Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK)
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 1538/2020/1 vom 08.02.2023
Stand: Am 09.02.2023 im Rat ungeändert beschlossen.
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11.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV3
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Anlage 11.1 Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Lindenthal gemäß dem Ergänzungsantrag AN/2276/2022 Die Bezirksvertretung Lindenthal ergänzt die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Fortschreibung des EHZK wie folgt: Die Bezirksvertretung Lindenthal beauftragt die Verwaltung, die Situation auf der Rhöndorfer Straße zwischen dem Gottesweg und der Weißhausstraße zu prüfen mit dem Ziel einer ordnungsgemäßen städtebaulichen Entwicklung. Dabei soll die optimale Ausnutzung der Grundstücke durch die zusätzli- che Errichtung von Wohnungen angestrebt werden, um perspektivisch den Bereich als Zentralen Ver- sorgungsbereich qualifizieren zu können. Begründung: An dem bezeichneten Straßenabschnitt befinden sich mehrere Supermärkte/Discounter, die jeweils großflächig ebenerdige PKW-Stellplätze für ihre Kunden unterhalten, angesichts der erheblichen Wohnungsnot erscheint es unbedingt erforderlich und sinnvoll, diese Grundstücke zusätzlich mit Wohnungen zu bebauen. Stellungnahme der Verwaltung: Die Überbauung von Lebensmittelmärkten bzw. die Nachverdichtung von untergenutzten Standorten wird seitens der Verwaltung als eine zielführende Maßnahme gesehen, um sowohl einen Standort städtebaulich aufzuwerten als auch neuen Wohnraum zu schaffen. Dies betrifft auch den Bereich zwi- schen dem Gottesweg und der Weißhausstraße. Eine Überbauung von Lebensmittelmärkten z.B. für Wohnnutzungen ohne Erweiterung der Verkaufsfläche ist – vorbehaltlich der bau- und planungsrecht- lichen Zulässigkeit – an jedem Standort grundsätzlich möglich. Um eine umfassende städtebauliche Entwicklung in Gang zu setzen, ist neben der Mitwirkungsbereitschaft der einzelnen Eigentümer*in- nen der Flächen auch die Investitionsbereitschaft der Privaten notwendig. Zur Realisierung ist die Schaffung von Planungsrecht notwendig. Sobald dieses planungsrechtlich gesichert ist, kann im Nachgang eine Änderung des EHZK, ggf. mit Ausweisung eines neuen ZVB erfolgen. Dies kann im Parallelverfahren zu einer entsprechenden Bauleitplanung erfolgen, ohne dass es dafür einer voll- ständigen Fortschreibung des EHZK bedarf. Aufgrund der guten Ausstattung des Bezirksteilzentrums Sülz/Klettenberg besteht kein Bedarf zur Er- weiterung der vorhandenen Handelsflächen z.B. aufgrund einer Unterversorgung. Wegen der städte- baulich nicht integrierten Lage und der Nähe zum Bezirksteilzentrum Sülz/Klettenberg empfiehlt das EHZK daher derzeit keinen weiteren Ausbau der Lebensmittelangebote an der Rhöndorfer Straße (vgl. Teil B, Übersicht 3.2). -
Anlage 11, Auszug BV 3 (Lindenthal) 05.12.2022
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) Herr Wagener Telefon: (0221) 221 93313 E-Mail: steffen.wagener1@stadt-koeln.de Datum: 08.12.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal vom 05.12.2022 öffentlich 9.2.1 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020/1 Geänderter Beschluss: 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Fortschreibung des Ein- zelhandels- und Zentrenkonzeptes (Anlagen 6 und 7) sowie die Beschlussempfehlungen der BV 2 und BV 5 (Anlagen 4 und 5) zur Kenntnis. 2. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteili- gung zur Steuerung des Einzelhandels. Die Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlagen 2, 2.1 und 2.2 (Zentrenübersicht) dargestellt. Zur Klarstellung der Regelungsinhalte des EHZK werden die Kapitel 5 und 6 der Langfassung gemäß Anlage 3.2 angepasst. 3. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konse- quente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 4. Zur Erfassung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine regelmäßige Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe ist eine systematische Leerstandserhebung erforderlich. Die Bezirksvertretung Lindenthal ergänzt die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Fort- schreibung des EHZK wie folgt: Die Bezirksvertretung Lindenthal beauftragt die Verwaltung, die Situation auf der Rhön- dorfer Straße zwischen dem Gottesweg und der Weißhausstraße zu prüfen mit dem Ziel einer ordnungsgemäßen städtebaulichen Entwicklung. Dabei soll die optimale Ausnut- zung der Grundstücke durch die zusätzliche Errichtung von Wohnungen angestrebt wer- den, um perspektivisch den Bereich als Zentralen Versorgungsbereich qualifizieren zu können. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt nicht anwesend: Frau Weitekamp, Frau Klein (Grüne), Frau Albat (SPD), Herr Lhotka (CDU 9.2.1.1 Ergänzungsantrag zu 9.2.1 AN/2276/2022 Beschluss: Die Bezirksvertretung Lindenthal ergänzt die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Fortschrei- bung des EHZK wie folgt: Die Bezirksvertretung Lindenthal beauftragt die Verwaltung, die Situation auf der Rhöndorfer Straße zwischen dem Gottesweg und der Weißhausstraße zu prüfen mit dem Ziel einer ord- nungsgemäßen städtebaulichen Entwicklung. Dabei soll die optimale Ausnutzung der Grundstücke durch die zusätzliche Errichtung von Wohnungen angestrebt werden, um perspektivisch den Bereich als Zentralen Versorgungsbereich qualifizieren zu können. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt nicht anwesend: Frau Weitekamp, Frau Klein (Grüne), Frau Albat (SPD), Herr Lhotka (CDU) -
Anlage 12, Auszug Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022, TOP 6.2
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Geschäftsführung Stadtentwicklungsausschuss Frau Hill-Schmidt Telefon: (0221) 32834 Fax: (0221) E-Mail: louise.hill-schmidt@stadt-koeln.de Datum: 08.12.2022 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 01.12.2022 öffentlich 6.2 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020/1 Der Stadtentwicklungausschuss diskutiert angeregt über den Tagesordnungspunkt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen begrüßt das Konzept und schlägt vor, die Vorlage mit er- neuter Wiedervorlage ohne Votum in die Bezirksvertretungen zu verweisen. Die FDP-Fraktion begrüßt das Konzept, sieht jedoch Verbesserungspotential und spricht sich für einen Austausch aus, um kontroverse Fragen zu klären. Die CDU-Fraktion begrüßt das Konzept, sieht jedoch Lücken in den Randbereichen, da dort die kurzen Wege dort nicht gegeben seien und möchte die Meinungen der Bezirksvertretungen ab- warten. Die SPD-Fraktion begrüßt das Konzept grundsätzlich und bittet um Beantwortung der folgenden Frage: Wie entwickeln sich tatsächlich neue Einzelhandelsstandorte an den Standorten wo es bisher keinen Einzelhandel gibt, jedoch einen großen Bedarf? Die SPD-Fraktion regt an, zwei bis drei Lupenräume zu betrachten und die Wünsche der Be- zirksvertretung einzubeziehen. Des Weiteren regt die SPD-Fraktion an, Standorte zu betrach- ten, die von Einzelhandelsnutzungen gegebenenfalls überformt sind, um dort nachzusteuern. Darüber hinaus regt die SPD-Fraktion an, Anreize für Einzelhändler zu schaffen, indem geprüft wird, inwiefern Nutzungen mit urbanem Wohnen verbunden wird. Die Fraktion Die Linke warnt davor, nur mit Ausnahmen zu operieren und hebt das positive, vor- liegende Gerüst der Vorlage hervor. Darüber hinaus regt die Fraktion Die Linke an, eventuelle Ausnahmen zu einem späteren Zeitpunkt zu unterbreiten. Beschluss: Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen beantragen, die Vorlage ohne Votum mit erneuter Vorlage in die Bezirksvertretungen zu verweisen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. -
Anlage 17, Auszug BV 6 (Chorweiler) 02.02.2023
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) Herr Schulz Telefon: (0221) 221 96313 Fax: (0221) 221 96400 E-Mail: christian.schulz1@stadt- koeln.de Datum: 08.02.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 02.02.2023 öffentlich 9.2.1 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonz ept Köln (EHZK) 1538/2020/1 Abstimmung über den Änderungsantrag mit der Vorlagennummer AN/0128/2023: Beschluss: 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse der Öffentlichkeits beteiligung zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept (Anlagen 6 und 7) sowie die Beschlussempfehlun- gen aller 9 Bezirksvertretungen zur Kenntnis. 2. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzel handels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbetei- ligung (zur Steuerung des Einzelhandels) im gesamten Stadtgebiet. Die Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steue- rungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlagen 2, 2.1 und 2.2 (Zentrenübersicht) dargestellt. Zur Klarstellung der Regelungsinhalte des EHZK werden die Kapitel 5 und 6 der Langfas- sung gemäß Anlage 3.2 angepasst. 3. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konse- quente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultations- kreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 4. Zur Erfassung der mittel- und langfristigen Ausw irkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen im Kölner Stadtgebiet, be- schließt der Rat eine regelmäßige Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Ab- stand von zwei Jahren.im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhe- bung der Handelsbetriebe ist eine systematische Leerstandserhebung, so wie eine Un- tersuchung der Online-Präsenz der stationären Einzelhandelsbetriebe durchzuführen. Die Bezirksvertretung nimmt darüber hinaus gemäß § 37 Absatz 5 Sätze 1 und 2 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein- Westfalen wie folgt Stellung: 1. Eine Lösungsorientierte Steuerung scheint hier nicht gegeben, da eher eine Situations- beschreibung durch das EHZK vorgenommen wird. Eine Steuerung durch Unterbin- dung ohne konkrete Anreize verfehlt den Ansatz im Randbezirk, da hier nicht „alt“ ge- schützt, sondern nur „neu“ verhindert wird. Dies schädigt die Aufenthalts- und Lebens- qualität. Das vermeintlich vorrangige Ziel die Innenstadt (Köln-City) zu schützen kann hiermit vielleicht verfolgt werden, allerdings deutlich zu Lasten der Veedel. 2. Verkehrliche Aspekte, wie Anbindung an Straßen-, und ÖPNV sowie Parkmöglichkeiten werden außer Acht gelassen. Hier sind städtebaulich integrierte Lagen zumeist kontra- produktiv, da hier selten ausreichend große Verkaufsflächen und Parkflächen realisier- bar sind. 3. Die generelle Betrachtung allein mittels eines E HZK, welches dem Schutz der (Bezirks- ) Zentren dient, ist in Randgebieten, wie z. Bsp. den Bezirk Köln-Chorweiler, mittler- weile nicht mehr möglich, da die bestehenden Versorgungs-Zentren sich zusehends auflösen, bzw. marginalisieren. Hier ist eine individuelle Steuerung und Betrachtung der Einzelstandorte (Nahversorgungslagen und Zentren) der einzige Weg passgerecht zu steuern. Ein Einfaches „verbieten“ oder regulieren im Umkreis mittels des EHZK und der daraus folgenden FNP und Bebauungspläne dient nur einer weiteren Ausdünnung und Flucht in benachbarte Kommunen. (Bsp.: nach Pulheim oder Dormagen) 4. Für die Neuansiedlung von Gastronomie braucht es ebenfalls Anreize in Randlagen. 5. Kleinflächiger Einzelhandel darf, vor allem in R andlagen, durch das EHZK nicht verhin- dert oder erschwert werden, wenn keine Möglichkeit im Ortskern besteht. 6. Auch im Rahmen des EHZK sollen alle Möglichkeite n ausgeschöpft werden, um die An- siedlung von Saunaclubs und Ähnlichen, Spielhallen, so wie alle anderen Arten von Glücksspielstätten zu unterbinden. 7. Bei der Neu-Ausweisung und Analyse der aktuell v orhandenen Standorte für den Ein- zelhandel, sollte neben der Kaufkraft, auch die medizinische Versorgung für den be- trachteten Versorgungsbereich (und dessen Einzugsgebiet) betrachtet werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung des Bezirksvertreters Schlimgen zugestimmt . Abstimmung über den Änderungsantrag mit der Vorlagennummer AN/0130/2023: Beschluss: Wir fordern die Verwaltung auf die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die An- siedlung von kleinflächigem Einzelhandel und Gastronomie im Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Pesch (hier Nr. 61520/02 Donatusstr.) zu ermöglichen (bspw. auch mittels einer Anpassung des Regionalplans (Anpassung von GE zu ASB-Fläche)). Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und des Be- zirksvertreters Schlimgen bei Enthaltung der Fraktion Die Linke und Lilo Heinrich zu- gestimmt . Abstimmung über den Änderungsantrag mit der Vorlagennummer AN/0175/2023: Beschluss: 1. Im Stadtteil Fühlingen soll im Bereich des Heinr ichshofwegs die Ansiedlung ei- nes Vollversorgers ermöglicht werden. Zu diesem Zweck soll der Standort auch im EHZK zumindest als Nahversorgungslage planerisch gesichert werden. 2. Die neue Nahversorgungslage Blumenberg und das g eplante Nahversorgungs- zentrum Kreuzfeld müssen konzeptionell und planeris ch zusammen gedacht werden. Ziel muss es sein, mit der Realisierung des neuen Stadtteils ein gemein- sames Zentrum zu schaffen, in dem Einzelhandel für die Menschen vor Ort fuß- läufig erreichbar ist. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der AfD-Fraktion zugestimmt . Abstimmung über den so geänderten Beschluss (AN/0128/2023 zuzüglich AN/0130/2023 und AN/0130/2023): 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse der Öffentlichkeits beteiligung zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept (Anlagen 6 und 7) sowie die Beschlussempfehlun- gen aller 9 Bezirksvertretungen zur Kenntnis. 2. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzel handels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbetei- ligung (zur Steuerung des Einzelhandels) im gesamten Stadtgebiet. Die Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steue- rungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlagen 2, 2.1 und 2.2 (Zentrenübersicht) dargestellt. Zur Klarstellung der Regelungsinhalte des EHZK werden die Kapitel 5 und 6 der Langfas- sung gemäß Anlage 3.2 angepasst. 3. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konse- quente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultations- kreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 4. Zur Erfassung der mittel- und langfristigen Ausw irkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen im Kölner Stadtgebiet, be- schließt der Rat eine regelmäßige Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Ab- stand von zwei Jahren.im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhe- bung der Handelsbetriebe ist eine systematische Leerstandserhebung, so wie eine Un- tersuchung der Online-Präsenz der stationären Einzelhandelsbetriebe durchzuführen. Die Bezirksvertretung nimmt darüber hinaus gemäß § 37 Absatz 5 Sätze 1 und 2 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein- Westfalen wie folgt Stellung: 1. Eine Lösungsorientierte Steuerung scheint hier nicht gegeben, da eher eine Situations- beschreibung durch das EHZK vorgenommen wird. Eine Steuerung durch Unterbin- dung ohne konkrete Anreize verfehlt den Ansatz im Randbezirk, da hier nicht „alt“ ge- schützt, sondern nur „neu“ verhindert wird. Dies schädigt die Aufenthalts- und Lebens- qualität. Das vermeintlich vorrangige Ziel die Innenstadt (Köln-City) zu schützen kann hiermit vielleicht verfolgt werden, allerdings deutlich zu Lasten der Veedel. 2. Verkehrliche Aspekte, wie Anbindung an Straßen-, und ÖPNV sowie Parkmöglichkei- ten werden außer Acht gelassen. Hier sind städtebaulich integrierte Lagen zumeist kontraproduktiv, da hier selten ausreichend große Verkaufsflächen und Parkflächen realisierbar sind. 3. Die generelle Betrachtung allein mittels eines E HZK, welches dem Schutz der (Be- zirks- ) Zentren dient, ist in Randgebieten, wie z. Bsp. den Bezirk Köln-Chorweiler, mittlerweile nicht mehr möglich, da die bestehenden Versorgungs-Zentren sich zuse- hends auflösen, bzw. marginalisieren. Hier ist eine individuelle Steuerung und Betrach- tung der Einzelstandorte (Nahversorgungslagen und Zentren) der einzige Weg pass- gerecht zu steuern. Ein Einfaches „verbieten“ oder regulieren im Umkreis mittels des EHZK und der daraus folgenden FNP und Bebauungspläne dient nur einer weiteren Ausdünnung und Flucht in benachbarte Kommunen. (Bsp.: nach Pulheim oder Dorma- gen) 4. Für die Neuansiedlung von Gastronomie braucht es ebenfalls Anreize in Randlagen. 5. Kleinflächiger Einzelhandel darf, vor allem in R andlagen, durch das EHZK nicht verhin- dert oder erschwert werden, wenn keine Möglichkeit im Ortskern besteht. 6. Auch im Rahmen des EHZK sollen alle Möglichkeite n ausgeschöpft werden, um die Ansiedlung von Saunaclubs und Ähnlichen, Spielhallen, so wie alle anderen Arten von Glücksspielstätten zu unterbinden. 7. Bei der Neu-Ausweisung und Analyse der aktuell v orhandenen Standorte für den Ein- zelhandel, sollte neben der Kaufkraft, auch die medizinische Versorgung für den be- trachteten Versorgungsbereich (und dessen Einzugsgebiet) betrachtet werden. 8. Wir fordern die Verwaltung auf die notwendigen M aßnahmen zu ergreifen, um die An- siedlung von kleinflächigem Einzelhandel und Gastronomie im Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Pesch (hier Nr. 61520/02 Donatusstr.) zu ermöglichen (bspw. auch mittels einer Anpassung des Regionalplans (Anpassung von GE zu ASB-Fläche)). 9. Im Stadtteil Fühlingen soll im Bereich des Heinr ichshofwegs die Ansiedlung ei- nes Vollversorgers ermöglicht werden. Zu diesem Zweck soll der Standort auch im EHZK zumindest als Nahversorgungslage planerisch gesichert werden. 10. Die neue Nahversorgungslage Blumenberg und das geplante Nahversorgungs- zentrum Kreuzfeld müssen konzeptionell und planeris ch zusammen gedacht werden. Ziel muss es sein, mit der Realisierung des neuen Stadtteils ein gemein- sames Zentrum zu schaffen, in dem Einzelhandel für die Menschen vor Ort fuß- läufig erreichbar ist. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zugestimmt . -
2_Anlage_Fortschreibung EHZK_Gesamtübersicht_ZVB
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Anlage 2 Übersicht - Zentrale Versorgungsbereiche und Veränderungen nach Bezirken Stadtbezirk 1 - Innenstadt 1. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Die acht im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Zusätzlich zu den acht fortgeschriebenen zentralen Versorgungsbereichen im Bezirk Innenstadt wird das geplante Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Hafen im Kontext der perspektivischen Quartiersentwicklung Deutzer Hafen zur Sicherstellung der zukünftigen Versorgung der dortigen Bewohnerinnen und Bewohner konzeptionell neu ausgewiesen (siehe Tabelle 1). Neben den zentralen Versorgungsbereichen wird im Vergleich zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 mit der vorliegenden Fortschreibung der Sonderstandort Bonner Wall in südlicher Randlage des Bezirks Innenstadt aufgrund der dortigen Sortimentsverteilung sowie den stadtentwicklungspolitischen Zielstellungen an diesem Standortbereich nicht fortgeschrieben. Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung City Bezirksteilzentrum Südliche Innenstadt, Severinstraße / Bonner Straße Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt, Eigelstein / Neusser Straße Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Freiheit Nahversorgungszentrum Hohe Pforte / Waidmarkt Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz Nahversorgungszentrum Aachener Straße, Innenstadt Nahversorgungszentrum Venloer Straße, Innenstadt (geplantes) Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Hafen Sonderstandort Bonner Wall ✘ Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Innenstadt werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. 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STZ Deutz, Deutzer Freiheit NVZ Zülpicher Platz/ Barbarossaplatz NVZ Venloer Str., Innenstadt NVZ Hohe Pforte/ Waidmarkt NVZ Aachener Str., Innenstadt Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 1:24.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 1.1 0 500 1.000 1.500250 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Ze nt re nk onze pt Köln 202 0S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Stadtteilzentrum geplant Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet CITY 700 Meter Radius um die Zentren 700 Meter Radius um die Betriebe Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter !( !( Wochenmarkt")M BTZ - Bezirksteilzentrum Versorgungsgebiet ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t C i t y - O s t E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renk onz ep t Köl n 2 02 0 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") 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Karte: 1.2.1 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Hauptbahnhof 0 50 100 150 200 250 300 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln TextText Karte: 1.2.1 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t C i t y - N o r d E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renk onz ep t Köl n 2 02 0 ") ") ") ")") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") 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unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 1.2.2 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 200 250 300 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln TextText Karte: 1.2.2 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t C i t y - S ü d E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renk onz ep t Köl n 2 02 0 ") ") ")") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") 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MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 1.2.3 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 200 250 300 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln TextText Karte: 1.2.3 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.1 City Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtge- biet Köln) 1.074.286 1.144.200 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Bezirk Innenstadt. Der ZVB City erstreckt sich auf die Nutzungen zwischen dem Rhein im Osten, der Cäcilien- / Hahnen- straße im Süden, dem Hohenzollernring im Westen (inkl. Rudolf- und Friesenplatz) sowie der Magnus- / Zeughaus- / Komödienstraße und Hohenzollern- / Hansaring bis Höhe der Haltestelle Hansaring im Norden, im Süden den Hohenstaufenring bis zum Zülpicher Platz sowie den Kölner Hauptbahnhof. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch die hier vorhandenen Einzelhandelsbetrie- be sowie zentrenergänzenden Nutzungen geprägt. Größere Potenzialflächen sind aktuell nicht vorhanden, die derzeit größte Fläche am Rudolfplatz wird aktuell einer neuen Nutzung zugeführt (Wallarkaden). Gegenüber 2010 wurde die Abgrenzung größtenteils beibehalten und nur kleinräumig im Bereich Frie- senplatz sowie an der Bismarckstraße angepasst. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² (Auswahl) Bogner, Cos, & other Stories, Cyperport, Golfhaus, Piano-Center, Daniels (2x), Naturata, Butlers, SØR, dm (6x), Offermann 800 bis unter 1.500 m² (Auswahl) Frankonia, Stoff & Stil, Manufactum, Zara home, Depot, Kult, s.Oliver, Zum- norde, Tommy Hilfiger, Douglas, Franz Sauer, Woolworth 1.500 bis unter 3.000 m² (Auswahl) Apropos Store, H&M (2x), New Yorker, Karstadt Sports, Sport Scheck, Kempgen, Super Dry, Weingarten (2x), Karnevalsdiscount, Zalando über 3.000 m² (Auswahl) Galeria Karstadt Kaufhof (2x), Media Markt, Primark, Mayersche, TK Maxx, Globetrotter, C&A, P&C, Zara, Anson’s, Appelrath & Cüpper, Saturn weitere nennenswerte Betriebe kleinteilige, tlw. hochspezialisierte und in den verschiedenen Geschäftslagen unterschiedlich ausgeprägter Facheinzelhandel, Flagship oder Concept Stores national / international tätiger Unternehmen Wochenmärkte Apostelnkloster (Dienstag / Freitag, 17 / 20 Marktstände), Rudolfplatz (Don- nerstag, 28), Rudolfplatz (Biomarkt, Mittwoch / Samstag, 7 / 10) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: Hauptzentrum für das Stadtgebiet Köln als Oberzentrum und überregional Lagenvielfalt und -vernetzung innerhalb der Kölner City mit einem Schwerpunkt im mittelfristigen Be- darfsbereich, welcher um weitere Angebote des lang- und kurzfristigen Bedarfsbereiches ergänzt wird neben oberzentraler Versorgungsfunktion auch funktionierendes und dichtes Nahversorgungsangebot aktueller Entwicklungsstand: stabil, trotz einiger Frequenzverluste und Verkaufsflächenrückgänge in den Randlagen weiterhin Einkaufsdestination Nummer 1 im südlichen Rheinland Nutzungen (abs.) 2.142 m² VKF (abs.) 350.830 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t B e z i r k s t e i l z e n t r u m N ö r d l i c h e I n n e n s t a d t , E i g e l s t e i n / N e u s s e r S t r . E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renk onz ep t Köl n 2 02 0 ")M ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !(!( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !(!(!( !(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!( !( !(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!( !( !( !(!(!(!( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !(!( !(!( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!(!( !(!(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !(!(!(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( ^_ ^_ ^_ ^_ ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 1.3 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 100 200 300 40050 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.2 Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt, Eigelstein / Neusser Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Teile der nördlichen Innenstadt*) 33.390 k. A. Stadtteil Altstadt / Nord 17.935 18.900 Stadtteil Neustadt / Nord 28.057 30.200 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Altstadt / Nord 7.148 128,3 Stadtteil Neustadt / Nord 6.687 120,0 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Agnes-, Andreas-, Eigelstein-, Gereons-, Gerichts-, Kuniberts-, Stadtgarten-, Ursula-, Villen-Viertel, Media-Park Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Norden des Stadtbezirks Innenstadt. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Nord-Süd-Achse Neusser Straße / Ebert- platz / Eigelstein auf einer Länge von rd. 1,4 km. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen bestimmt durch den Einzelhandelsbesatz entlang der Neusser Straße, dem Eigelstein sowie der Weidengasse und den angrenzenden Seitenstraßen. Eine Potenzialfläche ist aktuell nicht vorhanden. Gegenüber 2010 wurde die Abgrenzung bis auf geringfügige Anpassungen an der Ewaldistraße und Krefelder Wall beibehalten. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM), Aldi (DIS), Penny (DIS), Karadag (SM), dm (FM, 2x) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM, 2x) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe Hohe Dichte von Brautmodengeschäften (Eigelstein) und Schmuckanbietern (Weidengasse) Wochenmarkt Sudermanplatz (Dienstag / Freitag, 17 / 20 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für weite Teile der nördlichen Innenstadt mit insgesamt zehn Stadtvierteln Anzahl der Betriebe sowie Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Bezirksteil- zentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, Ergänzung um insbesondere Betriebe des langfris- tigen Bedarfs aktueller Entwicklungsstand: stabil, auch in den Nebenlagen kaum Leerstände Nutzungen (abs.) 381 m² VKF (abs.) 15.640 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t B e z i r k s t e i l z e n t r u m S ü d l i c h e I n n e n s t a d t / S e v e r i n s t r a ß e / B o n n e r S t r a ß e E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renk onz ep t Köl n 2 02 0 ")M ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( ^_^_ ^_ ^_^_ ")!( !( ^_ ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:6.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 1.4 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 100 200 300 40050 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.3 Bezirksteilzentrum Südliche Innenstadt, Severinstraße / Bonner Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (südliche Innenstadt*) 49.354 k. A. Stadtteil Altstadt / Süd 27.199 29.400 Stadtteil Neustadt / Süd 37.933 41.800 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Altstadt / Süd 6.136 110,2 Stadtteil Neustadt / Süd 6.525 117,1 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Cäcilien-, Georgs-, Kapitol-, Mauritius-, Pantaleons-, Volksgarten-, Severins-Viertel, Südstadt, GE Südstadt Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Südlich im Stadtbezirk verortet, erstreckt sich der zentrale Versorgungsbereich der Severinstraße über den Chlodwigplatz bis zur Bonner Straße zwischen der Haltestelle Severinstraße im Norden und der Bahntrasse im Süden. Darüber hinaus ist die Merowinger Straße im Westen bis hin zum Martin-Luther- Platz Teil des Zentrums. Die Abgrenzung wird im Wesentlichen von den Einzelhandelsnutzungen im Bereich der Severin-, Bon- ner bzw. Merowinger Straße bestimmt, im Umfeld ansonsten v. a. Wohnnutzungen. Eine Potenzialfläche befindet sich mit der Fläche des ehemaligen Strauss Innovation / elanza direkt am Chlodwigplatz / Karolingerring (vorderer Teil mittlerweile durch Gastronomie belegt). Gegenüber 2010 verkleinert sich der zentrale Versorgungsbereich im Bereich des Karolingerrings so- wie am Kartäuserwall aufgrund der ausschließlich ergänzenden Nutzungen (v. a. Dienstleistungen) Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM), Aldi (DIS), Netto (DIS, 2x), dm (FM, 2x), kik (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe Bunert (FG), denn’s (SM), Penny (DIS), Oxfam (FG), Reformhaus Bacher (FG), green Guerillas (FG), Okki Dokki (FG), Cake Mart (FG) Wochenmarkt Chlodwigplatz (Donnerstag, 13 Marktstände) und Severinskirchplatz (Ökomarkt, Dienstag, 3) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die südliche linksrheinische Innenstadt mit 9 Stadtvierteln Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung oberhalb der Orientierungswerte für ein BTZ Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, umfassend auch im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, mit Abwertungstendenzen am Karolingerring und Aufwertung rund um die neue Stadtbahnhaltestelle Kartäuserwall Nutzungen (abs.) 490 m² VKF (abs.) 15.660 ") ")") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!( !( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 1.5 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m D e u t z , D e u t z e r F r e i h e i t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.4 Stadtteilzentrum Deutz, Deu tzer Freiheit Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Germa- nen-Viertel, Stadtviertel Deutz, Fachhochschule Deutz, Köln-Arena) 12.561 - Stadtteil Deutz 15.283 17.600 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Deutz 6.014 108,0 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Der rechtsrheinische zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen die Nutzungen entlang der Straße Deutzer Freiheit zwischen der Mindener Straße / Siegburger Straße im Westen und Justinian- straße / Gothenring im Osten. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch die straßenbegleitenden Einzelhandelsnutzungen ent- lang der Straße Deutzer Freiheit bestimmt. In den Randbereichen des Zentrums befinden sich überwie- gend Wohnnutzungen. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 wurde die Abgrenzung mit Ausnahme der Herausnahme der Kirche St. Heribert, die sich im Randbereich befindet, nicht verändert. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM), denn’s (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Reformhaus Bacher (FG), dm (FM), Zeeman (Discounter), Euroshop (DIS), Kodi (DIS), Deutzer Fischhaus (FG), Köln Buch (FG) Wochenmarkt Deutzer Freiheit (Freitag, 11 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: Im Wesentlichen für den Stadtteil Deutz, perspektivisch aufgrund des geplanten Stadtteilzentrums Deutz, Deutzer Hafen nur noch für den nördlichen Stadtteil, darüber hinaus Mittags- pausenbedarf für Büroangestellte nahgelegener Einrichtungen (u. a. Stadtverwaltung, Versicherungen, LVR) Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung deutlich oberhalb des STZ-Orientierungswertes Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch guter Mix aus spezialisierten Fachgeschäften des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfsbereichs aktueller Entwicklungsstand: stabil, begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten aufgrund der städtebauli- chen Situation Nutzungen (abs.) 85 m² VKF (abs.) 4.370 ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !(!(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !(!( !(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !(!( !(!(!(!( !( !(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 1.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m V e n l o e r S t r a ß e , I n n e n s t a d t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:4.973 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.5 Nahversorgungszentrum Venloe r Straße, Innenstadt Zentrent yp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet* 7.998 - Stadtteil Neustadt Nord 28.057 30.200 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Neustadt Nord 6.687 120,0 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Stadtgarten-Viertel (vollständig) zzgl. Teile von Apostelviertel, Belgisches Viertel, Gereonsviertel Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage direkt angrenzend an die City-Geschäftslagen im Westen des Stadtbezirks Innenstadt. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf die Venloer Straße zwischen Frie- senplatz und Bahndamm sowie in den angrenzenden Seitenstraßen (Längenausdehnung von rd. 350 m). Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch die straßenbegleitenden Einzelhandelsnutzungen ent- lang der Venloer Straße sowie der Bismarckstraße und den angrenzenden Seitenstraßen bestimmt. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 wurde der Kreuzungsbereich Brüsseler Straße / Bismarckstraße aus der Abgrenzung herausgenommen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM), Aldi (DIS), Basic Bio (SM), Alnatura (SM), Boffi Küchen (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Schuhe (FG), Galerien (FG), Bekleidung Herren (FG), Metzgerei (FG), Blumen (FG), Fahrräder (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für das Stadtgartenviertel (vollständig) und teilweise Apostel-, Belgisches und Gereonsviertel Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung über dem Orientierungswert für ein Nahversor- gungszentrum Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich sowie ergänzender attraktiver Facheinzelhandel aktueller Entwicklungsstand: etabliertes Nahversorgungszentrum mit umfassendem Mix von Nahver- sorgungsangeboten Nutzungen (abs.) 80 m² VKF (ab.) 5.780 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !(!(!(!(!( !(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( ^_ ^_ ^_^_ ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 1.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m A a c h e n e r S t r . , I n n e n s t a d t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.6 Nahversorgungszentrum Aachener Straße, Innenstadt Zentren typ: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet* 9.713 - Stadtteil Neustadt Nord 28.057 30.200 Stadtteil Neustadt Süd 37.933 41.800 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Neustadt Nord 6.687 120,0 Stadtteil Neustadt Süd 6.525 117,1 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Teile von Apostelviertel, Belgisches Viertel, Komponisten-Viertel, Mauritius-Viertel Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Angrenzend an das Hauptgeschäftszentrum City, umfasst der zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen die Einzelhandelsnutzungen entlang der Aachener Straße zwischen der Händelstraße im Osten und der Bahntrasse im Westen und weitet sich im Bereich der Händelstraße in Richtung Süden und im Bereich der Brüsseler Straße im Norden leicht auf. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch den straßenbegleitenden Besatz entlang der Aachener Straße bestimmt, in der neben Einzelhandel v. a. auch gastronomische Nutzungen den Besatz prägen. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden, wobei im südwestlichen Bereich des Zentrums, angrenzend an die Aachener Straße, durch eine Neustrukturierung grundsätzlich Flächen zur Verfügung stehen würden. Gegenüber 2010 wurde im östlichen Bereich die Händelstraße aufgrund dort geltender B-Plan Festset- zungen sowie ein Teilabschnitt der Brüsseler Straße aus der Abgrenzung herausgenommen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), Muskelkater Sport (FM), Magazin (FG), antik acente (FG) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Luftballons (FG), Modeschmuck (FG), Getränke (FG), Betten (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Im Wesentlichen für Teile des Apostel-, Belgisches-, Komponisten-, Mauritius-Viertels Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächen über dem Orientierungswert für ein Nahversorgungszentrum, aber vergleichsweise geringe Ausstattung im kurzfristigen Bedarfsbereich Angebotsschwerpunkt größtenteils im langfristigen Bedarfsbereich, im kurzfristigen Bedarfsbereich le- diglich 21 % Verkaufsflächenanteil aktueller Entwicklungsstand: stabil, jedoch mit deutlichen Schwächen im kurzfristigen Bedarfsbereich und zunehmende Entwicklung als „Gastromeile“ Nutzungen (abs.) 92 m² VKF (abs.) 2.830 ") ")") ")") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!( !(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!(!(!(!( !(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( !( !(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( ^_ ^_ ^_ ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 1.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m Z ü l p i c h e r P l a t z / B a r b a r o s s a p l a t z Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:4.800 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 64 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.7 Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz Z entrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet* 22.426 - Stadtteil Altstadt Süd 27.999 29.400 Stadtteil Neustadt Süd 37.933 41.800 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Altstadt Süd 6.136 110,2 Stadtteil Neustadt Süd 6.525 117,1 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Rathenau-, Studenten-, Südbahnhof-, Volksgarten-Viertel (vollständig), Teile von Komponisten-, Mauritius-, Pantaleons-Viertel Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Süden des Bezirks Innenstadt, angrenzend an den Hauptgeschäftsbereich City. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf die Nutzungen um Zülpicher Platz und Barbarossaplatz sowie die verbindenden Straßen Hohenstaufenring und Roonstraße sowie Ausläu- fer der Luxemburger Straße und Neue Weyerstraße. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch die straßenbegleitenden Einzelhandelsnutzungen in der Roonstraße, Zülpicher Straße, Luxemburger Straße und dem Hohenstaufenring sowie Neue Weyer- straße bestimmt (Ausdehnung von rd. 500 m). Eine Potenzialfläche ist aktuell nicht vorhanden, wobei insbesondere im Bereich Barbarossaplatz durch Neustrukturierung älterer Gebäude grundsätzlich Möglichkeiten bestehen. Gegenüber 2010 erfolgte mit Blick auf die langfristig geplante Neuordnung des Barbarossaplatzes die geringfügige Ausweitung des Zentrums auch auf die südöstlich der Neue Weyerstraße gelegene Nut- zungen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Edeka (SM), Basic Bio (SM), Rossmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (2x SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Rewe (VM) weitere nennenswerte Betriebe: Hörgeräte (FG), asiatische Lebensmittel (FG), Bekleidung (FG), Blumen (FG), Bücher (FG), Schmuck (FG), Schuhe (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: Im Wesentlichen für Rathenau-, Studenten-, Südbahnhof- und Volksgarten-Viertel (vollständig) sowie Teile des Komponisten-, Mauritius- und Pantaleons-Viertels. Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung deutlich über dem Orientierungswert für ein NVZ Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, mehrere großflächige Magnetbetriebe vorhanden. Nutzungen (abs.) 195 m² VKF (abs.) 11.900 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( ^_^_ ^_^_ ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 1.9 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k I n n e n s t a d t Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m H o h e P f o r t e / W a i d m a r k t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 68 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.6.8 Nahversorgungszentrum Hohe Pforte / Waidmarkt Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet* 9.618 - Stadtteil Altstadt Süd 27.199 29.400 Stadtbezirk Innenstadt 126.407 137.900 Stadt Köln 1.074.286 1.144.000 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Altstadt Süd 6.136 110,2 Stadtbezirk Innenstadt 6.501 116,7 Stadt Köln 6.045 108,5 * Cäcilien-, Georgs-, Kapitol-Viertel (vollständig), Teile des Pantaleonsviertels Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Der zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen die Straße Hohe Pforte und den Waidmarkt zwischen Pipinstraße im Norden und der Georgstraße im Süden und Teile der Hohe Straße im Norden. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch die Einzelhandelsnutzungen entlang der Straße Hohe Pforte und dem Waidmarkt bestimmt. Im Umfeld des Zentrums befinden sich v. a. ergän- zende Komplementärnutzungen sowie Wohnnutzungen. Eine Potenzialfläche ist nach der Ansiedlung eines Rewe Supermarktes im Zentrum nicht mehr ver- fügbar. Gegenüber 2010 erfolgt eine Kürzung des zentralen Versorgungsbereiches im östlichen Bereich des Zentrums auf Höhe der Straße Mühlenbach sowie Georgstraße, da hier Komplementärnutzungen vor- herrschend sind (Dienstleistungen, Einrichtungen der sozialen Infrastruktur). Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Ulla Popken (FM), Stofferia (FG), TEDi (PB) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Schmuck (FG), Wäsche (FG), Spielwaren (FG), Optik (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtviertel Cäcilien-, Georgs-, Kapitolviertel (jeweils vollständig) sowie Teile des Pantaleonsviertels Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszen- trum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, jedoch auch nennenswerte Angebote im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: im südlichen Bereich mittlerweile etabliertes Nahversorgungszentrum nach erfolgreichem Wandel zu einem innerstädtischen Mischgebiet (ehemaliges Polizeipräsidium); Ent- wicklung des Standortes „ehemaliges Stadtarchiv“ weiter offen. Nutzungen (abs.) 79 m² VKF (abs.) 4.250 Stadtbezirk 2 - Rodenkirchen 2. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Die neun im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Neben den neun fortgeschriebenen zentralen Versorgungsbereichen im Bezirk Rodenkirchen wird im Kontext der Bebauung des Sürther Feldes im südlichen Bereich des Stadtteils Rodenkirchen auch das geplante Nahversorgungszentrum Michaelshoven weiterhin konzeptionell gewürdigt (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirksteilzentrum Rodenkirchen, Hauptstraße Bezirksteilzentrum Zollstock, Höninger Weg Stadtteilzentrum Bayenthal, Bonner Straße Stadtteilzentrum Bayenthal, Goltsteinstraße Nahversorgungszentrum Rondorf Nahversorgungszentrum Meschenich Nahversorgungszentrum Sürth Nahversorgungszentrum Zollstock, Vorgebirgstraße Nahversorgungszentrum Raderberg, Brühler Straße (geplantes) Nahversorgungszentrum Michaelshoven Sonderstandort Godorf Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Rodenkirchen werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. 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Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 1:35.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 2.1 0 500 1.000 1.500 2.000250 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BTZ - Bezirksteilzentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Nahversorgungszentrum geplant Versorgungsgebiet 700 Meter Radius um geplantes NVZ Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter 700 Meter Radius um die Zentren !( !( 700 Meter Radius um die Betriebe Wochenmarkt")M ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n B e z i r k s t e i l z e n t r u m R o d e n k i r c h e n , H a u p t s t r a ß e E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020 ^_ !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 2.3 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 20025 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 28 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.1 Bezirksteilzentrum Rodenkir chen, Hauptstraße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Godorf, Hahnwald, Immendorf, Meschenich, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth, Weiß) 58.091 61.200 Stadtteil Rodenkirchen 17.263 18.700 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Rodenkirchen 7.372 132,3 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zwischen Rheinpromenade und Stadtbahnhaltestelle integriert, erstreckt sich der zentrale Versor- gungsbereich auf einer Länge von ca. 650 m entlang der Hauptstraße zwischen der Einmündung Sürther Straße und der Hombergstraße sowie im Westen entlang der Maternusstraße; östlich umfasst das Zentrum die Oststraße einschließlich Spiel- und Parkplatz. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird in erster Linie durch den straßenbeglei- tenden Geschäftsbesatz entlang der Hauptstraße und der Maternusstraße bestimmt. Potenzialflächen sind durch die Möglichkeit der Zusammenlegung von Ladenlokalen zur Schaffung marktüblicher Verkaufsflächen vorhanden. Gegenüber 2010 Kürzung des Zentrums entlang der Hauptstraße im südöstlichen Bereich ab Sürther Straße und Kürzung der Ausläufer Wilhelmstraße und Brückenstraße aufgrund abnehmender Nut- zungsdichte; Entnahme des Bereiches Ringstraße aufgrund überbauter Potenzialfläche „Feuerwehr“. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² dm (FM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Rewe-Center (VM) weitere nennenswerte Betriebe EP: Badorf (FG), Bettengeschäft (FG), Spielwaren (FG), Rossmann (FM), Delikatessen (FG) Wochenmarkt Maternusplatz (Mittwoch / Samstag, 26 / 28 Stände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für die Rodenkirchener Stadtteile südlich der Autobahn A 4. Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung weit über dem Orientierungswert für ein BTZ. Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, Angebotsdefizite v. a. im mittelfristigen Bedarfsbereich. aktueller Entwicklungsstand: stabil, jedoch rückläufige Verkaufsflächenausstattung und Betriebszahl Nutzungen (abs.) 197 m² VKF (abs.) 11.360 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss 0 50 100 150 20025 Meter S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n B e z i r k s t e i l z e n t r u m Z o l l s t o c k , H ö n i n g e r W e g E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonze pt Köln 2020 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") Æ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ´ 0 50 100 150 20025 Meter Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 2.4 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.2 Bezirksteilzentrum Zolls tock, Höninger Weg Zentrentyp: H Z Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Bayenthal, Marienburg, Raderberg, Raderthal, Zoll- stock) 49.255 52.400 Stadtteil Zollstock 22.204 24.600 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Zollstock 5.713 102,6 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Zollstock entlang des Höninger Weges. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen entlang des Höninger Weges zwischen Sibille-Hartmann-Straße und Kreuzungsbereiche Höninger Weg / Bernkasteler Straße, nördlich des Zollstockgürtels, mit Ausläufern in den kreuzenden Gottesweg, auf einer Länge von ca. 630 m. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird vorwiegend durch den straßenbegleitenden Geschäftsbesatz entlang des Höninger Weges sowie des Gottesweges bestimmt. Potenzialflächen sind v. a. im südlichen Bereich des Bezirksteilzentrums zwischen Gottesweg und Bernkasteler Straße vorhanden; Flächen werden überwiegend für Pkw-bezogenes Gewerbe genutzt. Gegenüber 2010 Herausnahme von Wohnbebauung im nördlichen Bereich sowie Kürzung der Ausläu- fer in den Gottesweg und in den Zollstocksweg im Osten aufgrund fehlender Nutzungen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Lidl (DIS), T€di (PB), dm (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Muskelkatersport (FM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe Kodi (DIS), Zeeman (DIS), kik (DIS), Quickschuh (FM), Spielwaren (FG) Wochenmarkt Höninger Weg (Donnerstag, 7 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für die Rodenkirchener Stadtteile nördlich der Autobahn A 4. Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung: Betriebsanzahl entspricht dem Orientierungswert, Verkaufsflächenausstattung liegt leicht unterhalb des Orientierungswertes für ein BTZ. Angebotsschwerpunkte: kurz- und langfristiger Bedarf, Angebotsdefizite im mittelfristigen Angebot aktueller Entwicklungsstand: stabil, abnehmende Nutzungsdichte und Zunahme an Mindernutzungen in den Randlagen. Nutzungen (abs.) 121 m² VKF (abs.) 6.635 ^_^_ ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ")Æ")Æ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.5 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B a y e n t h a l , B o n n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 40 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.3 Stadtteilzentrum Bayenthal, Bonner Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Raderthal, Raderberg) 10.904 11.100 Stadtteil Bayenthal 9.527 9.800 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Bayenthal 6.972 125,2 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage auf der Stadtteilgrenze von Raderberg und Bayenthal, im Norden des Bezirks. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Bonner Straße von der Einmündung Sechtemer Straße bis zum Mathiaskirchplatz auf einer Länge von rd. 500 m, wobei auf der westlichen Straßenseite der Bonner Straße auch die südlich davon befindlichen Einzelhandelsbe- triebe einbezogen werden. Darüber hinaus Ausläufer in die Schönhauser Straße im Nordosten sowie in die Brühler Straße im Westen und Einbeziehung der Großmarkthalle und der südlich angrenzenden Nutzungen im Nordwesten. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird durch den Geschäftsbesatz entlang der Bonner Straße sowie durch die Anbieter in der Schönhauser Straße bestimmt. Eine großflächige Potenzialfläche stellt, nach Verlagerung des Großmarktes, die Großmarkthalle dar; zusätzlich können Flächen für klein- und mittelflächige Ladenlokale durch Umstrukturierungen des Ge- bäudebestandes im Stadtteilzentrum geschaffen werden. Gegenüber 2010 Verkürzung im Süden und der Ausläufer in die Schönhauser Straße bzw. Brühler Straße aufgrund fehlender Einzelhandelsnutzungen sowie Hinzunahme des Großmarktareals. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Aldi (DIS), dm (FM), T€di (DIS), Temma (SM), Kult Living (FM) 800 bis unter 1.500 m² Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (VM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Bike Perfect (FG), Zeeman (FM), Matratzen Concord (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtteile Raderthal und Raderberg Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert, Verkaufsflächenausstattung mehr als dreimal so hoch wie der Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarf, darüber hinaus auch Angebote im langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, geringes Angebot im mittelfristigen Bedarfsbereich. Nutzungen (abs.) 68 m² VKF (abs.) 8.720 ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !(!( !(!( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B a y e n t h a l , G o l t s t e i n s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.4 Stadtteilzentrum Bayenthal, Goltsteinstraße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Bayenthal, Marienburg) 16.147 16.700 Stadtteil Bayenthal 9.527 9.800 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Bayenthal 6.972 125,2 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Bayenthal, entlang der Goltsteinstraße, zwischen Koblenzer Straße im Nor- den und Cäsarstraße im Süden, auf einer Länge von rd. 550 m. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Goltsteinstraße und umfasst die dortigen Nutzungen inklusive des GoltsteinForums im Süden des Zentrums. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Goltsteinstraße sowie des GoltsteinForums bestimmt. Aufgrund der städtebaulichen Struktur sind Potenzialflächen nur in geringem Maße für klein- und mit- telflächige Betriebe in bestehenden Leerständen sowie durch Zusammenlegungen vorhanden. Gegenüber 2010 nur geringfügige Veränderungen der Abgrenzung im Verlauf der rückwärtigen Parzel- lengrenzen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Alnatura (SM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Penny (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: dm (FM), Optiker (FG), Damenmode (FG), Buchhandlung (FG), Spielwaren (FG), italienische Feinkost (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im kurzfristigen Bedarfsbereich für die Stadtteile Bayenthal und Marienburg. Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche: deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteil- zentrum. Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, auch umfassendes Angebot im langfristigen Bedarf. aktueller Entwicklungsstand: stabil, geringes Angebot im mittelfristigen Bedarfsbereich Nutzungen (abs.) 98 m² VKF (abs.) 4.415 ^_ ^_ !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m R o n d o r f Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:4.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 48 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.5 Nahversorgungszentrum Rondorf Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Rondorf) 9.593 10.300 Stadtteil Rondorf 9.593 10.300 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Rondorf 121,0 6.742 Stadtbezirk Rodenkirchen 116,3 6.479 Stadt Köln 108,5 6.045 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Stadtteil Rondorf entlang der Rondorfer Hauptstraße / Rodenkirchener Straße. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 550 m Länge entlang der Rondorfer Hauptstraße / Rodenkirchener Straße, von der Einmündung Bussardstraße inkl. angrenzender Nutzungen bis zum Einmündungsbereich Kapellenstraße und kurzem Ausläufer in die Kapellenstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Rondorfer Hauptstraße / Rodenkirchener Straße bestimmt. Potenzialflächen befinden im rückwärtigen Bereich der Rondorfer Hauptstraße, zwischen Am Höfchen und Kapellenstraße (Neubaugebiet Rondorf Nordwest), unter Einbeziehung des künftigen Dorfplatzes. Gegenüber 2010 geringe Kürzung des Zentrums in nordöstlicher Richtung, da der Bereich nur durch Wohnnutzung geprägt ist. Daneben Herausnahme des ehemaligen Potenzialstandortes im rückwärtigen Bereich des Netto Lebensmitteldiscounters aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeit sowie Kürzung im Südwesten, da dort nur Dienstleistungsnutzungen vorhanden sind. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Schreib- und Papierwaren (FG), Augenoptik (FG), Apotheke (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Rondorf. Betriebsanzahl oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszentrum, Gesamtverkaufsflä- che entspricht dem Orientierungswert. Angebotsschwerpunkt: nahezu ausschließlich im kurzfristiger Bedarf. aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, jedoch geringes qualitatives und quantitatives Angebot Nutzungen (abs.) 33 m² VKF (abs.) 1.085 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m M e s c h e n i c h Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:4.000 bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 52 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.6 Nahversorgungszentrum Meschenich Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Meschenich) 7.828 8.200 Stadtteil Meschenich 7.828 8.200 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Meschenich 92,7 5.162 Stadtbezirk Rodenkirchen 116,3 6.479 Stadt Köln 108,5 6.045 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Meschenich an der Ortsdurchfahrt Brühler Landstraße. Das Zentrum erstreckt sich auf einer Länge von rd. 600 m zwischen der Einmündung Auf dem Rosen- hügel / Am Magerhof im Süden sowie dem Kreuzungsbereich Am Kölnberg im Norden, entlang der Brühler Landstraße und umfasst zudem Teile der Wohnsiedlung „Auf dem Kölnberg“. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch die Nutzungen entlang der Brühler Landstraße, der Schulstraße sowie den Bereich der Wohnsiedlung bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich nordwestlich der Kreuzung Am Kölnberg / Brühler Landstraße. Gegenüber 2010 entfallen im Wesentlichen der Bereich im Osten entlang der Alte Kölnstraße sowie im Westen an der Blasiusstraße, da hier lediglich Wohnnutzungen vorhanden sind. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Aldi (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: türkischer Lebensmittelmarkt (SM), Damenmodegeschäft (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im kurzfristigen Bedarfsbereich im Wesentlichem für den Stadtteil Meschenich Anzahl der Einzelhandelsnutzungen und Gesamtverkaufsfläche liegen über den Orientierungswerten für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarf, darüber hinaus weist das Nahversorgungszentrum auch Angebote im mittel- und langfristigen Bedarf auf. aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, trotz positivem Verkaufsflächenwachstum Trading-Down- Tendenzen erkennbar, geringes Angebot im mittelfristigen Bedarfsbereich Nutzungen (abs.) 38 m² VKF (abs.) 2.165 ")M^_ ^_ !( !( !( !( !( !( ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.9 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m S ü r t h Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 56 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.7 Nahversorgungszentrum Sürth Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Sürth) 10.816 11.000 Stadtteil Sürth 10.816 11.000 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Sürth 6.461 116,0 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Süden des Stadtteils Sürth. Das Zentrum erstreckt sich entlang der Falderstraße, zwischen Bahnhofstraße im Norden und Sürther Hauptstraße im Südosten, mit Ausläufern in die Sürther Hauptstraße bis kurz vor Im Brunnenhof im Os- ten und einschließlich Marktplatz im Westen. Die max. Ausdehnung entlang der Falderstraße beträgt rd. 370 m. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird durch den Geschäftsbesatz in der Sürther Hauptstraße, der Falderstraße sowie die Stadtbahnhaltestelle inkl. Edeka-Markt bestimmt. Schaffung von Potenzialflächen durch Zusammenlegung kleinflächiger Ladeneinheiten sowie durch Überplanung von Teilen des P+R-Parkplatzes ohne Wegfall von Stellplätzen an der Stadtbahnhalte- stelle. Gegenüber 2010 werden die Ausläufer in die Sürther Hauptstraße sowie im Süden des Zentrums auf- grund des Fehlens von Einzelhandels- oder sonstigen ergänzenden Nutzungen leicht verkürzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Edeka (SM), Kodi (FM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Bücher (FG), Möbel (FG), Gewürze (FG) Wochenmarkt Sürther Hauptstraße (Freitag, 12 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im kurzfristigen Bedarfsbereich im Wesentlichem für den Stadtteil Sürth Anzahl der Betriebe und Gesamtverkaufsfläche liegen oberhalb des Orientierungswertes für ein Nah- versorgungszentrum. Angebotsschwerpunkt: v. a. im kurzfristigen sowie im langfristigen Bedarfsbereich. aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, Edeka als einziger Magnetbetrieb mit durchschnittlichem Marktauftritt und geringer Verkaufsfläche Nutzungen (abs.) 56 m² VKF (abs.) 1.770 ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( ") ") ")")") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.10 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m Z o l l s t o c k , Vo r g e b i r g s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 60 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.8 Nahversorgungszentrum Zollstock, Vorgebirgstraße Zentrent yp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet Stadtvier- tel Siedlung Zollstock, Vor- gebirgspark, Zollstock, Zoll- stock-Nord) 15.109 - Stadtteil Zollstock 22.204 24.600 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Zollstock 5.713 102,6 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Zollstock. Das Zentrum umfasst die Zollstock-Arkaden, mit viergeschossiger Blockbebauungen zwischen Vorge- birgstraße und Bremsstraße nahe Herthastraße, die die Begrenzung des zentralen Versorgungsberei- ches bestimmen. Die Abgrenzung des Nahversorgungszentrums bezieht sich auf die Abgrenzungen der Zollstock- Arkaden im Baublock und beinhaltet aufgrund fehlender Nutzungen keine umliegenden Bereiche. Potenzialflächen zu benennen ist aufgrund der Konzentration des Zentrums auf den Baublock nicht möglich. Gegenüber 2010 keine Änderungen an der Abgrenzung. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe-City (SM), Rossmann (FM), Deichmann (FM), 800 bis unter 1.500 m² Aldi (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Apotheke (FG), Hörgeräte Lorsbach (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im kurzfristigen Bedarfsbereich im Wesentlichen für die Stadtviertel Siedlung Zoll- stock, Vorgebirgspark, Zollstock und Zollstock-Nord im Stadtteil Zollstock. Anzahl der Betriebe entspricht Orientierungswert, Gesamtverkaufsfläche liegt deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen, jedoch auch Angebote im mittel- und langfristigen Bedarfsbe- reich. aktueller Entwicklungsstand: stabil, trotz einiger Leerstände gute Angebotsausstattung Nutzungen (abs.) 19 m² VKF (abs.) 2.860 ^_^_ ^_ ^_ !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") Æ") Æ") Æ") Æ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 2.11 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k R o d e n k i r c h e n Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m R a d e r b e r g , B r ü h l e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 64 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 2.6.9 Nahversorgungszentrum Raderberg, Brühler Straße Zentrent yp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Raderberg, Rhein- steinstraße) 6.012 - Stadtteil Raderberg 6.199 6.100 Stadtbezirk Rodenkirchen 107.346 113.600 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Raderberg 5.555 99,7 Stadtbezirk Rodenkirchen 6.479 116,3 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Raderberg. Das Zentrum erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Brühler Straße, zwischen den Einmündungen Raderthalgürtel / Raderberggürtel und Gerhard-vom-Rath-Straße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den vorhandenen Geschäftsbesatz in der Brühler Straße bestimmt. Weitere Bereiche werden aufgrund zunehmender Wohnnutzung nicht miteinbezogen. Im Südwesten des Zentrums befindet sich jenseits der Radeberger Straße, westlich des Lidl Lebensmit- teldiscounters eine Potenzialfläche. Gegenüber 2010 nur leichte Veränderung der Abgrenzung; es entfallen Bereiche, die ausschließlich durch Wohnnutzung geprägt sind (Ausläufer in die Annastraße). Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Lidl (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Metzgerei (FG), Bäckerei (FG), TV-HiFi-Video (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: kurzfristiger Bedarfsbereich für die Stadtviertel Raderberg und Rheinsteinstraße. Anzahl der Einzelhandelsbetriebe entspricht dem Orientierungswert für ein NVZ: die Gesamtverkaufs- fläche liegt leicht unterhalb des festgesetzten Orientierungswertes. Angebotsschwerpunkt: im Wesentlichen im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: instabil, deutlich zu geringe Ausstattung Nutzungen (abs.) 28 m² VKF (abs.) 800 Stadtbezirk 3 - Lindenthal 3. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Die sieben im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Zusätzlich wird die im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesene Nahversorgungslage Junkersdorf, Kirchweg aufgrund der dort vorgehaltenen Nahversorgungsstrukturen im Rahmen der Fortschreibung als Nahversorgungszentrum hochgestuft bzw. neu ausgewiesen. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Das im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesene geplante Nahversorgungszentrum Junkersdorf / Müngersdorf an dem ehemaligen RTL Standort an der Aachener Straße wird aufgrund einer inzwischen anders gelagerten funktionalen Inwertsetzung des Standortbereiches konzeptionell nicht weiter berücksichtigt (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirksteilzentrum Lindenthal, Dürener Straße Bezirksteilzentrum Sülz/Klettenberg Bezirksteilzentrum Weiden, Aachener Straße Stadtteilzentrum Braunsfeld, Aachener Straße Stadtteilzentrum Sülz, Zülpicher Straße Nahversorgungszentrum Lindenthal, Lindenthalgürtel Nahversorgungszentrum Lövenich, Brauweiler Straße Nahversorgungslage Junkersdorf, Kirchweg Nahversorgungszentrum Sonderstandort Marsdorf Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Lindenthal werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. ")M ") M ") M") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( #* !( ") ") !( !( ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(") !( !( #* !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") #* !( !( !( !( #* BTZ Sülz / Klettenberg STZ Braunsfeld, Aachener Str. BTZ Lindenthal, Dürener Str. BTZ Weiden, Aachener Str. STZ Sülz, Zülpicher Str. NVZ Lövenich, Brauweilerstr. NVL Widdersdorf, Hauptstr. NVZ Junkersdorf, Kirchweg NVZ Lindenthal, Lindenthalgürtel NVL Sülz, Hermeskeiler Platz Sonderstandort Marsdorf Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 1:36.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 3.1 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500250 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Ze n tre n ko n ze p t Kö ln 2 0 20S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BTZ - Bezirksteilzentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln NVL - Nahversorgungslage 700 Meter Radius um die Zentren 700 Meter Radius um die Betriebe !( Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter !( Wochenmarkt")M ^_ ^_^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ !(!( !(!(!( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")")") ")") ") ") ")") ") ") ")")")") ") ") ") ") ") ")")") ")")") ")")") ") ") ")") ")") ")") ") ")") ")")") ") ") ")") ")") ")") ") ")") ") ")")") ")")") ") ")") ")") ") ")") ")") ")") ")") ")")")") ")")") ") ") ") ") ")") ")") ")")")")") ") ")") ")") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")")") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") !(!( !( !(!(!( !(!( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !(!( !(!( !(!( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!( Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Nutzungsstruktur Karte: 3.3 Erdgeschoss S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH B e z i r k s t e i l z e n t r u m L i n d e n t h a l , D ü r e n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept K öln 2020 0 50 100 150 20025 Meter 1:4.500 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.1 Bezirksteilzentrum Lindenthal, Dürener Straße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Lindenthal, Braunsfeld) 41.728 45.300 Stadtteil Lindenthal 30.085 32.800 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Lindenthal 7.268 130,5 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Osten des Stadtteils Lindenthal. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst v. a. die Nutzungen entlang der Dürener Straße zwischen der Universitätsstraße im Osten und dem Lindenthalgürtel im Westen. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch die Nutzungs- dichte entlang der Dürener Straße bestimmt. In den Seitenstraßen befindet sich kein Einzelhandel und die Wohnnutzung überwiegt, sodass diese nicht dem zentralen Versorgungsbereich zugeordnet wer- den. Gegenüber 2010 Verkürzung des Zentrums am östlichen Ende im Bereich der Universitätsstraße auf- grund des auslaufenden Einzelhandelsbesatzes, sodass das Zentrum heute eine West-Ost- Ausdehnung von ca. 1,2 km aufweist. Herausnahme der Dienstleistungen entlang des Lindenthalgürtels am westlichen Ende und der ehem. Potenzialfläche nördlich der Uhlandstraße, da diese mittlerweile mit einem Wohngebäude bebaut ist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Aldi (DIS), Rewe (SM), denn’s Biomarkt (SM), dm (FM), Rossmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM), Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe Wein (FG), Metzgerei (FG) Bücher (FG), Schreib- und Papierwaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Braunsfeld und Lindenthal Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein BTZ Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, gutes Angebot im mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, mehrere Magnetbetriebe im Zentrum vorhanden Nutzungen (abs.) 234 m² VKF (abs.) 10.675 ^_ ^_^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ")")") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!( !(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !( !(!( !( !(!(!( !( !(!( !(!( !(!(!(!( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!( !(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!( !(!(!(!( !(!( !(!(!( !(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!( !( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!(!( !(!( !( !(!(!( !(!(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !(!( !(!( !(!(!( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!( !(!( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!( !(!(!( !( !(!( !(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !(!( !(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !(!(!( !(!( !(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !( !(!(!( !( !(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!(!( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!( !( !(!( !(!( !(!( !(!(!( !(!( !( !(!(!(!(!( !( !(!( !(!( !( !(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!( !(!(!( !(!( !(!( !(!(!( !( !( !(!(!(!(!( !(!(!( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( Æ") !( !( !( !( !( !( Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Nutzungsstruktur Karte: 3.4 Erdgeschoss S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH B e z i r k s t e i l z e n t r u m S ü l z / K l e t t e n b e r g Regionalexpress/-bahn - Haltestelle E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020 0 50 100 150 20025 Meter 1:5.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 32 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.2 Bezirksteilzentrum Sülz / Klettenberg Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Klettenberg, Sülz) 46.596 51.400 Stadtteil Sülz 36.068 39.600 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Sülz 6.596 118,4 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum befindet sich im Osten des Stadtteils Sülz sowie im Norden des Stadtteils Klettenberg. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Luxemburger Straße zwischen der Brei- bergstraße und der Wittekindstraße, der Sülzburgstraße / Gottesweg zwischen der Berrenrather Straße und der Aegidienberger Straße sowie entlang der Berrenrather Straße zwischen der Kyllburger Straße und Weyertal / Arnulfstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird durch den straßenbegleitenden Ge- schäftsbesatz entlang der Luxemburger Straße, der Sülzburgstraße / Gottesweg und der Berrenrather Straße bestimmt. In den Randbereichen nehmen der Anteil der Einzelhandelsnutzungen ab und der Wohnnutzungen und ergänzenden Komplementärnutzungen zu. Gegenüber 2010 erfolgt eine Kürzung des Zentrums im südlichen und nördlichen Bereich der Luxem- burger Straße aufgrund der geringen Prägung durch Einzelhandel sowie des fehlenden räumlichen und funktionalen Zusammenhangs mit dem Kernbereich des Zentrums (Sülzburgstraße / Berrenrather Stra- ße). Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM), Alnatura (SM), dm (FM) 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM), Aldi (DIS), Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Metzgerei (FG), Naturata (FG), Rossmann (FM), Douglas (FG), zoo- logischer Bedarf (FG), Bücher (FG), darunter Mayersche Buchhand- lung Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für die Stadtteile Klettenberg und Sülz Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich über dem Orientierungswert für ein Bezirksteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch ein gutes Angebot im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, gute und vielseitige Ausstattung Nutzungen (abs.) 341 m² VKF (abs.) 11.340 !( !( !( !( !( !( !( !( !( ^_ ^_ ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !(!( !( !(!( !(!( !(!(!( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !(!(!(!(!( Æ") !( !( Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Nutzungsstruktur Karte: 3.5 Erdgeschoss S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH B e z i r k s t e i l z e n t r u m W e i d e n , A a c h e n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle E i n z e l h a n d e l s - u n d Ze n tr e nk o nze p t K öln 2 0 2 0 0 50 100 150 20025 Meter 1:3.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 288 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.3 Bezirksteilzentrum Weiden , Aachener Straße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Müngersdorf, Junkersdorf, Weiden, Lövenich, Widdersdorf) 61.334 64.800 Stadtteil Weiden 17.189 17.700 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Weiden 6.776 121,6 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum befindet sich im Westen des Stadtbezirks Lindenthal. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Aachener Straße zwischen der Einmündung Bunzlauer Straße und Berliner Straße mit einer Ost-West-Ausdehnung von rd. 500 m und umfasst dabei im Wesentlichen das Einkaufszentrum Rhein-Center. Eine Potenzialfläche besteht im westlichen Bereich des Zentrums im Kreuzungsbereich Berliner Stra- ße / Aachener Straße. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich sowohl im Osten als auch im Westen leicht gekürzt, da hier die Einzelhandelsdichte stark abnimmt und der Anteil der ergänzenden Komplemen- tärnutzungen (v. a. Dienstleistung, Gastronomie) sowie der Anteil der Wohnnutzungen zunimmt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Deichmann (FM), Hollister (FM), Apple Store (FM), My Toys (FM), Jack & Jones / Vero Moda (FM), Esprit (FM), Xenos (FM), dm (FM), Netto (DIS), New Yorker (FM) 800 bis unter 1.500 m² Ansons (FM), Intersport (FM), Thalia (FM), Zara (FG), Rewe (SM), C&A (FG), H&M (FM), P&C (KH), Saturn (FM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Kaufhof (WH) weitere nennenswerte Betriebe: Reformwaren (FG), nahkauf (SM), Wein (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für die Stadtteile Müngersdorf, Junkersdorf, Weiden, Lövenich und Widders- dorf Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein BTZ Angebotsschwerpunkt: mittelfristiger Bedarfsbereich, v. a. im Sortiment Bekleidung, Schuhe, gefolgt vom langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: hohe Ausstattung, stabil Nutzungen (abs.) 218 m² VKF (abs.) 40.325 !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !( ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")")") ") ") ") ") ")") ")")") ") ") ")")") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ")")") ") ") ") !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!(!(!(!( !( !( !( !(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !(!( !(!( !(!(!(!( !(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!( !(!( !( !( !( !( Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 3.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B r a u n s f e l d , A a c h e n e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") ^_ Leerstand 0 100 200 30050 Meter 1:7.500 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.4 Stadtteilzentrum Braunsfeld, Aachener Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Braunsfeld, Stadtviertel Alt-Müngersdorf, GE Mün- gersdorf) 18.201 - Stadtteil Braunsfeld 11.643 12.500 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Braunsfeld 7.058 126,7 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentral im Stadtteil verortet erstreckt sich der zentrale Versorgungsbereich entlang der Aachener Stra- ße zwischen der Hültzstraße im Osten und der Eupener Straße im Westen. Auf Höhe des Maarweges weitet sich der zentrale Versorgungsbereich auf und umfasst auch Bereich der Scheidtweilerstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz entlang der Aachener Straße bestimmt. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich im Osten auf der Südseite der Aachener Stra- ße leicht verkürzt, da im Kreuzungsbereich Stadtwaldgürtel / Melatengürtel kaum noch Einzelhandels- betriebe verortet sind. Auch nördlich der Scheidtweilerstraße wird das Zentrum räumlich leicht einge- kürzt, da hier der Anbieter SB-Möbel Boss nicht mehr am Standort ansässig ist und die gesamte Fläche mit Wohnnutzungen überbaut wurde. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Temma (SM), HIT Getränkemarkt (FM), Alma Küchen (FM), Schäfer Shop (FG), Vianden Die Einrichtung (FG) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² HIT (SBW) weitere nennenswerte Betriebe: Reformwaren (FG), Feinkost (FG), Metzgerei (FG), Fischgeschäft (FG), zoologischer Bedarf (FG) Wochenmarkt Aachener Straße 460 / Peter-von-Fliesteden-Straße (Mittwoch / Samstag, 4 / 20 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Braunsfeld sowie für die Stadtviertel Alt- Müngersdorf und GE-Müngersdorf Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung deutlich oberhalb des STZ-Orientierungswertes Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch Angebote im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: hohe Ausstattung, breite Angebotsstruktur im kurzfristigen Bedarf Nutzungen (abs.) 177 m² VKF (ab.) 11.775 !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!(!(!( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(!( !(!( !(!(!(!(!( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!(!( !(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !(!( !( !( !(!(!( !(!(!( !( !(!(!(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !(!(!(!(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!( !(!(!( !( !( !(!( !(!(!(!( !( !(!( !( !(!( !( !(!( !(!(!( !( !( !(!( !(!( !(!(!(!( !( !( !(!(!(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!( !(!( !(!( !(!( !( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 3.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m S ü l z , Z ü l p i c h e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") ^_ Leerstand 0 50 100 150 20025 Meter 1:5.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 48 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.5 Stadtteilzentrum Sülz, Zül picher Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Sülz, Uni- Center, Uni-Viertel) 24.165 - Stadtteil Sülz 36.068 39.600 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Sülz 6.596 118,4 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum befindet sich am nördlichen Rand des Stadtteils Sülz an der Grenze zum Stadtteil Lin- denthal. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Zülpicher Straße zwischen Weyertal im Nordosten und der Sülzburgstraße im Südwesten. Die Begrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz entlang der Zülpicher Straße bestimmt. In den Seitenstraßen nimmt die Nutzungsdichte im Einzelhandel stark ab, sodass diese nicht dem zentralen Versorgungsbereich zuge- rechnet werden. Gegenüber 2010 erfolgt eine leichte Verkleinerung des Zentrums am nordöstlichen Ende. Hier befinden sich keine Einzelhandelsnutzungen; der Bereich wird v. a. durch die hier ansässige Berufsschule ge- prägt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Lidl (DIS), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Matratzen Concord (FG), Obst- und Gemüse (FG), Patte Vügel Em Veedel (FG), Brautmoden (FG), Fahrräder (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Sülz, Uni-Center und Uni-Viertel Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: zum Teil qualitative Defizite, noch stabil Nutzungen (abs.) 115 m² VKF (ab.) 3.120 ^_^_ ^_ ^_^_ ^_ !(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( "/! !( !( "/! !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 3.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m L i n d e n t h a l , L i n d e n t h a l g ü r t e l Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") ^_ Leerstand 0 50 100 150 20025 Meter 1:3.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 52 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.6 Nahversorgungszentrum Lindenthal, Lindenthalgürtel Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Neu-Lin- denthal, Teile des Stadt- viertels Alt-Lindenthal) 9.810 - Stadtteil Lindenthal 30.085 32.800 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Lindenthal 7.268 130,5 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Lindenthal. Das Zentrum erstreckt sich entlang des Lindenthalgürtels, etwa zwischen der Einmündung Bachemer Straße im Norden und der Gleueler Straße im Süden. Das Zentrum weitet sich entlang der Gleueler Straße leicht in Richtung Westen auf und umfasst hier den ansässigen nah & frisch Supermarkt. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang des Lindenthalgürtels bestimmt. Potenzialflächen bestehen zum einen zwischen der Franzstraße und der Scheffelstraße auf der westli- chen Straßenseite sowie zwischen der Franzstraße und der Herderstraße auf der östlichen Straßensei- te des Lindenthalgürtels im Blockinnenbereich. Gegenüber 2010 umfasst der zentrale Versorgungsbereich nicht mehr die Nutzungen südlich der Kir- che. Hier dominieren fast ausschließlich ergänzende Komplementärnutzungen und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: nah & frisch (SM), Spielwaren (FG), Fahrräder (FG) Wochenmarkt Lindenthalgürtel / Gleueler Straße (Freitag, findet zur Zeit nicht statt) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für das Stadtviertel Neu-Lindenthal sowie Teile des Stadtviertels Alt-Lindenthal Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszent- rum Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich, rudimentäres Angebot im mittelfristigen und gutes Angebot im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, aber unterdurchschnittlicher Marktauftritt des Magnetbetriebes Nutzungen (abs.) 70 m² VKF (abs.) 1.740 !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( Æ") Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Nahversorgungslage 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 3.9 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m J u n k e r s d o r f , K i r c h w e g Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") ^_ Leerstand 0 50 100 150 20025 Meter 1:3.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 56 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.7 Nahversorgungszentrum Junkersdorf, Kirchweg Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteile Müngersdorf, Junkersdorf) 22.966 23.600 Stadtteil Junkersdorf 14.344 14.400 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Junkersdorf 7.714 138,5 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage innerhalb der beiden Stadtteile Müngersdorf und Junkersdorf. Das Zentrum erstreckt sich entlang des Kirchwegs, etwa zwischen der Einmündung Am Weidenpesch / Kölner Weg im Südwesten und der Birkenallee im Nordosten. Südwestlich der Einmündung Am Wei- denpesch befindet sich der strukturprägende Rewe Supermarkt, der ebenfalls zum Zentrum gehört. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang des Kirchwegs bestimmt, zwischen Rewe im Südwesten und Birkenallee im Nordosten. Potenzialflächen sind im zentralen Versorgungsbereich oder angrenzenden Bereichen nicht vorhan- den. Gegenüber 2010 wird der Bereich als zentraler Versorgungsbereich neu abgegrenzt (2010: Nahversor- gungslage). Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Drogeriewaren (FG), Blumen (FG), Hausrat / Glas / Porzellan (FG), Fahrräder (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Müngersdorf und Junkersdorf Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche entsprechen dem Orientierungswert für ein Nahversorgungs- zentrum Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich, ergänzt um zwei Betriebe im langfristigen Be- darfsbereich aktueller Entwicklungsstand: instabil, mit nur einem kleinflächigen Magnetbetrieb Nutzungen (abs.) 26 m² VKF (abs.) 1.740 !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 3.10 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k L i n d e n t h a l Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m L ö v e n i c h , B r a u w e i l e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") ^_ Leerstand 0 50 100 150 20025 Meter 1:3.000 ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 60 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.8 Nahversorgungszentrum Lövenich, Brauweiler Straße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Lövenich) 9.043 9.900 Stadtteil Lövenich 9.043 9.900 Stadtbezirk Lindenthal 149.658 161.500 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Lövenich 7.548 135,5 Stadtbezirk Lindenthal 6.948 124,7 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Zentrum des Stadtteils Lövenich. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Brauweiler Straße, etwa zwischen der Ein- mündung Moltkestraße im Süden und der Karl-Kaulen-Straße / Zaunstraße im Norden. Das Zentrum erstreckt sich im östlichen Bereich entlang der Kölner Straße bis kurz vor dem Biberweg. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz in der Brauweiler Straße bestimmt. Darüber hinaus umfasst das Zentrum Teile der Kölner Straße bis einschließlich des Rewe Vollsortimenters. Gegenüber 2010 erfolgt eine engere Abgrenzung im südlichen Bereich der Brauweiler Straße auf Höhe des Kreuzungsbereiches Moltkestraße, da dieser Bereich ausschließlich durch ergänzende Komple- mentärnutzungen und Wohnen geprägt wird. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (VM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Elektrowaren (FG), Sportbekleidung (FG), Antiquitäten (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Lövenich Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert für ein Nahversorgungszentrum, die Verkaufsflä- che liegt oberhalb des Orientierungswertes Angebotsschwerpunkt: nahezu ausschließlich im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: grundsätzlich stabil, ein Magnetbetrieb vorhanden Nutzungen (abs.) 28 m² VKF (abs.) 1.915 64 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.9 Nahversorgungslage Sülz, H ermeskeiler Platz Zentrentyp: N VL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Sülz 36.068 39.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Sülz 6.596 118,4 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 11 100 620 100 + 1 + 170 kurzfristiger Bedarf insgesamt 6 55 485 78 + 1 + 135 mittelfristiger Bedarf insgesamt 2 18 * * + / - 0 * langfristiger Bedarf insgesamt 3 27 * * + / - 0 * Karte 3.11: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Sülz, Hermeskei ler Platz Charakteristik In der Nahversorgungslage befinden sich insgesamt elf Einzelhandelsbetriebe, wobei der Angebots- schwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich liegt. Hier ist neben dem Rewe Supermarkt auf zwei Bä- ckereien, einen Kiosk, eine Apotheke und einen Floristen hinzuweisen. Im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich befinden sich im Zentrum Anbieter aus den Bereichen Bücher, Bekleidung, Kunst, Fahrräder und Bau- und Heimwerkerbedarf. Komplementärnutzungen: 16 Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Dienstleistungen, Friseure, Immobilienberatung, Schneiderei, Reinigung), eine Pizzeria sowie zwei Leerstände. Insgesamt liegt die Verkaufsflächenausstattung deutlich unterhalb des Orientierungswertes für ein Nah- versorgungszentrum. Aufgrund der vorhandenen Baustrukturen und der fehlenden Potenzialflächen be- stehen keine Möglichkeiten zum Ausbau und zur Ertüchtigung zu einem funktionierenden zentralen Versorgungsbereich; folglich wird der Standortbereich als Nahversorgungslage fortgeschrieben. Stadtentwicklung Köln 65 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 3 Stadtbezirk Lindenthal 3.6.10 Nahversorgungslage Widdersdorf, Hauptstraße Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Widdersdorf 12.136 13.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Widdersdorf 6.102 109,5 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 15 100 1.100 100 + / - 0 - 435 kurzfristiger Bedarf insgesamt 10 67 840 76 - 2 - 550 mittelfristiger Bedarf insgesamt 2 13 * 7 - 1 * langfristiger Bedarf insgesamt 3 20 * 17 + 3 * Karte 3.12: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Widdersdorf, Ha uptstraße Charakteristik In der Nahversorgungslage befinden sich mit Ausnahme einer Buchhandlung, eines Sanitätshauses und drei Fachgeschäften im Einrichtungsbedarf ausschließlich Anbieter des kurzfristigen Bedarfsbe- reichs. Hier ist auf verschiedene kleinteilige nahversorgungsrelevante Anbieter (Bäckereien, Metzgerei, Apotheke, Blumen) hinzuweisen. Die Fläche des ehemaligen Penny-Marktes wird durch den italieni- schen Supermarkt Parma-Delikatessen nachgenutzt. Komplementärnutzungen: 21 Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Dienstleistungen, Bank, Reisebüro), fünf Gastronomiebetriebe (Café, Kneipe, Restaurant, Imbisse). Am südlichen Ortsrand befindet sich eine Einzelhandelsagglomeration, u. a. bestehend aus einem Ede- ka-Center, Aldi und dm, sodass aufgrund dieser Wettbewerbssituation kaum Möglichkeiten Ertüchtigung des Ortskerns zu einem funktionierenden zentralen Versorgungsbereich zu erwarten ist. Demnach wird der Bereich weiterhin als Nahversorgungslage eingestuft. Stadtbezirk 4 - Ehrenfeld 4. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Die sieben im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 weitestgehend fortgeschrieben werden. Während das im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesene Nahversorgungszentrum Ossendorf nicht mehr die Kriterien an einen zentralen Versorgungsbereich erfüllt und folglich im Rahmen der Fortschreibung zur Nahversorgungslage herabgestuft wird, werden die beiden im Jahr 2013 ausgewiesenen Nahversorgungszentren Ehrenfeld-Ost, Subbelrather Straße sowie Ehrenfeld-West, Venloer Straße aufgrund der positiven Entwicklungen im Nutzungsbesatz und der Verkaufsflächenausstattung zukünftig jeweils als Stadtteilzentrum ausgewiesen. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Ehrenfeld, Venloer Straße Stadtteilzentrum Bickendorf, Venloer Straße Nahversorgungszentrum Ehrenfeld-Ost, Subbelrather Straße Stadtteilzentrum Nahversorgungszentrum Ehrenfeld-West, Venloer Straße Stadtteilzentrum Stadtteilzentrum Neuehrenfeld, Landmannstraße Nahversorgungszentrum Bocklemünd/ Mengenich Nahversorgungszentrum Ossendorf ✘ Sonderstandort Ossendorf Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Ehrenfeld werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 4.1 E i n z e l h a n d e l s - u n d Ze ntrenk onz ept Köln 2 02 0S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BZ - Bezirkszentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln ")M ") M ") M") M ") M ") M ") M ") M ") M !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") !( ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( #* !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") !( !( !( STZ Ehrenfeld, Venloer Str. BZ Ehrenfeld, Venloer Str. Sonderstandort Ossendorf NVL Ossendorf STZ Bickendorf, Venloer Str. STZ Ehrenfeld, Subbelrather Str. STZ Neuehrenfeld, Landmannstr. NVZ Bocklemünd / Mengenich, Görlinger Zentrum 1:26.000 0 500 1.000 1.500 2.000250 Meter ´ Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter NVL - Nahversorgungslage 700 Meter Radius um die Zentren !( !( 700 Meter Radius um die Betriebe Wochenmarkt")M ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d B e z i r k s z e n t r u m E h r e n f e l d - W e s t , V e n l o e r S t r . E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenko nzept K öln 2 020 ")M ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( "/ ! !( !( !( "/ ! !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 4.3 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 20025 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.1 Bezirkszentrum Ehrenfeld, Venloer Straße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtbe- zirk Ehrenfeld) 107.369 114.100 Stadtteil Ehrenfeld 37.102 39.800 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Ehrenfeld 5.886 105,7 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im südöstlichen Bereich des Stadtbezirkes Ehrenfeld, im Nordosten des gleichnamigen Stadtteils. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 1,3 km entlang der Venloer Straße zwischen Fuchsstraße im Südosten und Lessingstraße im Nordwesten, mit Ausläufern in die Seitenstraßen. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbe- satz entlang der Venloer Straße sowie durch das Bezirksrathaus im Nordwesten bestimmt. Daneben umfasst der Bereich wesentliche Nutzungen in den Seitenstraßen. Eine Potenzialfläche findet sich im Südosten des Zentrums auf der nördlichen Straßenseite neben der Moschee sowie auf dem Heliosgelände. Gegenüber 2010 findet eine Verkürzung des Zentrums in südöstlicher Richtung sowie der Ausläufer in einige Seitenstraßen (u. a. Philippstraße, Hansemannstraße, Klarastraße) aufgrund auslaufenden Ein- zelhandelsbesatzes oder geringer Nutzungsdichte statt. Daneben erfolgte die Entnahme von rückwärti- gen Wohnbereichen entlang der Venloer Straße. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² dm (FM), Penny (DIS), Aldi (DIS), Deichmann (FM), Rossmann (FM), denn’s Bio (SM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), 1.500 bis unter 3.000 m² B.O.C. Fahrrad Megamarkt (FM) über 3.000 m² Kaufland (SB), Yellow Möbel (FM) weitere nennenswerte Betriebe Buchhandel (FG), Parfümerie (FG), Fielmann (FG), Fischgeschäft (FG) Wochenmarkt Neptunplatz (Dienstag / Freitag, 3 / 10 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für den gesamten Stadtbezirk Ehrenfeld Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein BZ Angebotsschwerpunkte: im kurz- und langfristigen Bedarfsbereich, geringes Angebot im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, zum Teil qualitative Angebotsdefizite Nutzungen (abs.) 385 m² VKF (abs.) 28.800 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ^_ ^_ ^_^_ ^_ !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( ^_ ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 4.4 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renkonzep t Köln 2020S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B i c k e n d o r f , V e n l o e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 32 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.2 Stadtteilzentrum Bickendorf, Venloer Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Bickendorf, Vogelsang, Ossendorf) 35.276 38.500 Stadtteil Bickendorf 16.658 18.700 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Bickendorf 5.127 92,0 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum befindet sich am östlichen Rand des Stadtteils Bickendorf. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 400 m entlang der Venloer Straße, zwischen der Äußeren Kanalstraße im Südosten und der Nagelschmiedgasse im Nordwesten, mit Ausläufern in die Wilhelm-Mauser-Straße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird vor allem durch die straßenbegleitenden Nutzungen in der Venloer Straße sowie durch das Rewe-Center im Süden bestimmt. Potenzialflächen befinden sich im Bereich Wilhelm-Mauser-Straße/ Venloer Straße, im Westen des Kreuzungsbereichs und im Bereich des Parkplatzes südlich der Venloer Straße. Dort ist Wohnungsbau und im Erdgeschoss Einzelhandel geplant. Gegenüber 2010 leichte Verkürzung des zentralen Versorgungsbereichs am nordwestlichen Ende im Bereich Venloer Straße/ Häuschensweg aufgrund geringer Nutzungsdichte und der Zunahme an reinen Wohnnutzungen sowie Entnahme des Areals der Feuerwache. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² dm (FM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Rewe Center (SB) weitere nennenswerte Betriebe: Türkischer Lebensmittelmarkt (FG), Optik (FG), Blumen (FG), Apo- theke (FG) Wochenmarkt Rochusplatz (Mittwoch / Samstag, 44 / 22 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Bickendorf, daneben Mitversorgung der Stadt- teile Vogelsang und Ossendorf Anzahl der Betriebe unter, Verkaufsfläche jedoch deutlich über dem Orientierungswert für ein STZ Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, darüber hinaus Angebote im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, Rückgang der VKF nur aufgrund verkürzter Abgrenzung Nutzungen (abs.) 46 m² VKF (abs.) 4.900 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ^_ !( !( !( !( ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 4.5 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent renkonzep t Köln 2020S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m N e u e h r e n f e l d , L a n d m a n n s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 35 70 105 14017,5 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 36 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.3 Stadtteilzentrum Neuehrenfel d, Landmannstraße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Teilbe- reich Stadtteil Neuehrenfeld, Teilbereich Stadtviertel Eh- renfeld-West) 25.921 - Stadtteil Neuehrenfeld 24.298 25.500 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Neuehrenfeld 6.092 109,4 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Südwesten des Stadtteils Neuehrenfeld, an der Grenze zum Stadtteil Ehrenfeld. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst den Bereich entlang der Subbelrather Straße, zwischen Sie- mensstraße und Platenstraße sowie die Landmannstraße inklusive des Lenauplatzes sowie die Iltis- straße bis zur Nußbaumerstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen von dem neueröffneten Rewe-City-Markt in der Subbelrather Straße, dem straßenbegleitenden Nutzungsbesatz in der Land- mannstraße sowie den Nutzungen am Lenauplatz bestimmt. In den Randbereichen nimmt die Dichte der Einzelhandelsnutzungen stark ab, sodass diese nicht mehr dem Zentrum zugerechnet werden. Potenzialflächen befinden sich in aktuellen Leerständen oder können durch Zusammenlegung von Ladeneinheiten geschaffen werden. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich im Südwesten, entlang der Subbelrather Stra- ße, aufgrund des abnehmenden Geschäftsbesatzes gekürzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Rossmann (FM), Bücher (FG), Reformhaus (FG), Fischgeschäft (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für Teile des Stadtteils Neuehrenfeld sowie des Stadtviertels Ehrenfeld-West Anzahl der Betriebe knapp doppelt so hoch wie der Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum, die Ver- kaufsfläche zum Erhebungszeitpunkt deutlich darunter Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, daneben einige Angebote im mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, zwischenzeitlich Eröffnung eines zweiten Rewe-Marktes im Zent- rum; attraktive Einzelhandelsausstattung Nutzungen (abs.) 108 m² VKF (abs.) 2.150 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 4.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH St adt teilze ntrum Ehre nfe ld- Ost, Subbelrather St r. Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:5.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 40 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.4 Stadtteilzentrum Ehrenfeld -Ost, Subbelrather Straße Zentr entyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Ehrenfeld, GE Schlachthof-Süd), Teilberei- che Stadtviertel Neuehren- feld, Ehrenfeld-West) 22.525 - Stadtteil Ehrenfeld 37.102 39.800 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Ehrenfeld 5.886 105,7 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Osten des Stadtteils Ehrenfeld entlang der Subbelrather Straße. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst auf rd. 520 m im Wesentlichen die Nutzungen entlang der Subbelrather Straße, zwischen der Wißmannstraße im Südosten und der Siemensstraße im Nordwes- ten. Daneben umfasst das Zentrum im Westen die Nutzungen am Ehrenfeldgürtel bis zur Unterführung. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen von den straßenbegleiten- den Nutzungen an der Subbelrather Straße und am Ehrenfeldgürtel bestimmt. Dort befindet sich auch eine Potenzialfläche im Bereich der ehemaligen Postdirektion, auf welcher u. a. die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes geplant ist. Gegenüber 2010 wird in erster Linie der östliche Zentrumsbereich ab der Einmündung Lukasstraße / Wißmannstraße gekürzt, da von dort an der Nutzungsbesatz vermehrt durch reine Wohnnutzungen un- terbrochen wird und die fußläufige Erlebbarkeit des Zentrums nicht mehr gegeben ist. Einstufung des Zentrums als Stadtteilzentrum (ehemals Nahversorgungszentrum) aufgrund der Ver- kaufsflächenausstattung, die deutlich über dem Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum liegt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Karadag (SM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Getränke (FM), Möbel (FG), Schreibwaren (FG), Fahrräder (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtviertel Ehrenfeld, GE Schlachthof-Süd sowie Teile der Stadtviertel Neuehrenfeld, Ehrenfeld-West Anzahl der Betriebe dem Orientierungswert für ein STZ entsprechend, Verkaufsfläche deutlich darüber. Angebotsschwerpunkt: klar im kurzfristigen Bedarf, daneben Angebote im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, zum Teil städtebauliche und qualitative Defizite Nutzungen (abs.) 68 m² VKF (ab.) 3.175 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ")") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( ^_ ^_ ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 4.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m E h r e n f e l d - W e s t , V e n l o e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:4.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.5 Stadtteilzentrum Ehrenfeld-West, Venloer Straße Zentrenty p: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Ehrenfeld-West) 13.270 - Stadtteil Ehrenfeld 37.102 39.800 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Ehrenfeld 5.886 105,7 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum liegt im Norden des Stadtteils Ehrenfeld, südlich des Stadtteils Bickendorf. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 500 m entlang der Venloer Straße, zwischen der Lessingstraße im Südosten und der Alpenerstraße im Nordwesten. Die Begrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Venloer Straße bestimmt. In den Randbereichen nimmt die Nutzungsdichte im Ein- zelhandel stark ab, sodass diese nicht mehr miteinbezogen werden. Im Zentrum ist keine Potenzialfläche vorhanden. Gegenüber 2010 wird das Zentrum entlang der Venloer Straße in nordwestliche Richtung ab Höhe der Alpenerstraße gekürzt, da sich im Anschluss nur noch ein geringer Einzelhandelsbesatz befindet, der vielfach durch Wohnnutzungen und ergänzende Komplementärnutzungen unterbrochen wird. Einstufung des Zentrums als Stadtteilzentrum (ehemals Nahversorgungszentrum) aufgrund der Anzahl der Betriebe und der Verkaufsflächenausstattung, die den Orientierungswerten für ein Stadtteilzentrum entsprechen, sowie Verschiebung des Angebotsschwerpunktes. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Netto (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Zeeman (DIS), türkischer Lebensmittelmarkt (FG), Fisch (FG), Juwe- lier (FG), Fahrräder (FG), Bekleidung (FG), Antiquitäten (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für das Stadtviertel Ehrenfeld-West Anzahl der Betriebe und VKF-Ausstattung den Orientierungswerten für ein STZ entsprechend Angebotsschwerpunkt: v. a. im kurzfristigen Bedarf, darüber hinaus auch breite Angebotsausstattung im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, v. a. im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich sowie bei Kom- plementärnutzungen funktionale Ergänzung zu dem BZ Ehrenfeld, Venloer Str. Nutzungen (abs.) 80 m² VKF (abs.) 2.895 ")M^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 4.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept K öln 2020S t a d t b e z i r k E h r e n f e l d Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Bocklemünd/Mengenich, Görlinger Zentrum Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 48 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.6 Nahversorgungszentrum Bocklemünd / Mengenich, Görlinger Zentrum Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Bocklemünd / Mengenich) 10.693 10.300 Stadtteil Bocklemünd / Men- genich 10.693 10.300 Stadtbezirk Ehrenfeld 107.369 114.100 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Bocklemünd / Men- genich 5.244 94,1 Stadtbezirk Ehrenfeld 5.797 104,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum liegt im zentralen Siedlungsgebiet des Stadtteils Bocklemünd / Mengenich, am nordwestli- chen Rand des Bezirks Ehrenfeld. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst die einheitlich konzipierte Siedlungsanlage Görlinger Zen- trum zwischen Schumacherring im Norden und Ollenhauerring im Süden sowie der Straße Görlinger Zentrum im Westen und dem Kindergarten bzw. dem Altenheim im Osten. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches richtet sich nach den Baustrukturen der Wohn- anlage und umfasst das Geschäftszentrum Görlinger Zentrum mit den dortigen Nutzungen. Potenzialflächen befinden sich in Form von Leerständen im Geschäftszentrum. Gegenüber 2010 entfallen im Nordosten und Südwesten Bereiche aus dem Zentrum, welche keine zentrenprägenden Nutzungen besitzen und den Zentrenbereich unverhältnismäßig vergrößern. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Zeeman (FM), Apotheken (FG), Bäckereien (FG), Postshop (FG) Wochenmarkt Görlinger Zentrum (Donnerstag, 14 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den eigenen Stadtteil Die Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert für ein Nahversorgungszentrum, während die Verkaufsfläche deutlich darüber liegt. Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf; nur ein Anbieter im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, zwischenzeitlich erfolgte die Angebotsergänzung durch einen Rossmann Drogeriemarkt Nutzungen (abs.) 24 m² VKF (abs.) 1.790 52 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 4.6.7 Nahversorgungslage Ossendorf Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Ossendorf 10.422 11.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Ossendorf 5.807 104,3 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2016 Verkaufsfläche 2016 Vergleich 2008 / 2016 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 4 100 1.385 100 - 3 + 35 kurzfristiger Bedarf insgesamt 3 75 * 98 - 2 + 55 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - - 1 * langfristiger Bedarf insgesamt 1 25 * 2 +/- 0 * Karte 4.9: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Ossendorf Charakteristik Die Einzelhandelsausstattung der Nahversorgungslage wird durch den Lidl Lebensmitteldiscounter do- miniert; es ist nur ein geringes ergänzendes Angebot an kleinteiligen Anbietern (u. a. Apotheke, Schreibwaren, Elektrowaren) sowie an Komplementärnutzungen vorhanden. Zwar liegt der Bereich mit rd. 1.390 m² Verkaufsfläche, von denen 98 % auf den kurzfristigen Bedarfsbereich entfallen, ver- kaufsflächenseitig über dem Orientierungswert für Nahversorgungszentren, die Anzahl der Betriebe liegt jedoch deutlich darunter. Daher geht nahezu die gesamte Verkaufsfläche auf den Lebensmittel- markt zurück. Durch die abgesetzte Lage des Lidl-Marktes im Süden des ehemaligen Zentrums beste- hen zudem kaum Austauschbeziehungen zwischen diesem und den sonstigen Nutzungen. Komplementärnutzungen: 9 Dienstleistungsbetriebe (v. a. medizinische Dienstleistungen, Friseure, Kosmetikstudio), drei Gastronomiebetriebe (Imbisse, Restaurant) und zwei Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Stadtbezirk 5 - Nippes 5. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Acht der zehn im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Nippes haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden können. Änderungen ergeben sich bei dem 2013 ausgewiesenen Nahversorgungszentrum Longerich, Longericher Hauptstraße. Dieses wird aufgrund der teils eingeschränkten Nutzungsstruktur künftig als Nahversorgungslage ausgewiesen. Das ehemalige Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Friedrich-Karl-Straße wird aufgrund der geringen Einzelhandelsdichte sowie den fehlenden städtebaulich-funktionalen Zusammenhängen im Kontext der Fortschreibung zukünftig als Streulage eingeordnet. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Nippes, Neusser Straße Stadtteilzentrum Niehl, Niehler Straße / Friedrich-Karl- Straße Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt-Nord, Wilhelm-Sollmann-Straße Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt-Nord, Longericher Straße Nahversorgungszentrum Longerich, Longericher Hauptstraße ✘ Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Friedrich-Karl-Straße ✘ Einzelstandort Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Kapuzinerstraße Nahversorgungszentrum Nippes, Sechzigstraße Nahversorgungszentrum Riehl, Stammheimer Straße Nahversorgungszentrum Alt-Niehl, Sebastianstraße Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Nippes werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( #* !( !( #* !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") !( NVZ Alt-Niehl, Sebastianstr. BZ Nippes, Neusser Str. STZ Niehl, Niehler Str./ Friedrich-Karl-Str. NVZ Nippes, Sechzigstr. NVZ Riehl, Stammheimer Str. NVZ Weidenpesch, Neusser Str./Kapuziner Str. NVL Bilderstöckchen, Schiefersburger Weg NVZ Longerich, Gartenstadt-Nord, Longericher Str. NVZ Longerich, Gartenstadt-Nord, Wilhelm-Sollmann-Str. NVL Mauenheim, Merheimer Str. NVL Alt-Longerich, Grethenstraße Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 1:29.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 5.1 0 500 1.000 1.500 2.000250 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BZ - Bezirkszentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter NVL - Nahversorgungslage 700 Meter Radius um die Zentren !( !( 700 Meter Radius um die Betriebe Wochenmarkt")M ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k N i p p e s B e z i r k s z e n t r u m N i p p e s , N e u s s e r S t r a ß e E i n z e l h a n d e l s - u n d Zen tre nk on zep t K öln 20 20 ")M ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_^_ ^_^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") Æ") !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ")") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 5.2 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 20025 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 24 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.1 Bezirkszentrum Nippes, N eusser Straße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtbe- zirk Nippes) 117.263 125.400 Stadtteil Nippes 35.862 40.400 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Nippes 5.948 106,8 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im südlichen Teil des Stadtbezirks Nippes, an der Grenze zum Stadtbezirk Innenstadt. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst v. a. die Nutzungen entlang der Neusser Straße auf einer Länge von rd. 1,1 km zwischen den Einmündungen Niehler Kirchweg im Norden und Holbeinstraße im Süden. Im Bereich der Wilhelmstraße bzw. der Viersener Straße erstreckt sich das Zentrum auch auf den Wilhelmplatz. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch die Nutzungen entlang der Neusser Straße bestimmt. Wenn sich in den Seitenstraßen kein Einzelhandel befindet und die Wohnnutzungen überwiegen, werden diese nicht dem zentralen Versorgungsbereich zugeordnet. Gegenüber 2010 erfolgt eine Verkleinerung des Zentrums im nördlichen Bereich, da der hier vorhan- dene Parkplatz nicht als Potenzialfläche zur Verfügung steht. Eine Potenzialfläche befindet sich in der Neusser Straße am nördlichen Ende des Zentrums auf der westlichen Straßenseite, wo derzeit noch das Möbel-Küchenstudio Breitbach ansässig ist. Hier ist die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes beabsichtigt, integriert in einen Wohnungsbau. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM, 2x), Rossmann (FM), Mayersche Buchhandlung (FM), dm (FM), Alnatura (SM), Jamuno (FM), Netto (DIS), Deichmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Aldi (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² Möbel-Küchenstudio Breitbach (FM) über 3.000 m² Galeria Kaufhof (WH) weitere nennenswerte Betriebe Bücher (FG), Schreib- und Papierwaren (FG), Elektrowaren (FG), Metzgereien (FG) Wochenmarkt Wilhelmplatz (Montag – Freitag / Samstag, 27 / 60 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für den Bezirk Nippes Anzahl der Betriebe oberhalb, die Verkaufsfläche entsprechend des Orientierungswertes für ein BZ Angebotsschwerpunkt: relativ gleichmäßige Verteilung auf den kurz-, mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, mehrere Magnetbetriebe im Zentrum vorhanden Nutzungen (abs.) 288 m² VKF (abs.) 20.550 ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( ^_ ^_ ^_ Niehler Straße ´ 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 5.3 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m N i e h l , N i e h l e r S t r. / K a r l - F r i e d r i c h - S t r. Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 30 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.2 Stadtteilzentrum Niehl, Niehler Straße / Friedrich-Karl-Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Niehl) 20.206 22.300 Stadtteil Niehl 20.206 22.300 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Niehl 5.484 98,5 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Südwesten des Stadtteils Niehl. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen die Nutzungen entlang der Niehler- und Friedrich-Karl-Straße zwischen der Einmündung Nesselrodestraße und Eichhornstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird vor allem durch die straßenbegleitenden Einzelhandelsnutzungen entlang der Niehler Straße (ca. 350 m) und Friedrich-Karl-Straße (rd. 300 m) bestimmt. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Im Vergleich zu 2010 erfolgt eine Kürzung des zentralen Versorgungsbereiches auf der westlichen Straßenseite der Niehler Straße, da hier nur stark untergeordnet Einzelhandels- bzw. Komplemen- tärnutzungen vorhanden sind und die Bebauung hauptsächlich durch Wohnnutzungen geprägt wird. Darüber hinaus wird das Zentrum nördlich der Friedrich-Karl-Straße verringert, da im Blockinnenbereich nur noch Wohnnutzungen vorhanden sind. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), dm (FM), Fressnapf (FM), Rewe Getränkemarkt (FM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (SM) über 3.000 m² Obi (FM) weitere nennenswerte Betriebe: Metzgereien (FG), Fahrräder (FG), zoologischer Bedarf (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Niehl Anzahl der Betriebe dem Orientierungswert entsprechend und Verkaufsflächenausstattung deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein STZ Angebotsschwerpunkt: langfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch umfassendes Angebot im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: gute Ausstattung, stabil Nutzungen (abs.) 57 m² VKF (abs.) 7.780 ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!( !( !( ") ") ")") ")") ") ") ") ") ") ") ") Wilhelm - Rings - Straße Johannes - Sollman - Straße ´ 1:2.750 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.4 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt Nord, Wilhelm-Sollmann-Str. Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.3 Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt-Nord, Wilhelm-Sollmann-Straße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Gartenstadt-Nord) 5.105 - Stadtteil Longerich 13.701 13.700 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Longerich 6.820 122,4 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im östlichen Teil des Stadtteils Longerich. Das Zentrum erstreckt sich auf den Bereich der Stadtbahnhaltestelle Herforder Straße zwischen der Graseggerstraße und der Altonaer Straße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen von den Einzelhandels- nutzungen im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Herforder Straße geprägt, im Umfeld bestehen ansons- ten nur Wohnnutzungen bzw. Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 verringert sich das Zentrum im westlichen Bereich, da hier ausschließlich Einrichtun- gen der sozialen Infrastruktur vorhanden sind, die nicht als Potenzialfläche für das Zentrum dienen, so- wie im Osten aufgrund fehlender Einzelhandelsnutzungen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Getränkemarkt (FM), Bücher (FG), Hörakustik (FG), Sportbekleidung (FG), Hausrat (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für das Stadtviertel Gartenstadt-Nord Anzahl der Betriebe deutlich über dem Orientierungswert und Verkaufsfläche durchschnittlich für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich sowie geringes Angebot im mittelfristigen Be- darfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, mit qualitativen Defiziten im kurzfristigen Bedarfsbereich Nutzungen (abs.) 30 m² VKF (abs.) 1.080 ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Haas - StraßeAugust - ´ 1:2.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.5 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt Nord, Longericher Str. Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.4 Nahversorgungszentrum Longerich, Gartenstadt-Nord, Longericher Straße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Neu-Longerich, Alt- Longerich, Lützlongerich) 8.262 - Stadtteil Longerich 13.701 13.700 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Longerich 6.820 122,4 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Longerich. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf den Kreuzungsbereich Johannes- Rings-Straße / Longericher Straße zwischen der Schlackstraße und der Außemer Straße (Länge rd. 250 m). Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird v. a. durch den straßenbegleitenden Geschäftsbesatz entlang der Longericher Straße bestimmt. Eine Potenzialfläche im Norden des Zentrums wurde zwischenzeitlich mit einem großflächigen Edeka- Markt bebaut. Gegenüber 2010 Verkürzung des Zentrums im Norden auf der westlichen Seite der Longericher Stra- ße, da hier ausschließlich Wohnnutzungen vorhanden sind. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Rossmann (FM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Reformwaren (FG), Parfümerie (FG), Optiker (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Neu-Longerich, Alt-Longerich und Lützlonge- rich Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert für ein Nahversorgungszentrum, die Verkaufsflä- che liegt leicht darunter, wobei zwischenzeitlich auf die Eröffnung des Edeka-Marktes hinzuweisen ist Angebotsschwerpunkt: nahezu ausschließlich im kurzfristiger Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, mit Rossmann und dem neu eröffneten Edeka-Markt sind zwei Magnetbetriebe vorhanden Nutzungen (abs.) 22 m² VKF (ab.) 960 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.6 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zen tre nko nze pt Köln 20 20S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Str. / Kapuzinerstr. Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 42 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.5 Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Kapuzinerstraße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Merheim lrh.) 4.963 - Stadtteil Weidenpesch 13.957 14.700 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Weidenpesch 5.514 99,0 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im nördlichen Bereich des Stadtteils Weidenpesch. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Neusser Straße (Länge ca. 200 m) mit ei- nem Ausläufer in die Kapuzinerstraße und umfasst die hier ansässige Ladenzeile. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen vom Geschäftsbesatz entlang der Neusser Straße bestimmt. Zwei Potenzialflächen sind im östlichen Bereich des Zentrums vorhanden. Die nördliche Potenzialflä- che befindet sich ggü. der Parkplatzanlage des Seniorenheims und die südliche Potenzialfläche auf Höhe der Straße An dem Kreutzmorgen (Freifläche), die jedoch voraussichtlich von der Feuerwehr als Erweiterungsfläche benötigt wird. Gegebenenfalls kann hier im Erdgeschoss Einzelhandel integriert werden. Gegenüber 2010 nur geringfügige Änderungen im Bereich der Stellplatzfläche des Rewe-Centers und am südlichen Ende des Zentrums. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Zeeman (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² über 3.000 m² Rewe-Center (SBW) weitere nennenswerte Betriebe: Matratzen (FG), Polsterstoffe (FG), Textilanbieter (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für das Stadtviertel Merheim lrh. Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche liegen beide deutlich oberhalb des durchschnittlichen Orientie- rungswertes für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, ein Magnetbetrieb vorhanden Nutzungen (abs.) 38 m² VKF (abs.) 4.315 ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:2.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.7 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m N i p p e s , S e c h z i g s t r. Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 46 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.6 Nahversorgungszentrum Nippes, Sechzigstraße Zentrentyp: N VZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Sechzig- Viertel, GE Schlachthof- Nord, Siedlung Ausbes- serungswerk Nippes) 10.868 - Stadtteil Nippes 35.862 40.400 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Nippes 5.948 106,8 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im westlichen Teil des Stadtteils Nippes. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Sechzigstraße zwischen der Einmündung Nohlstraße im Westen und Siebachstraße im Osten (Länge rd. 300 m) sowie der Siebachstraße und der Merheimer Straße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen vom Geschäftsbesatz entlang der Sechzigstraße, der Siebachstraße und der Merheimer Straße bestimmt. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 erfolgt keine Veränderung der Abgrenzung. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Haushaltsgeräte (FG), Fahrräder (FG), Obst- und Gemüse (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtviertel Sechzigviertel, GE Schlachthof-Nord, Siedlung Ausbesse- rungswerk Nippes Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszen- trum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, geringes Angebot im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, qualitative Defizite (v. a. ungünstiger Verkaufsflächenzu- schnitt, eher lose Verteilung der Geschäfte im Zentrum), jedoch auch ohne Entwicklungsspielraum Nutzungen (abs.) 63 m² VKF (abs.) 1.935 ")M ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:3.300 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.8 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 15025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m R i e h l , S t a m m h e i m e r S t r. Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.7 Nahversorgungszentrum Riehl, Stammheimer Straße Zentrent yp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Riehl) 11.947 11.800 Stadtteil Riehl 11.947 11.800 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Riehl 6.291 112,9 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Riehl. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Stammheimer Straße zwi- schen der Einmündung Riehler Gürtel und Riehler Tal mit Ausläufern in der Hittorfstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird v. a. durch die straßenbegleitenden Nut- zungen entlang der Stammheimer Straße (Länge rd. 300 m) bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich auf der östlichen Straßenseite der Stammheimer Straße in zweiter Baureihe mit Anbindung an die Hittorfstraße. Keine Veränderung der Abgrenzung gegenüber 2010. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Kinderbekleidung (FG), Bücher (FG), Schreib- und Papierwaren (FG), Haushaltswaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Riehl Anzahl der Betriebe und der Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahver- sorgungszentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich, darüber hinaus gutes Angebot im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: grundsätzlich stabil, ein Magnetbetrieb vorhanden Nutzungen (abs.) 53 m² VKF (abs.) 1.810 ^_ ^_ ^_ ^_ !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.9 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 75 150 225 30037,5 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m A l t - N i e h l , S e b a s t i a n s t r . Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.8 Nahversorgungszentrum Alt-Niehl, Sebastianstraße Zentrent yp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Niehl) 5.292 - Stadtteil Niehl 20.206 22.300 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Niehl 5.484 98,5 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Norden des Stadtteils Niehl (Alt-Niehl). Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Sebastianstraße zwischen der Überführung Industriestraße im Süden und südlich des Niehler Damms im Norden (ca. 700 m). Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz entlang der Sebastianstraße bestimmt. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 leichte Verkürzung des Zentrums im Norden. In diesem Bereich ist Wohnbebauung geplant. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² nahkauf (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Haushaltsgeräte (FG), Geschenkartikel (FG), Leder- und Täschner- waren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für das Stadtviertel Niehl Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszen- trum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, geringes Angebot im mittel- und langfristigen Be- darfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, z. T. qualitative Defizite (jedoch mit einem Integrationsmarkt Möglichkeiten zur Grundversorgung vorhanden) Nutzungen (abs.) 52 m² VKF (abs.) 1.125 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.9 Nahversorgungslage Bilderstöckchen, Schiefersburger Weg Zentrentyp: - Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Bilderstöckchen 15.950 16.800 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Bilderstöcken 4.794 86,1 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 5 100 1.340 100 - 2 - 40 kurzfristiger Bedarf insgesamt 4 80 1.140 85 - 2 - 220 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - - 1 - langfristiger Bedarf insgesamt 1 20 * 7 + 1 * Karte 5.10: Nutzungsstruktur N ahversorgungslage Bilderstöckchen, Schiefersburger Weg Charakteristik Insgesamt sind 5 Einzelhandelsbetriebe (u. a. Netto, Rossmann, Kiosk) und eine Bäckerei mit Café mit deutlichem Verkaufsflächenschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich vorhanden. Während im mittelfristigen Bedarfsbereich kein Anbieter vertreten ist, ist im langfristigen Bedarfs- bereich auf den Anbieter Teppich König hinzuweisen. Komplementärnutzungen: 4 Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Dienstleistungen, Friseur, Kosmetikstudio) sowie zwei Leerstände. Die Anzahl der Nutzungen liegt unterhalb des Orientierungswertes für ein NVZ. Aufgrund von fehlenden Potenzialflächen besteht derzeit keine Möglichkeit zur Ertüchtigung zu einem funktionierenden Zentrum. Die Erweiterung des Lebensmittelmarktes am Standort wird empfohlen. Stadtentwicklung Köln 59 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.10 Nahversorgungslage Mauenheim, Merheimer Straße Zentren typ: - Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Mauenheim 5.640 5.700 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Mauenheim 5.937 106,6 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 6 100 960 100 - 3 - 210 kurzfristiger Bedarf insgesamt 5 83 945 - 4 - 225 - 105 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - + / - 0 - langfristiger Bedarf insgesamt 1 17 * 2 + 1 * Karte 5.11: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Mauenheim, Merheimer Straße Charakteristik In der Nahversorgungslage befinden sich insgesamt 6 Einzelhandelsbetriebe, wobei der Verkaufsflä- chenschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich liegt. Hier ist neben dem Supermarkt Rewe auf zwei Bäckereien, einen Kiosk und einen Floristen hinzuweisen. Im langfristigen Bedarfsbereich ist darüber hinaus ein Anbieter aus dem Bereich Unterhaltungselektronik ansässig. Komplementärnutzungen: 7 Dienstleistungsbetriebe (u. a. Massagestudio, Spielhallen, Automobilser- vice, Haustechnik, Malerei), 5 Gastronomiebetriebe (Kneipen, Imbisse) sowie 3 Leerstände. Aufgrund der geringen Ausstattung sowie der Tatsache, dass sich der Bereich in direkter räumlicher Nähe zum BZ Nippes befindet, kann der Standort keine Versorgungsbedeutung über den unmittelbaren Nahbereich hinaus einnehmen. 60 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 5 Stadtbezirk Nippes 5.6.11 Nahversorgungslage Alt-Longerich, Grethenstraße Zentre ntyp: - Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Longerich 13.701 13.700 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Longerich 6.820 122,4 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 14 100 785 100 -8 - 475 kurzfristiger Bedarf insgesamt 5 36 150 19 -5 - 465 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1 7 * 11 -3 * langfristiger Bedarf insgesamt 8 57 545 69 + 1 + 85 Karte 5.12: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Alt-Longerich, Grethenstraße Charakteristik Hier sind 14 Einzelhandelsbetriebe mit einem Schwerpunkt im langfristigen Bedarfsbereich ansässig (u. a. Sportartikel, Elektrowaren, Uhren / Schmuck). Im kurzfristigen Bedarfsbereich sind ausschließlich kleinteilige Anbieter (u.a. Bäckerei, Metzgerei) und im mittelfristigen Bedarfsbereich ein Bekleidungsanbieter vorhanden. Komplementärnutzungen: 31 Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Dienstleistungen, Banken), 5 Gastronomiebetriebe (Restaurant, Imbisse, Kneipen), 6 Einrichtungen der sozialen Infrastruktur (u. a. Kirche, Kindergarten, Grundschule) sowie 6 Leerstände. Aufgrund des Fehlens eines wesentlichen Frequenzbringers, insbesondere im Sortimentsbereich Le- bensmittel, kann der Bereich derzeit keine wesentliche Versorgungsfunktion für die umliegenden Wohn- gebiete einnehmen und wird demnach nicht mehr als Nahversorgungszentrum eingestuft. Stadtbezirk 6 - Chorweiler 6. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Drei der sechs im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Chorweiler haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Veränderungen gibt es bei den beiden ehemaligen Nahversorgungszentren Merkenich, Merkenicher Hauptstraße sowie Blumberg. Aufgrund der Nichterfüllung der Anforderungen an einen zentralen Versorgungsbereich werden diese beiden Standortbereiche künftig als Nahversorgungslagen ausgewiesen. Das ehemalige Nahversorgungszentrum Pesch, Longericher Straße wird aufgrund der bipolaren Struktur des Standortbereichs als Streulage betrachtet. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Zusätzlich zu den drei fortgeschriebenen zentralen Versorgungsbereichen im Bezirk Chorweiler wird das geplante Nahversorgungszentrum Kreuzfeld im Kontext der Entwicklung des Stadtteils Kreuzfeld zur Sicherstellung der zukünftigen Versorgung der dortigen Bewohnerinnen und Bewohner konzeptionell neu ausgewiesen (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Chorweiler, City-Center / Pariser Platz Stadtteilzentrum Worringen, St.-Tönnis-Straße / Bitterstraße Nahversorgungszentrum Blumenberg ✘ Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Heimersdorf, Haselnußhof Nahversorgungszentrum Merkenich, Merkenicher Hauptstraße ✘ Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Pesch, Longericher Straße ✘ Einzelstandort (geplantes) Nahversorgungszentrum Kreuzfeld Sonderstandort Pesch Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Chorweiler werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. 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R. ab 400 m² VKF !( NVL - Nahversorgungslage ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k C h o r w e i l e r B e z i r k s z e n t r u m C h o r w e i l e r , C i t y - C e n t e r / P a r i s e r P l a t z E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020 ")M ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( ")") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:2.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 6.4 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle 0 50 100 150 20025 Meter Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 28 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.1 Bezirkszentrum Chorweiler, City-Center / Pariser Platz Ze ntrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtbe- zirk Chorweiler ) 83.323 83.400 Stadtteil Chorweiler 13.308 13.900 Stadtbezirk Chorweiler 83.323 83.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Chorweiler 3.740 67,2 Stadtbezirk Chorweiler 5.560 99,8 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Chorweiler. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich zwischen Athener Ring im Südwesten, Florenzer Straße im Nordwesten, Osloer Straße bzw. Liller Straße im Norden bzw. Nordosten sowie der Willi-Suth-Allee im Osten und umfasst dabei das Einkaufszentrum City-Center Chorweiler sowie die umliegenden Nut- zungen. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch das City-Center Chorweiler, das dazugehö- rige Parkhaus sowie die Nutzungen am Pariser Platz, in der Lyoner Passage und am Londoner Platz bestimmt. Potenzialflächen sind in geringem Maße in Form von Leerständen im City-Center Chorweiler vorhan- den. Keine Veränderung der Abgrenzung gegenüber 2010. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), Aldi, (DIS), Intersport (FM), Deichmann (FM), dm (FM), New Yorker (FM), Reno (FM), 1982 (FM) 800 bis unter 1.500 m² H&M (FM), C&A (KH) 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (VM), TK Maxx (FM) über 3.000 m² Media Markt (FM) weitere nennenswerte Betriebe Thalia (FG), Douglas (FG), JD Sports (FG), Apollo (FG) Wochenmarkt Liverpooler Platz (Donnerstag / Samstag, 56 / 63 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion für den Stadtbezirk Chorweiler Anzahl der Betriebe deutlich unterhalb, Verkaufsfläche geringfügig oberhalb des Orientierungswertes für ein BZ Angebotsschwerpunkt: mittelfristiger Bedarf, gutes Angebot im kurz- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, durch das City-Center zahlreiche attraktive Magnetbetriebe vor- handen Nutzungen (abs.) 128 m² VKF (abs.) 20.505 ^_^_ ^_^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 6.5 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k C h o r w e i l e r Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.500 bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M S t a d t t e i l z e n t r u m W o r r i n g e n , S t . - T ö n n i s - S t r a ß e / B i t t e r s t r a ß e Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.2 Stadtteilzentrum Worringen, Zentrentyp: NZ St.-Tönnis-Straße / Bitterstraße Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Worringen) 10.325 9.800 Stadtteil Worringen 10.325 9.800 Stadtbezirk Chorweiler 83.323 83.400 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Worringen 6.250 112,2 Stadtbezirk Chorweiler 5.560 99,8 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im südöstlichen Siedlungsbereich des Stadtteils Worringen. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf rd. 650 m entlang der St.-Tönnis- Straße, von der Abzweigung In der Lohn über den Hackhäuser Weg und entlang der Bitterstraße bis zum Kreuzungsbereich Hackenbroicher Straße. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch die straßenbegleitenden Nutzungen entlang der St.- Tönnis-Straße sowie der Bitterstraße bestimmt. Potenzialflächen befinden sich nordwestlich der Kreuzung St.-Tönnis-Straße / Hackenbroicher Straße im Bereich der Grünfläche / Parkplatzanlage sowie im Süden des Zentrums, auf der westlichen Seite der St.-Tönnis-Straße (Vereinshaus, Sparkasse). Gegenüber 2010 Verkürzung des Ausläufers in die Hackenbroicher Straße im Nordwesten sowie Ent- nahme des Bereichs Mühlenweiher / Hackenbroicher Straße im Nordosten des Zentrums. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Getränkemarkt (FM), Metzgerei (FG), Konditor (FG), Fischgeschäft (FG), Spielwaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion im Wesentlichen für den Stadtteil Worringen Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung leicht unterhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt deutlich im kurzfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, jedoch rückläufige Entwicklung zu beobachten Nutzungen (abs.) 61 m² VKF (ab.) 2.205 ")M ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !(Æ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 6.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k C h o r w e i l e r Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m H e i m e r s d o r f , H a s e l n u ß h o f Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.3 Nahversorgungszentrum Heimersdorf, Haselnußhof Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Heimersdorf, Baum-Siedlung, Seeberg- Mitte, Seeberg-Süd, Sied- lung Oranjehof) 7.798 - Stadtteil Heimersdorf 6.050 5.800 Stadtbezirk Chorweiler 83.323 83.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Heimersdorf 6.573 118,0 Stadtbezirk Chorweiler 5.560 99,8 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im östlichen Siedlungsbereich des Stadtteils Heimersdorf, westlich der Mercatorstraße. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst die einheitliche konzipierte Siedlungsanlage am Haselnußhof einschließlich der Stellplatzanlage am Haselnußweg sowie das Autohaus im Norden des Komplexes. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen von der Siedlungsanlage am Haselnußhof und den in der dortigen Ladenpassage befindlichen Nutzungen bestimmt. Potenzialflächen befinden sich auf der Fläche des Autohauses im Norden des Zentrums und in beste- henden Leerständen in den Ladenzeilen am Haselnußhof. Gegenüber 2010 werden die Ausläufer in westlicher und südöstlicher Richtung gekürzt, da die darin enthaltenen Nutzungen nicht zentrenprägend sind und das Zentrum überdurchschnittlich vergrößern. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rewe (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Rossmann (FM), Parfümerie (FG), Sportbekleidung (FG), Metzgerei (FG) Wochenmarkt Auf dem Haselnußhof (Mittwoch / Samstag, 10 / 9 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion im Wesentlichen für die Stadtviertel Heimersdorf, Baum-Siedlung, Seeberg-Mitte, Seeberg-Süd, Siedlung Oranjehof Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche liegen oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversor- gungszentrum. Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich, daneben Angebote im langfristigen Bedarfsbe- reich. aktueller Entwicklungsstand: stabil, Rewe-Markt als Magnetbetrieb mit leicht veraltetem Marktauftritt Nutzungen (abs.) 46 m² VKF (abs.) 1.700 42 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.4 Nahversorgungslage Blumenberg Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Blumenberg 5.643 5.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Blumenberg 4.946 88,8 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 5 100 930 100 + / - 0 - 190 kurzfristiger Bedarf insgesamt 5 100 930 100 + / - 0 - 190 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - - - langfristiger Bedarf insgesamt - - - - - - Karte 6.7: Nutzungsstruktur N ahversorgungslage Blumenberg Charakteristik Durch den Lebensmitteldiscounter Netto sowie die ergänzenden Anbieter (Kiosk, Lotto-Toto, Bäckerei, Apotheke) verfügt der Bereich ausschließlich über Angebote im kurzfristigen Bedarfsbereich. Ent- sprechend sind keine Angebote in den sonstigen Bedarfsbereichen vorhanden. Komplementärnutzungen: Zehn Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Dienstleistungen, Fahr- schule, Friseur, Reisebüro, Wettanbieter, Fitnessstudio) sowie ein gastronomischer Betrieb. Zwar weist der Bereich mit dem Netto Lebensmitteldiscounter einen Magnetbetrieb auf, jedoch liegt die Verkaufsflächenausstattung unter dem Orientierungswert für ein Nahversorgungszentrum. Aufgrund der siedlungsräumlichen Gegebenheiten ist die Weiterentwicklung des Bereichs zu einem funktionierenden Zentrum eher unwahrscheinlich. Deshalb wird Blumenberg jetzt als Nahversorgungslage eingestuft. Stadtentwicklung Köln 43 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.5 Nahversorgungslage Pesch Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Pesch 7.788 7.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Pesch 6.768 1,215 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 14 100 1.350 100 - 5 - 145 kurzfristiger Bedarf insgesamt 12 86 1.215 90 - 3 - 110 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1 7 * * - 1 * langfristiger Bedarf insgesamt 1 7 * * - 1 * Karte 6.8: Nutzungsstruktur N ahversorgungslage Pesch, Longericher Straße Charakteristik In der Nahversorgungslage sind insgesamt 14 Einzelhandelsbetriebe ansässig, von denen der nicht großflächige Lebensmittelvollsortimenter Edeka im Westen die größte Verkaufsfläche aufweist. Mit zwölf Betrieben und 1.215 m² liegt der Schwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich. Neben dem Le- bensmittelvollsortimenter ergänzen vier Bäckereien, zwei Kioske, ein Getränkeanbieter, eine Tankstelle, zwei Apotheken, ein Blumenfachgeschäft, ein Bekleidungsgeschäft sowie ein Optiker das Angebot. Komplementärnutzungen: 25 Dienstleistungsbetriebe (u. a. Sparkasse / Bank, Versicherung, Rechts- anwalt, medizinische Dienstleistungen, Kosmetikstudio, Friseure, Fitnessstudio, Reisebüro, Fahrschule, Bestatter, Sonnenstudio) sowie sechs gastronomische Betriebe, kein Leerstand. Bedingt durch die zweigeteilte Struktur sowie die fehlenden Entwicklungsperspektiven kann Pesch nicht mehr als Nahversorgungszentrum eingestuft werden, obwohl die Gesamtausstattung beider Bereiche prinzipiell den Orientierungswerten für ein Nahversorgungszentrum entspricht. 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 6 Stadtbezirk Chorweiler 6.6.6 Nahversorgungslage Merkenic h, Merkenicher Hauptstraße Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Merkenich 5.805 6.100 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Merkenich 6.083 109,2 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 7 100 825 100 - 4 - 250 kurzfristiger Bedarf insgesamt 6 86 810 78 - 3 - 210 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1 14 * * + / - 0 * langfristiger Bedarf insgesamt - - * * - 1 * Karte 6.9: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Merkenich, Merke nicher Hauptstraße Charakteristik In der Nahversorgungslage sind insgesamt sieben Einzelhandelsbetriebe ansässig, von denen der Le- bensmitteldiscounter Penny die größte Verkaufsfläche aufweist. Entsprechend liegt der Schwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich. Neben dem Lebensmitteldiscounter ergänzen zwei Bäckereien, zwei Getränkeläden und ein Kiosk sowie ein Bekleidungsgeschäft das Angebot. Komplementärnutzungen: 13 Dienstleistungsbetriebe (u. a. Sparkasse, medizinische Dienstleistun- gen, Kosmetikstudio, Friseur, Sonnenstudio) sowie fünf gastronomische Betriebe und vier Leerstände. Bedingt durch die geringe Verkaufsflächenausstattung, die wenigen Einzelhandelsbetriebe sowie die fehlenden Entwicklungsperspektiven kann Merkenich nicht mehr als Nahversorgungszentrum eingestuft werden. Stadtbezirk 7 - Porz 7. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Acht der neun im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Porz haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Das ehemalige Nahversorgungszentrum Eil, Frankfurter Straße genügt nicht mehr in vollem Umfang den Ansprüchen an einen zentralen Versorgungsbereich, sodass dieser Standortbereich künftig als Nahversorgungslage ausgewiesen wird. Gleichzeitig wird im Kontext der perspektivischen Wohnbauentwicklung auf der Fläche des ehemaligen Lager Lind das geplante Nahversorgungszentrum Lind neu ausgewiesen. Daneben wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Porz Stadtteilzentrum Poll, Siegburger Straße Stadtteilzentrum Urbach, Kaiserstraße / Frankfurter Straße Stadtteilzentrum Wahn, Frankfurter Straße / Heidestraße Stadtteilzentrum Wahnheide, Heidestraße Stadtteilzentrum Westhoven/Ensen, Gilgaustraße Stadtteilzentrum Zündorf, Hauptstraße / Schmittgasse Nahversorgungszentrum Eil, Frankfurter Straße ✘ Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Finkenberg (geplantes) Nahversorgungszentrum Lind Sonderstandort Poll Sonderstandort Eil Sonderstandort Lind Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Porz werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. ")M ") M ") M ") M ") M ") M ") M ") M !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( #* #* !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") !( !( !( !( #* !( !( !( ") !( !( BZ Porz NVZ Finkenberg STZ Wahnheide, Heidestraße STZ Zündorf, Hauptstraße / Schmittgasse STZ Poll, Siegburger Straße STZ Wahn, Frankfurter Straße / Heidestraße STZ Urbach, Kaiserstraße / Frankfurter Straße NVL Eil, Frankfurter Straße NVL Grengel STZ Westhoven / Ensen, Gilgaustraße Geplantes NVZ Lind Sonderstandort Eil Sonderstandort Lind Sonderstandort Poll ´ 1:42.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 7.1 0 1.000 2.000 3.000500 Meter S t a d t b e z i r k P o r z E i n z e l h a n d e l s - u n d Ze n tre n ko n ze p t Kö ln 2 0 20 GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BTZ - Bezirksteilzentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort Nahversorgungszentrum geplant Versorgungsgebiet 700 Meter Radius um geplantes NVZ Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter 700 Meter Radius um die Zentren !( !( 700 Meter Radius um die Betriebe Wochenmarkt")M NVL - Nahversorgungslage ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !(!( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!( !(!( !( !(!( !(!( !(!( !(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!( !(!( !( !(!(!(!(!(!( ")M Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen ´ 1:2.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Nutzungsstruktur Karte: 7.5 Erdgeschoss S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH B e z i r k s z e n t r u m P o r z Regionalexpress/-bahn - Haltestelle E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020 0 50 100 150 20025 Meter GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 28 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.1 Bezirkszentrum Porz Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtbe- zirk Porz) 112.918 121.300 Stadtteil Porz 14.968 17.000 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Porz 5.385 96,7 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Ortskern von Porz zwischen Rheinpromenade im Westen und Stadtbahnhaltestelle Porz-Markt im Osten. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen den geschlossenen Fußgängerbereich. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Westen vom Rhein, im Norden vom auslaufenden Einzelhan- delsbesatz nördlich der Karlstraße, im Osten im Wesentlichen von der Stadtbahnlinie 7 (mit kleiner Aus- weitung aufgrund des vorhandenen Einzelhandelsbesatzes in der Bahnhofstraße), sowie im Süden auf- grund des stark abnehmenden Einzelhandelsbesatzes südlich der Ernst-Mühlendyck-Straße bestimmt. Potenzialflächen sind v. a. im Bereich des Friedrich-Ebert-Platzes (ehem. Warenhaus Hertie) vorhan- den. Darüber hinaus ist auf der derzeit als Parkplatz genutzten Fläche zwischen Mühlenstraße und Stadtbahn die Ansiedlung eines Geschäftshauses möglich (vgl. Entwicklungskonzept Porz-Mitte). Gegenüber 2010 Verkürzung des Zentrums aufgrund des auslaufenden Einzelhandelsbesatzes im nördlichen und südlichen Bereich der Hauptstraße sowie der Mühlenstraße, sodass das Zentrum eine West-Ost-Ausdehnung von ca. 400 m und einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 300 m aufweist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² dm (FM), Norma (DIS), Porzer Sportladen (FM) 800 bis unter 1.500 m² Netto (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² C&A (FG) über 3.000 m² Saturn (FM, Reduzierung der VKF und Ansiedlung Aldi geplant) weitere nennenswerte Betriebe orthopädische Artikel (FG), Fisch (FG) Wochenmarkt An der Sparkasse (Dienstag / Freitag / Samstag, 14 / 4 / 16 Markt- stände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für den Stadtbezirk Porz (Stadtteil Poll eher auf Innenstadt und Kalk orientiert) Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche: unterhalb des Orientierungswertes für ein BZ Angebotsschwerpunkt: langfristiger Bedarf, Angebotsdefizite v. a. im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: Trading-Down-Tendenzen erkennbar, Verbesserungen im Rahmen der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes sowie durch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Porz-Mitte eingeleitet Nutzungen (abs.) 187 m² VKF (abs.) 11.975 !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( ´ 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 7.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m P o l l , S i e g b u r g e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.2 Stadtteilzentrum Poll, Siegburger Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Poll) 11.438 12.500 Stadtteil Poll 11.438 12.500 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Poll 6.651 119,4 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Poll entlang der rechtsrheinischen Verkehrsachse Siegburger Straße. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf die Siegburger Straße zwischen der Straße Im Gartenhof sowie der Straße Auf dem Sandberg auf einer Länge von ca. 400 m. Die Begrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Siegburger Straße bestimmt. Ausnahme bildet hier der Bereich des Marktplatzes, wo sich das Zentrum etwas aufweitet und eine Potenzialfläche vorhanden ist. Eine weitere Potenzialfläche befindet sich am südwestlichen Ende des Zentrums. Gegenüber 2010 leichte Verkleinerung des Zentrums im nordwestlichen Bereich (im Wesentlichen zwischen der Straße Am Altenberger Kreuz und Im Gartenhof), da hier die Einzelhandelsnutzungen stark abnehmen und der Anteil der Wohnnutzungen dementsprechend zunimmt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), Rossmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Matratzen Concord (FG), Euronics Meller (FG), Zoomarkt (FG) Wochenmarkt Auf dem Marktplatz an der Siegburger Str. (Freitag, 12 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Poll Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche entsprechen den Orientierungswerten für ein STZ Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, auch umfassendes Angebot im langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, Magnetbetriebe jedoch mit kleiner Verkaufsfläche Nutzungen (abs.) 82 m² VKF (abs.) 2.800 !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !(!( ^_ ^_^_ ^_ ^_ ´ 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m U r b a c h , K a i s e r s t r . / F r a n k f u r t e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.3 Stadtteilzentrum Urbach, Kaiserstraße / Frankfurter Straß e Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Urbach, Elsdorf, Grengel) 19.626 21.400 Stadtteil Urbach 12.458 13.100 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Urbach 5.814 104,4 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Stadtteilzentrum befindet sich zentral im Stadtteil Urbach. Das Zentrum erstreckt sich auf rd. 500 m entlang der Kaiserstraße zwischen dem Kreuzungsbereich mit der Frankfurter Straße und der Egmontstraße. Die Begrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz entlang der Kaiserstraße sowie entlang der Frankfurter Straße südlich der Kaiserstraße bestimmt. Angrenzend an die Frankfurter Straße (Ecke Fauststraße östlich des Marktplatzes) im nordöstlichen Bereich sowie am östlichen Ende des Zentrums (Waldstraße) bestehen mögliche Potenzialflächen. Gegenüber 2010 Verkleinerung des Zentrums durch Kappung des Zentrumsausläufers im Bereich Frankfurter Straße aufgrund der abnehmenden Nutzungsdichte. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Penny (DIS), kik (DIS), Living Room Antiques (FG) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² HIT (VM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Drogeriewaren (FM), Haushaltswaren (PB) Wochenmarkt Am Schwanebitzer Hof (Donnerstag, 8 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Urbach, Elsdorf und Grengel Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein STZ Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, auch umfassendes Angebot im langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, Magnetbetriebe mit z. T. kleiner Verkaufsfläche Nutzungen (abs.) 93 m² VKF (abs.) 4.715 !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") Æ") Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") !(!( !( !( !(!( !( ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ´ 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 7.8 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t t e i l z e n t r u m W a h n , F r a n k f u r t e r S t r a ß e / H e i d e s t r a ß e Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Stadtentwicklung Köln 531 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.4 Stadtteilzentrum Wahn, Frankfurter Straße / Heidestraße Z entrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteile Wahn, Libur) 8.160 8.900 Stadtteil Wahn 7.034 7.800 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Wahn 6.283 112,8 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Wahn. Das Zentrum umfasst die Nutzungen direkt angrenzend an die Hei- destraße v. a. westlich der Sankt-Ägidius-Straße sowie in der Frankfurter Straße zwischen der Wilhelm- Ruppert-Straße und der Adolph-Kolping-Straße. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt rd. 600 m. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbeglei- tenden Geschäftsbesatz entlang der Heidestraße und Teile der Frankfurter Straße bestimmt. Außerhalb des Zentrums ist eine Zunahme an ergänzenden Komplementär- und Wohnnutzungen zu beobachten. Eine weitere Ausdehnung des Zentrums ist aufgrund der bereits großen Ost-West-Ausdehnung nicht zu empfehlen. Gegenüber 2010 wird das Zentrum aufgrund des Fehlens von Einzelhandelsnutzungen im südlichen und nördlichen Bereich der Frankfurter Straße verkürzt und im östlichen Bereich an der Heidestraße erweitert. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (SM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Matratzen (FG), Elektrowaren (FG), Bücher (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Wahn und Libur, wobei aufgrund der verkehrlichen Anbindung die Einwohner Liburs im kurzfristigen Bedarfsbereich auch eine Einkaufsorientierung auf den Standort Edeka / dm in der Sankt-Sebastianus-Straße aufweisen Anzahl der Betriebe leicht unterhalb, Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein STZ. Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarf und nur kleinteilige Ergänzung im mittel- und langfristigen Bedarf. aktueller Entwicklungsstand: rückläufiger Einzelhandelsbesatz, insgesamt jedoch noch stabil Nutzungen (abs.) 55 m² VKF (ab.) 3.515 !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( Æ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") !( !( !( !( !(!( !( ^_^_ ^_ ^_ !( ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 7.9 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t t e i l z e n t r u m W a h n h e i d e , H e i d e s t r a ß e Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln Stadtentwicklung Köln 535 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.5 Stadtteilzentrum Wahnheide, Heidestraße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteile Wahnheide, Lind) 11.170 11.500 Stadtteil Wahnheide 7.718 7.800 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Wahnheide 6.137 110,2 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Wahnheide. Das Zentrum erstreckt sich auf rd. 700 m und umfasst die direkt angrenzenden Nutzungen in der Hei- destraße zwischen der Autobahnanschlussstelle der A 59 im Westen sowie der Straße Linder Mauspfad im Osten. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbe- gleitenden Geschäftsbesatz entlang der Heidestraße bestimmt. Im Bereich zwischen der Sportplatzstraße und der Magazinstraße weitet sich der zentrale Versor- gungsbereich leicht aus und umfasst auch die rückwärtigen, privaten Garagen; dieses Gebiet ist grund- sätzlich als Potenzialfläche (inkl. des Gebäudes der ehem. Tankstelle) anzusehen. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich am östlichen Ende sowie entlang der Magazin- straße aufgrund der fehlenden Nutzungen um wenige Parzellen verkleinert. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), kik (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Aldi (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Raumausstatter (FG), Metzgerei (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Wahnheide und Lind, wobei insbesondere die Einwohner von Wahnheide im kurzfristigen Bedarfsbereich auch über eine gewisse Einkaufsorientierung auf das Stadt- teilzentrum Wahn bzw. die Einzelhandelsnutzungen in der Sankt-Sebastianus-Straße verfügen. Anzahl der Betriebe leicht unterhalb, Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein STZ. Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarf, darüber hinaus kleinstrukturierte Anbieter im mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: rückläufiger Einzelhandelsbesatz, insgesamt jedoch noch stabil Nutzungen (abs.) 66 m² VKF (abs.) 4.040 !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !(^_^_ ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 7.10 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t t e i l z e n t r u m W e s t h o v e n / E n s e n , G i l g a u s t r a ß e Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.6 Stadtteilzentrum Westhoven / Ensen, Gilgaustraße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Westhoven, Ensen) 12.950 12.800 Stadtteil Ensen 7.535 7.400 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Ensen 6.316 113,4 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im westlichen Siedlungsbereich des Stadtteils Ensen. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst im Wesentlichen die Nutzungen entlang der Gilgaustraße ab der Hohe Straße bis zum Kreuzungsbe- reich mit der Kölner Straße (hier auch Einbeziehung der Grundstücke östlich und westlich der Gilgaustraße entlang der Kölner Straße) und weist eine Nord-Süd-Ausdehnung von rd. 280 m auf. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den straßenbegleitenden Geschäftsbesatz entlang der Gilgaustraße bestimmt und weitet sich im Norden leicht auf. Hier befindet sich zwischen der Stadtbahnlinie und der Kölner Straße eine Potenzialfläche. Zudem weist der nordöstliche Bereich des Zentrums ab Einmündung der Siegstraße deutlichen Modernisierungsbedarf auf, sodass hier grundsätz- lich eine Neustrukturierung wünschenswert wäre. Gegenüber 2010 wird das Zentrum nördlich der Kölner Straße reduziert, da hier keine Einzelhandels- nutzungen vorhanden sind und eine Entwicklung des Bereiches aufgrund der Strukturen nicht wahr- scheinlich ist. Im südlichen Bereich entfällt ebenfalls die Fläche der angrenzenden städtischen Gemein- schaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² R.H. Blumen- und Pflanzenshop (FM), Sport Cologne (FM) 800 bis unter 1.500 m² Edeka Hein (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Getränke (FM), Fahrräder- / Zubehör (FG), Schmuck (FG) Wochenmarkt Am Marktplatz Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Westhoven und Ensen. Anzahl der Betriebe leicht unterhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum, Verkaufsfläche leicht oberhalb. Angebotsschwerpunkt: im kurz- und langfristigen Bedarf, während der mittelfristige Bedarf nur eine sehr geringe Ausstattung aufweist. aktueller Entwicklungsstand: nur noch ein Frequenzbringer vorhanden, noch stabil Nutzungen (abs.) 40 m² VKF (abs.) 2.820 !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( ^_ ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 7.11 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t t e i l z e n t r u m Z ü n d o r f , H a u p t s t r a ß e / S c h m i t t g a s s e Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.7 Stadtteilzentrum Zündorf, Hauptstraße / Schmittgasse Zent rentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- teile Zündorf, Langel) 15.350 16.600 Stadtteil Zündorf 11.883 12.800 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Zündorf 6.690 120,1 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage innerhalb des Stadtteils Zündorf. Das Zentrum erstreckt sich auf die parallel verlaufenden Einbahnstraßen Hauptstraße und Schmitt- gasse sowie die angrenzenden Nebenstraßen. Die Begrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den vorhandenen Geschäftsbesatz in der Hauptstraße und Schmittgasse zwischen der Höhe Gütergasse / Westfeldgasse und der Tölmesgasse bzw. Houdainer Straße bestimmt, außerhalb wird das Gebiet v. a. durch Wohn- nutzungen geprägt. In der Nähe des Rheins / der Rheinwiesen befinden sich verschiedene ergänzende Nutzungen (Restaurants, Bootsverleih), diese weisen aber keine funktionale Anbindung an den zentra- len Versorgungsbereich auf. Im Osten des Zentrums befindet sich, angrenzend an die künftige Wohnbauentwicklung, eine Potenzi- alfläche an der Stadtbahnhaltestelle. Gegenüber 2010 nur leichte Veränderung der Abgrenzung, es entfallen Bereiche, die ausschließlich durch Einrichtungen der sozialen Infrastruktur geprägt sind Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Edeka (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Bücher (FG), Spielwaren (FG), Elektrowaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtteile Zündorf und Langel Anzahl der Betriebe leicht oberhalb, Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein STZ. Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich, darüber hinaus kleinteilige Angebote im mittel- und langfristigen Bedarf. aktueller Entwicklungsstand: deutlicher Rückgang des Einzelhandelsbesatzes, jedoch noch stabil Nutzungen (abs.) 65 m² VKF (abs.) 3.945 !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") Æ") Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 7.12 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zent re nk onzept K öln 202 0S t a d t b e z i r k P o r z Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m F i n k e n b e r g Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.8 Nahversorgungszentrum Finkenberg Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Finkenberg) 6.870 7.700 Stadtteil Finkenberg 6.870 7.700 Stadtbezirk Porz 112.918 121.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Finkenberg 4.158 74,7 Stadtbezirk Porz 6.022 108,1 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Stadtteil Finkenberg. Das Zentrum erstreckt sich im Wesentlichen auf den Bereich einer einheitlich konzipierten und in den 1960er Jahren entstandenen Großwohnsiedlung mit stadtbildprägendem Geschosswohnungsbau. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch diese einheitlich konzipierte Siedlungsanlage und die darin verorteten Ladeneinheiten bestimmt. Nördlich der Theodor- Heuss-Straße befinden sich darüber hinaus ergänzende Nutzungen, die ebenfalls dem Zentrum zuge- ordnet werden (Einrichtung der sozialen Infrastruktur, Autohaus, Gastronomie). Die Nord-Süd- Ausdehnung des Zentrums beträgt rd. 400 m. In diesem Bereich wäre grundsätzlich auch eine Neustrukturierung zur Schaffung einer Potenzialfläche für die Ansiedlung eines weiteren Frequenzbringers denkbar. Gegenüber 2010 entfällt lediglich die östlich des Zentrums gelegene Schule, die nicht wesentlich zur Zentrenstruktur beiträgt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Mix-Markt (SM), T€Di (PB) 800 bis unter 1.500 m² Netto (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Kiosk (KI), Apotheke (FG), Getränkemarkt (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im kurzfristigen Bedarfsbereich im wesentlichem für den Stadtteil Finkenberg Anzahl der Betriebe über dem Orientierungswert, Verkaufsfläche deutlich über dem Orientierungswert für ein NVZ. Angebotsschwerpunkt: v. a. im kurzfristigen Bedarf, darüber hinaus weist das Nahversorgungszentrum auch Angebote im langfristigen Bedarf auf. aktueller Entwicklungsstand: instabil, hohe Leerstandsquote Nutzungen (abs.) 23 m² VKF (abs.) 2.140 62 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.9 Nahversorgungslage Eil, Frankfurter Straße Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Eil 9.337 9.600 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Eil 6.195 111,2 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 18 100 1.160 100 - 6 - 80 kurzfristiger Bedarf insgesamt 12 67 540 47 - 5 - 245 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - - 1 * langfristiger Bedarf insgesamt 6 33 620 53 + 1 * Karte 7.13: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Eil, Frankfurt Straße Charakteristik Die Nahversorgungslage wird ausschließlich durch kleinteilige Anbieter geprägt, seit dem Wegfall von Plus / Netto fehlt ein Lebensmittelmarkt. Im kurzfristigen Bedarfsbereich sind u. a. Kioske, Bäckerei- en, Metzgerei, Apotheken, Floristen ansässig, wobei der Verkaufsflächenschwerpunkt mit Anbietern aus dem Bereich Küchenmöbel, Elektrowaren und Hörgeräte / Augenoptik auf den langfristigen Bedarf entfällt. Anbieter im mittelfristigen Bedarfsbereich sind nicht vorhanden. Komplementärnutzungen: 36 Dienstleistungsbetriebe (v. a. medizinische Einrichtungen, Banken, Postpartnerfiliale),sieben Gastronomiebetriebe, Cafés, Imbisse, Kneipe) und zwei Einrichtungen der so- zialen Infrastruktur. Aufgrund des Fehlens eines wesentlichen Frequenzbringers insbesondere im Sortimentsbereich Le- bensmittel kann der Bereich derzeit keiner wesentlichen Versorgungsfunktion für die umliegenden Wohngebiete nachkommen und kann nicht mehr als Nahversorgungszentrum eingestuft werden. Stadtentwicklung Köln 63 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 7 Stadtbezirk Porz 7.6.10 Nahversorgungslage Grengel, Friedensstraße Zentrentyp: NVL Einwohner / Kaufkraft Einwohner 2016 2025 Stadtteil Grengel 5.493 5.800 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft-Index Stadtteil Grengel 6.019 108,1 Einzelhandelsausstattung des Zentrums Bedarfsbereich / Branche Anzahl Betriebe 2017 Verkaufsfläche 2017 Vergleich 2008 / 2017 abs. in % in m² in % Anzahl Betriebe Verkaufs- fläche in m² Einzelhandel insgesamt 6 100 600 100 - 1 - 40 kurzfristiger Bedarf insgesamt 5 83 545 91 + / - 0 + / - 0 mittelfristiger Bedarf insgesamt - - - - + / - 0 + / - 0 langfristiger Bedarf insgesamt 1 17 * 9 - 1 - 40 Karte 7.14: Nutzungsstruktur Nahversorgungslage Grengel, Friede nstraße Charakteristik In der Nahversorgungslage befinden sich mit Ausnahme eines Fachgeschäftes für Dekorationsartikel ausschließlich Betriebe des kurzfristigen Bedarfsbereichs. Hier ist neben dem kleinflächigen Fri- schemarkt Grengel auf eine Bäckerei, einen Getränkehandel, eine Apotheke und einen Kiosk hinzuwei- sen. Betriebe des mittelfristigen Bedarfsbereichs sind nicht vorhanden. Komplementärnutzungen: 14 Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Einrichtungen, Friseur, Geldautomat, Postpartnerfiliale) und drei Gastronomiebetriebe (Restaurants, Gaststätte). Aufgrund des geringen Besatzes im Einzelhandel und dem Fehlen eines größeren Lebensmittelmarktes wird der Bereich auch weiterhin als Nahversorgungslage eingestuft. Stadtbezirk 8 - Kalk 8. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 Die neun im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Kalk haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden können. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Kalk, Kalker Hauptstraße Stadtteilzentrum Vingst, Ostheimer Straße Stadtteilzentrum Rath / Heumar, Rösrather Straße Stadtteilzentrum Ostheim, Rösrather Straße / Frankfurter Straße Stadtteilzentrum Merheim, Olpener Straße Stadtteilzentrum Brück, Olpener Straße Stadtteilzentrum Höhenberg, Olpener Straße Nahversorgungszentrum Neubrück Nahversorgungszentrum Humboldt / Gremberg, Taunusstraße / Gremberger Straße Sonderstandort Kalk Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Kalk werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. 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Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Karte: 7.7 Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: 1:40.000 Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r Karte: 8.1 0 1.000 2.000 3.000500 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k K a l k Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BZ - Bezirkszentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln !( Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter !( Wochenmarkt")M 700 Meter Radius um die Zentren 700 Meter Radius um die Betriebe ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k K a l k B e z i r k s z e n t r u m K a l k , K a l k e r H a u p t s t r a ß e E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020 ")M ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !(!(!(!( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !( !(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( Æ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!(!( !( !(!(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( Æ") !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !( Æ") !( !( Æ") Æ") Æ") Æ") !( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!(!(!(!( !(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!(!( !( !(!(!(!(!(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Flurstücksgrenze ")M Karte: 8.3 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 0 50 100 150 200 25025 Meter Abgrenzung Sonderstandort Zentrumsbereich 2010 24 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.1 Bezirkszentrum Kalk, Kalker Hauptstraße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtbe- zirk Kalk) 120.689 131.300 Stadtteil Kalk 24.147 26.200 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Kalk 4.903 88,0 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Kalk. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 1,3 km entlang der Kalker Hauptstraße zwischen der Barcelona-Allee im Westen und der Bahntrasse im Osten und weitet sich im Bereich der Vietorstra- ße, Kalk-Mülheimer Straße und Steprathstraße Richtung Norden auf. Im Süden wird der Ottmar-Pohl- Platz einbezogen. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbe- satz entlang der Kalker Hauptstraße und den nördlichen Ausläufern geprägt. Eine Potenzialfläche ist im Zentrum nicht vorhanden, wobei Ansiedlungsmöglichkeiten durch Nutzung der vorhandenen Leerstände bestehen. Gegenüber 2010 Verringerung der Fläche des zentralen Versorgungsbereiches im nördlichen Bereich der Kalk-Mülheimer Straße wegen auslaufendem Handelsbesatz sowie gegenüber der Köln Arcaden; hier ist Wohnbebauung vorgesehen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² u. a. Altaflex Stoffland (FM), New Yorker (FM), Deichmann (FM), Rossmann (FM), Fressnapf (FM), dm (FM, 2x), Norma (DIS) 800 bis unter 1.500 m² kik (DIS), Aldi (DIS), Lidl (DIS), Intersport Voswinkel (FM), Norma (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (VM), TK Maxx (KH), H&M (FM), Müller (FM), C&A (FM) über 3.000 m² Media Markt (FM) weitere nennenswerte Betriebe Kinderbekleidung (FG), Bücher (FG), Fischhandel (FG), Metzgereien (FG), Obst & Gemüse (FG) Wochenmarkt Kalker Post (Samstag, 6 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtbezirk Kalk Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein BZ Angebotsschwerpunkt: mittelfristiger Bedarfsbereich, mit einem guten Angebot im kurzfristigen und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, teilweise mit qualitativen Defiziten Nutzungen (abs.) 384 m² VKF (abs.) 42.630 ")M ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !(!( !(!( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( ") ")") ")") ") ")") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.4 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m V i n g s t , O s t h e i m e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 30 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.2 Stadtteilzentrum Vingst, Ostheimer Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Vingst) 13.076 16.200 Stadtteil Vingst 13.076 16.200 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Vingst 4.032 72,4 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Vingst. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 700 m entlang der Ostheimer Straße zwischen der Würzburger Straße und der Nobelstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird v. a durch die straßenbegleitenden Nutzun- gen entlang der Ostheimer Straße bestimmt. Eine mögliche Potenzialfläche befindet sich im Osten des zentralen Versorgungsbereiches, südlich angrenzend an den Parkplatz des Lebensmitteldiscounters Netto (ggf. unter Einbeziehung von Teilen des Parkplatzes von Netto). Gegenüber 2010 erfolgt eine leichte Verkürzung des zentralen Versorgungsbereiches im Westen der Ostheimer Straße und im Bereich der Kuthstraße, da dort kein wesentlicher Einzelhandelsbesatz mehr auszumachen ist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Tedi (PB), Aldi (DIS), Edeka (SM), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Karadag (SM), Fischhandel (FG), medizinische Artikel (FG), Haus- haltswaren (FG) Wochenmarkt Ostheimer Straße (Dienstag / Freitag, 13 / 32 Markstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Vingst Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächengröße oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzen- trum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus geringes Angebot im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, Ausbaupotenzial im mittelfristigen/ langfristigen Bedarfsbereich Nutzungen (abs.) 71 m² VKF (abs.) 4.395 ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.5 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m R a t h / H e u m a r , R ö s r a t h e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.3 Stadtteilzentrum Rath / Heu mar, Rösrather Straße Zentrent yp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Rath / Heumar) 11.715 12.100 Stadtteil Rath / Heumar 11.715 12.100 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Rath / Heumar 7.548 135,5 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Stadtteil Rath / Heumar. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 800 m entlang der Rösrather Straße zwischen Birkenallee und Gröppersgasse und weitet sich auf Höhe der Karl-Schüßler-Straße sowie dem Kurt- Henn-Platz auf. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch die an die Rösrather Straße angrenzenden Nutzungen bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich nördlich des Kurt-Henn-Platzes im Bereich der Tennishalle. Hier soll ein Lebensmittelvollsortimenter angesiedelt werden. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich im Osten aufgrund der fehlenden Nutzungs- dichte verkürzt und im Norden um die Potenzialfläche erweitert. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Kodi (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: dm (FM), Bücher (FG), Antiquitäten (FG), Sportbekleidung (FG), Kinderbekleidung (FG), Fahrräder (FG), Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Rath / Heumar sowie z. Zt. teilweise Neubrück Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: im langfristigen Bedarfsbereich, darüber hinaus auch ein umfassendes Angebot im kurz- und mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: leicht instabil, Fehlen eines Lebensmittelmarktes als wesentlicher Mag- netbetrieb zur Frequenzsteigerung aber gute Ausstattung an Fachgeschäften Nutzungen (abs.) 86 m² VKF (abs.) 3.345 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !(!(!(!(!( !( !( !( !( !(!( !(!( Æ") !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !(!(!(!( !( !( !( !(Æ")!( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( Æ") !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Stadtteilzentrum Ostheim, Rösrather Str. / Frankfurter Str. Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:5.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.4 Stadtteilzentrum Ostheim, Zentrentyp: NZ Rösrather Straße / Frankfurter Straße Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Ostheim) 13.493 14.900 Stadtteil Ostheim 13.493 14.900 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Ostheim 5.053 90,7 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Ostheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf einer Länge von ca. 650 m entlang der Rösrather Straße zwischen dem Kreuzungsbereich Rösrather Straße und Frankfurter Straße im Westen und der Ludwig-Ronig-Straße im Osten und weitet sich entlang der Frankfurter Straße Richtung Norden bis zur Zehnthofstraße und in Richtung Süden bis zur Weinheimer Straße leicht auf. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird v. a. vom Geschäftsbesatz entlang der Rös- rather Straße und im Kreuzungsbereich mit der Frankfurter Straße bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich auf der südlichen Straßenseite der Rösrather Straße gegenüber des Lebensmitteldiscounters Penny, angrenzend an die Stadtbahntrasse. Eine weitere Potenzialfläche be- findet sich am östlichen Rand des Stadtteilzentrums im Bereich des Tankstellengrundstücks neben Lidl. Gegenüber 2010 erfolgt keine Veränderung der Zentrenabgrenzung. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Karadag (SM), Rewe (SM), Penny (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: zoologischer Bedarf (FG), Bekleidung (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Ostheim Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, kaum Angebote im mittel- und langfristigen Be- darfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, jedoch Nutzungsunterbrechung im östlichen Bereich des Zentrums Nutzungen (abs.) 69 m² VKF (abs.) 3.725 ^_ !( !( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( Æ") Æ") !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:4.200 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m M e r h e i m , O l p e n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 15025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 42 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.5 Stadtteilzentrum Merheim, Olpener Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Merheim, Neubrück) 20.022 21.600 Stadtteil Merheim 11.174 12.200 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Merheim 5.910 106,1 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Merheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Olpener Straße auf einer Länge von rd. 550 m zwischen der Briloner Straße im Westen und auf Höhe des Fenchelwegs im Osten. Darüber hinaus umfasst das Stadtteilzentrum kleinere Ausläufer des Kieskaulerwegs bis zur Stadtbahntrasse im Norden und im Südosten den Bereich des SB-Warenhauses Kaufland. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbe- satz entlang der Olpener Straße sowie im Kieskaulerweg bestimmt. Potenzialfläche durch Arrondierung Parkplätze im westlichen Bereich des ZVB möglich Gegenüber 2010 erfolgt eine leichte Verkürzung des Stadtteilzentrums nördlich der Stadtbahntrasse, da dieser Bereich überwiegend durch Wohnbebauung geprägt wird. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Das Futterhaus (FM) 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM), Aldi (DIS), Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Kaufland (SB) weitere nennenswerte Betriebe: Optik (FG), Kosmetik (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtteile Merheim und teilweise Neubrück Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum, Verkaufsfläche deutlich darüber Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus Angebot auch im langfristigen Be- darfsbereich, im mittelfristigen Bedarfsbereich lediglich Randsortimente des Kaufland aktueller Entwicklungsstand: stabil, mehrere Magnetbetriebe vorhanden Nutzungen (abs.) 57 m² VKF (abs.) 8.425 ")M ^_ ^_ ^_ ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B r ü c k , O l p e n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 46 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.6 Stadtteilzentrum Brück, Olpener Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Brück) 10.303 10.600 Stadtteil Brück 10.303 10.600 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Brück 7.095 127,4 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Brück. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Olpener Straße auf einer Länge von rd. 700 m zwischen der Einmündung In der Handschaft im Westen bis einschließlich des erweiterten Kreu- zungsbereiches Brücker Mauspfad im Osten. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbe- satz entlang der Olpener Straße bestimmt. Potenzialflächen sind im Kreuzungsbereich des Brücker Mauspfades mit der Olpener Straße auf der südwestlichen und der südöstlichen Straßenseite vorhanden. Hier wäre grundsätzlich die Neuordnung der Gebäude denkbar um Flächen für Neuansiedlungen zu schaffen. Gegenüber 2010 entfällt auf der südlichen Straßenseite der Olpener Straße die zweite Gebäudereihe, die ausschließlich durch Einrichtungen der sozialen Infrastruktur und Wohnnutzungen geprägt wird. Darüber hinaus wird der zentrale Versorgungsbereich östlich des Kreuzungsbereiches Olpener Straße / Brücker Mauspfad geringfügig verkürzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rossmann (FM), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Kosmetik (FG), Teppiche (FG), Bücher (FG) Wochenmarkt Olpener Straße (Dienstag / Freitag, 20 / 19 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Brück Anzahl der Betriebe sowie Verkaufsfläche des Zentrums liegen über den Orientierungswerten für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, darüber hinaus Angebot im mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, konstante Entwicklung Nutzungen (abs.) 72 m² VKF (abs.) 2.945 ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !(!(!( Æ") !( !( !(!( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !(!( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ´ 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.9 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m H ö h e n b e r g , O l p e n e r S t r a ß e Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 15025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.7 Stadtteilzentrum Höhenberg, Olpener Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Höhenberg) 12.465 13.100 Stadtteil Höhenberg 12.465 13.100 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Höhenberg 5.251 94,3 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Westen des Stadtteils Höhenberg. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf einer Länge von rd. 550 m entlang der Olpener Straße ausgehend vom Kreuzungsbereich Olpener Straße / Höhenberger Kirchweg im Westen, besitzt einen nördlichen Ausläufer in die Fuldaer Straße und endet westlich der Burgstraße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird durch den Geschäftsbesatz entlang der Olpener Straße und Fuldaer Straße bestimmt. Eine große Potenzialfläche befindet sich im Westen des zentralen Versorgungsbereiches im Kreu- zungsbereich der Olpener Straße / Germaniastraße auf der nordwestlichen Straßenseite (Postgelände). Gegenüber 2010 erfolgt eine Verkürzung des Stadtteilzentrums im Osten aufgrund von fehlenden Ein- zelhandelsnutzungen bzw. Potenzialflächen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Edeka (SM), Penny (DIS), Norma (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Fahrräder (FG), Schmuck (FG), Spielwaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Höhenberg Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche liegen leicht über dem Orientierungswert für ein Stadteilzent- rum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich, Ausbaupotenzial im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil trotz relativ hohem Wettbewerbsdruck durch Nähe zum BZ Kalk Nutzungen (abs.) 60 m² VKF (abs.) 2.530 ")M ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.10 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Neubrück Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.8 Nahversorgungszentrum Neubrück Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Neubrück, Bungalow- Siedlung 8.840 - Stadtteil Neubrück 8.848 9.400 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Neubrück 4.836 86,8 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Neubrück. Der zentrale Versorgungsbereich befindet sich im Bereich des Weismantelweges und des Platzes An St. Adelheid. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches richtet sich nach dem 1970 einheitlich geplanten und als Fußgängerzone ausgebauten Zentrum, wobei nur die Bereiche einbezogen werden, die durch Einzelhandel geprägt werden. Eine Potenzialfläche befindet sich im Osten des Zentrums (Parkpalette Heinrich-Lersch-Straße). Gegenüber 2010 entfallen auf der westlichen Seite die Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rossmann (FM), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Tedi (FM), Optik (FG), Hörakustik (FG), mediterrane Lebensmittel (FG) Wochenmarkt An St. Adelheid (Donnerstag, 33 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Neubrück und die angrenzende Bungalow- Siedlung Anzahl der Betriebe leicht oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszentrum, Verkaufs- flächenausstattung deutlich darüber Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus Angebote im langfristigen Bedarfs- bereich aktueller Entwicklungsstand: grundsätzlich stabil, leicht positive Entwicklung Nutzungen (abs.) 33 m² VKF (abs.) 2.110 ")M ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!(!(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 8.11 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k K a l k Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Humboldt/Gremberg, Taunusstr. / Gremberger Str. Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:5.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 8 Stadtbezirk Kalk 8.6.9 Nahversorgungszentrum Humboldt / Gremberg, Zentrentyp: NV Z Taunusstraße / Gremberger Straße Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Humbolt, Siedlung Humbolt, Siedlung Lüderich) 13.348 - Stadtteil Humbolt-Gremberg 15.468 16.600 Stadtbezirk Kalk 120.689 131.300 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Humbolt-Gremberg 4.530 81,3 Stadtbezirk Kalk 5.347 96,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Westen des Stadtteils Humboldt / Gremberg. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf einer Länge von rd. 400 m entlang der Taunusstra- ße zwischen der Gießener Straße und der Gremberger Straße. Im Süden weitet sich das Nahversor- gungszentrum entlang der Gremberger Straße bis zur Flammersfelder Straße auf. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches orientiert sich an dem Geschäftsbesatz entlang der Taunusstraße und der Gremberger Straße. Es befindet sich keine Potenzialfläche im zentralen Versorgungsbereich. Gegenüber 2010 erfolgt eine Verkürzung des zentralen Versorgungsbereiches im Osten an der Grem- berger Straße. Hier ist kein durchgehender Einzelhandelsbesatz vorhanden und dieser Bereich wird ins- besondere durch Komplementärnutzungen geprägt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² kik (DIS), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Obst- & Gemüse (FG), Haushaltswaren (FG) Wochenmarkt Gremberger Straße (Donnerstag, 8 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Humboldt und die Siedlungen Humboldt und Lüderich Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Nahversorgungszen- trum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus umfassendes Angebot im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, aber Verkaufsflächenrückgang seit 2008 Nutzungen (abs.) 76 m² VKF (abs.) 1.930 Stadtbezirk 9 - Mülheim 9. Bezirksspezifische Veränderungen der Zentrenstruktur gegenüber dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 13 der 15 im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Mülheim haben sich im Kontext ihrer jeweiligen Funktionszuweisung in der Praxis bewährt, sodass diese im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 ohne Veränderungen fortgeschrieben werden. Zur Aufrechterhaltung und Stärkung der städtebaulich-funktionalen Zentrenhierarchie werden im Kontext der Konzeptfortschreibung das ehemalige Bezirkszentrum Mülheim, Wiener Platz sowie das ehemalige Stadtteilzentrum Dellbrück künftig jeweils als Bezirksteilzentrum ausgewiesen. Gleichzeitig wurden die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung von städtebaulich-funktionalen Aspekten sowie veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Zusätzlich zu den 15 zentralen Versorgungsbereichen im Bezirk Mülheim wird das geplante Nahversorgungszentrum Mülheim-Süd im Kontext der perspektivischen Quartiersentwicklung auf dem ehemaligen Areal der Deutz AG zur Sicherstellung der zukünftigen Versorgung der dortigen Bewohnerinnen und Bewohner konzeptionell neu ausgewiesen (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Veränderungen der Zentrenstruktur Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Fortschreibung Neuausweisung Bezirkszentrum Mülheim, Wiener Platz / Frankfurter Straße ✘ Bezirksteilzentrum Stadtteilzentrum Mülheim, Buchheimer Straße Stadtteilzentrum Mülheim, Berliner Straße Stadtteilzentrum Mülheim, Keupstraße Stadtteilzentrum Buchforst Stadtteilzentrum Höhenhaus, Im Weidenbusch Stadtteilzentrum Dünnwald Stadtteilzentrum Holweide-West Stadtteilzentrum Holweide-Ost Stadtteilzentrum Dellbrück, Dellbrücker Hauptstraße ✘ Bezirksteilzentrum Nahversorgungszentrum Mülheim, Stegerwaldsiedlung Nahversorgungszentrum Buchheim Nahversorgungszentrum Höhenhaus, Fixheider Weg / Berliner Straße Nahversorgungszentrum Stammheim Nahversorgungszentrum Flittard (geplantes) Nahversorgungszentrum Mülheim-Süd Sonderstandort Buchheim Sonderstandort Dellbrück Neben der Gesamtübersicht über die Zentrenstruktur des Stadtbezirks Mülheim werden nachfolgend die räumlichen Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche fortlaufend kartographisch dargestellt. Daneben wird die jeweilige Darstellung mit einem Auszug aus dem dazugehörigen Zentrenpass, welcher einen Überblick über die wesentlichen Strukturdaten des zentralen Versorgungsbereiches gibt, ergänzt. ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M ")M !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( #* !( !( !( !( !( !( #* !( !( !( !( !( !( #* !( NVZ Mülheim-Süd STZ Dünnwald STZ Holweide-West STZ Holweide-Ost BTZ Dellbrück, Dellbrücker Hauptstr. STZ Mülheim, Berliner Str. STZ Buchforst STZ Mülheim, Keupstr. STZ Höhenhaus, Im Weidenbruch STZ Mülheim, Buchheimer Str. BTZ Mülheim, Wiener Platz/Frankfurter Str. NVZ Stegerwaldsiedlung NVZ Buchheim Sonderstandort Buchheim Sonderstandort Dellbrück NVZ Flittard NVZ Stammheim NVZ Höhenhaus, Fixheider Weg/Berliner Str. Kartengrundlage: Stadt Köln Darstellung: GMA 2017 Nutzungsstruktur Erdgeschoss B e z i r k s z e n t r u m R o d e n k i r c h e n H a u p t s t r a ß e ´ Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: Z e n t r e n - u n d S t a n d o r t s t r u k t u r 0 500 1.000 1.500 2.000250 Meter E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m GMA 2019 GMA 2016 Stadt Köln 1:35.000 Karte: 9.1 Zentrenstruktur / Versorgungsgebiete BTZ - Bezirksteilzentrum Versorgungsgebiet STZ - Stadtteilzentrum Versorgungsgebiet NVZ - Nahversorgungszentrum Versorgungsgebiet Sonderstandort Nahversorgungszentrum geplant Versorgungsgebiet !( Nahversorgung / Einzugsbereiche bedeutsame Lebensmittelbetriebe, i. d. R. ab 400 m² VKF SB-Warenhaus Verbrauchermarkt Supermarkt #* ") Discounter !( Wochenmarkt")M 700 Meter Radius um geplantes NVZ 700 Meter Radius um die Zentren 700 Meter Radius um die Betriebe ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k M ü l h e i m B e z i r k s z t e i l z e n t r u m M ü l h e i m , W i e n e r P l a t z / F r a n k f u r t e r S t r . E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentr enk onzep t K öln 2020 ")M ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 9.4 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln0 50 100 150 200 250 Meter 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.1 Bezirksteilzentrum M ülheim, Wiener Platz / Frankfurter Straße Zentrentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Mülheim, Buchforst, Buch- heim, Stammheim, Flittard) 79.479 84.400 Stadtteil Mülheim 43.019 45.900 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- index Stadtteil Mülheim 5.298 95,1 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im südwestlichen Bereich des Stadtbezirks Mülheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 750 m entlang der Frankfurter Straße zwischen dem Wiener Platz und dem Bahnhof Mülheim. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbesatz entlang der Frankfur- ter Straße bestimmt. Daneben umfasst das Zentrum auch den Standort des SB-Warenhauses Kaufland, der zwischen den Bahngleisen jedoch nur einen geringen fußläufigen Bezug zum übrigen Zentrum auf- weist. Eine Potenzialfläche ist nicht vorhanden. Gegenüber 2010 entfallen im Bereich der Eulenbergstraße und der Graf-Adolf-Straße vereinzelt Ge- bäudeparzellen, die keine Einzelhandelsnutzungen aufweisen und sich in zweiter Reihe befinden. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rossmann (FM), Rewe (SM), Netto (DIS), Mayersche Buchhandlung (FM), Pen & Paper (FM), dm (FM), Deichmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² Lidl (DIS), Woolworth (KH) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Kaufland (SB) weitere nennenswerte Betriebe Biomarkt (SM), türkische Lebensmittel (SM), Obst & Gemüse (FG), Fisch (FG) Wochenmarkt Wiener Platz (Dienstag, Donnerstag, Samstag, 17 / 23 / 16 Markt- stände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: insbesondere für den westlichen Stadtbezirk Mülheim Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche deutlich über Orientierungswerten für ein Bezirksteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarf, gutes Angebot im langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: leicht instabil, z. T. qualitative Defiziten, aber auch Trading-Up-Tendenzen Nutzungen (abs.) 211 m² VKF (abs.) 17.670 ´ Nutzungsstruktur Erdgeschoss S t a d t b e z i r k M ü l h e i m B e z i r k s z t e i l z e n t r u m D e l l b r ü c k , D e l l b r ü c k e r H a u p t s t r . E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentr enk onzep t K öln 2020 ")M ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( Æ") !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Leerstand Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( ^_ Auto- oder MotorradhandelÆ") Komplementärnutzungen 1:4.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze ")M Karte: 9.5 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln0 50 100 150 200 250 Meter 32 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.2 Bezirksteilzentrum Dellbrück, Dellbrücker Hauptstraße Zen trentyp: HZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadttei- le Dellbrück, Holweide, Hö- henhaus, Dünnwald) 69.834 71.100 Stadtteil Dellbrück 21.433 22.000 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Dellbrück 6.793 122,0 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Dellbrück. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Dellbrücker Hauptstraße zwischen der Ernastraße im Norden und der Straße Im Wieschen im Süden mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 900 m. Darüber hinaus umfasst das Zentrum auch einen Ausläufer in Richtung Osten entlang der Ber- gisch Gladbacher Straße sowie im Bereich der Straße An der Kemperwiese. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a. durch den Geschäftsbesatz entlang der Dellbrücker Hauptstra- ße bestimmt. Im Bereich An der Kemperwiese findet der Wochenmarkt statt, der östliche Ausläufer ent- lang der Bergisch Gladbacher Straße wird ebenfalls durch Einzelh andel geprägt (u. a. Supermarkt Rewe). Eine Potenzialfläche befindet sich im nördlichen Zentrumsbereich im Kreuzungsbereich Ernastraße / Dellbrücker Hauptstraße. Gegenüber 2010 wird das Zentrum erstmalig als Bezirksteilzentrum ausgewiesen. Aufgrund des Feh- lens von Einzelhandelsnutzungen wird es im Südosten geringfügig gekürzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Fressnapf (FM), Aquaristik / Animal world (FM), Zweirad-Center Prumbaum (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (SM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: dm (FM), Rossmann (FM), NDK (FM), Wein (FG), Kinderbekleidung (FM) Wochenmarkt An der Kemperwiese (Donnerstag, 29 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den östlichen Stadtbezirk Mülheim Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Bezirksteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch Angebote im mittel- und lang- fristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, insb. im Angebotssegment des kurz- und mittelfristigen Bedarfs Nutzungen (abs.) 204 m² VKF (abs.) 10.815 ^_^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !(!( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ´ 1:6.439 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.6 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m M ü l h e i m , B u c h h e i m e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 25 50 75 10012,5 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.3 Stadtteilzentrum Mülheim, Buchheimer Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Mülheim) 11.099 - Stadtteil Mülheim 43.019 45.900 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Mülheim 5.298 95,1 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Mülheim, angrenzend an das Bezirksteilzentrum Mülheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 250 m entlang der Buchheimer Straße zwischen dem Wiener Platz und der Wallstraße. Die Abgrenzung des Zentrums wird v. a durch die straßenbegleitenden Nutzungen entlang der Buch- heimer Straße bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich nicht im zentralen Versorgungsbereich, wobei auf verschiedene Leerstände im westlichen Bereich des Zentrums hinzuweisen ist. Gegenüber 2010 entfallen im Norden sowie Nordwesten Bereiche aus dem Zentrum, welche keine wesentlichen zentrenprägenden Nutzungen aufweisen (v. a. Einrichtungen der sozialen Infrastruktur) und daher keine Potenzialflächen darstellen. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Netto (DIS), Matratzen Concord (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Spielwaren (FG), Fahrräder (FG), Kunst (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für das Stadtviertel Mülheim Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger und langfristiger Bedarfsbereich, geringe Ausstattung im mittelfristi- gen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, trading-down-Tendenzen im westlichen Bereich des Zent- rums Nutzungen (abs.) 75 m² VKF (abs.) 4.140 ^_ ^_^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( ") ") ´ 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.7 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m M ü l h e i m , B e r l i n e r S t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 42 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.4 Stadtteilzentrum Mülheim, B erliner Straße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Mülheim-Nord, Bö- cking-Siedlung, Bruder- Klaus-Siedlung, Siedlung Neurath) 14.096 - Stadtteil Mülheim 43.019 45.900 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Mülheim 5.298 95,1 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im Norden des Stadtteils Mülheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 750 m entlang der Berliner Straße zwischen Clevischer Ring und Rixdorfer Straße und weitet sich im südlichen Bereich des Zentrums auf den Marktplatz bis hin zur Markgrafenstraße auf. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch die an die Berliner Straße angrenzenden Nutzungen bestimmt; die leichte Aufweitung des Zentrums am Marktplatz erfolgt aufgrund des dort an- sässigen Netto Lebensmitteldiscounters sowie der Nutzung des Bereichs für den Wochenmarkt. Eine Potenzialfläche ist im nordwestlichen Bereich des Zentrums auf dem Tankstellengrundstück vor- handen. Gegenüber 2010 kommt es zu keiner Änderung der Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Rossmann (FG), Karadag (SM), Netto (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Harbeke (FM), Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Heimtextilien (FG), Teppiche (FG) Wochenmarkt Schützenplatz (Dienstag / Samstag, 31 / 44 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Mülheim-Nord, Böcking-Siedlung, Bruder- Klaus-Siedlung, Siedlung Neurath Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche über dem Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarfsbereich mit Ergänzung im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, mehrere Magnetbetriebe vorhanden Nutzungen (abs.) 81 m² VKF (abs.) 5.410 ^_ ^_ !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !(!( !( !(!( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ^_ !( !(!( ") ") ") ") ") ") ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.8 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m M ü l h e i m , K e u p s t r . Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 46 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.5 Stadtteilzentrum Mülheim, Keupstraße Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Keupstraße, Mülhei- mer Stadtgarten) 12.068 - Stadtteil Mülheim 43.019 45.900 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Mülheim 5.298 95,1 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Mülheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf einer Länge von ca. 550 m entlang der Keupstraße zwischen der Stadtbahntrasse und der Bergisch Gladbacher Straße. Die Abgrenzung des Zentrums wird vom kleinteiligen Geschäftsbesatz entlang der Keupstraße be- stimmt, in den Randbereichen des Zentrums sind vorwiegend Wohnnutzungen bzw. ergänzende Kom- plementärnutzungen vorhanden. Eine Potenzialfläche befindet sich im Kreuzungsbereich zwischen der Keupstraße und der Schanzen- straße. Gegenüber 2010 wird der südöstliche Zentrenbereich entlang der Bergisch Gladbacher Straße auf- grund der fehlenden Nutzungen leicht verkürzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Göral Supermarkt (SM) 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Kinderbekleidung (FG), Brautmode (FG), Herrenbekleidung (FG), Glas / Porzellan / Keramik (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Keupstraße und Mülheimer Stadtgarten Anzahl der Betriebe deutlich oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum, Verkaufsfläche entspricht dem Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: langfristiger Bedarfsbereich mit Ergänzung im kurz- und mittelfristigen Bedarfs- bereich aktueller Entwicklungsstand: stabil durch spezialisierte Angebotsstrukturen, trotz Fehlens eines we- sentlichen Magnetbetriebes Nutzungen (abs.) 110 m² VKF (abs.) 2.655 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ^_ ^_ ") ´ 1:3.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.9 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m B u c h f o r s t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.6 Stadtteilzentrum Buchforst Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Buchforst) 7.496 7.800 Stadtteil Buchforst 7.496 7.800 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Buchforst 4.806 86,3 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Das Zentrum befindet sich in zentraler Lage im Stadtteil Buchforst. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Waldecker Straße zwischen der Kasseler Straße und der Bundesstraße B 55 sowie auf Teilbereiche der Heidelberger Straße (Nord-Süd- Ausdehnung rd. 450 m). Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den straßenbegleitenden Geschäftsbesatz entlang der Waldecker Straße bestimmt, wobei im südlichen Zentrumsverlauf die Nutzungen v. a. auf der westlichen Straßenseite angeordnet sind. Darüber hinaus umfasst das Zentrum auch die direkt an- grenzenden Einzelhandelsnutzungen in der Heidelberger Straße. Es befinden sich keine Potenzialflächen im zentralen Versorgungsbereich. Gegenüber 2010 wird sowohl im westlichen als auch im östlichen Bereich der Heidelberger Straße das Zentrum aufgrund des fehlenden Einzelhandelsbesatzes verkürzt, Potenzialflächen befinden sich hier nicht. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² kik (DIS) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Norma (DIS), Karadag (SM), Elektrowaren (FG) Wochenmarkt Waldecker Straße (Mittwoch / Samstag, 27 / 29 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Buchforst Anzahl der Betriebe durchschnittlich, Verkaufsfläche leicht unterhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus Angebote auch im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: rückläufige Einzelhandelsentwicklung, noch stabil Nutzungen (abs.) 59 m² VKF (abs.) 2.320 ^_ ^_ ^_ ^_^_^_ !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ^_ !( !( !( !( ") ´ 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.10 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m H ö h e n h a u s , I m W e i d e n b r u c h Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.7 Stadtteilzentrum Höhenhaus, Im Weidenbruch Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Berliner Straße, Sied- lung Emberg, Siedlung Schönrath) 15.499 - Stadtteil Höhenhaus 15.499 15.300 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Höhenhaus 6.337 113,8 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Süden des Stadtteils Höhenhaus. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Straße im Weidenbruch vom Hülsenweg bis zur Einmündung Honschaftsstraße auf einer Länge von ca. 230 m. Von der Kreuzung im Weidenbruch / Honschaftsstraße verläuft der zentrale Versorgungsbereich in Nord-Süd-Richtung bis zur Einmündung Malvenweg auf etwa 150 m. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird durch den Geschäftsbesatz entlang der Straße im Weidenbruch und der Honschaftsstraße geprägt. Eine Potenzialfläche befindet sich am Hülsenweg in zweiter Reihe zum Nutzungsbesatz angrenzend an den Lebensmittelvollsortimenter. Gegenüber 2010 erfolgt eine Verkürzung der Ausläufer auf der Straße im Weidenbruch in östlicher Richtung, da dort fast ausschließlich Komplementärnutzungen verortet sind. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Penny (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Bekleidung (FG), Uhren / Schmuck (FG), Optiker (FG), Schreibwa- ren (FG), Reformwaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den Stadtteil Höhenhaus Anzahl der Betriebe geringer als Orientierungswert für ein Stadtteilzentrum, Verkaufsflächengröße je- doch entsprechend Angebotsschwerpunkt: im kurzfristigen Bedarf, geringes Angebot im mittel- und langfristigen Bedarf aktueller Entwicklungsstand: stabil, rückläufiges Angebot im mittelfristigen / langfristigen Bedarfsbe- reich Nutzungen (abs.) 62 m² VKF (abs.) 2.660 ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_ ^_^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( ´ 1:5.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.11 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzep t K öln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m D ü n n w a l d Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.8 Stadtteilzentrum Dünnwald Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtteil Dünnwald) 11.755 11.700 Stadtteil Dünnwald 11.755 11.700 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Dünnwald 5.498 98,7 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage im Stadtteil Dünnwald. Der zentrale Versorgungsbereich verläuft auf einer Länge von rd. 800 m entlang der Berliner Straße zwischen der Einmündung zur Odenthaler Straße im Norden und bis zur Leuchterstraße im Süden und weitet sich auf Höhe der Prämonstratenserstraße Richtung Westen leicht auf. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbesatz entlang der Berliner Straße bestimmt und wird sowohl im Norden, im Süden und im Bereich der Aufweitung auf Höhe der Prämonstratenserstraße durch die dort ansässigen größeren Einzelhandelsbetriebe geprägt. Eine Potenzialfläche befindet sich im südwestlichen Bereich des Zentrums auf einer Freifläche an- grenzend an den Lebensmittelvollsortimenter und im Bereich der Prämonstratenserstraße. Gegenüber 2010 verringert sich der zentrale Versorgungsbereich im Nordosten im Bereich der Odent- haler Straße und im Südosten im Bereich der Leuchterstraße, da hier kein strukturprägender Einzel- handel vorhanden ist und die Bahngleise als Zäsur wirken. Dahingegen wurden im Bereich der Prä- monstratenserstraße und im Südwesten im Bereich der Leuchterstraße die Grenzen des zentralen Ver- sorgungsbereiches erweitert, um geeignete Potenzialflächen zu integrieren. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² kik (DIS), Centershop (PB) 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM), Aldi (DIS), Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Florist (FG), Uhren / Schmuck (FG), Optiker (FG), Bekleidung (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für den ganzen Stadtteil Dünnwald Anzahl der Betriebe entspricht dem Orientierungswert, Verkaufsfläche liegt deutlich darüber Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarf, auch Angebot im mittel- und langfristigen Bereich vor- handen aktueller Entwicklungsstand: stabil, aber rückläufige Ausstattung, mehrere Magnetbetriebe vorhanden Nutzungen (abs.) 88 m² VKF (abs.) 4.700 ^_ !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( Æ") Æ") Æ") !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") !(") ´ 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.12 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m H o l w e i d e - W e s t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 40 80 120 16020 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 62 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.9 Stadtteilzentrum Holweide-West Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Holweide-West, Sied- lung Wichheim, Siedlung Schlagbaum) 9.682 - Stadtteil Holweide 21.147 22.100 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Holweide 5.663 101,7 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im westlichen Bereich des Stadtteils Holweide. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich auf rd. 650 m entlang der Bergisch Gladbacher Straße zwischen dem Autobahnanschluss im Westen und einer Freifläche (Spielplatz) im Osten. Das Zentrum weitet sich im Bereich der Steyler Straße mit den hier angrenzenden Einzelhandelsnutzungen auf. Die Abgrenzung des Zentrums richtet sich nach den eher atypischen Baustrukturen in diesem Sied- lungsbereich und umfasst sowohl die kleinteiligen Nutzungen im östlichen Bereich des Zentrums als auch die autokundenorientierten großflächigen Einzelhandelseinrichtungen im westlichen Bereich des Zentrums entlang der Steyler Straße. Eine Potenzialfläche befindet sich im östlichen Bereich der Steyler Straße, wobei v. a. der kleinteilige Besatz im Osten des Zentrums entlang der Bergisch Gladbacher Straße gestärkt werden sollte. Gegenüber 2010 erfolgt keine nennenswerte Veränderung der Zentrumsabgrenzung. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Mühlenz Schuhe (FM), Schneider‘s Getränkemarkt (FM), cologne sport (FM), kik (DIS), Aldi (DIS), dm (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² Toys’R’Us (FM), Küchen Schaffrath (FM) weitere nennenswerte Betriebe: Sanitätswaren (FG), Sportartikel (FG), Kunst (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: v. a. für die Stadtviertel Holweide-West, Siedlung Wichheim und Siedlung Schlagbaum Anzahl der Betriebe im Durchschnitt, Verkaufsfläche deutlich über dem Orientierungswert für ein STZ Angebotsschwerpunkt: langfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus gutes Angebot im kurz- und mittel- fristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, gute und vielseitige Ausstattung Nutzungen (abs.) 76 m² VKF (abs.) 13.240 ^_ ^_ ^_^_ !(!( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !(!(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( Æ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ")") ") ") ")!( !( ") ´ 1:4.500 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.13 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Z en t r en k o n z ep t K ö ln 2 02 0S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH S t a d t t e i l z e n t r u m H o l w e i d e - O s t Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt")M Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 66 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.10 Stadtteilzentrum Holweide-Ost Zentrentyp: NZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Holweide-Ost, Schweinheim, Iddelsfeld, Ober-Iddelsfeld, Zuordnung Holweide) 11.465 - Stadtteil Holweide 21.147 22.100 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Holweide 5.663 101,7 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im östlichen Bereich des Stadtteils Holweide. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst auf einer Länge von rd. 750 m die Nutzungen entlang der Bergisch Gladbacher Straße zwischen der Maria-Himmelfahrt-Straße und Schwabstraße. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbesatz entlang der Bergisch Gladbacher Straße bestimmt, nimmt jedoch im westlichen Bereich des Zentrums ab und beschränkt sich hier auf die südliche Straßenseite. Auf der nördlichen Straßenseite befindet sich der Marktplatz. Eine Potenzialfläche ist im Zentrum nicht vorhanden, wobei auf verschiedene Leerstände hinzuweisen ist, die nachgenutzt werden sollten. Gegenüber 2010 Änderungen im westlichen Bereich des zentralen Versorgungsbereiches, da hier der Einzelhandelsbesatz abnimmt und v. a. durch Einrichtungen der sozialen Infrastruktur geprägt wird und keine Potenzialfläche vorhanden ist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² denn’s Biomarkt (SM), Rossmann (FM) 800 bis unter 1.500 m² Rewe (SM), Aldi (DIS), Antiquitäten (FM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Sanitätswaren (FG), Elektrowaren (FG) Wochenmarkt Bergisch Gladbacher Straße (Samstag, 12 Marktstände) Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Holweide-Ost, Schweinheim, Iddelsfeld, Ober-Iddelsfeld Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche oberhalb des Orientierungswertes für ein Stadtteilzentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus auch Angebote im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil und seit 2006 gewachsen, mehrere Magnetbetriebe vorhanden Nutzungen (abs.) 83 m² VKF (abs.) 5.680 ^_ !(!( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ^_ !