240 m durch einen Schutzstreifen ersetzt wird (s. Hinweis). Stadteinwärts
wird ein Radfahrstreifen von 550 m Länge angelegt. Zwischen Landskronstraße und
Moosbergstraße wird ein Schutzstreifen angelegt (geringe Flächenverfügbarkeit).
Qualität (nach ERA)
Die Abstellanlagen sind ADFC-zertifizierte Ausführungen von Anlehnbügeln mit
Querholm bzw. kombinierte Vorderrad- und Rahmenhalterung.
Die Radverkehrsanlagen stadteinwärts werden die Radfahrstreifen (und der kurze
Abschnitt als Schutzstreifen) mindestens in Regelbreite nach ERA ausgeführt. Stadt-
auswärts gibt es eine Kombination aus Schutz- und Radfahrstreifen mindestens in
Regelbreite. Die Radfahr- und Schutzstreifen werden im Umfeld der Knotenpunkte
rot eingefärbt und erhalten vorgezogene Radaufstellstreifen.
Hinweis: Von den ERA-Maßen wird auf einem Abschnitt von ca. 200 m stadtauswärts
abgewichen, da aufgrund des Straßenquerschnitts nur 1,50 m zur Verfügung stehen,
die als schmaler Radfahrstreifen statt als Schutzstreifen ausgeführt werden. Es
LLiinnccoollnn--
SSiieeddlluunngg
IInnnneennssttaaddtt
Lage (Karte: OpenStreetmap)
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
8
wurde sich für einen Radfahrstreifen entschieden, da dieser für Radfahrende ein hö-
herwertiges Angebot darstellt, da dort weder gehalten noch der Verkehrsraum
(Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn) überfahren werden darf. Der Sicherheitsab-
stand zum ruhenden Kfz-Verkehr wird eingehalten.
Visualisierung Alternative 1
Hinweis: RFS= Radfahrstreifen, RSS= Radschutzstreifen
Ausschnitt aus dem Lageplan der Heidelberger Straße in Höhe der Bessunger Straße
3,40 1,85 3,15
1,85 3,14
1,85 2,63
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
9
Kostenrahmen
Baustein A) Neuordnung der Verkehrsflächen in der Heidelberger Str. zugunsten von
Radfahrstreifen und Schutzstreifen ; Abschnitt Hermannstraße bis Rüdesheimer Straße /
Landskronstraße
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
10
Summe Gesamt (inkl. Mwst.) 243.568 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
11
B) Öffentlich zugängliche Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
Situation im Bestand
Quelle: www.lincoln-siedlung.de Bestehende öffentliche Abstellanlagen, Bild Büro StetePlanung
Maßnahme
Herstellung qualitativ hochwertiger öffentlich zugänglicher Abstellanlagen auf Privat-
grund und im öffentlichen Raum.
Umfang
Hinweis: Gegenüber der Projektskizze wurde der Baus tein aufgeteilt. Auch die A n-
nahmen zu den Abstellanlagen konnten konkretisiert und auf insgesamt 800 Abstel l-
möglichkeiten (für entfallenen Baustein E) aufgestockt werden:
Baustein B 1:
Auf den bis Mitte 2019 entwickelten Baufeldern B 3.1, 3.2 und B 4.2 der Bauverein
AG sollen 594 öffentlich zugängliche Abstell möglichkeiten in Form von 297 Anlehn-
bügeln – davon 164 Bügel überdacht – hergestellt werden.
Baustein B 2:
Für die bis Mitte 2019 eingerichtete Grundschule mit Turnhalle und die Kindertages-
stätte sind entsprechend dem Leitfaden Fahrradabstellanlagen 176 öffentliche Fahr-
radabstellmöglichkeiten – teils auch überdacht in Gebäudeüberständen – herzustel-
len. Hinzu kommen 30 öffentliche Abstellmöglichkeiten auf dem Quartiersplatz.
Qualität
Hochwertige Anlehnbügel mit Querholm auf gepflastertem Grund . Überdachung mit
Gründach.
Visualisierung
Beispiel für öffentliche Fahrradbügel in Darmstadt
Quelle: Stadtverwaltung Darmstadt
Beispiel für teil-eingehauste Abstellanlage an Wohngebäude,
Quelle: Gewofag, München Friedenheim
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
12
KOSTENRAHMEN
B1) Herstellung von 297 Fahrrad -Anlehnbügeln für 594 öffentlich zugängliche Fahrrada b-
stellmöglichkeiten durch die bauverein AG. 164 Abstellmöglichkeiten erhalten ein Gründach.
