Mandari Insight

V/0164/2025

Umfrage "Pflege und Unterstützung im Alter" - Methodik und zentrale Ergebnisse

Vorlagen 02.05.2025

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Anlage 1 - Umfrage "Pflege und Unterstützung im Alter" 2023 - Bericht

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Anlage A

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Berichtsvorlage

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Anlage 1 - Umfrage "Pflege und Unterstützung im Alter" 2023 - Bericht

53527 Zeichen

Stadtplanungsamt
Umfrage „Pflege und Unterstützung im 
Alter“ 2023 - Bericht
Die Umfrage Pflege und Unterstützung im Alter wurde durchgeführt, um Kenntnis darüber zu 
gewinnen, wie sich die pflegerische Infrastruktur, insbesondere vor dem Hintergrund des zuneh -
menden Fachkräftemangels, im Sinne der Münsteranerinnen und Münsteraner weiterentwickeln 
sollte. Die Ergebnisse sind richtungsweisend für die Bereiche der kommunalen Pflegeplanung, 
Altenhilfeplanung sowie für die altengerechte Quartiersentwicklung. Es handelt sich um eine 
repräsentative Bürgerumfrage. In einer Feldphase von fünf Wochen hatten die nach einem Zufallsprinzip ausge -
wählten Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahre die Möglichkeit mittels Papier-Fragebogen oder Online-Umfrage 
an der Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse zur soziodemografischen Struktur der Befragtengruppe und der 
Schwerpunktthemen sowie erste Erkenntnisse zur Nutzung werden im Folgenden beschrieben.
1
Die Umfrage Pflege und Unterstützung im Alter wurde 
vom 18.09.2023 bis 20.10.2023 durchgeführt; Eingänge 
konnten noch bis zum 03.11.2023 berücksichtigt wer -
den. Von den 5.012 versendeten Fragebögen konnten 
4.948 zugestellt werden (98,7 %). Insgesamt haben sich 
1.908 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage beteiligt 
(Rücklauf 38,6 %), darunter haben 1.542 den Papier-Fra-
gebogen und 366 den Online-Fragebogen ausgefüllt. 
Struktur der Stichprobe und des Rücklaufs
Die Stichprobenziehung über das Melderegister erlaubt 
einen Vergleich der Geschlechts- und Altersstruktur der 
Grundgesamtheit (Hauptwohnsitzbevölkerung) sowie 
eine Auswertung für einzelne Stadtbezirke. 
In der Münsteraner Hauptwohnsitzbevölkerung (60 
Jahre und älter, Stichtag 31.07 .2023) machen Frauen 
(55,7 %) einen höheren Anteil aus als Männer (44,3 %). 
In der Stichprobe – abzüglich nicht zustellbarer Briefe 
– zeigen sich geringe Abweichungen von dieser Vertei -
lung ( < 1 %-Punkt; Frauen: 56,6 %; Männer: 43,4 %). Die 
Geschlechterverteilung des Rücklaufs (Frauen: 57,9 %, 
Männer 42,1 %) unterscheidet sich wiederum kaum von 
der Geschlechterverteilung der Stichprobe. Der höhe -
re Anteil an Frauen im Rücklauf lässt sich somit zum 
Großteil auf den höheren Anteil an Frauen in der Haupt-
wohnsitzbevölkerung zurückführen.
Abbildung 1 zeigt die altersspezifische Verteilung der 
Münsteraner Hauptwohnsitzbevölkerung ab 60 Jahren, 
der Stichprobe abzüglich nichtzustellbarer Briefe und 
des Rücklaufs der Umfrage. Die Stichprobe der Umfra -
ge Pflege und Unterstützung im Alter bildet die Alters -
struktur der Hauptwohnsitzbevölkerung ab 60 Jahren 
insgesamt relativ gut ab: Die meisten Abweichungen 
bewegen sich zwischen -0,2 %-Punkte und +0,3 %-Punk -
te. Die Altersgruppe der 65-69-Jährigen ( +0,5 %-Punk -
te) ist leicht überrepräsentiert, die Altersgruppe der 
60-64-Jährigen leicht unterrepräsentiert (-0,8 %-Punk -
te).
Bei einem Vergleich von Stichprobe und Rücklauf kön -
nen Rückschlüsse auf altersspezifisches Teilnahme -
verhalten gezogen werden. Es gibt Altersgruppen, die 
proportional häufiger bzw. seltener an der Umfrage teil-
genommen haben (Abweichungen > +0,5 %-Punkte / < 
-0,5 %-Punkte): Seltener teilgenommen haben die 
0| Stichprobe

2
Soziodemografische Merkmale des Rücklaufs
Geschlecht: Der Rücklauf umfasst insgesamt 1.051 
weibliche (55,1 %), 765 männliche (40,1 %) und 44 Per -
sonen, die ohne Angabe angekreuzt haben (2,3 %). 48 
Befragte bzw. 2,5 % machten keine Angabe. Die Ant -
wortkategorie divers wurde nicht ausgewählt. In den 
Auswertungen der Themenschwerpunkte werden auf -
grund der Fallzahlen nur die Geschlechtsangaben  weib-
lich und männlich näher analysiert.
Stadtbezirk: Der Rücklauf umfasst 653 Personen (35,5 
%) aus dem Stadtbezirk Mitte, 339 Personen (18,4 %) aus 
dem Stadtbezirk West, 174 Personen (9,5 %) aus dem 
Stadtbezirk Nord, 186 Personen (10,1 %) aus dem Stadt-
bezirk Ost, 216 Personen (11,7 %) aus dem Stadtbezirk 
Südost und 271 Personen (14,7 %) aus dem Stadtbezirk 
Hiltrup. 
Haushaltsstruktur:  Die Haushaltsstruktur setzt sich 
zusammen aus der Anzahl der Haushaltsmitglieder, 
der Altersstruktur der Haushaltsmitglieder und der 
Haushaltskonstellation, also der Beziehung der Haus -
haltsmitglieder zueinander. Die Altersstruktur der 
Haushaltsmitglieder dient der Berechnung des Net -
toäquivalenzeinkommens, auf das im Abschnitt zum 
Haushaltseinkommen näher eingegangen wird. Am 
häufigsten kommt der 2-Personen-Haushalt mit 59,3 
% vor, gefolgt von Alleinlebenden mit 31,9 %. Größere 
Haushalte kommen eher selten in der befragten Be -
völkerungsgruppe vor. 57,5 % der Befragten lebten nur 
mit der (Ehe-)Partnerin bzw. dem (Ehe-)Partner zusam-
men, gefolgt von den Alleinlebenden. Die dritthäufigs -
te Haushaltskonstellation ist das Zusammenleben mit 
(Ehe-)Partnerin bzw. dem (Ehe-)Partner und den Kin -
dern (3,5 %), gefolgt von 1,4 % der Befragten, die nur mit 
ihren Kindern lebten.
Familienstand: 60,0 % der Befragten gaben an verheira-
tet zu sein und 2,3 %, dass sie in einer Partnerschaft le -
ben. 12,9 % der Befragten waren verwitwet, 10,2 % ledig 
und 9,3 % geschieden.
Höchster Ausbildungsabschluss: Das Ausbildungsni -
veau der Befragten in der Umfrage ist relativ hoch. Über 
eine Hochschulausbildung verfügen 45,1 % der Befrag -
ten. Ausbildung und Lehre ist bei 39,6 % der Befragten 
der höchste Ausbildungsabschluss, Meister-/Techniker -
ausbildung oder Fachschulabschluss bei 7,4 %. 3,4 % sind 
ohne abgeschlossene Berufsausbildung und 4,6 % der 
Befragten machten keine Angabe. 
Erwerbsstatus:  74,9 % der Befragten sind Rentnerinnen 
und Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre, gefolgt 
von Erwerbstätigen (20,4 %). Ebenfalls vertreten sind 
andere Formen wie z.B. Hausfrauen/ Hausmänner mit 
Abb. 1: Verteilung der Altersgruppen in der Hauptwohnsitzbevölkerung Münsters (Quelle: Statistikdienst -
stelle), der Stichprobe und des Rücklaufs (Anteile in %).
Altersgruppen 60-64 Jahre (-0,6 %-Punkte), 80-84 Jahre 
(-1,1 %-Punkte), 85-89 Jahre (-0,6 %-Punkte) und 90 Jahre 
und älter (-1,7 %-Punkte); häufiger teilgenommen haben 
die Altersgruppen 65-69 Jahre ( +2,1 %-Punkte), 70-74 
Jahre ( + 1,1 %-Punkte) und 75-79 Jahre ( +0,6 %-Punkte).  
Im Stadtbezirk Mitte wohnen 35,3 % der Münsteranerin-
nen und Münsteraner ab 60 Jahren (Stichtag 31.07 .2023), 
im Stadtbezirk West 18,6 %, im Stadtbezirk Nord 10,8 
%, im Stadtbezirk Ost 8,9 %, im Stadtbezirk Südost 11,3 
% und im Stadtbezirk Hiltrup 15,1 %. In der Stichprobe 
bewegen sich die Abweichungen dieser Verteilung zwi -
schen -0,6 % (Stadtbezirk Mitte) und +0,3 % (Stadtbezirk 
West und Stadtbezirk Südost). Der Rücklauf bildet den 
Anteil der Personen aus den jeweiligen Stadtbezirken 
im Alter ab 60 Jahren relativ gut ab. Aus jedem Stadtbe -
zirk nahmen zwischen 2,1 % (Stadtbezirk Nord) und 2,7 
% der Bevölkerung ab 60 Jahren (Stadtbezirk Ost) teil.

3
2,3 % und Arbeitslose/ Arbeitssuchende/ Personen in 
Umschulung mit 0,8 %. Bei den Erwerbstätigen arbeiten 
50,9 % in Vollzeit und jeweils circa ein Viertel in Teilzeit 
mit 21-35 Stunden (25,8 %) und bis 20 Stunden (23,3 
%). Von den Befragten der Altersgruppe 65 Jahre und äl-
ter sind noch 6,1 % erwerbstätig, im Alter von 70 Jahren 
und älter noch 1,7 %. 
Migrationsvorgeschichte:  Auf Basis der Staatsange -
hörigkeit, des Geburtslands der Befragten und des Ge -
burtslands der Eltern wurde das Merkmal Migrations -
vorgeschichte abgeleitet. Bei 8,2 % der Befragten liegt 
eine Migrationsvorgeschichte vor, 88,7 % haben keine 
Migrationsvorgeschichte und bei 3,0 % fehlen Informa -
tionen, um die Migrationsvorgeschichte herzuleiten. In 
den Auswertungen wird die Migrationsvorgeschichte 
berücksichtigt, wenn dies aufgrund der Fallzahlen mög-
lich ist.
Haushaltseinkommen: Das Haushaltsnettoeinkom -
men wurde in 21 Einkommensklassen von bis unter 500 
€ bis ab 10.000 €  erhoben. Für 1.696 Befragte liegen 
Angaben zum Einkommen vor. Das Haushaltsnettoein -
kommen ist begrenzt in seiner Aussagekraft, da es je 
nach Haushaltsgröße und -altersstruktur anders zu be -
werten ist. Auf Basis des Haushaltsnettoeinkommens 
und der Haushaltsstruktur wird daher das bedarfsge -
wichtete Nettoäquivalenzeinkommen errechnet, auch 
bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen genannt. 
Das durchschnittliche bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Ein -
kommen der Befragten beträgt 2.587,10 € (Bürgerum -
frage 2023, 18 Jahre und älter: 2.666,93 €), der Median 
2.266,67 € (Bürgerumfrage 2023: 2.375,00 €, 18 Jah -
re und älter) und ist damit nur leicht niedriger als das 
Pro-Kopf-Einkommen der Münsteraner Bevölkerung im 
Alter von 18 Jahren und älter. Auf Basis des bedarfsge -
wichteten Pro-Kopf-Einkommens lässt sich ermitteln, 
wie viele Personen mit ihrem verfügbaren Einkommen 
unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle leben. Die 
Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 60 % des Medians 
des Nettoäquivalenzeinkommens. Diese Schwelle wird 
für diese Berechnung dem Landesamt Information und 
Technik Nordrhein-Westfalen entnommen1 , das für das 
Jahr 2023 eine Armutsgefährdungsschwelle von 1.233 € 
ausgegeben hat. Auf Basis dieses Grenzwertes verfügen 
7,1 % der Befragten über ein Pro-Kopf-Einkommen un -
terhalb der Armutsgefährdungsschwelle.
1 IT.NRW: https://www.it.nrw/wer-nordrhein-westfalen-ist-armutsgefaehrdet#:~:text=Die%20Armutsgef%C3%A4hrdungsschwel-
le%20(60%20Prozent%20des,Medians)%20bei%204%20111%20Euro.