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.14 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Mülheim, Stegerwaldsiedlung Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 70 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.11 Nahversorgungszentrum Stegerwaldsiedlung Zentrentyp: NV Z Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (südli- cher Bereich des Stadtvier- tels Stegerwaldsiedlung) 4.360 - Stadtteil Mülheim 43.019 45.900 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Mülheim 5.298 95,1 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im südlichen Bereich des Stadtteils Mülheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Deutz-Mülheimer Straße zwischen dem Einmündungsbereich der Ferdinandstraße und der Gaußstraße. Im südlichen Bereich des Zentrums weitet sich dieses auf und umfasst den vorhandenen Lebensmitteldiscounter Lidl. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Süden durch den vorhandenen Geschäftsbesatz entlang der Deutz-Mülheimer Straße bestimmt. Im Norden weist das Zentrum eine Potenzialfläche auf. Die Potenzialfläche befindet sich auf der west- lichen Straßenseite der Deutz-Mülheimer Straße, darüber hinaus entsteht auf der westlichen Straßen- seite im mittleren Bereich des Zentrums eine weitere Geschäftszeile. Gegenüber 2010 wird der zentrale Versorgungsbereich im Osten im Bereich der Adam-Stegerwald- Straße gekürzt, da hier keine wesentlichen Einzelhandelsnutzungen vorhanden sind. Darüber hinaus wird auf der westlichen Straßenseite der Deutz-Mülheimer Straße das Zentrum den vorhandenen Be- bauungsplänen und Planungen angepasst. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Lidl (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Möbel (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für einen Teilbereich des Stadtviertels Stegerwaldsiedlung Anzahl der Betriebe unterhalb des NVZ-Orientierungswertes, Verkaufsflächenausstattung diesem ent- sprechend Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, darüber hinaus geringes Angebot im langfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: geringe Ausstattung, instabil, jedoch vorhandene Potenzialfläche Nutzungen (abs.) 9 m² VKF (abs.) 1.465 ^_ ^_ ^_ ^_ !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ")")") ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( !( !( ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.15 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zen tre nko nze pt Köln 20 20S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Buchheim Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 74 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.12 Nahversorgungszentrum Buchheim Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Buchheim, Siedlung Buchheim) 12.207 - Stadtteil Buchheim 13.190 14.500 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Buchheim 4.983 89,5 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage am westlichen Rand des Stadtteils Buchheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Frankfurter Straße zwischen der Bahntrasse im Norden und der Heidelberger Straße sowie im westlichen Bereich der Alte Wipperfürther Straße. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den straßenbeglei- tenden Geschäftsbesatz entlang der Frankfurter Straße bestimmt. In der Alte Wipperfürther Straße ist darüber hinaus auf den Lebensmitteldiscounter Netto in zweiter Reihe hinzuweisen. Im Süden des Zentrums auf der westlichen Straßenseite der Frankfurter Straße befindet sich eine Po- tenzialfläche. Gegenüber 2010 erfolgt lediglich eine geringe Verkürzung des Zentrums im Süden, angrenzend an die Bahngleise, da sich die heutige Potenzialfläche straßenbegleitend entlang der Frankfurter Straße er- streckt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Netto (DIS) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Spielwaren (FG), Schuhe (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für das Stadtviertel Buchheim sowie die Siedlung Buchheim Anzahl der Betriebe über dem Orientierungswert für ein NVZ, Verkaufsfläche entspricht dem Orientie- rungswert für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt: kurzfristiger Bedarfsbereich, nur ausschnittweises Angebot im mittel- und lang- fristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: instabil, nur ein Magnetbetrieb vorhanden Nutzungen (abs.) 47 m² VKF (abs.) 1.140 ^_ ^_ ^_ !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") !( !( ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.16 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Höhenhaus, Fixheider Weg/Berliner Str. Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.500 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 78 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.13 Nahversorgungszentrum Höhenhaus, Fixheider Weg / Berliner Straße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Berliner Straße, Sied- lung Emberg, Siedlung Schönrath) 5.204 - Stadtteil Höhenhaus 15.499 15.300 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Höhenhaus 6.337 113,8 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im westlichen Teil des Stadtteils Höhenhaus. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst auf einer Länge von etwa 280 m Geschäftsbereiche entlang der Berliner Straße zwischen dem Rewe-Markt und der Einmündung Bodestraße. Die Abgrenzung des Zentrums wird vor allem durch die Nutzungen entlang der Berliner Straße ge- prägt, nimmt jedoch in südlicher Richtung ab. Eine Potenzialfläche ist im Zentrum nicht vorhanden. Gegenüber 2010 ergeben sich Veränderungen im südlichen Bereich des Zentrums. Hier reduziert sich die Fläche, da der Einzelhandelsbesatz stark abnimmt, die Wohnnutzung im Vordergrund steht und kei- ne Potenzialfläche vorhanden ist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² Rewe (SM) über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Apotheke (FG), Haushaltsgeräte (FG), Bäckerei (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für das Stadtviertel Berliner Straße, Siedlung Emberg und Schönrath Anzahl der Betriebe leicht oberhalb des Orientierungswertes, Verkaufsfläche über dem Orientierungs- wert. Angebotsschwerpunkt: nahezu ausschließlich im kurzfristigen Bedarf. aktueller Entwicklungsstand: stabil, jedoch geringes qualitatives und quantitatives Angebot Nutzungen (abs.) 20 m² VKF (abs.) 1.835 ^_ ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ^_ ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.17 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Stammheim Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:2.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 82 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.14 Nahversorgungszentrum Stammheim Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Siedlung Stammheim- Nord, -Süd, Stammheim) 7.870 - Stadtteil Stammheim 7.874 8.100 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Stammheim 5.381 96,6 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im dörflich geprägten Kern Alt-Stammheim. Der zentrale Versorgungsbereich erstreckt sich entlang der Gisbertstraße auf rd. 250 m zwischen dem Stammheimer Ring und der Bonhoefferstraße. Die Abgrenzung des Zentrums umfasst im Wesentlichen die Einzelhandelsnutzungen entlang der Gis- bertstraße sowie einen kleinen Ausläufer im südlichen Bereich entlang der Bonhoefferstraße. Eine Potenzialfläche befindet sich angrenzend an den Stammheimer Ring, auf welcher zwischenzeit- lich der Lebensmittelmarkt Rewe eröffnet hat. Gegenüber 2010 entfallen im westlichen Bereich entlang der Gisbertstraße Teilbereiche aus der Ab- grenzung des zentralen Versorgungsbereiches, da hier überwiegend Wohnnutzungen dominieren und keine weitere Potenzialfläche vorhanden ist. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Spielwaren (FG), Blumen (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Siedlung Stammheim-Nord, Siedlung Stammheim-Süd und Stammheim Anzahl der Betriebe durchschnittlich und Verkaufsfläche unterhalb des Orientierungswertes für ein Nah- versorgungszentrum, im Nachgang der Erhebung hat jedoch der Anbieter Rewe eröffnet Angebotsschwerpunkt: insbesondere im kurzfristigen Bedarfsbereich, mit Ergänzungen im mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: grundsätzlich noch stabil, mit dem nach der Erhebung eröffneten Rewe- Markt ein Magnetbetrieb vorhanden Nutzungen (abs.) 30 m² VKF (abs.) 260 ^_ ^_ !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !( !(!( !( !( !( !( !( !( !( !( !( ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ") ´ Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Nutzungsstruktur Karte: 9.18 Erdgeschoss E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle!cS !cH Nahversorgungszentrum Flittard Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm ") ") ") Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur !( !( !( Komplementärnutzungen ")M Auto- oder MotorradhandelÆ") 0 50 100 150 20025 Meter ^_ Leerstand 1:3.000 Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2019 GMA 2017 Stadt Köln 86 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil B – 9 Stadtbezirk Mülheim 9.6.15 Nahversorgungszentrum Flittard Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadt- viertel Flittard, Bayer- Siedlung) 7.850 - Stadtteil Flittard 7.900 8.100 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kauf- kraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Flittard 5.990 107,5 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Lage im alten Ortskern des Stadtteils Flittard. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst den Geschäftsbereich im Kreuzungsbereich der Everger- straße / Edelhofstraße / Paulinenhofstraße mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 300 m und einer West-Ost-Ausdehnung von ca. 200 m. Die Abgrenzung des Zentrums wird im Wesentlichen durch den Geschäftsbesatz entlang der Everger- straße, Edelhofstraße und Paulinenhofstraße bestimmt. In den Randbereichen nimmt die Nutzungsdich- te im Einzelhandel und in den ergänzenden Komplementärnutzungen stark ab, sodass diese nicht zum zentralen Versorgungsbereich gezählt werden. Eine Potenzialfläche befindet sich in der Paulinenhofstraße im dort ansässigen Leerstand (ehemaliger Aldi-Standort), wobei das Gebäude derzeit an einzelnen Tagen der Woche durch ein Fashion-Outlet genutzt wird. Gegenüber 2010 wird die Ausdehnung des Zentrums entlang der Evergerstraße im Nordwesten ver- kürzt, da sich hier ausschließlich Wohnnutzungen befinden. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbere ichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² Edeka (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Drogeriewaren (FG), Bekleidung (FG), Elektrowaren (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: im Wesentlichen für die Stadtviertel Flittard und Bayer-Siedlung Anzahl der Betriebe und Verkaufsflächenausstattung oberhalb des NVZ-Orientierungswertes Angebotsschwerpunkt: fast ausschließlich kurzfristiger Bedarfsbereich, geringes Angebot im mittelfristi- gen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: noch stabil, jedoch rückläufige Tendenzen hinsichtlich der Angebotsaus- stattung im Zentrum Nutzungen (abs.) 32 m² VKF (abs.) 1.485 -
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/15 151/1 Vorlagen-Nummer 1538/2020/1 Freigabedatum 19.10.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Fortschreibung des Einzel- handels- und Zentrenkonzept (Anlagen 6 und 7) sowie die Beschlussempfehlungen der BV 2 und BV 5 (Anlagen 4 und 5) zur Kenntnis. 2. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Steuerung des Einzelhandels. Die Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlagen 2, 2.1 und 2.2 (Zentrenübersicht) dar- Stadtentwicklungsausschuss 27.10.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz) 03.11.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 03.11.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 07.11.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.11.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 07.11.2022 Wirtschaftsausschuss 17.11.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 17.11.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 24.11.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 28.11.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 01.12.2022 Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 Rat 08.12.2022 2 gestellt. Zur Klarstellung der Regelungsinhalte des EHZK werden die Kapitel 5 und 6 der Langfassung gemäß Anlage 3.2 angepasst. 3. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konsequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 4. Zur Erfassung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städte- baulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine regelmäßige Überprüfung des Einzelhan- delsbesatzes im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe ist eine systematische Leerstandserhebung erforderlich. Alternative: Der Rat verzichtet auf den Beschluss des fortgeschriebenen EHZK, auf eine Begleitung der Umset- zung des EHZK durch den Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) sowie die fortlaufende Über- prüfung der Datenbasis. Damit verzichtet er auf die Anpassung der Möglichkeiten einer Steuerung des Einzelhandels. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Aktueller Sachstand Die Vorlage 1538/2020, Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept wurde im ersten Bera- tungslauf von März bis Juni 2021 erstmalig durch die Fachausschüsse sowie die Bezirksvertretungen vorberaten. Aus den Bezirksvertretungen Rodenkirchen und Nippes wurde die Vorlage mit Änderun- gen empfohlen (vgl. Anlage 4 und 5). Des Weiteren wurden eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit durchgeführt. Auf Grundlage der Empfehlungen sowie der Beteili- gung wurde die Vorlage, wie im Folgenden beschrieben, ergänzt und wird nun erneut zur abschlie- ßenden Beratung vorgelegt. Anlage 0 liefert eine Navigationshilfe mit der übersichtlichen Darstellung von Änderungen und Ergänzungen in der Vorlage. Räumliche Änderungen aufgrund der Ergänzun- gen ergeben sich nur für die Bezirke Nippes und Mülheim aufgrund der Ausweisung bzw. Neuab- grenzung von zwei Nahversorgungszentren (vgl. Anlage 2.1 und 2.2). Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit fand vom 05.05. bis 18.06.2021 statt. Des Weiteren fand am 01.06.2021 eine öffentliche Online-Veranstaltung zur Vorstel- lung der wesentlichen Kerninhalte der Vorlage statt. Insgesamt wurden von den Trägern öffentlicher Belange 5 Stellungnahmen sowie 62 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit abgegeben. Die ausführ- liche Abwägung der Stellungnahmen ist in den Anlagen 6 und 7 der Vorlage dargestellt. Aufgrund der Abwägung der Stellungnahmen werden die neu abgegrenzte bzw. zusätzliche Ausweisung der zent- ralen Versorgungsbereiche „Weidenpesch - nördliche Neusser Straße“ und „Dellbrück – Hatzfeldstra- ße“ (s. Anlagen 2.1 und 2.2) vorgeschlagen. Weiterhin werden redaktionelle Anpassungen in Kapitel 5 und 6 des gutachterlichen Endberichts zur Fortschreibung des EHZK inklusive des Steuerungs- schemas und der Sortimentsliste (s. Anlage 3.2) vorgenommen. Bezüglich des Steuerungs- und An- siedlungsregelungen wurden Klarstellungen sowie redaktionelle Anpassungen vorgenommen. Das interne Bewertungsschema (vorher: Prüfschema) wurde in den Anhang 6.4 verschoben. Die Sorti- mentsliste wurde im Sinne landesplanerischer Vorgaben (LEP NRW) angepasst. In Anlage 3.1 sind die Änderungen in den Kapiteln der Anlage 1 (Fortschreibung EHZK – wesentliche Kernaussagen) in einer Schnellübersicht aufgeführt. Begründung Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) der Stadt Köln wurde am 17.12.2013 auf der Grund- lage der Vorlage von 2010 (Vorlage 3750/2010) nach umfassender Beratung in den Fachausschüs- sen und Bezirken vom Rat beschlossen. Zur Überprüfung und Fortschreibung des EHZK war es not- wendig die Datenbasis zu aktualisieren und hierbei insbesondere die Ausweisung und Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche den Anforderungen des Gesetzgebers und der einschlägigen Rechtsprechung entsprechend anzupassen. Die Verwaltung wurde daher vom Rat beauftragt das EHZK unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung und Entwicklungsperspektiven der Kölner Wochenmärkte (Vorlage 2002/2015) fortzuschreiben. Mit der Fortschreibung des EHZK werden auch die landesplanerischen Vorgaben zur Steuerung des Einzelhandels, die sich aus der Neufassung des LEP NRW ergeben, im Benehmen mit der Aufsichtsbehörde umgesetzt. Die Vorlage wurde daher im Vorfeld mit der Bezirksregierung Köln abgestimmt. 4 Für die Fortschreibung des EHZK wurde das Büro Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) in Köln mit einem umfassenden Gutachten beauftragt. In diesem Rahmen wurden die Einzel- handelsbetriebe im Kölner Stadtgebiet mit Sortimentszuordnung und Verkaufsflächengröße erhoben. Zusätzlich wurden frequenzerzeugende Komplementärnutzungen wie Gastronomiebetriebe, Dienst- leistungen, soziale Infrastruktur, Kultur- und Freizeiteinrichtungen erfasst. Auf Basis dieser Erhebung wurden alle mit Beschluss vom 17.12.2013 festgelegten zentralen Versorgungsbereiche überprüft, zum Teil neu abgegrenzt und ggf. neu eingestuft (Anlage 2). Auf der Grundlage der erhobenen Daten wurde die Kölner Handelslandschaft durch den Gutachter einer umfassenden Analyse und Bewertung unterzogen. Konkret wurden, in Anlehnung an das Kon- zept von 2013, hierbei - eine Darstellung der allgemeinen Entwicklungstendenzen im Einzelhandel und Bedeutung für die Stadt Köln, - eine Darstellung des aktuellen planungsrechtlichen Rahmens zur Steuerung des Einzelhan- dels, - eine Darstellung und Bewertung des Einzelhandelsangebotes in der Stadt Köln sowie Entwick- lungen des Einzelhandelsbesatzes seit der letzten Vollerhebung (2008) unter besonderer Be- rücksichtigung der Wochenmärkte, - eine Analyse der gegenwärtigen und künftigen Nachfragesituation und Bewertung im Hinblick auf Aspekte der Nahversorgung mit Benennung von Versorgungslücken und Handlungsmög- lichkeiten vorgenommen und auf dieser Grundlage Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Einzelhandelsan- gebotes, insbesondere in den zentralen Versorgungsbereichen gegeben. Ebenfalls wurden - eine Überprüfung und Anpassung der Zentren- und Standortstruktur in jedem Stadtbezirk, - eine Überprüfung sowie Anpassung, Abgrenzung und Begründung der zentralen Versor- gungsbereiche und sonstiger Standorte mit (aktueller und perspektivischer) Bedeutung für den Einzelhandel auf Basis der aktuellen rechtlichen Anforderungen sowie - eine Überprüfung und Anpassung der Sortimentsliste und der Grundsätze zur planungsrechtli- chen Steuerung der Einzelhandelsentwicklung vorgenommen. Die wesentlichen Kernaussagen der Fortschreibung (Anlage 1) basieren auf dem gutachterlichen Endbericht (Anlage 3). Der gutachterliche Endbericht enthält Detailanalysen und Handlungsempfeh- lungen, welche der Verwaltung - in Kooperation mit den Akteuren des örtlichen Handels - als Grund- lage von Strategien und Maßnahmen zur Entwicklung und Stärkung der zentralen Versorgungsberei- che sowie zur Verbesserung der Versorgung in den Kölner Stadtbezirken und Stadtteilen dient. Im Rahmen der Fortschreibung des EHZK wurden die Ziele der Einzelhandelssteuerung, die Zentren- und Standortstruktur, die Sortimentsliste sowie die Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche und daraus resultierend die Ansiedlungs- und Steuerungsregelungen überprüft. Die bisherigen Kern- aussagen können aufgrund des Gutachtens im Wesentlichen bestätigt werden. Das aktuelle Gutach- ten zur Fortschreibung zeigt, dass sich die Steuerung des Einzelhandels über das EHZK bewährt hat, so dass hiermit ein maßgeblicher Beitrag zur Stabilisierung und Stärkung der zentralen Versorgungs- bereiche geleistet werden konnte. Das 2013 beschlossene Zielsystem des EHZK ist weiterhin aktuell. Die Ziele sind: - Förderung der Attraktivität der Kölner City als Oberzentrum in der Region sowie als nationale und internationale Shoppingmetropole, - Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems in Köln, 5 - Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunktion sowie als Mittel- punkte des öffentlichen Lebens, der Identifikation und der Kommunikation innerhalb ihrer je- weiligen Versorgungsräume, - Sicherung und Verbesserung der wohnungsnahen Versorgung mit Waren und Dienstleistun- gen des täglichen Bedarfs, auch unter Berücksichtigung der Wochenmärkte, - Berücksichtigung von Sonderentwicklungen im Einzelhandel sowie der Folgen des demografi- schen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt. Der anhaltende Strukturwandel im Einzelhandel hat auch in Köln seine Spuren hinterlassen. So ist die Anzahl der erhobenen Betriebe zwischen 2008 und 2017 in Köln, dem Bundestrend entsprechend, zurückgegangen, während die Verkaufsfläche im Beobachtungszeitraum nahezu konstant geblieben ist (siehe Anlagen 1 und 3). Im Zuge dieser Entwicklung sind geringfügige Verschiebungen im hierar- chischen Zentrensystem Kölns erfolgt. Die hier vorgelegte Fortschreibung definiert im Stadtgebiet noch insgesamt 80 zentrale Versorgungsbereiche (ZVB). Das ist im Vergleich zur Vorlage 2013 ein ZVB weniger Die Ausweisung des geplanten Nahversorgungszentrum Lind (vgl. Anlage 3, S. 489) wird zurückgenommen, da Untersuchungen zur Lärmsituation im Rahmen des Bebauungsplanverfah- rens „Linder Höhe“ ergeben haben, dass die Lärmbelastung keine Wohnbebauung mit gesunden Wohnverhältnissen zulässt. Die „Corona-Pandemie“ hat die Einzelhandelslandschaft verändert. Die mittel- und langfristigen Ef- fekte sind heute noch nicht vollständig absehbar. Es ist jedoch bereits deutlich zu erkennen, dass die Krise als Trendbeschleuniger wirkt und die bereits länger anhaltenden Veränderungsprozesse (u. a. zunehmende Digitalisierung im Handel und Rückgang der Anzahl der Betriebe des stationären Ein- zelhandels) deutlich schneller voranschreiten. Die herausragende Stellung des Einzelhandels, der Gastronomie und der weiteren Komplementärnutzungen für die Belebung der Innenstadt und das soziale Leben wurde in der Krise besonders deutlich. Die vorübergehend behördlich verordnete Be- triebsschließung aller Einzelhandelsbetriebe (mit wenigen Ausnahmen, insbesondere für Anbieter mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten) hat sich bereits schwerwiegend auf den stationären Handel ausgewirkt. In dieser Krise, mit den damit einhergehenden Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen und veränderten Lieferketten, zeigt sich aber auch die Bedeutung und die Stärke des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems, der integrierten Nahversorgungslagen ebenso wie die zahlreichen Kölner Wochenmärkte als Stützpfeiler einer wohnortnahen Grundversorgung. Die übergeordneten Ziele des EHZK erhalten daher besondere Aktualität. Das Leitbild eines feinmaschigen Versorgungs- netzes bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern Kölns die Möglichkeit, sich auf kurzem Wege und auf viele verschiedene Standorte verteilt zu versorgen und zeigt damit auch eine höhere Resilienz. Zur kurzfristigen und mittelfristigen Unterstützung des stationären Handels nach Beendigung der ver- ordneten Schließungen und Kontakteinschränkungen wird nach Ansicht der Verwaltung des Weiteren dem bereits am 13.10.2011 vom Rat beschlossenen Zentrenbudget (3712/2011 und 4394/2019) eine wichtige Rolle zukommen. Hierauf wurde bereits mit separaten Vorlagen (1541/2020 / 1166/2021) reagiert. Es ist abzusehen, dass die grundsätzlichen strukturellen Veränderungen in der Handelslandschaft erst mittelfristig deutlich werden und sich im Straßenbild in Form von veränderten Angeboten und Nutzungen, Filialnetzen sowie einer erhöhten Anzahl an Leerständen abbilden. Daher wird empfoh- len, die tatsächlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Handel zu überprüfen sowie die Datengrundlage nach etwa einem Jahr zu aktualisieren. Durch eine entsprechende Vollerhebung der Handelsbetriebe, Komplementärnutzungen und leerstehenden Ladenlokale soll die Handelsstruktur und das Zentrensystem überprüft werden. Gleichzeitig ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll die digitale Sichtbarkeit bzw. die Verknüpfung von Online- und Offlinekompetenzen des stationären Han- dels in den Geschäftszentren zu analysieren und zu bewerten. In Kooperation mit der KBW wurde bereits eine Aktualisierung der gesamtstädtischen Daten beauftragt, die voraussichtlich Ende 2022 vorliegen. Dem Änderungsantrag der BV Rodenkirchen (vgl. Anlage 4.1) wird damit entsprochen. Eine zunehmend wichtige Rolle zur Stärkung des stationären Handels in den zentralen Versorgungs- bereichen spielen Möglichkeiten zur Erweiterung der Ladenöffnungszeiten, wenn diese aus- schließlich den zentralen Versorgungsbereichen zu Gute kommen. Der stationäre Handel in den Zen- tren kann hiermit gegenüber dem Onlinehandel und dem Handel in nicht integrierten Lagen, sowohl 6 innerhalb der Woche als auch im Rahmen von Sonderöffnungen, hier vor allem im Rahmen der ge- setzlich zulässigen Sonntagsöffnungen, Marktanteile zurück gewinnen. Aufgrund der Neuerungen des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW), hier insbesondere § 6 Abs. 1 LÖG NRW, kann ein öffentliches Interesse an Sonderöffnungen auch darin bestehen, wenn diese dem Erhalt der Stärkung oder der Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche dienen. Dies ist ebenfalls ein explizites Ziel des aktuellen und des fortgeschriebenen EHZKs. Eine gerichtsfeste Argumentation zugunsten bestimmter Zentren benötigt aufgrund der aktuellen Rechtsprechung allerdings weitaus detailliertere und insbesondere fortlaufend zu aktualisierende Analysen, die das Einzelhandels- und Zentrenkonzept alleine nicht leisten kann. Mit Beschlussfas- sung wird der gutachterliche Endbericht zukünftig als eine Grundlage zur Bewertung von entspre- chenden Anträgen herangezogen werden können, so dass die Rechtssicherheit des Einzelhandels- und Zentrenkonzept weiter erhöht wird. Der Entwicklungsstand der Geschäftszentren, der im Rahmen der Analyse festgestellt wurde, bildet den dafür notwendigen Status Quo zur Beurteilung der weiteren Handelsentwicklung. Die erhobenen Daten sind die Basis für eine regelmäßige, punktuelle Aktualisie- rung, die bereits seit 2018 im Rahmen einer Kooperation mit dem Geographischen Institut der Uni- versität zu Köln erfolgt. Aus dieser Zeitreihe lassen sich aktuelle Entwicklungstendenzen zum Zu- stand der jeweiligen zentralen Versorgungsbereiche ablesen. Diese sind in bestimmten Fällen zur Begründung der Anträge der örtlichen Interessengemeinschaften des Handels erforderlich. Der Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) tagt seit der Gründung am 15.12.2015 regelmä- ßig, in der Regel monatlich und hat sich als fester Beratungskreis für Ansiedlungsvorhaben des Ein- zelhandels etabliert, der im Konsens Empfehlungen für Politik und Verwaltung ausspricht (Vorlage 1986/2015). Dieser konnte so einen positiven Beitrag zu einem transparenten und einheitlichen Ver- waltungshandeln in allen Ansiedlungsfragen des Einzelhandels leisten. Eine Fortführung des Gremi- ums wird daher empfohlen. Die Projektgruppe Einzelhandelskonzept hat die Erstellung wie auch die nun vorgelegte Fort- schreibung des EHZK kontinuierlich beratend begleitet und damit maßgeblich dazu beigetragen, das Konzept an den Erfordernissen von Planung, Expansion und bestehendem Handel zu orientieren. Die Projektgruppe setzt sich aus einem festen Teilnehmerkreis von verwaltungsinternen und externen Einzelhandelsexperten zusammen. Dazu gehören Vertreter der Fachämter, der Bezirksregierung, der Kammern und Verbände, Interessensvertretungen des Kölner Handels, Wirtschaftsförderung, Senio- renvertretung sowie des Verkehrsclub Deutschland. Die Projektgruppe tagt anlassbezogen in unre- gelmäßigen Abständen. Zuletzt wurden dem Kreis die Ergebnisse der Fortschreibung des EHZK im Dezember 2019 präsentiert und Anregungen in die abschließende Konzepterstellung aufgenommen. Der Rat folgt mit seinem Beschluss auch den Empfehlungen der Projektgruppe Einzelhandelskon- zept. Die bisherige Praxis der Umsetzung des EHZK hat gezeigt, dass die konsequente Durchsetzung der Steuerungs- und Ansiedlungsregeln arbeitsaufwendig ist. Da das EHZK als städtebauliches Ent- wicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB gegenüber Investoren und Eigentümern nicht direkt wirkt, sind zur Durchsetzung seiner Ziele insbesondere zusätzliche Bebauungspläne erforderlich. Auch besteht ein Planungsgebot aufgrund der landesplanerischen Vorgaben. Für die wachsende Stadt Köln ist es daher von hoher Bedeutung, auf der Grundlage des verlässlichen Steuerungsrah- mens, den die Fortschreibung des EHZK schafft, mithilfe der Bauleitplanung zügig und zuverlässig Planungs- und Investitionssicherheit auch für die Investoren zu schaffen. Die personelle Ausstattung der Verwaltung wird dabei regelmäßig zu überprüfen sein. Das EHZK leistet indirekt einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Es dient in seiner Fortschrei- bung der Sicherung einer wohnortnahen Versorgung und trägt damit maßgeblich zur Umsetzung des Leitbildes einer Stadt der kurzen Wege bei, insbesondere durch die Vermeidung von zusätzlichen Einkaufsverkehren durch den MIV. Des Weiteren trägt es zur Umsetzung des Leitbilds der dezentra- len Konzentration bei, durch das der sparsame Umgang mit der knappen Ressource Fläche verfolgt wird. Beide Leitbilder zahlen somit auf die Forderung nach einem positiven Beitrag zum Klimaschutz ein. 7 Dringlichkeitsbegründung: Die Vorlage 1538/2020, Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept wurde im ersten Bera- tungslauf von März bis Juni 2021 erstmalig durch die Fachausschüsse sowie die Bezirksvertretungen vorberaten. Des Weiteren wurden eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Öffent- lichkeit durchgeführt. Nach der umfassenden Beteiligung der Bezirke, der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange und entsprechender Würdigung der Eingaben und Anregungen aus dem Beteiligungsprozess soll die aktualisierte Vorlage zur abschließenden Beratung beginnend mit dem Stadtentwicklungsausschuss am 27.10.2022 eingebracht werden. Die Einbringung in diese Beratungsfolge ist zwingend erforder- lich, damit der Beschluss in diesem Kalenderjahr erfolgen kann. Dieser wird dringend empfohlen, um mit der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes einerseits steuernd auf die Bedürf- nisse der wachsenden Stadt reagieren zu können und andererseits im Allgemeinen eine rechtssiche- re Steuerung von einzelhandelsbezogenen Ansiedlungen und -erweiterungen sicherzustellen. Anlagen Anlage 0: Navigationshilfe Anlage 1: Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen (inkl. Zentren- und Standortkon- zept, Kölner Sortimentsliste und Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) Anlage 2: Übersicht über zentrale Versorgungsbereiche und Entwicklungen nach Bezirken Anlage 2.1: Abgrenzung Zentraler Versorgungsbereich NVZ Weidenpesch nördliche Neusser Stra- ße, Bezirk Nippes Anlage 2.2: Abgrenzung Zentraler Versorgungsbereich NVZ Dellbrück – Hatzfeldstraße, Bezirk Mülheim Anlage 3: Gutachterlicher Endbericht zur Fortschreibung des EHZK Anlage 3.1: Übersicht der Anpassungen in den jeweiligen Kapiteln der Anlage 1 (Fortschreibung EHZK) nach Überarbeitung zum zweiten Sitzungslauf Anlage 3.2: Anpassung: Gutachterlicher Endbericht zur Fortschreibung des EHZK, Kapitel 5 und 6 Anlage 4: Auszug Beschlussprotokoll BV 2 (03.05.2021) Anlage 4.1: Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung BV 2 Anlage 5: Auszug Beschlussprotokoll BV 5 (17.06.2021) Anlage 5.1: Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung BV 5 Anlage 6: Abwägung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange Anlage 7: Abwägung der Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit Die umfangreichen Anlagen 2 und 3 werden digital im Ratsinformationssystem der Stadt Köln bereit- gestellt. -
4_Anlage_Auszug_Beschlussprotokoll_BV2
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Frau Paßmann Telefon: (0221) 221-92313 Fax : (0221) 221-92318 E-Mail: miriam.passmann@stadt-koeln.de Datum: 03.05.2021 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 03.05.2021 öffentlich 9.2.5 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020 Es liegt ein Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und FDP zu Ziffer 3, sowie ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion vor. Die FDP-Fraktion gibt zu Protokoll: „Die Corona-Pandemie grassiert seit 2020. Dabei hat sich bedingt durch deren Aus- wirkungen auf Handel und Gesellschaft auch die Einzelhandelslandschaft verändert. Die hiermit einhergehenden tiefgreifenden Entwicklungen sind noch nicht abschlie- ßend abzusehen. Es ist jedoch bereits heute schon klar, dass mit der umfänglichen Öffnung der Läden es vorrangig die sogenannten inhabergeführten Geschäfte schwer haben werden, vergangene Marktanteile und Umsatzzahlen zu erreichen. Aus diesem Grunde sollten mit der Abnahme der Inzidenzzahlen der Pandemie ge- rade in der Eröffnungsstartphase sonntägliche Öffnungszeiten vorrangig für eben diese inhabergeführten Geschäfte in unseren Veedeln möglich gemacht werden. Insoweit richten wir diesen Appell an die Stadtverwaltung und die hierfür entschei- denden politischen Gremien.“ Zunächst lässt Herr Giesen über den gemeinsamen Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und FDP zu Ziffer 3 des Beschlusstenors abstimmen. Herr Tempski verliest die Stellungnahme von 15 - Hr. Dr. Höhmann: Die Beschlussvorlage wurde in 2020 erstellt. Eine Überprüfung der Daten ca. 1 Jahr nach Beschlussfassung (voraussichtlich frühestens Ende des Jahres) ist aus Sicht der Verwaltung angestrebt werden. Allerdings würde diese aus Kapazitätsgründen vermutlich nicht auf einen Schlag erfolgen können, sondern, beginnend nach der Sommerpause 2022, nach z.B. Hierarchiestufen (z.B. zunächst die Bezirks- und Be- zirksteilzentren) abgearbeitet werden. 1. Beschluss: Die Vorlage wird in Ziffer 3 wie folgt geändert: Zur Erfassung der kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen be- schließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach einem Jahr im Kölner Stadtgebiet. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung der CDU-Fraktion zugestimmt. Danach lässt Herr Giesen über den Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion abstimmen. Die FDP-Fraktion bittet um Beitritt. Die SPD-Fraktion stimmt dem Beitritt zu. Herr Tempski verliest die Stellungnahme von 15 - Hr. Dr. Höhmann: Dies ist nach Fortschreibung gemäß der Verwaltungsvorlage grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist ein städtebaulich integrierter Standort, eine zusätzliche Bebauung dieses Standortes mit Wohnnutzung und eine standortangepasste Verkaufsfläche, die in Immendorf, wegen der geringen Einwohnerzahl, zwingend kleinflächig, d.h. unter 800 m² bleiben muss. 2. Beschluss: Die Beschlussvorlage 1538/2020 zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) wird um folgenden Punkt ergänzt: - Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept wird fortgeschrieben. Al- lerdings soll es dahingehend geöffnet werden, dass die Neuan- siedlung von Einzelhändlern- und Zentren auch in den Stadtteilen Immendorf und Weiß möglich ist. Zudem findet ein Fachgespräch der Verwaltung mit der Bezirksvertre- tung Rodenkirchen zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept statt, wel- ches durch den Bezirksbürgermeister zu organisieren ist. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und zwei Stimmen der CDU-Fraktion zugestimmt. Sodann lässt Herr Giesen über die so geänderte Vorlage abstimmen. 3. Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen empfiehlt dem Rat folgenden geänderten Be- schluss zu fassen: 1. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzep- tes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse einer Öffentlichkeitsbeteiligung. Die zu beschließenden Bausteine der Fort- schreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlage 2 (Zentrenübersicht) dargestellt. 2. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konsequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 3. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach ca. zwei Jahren im Kölner Stadtgebiet. Zur Erfassung der kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach ei- nem Jahr im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe sind eine systematische Leerstandserhebung sowie die Untersuchung der digitalen Sichtbarkeit der stationären Einzelhandelsbetriebe erforderlich. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept wird fortgeschrieben. Allerdings soll es dahingehend geöffnet werden, dass die Neuansiedlung von Ein- zelhändlern- und Zentren auch in den Stadtteilen Immendorf und Weiß möglich ist. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 9.2.5.1 Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grü- nen, SPD und FDP AN/0995/2021 Wurde unter Top 9.2.5 behandelt. 9.2.5.2 Änderungsantrag der SPD-Fraktion AN/0994/2021 Wurde unter Top 9.2.5 behandelt. -
6_Anlage_Fortschreibung_EHZK_TÖB_Abwägungstabelle
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1 Anlage 6 Fortschreibung des EHZKs der Stadt Köln 1. Auflistung der eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange: Inhalt 1. Industrie- und Handelskammer zu Köln, 10.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ ......... 2 2. Seniorenvertretung der Stadt Köln, Dr. Martin Theisohn, 02.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................ 2 3. Stadt Frechen, 17.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ ................................ ................ 8 4. Stadt Leverkusen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, 07.06.2021 ................................ ................................ ................................ .............10 5. Stadt Monheim am Rhein, Stadtplanungsamt, 17.05.2021 ................................ ................................ ................................ ............................... 11 2 2. Zusammenfassung der Stellungnahmen aus der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie Abwägung der Einwendungen Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 1. Industrie- und Handelskammer zu Köln, 10.06.2021 Die IHK Köln trägt die Ziele und Aufgaben des EHZKs mit. Ergänzend hierzu wird darauf hingewie- sen, dass die Erhebungsgrundlage aus dem Jahr 2017 nach vier Jahren und den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr aktuell ist. Aus Sicht der IHK Köln besteht hier dringender Handlungsbe- darf und es wird eine baldige Aktualisierung der Zahlen in einem vereinfachten Verfahren angeregt. Es werden keine Anregungen bezüglich des EHZKs der Stadt Köln vorgebracht. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebau- lich-funktionalen Folgen wird aus dem Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Köl- ner Stadtgebiet nach ca. einem Jahr vorgeschla- gen. In Zusammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung wird bereits in diesem Jahr (2022) mit der Datenaktualisierung begonnen. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Ent- wicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbe- triebe wird es eine systematische Leerstandser- hebung geben. 2. Seniorenvertretung der Stadt Köln, Dr. Martin Theisohn, 02.06.2021 2.1 Die Seniorenvertretung unterstützt das EHZK, weist jedoch darauf hin, dass mit einem Einkom- mensdurchschnittswert von 2.640 € pro Person und Monat gerechnet wurde. Gemäß der Seniorenvertre- tung liegt die durchschnittliche Rente der älteren Generation unter 1.500 € je Monat und damit deut- lich unterhalb des Durchschnittswertes. Das Nachfragepotenzial für den Einzelhandel errechnet sich durch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft, d. h. sie stellt den Teil des verfügbaren Einkommens der Bevölkerung dar, der pro Jahr im Einzelhandel ausgegeben wird. Nach Berech- nung der GMA liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Bundesdurchschnitt pro Kopf der Bevölkerung im Jahr 2017 bei ca. 5.570 € (vgl. Teil A – Grundlagen und Steuerungsregeln, S. 36). Dieser Durchschnittswert wird bei der Be- rechnung des Nachfragevolumens mit den klein- 3 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK räumigen Kaufkraftindizes in den Bezirken und Stadtteilen gewichtet. Dementsprechend stellt die errechnete Kaufkraft im Einzelhandel im EHZK der Stadt Köln bereits eine Berücksichtigung der demografischen und wirtschaftlichen Faktoren innerhalb der Bezirke dar. 2.2 Die Seniorenvertretung führt an, dass ein Radius von 700 m um die Zentren, in denen Ansiedlungen im zentrenrelevanten Sortimentsbereich nicht mög- lich sind, dazu führt, dass alle Personen einen weite- ren Weg für die Nahversorgung zurücklegen müs- sen. Dieser Radius ist für alte und meist gehbehin- derte und multimorbide Menschen zu groß und ist für Nutzer von Rollstuhl oder Rollator nicht zu bewäl- tigen. Nach Ansicht der Seniorenvertretung müsste deshalb die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten in integrierten Lagen sehr großzügig gehandhabt wer- den und Ausnahmen müssen möglich sein. Darüber hinaus sieht die Seniorenvertretung durch z. B. die Förderung von CAP-Läden in den abgegrenzten Wohnbereichen die Möglichkeit, eine fußläufige Ver- sorgung v. a. für die ältere Generation sicherzustel- len. Die langfristige Zielsetzung der Stadtentwicklung in Köln konzentriert sich nicht nur auf die Stüt- zung und Stärkung der gewachsenen polyzentri- schen Zentrensysteme in der Gesamtstadt, son- dern nennt als Zielsetzung auch die Sicherung und Verbesserung der Versorgung der wohnort- nahen Bevölkerung mit Waren und Dienstleistun- gen des täglichen Bedarfs (vgl. Teil A – Grundla- gen und Steuerungsregeln, S. 9). Vorrangiges Ziel ist dementsprechend die Lenkung von groß- flächigen nahversorgungs- und zentrenrelevanten Angeboten in die zentralen Versorgungsbereiche, um diese als Mittelpunkte des öffentlichen Le- bens, der Identifikation und der Kommunikation innerhalb ihrer jeweiligen Versorgungsräume zu stärken. Außerhalb der zentralen Versorgungsbe- reiche ist zu differenzieren zwischen städtebau- lich integrierten Lagen und städtebaulich nicht integrierten Lagen. Während in den städtebaulich nicht integrierten Lagen eine Ansiedlung mit nah- versorgungs- und zentrenrelevanten Sortimenten nicht erwünscht ist, kann die Ansiedlung von nah- versorgungs- und zentrenrelevanten Einzelhandel in städtebaulich integrierten Lagen, der Eingabe entsprechend, grundsätzlich möglich sein. Dies betrifft v. a. die Ansiedlung von Einzelhandel un- terhalb der Schwelle der Großflächigkeit, sofern 4 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK keine Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbe- reiche vorliegt (vgl. Teil A – Grundlagen und Steuerungsregeln, S. 68). Darüber hinaus bein- haltet das EHZK ein detailliertes internes Bewer- tungsschema für die Ansiedlung von großflächi- gen Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche. Die Ansiedlung oder Erwei- terung von Lebensmittelmärkten innerhalb eines 700 m-Radius um ein Zentrum ist möglich, wenn die Bedingungen der Ausnahmeregelung erfüllt sind. Dies beinhaltet folgende Vorgaben: 1. Das Vorhaben dient bei einer bestehen- den Unterausstattung im zentralen Ver- sorgungsbereich in Relation zur vorhan- denen Versorgungsbedeutung der Ver- besserung der verbrauchernahe Versor- gung (und) 2. Die Kommune behält sich vor, von dem Vorhabenträger ein Gutachten zum Ver- träglichkeitsnachweis zu fordern (und) 3. Das Grundstück soll mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Geschossflä- chenzahl) optimal ausgenutzt werden (und) 4. Bei Neuansiedlung zusätzlich: In den zentralen Versorgungsbereichen, in deren 700 m-Radius das Vorhaben liegt, ist nachweislich keine Poten- zialfläche vorhanden. Demnach wird deutlich, dass eine Ansiedlung von Lebensmittelmärkten auch innerhalb der 700 m- 5 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Radien sowohl im kleinflächigen als auch im großflächigen Bereich möglich ist. Darüber hinaus kann durch die Förderung von bspw. CAP-Läden eine Versorgung in Wohnbe- reichen ermöglicht werden, in denen derzeit kein Lebensmittelmarkt vorhanden ist. Da es sich hier- bei i. d. R. um kleinflächige Anbieter handelt, wi- derspricht eine Ansiedlung nicht den Zielen des EHZKs, sofern davon keine Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbereiche ausgeht. 2.3 Die Seniorenvertretung vermisst bei den nahver- sorgungsrelevanten Dingen die Bankfilialen und die Postfilialen, da es sich hierbei um wichtige Dienst- leister handelt. Darüber hinaus sollen Fahrräder, Elektrogeräte und Haushaltsgeräte auch in Sonder- lagen angeboten werden können. Diese haben den Vorteil der Erreichbarkeit mit dem Auto und erleich- tern so den Rücktransport. Die langfristige Zielsetzung der Stadtentwicklung beinhaltet nicht nur die Sicherung und Verbesse- rung der wohnortnahen Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, sondern auch mit Dienst- leistungen des täglichen Bedarfs, sodass auch hier Dienstleistungen wie Bankfilialen oder Postfi- lialen grundsätzlich berücksichtigt werden. Bei dem vorliegenden Konzept handelt es sich jedoch um ein EHZK, im dem Steuerungsregelungen für den Einzelhandel festgeschrieben werden. Bezüglich der Steuerung des Einzelhandels ihrer Sortimentsausprägung ist zwischen sog. nahver- sorgungsrelevanten und zentrenrelevanten sowie nicht zentrenrelevanten Sortimenten zu differen- zieren. Die Zuordnung der Sortimente wird in Ka- pitel 5.2.2 des Teils A – Grundlagen und Steue- rungsregeln des EHZKs festgelegt. Bei der Zu- ordnung der Sortimente zu den zentren- bzw. nahversorgungsrelevanten Sortimenten wird nicht nur die derzeitige räumliche Verteilung des Ein- zelhandels berücksichtigt, sondern auch landes- planerische und städtebauliche Zielsetzungen. 6 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Elektrogeräte, Medien, Elektro-Haushaltswaren und Büromaschinen werden den zentrenrelevan- ten Sortimenten zugeordnet, da dies sowohl den landesplanerischen als auch stadtentwicklungs- politischen Zielen entspricht und in der Stadt Köln auch eine dementsprechende räumliche Konzent- ration der Elektrogeräte auf zentrale Versor- gungsbereiche festzuhalten ist. Hierbei ist zu be- rücksichtigen, dass Elektro-Haushaltswaren (Großgeräte) / „weiße Ware“ (sperrige Haus- und Küchengeräte, wie z. B. Herde, Öfen, Kühl- schränke, Waschmaschinen) den nicht zentrenre- levanten Sortimenten zugeordnet sind. Bei Fahr- rädern handelt es sich um ein Sortiment, das zwar eine gewisse Sperrigkeit aufweist, in der Stadt Köln jedoch auch stark in den zentralen Versorgungsbereichen vorhanden ist und den Einzelhandel und die Attraktivität der Zentren prägt. Aufgrund dessen wurden Fahrräder und Fahrradzubehör den zentrenrelevanten Sortimen- ten zugeordnet. 2.4 Die Seniorenvertretung weist darauf hin, dass mit 39 Marktstellen und 86 Stadtteilen eine flächen- deckende Versorgung mit Wochenmärkten nicht gegeben ist. Wünschenswert wäre, dass sich diese Märkte mehr zu Treffpunkten entwickeln, wenn auch ein geringes gastronomisches Angebot möglich wä- re. Hier wäre zu prüfen, ob die Marktordnung dieses ermöglicht. Im EHZK werden in Kapitel 4.3 Untersuchung der Kölner Wochenmärkte in Teil A – Grundlagen und Steuerungsregeln die insgesamt 66 Wochen- märkte an 39 verschiedenen Standorten in Köln hinsichtlich ihrer Ausstattung sowie Funktion un- tersucht. Insgesamt ist festzuhalten, dass eine Mindestausstattung von fünf Marktständen des Grundbedarfs (Obst / Gemüse, Fleisch- / Wurst- waren, Backwaren, möglichst Feinkost, Fisch) und Gastronomieangebote notwendig ist, um ei- nen Wochenmarkt dauerhaft stabil zu halten. Ge- rade ein Gastronomieangebot mit Sitzgelegenhei- 7 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK ten trägt erheblich zur Treffpunktfunktion und Frequentierung kleinerer Stadtteilmärkte bei (vgl. S. 58). Für die einzelnen Wochenmärkte wurden detaillierte Vorschläge erarbeitet, wobei allgemein festzuhalten ist, dass z. T. eine weitere Profilie- rung der Märkte notwendig ist. Durch die Profilie- rung wäre es möglich, bestehende Anfragen aus dem Bereich Gastronomie zu befriedigen und bei bestimmten ausgewählten Wochenmärkten könn- ten diese Gastronomieangebote das Angebot ergänzen. 2.5 Die Seniorenvertretung begrüßt, dass die Aus- wirkungen des Corona-Lockdowns auf die Einzel- handelsgeschäfte und ihre Entwicklung zeitnah un- tersucht und beurteilt werden soll. Sie weist darauf hin, dass zu befürchten ist, dass durch die Filialisie- rung der Geschäfte und den Onlinehandel weitere Maßnahmen notwendig sind, um ein Veröden der Zentren zu verhindern. Beispielhaft angeführt wird hier die gezielte Ansiedlung von kulturellen und gastronomischen Events sowie von Dienstleistungs- angeboten (bspw. Ärzte). Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch beding- ten städtebaulich-funktionalen Folgen wird dem Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Kölner Stadtgebiet nach ca. einem Jahr vorge- schlagen. In Zusammenarbeit mit der KölnBusi- ness Wirtschaftsförderung wird bereits in diesem Jahr (2022) mit der Datenaktualisierung begon- nen. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszen- tren liegen. Neben einer Vollerhebung der Han- delsbetriebe wird es eine systematische Leer- standserhebung geben. Zudem befinden sich die Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld seit letztem Jahr in einem Förderprogramm des Landes NRW zur Stärkung der Innenstädte/Zentren, das u.a. zum Ziel hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumin- dern. 2.6 Darüber hinaus hält die Seniorenvertretung fest, dass sie keine Einladung in die Projektgruppe Ein- zelhandels-Zentren-Konzept erhalten haben und Der Teilnehmerkreis der Projektgruppe wurde durch den Rat der Stadt Köln benannt, neben anderen gehört auch die Seniorenvertretung Köln 8 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK sich so nicht in die Diskussion einbringen konnten. dazu. An der 1. Sitzung der Projektgruppe zur Fortschreibung des EHZK am 25.01.2018 hat eine Vertreterin der Seniorenvertretung teilge- nommen. Zu der 2. Sitzung am 16.12.2019 wurde der Vorsitzende der Seniorenvertretung bzw. eine Vertretung eingeladen, der Einladung wurde al- lerdings nicht gefolgt. 3. Stadt Frechen, 17.06.2021 3.1 Die Stadt Frechen begrüßt grundsätzlich die Intention des EHZKs der Stadt Köln, neue Einzel- handelsbetriebe mit zentrenrelevanten Sortimenten am Standort Marsdorf auszuschließen. Es wird vor- geschlagen, dass im vorliegenden EHZK klar formu- liert wird, dass eine Änderung des bestehenden Be- bauungsplans 5843/03 angestrebt wird, wonach Einzelhandelsbetriebe mit zentrenrelevanten Kern- sortimenten ausgeschlossen werden, um eine ver- bindliche Verzahnung von Einzelhandelskonzept und Bauleitplanung zu gewährleisten. Der gültige Bebauungsplan setzt für mehrere Grundstücke Son- dergebiete Einzelhandel gemäß § 11 BauNVO fest, wobei keine absolute Festsetzung der Verkaufsflä- che für zentrenrelevante und nicht zentrenrelevante Sortimente erfolgt ist, sondern eine relative Festset- zung in Bezug zur gesamten Grundstücksfläche. Der Sonderstandort Marsdorf besitzt einen über- durchschnittlich hohen Anteil an Angeboten aus dem nahversorgungs- und zentrenrelevanten Be- reich, sodass ein weiterer Ausbau dieser Angebo- te gemäß EHZK an diesem Standort mittels B- Plan-Festsetzung ausgeschlossen wurde (vgl. S. 256 EHZK Köln). Der Bebauungsplan sichert die Bestandsnutzung, lässt jedoch darüber hinaus keine zusätzlichen Ansiedlungen von Einzelhan- delsnutzungen zu. Ziel ist es, negative Auswir- kungen auf die Funktionsfähigkeit bzw. die Ent- wicklungsmöglichkeit der zentralen Versorgungs- bereiche zu vermeiden. Die Anregung ein Ände- rungsverfahren einzuleiten wird geprüft, dieses ist jedoch voraussichtlich mit einem erheblichen Aufwand verbunden. 3.2 Die Stadt Frechen bittet die Stadt Köln darum, darzulegen, dass die jetzigen Festsetzungen der relativen Verkaufsflächen im Bebauungsplan 5843/03 keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten für die bestehenden Einzelhandelsbetriebe mit zentrenrele- vantem Kernsortiment mehr eröffnen und damit voll- Im Bebauungsplan werden folgende Inhalte fest- gesetzt (Auszug aus der Begründung zum Be- bauungsplan): „Um einer Schädigung des Einzelhandels in den integrierten Versorgungsbereichen zu begegnen, wird in den Sondergebieten die Größe der zuläs- 9 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK umfänglich ausgeschöpft sind (Deckelung). sigen Verkaufsflächen eingeschränkt. Für die vorhandenen Einzelhandelsbetriebe begrenzt der Bebauungsplan die Verkaufsflächen der zentren- relevanten Fachmärkte auf den ermittelten Be- stand und die zentrenrelevanten Randsortimente von nicht-zentrenrelevanten Fachmärkten auf 700 m² je Betrieb. Ferner wird eine Verkaufsfläche für nicht-zentrenrelevanten Einzelhandel festgesetzt, die die vorhandenen Verkaufsflächen der nicht- zentrenrelevanten Fachmärkte berücksichtigt. […] Mit den getroffenen Festsetzungen wird in Anleh- nung an die Ergebnisse des Einzelhandelsgut- achtens, der bisher zulässigen ungehemmten Fortentwicklung großflächiger Einzelhandelsbe- triebe Einhalt geboten und die vorhandenen Ver- kaufsflächen auf den zum Zeitpunkt der Planauf- stellung ermittelten Bestand festgesetzt.“ 3.3 Die Stadt Frechen empfiehlt, dass die Beschrän- kung der zentrenrelevanten Randsortimente bei Ein- zelhandelsbetrieben mit nicht zentrenrelevantem Kernsortiment auf 800 m² Verkaufsfläche nicht nur für Neuansiedlungen gelten soll, sondern auch für die Bestandsbetriebe. Die Bedenken der Stadt Frechen können nach- vollzogen werden. Eine Klarstellung zur Be- schränkung der Randsortimente bei Neuansied- lungen im Kapitel 5.3.3 wird vorgenommen, s. rechte Spalte. Eine generelle Beschränkung der Summe der zentrenrelevanten Randsortimente auf < 800 m² Verkaufsfläche auch für bereits be- stehende, genehmigte Betriebe ist jedoch nicht leistbar, da dies ggf. im Konflikt mit dem Be- standsschutz steht. Der Absatz unter 5.3.3 wird wie folgt an- gepasst: „Aufgrund sortiments- und be- triebstypenspezifischer Besonderheiten ist eine ergänzende Regelung hinsicht- lich der nahversorgungs- und zentrenre- levanten Randsortimente bei Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsorti- menten zu empfehlen. In städtebaulich nicht integrieren Lagen ist um der Gefahr einer Aushöhlung des Sor- timentskonzeptes durch übermäßige Angebote von zentrenrelevanten Rand- sortimenten zu begegnen, bei Ansied- lungen von Betrieben im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO in Sondergebieten eine Randsortimentsbegrenzung im Rahmen 10 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK der Bebauungsplanfestsetzungen zu empfehlen. Bei großflächigen Einzelhan- delsbetrieben mit nicht zen- trenrelevanten Kernsortimenten (z. B. Möbel-, Bau- und Gartenmärkte) ist eine Begrenzung der zentrenrelevanten Randsortimente auf maximal 10 % der realisierten Gesamtverkaufsfläche, je- doch maximal 800 m² Verkaufsfläche zu empfehlen.“ 3.4 Darüber hinaus wirbt die Stadt Frechen dafür, die geschaffenen interkommunalen Abstimmungs- formate (INTAK und S.U.N.) wieder aufzunehmen bzw. weiterzuverfolgen, um zentrale interkommunale Fragestellungen zu erörtern, wozu die Entwicklung der regionalen Einzelhandelsstruktur unzweifelhaft zählt. Die Stadt Köln befürwortet diesen Vorschlag und ist als Mitglied interkommunaler Austauschforma- te wie S.U.N und K&RN (rechtsrheinische Koope- ration) an einem Austausch mit ihren Nachbar- kommunen interessiert. 4. Stadt Leverkusen, 07.06.2021 Die Stadt Leverkusen weist darauf hin, dass bei Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzel- handelsbetrieben mit zentren- und nahversorgungs- relevantem Kernsortiment in den Stadtteilen Dünn- wald, Flittard und Stammheim Auswirkungen auf die Stadt Leverkusen zu betrachten sind. Darüber hin- aus sind voraussichtlich keine weiteren Auswirkun- gen auf die Versorgungsstrukturen der Stadt Lever- kusen aufgrund der insgesamt geringen räumlich- funktionalen Verflechtungen der sonstigen Stadtteile im Bereich Nahversorgung mit dem Stadtgebiet der Stadt Leverkusen zu erwarten. Die Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen des EHZKs stellen sicher, dass Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbetrieben nicht zu einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunkti- on sowie der Funktions- und Entwicklungsfähig- keit zentraler Versorgungsbereiche führen dürfen und sich die Dimensionierung eines Vorhabens am zugeordneten Versorgungsgebiet orientieren muss. Bei Ansiedlung und Erweiterung von Vor- haben im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO sind zudem die landesplanerischen Vorgaben (LEP NRW) zu beachten, wodurch in diesen Fällen auch ggf. mögliche Auswirkungen gegenüber der Stadt Leverkusen berücksichtigt werden müssen. 11 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5. Stadt Monheim am Rhein, 17.05.2021 Es werden keine städtebaulichen Anregungen vor- gebracht. Es bestehen keine Bedenken. Die Stellungnahme wird zur Kenntnis genommen. -
Anlage 8, Auszug BV 7 (Porz) 01.12.2022 Auszug BP TOP 7.3 (1538_2020_1)
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 7 (Porz) Herr Stäuder Telefon: (0221) 221-97327 Fax: (0221) E-Mail: Erik.Staeuder@Stadt-Koeln.de Datum: 02.12.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Porz vom 01.12.2022 öffentlich 7.3 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzep t Köln (EHZK) 1538/2020/1 Änderungsantrag der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen "TOP 7.3, Fortschrei- bung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts" AN/2240/2022 Herr Dr. Höhmann erläutert die Beschlussvorlage und beantwortet einzelne Nachfragen. Frau Bezirksbürgermeisterin Stiller lässt über den Änderungsantrag AN/2240/2022 abstimmen. Beschluss über den Änderungsantrag AN/2240/2022: Die Bezirksvertretung Porz lehnt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts in der vorgelegten Form ab. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich mit den Stimmen der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen, bei Enthaltung der Stimme der Fraktion DIE LINKE/Die Partei, der Stimme von Herrn Krasson (AfD), der Stim- me von Frau Bastian (FDP) und gegen die Stimmen der SPD-Fraktion zugestimmt. Hinweis: Damit hat sich die Abstimmung über die Beschlussvorlage erledigt. -
7_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Öffentlichkeit_Abwägungstabelle
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1 Anlage 7 Fortschreibung des EHZKs der Stadt Köln 1. Auflistung der eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit: Inhalt 1. und 2. Aldi Dormagen, Unternehmensgruppe ALDI Süd, 01.06. und 18.06.2021 ................................ ................................ .............................. 2 3. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG – Immobilienbüro Köln, 17.06.2021 ................................ ................................ ................................ ........... 7 4. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG – Immobilienbüro Köln, 17.06.2021 ................................ ................................ ................................ ..........14 5. Taylor Wessing (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), rechtliche Stellungnahme zur Fortschreibung des EHZKs (2021) der Stadt Köln ................................ ................................ ................................ ................................ ................................ ................................ .............19 6. Lenz & Johlen (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), 17.06.2021 ................................ ................................ .............................58 7.-13. Stadt + Handel (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), Fachbeitrag zur Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Köln, 15.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ ................................ ................................ ...........67 14. BBE Handelsberatung (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), 28.05.2021 ................................ ................................ ..............75 15. Bürgerverein Eigelstein, 01.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ ............................... 77 16. Bürgerverein Merkenich e.V., 03.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ .......................78 17. Köln-Dellbrück, SPD, Ortsverein 25, 15.06.2021 ................................ ................................ ................................ ................................ ............78 18.-62. Weitere 44 wortgleiche bzw. inhaltlich identische Stellungnahmen von Bürger*innen aus Dellbrück ................................ ........................86 2 2. Zusammenfassung der Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit sowie Abwägung der Einwendungen Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 1. und 2. Aldi Dormagen, Unternehmensgruppe ALDI Süd, 01.06. und 18.06.2021 1.1 Die Firma Aldi führt an, dass sie eine dezentrale Standortpolitik verfolgen, die ganz wesentlich von der wohnortnahen, kleinteiligen Versorgung in Kun- dennähe geprägt ist. Nicht zuletzt vor dem Hinter- grund der sich ändernden Mobilitätsanforderungen haben sich auch die Anforderungen an eine stand- ortgerechte Aldi-Süd-Filiale geändert. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass bereits 8 Standorte in Köln ohne eigene Pkw-Stellplätze auskommen. Dar- über hinaus weist Aldi darauf hin, dass sich ein Großteil der Grundstücke in ihrem Eigentum befin- det. Viele hiervon können mit Blick auf die allgemein knappen Grundstücksflächen intensiver genutzt werden, wobei jedoch bei der Etablierung von Ober- geschossnutzungen zwangsläufig der Abbruch des Filialgebäudes und eine mehrmonatige Unterbre- chung des Geschäftsbetriebs notwendig wäre. Dies macht ausschließlich dann Sinn, wenn die Bedin- gungen im Objekt aus Einzelhandelssicht und hin- sichtlich der Kundenbewegungs- und Warenlogistik Flächen im neuen Gebäude besser gelöst sind als im alten Gebäude. Dies bedeutet, dass eine Filiale maßvoll erweitert werden kann. Hinsichtlich des Prüfschemas für den Lebensmitte- leinzelhandel bittet die Firma Aldi um Modifizierun- gen, da die Wirkungen der Ausnahmeregelung aus ihrer Sicht sonst ins Leere laufen. Von den derzeit 54 Aldi-Süd-Filialen befinden sich 25 außerhalb ei- nes zentralen Versorgungsbereiches, jedoch inner- Die Stadt Köln strebt sowohl die Sicherung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Sys- tems sowie die Sicherung und Entwicklung der Nahversorgung an (vgl. Zielsetzung auf S. 7 EHZK Köln 2020). Hierbei kann die Versorgung der Bevölkerung im kurzfristigen Bedarfsbereich nicht alleinig über zentrale Versorgungsbereiche erfolgen, sondern auch städtebaulich integrierte Lebensmittelmärkte übernehmen einen wichtigen Beitrag für die Sicherung der Nahversorgung. Insbesondere vor dem Hintergrund der starken Zuwanderung und des prognostizierten Bevölke- rungswachstums bis 2025 um rd. 6,5 % (vgl. S. 72, ebd.) steht die Stadt vor großen Herausforde- rungen. Dies betrifft nicht nur die Bereitstellung von Wohnbauflächen, sondern auch die Entwick- lung sozialer Infrastruktur und die Sicherung der Nahversorgung. Aufgrund dessen wurde eine Weiterentwicklung des bereits im EHZK 2010 enthaltenen Steuerungsmodells für den großflä- chigen Lebensmitteleinzelhandel vorgenommen. Die Regelungen im EHZK 2010 haben sich in der Vergangenheit bewährt, da insgesamt rd. 54 % der Verkaufsfläche den zentralen Versorgungsbe- reichen zuzuordnen ist und diese damit ein um- fassendes Angebot für die Bevölkerung vorhalten. Durch den konsequenten Schutz und die Förde- rung der Zentren wurde vielfach ein Rückgang der „Trading Down Prozesse“ erreicht (vgl. S. 7 Redaktionelle Anpassung im EHZK: Das interne Bewertungsschema (zuvor Prüfschema) befindet sich nun im An- hang (vgl. Seite 21 und Kap. 6.4, Anla- ge 3.2). Zur Klarstellung des Regelungsinhaltes des internen Bewertungsschemas werden kleinere Änderungen vorge- nommen: Anhang 6.4: Im Rahmen einer internen Bewertung wird die Stadt Köln großflä- chigen Ansiedlungs- oder Erweite- rungsvorhaben nach folgenden Krite- rien bewerten: „Erweiterungen bestehender Le- bensmittelmärkte innerhalb eines 700 m-Radius um zentrale Versorgungsbe- reiche können ausnahmsweise als möglich erachtet werden, wenn be- sondere städtebauliche Gründe dies rechtfertigen. Hierbei müssen grund- sätzlich die folgenden Voraussetzun- gen erfüllt werden: 1. Das Vorhaben dient bei einer bestehenden Unterausstattung im zentralen Versorgungsbereich in Relation zur vorhandenen Versor- 3 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK halb eines 700 m-Radius. Unter Berücksichtigung der integrierten Lage und der 35 % Kaufkraftregel scheiden weitere Standorte für eine Nachverdich- tung aus, sodass schlussendlich nur 8 Standorte, d. h. nur ca. 15 % der Filialen, überhaupt näher be- trachtet werden. Die Firma Aldi ist der Meinung, dass zur Hebung von Flächenpotenzialen eine fallbezogene Anpas- sung des Prüfschemas notwendig ist und dieses grundsätzlich auf alle städtebaulich integrierten Filia- len angewendet werden sollte. Hintergrund ist, dass diese Filialen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensmittelversorgung in der Stadt Köln leisten und in ihrem Bestand langfristig gesichert werden sollten. Sofern keine Schädigung zentraler Versor- gungsbereiche oder der weiteren Nahversorgung vorliegt, sollten auch diese Standorte für eine Nach- verdichtung infrage kommen. In diesen Fällen sollte weniger über ein starres Prüfschema argumentiert werden, sondern die Bedeutung der Standorte und die Notwendigkeit der Erweiterung im Einzelfall in den Fokus rücken. Hierbei wird bspw. der Standort Osterather Straße 26 in Nippes aufgeführt, der auf- grund der 35 %-Regel nicht erweitern kann, obwohl nachweislich ein großes Einwohnerpotenzial vor- handen ist und neue Wohngebiete geschaffen wer- den. ebd.). Um dem langjährigen Ziel der Sicherung und Stärkung der zentralen Versorgungsbereiche nicht entgegenzuwirken, jedoch gleichzeitig den Herausforderungen der Stadt durch den künftigen Einwohnerzuwachs zu begegnen, sind Anforde- rungen an mögliche Erweiterungen / Neuansied- lungen im Lebensmittelbereich im 700 m-Radius um die zentralen Versorgungsbereiche im Entwurf formuliert worden. Diese eröffnen – unter be- stimmten Voraussetzungen – integrierten Stand- orten eine Möglichkeit der Erweiterung von Be- standsmärkten und auch von Neuansiedlungen. Ziel ist hierbei nicht, dass eine Erweiterung / Neuansiedlung an jedem integrierten Lebensmit- telstandort zugelassen wird, sondern dass eine Einzelfallbetrachtung vorgenommen wird und die tatsächliche Vor-Ort-Situation bewertet wird. Es handelt sich bei den Ausnahmeregelungen nicht um pauschale Verbote, sondern es werden die vorhandenen Siedlungsdichten und Kaufkraftwer- te sowie baulichen Gegebenheiten berücksichtigt. In diesem Sinne ist das Prüfschema nicht starr angelegt sondern berücksichtigt, als verwaltungs- internes Bewertungsschema eines Ansiedlungs- oder Erweiterungsvorhabens jeweils die spezifi- sche Situation vor Ort. Die Verwaltung schlägt eine redaktionelle Klarstellung des konkreten Re- gelungsinhalts des Schemas sowie die entspre- chende Benennung vor. Eine „gießkannenartige“ Erweiterung aller Lebensmittelmärkte, unabhän- gig von ihren Wirkungen, die sich auf zentrale Versorgungsbereiche beziehen (können) und gungsbedeutung der Verbesserung der verbrauchernahen Versorgung. 2. Die Kommune behält sich vor, von dem Vorhabenträger ein Gut- achten zum Verträglichkeitsnach- weis zu fordern. 3. Das Grundstück des Vorhabens soll mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Ge- schossflächenzahl) optimal ausge- nutzt werden. Anbieter, die dies derzeit nicht aufweisen, sollen auf ihrem Grundstück in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Ge- schossflächenzahl) Wohnen und ggf. soziale Infrastruktur schaffen. Für Anbieter auf bereits optimal ausgenutzten Grundstücken (bspw. ein Lebensmittelmarkt im Erdge- schoss eines mehrgeschossigen Wohnhauses) bedarf es keiner wei- teren Verbesserung. „ 4 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK unabhängig von ihrem tatsächlichen Versor- gungsauftrag würde allerdings die Zielsetzung des EHZKs unterlaufen. 1.2 Es wird hinterfragt, warum lediglich 35 % der vorhandenen Kaufkraft in der Stufe 2 des Prüf- schemas für die Ermittlung der standortangepassten Verkaufsfläche zugrunde gelegt werden darf. Im EHZK fehlt eine Begründung für den genannten Schwellenwert, und es ist damit nicht ersichtlich, warum pauschal 35 % angesetzt werden, vorhande- ne Siedlungsstrukturen in den eher dörflich gepräg- ten Stadtteilen bei diesem Wert jedoch vollkommen außer Acht gelassen werden. Insbesondere hinsicht- lich einer Sicherung der Lebensmittelversorgung in Stadtteilen mit geringer Siedlungsdichte ist eine An- passung der möglichen Kaufkraftabschöpfung im 700 m-Radius anzustreben, um auch dort zukunfts- fähige Filialen zu etablieren. Hierbei wird darauf hin- gewiesen, dass dieses starre Prüfschema den vor- handenen Siedlungsstrukturen in der Stadt Köln nicht gerecht wird und lediglich der Steuerung der Einzelhandelsentwicklung in hoch verdichteten Ge- bieten dient. Hierbei wird auf den neuen Einzelhan- delserlass NRW hingewiesen, bei dem bspw. einen Radius von 700 – 1.000 m anzusetzen oder der Schwellenwert von 35 % nicht so streng auszulegen ist. In anderen Kommunen kommt bspw. auch eine Spannbreite von 35 – 50 % zum Einsatz. Hinsichtlich der eher dörflich geprägten Sied- lungsbereiche in Köln ist zu berücksichtigen, dass sich diese vielfach außerhalb der 700 m–Radien um die Zentralen Versorgungsbereiche befinden. Auf S. 75 des EHZK 2020 wird festgehalten, dass außerhalb der 700 m-Radien um einen zentralen Versorgungsbereich der Radius für ein Vorhaben in Abhängigkeit von den siedlungsräumlichen Gegebenheiten, der verkehrlichen Beziehungen und der Nähe zu zentralen Versorgungsbereichen und anderen Lebensmittelmarktstandorten indivi- duell abgegrenzt werden kann. Demnach wird der Struktur der ländlichen Räume bereits bei der Abgrenzung des Nahbereichs Rechnung getra- gen. Bei der Bewertung der Kaufkraftabschöpfung ei- nes Lebensmittelmarktes ist zu berücksichtigen, dass gemäß Einzelhandelserlass NRW (2021, Seite 73) dann negativen Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung eintreten können, wenn durch die Kaufkraftbindung eines Lebens- mittelmarktes die verbrauchernahe Versorgung im Einzugsbereich gefährdet wird. Die mögliche Ge- fährdung der verbrauchernahen Versorgung wird i. d. R. minimiert, sofern das Vorhaben eine „funk- tionale Zuordnung zu einem oder mehreren Wohngebieten“ aufweist und der Kundenkreis überwiegend aus dem fußläufig erreichbaren Um- feld stammt. Der Anregung wird teilweise entspro- chen, damit deutlicher wird, dass es sich bei der 35 % Kaufkraftabschöp- fung um einen Orientierungswert han- delt (vgl. Kap. 6.4, Anlage 3.2). 5 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Zugleich sollte der Gesamtumsatz des Vorhabens einen gewissen Teil der relevanten Kaufkraft im Nahbereich nicht überschreiten, um negativen Auswirkungen auf die Sicherung und Entwicklung der Nahversorgungsstrukturen und der zentrale Versorgungsbereiche zu verhindern. Gemäß der Arbeitsgruppe Strukturwandel im Lebensmitte- leinzelhandel und § 11 Abs. 3 BauNVO dient ein Lebensmittelbetrieb der Nahversorgung, wenn der voraussichtliche Gesamtumsatz eines Vorha- bens 35 % der relevanten Kaufkraft der Bevölke- rung im Nahbereich nicht übersteigt. Im EHZK ist die dargestellte 35 % Kaufkraftabschöpfung als Orientierungswert zu verstehen, wobei besondere Siedlungs- und Wettbewerbsstrukturen zu be- rücksichtigen sind. Hierdurch soll darüber hinaus in der Stadt Köln sichergestellt werden, dass die entstehenden Vorhaben der verbrauchernahen Versorgung die- nen und ihren Umsatz überwiegend aus dem Um- feld generieren (vgl. OVG NRW, Urteil vom 02.12.2013, 2 A 1510/12; OVG Lüneburg, Be- schluss vom 28.09.2015, 1 MN 144/15). Je grö- ßer ein Lebensmittelmarkt ist, desto höhere Ei- genattraktivität können auch Solitärstandorte er- zielen, sodass diese auch deutlich über ihren un- mittelbaren Nahbereich hinaus Kunden anziehen können. Ziel der Stand Köln ist jedoch die Schaf- fung von standortangepassten Verkaufsflächen- größen, die v. a. der Nahversorgung dienen. 