(Kosten basierend auf unverb. Richtpreisangebot des Herstellers)
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1.2 Oberflächenbefestigung (à 80 m²) - Herstellung
Pflaster mit Einfassung inkl. Unterbau
720 m² 65 46.800 €
1.3 Fundamente für Bügel/Überdachung inkl. Bewehrung
herstellen
324 m² 120 38.880 €
2.1 Anlehnbügel mit Querholm, feuerverzinkt 297 St. 150 44.550 €
2.2 Montage von Bügeln auf Fundament 297 St. 50 14.850 €
3.1 Überdachungen mit Gründach (Grundfläche ca. 6x6m) 9 St. 7.895 71.055 €
3.2 Montage der Überdachung 9 Psch. 1.450 13.050 €
Summe Material, Lieferung und Einbau (inkl. Mwst.) 272.730 €
KOSTENRAHMEN
B2) Herstellung von 103 Fahrrad-Anlehnbügeln für 206 öffentliche Fahrradabstellmöglichkei-
ten an der geplanten Grundschule mit Turnhallte, der Kindertagesstätte und auf dem Qua r-
tiersplatz (unverb. Richtpreisangebot) durch die Stadt Darmstadt
(basierend auf unverb. Richtpreisangebot des Herstellers)
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1.1 Anlehnbügel mit Querholm, feuerverzinkt 103 St. 150 15.450 €
1.2 Fundamente, Einbau und Montage 103 St. 350 36.050 €
Summe Material, Lieferung und Einbau (inkl. Mwst.) 61.285 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
13
C) Öffentliche Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt (C1) und Eberstadt (C2)
Situation im Bestand am Pali-Parkplatz in der Innenstadt (C1)
Pali-Parkplatz als Standort der Anlage, Foto Büro Steteplanung
Situation im Bestand im Stadtteil Eberstadt (C2)
Überdachte Pkw-Stellplätze an der Haltestelle Wartehalle Vom Radverkehr nachgefragte Haltestelle Modaubrücke
Maßnahme
C1) Herstellung einer zentralen, hochwertigen öffentlichen Abstellanlage in der I n-
nenstadt (bei Aufgabe von Pkw -Stellplätzen und Verlagerung von Behindertenstel l-
plätzen) inkl. Schließfächern mit Lademöglichkeiten für Akkus von E-Bikes/Pedelecs
und Anschließmöglichkeit für Lastenräder und A nhänger sowie eine Selfservice-
Stationen. Die Stromversorgung ist nicht Bestandteil der Förderung und wird von Sei-
ten der Stadt sichergestellt.
C2) Angebot neuer Anlehnbügel im Zentrum Eberstadts an zwei projektierten mult i-
modalen Mobilitätsstationen (siehe oben, Projekt der HEAG mobilo GmbH).
Umfang und Qualität am Pali-Parkplatz (C1)
C1: Am Pali-Parkplatz sollen 300 Fahrradabstellmöglichkeiten und 24 vandalismus-
sichere Schließfächer (mit Stromanschluss) an einem zentralen Standort in der I n-
nenstadt hergestellt werden. Davon werden 272 Abstellmöglichkeiten in überdachten
Doppelstockparkern (mit Grünbedachung) ausgeführt. Die verbleibenden 28 Stel l-
plätze werden durch 14 Anlehnbügel hergestellt, die auch von Lastenrädern und
Fahrrädern mit Kinderanhänger genutzt werden können. Eine Selfservice- Station
schließt das Angebot ab.
Lage in der Stadt (Karte: OpenStreetmap)
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
14
C2: Im Stadtteil Eberstadt sollen in Verbindung mit der Lincoln- Siedlung 25 hochwer-
tige Fahrrad- Anlehnbügel für 50 Fahrräder an zw ei zentralen ÖPNV -Haltestellen
(und zukünftigen Mobilitätsstationen) hergestellt werden.
Umfang und Qualität an den Mobilitätsstationen in Eberstadt (C2)
25 Anlehnbügel in Edelstahlausführung verteilt im Umfeld von zwei Straßenbahnhal-
testellen.
Visualisierung Pali-Parkplatz (C1)
Beispiel einer öffentlichen Abstellanlage mit Doppelstockparkern in München, Foto Büro Steteplanung
Ansprechendes Gründach, Quelle: http://www.projekt-w.de/fileadmin/_processed_/csm_Leipzig-Connewitz__Arthur-Hoffmann-
Strasse__2_c17b79bdff.jpg
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
15
Planskizze Pali-Platz
Visualisierung Abstellanlagen an Haltestellen Wartehalle und Modaubrücke
Beispiel hochwertiger Anlehnbügel, linkes Foto Büro StetePlanung ; rechtes Foto Stadtverwaltung Darmstadt
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
16
KOSTENRAHMEN
C1) Herstellung von einer überdachten Fahrradabstellanlage für eine Kapazität von
272 Fahrrädern, inklusive Doppelstockparkern mit Rahmenanschlussmöglichkeit, zusätzlich
15 Bügel für 28 weitere Fahrräder und 24 Schließfächer (unverb. Richtpreisangebot)
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1.2 Erdarbeiten - Boden lösen, fachgerecht entsorgen inkl.