4
Zu Beginn der Umfrage wurden die Münsteranerin -
nen und Münsteraner ab 60 Jahren gefragt, ob sie 
verschiedenen Ansichten darüber, wie Pflege und Un -
terstützung älterer Menschen in unserer Gesellschaft 
organisiert werden sollen, zustimmen. Die Mehrheit 
der Befragten stimmt zu, dass Pflege eine gesamtge -
sellschaftliche Aufgabe ist, die ein Zusammenwirken 
von staatlichen Stellen, Dienstleistern, Familien und 
Nachbarschaft erfordert (91,7 % stimmen voll und ganz 
zu bzw. stimmen eher zu). 
Abbildung 2 zeigt die Zustimmung zu den Ansichten 
getrennt für Männer und Frauen. Frauen stimmen dabei 
häufiger als Männer den Ansichten (eher) zu, die Pflege 
und Unterstützung älterer Menschen vorrangig als eine 
staatliche Aufgabe ausdrücken, wohingegen Männer 
häufiger (eher) zustimmen, dass Pflege und Unterstüt -
zung von älteren Menschen vorrangig Aufgabe der Fa -
milien bzw. der Bezugspersonen ist. 
Die Mehrheit der Befragten stimmt der Aussage, dass 
vorbereitende Maßnahmen für eine mögliche Pflege -
bedürftigkeit nichts bringen/nicht planbar sind, (eher) 
nicht zu (53,9 %). Bei der nach Geschlechtern getrenn -
ten Auswertung zeigt sich, dass Männer dieser Aussage 
seltener (eher) nicht zustimmen als Frauen (Männer: 
57,6 %; Frauen: 51,8 %). 
1| Ansichten über die Organisation von Pflege und   
     Unterstützung älterer Menschen

5
Abb. 2: Ansichten zur Organisation von Pflege und Unterstützung älterer Menschen in unserer Gesellschaft in 
Abhängigkeit vom Geschlecht der befragten Personen (n (Frauen) = 1051; n (Männer) = 765; Anteile in %). 2  
2 Es werden in den Auswertungen die jeweils verfügbaren Fälle eingeschlossen (available case analysis). Sofern in einer Graphik meh-
rere Fragen dargestellt sind, werden die Stichprobengrößen der jeweiligen Subgruppen berichtet. Wenn in einer Graphik nur eine 
Frage dargestellt ist, wird die Stichprobengröße derjenigen Personen berichtet, die die Frage beantwortet haben.

6
Abb. 3: Ansichten zur Organisation von Pflege und Unterstützung älterer Menschen in unserer Gesellschaft in 
Abhängigkeit vom Familienstand der befragten Personen (n (Ledig) = 195; n (Verheiratet/in Partnerschaft) = 
1188; n (Geschieden/Verwitwet) = 425; Anteile in %). 
Abb. 4: Ansichten zur Organisation von Pflege und Unterstützung älterer Menschen in unserer Gesellschaft in 
Abhängigkeit vom Alter der befragten Personen (n (60-69 Jahre) = 866; n (70-79 Jahre) = 546; n (80 Jahre+ ) = 
408; Anteile in %).

7
Unterschiede in der Zustimmung zu den Ansichten da -
rüber, wie Pflege und Unterstützung älterer Menschen 
in unserer Gesellschaft organisiert werden sollen, fin -
den sich auch zwischen Personen unterschiedlichen 
Familienstands. Menschen, die verheiratet sind oder in 
einer Partnerschaft leben, stimmen (eher) seltener zu, 
dass Pflege und Unterstützung älterer Menschen vor -
rangig eine staatliche Aufgabe ist und häufiger, dass es 
vorrangig die Aufgabe der Familie bzw. der Bezugsper -
sonen ist, als ledige oder geschiedene bzw. verwitwete 
Personen (siehe Abbildung 3). 
Betrachtet man die Zustimmung zu den Aussagen, wie 
Pflege und Unterstützung älterer Menschen in unserer 
Gesellschaft organisiert werden sollen, in Abhängigkeit 
vom Alter der befragten Personen, fällt auf, dass ältere 
Personen (ab 80 Jahren und älter) häufiger zustimmen, 
dass dies vor allem eine Aufgabe der Familien bzw. der 
Bezugspersonen ist als jüngere Personen. Während Be -
fragte im Alter von 80 Jahren und älter mit 42,7 % (eher) 
zustimmen, dass Pflege vorrangig eine Aufgabe der Fa -
milie bzw. Bezugspersonen ist, sinkt diese Zustimmung 
in der Altersgruppe der 60-69-Jährigen auf 21,9 % (siehe 
Abbildung 4). 3
3 Aufgrund geringer Fallzahlen in einzelnen Altersgruppen werden jeweils zwei Altersgruppen zusammengefasst.

8
2| Bekanntheitsgrad und Nutzung von Angeboten   
Beratungsangebote
Der überwiegenden Mehrheit der Münsteranerinnen 
und Münsteraner sind die Beratungsangebote des Ge -
sundheitssystems in Form von (Haus)Ärzten/ (Haus)
Ärztinnen (91,8 %), Apotheken (79,1 %) und Kranken- 
oder Pflegekassen (88,5 %) bekannt. Auch die Pflege -
dienste und stationären Einrichtungen haben mit 79,5 
% einen recht hohen Bekanntheitsgrad, genauso wie die 
Sozialdienste der Krankenhäuser mit 71,6 %. Spezielle 
Beratungsstellen rund um das Thema Alter und Pfle -
ge sowie zu spezifischen Erkrankungen sind hingegen 
vielen Bürgerinnen und Bürgern unbekannt. Dies be -
trifft auch die städtischen Angebote wie das Infobüro 
Pflege mit einem Bekanntheitsgrad von 32,8 % und die 
Wohnberatung mit 24,4 %. Abbildung 5 zeigt den Anteil 
der Personen, die angaben, dass sie das jeweilige Bera -
tungsangebot kennen.
Personen mit und ohne Pflegeerfahrung sollen genau -
er untersucht werden: Als Personen mit Pflegeerfah -
rung gelten die Personen, die aktuell entweder selbst 
regelmäßig Hilfe, Pflege oder andere Unterstützung im 
Alltag brauchen und/ oder andere Personen aufgrund 
ihres schlechten Gesundheitsstatus privat betreuen 
bzw. pflegen oder denen sie regelmäßig Hilfe leisten (n 
= 655). Als Personen ohne Pflegeerfahrung gelten die 
Personen, die aktuell weder selbst regelmäßig Hilfe be -
nötigen noch regelmäßig andere Personen betreuen. 
Bei einer Auswertung des Bekanntheitsgrades nach 
dem Erfahrungshorizont der Befragten im Bereich Pfle -
ge zeigt sich bei allen Beratungsangeboten eine leicht 
höhere Bekanntheit bei Personen, die bereits Erfah -
rung mit Pflege haben. So sind zum Beispiel die Bera -
tungsmöglichkeiten der (Haus)Ärzte/ (Haus)Ärztinnen 
94,4 % der Personen mit Pflegeerfahrung bekannt, die 
Kranken- oder Pflegekassen 92,6 % und die Apotheken 
82,4 %. Auch wenn der Bekanntheitsgrad bei diesen 
Personen leicht höher ist, sind das Infobüro Pflege der 
Stadt Münster (38,4 %) und die Wohnberatung (28,0 %) 
weiterhin deutlich weniger bekannt als Beratungsange-
bote des Gesundheitssystems. Abbildung 6 zeigt den 
Bekanntheitsgrad der Beratungsmöglichkeiten zum 
Thema Pflege für die Personen, die selbst Pflege erhal -
ten und/ oder An- und Zugehörige pflegen.
Von den Befragten mit Erfahrung im Bereich Pflege, so -
wohl als betroffene Person als auch als pflegende An-
und Zugehörige, wurden insbesondere die Beratungs -
möglichkeiten durch (Haus)Ärzte/ (Haus)Ärztinnen 
(72,9 %), Kranken- oder Pflegekassen (66,5 %), Apothe -
ken (58,8 %), Pflegedienste und stationäre Einrichtun -
gen (49,2 %) und Sozialdienste der Krankenhäuser (47,7 
%) bereits genutzt. Abbildung 7 zeigt den Anteil der 
Personen, die selbst Pflege erhalten und/ oder An- und 
Zugehörige pflegen, die die verschiedenen Beratungs -
möglichkeiten zum Thema Pflege bereits genutzt ha -
ben.
Angebote für pflegebedürftige Personen
Die Ambulante Pflege (85,0 %), die Kurzzeitpflege (82,8 
%), die Tagespflege (81,7 %) und die Pflegeeinrichtungen 
(80,8 %) als Angebote der Altenpflege sind in der Regel 
bekannt. Diese Angebote sind im öffentlichen Raum er-
kennbar durch besondere Gebäude und/ oder gekenn -
zeichnete Fahrzeuge. Das Service Wohnen/ Betreutes 
Wohnen ist 76,1 % und das Pflegegeld 70,5 % der Befrag-
ten bekannt. Pflege-Wohngemeinschaften schneiden 
mit 53,7 % deutlich schlechter bei der Bekanntheit ab. 
Angebote, die über den Entlastungsbetrag der Pflege -
kassen finanziert werden können, wie die Unterstüt -
zung durch Alltags-/ Nachbarschaftshelfer/-innen sowie 
Betreuungsgruppen, liegen bei der Bekanntheit nur bei 
33,9 % bzw. bei 30,5 %. Digitale Gesundheits- und Pfle -
geanwendungen (DiGa, DiPa) haben einen Bekannt -
heitsgrad von 10,0 % (siehe Abbildung 8).
Bei den Personen, die bereits Erfahrung mit Pflege ha -
ben, liegt der Bekanntheitsgrad bei den meisten Ange -
boten für pflegebedürftige Personen leicht höher als in 
der Gesamtstichprobe. Auch hier liegt die Bekanntheit 
von Angeboten, die über den Entlastungsbetrag der 
Pflegekassen finanziert werden können, wie die Unter -
stützung durch Alltags-/ Nachbarschaftshelfer/-innen 
sowie Betreuungsgruppen, nur bei 40,1 % bzw. bei 34,7 
% (siehe Abbildung 9). Bislang genutzt wurde von der 
Gruppe der Personen, die bereits Erfahrung mit Pfle -
ge haben, vor allem das Pflegegeld für häusliche Pflege 
durch An- und Zugehörige (25,3 %) und die ambulante 
Pflege durch Pflegedienste (25,2 %). Digitale Gesund -
heits-und Pflegeanwendungen (DiGa, DiPa) wurden nur 
von 0,4 % der befragten Personen mit Pflegeerfahrung 
bereits genutzt (siehe Abbildung 10).
Angebote zur Entlastung pflegender An- und Zuge-
höriger
Personen, die selbst andere Personen pflegen oder an -
deren regelmäßig Hilfe leisten (n = 414) wurden gefragt, 
welche Angebote zur Entlastung pflegender An- und 
Zugehöriger ihnen bekannt sind und welche davon sie 
in Anspruch nehmen. Die höchste Bekanntheit hatten 
dabei Beratungsangebote für pflegende An- und Zugehö -
rige (59,5 %), die bisher von 23,9 % der Zielgruppe ge -
nutzt wurden. Darauf folgen Informationsveranstaltun -
gen und Schulungen (46,5 %) und Pflegekurse (43,3 %).

