A-R/0028/2026
Gleichstellung im Quartier - Gleichstellung stärker in den Stadtteilen verankern - Akzeptanz, Sichtbarkeit und Teilhabe vor Ort erhöhen
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A-R-0028-2026
3788 Zeichen
Münster, 17.06.2026 Ratsantrag „Gleichstellung im Quartier“ Gleichstellung stärker in den Stadtteilen verankern – Akzeptanz, Sichtbarkeit und Teilhabe vor Ort erhöhen Beschlussvorschlag Der Rat beauftragt die Verwaltung, 1. ein Konzept „Gleichstellung im Quartier“ zu entwickeln unter Einbeziehung u.a. von - jährlichen Stadtteilkonferenzen - rotierenden Ausschusssitzungen - lokalen Projektfonds - Stadtteilbotschafter:innen - öffentlich messbaren Zielen pro Stadtteil und dem Ausschuss zur Beratung vorzulegen; 2. die Themen und Maßnahmen der kommunalen Gleichstellungsarbeit künftig stärker stadtteilbezogen auszurichten; 3. regelmäßig öffentliche Veranstaltungen und Dialogformate in den Stadtteilen durchzuführen; 4. lokale Akteure wie Sozialverbände, Kirchengemeinden, Migrantenorganisationen, Jugendzentren sowie weitere Initiativen systematisch in die Gleichstellungsarbeit einzubeziehen; 5. ein kleinräumiges Monitoring zu gleichstellungsrelevanten Themen in den Stadtteilen zu prüfen und geeignete Kennzahlen zu entwickeln; unter Berücksichtigung u.a. von - Erwerbsquote - Care-Arbeit - Armutsrisiko - Bildungserfolg - Gewaltprävention - Mobilität - Nutzung öffentlicher Räume 6. Pilotprojekte mit konkretem Nutzen für die Menschen vor Ort zu initiieren und deren Ergebnisse öffentlich darzustellen; 7. dem Ausschuss innerhalb von zwölf Monaten einen ersten Sachstandsbericht vorzulegen. Begründung Die Themen der Gleichstellungspolitik betreffen die Lebenswirklichkeit vieler Menschen unmittelbar. Gleichzeitig werden entsprechende Maßnahmen häufig vor allem auf gesamtstädtischer Ebene diskutiert und erreichen die Stadtteile nur eingeschränkt sichtbar. Eine moderne kommunale Gleichstellungspolitik sollte deshalb stärker dort ansetzen, wo Menschen ihren Alltag erleben: in den Quartieren, Nachbarschaften, Vereinen, Schulen und sozialen Einrichtungen. Antrag an den Rat Nr. A-R/0028/2026 Die Herausforderungen unterscheiden sich dabei von Stadtteil zu Stadtteil deutlich. Während in einigen Quartieren Fragen der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf oder die Teilhabe älterer Menschen im Vordergrund stehen, sind andernorts Aspekte wie Integration, Bildungszugänge, sichere öffentliche Räume oder die Unterstützung Alleinerziehender besonders relevant. Die CDU-Ratsfraktion ist überzeugt, dass Gleichstellungspolitik dann auf breite Akzeptanz stößt, wenn sie konkret, lebensnah und lösungsorientiert gestaltet wird. Ziel muss es sein, Gleichstellung nicht als abstraktes Spezialthema wahrzunehmen, sondern als Bestandteil einer guten sozialen Infrastruktur, sicherer Quartiere und fairer Teilhabechancen für alle Menschen. Dazu gehört insbesondere: eine stärkere Präsenz des Ausschusses in den Stadtteilen, der direkte Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, die Einbindung lokaler Netzwerke und Multiplikatoren, eine verständliche und alltagsnahe Kommunikation sowie sichtbare Verbesserungen vor Ort. Die CDU begrüßt ausdrücklich eine Gleichstellungspolitik, die generationenübergreifend wirkt und Frauen, Männer, Familien, Kinder, Jugendliche sowie ältere Menschen gleichermaßen in den Blick nimmt. Mit dem Konzept „Gleichstellung im Quartier“ soll die Gleichstellungsarbeit der Stadt Münster stärker in die Stadtteile getragen und zugleich ihre gesellschaftliche Akzeptanz und Wirksamkeit erhöht werden. gez. Stefan Weber Meik Bruns Martin Peitzmeier Mathias Kersting Dr. Dietmar Erber Dr. Britta Riederer Freifrau von Paar Carmen Greefrath Alf Rüdiger Kaßenbrock Carolin Schwarz Angela Stähler Stefan Leschniok Jolanta Vogelberg Marcus Bielefeld Babette Lichtenstein van Thomas Werth Olaf Bloch Lengerich Peter Wolfgarten Andreas Bracht Jutta Malik
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0028/2026
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 17.06.2026
- Erstellt
- 17.06.2026 18:17