Kofferbettabtrag mit Aushub für Fundament-Stützen
180 m³ 20 3.600 €
1.3 Erdarbeiten - Punktfundamente 22 St. 50 1.100 €
1.4 Leitungsarbeiten - Zuleitung Beleuchtung 30 m 50 1.500 €
1.5 Oberfläche - Herstellung Pflaster inkl. Unterbau 226 m² 65 14.690 €
1.6 Fahrradüberdachung (9,10 x 5,78m) mit Flachdach 2 St. 7.980 15.960 €
1.7 Fahrradüberdachung (19,50 x 5,78m) mit Flachdach 1 St. 15.800 15.800 €
1.8 Ausführung als Gründach (9,1 x 5,78m) 2 St. 3.780 7.560 €
1.9 Ausführung als Gründach (19,5 x 5,78m) 1 St. 7.580 7.580 €
1.10 Montage auf bauseitige Fundamente 1 psch 7.420 7.420 €
Zwischensumme Überdachung (netto) 75.210 €
2.1 Doppelstock-Fahrradparker
(Anlage und Abstände ADFC-zertifiziert)
272 St. 195 53.040 €
2.2 Montage auf bauseitige Fundamente 1 psch 3.250 3.250 €
Zwischensumme Doppelstockparker (netto) 56.290 €
3.1 Anlehnbügel mit Querholm, feuerverzinkt 15 St. 150 2.250 €
3.3 Fundamente, Einbau und Montage 15 St. 350 5.250 €
Zwischensumme Bügel am Platz (netto) 7.500 €
4.1 8-er Schließfachanlage mit Stromanschluss 3 St. 3.286 9.858 €
4.2 Montage auf bauseitige Fundamente 3 psch 310 930 €
Zwischensumme Schließfächer (netto) 10.788 €
5.1 Self-Service-Station
(unverb. Richtpreisangebot inkl. Mwst.)
1 St. 446 446 €
5.2 Installation der Self-Service-Stationen
(50 % der Materialkosten)
1 Psch 223 223 €
Zwischensumme Self-Service-Station (brutto) 669 €
Summe Material, Lieferung und Einbau (inkl. Mwst.) 178.917 €
KOSTENRAHMEN
C2) Herstellung von 25 Bügeln für 50 Fahrräder im Stadtteil Eberstadt an projektierten
multimodalen Mobilitätsstationen (unverb. Richtpreisangebot)
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
17
3.1 Anlehnbügel mit Querholm, feuerverzinkt 25 St. 150 3.750 €
3.3 Fundamente, Einbau und Montage 25 St. 350 8.750 €
Summe Material, Lieferung und Einbau (inkl. Mwst.) 14.875 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
18
D) Bike+Ride-Angebot an quartiersnahen Straßenbahnhaltestellen
Situation im Bestand
Haltestelle Marienhöhe im Bestand, Foto Büro Steteplanung
Maßnahme
Errichtung von Bike+Ride- Anlagen an den H altestellen Marienhöhe und der neuen
Haltestelle Lincoln- Siedlung/Quartiersplatz inkl. zweier Selfservice-Stationen durch
die Stadt Darmstadt. Die HEAG mobilo GmbH steht beratend und prozessbegleitend
zur Verfügung.
Hinweis: Gegenüber der Projektskizze ist die HEAG mobilo GmbH nicht bauausfüh-
rend tätig, da die Flächen Eigentum der Stadt sind. Somit muss die Mittelzuwendung
an die Stadt Darmstadt erfolgen.
Umfang
Zwei hochwertige Bike+Ride-Anlagen mit Abstellmöglichkeiten für je 20 Fahrräder.
Qualität
Die Ausgestaltung soll mit hochwertigen Anlehnbügeln in einer einseitig offenen und
witterungsgeschützten Einhausung (s. V isualisierung) eingerichtet werden. Ein b e-
sonderes Angebot stellt die Self -Service-Station an jeder Anlage dar, die zum Luft
nachfüllen oder für kleine Reparaturen genutzt werden kann.
Visualisierung
Die hochwertige Bike+Ride-Anlage in Darmstadt Eberstadt dient als Vorbild, Fotos Büro Steteplanung;
Rechtes Bild: http://www.ibombo.de/wp-content/uploads/2014/10/Pumpstation_SKS_R_Cafe_01.jpg
LLiinnccoollnn--
SSiieeddlluunngg
HHaalltteesstteellllee
LLiinnccoollnn
HHaalltteesstteellllee
MMaarriieennhhööhhee
Lage (Karte: OpenStreetmap)
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
19
KOSTENRAHMEN
D) Herstellung von zwei hochwertigen, überdachten Bike+Ride-Anlagen für eine Kapazität
von 2*20 Fahrrädern inklusive Fahrradbügeln mit Rahmenanschlussmöglichkeit
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1 Überdachungsmodul (1,5 m Länge) inkl. Einbau 14 St. 3.000 42.000 €
2.1 Anlehnbügel mit Querholm, feuerverzinkt 20 St. 150 3.000 €
2.2 Fundamente, Einbau und Montage 20 St. 350 7.000 €
3.1 Self-Service-Station
(unverb. Richtpreisangebot inkl. Mwst.)
2 St. 446 892 €
3.2 Installation der Self-Service-Stationen
(50 % der Materialkosten)
2 Psch 223 446
Summe Material und Einbau (inkl. Mwst.) 63.472 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
20
E) Stadtteilübergreifendes Lastenradverleihangebot
Situation im Bestand: keine Räder vorhanden
Maßnahme
Anschaffung von vier (E-)Lastenrädern durch die Stadt Darmstadt zur kostenlosen
Nutzung durch die Bürgerschaft. Betreuung der Nutzenden erfolgt über die Mobil i-
tätszentrale in der Lincoln- Siedlung. Weitere Kooperationen in der Stadtmitte sind
denkbar und geplan t. Derzeit gibt es Gespräche mit mehreren Unterne h-
men/Geschäften. Die Reservierung kann entweder über die Website der Lincoln-
Siedlung erfolgen oder kann gesondert geregelt werden. Die Stromladung erfolgt
über die Mobilitätszentrale bzw. durch städtische Stromversorgung . Die Kosten für
die Versicherung und Unterhaltung werden von der Stadt Darmstadt (Mobilitätsm a-
nagement Lincoln- Siedlung) übernommen. Das System soll wie in vielen anderen
deutschen Großstädten als „freies Lastenradsystem“ mit teils wechselnden Stationen
aufgebaut werden.