9
Der Erfahrungsaustausch mit anderen Angehörigen in 
Gesprächskreisen ist bei 38,4 % der pflegenden An- und 
Zugehörigen bekannt, wurde jedoch vergleichsweise 
häufig (von 10,7 %) in Anspruch genommen. Ebenfalls 
bekannt waren Angebote zur Vereinbarkeit von Pflege 
und Beruf (34,3 %) und die Kurberatung für pflegende 
Angehörige (27,1 %). Abbildung 11 und 12 zeigen den 
Anteil der pflegenden An- und Zugehörigen, die die 
Angebote zur Entlastung kennen (Abbildung 11) und 
bereits genutzt haben (Abbildung 12). Bei der Nutzung 
der Angebote wird zum einen dargestellt, wie groß der 
Anteil aller pflegenden An- und Zugehörigen ist, die das 
Angebot nutzen. Zum anderen wird der Prozentsatz 
der Nutzung bei den Personen, die das Angebot ken -
nen, dargestellt, da die Bekanntheit des Angebots Vo -
raussetzung für dessen Nutzung ist.
Angebote in der Nachbarschaft
In Bezug auf das Leben im Quartier wurde gefragt, 
welche zusätzlichen Angebote im Quartier bekannt 
sind bzw. genutzt werden. 81,9 % geben an, dass sie die 
Möglichkeiten von Mahlzeitendiensten kennen, wäh -
rend Mittagstische in den einzelnen Quartieren nur bei 
rund der Hälfte der Münsteranerinnen und Münstera -
ner (49,3 %) bekannt sind. Am ehesten sind Angebote 
zur Begegnung und Freizeitgestaltung bekannt, wie die 
Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren (68,1 
%), Bewegungsangebote (64,7 %), Bildungsangebote 
(61,1 %) und regelmäßige Treffen in Gemeinschaft (58,2 
%). Beratungsangebote für besondere Zielgruppen sind 
mit 28,1 % und Angebote durch einen Quartiersmana -
ger mit 15,4 % deutlich seltener bekannt. Diese Ange -
bote sind jedoch auch nicht flächendeckend in jedem 
Quartier zu finden. Bei der Nutzung der Angebote wird 
deutlich, dass insbesondere regelmäßige Treffen in Ge -
meinschaft (25,1 %) und Bewegungsangebote (22,1 %) 
von den Münsteranerinnen und Münsteranern ab 60 
Jahren genutzt werden. Abbildung 13 und 14 zeigen 
den Anteil der Personen, die angeben, dass sie Angebo -
te in Bezug auf das Leben im Quartier kennen (Abbil -
dung 13) und bereits genutzt haben (Abbildung 14).
Die Münsteranerinnen und Münsteraner ab 60 Jahren 
wurden in einer offenen Frage gebeten mitzuteilen, 
welche Angebote ihnen im Quartier bzw. in der Nach -
barschaft fehlen. Zu den häufigsten Angaben gehören 
Einkaufsmöglichkeiten, Wohnungsangebote und offe -
ne Treffpunkte. Abbildung 15 zeigt die genannten An -
gebote, die von mindestens 10 Personen benannt wur -
den.

10
Abb. 5: Bekanntheit von Beratungsangeboten zum Thema Pflege (Anteil 
kenne ich in %).
Abb. 6: Bekanntheit von Beratungsangeboten zum Thema Pflege bei Perso -
nen, die selbst Pflege erhalten und/oder An- und Zugehörige pflegen (n = 655; 
Anteil kenne ich in %).
Abb. 8: Bekanntheit von Angeboten zur Organisation von Pflege und Unter -
stützung (Anteil kenne ich in %).
Abb. 7: Nutzung von Beratungsangeboten zum Thema Pflege bei Personen, 
die selbst Pflege erhalten und/oder An- und Zugehörige pflegen (n = 655; 
Anteil bereits genutz t in %).

11
Abb. 9: Bekanntheit von Angeboten zur Organisation von Pflege und Unter -
stützung bei Personen, die selbst Pflege erhalten und/ oder An- und Zugehö -
rige pflegen (n = 655; Anteil kenne ich in %).
Abb. 10: Nutzung von Angeboten zur Organisation von Pflege und Unterstüt -
zung bei Personen, die selbst Pflege erhalten und/ oder An- und Zugehörige 
pflegen insgesamt und bei Personen, die das Angebot kennen (n = 655; Anteil 
bereits genutzt in %).
Abb. 12: Nutzung v. Angeboten zur Entlastung pflegender An- und Zugehöri-
ger bei pflegenden An- und Zugehörigen insgesamt & bei pflegenden An- und 
Zugehörigen, die die Angebote kennen (n = 414; Anteil bereits genutzt in %).
Abb. 11: Bekanntheit von Angeboten zur Entlastung pflegender An- und 
Zugehöriger bei pflegenden An- und Zugehörigen (n = 414; Anteil kenne ich in 
%).

12
Abb. 13:  Bekanntheit von Angeboten im Quartier (Anteil kenne ich in %). Abb. 14: Nutzung von Angeboten im Quartier insgesamt und für Personen, die 
das Angebot kennen (Anteil bereits genutzt in %).
Abb. 15:  Fehlende Angebote im Quartier/ in der Nachbarschaft mit mindestens 
10 Nennungen (Anzahl Nennungen).

Unterstützungsnetzwerke
Rund 17 Prozent der teilnehmenden Münsteranerinnen 
und Münsteraner geben an, dass sie zum Zeitpunkt der 
Befragung selbst regelmäßig Hilfe, Pflege oder eine an -
dere Form der Unterstützung im Alltag benötigen. Da -
bei sind 20,1 % der Frauen und 12,3 % der Männer betrof-
fen. Bei Personen mit Migrationsvorgeschichte sind es 
17,5 %, die regelmäßige Hilfe, Pflege oder Unterstützung 
im Alltag benötigen. Der Bedarf an Pflege und Hilfe ist 
dabei eng verknüpft mit dem subjektiven Gesundheits -
zustand. So benötigen vor allem Personen, die ange -
ben, dass ihr Gesundheitszustand schlecht oder sehr 
schlecht ist, regelmäßig Hilfe, Pflege oder andere Unter-
stützung (61,0 %), während dies bei den Personen mit 
gutem bis sehr gutem Gesundheitszustand nur bei 1,4 % 
der Fall ist (siehe Abbildung 16).
Bei der Frage, durch wen sie die Hilfe und Unterstützung 
erhalten, konnten mehrere Personengruppen/ Instituti -
onen genannt werden. Rund 78 % der Gruppe mit Unter-
stützungsbedarf gibt an, dass sie innerhalb der Familie 
durch Ehe- oder Lebenspartner/-in (42,1 %), Kind/ Kin -
der (55,3 %), Enkelkind/ Enkelkinder (15,4 %) und/ oder 
andere Verwandte (7,9 %) Unterstützung erfahren. Die 
Unterstützung durch Freund/-innen, Bekannte, Nach -
barschaft liegt bei 14,5 % und von ehrenamtlichen Hel -
fer/-innen bei 6,0 %. Bezahlte Helfer/-innen unterstützen 
45,6 % der Personen mit Unterstützungsbedarf. 2,5 % 
von ihnen haben eine so genannte „24-Stunden-Pfle -
ge“/ „Live-in-Care“ im eigenen Haushalt und 7,5 % leben 
in einer Einrichtung mit umfassender Betreuung und 
pflegerischer Versorgung. 
Untergliedert man die Unterstützung in private Unter -
stützung (durch Familienangehörige, Freund/-innen, 
Bekannte oder Nachbarschaft) und externe Unterstüt -
zung (durch ehrenamtliche und bezahlte Helfer/-innen, 
24-Stunden-Pflege und Leben in einer Einrichtung), 
wird deutlich, dass Männer häufiger nur private Unter -
stützung erhalten als Frauen (siehe Abbildung 17). 
13
3| Personen mit Unterstützungsbedarf
Abb. 16: Personen, die regelmäßig Hilfe, Pflege oder 
Unterstützung benötigen, in Abhängigkeit von ihrem 
Gesundheitszustand (n ((sehr) gut) = 1179; n(mittel-
mäßig) = 540; n ((sehr) schlecht) = 136; Anteil in %).
Abb. 17: Private Unterstützung (durch Familienangehö-
rige, Freund/-innen, Bekannte, Nachbarschaft), externe 
Unterstützung (durch ehrenamtliche und bezahlte 
Helfer/-innen) oder private und externe Unterstützung 
nach Geschlecht (n (Frauen) = 197; n (Männer) =90; 
Anteile in %).

14
Neben Geschlechtsunterschieden zeigen sich auch Al -
tersunterschiede: Mit steigendem Alter nimmt der An -
teil der ausschließlich privat geleisteten Unterstützung 
ab, während die private und externe und ausschließlich 
externe Unterstützung deutlich zunimmt (siehe Abbil -
dung 18). Personen, die verheiratet sind oder in Part -
nerschaft leben, erhalten am häufigsten ausschließlich 
private Unterstützung (57,1 %). Ledige Personen erhal -
ten mit 50,0 % besonders häufig ausschließlich externe 
Hilfe, während geschiedene und verwitwete Personen 
mit 53,0 % besonders häufig private und externe Hilfe 
erhalten (siehe Abbildung 19). 
Abb. 18:  Private Unterstützung (durch Familienan-
gehörige, Freund/-innen, Bekannte, Nachbarschaft), 
externe Unterstützung (durch ehrenamtliche und 
bezahlte Helfer/-innen) oder private und externe Un -
terstützung nach Altersgruppen (n (60-69 Jahre) = 44; 
n (70-79 Jahre) = 66; n (80 Jahre und älter) = 175; Anteil 
in %).
Abb. 19:  Private Unterstützung (durch Familienan-
gehörige, Freund/-innen, Bekannte, Nachbarschaft), 
externe Unterstützung (durch ehrenamtliche und 
bezahlte Helfer/-innen) oder private und externe 
Unterstützung nach Familienstand (n (Ledig) = 24; n 
(Verheiratet/in Partnerschaft) = 147; n (Geschieden/
Verwitwet) = 117; Anteil in %).

15
Betrachtet man die befragten Personen hinsichtlich 
ihrer wirtschaftlichen Lage, fällt auf, dass Personen, 
die ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut oder eher gut 
einschätzen, besonders häufig nur private Hilfe erhal -
ten (siehe Abbildung 20). Die befragten Personen mit 
Migrationsvorgeschichte bekommen besonders häu -
fig nur private Hilfe (63,0 %). Private und externe Hilfe 
bekommen 37,0 % der Personen mit Migrationsvorge -
schichte, wohingegen ausschließlich externe Hilfe in 
dieser Gruppe nicht vertreten ist. 
Bei der Frage, welche Form der Unterstützung sie regel -
mäßig benötigen, geben 71,4 % der befragten Personen 
mit Unterstützungsbedarf an, regelmäßig hauswirt -
schaftliche Hilfen zu benötigen. Begleitung und Betreu -
ung (z.B. für Arztbesuche, Freizeitaktivitäten) benötigen 
52,2 %, pflegebezogene Hilfe 41,8 % und organisatori -
sche Hilfe (Anträge, Terminkoordination) 38,4 %.
Insgesamt geben 43,4 % der Personen, davon mehr 
Männer (59,1 %) als Frauen (37,2 %), an, dass die Person, 
die die meiste private Hilfe/ Unterstützung leistet, im 
gleichen Haus wohnt. Weitere 22,3 % haben private Un-
terstützung im Umkreis bis zu 5 Kilometer und 16,4 % 
bis zu 30 Kilometer. 4,7 % der Personen mit Unterstüt -
zungsbedarf erhalten private Unterstützung auf größe -
rer Distanz mit über 30 Kilometern. Von der Gruppe der 
Personen mit einem festgestellten Pflegebedarf durch 
die Anerkennung eines Pflegegrades geben 3,1 % der 
Befragten an, dass sie keine private Hilfe erhalten. 
Bei der Frage, welches Geschlecht die Person hat, die 
die meiste private Hilfe leistet, geben 64,0 % der Befrag-
ten an, dass die Person weiblich ist und 31,2 % der Be -
fragten, dass die Person männlich ist. Betrachtet man 
die Distanz des Wohnorts der Person, die am meisten 
Hilfe leistet, in Kombination mit dem Geschlecht der 
hilfeleistenden Person, findet sich vor allem bei der Dis-
tanz von bis zu 5 km ein noch größerer Geschlechterun-
terschied – hier ist der Anteil der weiblichen Personen, 
die Hilfe leisten, mehr als 3 Mal so groß wie der Anteil 
der männlichen Personen (siehe Abbildung 21). 
Abb. 20:  Private Unterstützung (durch Familienan-
gehörige, Freund/-innen, Bekannte, Nachbarschaft), 
externe Unterstützung (durch ehrenamtliche und 
bezahlte Helfer/-innen) oder private und externe Un -
terstützung nach subjektiver wirtschaftlicher Lage (n 
(sehr/eher gut) = 185; n (mal gut/mal schlecht) = 65; n 
(eher/sehr schlecht) = 40; Anteil in %).
Abb. 21:  Geschlecht der Person, die die größte private 
Hilfe und Unterstützung leistet, in Abhängigkeit von 
der Distanz des Wohnorts des Empfangenden von 
Pflege und Unterstützung (n (wohnt im Haus) = 135; n 
(bis 5km) = 69; n (5-30 km) =51; n (über 30 km) = 15; 
Anteil in %).

