Mandari Insight

V/0142/2025

Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention

Vorlagen 19.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 26.06.2025, TOP 25

Ergebnisdarstellung der quantitativen Auswertung der Bestandsaufnahme

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Ergebnisdarstellung der quantitativen Auswertung der Bestandsaufnahme

10352 Zeichen

Umfrage mit An…
Formulare 102
Frage Wie lautet der Name Ihres Trägers / Ihrer Einrichtung?
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 102 100%
0 0%
beantwortet
Allgemein
Statistiken - Umfrage
keine Antwort
100%
Frage Wie lautet der Titel Ihres Angebots?
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 102 100%
0 0%
beantwortet
Frage Falls es sich um eine befristetes Angebot handelt (bspw. Projektförderung): Bis wann läuft
das Angebot?
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 38 37,3%
keine Antwort 64 62,7%
beantwortet
keine Antwort
keine Antwort
100%
37,3%
62,7%

Frage In welchem Stadtteil bzw. in welchen Stadtteilen findet das Angebot statt?
Typ Mehrfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Stadtweit 37 36,3%
Mitte 35 34,3%
Gievenbeck 3 2,9%
Sentrup 1 1%
Mecklenbeck 3 2,9%
0 0%
Roxel 6 5,9%
0 0%
Coerde 9 8,8%
Kinderhaus-Ost 13 12,7%
Kinderhaus-West 14 13,7%
Sprakel 1 1%
Mauritz-Ost 6 5,9%
Gelmer-Dyckburg 1 1%
Handorf 2 2%
Gremmendorf-West 1 1%
Gremmendorf-Ost 2 2%
Angelmodde 2 2%
Wolbeck 4 3,9%
Berg Fidel 6 5,9%
Hiltrup-Ost 2 2%
Hiltrup-Mitte 8 7,8%
Hiltrup-West 2 2%
Amelsbüren 5 4,9%
Albachten
Nienberge

Stadtweit
Mitte
Roxel
Coerde
Kinderhaus-Ost
Kinderhaus-West
Mauritz-Ost
Wolbeck
Berg Fidel
Hiltrup-Mitte
Amelsbüren
Sonstige
0 10 20 30 40
Frage An welchem Ort wird das Angebot umgesetzt?
Typ Mehrfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Kita/Familienzentrum 10 9,8%
Schule 46 45,1%
Jugendzentrum 15 14,7%
Eigene Einrichtung 36 35,3%
Stadtteilhäuser 4 3,9%
Sportstätte 13 12,7%
Sonstige 25 24,5%
Kita/Familienzentrum
Schule
Jugendzentrum
Eigene Einrichtung
Stadtteilhäuser
Sportstätte
Sonstige
0 20 40 60

Frage Um welche Angebotsart handelt es sich?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Gruppenangebot 42 41,2%
Veranstaltung 9 8,8%
Kurs/Workshop 9 8,8%
Beratung 17 16,7%
Medizinische Versorgung 3 2,9%
0 0%
Sonstige 22 21,6%
Gruppenangebot
Veranstaltung
Kurs/Workshop
Beratung
Medizinische Versorgung
Sonstige
Online Angebot
41,2%
21,6%
16,7%
8,8% 8,8%
Frage Handelt es sich um ein mobiles Angebot?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ja 16 15,7%
Teilweise 15 14,7%
Nein 71 69,6%
Ja
Teilweise
Nein
15,7%
14,7%
69,6%

Frage An wen richtet sich das Angebot hauptsächlich?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Eltern / Erziehungsberechtigte 9 8,8%
Kinder/Jugendliche 56 54,9%
Erziehungsberechtigte / Eltern und Kinder/Jugendliche 16 15,7%
Multiplikator*innen / Fachkräfte 3 2,9%
Sonstige 18 17,6%
Eltern / Erziehungsberechtigte
Kinder/Jugendliche
Erziehungsberechtigte / Eltern und Kinder/Jugendliche
Multiplikator*innen / Fachkräfte
Sonstige
8,8%17,6%
15,7%
54,9%
Frage Welche Lebensphase wird im Angebot adressiert?
Typ Mehrfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Schwangerschaft / vor der Geburt 10 9,8%
0-1 Jahre 18 17,6%
1-3 Jahre 18 17,6%
3-6 Jahre 18 17,6%
6-10 Jahre 44 43,1%
10-16 Jahre 51 50%
16-18 Jahre 40 39,2%
18-27 Jahre 28 27,5%
27+ Jahre 11 10,8%
altersunabhängig 15 14,7%
Schwangerschaft / vor der Geburt
0-1 Jahre
1-3 Jahre
3-6 Jahre
6-10 Jahre
10-16 Jahre
16-18 Jahre
18-27 Jahre
27+ Jahre
altersunabhängig
0 20 40 60

Frage Ist das Angebot geschlechtsspezifisch?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Geschlechtsunspezifisch 92 90,2%
Weiblich 6 5,9%
Männlich 1 1%
Divers 3 2,9%
Geschlechtsunspezifisch
Weiblich
Männlich
Divers
2,9%5,9%
90,2%
Frage Richtet sich Ihr Angebot speziell an Migrant*innen?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ja 3 2,9%
Nein 99 97,1%
Ja
Nein
2,9%
97,1%