Umfang
Durch eine geförderte Anschubfinanzierung sollen 4 Lastenräder der Bewohner-
schaft der Lincoln- Siedlung und ggf. auch in anderen Stadtteilen zur Verfügung g e-
stellt werden. Die Wartung und Betreuung läuft gemeinwirtschaftlich über Kooperat i-
onspartner, ggf. mit lokaler Werbung oder durch Sp onsoring. Ein Konzept wird der-
zeit erarbeitet. Mögliche Standorte sind die Lincoln- Siedlung (2 Stk. an Mobilitäts-
zentrale), und ggf. ein weiterer Standort in der Innenstadt ( 2 Stk. am Pali-Parkplatz
oder je nach Interessenten auch wechselnd).
Qualität
Zwei Typen von Lastenrädern sollen angeschafft werden (2- und 3-rädrig), um mögli-
che Hemmnisse bei der Handhabung so gering wie möglich zu halten. Die Räder
verfügen über eine Transportbox, eine stufenlose Nabenschaltung , einen Elektroan-
trieb als sogenanntes Pedelec und über eine StVO -konforme Beleuchtung. Die Aus-
führung als Elektrolastenrad wurde gewählt um einerseits die Kraftanstrengung so
gering wie möglich zu halten und andererseits die im Stadtgebiet teilweise vorher r-
schenden Höhenunterschiede überwinden zu können. D ie Ladeinfrastruktur ist vor
Ort gesichert und wird durch die Stadt bereitgestellt.
Visualisierung
Beispiele Lastenradmodelle,
Quelle: https://nationaler-radverkehrsplan.de/sites/default/files/images/praxisbeispiel/praxis_17449_009.jpg
© Marco Walter/Anke Kamhans, http://tink.bike/cms/projekt/
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
21
KOSTENRAHMEN
E) Anschaffung von vier hochwertigen, elektrischen Lastenrädern;
2 in einspuriger Ausführung und 2 in zweispuriger (dreirädriger) Ausführung
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1 Einspuriges E-Lastenrad ( Modell CargoBike Long
NNID, Bakfiets.NL, unverb. Richtpreisangebot)
2 St. 3.699 7.398 €
2 Zweispuriges E -Lastenrad (Modell CargoTrike Large,
Bakfiets.NL, unverb. Richtpreisangebot)
2 St. 4.039 8.078 €
Summe Material (inkl. Mwst.) 15.476 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
22
F) Radverkehrszählstellen zum Monitoring und zur Kommunikation
Situation im Bestand: keine
Maßnahme
Errichtung von zwei Zählstellen in der Heidelberger Straße (von Lincoln-Siedlung in
Richtung Innenstadt) bzw. in der Heidelberger Landstraße (von Lincoln- Siedlung in
Richtung Eberstadt) mit Informationspanel zur Zählung der Rad Fahrenden und Vi-
sualisierung der Radverkehrsentwicklung. Diese sollen auch zum Monitoring der
Maßnahmen nach Projektende genutzt werden. Die pro Jahr anfallenden Betriebs-
kosten der zwei Säulen von ca. 600 Euro werden von der Stadt Darmstadt über-
nommen.
Umfang
Zwei Zählstellen als Säulen ausgeführt.
Qualität
Die Säulen sind mit einer LED-Anzeigetafel und Induktionsschleifen für den Einbau in
Radfahrstreifen ausgestattet, die die Fahrräder möglichst exakt detektieren. Eine
Stromversorgung via Solarpanel musste aufgrund der benötigten Leistung der Anl a-
ge und der geringen Stromausbeute eines noch adäquaten Panels verworfen wer-
den. Die Stromversorgung wird daher über das allgemeine Versorgungsnetz der
Stadt gesichert und ist nicht Bestandteil der Förderung.
Visualisierung
Fahrradbarrometer in Göttingen, Foto Büro StetePlanung
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
23
KOSTENRAHMEN
F) Herstellung von zwei hochwertigen, Fahrradbarometern (Zählstellen) im Verlauf der be i-
den Radwegeanbindungen an die Lincoln-Siedlung in Nord- bzw. Südrichtung
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1 Einseitiges ECO-Barometer mit LED-Balken oder 6-
Stelliger Anzeige, inklusive Induktionsschleifen für
Radfahrstreifen (Hersteller Eco-Counter, unverbindli-
ches Richtpreisangebot)
2 St. 9.900 €
2 Graffitischutzfilm (Hersteller Eco-Counter, unverbindl i-
ches Richtpreisangebot)
2 St. 650 €
3 Stromversorgung (Hersteller Eco-Counter, unverbindli-
ches Richtpreisangebot)
2 St. 550
4 Verpackung und Versand (Hersteller Eco-Counter, un-
verbindliches Richtpreisangebot)
2 St. 600
5 Installationsunterstützung, Einweisung und Schulung
(Tagessatz) (Hersteller Eco-Counter, unverbindliches
Richtpreisangebot)
1 psch 980 980 €
3 Einbau (15% der Materialkosten, Pos. 1-3) 1 Psch 3.300 3.300 €
Summe Material und Einbau (inkl. Mwst.) 27.680 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
24
G) Begleitende Image-Kampagne
Situation im Bestand: keine laufende Kampagne vorhanden
Maßnahmen
G1) Errichtung von Info -Tafeln im Vorlauf und während der Maßnahmen, um die
BürgerInnen auf die Neuerungen im Radverkehr aufmerksam zu machen.