16
4 Aufgrund geringer Fallzahlen bei der Hilfe durch diverse Personen oder bei fehlender Angabe des Geschlechts der helfenden Per-
son werden hier nur die Anteile der helfenden Frauen und Männer dargestellt.
Dass Frauen einen deutlich größeren Anteil der Perso -
nen ausmachen, die Unterstützung leisten, zeigt sich 
auch, wenn man jeweils das Geschlecht der Person, 
die Unterstützung erhält, dem Geschlecht der Person, 
die Unterstützung leistet, gegenüberstellt. Während 
Männer mit 82,4 % von Frauen unterstützt werden, 
werden Frauen noch zu 59,9 % von Frauen unterstützt 
(Abbildung 22). Dieser Unterschied der Geschlechter -
verteilung macht sich insbesondere bei den Personen 
bemerkbar, die keine Unterstützung durch Ehe- oder 
Lebenspartner/-in erhalten. Erhalten Personen statt -
dessen private Hilfe durch Kinder, Enkelkinder, andere 
Verwandte oder Freund/-innen, ist die Person, die die 
meiste private Hilfe leistet, in 69,4 % der Fälle weiblich.
Unterstützungsbedarf
Die Personen mit aktuellem Unterstützungsbedarf wur-
den gefragt, ob sie von der Pflegekasse bereits in einen 
Pflegegrad (PG) eingestuft wurden. 63,1 % geben einen 
Pflegegrad an, der sich wie folgt auf die Stufen verteilt: 
PG 1: 13,8 %, PG 2: 26,6 %, PG 3: 14,8 %, PG 4: 5,2 % und 
PG 5: 2,6 %. 3,9 % der Befragten mit Unterstützungsbe -
darf haben die Einstufung beantragt, aber zum Zeit -
punkt der Befragung noch keine Antwort erhalten, und 
3,6 % geben an, dass der Antrag abgelehnt wurde. 29,5 
% der Befragten mit Unterstützungsbedarf haben noch 
keinen Antrag gestellt (siehe Abbildung 23). Bei der Be -
trachtung des Unterstützungsbedarfs der Personen, die 
keinen Antrag gestellt haben, werden vorrangig Unter -
stützungsleitungen in Form von hauswirtschaftlichen 
Hilfen (57,8 %), organisatorischen Hilfen (25,6 %) und/ 
oder Begleitung und Betreuung (z.B. für Arztbesuche, 
Freizeitaktivitäten, 26,7 %) benötigt.
Abb. 22:  Geschlecht der Person, die die größte private 
Hilfe und Unterstützung leistet, in Abhängigkeit vom 
Geschlecht der Person, die Hilfe und Unterstützung 
erhält (n (Frauen) = 182; n (Männer) = 85; Anteil in %). 4

17
Abb. 23: Personen, die Pflege in Anspruch nehmen, nach Pflegegrad (n = 305; Anteil in %).
Auf die Frage, ob die betreffenden Personen mit aktuel -
lem Unterstützungs- und Hilfebedarf genügend Unter -
stützung und Hilfe erhalten, haben 81,6 % der Personen, 
die die Frage beantwortet haben, mit Ja geantwortet. 
Rund jede fünfte Person (18,4 %, n = 52) würde sich 
mehr Unterstützung wünschen. Von diesen 52 Perso -
nen begründen 38,4 % ( n = 20 ) die fehlende Unterstüt-
zung mit fehlenden finanziellen Möglichkeiten und 46,2 
% (n = 24) geben an, dass Angebote nicht zur Verfügung 
stehen, insbesondere Hilfe im Haushalt  ( 50,0 %, n = 1 2 ) 
und eine stundenweise Betreuung und Begleitung (58,3 %, 
n = 14). Betrachtet man die Geschlechterverteilung bei 
der Frage fällt auf, dass insbesondere Frauen angeben, 
dass sie nicht genügend Unterstützung und Hilfe erhal -
ten. Von den 300 Männern und Frauen, die Hilfe benöti-
gen, sind 69,0 % Frauen und 31,0 % Männer. In der Grup-
pe, die angibt, dass sie nicht genügend Unterstützung 
und Hilfe erhalten, sind hingegen 79,3 % Frauen (siehe 
Abbildung 24).
Abb. 24: Genügend Unterstützung und Hilfe nach Ge -
schlecht (n = 184; Männer n = 84; Anteil in %).

18
pflegende An- und Zugehörige. Somit ist unter den 60 
bis 64-Jährigen der Anteil der pflegenden An- und Zu -
gehörigen mit 32,5 % am größten, gefolgt von den 75 
bis 79-Jährigen (24,1 %). Abbildung 25 zeigt den Anteil 
der befragten Personen, die angeben, Personen privat 
zu betreuen bzw. zu pflegen oder ihnen regelmäßig Hil-
fe zu leisten in Abhängigkeit vom Alter der befragten 
Personen. Bei Personen mit Migrationsvorgeschichte 
geben 20,9 % an, dass es Personen gibt, die von ihnen 
privat betreut bzw. gepflegt werden. 
Die Gruppe der pflegenden An- und Zugehörigen
Etwa jede fünfte befragte Person (n = 414, 22,6 %) gibt 
an, dass es Personen gibt, die aufgrund ihres schlech -
ten Gesundheitszustands von ihr privat betreut bzw. 
gepflegt werden oder denen sie regelmäßig Hilfe leis -
tet. Dabei gibt ein höherer Anteil der Frauen (25,3 %) 
als Männer (18,9 %) an, dass sie aktuell regelmäßig je -
manden betreuen und/ oder pflegen. Auch wenn der 
Anteil der pflegenden An- und Zugehörigen mit zuneh -
menden Alter abnimmt, gibt es selbst bis ins hohe Alter 
4| Pflegende An- und Zugehörige
Abb. 25: Pflegeleistende Personen nach ihrem Alter (n (60-64 Jahre) = 434; n (65-69 Jahre) = 417; n (70-
74 Jahre) = 317; n (75-79 Jahre) = 220; n (80-84 Jahre) = 203; n (85 Jahre und älter) = 178; Anteil in %).  
Bei den 60 bis 69-Jährigen sind es in der Regel die El -
tern (69,8 %), die unterstützt werden. In den nachfol -
genden Altersgruppen sind es vorrangig Partner/-innen. 
Auch die Doppelbelastung durch die Pflege mehrerer 
An-und Zugehöriger findet sich in allen Altersgruppen. 
Während in der Altersgruppe der über 80-Jährigen ins -
gesamt weniger befragte Personen Pflege leisten, un -
terscheidet sich der Anteil derjenigen mit Doppelbelas -
tung in der Altersgruppe der 60 bis 69-Jährigen und der 
über 80-Jährigen kaum voneinander – in beiden Fällen 
pflegen etwa 11 % mindestens 2 Gruppen von An- und 
Zugehörigen. Lediglich in der Gruppe der 70 bis 79-Jäh -
rigen ist der Anteil der Personen mit Doppelbelastung 
mit 5,3 % der pflegenden Personen dieser Altersgruppe 
geringer. Abbildung 26 zeigt den Anteil der verschiede -
nen An- und Zugehörigen, die von den befragten Perso -
nen betreut bzw. gepflegt werden in Abhängigkeit vom 
Alter der befragten Personen (hier aufgrund geringerer 
Fallzahlen größere Altersgruppen in der Betrachtung).

19
Abb. 26: Verwandtschaftsbeziehung der zu pflegenden Person zur befragten Person in Abhängigkeit vom Alter 
der befragten Personen (n (60-69 Jahre) =225; n (70-79 Jahre) = 99; n (80 Jahre und älter) = 70; Anteil in %). 5    
5 „Eltern“ umfasst auch Eltern des Partners/ der Partnerin. „Andere“ umfasst z.B. Mitbewohner/-innen im Haus, Nachbarn/ Nachbar-
innen etc. 
Bei der Frage, seit wann Personen Unterstützung und 
Betreuung leisten, gaben 11,4 % bis zu ein Jahr an, 15,5 
% bis zu 2 Jahre, 20,2 % bis zu 4 Jahre, 19,9 % zwischen 5 
und 7 Jahren, 14,1 % zwischen 8 und 10 Jahren und 18,8 
% 10 Jahre und mehr an. Die Durchschnittsdauer einer 
Unterstützung oder Pflege durch An- und Zugehörige 
von Eltern liegt bei 7 Jahren, bei Partner/-innen bei 8 
Jahren und bei Geschwistern und Kindern deutlich hö -
her mit 11 bzw. 26 Jahren.
Belastung durch familiäre Pflege
Die Frage Wie stark fühlen Sie sich durch Pflege und Hilfe 
belastet? beantworteten insgesamt 9,1 % der Befragten 
mit stark belastet , 32,3 % mit eher stark belastet , 45,1 % 
mit eher gering belastet und 13,6 % mit nicht belastet. Bei 
der Betrachtung der Altersstruktur wird deutlich, dass 
sich der Anteil der Personen, die sich durch Pflege stark 
belastet fühlen, mit zunehmendem Alter auf bis zu 20 
% bei den 85-Jährigen und älter ansteigt. Abbildung 27 
zeigt den Grad der Belastung in Abhängigkeit vom Alter 
der pflegenden An- und Zugehörigen. Ebenso deutlich 
wird, dass die starke Belastung zunimmt, je schlechter 
der Gesundheitszustand der pflegenden An- und Zuge -
hörigen ist. So steigt die starke Belastung von 5,7 % bzw. 
5,0 % der Personen mit sehr gutem bzw. gutem Gesund-
heitszustand auf bis zu 36 % bei Personen mit einem 
(sehr) schlechten Gesundheitszustand (siehe Abbildung 
28). Der Pflegegrad der zu unterstützenden Person ist 
weniger ausschlaggebend. Bei Pflegegrad 2 (7,0 %) ist 
die starke Belastung seltener als bei den Pflegegraden 3, 
4 und 5. Hier ist der Belastungsgrad nahezu gleichblei -
bend mit 15,0 % (PG 3), 15,2 % (PG 4) und 15,8 % (PG 5).

20
Abb. 27: Grad der Belastung der pflegenden An- und Zugehörigen nach Alter der pflegenden An- und Zugehöri -
gen (n(60-64 Jahre) =132; n(65-69 Jahre) = 80; n(70-74 Jahre) = 40; n(75-79 Jahre) = 48; n(80-84 Jahre) = 37; n(85 
Jahre und älter) = 25; Anteil in %).   
Abb. 28: Grad der Belastung der pflegenden An- und Zugehörigen in Abhängigkeit vom Gesundheitszustand der 
pflegenden An- und Zugehörigen (n (sehr gut) = 53; n (gut) = 181; n(mittelmäßig) = 112; n ((sehr) schlecht) = 25; 
Anteil in %). 6  
6 Aufgrund der geringen Fallzahl wurden Personen mit Gesundheitszustand „schlecht“ und „sehr schlecht“ zu einer Gruppe zusam-
mengefasst.