Frage Berücksichtigt Ihr Angebot spezielle Maßnahmen für Migrant*innen (z.B. sprachliche
Unterstützung, kulturell angepasste Inhalte, Beratung durch interkulturelles Fachpersonal)
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ja 38 37,3%
Nein 61 59,8%
keine Antwort 3 2,9%
Ja
Nein
keine Antwort
37,3%
2,9%
59,8%
Frage Bitte benennen Sie kurz, welche speziellen Maßnahmen Ihr Angebot für Migrantinnen und
Migranten umfasst. (z.B. sprachliche Unterstützung, kulturell angepasste Inhalte, Beratung
durch interkulturelles Fachpersonal)
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 2 2%
keine Antwort 100 98%
beantwortet
keine Antwort
2%
98%

Frage Bitte benennen Sie kurz, welche speziellen Maßnahmen Ihr Angebot für Migrantinnen und
Migranten umfasst. (z.B. sprachliche Unterstützung, kulturell angepasste Inhalte, Beratung
durch interkulturelles Fachpersonal)
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 27 26,5%
keine Antwort 75 73,5%
beantwortet
keine Antwort
26,5%
73,5%
Frage Richtet sich Ihr Angebot speziell an Kinder oder Jugendliche mit Beeinträchtigung?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ja 12 11,8%
Nein 90 88,2%
Ja
Nein
11,8%
88,2%

Frage Bitte benennen Sie kurz, welche speziellen Maßnahmen Ihr Angebot für Kinder oder
Jugendliche mit Beeinträchtigung umfasst. (z.B. barrierefreie Zugänge, spezielle
pädagogische Betreuung, Unterstützung durch Fachpersonal)
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 11 10,8%
keine Antwort 91 89,2%
beantwortet
keine Antwort
10,8%
89,2%
Frage Berücksichtigt Ihr Angebot die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit
Beeinträchtigung? (z.B. barrierefreie Zugänge, spezielle pädagogische Betreuung,
Unterstützung durch Fachpersonal)
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ja 48 47,1%
Nein 42 41,2%
keine Antwort 12 11,8%
Ja
Nein
keine Antwort
47,1%
11,8%
41,2%

Frage Bitte benennen Sie kurz, welche speziellen Maßnahmen Ihr Angebot für Kinder oder
Jugendliche mit Behinderung umfasst. (z.B. barrierefreie Zugänge, spezielle pädagogische
Betreuung, Unterstützung durch Fachpersonal)
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 37 36,3%
keine Antwort 65 63,7%
beantwortet
keine Antwort
36,3%
63,7%
Frage Nicht jedes Angebot ist originär bzw. primär ein vollständig gesundheitsbezogenes
Angebot. Gleichwohl gibt es Angebote die teilweise einen Gesundheitsbezug haben oder
gesundheitsbezogene Elemente bzw. Aspekte aufweisen. Kreuzen Sie bitte zutreffendes
an.
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Das Angebot ist ein originär/vollständig gesundheitsbezogenes Angebot. 18 17,6%
Das Angebot weist teilweise Gesundheitsbezüge auf bzw. umfasst
gesundheitsbezogene Elemente. 84 82,4%
Das Angebot ist ein originär/vollständig gesundheitsbezogenes Angebot.
Das Angebot weist teilweise Gesundheitsbezüge auf bzw. umfasst gesundheitsbezogene Elemente.
17,6%
82,4%

Frage Bitte fügen Sie eine kurze inhaltliche Beschreibung des Angebots hinzu.
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 102 100%
0 0%
beantwortet
keine Antwort
100%
Frage Welchen gesundheitsbezogenen Schwerpunkt hat das Angebot?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Ernährung 6 5,9%
Bewegung/Sport 20 19,6%
Psychische Gesundheit 40 39,2%
Körperpflege/ -hygiene 2 2%
Sucht(-mittel) 3 2,9%
Familienplanung und Verhütung 1 1%
Sonsitger Schwerpunkt 30 29,4%
Ernährung
Bewegung/Sport
Psychische Gesundheit
Sucht(-mittel)
Sonsitger Schwerpunkt
Sonstige
5,9%
19,6%
2,9%
29,4%
39,2%

Frage Bietet Ihr Angebot eine der folgenden teilhabebezogenen Unterstützungsformen an? Bitte
kreuzen Sie für jede Kategorie an, ob diese in Ihrem Angebot enthalten ist.
Typ Matrix mit Einfachauswahl
Pflichtangabe
Teilfrage 1 Bereitstellung von Mahlzeiten
Antwort Anzahl Prozent
Ja 16 15,7%
Teilweise 22 21,6%
Nein 62 60,8%
keine Antwort 2 2%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
15,7%
21,6%
2%
60,8%
Teilfrage 2 Bereitstellung von Bekleidung
Antwort Anzahl Prozent
Ja 4 3,9%
Teilweise 14 13,7%
Nein 78 76,5%
keine Antwort 6 5,9%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
3,9%
13,7%
5,9%
76,5%