G2) Druck einer kompakten B roschüre für NeubürgerInnen der Lincoln-Siedlung zur
CO2-neutralen Nahmobilität mit Fokus Radverkehr.
G3) Druck des aktuellen Fahrradstadtplans für alle NeubügerInnen der Stadt Dar-
mstadt in der Projektlaufzeit bis Mitte 2019, um mit der Radverkehrsförderung mög-
lichst niederschwellig aber effektiv an der Lebensumbruchsituation (Umzug nach
Darmstadt) anzusetzen.
G4) Themenwoche, -tage und -aktionen (einmal pro Jahr in der Förderlaufzeit) zur
Nachhaltigen Mobilität mit dem Fahrrad in der und im Umfeld der Lincoln- Siedlung.
Der jeweilige Schwerpunkt soll auf den Themen „Verkehrssicherheit & Fahrrad“ (A),
„Klimaschutz & Fahrrad“ (B) sowie „Gesundheit und Fahrrad“ (C) liegen.
Die Themenwoche finden an den von den Kindern und Jugendlichen der Lincoln-
Siedlung voraussichtlich besuchten umgebenden Schulen Bessunger Grundschule
und Lichtenberg-Gymnasium statt.
Umfang/Zielgruppe
G1) Für jede Maßnahme wird eine Info-Tafel installiert (7 insgesamt).
G2) Die Neubürgerbroschüre hat eine Auflage von 1.000 Exemplaren bei einer Aus-
führung von 12 Seiten im DIN -A4-Format und soll die Neubür gerInnen der Lincoln-
Siedlung ansprechen.
G3) Um den jährlich hinzukommenden NeubürgerInnen die Stadt über den Fahrrad-
stadtplan näher zu bringen, sollen pro Jahr ca. 75.000 Exemplare gedruckt werden
(bei aktuell ca. 14.000 NeubürgerInnen, 10.000 Erstsemester -Studierenden, 1.000
für Verteilung bei Veranstaltungen pro Jahr).
G4) Zielgruppe von Aktionen, Them entage und Themenwoche sind vor allem die
Familien, insbesondere Kinder und Jugendlichen, die in der Lincoln-Siedlung wohnen
werden. Auch für die Eltern sollen Formate (z.B. Gesundheits -Coaching, „Science-
Slam Klimaschutz“ etc.) angeboten werden. Als Kooperationspartner soll en ange-
sprochen werden:
Die Polizei, die Jugendv erkehrsschule im angrenzenden Stadtteil Bessungen (Ver-
kehrssicherheitstraining), Netzwerk Schule und Mobilität (Schulisches Mobilitätsm a-
nagement und Mobilitätsbildung ) Fahrradläden und der DVR sein (Themenfeld A),
das Umweltamt, der BUND, der Nabu, die Agenda 21- Gruppe, Schulen im Physik -,
Geographie- und Biologie-Unterricht (Themenfeld B) oder Sportvereine ( z .B. Wet t-
bewerbe auf angrenzender Radrennbahn, Krankenkassen, Aktionen & Wettbewerbe
an Schulen/Kita) analog zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ (Themenfeld C).
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
25
Qualität
G1) Ansprechende und gut verständliche Info-Tafeln (aus jeder Richtung gut lesbare
Tafeln an jeder Baumaßnahme).
G2) Hochwertige Neubürgerbroschüre mit allen Fakten und Angeboten zur nachhal-
tigen Mobilität und Hinweisen zum Mobilitätsmanagement (Verkehrskostenrechner,
Mitfahrzentrale etc.).
G3) Aktualisierter Fahrradstadtplan mit wichtigen Informationen und Zielen zum Rad-
verkehr, beidseitig bedruckt bei 115 g pro m².
G4) Projektwoche, Projekttag und Aktionen werden von einem externen, erfahrenem
Büro umfassend vorbereitet und begleitet.
Visualisierung
Auszug aus Neubürgerbroschüre der Stadt Darmstadt Beispiel Info-Tafel zu einer Fahrradstraße in Hamburg,
Quelle: hamburgize.com / ©Stefan Warda
Beispielhafter Projekttag an Schulen zum Thema Radverkehr, Bild: Büro StetePlanung
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
26
KOSTENRAHMEN
Baustein G) Begleitende Image-Kampagne in der Lincoln-Siedlung
Pos. Art der Arbeit Menge Einheit P.E.