21
Die pflegenden An- und Zugehörigen geben an, dass 
ihnen zu 41,4 % Erholung und Regeneration fehlt. 
Nicht genügend Zeit für Hobbies, Freizeitaktivitäten 
und Sport haben 32,4 % und 28,3 % geben an, nicht ge -
nug Zeit für die Pflege von Beziehungen zu Freunden/ 
Freundinnen und Bekannten zu haben. Bei 16,9 % fehle 
es aufgrund der Unterstützungsleistungen an Zeit für 
die Familie und 10,4 % geben an, dass sie gerne mehr 
Zeit für die Erwerbstätigkeit hätten (Mehrfachnennun -
gen möglich). 39,2 % der pflegenden An- und Zugehöri-
gen, dies entspricht mehr als jede dritte Person, geben 
an, dass ihnen nichts fehle (siehe Abbildung 29).
Bei der offenen Frage, was sich die An- und Zugehörigen 
zur Entlastung wünschen, gaben 10,7 % mehr finanziel -
le Hilfen an. Unterstützung und Entlastung wurde z.B. 
durch mehr (Frei-)Zeit/ Urlaub von 8,0 % gewünscht, Un-
terstützung bei Anträgen (6,7 %), Haushaltshilfe (5,3 %) 
und (stundenweise) Unterstützung zuhause von 4,7 %. 
Von der professionellen Pflege wünschen sich 7,3 % der 
pflegenden An- und Zugehörigen eine bessere Verfüg -
barkeit von Pflegeplätzen und Betreuungsangeboten 
und mehr Personal wird von 4,7 % gewünscht.
Abb. 29: Aktivitäten, für die pflegenden An- und Zugehörigen Zeit fehlt (n = 414; Anteil in %).

22
5| Vorstellung von der eigenen pflegerischen  
      Versorgung
Abb. 30: Beschäftigung mit dem Thema der eigenen Pflegebedürftigkeit nach Alter und Geschlecht (Anteil in %).
%. Bei der Betrachtung der Altersgruppen steigt die Be -
schäftigung mit dem Thema eigene Pflege mit dem Alter 
von 52,4 % bei den 60 bis 64-Jährigen bis auf 70,8 % bei 
den 85-Jährigen und älter an. Dabei ist in allen Alters -
gruppen der Anteil der Frauen, die sich bereits mit der 
eigenen Pflegebedürftigkeit beschäftigt haben, höher 
als der Anteil der Männer, die sich bereits damit ausei -
nandergesetzt haben (siehe Abbildung 30). Wie zu er -
warten, hat sich die Gruppe der bereits pflegebedürfti -
gen Personen mit rund 82,7 %  bereits zu einem hohen 
Anteil mit dem Thema beschäftigt. Von den Personen 
ohne Erfahrung als betroffene Person oder als pflegen -
de/r An- und Zugehörige/r waren es nur rund die Hälfte 
mit 51,1 %. 
Beschäftigung mit der Möglichkeit einer eigenen Pfle-
gebedürftigkeit
Die Münsteranerinnen und Münsteraner ab 60 Jahren 
wurden gefragt, ob sie sich mit der eigenen Pflegebe -
dürftigkeit bzw. einer Verschlechterung der aktuellen 
Situation bereits beschäftigt haben. Bei der Beantwor -
tung gab es deutliche Unterschiede zwischen Frauen 
und Männern, sowie zwischen verschiedenen Alters -
gruppen und zwischen Personen mit und ohne Erfah -
rungen im Bereich Pflege. Insgesamt haben sich 58,2 % 
der Münsteranerinnen und Münsteraner ab 60 Jahren 
mit der eigenen Pflegebedürftigkeit bereits beschäftigt. 
Bei den Frauen sind es 61,7 % und bei den Männern 55,0

23
Wichtige Faktoren für betreute Wohnformen
Die Münsteranerinnen und Münsteraner wurden ge -
fragt, was ihnen bei einem Umzug in eine betreute 
Wohnform wichtig wäre. Insbesondere Bereiche die 
unter die Kategorie Selbstbestimmung und Mitbestim -
mung zusammengefasst werden können, wurden als 
wichtig erachtet: Persönlicher Wohnbereich (59,8 %), 
Mitbestimmung bei der Organisation der pflegerischen 
Versorgung (55,8 %), Gestaltungsmöglichkeiten im All -
tag (54,8 %), sowie Mitbestimmung bei den Freizeit- und 
Betreuungsangeboten (48,6 %). Welche Aspekte den 
Münsteranerinnen und Münsteranern in einer betreu -
ten Wohnform wichtig wären, unterscheidet sich zwi -
schen den verschiedenen Altersgruppen. Bei einem Ver-
gleich der jüngsten Altersgruppe (60-64 Jahre) und der 
ältesten Altersgruppe (85 Jahre und älter) findet sich bei 
den jüngeren befragten Personen mehr Zustimmung 
zu den Aspekten der Kategorie Selbstbestimmung und 
Mitbestimmung, wohingegen den älteren befragten 
Personen wichtiger ist, dass sie in derselben Nachbar -
schaft verbleiben, die Wege zu An- und Zugehörigen 
kurz sind und dass sie bis zum Lebensende in der neuen 
Wohnform verbleiben können (siehe Abbildung 31).
Wohnsituation
Bei der Abfrage, ob die Münsteranerinnen und Müns -
teraner ab 60 Jahren ihre Wohnung für geeignet halten, 
um dort mit Bewegungseinschränkungen und Pflege -
bedarf leben zu können, beantworteten 43,3 % die Frage 
mit Ja und 37,2 % mit Ja, nach Umbaumaßnahmen. 19,4 
% gaben an, dass die Wohnung nicht geeignet sei. Per -
sonen mit Migrationsvorgeschichte gaben zu 29,7 % an, 
dass ihre Wohnung nicht geeignet sei. Bei der Betrach -
tung der Antworten in den verschiedenen Altersstruk -
turen ist auffallend, dass mit zunehmendem Alter auch 
die Wohnungen als geeigneter eingeschätzt werden, 
um dort mit Bewegungseinschränkungen zu leben. So 
sind es bei den 60 bis 64-Jährigen rund 72 %, die ihre 
Wohnung (ggf. nach Umbauarbeiten) für geeignet hal -
ten, und bei den 85-Jährigen und älter sind es bereits 
88,5 %.

24
und verwitwete Frauen deutlich seltener davon ausge -
hen, dass ihre eigene Versorgung (möglicherweise) ge -
sichert ist, als Männer (siehe Abbildung 32).
Einen deutlichen Zusammenhang mit der Einschätzung, 
ob die eigene Versorgung gesichert ist, gibt es auch mit 
der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situati -
on und dem aktuellen Bedarf an Pflege oder Unterstüt -
zung. Je schlechter die eigene wirtschaftliche Situation 
eingeschätzt wird, umso geringer ist der Anteil der Per -
sonen, die ihre eigene Versorgung für gesichert halten. 
Dies ist insbesondere bei den Personen der Fall, die ak -
tuell (noch) nicht auf Pflege und Unterstützung ange -
wiesen sind (siehe Abbildung 33).
Rund die Hälfte der Bevölkerung in Münster ab 60 Jahren 
(51,0 %) gibt an, dass sie jemanden hat bzw. jemanden 
möglicherweise hat, der die pflegerische Versorgung 
für sie übernehmen würde. Bei Personen mit Migrati -
onsvorgeschichte sind es 49,3 %, bei den Frauen 41,0 % 
und bei den Männern 64,8 %. Bei der Betrachtung der 
Antworten nach dem Familienstand wird deutlich, dass 
Bedarf der professionellen Unterstützung und Pflege
Die Münsteranerinnen und Münsteraner ab 60 Jahren 
wurden gefragt, ob sie im Falle der eigenen Pflegebe -
dürftigkeit bzw. der Verschlechterung der aktuellen 
Situation die erforderliche Versorgung für gesichert 
halten. Dies konnten sie mit Ja, Möglicherweise, Nein,  
oder Weiß nicht beantworten. Etwa 60 % der befragten 
Personen geben an, dass sie im Falle der eigenen Pfle -
gebedürftigkeit bzw. der Verschlechterung der aktuel -
len Situation die erforderliche Versorgung für gesichert 
bzw. möglicherweise gesichert halten. Bei Personen mit 
Migrationsvorgeschichte sind es nur 50,3 %, die ange -
ben, dass sie die erforderliche Versorgung für gesichert 
bzw. möglicherweise gesichert halten.
55,6 % der Frauen und 65,8 % der Männer gehen davon 
aus, dass die Versorgung (möglicherweise) gesichert 
ist. Betrachtet man die Annahme, dass die Versorgung 
(möglicherweise) gesichert ist, in Abhängigkeit von Ge -
schlecht und Familienstand der befragten Personen, 
fällt auf, dass insbesondere in Partnerschaft lebende 
Abb. 31: Wichtigkeit der Aspekte bei einem notwendigen Umzug in eine betreute Wohnform für die jüngste (60-
64 Jahre, n = 439) und älteste Altersgruppe (85 Jahre und älter, n = 193; Anteil in %).

25
sich insbesondere verheiratete und in Partnerschaft le -
bende Personen auf ein bestehendes Netzwerk an Un -
terstützung verlassen, während ledige Personen nur zu 
20,8 % angeben, dass sie jemanden haben, der die Pfle -
ge übernehmen könnte. Betrachtet man die Kombina -
tion aus Geschlecht und Familienstand, findet sich bei 
den ledigen Personen sowohl bei Männern als auch bei 
Frauen ein besonders geringer Anteil an Personen, die 
(möglicherweise) jemanden haben, der sie im Falle ei -
ner Pflegebedürftigkeit pflegen könnte. Für alle anderen 
Gruppen stimmen jedoch deutlich weniger Frauen als 
Männer zu, dass sie (möglicherweise) jemanden haben, 
der sie pflegen könnte, insbesondere bei den Gruppen 
der verheirateten und der geschiedenen Personen (sie -
he Abbildung 34).
Vergleich:
Der Landesbetrieb Information und Technik Nord -
rhein-Westfalen, IT-NRW, erstellt alle zwei Jahre eine 
Statistik der Leistungsempfängerinnen und Leistungs -
empfänger der Pflegeversicherungen. Im Dezember 
2023 haben rund 60 % der pflegebedürftigen Personen in 
Münster (8.166 Personen von 13.695 Pflegebedürftigen) 
Pflegegeld erhalten, d.h. sie haben eine Pflegeperson, die 
insgesamt oder mindestens anteilig die pflegerische Ver-
sorgung übernimmt.7 
Auf die Frage ob es jemanden gibt, der im Falle der ei -
genen Pflegebedürftigkeit die Pflege organisieren könn-
te, haben deutlich mehr Personen (89,0 %) mit Ja und 
Möglicherweise geantwortet. Bei Personen mit Migra -
tionsvorgeschichte sind es 79,9 %, die davon ausgehen, 
dass es jemanden gibt, der die Pflege (möglicherweise) 
organisieren könnte. Auch hier sind es insbesondere die 
ledigen, geschiedenen und verwitweten Personen, die 
sich weniger auf bestehende Netzwerke verlassen kön -
nen und den Bedarf einer anderweitigen Unterstützung 
sehen. Betrachtet man hier die Unterschiede zwischen 
Männern und Frauen anhand ihres Familienstands, fal -
len geringere Unterschiede auf. Lediglich bei den ge -
schiedenen Personen geben deutlich weniger Frauen 
an, dass es Personen gibt, die für sie die Pflege organi -
sieren könnten. Bei den ledigen und verwitweten Perso-
nen sind es hingegen weniger Männer (Abbildung 35).
7 Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Leistungsempfänger/-innen der Pflegestatistik in NRW in Dezember 2023.

26
Abb. 33: Versorgung im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit bzw. Ver-
schlechterung der Situation ist (möglicherweise) gesichert nach persönlicher 
wirtschaftlicher Lage und aktuellem Bedarf an Pflege und Unterstützung 
(Anteil in %). 
Abb. 32: Versorgung im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit bzw. Ver-
schlechterung der Situation ist (möglicherweise) gesichert nach Ge -
schlecht und Familienstand (Anteil in %). 
Abb. 34: Verfügbarkeit einer Person, die im Falle der eigenen Pflege -
bedürftigkeit bzw. Verschlechterung der Situation (möglicherweise) 
pflegen kann, nach Familienstand und Geschlecht (Anteil in %).
Abb. 35: Verfügbarkeit einer Person, die im Falle der eigenen Pflegebedürftig -
keit bzw. Verschlechterung der Situation (möglicherweise) Pflege organisie-
ren kann, nach Familienstand und Geschlecht (Anteil in %).