Teilfrage 3 Bereitstellung von Ausrüstung (z.B. Sportgegenstände, Lernmaterialien)
Antwort Anzahl Prozent
Ja 31 30,4%
Teilweise 16 15,7%
Nein 50 49%
keine Antwort 5 4,9%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
30,4%
15,7%
4,9%
49%
Teilfrage 4 Übernahme von Kursgebühren
Antwort Anzahl Prozent
Ja 27 26,5%
Teilweise 17 16,7%
Nein 51 50%
keine Antwort 7 6,9%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
26,5%
16,7%
6,9%
50%

Teilfrage 5 Maßnahmen zur Unterstützung der Mobilität (z.B. Abholung/Bringen von Kindern,
Fahrdienste, Unterstützung für Fahrkarten etc.)
Antwort Anzahl Prozent
Ja 7 6,9%
Teilweise 11 10,8%
Nein 76 74,5%
keine Antwort 8 7,8%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
6,9%
10,8%
7,8%
74,5%
Teilfrage 6 Sprachliche Unterstützung
Antwort Anzahl Prozent
Ja 17 16,7%
Teilweise 29 28,4%
Nein 55 53,9%
keine Antwort 1 1%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
16,7%
28,4%
53,9%

Teilfrage 7 Zugang zu Freizeit- und Kulturangeboten (z.B. durch kostenfreie oder vergünstigte
Teilnahme, gemeinsame Ausflüge)
Antwort Anzahl Prozent
Ja 17 16,7%
Teilweise 18 17,6%
Nein 62 60,8%
keine Antwort 5 4,9%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
16,7%
17,6%
4,9%
60,8%
Teilfrage 8 Hilfe bei der Vermittlung von staatlichen Unterstützungsleistungen (z.B. Anträge auf
Sozialleistungen, Wohngeld)
Antwort Anzahl Prozent
Ja 11 10,8%
Teilweise 17 16,7%
Nein 73 71,6%
keine Antwort 1 1%
Ja
Teilweise
Nein
keine Antwort
10,8%
16,7%
71,6%

Frage Bietet Ihr Angebot sonstige teilhabebezogenen Unterstützungsformen an?
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 28 27,5%
keine Antwort 74 72,5%
beantwortet
keine Antwort
27,5%
72,5%
Frage Wie häufig vermitteln Sie in Einzelfällen aus Ihrem Angebot heraus in weitere Angebote
bzw. Hilfeformen?
Typ Einfachauswahl
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
Häufig 23 22,5%
Manchmal 39 38,2%
Selten 26 25,5%
Nie 14 13,7%
Häufig
Manchmal
Selten
Nie
22,5%
13,7%
25,5%
38,2%

Frage Können Sie konkrete Beispiele nennen, in denen Sie aus Ihrem Angebot heraus in weitere
Angebote oder Hilfeformen vermittelt haben?
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 62 60,8%
keine Antwort 40 39,2%
beantwortet
keine Antwort
39,2%
60,8%
Frage Bitte erläutern Sie kurz, weshalb keine Vermittlungen stattfinden (können).
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 10 9,8%
keine Antwort 92 90,2%
beantwortet
keine Antwort
9,8%
90,2%

Frage Haben Sie noch etwas, das Sie uns mitteilen möchten? Dann nutzen Sie gerne dieses Feld.
Typ Offene Frage
Pflichtangabe
Antwort Anzahl Prozent
beantwortet 14 13,7%
keine Antwort 88 86,3%
beantwortet
keine Antwort
13,7%
86,3%

Beschlussvorlage

20660 Zeichen

V/0142/2025 
V/0142/2025 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms einer kind- und 
jugendbezogenen Armutsprävention 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   11.06.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Vorberatung 
   26.06.2025 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Ausschuss nimmt den Bericht (Anlage) samt Begründung dieser Vorlage zur Kenntnis.   
2. Der Antrag an den Rat Nr. A -R/0015/2023 „Kommunale Armutsprävention weiterentwickeln - 
Kindergesundheit in den Fokus nehmen“ ist damit erledigt. 
 
 
 II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Der Beschlussvorschlag hat keine finanziellen Auswirkungen für den kommunalen Haushalt. 
 
 
Begründung: 
 
Ausgangslage 
Die Stadt Münster hat bereits frühzeitig den Präventionsgedanken aufgegriffen und kommunalspezifi-
sche Konzepte und Modellprojekte auf den Weg gebracht, um ein gelingendes Aufwachsen von An-
fang an zu ermöglichen und gesellschaftliche Teilhabe und Integration für Kinder und Jugendliche, 
insbesondere in Armutslagen, zu err eichen. Es gab verschiedene Maßnahmen und Beschlussvorla-
gen, die dem heutigen „Maßnahmenprogramm einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention in 
Münster“ vorausgegangen sind. Hier können beispielhaft die Beschlussvorlagen „Maßnahmen zur 
Verbesserung der Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen mit Armutsrisiko in den Bereichen 
Bildung, Gesundheit und früher Förderung“ (V/0075/2009) oder „Chancen für alle Kinder unserer 
Stadt - Maßnahmenprogramm zur Bekämpfung der Kinderarmut in Münster“ (V/0070/2010) hinzuge-
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
30.05.2025 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Heller 
Telefon: 492-5527 
HellerSoeren@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0142/2025 
zogen werden. Am 25.05.2011 wurde schließlich das „Maßnahmenprogramm einer kindbezogenen 
Armutsprävention in Münster“ (V/0239/2011 und V/0239/2011/1) beschlossen.  
Darüber hinaus hat sich das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien im Sinne der Entwicklung einer 
umfassenden Präventionsstrategie erfolgreich im Jahr 2012  für das Modellvorhaben „Kein Kind zu-
rücklassen – Kommunen in NRW beugen vor!“ / Kommunale Präventionsketten beworben. Seit 2021 
nimmt die Stadt Münster am Nachfolgeprogramm „kinders tark – NRW schafft Chancen“ teil. Mit der 
Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ wurden zusätzlich seit November 
2012 der Ausbau der Frühen Hilfen und die Vernetzungsbestrebungen zwischen den verschiedenen 
Professionen unterstützt. Der Auf- und Ausbau neuer Handlungskonzepte, Strukturen und Netzwerke 
war und ist ein komplexes Vorhaben, das zur Bearbeitung die gesamte kommunale Verantwortungs-
gemeinschaft benötigt – insbesondere die gebündelte Akteur *innenlandschaft aus den Bereichen 
Jugendhilfe, Gesundheit, Soziales und Schule. Im Zuge des Auf- und Ausbaus der Münsteraner Prä-
ventionskette wurden gezielt Lücken in der Angebotsstruktur adressiert und durch geeignete Angebo-
te geschlossen. Mit der Vorlage V/0638/2017 wurde letztlich der Bericht und Finanzierungsvorschlag 
zum Maßnahmenprogramm einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention in Münster (folgend: 
Maßnahmenprogramm) vom Rat der Stadt Münster beschlossen und im Rahmen der Vorlage 
V/0279/2018 erweitert bzw. ergänzt 1. Derzeit bes teht das Maßnahmenprogramm aus 17 konkreten 
Angeboten. Diese Angebote sind anhand der Lebensphasenlogik der Präventionskette ausgerichtet 
und sind in verschiedene Handlungsfelder eingeordnet:    
 
Lebensphase Handlungsfeld 
1. Rund um Schwangerschaft und Geburt  Handlungsfeld 1 „Frühe Hilfen – Bindungen 
stärken“ 
2. Rund um die Kita  Handlungsfeld 2 „Frühe Förderung – Kinder 
stärken“ 
3. Von der Grundschule bis in die weiterfüh-
rende Schule  
Handlungsfeld 3 „Gesunde Kindheit – Ge-
sundes Aufwachsen“ 
4. Rund um die Jugendphase  Handlungsfeld 4 „Bildung ermöglichen – 
Leben lernen“ 
 
 
Von den beständigen 17 Maßnahmen sind drei der Maßnahmen dem Handlungsfeld  3 „Gesunde 
Kindheit – Gesundes Aufwachsen“ zugeordnet. Sie betreffen allesamt die Lebensphase „Rund um die 
Kita“:   
1. Familienpaten; Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
2. Aufwind – Gruppenangebot für seelisch belastete Eltern; Beratungsstelle Südviertel e.V. 
3. Gesundes Frühstück in 13 Plus-Kitas; stadtweit, diverse Träger 
Eine isolierte Betrachtung des Handlungsfeldes „Gesundheit“ bzw. „ Gesunde Kindheit – Gesundes 
Aufwachsen“ und der darin aufgeführten Maßnahmen greift allerdings zu kurz. Zahlreiche gesund-
heitsbezogene Angebote – insbesondere im Bereich der Frühen Hilfen – enthalten von sich aus star-
ke gesundheitliche Komponenten. Schließlich sind die Frühen Hilfen per se darauf ausgerichtet, eine 
Brücke zwischen der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen zu schlagen. Entsprechend weisen 
auch Angebote des Maßnahmenprogramms, die dem Handlungsfeld 1 „Frühe Hilfen – Bindungen 
stärken“ zugeordnet sind, gesundheitsbezogene Zielstellungen auf, etwa in Form der Bindungsstär-
kung, der Stärkung der elterlichen Erziehungs- und Gesundheitskompetenz oder der Stressregulati-
on.  
Darüber hinaus existieren bedeutsame gesundheitsbezogene Angebote außerhalb des Maßnahmen-
programms, die durch das Amt  für Kinder, Jugendliche und Familien bezuschusst und unterstützt 
werden. Ein hervorzuhebendes Beispiel ist der Babylotsendienst, der in drei Geburtskliniken der Stadt 
(St. Franziskus -Hospital, Universitätsklinikum und Clemenshospital) etabliert ist. Obwohl dieses An-
                                                 
1 Im Rahmen der Sofortmaßnahmen zur Finanzstabilität (V/0599/2024 und V/0599/2024/1 – Anlage 2) hat der Rat der Stadt 
Münster den Wegfall zweier Maßnahmen (StilWerk & Mädchen fragen? Mädchen wissen!) beschlossen. Zudem ist das 
Angebot der Sprach- und Kulturmittler*innen seit 2024 nicht mehr Bestandteil des Maßnahmenprogramms.

- 3 - 
V/0142/2025 
gebot nicht im Maßnahmenprogramm verzeichnet ist, trägt es maßgeblich zur kommunalen Präventi-
onskette bei und lässt sich dem Handlungsfeld Gesundheit eindeutig zuordnen.  
Zudem ist zu berücksichtigen, dass gesundheitsbezogene Inhalte oftmals in Angebote integriert sind, 
auch wenn diese nicht explizit als gesundheitsorientiert ausgewiesen sind. So fördert das Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien im Rahmen der kommunalen Präventionskette innovative Formate 
wie Elterntalk, das durch das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V. (MuM) umgesetzt wird. 
In diesem niedrigschwelligen Angebot tauschen sich Eltern – begleitet durch eine geschulte Modera-
torin – zu Erziehungsfragen aus, darunter auch Themen wie das gesunde Aufwachsen von Kindern. 
Ziel ist es, die Erziehungskompetenz der Teilnehmenden zu stärken und gleichzeitig den Ausbau so-
zialer Netzwerke zu fördern. 
Auch über das Landesprogramm „kinderstark“ werden Angebote finanziert und begleitet, die vollstän-
dig gesundheitsbezogen sind oder zumindes t gesundheitsbezogene Elemente aufweisen. Neben 
dem Babylotsendienst im Clemenshospital sind dies zwei Sure Start Plus Gruppen in Coerde und 
Kinderhaus, sowie die Offene Spiel - und Beratungszeit des Familientreff Viertelchen im Südviertel 
und in Berg Fidel. Zudem wird seit April 2025 das Angebot „Kompass - Psychologische Beratung von 
Familien mit zu früh geborenen und chronisch kranken Kindern “ des Bunten Kreises Münsterland 
e. V. gefördert. Das Angebot ist mobil ausgerichtet und sucht die betroffenen Famil ien am Wohnort 
auf. 
Darüber hinaus wird das im Antrag erwähnte Programm „ElternChanceN m it Elternbegleitung Fami-
lien stärken“ seit 2022 vom Träger Eleganz Bildungsplattform e.V. umgesetzt. Die Interessensbekun-
dung für die Förderphase 2022-2025 und für die Förderphase 2025-2028 wurde vom Amt 51 positiv 
bewertet und unterzeichnet, sodass der Träger die für die Förderung notwendige Unterstützung er-
hält. 
Die ausgewählten Beispiele sollen verdeutlichen, dass das Maßnahmenprogramm lediglich einen 
kleinen Ausschnitt der kommunalen Angebotslandschaft darstellt und das Thema „Kindergesundheit“ 
bzw. gesundes Aufwachsen darüber hinaus differenzierter als Querschnittsaufgabe betrachtet werden 
muss. Über das Maßnahmenprogramm hinaus entwickelt das Amt für Kinder, Jugendliche und Fami-
lien die Angebotsstruktur stets weiter und fördert eine Vielzahl von Angeboten, um allen Kindern ein 
gelingendes und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.   
   
Bearbeitung des Antrags 
Um adäquat eruieren zu können, wie Maßnahmen effektiv weiterentwickelt und vernetzt werden kön-
nen, wurde eine Bestandsaufnahme von gesundheitsbezogenen Präventionsangeboten durchgeführt, 
die die gesamtkommunale Angebotslandschaft berücksichtigt. Denn eine isolierte Bestandsaufnahme 
oder Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms ohne gleichzeitige Einbeziehung der bestehen-
den Angebotslandschaft birgt die Gefahr, Doppelstrukturen zu erzeugen und an den tatsächlichen 
Bedarfen vorbeizusteuern. Darüber hinaus würde ein solches Vorgehen die grundlegende Logik der 
kommunalen Präventionskette konterkarieren, deren Ziel es ist, Versorgungslücken systematisch zu 
identifizieren, Übergänge bedarfsgerecht zu gestalten und Angebote strukturiert aufeinander abzu-
stimmen. 
Zur Beantwortung und Umsetzung der Anfrage gemäß Ratsantrag wurd e eine ämterübergreifende 
Projektgruppe eingerichtet, bestehend aus Vertreter*innen des Amtes für Kinder, Jugendliche und 
Familien, des Sportamts, des Amts für Schule und Weiterbildung, des Sozialamts sowie des Gesund-
heitsamts. Ziel der durchgeführten Umfrage war es, einen möglichst umfassenden Überblick über die 
bestehenden gesundheitsbezogenen Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien in Münster zu 
gewinnen, die zur Förderung eines gesunden Aufwachsens beitragen. Die Fragen der Erhebung wa-
ren thematisch in die Kategorien „Grunddaten“, „Zielgruppen“ und „inhaltliche Komponenten“ geglie-
dert. Die nachfolgenden Leitfragen wurden entlang der im Ratsantrag formulierten Zielsetzungen 
entwickelt:

- 4 - 
V/0142/2025 
 Sind gesundheitsbezogene Präventionsangebote überwiegend als eigenständige Gesund-
heitsangebote konzipiert oder werden gesundheitsbezogene Inhalte vielmehr in übergreifende 
Angebotsformate integriert? 
 Welchen inhaltlichen Schwerpunkt verfolgen gesundheitsbezogene Angebote konkret? Liegen 
spezifische Maßnahmen im Bereich Ernährung und Bewegung vor, die der Gesundheitsförde-
rung im Sinne primärpräventiver Zielsetzungen dienen? 
 Welche Angebotsformen werden genutzt – insbesondere mit Blick auf mobile und aufsuchen-
de Formate? 
 Inwieweit werden sozioökonomische Aspekte der Kinderarmut durch teilhabebezogene Unter-
stützungsleistungen (z. B. kostenfreie Mahlzeiten oder Ausstattung) berücksichtigt? 
 Sind Vernetzungs- oder Übergangsstrukturen, z. B. durch die gezielte Weitervermittlung in an-
dere Angebote, gängiger Bestandteil der Angebote? 
Die Umfrage wurde u.a. an die Verteiler der Unterarbeitsgruppen der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 
SGB VIII, sowie an umfassende Verteiler des Sport - sowie Schulamtes gegeben, sodass eine breit 
gefächerte Akteurslandschaft2 erreicht wurde. Insgesamt  wurden 102 Angebote erfasst. Da jedoch 
keine gesamtstädtische Referenzzahl vorliegt, lässt sich keine belastbare Aussage über die Reprä-
sentativität dieser Zahl treffen.  
 
Ergebnisdarstellung: 
 
Mit Bezug auf die benannten Leitfragen lassen sich die folgenden, ausgewählten Ergebnisse zusam-
menfassend hervorheben:  
1. Gesundheitsbezug der Angebote: 
17,6 % der erfassten Angebote wurden von den Eintragenden als vollständig gesundheitsbezogen 
eingestuft. Der Großteil der Angebote (82,4 %) weist nach eigener Einschätzung lediglich teilwei-
se gesundheitsbezogene Inhalte auf. 
2. Thematische Schwerpunkte: 
Der häufigste Schwerpunkt liegt im Bereich psychische Gesundheit (39,2 %). Bewegung/Sport 
wurde bei 19,6 % der Angebote genannt, während 5,9 % den Schwerpunkt auf Ernährung legen. 
3. Form der Angebote: 
Bei 41,2 % handelt es sich um Gruppenangebote, 17,6 % sind konkrete Beratungsangebote. Es 
wurde kein Online-Angebot erfasst. 
4. Mobilität der Angebote: 
15,7 % der Angebote sind mobil konzipiert, weitere 14,7 % teilweise. In 69,6 % der Fälle handelt 
es sich um nicht-mobile Angebote, also feste Angebotsformen. 
5. Teilhabebezogene Unterstützungsformen: 
Kumulativ ergibt sich der Eindruck, dass teilhabebezogene Leistungen – wie die Bereitstellung 
von Mahlzeiten, Kleidung, Sportausrüstung, die Übernahme von Kursgebühren oder Mobilitätsun-
terstützung – nur in einem geringen Teil der Angebote vorgesehen sind. 
6. Weitervermittlung in andere Angebote: 
In 22,5 % der Fälle erfolgt häufig eine Weitervermittlung in andere Angebote oder Hilfeformen. 
38,2 % der Angebote vermitteln gelegentlich, während bei knapp 40 % der Angebote selten oder 
gar keine Weitervermittlung erfolgt. 
Die vorliegenden Ergebnisse der Bestandsaufnahme sind vorsichtig zu interpretieren. Zum einen er-
hebt die Umfrage keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zum anderen lassen sich aus den Ge-
                                                 
2 Die Familienbildungsstätten „Haus der Familie“ und „FamilienBildung Friedensstraße e.V., haben nach erfolg-
ter Absprache nicht an der Bestandsaufnahme teilgenommen, da die Angebote ohn ehin einen Gesundheitsbe-
zug aufweisen und eine vollständige Eintragung nicht im Verhältnis zum Aufwand gestanden hätte.

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V/0142/2025 
samtergebnissen weder Rückschlüsse auf Einzelfälle noch kausale Zusammenhänge ableiten. So ist 
beispielsweise das Ergebnis, dass lediglich 17,6 % der erfassten Angebote von den Teilnehmenden 
als vollständig gesundheitsbezogen eingestuft wurden, kein zwangsläufiger Hinweis auf einen struktu-
rellen Bedarf. Vielmehr könnte dies auch darauf hindeuten, dass gesundheitsbezogene Themen in 
Regelstrukturen integriert sind. So sind beispielsweise die Themenschwerpunkte Ernährung und Be-
wegung in einigen Kindertageseinrichtungen als pädagogisches Profil fest verankert. Auch die Famili-
enbildungsstätten in Münster bieten eine Vielzahl gesundheitsbezogener Präventionsangebote, die 
bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden müssen. Zudem zeigt sich in der qualitati-
ven Auswertung, dass die Einschätzung, ob ein Angebot als „teilweise“ oder „vollständig“ gesund-
heitsbezogen gewertet wird, stark subjektiv geprägt ist. 
Dennoch ist auffällig, dass ernährungsbezogene Angebote sowie mobile Angebote in der Umfrage 
unterrepräsentiert sind. Auch die komplette Abwesenheit digitaler Formate erscheint angesichts zu-
nehmender Relevanz digitaler Formate zumindest bemerkenswert. Gerade der Aspekt „Ernährung“ ist 
in mehrfacher Hinsicht relevant: Er berührt sowohl die materielle Lebenslage – etwa durch den poten-
ziell eingeschränkten Zugang zu ausgewogener und gesunder Ernährung bei einkommensarmen 
Familien – als auch die gesundheitliche Lebenslage von Kindern und Jugendlichen, etwa im Hinblick 
auf Fehlernährung, Übergewicht oder langfristige gesundheitliche Risik en. In Verbindung mit dem 
Aspekt der Mobilität wird zudem ein weiterer Faktor interessant: Mobilitätsarmut betrifft insbesondere 
Familien in sozioökonomisch belasteten Lebenslagen und kann den Zugang zu (gesundheitsbezoge-
nen) Angeboten erheblich erschweren. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis, dass nur 15,2 % der 
erfassten Angebote mobil konzipiert sind, verstärkt hervorzuheben. Vor diesem Hintergrund erschei-
nen niedrigschwellige, aufsuchende und mobil konzipierte Angebote, insbesondere mit dem Schwer-
punkt Ernährung, ein potenziell wichtiger Baustein zur strukturellen Schließung von Versorgungslü-
cken zu sein. Die Umfrage liefert erste Anhaltspunkte dafür, dass hier Entwicklungsspielräume beste-
hen – insbesondere im Verhältnis zur derzeit erfassten Angebotslandschaft. 
 
Ausblick: 
Die kommunale Kinderarmutsprävention soll künftig nicht bloß an zentralen Stellen weiterentwickelt 
werden, sondern auch eine grundsätzliche strategische Neuausrichtung erhalten. Folgende Schritte 
sind bereits initiiert und geplant: 
1. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sollen über die bestehenden Stadtteilarbeitskreise in die 
Fachpraxis zurückgespiegelt werden. Vorrangig sollen hierbei Stadtteile berücksichtigt werden, 
die im aktuellen Sozialmonitoring als überdurchschnittlich belastet gelten. Im Sinne einer kommu-
nikativen Validierung sollen die Ergebnisse der Umfrage so konstruktiv geprüft bzw. hinterfragt 
werden, damit keine falschen Schlüsse gezogen oder ungenaue Interpretationen getätigt werden. 
Durch die Kommunikation der Ergebnisse soll zudem eine Diskussionsgrundlage geschaffen wer-
den, die bspw. für einen Abgleich von Gesundheitsdaten (insb. SEU) und Angebotsstruktur im 
Stadtteil genutzt werden kann.  
 
2. Im Rahmen des Landesprogramms „kinderstark – NRW schafft Chancen“ stehen Mittel zur Verfü-
gung, um kommunale Präventionsketten gezielt auszubauen und weiterzuentwickeln. Innerhalb 
des Handlungsfeldes 6 besteht dabei ausdrücklich die Möglichkeit, aufsuchende Angebote zu för-
dern. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse ermutigt die Verwaltung daher freie Träger der Ju-
gendhilfe, Projektideen und Konzepte für mobile Angebote im Bereich der Kindergesundheit ein-
zureichen – insbesondere mit dem Schwerpunkt Ernährung.   
 
3. In der kommunalen Gesundheitskonferenz 2025 wird das Thema „Kinder- und Jugendgesundheit 
– mit Blick auf Prävention und Gesundheitsförderung“ als neuer Jahresschwerpunkt vorgeschla-
gen. Dies geschieht in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt.  
 
4. Im Sinne einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung ist vorgesehen, die Konzeption des „Gesun-
den Frühstücks“ fachlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Dies geschieht ebenfalls in enger 
Kooperation mit dem Gesundheitsamt.

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V/0142/2025 
5. Kommunale Armutsprävention bedeutet in der Praxis zumeist: kommunale Armutsfolgenpräventi-
on. Denn Kinder - und Jugendarmut ist in der Regel Familienarmut – und damit Ausdruck eines 
strukturellen Problems mit weitreichenden Folgen für Entwicklung, Teilhabe und Gesundheit von 
Kindern und Jugendlichen. Die negativen Folgen von Armutserfahrungen abzumildern und allen 
Kindern und Jugendlichen ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen, ist Aufgabe der kommu-
nalen Verantwortungsgemeinschaft. Gleichzeitig ist es Aufgabe der kommunalen Verantwor-
tungsgemeinschaft, die Verwirklichung der Rechte von Kindern zu gewährleisten. Gemäß UN -
Kinderrechtskonvention hat jedes Kind über alle Lebensphasen hinweg grundlegende Rechte: et-
wa das Recht auf Beteiligung (Art. 12), auf einen angemessenen Lebensstandard (Art. 27), auf 
Bildung (Art. 28 und Art. 29), auf Ruhe, Freizeit, Spiel und Erholung (Art. 31) sowie das Recht auf 
Gesundheit (Art. 24). Diese Rechte bleiben Kindern und Jugendlichen, die in Armut aufwachsen, 
jedoch häufig verwehrt – denn ihre Verwirklichung hängt oftmals direkt davon ab, ob Kinder und 
Jugendliche in Armut leben oder nicht. 
Vor diesem Hintergrund soll die Münsteraner Präventionskette künftig als strukturelles Instrument 
zur Bearbeitung von Armutsfolgen neu ausgerichtet und konsequent an den  UN-Kinderrechten 
orientiert werden. Eine kinderrechtebasierte Präventionskette, die die Kinderrechte als zentralen 
Bezugsrahmen ihres strategischen Leitbilds versteht, schafft armutssensible Rahmenbedingun-
gen – mit dem Ziel, dass alle Kinder ihre Rechte tatsächlich wahrnehmen können. Diese strategi-
sche Neuausrichtung greift zugleich den Beschluss zur Vorlage V/0286/2023 auf, wonach die 
Kinderrechte durch die Weiterentwicklung operativ ausgerichteter kommunaler Strukturen in 
Münster gestärkt werden sollen. Damit wird zugleich eine übergreifende Gesamtstrategie unter-
mauert, die ressortübergreifend angelegt ist. 
Eine ausformulierte Konzeption der kinderrechtebasierten Präventionskette wird in  einer der 
nächsten Sitzungen vorgelegt. 
 
 
 
 
 
In Vertretung  
 
gez.  
Thomas Paal  
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
 
 Anlage A 
 Ergebnisdarstellung der quantitativen Auswertung der Bestandsaufnahme 
 
Hinweis: Alle weiterführenden Informationen – einschließlich des vollständigen Fragebogens sowie 
der quantitativen Auswertung – können unter: https://beteiligung.nrw.de/k/-Agq9JHVB - eingesehen 
werden. Qualitative Inhalte, wie z. B. die Kurzbeschreibungen einzelner Angebote, sowie vertiefende 
Auswertungen (Drilldown-Analysen, bspw. auf S tadtteilebene) können bei Bedarf angefragt werden. 
Aufgrund der Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten ist eine vollständige Darstellung im Rahmen 
dieses Berichts nicht möglich.

Anlage A

3221 Zeichen

Anlage A zur V/0142/2025 
Kurzüberblick 
Die durchgeführte Bestandsaufnahme diente als erste Grundlage für einen Gesamtüberblick der 
Angebotsstruktur. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass insbesondere im Bereich mobiler und 
ernährungsbezogener Präventionsangebote Entwicklungspotenziale bestehen könnten. Perspek-
tivisch soll die Münsteraner Präventionskette an den UN-Kinderrechten ausgerichtet werden. Der 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0015/2023 ist damit erledigt. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit dem Beschlussvorschlag der Vorlage soll das Ziel verfolgt werden, das Maßnahmenpro-
gramm einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention einer systematischen Bestands-
aufnahme zu unterziehen, um es bedarfsgerecht und ressourcenorientiert weiterzuentwickeln. 
Dies betrifft Produkt 06.04.01: Angebote für Familien. Dort ist das Ziel festgehalten, den Aus-
bau und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung von Angeboten für Kinder, Jugendliche und 
Familien zu unterstützen. 
 
Teilziele:  
 
 Durchführung einer umfassenden Bestandsaufnahme gesundheitsbezogener Präventi-
onsangebote, um die gesamtkommunale Angebotslandschaft systematisch zu erfassen 
und sichtbar zu machen. 
 
 Gezielte Identifikation von Versorgungslücken und Bedarfen, um Entwicklungspotenzia-
le zu konkretisieren und eine strategisch abgestimmte Weiterentwicklung im Sinne der 
Präventionskette zu ermöglichen. 
 
 Zielerreichung:  
 
Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme liefern erste Hinweise darauf, dass mobile bzw. 
aufsuchende Angebote zur Kindergesundheit – insbesondere mit dem Schwerpunkt Ernährung – 
ein wirksamer Baustein zur strukturellen Schließung bestehender Versorgungslücken sein 
können. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen könnte dieser Bereich nun gezielt und 
bedarfsgerecht über Fördermittel des Landesprogramms „kinderstark – NRW schafft Chancen“ 
weiterentwickelt und gestärkt werden. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0604 Familienförderung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Bei der kommunalen Armuts-(folgen)prävention sowie beim Thema Kindergesundheit handelt es 
sich um zwei zentrale Querschnittssaufgaben, nicht voneinander entkoppelt betrachtet werden 
können. Das gesunde Aufwachsen von allen Kindern ist eine zentrale Aufgabe der gesamten 
kommunalen Verantwortungsgemeinschaft und kann nur ressortübergreifend bearbeitet werden. 
Armutsfolgen bzw. Armutserfahrungen tragen massiv dazu bei, dass Kinder ihre Rechte (bspw. 
auf Gesundheit) nicht vollumfassend verwirklichen können. Die Verwirklichung von Kinderrechten 
im Sinne der UN-Kinderrechtskonventionen ist eine zentrale und gesamtstädtische Querschnitts-
aufgabe.

Beratungsverlauf (2)

11.06.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
26.06.2025 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 25 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Friedensstraße
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0142/2025
Typ
Vorlagen
Datum
19.05.2025
Erstellt
13.03.2025 14:58