(Euro)
Gesamt
(Euro)
1.1 Gestaltung der Informationstafel
(unverb. Richtpreisangebot – brutto)
7 St. 340 2.380 €
1.2 Produktion/Herstellung der Informationstafel
(unverb. Richtpreisangebot – brutto)
7 St. 630 4.410 €
1.3 Miete der Unterkonstruktion (bis zu 24 Monaten)
(unverb. Richtpreisangebot – brutto)
7 St. 1.200 8.400 €
2. Druck einer Neubürgerbroschüre Lincoln-Siedlung zur
nachhaltigen Mobilität mit großem Fokus auf Radver-
kehr à 12 Seiten in DIN A4 (Auflage 1.000 Stk.)
(unverb. Richtpreisangebot – brutto)
1.000 Psch 1.895 1.895 €
3. Druck des aktualisierten Fahrradstadtplans für alle
NeubürgerInnen für die Projekt-Laufzeit von 3 Jahren
(unverb. Richtpreisangebot – netto)
75.000 Psch 10.715
pro
25.000
32.145 €
4.1 3 Projektwochen in Schulen
Konzeption und Vorbereitung der Projektwoche mit
Projektbüro und Lehrpersonal (2 Ingenieure)
2x25 Std. = 50 Personenstunden
Durchführung Projektworkshop mit Input und
Gruppenbetreuung (2 Ingenieure)
2x(5x2 Std.) = 20 Personenstunden
Durchführung Exkursion zu Beispielen (2 Ingenieure)
2x(5x2 Std.) = 20 Personenstunden
270 h 60
3
16.200
4.2 3 Projekttage in Lincoln
Konzeption, Vorbereitung und Abstimmung mit Koope-
rationspartnern durch Projektbüro (2 Ingenieure)
2x20 Std. = 40 Personenstunden
Durchführung Projekttag mit Input und
Gruppenbetreuung (2 Ingenieure)
2x6 Std. = 12 Personenstunden
156 h 60 9.360
4.2 3 Projektaktionen in und um die Lincoln-Siedlung
Konzeption und Vorbereitung der Aktionen
mit Projektbüro und Kooperationspartnern
(2 Ingenieure)
2x14 Std. = 28 Personenstunden
Durchführung Aktionen mit Gruppenbetreuung
(2 Ingenieure)
2x4 Std. = 8 Personenstunden
Plenum/Diskussionsrunde/Fazit (2 Ingenieure)
2x2 Std.) = 4 Personenstunden
120 h 60 7.200
Summe (inkl. Mwst.) 94.322 €
3
Durchschnittlicher Kostensatz für einen Projektingenieur eines externen Planungsbüros - netto.
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
27
4 MODELLCHARAKTER UND BUNDESWEITE STRAHLKRAFT
Bisher wurden die vorliegenden Planungen und Konzepte zum Radverkehr weitg e-
hend isoliert voneinander umgesetzt. Mit einem neu entstehenden Stadtteil besteht
nun die Chance, die Mobilität von 3.000 neuen Einwohnern von Beginn an mit einem
integrierten Ansatz nachhaltig zu gestalten. Die Lincoln- Siedlung soll dazu als M o-
dellquartier mit einem hohen Anteil des Umweltverbunds am Modal Split entwickelt
werden. Dem Rad verkehr soll - begünstigt durch die günstige La ge am Rand der
Kernstadt - als Verbindungsfunktion zur Innenstadt und zu den angrenzenden Stadt-
quartieren, eine besondere Rolle zukommen. Ausgehend vom Modellquartier soll en
das Maßnahmenspektrum und die gewonnenen Erfahrungen sowohl auf weitere
Entwicklungsgebiete in Dar mstadt (Spillover -Effekt) als auch bundesweit adaptiert
werden können.
5 WIRKUNGSKETTEN UND NUTZENBEWERTUNG
Input
• Finanzen, Personal und Konzepte
Aktivität
• 8 gebündelte Maßnahmen im Zuge des
Bundeswettbewerbs für die Lincoln- Siedlung
Output
• Umsetzung der Maßnahmen
Wirkung
• Pkw-Fahrten, CO2-Emissionen, Lärmemissionen,
werden reduziert, die Gesundheit gefördert
Abbildung 2: Wirkungskette
Bei der Bilanzierung der CO2-Emissionen wird für den motorisierten Individualverkehr
ein Wert von 185 g CO 2 pro Kfz-km und für den öffentlichen Verkehr von 75 g CO 2
pro Pers.-km angesetzt
4
. Folgende Formel wird zur Berechnung zugrunde gelegt:
Verkehrsaufwand [zurückgelegte Strecke(n)] * Durchschnittswert CO2-Emissionen
[g CO2 pro km] = CO2-Emission
Für die Nutzenbewertung wird das gesamte Maßnahmenbündel der Radverkehrsför-
derung für das Modellquartier herangezogen. Dies führt - in Verbindung mit der Stell-
platzeinschränkungssatzung, der konsequenten Parkraumbewirtschaftung und der
verbesserten ÖPNV-Anbindung sowie des systematischen Angebots von CarSharing
- zu einer Steigerung des Anteils des Umweltverbunds von 55 % auf 73 %.
Anzumerken ist, dass davon ausgegangen werden kann, dass die für die Lincoln-
Siedlung entwickelten und umgesetzten Maßnahmen auch über das Modellquartier
4
Werte basieren auf TREMOD (Transport Emission Model) 2015, siehe DIFU 2011: Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
28
hinaus Wirkungen entfalten und zu einer Erhöhung des Radverkehr bei gleic hzeitiger
Reduktion des MIV führen werden. Diese Effekte sind bei den nachfolgenden B e-
rechnungen zur Emissionsminderung nicht enthalten.