27
Bei einem Blick auf die direkte Nachbarschaft geben 
rund zwei Drittel (66,4 %) der Bevölkerung ab 60 Jahren 
an, dass sie sich gegenseitig in der Nachbarschaft mit 
kleinen Hilfen unterstützen (Antwortkategorien selten 
bis oft). Betrachtet man die Unterstützung in der Nach -
barschaft in Abhängigkeit vom Stadtteil der befragten 
Personen, fällt ein besonders hoher Anteil an Personen, 
die sich in der Nachbarschaft helfen, in den Stadtteilen 
Albachten, Kinderhaus-West, Sprakel und Hiltrup-West 
auf. Ein besonders niedriger Anteil findet sich hingegen 
in den Stadtteilen Gelmer-Dyckburg, Kinderhaus-Ost 
und Berg Fidel (siehe Abbildung 36).
8 Dargestellt ist der Anteil der Personen pro Stadtteil, die selten, manchmal oder oft geantwortet haben. Die Stadtteile des Bezirks 
Mitte wurden aufgrund geringer Stichprobengröße jeweils zu den Teilbereichen Altstadt, Innenstadtring, Mitte-Süd und Mit-
te-Nordost zusammengefasst. Die Kategorien sind anhand der Abweichung vom Mittelwert in 5 Kategorien unterteilt von mehr 
als 2 Standardabweichungen unter dem Mittelwert, zwischen 1 und 2 Standardabweichungen unter dem Mittelwert, zwischen 
Mittelwert und 1 Standardabweichung unter dem Mittelwert, zwischen Mittelwert und 1 Standardabweichung über dem Mittel-
wert und zwischen 1 und 2 Standardabweichungen über dem Mittelwert.
9 Diese Fragen wurden mit leichter Abwandlung aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) übernommen. Die Antwortkategorie 
sehr oft wurde nicht verwendet.
6| Zusammenleben im Quartier
Abb. 36: Unterstützung in der Nachbarschaft  
(Anteil in %). 8
Einsamkeit
Die Einsamkeit der Münsteranerinnen und Münstera -
ner ab 60 Jahren wurde mithilfe einer Skala erfasst, auf 
der sie angeben sollten, wie oft sie das Gefühl haben, 
dass ihnen Gesellschaft anderer fehlt, das Gefühl haben 
außen vor zu sein und sozial isoliert zu sein. 9  Aus die -
sen drei Fragen wurde ein Mittelwert gebildet, der wie -
derum in vier Kategorien von nie bis manchmal bis oft 
eingeteilt wurde. Dabei zeigt sich, dass insgesamt 5,6 % 
der Bevölkerung ab 60 Jahren manchmal bis oft von Ein-
samkeit betroffen sind. Es gibt deutliche Unterschiede 
innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So 
berichten deutlich mehr Frauen (7,0 %) als Männer (3,4 
%) von dieser Häufigkeit an Einsamkeit. Personen, die al-
leine leben (8,6 %) sind ebenso häufiger betroffen. 
Der Umstand, einen Pflege- und Unterstützungsbedarf 
zu haben, zeigt deutliche Auswirkungen. 17,5 % der Per-
sonen mit einem Pflege- und Unterstützungsbedarf ge -
ben an, manchmal bis oft  einsam zu sein. Um Personen 
mit Pflege- und Unterstützungserfahrung näher zu un -
tersuchen, wurden die Münsteranerinnen und Müns -
teraner ab 60 Jahren in 4 Gruppen eingeteilt:
• Personen, die aktuell weder Pflege oder Unterstüt -
zung empfangen noch leisten; 
• Personen, die Pflege oder Unterstützung empfan -
gen, aber nicht leisten; 
• Personen, die Pflege oder Unterstützung leisten, 
aber nicht empfangen; 
• Personen, die sowohl Pflege oder Unterstützung 
leisten als auch empfangen
Im Vergleich dieser vier Gruppen fällt auf, dass insbe -
sondere Personen, die Pflege erhalten, deutlich häufi -
ger von Einsamkeit berichten als Personen, die keine 
Pflege erhalten. Dabei fällt weniger ins Gewicht, ob die 
Personen zusätzlich noch Pflege leisten oder nicht (sie -
he Abbildung 37).
Mit Zunahme des Alters steigt die Häufigkeit an, Ein -
samkeit zu erleben. So machen die Personen, die ange -
ben, manchmal bis oft Einsamkeit zu erleben, 5,5 % der 
60 bis 64-Jährigen aus, aber 8,7 % der Personen, die 85 
Jahre und älter sind. Auf der anderen Seite geben 34,4 
% der 60- bis 64-Jährigen an, nie Einsamkeit zu erleben, 
was wiederum nur 19,7 % der Personen im Alter von 85 
Jahren und älter angeben (siehe Abbildung 38).

28
Abb. 37: Grad der Einsamkeit in Abhängigkeit von der Erfahrung mit Pflege (n (keine Pflegeerfahrung) = 1146; n 
(Pflege erhaltend) = 257; n (Pflege gebend) = 317; n (Pflege erhaltend und gebend) = 29; Anteil in %).
Abb. 38: Grad der Einsamkeit nach Alter (n (60-64 Jahre) = 433; n (65-69 Jahre) = 415; n (70-74 Jahre) = 314; n 
(75-79 Jahre) = 217; n (80-84 Jahre) = 201; n (85 Jahre und älter) = 183; Anteil in %).

29
Bereitschaft zur Unterstützung
Die Bürgerinnen und Bürger wurden gefragt, ob sie sich 
ehrenamtlich für Menschen mit Unterstützungsbedarf 
engagieren. Dies wurde von 9,6 % der Befragten bestä -
tigt. Davon wären 16,9 % bereit das Engagement zu ver -
stärken und weitere 40,1 % würden es zumindest nicht 
ausschließen.
Von den Personen, die sich bisher nicht ehrenamtlich 
engagieren, können sich 15,6 % vorstellen, ein ehren -
amtliches Engagement oder einen Minijob zur Unter -
stützung der Zielgruppe aufzunehmen. Weitere 36,0 % 
haben sich eine Entscheidung offengehalten. 
Insgesamt geben 56,8 % der Münsteranerinnen und 
Münsteraner ab 60 Jahren an, dass sie entweder bereit 
wären, ihr Engagement zu verstärken und/ oder ein eh -
renamtliches Engagement oder einen Minijob zur Un -
terstützung der Zielgruppe aufzunehmen oder dies 
jeweils noch offen zu halten. Somit gibt es ein hohes 
Potenzial für Unterstützung für hilfsbedürftige Men -
schen in der Gruppe der Bürgerinnen und Bürger über 
60 Jahren.

30
Impressum
Stadt Münster – Stadtplanungsamt und Sozialamt
Dr. Grit Müller, Leiterin der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik
MuellerGrit@stadt-muenster.de
Dr. Judith Knausenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachstelle Statistik und Stadtforschung
Knausenberger@stadt-muenster.de
Karin Stritzke, Pflegeplanerin, Fachstelle Sozialplanung
StritzkeK@stadt-muenster.de
Titelfoto: pixabay

Anlage A

1817 Zeichen

Anlage A zur V/0164/2025 
Kurzüberblick 
Die Vorlage enthält die Methodik und die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage „Pflege und Un-
terstützung im Alter“. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess 
verfolgt: 
 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
Das Teilziel lautet: 
 Sicherstellung einer dem örtlichen Bedarf entsprechenden pflegerischen Angebotsstruktur 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2025 enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe-
reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen 
reicht nicht aus. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Kommunale Daseinsvorsorge Art. 28 Abs. 2 GG 
Altenhilfeplanung nach § 71 SGB XII 
Pflegeplanung nach § 4 APG NRW 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Angebote für pflegebedürftige Personen sowie Angebote zur Entlastung der pflegenden An- und 
Zugehörigen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung der 
Gesellschaft.

Berichtsvorlage

23945 Zeichen

V/0164/2025 
V/0164/2025 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Umfrage "Pflege und Unterstützung im Alter" - Methodik und zentrale Ergebnisse 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   03.06.2025 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
   11.06.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Bericht 
   17.06.2025 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be-
hinderungen 
Bericht 
   25.06.2025 Integrationsrat Bericht 
   30.06.2025 Kommunale Seniorenvertretung Bericht 
 
 
Bericht: 
I. Umfrage: Pflege und Unterstützung im Alter 
Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung vor dem Hintergrund des demographischen Wan-
dels und des zunehmenden Fachkräftemangels stellt auch in Münster eine große Herausforderung 
dar. Um eine bess ere Einschätzung der gegenwärtigen Situation zu gewinnen und die Vorstellungen 
der Münsteraner*innen besser kennenzulernen, wurde die Umfrage „Pflege und Unterstützung im 
Alter“ durchgeführt. 
Die Umfrage wurde vom Sozialamt und dem Stadtplanungsamt in Zusa mmenarbeit mit Vertre-
ter*innen der kommunalen Konferenz Alter und Pflege konzipiert. Am 18.09.2023 wurden 5.012 Fra-
gebögen an Münsteraner*innen ab 60 Jahre verschickt, am 09.10.2023 erfolgte die Erinnerung. Die 
Umfrage ist repräsentativ und basiert auf ein er Zufallsauswahl aus dem Melderegister der Stadt 
Münster. Als repräsentative Umfrage erlaubt die Befragung Aussagen über die Grundgesamtheit der 
wohnberechtigten Bevölkerung ab 60 Jahre auf gesamtstädtischer Ebene. 
Sozialamt 
Stadtplanungsamt 
 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in 
im Sozialamt: 
Frau Stritzke 
Telefon: 492-5988 
StritzkeK@stadt-
muenster.de 
 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in 
im Stadtplanungsamt:  
Frau Dr. Müller 
Frau Dr. Knausenberger  
Telefon: 492-6170 
muellergrit@stadt-
muenster.de

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V/0164/2025 
Die Umfrage wurde als Hybridbefragung umgesetzt, die den zu befragenden Bürger*innen zwei Opti-
onen zur Teilnahme an der Befragung anbietet: 1) die Beantwortung der Befragung via Papierfrage-
bogen oder 2) via Online-Befragung. 
Die Ergebnisse der Umfrage gehen in die laufenden Prozesse und Konzeptentwicklungen der Sozial-
planung mit den Bereichen Pflegeplanung, Altenhilfeplanung sowie der altengerechten, inklusiven 
Quartiersentwicklung ein. Auch stehen sie selbstverständlich für weitere wissenschaftliche Auswer-
tungen zur Verfügung. 
 
II. Themenschwerpunkte 
Folgende Themenschwerpunkte sind in die Umfrage  „Pflege und Unterstützung im Alter“  integriert 
worden: 
a. Ansichten über die  
Organisation von Pflege und 
Unterstützung älterer  
Menschen 
 Zuständigkeit für Pflege und Unterstützung älterer  
Personen 
 Planbarkeit einer möglichen Pflegebedürftigkeit 
b. Bekanntheitsgrad und  
Nutzung von Angeboten 
 Beratungsangebote 
 Angebote für pflegebedürftige Personen 
 Angebote zur Entlastung pflegender An - und Zugehöri-
ger 
 Angebote in der Nachbarschaft 
c. Personen mit  
Unterstützungsbedarf 
 Unterstützungsnetzwerke 
 Unterstützungsbedarf 
d. Pflegende An- und  
Zugehörige 
 Die Gruppe der pflegenden An- und Zugehörigen 
 Belastung durch familiäre Pflege 
e. Vorstellung von der eigenen 
pflegerischen Versorgung 
 Beschäftigung mit der Mög lichkeit einer eigenen  
Pflegebedürftigkeit 
 Wohnsituation 
 Wichtige Faktoren für betreute Wohnformen 
 Bedarf professioneller Unterstützung und Pflege 
f. Zusammenleben im Quartier  Einsamkeit 
 Bereitschaft zur Unterstützung 
 
 
III. Methodik der Umfrage 
Die Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ wurde vom 18.09.2023 bis zum 20.10.2023 durch-
geführt. Die Personen, die zur Umfrage eingeladen wurden, wurden per  Zufallsauswahl aus dem 
Melderegister ausgewählt. Teilnahmeberechtigt waren alle Bürgerinnen und Bürger, di e zum Zeit-
punkt der Stichprobenziehung (21.08.2023) 60 Jahre und älter mit Hauptwohnsitz in Münster gemel-
det waren. Nach Ausschluss von Personen, die in Institutionen wie Gefängnis oder Flüchtlingsunter-
künften leben (eingeschlossen in die Umfrage sind Personen in Alten- und Pflegeheimen), wurden 
insgesamt 5.012 Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Umfrage „Pflege und Unterstützung 
im Alter“ eingeladen. Da 64 Briefe unzustellbar waren, bestand die Stichprobe aus 4.948 Personen.  
Die Stichprobe entspricht damit 6,4 % der wohnberechtigten Bevölkerung ab 60 Jahren in der Stadt 
Münster.  
 