1.3 Darüber hinaus wird die Aktualität der angesetz- ten Werte in Bezug auf die nahversorgungsrelevante Bezüglich der Ableitung der standortangemesse- nen Größenordnung sind sowohl hinsichtlich der 6 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Pro-Kopf-Kaufkraft von 2.672,00 € kritisch hinter- fragt. Während bezüglich der betreiberspezifischen Flächenproduktivitäten aktuelle Werte für die Be- rechnung zugrunde gelegt werden sollen, ist die Pro-Kopf-Kaufkraft als statistischer Wert angegeben, der bereits heute aus Sicht der Firma Aldi veraltet ist. betreiberspezifischen Flächenproduktivitäten als auch der Pro-Kopf-Kaufkraft jeweils aktuell ver- fügbaren Daten anzuwenden. 1.4 Darüber hinaus nennt die Ausnahmeregelung im Prüfschema die Vorgabe, dass im benachbarten zentralen Versorgungsbereich keine Potenzialflä- che vorhanden ist. Dieser Nachweis ist „streng aus- zulegen“. In der Praxis ist zu befürchten, dass die Öffnungsklausel regelmäßig scheitert, da selbst wenn solche Liegenschaften vorhanden sind, diese auch verfügbar, betrieblich nutzbar und die Vorha- ben darauf genehmigungsfähig sein müssen. Auf- grund dieser Argumente wird vorgeschlagen, den Satz „Dabei ist der Nachweis einer fehlenden Po- tenzialfläche ... streng auszulegen.“ zu streichen. Die Beantwortung dieses Aspektes wird im Rah- men der Erwiderung der Stellungnahme von Lenz und Johlen, vgl. Pkt. 6.7 dieser Anlage, vorge- nommen. 1.5 Darüber hinaus wird festgehalten, dass eine strenge Ablehnung der Erweiterung von wichtigen Nahversorgungsstandorten sowie eine strenge Aus- legung des Nachweises für Neuansiedlungen nicht den Zielen einer nachhaltigen Einzelhandelssteue- rung und der Sicherung und Verbesserung der woh- nortnahen Versorgung in der dynamisch wachsen- den Stadt Köln entspricht. Die Ziele des EHZK (vgl. Teil A, Kapitel 1.1) und das vorliegende Prüfschema sind demnach nicht konsistent in ihrer Steuerung. Hinsichtlich der Steuerung der Einzelhandelsent- wicklung ist zu berücksichtigen, dass die Stadt Köln mehrere Ziele verfolgt, die sich nicht wider- sprechen, aber natürlich Einfluss aufeinander nehmen. Auf S. 7 des EHZK 2020 sind diese langfristigen Zielsetzungen aufgeführt. So ist ne- ben der Sicherung und Stärkung des gewachse- nen polyzentrischen Zentrensystems in der Ge- samtstadt Köln und der Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunkti- on sowie als Mittelpunkte des öffentlichen Le- bens, der Identifikation und der Kommunikation innerhalb ihrer jeweiligen Versorgungsräume auch die Sicherung und Verbesserung der woh- 7 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK nungsnahen Versorgung mit Waren und Dienst- leistungen des täglichen Bedarfs, auch unter Be- rücksichtigung der Wochenmärkte eine der lang- fristigen Zielsetzungen des EHZK. Eine Sicherung und Verbesserung der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung darf demnach nicht zulasten der weiteren Zielsetzungen der Stadtentwicklung pauschal verfolgt werden, sondern es wurden im EHZK 2020 ebensolche Reglungen unter Kap. 5 benannt, die allen Zielen des EHZK gerecht wer- den sollen. 3. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG – Immobilienbüro Köln, 17.06.2021 Unter Berücksichtigung der im EHZK in Teil A dar- gestellten Steuerungsregelungen möchte die Firma Lidl ausführen, welche Folgen diese für die Expan- sionsvorhaben nehmen würde. Die bevorstehende Ansiedlung von Lidl-Märkten macht ggf. eine Korrek- tur der Einordnung bzw. des Zuschnitts einige Zen- tren- und Standortbereiche erforderlich. 3.1 Die Firma Lidl hat im Stadtteil Mauenheim das Grundstück Neusser Straße 467 gekauft und plant die Errichtung einer Lidl-Filiale mit einer Verkaufsflä- che von mindestens 1.400 m² mit darüber liegender Wohnbebauung. Bislang war der Bereich als zentra- ler Versorgungsbereich Nahversorgungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Friedrich-Karl- Straße ausgewiesen, wobei im vorliegenden Entwurf der Fortschreibung dieser Bereich nicht mehr als zentraler Versorgungsbereich dargestellt wird. Gleichzeitig heißt es im Entwurf, dass für den Fall der Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in dem Bereich des bisher ausgewiesenen Nahversor- Zum Zeitpunkt der Erstellung des EHZKs war nicht bekannt, dass die Firma Lidl im Bereich der Neusser Straße einen Lebensmittelmarkt plant. Aufgrund des konkreten Vorhabens wurde eine mögliche Neuabgrenzung des ehemaligen Nah- versorgungszentrums Weidenpesch als Zentraler Versorgungsbereich geprüft. Aufgrund des positi- ven Prüfergebnis kann der Zentrale Versorgungs- bereich Weidenpesch erneut ins EHZK aufge- nommen werden. Der zentrale Versorgungsbereich Wei- denpesch, Nördliche Neusser Straße wird als Nahversorgungszentrum im EHZK ausgewiesen (vgl. Anlage 2.1 der Beschlussvorlage 1538/2020). 8 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK gungszentrums Weidenpesch, Neusser Straße / Friedrich-Karl-Straße empfohlen wird, diesen erneut als zentralen Versorgungsbereich auszuweisen, um das Vorhaben auch großflächig zu ermöglichen. 3.2 Im Stadtteil Niehl wird noch in diesem Jahr eine Lidl-Filiale mit einer Verkaufsfläche von unter 800 m² auf dem Grundstück Amsterdamer Straße 236 b eröffnen. Zuvor befand sich auf dem Grundstück ein Netto-Markt, darüber hinaus sind im Nahbereich zwei Tankstellen, eine A.T.U. Autowerkstatt, ein Schnellrestaurant und ein Aldi-Markt vorhanden. Die Umgebung wird z. T. durch stark verdichtete Wohn- nutzung geprägt. Im Entwurf des EHZKs wird der Standort nicht gesondert erwähnt, sondern lediglich die beiden Discountmärkte innerhalb eines Radius von 700 m um das Stadtteilzentrum Niehl darge- stellt. Um der Nahversorgungsfunktion der beiden Discounter zwischen der Amsterdamer Straße und der Boltensternstraße gerecht zu werden, sollte die- ser Bereich vom EHZK unter Ziffer 5.3.3 als „sonsti- ge (siedlungsräumlich) integrierte Lage“ ausdrück- lich benannt werden. Der Standort leistet einen Bei- trag zur Versorgung und ist daher ebenfalls bei Standortplanungen zu berücksichtigen und nach Möglichkeit zu sichern. Im fußläufigen Nahbereich wohnen über 7.500 BewohnerInnen, wobei das Stadtteilzentrum Niehl, Niehler Straße / Friedrich- Karl-Straße lediglich über einen Rewe-Markt verfügt. Der Einschätzung der Firma Lidl, dass es sich im Bereich des Aldi-Marktes und geplanten Lidl- Marktes um eine integrierte Lage handelt, kann nicht gefolgt werden. Das EHZK definiert auf S. 68 ebensolche Lagen, die zwar keinem zentralen Versorgungsbereich oder keiner Nahversorgungs- lage zuzuordnen sind, jedoch als wohnungsnahe Lagen im Siedlungszusammenhang eines beste- henden oder perspektivischen Wohnbereichs gelten. Ein Anhaltspunkt kann es sein, dass der Standort in zwei Himmelsrichtungen einen we- sentlichen Wohngebietsbezug aufweist, wobei dieser gewichtig sein sollte und nicht nur eine Häuserreihe umfassen sollte. Der geplante Standort des Lidl-Marktes befindet sich innerhalb eines gewerblich geprägten Areals, angrenzend an den Niehler Hafen. Das direkte Standortumfeld wird geprägt durch Autowerkstätten, weitere Ge- werbebetriebe und den Lebensmitteldiscounter Aldi. Südlich davon befindet sich der KVB- Betriebshof Nord. Die Wohnbebauung grenzt le- diglich in einer Himmelsrichtung an das Areal an. Eine Stärkung dieses Standortbereichs ist vor dem Hintergrund des räumlich nahe gelegenen Stadtteilzentrums Niehl, Niehler Straße / Fried- rich-Karl-Straße nicht zu empfehlen. 3.3 Im Entwurf des EHZKs sollte die Entwicklung des Wohnquartiers Zündorf-Süd und die geplante Ansiedlung eines Lidl-Marktes im Bereich der jetzi- Die derzeit ausgewiesene Potenzialfläche südlich der Stadtbahnhaltestelle Zündorf trägt bereits dem Ziel, eine Ergänzung des Angebotes im zent- 9 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK gen Endhaltestelle Köln-Zündorf berücksichtigt wer- den. Die Firma Lidl hat sich verschiedene Grund- stücksflächen im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Zündorf gesichert und plant dort, einen Nahversor- ger anzusiedeln. Ein Teil der Grundstücksflächen liegt bereits im zentralen Versorgungsbereich Stadt- teilzentrum Zündorf, Hauptstraße / Schmittgasse. Die Fläche im Osten des Zentrums im Bereich der Straßenbahnhaltestelle wird als Potenzialfläche be- zeichnet und, sofern das Wohnbauprojekt realisiert wird, empfiehlt der Entwurf eine Verbesserung der Versorgung im Lebensmittelsegment. Die Firma Lidl möchte anmerken, dass die Abgrenzung des zentra- len Versorgungsbereiches noch weiter in Richtung Osten erweitert werden sollte, da es zu bezweifeln ist, dass die ausgewiesene Potenzialfläche für wei- tere Angebote im kurzfristigen Bedarfsbereich zur Versorgung der Bevölkerung ausreicht. Die Firma Lidl ist bereit, auch durch die Entwicklung von Ein- zelhandelsnutzungen auf den weiter östlich gelege- nen Flächen an der Stärkung des Stadtteilzentrums mitzuwirken. Die Vergrößerung der Potenzialfläche würde allen Beteiligten einen größeren Spielraum bei der anschließenden Planung geben. ralen Versorgungsbereich vor dem Hintergrund der Entwicklung des Wohngebietes Zündorf-Süd durch Ansiedlung eines Drogerie- und/oder weite- ren Lebensmittelmarktes zu ermöglichen, Rech- nung. Eine Vergrößerung dieser Potenzialflächen um Grundstücke östlich der zu verlängernden Stadtbahnlinie wird von der Verwaltung jedoch nicht empfohlen. Statt dessen sollte im Zuge der weiteren Gebietsentwicklung ein Einzelstandort im südlichen Bereich des Plangebietes Zündorf Süd geprüft werden. 3.4 Auch bei einigen Bestandsfilialen ergibt sich aus Sicht der Firma Lidl ein Anpassungsbedarf im Hin- blick auf die Einordnung im Entwurf des EHZKs. Dies betrifft u. a. die Lidl-Filiale in der Wasser- werkstraße 8, für die eine Erweiterung auf 1.400 m² angestrebt wird. Aus Sicht der Firma Lidl käme an diesem Standort ein Neubau, ggf. mit integrierter Wohnbebauung, in Betracht. Im EHZK wird diese Sonderstandorte dienen der Ansiedlung von Ein- zelhandel mit nicht zentrenrelevanten Kernsorti- menten, die im Sinne der Standortteilung eben diesen Angebotsformen Ansiedlungsräume bietet. Anbieter mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten werden aufgrund ihres Platzbedarfs, der Sperrig- keit ihrer Waren, die i. d. R. einen Transport oder Pkw bedürfen und der Tatsache, dass sie nicht 10 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Filiale dem Sonderstandort Dellbrück zugeordnet, der Konkurrenzdruck auf das nahe gelegene Stadt- teilzentrum Holweide-Ost und das Bezirksteilzent- rum Dellbrück, Dellbrücker Hauptstraße nimmt. Der Ausbau von zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten soll an diesem Sonderstandort vermie- den werden. Hierbei wird verkannt, dass die definier- ten Voraussetzungen für einen Sonderstandort (vgl. S. 69) nicht vorliegen. Der Standort ist als städte- baulich integriert einzuordnen, da er in drei Him- melsrichtungen verdichtete Wohnbebauung aufweist und abgesehen von dem Obi-Markt und dem Bau- stoffhandel keinen Besatz von Betrieben mit über- wiegend nicht zentrenrelevanten Sortimenten bzw. aus dem Fachmarktsegment aufweist. Hierbei wird ein Vergleich zum Standortbereich Bonner Wall ge- zogen, der aufgrund seines eingeschränkten Ange- botsschwerpunkts im nicht zentrenrelevanten Sorti- mentsbereich konsequenter- und richtigerweise nicht mehr als Sonderstandort fortgeschrieben wer- den soll (vgl. S. 105). wesentlich zur Attraktivierung der zentralen Ver- sorgungsbereiche beitragen bzw. Synergieeffekte mit anderen zentrenrelevanten Sortimenten ent- falten, auf für sie ausgewiesene Sonderstandorte gelenkt. Dabei ist die Frage, ob im weiteren Um- kreis Wohnbebauung vorhanden ist, nicht rele- vant für die Ausweisung eines Sonderstandortes. Sonderstandorte sind verkehrlich gut erreichbar, weisen Einzelhandel mit überwiegend nicht zen- trenrelevanten Kernsortimenten auf und dienen der Bündelung ebendieser Einzelhandelseinrich- tungen. Im Sonderstandort Köln-Dellbrück sind insgesamt ca. 6.900 m² Verkaufsfläche vorhan- den, wovon 81 %, d. h. 5.600 m² Verkaufsfläche, auf nicht zentrenrelevante Sortimente entfällt. Insgesamt sind hier 6 Einzelhandelsbetriebe an- sässig, wobei die Anbieter Mobau Selbach, Obi und Arno Gatz (Verkauf von Kanus) in den nicht zentrenrelevanten Sortimentsbereich fallen. Es handelt sich demnach unkritisch um einen sog. Sonderstandort, an dem die Ansiedlung von groß- flächigen Betrieben mit nahversorgungs- und zen- trenrelevanten Kernsortimenten planungsrechtlich mittels Bebauungsplanfestsetzung ausgeschlos- sen ist, um negative Auswirkungen auf die Funk- tionsfähigkeit bzw. die Entwicklungsfähigkeit der zentralen Versorgungsbereiche zu vermeiden. Ein Vergleich mit dem Standortbereich Bonner Wall ist aus Sicht der Stadt Köln nicht zu ziehen, da im Bereich Bonner Wall lediglich die Anbieter Möbel Leyendecker und Lidl mit insgesamt 2.700 m² Verkaufsfläche ansässig sind. Einen Schwerpunkt im nicht zentrenrelevanten Bereich ist dement- sprechend nicht zu sehen, darüber hinaus fehlt 11 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK die Bündelung von Einzelhandelsnutzungen im nicht zentrenrelevanten Sortimentsbereich. 3.5 Im Stadtbezirk Ehrenfeld ist die Erweiterung der Lidl-Filiale Leyendecker Straße 2 a von derzeit 903 m² auf 1.320 m² Verkaufsfläche geplant. Die Filiale befindet sich ca. 350 m südwestlich der zentralen Versorgungsbereiche Stadtteilzentrum Ehrenfeld- West, Venloer Straße und Bezirkszentrum Ehren- feld, Venloer Straße. Für das Stadtteilzentrum Eh- renfeld-West, Venloer Straße wird ausdrücklich das Ziel ausgegeben, innerhalb eines Radius von 700 m keine Versorgungsstandorte zu schaffen, eine ge- sonderte Erwähnung der Filiale erfolgt jedoch nicht. Bei der Bewertung unserer Filiale muss berücksich- tigt werden, dass gegenüber dem Grundstück des Lidl-Marktes auf dem Gelände des ehem. Güter- bahnhofs ein Wohnbauprojekt mit ca. 450 Wohnein- heiten realisiert wird und die Erweiterung ausdrück- lich eines von der Firma Lidl eingeholten Gutachtens keine negativen städtebaulichen Auswirkungen aus- lösen wird. Das Stadtteilzentrum Ehrenfeld-West, Venloer Straße wies in den vergangenen Jahren eine deutliche Verschiebung des Angebotsschwer- punktes hin zum mittel- bis langfristigen Bedarfs- bereichs auf und stellt hiermit eine funktionale Ergänzung zum Bezirkszentrum Ehrenfeld, Ven- loer Straße dar. Im kurzfristigen Bedarfsbereich ist als einziger Magnetbetrieb der Netto Lebens- mitteldiscounter zu nennen, der zwar zeitgemäß aufgestellt ist, jedoch aufgrund der städtebauli- chen Strukturen nur über sehr wenige Entwick- lungsmöglichkeiten verfügt. Das Ziel des EHZKs für dieses Stadtteilzentrum ist die Sicherung der Versorgungsfunktion für die umliegenden Stadt- viertel und der Erhalt des Magnetbetriebes Netto. Aufgrund der sehr starken Wettbewerbssituation im Umfeld, v. a. durch das Bezirkszentrum Ehren- feld und das Stadtteilzentrum Bickendorf, gibt es nur begrenzt Entwicklungsspielraum für das Stadtteilzentrum. Aufgrund dessen sind zusätzli- che Versorgungsstandorte in räumlicher Nähe vor dem Hintergrund des Ziels der Sicherung des Stadtteilzentrums unter Berücksichtigung des internen Bewertungsschemas gemäß Kap. 5.3 bzw. 6.4 EHZK (vgl. Anlage 3.2) zu prüfen. Die Bewertung von Einzelstandorten außerhalb zent- raler Versorgungsbereiche findet jedoch im Rah- men der Umsetzung des EHZK nach dessen Be- schluss statt und ist explizit nicht Gegenstand der vorgelegten Fortschreibung. 12 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 3.6 Für die Lidl-Filiale in der Düsseldorfer Straße 177 im Stadtbezirk Mülheim wird die Vergrößerung der Verkaufsfläche auf ca. 1.358 m² geplant. Der Standort befindet sich zwischen den zentralen Ver- sorgungsbereichen Stadtteilzentrum Mülheim, Berli- ner Straße und Nahversorgungszentrum Stamm- heim und stellt für die Bewohner im näheren Umfeld die einzige Versorgungsmöglichkeit dar. Vor dem Hintergrund der Versorgungsfunktion des Marktes in Ergänzung mit weiteren Nutzungen (Café, Spielplät- ze, Skate-Park) sollte erwogen werden, den Stand- ort als (perspektivische) Nahversorgungslage oder sogar perspektivisches Nahversorgungszentrum im EHZK auszuweisen. Bei der Festlegung einer Einzelhandelslage als zentralen Versorgungsbereich müssen verschie- dene Aspekte berücksichtigt werden. Es musss sich u. a. um eine städtebaulich integrierte Lage handeln, die ein städtebauliches Gewicht aufweist und eine Versorgungsfunktion über den unmittel- baren Nahbereich hinaus einnimmt (vgl. Kap. 3.3.1 Teil A EHZK). Für einen zentralen Versor- gungsbereich ist die Konzentration zentraler Ver- sorgungseinrichtungen maßgeblich, wobei neben dem Einzelhandel auch sonstige (zentrale) Ver- sorgungseinrichtungen von Bedeutung sind. Be- züglich des Lidl-Marktes in der Düsseldorfer Stra- ße 177 ist zu berücksichtigen, dass das direkte Umfeld entlang der Düsseldorfer Straße gewerb- lich geprägt ist. Auch östlich des Clevischer Ring schließen Gewerbeareale an. Kleine Wohnsied- lungen bestehen in direkter Rheinnähe im Bereich der Domagkstraße sowie südlich der Straße Am Faulbach. Darüber hinaus befindet sich in diesem Bereich kein weiterer Einzelhandelsbetrieb, so- dass es sich bei dem Lidl-Markt um einen Solitär- standort und nicht um einen zentralen Versor- gungsbereich handelt. Darüber hinaus fehlen wei- tere zentrale Einrichtungen, die den Einzelhandel ergänzen würden, wobei zu berücksichtigen ist, dass ein Spielplatz und Gewerbebetriebe (u. a. Autohaus, Isoliertechnik) nicht charakterisierend für einen zentralen Versorgungsbereich sind. Nahversorgungslagen dienen der Sicherung und dem Ausbau der wohnortnahen Versorgung, wo- bei es sich hierbei nicht um Solitärstandort han- delt, sondern um Einzelhandelslagen, die i. d. R. 13 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK durch mehrere Einzelhandelsbetriebe im kurzfris- tigen Bedarfsbereich geprägt werden. Bei dem Lidl-Markt in der Düsseldorfer Straße handelt es sich demnach weder um einen zentralen Versor- gungsbereich, noch um eine Nahversorgungsla- ge. 3.7 Die Firma Lidl plant, die Filiale am Bonner Wall 114 / 116 weiter zu entwickeln, um die Nahversor- gung in der südlichen Innenstadt zu stärken. Denk- bar wäre die Errichtung eines hybriden Gebäudes mit Einzelhandel und Wohnen. Im EHZK wird für diesen Bereich festgestellt, dass es sich zwar nicht mehr um einen Sonderstandort handelt, der weitere Ausbau von Einzelhandel mit nahversorgungs- und zentrenrelevanten Sortimenten in den Gewerbege- bietsstandort mittels Bebauungsplanfestsetzung ausgeschlossen werden soll. Die Firma Lidl weist darauf hin, dass im Flächennutzungsplan der Stadt Köln lediglich die Flächen auf der südlichen Seite der Straße Bonner Wall als Gewerbeflächen darge- stellt werden, der Lidl-Markt befindet sich in einer gemischten Baufläche, die westlich, nördlich und östlich an besondere Wohngebiete anschließt. Da- bei ist zu berücksichtigen, dass das Bezirksteilzent- rum südliche Innenstadt, Severinstraße / Bonner Straße in nordöstlicher Richtung unmittelbar an die Filiale angrenzt. Die Firma Lidl schlägt aufgrund dessen vor, den Markt in den Abgrenzungsbereich des Bezirksteilzentrums aufzunehmen und dem Lidl- Markt damit Erweiterungsmöglichkeiten einzuräu- men. Der Hinweis auf S. 105 des Konzeptes, dass kein weitere Ausbau von Einzelhandel mit nahver- sorgungs- und zentrenrelevanten Sortimenten in den Auch ohne die Ausweisung als Sonderstandort gelten die Aussagen des EHZK, die besagen, dass in Gewerbegebietsstandorten mittels Be- bauungsplanfestsetzung Einzelhandel mit nah- versorgungs- und zentrenrelevanten Sortimenten ausgeschlossen werden sollen, sofern dies noch nicht erfolgt ist. Hinsichtlich des Lidl-Marktes ist zu berücksichtigen, dass sich dieser zwar in räumlicher Nähe zum zentralen Versorgungsbe- reich befindet, jedoch keinen direkten Anschluss an diesen aufweist. Eine fußläufige Anbindung vom zentralen Versorgungsbereich zum Lidl- Markt besteht nur über die Vorgebirgsstraße und den Bonner Wall oder über die Wormser Straße und den Bonner Wall und umfasst damit rd. 700 – 800 m Laufstrecke. Eine Zuordnung des Lidl- Marktes zum zentralen Versorgungsbereich ist aufgrund dessen nicht zu begründen. Er befindet sich hingegen im 700 m-Radius um den zentralen Versorgungsbereich und hat demnach die Vorga- ben der Steuerung des Lebensmitteleinzelhan- dels in Teil A des EHZKs zu berücksichtigen. Es wird eine Ergänzung der Beschrei- bung für den im Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2013 als Sonder- standort ausgewiesene Standortbe- reich Bonner Wall aufgenommen und auf die gewerbliche Prägung hingewie- sen (S. 105, Kapitel 1.3.5). 14 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Gewerbegebietsstandorten erfolgen sollte, ist dahin- gehend zu konkretisieren, dass hiermit lediglich die Flächen südlich der Straße Bonner Wall gemeint sind. 3.8 Die Lidl-Filiale in der Ringstraße 48 in Köln- Rodenkirchen soll von aktuell 783 m² auf 898 m² Verkaufsfläche erweitert werden. Die Filiale befindet sich 300 m südlich vom Bezirksteilzentrum Ro- denkirchen, Hauptstraße, und für das angrenzende Grundstück liegt ein Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan vor, der die Ansiedlung von 360 Wohnungen vorsieht. Die Filiale schließt eine vorhandene Versorgungslücke, die durch die geplante Erweiterung des Marktes künftig unterstützt werden soll. Dies könnte etwa durch die Ausweisung einer (perspektivischen) Nahversor- gungslage oder durch die ausdrückliche Erwähnung des Standortbereichs als sonstige städtebaulich integrierte Lage unter Ziffer 2.3.3 auf S. 184 des EHZKs erfolgen. Im Rahmen einer gutachterlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass keine Beein- trächtigung des zentralen Versorgungsbereiches durch die Erweiterung zu erwarten wäre. Hinsichtlich der Lidl-Filiale ist es aus Sicht der Stadt Köln unkritisch, dass es sich um einen inte- grierten Standort handelt, der Bezug zu Wohnbe- bauung aufweist. Auf S. 184 des EHZKs wurde unter Ziffer 2.3.3 wurde der Begriff „sonstige La- gen“ in Rodenkirchen allgemein erläutert und dargestellt, welche Ansiedlungsregelungen hier gelten. Eine Auflistung aller integrierten Lagen in Rodenkirchen ist nicht vorgenommen worden und im Rahmen des EHZKs auch nicht zielführend. Diese sind jeweils im Einzelfall zu betrachten. Hinsichtlich einer möglichen Erweiterung des Lidl- Marktes sind die Ausführungen des Teils A, Kapi- tel 5.3.2 zu berücksichtigen. Die Bewertung von Einzelstandorten außerhalb zentraler Versor- gungsbereiche findet jedoch im Rahmen der Um- setzung des EHZK nach dessen Beschluss statt und ist explizit nicht Gegenstand der vorgelegten Fortschreibung.Es handelt sich bei dem Standort des Lidl-Marktes jedoch nicht um eine (perspekti- vische) Nahversorgungslage, da es sich hier um einen Solitärstandort handelt. 4. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG – Immobilienbüro Köln, 17.06.2021 4.1 Im EHZK wird regelmäßig ausschließlich inner- halb der zentralen Versorgungsbereiche eine Zuläs- sigkeit großflächiger Lebensmittelmärkte erkannt, während außerhalb der zentralen Versorgungsbe- reiche großflächige Lebensmittelmärkte nur unter Hinsichtlich des 700 m-Nahbereiches von Le- bensmittelmärkten ist zu berücksichtigen, dass außerhalb der 700 m-Radien um zentrale Versor- gungsbereiche eine standortangepasste Abgren- zung des Nahbereiches ermöglicht wurde. Dies Der Anregung wird teilweise ent- sprochen: s. Anlage 3.2, Kapitel 6.4, Punkt 1: Liegt der Planstandort des Vorhabens innerhalb eines 700 m- Radius‘ um einen zentralen Versor- 15 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK bestimmten Rahmenbedingungen zulässig sind. Dies ist anhand eines zweistufigen Prüfschemas nachzuweisen. Die erste Stufe beinhaltet die Stand- ortbewertung, in der eine städtebaulich integrierte Lage vorausgesetzt wird. In der zweiten Stufe erfolgt der Nachweis der standortangepassten Verkaufsflä- che, mit dem Ziel, die Verkaufsfläche bzw. den Um- satz des Vorhabens am Nachfragevolumen im Nah- bereich auszurichten. Dem Nahbereich der Le- bensmittelmärkte bzw. potenzieller Ansiedlungs- standorte außerhalb zentraler Versorgungsbereiche werden im vorliegenden Entwurf nicht einheitlich bewertet. So gilt die Regel, dass bei Standorten, die sich in einer Entfernung von weniger als 700 m zu einem zentralen Versorgungsbereich befinden, ein schematischer Nahbereich durch einen Radius von 700 m. Für Standorte außerhalb dieser Schutzzonen um zentrale Versorgungsbereiche jedoch werden faktische standortspezifische Rahmenbedingungen der Siedlungsstruktur, des Verkehrs, der Topografie etc. mit einbezogen. Aus Sicht von Lidl kann durch den letzten Ansatz die tatsächliche fußläufige An- bindung prognostiziert werden und bewertet diesen Ansatz positiv. Nicht nachvollziehbar dagegen ist, dass im 700 m-Umfeld der zentralen Versorgungs- bereiche ein anderer Ansatz gewählt wird. soll insbesondere den ländlich geprägten Stadttei- len und Gebieten mit geringer Siedlungsdichte in Köln Rechnung tragen, um auch hier eine Le- bensmittelversorgung zu sichern. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Einbeziehung der fakti- schen standortspezifischen Rahmenbedingungen der Siedlungsstruktur, des Verkehrs, der Topo- grafie usw., sondern auch die Eröffnung der Mög- lichkeit den 700 m Radius zu erweitern, welches jedoch im konkreten Einzelfall zu begründen ist. Bei der Bewertung von großflächigen Vorhaben innerhalb der 700 m Radien und zentralen Ver- sorgungsbereichen ist zu beachten, dass diese aufgrund ihrer Überschneidung mit dem Nahbe- reich des Zentrums i. d. R. größere Auswirkungen generieren, als von einem ähnlich großen Vorha- ben außerhalb des 700 m Radius auszugehen ist. Aufgrund dessen, und aufgrund der Tatsache, dass es sich i. d. R. um stark verdichtete Struktu- ren handelt, wurde ein unterschiedlicher methodi- scher Ansatz für Standorte außerhalb und inner- halb der 700 m Radien um zentrale Versorgungs- bereiche gewählt. In begründeten Ausnahmefäl- len kann aufgrund ggf. vorhandener Barrieren (bspw. Bahnlinien, Rheinverlauf, Grünflächen) auch innerhalb der Nahbereich der zentralen Ver- sorgungsbereiche eine Anpassung des schemati- schen 700 m Radius um einen Lebensmittelmarkt in Abstimmung mit der Stadtverwaltung vorge- nommen werden. Um diesen Aspekt deutlicher hervorzuheben werden die rechts genannten Än- derungen im EHZK vorgenommen. gungsbereich, beträgt der Nahbereich für das Vorhaben ebenfalls i. d. R. ei- nen 700 m-Radius um den vorgesehe- nen Standort. Zur Vereinfachung des Verfahrens wird der 700 m-Radius schematisch angesetzt. Fußnote 1: In der Realität ggf. vorhan- dene Barrieren wie Bahnlinien und Straßen, die sich auf die Kundenströ- me auswirken können, bleiben unbe- rücksichtigt. = entfällt 16 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 4.2 Die GMA errechnet im EHZK die dem Einzel- handel zur Verfügung stehenden Nachfragevolumen durch die Multiplikation aus den Pro-Kopf-Ausgaben im Bundesdurchschnitt, mit der Einwohnerzahl und dem Kaufkraftkoeffizienten. Die Methodik dabei ist unbestritten. Gleiches gilt für die variablen Einwoh- nerdaten und Kaufkraftkoeffizient. Kritisch bewertet die Firma Lidl jedoch die angesetzten Pro-Kopf- Ausgaben im Bundesdurchschnitt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die verschiedenen Gutachter- institutionen und Marktforscher sortimentsbezogen unterschiedliche Grundlagen nutzen. Zur Visualisie- rung wird hier Abbildung 1 der Vergleich der durch Gutachterinstitute angesetzte Pro-Kopf-Ausgaben durch die gif, bezogen auf das Bezugsjahr 2011 / 2012, dargestellt. Dabei wird deutlich, dass die GMA einen sehr vor- sichtigen Ansatz der Pro-Kopf-Ausgaben verfolgt. Bei der Ausblendung der „Ausreißer“ (MB Reseach, IfH Köln) liegt der Durchschnittswert aus 2011 / Die Bewertung der unterschiedlichen Pro-Kopf- Ausgabewerte der unterschiedlichen Gutachter kann ohne detailliertere Kenntnisse über die zu- grundeliegenden Berechnungsansätze nicht er- folgen. So beinhalten die Pro-Kopf-Ausgabewerte der GMA beispielsweise keine verschreibungs- pflichtigen Apotheker- und Sanitätswaren. Dar- über hinaus ist fraglich, inwieweit die anderen Gutachter / Institute Online-Anteile des stationä- ren Facheinzelhandels mit in ihre Ausgabewerte einbeziehen. Bezüglich der Ableitung der standortangemesse- nen Größenordnung sind sowohl hinsichtlich der betreiberspezifischen Flächenproduktivitäten als auch der Pro-Kopf-Kaufkraft jeweils aktuell ver- fügbaren Daten anzuwenden. 17 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 2013 bei rd. 5.714 € und damit je Einwohner um rd. 365 € über dem Ansatz der GMA. Deutlicher wird die Diskrepanz auch nach Rücksprache mit zwei anerkannten Gutachtern bei der Konzentration auf das Kernsortiment von Lebensmittelmärkten. Die GMA setzt für 2016 Pro-Kopf-Ausgaben von etwa 2.035 € für Nahrungs- und Genussmittel an, zum Zeitpunkt gaben die anderen Gutachter rd. 2.355 € bzw. 2.389 € an. Im Ergebnis erachten wir die von der GMA in Ansatz gebrachten nahversorgungsrele- vanten Pro-Kopf-Ausgaben als deutlich zu niedrig. Nachvollziehbar und richtig erachtet die Firma Lidl das Bestreben der Stadt Köln, die standortange- passte Verkaufsfläche wenn möglich auf den Betrei- ber des Vorhabens abzustellen und nennt hier die öffentlich zugänglichen Daten von Hahn Retail Esta- te Report. Fragwürdig ist jedoch die Vermischung statischer und dynamischer Ansätze innerhalb einer Berechnung. Während für das nahversorgungsrele- vante Nachfragevolumen ein statischer Wert von 2.672 € als Berechnungsgrundlage gefordert wird, soll die Umsatzleistung der Lebensmittelmärkte auf Basis der jeweils aktuellsten Flächenproduktivität ermittelt werden. 4.3 Zur Berechnung der standortangepassten Ver- kaufsfläche wird das nahversorgungsrelevante Nachfragevolumen dem voraussichtlichen Vorha- benumsatz der Lebensmittelbetriebe gegenüberge- stellt. Standortangepasst aus Perspektive des Ent- wurfs des EHZKs sind max. 35 % der nahversor- gungsrelevanten Kaufkraft im definierten Nahbe- reich. Die Firma Lidl hält den Ansatz von max. 35 % Kaufkraftabschöpfung für nicht mehr zeitgemäß. Eine Abwägung erfolgte im Rahmen der Erwide- rung der Stellungnahme von Aldi, Pkt. 1.2. dieser Anlage 18 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Hier wird auf die Ausführungen von Stadt + Handel hingewiesen. 4.4 Bei den Pro-Kopf-Ausgaben wird auf die nahver- sorgungsrelevanten Anteile abgestellt, diese dann mit den Gesamtumsätzen der Lebensmittelmärkte verglichen. Es ist jedoch üblich, einen Teil der zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche mit Nonfood- Sortimenten zu belegen. Diese beläuft sich bspw. bei Textil, Schuhen, Einrichtungsgegenständen, Freizeitbedarf etc. konservativ betrachtet zwischen 5 – 10 % der Verkaufsfläche; d. h. dass die standort- angepasste Verkaufsfläche nur geeignet ist, die Verkaufsfläche mit nahversorgungsrelevanten Sor- timenten abzubilden, während die zulässige Ge- samtverkaufsfläche durch einen Zuschlag zwischen 5 – 10 % abzubilden wäre. Bei der Annahme der Firma Lidl sind zwei we- sentliche Faktoren zu berücksichtigen: 1. Die integrierten Lebensmittelmärkte stellen einen wesentlichen Beitrag zur Nahversorgung in der Stadt Köln dar, wobei diese nicht in un- erheblichem Maße (betreiberabhängig) sog. Aktionswaren als Randsortimente führen. Die- se sind i. d. R nicht den nahversorgungsrele- vanten Sortimenten zuzuordnen. Eine Steue- rung der Gesamtverkaufsfläche eines Marktes über die nahversorgungsrelevante Kaufkraft entspricht den Zielen der Stadt Köln, in den Wohngebieten nahversorgungsrelevante Sor- timente anzusiedeln. 2. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Lebensmittelmärkte einen unterschiedlich gro- ßen Anteil an Nonfood-Sortimenten aufweisen. So verfügen bspw. die Anbieter Rewe, Edeka, Netto, Norma und Penny über deutlich gerin- gere Verkaufsflächenanteile für nicht nahver- sorgungsrelevante Sortimente, während die Anbieter Aldi und Lidl vergleichsweise hohe Anteile an Nonfood-Sortimenten aus dem mit- tel- und langfristigen Bedarfsbereich im Rah- men ihrer Aktionswaren veräußern. Eine An- passung der Gesamtverkaufsfläche über die pauschale Addierung von bspw. 10 % für Non- food-Sortimente ist demnach nicht allgemein für alle Lebensmittelmärkte anzunehmen, son- dern ist lediglich den rein betreiberspezifischen 19 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Sortimentsstrukturen geschuldet. 4.5 Darüber hinaus weist die Firma Lidl darauf hin, dass die Lebensmittelmärkte innerhalb zentraler Versorgungsbereiche in der Stadt Köln nur einen Teilbeitrag zur Nahversorgung der Bevölkerung leis- ten, während eine größere Versorgungsbedeutung von Lebensmittelmärkten an sonstigen Standorten ausgeht. Mehr als zwei Drittel des Nachfragevolu- mens der Kölner Bevölkerung wird von den letztge- nannten Betrieben / Standorten gebunden. Die Stadt Köln stimmt der Firma Lidl zu, dass im Bereich der Nahversorgung nicht nur die zentra- len Versorgungsbereiche und Nahversorgungsla- gen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der fußläufigen Lebensmittelversorgung übernehmen, sondern auch die weiteren, in integrierter Lage vorhandenen Lebensmittelmärkte. Dieser Tatsa- che ist sich die Stadt Köln bewusst und hat sich deswegen als Ziel die „Sicherung und Verbesse- rung der wohnortnahen Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs auch unter Berücksichtigung der Wochenmärkte“ ge- setzt (vgl. Teil A des EHZKs, S. 7, Kapitel 1.1). 5. Taylor Wessing (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), rechtliche Stellungnahme zur Fortschreibung des EHZKs (2021) der Stadt Köln 5.1 Eine Differenzierung zwischen den Betriebsfor- men von Lebensmittelmärkten in Vollsortimenter und Discounter ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich und unpraktikabel. Die im Konzept genutzte Diffe- renzierung „führt zu einer ungerechtfertigten Un- gleichbehandlung der Betreiber im Rahmen der Bauleitplanung und Quartiersentwicklung.“ Eine Dif- ferenzierung von Betriebstypen findet im EHZK so- wohl im Glossar als auch bereits im Rahmen der Vor-Ort-Erhebung und der Beschreibung bspw. der Zentrenstruktur statt. Darüber hinaus spricht das EHZK Empfehlungen bezüglich der Ansiedlung von Lebensmittelmärkten aus und trifft hier Differenzie- rungen zwischen Vollsortimenter und Lebensmittel- discounter. Demnach spricht das EHZK Empfehlun- gen für die Ansiedlung bestimmter Betriebstypen Es ist nicht ersichtlich, warum eine bauleitplaneri- sche Differenzierung zwischen unterschiedlichen Betriebsformen von Lebensmittelmärkten aus Rechtsgründen nicht möglich sein sollte. Im Rahmen einer Sondergebietsfestsetzung liegt die Definitionsmacht über die Kriterien, nach denen eine Nutzungsart im Sondergebiet zulässig sein soll, bei der Gemeinde. Selbstverständlich muss die Differenzierung im Einzelfall städtebaulich gerechtfertigt sein und einer Abwägungskontrolle standhalten. Dies ist aber eine Frage des Einzel- falls. In der prinzipiellen Differenzierung zwischen unterschiedlichen Betriebsformen liegt auch keine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung von Betreibern, da nicht pauschal und gleichsam für alle Fälle gleichermaßen festgestellt werden 20 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK aus, obwohl solche Empfehlungen nicht städtebau- lich erforderlich oder in Form von bauplanerischen Festsetzungen umgesetzt werden können. Sofern eine Betriebstypendifferenzierung den Weg in die Formulierung von Bebauungsplänen findet, führt dies dazu, dass Wettbewerber, deren Vorhaben vermeintlich nicht unter den jeweils gewünschten Betriebstypus fallen, benachteiligt werden. In diesem Zuge werden bspw. die Projekte Odemshof in Köln- Löwenich, Möhl-Areal in Köln-Dellbrück und das Projekt Porz-Mitte genannt. Taylor Wessing weist in diesem Zuge darauf hin, dass textliche Festsetzun- gen in Bebauungsplänen, die nur eine Betriebsform zulassen, mangels Rechtsgrundlage unwirksam sind und es ihnen an einer städtebaulichen Rechtferti- gung mangelt. Die Zulässigkeit eines Einzelhan- delsbetriebes richtet sich nicht nach dem Betriebs- typ, sondern der Größe der Verkaufsfläche und der von dem Einzelhandelsbetrieb ausgehenden Aus- wirkungen. Die städtebaulichen Auswirkungen hän- gen gemäß Gesetzesgrundlage und Rechtspre- chung alleine von der Verkaufsfläche ab, sodass auch eine Differenzierung anhand von Flächenpro- duktivitäten nicht erfolgen kann. Ohne sachlichen Grund dürfte die Differenzierung von Betriebstypen nicht diskriminierungsfrei und mit der gebotenen wettbewerblichen Neutralität erfolgen können. Dar- über hinaus ist zu berücksichtigen, dass der städte- bauliche Zweck der Einzelhandelssteuerung, die Sicherung der verbrauchernahen Bevölkerung, durch die Differenzierung der einzelnen Betriebs- formen nicht gefördert wird. Bebauungspläne, die eine solche Differenzierung vornehmen, sind rechtli- chen Bedenken ausgesetzt und eine Unterschei- kann, ob im Einzelfall etwa der Betriebstyp des Discounters oder der des Vollsortimenters den städtebaulichen Zielsetzungen in der konkreten örtlichen Situation besser gerecht wird. Eine Differenzierung zwischen unterschiedlichen Betriebstypen des Lebensmitteleinzelhandels in der Stadtplanung ist aufgrund der Unterschiede in den jeweiligen Wirkungen am Markt in Köln und für die Versorgungssituation der Bevölkerung aufgrund ihrer unterschiedlichen Sortimentsstruk- tur sinnvoll. Diese Zusammenhänge wurden im EHZK dargelegt (u. a. bei der historischen Ent- wicklung des Einzelhandels im Allgemeinen und speziell in Köln, den Standortanforderungen (je- weils Kapitel 2.), sowie im Glossar (6.2.), wo die Unterschiede in Sortimentsstruktur und Marktbe- arbeitung aufgezeigt werden. Die von Taylor Wessing genannten rd. 4.000 Artikel, die ein Le- bensmitteldiscounter führt, stellen aus Sicht der Stadt Köln kein Vollsortiment dar (vgl. Supermarkt / Verbrauchermarkt: rd. 10.000 Artikel; vgl. S. 18 EHZK). Es kann in der Prüfung möglicher städtebaulicher Auswirkungen erheblich sein, ob ein Vollsortimen- ter oder ein Lebensmitteldiscounter realisiert wird, da mit diesen beiden unterschiedlichen Betriebs- formen des Lebensmitteleinzelhandels je nach örtlicher Situation und bereits bestehenden Ver- sorgungseinrichtungen höchst unterschiedliche absatzwirtschaftliche und daraus resultierende städtebauliche Auswirkungen einhergehen kön- nen. Bei der städtebaulichen Planung von Stand- orten des Lebensmitteleinzelhandels geht es im 21 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK dung ist weder rechtlich angelegt noch in der Reali- tät wahrnehmbar. Weder hinsichtlich der Verkaufs- fläche noch anhand des Sortimentes oder Art des Haupt- und Randsortimentes, der Anzahl der ange- botenen Artikel, dem Bestehen von Frischeangebo- ten, der Produktivität oder des Preises der angebo- tenen Waren ist es heutzutage möglich, Discounter und Vollsortimenter zu unterscheiden. Das Pro- duktsortiment von Lidl umfasst z. B. rd. 340 Biopro- dukte und viele Markenprodukte, während die Voll- sortimenter vermehrt auf Eigenmarken setzen. Dis- counter bieten inzwischen mehr als 4.000 Artikel an. Discounter übernehmen eine wichtige Nahversor- gungsfunktion und sind Haupteinkaufsstätte. Um vorzubeugen, dass die Steuerung der Nahversorger bestimmte Betreiber im Rahmen der entsprechen- den Bauleitplanung bevorzugt oder benachteiligt, sollte das EHZK dahingehend angepasst werden, dass keine Differenzierung zwischen Betriebstypen im Lebensmitteleinzelhandel vorgenommen wird. Es bietet sich an, einen neutralen Begriff wie bspw. „Lebensmittelmarkt“ zu verwenden. Darüber hinaus sollte ein ausdrücklicher Hinweis mit aufgenommen werden, dass eine Steuerung von Betriebstypen durch die Bauleitplanung nicht möglich ist. Übrigen nicht nur um den Aspekt der verbrau- chernahen Versorgung, sondern auch um die Erhaltung und Entwicklung zentraler Versor- gungsbereiche als attraktive Versorgungsstandor- te. Diesbezüglich kann es mit Blick auf die Attrak- tivität der Versorgungssituation im zentralen Ver- sorgungsbereich insgesamt durchaus von Bedeu- tung sein, ob gegebene Versorgungsstrukturen durch einen Discounter oder einen Vollsortimen- ter ergänzt werden. Auch wenn die Größe der Verkaufsfläche, auf die Taylor Wessing als alleiniges Kriterium abstellen möchte, sozusagen die Eintrittsvoraussetzung für tiefergehende Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen eines Vorhabens darstellt (siehe z. B. § 11 Abs. 3 BauNVO), bedeutet dies nicht, dass es nicht weitere auswirkungsrelevante Un- terscheidungskriterien gibt (wie z. B. die in Rede stehende Betriebsform, die Anzahl der Pkw- Stellplätze, bestehende Wettbewerbsverhältnisse usw.) anhand derer die Auswirkungen von Plan- vorhaben bewertet werden können bzw. werden müssen. Die grundsätzliche Differenzierung zwischen Be- triebsformen ist von der Gerichtsbarkeit daher bislang auch nicht beanstandet worden und ist in der Literatur und Statistik gängige Praxis. Auch in den Lebensverhältnissen der Menschen wird beim Lebensmitteleinzelhandel unzweifelhaft u.a. zwischen diesen beiden Betriebsformen differen- ziert und je nach konkretem Einkaufsbedürfnis die eine oder die andere Betriebsform aufgesucht. 22 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5.2 „Zur effektiven Steuerung der Einzelhandelsent- wicklung sind standortbezogene Regelungen zum Ausschluss bzw. zur Zulässigkeit von Einzelhan- delsvorhaben erforderlich. […]Die Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen stellen sicher, dass Neuan- siedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbe- trieben nicht zu einer Beeinträchtigung der Versor- gungsfunktion sowie der Funktions-und Entwick- lungsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen dürfen und sich die Dimensionierung eines Vorha- bens am zugeordneten Versorgungsgebiet orientie- ren muss. Dieser Nachweis ist im Zweifel durch den Antragsteller beizubringen. Bei der Ansiedlung und Erweiterung von Vorhaben i.S.v. § 11 Abs. 3 BauN- VO sind zudem die landesplanerischen Vorgaben (LEP NRW) zu beachten.“ Eine derartige Regelung überspannt die Funktion und die Regelungsmöglichkeiten eines Einzelhan- delskonzeptes, da es sich bei dem Einzelhandels- konzept lediglich um ein informelles Konzept zur Steuerung des Einzelhandels handelt und dort keine gesetzlich normierte Beweislastverteilung oder Nachweispflichten der Vorhabenträger negiert oder sogar ins Gegenteil verkehren werden können. Das Konzept richtet sich nicht unmittelbar an den Vorha- benträger, sondern ist von der Gemeinde im Rah- men der Abwägung zu berücksichtigen. Die Ge- meinde muss die prognostizierten Auswirkungen eines Vorhabens ermitteln und bewerten, dies gilt sowohl bei Angebotsbebauungsplänen als auch bei vorhabenbezogenen Bebauungsplänen. Dar- aus schlussfolgert Taylor Wessing, dass die Rege- Es handelt sich beim EHZK um ein informelles städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB, welches von der dieses Konzept anwendenden Stadt Köln in Bauleitplan- verfahren zu berücksichtigen und gegebenenfalls in Bebauungsplanfestsetzungen mit Außen- rechtswirkung zu überführen ist. Das Steuerungs- schema im EHZK dient der Strukturierung städte- baulicher Ansiedlungsüberlegungen und zugleich der Vorabinformation der Vorhabenträger. Es soll bei der Einschätzung einer Vorhabens Hilfe leis- ten und Transparenz herstellen. Will ein konkreter Vorhabenträger für seinen Planstandort Baurecht durch die Aufstellung eines Bebauungsplans initiieren, steht es der planenden Gemeinde unzweifelhaft frei, von ihm den Nach- weis der raumordnerischen und städtebaulichen Verträglichkeit des Vorhabens zu fordern. Natür- lich resultiert hieraus keine Verpflichtung des Vorhabenträgers zur entsprechenden Mitwirkung an der Planung. Der Stadt Köln steht es dann aber frei, die Vorhabenplanung nicht mit den Mit- teln der Bauleitplanung zu unterstützen. Besteht hingegen für ein von einem Vorhabenträger be- absichtigtes Vorhaben das notwendige Baurecht bereits und muss die Stadt Köln entscheiden, ob sie die Bauleitplanung einsetzt, um dem Vorha- ben die Genehmigungsfähigkeit zu entziehen, obliegt es gegebenenfalls ihr, die Auswirkungen des Vorhabens zu prüfen, um ihre Planung städ- tebaulich zu rechtfertigen. Der Anregung wird im Rahmen einer Klarstellung zum Teil entsprochen: Auf Seite 12, Kapitel 1.5 wird die Aufgabe des EHZK genauer erläutert. 23 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK lung, nach der der Antragssteller einen Nachweis bei Neuansiedlung oder Erweiterung von Einzelhan- delsbetrieben bezüglich einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion oder der Funktionsfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit zentraler Versorgungsbe- reiche sowie die Ermittlung der Dimensionierung eines Vorhabens keine Berechtigung in einem Ein- zelhandelskonzept haben. Solche Regelungen sind nur auf Ebene eines Bauantrags sinnvoll anwend- bar, einem solchen Antrag kann das Einzelhandels- konzept grundsätzlich jedoch nicht entgegengehal- ten werden. Zudem ist es einem Antragsteller nicht möglich, eine fehlende Beeinträchtigung der Ent- wicklungsfähigkeit eines zentralen Versorgungsbe- reiches nachzuweisen, da die Frage, ob sich ein zentraler Versorgungsbereich noch entwickeln kann, Aufgabe des Einzelhandelskonzeptes und damit der Kommune ist. Darüber hinaus ist im Hinblick auf die gesetzliche Konzeption des § 11 Abs. 6 Nr. 4 BauGB, § 34 Abs. 3 BauGB, und im Hinblick auf die Rechtspre- chung des EuGH zur Dienstleistungsrichtlinie recht- lich bedenklich, pauschal einen Nachweis vom An- tragsteller dafür zu fordern, dass bauleitplanerisch ermöglichte Vorhaben nicht einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion sowie der Funktion und Entwicklungsfähigkeit zentraler Versorgungsberei- che führt und sich die Dimensionierung des Vorha- bens am zugeordneten Versorgungsgebiet orientiert. Eine Beweislast des Vorhabenträges ist weder bei der Aufstellung von Bebauungsplänen noch bei der Vorhabenzulassung außerhalb von Bebauungsplä- nen hinsichtlich der Unschädlichkeit eines Vorha- 24 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK bens vorgesehen. In diesem Fall hat die Plangeberin bzw. die Bauaufsichtsbehörde in eigener Verantwor- tung zu prüfen, welche Auswirkungen das Vorhaben mit sich bringt. 5.3 Aus der Regelung in Ziffer 5.3 wird zudem nicht deutlich, welchen konkreten Nachweis der Antrag- steller erbringen soll, wodurch eine praktische Um- setzung der Beweislastregel verhindert wird. Die prognostischen gutachterlichen Bewertungen der Auswirkungen eines Vorhabens sind für eine Viel- zahl verschiedener Auswirkungen denkbar, die in verschiedenen gesetzlichen Regelungen, u. a. § 11 Abs. 3 BauNVO und § 34 Abs. 3 BauGB, mit unter- schiedlichen Zielrichtungen verankert sind. Der Nachweis der Auswirkungen ist auf das kon- krete Baurecht abzustellen, das am Planstandort besteht oder geschaffen werden soll. Danach richten sich auch die zu prüfenden Auswirkungen. Der Anregung wird im Rahmen einer Klarstellung zum Teil entsprochen: Im Kap. 5.3 entfallen die einzeln aufge- führten gesetzlichen Regelungen und werden in Kap. 5.3.2.1 ersetzt durch: Nahversorgungslage: „Großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevan- ten Kernsortimenten können hier zu- lässig sein, sofern sie mit einer stand- ortangepassten Verkaufsfläche der verbrauchernahen Versorgung dienen. Weitergehende Aspekte sind im Rah- men einer Einzelfallprüfung nachzu- weisen.“ Sonstige städtebaulich integrierte Lagen: „Grundsätzlich kann die An- siedlung von nahversorgungs- und zentrenrelevantem Einzelhandel unter- halb der Großflächigkeit hier möglich sein, sofern keine Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbereiche vor- liegt. Dabei ist zu differenzieren zwi- schen kleinteiligen Angeboten wie Bä- ckereien, Blumenläden, Apotheken usw. und mittelflächigen Fachmarktan- geboten wie z. B. Drogeriemärkten oder Textilfachmärkten. Hier muss im 25 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Zweifelsfall der Nachweis erbracht werden, dass keine nachteiligen Aus- wirkungen auf zentrale Versorgungs- bereiche zu erwarten sind. Großflächi- ge Betriebe mit nahversorgungsrele- vanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, sofern sie mit einer standortangepassten Verkaufsfläche der verbrauchernahen Versorgung dienen. Weitergehende Aspekte sind im Rahmen einer Einzelfallprüfung nachzuweisen.“ 5.4 Darüber hinaus ist die im Einzelhandelskonzept enthaltene Verlagerung der Nachweispflicht auf den Vorhabenträger mit den Entscheidungen des EuGH nicht vereinbar. Demnach können einzelhandels- steuernde Bebauungspläne europarechtlich nur dann gerechtfertigt sein, wenn die Erfordernisse, die Verhältnismäßigkeit und die Diskriminierungsfreiheit der Regelung von der Gemeinde nachgewiesen werden. Das heißt, die Gemeinde muss selbst „ge- eignete Beweise oder eine Untersuchung zur Ge- eignetheit und Verhältnismäßigkeit“ vorlegen. Dem- nach muss die Gemeinde im Rahmen der Bauleit- planung selbst ermitteln, ob die getroffenen Be- schränkungen verhältnismäßig sind und zur Errei- chung des Ziels der Stärkung und Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche geeignet, erforder- lich und angemessen ist. Aus den vorgebrachten Gründen sollte die dem An- tragsteller obliegende Beweislastregelung aus dem Entwurf des Einzelhandelskonzeptes gestrichen Zunächst ist hier auf die vorstehenden Klarstel- lungen unter 5.2 dieser Anlage zu verweisen. Die vom Eingeber erwähnten Vorgaben auf EU- Ebene bzw. durch EuGH-Entscheidungen sind berücksichtigt worden. Eingriffe in europäische Freiheiten sind durch zwingende Gründe der Raumordnung und Raumplanung einer Rechtfer- tigung zugänglich. Das vorliegende EHZK (und demnach auch die Bebauungspläne, die an das Konzept angepasst werden) stehen im Einklang mit den derzeitigen europäischen Vorgaben. Letztlich ist es aber eine Frage des Einzelfalls, also der Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes in der Bauleitplanung, ob planerische Beschrän- kungen des Einzelhandels im Sinne der europa- rechtlichen Vorgaben diskriminierungsfrei erfol- gen, durch zwingende Gründe des Allgemeininte- resses gerechtfertigt und zur Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Ziels geeignet und erforder- lich sind. Im rechtlichen Ausgangspunkt hat die deutsche Rechtsprechung anerkannt, dass die 26 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK werden raumordnungsrechtliche und städtebauliche An- siedlungssteuerung für Einzelhandelsgroßbetrie- be nicht, auch nicht mittelbar, wirtschaftlichen Zwecken dient, sondern auf die effektive Nutzung und Bündelung der öffentlichen Infrastruktur so- wie die Vermeidung eines unnötigen Flächen- und Ressourcenverbrauchs durch Zersiedlung und den damit einhergehenden Verkehr zielt. Auch städtebauliche Zielsetzungen zur Erhaltung und Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche und zur Sicherstellung einer verbrauchernahen Versorgung der Bevölkerung sind Gründe des Allgemeininteresses, die eine Ansiedlungssteue- rung des großflächigen Einzelhandels rechtferti- gen können. Die Frage, auf welchem Wege die notwendigen Erkenntnisse zur Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit und damit letztlich der Abwägungsfehlerfreiheit des Planinhalts ermittelt werden, ist keine Frage des Europarechts, son- dern des nationalen Baurechts. 5.5 Bezüglich der Steuerung des Einzelhandels mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ist nach Stufe 1 erheblich anzupassen. Sowohl die Erfordernisse einer städtebaulich integrierten Lage und die Rege- lung einer 700 m-Zone machen das Konzept in sei- ner jetzigen Form rechtlich angreifbar. Auch die vor- gesehenen Ausnahmen von der Regelung des 700 m-Radius sollten angepasst werden. s. 5.6und 5.7 dieser Anlage 5.6 Die Definition einer städtebaulich integrierten Lage gemäß Ziffer 5.3.2 von Teil A des EHZKs Die im Einzelhandelskonzept getroffene Definition einer städtebaulich integrierten Lage weicht nicht 27 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK weicht der in der Rechtsprechung herausgebildeten Definition für städtebaulich integrierte Lagen ab. Gemäß EHZK handelt es sich um eine städtebaulich integrierte Lage, wenn sich der Standort im direkten Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereichs befindet. Ein An- haltspunkt ist, dass zu mindestens zwei Himmels- richtungen eine Anbindung an Wohnbebauung vor- liegt, wobei die Wohnbebauung gewichtig sein sollte und somit nicht nur eine einzelne Hausbebauung umfassen darf. In der Rechtsprechung hingegen zeichnet sich eine städtebaulich integrierte Lage durch einen baulich verdichteten Siedlungszusam- menhang mit wesentlichen Wohnanteilen und einen den Gegebenheiten anzupassenden öffentlichen Personennahverkehr aus. Taylor Wessing weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Divergenz der Definitionen zu Unwirksamkeit eines aufgrund der Steuerungsemp- fehlungen des Einzelhandelskonzeptes aufgestellten Bebauungsplans führen kann. Die Unstimmigkeiten werden anhand zweier Lidl-Märkte auf den Grund- stücken Kasernenstraße 2 und Kölner Straße 8 auf- gezeigt. Der Lidl Lebensmitteldiscounter in der Ka- sernenstraße 2 befindet sich im Bezirkszentrum Kalk, müsste jedoch nach strenger Anwendung des Einzelhandelskonzeptes als nicht integriert bewertet werden, da er in Richtung Norden, Osten und Süden nicht an Wohnbebauung angrenzt. Das Verständnis der ständigen Rechtsprechung zugrunde gelegt, kann an der städtebaulichen Integration des Stan- dortes allerdings aufgrund des bestehenden Sied- lungszusammenhangs kein Zweifel bestehen. von der gängigen Rechtsprechung ab. Auch diese spricht von einem baulich verdichteten Siedlungs- zusammenhang mit wesentlichen Wohnanteilen, wobei die Stadt Köln hier sogar einen Schritt wei- ter geht und auch perspektivische Wohnbereiche in die Betrachtung mit einbezieht. Die Konkretisie- rung, dass ein Anhaltspunkt ist, ob zu mindestens zwei Himmelsrichtungen eine Anbindung an Wohnbebauung vorliegt, ist eine weitere Ausdiffe- renzierung der vorangegangenen Regelung und widerspricht sich fachlich nicht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass zentrale Ver- sorgungsbereiche städtebaulich gewachsene Strukturen sind, sodass diese im Einzelfall auch durch Verkehrsträger o. ä. begrenzt werden kön- nen und damit natürlich auch eine Begrenzung zum Wohnsiedlungsbereich darstellen. Insgesamt sind die zentralen Versorgungsbereiche jedoch städtebaulich integriert, sodass nicht in Bezug auf Einzelgrundstücke in den Randbereichen die städtebauliche Integration eines zentralen Ver- sorgungsbereiches infrage gestellt werden kann. Die weitergehende Definition einer städtebaulich integrierten Lage betrifft die Bereiche außerhalb zentraler Versorgungsbereiche. Hinsichtlich des Lidl-Marktes in der Kölner Straße ist die Einschätzung einer integrierten Lage an diesem Standort eine nachvollziehbare Sichtwei- se, jedoch ist das Kaufkraftpotenzial aufgrund der geringen Einwohnerdichte im Umfeld sehr gering. 28 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Für das Grundstück in der Kölner Straße 8 wird mit- tels Bebauungsplanfestsetzung großflächiger Ein- zelhandel auf Grundlage des § 9 Abs. 2a BauGB aufgrund der fehlenden städtebaulich integrierten Lage festgelegt. Bei der Betrachtung der Luftbilder ist ersichtlich, dass die nähere Umgebung des Mark- tes sich durch einen baulich verdichteten Siedlungs- zusammenhang auszeichnet. 5.7 Aus Sicht von Taylor Wessing sollte die Einrich- tung einer 700 m-Schutzzone um die zentralen Ver- sorgungsbereiche vollständig aus dem Entwurf ge- strichen werden. Hintergrund ist, dass Vorhaben mit dem Kernsortiment Lebensmittel in erster Linie auf zentrale Versorgungsbereiche gelenkt werden sol- len, und um diese Geschäftszentren zu sichern und zu stärken sind sog. Nahbereiche der zentralen Ver- sorgungsbereiche pauschal durch einen 700 m- Radius gebildet worden, in dem im Regelfall keine Erweiterung oder Neuansiedlung großflächiger Le- bensmittelmärkte zulässig ist. Aus Sicht von Taylor Wessing ist es mit dieser Regelung nicht möglich, den Lebensmitteleinzelhandel nachvollziehbar und widerspruchsfrei zu steuern. Die Regelung ist nicht mit dem übergeordneten Ziel des Einzelhandelskon- zeptes, der Sicherstellung der Nahversorgung, zu vereinbaren, da in dem zentralen Versorgungsbe- reich nicht im hinreichenden Maße Potenzialflächen vorhanden sind und deshalb eine Ansiedlung von Lebensmittelmärkten insgesamt verhindert wird. So sind bspw. im Bereich der City in mehreren Zentren keine größeren Potenzialflächen vorhanden, wäh- rend in anderen zentralen Versorgungsbereichen zwar Potenzialflächen ausgewiesen werden, diese Die Stadt Köln verfolgt die städtebauliche Zielset- zung ihre zentralen Versorgungsbereiche mit ihrer jeweiligen Versorgungsfunktion zu erhalten und zu entwickeln. Zugleich soll eine verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung sichergestellt wer- den. Betrieben des Lebensmitteleinzelhandels kommt in diesem Zusammenhang eine besonde- re Bedeutung zu. Innerhalb der zentralen Versor- gungsbereiche und für die Bevölkerung im Nah- einzugsgebiet der zentralen Versorgungsbereiche leisten diese Betriebe einen Beitrag zur Gewähr- leistung der Nahversorgung. Gerade in den Nah- versorgungszentren stellen die Lebensmittelbe- triebe zudem sogenannte Frequenzbringer dar, die von besonderer Bedeutung für die Funktionali- tät der zentralen Versorgungsbereiche sind. Vor diesem Hintergrund ist im Einzelhandelskonzept vorgesehen, dass Lebensmittel - Einzelhandelsbetriebe vorrangig in den zentralen Versorgungsbereichen anzusiedeln sind. Zugleich wird aber die Ansiedlung derartiger Betriebe au- ßerhalb der zentralen Versorgungsbereiche auch nicht ausgeschlossen. In Abschnitt 5.3.2 werden Steuerungsempfehlungen für die Ansiedlung au- ßerhalb der zentralen Versorgungsbereiche gere- 29 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK jedoch ersichtlich nicht ausreichend für die Ansied- lung eines Lebensmittelmarktes dimensioniert sind. Eine Ansiedlung von Betrieben in zentralen Versor- gungsbereichen ist damit schlicht nicht möglich, wodurch der Schutzradius seinen Sinn verliert. gelt. Hierbei wird zwischen städtebaulich inte- grierten Lagen und städtebaulich nicht integrier- ten Lagen unterschieden. Innerhalb der städte- baulich integrierten Lagen wird noch einmal zwi- schen sogenannten Nahversorgungslagen und sonstigen städtebaulich integrierten Lagen diffe- renziert. Die Steuerungsempfehlungen müssen dabei die der städtebaulichen Planung vorgege- benen Ziele der Raumordnung und hier konkret Ziel 6.5-2 LEP NRW berücksichtigen. Im sogenannten internen Bewertungsschema in Kap. 6.4 des Einzelhandels- und Zentrenkonzep- tes wird bei der Betrachtung der städtebaulich integrierten Lagen zusätzlich zwischen Standor- ten innerhalb und außerhalb des sogenannten 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungs- bereich differenziert. Hintergrund ist die bereits angesprochene Zielsetzung zur Erhaltung und Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche und die Bedeutung, die dem Lebensmitteleinzelhandel in diesem Zusammenhang zukommt. Im Grund- satz erfüllen die Nahversorgungsbetriebe inner- halb des zentralen Versorgungsbereichs eine Versorgungsfunktion auch für die Bevölkerung im festgelegten 700 m-Radius und damit in aller Re- gel im fußläufigen Einzugsgebiet des zentralen Versorgungsbereichs. Es würde die Zielsetzung der Erhaltung und Entwicklung der zentralen Ver- sorgungsbereiche konterkarieren, wenn den Be- trieben im Zentrum das benötigte Kaufkraftpoten- zial durch die Ansiedlung von Wettbewerbern im Naheinzugsgebiet der Zentren entzogen würde. Ziel der Stadt Köln ist die Sicherung und Weiter- 30 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche, sodass – wenn möglich – Potenzialflächen aus- gewiesen wurden. Hierbei wurden auch Standorte betrachtet, die unmittelbar an die heute gegebene räumliche Abgrenzung des zentralen Versor- gungsbereichs angrenzen. Aufgrund der vorhandenen baulichen Strukturen in der Stadt Köln können nicht in allen zentralen Versorgungsbereichen Potenzialflächen ausge- macht werden und, wie ganz richtig festgestellt wird, sind diese nicht immer ausreichend für die Ansiedlungswünsche von großflächigen Lebens- mittelmärkten dimensioniert. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Lebensmittelmärkte unterschiedliche Platzbedarfe hinsichtlich ihrer Flächenpotenziale haben, sodass kleinere Poten- zialflächen sehr wohl für bestimmte Betreiber in- frage kommen. 5.8 Durch die Verwendung pauschaler Schutzradien wird der konkreten Situation in der Stadt Köln nicht hinreichend Rechnung getragen, wie es in der städ- tebaulichen und raumordnerischen Konzeption (ins- besondere § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB, Ziel 6.5 LEP NRW) rechtlich vorgesehen ist. Die Pauschalisie- rung von Schutzradien trägt den möglichen Einzel- fällen nicht hinreichend Rechnung und erscheint ungeeignet, da sie lediglich auf ein Merkmal ver- weist und sich gleichsam wie ein „Korsett um die zentralen Versorgungsbereiche“ legt, sodass sich diese nicht „organisch weiterentwickeln können“. Da es bei der Abgrenzung von Flächen, die für eine mögliche Erweiterung bzw. Weiterentwicklung von zentralen Versorgungsbereichen nicht geeignet ist, Der Hinweis auf die gesetzlichen Rahmenbedin- gungen aus § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB und die in Kap. 6.5 LEP NRW normierten Ziele der Raum- ordnung ist an dieser Stelle nicht nachvollziehbar. Nach der Planungsleitlinie des § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB sollen die Gemeinden gerade die Erhal- tung und Entwicklung ihrer zentralen Versor- gungsbereiche in der städtebaulichen Abwägung in besonderem Maß berücksichtigen. Nach Ziel 6.5-2 LEP NRW sind zur Erhaltung der Innenstäd- te und örtlichen Zentren als zentrale Versor- gungsbereiche Einzelhandelsbetriebe mit zen- tren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten nur in zentralen Versorgungsbereichen planerisch zu ermöglichen. Die rechtlichen Vorgaben unter- 31 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK pauschal Zonen oder Bereiche vorzusehen, kann es auch nicht zulässig sein, pauschal eine Schutzzone um einen zentralen Versorgungsbereich zu ziehen, um diesen zu schützen. Die Festlegung eines pau- schalen Radius geht ohne erkennbaren Grund über den bereits gesetzlich angelegten Schutz der zentra- len Versorgungsbereiche hinaus, nach der in § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB die Erhaltung und Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche bei der Aufstellung von Bebauungsplänen als konkreter Abwägungsbe- lang stets zu berücksichtigen ist. Darauf aufbauend ist zu beachten, dass der Schutzradius bei der Auf- stellung eines Bebauungsplans die Einzelfallbe- trachtung nicht ersetzt, ob ein Vorhaben für den Er- halt und die Entwicklung eines zentralen Versor- gungsbereiches unbedenklich ist. Demnach kann ein Vorhaben nicht deswegen abwägungsfehlerfrei aus einem Schutzradius heraus verwiesen werden, weil das Einzelhandelskonzept dies pauschal for- dert. Demnach kann auch eine Lage außerhalb des Schutzradius im Einzelfall erhebliche Auswirkungen auf den Erhalt und die Entwicklung zentraler Versor- gungsbereiche haben. Durch die Anwendung von Schutzradien für die Be- urteilung eines Vorhabens im Hinblick auf seine Wir- kung auf zentrale Versorgungsbereiche wird dieses nur lediglich auf einem Merkmal, nämlich dem Ab- stand zum zentralen Versorgungsbereich, reduziert. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass bei der Aufstellung eines Bebauungsplans ebenso wie bei der konkreten Vorhabenzulassung die ökonomi- schen Zusammenhänge im Einzelfall zu ermitteln und im Hinblick auf ihre städtebauliche Relevanz zu stützen daher den planerischen Ansatz der Stadt Köln, Einzelhandelsbetriebe der Lebensmittel- branche vorrangig auf die zentralen Versor- gungsbereiche zu konzentrieren und in deren Nahbereich im Sinne der unmittelbar zugeordne- ten Versorgungsbereiche der Zentren nur unter besonderen Voraussetzungen zuzulassen. Dabei ist der Stadt Köln bewusst, dass sowohl Ansiedlungen bzw. Erweiterungen von Lebens- mittelmärkten innerhalb der Nahbereiche um zentrale Versorgungsbereiche als auch außerhalb der 700 m-Radien einen Einfluss auf den Erhalt und die Entwicklung zentraler Versorgungsberei- che nehmen können. Aufgrund dessen wurde in Teil A, Kapitel 5.3, eine umfassende Regel zur Ansiedlung von Lebensmittelmärkten innerhalb und außerhalb der 700 m-Radien entwickelt. Auf- grund der räumlichen Nähe zum zentralen Ver- sorgungsbereich wird eine Ansiedlung innerhalb der 700 m-Radien i. d. R. bei gleicher Dimensio- nierung jedoch einen weit größeren Einfluss auf den Erhalt und die Entwicklungsfähigkeit eines zentralen Versorgungsbereiches nehmen, als eine Ansiedlung außerhalb des 700 m-Radius. Dies rechtfertigt es, dass im Rahmen des soge- nannten internen Bewertungsschemas zur Steue- rung von großflächigen Lebensmittelmärkten au- ßerhalb der zentralen Versorgungsbereiche (Kap. 6.4) für eine Erweiterung oder Neuansiedlung eines Standortes innerhalb eines 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich weiter- gehende Anforderungen formuliert wurden. Ins- besondere wird hier gerade im Sinne der Stel- 32 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK bewerten sind. Dabei kann insbesondere der zu erwartende Kaufkraftabfluss als Kriterium herange- zogen werden, wobei zur Ermittlung der voraussicht- lichen Umsatzumverteilung dabei im Wesentlichen auf baurechtlich relevante und vom Baurecht erfass- te Vorhabenmerkmale abzustellen ist. Hierzu gehö- ren bei Einzelhandelsnutzungen die Verkaufsfläche, aber auch zahlreiche andere Kriterien. Demnach trägt die Einführung eines Schutzradius, der voll- kommen losgelöst von sämtlichen anderen Kriterien einzig auf die Entfernung eines Standortes zum zentralen Versorgungsbereich abstellt, nicht hinrei- chend Rechnung. Die pauschalen Schutzzonen um zentrale Versor- gungsbereiche führen bei konsequenter Anwendung der Steuerungsregeln dazu, dass sich die zentralen Versorgungsbereiche nicht weiterentwickeln können. Selbst bei zentralen Versorgungsbereichen, bei de- nen eine Entwicklung grundsätzlich gewünscht ist und als ein Lebensmittelmarkt vorteilhaft wäre, ver- hindern die Schutzzonen die Ansiedlung eines sol- chen Betriebes im Randbereich. Ein Betrieb, der sich räumlich und funktional (unmittelbar) an den zentralen Versorgungsbereich „anschmiegen“ wür- de, kann wegen der Schutzradien nicht realisiert werden. Gemäß OVG-Urteil Lüneburg vom 06.06.2016 (1 KN 83/14) wurde in der Rechtspre- chung anerkannt, dass auch Betriebe in Randlagen einen Beitrag zur Attraktivität des zentralen Versor- gungsbereiches leisten können, wenn bspw. hier der in der Innenstadt fehlende Parkplatzbereiche gestellt wird. Eine Unterstützungsfunktion kann danach noch für den zentralen Versorgungsbereich angenommen lungnahme der Kanzlei Taylor Wessing daran angeknüpft, ob innerhalb des zentralen Versor- gungsbereiches eine Unterausstattung im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels festzustellen ist und daher das Vorhaben der Verbesserung der verbrauchernahen Versorgung dienen würde. Die weiter vorgesehenen Anforderungen an die Ent- wicklung eines derartigen Standortes unterstrei- chen den Ausnahmecharakter. Dabei bleibt es natürlich stets dabei, dass es sich bei dem Ein- zelhandelskonzept lediglich um eine informelle städtebauliche Planungsentscheidung handelt, die in konkreten Bebauungsplanverfahren unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls im Rahmen der Abwägungsentschei- dung zu berücksichtigen ist. Nach alledem ist weder der Vorwurf gerechtfer- tigt, dass das Einzelhandelskonzept eine Weiter- entwicklung der Zentren verhindert, noch dass es der Zielsetzung der verbrauchernahen Versor- gung der Bevölkerung entgegensteht. 33 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK werden, solange eine fußläufige Anbindung besteht, also ein Fußweg von ca. 10 Minuten, was der Schutzzone entspricht. Durch die Schutzradien wird allerdings um die zentralen Versorgungsbereiche ein Korsett gebildet, das jede organisch und städtebau- lich konstruktive Änderung des zentralen Versor- gungsbereiches verhindert. 5.9 Das grundsätzliche Verbot, innerhalb eines pau- schalen Radius um einen zentralen Versorgungsbe- reich einen großflächigen Lebensmittelmarkt anzu- siedeln, dürfte als europarechtswidriger Verstoß gegen die Dienstleistungsrichtlinie anzusehen sein, sollte ein Bebauungsplan tatsächlich auf diesen Schutzradius gestützt werden. Nach der Entschei- dung des EuGH vom 30.01.2018 (Vis- ser./.Appingedam) darf die Zulässigkeit von Einzel- handelsprojekten durch Bebauungspläne aus- nahmsweise von Bedarfsprüfungen oder wirtschaft- lichen Auswirkungen nur dann abhängig gemacht werden, wenn damit keine wirtschaftlichen Ziele, sondern zwingende Gründe des Allgemeininteres- ses verfolgt werden und die Beschränkungen dis- kriminierungsfrei erforderlich und verhältnismäßig sind. Diesem genügt das Konzept der Schutzradien nicht. Zur Rechtfertigung ist es nicht hinreichend, die Zurückstellung unternehmerischer Belange in der Abwägung eines Bauleitplans mit abstrakten und / oder pauschalen Notwendigkeiten zum Zwecke des Zentrenschutzes zu rechtfertigen. Der Planungsträ- ger steht in einer gesteigerten Nachweis- und Recht- fertigungspflicht. Zwar wäre eine praxistaugliche Ausnahmeregelung für den konkreten Einzelfall grundsätzlich in der Lage, die europarechtliche Ver- Vorstehend wurde bereits dargelegt, dass es sich bei den formulierten Anforderungen innerhalb des 700 m-Radius nicht um ein grundsätzliches Ver- bot zur Ansiedlung großflächiger Lebensmittel- märkte handelt. Die europäische Dienstleistungsrichtlinie (2006/123/EG) ist im Übrigen zwar grundsätzlich auch auf Bauleitpläne anzuwenden, in denen Ein- zelhandelsnutzungen beschränkt werden (sollen), wie der EuGH in seiner vielbeachteten Entschei- dung vom 30.01.2018 zum niederländischen Fall entschieden hat. Das EHZK steht im Einklang mit diesem Urteil, indem von einer Bedürfnisprüfung Abstand genom- men wird, d. h. es nicht entscheidend ist, ob ein Kölner Teilmarkt bereits gesättigt ist oder nicht, mögliche Anbieter nicht diskriminiert werden, d. h. einzelne Anbieter nicht willkürlich besser oder schlechter gestellt werden als andere, und die vorgesehenen Instrumente erforderlich und verhältnismäßig sind, um die städtebaulichen 34 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK hältnismäßigkeit der Schutzzonenregelung wieder herzustellen, im Entwurf des Einzelhandelskonzep- tes taugt diese allerdings nicht hierzu. Ziele des EHZK zu erreichen. Betrachtet man die Einzelhandelsentwicklung der vergangenen Jahre in Köln, wird deutlich, dass die Steue- rungsregeln die bundesweiten Trends zum Teil umkehren konnten. Die zentralen Versor- gungsbereiche übernehmen einen wesentli- chen Betrag zur Versorgung der Bevölkerung und weisen eine Kommunikations- und Treff- punktfunktion für die Einwohner der einzelnen Stadtteile und Veedel auf, sodass die vorlie- genden Regelungen zur Zielerreichung beitra- gen. 5.10 Die Regelung der Schutzradien ist zudem nicht nachvollziehbar, da aus dem EHZK nicht hervor- geht, wie die Radien konkret bemessen werden. Auf S. 72 wird lediglich angeführt, dass als Nahbereich um die zentralen Versorgungsbereiche ein Radius von 700 m angesetzt wird, es jedoch nicht klarge- stellt wird, von welchem (Mittel-)Punkt die Radien bemessen werden. Der Begriff des Radius sugge- riert einen kreisförmigen Schutzradius, was jedoch vor dem Hintergrund der längs verlaufenden Zu- schnitte der zentralen Versorgungsbereiche nicht sinnvoll wäre. Die 700 m-Radien um einen zentralen Versor- gungsbereich werden von den jeweiligen Außen- grenzen des zentralen Versorgungsbereiches bestimmt, um eben der räumlichen Ausprägung der zentralen Versorgungsbereiche Rechnung zu tragen. Demnach kann ein länglich ausgeprägter zentraler Versorgungsbereich auch keinen kreis- förmigen Radius erzeugen und weist demnach, angepasst an die tatsächliche Vor-Ort-Situation, eine unterschiedliche Ausprägung auf. 5.11 Hierbei wird darauf hingewiesen, dass die früheren Rechtsprechungen des OVG NRW uner- heblich für die Bewertung der 700 m-Radien sind. In zwei Entscheidungen hat der OVG NRW sich mit dem Kölner 700 m-Schutzradius befasst und hat dieses Steuerungsinstrument in den dortigen Einzel- fällen als noch vom Abwägungsspielraum der Stadt Köln inbegriffen bewertet. Das OVG NRW hat es als hinreichend gerechtfertigt angesehen, dass das Ein- Der Stadt Köln ist selbstverständlich bewusst, dass aus auf bestimmte Bebauungspläne und deren Abwägungsentscheidung bezogenen Aus- sagen des Oberverwaltungsgerichts nichts für die Rechtmäßigkeit zukünftiger Bebauungspläne und den dann zu treffenden Abwägungserwägungen folgt. Immerhin kann aber doch davon ausgegan- gen werden, dass das OVG bislang keine prinzi- piellen Einwände gegen die Argumentation mit 35 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zelhandelskonzept vorsehe, dass 700 m-Radien nicht um einzelne Geschäfte des jeweiligen zentra- len Versorgungsbereiches gezogen werden, son- dern sich der Radius an den äußeren Grenzen des Bereichs orientiert. Dass dieses Verfahren zur Folge hat, dass der Weg zu einzelnen Geschäften im Ver- sorgungsbereich im Einzelfall weiter als 700 m sein kann, macht das Konzept nicht von vorne herein ungeeignet und ergebe daher nichts für einen Ab- wägungsfehler. Aus beiden Gerichtsurteilen kann jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass jeder weitere Bebauungsplan, der auf der Grundlage des Einzelhandelskonzeptes und zur Durchsetzung der Schutzzonen erlassen wird, ebenfalls abwä- gungsgerecht wäre. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Nachgang der Entscheidungen der EuGH festgestellt hat, dass die Dienstleistungsrichtlinie auch unmittelbare Anwendung auf nationale Bebau- ungspläne findet. Vor diesem Hintergrund ist zu be- zweifeln, ob das gesamte System der deutschen Einzelhandelssteuerung mit dem Ziel des Erhalts und der Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche ohne weiteres unionskonform ist. dem 700 m-Radius geäußert hat. Ein rechtlicher Zusammenhang zu der von Taylor Wessing hier ins Feld geführten Entscheidung des EuGH be- steht im Übrigen nicht. Insoweit kann zunächst auf die obigen Ausführungen verwiesen werden Die langfristige Zielsetzung der Stadtentwicklung in Köln wird im EHZK in Teil A (S. 7) formuliert. Demnach sind folgende Ziele benannt worden: Förderung der Attraktivität der Kölner City als Oberzentrum in der Region sowie als nationale und internationale Shoppingmetropole, Stützung und Stärkung des gewachsenen po- lyzentrischen Zentrensystems in der Gesamt- stadt Köln, Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunktion sowie als Mittel- punkte des öffentlichen Lebens, der Identifika- tion und der Kommunikation innerhalb ihrer je- weiligen Versorgungsräume, Sicherung und Verbesserung der wohnungs- nahen Versorgung mit Waren und Dienstleis- tungen des täglichen Bedarfs, auch unter Be- rücksichtigung der Wochenmärkte, Berücksichtigung von Sonderentwicklungen im Einzelhandel sowie der Folgen des demografi- schen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt. Alle nachfolgend in Teil A beschriebenen Steue- rungsregelungen dienen den zuvor genannten 36 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Zielen, die als Allgemeinwohlbelange zu berück- sichtigen sind. Die Schaffung von attraktiven Zen- tren, auch heruntergebrochen auf Stadtteilebe- nen, ist ein besonders wichtiger Allgemeinwohlbe- lang. Die Zentren dienen als Mittelpunkte des öffentlichen Lebens der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und der Kommunikation und damit dem sozialen Austausch und sind demnach schützenswert. Aus Sicht der Stadt Köln dienen die 700 m-Radien der langfristigen Zielsetzung der Stadtentwicklung und widersprechen damit nicht der Rechtsprechung des EuGH. 5.12 Hinsichtlich der Ansiedlungsregelungen für großflächige Lebensmittelmärkte stellt Taylor Wes- sing fest, dass diese in der jetzigen Strenge faktisch dazu führen würden, dass künftig Lebensmittelmärk- te nur in den zentralen Versorgungsbereichen ange- siedelt werden und das Ziel einer flächendeckenden punktuellen Nahversorgung nicht erreicht werden kann. Hierbei wird auf die Ausnahmeregelung zur Erweiterung bestehender Lebensmittelmärkte inner- halb eines 700 m-Radius um zentrale Versorgungs- bereiche eingegangen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Voraussetzung einer optimalen Grund- stücksausnutzung eine Inkonnexität zu den Ziel- setzungen des Einzelhandelskonzeptes aufweist, wobei auf einen Fachvortrag von Stadt + Handel, Ziffer 2.1, hingewiesen wird. s. 5.13 dieser Anlage 5.13 Darüber hinaus ist der Begriff zu unbestimmt und verhindert eine rechtssichere Anwendung des Einzelhandelskonzeptes. Hierbei ist zu berücksichti- Die Beurteilung der optimalen Ausnutzung bei Einzelvorhaben kann nicht im Rahmen des EHZK geleistet werden. Die optimale Ausnutzung ist im 37 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK gen, dass öffentlich-rechtliche Regelungen eindeutig und unmissverständlich sein müssen. Bauliche An- lagen werden in bauplanungsrechtlicher Hinsicht nach der Art, dem Maß, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, be- messen. Es kann anhand dieser Kriterien hier nicht eindeutig bestimmt werden, wann eine „optimale“ Ausnutzung des Grundstücks gegeben ist. So kann bspw. eine höchst zulässige Ausnutzung des Grundstücks nach quantitativen Kriterien (bspw. im Ausnutzen der maximalen Gebäudehöhe) als auch eine optimale Grundstücksausnutzung nach Wer- tungsgesichtspunkten verstanden werden (bspw., dass die Bebauung den Vorstellungen der planauf- stellenden Gemeinde optimal entspricht). Aufgrund der Unbestimmtheit der Ausnahmeregelung besteht die Gefahr, dass die Stadt Köln in aufzustellenden Bebauungsplänen (unbewusst) von den Steue- rungsempfehlungen abweicht, wodurch ein beachtli- cher Abwägungsmangel entstehen würde. Bezüglich Bestandsimmobilien wird festgehalten, dass wenn ein Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss eines mehr- geschossigen Gebäudes vorhanden ist, das Grund- stück nach der Angabe im Entwurf „optimal“ genutzt wurde. Es ist aber auch hier unklar, wann dieses Optimum erreicht ist, oder ob bei Bestandsimmobi- lien noch Aufstockungen am Gebäude bis zum Er- reichen der maximalen Geschossfläche erforderlich sind. Für eine rechtssichere und praktikable Anwen- dung der Regelung reicht es aus, wenn die Voraus- setzung besteht, dass das Grundstück zusätzlich zur Einzelhandelsnutzung mit Wohnen oder sozialer Infrastruktur sinnvoll genutzt wird. Daher sollte auf den Begriff optimal verzichtet und durch sinnvoll Zuge der Bauleitplanung und im Einklang mit dem bestehenden Planungsrecht für das jeweilige Vorhaben zu bestimmen. 38 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK ersetzt werden. 5.14 Die Regelung in der Ausnahmeregel, dass sich die Kommune vorbehält, vom Vorhabenträger im Einzelfall ein Verträglichkeitsgutachten nach Maß- gabe des § 11 Abs. 3 BauNVO zu fordern, ist aus mehreren Gründen abzulehnen: Schon aus praktischer Sicht ist diese Ausnahme- voraussetzung problematisch, da unklar bleibt, wann ein Einzelfall vorliegt, in dem ein solcher Nachweis zu erbringen ist. Es muss der Stadt Köln als Adressatin und dem Vorhabenträger als Nachweispflichtigem klar sein, wann in dem kon- kreten Einzelfall der Nachweis der Atypik erfor- derlich ist, und wann nicht. Nur so kann eine will- kürliche Handhabung der Ausnahmeregelung vermieden werden. Die Regelung verkennt, dass ein gutachterlicher Nachweis, dass ein Vorhaben Merkmale einer Atypik erfüllt, außerhalb eines zentralen Versor- gungsbereiches nur sehr schwer erbracht werden kann. Da die Rechtsprechung bei der Prüfung, ob von einem Einzelhandelsbetrieb Auswirkungen im Sinne des § 11 Abs. 3 Satz 3 BauNVO ausge- hen, vermehrt auf die Indizwirkung der Lage des Vorhabens innerhalb eines zentralen Versor- gungsbereiches zurückgreift, bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten, die geforderte Atypik auf an- dere Art und Weise zu belegen. Darüber hinaus ist unklar, in welchem Verhältnis der Nachweis einer Atypik auf der Stufe 1 der Steuerungsregeln zur Berechnung der standort- angepassten Verkaufsfläche auf der Stufe 2 zu- Zu Notwendigkeit, gegebenenfalls ein Verträg- lichkeitsgutachten einzufordern, ist auf die obigen Ausführungen zu 5.2 dieser Anlage zu verweisen. Im Übrigen gilt folgendes: Die Anwendung der Ausnahmeregelung für Standorte außerhalb zent- raler Versorgungsbereiche setzt die vorherige Prüfung der Vereinbarkeit der Planung mit den Zielen der Raumordnung aus Kap. 6.5 LEP NRW voraus. Maßgeblich ist hier insbesondere die Vorgabe aus der Zielbestimmung zu 6.5-2 LEP NRW. Danach dürfen Kerngebiete und Sonder- gebiete für großflächige Einzelhandelsbetriebe im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO u.a. mit nahver- sorgungsrelevanten Kernsortimenten nur inner- halb bestehender oder neu geplanter zentraler Versorgungsbereiche dargestellt und festgesetzt werden. Nur ausnahmsweise dürfen Sonderge- biete für derartige Vorhaben auch außerhalb zent- raler Versorgungsbereiche dargestellt und festge- setzt werden, wenn nachweislich eine Lage in den zentralen Versorgungsbereichen nicht mög- lich ist, die Bauleitplanung der Gewährleistung einer wohnortnahen Versorgung mit nahversor- gungsrelevanten Sortimenten dient und zentrale Versorgungsbereiche von Gemeinden nicht we- sentlich beeinträchtigt werden. Eine weitere Aus- nahmeregelung gilt für bereits bestehende Stand- orte (Ziel 6.5-7). Die im Einzelhandelskonzept formulierten städtebaulichen Ansiedlungsregelun- gen sind vor dem Hintergrund dieser landesplane- rischen Ausgangslage anzuwenden. Dabei ist einzuräumen, dass diese sich zum Teil mit den Die Steuerungsregelungen sind orien- tiert an den rechtlichen Maßstäben im Einzelhandelskonzept neu gefasst bzw. klarer formuliert worden. 39 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK einander stehen. Denn großflächige Lebensmit- telmärkte sind nicht betrieblich atypisch, sondern können lediglich eine städtebauliche Atypik auf- weisen. Eine solche ist anzunehmen, wenn ein Vorhaben die verbrauchernahe Versorgung si- chert, städtebaulich integriert ist, hinsichtlich des Verkehrsaufkommens verträglich ist und der Flä- chenanteil für nicht nahversorgungsrelevante Sortimente weniger als 10 % beträgt. Diese Prü- fung überschneidet sich in der gutachterlichen Praxis erheblich mit den zusätzlich angeordneten Kriterien in der Stufe 2 der Prüfung. Eine doppel- te Prüfung der genannten Kriterien hat keinen Mehrwert. landesplanerischen Vorgaben überschneiden. Einzuräumen ist weiter, dass es sich bei großflä- chigen Einzelhandelsbetrieben mit nahversor- gungsrelevanten Kernsortimenten in aller Regel um Vorhaben im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO handelt, für die eine Widerlegung der Vermu- tungsregel nach § 11 Abs. 3 S. 4 BauNVO nicht in Betracht kommt. Die Planung zur Ansiedlung ei- nes neuen Vorhabens muss daher in diesen Fäl- len den Vorgaben der Ausnahmevoraussetzun- gen aus Ziel 6.5-2 S 3 genügen. Zusätzlich sind in der bauleitplanerischen Abwägung die städtebau- lichen Zielsetzungen des Einzelhandelskonzeptes zu berücksichtigen. Da es sich hierbei nur um Abwägungsvorgaben im Sinne einer informellen Planungsentscheidung handelt, sind an die for- mulierten Vorgaben nicht dieselben Be- stimmtheitsanforderungen zu stellen, wie an den Bebauungsplan selbst. 40 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5.15 Der Nachweis fehlender Entwicklungsflächen in zentralen Versorgungsbereichen bei Neuansiedlun- gen verengt die Entwicklungschancen für Lebens- mittelmärkte ohne ersichtlichen Grund und stellt kei- ne handhabbaren Kriterien für die Anwendung der Ansiedlungsregelung zur Verfügung. Es ist nicht nachvollziehbar, warum unschädliche Lebensmittel- betriebe außerhalb der zentralen Versorgungsberei- che nur dann zulässig sein sollen, wenn sie im nächst gelegenen zentralen Versorgungsbereich keinen Platz finden. Sofern man an diesem Kriterium festhalten möchte, ist es erforderlich, die Regelung durch transparente Kriterien praktikabel zu machen und durch Eröffnungsklauseln flexibel gehandhabt werden kann. Gemäß EHZK ist der Nachweis einer fehlenden Potenzialfläche in zentralen Versor- gungsbereichen streng auszulegen, d. h. ein Ver- weis auf die Unmöglichkeit der Unterbringung des geplanten Lebensmittelbetriebs aufgrund der Größe ist ebenso wenig geeignet wie der Verweis auf den Nichtzugriff auf die entsprechenden Eigentumsrech- te oder die benötigte (große) Pkw-Stellplatzanlage. Die Ausnahmeregelung ist erkennbar an Ziel 6.5-2, Satz 3, LEP NRW angelehnt, wonach Vorhaben im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO mit nahversor- gungsrelevanten Kernsortimenten (nur dann) auch außerhalb zentraler Versorgungsbereiche angesie- delt werden können, wenn u. a. eine Lage in den zentralen Versorgungsbereichen aus städtebauli- chen oder siedlungsstrukturellen Gründen, insbe- sondere der Erhalt wachsender baulicher Strukturen oder der Rücknahme auf ein historisch wertvolles Ortsbild, nicht möglich ist. Insofern können die Prob- leme, die bei der Anwendung von Ziel 6.5-2, Satz 3, Es wird auf die Beantwortung der Stellungnahme von Lenz & Johlen Pkt. 6.7 dieser Anlage verwie- sen. Hinsichtlich des Hinweises, dass das Vorhanden- sein einer Potenzialfläche in zentralen Versor- gungsbereichen nur für den zentralen Versor- gungsbereich relevant ist, der für die zukünftigen Kunden des Vorhabens eine Versorgungsfunktion hat, ist zu berücksichtigen, dass diese Einschät- zung von der Stadt Köln vorgenommen wird. Als einheitliche Regelung für alle Ansiedlungen in- nerhalb der Nahbereiche um zentrale Versor- gungsbereiche ist eine mögliche Ansiedlung auf den Potenzialflächen zu priorisieren. Hier bedarf es einer Abstimmung mit der Stadt Köln, sodass im Einzelfall die vorgebrachten Einschätzungen wie am Beispiel Kalk vom Antragsteller vorge- bracht werden können. 41 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK LEP NRW auftreten, auf die Steuerung des Einzel- handels in Köln übertragen werden. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Ausnahmeregelung im Einzelhandelskonzept sogar noch strenger formuliert ist als die Regelung im LEP NRW. Die Ausnahme- voraussetzung des LEP NRW erweist sich in der Praxis wegen des zu führenden Negativbeweises als schwierig. Weder aus der Rechtsprechung noch aus der Begründung des LEP NRW erfolgen konkre- te Vorgaben dazu, wie sich eine Überprüfung der Unmöglichkeit einer Ansiedlung in zentralen Versor- gungsbereichen in der Praxis konkret gestalten soll und in welchem Umfang eine entsprechende Prü- fung stattzufinden hat. Ebenso enthalten die Rege- lungen im Einzelhandelskonzept keine handhabba- ren und transparenten Kriterien und erlauben keine nachvollziehbare Prüfung für die Verwaltung. Hier werden die wirtschaftlichen Aspekte verkannt, da mit den gestiegenen Anforderungen der Verbraucher an Lebensmittelmärkte mit einer unterdurchschnittli- chen Verkaufsfläche diese bis auf wenige Ausnah- mefälle wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Die Kon- sequenz der Ausnahmeregelung wäre, dass sich kein Lebensmittelmarkt ansiedelt. Gleiches gilt für die fehlende Realisierungsmöglichkeit einer Stell- platzanlage oder den Nichtzugriff auf Eigentums- rechte. Beides ist aus Betreibersicht ein faktisches Hindernis für eine Ansiedlung im zentralen Versor- gungsbereich. Um sowohl für die Stadt Köln als auch die Vorhabenträger handhabbare und transpa- rente Voraussetzungen für die Anwendbarkeit der Ausnahmevoraussetzung zu schaffen, sind konkrete Prüfungsvoraussetzungen zu formulieren und diese im Einzelhandelskonzept aufzunehmen. Die Prüfung 42 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK sollte sich an folgenden Merkmalen orientieren: 1. Konkrete Merkmale des Vorhabens: Es ist stets anhand des konkreten Planvorhabens zu prüfen, ob eine Lage an einem anderen Standort im zent- ralen Versorgungsbereich möglich ist. Für die Einzelhandelssteuerung kommt es auf die Größe der Verkaufsfläche, die angedachte Betriebsform als Lebensmittelmarkt und die konkrete Sorti- mentszusammensetzung an. Es kann bei einem Ansiedlungsvorhaben bspw. von einem Lebens- mittelmarkt von 1.200 m² nicht auf eine Potenzial- fläche verwiesen werden, die sich lediglich für ei- nen Betrieb mit einer Verkaufsfläche von 800 m² eignet. Dies gilt insbesondere, wenn das Einzel- handelskonzept für die Potenzialfläche bereits Empfehlungen gibt, die andere Sortimentsberei- che betreffen (bspw. Ansiedlung eines Drogerie- marktes). 2. Das Vorhandensein einer Potenzialfläche in zent- ralen Versorgungsbereichen kann nur für den zentralen Versorgungsbereich ankommen, die für die zukünftigen Kunden des Vorhabens eine Ver- sorgungsfunktion haben. Bislang muss der Nachweis für alle zentralen Versorgungsbereiche im 700 m-Radius erbracht werden. Als Beispiel wird auf die Ansiedlung eines Marktes im Bezirk Kalk im Bereich des Stadtteilzentrums Höhen- berg, Olpener Straße, hingewiesen, der sich je- doch auch innerhalb des 700 m-Radius des Be- zirkszentrums Kalk, Kalker Hauptstraße, befindet. Wenn im Stadteilzentrum keine Potenzialfläche zu finden wäre und der Markt einen erwiesenen Beitrag zur Nahversorgung leisten würde, wäre er 43 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK jedoch auch nach den vorhandenen Regelungen dann nicht möglich, wenn das Bezirkszentrum ei- ne Potenzialfläche aufweist. Hierbei sollte beach- tet werden, dass zwischen diesen Bereichen eine mehrgleisige Bahntrasse verläuft und sich das Bezirkszentrum tlw. in 2 km Entfernung befindet. Damit die Frage, ob eine Ansiedlung auf einer Po- tenzialfläche in einem zentralen Versorgungsbereich möglich ist, muss berücksichtigt werden, ob diese Flächen offenkundig ungeeignet für die Ansiedlung des Vorhabens sind. Eine solche fehlende Eignung kann bspw. dann gegeben sein, wenn ein städti- sches Entwicklungskonzept der Planung entgegen steht, bereits eine anderweitige Nutzung auf der Fläche geplant ist oder ein aufzustellender Bebau- ungsplan bereits auf der Ebene der Erforderlichkeit rechtlich scheitern müsse. Dies ist bspw. der Fall, wenn der Markt auf dem Grundstück wegen entge- genstehender Bebauung nicht errichtet werden kann, wobei auch unlösbare Lärmkonflikte oder die Herbeiführung rechtswidriger Zustände unter diese Gesichtspunkte fallen müssen. Auf dieser Basis müsste eine dezidierte Potenzial- flächenanalyse erfolgen, und die Flächen, die nach der ersten Grobanalyse bereits ausgeschieden sind, ausgeklammert werden, um dann nur noch die ver- bleibenden Flächen zu betrachten. Hierbei sollte auch die Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit be- rücksichtigt werden. Ab wann eine Brachfläche, eine noch aktiv genutzte Fläche oder bspw. eine Umnut- zung realistisch erscheint, dürfte letztlich eine Wer- tungsfrage sein. Flächen sollten nur dann als Poten- zialfläche identifiziert werden, wenn die Möglichkeit 44 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zur Umnutzung unter ggf. durchzuführenden (Teil- )Abrissen in einem absehbaren Zeitpunkt von 2 Jah- ren realistisch ist. Eine rechtliche Nichtverfügbarkeit von Grundstücken darf dabei nicht unberücksichtigt bleiben. Sie kann ein städtebauliches Hindernis für die Bauleitplanung darstellen. 5.16 In der Stufe 2 der Ausnahmeregelung wird die Berechnung der standortangepassten Verkaufsflä- che durchgeführt, wobei die zulässige Verkaufsflä- che mittels der betreiberspezifischen Flächenpro- duktivität, welche in Bezug zur Kaufkraft (35 % der nahversorgungsrelevanten Kaufkraft im Nahbereich) gesetzt wird, ermittelt wird. Die Aufstellung der 35 %-Regel entspricht letztlich der Führung eines Atypik-Nachweises. Das ist schon deshalb abzu- lehnen, weil auch der Atypik-Nachweis als Voraus- setzung zu streng und im Rahmen der Stufe 1 zu modifizieren ist. Zudem ist die Stufe 2 in der Rege- lung erheblich strenger als die Regelung im LEP NRW. Dort bedarf es den Nachweis einer atypi- schen Fallgestaltung nur, wenn ein Vorhaben au- ßerhalb eines zentralen Versorgungsbereiches an- Es wird auf die Beantwortung des Punktes 5.14 dieser Anlage verwiesen. 45 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK gesiedelt werden soll und der Nachweis nicht ge- lingt, dass keine Flächenkapazitäten innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches bestehen. Nach Entwurf des Einzelhandelskonzeptes müssen aller- dings bei Neuansiedlungen alle Voraussetzung ku- mulativ erfüllt werden. 5.17 Es empfiehlt sich, die Steuerungsregelung in Stufe 2 in Bezug auf die Umsatzherkunft aus dem fußläufigen Nahbereich anzupassen. In diesem Sin- ne wird auf ein OVG-Urteil vom 25.01.2010 (7 D 97/09.NE) hingewiesen, wonach zur Ermittlung, ob ein Vorhaben die verbrauchernahe Versorgung si- chert, darauf abgestellt werden kann, ob der voraus- sichtliche Umsatz des Vorhabens in Bezug auf nah- versorgungsrelevante Sortimente überwiegend aus dem Nahbereich stammt. Im Vergleich dazu ist die 35 %-Regel erheblich zu streng und verhindert ggf. notwendige Ansiedlungen. Insbesondere im dünner besiedelten und bislang unterversorgten Gebieten ist schon bei einer Verkaufsfläche von 1.200 m² der Nachweis der 35 %-Regel als nicht erbringbar anzu- sehen. Aus diesem Grunde wird bspw. im Hahnen- wald im EHZK in Teil B, Ziffer 2.4, darauf hingewie- sen, dass aufgrund der geringen Einwohnerzahl keine Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn- gleich festgestellt wird, dass 79 % der Einwohner außerhalb des 700 m-Radius des zentralen Versor- gungsbereiches leben und eine Versorgung durch den Lidl-Markt und die anderen Stadtteile erfolgt. Gleiches gilt für eine Reihe weiterer Stadtteile, bspw. im Bezirk Rodenkirchen, Porz und Lindenthal, die nicht über zentrale Versorgungsbereiche verfü- gen und Versorgungslücken aufweisen. Hinsichtlich der Kaufkraftabschöpfung von 35 % wird auf die Beantwortung der Stellungnahme von Aldi, Punkt 1.2 dieser Anlage verwiesen. Hinsichtlich der Versorgungslücken in der Stadt Köln ist zu beachten, dass durch das Steue- rungsschema der großflächigen Lebensmittel- märkte ab S. 72 Teil A des EHZK lediglich, wie der Titel auch benennt, großflächige Lebensmit- telmärkte gesteuert werden. Demnach ist eine Ansiedlung eines kleinflächigen Marktes bspw. in kaufkraftärmeren Gebieten grundsätzlich möglich. Zudem werden hier als Beispiel Siedlungsgebiete aufgeführt (bspw. Hahnenwald), die sich außer- halb des 700 m Radien um zentrale Versor- gungsbereiche befinden. Außerhalb der 700 m- Radien um einen zentralen Versorgungsbereich kann der Radius für ein Vorhaben in Abhängigkeit von den siedlungsräumlichen Gegebenheiten, der verkehrlichen Beziehungen und der Nähe zu zentralen Versorgungsbereichen und anderen Lebensmittelmarktstandorten individuell abge- grenzt werden (vgl. S. 75 Teil A EHZK). Demnach könnte jeweils für den bestimmten Einzelfall ein Nahbereich abgegrenzt werden, der die speziel- len Siedlungsstrukturen berücksichtigt, um einen standortangemessenen Nahversorger zu schaf- 46 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK fen. 5.18 Nachfolgend werden verschiedene Beispiele für die mangelnde Eignung der Steuerungsregelung benannt, die nachfolgend kurz vorgestellt werden. Beispiel Lidl, Sebastianstraße 28 – 32: Auf Grundla- ge des bisherigen EHZKs wurde der Lidl-Markt mit einem Bebauungsplan mit den Festsetzungen des § 9 Abs. 2 a BauGB überplant und dem Markt eine Erweiterung der Verkaufsfläche auf 1.286 m² ver- sagt. Ursache war, dass sich der Markt innerhalb des 700 m-Radius um das NVZ Alt-Niehl, Sebastia- nstraße, befindet. Auch nach den Steuerungsrege- lungen des aktualisierten Einzelhandelskonzeptes wäre eine Erweiterung des Marktes nur ausnahms- weise möglich. Das Grundstück des Marktes müsse mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur in Abhän- gigkeit von der zulässigen Geschossfläche optimal ausgenutzt werden und die Stadt Köln könnte dar- über hinaus ein Verträglichkeitsgutachten vom Vor- habenträger fordern. Dies wird jedoch der konkreten örtlichen Situation und der unterdurchschnittlichen Verkaufsfläche des Stadtbezirks nicht gerecht. Hier- bei ist zu berücksichtigen, dass die nördlich verlau- fende Industriestraße das Nahversorgungszentrum deutlich von der südlichen Wohnbebauung abtrennt. Darüber hinaus befindet sich keine Potenzialfläche im Nahversorgungszentrum, sodass dort eine An- siedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes nicht möglich ist. Dass die Vergrößerung der Verkaufsflä- che des Lidl-Marktes die Entwicklung des Nahver- sorgungszentrums verhindert, ist demnach ausge- schlossen. Das alleinige Vorhandensein einer Versorgungs- lücke rechtfertigt nicht die jeweilige Erweiterung eines Lebensmittelmarktes oder die Neuansied- lung eines Lebensmittelmarktes. Hingegen ist es unkritisch, dass vom Vorhabenträger ein Verträg- lichkeitsgutachten eingebracht wird, um zu unter- suchen, ob Auswirkungen gegenüber den zentra- len Versorgungsbereichen bestehen. Dies betrifft nicht nur die Entwicklungsfähigkeit, sondern auch die derzeitige Ausstattung des zentralen Versor- gungsbereiches. Der pauschalen Annahme, dass eine Erweiterung des Lebensmittelmarktes an der Sebastianstraße keine Auswirkungen hat, da eine Versorgungslücke besteht, kann nicht gefolgt werden. Dies wäre in einem Verträglichkeitsgut- achten im Rahmen einer Einzelfallprüfung darzu- legen. Darüber hinaus wird die Stadt Köln das Vorhaben gemäß ihres internen Bewertungs- schemas beurteilen. Sofern die Vorgaben des Bewertungsschemas erfüllt sind, bestünde eine Möglichkeit der Verkaufsflächenerweiterung durch die angepasste Regelung im Vergleich zum vor- hergegangenen EHZK. Hinsichtlich der Ausnutz- barkeit des Grundstücks besteht die Abstim- mungsmöglichkeit mit der Stadt Köln. 47 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5.19 Beispiel Lidl, Neusser Straße 774 – 776: Auch das Grundstück Neusser Straße wurde durch einen Bebauungsplan überplant, da sich der Standort in- nerhalb des 700 m-Radius um das Nahversor- gungszentrum Weidenpesch, Neusser Straße / Ka- puzinerstraße, befindet. Das Nahversorgungszent- rum verfügt über einen leistungsfähigen Lebensmit- telmarkt, dessen Existenz durch eine Erweiterung der Verkaufsfläche nicht infrage gestellt werden würde. Demnach leistet die planerische Verhinde- rung des Marktes keinen Beitrag zur Verbesserung der wohnortnahen Versorgung, vielmehr besteht die Versorgungslücke zwischen dem Nahversorgungs- zentrum Weidenpesch und Longerich fort. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass mit ca. 5.050 Einwohnern ein ausreichendes Kaufkraftpotenzial vorhanden ist. Hinsichtlich der Bewertung der Auswirkungen einer möglichen Erweiterung des Standortes Lidl in der Neusser Straße 774 – 776 ist zu berück- sichtigen, dass nicht nur das Nahversorgungs- zentrum Weidenpesch in die Betrachtung mit ein- bezogen werden sollte, sondern hinsichtlich der Auswirkungen auch die weiteren zentralen Ver- sorgungsbereiche und Nahversorgungsstandorte untersucht werden müssen. Auch hier ist eine pauschale Feststellung, dass Auswirkungen nicht zu erwarten sind, auf Basis der getroffenen Aus- sagen nicht möglich. Ergänzend dazu sollte darauf hingewiesen wer- den, dass der Lidl-Markt bereits an diesem Standort vorhanden ist und durch eine reine Er- weiterung der Verkaufsfläche nicht die Erweite- rung des Nahbereichs erfolgt. Ergo wird die Er- weiterung des Lidl-Marktes nicht zu einer Schlie- ßung der Versorgungslücke führen, sondern le- diglich das Lebensmittelangebot weiter auswei- ten. Eine räumliche Veränderung ist jedoch nach Kenntnis der Stadt Köln und des Gutachters nicht vorgesehen. 5.20 Lidl, Wasserwerkstraße 8: Auch hier ist die Erweiterung voraussichtlich nicht möglich, da der im Geltungsbereich vorhandene Bebauungsplan, der noch nicht beschlossen wurde, darauf verweist, dass der Einzelhandelsausschluss dem Ziel dient, die beiden nahegelegenen zentralen Versorgungs- bereiche STZ Dellbrück, Dellbrücker Hauptstraße, und STZ Holweide-Ost zu stärken und weiterzuent- wickeln. Dabei wird verkannt, dass sich in näherer Umgebung verdichtete Wohnbebauung befindet, für Auch in Bezug auf den Lidl-Markt in der Wasser- werkstraße 8 ist darauf hinzuweisen, dass das Vorhandensein von Wohnbevölkerung in räumli- cher Nähe keinen Einfluss auf die möglichen Auswirkungen hat, die ein Lebensmittelmarkt auf zentrale Versorgungsbereiche nehmen kann. Als Ergänzung zu der Feststellung von Taylor Wes- sing wurde von Stadt + Handel eine Auswir- kungsanalyse zur Überprüfung der Nahversor- gungsbedeutung des Lidl-Standortes in der Was- 48 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK die der Markt eine wichtige Nahversorgungsfunktion hat. Die benachbarten zentralen Versorgungsberei- che werden durch den Markt nicht negativ beein- trächtigt. serwerkstraße eingereicht. Hier wird darauf hin- gewiesen, dass der Standort die wesentlichen Kriterien einer Nahversorgungslage erfüllt und daher als Positivraum für nahversorgungsrelevan- ten Einzelhandel betrachtet werden kann. Diese Feststellung verkennt, dass der Bereich als Son- derstandort für den nicht zentrenrelevanten Ein- zelhandel ausgewiesen wurde, um auch diesem Ansiedlungsspielraum zu geben. Der Standort wird überwiegend durch nicht zentrenrelevante Sortimente des Baumarktbedarfs geprägt und wird nach den Zielsetzungen der Fortschreibung auch weiterhin als Sonderstandort eingestuft. Ein weiterer Ausbau von nahversorgungs- und zen- trenrelevanten Sortimenten ist in den Sonder- standorten nicht vorgesehen. 5.21 Beispiel Aldi-Süd, Osterather Straße 26: Ob- wohl im Einzugsbereich des Marktes knapp 8.000 Einwohner leben und die Entfernung zum nächst gelegenen zentralen Versorgungsbereich fast 600 m beträgt, und der Markt von der Bahntrasse vom Nahversorgungszentrum Nippes getrennt ist, wurde der Standort mit dem Bebauungsplan mit der Fest- setzung des § 9 Abs. 2 a BauGB überplant. Der Aldi-Markt in der Osterather Straße 26 weist eine Verkaufsfläche von knapp 1.000 m² auf und übernimmt eine wesentliche Nahversorgungs- funktion. Dies wird von der Stadt Köln anerkannt, wobei auch hier die möglichen Auswirkungen des Marktes auf das Nahversorgungszentrum Nippes, Sechzigstraße, zu berücksichtigen sind, in dem als einziger Magnetbetrieb der Anbieter Rewe verortet ist. Der Stadt Köln ist bekannt, dass die Bahnlinie das Gebiet durchschneidet, jedoch be- steht direkt im Bereich der Hartwichstraße / Lie- bigstraße ein gut genutzter Kreuzungsbereich der Bahnlinie. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass das EHZK die bestehenden Lebensmittel- märkte in ihrem Bestand sichert, eine Erweiterung von Standorten jedoch nach dem internen Bewer- tungsschema zu prüfen ist. 49 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5.22 Anpassungsvorschläge: „Erweiterungen bestehender Lebensmittelmärkte sind auch außerhalb zentraler Versorgungsbereiche möglich, wenn weitere Voraussetzungen vorliegen. Ein Vorhaben ist dabei als im zentralen Versor- gungsbereich belegen anzusehen, sodass es auf die weiteren Voraussetzungen nicht ankommt, wenn der Nahversorger zum zentralen Versorgungsbe- reich nicht in Konkurrenz tritt, sondern dessen At- traktivität erhöht. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der jeweilige Nahversorger räumlich und funktionell gegenüber dem zentralen Versorgungsbereich untergeordnet bleibt, insbe- sondere keinen Umfang annimmt, wodurch er gleichberechtigt neben den zentralen Versor- gungsbereich tritt und er einen Beitrag zur Attraktivität des zentralen Ver- sorgungsbereichs leistet, etwa auch durch Bereit- stellung von im zentralen Versorgungsbereich feh- lenden Stellplätzen. Soweit das Vorhaben auch nach diesen Kriterien als nicht in einem zentralen Versorgungsbereich bele- gen anzusehen ist, hängt seine Zulässigkeit von folgenden Voraussetzungen ab: 1. Das Grundstück des Vorhabens wird mit Wohn- bebauung und ggf. sozialer Infrastruktur in Ab- hängigkeit von der zulässigen Bebauung (Ge- schossflächenzahl) sinnvoll ausgenutzt. Anbieter, die dies derzeit nicht aufweisen, sollen auf ihrem Grundstück in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Geschossflächenzahl) Wohnen und Die Anpassungsvorschläge werden zur Kenntnis genommen, jedoch nicht aufgegriffen, da die Fortschreibung des EHZK über konsistente Steu- erungs- und Ansiedlungsregelungen im Einklang mit den landesplanerischen Vorgaben verfügt. 50 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK ggf. soziale Infrastruktur schaffen. Für Anbieter auf bereits optimal ausgenutzten Grundstücken (bspw. ein Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss ei- nes mehrgeschossigen Wohn hauses bedarf es keiner weiteren Verbesserung. 2. Es liegen folgende Voraussetzungen für einen zentrenverträglichen Nahversorger vor: Es handelt sich um einen städtebaulich inte- grierten wohnortbezogenen Standort. Integriert ist der Standort regelmäßig dann, wenn es sich um einen baulich verdichteten Siedlungszu- sammenhang mit wesentlichen Wohnanteilen und einem den Gegebenheiten angepassten öf- fentlichen Personennahverkehr handelt. Das Vorhaben dient der Nahversorgung. Das ist anzunehmen, wenn das Vorhaben prognostisch 50 % seines Umsatzes aus dem fußläufig er- reichbaren Nahbereich erzielen kann. Für die Ermittlung der fußläufigen Erreichbarkeit kommt es nicht auf einen pauschalen Entfernungsradi- us, sondern eine Gehzeit von etwa 10 Minuten an. Zur Ermittlung des Nahbereichs dienen Gehzeitisochronen. Durch ein vom Antragsteller beizubringendes Marktgutachten wird nachgewiesen, dass durch das Vorhaben unter Berücksichtigung der kon- kreten örtlichen Gegebenheiten die Funktions- fähigkeit zentraler Versorgungsbereiche nicht beeinträchtigt wird. Neuansiedlungen außerhalb zentraler Versor- gungsbereiche sind dann möglich, wenn zusätzlich 51 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zu den beiden zuvor genannten Voraussetzungen folgende dritte Voraussetzung erfüllt wird: 3. Für die Unterbringung des Vorhabens besteht darüber hinaus nachweislich keine Entwicklungs- fläche in dem oder den benachbarten zentralen Versorgungsbereich(en). Zur Ermittlung dieser Voraussetzung muss in einer abgestuften Prü- fung mit gewichtigen Gründen plausibel dargelegt werden, warum grundsätzlich in Betracht kom- mende Standorte in den zentralen Versorgungs- bereichen als Ansiedlungsflächen für das konkre- te Vorhaben ausscheiden. Hierfür ist folgende Prüfung vorzunehmen: Zum einen muss das Vorhaben umschrieben werden, dessen Ansiedlungsmöglichkeit im zentralen Versorgungsbereich geprüft werden soll, insbesondere das Sortiment und die Ver- kaufsfläche. An diesem Vorhaben hat sich die Prüfung zu orientieren. Es muss geklärt werden, welche zentralen Ver- sorgungsbereiche auf die entsprechende An- siedlungsmöglichkeit überprüft werden können. Hierbei sind die nächstgelegenen zentralen Versorgungsbereiche zu identifizieren, die in ei- ner Entfernung von maximal 700 m von dem Vorhabengrundstück für das Ansiedlungsvorha- ben liegen und durch die eine Versorgung des Planstandortes gewährleistet werden soll und gewährleistet werden kann. Bei der Prüfung der Potenzialflächen in diesen zentralen Versorgungsbereichen scheiden of- fenkundig ungeeignete Flächen im Rahmen ei- 52 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK ner Grobanalyse aus. Ungeeignetheit sind ins- besondere Flächen, bei denen ein städtisches Entwicklungskonzept der Planung entgegen- steht, die Fläche bereits einer anderweitigen Nutzung zugedacht ist oder ein aufzustellender Bebauungsplan bereits auf der Ebene der Er- forderlichkeit rechtlich scheitern würde. Das ist insbesondere in Fällen erkennbarer Vollzugsun- fähigkeit der Fall, also dann, wenn der Lebens- mittelmarkt auf dem Grundstück wegen entge- genstehender Bebauung nicht errichtet werden würde oder unlösbare Lärmkonflikte bestehen oder anderweitige rechtliche Hindernisse – wie eine zwingende Neuordnung der Eigentumsver- hältnisse – bestehen, die eine entsprechende Bauleitplanung verhindern. Hinsichtlich der verbleibenden Flächen erfolgt eine dezidierte Potenzialanalyse. Für eine Einstufung als Potenzialfläche kommen Freiflächen in Betracht, (bebaute) Brachflächen oder auch solche aktiv genutzten Flächen, die realisti- scher Weise in einem absehbaren Zeitraum von zwei Jahren durch Umnutzung oder Abbruch einer Nutzung als Sondergebiet für großflächigen Einzel- handel zugeführt werden könnten. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, ob das Grund- stück mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur genutzt werden kann. Kommt eine Ausnutzung des Grundstücks mit Wohnen oder sozialer Infrastruktur mangels einer hierfür erforderlichen Potentialfläche innerhalb des zentralen Versorgungsbereichs nicht in Betracht, kann es außerhalb des zentralen Ver- 53 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK sorgungsbereichs angesiedelt werden, wenn die Möglichkeit außerhalb des zentralen Versorgungs- gebietes besteht und das Vorhaben der verbrau- chernahen Versorgung dient. Die Beantwortung der Frage, ob und aus welchen Gründen eine Ansiedlung des geplanten Einzelhan- delsvorhabens in den in Betracht kommenden zent- ralen Versorgungsbereichen aus städtebaulichen und siedlungsstrukturellen Gründen „unmöglich“ ist, setzt eine Auseinandersetzung mit der konkreten Eignung der Fläche voraus. Hierbei ist darzulegen, welche städtebaulichen Gründe gegen eine Ansied- lung sprechen, wobei idealerweise eine „angedeute- te Abwägung“ vorgenommen wird, in der klargestellt wird, ob ein Belang dem Interesse an einer Ansied- lung auch nachhaltig entgegengehalten werden kann. 4. Ermittlung des Kaufkraftpotenzials im Nahbe- reich: Der Nahbereich für das Vorhaben liegt in ei- ner Entfernung von 10 Gehminuten um den Vorha- benstandort bei gehzeitisochroner Betrachtung. Für den jeweiligen Nahbereich sind das Einwohnerpo- tenzial und das vorhandene Kaufkraftpotenzial abzu- leiten. Hierbei können auch geplante Wohngebiete berücksichtigt werden, sofern diese hinreichend konkret sind. Die nahversorgungsrelevante Kaufkraft errechnet sich aus dem Einwohnerpotenzial, der nahversorgungsrelevanten Pro-Kopf-Kaufkraft (€ 2.672,00) und dem lokalen Kaufkraftindex. Für den Kaufkraftindex ist der jeweilig kleinsträumlich ver- fügbare Kaufkraftindex (i. d. R. Stadtteilebene) her- anzuziehen. 54 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Insgesamt gilt, dass ein geplanter Einzelhan- delsbetrieb seinen Umsatz prognostisch zu min- destens 50 % aus der Kaufkraft im Nahbereich des Standortes erzielen muss. Bei einer Erweite- rung ist der Gesamtbetrieb zugrunde zu legen. In weniger verdichteten Stadtteilen kann die Quote der Umsatzherkunft aus dem Nahbereich niedriger aus- fallen. 5. Ermittlung der standortangepassten Verkaufs- fläche (VKF): Die am Standort zulässige Verkaufs- fläche wird mittels der betriebstypenspezifischen Flächenproduktivität (Umsatz je m² VKF), welche so in Bezug zur Kaufkraft im Nahbereich gesetzt wird, dass prognostisch eine Umsatzherkunft von 50 % aus dem Nahbereich erwartet werden kann, ermit- telt. Anhaltspunkte für die betreiberspezifische Flä- chenproduktivität liefern Branchenberichte (z. B. Hahn Retail Real Estate Report). Steht der konkrete Betreiber nicht fest, ist für einen Lebensmittelvollsor- timenter von einer Flächenleistung von 4.400 € / m² VK auszugehen (sowohl Neuansiedlungen als auch Erweiterungen), wobei die Anforderungen an eine Worst-Case-Betrachtung erfüllt werden müssen. Die Flächenleistungen der Lebensmitteldiscounter schwanken je Anbieter stark, sodass – sollte ein konkreter Betreiber feststehen – betreiberspezifi- sche Flächenleistungen heranzuziehen sind (vgl. Anhang 2). Sofern kein spezifischer Betreiber fest- steht, ist für Discounter eine Flächenleistung von rd. 6.700 € / m² zugrunde zu legen, wobei die Anforde- rungen an eine Worst-Case-Betrachtung erfüllt wer- den müssen. 55 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 5.23 Die Bedeutung des Konsultationskreises Ein- zelhandel ist bei der Bewertung von Einzelvorhaben kritisch zu hinterfragen. Die Arbeitsweise bedarf einer Anpassung. Der Rat der Stadt Köln hat im Jahr 2015 beschlossen, einen Konsultationskreis, beste- hend aus insgesamt neun Mitgliedern (einem Vertre- ter der Bezirksregierung, der IHK, des Einzelhan- dels- und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren- Köln e.V., der Handwerkskammer, Verdi, dem Stadtplanungsamt, dem Bauaufsichtsamt, dem Amt für Wirtschaftsförderung und dem Amt für Stadtent- wicklung und Statistik) zu implementieren. Der Kon- sultationskreis begleitet die Umsetzung des EHZKs und erörtert bauliche Veränderungen oder Neuan- siedlungen von Einzelhandelsbetrieben ab einer Verkaufsfläche von 400 m². Dabei soll insbesondere auch über Anträge von Vorhaben beraten werden, die nach dem LEP zwar möglich, aber nicht er- wünscht und planungsrechtlich auszuschließen sind. Taylor Wessing hinterfragt die Arbeit des Konsultati- onskreises in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht. Sowohl die Legitimation des Kreises als auch seine Zusammensetzung und die Beratungsergebnisse dürften zu einer einheitlichen Anwendung des Ein- zelhandelskonzeptes nicht wesentlich beitragen. Folgende Kritikpunkte wurden vorgebracht: 1. Politische Entscheidung nur durch die demokra- tisch legitimierten Organe: Es erscheint proble- matisch, dass der Konsultationskreis über „nicht erwünschte“ berät, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Frage, ob ein Vorhaben städtebaulich erwünscht ist, den demokratisch legitimierten Vertretern obliegt, nicht hingegen den Mitarbei- Die Einrichtung des Konsultationskreises Einzel- handel Köln (KEK) wurde 2015 per Ratsbe- schluss legitimiert und im Rahmen der Fort- schreibung des EHZK erneut bestätigt. Die Teil- nehmer*innen am KEK werden durch die Ge- schäftsordnung des KEK bestimmt. Das Ziel des KEK ist ein transparenter Austausch zwischen der Stadtverwaltung und externen Akteuren, der dazu beiträgt, dass aktuelle Themen / Vorhaben ge- meinsam, statt in Einzelgesprächen, beraten wer- den. Der KEK ist dabei beratend tätig und spricht Empfehlungen zu den dort vorgestellten Vorha- ben aus. Er hat dabei jedoch keine Entschei- dungskompetenz über die Zulässigkeit der Vor- haben. Die Entscheidungen der politischen Gre- mien und auf Grundlage der gesetzlichen Vorga- ben werden durch den KEK weder beeinflusst noch verhindert. Politische Entscheidungen im Einklang mit den gesetzlichen Maßgaben sind weiterhin maßgeblich für die kommunale Planung. 56 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK tern der Verwaltung und den Vertretern von priva- ten Vereinigungen und Kammern. Die von Gesetzes wegen angelegte Aufgabenzu- ordnung wird nicht eingehalten, wenn die Mitglie- der des Konsultationskreises Empfehlungen dazu abgeben, welche Vorhaben unerwünscht sind. Auch wenn der Konsultationskreis nur Empfeh- lungen ohne Rechtsverbindlichkeit abgeben darf und keinen unmittelbaren Einfluss auf die Pla- nungshoheit nimmt, entsteht unvermeidlich der Eindruck, dass die kommunale Aufgabenzustän- digkeit verkehrt wird. Hierbei ist zu berücksichti- gen, dass das Einzelhandelskonzept bereits de- taillierte Leitlinien für Einzelhandelsvorhaben auf- stellt und Empfehlungen ausspricht, und es ist nicht ersichtlich, wie bei einer einheitlichen An- wendung des Konzeptes noch Beratungsbedarf für zulässige, aber unerwünschte Vorhaben bleibt. 2. Die fehlende Pluralität: Der Konsultationsaus- schuss besteht vornehmlich aus Vertretern der Verwaltung, wohingegen Mitglieder der Bürger- ämter und Vertreter des Handels oder Verbrau- cher nicht vertreten sind. Eine Pluralität würde dazu beitragen, den Empfehlungen des Konsulta- tionskreises ein größeres Gewicht zu geben. Tay- lor Wessing möchte anregen, dass der Konsulta- tionskreis bei der Beratung über Einzelhandels- vorhaben mit nahversorgungsrelevanten Sorti- menten mit Vertretung der relevanten Marktteil- nehmer in Köln besetzt wird. Derzeit führt die Be- ratung im Konsultationskreis nur zu einer Dop- pelbefassung mit Vorhaben, wodurch der Ar- 57 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK beitsaufwand erhöht wird. 3. Kein Mehrwert durch den Konsultationskreis: Es ist nicht erkennbar, wie das Ziel des Konsulta- tionkreises, Transparenz, Klarheit und Planungs- sicherheit für Vorhabenträger zu schaffen, umge- setzt wird. Die Beratungsergebnisse des Konsul- tationskreises werden nicht veröffentlicht und sind damit für Einzelhandelsbetriebe und Bürger nicht transparent. Es ist nicht klar, unter welchen Vorgaben die einzelnen Vertreter entscheiden, ob ein Vorhaben gewünscht ist oder nicht. Zudem besteht kein Angebot für Einzelhandelsunter- nehmen und Projektentwickler, durch frühzeitige Kooperation mit dem Konsultationskreis Pla- nungssicherheit zu schaffen. Demnach werden die Betroffenen (Bürger, Verbraucher, Einzelhan- delsunternehmen) nicht in die Beratung des Kon- sultationskreises mit einbezogen. 5.24 Darüber hinaus weist Taylor Wessing auf die mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie hin und begrüßt, dass das Einzelhandelskonzept in zwei Jahren erneut überprüft werden soll, um die durch die Corona-Pandemie bedingten städtebau- lich-funktionalen Folgen zu erfassen. Hier erscheint es unabdingbar, die Konzeption zur Steuerung des Einzelhandels an die aktuelle Entwicklung anzupas- sen (auch vor dem Hintergrund und der wachsenden Konkurrenz durch den Onlinehandel). Taylor Wes- sing möchte vor diesem Hintergrund darauf hinwei- sen, dass es im Anbetracht der derzeitigen Entwick- lung angezeigt ist, die Schutzzonen und die zentra- len Versorgungsbereiche abzuschaffen und klare und praktikable Ansiedlungsregelungen für Einzel- Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch beding- ten städtebaulich-funktionalen Folgen wird eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Köl- ner Stadtgebiet nach ca. einem Jahr vorgeschla- gen. In Zusammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung wird bereits in diesem Jahr mit der Datenaktualisierung begonnen. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe wird es eine systematische Leerstandserhebung geben. 58 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK handelsbetriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten zu fassen. 6. Lenz & Johlen (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), 17.06.2021 6.1 Die Stadt Köln hat sich „die Stadt der kurzen Wege“ als Leitbild gesetzt und strebt eine Verkehrs- wende an. Hier werden die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ sowie die jüngst beschlossene Stellplatzsatzung der Stadt Köln zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs im Stadtgebiet genannt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, das Leitbild der Stadt der kurzen Wege und der Verdrängung des motorisierten Individualverkehrs aus dem Stadt- bild in Einklang mit dem EHZK zu bringen. Hierfür muss verstärkt eine fußläufige Nahversorgungsmög- lichkeit in den Blick genommen werden, die nicht gewährleistet ist, wenn die Bürger auf motorisierte Fahrzeuge verzichten sollen und einen Fußweg von 1,5 km bis zu dem einzigen Lebensmittelmarkt in einem geschützten zentralen Versorgungsbereich zurücklegen müssen. Es muss vielmehr der Fokus auf zusätzliche Nahversorgungsstandorte gelegt werden. Die Stadt Köln teilt die Auffassung von Lenz & Johlen, dass eine fußläufige Nahversorgung für die Bevölkerung Kölns ermöglicht werden soll. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bereits die langjährige Einzelhandelssteuerung der Stadt Köln das Ziel der Nahversorgung verfolgt hat und dies im Stadtbild nachzuvollziehen ist. Mit dem Daten-Stand von 2017 leben knapp 90 % der Kölner Bevölkerung innerhalb eines 700 m Radi- us um einen Lebensmittelmarkt. Hinzukommen weitere Anteile der Bevölkerung, die innerhalb der Nahbereiche der zentralen Versorgungsbereiche leben und von diesen auch im kurzfristigen Be- darfsbereich mit versorgt werden, jedoch auf- grund der länglichen Struktur vieler zentralen Versorgungsbereiche minimal weitere Strecken als 700 m zum nächstgelegenen Lebensmittel- markt aufwenden müssen. Insgesamt ist dem- nach bereits heute eine gute räumliche Versor- gung festzuhalten, die die Stadt Köln sichern und stärken möchte. Demnach besteht v. a. in den Bereichen außerhalb der 700 m-Radien um zent- rale Versorgungsbereiche Bedarf der Schaffung weiterer Nahversorgungsstrukturen, die jedoch standortangemessen ausfallen sollen (vgl. Kap. 5). 6.2 Es ist nachvollziehbar und städtebaulich sinnvoll, dass Lebensmittelmärkte außerhalb zentraler Ver- sorgungsbereiche nach Stufe 2 des Prüfschemas Die Beantwortung dieses Aspektes wird im Rah- men der Abwägung der Stellungnahme von Tay- lor Wessing, vgl. Pkt. 5.6 dieser Anlage, vorge- 59 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zur Standortbewertung (S. 72 des EHZKs) nur an städtebaulich integrierten Standort zugelassen wer- den sollen. Gefordert wird eine Lage im direkten Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches. Hierbei ist zu prü- fen, ob zumindest zwei Himmelsrichtungen eine Anbindung an Wohnbebauung aufweisen, wobei der Wohnbezug wichtig sein soll und nicht nur eine ein- zige Hausbebauung umfassen darf. Es wird ange- regt, dass dies weiter konkretisiert wird. Beispiels- weise sollte klargestellt werden, dass eine integrierte Lage auch dann gegeben ist, wenn die Wohnbe- bauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite verortet ist. nommen. 6.3 Im Rahmen der Fortschreibung des EHZKs wird an den ausgewiesenen Nahbereichen in einem 700 m-Radius um die zentralen Versorgungsbereiche festgehalten. Auf S. 72 ff. wird erläutert, dass groß- flächige Einzelhandelsvorhaben mit nahversor- gungsrelevanten Sortimenten außerhalb der zentra- len Versorgungsbereiche grundsätzlich nur zugelas- sen werden sollen, wenn der Vorhabenstandort au- ßerhalb eines Radius von 700 m um einen zentra- len Versorgungsbereich liegt. Diese Grundstruktur widerspricht bereits der Zielsetzung des Konzeptes, eine flächendeckende wohnortnahe Nahversorgung zu gewährleisten. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass das Oberverwaltungsgericht Münster diese Grundstruktur bislang nicht ausdrücklich für fehler- haft erklärt hat. In einer Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2017 betreffend eines Lidl-Marktes auf dem Grundstück Sebastianstraße 28 – 32 in Niehl wurde allerdings ausgeführt: „Dass dieses Verfahren Hinsichtlich der Steuerung der Einzelhandelsent- wicklung ist zu berücksichtigen, dass die Stadt Köln mehrere Ziele verfolgt, die sich nicht wider- sprechen aber natürlich Einfluss aufeinander nehmen. Auf S. 7 des EHZK 2020 sind diese langfristigen Zielsetzungen aufgeführt. So ist ne- ben der Sicherung und Stärkung des gewachse- nen polyzentrischen Zentrensystems in der Ge- samtstadt Köln und der Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunkti- on sowie als Mittelpunkte des öffentlichen Le- bens, der Identifikation und der Kommunikation innerhalb ihrer jeweiligen Versorgungsräume auch die Sicherung und Verbesserung der woh- nungsnahen Versorgung mit Waren und Dienst- leistungen des täglichen Bedarfs, auch unter Be- rücksichtigung der Wochenmärkte eine langfristi- gen Zielsetzungen der Stadtentwicklung in Köln. Eine Sicherung und Verbesserung der wohnort- 60 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zur Folge hat, dass der Weg zu einzelnen Geschäf- ten im Versorgungsbereich im Einzelfall weiter als 700 m sein kann, macht das Konzept nicht von vor- neherein ungeeignet.“ (vgl. OVG-Münster, Urteil vom 22.02.2017). Obwohl das Verwaltungsgericht davon ausgegangen ist, dass das Konzept in die- sem Zusammenhang nicht von vorne herein unge- eignet ist, wird der Anschein erweckt, dass die Bil- dung der Schutzzonen jedenfalls für eine verbesse- rungswürdige Herangehensweise gehalten wird. Um zukünftig die gewünschte fußläufige Nahversorgung zu gewährleisten, müssen diese Schutzzonen entfal- len. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass im Le- bensmitteleinzelhandel oberhalb der Schwelle zur Großflächigkeit sich Lebensmittelmärkte zukunftsfä- hig aufstellen können und auch dem zunehmenden Konkurrenzdruck durch den Onlinehandel standhal- ten können. Es ist daher nicht konsequent, die Aus- wirkungen des Onlinehandels in dem Entwurf des Konzeptes aufzuzeigen, um den stationären Handel doch wieder in ein enges Korsett zu geben. Die praktische Handhabe der 700 m-Radien führt im Einzelfall zu erheblichen Versorgungslücken. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass sich die zentralen Versorgungsbereiche tlw. über mehrere 100 m er- strecken, sodass man, wenn man die Schutzzone von 700 m zur Ausdehnung des zentralen Versor- gungsbereiches hinzurechnet, in vielen Fällen keine fußläufige Erreichbarkeit der Lebensmittelmärkte vorfindet. Daher wird angeregt, auf die vorgesehenen Schutz- zonen zu verzichten. Jedenfalls müssten etwaige Schutzzonen individuell je zentralem Versorgungs- nahen Bevölkerung darf demnach nicht zulasten der weiteren Zielsetzungen der Stadtentwicklung verfolgt werden, sondern es wurden im EHZK 2020 ebensolche Reglungen unter Kap. 5 be- nannt, die allen Zielen des EHZK gerecht werden sollen. Zur dezidierten Beantwortung der Kritik an den 700 m Radien wird auf die Beantwortung der Stel- lungnahme von Taylor Wessing Pkt. 5.8 und 5.10 in dieser Anlage verwiesen. Hinsichtlich der Konkurrenz zwischen dem statio- nären Handel und dem Onlinehandel ist zu be- rücksichtigen, dass an dieser Stelle zwischen den großflächigen Anbietern mit zentrenrelevanten Sortimenten, die bekanntermaßen am stärksten einer Konkurrenzsituation mit den Onlinehandel ausgesetzt sind (vgl. Abb. 4 EHZK) und den groß- flächigen Lebensmittelmärkten zu unterscheiden ist. Laut HDE Online-Monitor 2021 beläuft sich der Onlineanteil am gesamten Lebensmittelum- satz auf rd. 2 %. Bezüglich der Steuerung von großflächigen Betrieben mit zentrenrelevantem Kernsortiment wird auf das Steuerungsschema in Abb. 16 EHZK Köln verwiesen. Die hier aufge- führten 700 m Radien um zentrale Versorgungs- bereiche entfalten keine weitere Bindungswirkun- gen gegenüber Anbietern zentrenrelevanten Sor- timenten, sondern lediglich gegenüber großflächi- gen Lebensmittelmärkten. 61 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK bereich ausgestaltet werden, denn die Nahversor- gungsbedürfnisse sind je nach Lage und Ausstat- tung des zentralen Versorgungsbereiches äußerst unterschiedlich. 6.4 Im Rahmen des Steuerungsschemas für den Lebensmitteleinzelhandel ist auf S. 72 ff. die Mög- lichkeit benannt, bestehende Lebensmittelmärkte innerhalb eines 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich ausnahmsweise oberhalb der Schwelle der Großflächigkeit von mehr als 800 m² Verkaufsfläche neu anzusiedeln bzw. zu erweitern. Nach Erfahrung von Lenz & Johlen ist die derartige Öffnungsklausel bislang als Ausnahmeregel ver- standen worden, die praktisch nicht oder kaum zur Anwendung gelangt. Hier bestand stets die Befürch- tung der Verwaltung, dass das Regelwerk durch die Genehmigung eines großflächigen Marktes aufge- weicht wird. Eine Öffnungsklausel, die nicht gelebt wird, verfehlt allerdings von vorne herein ihr Ziel. Die Kritik, dass eine Öffnungsklausel, die nicht gelebt wird, allerdings von vorne herein ihr Ziel verfehlt, kann aufgrund der unkonkreten Formu- lierung nicht beantwortet werden. 6.4 Hinzu kommt, dass die formulierten Vorausset- zungen zu streng und zu unbestimmt formuliert sind. Die Formulierung „Ausnahmeregelung“ erweckt für den Anwender den Anschein, es bestünde ein Er- messensspielraum. Wenn die Voraussetzungen allerdings nachgewiesen sind, muss sichergestellt sein, dass eine solche Ausnahme auch gewährt wird. Der Begriff „Ausnahmeregelung“ impliziert keinen Ermessensspielraum, sondern die Stadt bindet sich im Rahmen ihrer kommunalen Planungsho- heit (Beschluss des EHZK und Umsetzung in der Bauleitplanung) an die formulierten Regelungen zur Steuerung des (Lebensmittel-)Einzelhandels. 6.5 Zusätzlich wird eine unzulässige Kopplung von der Schaffung großflächiger Nahversorger einerseits und der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und sozialer Infrastruktur andererseits angestrebt. Es sind zwar nachvollziehbare und sinnvolle städtebau- Langfristige Zielsetzungen der Stadtentwicklung in Köln sind (s. S. 7 EHZK): Förderung der Attraktivität der Kölner City als Oberzentrum in der Region sowie als nati- onale und internationale Shoppingmetropole, 62 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK liche Ziele, allerdings ist es fraglich, was die Schwel- le der Großflächigkeit eines Lebensmittelmarktes mit Wohnungsmangel und Mangel an sozialer Infra- struktur zu tun hat. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das EHZK auch innerhalb der 700 m-Zone einen Lebensmittelmarkt mit max. 800 m² Verkaufs- fläche für zulässig hält, ab 801 m² Verkaufsfläche hingegen eine Gefahr für die umliegenden zentralen Versorgungsbereiche sieht, die nur durch Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und sozialer Infrastruk- tur ausgeglichen werden kann. Es ist absehbar, dass eine derartige Verknüpfung der beiden städte- baulichen Aspekte zu erheblichen Verzögerungen für beide Zielsetzungen führen wird. Die Erfahrung zeigt, dass Projekte, die sowohl Einzelhandel als auch ergänzende Nutzungen umfassen, regelmäßig nur umsetzbar sind, wenn verschiedene Grundstü- cke und damit auch Grundstückseigentümer ent- sprechend beplant werden. Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems in der Ge- samtstadt Köln, Sicherung und Stärkung der Geschäftszen- tren in ihrer Versorgungsfunktion sowie als Mittelpunkte des öffentlichen Lebens, der Iden- tifikation und der Kommunikation innerhalb ih- rer jeweiligen Versorgungsräume, Sicherung und Verbesserung der woh- nungsnahen Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, auch unter Berücksichtigung der Wochenmärkte, Berücksichtigung von Sonderentwicklun- gen im Einzelhandel sowie der Folgen des demografischen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt. Dem Ziel der Berücksichtigung der Folgen des demografischen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt, wird in den vorliegenden Steuerungsregelungen Rechnung getragen. Demzufolge ist eine Verknüpfung von Zielen sinnvoll, sachdienlich und zielführend. Die ge- wählten Regelungen betreffen Fälle, in denen die Aufstellung oder Änderung eines Bebauungspla- nes erforderlich ist, da nur diese Außenrechtswir- kung gegenüber Dritten, d. h. auch den Betrei- bern von Lebensmittelmärkten, entfalten. In die- sem Zusammenhang übersetzt die Stadt ihre i. g. Zielvorstellungen in die Bauleitplanung. 6.6 Darüber hinaus ist unklar, was unter einer „opti- malen Ausnutzung“ eines Grundstücks mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur verstanden werden soll. Schon der Zusatz ggf. soziale Infrastruktur Die Beurteilung der optimalen Ausnutzung bei Einzelvorhaben kann nicht im Rahmen des EHZK geleistet werden. Die optimale Ausnutzung ist im Zuge der Bauleitplanung und im Einklang mit dem 63 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK zeigt, dass hier eine Einzelfallentscheidung der Verwaltung offen gehalten wird, die eine einheitliche und dem Gleichbehandlungsgrundsatz gerecht wer- dende Handhabung unmöglich macht. Es bleibt völ- lig unklar, wann die Schaffung von Wohnraum im Vordergrund steht, und wann zusätzlich die Förde- rung nach sozialer Infrastruktur aufkommen wird. Es bleibt zu bestimmen, ob unter der „optimalen Ausnutzung“ z. B. auch Befreiungen von in einem bestehenden Bebauungsplan festgesetzten Bau- fenstern, Geschossflächenzahl oder Grundflächen- zahl in den Blick genommen werden sollen. Darüber hinaus ist unklar, inwieweit die Bedürfnisse eines großflächigen Einzelhandelsbetriebs im Erdge- schoss und den ergänzenden Nutzungen in den Obergeschossen berücksichtigt werden kann. Denn bspw. eine festgesetzte GFZ beschränkt die Bebau- barkeit des gesamten Baugrundstücks in der Sum- me. Sofern bspw. eine hohe Anzahl zusätzlichen Wohnraums in den Obergeschossen gefordert wird, kann dies einen großflächigen Einzelhandelsbetrieb im Erdgeschoss aufgrund der Überschreitung der GFZ unmöglich machen. bestehenden Planungsrecht für das jeweilige Vorhaben zu bestimmen. Befreiungen nach § 31 (2) BauGB liegen im Ermessen des Stadtpla- nungsamtes. 6.7 Nicht nachvollziehbar ist, dass die Neuansied- lung großflächiger Nahversorger innerhalb eines 700 m-Radius um die zentralen Versorgungsbereiche an die Voraussetzung geknüpft werden soll, dass in- nerhalb des benachbarten zentralen Versorgungs- bereiches keine Entwicklungsfläche besteht. Bei einem gutachterlichen Nachweis, das versorgungs- strukturelle Auswirkungen durch ein Vorhaben nicht zu befürchten sind, besteht kein Unterschied, ob ein Lebensmittelmarkt in die Großflächigkeit erweitert Durch eine Vor-Ort-Aufnahme der tatsächlichen Verhältnisse wurden im Rahmen der Erstellung des EHZK Potenzialflächen identifiziert, die nach Abstimmung mit der Stadt Köln in den jeweiligen Zentrenpässen (Teil B.) dargestellt wurden. Etwa- ige zukünftige, entstehende Potenzialflächen, etwa durch Gebäudeabbrüche oder das Freiwer- den von Immobilien, sind zu berücksichtigen. Diesbezüglich kann die Stadt Köln, Abteilung Der Anregung wird teilweise entspro- chen: Anlage 3.2, Seite 30, Abb. 17, Ausnahmeregelung 4: „(strenge Aus- legung)“ entfällt. 64 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK wird oder ob dieser neu angesiedelt werden soll. Die Ausnahmeregelung für die Neuansiedlung von großflächigen Lebensmittelmärkten definiert zudem nicht ausreichend, was als Entwicklungsfläche bzw. Potenzialfläche innerhalb eines abgegrenzten zent- ralen Versorgungsbereiches verstanden wird. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass regelmäßig un- realistische Annahmen an solche Flächen gestellt werden. Wenn schon die fehlende eigentumsrechtli- che Zugriffsmöglichkeit auf ein Grundstück innerhalb eines zentralen Versorgungsbereiches nicht greifen soll, um eine Potenzialfläche auszuschließen, wird es regelmäßig keine Ausnahmen geben. Sofern die Eigentümer von Grundstücken nicht zu einer Veräu- ßerung oder anderweitigen Überlassung bereit sind, sind Ansiedlungsvorhaben schlicht die Hände ge- bunden. Es wäre vielmehr Aufgabe der Stadt Köln, bspw. über die Ausübung gemeindlicher Vorkaufs- rechte bzw. die Anwendung anderer städtebaulicher Instrumente derartige Potenzialflächen verfügbar zu machen. Der Hinweis darauf, dass eine Potenzialfläche auch dann gegeben sein soll, wenn sich auf dem betref- fenden Grundstück innerhalb eines zentralen Ver- sorgungsbereiches nicht die gewünschte Verkaufs- flächengröße oder Stellplatzanlage errichten lässt, zeigt, dass etwaige Neuansiedlungen innerhalb der 700 m-Radien verhindert werden sollen. Eine realis- tische Ausnahmemöglichkeit dürfte nicht bestehen. Stadtentwicklung, kontaktiert werden. Die Stadtentwicklung in Köln wirkt unterstützend bei der Verfügbarmachung von Grundstücken. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass die Stadt nur in seltenen Fällen Eigentümerin entsprechen- der Grundstücke ist. Die Anregung zur Vereinba- rung von städtischen Vorkaufsrechten sowie der Anwendung weiterer städtebaulicher Instrumente wird zur Kenntnis genommen. Hinsichtlich der Divergenz zwischen den Flä- chenansprüchen einzelner Betreiber und der Größe etwaiger Potenzialflächen sei darauf ver- wiesen, dass es unterschiedliche Filialkonzepte mit unterschiedlichen Verkaufsflächenansprüchen innerhalb der Stadt Köln gibt, die auch z. T. deut- lich unterhalb einer Verkaufsflächengröße von 1.000 m² agieren. Dies setzt selbstverständlich die Bereitschaft des Anbieters voraus, sich an städtebauliche und immobilienseitige Rahmenbe- dingungen anzupassen. 6.8 Der geforderte Nachweis, dass in den benach- barten zentralen Versorgungsbereichen keine Ent- wicklungsflächen mehr existieren, verkennt, dass es Grundsätzlich sind in der Ausnahmeregelung zur Steuerung des großflächigen Lebensmitteleinzel- handels außerhalb zentraler Versorgungsberei- 65 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK sich hierbei um eine Ausnahmevoraussetzung han- delt, die an die Ausnahmevoraussetzung zu Ziel 6.5- 2 LEP NRW angelehnt ist. Demnach dürfen Sonder- gebiete für großflächige Nahversorger außerhalb zentraler Versorgungsbereiche u. a. nur dann fest- gesetzt werden, wenn eine Lage in den zentralen Versorgungsbereichen aus städtebaulichen oder siedlungsstrukturellen Gründen, insbesondere der Erhaltung gewachsener baulicher Strukturen und der Rücksichtnahme auf ein historisch wertvolles Ortsbild, nicht möglich ist. Diese Zielvorgabe gilt allerdings ausdrücklich nur für die Bauleitplanung. Denn die Bauleitpläne der Stadt Köln müssen nach § 1 Abs. 4 BauGB an die Ziele der Raumordnung angepasst werden. Für Vorhaben im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB finden die Ziele der Raumordnung hingegen ausdrücklich keine Anwen- dung, wodurch es nun mehr zu strengeren Betrach- tungsweisen kommen wird. che und dem Ziel 6.5-2 LEP NRW ähnliche Inten- tionen zu finden, die besagen, dass bei einer An- siedlung zu allererst vorhandene Potenzialflächen innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche genutzt werden sollten, um diese in ihrem Be- stand zu sichern und künftige Entwicklungen möglich zu machen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Ansiedlungs- vorhaben im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB bewerten werden und somit, sofern die Stadt nicht bauleitplanerisch tätig wird, nicht in die Regelungswirkung der Einzelhandelssteuerung in Kap. 5 EHZK fallen. Zur Durchsetzung der Steue- rungswirkung des EHZK ist daher ggf. eine flan- kierende Bauleitplanung erforderlich. 6.9 Die Stufe 2 des Steuerungsschemas für die An- siedlung großflächiger Lebensmittelmärkte außer- halb zentraler Versorgungsbereiche sieht die Be- rechnung einer standortangepassten Verkaufsfläche vor. Hierbei soll der stadtteilspezifische Kaufkraftin- dex berücksichtigt werden. Auf S. 45 des im Entwurf vorliegenden Konzeptes wird aufgeführt, dass i. d. R. der Kaufkraftindex auf Stadtteilebene heran- gezogen werden soll. Wann allerdings Ausnahmen von dieser Regel greifen sollen, wird nicht definiert. Die Formulierung des Begriffs „in der Regel“ be- zieht sich darauf, dass Vorhaben häufig nicht ei- nen Stadtteil alleine, sondern mehrere Stadtteile versorgen. Ziel ist die möglichst kleinräumige Ab- leitung von Kaufkraftwerten, um ein realitätsnahes Kaufkraftvolumen abzubilden. In Ausnahmefällen kann dies bei vorhandenen größeren Wohnge- bietsplanungen im Vorfeld der Realisierung noch relativ ungenau ausfallen, da ggf. die Bevölke- rungsstruktur innerhalb des Gebietes noch nicht gänzlich absehbar ist. In begründeten Ausnahme- fällen kann hierbei auf die Kaufkraftwerte inner- halb des Bezirks zurückgegriffen werden. Dies kann, sollte sich der Nahbereich eines Vorhabens 66 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK auf ein neu zu entstehendes größeres Wohnge- biet beziehen, mit der Stadt Köln im Einzelfall abgestimmt werden. 6.10 Die Differenzierung zwischen Lebensmittelvoll- sortimentern und Lebensmitteldiscountmärkten ist unzulässig. Es fällt auf, dass die Entwicklungsziele und Handlungsempfehlungen zu zahlreichen zentra- len Versorgungsbereichen explizit darauf abstellen, dass die Neuansiedlung bzw. Erweiterung eines Lebensmittelvollsortimenters empfohlen wird (u. a. geplantes NVZ Michaelshoven, BTZ Zollstock, STZ Ehrenfeld-Ost, NVZ Rondorf, Lindenthal, Lindent- halgürtel, Finkenberg, Buchheim). Eine solche Diffe- renzierung im EHZK und insbesondere in hierbei aufbauenden Bebauungsplanfestsetzungen ist eu- roparechtswidrig und verstoßen gegen Artikel 15 Abs. 3 der europäischen Dienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 2006/123/EG). Im Urteil vom 30.01.2018 hat der EuGH entschieden, dass Artikel 4 Nr. 1 der Dienstleistungsrichtlinie dahingehend auszulegen ist, dass die Tätigkeit des Einzelhandels mit Waren eine Dienstleistung im Sinne der Dienstleistungs- richtlinie darstellt. Folgerichtig kommt der EuGH sodann zu dem Ergebnis, dass die Beschränkung von Einzelhandelsnutzungen in Bauleitplänen an der europäischen Dienstleistungsrichtlinie zu messen ist. Die Grundsätze der Erforderlichkeit und Verhält- nismäßigkeit aus Artikel 14 und 15 der Richtlinie finden demnach auch auf Bebauungspläne Anwen- dung, die Beschränkungen für Einzelhandelsnut- zungen festsetzen. Demnach ist eine Festsetzung zur Einzelhandelssteuerung in einem Bebauungs- plan unanwendbar, wenn sie sich als nicht erforder- Hinsichtlich dieses Aspekts wird auf Erwiderung auf die Stellungnahme von Taylor Wessing, Pkt. 5.1 dieser Anlage, verwiesen. 67 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK lich oder verhältnismäßig im Sinne von Artikel 15 Abs. 3 der Dienstleistungsrichtlinie erweist, auch wenn noch so gute andere Belange für sie sprechen mögen. Bei der Prüfung der Erforderlichkeit bzw. der Verhältnismäßigkeit der Festsetzung ist eine maß- geblich europarechtlich determinierte Prüfung vor- zunehmen und festzustellen, ob die Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit der Festsetzung im europa- rechtlichen Sinn bejaht werden kann. Demnach hal- ten wir eine Differenzierung zwischen der Zulässig- keit von Lebensmittelvollsortimentern und Lebens- mitteldiscountern nicht zulässig, da eine solche Un- terscheidung nach den Vorhaben des Artikels 15 Abs. 2 und 3 der Dienstleistungsrichtlinie nicht erfor- derlich und verhältnismäßig ist. Als Beispiel wird angeführt, dass sich die Sortimentstiefe und -breite der Firma Lidl in den letzten 20 Jahren deutlich er- höht hat und die ursprünglich bekannten Discounter in der ehemaligen Form nicht mehr existieren. Im Bereich der Nahversorgung bieten die Märkte zwi- schen 800 – 1.500 m² Verkaufsfläche letztlich eine Vollversorgung. Vor diesem Hintergrund wird emp- fohlen, dass schon auf Ebene des EHZKs der Stadt Köln auf eine derartige Differenzierung verzichtet wird. 7.-13. Stadt + Handel (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), Fachbeitrag zur Ent- wicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Köln, 15.06.2021 7.1 In Köln befinden sich rd. 30 % aller strukturprä- genden Bestandsbetriebe im Lebensmitteleinzel- handel außerhalb zentraler Versorgungsbereiche in städtebaulich integrierter Lage und dienen damit grundsätzlich der Nahversorgung. Als städtebaulich integrierte Lage werden Standorte im direkten Sied- Dieser Aspekt wurde bereits in der Stellungnah- me von Taylor Wessing beantwortet (vgl. Pkt. 5.6. dieser Anlage) 68 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK lungszusammenhang eines bestehenden oder per- spektivischen Wohnbereiches bezeichnet, wobei ein Anhaltspunkt ist, ob zumindest zwei Himmelsrich- tungen eine Anbindung an Wohnbebauung aufwei- sen (vgl. EHZK, S. 72). Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt Köln hinsichtlich der normalen De- finition zur städtebaulich integrierten Lage abweicht, und in diesem Zusammenhang wird auf die Stel- lungnahme von Taylor Wessing, Ziffer 1.2, S. 21, hingewiesen. 7.2 Der Fokus der Einzelhandelsentwicklung liegt in der Stadt Köln auf den zentralen Versorgungsberei- chen, wobei im Hinblick auf Nahversorgungsbetriebe anzuzweifeln ist, ob dieses Ziel durch die bisherige Steuerungspraxis erreicht wurde. So verfügen mehr als drei Viertel aller zentralen Versorgungsbereiche über Zentralitätswerte von unter 50 %, bezogen auf die zu versorgenden Stadt- und Siedlungsbereiche, sodass ein Großteil der Kaufkraft im Umfeld nicht gebunden werden kann. Sie sind demnach nicht in der Lage, ihre zugewiesene Versorgungsfunktion bzw. die Versorgungsfunktion über den unmittelba- ren Nahbereich hinaus zu erfüllen. Demnach wird deutlich, dass den Lebensmittelanbietern in den sonstigen integrierten Lagen eine hohe Versor- gungsbedeutung zukommt. Hierbei ist zu berück- sichtigen, dass die zentralen Versorgungsbereiche nur selten Potenzialflächen aufweisen, die sich für die Ansiedlung größerer Lebensmittelmärkte eignen. Demnach verhält sich die fehlende Entwicklungs- perspektive diametral zu dem häufig geringen Nah- versorgungsbesatz in zentralen Versorgungsberei- chen, der sich durch geringe Zentralitätswerte aus- Hinsichtlich der Abgrenzung der zentralen Ver- sorgungsbereiche sind mehrere Schutznormen (§ 11 Abs. 3 BauNVO, § 2 Abs. 2 BauGB, § 34 Abs. 3 BauGB und § 9 Abs. 2 a BauGB) zu be- rücksichtigen, die auch zentrale Versorgungsbe- reiche umfassen. Zwar wurde der Begriff des zentralen Versorgungsbereiches vom Gesetzge- ber als unbestimmter Rechtsbegriff eingeführt, jedoch wurde in den vergangenen 10 Jahren durch die Rechtsprechung die Begrifflichkeit wei- ter konkretisiert. Gemäß der Urteile vom Bundes- verwaltungsgericht vom 11.10.2007 (4 C 7.07) und vom 17.12.2009 (4 C 2.08) sind zentrale Ver- sorgungsbereiche „räumlich abgrenzbare Berei- che einer Gemeinde, denen aufgrund vorhande- ner Einzelhandelsnutzungen – häufig ergänzt durch diverse Dienstleistungen und gastronomi- sche Angebote – eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zukommt.