Tabelle 1:Nutzenbewertung des Maßnahmenbündels
Nach Verkehrsmittel
Zu Fuß Fahrrad ÖPNV MIV Gesamt
Kennwerte der Stadt Darmstadt
Modal Split (MID 2008) 27 % 15 % 13 % 45 % 100 %
Durchschnittl. Wegelänge der
Bevölkerung (MID 2008)
1,4 km 2,7 km 13,9 km 13,3 km 7,8 km
Szenario Null-Fall Lincoln-Siedlung (Modal Split wie bei MID 2008)
Annahme: Wege/Tag der Be-
völkerung der Lincoln-Siedlung
(ca. 3.000 EW)
2.667 1.482 1.284 4.445 9.878
Verkehrsleistung Null-Fall
Lincoln-Siedlung
3.733 km/d 4.001 km/d 17.847 km/d 59.118 km/d 84.699 km/d
CO2-Emissionen Lincoln-
Siedlung bei Modal Split 2008
0 0 488 t CO2/a 3.991 t
CO2/a
4.479 t
CO
2/a
Szenario Radoffensive Lincoln-Siedlung (Modal Split mit hohem Radverkehrsanteil)
Modal Split Szenario Lincoln 28 % (+1) 27 % (+12) 18 % (+5) 27 % (-18) 100 %
Durchschnittl. Wegelänge der
Bevölkerung der Lincoln-
Siedlung
5
1,4 km 2,7 km 13,9 km 13,3 km 7,8 km
Annahme: Wege/Tag der Be-
völkerung der Lincoln-
Siedlung,
Modal Split-Szenario Lincoln
2.766
(+99)
2.667
(+1.185)
1.778
(+494)
2.667
(-1.778)
9.878
Verkehrsleistung nach
Szenario Lincoln
3.872 km/d 7.200 km/d 24.714 km/d 48.913 km/d 84.699 km/d
CO2-Reduzierung
durch Verkehrsverlagerung
0 0 +188 t
CO2/d
-689 t CO2/d -501 t CO2/d
Gesellschaftlicher Nutzen
Neben dem Minderungsbeitrag von Treibhausgasen wird auch das Verkehrsnetz
vom privaten Pkw -Verkehr entlastet, was zu reduzierten Lärmemissionen und zu
mehr Sicherheit für den Radverkehr durch sinkende Kfz -Verkehrsstärken führt. Des
Weiteren wird die gesellschaftliche Teilhabe gefördert, da im Prinzip alle Verkehr s-
teilnehmenden (unabhängig vom Alter und monetärer Potenz) die Möglichkeit zur
Fahrradnutzung haben und das Fahrrad wesentlich geringere Anschaffungs- und Un-
terhaltskosten als der Privat-Pkw aufweist.
5
Es wird vereinfacht angenommen, dass die durchschnittliche Wegelänge nach Verkehrsmittel der Darmstädter Bevölkerung
entspricht. Das Einsparpotenzial des nicht -motorisierten Verkehrs wird damit unterschätzt, da die Radwegedistanzen für die
Lincoln-Siedlung mit seiner Lage eher überdurchschnittlich anzusetzen sind.
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
29
Letztlich besteht - neben dem persönlichen Nutzen jedes einzelnen Rad Fahrenden -
durch mehr Bewegung auch ein gesellschaftlicher Nutzen, da hiermit Einsparungen
von Gesundheitskosten verbunden sind
6
, die hier nicht monetarisiert werden können.
Wirkungskontrolle
In der nachfolgenden Tabelle ist das Vorgehen zur Wirkungs kontrolle/-bewertung
(Monitoring) dargestellt. Die Stadt Darmstadt unterstützt (immateriell) Studierende,
die sich im Rahmen von Studienprojekten oder Abschlussarbeite n mit dem Thema
der Radverkehrsförderung befassen und befürwortet Bewohnerbefragungen, Nut-
zungsstudien im Zusammenhang mit Fokus eines nachhaltigen Mobilitätsverhaltens
in der Lincoln-Siedlung.
Tabelle 2: Wirkungsbewertung und Monitoring
Maßnahme Kriterium Indikator Messmethode
A/G) Radfahrstreifen Fahrradnutzung Radfahrende/Tag Zählung vorher, Messstelle nachher
B/C) Private/öffentl.
Abstellanlagen
Auslastung Abgestellte Räder
Zählung in 6-monatigen Abständen
D) B+R-Stationen Nutzung Abgestellte Räder Zählung in 6-monatigen Abständen
E) Fahrradvermietsystem Nutzung Buchungen Auswertung der Buchungsvorgänge
E) Lastenradverleihsystem Nutzung Buchungen Auswertung der Buchungsvorgänge
G) Image-Kampagne Kenntnisstand Informationen Befragung 2019 in Lincoln-Siedlung
6 MASSNAHMEN ZUR ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Die begleitende Image- und Informationskampagne (Themenfeld G) soll vor allem die
Bewohnerschaft der Lincoln-Siedlung mitnehmen. Durch Informationsflächen (z.B. im
Quartier oder der zentralen Abstellanlage in der Innenstadt , sowie mobile Werbefl ä-
chen an Lastenrädern etc. ) und die verbesserte Sichtbarkeit der Maßnahmen wird
die Botschaft der aktiven Radverkehrsförderung im Quartier auch in die Kernstadt
und die umliegenden Stadt teile transportiert. Des Weit eren soll für die Lincoln-
Siedlung ein Neubürgerpaket entwickelt und die spezifischen Vorteile im Hinblick auf
nachhaltige Mobilität heraus gestellt werden, ergänzt um Veranstaltungen (für B e-
wohnerschaft und Beschäftigte im Quartier, Anrainer und Interessierte), bei denen für
das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel geworben wird und die erzielten Er-
folge präsentiert werden.
6
In zahlreichen Studien wurde die Reduzierung des Risikos für Herz -Kreislauf- und Atemwegserkrankungen durch Bewegung
nachgewiesen.
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
30
7 KOSTENRAHMEN UND UMSETZUNGSPLAN
Nr. Maßnahme Kosten/
Ausgaben
Gesamtkosten
(inkl. Mwst.)
Eigenanteil Fördermittel Umsetzung
2017 2018 bis 8/2019
A Radverkehrsanbindung Lincoln Siedlung
(Stadt Darmstadt)
204.679 €
243.568 €
24.357 €
(10 %)
219.211 €
(90 %) 100 %
B B1) Fahrradabstellanlagen
Lincoln-Siedlung (bauverein AG)
229.184 € 272.730 € 81.819 €
(30%)
190.911 €
(70%) 33,33 % 33,33 % 33,33 %
B2) Fahrradabstellanlagen
Lincoln-Siedlung (Stadt Darmstadt)
51.500 € 61.285 € 6.129 €
(10%)
55.156 €
(90%) 33,33 % 33,33 % 33,33 %
C C1) Öffentliche Fahrradabstellanlagen
in der Innenstadt (Stadt Darmstadt)
C2) Öffentliche Fahrradabstellanlagen
im Stadtteil Eberstadt (Stadt Darmstadt)
150.350 €
12.500 €
178.917 €
14.875 €
19.379 €
(10%)
174.413 €
(90%)
33,33 % 33,33 % 33,33 %
D Bike+Ride-Anlagen an quartiersnahen
Straßenbahnhaltestellen (Stadt Darmstadt)
53.338 € 63.472 € 6.347 €
(10%)
57.125 €
(90%) 50 % 50 %
E Stadtteilübergreifendes E-Lastenrad-
verleihangebot (Stadt Darmstadt)
15.476 €
(brutto)
15.476 € 1.548 €
(10%)
13.928 €
(90%) 100 %
F Radverkehrszählstelle
(Stadt Darmstadt)
27.680 €
(brutto)
27.680 € 2.768 €
(10%)
24.912 €
(90%) 100 %
G Begleitende Image-Kampagne
(Stadt Darmstadt)
94.322 €
(brutto)
94.322 € 9.432 €
(10%)
84.890 €
(90%) 33,33 % 33,33 % 33,33 %
SUMME 972.325 €
Davon Stadt Darmstadt - 10% 699.595 € 69.960 € 629.635 €
Davon Bauverein AG - 30% 272.730 € 81.819 € 190.911 €
Ausgaben der Projektpartner nach Jahren
Gesamtkosten (inkl. Mwst.) 2017 2018 bis 8/2019
Stadt Darmstadt 704.554 € 43.494 € 14.821 € 11.647 €
Bauverein AG/BVD New Living GmbH & Co. KG 272.730 € 90.910 € 90.910 € 90.910 €
Förderantrag Lincoln by bike Wissenschaftsstadt Darmstadt, 09/2016
31
8 ZEITPLAN UND VORGESEHENE MEILENSTEINE
Tätigkeit nach Baustein Quartal 1
2017
Quartal 2
2017
Quartal 3
2017
Quartal 4
2017
Quartal 1
2018
Quartal 2
2018
Quartal 3
2018
Quartal 4
2018
Quartal 1
2019
Quartal 2
2019
Quartal 3
2019
F: Radverkehrszählstellen
Meilenstein 1: Zählstellen einsatzbereit
A: Radverkehrsanbindung Lincoln- Siedlung
Meilenstein 2: Heidelberger Str. realisiert
E: Stadtteilübergreif. Lastenradverleihangebot
Meilenstein 3: Lastenradverleihsystem
geht in die Startphase (Website etc.)
D: Bike+Ride an zwei Straßenbahnhaltestellen
Meilenstein 4: B+R-Anlagen realisiert
C: Öffentliche Fahrradabstellanlagen in der In-
nenstadt und in Eberstadt
Meilenstein 5: Abstellanlagen realisiert
B: Fahrradabstellanlagen Lincoln-Siedlung
Meilenstein 6: Abstellanlagen realisiert
G: Begleitende Image-Kampagne
Beratungsverlauf (5)
Orte (9)
- Heidelberger Straße
- Landskronstraße
- Hermannstraße
- Moosbergstraße
- Rüdesheimer Straße
- Heidelberger Landstraße
- Luisenplatz
- Marktplatz
- Bessunger Straße 3
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0130
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.07.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00