Die ausgewählten Bürger*innen haben zu Beginn der Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ 
einen Brief der Stadt mit einem persönlichen Anschreiben des Oberbürgermeisters, der Datenschut-
zerklärung, einem Papierfragebogen, den Zugangsdaten zur Online -Teilnahme und einem freige-
machten Rückantwortumschlag erhalten. Mit den Zugangsdaten konnte sichergestellt werden, dass

- 3 - 
V/0164/2025 
nur die ausgewählten Personen an der Umfrage teilnehmen konnten. Mit dem Ziel, den Rücklauf der 
Umfrage zu erhöhen, wurde nach 3 Wochen Laufzeit ein Erinnerungsschreiben, unterschrieben vom 
Oberbürgermeister, an alle ausgewählten Personen versendet. Um verspätete Eingänge von Frage-
bögen zu berücksichtigen, gab es nach Beendigung der Feldphase eine vierwöchige Nachfrist, in der 
die Online-Befragung für die Befragten offengehalten wurde.  
 
Bis zum Ende der Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ haben 1.908 Personen den ausgefüll-
ten Fragebogen zurückgeschickt bzw. online beantwortet. Das entspricht einer Rücklaufquote von 
38,6 %. Von den 1.908 Teilnehmenden haben 1.542 bzw. 80,8 % den Papierfragebogen und 366 
bzw. 19,2 % den Online-Fragebogen beantwortet. 
 
IV. Ergebnisse 
Die Ergebnisse der Umfrage „Pflege und Unt erstützung im Alter“ werden in einem gebündelten Er-
gebnisbericht zu allen Themenbereichen der Umfrage zur Verfügung gestellt. Der Ergebnisbericht 
enthält die statistischen Auswertungen zu den einzelnen Themenschwerpunkten und weitere Informa-
tionen zur Stichprobe (siehe Anlage 1). Detailergebnisse sind im Tabellensatz im Internet unter um-
fragen.stadt-muenster bereitgestellt. 
Die zentralen Ergebnisse wurden gemeinsam  mit Mitgliedern der Konferenz Alter und Pflege disku-
tiert, die auch bereits in die Erarbeitung des Fragebogens eingebunden waren. Es folgt eine Zusam-
menfassung der wesentlichen Erkenntnisse: 
a. Ansichten über die Organisation von Pflege und Unterstützung älterer Menschen 
Die überwiegende Mehrheit der Münsteraner*innen ab 60 Jahren stimmt der Aussage zu, dass Pflege 
eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die ein Zusammenwirken von staatlichen Stellen, Dienst-
leistern, Familien und Nachbarschaft erfordert (91,7 % stimmen voll und ganz zu bzw. stimmen eher 
zu). Dies macht deutlich, dass alle Akteure, die an Pflege und Unterstützung im Alter beteiligt sind, in 
den Fokus genommen werden sollten. 
b. Bekanntheitsgrad und Nutzung von Angeboten 
Die Befragung zeigt, dass  einer Mehrheit der Münsteraner*innen insbesondere die Anlaufstellen des 
Gesundheitssystems bekannt sind, jedoch spezielle Beratungsstellen rund um das Thema Alter und 
Pflege sowie zu spezifischen Erkrankungen vielen Personen unbekannt sind. Dies betrifft auch die 
städtischen Angebote wie das Infobüro Pflege mit einem Bekanntheitsgrad von 32,8 % und die 
Wohnberatung mit 24,4 %. Die Gruppe der pflegebedürftigen Personen und deren An- und Zugehöri-
gen sind insgesamt etwas besser über Beratungs- und Unterstützungsangebote informiert als Perso-
nen, die aktuell keinen persönlichen Bezug zum Thema Pflege haben. Aber auch hier ist beispiels-
weise der Bekanntheitsgrad der kommunalen Beratungsangebote mit 38,4  % (Infobüro Pflege) und 
28 % (Wohnberatung) im Vergleich zu den Beratungsangeboten des Gesundheitssystems eher ge-
ring. 
Im Gegensatz zu den klassischen Pflegeeinrichtungen und –diensten sind niedrigschwellige Unter-
stützungsformen durch Alltags -/ und Nachbarschaftshelfer*innen noch wenig bekannt und werden 
auch selten genutzt. Bei den Gesprächskreisen der Pflegeselbsthilfe fällt auf, dass diese von einem 
besonders hohen Anteil an Personen genutzt werden, denen sie bekannt sind.  
Bei der Frage zur Bekanntheit und Nutzung von Angeboten in der Nachbarschaft wird deutlich, dass 
die Zielgruppe der Bevölkerung 60+ vorrangig Freizeitaktivitäten in Gemeinschaft wahrnimmt, die 
zum Großteil für alle Altersgruppen offen sind. Auch bei der Frage nach fehlenden Angeboten zeigt 
sich, dass Rahmenbedingungen gewünscht werden, die offe ne Treffen untereinander ermöglichen, 
unabhängig von konkreten Anmeldungen oder vorgegebenen Themen.

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V/0164/2025 
Aus den Befragungsergebnissen zum Bekanntheitsgrad und zur Nutzung von Angeboten ergibt sich 
der Bedarf, an vielen Stellen die Strategien der Öffentlichkeitsarbeit zu überprüfen und weiterzuentwi-
ckeln sowie mögliche Zugangsbarrieren zu identifizieren. Ziel sollte es sein, dass insbesondere pfle-
gende An- und Zugehörige umfassend über Beratungs- und/oder Unterstützungsangebote informiert 
sind und diese bedarf sgerecht gestaltet werden. Die bestehenden Angebote sind aktuell zu wenig 
präsent bzw. erreichen die Zielgruppe nicht. 
Wichtige Multiplikator*innen sind Akteure aus dem Gesundheitswesen, wie Arztpraxen, Apotheken 
und Pflege- und Krankenkassen. Die Erkenntnisse aus der Befragung werden bereits genutzt, um die 
städtische Öffentlichkeitsarbeit im Themenkomplex Pflege noch gezielter auszurichten. So wurde 
beispielsweise das Informationsmaterial zum „Marktplatz Ambulante Pflege Münster“ und auch zum 
Beratungsangebot des „Infobüros Pflege“ an die Münsteraner Hausarztpraxen und Apotheken ver-
schickt. Außerdem werden aktuell mehrere Veranstaltungen geplant, u.a. in Kooperation mit dem 
Landesprogramm NRW „Vereinbarkeit Beruf & Pflege“, um die kommunalen Angebote weiter zu ver-
breiten. 
Darüber hinaus können auch Personen als Mittler fungieren, die mit der Zielgruppe bereits vor einem 
beginnenden Unterstützungsbedarf in Kontakt stehen, z.B. über Angebote im Bereich Begegnung, 
Freizeit und Bildung. Schlussfolgernd ist es s innvoll, Treffpunkte und Begegnungsorte, die soziale 
Kontakte und Gemeinschaftsaktivitäten ermöglichen, zu stärken und bzgl. der Weitergabe von Infor-
mationen gezielt zu adressieren. Zur Entlastung der professionellen Pflege ist es wichtig, Angebote 
der Alltags-/ und Nachbarschaftshelfer*innen in der Breite bekannt zu machen, den Zugang zu er-
leichtern und diese Angebote weiter auszubauen.  
Im Rahmen der Strategieentwicklung zur „Altengerechten Stadt“ sollen perspektivisch - neben den 
bestehenden Angeboten der „Sozialarbeit im Stadtteil“, der „Altengerechten, inklusiven Quartiersent-
wicklung“ und der „präventiven Hausbesuche“ - auch die Seniorenbegegnungsstätten und weitere 
Begegnungsangebote in Münster in den Blick genommen werden, die einen wesentlichen Beitrag zur 
Förderung der Teilhabe, des ehrenamtlichen Engagements und der informellen Unterstützung leisten. 
Diese Angebote gilt es noch stärker miteinander zu vernetzen und aufeinander zu beziehen. 
c. Personen mit Unterstützungsbedarf 
Ein Großteil der Personen mit Unterstützungsbedarf (78 %) erhalten die erforderlichen Hilfestellungen 
über familiäre Kontakte. 45,6 % geben an, dass sie Unterstützung durch bezahlte Helfer*innen erhal-
ten und 14,5 % geben Freund*innen, Bekannte oder Nachbarschaft (14,5 %) an. Mehrfachnennungen 
waren möglich.  
Betrachtet man die befragten Personen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Lage, fällt auf, dass Perso-
nen, die ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut oder eher gut einschätzen, besonders häufig aus-
schließlich private Hilfe erhalten. Dieses Ergebnis überrascht zunächst und lässt vermuten, dass Per-
sonen mit einer guten wirtschaftlichen Lage über bessere Ressourcen verfügen, um Unterstützung im 
privaten Umfeld zu mobilisieren. Mögliche Erklärungen könnten sein: belastbarere oder größe re in-
formelle Netzwerke, bessere Zugänge zu Informationen oder aber auch die finanziellen Möglichkei-
ten, um private Care -Arbeit zu leisten. Auf der anderen Seite könnten auch die Inanspruchnahme 
externer Hilfe und die damit verbundenen Kosten dazu führen, dass die wirtschaftliche Lage ange-
spannter wird, sodass Personen, die externe Hilfe erhalten, seltener ihre wirtschaftliche Lage als gut 
oder sehr gut einschätzen. 
Aus der Gruppe der Personen, die einen aktuellen Unterstützungsbedarf angegeben haben, geben  
63 % an, dass sie bereits einen Pflegegrad haben, 3,9  % haben einen Pflegegrad beantragt und 
29,5 % haben noch keinen Antrag gestellt. Dadurch wird deutlich, dass erste Unterstützungs - und 
Hilfestellungen bereits vor der Feststellung eines Pflegegrades no twendig werden, insbesondere 
hauswirtschaftliche und organisatorische Hilfeleistungen. Es ist außerdem zu vermuten, dass viele 
Personen ihre Ansprüche nicht bekannt sind und darüber hinaus z.T. auch Hemmungen bestehen, 
einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen.

- 5 - 
V/0164/2025 
Rund jede vierte Person der Gruppe mit Unterstützungsbedarf gibt in der Befragung an, dass sie nicht 
genügend Unterstützung erhält. Dies gilt insbesondere im Bereich der niedrigschwelligen Angebote, 
wie hauswirtschaftliche Leistungen oder eine stun denweise Betreuung und Begleitung. Gleichzeitig 
wurde durch die Befragung deutlich, dass diese Angebote vielen Personen nicht bekannt sind (siehe 
Kapitel 2).  
Vor dem Hintergrund, dass die familiäre Unterstützung aufgrund demographischer Faktoren und hö-
herer Mobilität perspektivisch rückläufig ist, muss sowohl die informelle Unterstützung durch 
Freund*innen, Bekannte oder Nachbarschaft und ehrenamtlich tätige Personen mehr an Bedeutung 
gewinnen als auch ein Ausbau der niedrigschwelligen Angebote erfolgen. E rforderlich ist auch eine 
Öffentlichkeitsarbeit, die Betroffenen den Zugang erleichtert.  
Hierzu werden bereits unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt. So bringt zum Beispiel das Regio-
nalbüro Alter, Pflege und Demenz aktuell die Themen „Entlastungs - und Unterstützungsangebote“ 
sowie „Nachbarschaftshilfen“ in die verschiedenen Arbeitskreise „Älter werden in…“ ein. Darüber hin-
aus plant die Kommunale Seniorenvertretung in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und 
Demenz sowie dem Sozialamt eine Veranstaltung für Bürger*innen zur häuslichen Versorgung. 
d. Pflegende An- und Zugehörige 
Rund jede fünfte befragte Person unterstützt regelmäßig eine andere Person im privaten Kontext. Die 
Unterstützung durch An- und Zugehörige umfasst in der Regel lange Zeiträu me. Die Durchschnitts-
dauer einer Unterstützung oder Pflege der eigenen Eltern liegt bei 7 Jahren, bei Partner*innen bei 8 
Jahren und bei Geschwistern und Kindern deutlich höher mit 11 bzw. 26 Jahren. In der Altersgruppe 
der 60 bis 69 -Jährigen und der über 80-Jährigen geben etwa 11 % an, dass sie mehrere Personen 
unterstützen, bei der Altersgruppe der 70 bis 79-Jährigen ist der Anteil mit 5,3 % geringer.  
Die Belastung durch die Pflege und Hilfe wird von 9,1 % als stark und von 32,3 % als eher stark ein-
gestuft. 45,1 % geben eine eher geringe und 13,6 % keine Belastung an. Mit zunehmendem Alter und 
auch mit der Verschlechterung des eigenen Gesundheitszustands steigt die Belastung. Pflegende An- 
und Zugehörige wünschen sich insbesondere mehr finanzielle Hilfen, mehr Freizeit und Regenerati-
onsmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von pflegerischen und hauswirtschaftlichen Angeboten und 
eine stundenweise Unterstützung zuhause.  
Eine Stärkung der Gruppe der pflegenden An- und Zugehörigen ist wichtig, da diese einen wesentli-
chen Beitrag zu Unterstützung und pflegerischen Versorgung von erkrankten Personen leisten. In 
Münster erhielten zum Stichtag 31.12.2023 rund 60 % der pflegebedürftigen Personen Unterstützung 
durch pflegende An- und Zugehörige (IT.NRW, Pflegestatistik, Stichtag 31.12.2023). 
Anbieter und Träger von Angeboten für pflegende An- und Zugehörige machen die Erfahrung, dass 
es aus den verschiedensten Gründen schwierig ist, diese Personengruppe zu erreichen. Der Arbeits-
kreis Demenz, in dem auch das Sozialam t vertreten ist, plant auch in diesem Jahr zum Welt -
Alzheimertag im September Angebote und Aktionen für Betroffene und ihre pflegenden An- und Zu-
gehörigen. Ziel ist es, diese auf Beratungsstrukturen und Angebote im Stadtgebiet Münster aufmerk-
sam zu machen. 
e. Vorstellung von der eigenen pflegerischen Versorgung 
Insgesamt haben sich 58,2 % der Münsteraner*innen ab 60 Jahre mit einer möglichen eigenen Pfle-
gebedürftigkeit bereits beschäftigt. Es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen, in den ver-
schiedenen Altersgruppen sowie bei den Personen mit und ohne Erfahrungen im Bereich Pflege. 
Auf die Frage, ob der eigene Wohnraum geeignet ist, um dort auch mit Bewegungseinschränkungen 
und bei Pflegebedarf zu leben, antworteten rund 80 % mit „Ja“ bzw. „Ja, nach Umba umaßnahmen“. 
Auffällig ist, dass mit steigendem Alter auch der Anteil der Personen zunimmt, die ihre Wohnung für 
geeignet halten.

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V/0164/2025 
Gründe dafür könnten darin liegen, dass sich Menschen mit zunehmendem Alter bereits um eine ge-
eignete Wohnung bemüht haben. Gleichzeitig ist es jedoch auch möglich, dass sich das subjektive 
Empfinden verändert. Bei einem Rückgang der eigenen Mobilität erhält die Wohnung und das ange-
stammte Quartier ggf. einen höheren Stellenwert, so dass über Schwierigkeiten und Barrieren hin-
weggesehen wird oder man sich damit arrangiert hat. 
Auf die Frage, was den befragten Personen b ei einer betreuten Wohnform besonders wichtig wäre, 
wurden insbesondere Bereiche als wichtig erachtet, die unter die Kategorie  Selbstbestimmung und 
Mitbestimmung zusammengefasst werden können . Bei einem Vergleich der jüngsten Altersgruppe 
(60 bis 64 Jahre) mit der ältesten Altersgruppe (85 Jahre und älter) findet sich bei den jüngeren be-
fragten Personen mehr Zustimmung zu den Aspekten der Kategorie Selbstbestimmung u nd Mitbe-
stimmung, wohingegen den älteren befragten Personen wichtiger ist, dass sie in derselben Nachbar-
schaft verbleiben, die Wege zu An- und Zugehörigen kurz sind und dass sie bis zum Lebensende in 
der neuen Wohnform verbleiben können. 
Offen bleibt, ob s ich die Einstellung zwischen den Generationen unterscheiden oder ob die Priorisie-
rung der Kategorien sich im Verlauf des Lebens verändert. Schlussfolgend kann man jedoch davon 
ausgehen, dass sich A ngebote insgesamt auf eine größer werdende Bandbreite an Interessen, All-
tagsroutinen und Lebensweisen der zukünftigen Bewohner*innen einstellen muss. 
Auf die Frage, ob die befragten Personen im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit jemanden hätten, 
der die pflegerische Versorgung für sie übernehmen könnte, bestätigten dies 41 % der Frauen und 
64,8 % der Männer. Bei der Betrachtung der Antworten nach dem Familienstand wird deutlich, dass 
insbesondere verheiratete und in Partnerschaft lebende Personen sich auf ein bestehendes Netzwerk 
an Unterstützung verlassen, während ledige Personen nur zu 20,8  % angeben, dass sie jemanden 
haben, der die Pflege übernehmen könnte. 
Auf Basis dieser Ergebnisse ist zu erwarten, dass perspektivisch immer mehr Personen Alltagsunter-
stützung, Betreuung und pflegerische Versorgung über professionelle Dienstleister in Anspruch neh-
men müssen. Insbesondere die Gruppe der ledigen Personen ohne eigene Kinder stehen vor beson-
deren Herausforderungen beim Aufbau von Unterstützungsnetzwerken und sind voraussichtlich häu-
figer auf professionelle Pflege angewiesen. 
Dieses Ergebnis bestärkt die Sozialplanung darin, die Pflegeplanung, Altenhilfeplanung und die al-
tengerecht, inklusive Quartiersentwicklung noch weiter zusammenzudenken und zu verzahnen. Ins-
besondere Begegnungen, Freizeitaktivitäten und ehrenamtliches Engagement tragen dazu bei, dass 
Personen ein stabiles Netzwerk und Kontakt aufbauen können, um bei Bedarf Informationen zu erfra-
gen und eine Unterstützung für sich und An- und Zugehörige individuell zu organisieren. 
f. Zusammenleben im Quartier 
Unter der Kategorie „Zusammenleben im Quartier“ wurden unter anderem drei Fragen gestellt, die 
eine Auswertung zum Thema Einsamkeit ermöglichen. Demnach sind 5,6 % der Bevölkerung ab 60 
Jahre manchmal bis oft von Einsamkeit betroffen. Es gibt deutliche Unterschiede innerhalb der ver-
schiedenen Bevölkerungsgruppen. Der Umstand, einen Pflege- und Unterstützungsbedarf zu haben, 
zeigt deutliche Auswirkungen. 17,5 % der Personen dieser Gruppe geben an, manchmal bis oft ein-
sam zu sein. 
Innerhalb eines Quartiers oder eines Sozialraumes sind für viele Menschen Angebote wichtig, die 
Begegnung mit anderen ermöglichen und gemeinschaftliche Erlebnisse, sowie den Austausch unter-
einander fördern. Durch die Ergebnisse wird deutlich bzw. bestätigt, dass insbesondere Personen mit 
Pflege- und Unterstützungsbedarf dieser Zugang jedoch fehlt. Menschen mit Pflegebedarf benötigen 
neben Akzeptanz und empathischen Kontakten auch Teilhabemöglichkeiten. Die Sichtbarkeit dieser 
Personengruppe innerhalb der Gesellschaft sollte ausgebaut und die Angebote bzw. die Zugänge zu 
bestehenden Angeboten verbessert werden. Denkbar sind auch mehr aufsuchende Angebote für die-
se besondere Zielgruppe.

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V/0164/2025 
Auf die Frage nach der Bereitschaft zur Unterstützung der Zielgruppe mit Unterstützungsbedarf ga-
ben insgesamt 56,8 % der Münsteraner*innen ab 60 Jahre an, dass sie entweder bereit wären, ihr 
Engagement zu verstärken und/oder ein ehrenamtliches Engagement oder einen Minijob zur Unter-
stützung der Zielgruppe aufzunehmen oder dies jeweils noch offen zu halten. Es gibt schlussfolgernd 
eine enorme Bereitschaft, sich im Ehrenamt oder durch eine geringfügige Beschäftigung (z.B. Mi-
nijob) für die Zielgruppe der Menschen mit Unterstützungsbedarf zu engagieren. Besonders vor dem 
Hintergrund der sich verändernden Alt ersstruktur in der Gesellschaft und des bereits bestehenden 
Arbeitskräftemangels, sollte dieses Potenzial genutzt werden. Mit der Freiwilligenagentur Münster ist 
ein Austausch zu den Ergebnissen der Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ geplant, um hier-
zu bereits bestehende Handlungsansätze zu eruieren und ggf. auszubauen. 
 
V. Fazit 
Durch die Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ liegen nun erstmals detaillierte Erkenntnisse 
darüber vor, wie die Münsteranerinnen und Münsteraner ab 60 Jahren auf ihre aktuelle Situation und 
die weitere Perspektive schauen - ob als pflegende, als selbst pflegebedürftige oder bislang noch 
überhaupt nicht mit dem Thema befasste Person. Die Befragungsergebnisse bieten eine wertvolle 
Grundlage für die weitere Ausgestaltung  der kommunalen Altenhilfe- und Pflegeplanung sowie die 
Strategieentwicklung im Kontext des Projektes „Altersfreundliche Stadt Münster“ und die altengerech-
te, inklusive Quartiersentwicklung; sie sollen selbstverständlich aber auch für die Arbeit aller anderen 
Akteure im Feld der Altenhilfe und Pflege sowie die wissenschaftlichen Einrichtungen nutzbar sein. 
 
Angesichts der gewaltigen gesellschaftlichen Herausforderungen wird es darauf ankommen, insbe-
sondere die pflegenden An- und Zugehörigen zu stärken, die informellen und niedrigschwelligen Un-
terstützungsstrukturen auszubauen sowie die professionellen pflegerischen Hilfen passgenauer zu 
gestalten. Die Befragungsergebnisse geben hier wertvolle Hinweise, an welchen Stellen noch Ange-
bote fehlen oder diese auch einfach nur nicht ausreichend bekannt sind. Hier gilt es neben den Hilfe- 
und Unterstützungsbedarfen auch die Ressourcen und Potentiale der Menschen ab 60 Jahren in den 
Blick zu nehmen, die eine hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement mitbringen.  
 
Die Verwaltung wird insofern zu den verschiedenen Bedarfen, die sich aus der Umfrage ergeben ha-
ben, im Rahmen ihrer täglichen Arbeit Lösungen erarbeiten und hierüber im Zuge der regelmäßigen 
Berichterstattung weiter informieren. 
 
 
In Vertretung  
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1: Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“ 2023 - Bericht

Beratungsverlauf (5)

03.06.2025 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 11 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.06.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 26 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.06.2025 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 14 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.06.2025 Integrationsrat
TOP 4.8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.06.2025 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0164/2025
Typ
Vorlagen
Datum
02.05.2025
Erstellt
25.03.2025 11:15