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SV-2018/0039

Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 13. August 2018 betr. Mahnmal zum Gedenken an die Vernichtung der jüdischen Gemeinde Liepajas

Antrag 21.08.2018

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SV-2018/0039

3042 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2018/0039 
 
 
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 13. August 2018 betr. Mahnmal 
zum Gedenken an die Vernichtung der jüdischen Gemeinde Liepajas 
 
 
___________________________________________________________________ 
Darmstadt 13.08.2018 
 
 
A N T R A G  
 
Mahnmal zum Gedenken an die Vernichtung der ju  dischen Gemeinde Liepajas 
 
Der Magistrat wird beauftragt: 
1. An einer prominenten Stelle der Darmstädter Innenstadt soll ein Mahnmal zum 
Gedenken an die Vernichtung der ju dischen Gemeinde Liepajas angebracht werden. 
2. Zur besseren städtepartnerschaftlichen Vernetzung der Opfer der Shoah sollen zudem 
Planungen fu r ein Treffen der ju dischen Gemeinden der Darmstädter Partnerstädte in 
den Jahren 2019 oder 2020 aufgenommen werden. Dieses soll in Darmstadt und in 
Kooperation mit der Ju dischenGemeinde stattfinden. 
 
Begru ndung: 
Im Rahmen des Darmstädter Gedenkjahres 2018 recherchierte die Geschichtswerkstatt 
Darmstadt in Kooperation mit Schu lerinnen und Schu lern der Bertolt-Brecht-Schule die 
Vernichtungsgeschichte der ju dischen Gemeinde Liepajas. Während der Besatzung der Stadt 
1941-1945 durch Wehrmacht, SS und lettische Hilfstruppen wurden fast alle der 7.000 
Ju dinnen und Juden getötet. Das Projekt der Geschichtswerkstatt zeichnet nun erstmals ein 
vollumfängliches Bild der grausamen Vernichtung. Im Jahr 2018 jährt sich die Partnerschaft 
mit der lettischen Stadt zum 25. Mal, weshalb die Installation eines Mahnmals im Rahmen 
dieses Jubiläums gut platziert wäre. Städtepartnerschaften können somit als konkrete 
Möglichkeit sowohl der Auseinandersetzung mit der Historie als auch der Aufarbeitung der 
Vergangenheit dienen. So gab und gibt es zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, den 
Partnerschaftsinitiativen und den Partnerstädten, insbesondere den Ju  dischen Gemeinden in 
den Partnerstädten Verbindungen und Projekte. Unter anderem wurden 1988 durch die 
Ju dische Gemeinde Darmstadts Vertreterinnen und Vertreter der ju dischen Gemeinden aus 
Alkmaar, Bursa, Chesterfield, Graz, Plock Troyes und Trondheim zur Einweihung der Neuen 
Synagoge eingeladen. Gerade vor dem Hintergrund, dass aktuell wieder Forderungen laut 
werden, das Gedenken an das größte Verbrechen der Menschheit einzustellen, wäre eine 
Initiative Darmstadts zu begru ßen. 
B' 90/Die GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion Darmstadt  
La ute s c hl ä ge r s tr .  3 8—64289 D a rm s ta dt 
Tel./Fax:  06151/6 14 90, 06151/6 14 0 1 
Mail: fraktion@gruene-darmstadt.de 
Internet:  www.gruene -darmstadt.de/fraktion  
 
C D U  D a r m s t a d t  
Stadtverordnetenfraktion  
S t e u b e n p l a tz  1 2  4— 6 4 2 9 3  D a r m s t a dt 
Tel./Fax:  06151/171211, 06151/171219  
E m a i l :  f r a k t i o n @ c d u - d a r m s t a d t . d e  
Internet:  www.cdu -darmstadt.de

2 
 
Hildegard Förster-Heldmann Roland Desch 
Yücel Akdeniz Alexander Schleith 
(Fraktionsvorsitzende) (Fraktionsvorsitzende) 
Iris Daßler Karin Wolff 
Philip Krämer Irmgard Klaff-Isselmann 
(Stadtverordnete) (Stadtverordnete)

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1404 Zeichen

Punkt 41.4: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 13. August 2018 betr. Mahnmal 
zum Gedenken an die Vernichtung der jüdischen Gemeinde Liepajas 
 (V-Nr. SV-2018/0039) 
 
Die SPD-Fraktion stellt folgenden Ergänzungsantrag: 
 
Wegen der Umsetzung und Realisierung des Mahnmals wird der Magistrat gebeten, 
die nachfolgenden Punkte zu beachten:  
 
1. Die relevanten Ausschüsse (Bau - und Verkehrsausschuss, Kulturausschuss) 
sind in die Entwicklung, Planung und Realisierung einzubeziehen.  
2. Im Hinblick auf die konzeptionelle und künstlerische Gestaltung ist eine 
Arbeitsgruppe einzurichten, die eine Ausschreibung und einen Wettbewerb 
mit Künstlern begleitet. Hierbei sollen Künstler/innen aus Liep āja 
berücksichtigt werden. 
3. Der Arbeitsgruppe sollen u.a. Vertreter/i nnen der Jüdischen Gemeinde, der 
Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V., des Denkmalbeirates und der 
Stadtverordnetenversammlung angehören.  
4. Die endgültige Standortfrage und Ausgestaltung des Mahnmals ist der 
Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorzu legen. 
5. Da es in Lettland einen offiziellen Gedenktag der Judenvernichtung am 04. 
Juli gibt, sollte das Mahnmal an diesem Tag in Darmstadt eingeweiht 
werden. 
6. Für die Realisierung sollen auch Spendenmittel eingeworben werden.  
 
Dem Ergänzungsantrag wird einst immig zugestimmt. 
 
Dem Antrag wird in der geänderten Form einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (1)

TOP 41.4

Details

Vorlagen-Nr.
SV-2018/0039
Typ
Antrag
Datum
21.08.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00