“ „Entscheidend ist, dass der Versorgungsbereich nach Lage, Art und Zweckbestimmung eine für die Versorgung der Bevölkerung in einem be- stimmten Einzugsbereich zentrale Funktion hat.“ 69 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK drückt. Das Ziel der Zentrenstärkung auf Basis des bisherigen Einzelhandelskonzeptes sowie auch auf Basis des Entwurfs 2020 wird nicht erreicht. Zu- gleich wird die Nahversorgungsentwicklung außer- halb der zentralen Versorgungsbereiche überwie- gend verhindert. Somit wird das Ziel einer attraktiven und flächendeckenden Nahversorgung nicht konse- quent verfolgt. Angesichts der bereits 2010 unter- durchschnittlichen Verkaufsflächenausstattung, wel- che sich im Einzelhandelskonzept 2020 noch einmal verschlechtert hat, ist die weitestgehend vorgenom- mene Verkleinerung der zentralen Versorgungsbe- reiche sowie die geringe Anzahl an Potenzialflächen in den zentralen Versorgungsbereichen nicht nach- vollziehbar. Das Ziel der Verbesserung der Nahver- sorgung steht somit dem obersten Ziel des Schutzes und der Stärkung der zentralen Versorgungsberei- che entgegen. „Zentralität“ kann durchaus kleinteilig gemeint sein, sodass der Begriff nicht geografisch im Sin- ne einer Innenstadtlage oder Ortsmitte, sondern funktional zu verstehen ist. Die Anforderungen an zentrale Versorgungsbereiche in der Rechtspre- chung sind demnach relativ hoch und die einfa- che Abgrenzung eines größeren Bereiches, um potentielle Entwicklungen zu ermöglichen, ist nicht zielführend. Die Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche richtet sich nach den örtli- chen Gegebenheiten, sodass untersucht werden muss, in welchen Bereichen der Einzelhandel und die weiteren zentralen Einrichtungen eine zentrale Funktion übernehmen. Eine Engerfassung der zentralen Versorgungsbereiche im Entwurf des EHZKs erfolgte, wenn in den Randbereichen kei- ne zentrale Funktion erkennbar war. Eine pau- schale Erweiterung über einen bestehenden zent- ralen Versorgungsbereich hinaus, um bspw. wei- ter entfernte Lebensmittelmärkte mit zu umfas- sen, entspricht nicht den Zielen der Einzelhan- delssteuerung und der Rechtsprechung. Zentrale Versorgungsbereiche müssen auch unter städte- baulichen Gesichtspunkten bewertet werden, so- dass grundsätzlich – abhängig von der Versor- gungsgröße – eine fußläufige Erlebbarkeit des Versorgungsbereiches möglich sein sollte. In der Stadt Köln sind hierbei die Siedlungsstrukturen zu berücksichtigen. Aufgrund des hohen Grades der Verstädterung und dem geringen Potenzial an freien Flächen innerhalb der zentralen Bereiche ergibt sich automatisch eine geringe Anzahl an möglichen Potenzialflächen. Die Ausweisung der vorhandenen Potenzialflächen wurde in enger 70 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Abstimmung mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik und dem Stadtplanungsamt durchge- führt, um Entwicklungsspielräume überall dort aufzeigen zu können, wo Möglichkeiten bestehen. Die Stadt hat keinen Einfluss darauf, Potenzialflä- chen dort zu schaffen, wo keine möglich sind. Bei der Bewertung der Nahversorgung ist zu berück- sichtigen, dass das EHZK im Entwurf die Ansied- lung von Lebensmitteleinzelhandel außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche nicht per se aus- schließt, sondern diese an Vorgaben knüpft, um ein ausgewogenes Nahversorgungsnetz in der Stadt Köln zu erreichen. Hierbei ist sich die Stadt Köln bewusst, dass eine Versorgung im nahver- sorgungsrelevanten Bereich nicht alleine durch die zentralen Versorgungsbereiche erfüllt werden kann und hat dementsprechend die Steuerungs- regeln von 2010 überarbeitet, um auch innerhalb der 700 m-Radien um zentrale Versorgungsberei- che unter bestimmten Bedingungen Entwicklung zuzulassen. 7.3 Gemäß EHZK sind Lebensmitteleinzelhandels- entwicklungen grundsätzlich nur außerhalb der „Köl- ner Schutzzonen (700 m-Radius um zentrale Ver- sorgungsbereiche)“ möglich. Stadt + Handel kritisiert die Regelung als zu starr, um den individuellen Be- dingungen in der Stadt Köln (variierende Bevölke- rungsdichten, Entwicklungsmöglichkeiten in den zentralen Versorgungsbereichen, bestehende Nah- versorgungsstrukturen) zu würdigen. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass die 700 m-Radien keine Barrierewirkung von größeren Verkehrstrassen oder dem Rhein berücksichtigen, wobei in den vergange- Hinsichtlich der Erwiderung wird auf die Stellung- nahme von Taylor Wessing Pkt. 5.7 und 5.8 die- ser Anlage verwiesen. 71 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK nen Jahren sich geobasierte Wege- und Zeitdistan- zen als Standardmethode etabliert haben. Hinsicht- lich der 700 m-Radien formuliert das Einzelhandels- konzept Köln „vielschichtige und komplizierte Aus- nahmeregelungen, um Lebensmittelmärkte inner- halb der Schutzzone zu ermöglichen“. Die Voraussetzung der Realisierung von Wohnnut- zungen und sozialer Infrastruktur für die Zulässigkeit eines Vorhabens weist hierbei eine städtebauliche Inkonnexität auf. Die Zulässigkeit oder Unzulässig- keit von Vorhaben an den Bau von Wohnungen oder sozialer Infrastruktur zu knüpfen, trägt dem erklärten Ziel, den Schutz der zentralen Versorgungsbereiche und der verbrauchernahen Versorgung nicht zu. Eine Neuansiedlung ist nur dann möglich, wenn in dem zu überschneidenden zentralen Versorgungs- bereich (im 700 m-Radius) keine Potenzialflächen gegeben sind, wobei hier eine sehr restriktive Hand- habung der Frage der Möglichkeit der Unterbringung geführt wird. All diese Vorgaben führen zu einem faktischen Entwicklungsstopp außerhalb der zentra- len Versorgungsbereiche, wodurch das Ziel, attrakti- ve und wohnortnahe Nahversorgungsstrukturen zu schaffen, verfehlt wird. Weitere Teile der verdichte- ten städtischen Lagen sind kategorisch nicht mehr für eine Nahversorgungsentwicklung zugänglich, obwohl die Nachfragedichte großflächige Lebensmit- telmärkte ermöglicht oder sogar erforderlich ma- chen. 7.4 Durch die Steuerungsregelung, dass ein Le- bensmittelmarkt max. 35 % Kaufkraft im 700 m- Radius abschöpfen soll, zielt die Stadt Köln auf eine nachfragegerechte Verkaufsflächenentwicklung ab. Hinsichtlich der Anwendung der 35 %-Regel wur- den bezüglich der Stellungnahme von Aldi Pkt. 1.2. dieser Anlage Aussagen getroffen. 72 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Hierbei ist zu berücksichtigen, dass angesichts der 81 ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche die meisten Siedlungsbereiche durch 700 m-Radien abgedeckt sind. Durch eine Analyse von Stadt + Handel wird aufgezeigt, dass v. a. die verdichteten Kölner Siedlungsgebiete über Einwohnerpotenziale verfügen, die gemäß der o. g. Kriterien für die Reali- sierung von großflächigem Lebensmitteleinzelhandel geeignet sind. Außerhalb der 700 m-Radien sind auch situative Nahbereiche möglich, sodass nicht per se ein 700 m-Radius als Basis für die Ermittlung der lebensmittelbezogenen Kaufkraft dient. Diese Ausnahmeregelung kommt angesichts der Vielzahl an zentralen Versorgungsbereichen sowie deren Schutzzone in der Praxis nahezu flächendeckend nicht zur Anwendung. Die pauschalen Bewertungs- kriterien von 35 % Kaufkraftabschöpfung sind nicht flexibel im Hinblick auf die differenzierenden Bevöl- kerungsdichten und Siedlungsstrukturen in Köln. Ergänzend hierzu ist darauf hinzuweisen, dass die Stadt Köln mit 81 zentralen Versorgungsbe- reichen zwar über viele zentrale Versorgungsbe- reiche verfügt, aber nicht in allen Siedlungsgebie- ten zentrale Versorgungsbereiche vorhanden sind. Damit sind auch mehrere Siedlungsbereiche außerhalb der 700 m-Radien gelegen. Anzufüh- ren sind hier bspw. die eher ländlich geprägten Stadtteile im Bezirk Chorweiler oder Porz. Um den hier vorhandenen eher ländlichen Siedlungs- strukturen Rechnung zu tragen, ist die Abgren- zung von situativen Nahbereichen möglich. Das Ziel der Schaffung von standortangemessenen Verkaufsflächengrößen gilt jedoch auch für diese Bereiche. Die Stadt Köln möchte das gewachse- ne polyzentrische Zentrensystem in der Gesamt- stadt stützen und stärken und die Geschäftszen- tren in ihrer Versorgungsfunktion als Mittelpunkte des öffentlichen Lebens, der Identifikation und der Kommunikation sichern und stärken. Die Entwick- lung des Lebensmitteleinzelhandels sollte sich nicht an den Anforderungen der Lebensmittelbe- treiber messen, sondern sollte der Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren und der Siche- rung der Nahversorgung dienen. Die Stadt Köln nimmt die Analyse von Stadt + Handel zur Kennt- nis, weist jedoch darauf hin, dass hier mit einer pauschalen Größenklasse eines Lebensmittel- marktes mit 1.200 m² Verkaufsfläche gerechnet wurde. Hinsichtlich der Verkaufsflächengröße ist zu berücksichtigen, dass im Lebensmitteleinzel- handel verschiedene Betreiber tätig sind, die un- terschiedliche Flächenbedürfnisse aufweisen, und die meisten Betreiber hinsichtlich ihrer Lagerlogis- 73 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK tik und den Kundenanforderungen auch auf Ver- kaufsflächen unter 1.200 m² attraktive Lebensmit- telmärkte schaffen können. 7.5 Das Steuerungssystem für die Einzelhandels- entwicklung wird exemplarisch am Stadtbezirk Nip- pes untersucht. Angesichts der Steuerungsregelung bestehen lediglich für einen Markt außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche noch Entwicklungs- möglichkeiten, der sich in der Nahversorgungslage Bilderstöckchen, Schiefersburger Weg, befindet. Hinsichtlich des Penny-Marktes in der Longericher Straße 150 wird festgehalten, dass dieser zwar eine hohe Mantelbevölkerung aufweist, jedoch am ersten Prüfschritt der städtebaulich integrierten Lage schei- tert, wenngleich offensichtlich ein Bezug zu Wohn- bebauung besteht. Innerhalb des Stadtbezirks sind darüber hinaus nur sehr begrenzt Flächen außer- halb der zentralen Versorgungsbereiche möglich, die konzeptkonform mit einem marktadäquaten Le- bensmittelbetrieb belegt werden könnten. Demnach ist auf Basis der Steuerungsmechanismen im Ent- wurf des EHZK keine adäquate Weiterentwicklung des Lebensmitteleinzelhandels möglich. Das Ziel der Verbesserung der wohnortnahen Versorgung und der ausgeglichenen Versorgungsstrukturen in den Stadtbezirken ist nicht realitätsnah erreichbar. Das EHZK stellt in Kapitel 1 die Ziele der Einzel- handelsentwicklung dar, die sowohl die Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems in der Gesamtstadt Köln, die Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunktion sowie die Sicherung und Verbesserung der wohnungsnahen Versor- gung berücksichtigt. Diese Ziele müssen unter gegenseitiger Berücksichtigung verfolgt werden, sodass die Sicherung und Verbesserung der wohnungsnahen Versorgung nicht zu Lasten der zentralen Versorgungsbereiche erfolgen sollte. Im Bezirk Nippes bestehen nach Kenntnisstand An- siedlungsvorhaben im Lebensmitteleinzelhandel innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche bzw. ehem. zentraler Versorgungsbereiche, so- dass ein Ausbau und eine Verbesserung der Le- bensmittelversorgung möglich ist. Darüber hinaus sind die Ansiedlungsregelungen in Kap. 5.3 zu berücksichtigen, sodass unter bestimmen Vo- raussetzungen Ansiedlungen und Erweiterungen von Lebensmittelmärkten außerhalb zentraler Versorgungsbereiche möglich sind. 7.6 Stadt + Handel vergleicht darüber hinaus die Steuerung des LEP NRW mit dem Prüfschema der Stadt Köln. Hierbei zeigt sich, dass die Stadt Köln alle Steuerungsgrößen z. T. deutlich schärfer ausge- legt hat und diese sogar um eigene „Kölner Schutz- zonen“ ergänzt hat. Das LEP NRW lässt deutlich größere Spielräume zu, als das EHZK. Eine stärkere Im Rahmen der kommunalen Planungshoheit regeln die Städte und Gemeinden die städtebauli- che Entwicklung und Ordnung ihres Gemeinde- gebietes in eigener Verantwortung. Hierbei wer- den ihre eigenen Planungen an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung angepasst und auf kommunaler Ebene konkretisiert. Das von 74 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Harmonisierung der Zielsetzung wäre nicht nur wün- schenswert, sondern aufgrund der aktuellen Er- kenntnislage zu den Entwicklungen im nahversor- gungsrelevanten Einzelhandel auch fachlich angera- ten. Im Vergleich zeigt Stadt + Handel einige Erfah- rungswerte zur Anwendung des LEP NRW auf und legt dar, dass die Nahbereichsabgrenzung i. d. R. 1.000 m oder 10 Minuten betreffen und eine Kauf- kraftabschöpfung bis 50 % im LEP möglich ist. der Stadt Köln erlassene interne Bewertungs- schema befindet sich damit im Regelungsspekt- rum der kommunalen Planungshoheit, - die Ziele des LEPs werden hierbei ergänzt. Die von Stadt + Handel in Tabelle 4 aufgeführten Steuerungsgrö- ßen stellen bezüglich des LEP NRW konsequent lediglich das im besonderen Einzelfall mögliche Maximum dar, sodass darauf hinzuweisen ist, dass Nahbereichsabgrenzungen in siedlungs- räumlich verdichteten Lagen auch nach dem LEP NRW nicht pauschal mit einem 1.000 m-Bereich betrachtet werden sollten. Auch ist eine Kaufkraftabschöpfung von bis zu 50 % als sehr plakativ dargestellt, da der Einzel- handelserlass hier i. d. R. von einer Kaufkraft- abschöpfung von 35 % ausgeht, der zwar keinen statischen Wert darstellt, jedoch auch nicht pau- schal in eine maximale Kaufkraftabschöpfung abgewandelt werden kann. Hinsichtlich der Ab- grenzung der 700 m-Radien und der Kaufkraft- abschöpfung wurde bereits in der Beantwortung der Stellungnahme von Aldi, Punkt 1.2 dieser Anlage Stellung bezogen. Darüber hinaus wurden Auswirkungsanalysen zu folgenden Lidl-Märkten eingereicht: 1. Düsseldorfer Straße 177 2. Karlsruher Straße 21 3. Kölner Straße 8 4. Leyendecker Straße 2a 5. Ringstraße 48 Auswirkungsanalysen sind nicht Teil der Abwä- gung zum EHZK, sondern Gegenstand im Bau- leitplanverfahren und werden demnach nicht in die Abwägung mit einbezogen. 75 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 6. Wasserwerkstraße 14. BBE Handelsberatung (im Auftrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG), 28.05.2021 14.1 Großflächige Lebensmittelmärkte sind nur in- nerhalb der zentralen Versorgungsbereiche unein- geschränkt zulässig. Durch die Fortschreibung des EHZKs können sich zusätzliche Optionen ergeben, da auch in den Nahversorgungszentren nunmehr großflächige Einzelhandelsansiedlungen im nahver- sorgungsrelevanten Kernsortiment möglich sind. Potenzialflächen-Analysen müssen zeigen, welche zusätzlichen Entwicklungen sich daraus ableiten lassen. Eine pauschale Potenzialflächen-Analyse für die Ansiedlung großflächiger Anbieter auf Basis der Nahversorgungszentren wurde von der Stadt Köln nicht durchgeführt, sehr wohl wurden jedoch in allen zentralen Versorgungsbereichen - wenn möglich - Potenzialflächen ausgewiesen. Sofern im Einzelfall Ansiedlungsbestrebungen in Nah- versorgungszentren bestehen oder die Erweite- rung von Betrieben geplant ist, werden diese an- hand des Steuerungsschemas des EHZKs bewer- tet. 14.2 Außerhalb zentraler Versorgungsbereiche lässt das EHZK lediglich atypische großflächige Lebens- mittelbetriebe zu. Betriebe, für die gemäß § 11 Abs. 3 BauNVO eine Sondergebietsausweisung zwingend erforderlich wird, sind nach dem Konzept gar nicht zulässig. Der Atypik-Nachweis wird hierbei an starre Kriterien gebunden. Der räumliche Bezug ist weiterhin der 700 m-Radius als Nahbereich, wo- bei hier zu wünschen wäre, dass die Definitionen des relevanten Nahbereichs die spezifischen städ- tebaulichen Situationen eines Standortes berück- sichtigen. Darüber hinaus sind im Kölner Stadtgebiet auch Wohnquartiere mit großer Flächenausdehnung mit homogenen baulichen Strukturen vorhanden, in denen FußgängerInnen und Radfahrern eine Dis- tanz von 700 – 1.000 m akzeptiert werden. Hinsichtlich des 700 m-Nachbereiches ist zu be- rücksichtigen, dass außerhalb der 700 m-Radien um zentrale Versorgungsbereiche eine standort- angepasste Abgrenzung des Nahbereiches er- möglicht wurde. Dies soll insbesondere den länd- lichen Stadtteilen in Köln Rechnung tragen, um auch hier eine Lebensmittelversorgung zu si- chern. Eine pauschale Erweiterung der Nahberei- che auf bis zu 1.000 m ist nicht zielführend, da auch in homogenen baulichen Strukturen unter- schiedliche Bevölkerungsschichten ansässig sind, die nicht in Gänze die Möglichkeit aufweisen, 1.000 m bis zum nächsten Lebensmittelmarkt zurückzulegen. 14.3 Innerhalb der 700 m-Schutzzonen um die zent- ralen Versorgungsbereiche sind Neuansiedlungen nur möglich, wenn in den umliegenden zentralen Hinsichtlich dieser Anmerkung wird auf S. 73 (Kap. 5.3.1) des EHZKs verwiesen, auf der erläu- tert wird. dass der reine Verweis auf die Unmög- 76 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Versorgungsbereichen nachweislich keine Potenzi- alflächen vorhanden sind. Im Konzeptentwurf wird offen gelassen, welche Anforderungen an den Ver- fügbarkeitsnachweis gestellt werden. So wird nicht ersichtlich, ob der Nachweis einer fehlenden Wirt- schaftlichkeit der Baureifemachung und / oder die fehlende Verkaufsbereitschaft des Eigentümers aus- reicht, um eine Entwicklungsfläche auszuschließen. lichkeit der Unterbringung einer geplanten Ver- kaufsfläche auf einer Potenzialfläche ebenso we- nig als Nachweis geeignet ist, wie der Verweis auf den Nichtzugriff auf die entsprechenden Eigen- tumsrechte und die benötigte Pkw- Stellplatzanlage. Demnach reicht ein Nachweis einer fehlenden Wirtschaftlichkeit der Baureife- machung und / oder die fehlende Verkaufsbereit- schaft des Eigentümers als Begründung nicht aus. 14.4 Im Konzeptentwurf wird nicht thematisiert, ob die Stadt Köln beabsichtigt, die Potenzialflächen innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche durch entsprechende Bebauungspläne und ggf. auch der Ausübung der gesetzlichen Vorkaufsrechte zu si- chern. Auf Grundlage des EHZK ist eine planungsrecht- liche Sicherung der Potenzialflächen nicht vorge- sehen und, u.a. aufgrund der großen Summe an Potenzialflächen, auch nicht leistbar. Grundsätz- lich wird eine Sicherung der Potenzialfläche, wo möglich und in Abstimmung mit den betroffenen Fachämtern, jedoch begrüßt. 14.5 Sofern innerhalb der 700 m-Schutzzonen ein großflächiger Lebensmittelmarkt angesiedelt werden sollte, muss auf dem Grundstück zusätzlich Wohn- nutzung und / oder soziale Infrastruktur errichtet werden. Da ein eingeschossiger Lebensmittelmarkt aus statischen Gründen im Regelfall nicht überbaut werden kann und eine Überbauung bislang unbe- bauter Grundstücksteile mit Geschosswohnungsbau nur in seltenen Fällen umzusetzen ist, kommt diese Vorgabe der Verpflichtung zum Abriss und Neubau eines heute eingeschossigen Lebensmittelmarktes gleich. Auch zur geforderten Bebauungsdichte und Geschossigkeit finden sich im Konzept keine ge- nauen Angaben, sodass eine Konkretisierung not- wendig ist. Der Verwaltung ist bewusst, dass ein einge- schossiger Lebensmittelmarkt aus statischen Gründen im Regelfall nicht überbaut werden kann und damit ein Neubau notwendig wird. Die Stadt Köln steht vor der Herausforderung, dass aufgrund der starken Zuwanderung und des prognostizierten Wachstums bis 2025 die Bevöl- kerungszahl um rd. 6,5 % ansteigen wird. Neben größeren Wohnbaupotenzialgebieten, von denen es aufgrund der Siedlungsstrukturen dementspre- chend nur eine begrenzte Anzahl gibt, erfolgt eine stetige Nachverdichtung in den bestehenden Wohngebieten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass auch der Einzelhandel von der steigenden Kaufkraft im Umfeld, die durch eine Nachverdich- 77 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK tung erzielt wird, profitiert. Es bedarf einer abge- stimmten, jeweils standortangepassten Entwick- lung der Nahversorgung, um den steigenden Einwohnerzahlen Rechnung zu tragen. Konkretisierung der optimalen Ausnutzung, siehe Beantwortung der Stellungnahme von Taylor Wessing, Pkt. 5.12 dieser Anlage 15. Bürgerverein Eigelstein, 01.06.2021 In der Weidengasse und verstärkt auch am Eigel- stein besteht das Problem einer immer weiter zu- nehmenden Monostruktur aus türkischen Grillrestau- rants, Dönerläden, Juwelieren, Brautmodegeschäf- ten und Kiosken. Kann dieser Entwicklung mit dem EHZK entgegengewirkt werden, anstatt neue Be- bauungspläne zu fordern? EHZKe steuern die Entwicklung des Einzelhan- dels über drei wesentliche Bausteine: Die Stadt legt Ziele fest, an der sich die künftige Handels- entwicklung orientieren muss, weist räumliche Standorte für die Ansiedlung von Einzelhandel aus (zentrale Versorgungsbereiche, Sonder- standorte) und legt anhand einer Sortimentsliste fest, welche Sortimente wo anzusiedeln sind. Diese drei Bausteine wurden im EHZK umge- setzt, sodass eine Steuerung des Einzelhandels, basierend über die Zielvorgaben, die Ausweisung zentraler Versorgungsbereiche sowie der Sorti- mentsliste und in diesem Fall darüber hinausge- hender Steuerungsregelungen möglich ist. Das EHZK kann jedoch keinen so starken Eingriff in die Angebotsstrukturen vornehmen, dass be- stimmte Angebot zu formen, wie bspw. Juweliere oder Brautmodegeschäfte in bestimmten Berei- chen nicht mehr angesiedelt werden können. Dies kann lediglich im Rahmen von Bebauungsplänen begrenzt umgesetzt werden, wobei auch hier kei- ne Ungleichbehandlung möglich ist. 78 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 16. Bürgerverein Merkenich e.V., 03.06.2021 16.1 Der Bürgerverein Merkenich e.V. bemüht sich seit längerem um die Sicherung des Einzelhandels im zentralen Ortsteil Merkenich im Stadtteil 601 – Merkenich. Im Stadtteil besteht seit Oktober 2013 keine Apotheke mehr, wobei nach einer Zwischen- nutzung die Immobilie derzeit leer steht. Ist der Stadt Köln jemand bekannt, der die ehem. Apotheke ggf. wieder belegen würde? Eine Wiederinbetriebnahme der Apotheke wird seitens der Stadt Köln befürwortet. Das Finden einer Nachnutzung für einzelne Ladenlokale ist in diesem Zusammenhang jedoch nicht durch die Stadtverwaltung leistbar. Mögliche Interessenten sind der Stadt nicht bekannt. 16.2 Wir können im Bereich Ecke Brictiusstraße / Merkenicher Hauptstraße durch die Ansiedlung ei- nes Wettbüros gewisse trading-down-Prozesse be- obachten. Sieht das Zentrenkonzept einen Schutz gegen weitere solche Nutzungen vor? Das EHZK der Stadt Köln dient der Steuerung des Einzelhandels, sodass keine Aussagen zu Vergnügungsstätten, zu denen auch Wettbüros zählen, getroffen werden. Der Ausschluss von Vergnügungsstätten erfolgt über Bebauungsplä- ne, sodass in diesem Fällen Spielhallen, Wettbü- ros und bspw. Internet-Cafés mit Spielen zukünf- tig verhindert werden könnten. Hierbei ist zu be- rücksichtigen, dass bestehende Betriebe i. d. R. Bestandsschutz genießen. 16.3 Gibt es eine Möglichkeit, die Grundstücksei- gentümer in einem solch kleinen Ortsteil wie Mer- kenich zu beraten hinsichtlich der Stärkung / Akqui- se von Interessenten für den Einzelhandel? Die KölnBusiness bietet bspw. ein kostenloses Immobilienportal an, über das Immobilien zielge- richtet an Unternehmen weitergeleitet werden und unterstützt bei der Vernetzung von Ladenflächen und potenziellen Mieter*innen. 17. Köln-Dellbrück, SPD, Ortsverein 25, 15.06.2021 17.1 Es wird kritisiert, dass das EHZK in der vorge- legten Form Jahre zu spät kommt und nicht geeignet ist, auf die derzeitige, von der Corona-Pandemie beherrschten Situation und die zu erwartenden Nachwirkungen reagieren zu können. Der Einzelhandel und die Zentrenstruktur werden durch verschiedene Aspekte gesteuert und geför- dert. Das EHZK dient als Rahmenrichtlinien für die weitere Einzelhandelsentwicklung, d. h. es zeigt die übergeordneten Ziele der Stadt Köln hinsichtlich ihrer Zentren- und Einzelhandelsent- 79 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK wicklung auf, legt zentrale Versorgungsbereiche sowie Sonderstandorte fest und steuert über die sog. Sortimentsliste, welche Sortimente an wel- chen Standorten anzusiedeln sind. Das EHZK wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben. Die Erhebung des Einzelhandels bildet für das EHZK die Grundlage für die Bewertung des Ein- zelhandelsbestandes und die Entwicklung in den vergangenen Jahren. Die Erhebung wird in einem bestimmten Zeitraum durchgeführt, worauf auf- bauend Empfehlungen und Ziele für die Einzel- handelssteuerung entwickelt werden. Die Einzel- handelserhebung fand Ende 2016 bis 2017 statt, sodass hier die Auswirkungen der Corona- Pandemie noch nicht berücksichtigt sind. Hierbei ist anzumerken, dass auch bei einer heutigen Erhebung aufgrund der Verschiebung der Insol- venzverfahren noch keine abschließenden Ver- änderungen, die durch den allgemeinen Struktur- wandel, aber auch v. a. durch die Corona- Pandemie bewirkt wurden, sichtbar sind. Zur Er- fassung der derzeit sichtbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen wird in Zu- sammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschafts- förderung in diesem Jahr parallel zur vorliegen- den Beschlussfassung eine erneute Einzelhan- delserhebung durchgeführt. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewie- senen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe wird es eine systematische Leerstandserhebung geben. Eine darüber hinausgehende Förderung und explizite Empfehlung für Unternehmer in den Zentren zum 80 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK Umgang mit Auswirkungen des Strukturwandels und der Corona-Pandemie sind nicht zentrale Bestandteile des Einzelhandels- und Zentrenkon- zeptes, das sich mit der übergeordneten Steue- rung beschäftigt. Die Stadt Köln hat im Rahmen des „Sofortpro- gramms zur Stärkung der Innenstädten und Zen- tren NRW“ die Förderung für drei Bereiche im Stadtgebiet bewilligt bekommen. In diesem Zuge werden für das Bezirkszentrum Ehrenfeld, Venlo- er Straße, das Bezirkszentrum Kalk, Kalker Hauptstraße sowie das Bezirkszentrum Porz je- weils eine aktivierende Analyse und Projektkon- zeption zum Anstoß eines Zentrenmanagements erarbeitet. Des Weiteren wurde in Folge der Pan- demie das Zentrenbudget aufgestockt, das priva- ten Initiativen ermöglicht, attraktivitätssteigernde Maßnahmen an Einzelhandelsstandorten umzu- setzen. Gemeinsam mit der KölnBusiness wurden 2021 im Rahmen eines Förderprogramms Win- terbeleuchtungen im Wert von insgesamt 500.000 € angeschafft. 17.2 Im EHZK wird festgestellt, dass der Umsatz in Köln seit 2008 bei den Einzelhandelsbetrieben um 6,5 % zugenommen hat, während der Onlinehandel eine Steigerung von rd. 7 % aufwies. Gemäß Stel- lungnahme des Ortsverbandes der SPD Dellbrück sagen heutige Statistiken anderes. Insgesamt wird anhand der Zahlen der Erhebun- gen deutlich, dass der stationäre Einzelhandel der Stadt Köln im Zeitraum zwischen 2008 und 2017 Umsatzanteile an das Internet verloren hat. Die Umsatzleistung der Einzelhandelsbetriebe ist um rd. 6,5 % angewachsen, wobei jedoch die Ge- samtkaufkraft in der Stadt Köln seit 2008 um 13,8 % gestiegen ist. Die Differenz von ca. 7 %- Punkten entspricht in etwa dem Anteil, den der Internethandel im Vergleichszeitraum gewonnen hat (vgl. S. 37, Kap. 4.2.1 EHZK). Hierbei wird auf 81 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK die Daten des Handelsverbandes Deutschland (HDE) verwiesen, der für das Jahr 2008 von ei- nem Netto-Gesamtumsatz für den Onlinehandel von 23,2 Mrd. € ausgeht. Vergleicht man diesen Wert mit dem Gesamtumsatz des Einzelhandels für 2018, so liegt der Anteil des Onlinehandels bei rd. 10 %. Im Vergleich hierzu wies der Online- handel im Jahr 2008 einen Umsatz von rd. 12,5 Mrd. € auf, während der Gesamteinzelhandel einen Umsatz von rd. 432,3 Mrd. € erzielte (der Onlinehandel machte also rd. 3 % aus). 17.3 Für Köln-Mülheim ist lt. EHZK von einem Be- völkerungswachstum seit 2006 von 4 % auszuge- hen, wobei jedoch ein Rückgang der Verkaufsfläche von 7 % und ein Rückgang der Einzelhandelsbetrie- be von rd. 10 % zu beobachten war. Dies bedeutet, dass trotz mehr Bevölkerung und mehr Kaufkraft der Einzelhandelsbestand seit 2006 rückläufig ist. Im Stadtbezirk Mülheim waren zum Zeitpunkt der Erhebung insgesamt rd. 634 Einzelhandelsbetrie- be mit einer Gesamtverkaufsfläche von 119.860 m² ansässig. Seit 2006 weist der Bezirk eine rück- läufige Verkaufsflächenentwicklung auf (rd. 9.150 m²), wobei auch die Anzahl der Einzelhandelsbe- triebe um rd. 12 % zurückgegangen ist (vgl. S. 613, Kap. 9.2.1 EHZK). Bei der Bewertung der Einzelhandelsentwicklung ist zu berücksichtigen, dass mit einer Zunahme der Bevölkerung nicht zwangsläufig eine Zunahme des Einzelhandels- bestandes einhergeht. Der deutschlandweite Trend zeigt, dass mehrere Faktoren in den ver- gangenen Jahrzehnten starken Einfluss auf die Einzelhandelsentwicklung genommen haben (bspw. demografischer Wandel, verändertes Kon- sumverhalten, Onlinehandel). 17.4 Für K-Dellbrück (Annahme der GMA, Bezug auf Bezirksteilzentrum Dellbrück, Dellbrücker Haupt- straße) wurde eine auffällige Einzelhandelsverände- rung konstatiert, die zeigt, dass zwischen 2009 und 2006 der Verkaufsflächenbestand um 10 % zunahm, Wie auf S. 644 des EHZKs der Stadt Köln darge- legt, ist im zentralen Versorgungsbereich Dell- brück ein Rückgang der Einzelhandelsbetriebe und Verkaufsfläche zu beobachten gewesen. Hier wird explizit auf Betriebsaufgaben der Anbieter 82 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK dieser jedoch zwischen 2006 und 2017 um den glei- chen Wert wieder abnahm. Trotz steigender Bevöl- kerungszahlen und Kaufkraft und sinkender Ver- kaufsfläche wird die Lage jedoch gemäß EHZK als stabil bezeichnet. Hirsch Wohnen und ECE Getränkestar hingewie- sen. Darüber hinaus wird erläutert, dass sich der Rückgang v. a. im langfristigen Bedarfsbereich vollzogen hat, während der kurzfristige und mittel- fristige Bedarfsbereich eine vergleichsweise stabi- le Anzahl der Betriebe und Verkaufsfläche auf- weist. Vergleicht man diese Aussage mit der Ge- samteinschätzung des zentralen Versorgungsbe- reichs auf S. 640 des EHZKs „aktueller Entwick- lungsstand: stabil, insbesondere im Ange- botsspektrum des kurz- und mittelfristigen Be- darfs“ wird deutlich, dass kein Widerspruch zwi- schen beiden Aussagen besteht. Wie bereits er- läutert, nimmt nicht alleine die positive Einwohne- rentwicklung oder steigende Kaufkraft Einfluss auf die Einzelhandelsstruktur, sondern es spielen darüber hinaus auch allgemeine Entwicklungs- trends im Einzelhandel eine große Rolle (demo- grafischer Wandel, verändertes Kaufverhalten, Onlinehandel). 17.5 Darüber hinaus wird kritisiert, dass zwischen der Bestandstabelle auf S. 643 zur Realität erhebli- che Diskrepanzen zu beobachten sind. Es wird an- gezweifelt, dass es sich derzeit im Zentrum um ei- nen Bestand von 85 Einzelhandelsbetrieben han- delt. Dabei wird kritisiert, dass z. B nicht 19 Beklei- dungs- und Wäschegeschäfte, 8 Blumen- / Schreib- waren / Zeitungsgeschäfte, 4 Sportartikel- / Cam- pinggeschäfte, 2 bau- und gartenspezifische Ge- schäfte und 1 Elektroladen vorhanden sind. Darüber hinaus wird festgehalten, dass alleine zwischen dem Bergisch Gladbacher Straße und Kemperbachstraße aktuell 6 Leerstände zu verzeichnen sind. Bei der Erhebung handelt es sich um einen be- stimmten Datenstand. Die Erhebung in Mülheim wurde 2017 durchgeführt, sodass ein direkter Vergleich zum heutigen Bestand dementspre- chend nicht möglich ist. 83 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK 17.6 Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität ge- mäß Handlungsempfehlungen im EHZK 2013 ent- lang der Dellbrücker Hauptstraße hat ebenso wenig stattgefunden, wie die seit langem beschlossene Neugestaltung des Marktplatzes. Handlungsempfehlungen im Rahmen des EHZK sind nicht verbindlich für andere Fachämter, son- dern zeigen lediglich aus der Analyse hervorge- gangene Problemstellungen auf. Das Umgestaltungskonzept „Dellbrücker Markt- platz“ wurde 2017 von der Bezirksvertretung Mül- heim beschlossen. Der Zeitplan zur Umgestaltung des Marktplatzes, der der Bezirksvertretung vor- gelegt wurde (vgl. Vorlage Nr. 1622/2021), sieht vor, dass die Maßnahme im Sommer 2024 abge- schlossen ist 17.7 Die SPD fordert eine Aktualisierung des EHZKs sowie schnellstmöglich ein konkretes Hilfsprogramm für den Einzelhandel, auch im Sinne der SPD- Fraktion des Landtages NRW und ein Maßnahmen- konzept zur zukunftsorientierten Sicherung der Ent- wicklung der Zentren und Versorgungsstandorte. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch beding- ten städtebaulich-funktionalen Folgen wird eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes im Köl- ner Stadtgebiet nach ca. einem Jahr vorgeschla- gen. In Zusammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung wird bereits in diesem Jahr mit der Datenaktualisierung begonnen. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe wird es eine systematische Leerstandserhebung geben. Die Stadt Köln hat im Rahmen des „So- fortprogramms zur Stärkung der Innenstädten und Zentren NRW“ die Förderung für drei Bereiche im Stadtgebiet bewilligt bekommen. In diesem Zuge werden für das Bezirkszentrum Ehrenfeld, Venlo- er Straße, das Bezirkszentrum Kalk, Kalker Hauptstraße sowie das Bezirkszentrum Porz je- weils eine aktivierende Analyse und Projektkon- zeption zum Anstoß eines Zentrenmanagements 84 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK erarbeitet. 17.8 Die SPD kritisiert die Aussage „der östliche Ausläufer entlang der Bergisch Gladbacher Straße wird ebenfalls durch Einzelhandel geprägt“ (vgl. S. 640 des EHZKs der Stadt Köln) als falsch. Außer dem Rewe-Markt befinden sich neben dem Fach- markt Fressnapf nur zwei weitere Einzelhandelsge- schäfte in diesem Bereich, bei denen zudem fraglich ist, ob sie zentrenrelevant sind. In dem zitierten Satz wurde lediglich der Bestand der Einzelhandelsbetriebe verkürzt und pragma- tisch dargestellt. Im östlichen Bereich der Ber- gisch Gladbacher Straße ist neben dem Lebens- mittelvollsortimenter Rewe noch ein Fahrradge- schäft sowie der Anbieter Fressnapf vorhanden. Eine weitere Differenzierung, ob die angebotenen Sortimente zentren- oder nicht zentrenrelevant sind, erfolgt in diesem Satz nicht. Eine Zuordnung des Bereichs zum zentralen Versorgungsbereich erfolgt aufgrund der räumlichen Nähe und der bestehenden Anbindung durch weitere Dienstleis- tungs- und Gastronomiebetriebe entlang der Ber- gisch Gladbacher Straße. 17.9 Es wird hinterfragt, warum der Rewe-Markt an der Bergisch Gladbacher Straße dem Bezirksteil- zentrum zugerechnet wird, der Standort an der Hatz- feldstraße (Rewe / Aldi) nicht, obwohl dieser eine ähnliche Entfernung zur Hauptversorgungslage Dellbrücker Hauptstraße aufweist. Darüber hinaus wird im EHZK bezüglich der Anbieter Rewe und Aldi im Bereich Hatzfeldstraße lediglich darauf hingewie- sen, dass eine gewisse Wettbewerbssituation mit dem Bezirksteilzentrum besteht, welcher Schlüsse aus der gewissen Wettbewerbssituation gezogen werden, wird hier jedoch nicht weiter erläutert. Dar- über hinaus weist die SPD darauf hin, dass der Be- reich eine wichtige Versorgungsfunktion für den Sü- den und Südosten Dellbrücks erfüllt. Darüber hinaus wir auf Versorgungslücken im Bereich nördlich der S-Bahn sowie im östlichen Bereich von Dellbrück (Thurna Straße, Strundener Straße, Gierather Stra- Aufgrund der Eingabe wurde eine mögliche Neu- ausweisung eines Nahversorgungszentrums (NVZ) im Bereich der Hatzfeldstraße als Zentraler Versorgungsbereich geprüft. Aufgrund des positi- ven Prüfergebnisses wird vorgeschlagen, einen Zentralen Versorgungsbereich „NVZ Dellbrück, Hatzfeldstraße“ ins EHZK aufzunehmen. Der zentrale Versorgungsbereich Dell- brück, Hatzfeldstraße wird als Nahver- sorgungszentrum im EHZK ausgewie- sen (vgl. Anlage 2.2 der Beschlussvor- lage 1538/2020). 85 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK ße und Bensberger Marktweg) hingewiesen, die eine schlechte Anbindung zum Zentrum aufweisen. 17.10 Es wird kritisiert, dass im Bezirksteilzentrum im Bereich Städtebau und Verkehr auf die Begrü- nung des Zentrums durch Bäume und die positive Aufenthaltsatmosphäre hingewiesen wird. Die SPD weist darauf hin, dass in der Dellbrücker Hauptstra- ße im Bereich zwischen Kemperbachstraße und Bergisch Gladbacher Straße Bäume als Begrünung fehlen, zudem fehlt in bestimmten Abständen gänz- lich die Aufenthaltsqualität. Dem von der SPD vorgebrachten Einwand, dass zwischen der Kemperbachstraße und der Ber- gisch Gladbacher Straße keine Begrünung durch Bäume vorhanden ist, kann aufgrund einer Vor- Ort-Begehung und der Einschätzung der städte- baulichen Rahmenbedingungen nicht gefolgt werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass das EHZK keinen direkten Einfluss auf städ- tebauliche Rahmenbedingungen nehmen kann, wohl aber generelle Empfehlungen formuliert. Eine Begrünung des zentralen Versorgungsbe- reichs erfolgt im Wesentlichen durch Bäume, die sowohl im südlichen Bereich des Zentrums als auch zwischen der Straße Im Riephagen und von-Quadt-Straße sowie nördlich der Bergisch Gladbacher Straße vorhanden sind. Insgesamt stellt sich– auch im Vergleich zu vielen anderen Zentren in Mülheim – eine positive Aufenthaltsat- mosphäre dar, wobei auch in EHZK darauf hin- gewiesen wird, dass diese durch schmale Geh- wege beschränkt wird (vgl. S. 644). 17.11 Darüber hinaus stellt die SPD fest, dass auf der im Norden der Dellbrücker Hauptstraße vorhan- denen Potenzialfläche im EHZK die Ansiedlung ei- nes Lebensmitteldiscounters zur Verbesserung des Betriebstypenmixes empfohlen wird. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass angesichts der neu ent- standenen Wohngebiete nördlich der S-Bahn- Strecke und der städtebaulichen Entwicklung auf dem gesamten Bereich zwischen der Möhlstraße und Eschenbruchstraße die Ansiedlung eines Dis- Im Lebensmittelsegment ist im Bezirksteilzentrum v. a. auf die Lebensmittelmärkte Rewe in der Dellbrücker Straße und Bergisch Gladbacher Straße hinzuweisen (vgl. S. 644 EHZK). Ein Le- bensmitteldiscounter ist derzeit nicht vorhanden, sodass für die Potenzialfläche im Norden des Zentrums im Kreuzungsbereich Ern astraße / Hauptstraße zur Verbesserung des Betriebsty- penmixes die Ansiedlung eines Lebensmitteldis- countmarktes denkbar wäre. Dies bedeutet im 86 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK counters zu kurz gedacht ist und ggf. nicht die richti- ge Versorgungswahl darstellt. Umkehrschluss, dass auch andere Ansiedlungen möglich wären. Hierbei ist darüber hinaus zu be- rücksichtigen, dass di e vorhandene Potenzialflä- che naturgegeben aufgrund der angrenzenden Grundstücke ein begrenztes Flächenpotenzial aufweist, was bei möglichen Ansiedlungen zu berücksichtigen wäre. 17.12 Die SPD stellt die Frage, welche lokalen Ak- teure in relevante Aspekte der Umsetzung mit ein- gebunden werden sollten und welche Aspekte dies betrifft. Eine Beteiligung lokaler Akteure in Bezug auf die Einzelhandels- und Zentrenentwicklung ist in viel- fältiger Art und Weise möglich, und i. d. R. ab- hängig von der Organisationsform der Akteure sowie den vorhandenen Entwicklungsmöglichkei- ten innerhalb des Zentrums. 18.-62. Weitere 44 wortgleiche bzw. inhaltlich identische Stellungnahmen von Bürger*innen aus Dellbrück 18.1 In den Stellungnahmen wird darauf hingewie- sen, dass das EHZK die Nahversorgung im südli- chen Dellbrück und im südöstlichen Teil von Holwei- de gefährdet. Hier wird auf den Lebensmittelstandort im Bereich der Hatzfeldstraße / Radiumstraße hin- gewiesen, an dem sich die Anbieter Aldi, Rewe und ein Getränkehändler befinden. Dieser Standort ist unverzichtbar für die Nahversorgung und sollte im EHZK gesichert werden. Es wird die Ansicht der Bürgerschaft geteilt, dass es sich bei dem Lebensmittelstandort im Bereich Hatzfeldstraße / Radiumstraße um einen wesent- lichen Versorgungsstandort für das südliche Dell- brück und den südöstlichen Holweides handelt. Aufgrund der Eingabe wurde zur Sicherung des Standortes die mögliche Neuausweisung eines Nahversorgungszentrums (NVZ) im Bereich der Hatzfeldstraße als Zentraler Versorgungsbereich geprüft. Aufgrund des positiven Prüfergebnisses wird der Zentrale Versorgungsbereich NVZ Dell- brück, Hatzfeldstraße ins EHZK vorgeschlagen. Ausweisung des NVZ Dellbrück, Hatz- feldstraße, s. Punkt 17.9 dieser Anlage 18.2 Auch der Bereich zwischen der Bahnhaltestelle Dellbrück Hauptstraße und dem Sportplatz des Dell- brücker Turnvereins sollte im EHZK gesichert wer- den. Hier befinden sich neben einem Fahrradhandel Der zentrale Versorgungsbereich des Bezirksteil- zentrums Dellbrück, Dellbrücker Hauptstraße, umfasst den Bereich der Bergisch Gladbacher Straße zwischen der Ottilienstraße und endet 87 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK sowohl Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe, als auch eine Schule und eine Tankstelle. südlich der Straße Im Wieschen und umfasst da- mit auch den aufgeführten Fahrradhandel Trumpbaum. Südlich angrenzend an den zentra- len Versorgungsbereich befinden sich entlang der Dellbrücker Hauptstraße keine weiteren großflä- chigen Einzelhandelsnutzungen, sondern lediglich eine weitere Tankstelle. Eine Ausdehnung des zentralen Versorgungsbereichs Richtung Süden ist demnach nicht abzuleiten. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass ein zentraler Versor- gungsbereich auch eine gewisse fußläufige Er- lebbarkeit aufweisen muss und damit in seiner Struktur, basierend auf der tatsächlichen Prägung durch zentrale Nutzungen, kompakt abgegrenzt werden sollte. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Steuerung des großflächigen Einzel- handels, sodass keine Ausdehnung auf alle Randbereiche, in denen vereinzelt kleinteilige Einzelhandelsgeschäfte ansässig sind, vorge- nommen wird. Im südlichen Bereich des Zent- rums befindet sich darüber hinaus keine Potenzi- alfläche, die eine Ausdehnung des zentralen Ver- sorgungsbereiches begründen könnte. Darüber hinaus wurden folgende weitere Anmerkungen eines Bürgers eingebracht:, 18.06.2021 18.3 Die Stadtteilentwicklung erfordert zur ange- messenen Sicherstellung der Nahversorgung eine perspektivische Erweiterung der Geschäftsmöglich- keiten der Dellbrücker Hauptstraße über die KVB- Haltestelle hinaus. Hierbei müssen die Wohnbau- maßnahmen auf dem sog. Möhl-Areal berücksichtigt werden. Hier droht eine schädliche Ballung im bishe- rigen Geschäftsbesatz der Dellbrücker Hauptstraße. Dies ist vor dem Hintergrund der gegenwärtig Hinsichtlich des sog. Möhl-Areals ist festzuhalten, dass sich in diesem Bereich bereits der Super- markt Rewe befindet. Rund 60 % des Areals sind dem zentralen Versorgungsbereich zugeordnet. Geplant ist hier ein gemischt genutztes Quartier, das neue Wohnungen und nicht störendes Ge- werbe inkl. eines Lebensmittelmarktes ermöglicht, sofern dieser mit dem EHZK harmonisiert. Dar- über hinaus ist zu berücksichtigen, dass in unter 88 Äußerungen (inhaltlich zusammengefasst) Abwägung Anpassung im EHZK schwierigen Verkehrslage bereits zu beobachten. Die älter werdende, mobilitätseingeschränkte Bevöl- kerung bedarf fußläufig erreichbare Einzelhandels- möglichkeiten auch jenseits der bisherigen Ge- schäftsbebauung. 200 m Entfernung eine Potenzialfläche im zentra- len Versorgungsbereich entlang der Dellbrücker Hauptstraße vorhanden ist, an der bspw. die An- siedlung eines Lebensmitteldiscounters empfoh- len wird. Für die neu hinzukommende Bevölke- rung im Bereich des Möhl-Areals besteht dem- nach bereits heute eine Lebensmittelversorgung, die voraussichtlich auch künftig gesichert ist. Die Thematisierung der Verkehrslage in den ein- zelnen Stadtteilen kann im Rahmen des EHZK nur ansatzweise betrachtet werden, da sie nicht den Regelungsumfang des EHZK betrifft. Bezüglich des Einwandes, dass für mobilitätsein- geschränkte Bevölkerungsanteile fußläufig er- reichbare Einzelhandelsmöglichkeiten geschaffen werden müssen, stimmt die Stadt der Stellung- nahme zu. Das EHZK regelt durch die Auswei- sung von zentralen Versorgungsbereichen v. a. die Ansiedlung von großflächigen Einzelhandels- betrieben. Darüber hinaus werden in Teil A – Grundlagen und Steuerungsregeln des EHZKs umfassend die Steuerungsregelungen erläutert. Ziel der Stadt Köln ist eine Sicherung der wohnor- tnahen Bevölkerung, um auch den Bevölkerungs- anteilen eine fußläufige Versorgung zu ermögli- chen, die mobilitätseingeschränkt sind. -
16_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Übersicht der Beratung in den Gremien
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Anlage 16 Beratungsergebnisse der Gremien zur Beschlussvorlage 1538/2020/1 Gremium Datum Beratungsergebnis Antrag Stellungnahme BV 1 (Innenstadt) 01.12.22 ungeändert beschlossen BV 5 (Nippes) 01.12.22 geändert beschlossen AN/1950/2022 1. Ausweitung NVZ Weidenpesch 2. Ansiedlung Vollsortimenter/Discounter in Bilderstöckchen & Alt-Niehl keine Anwendung 700 m-Radius 3. höhere Kaufkraftabschöpfung von 40-45 % wird vorgeschlagen (4. kein Regelungsgegenstand EHZK) 5. jährliche Überprüfung der Einwohnerzahlen zu 1. Überprüfung der Abgrenzung des NVZ nach Realisierung des Lebensmittelmarkt an der Neusser Straße bzw. planungsrechtlichen Absicherung. zu 2. individueller Einzugsbereich > 700 m- Radius kann im Einzelfall berücksichtigt werden zu 3. Der Wert von 35 % Kaufkraftabschöpfung stellt nur einen Orientierungswert dar. zu 5. Es liegen bereits neue Erhebungsdaten vor, die in Bezug auf die aktuelle Einwohnerzahl ausgewertet werden können. BV 7 (Porz) 01.12.22 endgültig abgelehnt AN/2240/2022 1. fehlende Aktualität der Erhebungsdaten 2. fehlende Nahversorgungsangebote bzw. Entwicklungsmöglichkeiten 1. Festlegung eines Stichtags ist nötig für eine Vergleichbarkeit im Stadtgebiet; punktuelle Veränderungen des Einzelhandelsangebots wirken sich derzeit nicht auf ZVB in Porz aus. 2. Fortschreibung des EHZK schafft Voraussetzungen zur Ansiedlung von Vorhaben auch außerhalb der ZVB, um dort die Nahversorgung zu stärken. BV 2 (Rodenkirchen) 05.12.22 mit Änderungen empfohlen AN/0994/2021 (Erneuerung Ergänzungsantrag bzgl. Immendorf/Weiß) Neuansiedlung von Einzelhandel und Zentren in Immendorf und Weiß ermöglichen Ansiedlung grundsätzlich bereits möglich, aufgrund geringer Einwohnerzahlen in Immendorf und bisher erfolgloser Wiederansiedlung in Weiß jedoch nicht realisiert. Die Voraussetzungen für die Ausweisung eines ZVB ist in beiden Stadtteilen derzeit nicht gegeben. BV 3 (Lindenthal) 05.12.22 geändert beschlossen AN/2276/2022 städtebauliche Entwicklung/Aufwertung (+Wohnen) der nicht integrierten Städtebauliche Aufwertung grundsätzlich wünschenswert; noch zu erarbeitendes konsistentes Konzept für den Gesamtstandort sollte allerdings Grundlage sein; ggf. Fachmarktagglomeration Rhöndorfer Straße nachträgliche Einstufung des Standortes als ZVB möglich BV 4 (Ehrenfeld) 05.12.22 ungeändert beschlossen BV 6 (Chorweiler) 06.12.22 zurückgestellt WiA 19.01.23 Einstimmig zugestimmt BV 8 (Kalk) 26.01.23 zugestimmt BV 9 (Mülheim) 30.01.23 Einstimmig beschlossen BV 6 (Chorweiler) 02.02.23 Geändert beschlossen AN/0128/2023 Ansiedlungssteuerung in Randlagen und von Komplementärnutzungen, Berücksichtigung der verkehrlichen Anbindung EHZK schafft Spielräume für Ansiedlungen außerhalb von ZVB, Anbindung mit ÖPNV/Rad/zu Fuß werden positiv berücksichtigt, Komplementärnutzungen stärken den Einzelhandel, können jedoch nicht über das EHZK geregelt werden AN/0130/2023 Einzelhandelsansiedlung am Sonderstandort Pesch i. R. v. sog. Annexhandel ist die Ansiedlung von kleinteiligem Einzelhandel möglich AN/0175/2023 Ansiedlung eines Vollversorgers in Fühlingen und Ausweisung als Nahversorgungslage (NVL) Verknüpfung von NVL Blumenberg und geplantem NVZ Kreuzfeld Ansiedlungsvoraussetzungen werden im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens geschaffen Verknüpfung wird in konzeptioneller Planung für Kreuzfeld bedacht SteA 02.02.23 Ungeändert empfohlen -
14_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV6 AN_0130_2023
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Anlage 14 Stellungnahme der Verwaltung zur Stellungnahme der Bezirksvertretung Chorweiler gemäß dem Änderungsantrag AN/0130/2023 Beschluss: Wir fordern die Verwaltung auf die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ansiedlung von kleinflächigem Einzelhandel und Gastronomie im Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Pesch (hier Nr. 61520/02 Donatusstr.) zu ermöglichen (bspw. auch mittels einer Anpassung des Regionalplans (Anpassung von GE zu ASB-Fläche)). Begründung: Am sogenannten Sonderstandort Pesch handelt es sich um eine Randlage zum allgemeinen Sied- lungsbereich, da sich im Bereich der ASB keine geeigneten Flächen für den nahversorgungsrelevan- ten benötigten Einzelhandel ergeben haben. Diese Agglomeration wird von der Bevölkerung sehr be- fürwortet und besteht zurzeit aus Discountern, einem großen Drogeriemarkt und einem Baumarkt. Die Sogwirkung dieser Einzelhändler ermöglicht hoffentlich eine wirtschaftliche Ansiedlung weiterer kleinflächiger Einzelhandelsbetriebe, welche jedoch durch den neuen Bebauungsplan verhindert wer- den sollen. Diese Verhinderung möchten wir heilen, da sie weder dem Schutz von Bezirks- noch Nah- versorgungszentren dient, sondern den Erhalt eines solchen am Standort Pesch eher sogar behin- dert. Wie bereits beantragt, sollte das EHZK kleinflächigen Einzelhandel (Blumenläden, Schuster etc.) nicht behindern. Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung hat in der Mitteilung 4052/2022 bereits dargestellt, dass der Bebauungsplan Nr. 61520/02 in der Sitzung des Rates am 08.09.22 als Satzung (Beschlussvorlage Nr. 2054/2022) be- schlossen wurde. Der genannte Bebauungsplan ist am 12.10.2022 rückwirkend zum 09.07.2008 in Kraft getreten. Der Zustimmung zu einer Regionalplanänderung für das beschriebene Planungsziel und die verhält- nismäßig kleine Fläche werden von Seiten der Verwaltung keine großen Chancen eingeräumt. Es ist davon auszugehen, dass ein Antrag zur Änderung von der Bezirksregierung abgewiesen wird, insbe- sondere vor dem Hintergrund, dass der Bebauungsplan erst kürzlich beschlossen wurde, sich der Re- gionalplan in der Neuaufstellung befindet und der Aufwand in keinem Verhältnis zum gewünschten Ziel steht, da alle Regelungen auf kommunaler Ebene getroffen werden können. Der Entstehung ei- ner Einzelhandelsagglomeration ist daher weiterhin entgegenzuwirken. Die Analyse des Nahversor- gungsangebotes im Stadtteil Pesch zeigt ein im städtischen Vergleich überdurchschnittlich hohes quantitatives und qualitatives (Vollsortimenter und zwei Lebensmitteldiscounter) Nahversorgungsan- gebot. Durch den existierenden Bestandsschutz der Betriebe im Gewerbegebiet Pesch ist dieses auch nicht bedroht. Aufgrund der insgesamt guten Angebotsausstattung im Stadtteil liegt das Ent- wicklungsziel folgerichtig auf der Sicherung und ggf. dem Ausbau des Vollversorgers in der Nahver- sorgungslage bzw. städtebaulich integrierter Lage. Aus planerischer Sicht ist am Standort Donatusstraße die Ansiedlung von kleinteiligem Einzelhandel weiterhin möglich und zwar im Rahmen von urbaner und gewerblicher Produktion und dazugehöri- gem sogenanntem „Annexhandel“. Damit sind zur Produktion gehörige, dem Produktionsbereich ge- genüber jedoch deutlich untergeordnete Verkaufsflächen, z.B. im Bereich der Möbelrestauration oder Reparaturbetriebe mit angeschlossenen Verkauf bezeichnet (wie bspw. ein Schuster). Der Bebau- ungsplan setzt diesbezüglich fest, dass diese Verkaufsräume, die im funktionalen Zusammenhang mit Handwerks- und produzierenden Gewerbebetrieben stehen müssen, maximal 15 % der jeweils ge- nehmigten Geschossfläche betragen dürfen, jedoch nicht mehr als 100 m². Dadurch würde sowohl der Gewerbestandort gestärkt als auch kleinteilige Verkaufsmöglichkeiten geschaffen. Gemäß § 8 BauNVO dienen Gewerbegebiete nicht der Unterbringung von Schank- und Speisewirt- schaften (Gastronomie), im Rahmen einer Einzelfallprüfung kann ein solcher Betrieb aber gegeben- falls zugelassen werden. Die Steuerung von Gastronomie- sowie Dienstleistungsbetrieben oder medi- zinischer Versorgung wird nicht über das zur Fortschreibung vorgelegte EHZK geregelt und erfordert von daher auch keine Ausweisung eines zentralen Versorgungsbereiches. -
15_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV6 AN_0175_2023
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Anlage 15 Stellungnahme der Verwaltung zur Stellungnahme der Bezirksvertretung Chorweiler gemäß dem Änderungsantrag AN/0175/2023 Beschluss: Der Beschluss wird wie folgt ergänzt: 1. Im Stadtteil Fühlingen soll im Bereich des Heinrichshofwegs die Ansiedlung eines Vollversorgers ermöglicht werden. Zu diesem Zweck soll der Standort auch im EHZK zumindest als Nahversor- gungslage planerisch gesichert werden. 2. Die neue Nahversorgungslage Blumenberg und das geplante Nahversorgungszent-rum Kreuzfeld müssen konzeptionell und planerisch zusammen gedacht werden. Ziel muss es sein, mit der Rea- lisierung des neuen Stadtteils ein gemeinsames Zentrum zu schaffen, in dem Einzelhandel für die Menschen vor Ort fußläufig erreichbar ist. Begründung: Im Konzept sollten bestimmte Standorte zusätzliche Berücksichtigung erhalten. Am Heinrichshofweg wird bereits seit vielen Jahren die Ansiedlung eines Vollversorgers ins Spiel gebracht. Durch diesen könnten neben Fühlingen auch die Rheindörfer mitversorgt werden. Politik und Verwaltung haben für dieses Vorhaben bisher auch Unterstützung signalisiert. Umso wichtiger ist es, dass auch die Fort- schreibung des EHZK diesem Umstand Rechnung trägt. Durch die planerische Festsetzung wird der Bereich für künftige Vorhaben gesichert. Im Bereich Blumenberg ist es widersprüchlich, dass gleichzeitig eine Herabstufung des bestehenden Standorts vorgeschlagen wird, der neue Standort aber bereits als Nahversorgungszentrum geplant wird. Blumenberg und Kreuzfeld sollen idealerweise um ein gemeinsames Zentrum an der S-Bahn- Haltestelle zusammenwachsen. Auch die Ansiedlung von Einzelhandel an diesem Ort würde seinen Teil dazu beitragen. Von daher sollten die Standorte auch im Rahmen des EHZK zumindest im engen Zusammenhang zueinander geplant werden. Stellungnahme der Verwaltung: Zu 1. Die Verwaltung bereitet im Bereich Heinrichshofweg in Köln-Fühlingen die Aufstellung eines Be- bauungsplanes vor: Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraus- setzungen für die Realisierung von Wohnungsbau sowie insbesondere für einen Vollsortimenter (kleinflächig mit bis zu 800 m² Verkaufsfläche) und einen Getränkemarkt (bis zu 400 m² Verkaufsflä- che) geschaffen werden. Die für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens erforderliche Be- schlussvorlage wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 in die politische Beratung einge- bracht. Die Ausweisung einer Nahversorgungslage (NVL) widerspricht der Logik des EHZK, da diese nur im Bestand ausgewiesen werden kann. Zu 2. In der konzeptionellen Planung für den neuen Stadtteil Köln Kreuzfeld – im EHZK geplant als Nahversorgungszentrum – werden planerische Synergien mit der Nahversorgungslage Blumenberg mitgedacht. Die Nahversorgungslage Blumenberg genießt weiterhin Bestandsschutz, perspektivisch ist ein Zusammenwachsen mit dem geplanten NVZ Kreuzfeld möglich. Im gegenwärtigen Planungs- stand (Integrierte Planung) für Kreuzfeld ist der städtebauliche Baustein für einen Nahversorger an zentraler Stelle am S-Bahn-Haltepunkt verortet. Eine konkretisierte zeichnerische Verortung des Nah- versorgungszentrums Kreuzfeld (S. 443) kann vorgenommen werden, wenn die Bebauung realisiert ist. -
9.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV5
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Anlage 9.1 Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Nippes ge- mäß dem Änderungsantrag AN/1950/2022 Die Bezirksvertretung beschließt und schlägt dem Finanzausschuss und dem Stadtrat bzw. Haupt- ausschuss vor, entsprechend zu beschließen: [Anmerkung der Verwaltung, dass die Vorlage im Finanzausschuss und Hauptausschuss nicht bera- ten wird. Die Vorlage wird im Stadtentwicklungsausschuss und Wirtschaftsausschuss beraten, bevor sie dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.] 1. Die Bezirksvertretung Nippes begrüßt, dass der „Zentrale Versorgungsbereich“ EHKZ das Gebiet „Weidenpesch, nördliche Neusser Straße“ in Weidenpesch und Mauenheim als „Nahversorgungs- zentrum“ ausgewiesen wird (vgl. Stellungnahme der Verwaltung zu der Stellungnahme von Lidl, S.7). Er soll sich aber auch auf die Friedrich-Karl-Straße 22 bis 32 (Strecke zwischen Siegmund- straße und Neusser Straße) erstrecken und in der Neusser Straße weiter nach Norden und Osten fortgeführt werden können. Stellungnahme der Verwaltung: Die ursprüngliche Fortführung des ZVB nach Norden und nach Westen (Friedrich-Karl-Str. 22-32) gegenüber der Fassung des EHZK 2013 wurde verkürzt, da die Erhebung des Gebietes zeigt, dass Einzelhandels- und Komplementärnutzungen in diesen Abschnitten stark ausgedünnt bis nicht vorhanden sind. Damit entsprechen sie aktuell nicht den Anforderungen an einen ZVB. Die Verwaltung schlägt vor, die Abgrenzung des NVZ dann zu überprüfen, wenn der Lebensmittel- markt an der Neusser Straße realisiert bzw. planungsrechtlich abgesichert ist. Hierdurch könnten formal alle Voraussetzungen für die Ausweisung eines ZVBs gegeben sein. Hierbei sind die Krite- rien für die Ausweisung eines Zentralen Versorgungsbereiches maßgebend (vgl. Anlage 3, Kapi- tel 5.1.1, S. 60). 2. In Bilderstöckchen und Alt-Niehl soll es möglich sein, einen Vollsortimenter oder einen größeren Discounter anzusiedeln. Daher begrüßt die Bezirksvertretung, dass die Verwaltung laut Antwort an die Stellungnahme von Aldi Dormagen eine Einzelfallprüfung für möglich hält, (Siehe dortiger Punkt 1.1. der Anlage 7), wie auch die Stellungnahme der Verwaltung zu Punkt 4 der Beschluss- empfehlung der BV Nippes (AN/0967/2021). Das EHZK in seiner derzeitigen Form ist aber grund- sätzlich nicht geeignet, in Bilderstöckchen und Alt-Niehl eine fußläufige Versorgung zu gewähr- leisten. Im Gegenteil. Deshalb ist die 700-Meter-Regel generell überall dort nicht anzuwenden, wo Stadtteile entgegen der Intention des EHZK von einer Versorgung abgekoppelt werden. Stellungnahme der Verwaltung: Die Ansiedlung von klein- sowie ggf. auch großflächigen Lebensmittelbetrieben außerhalb der NVL in Bilderstöckchen und des NVZ Alt-Niehl ist auch mit der Fortschreibung des EHZK im Rah- men der Ausnahmeregelung möglich. Hierbei kann, nach Abstimmung mit der Bezirksregierung auch ein individueller Einzugsbereich > 700 m-Radius bei Berechnung der standortangepassten Verkaufsfläche berücksichtigt werden, solange die Versorgungssituation dies erfordert und be- nachbarte ZVB nicht gefährdet werden. 3. Die Bezirksvertretung Nippes stellt fest, dass ärmere Haushalte durchschnittlich einen höheren Anteil ihres Einkommens für den Kauf von Lebensmitteln aufbringen (müssen) als reichere. Daher wirkt sich der in der Verwaltungsvorlage vorgesehene Richtwert von einer Abschöpfung von höchstens 35% der vorhandenen Kaufkraft dahingehend aus, dass die Ansiedlung von Einzelhan- del in kaufkräftigeren Stadtteilen begünstigt wird, was dem Ziel einer flächendeckenden Versor- gung in Köln entgegensteht. Die Bezirksvertretung schlägt daher einen höheren Richtwert von 40 oder 45 % vor. 2 Stellungnahme der Verwaltung: Der Wert von 35 % Kaufkraftabschöpfung stellt einen Orientierungswert dar. Damit ist es möglich diesen Wert anzupassen, um besondere Siedlungs- und Wettbewerbsstrukturen berücksichtigen zu können (vgl. Anlage 3.2, Kapitel 6.4, S. 29 ff.). Eine pauschale Erhöhung des Richtwerts könnte zu weiteren Verdrängungsfaktoren führen, so dass es fachlich zielführender erscheint fle- xibel auf die tatsächliche Situation reagieren zu können. 4. Grundsätzlich muss im Konzept der Notwendigkeit von Nachverdichtung durch Mischnutzung Rechnung getragen werden. Sowohl bei Neuerrichtung als auch bei Ausbau im Bestand müssen, auch bis zu 1500 qm Nutzfläche, Mischnutzungen durch komplementäre Nutzung wie Wohnen, elektrische Infrastruktur oder sozialer Infrastruktur (KiTas, Pflegeheime etc.) als positiver Aspekt bei einer Sondergenehmigung berücksichtigt werden. Gleiches gilt für Entsiegelungsmaßnahmen. Stellungnahme der Verwaltung: Das interne Bewertungsschema (jetzt Anhang 6.4) berücksichtigt als Kriterium bei der Standortbe- wertung als ersten Prüfschritt, ob ein Standort städtebaulich integriert ist. Dabei wird vor allem eine Ergänzung des Einzelhandelsbetriebs um Wohnnutzung und ggf. soziale Infrastruktur gefor- dert. Es wird nochmal betont, dass das EHZK nicht geeignet ist die Innenentwicklung zu steuern. Entsiegelungsmaßnahmen werden bei der Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben grundsätzlich begrüßt, aber nicht gefordert. Ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden und eine mögliche Reduzierung der Flächeninanspruchnahme ist generelles Ziel im Rahmen der Bauleitplanung und wird auf dieser Ebene umgesetzt. 5. In diesem Jahr sind allein etwa 14.000 Geflüchtete nach Köln gekommen. Auf der anderen Seite ist „laut Stadt (…) die Einwohnerzahl 2021 um 8.739 Menschen gesunken.“ (https://www.ksta.de/wirtschaft/umzug-in-die-region-immer-mehr-menschen-verlassenkoeln- 39996536) In Anbetracht dieser Dramatik schlägt die Bezirksvertretung vor: Ähnlich wie es die Bezirksvertretung Rodenkirchen beschlossen hat, soll die Verwaltung nicht nur alle zwei Jahre, sondern jedes Jahr diese wichtige Grundlage bei der Anpassung auch des EHKZ berücksichtigen. Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung ist dem Änderungsantrag der BV 2 gefolgt. In Kooperation mit der KBW wird der- zeit eine Einzelhandelserhebung durchgeführt. Die Daten sollen bis Ende 2022 vorliegen und kön- nen dann ausgewertet werden. Es ist beabsichtigt, die Erkenntnisse aus den Erhebungsdaten in die Umsetzung des EHZK einfließen zu lassen. Bei der Standortbewertung und Verkaufsflä- chenermittlung wird auf die aktuellsten verfügbaren Zahlen zurückgegriffen, so dass eine jährliche Anpassung des Konzepts nicht erforderlich ist. 6. Das EHZK soll so beschaffen sein, dass die unerwünschte Ansiedlung von Spielhallen einge- schränkt oder geregelt wird. Stellungnahme der Verwaltung: Das EHZK dient in erster Linie der Steuerung des Einzelhandels. Eine direkte Steuerung von Ver- gnügungsstätten, zu denen auch Spielhallen zählen, ist über ein städtebauliches Entwicklungs- konzept nicht zulässig. Der Ausschluss von Vergnügungsstätten erfolgt über die entsprechende Festsetzung im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung. Hierdurch können innerhalb der jewei- ligen Geltungsbereiche Spielhallen, Wettbüros und bspw. Internet-Cafés mit Spielen zukünftig verhindert werden können. Das EHZK liefert mit dem Ziel des Schutzes der zentralen Versor- gungbereiche regelmäßig die zentrale Argumentationsgrundlage sowie den räumlichen Bezugs- rahmen (Geltungsbereich). 7. Das EHZK erhält nicht die Etikettierung als für den Klimaschutz „positiv“, sondern „neutral“. 3 Stellungnahme der Verwaltung: Im Beschlusstext (Vorlage-Nr. 1538/2020/1) werden die Auswirkungen des EHZK auf den Klima- schutz als (indirekt) positiv bewertet. Zwar ist die Wirkung nicht konkret messbar, dennoch aber vorhanden. Die wird wie folgt begründet: „Es [das EHZK] dient in seiner Fortschreibung der Siche- rung einer wohnortnahen Versorgung und trägt damit maßgeblich zur Umsetzung des Leitbildes einer Stadt der kurzen Wege bei, insbesondere durch die Vermeidung von zusätzlichen Einkaufs- verkehren durch den MIV. Des Weiteren trägt es zur Umsetzung des Leitbilds der dezentralen Konzentration bei, durch das der sparsame Umgang mit der knappen Ressource Fläche verfolgt wird. Beide Leitbilder zahlen somit auf die Forderung nach einem positiven Beitrag zum Klima- schutz ein.“ -
8.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV7
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Anlage 8.1 Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Porz gemäß dem Änderungsantrag AN/2240/2022 Beschluss: Die Bezirksvertretung Porz lehnt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts in der vorgelegten Form ab. Begründung: Der Einzelhandel nicht nur in Köln unterliegt einem beständigen Wandel. Von daher ist es völlig un- verständlich, dass hier mit Daten aus dem Jahre 2017 eine Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts erfolgen soll. Insbesondere in Porz haben sich in den letzten Jahren gravierende Veränderungen ergeben, die bisher keinen Niederschlag in der Vorlage gefunden haben. So ist die alte Hertie-Immobilie in Porz Mitte abgerissen und durch drei Neubauten einschließlich Einzelhandel ersetzt worden. Auf der Siegburger Straße in Poll sind ebenfalls noch Einzelhandelsobjekte im Plan enthalten, die inzwischen abgerissen worden sind und wo aktuell eine Neubauentwicklung stattfindet. In Langel ist ein Discounter in Planung, der sich ebenfalls im Konzept nicht wiederfindet. Und ein Nahversorgungszentrum auf dem ehemaligen Lager Lind ist nicht mehr in der Planung. Mit 5 Jahre alten Daten kann man kein aktuelles Einzelhandelskonzept erstellen. Aber auch auf einen weiteren kritischen Punkt muss hingewiesen werden. Das Thema Nahversor- gung spielt in dem Konzept gegenüber dem Schutz der Bezirkszentren eine viel zu untergeordnete Rolle. Zahlreiche Stadtteile in Porz sind aktuell ohne Nahversorgung und dürften diese nach den Grundsätzen des Einzelhandelskonzepts auch nie bekommen. Dies ist falsch. Die Entwicklung von Nahversorgung auch außerhalb der bestehenden Bezirks- und Nahversorgungszentren ist gerade im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung sinnvoll und notwendig. Daher dürfen die Produkte des täglichen Bedarfs nicht als zentrenrelevantes Sortiment definiert werden und die Ansiedlung außer- halb dieser Zentren behindern. Aus Sicht der BV Porz ist daher vor einer Beschlussfassung eine Aktualisierung und grundsätzliche Überarbeitung notwendig. Stellungnahme der Verwaltung: Es ist zutreffend, dass die im gutachterlichen Endbericht, insbesondere in den dazugehörigen Karten und Analysetexten dargestellten bzw. verwendeten Daten aus 2017 stammen. Grundsätzlich hat die Datenerhebung zweierlei Funktion: Einerseits eine analytische, um Kennziffern, wie z. B. die Zentrali- tät für Gesamtstadt, Bezirke und Stadtteile zu ermitteln und vergleichbar zu machen. Andererseits eine steuernde, die zentrale Versorgungsbereiche auf der Grundlage des Besatzes städtebaulich identifiziert und begründet. Hierbei sind weniger die einzelnen Betriebe relevant, als vielmehr das Vor- handensein oder die grundsätzliche Ansiedlungsmöglichkeit von zentralörtlichen Funktionen, etwa durch Ladenlokale oder Potenzialflächen. Die Datenerhebung als Basis für die Ausweisung von zent- ralen Versorgungsbereichen und Festlegung der Sortimentsliste muss zu einem Stichtag bzw. in ei- nem begrenzten Zeitraum erfolgen, um eine Vergleichbarkeit in den Bezirken herzustellen. Eine große Herausforderung stellt die dynamische Entwicklung des Handels dar. Trotz punktueller Verän- derungen kann keine grundsätzliche Veränderung der zentralen Versorgungsbereiche oder Verschie- bungen in den Sortimentsangeboten festgestellt werden, die eine Anpassung des Konzeptes erforder- lich machen. Zur Bewertung neuer Anfragen zu konkreten Standorten werden im Übrigen grundsätz- lich die dann aktuellen Daten herangezogen, so dass eine dynamische Betrachtung gewährleistet ist. Die genannten Veränderungen wurden im aktuellen Konzept berücksichtigt. Dies betrifft zum einen die Planungen der Neuen Mitte Porz, die dazu beitragen, dass sich das Bezirkszentrum positiv entwi- ckelt hat. Es wurden seitens der Verwaltung auf Basis der im Entwurf vorliegenden Fortschreibung des EHZK sogar umfangreiche Fördermittel eingeworben um den Handelsstandort weiter zu stärken und den Wandel positiv zu begleiten. Weiterhin ist auch die Entwicklung des Nahversorgungsstandortes auf der Siegburger Straße durch die Argumentation aus dem EHZK heraus unterstützt worden, so dass das Stadtteilzentrum gestärkt wird. Allerdings können einzelne Betriebe erst dann im Konzept dargestellt werden, wenn diese auch 2 tatsächlich vorhanden sind. Bei der Umsetzung des EHZK, z. B. durch Aufstellung von Bebauungsplänen oder auch ggf. bei ge- richtlichen Verhandlungen, werden stets aktuelle Daten erhoben und verwendet. Das EHZK liefert hierfür den konsistenten Begründungszusammenhang. Die Planung eines neuen Nahversorgungszentrums in Lind musste aufgrund des nicht weiterverfolg- ten Wohnbauvorhabens zurückgenommen werden. Oberste Prämisse des fortgeschriebenen EHZK ist die wohnortnahe Versorgung der Kölner Bevölkerung. Aktuell findet eine Neuerhebung der Handelslandschaft in Kooperation mit der KölnBusiness Wirt- schaftsförderung statt, die alle neuen Ansiedlungen beinhaltet, so auch kürzlich errichtete Lebensmit- telmärkte. Auch diese Ergebnisse werden zukünftig für weitere Detailbetrachtungen herangezogen. Die Fortschreibung des EHZK dient dazu, die bindende Landesplanung auf die örtlichen Gegebenhei- ten zu übertragen. Dabei sind durch die Vorgaben des LEP NRW und Erläuterungen im Einzelhan- delserlass NRW bestimmte Vorgaben zwingend umzusetzen. Die nahversorgungsrelevanten Sorti- mente, zu denen Produkte des täglichen Bedarfs zählen, sind eine Untergruppe der zentrenrelevan- ten Sortimente. Diese Einordnung ist durch die Landesplanung vorgegeben und lässt keine individu- elle Anpassung durch die Stadt Köln zu. Das fortgeschriebene EHZK eröffnet im Vergleich zum bestehenden EHZK (Beschluss 2013) die Möglichkeit, auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche Nahversorgung in standortange- passtem Maße wohnortnah anzubieten. Die vormals sehr strenge Handhabung wurde durch die so- genannte „Ausnahmeregelung“ geöffnet, die es überall außerhalb der ZVB ermöglicht, bei ausrei- chender Kaufkraft im Einzugsgebiet auch großflächige Formate zur Nahversorgung anzusiedeln. Hierbei ist die optimale Ausnutzung der knappen Ressource Fläche und Beachtung von Klimaschutz- zielen bindend, insbesondere durch die Überbauung der Lebensmittelmärkte mit Wohnen und sozia- ler Infrastruktur. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass bei gänzlicher Ablehnung der Fortschreibung des EHZK weiterhin das EHZK 2013 mit einer weitaus strengeren Steuerung gilt. Hierzu würde dann auch gehö- ren, dass sowohl bei Neuerrichtung als auch bei Ausbau im Bestand Mischnutzungen durch komple- mentäre Wohnnutzungen nicht als positiver Aspekt bei einer Vorhabenbeurteilung berücksichtigt wer- den können. -
Anlage 9, Auszug BV 5 (Nippes) 01.12.2022
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Herr Rupsch Telefon: (0221) 221-95313 Fax: (0221) 221-95447 E-Mail: guido.rupsch@stadt-koeln.de Datum: 02.12.2022 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 17. Sitzung der Bezirksvertretung Nippes vom 01.12.2022 öffentlich 9.2.1 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020/1 Herr Urmetzer begründet den vorliegenden Änderungsantrag von Grünen und FDP. Für Herrn Schmitz sei ein Kardinalsfehler, dass das Einzelhandles- und Zentrenkonzept Top- Down entwickelt worden sei. Für Bilderstöckchen weise es Lücken auf. Zur Verbesserung der Situation dort regt er einen ein Runden Tisch unter Leitung des Bürgeramtes und mit allen Akt- euren, insbesondere Einzelhändlern und Immobilieneigentümern, an. Die Fragen der Bezirksvertretung beantworten Frau Rohde und Frau Finkeldei wie folgt: Eine Vergrößerung der einzelnen Zentren, wie in Punkt 1 des Änderungsantrags von Grü- nen und FDP vorgesehen, sei schwierig. Jedoch könne man das eingekürzte Gebiet in Wei- denpesch (inklusive Neusser Straße 467) als geplantes Nahversorgungszentrum ansehen und perspektivisch ausweiten. Bei tatsächlicher Ansiedelung eines Einzelhandelsbetriebs könne dieses dann entsprechend ausgewiesen und in das Einzelhandelskonzept aufgenom- men werden. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ermögliche grundsätzlich keine ergänzende Mischnutzung. Dennoch solle die Bezirksvertretung eine solche als Empfehlung an die Ver- waltung in den Beschluss mit aufnehmen und anregen, dort umzusetzen, wo es möglich sei. Zur Absicherung einer solchen Abweichung könne dann ein Bebauungsplanverfahren durch- geführt werden. Für die Neusser Str. 367 gebe es konkrete Gespräche über eine Ansiedlung. Zur Neusser Str. 467 gebe es keinen abschließenden Planungsstand. Eine Kombination aus Einzelhandel und Wohnbebauung werde begrüßt. Der Aldi in der Osterather Straße habe eine Verkaufsfläche von 1.000 qm. Das Zentrum der Sechzigstraße liege im 700-m-Radius, der Bebauungsplan schließe zudem einen Einzelhan- del der gewünschten Größe dort aus (zu Punkt 3 des Änderungsantrags). Für Bilderstöckchen werde ein Bedarf gesehen. Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass es in weiteren Vierteln des Stadtgebiets vergleichbare Situationen gebe. Das Konzept lasse Ausnahmen vom 700-m-Radius zu und beachte auch die geographischen Gegeben- heiten, wie z.B. Barrieren durch einen Bahndamm. Die Ausnahmen dürften aber nicht dazu führen, dass Nachbarzentren gefährdet würden und diese ihre Funktion nicht mehr wahr- nehmen könnten. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept definiere nur die Regeln, könne aber keine Ansied- lungen versprechen. Es sei auch keine Ansiedlungsstrategie, sondern verhindere Fehlent- wicklungen. Innerhalb des Konzepts würden Bevölkerungszuwachs und Kaufkraft berück- sichtigt. An anderen Stellen im Stadtgebiet habe sich eine Steuerung durch das Einzelhan- dels- und Zentrenkonzept positiv ausgewirkt. Die Stadtverwaltung führe regelmäßig anlassbezogene Gespräche mit Vollversorgern. Auf die Wahl des Betreibers habe die Verwaltung jedoch keinen Einfluss und habe daher auch nicht in Gesprächen darauf hinwirken können, dass die Netto-Filiale in Bilderstöckchen in einen Edeka umgewandelt werde. Der Betreiber des Supermarktes auf dem Grundstück Amsterdamer Str. 236b habe die da- nebenliegende Tankstelle vermutlich aus betriebswirtschaftlichen Gründen käuflich erwor- ben. Zu Punkt 5 des Änderungsantrags: Das Einzelhandelskonzept steuere nicht die Ansiedlung von Spielstätten, dies geschehe durch den Bebauungsplan. Spielstätten könnten aber inso- fern indirekt steuern, weil das Einzelhandels- und Zentrenkonzept als Grundlage für den Be- bauungsplan gelte. Frau Bezirksbürgermeisterin Dr. Siebert ist ebenfalls der Auffassung, dass das Einzelhandels- und Zentrenkonzept keine Ansiedlungsstrategie enthalte, weist aber darauf hin, dass es ein Instrument der Stadtentwicklungspolitik sei. Im Rahmen der Fragerunde hat Herr Schmitz seine Forderung nach einem Runden Tisch be- kräftigt. Der Änderungsantrag wird bei Enthaltung von SPD und CDU einstimmig beschlossen. An- schließend ergeht folgender Beschluss: 1. Die Bezirksvertretung Nippes begrüßt, dass der „Zentrale Versorgungsbereich“ EHKZ das Gebiet „Weidenpesch, nördliche Neusser Straße“ in Weidenpesch und Mauenheim als „Nah- versorgungszentrum“ ausgewiesen wird. (vgl. Stellungnahme der Verwaltung zu der Stel- lungnahme von Lidl, S.7) Er soll sich aber auch auf die Friedrich -Karl-Straße 22 bis 32 (Stre- cke zwischen Siegmundstraße und Neusser Straße) erstrecken und in der Neusser Straße weiter nach Norden und Osten fortgeführt werden können. 2. In Bilderstöckchen und Alt-Niehl soll es möglich sein, einen Vollsortimenter oder einen grö- ßeren Discounter anzusiedeln. Daher begrüßt die Bezirksvertretung, dass die Verwaltung laut Antwort an die Stellungnahme von Aldi Dormagen eine Einzelfallprüfung für möglich hält, (Siehe dortiger Punkt 1.1. der Anlage 7), wie auch die Stellungnahme der Verwaltung zu Punkt 4 der Beschlussempfehlung der BV Nippes (AN/0967/2021). Das EHZK in seiner derzeitigen Form ist aber grundsätzlich nicht geeignet, in Bilderstöck- chen und Alt-Niehl eine fußläufige Versorgung zu gewährleisten. Im Gegenteil. Deshalb ist die 700-Meter-Regel generell überall dort nicht anzuwenden, wo Stadtteile entgegen der In- tention des EHZK von einer Versorgung abgekoppelt werden. 3. Die Bezirksvertretung Nippes stellt fest, dass ärmere Haushalte durchschnittlich einen höhe- ren Anteil ihres Einkommens für den Kauf von Lebensmitteln aufbringen (müssen) als rei- chere. Daher wirkt sich der in der Verwaltungsvorlage vorgesehene Richtwert von einer Ab- schöpfung von höchstens 35% der vorhandenen Kaufkraft dahingehend aus, dass die An- siedlung von Einzelhandel in kaufkräftigeren Stadtteilen begünstigt wird, was dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung in Köln entgegensteht. Die Bezirksvertretung schlägt daher einen höheren Richtwert von 40 oder 45 % vor. 4. Grundsätzlich muss im Konzept der Notwendigkeit von Nachverdichtung durch Mischnut- zung Rechnung getragen werden. Sowohl bei Neuerrichtung als auch bei Ausbau im Be- stand müssen, auch bis zu 1500 qm Nutzfläche, Mischnutzungen durch komplementäre Nut- zung wie Wohnen, elektrische Infrastruktur oder sozialer Infrastruktur (KiTas, Pflegeheime etc.) als positiver Aspekt bei einer Sondergenehmigung berücksichtigt werden. Gleiches gilt für Entsiegelungsmaßnahmen. 5. In diesem Jahr sind allein etwa 14.000 Geflüchtete nach Köln gekommen. Auf der anderen Seite ist „laut Stadt (…) die Einwohnerzahl 2021 um 8.739 Menschen gesunken.“ (https://www.ksta.de/wirtschaft/umzug-in-die-region-immer-mehr-menschen-verlassen-koeln- 39996536) In Anbetracht dieser Dramatik schlägt die Bezirksvertretung vor: Ähnlich wie es die Bezirksvertretung Rodenkirchen beschlossen hat, soll die Verwaltung nicht nur alle zwei Jahre, sondern jedes Jahr diese wichtige Grundlage bei der Anpassung auch des EHKZ be- rücksichtigen. 6. Das EHZK soll so beschaffen sein, dass die unerwünschte Ansiedlung von Spielhallen ein- geschränkt oder geregelt wird. 7. Das EHZK erhält nicht die Etikettierung als für den Klimaschutz „positiv“, sondern „neutral“. Abstimmungsergebnis: Bei Enthaltung von SPD und CDU einstimmig beschlossen. -
13_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV6 AN_0128_2023
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Anlage 13 Stellungnahme der Verwaltung zur Stellungnahme der Bezirksvertretung Chorweiler gemäß dem interfraktionellen Änderungsantrag AN/0128/2023 Stellungnahme der Bezirksvertretung: 1. Eine Lösungsorientierte Steuerung scheint hier nicht gegeben, da eher eine Situationsbeschrei- bung durch das EHZK vorgenommen wird. Eine Steuerung durch Unterbindung ohne konkrete Anreize verfehlt den Ansatz im Randbezirk, da hier nicht „alt“ geschützt, sondern nur „neu“ verhin- dert wird. Dies schädigt die Aufenthalts- und Lebensqualität. Das vermeintlich vorrangige Ziel die Innenstadt (Köln-City) zu schützen kann hiermit vielleicht verfolgt werden, allerdings deutlich zu Lasten der Veedel. 2. Verkehrliche Aspekte, wie Anbindung an Straßen-, und ÖPNV sowie Parkmöglichkeiten werden außer Acht gelassen. Hier sind städtebaulich integrierte Lagen zumeist kontraproduktiv, da hier selten ausreichend große Verkaufsflächen und Parkflächen realisierbar sind. 3. Die generelle Betrachtung allein mittels eines EHZK, welches dem Schutz der (Bezirks- ) Zentren dient, ist in Randgebieten, wie z. Bsp. den Bezirk Köln-Chorweiler, mittlerweile nicht mehr mög- lich, da die bestehenden Versorgungs-Zentren sich zusehends auflösen, bzw. marginalisieren. Hier ist eine individuelle Steuerung und Betrachtung der Einzelstandorte (Nahversorgungslagen und Zentren) der einzige Weg passgerecht zu steuern. Ein Einfaches „verbieten“ oder regulieren im Umkreis mittels des EHZK und der daraus folgenden FNP und Bebauungspläne dient nur einer weiteren Ausdünnung und Flucht in benachbarte Kommunen. (Bsp.: nach Pulheim oder Dorma- gen) 4. Für die Neuansiedlung von Gastronomie braucht es ebenfalls Anreize in Randlagen. 5. Kleinflächiger Einzelhandel darf, vor allem in Randlagen, durch das EHZK nicht verhindert oder erschwert werden, wenn keine Möglichkeit im Ortskern besteht. 6. Auch im Rahmen des EHZK sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Ansiedlung von Saunaclubs und Ähnlichen, Spielhallen, so wie alle anderen Arten von Glücksspielstätten zu unterbinden. 7. Bei der Neu-Ausweisung und Analyse der aktuell vorhandenen Standorte für den Einzelhandel, sollte neben der Kaufkraft, auch die medizinische Versorgung für den betrachteten Versorgungs- bereich (und dessen Einzugsgebiet) betrachtet werden. Stellungnahme der Verwaltung: Zu 1. Ein wichtiges Ziel der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes ist genau das, das Seitens der BV nun eingefordert wird, nämlich zusätzliche Spielräume für Einzelhandelsansiedlungen außer- halb zentraler Versorgungsbereiche zu ermöglichen. Durch das Einzelhandels- und Zentrenkonzept soll die Ansiedlung des großflächigen Einzelhandels unter Berücksichtigung landesplanerischer Vor- gaben gesteuert werden. Aufenthalts- und Lebensqualität ist insbesondere konstituierend für zentrale Versorgungsbereiche (ZVB) bzw. städtebaulich integrierte Handelslagen. Die ZVB werden dabei stadtweit, unabhängig von ihrer Lage oder Hierarchiestufe, gleichwertig durch das EHZK geschützt. Zu 2. Bei der Ausweisung der ZVB werden alle verkehrlichen Aspekte berücksichtigt, dabei ist auch die Anbindung an den ÖPNV sowie die Rad- und Fußverkehrsanbindung von besonderer Bedeutung. Die Anzahl von notwendigen Parkplätzen wird im nachgelagerten Genehmigungsverfahren ermittelt. Die Sonderstandorte sind aufgrund der angebotenen Sortimente (z. B. in Garten-/Baumärkte) auto- kundenorientiert und haben daher oft größere Parkplatzflächen.Ökologische Faktoren und ein höhe- rer Flächenwettbewerb tragen im Übrigen dazu bei, dass verstärkt innovative Betreiberkonzepte um- gesetzt werden, die auch auf kleineren Verkaufsflächen realisierbar sind. Zu 3. Das EHZK dient gerade dazu einer Auflösung/Marginalisierung der Zentren entgegenzuwirken. Einzelhandelsagglomerationen außerhalb der ZVB schwächen diese nur noch zusätzlich, daher ist einer Steuerung des großflächigen Einzelhandels wichtig. Wettbewerbstandorte im Kölner Umland 2 können durch das Kölner EHZK nicht gesteuert werden. Dies zu berücksichtigen ist eine Aufgabe der Regional- und Landesplanung. Zu 4. Sogenannte Komplementärnutzungen, wie z.B. die Gastronomie, werden durch das EHZK nicht gesteuert. Sie tragen aber in Kombination mit Einzelhandel zur Attraktivität und Stärkung der Zentren bei und profitieren von der Frequenz insbesondere des großflächigen Einzelhandels. Grundsätzlich ist Ihre Ansiedlung, unter Berücksichtigung des örtlichen Planungsrechts, aber auch außerhalb der ZVB möglich und daher durch das EHZK nicht beschränkt. Zu 5. Der kleinflächige Einzelhandel wird durch das EHZK nur gesteuert, wenn die Entstehung einer Einzelhandelsagglomeration in nicht integrierter Lage zu befürchten ist. Darüber hinaus ist Ansiedlung kleinflächiger Betriebe in integrierter Lage grundsätzlich, unter Berücksichtigung des örtlichen Pla- nungsrechts, auch außerhalb zentraler Versorgungsbereiche möglich. Zu 6. Eine direkte Steuerung von Vergnügungsstätten ist über ein städtebauliches Entwicklungskon- zept, wie das EHZK, nicht zulässig. Der Ausschluss von Vergnügungsstätten erfolgt über die entspre- chende Festsetzung im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung. Hierdurch können innerhalb der jeweiligen Geltungsbereiche Glücksspielstätten und Saunaclubs ausgeschlossen werden. Das EHZK liefert mit dem Ziel des Schutzes der zentralen Versorgungbereiche regelmäßig die zentrale Argu- mentationsgrundlage sowie den räumlichen Bezugsrahmen (Geltungsbereich). Zu 7. Die medizinische Versorgung zählt ebenfalls zu den Komplementärnutzungen, die die ZVB ein- deutig stärken, jedoch nicht durch das EHZK gesteuert werden (s. a. 4). -
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Entwurf Stand September 2020 Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln Fortschreibung gutachterlicher Endbericht Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 3 Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik Bearbeitung: Dr. Marc Höhmann Barbara Eicker Franka Klocke Jan Neumann Gutachter: GMA Forschen. Beraten. Umsetzen GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH Siegburger Straße 215 50679 Köln Bearbeitung: Birgitt Wachs Kirsten-Dorothee Riedel Dirk Riedel unter Mitarbeit von: Andrea Wetjen Volker Theil Teil A Grundlagen und Steuerungsregeln Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Inhaltsverzeichnis 1 5 Aufgabenstellung und Ziele 1.1 Ausgangslage und Handlungserfordernis 1.2 Vorgehensweise 1.3 Köln als wachsende Stadt 1.4 Erfordernis von Einzelhandels- und Zentrenkonzepten 1.5 Zentrale Inhalte des Konzeptes Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung und planungsrechtliche Instrumente 2.1 Grundzüge der Entwicklung auf der Angebotsseite 2.2 Grundzüge der Entwicklungen auf der Nachfrageseite 2.3 Folgen für den stationären Einzelhandel 2.4 Mittelfristige Entwicklungstrends 2.5 Wochenmärkte Planungsrechtliche Instrumente zur Steuerung der Standortentwicklung im Einzelhandel 3.1 Bauplanungsrecht 3.1.1 Gebiete mit Bebauungsplänen (8 30 BauGB) 3.1.2 Unbeplanter Innenbereich (8 34 BauGB) 3.1.3 Besonderes Städtebaurecht 3.2 Landes- und Regionalplanung 3.3 Wesentliche Säulen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes: zentrale Versorgungsbereiche und Sortimentsliste 3.3.1 Zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche 3.3.2 Zur Festlegung der Sortimentsliste Einzelhandelssituation in Köln 4.1 Nachfragepotenzial für den Einzelhandel 4.2 Einzelhandelsangebot im Überblick 4.2.1 Einzelhandelsangebot in der Gesamtstadt 4.2.2 Einzelhandelsangebot in den Stadtbezirken 4.2.3 Einzelhandelsverteilung nach Standortlagen 4.3 Untersuchung der Kölner Wochenmärkte 4.3.1 Standortrahmendaten der Kölner Wochenmärkte 4.3.2 Räumliche Verteilung der Kölner Wochenmärkte 4.3.3 Einordnung der Kölner Wochenmärkte 4.34 Fazit und Empfehlungen Zentrenstruktur und Steuerungssystem Köln 5.1 Standortkonzept Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Seite ao D O00% 09 © 13 13 19 20 23 24 26 26 27 28 28 28 31 31 34 36 36 37 37 43 44 47 47 53 54 57 60 60 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 5.1.1 Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche 5.1.2 Zentren- und Standortstruktur Köln 5.2 Sortimentsliste 5.2.1 Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln 5.2.2 Kölner Sortimentsliste 5.3 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen 5.3.1 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche 5.3.2 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche 6 Anhang 6.1 Methodik 6.2 Glossar 6.3 Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Abbildung 2: Abbildung 3: Abbildung 4: Abbildung 5: Abbildung 6: Abbildung 7: Abbildung 8: Abbildung 9: Abbildung 10: Abbildung 11: Abbildung 12: Abbildung 13: Abbildung 14: Abbildung 15: Abbildung 16: Wesentliche Einflussfaktoren der Handelsentwicklung Verkaufsflächenwachstum im deutschen Einzelhandel 2002 — 2018 Entwicklung des Gesamtumsatzes und der Onlineumsätze im deutschen Einzelhandel Onlineanteil je Branche am jeweiligen Gesamtmarkt 2016 — 2018 in Prozent Umsatzentwicklung und Anzahl der Drogeriemärkte in Deutschland (2008 - 2017) Marktanteile im Handel mit Drogeriewaren nach Vertriebsform 2017 Konsumtrends im Zusammenhang mit der Ausbildung des „hybriden“ Verbrauchers Gegenstromprinzip Regelung gemäß LEP NRW für großflächigen Einzelhandel mit zentrenrelevanten Kernsortimenten Vorgehen zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Zentralität in Köln Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Zentren- und Standortstruktur Köln 2020 Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln nach Branchen und Lagekategorien Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln in ausgewählten Sortimenten nach Lagekategorien Steuerungsschema Einzelhandelsentwicklung Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 3 60 61 63 63 64 66 66 67 77 77 80 85 13 14 16 16 18 19 20 27 29 33 43 60 61 63 64 71 4 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 17: Prüfschema zur Steuerung von großflächigen Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche Abbildung 18: Rechenweg zur Ermittlung der zulässigen Verkaufsfläche Kartenverzeichnis Karte 1: Wochenmärkte in Köln und fußläufige Einzugsgebiete Karte 2: Einordnung der Wochenmärkte in Köln Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Standortanforderungen der Betriebstypen des Lebensmiitteleinzelhandels (Auswahl) Tabelle 2: Die größten Drogeriemarktunternehmen in Deutschland Tabelle 3: Kriterien der Zentrenrelevanz Tabelle 4: Einzelhandelsrelevante Kaufkraft in der Stadt Köln Tabelle 5: Einzelhandelsbestand in der Stadt Köln Tabelle 6: Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner im Stadtbezirk Tabelle 7: Einzelhandelsbestand nach Stadtbezirken Tabelle 8: Verkaufsflächenbestand nach Stadtbezirken und Bedarfsbereichen Tabelle 9: Verkaufsflächenbestand in der Stadt Köln nach Standortlagen Tabelle 10: Übersicht über die Wochenmärkte in Köln Tabelle 11: Einordnung der Kölner Wochenmärkte (Standzahl) Tabelle 12: Rahmenbedingungen zur Etablierung von Wochenmärkten Tabelle 13: Kölner Sortimentsliste (zusammenfassende Darstellung) Übersichtenverzeichnis Übersicht 1: Branchensystematik Einzelhandel Übersicht 2: Systematik Komplementärnutzungen Übersicht 3: Betriebstypensystematik Teil B - Einzelhandels- und Zentrenkonzept 1 Innenstadt 2 Stadtbezirk Rodenkirchen 3 Stadtbezirk Lindenthal 4 Stadtbezirk Ehrenfeld 5 Stadtbezirk Nippes Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 74 76 52 56 18 19 35 37 38 40 43 44 45 48 54 58 65 78 79 80 87 167 239 309 365 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 6 7 8 9 Stadtbezirk Chorweiler Stadtbezirk Porz Stadtbezirk Kalk Stadtbezirk Mülheim Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 5 431 477 543 609 6 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 1 Aufgabenstellung und Ziele 1.1 Ausgangslage und Handlungserfordernis Der Rat der Stadt Köln hat am 10.09.2015 beschlossen, das bestehende Einzelhan- dels- und Zentrenkonzept (EHZK) der Stadt Köln für alle neun Stadtbezirke fortzu- schreiben. Derzeit richtet sich die Steuerung des Einzelhandels im Stadtgebiet nach dem bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2010, welches vom Rat der Stadt Köln am 17.12.2013 beschlossen wurde und welches den erforderlichen Entwick- lungsrahmen sowie eine rechtssichere Planungsgrundlage für Verwaltung, Politik, Einzelhändler, Eigentümer und Investoren darstellt. Das Konsumklima in Deutschland ist — nicht zuletzt auch aufgrund der aktuellen wirt- schaftlichen Rahnmenbedingungen sowie der Niedrigzinsphase — gut. Auch im Einzel- handel sind die Umsätze in den letzten Jahren von unter 500 Mrd. € auf 530 Mrd. € ge- stiegen", die Branche ist ein wichtiger Arbeitgeber. Jedoch gehen dem stationären Ein- zelhandel zunehmend Umsätze durch den Onlinehandel verloren, das Einkaufsverhal- ten der Kunden ändert sich. Für ein Oberzentrum wie Köln bedeutet dies, dass alles daran gesetzt werden muss, teilweise zu beobachtende Frequenzverluste selbst in den bislang starken Hauptgeschäftslagen Schildergasse und Hohe Straße zu vermeiden, die Anziehungskraft der Kölner City als „Shopping Metropole“ und als „Premierenort“ für Konzeptinnovationen des Handels sowie auch die lebendige Nutzungsvielfalt in den zahlreichen Kölner Geschäftszentren zu erhalten. Als wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor trägt der Kölner Einzelhandel wesentlich zur Gesamtattraktivität der Stadt bei, sowohl für die hier Lebenden als auch für die hier beschäftigten Personen und die Stadt Köln besuchenden Touristen. Ein engmaschiges, vielseitiges und leistungsfähiges Netz von Geschäftszentren sichert die Versorgung der Kölnerinnen und Kölner mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität der Kölner Veedel wie auch der Gesamtstadt Köln als Wohnort. Zudem bilden die Geschäftszentren in meist zentraler und zusammenhängender Lage in den Stadtteilen Mittelpunkte des öffentli- chen Lebens, der Identifikation und der Kommunikation. Mit insgesamt 78 zentralen Versorgungsbereichen verfügt die Stadt Köln aktuell über eine sehr gut ausgeprägte und im Wesentlichen historisch gewachsene Zentrenlandschaft. Neben den zentralen Versorgungsbereichen sind in den neun Stadtbezirken auch jeweils zehn Nahversor- gungslagen und Sonderstandorte ausgewiesen. Ziele und Aufgaben der vorliegenden Fortschreibung des Konzeptes sind die Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems, der Schutz und die Stärkung der zentralen Versorgungsbereiche sowie deren Identifikations- und Kommunikationsfunktion, die Verbesserung der wohnortnahen Versorgung der Bevölke- rung und die Steuerung der Ansiedlung von nicht zentrenrelevanten großflächigen Ein- zelhandelsbetrieben. Dass sich ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept bewährt hat, lässt sich beispielhaft an der Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt seit 2008 ablesen: 1 Quelle: EHI, handelsdaten aktuell 2019. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 7 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) = Über 54 % der Verkaufsfläche in der Gesamtstadt Köln sind zentralen Versorgungs- bereichen zuzuordnen. Damit ist sichergestellt, dass ein umfassendes Angebot auch in räumlicher Nähe zu den Verbrauchern vorhanden ist und lebendige Zentren exis- tieren, die maßgeblich für die Wahrnehmung der Stadt Köln als guter Wohn- und Ar- beitsplatzstandort sind. Der Einzelhandel bildet die Grundlage hierfür. " In sechs der acht die Innenstadt umgebenden Stadtbezirken konnte die Verkaufsflä- chenausstattung in den Zentren gesteigert oder zumindest stabilisiert werden. Damit konnte dem Bundestrend entgegengewirkt werden, der insbesondere in Stadtteilla- gen im gleichen Zeitraum einen tendenziell rückläufigen Einzelhandelsbesatz ver- zeichnen musste. " In den Geschäftszentren der Stadt Köln konnte durch konsequenten Schutz und För- derung dieser Zentren vielfach ein Rückgang der „Trading Down“-Prozesse erreicht werden, der sich in einer Wiederbelegung von Ladenleerständen mit Einzelhandel oder ergänzenden Nutzungen niederschlug. Die Leerstandsquote ist — auch in den Zentren, in denen sich der Einzelhandel tendenziell zurückgezogen hat - in vielen Fällen reduziert und die Angebotsvielfalt in den Kölner Zentren zugenommen. Die langfristigen Zielsetzungen der Stadtentwicklung in Köln werden daher wie folgt fortgeschrieben: " Förderung der Attraktivität der Kölner City als Oberzentrum in der Region sowie als nationale und internationale Shoppingmetropole, " Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems in der Gesamtstadt Köln, " Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunktion so- wie als Mittelpunkte des öffentlichen Lebens, der Identifikation und der Kommunika- tion innerhalb ihrer jeweiligen Versorgungsräume, " Sicherung und Verbesserung der wohnungsnahen Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, auch unter Berücksichtigung der Wochen- märkte, " Berücksichtigung von Sonderentwicklungen im Einzelhandel sowie der Folgen des demografischen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt. Um diese übergeordneten entwicklungspolitischen Ziele zu erreichen, ist die Einzel- handelssteuerung mit den Mitteln der Bauleitplanung eine wesentliche Vorausset- zung. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept bildet die Grundlage hierfür. Grundle- gende Entwicklungsstrategien und Steuerunggsleitlinien stammen aus dem 1983 erstma- lig erarbeiteten Zentrenkonzept, welches 1992 und 2010 (Beschlussfassung 2013) ak- tualisiert wurde. In vielen Kommunen wird die Handelsentwicklung seit langem mit ei- nem kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzept gesteuert. Es werden die zuläs- sigen Gebiete für den Einzelhandel festgelegt und eine sortimentsgenaue Steuerung der Ansiedlung zusätzlicher Handelsflächen vorgenommen". Mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2020 werden diese Entwicklungsstrate- gien und Steuerunggsleitlinien nun fortgeschrieben und inhaltlich den Entwicklungen im ! vgl. hierzu: W. Spannowsky, S. Holl: Die Steuerung der Einzelhandelsentwicklung in Deutschland im Lichte der europäischen Niederlassungsfreiheit; Kaiserslautern 2012. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 8 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Einzelhandel angepasst. Dabei sind die bisherige Einzelhandelsentwicklung mit den sich ändernden Anforderungen an den Handel und die Kundenbedürfnisse in Zeiten des Onlinehandels ebenso wie die veränderten landesplanerischen Rahmenbedingungen (Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen / LEP NRW 2016) und Anforderungen der Rechtsprechung an Einzelhandelskonzepte zu berücksichtigen. Basierend auf einer aktuellen Vollerhebung des Einzelhandels und der ergänzenden Nutzungen in den Zentrenbereichen ist Ziel der Fortschreibung vor allem, die Abgren- zung der zentralen Versorgungsbereiche, den Kriterienkatalog zur Definition der Zen- trenstruktur sowie die Wirksamkeit der Steuerungs- und Ansiedlungsregeln vor dem Hintergrund aktueller rechtlicher Gegebenheiten zu überprüfen. Dabei sollen insbeson- dere auch die Wirksamkeit des bestehenden EHZK zur Sicherung und zum Ausbau der Nahversorgung vor dem Hintergrund der dynamisch wachsenden Einwohnerzahl Kölns weiterentwickelt werden. Im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Stadtbezirkes Innenstadt sind die relevanten innenstadtspezifischen Trends, die Folgen des demogra- fischen Wandels sowie des Onlinehandels zu betrachten und die elf Geschäftslagen und deren Vernetzung zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wurden auch Exper- tenbefragungen durchgeführt, um die empfohlenen Zielsetzungen und Handlungsan- sätze zu untermauern. Konkret wird somit ein Konzept zur Sicherung und Weiterentwicklung der Versor- gungsstrukturen in der Stadt Köln erarbeitet, welches eine Bewertung der Angebots- und Nachfragesituation, der Branchen- und Standortpotenziale für den Einzelhandel, Empfehlungen für städtebauliche Maßnahmen, eine Überprüfung und ggf. Anpassung der zentralen Versorgungsbereiche, sonstige Standorte mit Bedeutung für den Einzel- handel beinhaltet sowie Aussagen zur Fortschreibung der Sortimentsliste im Hinblick auf die planungsrechtliche Steuerung des Einzelhandels im Stadtgebiet trifft. 1.2 Vorgehensweise Aufgrund der Größe des Kölner Stadtgebietes mit neun Stadtbezirken und der Vielzahl der Kölner Geschäftszentren wurde das Konzept in mehreren Stufen erarbeitet. Die vorliegende Untersuchung stützt sich auf eine umfassende Datenbasis. Dabei han- delt es sich um überwiegend primärstatistisches Datenmaterial, welches durch die GMA erfasst und ausgewertet wurde. Darüber hinaus standen sekundärstatistische Da- ten des Statistischen Bundesamtes, des Landesbetriebs Information und Technik Nord- rhein-Westfalen (IT.NRW), der Bundesagentur für Arbeit sowie von GfK Prisma zur Ver- fügung. Nachfolgend werden die im Rahmen der Erarbeitung des vorliegenden Einzel- handels- und Zentrenkonzeptes durchgeführten primärstatistischen Erhebungen in Kür- ze vorgestellt. Die empirischen Erhebungen des Gutachters wurden im Wesentlichen zwischen No- vember 2016 und März 2017 durchgeführt. Dabei wurden durch eine flächendeckende Vor-Ort-Aufnahme der Verkaufsflächen' alle Einzelhandelsbetriebe im gesamten Kölner Stadtgebiet erfasst. Die Erhebung erfolgte auf Grundlage der für das Kölner Ein- zelhandels- und Zentrenkonzept eingeführten Branchensystematik mit 14 Warengrup- pen.? 1 Zur Definition von Verkaufsfläche siehe Glossar. 2 Für eine Darstellung der Zuordnung einzelner Sortimente zu den Warengruppen siehe Anhang (Teil A, Kapitel 5.1 Methodik). Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 9 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Über den Einzelhandelsbesatz hinaus sind zur Darstellung wesentlicher Standortlagen und zur Begründung der Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche weitere Informati- onen über sonstige innenstadttypische bzw. zentrenprägende Nutzungsstrukturen von Bedeutung. Daher erfolgte zusätzlich zur Einzelhandelserhebung eine Aufnahme der Erd- und Obergeschossnutzungen in den Zentrenbereichen. Neben den genutzten Einheiten (z. B. Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung) wurden dabei auch leerste- hende Ladeneinheiten erfasst. In der Kölner City fand zudem eine Bewertung der Ge- schäftslagen nach qualitativen Kriterien statt. Im Rahmen der intensiven Vor-Ort-Arbeiten wurden durch Mitarbeiter der GMA auch die städtebaulichen Rahmenbedingungen der verschiedenen Einzelhandelslagen im Kölner Stadtgebiet analysiert und bewertet. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den zentralen Lagen und Lebensmittelmarkt-Standorten. Die Analyse der städtebaulichen Situation stellt im Zusammenwirken mit den vorhandenen Nutzungen einen unerlässlichen Arbeits- schritt für eine sachgerechte Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche sowie zur gezielten Weiterentwicklung des Nahversorgungsnetzes in der Stadt Köln dar. Darüber hinaus wurden vom Gutachter Experteninterviews zur aktuellen Situation und den Perspektiven des Kölner Einzelhandels, insbesondere des Innenstadthandels, ge- führt. Gesprächspartner waren Inhaber, Geschäftsführer bzw. Filialleiter insbesondere innerstädtischer Einzelhandelsbetriebe, Vertreter der Tourismusbranche, Immobilien- fachleute, Manager von Einkaufszentren sowie Vertreter relevanter Kölner Verbände und Zusammenschlüsse des Handels. Um die Fortschreibung möglichst transparent zu halten und einen breiten Konsens über zentrale Strategien und Maßnahmen der Einzelhandels- und Standortentwicklung in der Stadt Köln herbeizuführen, fand eine moderierte Form der Erarbeitung mit einer die Fortschreibung begleitenden Projektgruppensitzung statt. Ihr gehören die Bezirksre- gierung Köln, die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die Handwerkskammer zu Köln, der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln e.V., der City- Marketing Köln e.V., die Interessengemeinschaft Köln vor Ort e.V. sowie die Fachämter der Stadtverwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtplanungsamt, Amt für Straßen- und Verkehrstechnik, Amt für Wirtschaftsförderung sowie die Marktverwaltung) an. Die Projektgruppe hat die Erarbeitung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes in insgesamt zwei Arbeitskreissitzungen konstruktiv begleitet. Die wesentlichen Ergebnis- se werden von allen Beteiligten getragen, sodass ein breiter Konsens hinsichtlich der grundlegenden Ziel- und Planungsaussagen sowie Handlungsempfehlungen des vorlie- genden Konzeptes in der Projektgruppe erzielt werden konnte. 1.3 Köln als wachsende Stadt Die Einwohnerzahl in der Stadt Köln ist seit der Erstellung des letzten Einzelhandels- konzeptes um 7,5 % gestiegen, wobei sich die Entwicklungen in den einzelnen Stadt- bezirken und Stadtteilen bzw. Veedeln unterschiedlich vollzog. Die Bevölkerungsprog- nose geht für die kommenden Jahre von einer weiterhin stark wachsenden Einwoh- nerzahl im Stadtgebiet von derzeit rd. 1,074 Mio. auf künftig rd. 1,144 Mio. Einwohner im Jahr 2025 aus (s. nachfolgende Tabelle). Vor diesem Hintergrund ist die Zentren- und Standortstruktur sowie insbesondere auch nahversorgungsrelevante Aspekte der Einzelhandelssteuerung zur Erreichung der in Kapitel 1.1 genannten Ziele zu überprü- fen und ggf. anzupassen. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 10 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 1: Einwohnerentwicklung und -prognose Einwohnerentwicklung* Einwohnerprognose** Bezirk / ’ Verände- Gesamtstadt 2007 2016 Veräiel: 2025 |rungin % zu rung in % 2016 Stadt Köln 999.177 1.074.286 +75 1.144.000 +6,5 1 Innenstadt 121.905 126.407 +3,7 137.900 +9,1 2 Rodenkirchen 98.841 107.346 +8,6 113.600 +5,8 3 Lindenthal 133.215 149.658 + 12,3 161.500 +79 4 Ehrenfeld 101.548 107.369 +5,7 114.100 +6,3 5 Nippes 108.017 117.263 +8,6 125.400 +6,9 6 Chorweiler 80.995 83.323 +2,9 83.400 +0,1 7 Porz 105.250 112.918 +7,3 121.300 +74 8 Kalk 106.937 120.689 + 12,9 131.300 +8,8 9 Mülheim 142.469 149.313 +4,8 155.500 +4,1 * Stadt Köln, Stand jeweils 31.12., ** Stadt Köln, kleinräumige Bevölkerungsprognose, GMA-Zusammenstellung 2020 Die stärkste Einwohnerzunahme zwischen den Jahren 2007 und 2016 fand in den Be- zirken Kalk (+ 12,9 %), Lindenthal (+ 12,3 %) sowie Rodenkirchen und Nippes (jeweils + 8,6 %) statt. Aber auch in den übrigen Bezirken war die Bevölkerungsentwicklung ausnahmslos positiv. Auch künftig ist in allen Bezirken von einer positiven Einwohne- rentwicklung auszugehen, die nur in Chorweiler niedrig ausfällt (+ 0,1 %). Gemäß der kleinräumigen Einwohnerprognose der Stadt Köln sind in den übrigen Stadtbezirken Zuwachsraten zwischen 2016 und 2025 von + 4,1 % (Mülheim) und + 9,1 % (Innen- stadt) zu erwarten, wobei die stärksten Einwohnerzuwächse nach der Innenstadt in den Stadtbezirken Kalk (+ 8,8 %), Lindenthal (+ 7,9 %) und Porz (+ 7,4 %) stattfinden soll. In der Gesamtstadt Köln wird die Einwohnerzahl um knapp 70.000 Personen auf künftig rd. 1,144 Mio. Einwohner im Jahr 2025 (+ 6,5 %) ansteigen. Insbesondere der demografische Wandel wird in Verbindung mit dem dynamischen Onlinehandel dazu führen, dass sich die räumlichen Gegensätze innerhalb der Stadt Köln verschärfen können. Dabei ist zu befürchten, dass die Zentren vor dem Hinter- grund des sich verändernden Kundenverhaltens weiter Frequenzen und Umsätze ver- lieren. Daher bedürften diese eines besonderen Schutzes, um diese zu stärken und entwicklungsfähig zu halten. In der momentanen Marktphase ist aufgrund aktueller, raumbedeutsamer Trends wie v. a. dem Onlinehandel zu konstatieren, dass sich der Einzelhandel konsolidieren muss. In Zeiten stagnierender und teils rückläufiger Be- triebszahlen und Verkaufsflächen müssen Investitionen im Einzelhandel noch gezielter gelenkt werden und dürfen nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ überall zugelassen werden. Daher hat der Schutz der historisch gewachsenen Zentren, der City wie Be- zirks(teil)zentren, Stadtteilzentren und Nahversorgungszentren als Treffpunkte des so- zialen Lebens oberste Priorität. Dies ist auch die Vorgabe bundes- und landesplaneri- scher Regelungen (v.a. Baugesetzbuch, Landesentwicklungsplan NRW). 1.4 _ Erfordernis von Einzelhandels- und Zentrenkonzepten Ein Einzelhandelskonzept mit den zuvor genannten Aufgaben und Inhalten stellt ein wichtiges Steuerungselement für eine nachhaltige Standortplanung in der jeweiligen Kommune dar. Sie dienen v. a. der Erarbeitung von Leitlinien für eine zielgerichtete und Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 11 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) nachhaltige Einzelhandelsentwicklung. Diese werden in Form eines Sortiments- und Standortkonzeptes konkretisiert: " Das im Rahmen des Einzelhandelskonzeptes erarbeitete Sortimentskonzept (soge- nannte „Sortimentsliste“) stellt einen gutachterlichen Vorschlag zur künftigen Ein- stufung der Sortimente in nahversorgungs-, zentren- und nicht zentrenrelevante Sor- timente dar. Die Grundlage des Sortimentskonzeptes stellt die aktuelle Einzelhan- delssituation in der Kommune dar, die im Rahmen der Konzepterarbeitung erhoben und ausgewertet wird. " Als wesentlicher Aspekt bei der Einzelhandelssteuerung sind der Schutz und die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche zu nennen'. Durch die Konzentration zentrenprägender Einzelhandelsbetriebe innerhalb der definierten zentralen Versor- gungsbereiche können diese nachhaltig gestärkt werden. Dies setzt die Ermittlung nahversorgungs- und zentrenrelevanter Sortimente voraus, die im Rahmen des Ein- zelhandelskonzeptes festgesetzt werden (s. vorheriger Punkt). Mithilfe des Standort- konzeptes soll eine Funktionsteilung zwischen zentralen, dezentralen und sonstigen Einzelhandelslagen erfolgen. Der Fokus liegt dabei v. a. auf der Abgrenzung zentra- ler Versorgungsbereiche, deren Lage, Ausdehnung und Funktion im Einzelhandels- konzept definiert wird. Ferner stellt häufig auch die Sicherung des jeweiligen Bau- gebietscharakters eine legitime Zielsetzung der Einzelhandelssteuerung dar. Durch den generellen bzw. gezielten Ausschluss von Einzelhandel in Gewerbegebieten können diese für das produzierende und verarbeitende Gewerbe gesichert werden. Im Rahmen der kommunalen Planungshoheit entscheiden Kommunen selbst darüber, ein Einzelhandelskonzept als Instrumentarium einzusetzen. Dieses dient als sachliche Grundlage der planungsrechtlichen Steuerung und kann zur Vereinfachung und Be- schleunigung der Bewertung von Planvorhaben führen. Durch ein Einzelhandels- konzept erfolgt i. d. R. in der Beteiligung eine Abstimmung mit der übergeordneten Pla- nungsebene (Bezirksregierung) sowie mit anderen Schlüsselakteuren (bspw. Industrie- und Handelskammer, Einzelhandelsverband, benachbarte Kommunen). Darüber hinaus bietet ein Einzelhandelskonzept Investoren nach der Schaffung von verbindlichem Baurecht — wie bereits erwähnt - Investitionssicherheit. Zudem kann der Einsatz von Städtebaufördermitteln auch von der Umsetzung von Einzelhandels- konzepten abhängig sein. Ein Einzelhandelskonzept ermöglicht folglich die Steuerung des Einzelhandels auf ge- samtstädtischer Ebene. Dabei stellt es zunächst eine informelle Planungsgrundlage ohne rechtliche Bindungswirkung gegenüber Dritten dar. Durch einen Beschluss des jeweiligen Rates wird diese informelle Planungs- grundlage zu einem Entwicklungskonzept gemäß $ 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB und ist damit im Rahmen der Bauleitplanung als Abwägungsgrundlage zu berücksichti- gen. Im begründeten Einzelfall kann die Kommune von den Vorgaben eines Einzelhandels- konzeptes abweichen. Dies mindert jedoch das städtebauliche Gewicht des Konzep- tes und stellt letztlich seine Steuerungswirkung und die rechtliche Bedeutung in Frage. ! vgl. Urteile BVerwG (27.03.2013), Az. BVerwG 4 CN 7.11 und OVG NRW (28.01.2014), Az 10 A 152/13. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 12 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 1.5 Zentrale Inhalte des Konzeptes Das nun vorgelegte Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 überprüft im We- sentlichen die Entwicklungs- und Steuerungsleitlinien des Einzelhandels- und Zen- trenkonzeptes 2010 und bildet insofern eine Fortschreibung des Konzeptes an die aktu- ellen Rahmenbedingungen in der Stadt Köln. Mit seinen Aussagen zur generellen Steu- erung des Einzelhandels sowie zu einzelnen Standortlagen zeigt es einen klaren Ent- wicklungsrahmen auf und liefert allen Beteiligten — Verwaltung, Politik, Einzelhändlern, Investoren und Immobilieneigentümern - eine verlässliche Planungs- und Handlungs- grundlage. Insbesondere schafft es auch Investitionssicherheit, gerade in den Zentren. Diese ist vor dem Hintergrund der momentanen Marktsituation (v. a. Onlinehandel) um- so wichtiger, da Entscheidungen über anstehende Investitionen zur Modernisierung der Einzelhandelsstrukturen eine klare Aussage der Stadtplanung darüber vorausgehen muss, an welchen Standorten der Einzelhandel angesiedelt sein soll und sich der Mittel- einsatz insofern lohnt. Mit der Fortschreibung soll insbesondere das Kölner Zentren- und Standortsystem mit seiner hierarchischen Gliederung gestärkt und für die Zukunft gesichert werden. Mit der Dynamik als wachsende Stadt (siehe auch Kapitel 1.3) sind zudem weitere Herausfor- derungen verbunden, die insbesondere auf die Verbesserung der Nahversorgung für die Bevölkerung abzielen, ohne die bestehenden Zentren als wichtigste Säule des Köl- ner Lebens zu gefährden. Hier ist die Sicherung und Stärkung einer möglichst flächen- deckenden, am Bedarf orientierten Nahversorgung anzustreben. Damit greift das Ein- zelhandels- und Zentrenkonzept nahtlos mit weiteren stadtplanerischen Überlegungen hinsichtlich Nahmobilität, alternativen Betriebsformen (z. B. ambulanter Handel) sowie Bündelung der für die Bevölkerung erforderlichen Dienstleistungen ineinander. Konkret beinhaltet die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes Köln 2020 folgende zentrale Inhalte: " Darstellung der allgemeinen Entwicklungstendenzen im Einzelhandel und Bedeutung für die Stadt Köln " Darstellung des aktuellen planungsrechtlichen Rahmens zur Steuerung des Einzel- handels " Darstellung und Bewertung des Einzelhandelsangebotes in der Stadt Köln sowie Entwicklungen des Einzelhandelsbesatzes seit der letzten Vollerhebung 2008 " Analyse der gegenwärtigen und künftigen Nachfragesituation und Bewertung im Hin- blick auf Aspekte der Nahversorgung mit Benennung von Versorgungslücken und Handlungsmöglichkeiten = Überprüfung und Anpassung der Zentren- und Standortstruktur in jedem Stadtbezirk " Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Einzelhandelsangebotes, insbesondere in den zentralen Versorgungsbereichen " Überprüfung sowie Anpassung, Abgrenzung und Begründung der zentralen Versor- gungsbereiche und sonstiger Standorte mit (aktueller und perspektivischer) Bedeu- tung für den Einzelhandel auf Basis der aktuellen rechtlichen Anforderungen = Überprüfung und Anpassung der Sortimentsliste und Grundsätze zur planungsrecht- lichen Steuerung der Einzelhandelsentwicklung = Überprüfung und Anpassung der Entwicklungsleitlinien und des Steuerungsschemas zur zukünftigen Einzelhandelsentwicklung Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 13 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Zur Erreichung der in Kapitel 1.1 genannten Zielsetzungen empfiehlt die Projektgruppe dem Rat der Stadt Köln folgende Inhalte des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 als Entwicklungskonzept gemäß $ 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB zu beschließen: " Zielsetzungen der Stadtentwicklung in Köln hinsichtlich des Einzelhandels " Festlegung der Zentren- und Standortstruktur " Abgrenzung und Definition der zentralen Versorgungsbereiche = Kölner Sortimentsliste " Steuerungsempfehlungen innerhalb und außerhalb der zentralen Versorgungsberei- che. 2 Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung und pla- nungsrechtliche Instrumente Die vergangenen Entwicklungen sowie mögliche Entwicklungschancen des Einzelhan- dels in Köln können nicht losgelöst von wesentlichen Entwicklungstrends im Handel und bei den Kunden in Deutschland erfolgen, die auch die Standortwahl des Einzelhandels maßgeblich beeinflussen. Anders als in der nachstehenden Abbildung 1 dargestellt kann Köln im Vergleich zu Gesamtdeutschland davon profitieren, dass die demografi- sche Entwicklung noch ein starkes Bevölkerungswachstum und keinen -rückgang er- warten lässt. Abbildung 1: Wesentliche Einflussfaktoren der Handelsentwicklung Atmosphäre / Städtebau Forderungen = Ambsente der Unternehmen ‚ab in die Mittgum Kundenwünsche "“ Mandel mit — “Preis, Qualität‘ system un Nähe, Erlebnig.m Demografischer u a Wandel — älter, bunter s weniger s 5 "= wertbewerbi > Piem, zu Fuß, Rechtliche, planerische Sage pet Rad u. Rahmenbedingen Konkurrenz S mel) Erreichbarkeit / er 2 Mobilität Internet GMA-Darstellung 2020 Dabei lassen sich die Entwicklungen grob in solche auf der Angebots- und solche auf der Nachfrageseite gliedern (vgl. nachfolgende Kapitel). 2.1 Grundzüge der Entwicklung auf der Angebotsseite Der volkswirtschaftliche Stellenwert des Handels wird häufig unterschätzt; mit rund 527 Mrd. € Jahresumsatz’ (vgl. Abbildung 2) ist der Handel Deutschlands drittstärkste Wirt- schaftsgruppe?; etwa jeder sechste Arbeitsplatz kann dem Handel zugeordnet werden. 1 Quelle: EHI, handelsdaten aktuell 2019. 2 Quelle: Destasis, Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen, 2018. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 14 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Auch in Köln hat der Handel einen hohen Stellenwert:! dieser ist hier hinter dem Ge- sundheitswesen mit rund 68.400 Beschäftigten und einem Branchenanteil von 12 % — anders als in Gesamtdeutschland, wo der Handel auf dem dritten Platz rangiert — sogar die zweitwichtigste Branche. Allerdings ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2008 von rund 70.700 leicht um rd. -3 % zurückgegangen. Im Einzel- handel, den das vorliegende Einzelhandels- und Zentrenkonzept untersucht, war zwi- schen 2008 und 2018 hingegen noch ein starker Beschäftigtenzuwachs von + 2.900 Arbeitsplätzen bzw. rd. + 9 % zu beobachten. Die Entwicklungen auf der Angebotsseite waren in den letzten Jahren insbesondere durch folgende gekennzeichnet: =" Verlangsamte Verkaufsflächenentwicklung: Im deutschen Einzelhandel war — mit Ausnahme von 2009, dem Folgejahr der Weltfinanzkrise — eine beachtliche Ver- kaufsflächenexpansion zu beobachten (vgl. Abbildung 2). In den nachfolgenden Jah- ren hat sich der Verkaufsflächenzuwachs deutlich verlangsamt und war zwischen- zeitlich als Folge der Schlecker-Pleite ab dem Jahr 2012 sogar kurzzeitig durch einen leichten Rückgang gekennzeichnet. Deutlich zeigt sich die Finanzkrise in der Be- trachtung des Einzelhandelsumsatzes. Hier ist 2009 ein Rückgang zu verzeichnen gewesen (vgl. Abbildung 3), der jedoch durch ein kontinuierliches Wachstum schon bis 2011 wieder ausgeglichen werden konnte. Seitdem ist der Konsum wieder hoch, jedoch treten - insbesondere seit Beginn dieses Jahrzehnts - die Effekte des On- linehandels hinzu, die in den o. g. Zahlen noch nicht berücksichtigt sind (s. vierter Spiegelstrich). Abbildung 2: Verkaufsflächenwachstum im deutschen Einzelhandel 2002 — 123,7 124,0 124,0 125,1 1224 21 121,5 120,0 120,0 119,0 117,0 116,0 115,0 114,0 | 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012* 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Verkaufsfläche in Mio. m? fe} D © Quelle: Statistisches Bundesamt 2019, Handelsverband Deutschland (HDE) 2019, GMA-Darstellung 2020 *v. a. aufgrund von Schlecker-Filialschließungen " Stärkerer Rückgang der Einzelhandelsbetreibe: Bereits seit Anfang der 1970er Jahre vollzieht sich im deutschen Einzelhandel ein bis heute anhaltender Struktur- wandel, der v. a. zu Lasten inhabergeführter Fachgeschäfte geht. Untersuchungen 1 Quelle: Stadt Köln, Handel — Beschäftigtenentwicklung in Köln im Regionalvergleich 2008 bis 2018. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 15 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) zufolge nahm der Anteil von Einzelunternehmen von rd. 55 % im Jahr 1980 auf aktu- ell rd. 20 % ab.! Als Gewinner zeigen sich meist filialisierte und discountorientierte Unternehmen sowie Franchisekonzepte, welche ihre größenbedingten, beschaf- fungsseitigen und logistischen Vorteile nutzen. Der Onlinehandel hat den Wettbe- werb nochmals intensiviert. " Starker Wandel zwischen den Betriebstypen: Die Warenhäuser und der Fachhan- del haben ihre Funktion als Leitbetriebe der Innenstädte vielerorts verloren?. In den In- nenstädten wurden diese durch Handelsmarken (sogenannte „Retail Brands“) aus dem Textilbereich, Elektronikmärkte und neuerdings auch Anbieter des täglichen Be- darfs (Drogeriewaren, auch Nahrungs- und Genussmittel) abgelöst. Auch Neuentwick- lungen von Shoppingcentern fanden - nicht zuletzt auch aufgrund des restriktiveren Planungsrechts an Grüne-Wiese-Standorten — zunehmend in Innenstädten statt. Be- trug der Anteil innerstädtischer Shoppingcenter an allen Shoppingcentern bis 1990 ca. 47 %, wuchs ihr Anteil durch Neueröffnungen auf ca. 75 % zwischen den Jahren 2011 und 2018.? Gerade die Shops in den Centern traten in den Wettbewerb mit ähnlichen Textilangeboten in den Warenhäusern. Aktuell ist für Shoppingcenter nach 40 Jahren erfolgreicher Marktbearbeitung jedoch insgesamt betrachtet ein deutlich nachlassen- des Wachstum und ein steigender Revitalisierungsbedarf zu beobachten.* " Ein „neuer“ starker Mitspieler — der Internethandel: Während der stationäre Ein- zelhandel zwischen 2008 und 2018 nur ein leichtes Plus verzeichnete, weist der On- linehandel eine jährliche Wachstumsrate von 10 % und mehr auf. Für das Jahr 2018 geht der Handelsverband Deutschland (HDE) von einem Nettogesamtumsatz für den Onlinehandel von 53,2 Mrd. € aus (vgl. Abbildung 3). Vergleicht man diesen Wert mit dem Umsatz des gesamten Einzelhandels für 2018, so liegt der Anteil des Online- handels bei rd. 10 %. " Unterschiedliche „Betroffenheiten“ durch den Internethandel: Allerdings schwanken die Anteile des Onlinehandels je nach Branche stark. Während im Be- reich Consumer-Electronics / Elektro und im Bereich Mode Werte von um die 30 % erreicht werden, liegt im Heimwerker- und Gartenbereich der Anteil lediglich bei unter 6 %. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel und sonstige Waren des täglichen Bedarfs (sogenannte Fast Moving Consumer Goods, kurz: FMCG), die einen Groß- teil der Umsätze im gesamten Einzelhandel repräsentieren, weisen mit rd. 2 % immer noch sehr geringe Anteile im Onlinehandel auf (vgl. Abbildung 4). ! GMA-Grundlagenforschung 2018. Diese Leitfunktion wurde weniger durch den Flächenanteil am Gesamteinzelhandel der jeweiligen Stadt be- gründet, sondern durch die besondere Anziehungskraft als Betriebstyp im 20. Jahrhundert. G. Hessert zeigt mit der in den 70er Jahren gestarteten Expansion der Warenhäuser in die Kleinstädte und mit den nicht erfüllten wirtschaftlichen Erwartungen an Standorte in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung zwei zentrale Ursa- chen für den verhaltenen wirtschaftlichen Erfolg des Betriebstyps auf. Vgl. G. Hessert: Standortanforderungen des Warenhauses in Ostdeutschland, Leipzig 2012, S. | ff. 3 Quelle: EHI, handelsdaten aktuell 2019. vgl. hierzu: GMA-Revitalisierung von 665 Einkaufszentren in Deutschland, Hamburg / Köln 2018. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 16 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 3: Entwicklung des Gesamtumsatzes und der Onlineumsätze im deutschen Einzelhandel 526,8 514,0 4778 492,8 432,3 4509 458,0 ms 72 4378 445,4 153,2 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Nettoumsatz inMrd.€ m Gesamtumsatz Einzelhandel u davon Umsatzanteil Onlinehandel Quelle: EHI Retail Institute 2019, Handelsverband Deutschland (HDE) 2019, Statistisches Bundesamt 2019, Berech- nung: GMA 2020 Abbildung 4: Onlineanteil je Branche am jeweiligen Gesamtmarkt 2016 — 2018 in Prozent 23,5 25,6 27,7 22,9 Freizeit & Hobby 24,3 26,4 Fashion & Accessoires 22,8 Büro & Schreibwaren 21,5 Schmuck & Uhren Gesundheit & Wellness Wohnen & Einrichten Heimwerken & Garten FMCG* =2016 =2017 = 2018 Quelle: HDE Online-Monitor 2018, 2019, GMA-Darstellung 2020. * Fast Moving Consumer Goods (FMCG): Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Ta- bakwaren Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 17 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) "= Zusammenwachsen unterschiedlicher Vertriebslinien („Omni-Channeling“): Die Übergänge zwischen Onlinehandel und stationärem Einzelhandel sind mittlerweile nicht mehr klar abgrenzbar. Viele (stationäre) Einzelhändler bieten mittlerweile auch Onlineshops an, in denen entweder das Gesamtangebot oder zumindest aus- gewählte Artikel verfügbar sind. Ziel der sogenannten Omni-Channel-Strategien des Einzelhandels ist die Verknüpfung der unterschiedlichen Vertriebskanäle. Weiter ist in Großstädten zu beobachten, dass auch reine Online-Händler (sogenannte Pure- Player) in den vergangenen Jahren ein stationäres Netz aufgebaut haben bzw. auf- bauen (z. B. Cyberport, Mymuesli, Fashion For Home, Zalando). Trotz wachsender Marktanteile des Onlinehandels wird jedoch mittelfristig der stationäre Einzelhandel der wichtigste Einkaufskanal bleiben. " Lebensmittel- und Drogeriemärkte: Bislang vergleichsweise unbeeindruckt vom Onlinehandel — auch aufgrund der noch geringen Marktanteile in diesem Segment! — expandieren Lebensmiittel- und Drogeriemärkte weiterhin. Die tragende Rolle bei der Nahversorgung in Deutschland - so auch in Köln — übernehmen dabei Supermärkte und Discounter, die sich fest etabliert haben und die aktuell über einen Marktanteil im Lebensmittelsektor von zusammen knapp 75 % aufweisen?. Kleinere Lebensmittel- geschäfte hingegen verzeichneten einen deutlichen Bedeutungsverlust. So verringer- te sich die Anzahl der kleinen Lebensmittelgeschäfte von ca. 11.200 im Jahr 2010 auf etwa 8.600 Geschäfte in 2018°. Eine IfH-Studie zur Entwicklung des Onlinehan- dels geht für Lebensmittelmärkte davon aus, dass der Onlinehandel mit Lebensmit- teln Prognosen zu Folge bis zum Jahr 2030 um ca. das Fünffache* ansteigen und somit einen Durchbruch verzeichnen wird. Einige Geschäftsmodelle (z. B. Picnic, Flaschenpost) setzen bereits voll auf den Internethandel, während die großen Le- bensmiittelketten dieses Thema zwar z. T. ebenfalls bereits abbilden, aber ihr Logis- tiknetz weiterhin klar auf das stationäre Geschäft ausgerichtet haben. " Als Standorte für großflächige Discounter, Supermärkte bzw. Verbrauchermärkte I SB-Warenhäuser werden i. d. R. Lagen mit guter Erreichbarkeit für den motorisier- ten Individualverkehr und mit großen Stellplatzkapazitäten präferiert. Im Rückblick begünstigte der Strukturwandel im Lebensmitteleinzelhandel lange die größeren Zen- tren. In den einwohnerschwächeren Gemeinden und Stadtteilzentren fand zunächst in vielen Fällen eine Ausdünnung des Nahversorgungsnetzes statt, was v.a. im länd- lichen Raum zu größeren Wegstrecken führte. Mittlerweile ist mit der fortschreiten- den Verdichtung der Filialnetze eine gewisse Umkehrung dieses Trends zu beobach- ten. So rücken verstärkt auch kleinere Kommunen und Stadtteile in den Fokus der Betreiber (was ggf. eine Chance für die einwohnerschwächeren links- und rechts- rheinischen Wohnplätze z. B. in Chorweiler und Porz sein könnte). Jüngst hat der Anbieter DHL seine Partnerschaft mit dem Onlineanbieter Amazon Fresh gekündigt, da er in den kommenden Jahren keine wesentlichen Marktanteilsgewinne mehr erwartet, s. Lebensmittelzeitung, Amazon fährt Fresh-Lebensmittel selbst aus, Artikel vom 23. August 2019. 2 Quelle: EHI Köln, handelsdaten aktuell 2019. 3 ebd. 4 Quelle: Presseartikel der IFH Köln vom 05.02.2020. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 18 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 1: Standortanforderungen der Betriebstypen des Lebensmittelein- zelhandels (Auswahl) großer Verbraucher- Verkaufsfläche ab 800 m? ab 1.200 m? ab 2.500 m? Sortiment 75-80 % Foodanteil 80 - 85 % Foodanteil 60 - 70 % Foodanteil Artikelzahl ca. 2.000 - 4.000 ca. 10.000 ca. 25.000 - 50.000 Parkplätze ab 60 Stück ab 80 Stück ab 150 Stück Grundstück ab 4.000 m? ab 5.000 m? ab 7.000 m? Kernbevölkerung ab 3.000 EW ab 4.000 EW ab 10.000 EW Quelle: GMA-Standortforschung 2019, ca.-Werte Eine ähnlich positive Entwicklung ist für die Drogeriebranche zu beobachten. Diese hat mit der Insolvenz des langjährigen Marktführers Schlecker 2012 wie keine andere Branche im deutschen Einzelhandel eine Zäsur erfahren, die bis heute nachwirkt. So ist insbesondere in ohnehin schon weniger gut ausgestatteten Stadtteilen (z. B. in Vogelsang im Bezirk Ehrenfeld) ein deutlich ausgedünntes Standortnetz vorzufinden, welches dazu führt, dass in vielen kleineren und mittelgroßen Stadtteilen aktuell kein qualifiziertes Angebot vorhanden ist. Seitdem ist ein starker Expansionsdrang der verbliebenen Wettbewerber zu beobachten. Die Branche verzeichnete in den ver- gangenen Jahren starke Zuwächse. Zwischen 2013 — 2017 hat sich die Zahl der Drogeriemärkte auf ca. 4.635 bzw. um 20 % erhöht.' Abbildung 5: Umsatzentwicklung und Anzahl der Drogeriemärkte in Deutsch- land (2008 - 2017) 14.000 12.000 10.000 ass 4635 60 40 2,0 00 2016 2017 3.855 4.015 4.265 2013 2014 2015 2008 2009 2010 2011 2012 mamma Anzahl Betriebe —®#—Umsatz in Mrd. € Quelle: EHI Handelsdaten aktuell 2019; GMA-Darstellung 2020 1 Quelle: EHI, handelsdaten aktuell 2019, S. 125. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 19 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Neben Drogeriemärkten werden Drogeriewaren über den Lebensmitteleinzelhan- del, Parfümerien, Reformhäuser, Apotheken sowie Warenhäuser abgesetzt. Ein Blick auf die Marktanteile im Handel mit Drogeriewaren nach Vertriebsformen zeigt, dass lediglich ca. 45,3 % des Umsatzes auf Drogeriemärkte entfällt und etwa ein Drittel (ca. 33,4 %) der Versorgung über Lebensmittelmärkte sichergestellt wird (vgl. Abbildung 6). Die Drogeriemärkte dm, Rossmann und Müller konnten ihren Marktan- teil in den vergangenen fünf Jahren durch Expansion zwar weiter ausbauen, in eini- gen Stadtteilen sind nach der Schlecker-Pleite jedoch weiterhin Handlungsbedarf bzw. Ansiedlungspotenziale vorhanden. Abbildung 6: Marktanteile im Handel mit Drogeriewaren nach Vertriebsform 2017 sonstige*; 21,6% Drogeriemärkte; 45,3% Vollsortimenter; 12,6% Discounter; 20,5% *sonstige Vertriebslinien u. a. Parfümerien, Apotheken, Kauf- und Warenhäuser. Quelle: Statista 2018; GMA-Darstellung 2020 Betreiberseitig benötigen Drogeriemärkte in einer Dimensionierung von 600 bis 800 m? VK (je nach Anbieter) ein Einzugspotenzial von ca. 10.000 bis 20.000 Einwoh- nern. Als Standorte stehen neben 1a- und 1b-Innenstadtlagen v. a. auch die Be- zirks(teil)zentren und Stadtteilzentren im Fokus, ebenso wie Einkaufszentren und Fachmarktstandorte in verkehrsgünstigen Lagen. Tabelle 2: Die größten Drogeriemarktunternehmen in Deutschland Daten dm Rossmann Müller Filialen 1.916 2.104 529 Umsatz in Mrd. € (brutto) 7,75 6,41 3,02 Umsatz je Filiale in Mio. € (brutto) 4,0-4,1 3,0-3,1 5,7-5,8 durchschnittliche Filialgröße in m? 600 570 1.270 Flächenproduktivität in Euro/m? 6.720 5.390 4.490 Artikelzahl 12.500 17.000 bis 125.000 Quelle: GMA-Zusammenstellung 2020 auf Basis von Unternehmensinformationen 2.2 Grundzüge der Entwicklungen auf der Nachfrageseite Die Nachfrageseite war in den vergangenen Jahren durch folgende wesentliche Ent- wicklungen gekennzeichnet: Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 20 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) "= Demografische Entwicklung: Gesellschaftliche sowie demografische Veränderun- gen vollziehen sich mit großer Regelmäßigkeit, genannt seien etwa die im Rahmen der Demografieentwicklung prognostizierte Schrumpfung der Bevölkerung durch das niedrige Geburtenniveau, die steigende Lebenserwartung und die demografische Al- terung oder die wachsende Zahl der Haushalte begleitet von einer Verkleinerung der durchschnittlichen Haushaltsgröße. Des Weiteren lässt sich in vielen Regionen Deutschlands eine Land-Stadt-Migration feststellen. So verzeichnen Metropolregionen und so auch die Stadt Köln hohe Zu- wanderungsgewinne, viele ländliche Räume hingegen Abwanderungsverluste. Ein weiterer Trend in diesem Kontext ist die Abwanderung aus den neuen in die alten Bundesländer. Nachdem sich der Einzelhandel an der lokalen Nachfrage orientiert, ist der kleinräumlichen Analyse und Prognose der Kaufkraftentwicklung hohe Auf- merksamkeit zu schenken'. = Konsumentenverhalten im Wandel: Die starke Preisorientierung breiter Bevölke- rungsschichten hat zu einer Absenkung des Qualitätsniveaus geführt; gleichzeitig profitieren an machen Standorten auch Anbieter des hochpreisigen Segments von einer in einigen Bevölkerungsteilen gestiegenen Kaufkraft. Zudem lässt sich die Kundin bzw. der Kunde immer weniger in feste Kategorien einpassen. Daher hat sich in den letzten Jahren der Typus des „hybriden Verbrauchers“ herausgebildet. Abbildung 7: Konsumtrends im Zusammenhang mit der Ausbildung des „hybriden“ Verbrauchers Discount-Shopping Entertainment-Shopping Ausgaben für Freizeit nehmen zu Las: Handels zu Discounter / Bil starke Nachfrage nach Non äden weiter auf dem Vormarsch Steigende Anforderungen an das Erlebnis Einkaufen d-Sortimenten bei Diseountern 8saufgabe des stationären Einzelhandels Smart-Shopping Marken billig erwerben Trust-Shopping Aufwand bei der Produktsuche begrenzt Kauf bei Anbietern, die scheinbar günstig sind Convenience-Shopping / Schnelllebigkeit Bedeutungszunaher Stärkeres Qualitäts- und Regionalbewusstsein achfrage nach Biop tenpu 1 eferdiensten kte Werbu Rückb ung auf die ei Re die eigene Stadt Bedeutungszunahme vor vor verstärkte Nachfrage nach regionalen Produkten Neukauf von Produkten mehr Einzeiverpack Nachhaltigkeit / Sicherheit / Sauberkeit Verzicht auf Plastiktüten im Handel Bedeutung umweltfreundlicher / verantwortungsbewusster No parking, no business Abnahme der Einkaufsfahrten /One Stop-Shopping Vergrößerung des eigenen Aktionsradius erhöhter Parkplatzbedarf im Einzelhandel keitsbedürfnis stärkere Wahrnehmung von „störenden“ Randgruppen Netz statt Tüte ebay, Zalando usw. als Alternative Einzelhandel Multi-Channeling / Showrooming line-Angebote s him Ladeng, jonärer Einzelhändler und umgekehrt ft, Lieferung nach Hause / in den Laden Zum station Information im stationären Handel, Kauf online Informationsabruf e, Kauf im stationären Handel GMA-Grundlagenforschung 2019 2.3 Folgen für den stationären Einzelhandel Neben Unternehmensprozessen und gesellschaftlichen sowie demografischen Verän- derungen hat die Neubewertung von Standortfaktoren und Standortqualitäten durch Einzelhandelsunternehmen vor dem Hintergrund der zuvor genannten Entwick- lungstendenzen auf Anbieter- und Nachfrageseite Veränderungen der Handelsland- 1 Gerade großräumliche Bevölkerungsprognosen bilden die lokalen Verhältnisse nur unzureichend ab. Zudem hat sich eine Reihe von Einwohnerprognosen der letzten beiden Dekaden als nicht belastbar erwiesen. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 21 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) schaft ausgelöst. Für die Entwicklung des Einzelhandels in den Innenstädten und Ortszentren waren in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren folgende Trends fest- zustellen: Die mittelständischen Anbieter haben aus unterschiedlichen Gründen deutlich rückläufige Gesamtmarktanteile. Auch hier gilt es, durch das Einzelhandels- und Zentrenkonzept weiterhin attraktive Standortrahmenbedingungen zu erhalten und zu schaffen, welche die Wirtschaftsgrundlage für die zahlreichen inhabergeführten Fachgeschäfte in Köln erhält und — entgegen dem Bundestrend - zu Neueröffnungen anregt. Individuelle Betriebsformen tragen ungemein zur Profilierung und Wahrneh- mung von Köln als attraktive Einkaufsstadt bei. Mit der Corona-Krise 2020 und den eingeführten temporären Ausgeh- und Betriebsbeschränkungen werden gerade mit- telständische Anbieter bundesweit weiter unter Druck geraten und die Veränderun- gen in der Einzelhandelslandschaft voraussichtlich beschleunigen. Eine Überarbei- tung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Köln macht dies nicht zwingend erforderlich, da die Grundaussagen und Ziele des Konzeptes ja gerade die Investitionssicherheit in den funktionierenden Geschäftszentren sicherstellen und die Wirtschaft fördern soll. Die Konzentration im Einzelhandel führte in Innenstädten und Ortszentren nicht sel- ten zur Uniformität des Betriebs- und Warenangebotes und zu einer Ausdünnung des Versorgungsnetzes auf leistungsfähige, nachfragestarke Standorte. Vor diesem Hin- tergrund ist die Zahl der 78 Kölner Zentren noch als sehr hoch einzustufen, d.h. dass eine vielfältige Zentrenlandschaft in räumlicher Nähe zum Verbraucher besteht, die es zu erhalten gilt. Als Gegentrend lässt sich die Entwicklung von City-Konzepten beobachten; diese funktionieren jedoch nur in stark frequentierten Innenstädten und Stadtteilzentren. Auch dies kann in der Millionenstadt Köln eine Chancen für viele Zentren darstellen, die zumeist über eine gute Verkehrslage gerade mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine entsprechende Frequentierung und / oder ein ausreichendes (und zumeist stei- gendes) Nachfragepotenzial im direkten Zentrenumfeld verfügen. Hatte seit Ende der 1950er Jahre bis etwa zur Erstellung des letzten Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln die Mobilität der Verbraucher die größten Auswirkungen auf die Standortwahl des Einzelhandels, sind spätestens seit 2010 die Folgen des Internethandels auf den stationären Einzelhandel das beherrschende Thema. Dementsprechend beschäftigten sich Einzelhandels- und Zentrenkonzepte bislang vorwiegend mit dem Schutz sowie der Stärkung und Entwicklung der Zen- tren, um der Etablierung autokundenorientierter Standorte außerhalb geschlos- sener Siedlungskörper entgegenzuwirken. Als besonders „profitable“ Einzelhandels- standorte kristallisierten sich v. a. die Schnittstellen von Fern- und Bundesstraßen sowie Durchgangs- und Ausfallstraßen mit hoher Verkehrsfrequenz heraus. Der in Folge der gestiegenen Mobilität stetig wachsende Stellplatzbedarf stellte den Handel in den Innenstädten und kleineren Zentren vor schwierig oder nur sehr kos- tenaufwändig zu lösende Probleme, sodass häufig von einem Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu den dezentralen Handelsstandorten gesprochen wird. Die Benut- zung des Pkw zum Warentransport erhöhte sukzessive die Bedeutung des soge- nannten „One-Stop-Shopping“. Von der Entwicklung des „Kofferraumeinkaufs“ profi- tierten v. a. Großflächenbetriebe mit einem breiten und tiefen Warenangebot, wie z. B. SB-Warenhäuser sowie Fachmarktagglomerationen und Einkaufszentren. Der Fokus auf den Internethandel sollte jedoch nicht vernachlässigen, dass auch dezent- rale Standorte weiterhin von nahversorgungs- bzw. zentrenrelevanten Sortimenten Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 22 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) freigehalten werden sollten, sondern diese verbrauchernah in den Zentren und (im Falle der Nahversorgung) z. T. auch den Wohngebieten angeboten werden sollten. "= Die nunmehr große und wachsende Bedeutung des Internethandels hat in den deut- schen Innenstädten bereits zu Frequenzrückgängen und einem teilweisen Rückgang einzelner Branchen geführt.' Gerade die 1b- und 1c-Lagen haben mit einem Bedeu- tungsverlust zu kämpfen. Hier treten bundesweit verstärkt Fluktuation, Mindernut- zungen (z. B. durch Spielhallen) und Leerstandsbildung auf. Die Entwicklung von Mindernutzungen und erhöhter Leerstandsbildung war in vielen Kölner Zentren (noch) nicht zu beobachten gewesen. Dennoch sind die Anstrengungen zu erhöhen, dass dies nicht eintritt. " Die zuvor genannten Entwicklungen führen dazu, dass auch verkaufsoffene Sonn- tage für den wirtschaftlichen Erfolg von stationären Einzelhändlern eine immer grö- ßere Bedeutung erlangt haben. Mit der Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW) vom 29.03.2018 wurde der Anlassbezug für verkaufsoffene Sonn- und Feiertage abgeschafft. Als Voraussetzung für die Festlegung von verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen wurde das Vorliegen eines öffentlichen Interesses für die La- denöffnung festgeschrieben und - nicht abschließend - fünf Sachgründe für ein öf- fentliches Interesse in diesem Sinne benannt. Die Öffnung der Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen leistet insbesondere einen Beitrag zur Vielfalt im Einzelhandel, dem Erhalt von Arbeitsplätzen und zentralen Versorgungsbereichen sowie dem Er- halt, der Stärkung oder der Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche und ist deshalb im öffentlichen Interesse im Sinne von 8 6 Abs. 1 LÖG NRW. Damit das In- teresse an einem vielfältigen Einzelhandel in Kombination mit anderen Sachgründen das erforderliche Gewicht für eine Durchbrechung des Sonn- und Feiertagsschutzes erlangt, sind die besonderen örtlichen Problemlagen im Sinne einer lokal begrenzten Fehlentwicklung nachvollziehbar darzustellen. Es ist darauf hinzuweisen, dass ver- kaufsoffene Sonntage nicht allein in den örtlichen Problemlagen durchgeführt werden sollen, sondern sich in der Regel auf das gesamte Zentrum beziehen?. Die Auswei- sung von örtlichen Problemlagen ist nicht Aufgabe des vorliegende Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes. Hier sollten fortführende Analysen und Konzepte erarbeitet werden, damit eine schlüssige gemeindliche Gesamtkonzeption gewährleistet ist, im Rahmen dessen verkaufsoffene Sonntage als geeignet erscheinen, den damit verfolgten Zielen der Stärkung und Entwicklung eines vielfältigen stationären Einzel- handelsangebots, der Belebung der Ortszentren und der Steigerung der überörtli- chen Sichtbarkeit der Kölner Geschäftszentren jenseits des Umsatzinteresses des Handels zu dienen. So wurden in den vergangenen Jahren größere Flächen des Bucheinzelhandels vom Markt genommen. Auch am Schuheinzelhandel geht die Entwicklung nicht spurlos vorüber. So meldete u. a. die Schuhkette Görtz die Schließung mehrerer Filialen. Als Grund wurde explizit der ins Internet abwandernde Umsatz genannt. Die weiteren drei im LÖG NRW genannte Sachgründe sind, dass die Öffnung in Zusammenhang mit einer örtli- chen Veranstaltung erfolgt, der Belebung der Innenstädte, Ortskerne, Stadt- und Stadtteilzentren dient oder die überörtliche Sichtbarkeit der Kommune als attraktiver und lebenswerter Standort insbesondere für den Touris- mus und die Freizeitgestaltung, als Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort von kulturellen und sportlichen Einrichtungen steigert. Umfangreiche Hinweise zum LÖG NRW und der Begründung von verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen gibt die Anwendungshilfe für die Kommunen und den Handel im Umgang mit dem neugefassten 8 6 LÖG NRW nebst Anlage (Stand Februar 2020), herausgegeben durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitali- sierung und Energie NRW. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 23 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 2.4 Mittelfristige Entwicklungstrends Unter Berücksichtigung der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und der da- mit wachsenden Bedeutung des Online-Handels wird die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels maßgeblich durch das Zusammenwirken des stationären Handels mit digitalen Vertriebskanäle bestimmt. Darüber hinaus wird der Einkauf von den Ver- brauchern in Zukunft noch stärker unter dem Aspekt seines Freizeit- und Erlebniswer- tes beurteilt. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Einzelhandel diesen Trends, zu- sammen mit gesamtgesellschaftlichen Tendenzen wie dem demografischen Wandel, durch neue Betriebstypen und Präsentationsformen zunehmend Rechnung trägt. Vor dem geschilderten Hintergrund wird sich die Entwicklung des Einzelhandels in der mittelfristigen Perspektive nach Einschätzung der GMA folgendermaßen darstel- len: Optimierung der Multi- / Omni-Channel-Konzepte Die Verschmelzung des stationären Handels mit verschiedenen digitalen Vertriebs- kanälen wird in Kombination mit vereinfachten Zahlungsmethoden (u. a. PayPal) und neuen Social-Shopping-Anwendungen, über die der Kunde Punkte o. ä. sammelt oder Coupons erhält (wie z. B. „H&M Club“), zunehmend an Bedeutung gewinnen. Viele Händler setzen mittlerweile auf das Prinzip „Click&Collect“, wobei die Bestel- lung online abgewickelt wird, die Ware dann aber im nächsten Store abgeholt wer- den kann. Damit auch mittelständische Einzelhandelsunternehmen Online-Shops oder digitale Schaufenster einrichten können, wurde von einigen Städten Projekte unter dem Namen „Online-City“ oder „Digitale Einkaufsstadt“ ins Leben gerufen. Showrooming und Vor-Ort-Digitalisierung Handelsimmobilien werden verstärkt zu Showrooms mit hohem Erlebnis- und Wohl- fühlfaktor umgestaltet, bei denen v. a. die Serviceleistungen einen zentralen Punkt darstellen (z. B. McTrek). Gleichzeitig spielen vor Ort auch digitale Medien (z.B. Tablets) als zusätzliche Informationsträger eine Rolle. Zunehmend wird in vielen Stores kostenfreies WLAN angeboten. Dieses Angebot soll auch die Nutzung der Social-Shopping-Anwendungen, welche über das Smartphone zu bedienen sind, er- leichtern. Verkaufsflächen wachsen moderat Der Zuwachs weiterer Verkaufsflächen verlief in den zurückliegenden Jahren eher moderat. In einigen Branchen sind Flächenbereinigungen festzuhalten; so wurden in den vergangenen Jahren größere Flächen des Bucheinzelhandels vom Markt ge- nommen, auch der stationäre Schuhhandel spürt die Konkurrenz des Online- Handels. Die zurückhaltende Expansion und Standortbereinigungen werden sich fortsetzen. Filialisierungswelle hält an Die Filialisierungstendenz setzt sich in nahezu allen Branchen fort. Dabei wird die Marktbedeutung von Franchiseunternehmen noch wachsen. Lebensmittelhandel im Wandel Der wachsende Ausbau des Gastronomie- und Convenience-Angebotes (zZ. B. Rewe to go-Läden in Tankstellen), die teilweise Verschmelzung dieser (z. B. Foodhallen und Gastrokonzepte in den Lebensmittelmärkten, Cafes mit Verkauf), sowie neue Vertriebswege über Lieferdienste und Drive-Ins führen zu einer Erneuerung des klassischen Lebensmitteleinkaufs und fördern die Etablierung neuer Nischenanbieter (u. a. Kochhäuser). Auch in dieser Branche werden Omni-Chanel-Konzepte einge- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 24 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) setzt. Neben dem Prinzip „Click&Collect“ können Lebensmittel online bestellt und mit einem Lieferdienst in einer bestimmten Zeitspanne nach Hause geliefert werden. "= Fachmärkte und Discounter boomen Die Umgestaltung der Einzelhandelslandschaft wird auch in den kommenden Jahren v. a. durch Fachmärkte und Discounter bestimmt. Beide Betriebstypen werden ihre Marktanteile weiter ausbauen. 2.5 Wochenmärkte Wochenmärkte blicken als „älteste Nahversorger“ in Köln bereits auf eine lange Tradi- tion zurück. