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Umbenennung der Mohrenstraße in Altstadt-Nord, Antrag SPD

Antrag nach § 3 BV1 (SPD) AN/1311/2020 vom 24.11.2020

Stand: Am 07.03.2024 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt.

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  • Antrag nach § 3 (SPD BV1)

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    Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bezirksamtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1311/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 08.12.2020 Antrag nach § 3 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BV Innen- stadt zu setzen: Umbenennung der Mohrenstraße in Altstadt-Nord Die Bezirksvertretung Innenstadt bittet den Kölner Integrationsrat sich mit weiteren b e- teiligten Stakeholdern mit einer möglichen Umbenennung der Mohrenstraße in Altstadt zu befassen, und das Ergebnis der Bezirksvertretung Innenstadt vorzulegen. Begründung „In St. Gereon gibt es zwei Gräber, nicht nur das des heiligen Gereon, sondern auch das des Gregor Maurus. Das ist eine ganz interessante Geschichte. Wir wissen ja, dass Köln eine Kolo- nie war, eine römische "Colonia". Eine Kolonie, die hier das Imperium vor den Barbaren auf der rechten Rheinseite beschützen sollte. Und das taten natürlich römische Söldner, die in der Re- gel Christen waren. Die Legende sagt, dass die aus der Thebäischen Legion, also aus Nordaf- rika, kamen und hier an den Rhein gebracht wurden, um dann hier eben das Imperium zu ver- teidigen bzw. auch römische Kultur nach Köln zu bringen. Und mit dieser Kultur verbunden war natürlich auch das Christentum. Die Legende, die mit St. Gereon eng verbunden ist und bis ins vierte Jahrhundert zurückreicht, erzählt uns also, dass da eben auch ein Maure, jemand aus Mauretanien, ein Schwarzer, dabei gewesen ist, der zusammen mit Gereon und seinen Gefährten hier seinen Dienst getan hat und dann als Zeuge für Jesus Christus den Märtyrertod gestorben ist. Die wurden damals dezimiert, also jeder Zehnte wurde enthauptet. Deshalb hat also diese Straße ihren Namen zur Verehrung des heiligen Gregor Maurus bekommen.“ Zitat Domkapitular Dominik Meiering: https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2020-07-13/die-mohrenstrasse- umbenennen-debatte-um-rassismus-und-strassennamen. Prof. Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin an der Universität Köln sagt hierzu im Kölner- Stadt-Anzeiger vom 09. Juli 2020: „Das M-Wort ist rassistisch konnotiert und in jedem Fall dis- SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln fon 0221. 221 913 03 fax 0221. 221 913 01 mail SPD-BV1@stadt-koeln.de web www.koelnspd.de - 2 - kriminierend. Als im Mittelalter im Zuge der muslimischen Eroberungen die ersten Menschen aus Afrika nach Europa kamen, wurden die »Mohren« als des Teufels Scharen bezeichnet. Al- lein die Farbsymbolik schwarz und Teufel konnotierte dieses Wort negativ.“ In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Diskussion. Um eine breite Diskussion in der städti- schen Gesellschaft zu forcieren, wollen wir zunächst den Integrationsrat in eine Entscheidung einbinden. Tim Cremer Alicem Polat Fraktionsvorsitzender stellv. Fratkionsvorsitzender
  • Sachstandsbericht 04-2024

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    Dezernat, Dienststelle VIII/23 Vorlagen-Nummer AN/1311/2020 Stand: 26.03.2024 Sachstandsbericht Umbenennung der Mohrenstraße in Altstadt-Nord, Antrag SPD Beschluss Gemeinsamer Änderungsantrag SPD, B90/Die Grünen, Die Linke, Klima- Freunde und FDP Die Bezirksvertretung Innenstadt beauftragt die Verwaltung, entsprechend des Gut- achtens des Historischen Beirates ein Umbenennungsverfahren (mit Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner) für die Mohrenstraße (M* Straße) in Gregorius- Maurus-Straße einzuleiten. Es soll zudem eine Erläuterungstafel mit QR-Code angebracht werden, auf der die Begriffs- und Geistesgeschichte des Begriffs „Mohr" sowie die Bedeutung der Heiligen Mauren für die Stadtgeschichte Köln erläutert wird. Der Text ist unter Beteiligung des historischen Beirats, des Expert*innengremiums (Post)koloniales Erbe Kölns, dem In- tegrationsrat sowie dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Gereon zu entwi- ckeln. Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Die Verwaltung wird die Anwohner*innenbefragung, wie es die Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen bei einem Umbenennungs- verfahren vorsehen, zeitnah einleiten. Die Verwaltung wird den Historischen Beirat bei der nächsten Sitzung am 18.04.2024 um einen Textvorschlag für ein Erläuterungsschild bitten. Nächste Schritte: Die Rückmeldungen aus der Anwohner*innenbefragung werden durch die Verwaltung ausgewertet und die Ergebnisse der Bezirksvertretung in einer Beschlussvorlage übermittelt. 2 Der Textvorschlag des Historischen Beirates für ein Erläuterungsschild wird zur Ab- stimmung dem Expert*innengremium (Post)koloniales Erbe Kölns, dem Integrationsrat sowie dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Gereon durch die Verwaltung vorgelegt. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:

Beratungsverlauf

  1. 07.03.2024

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 5.1.1, Antrag / Anfrage. Ergebnis: Sache ist erledigt

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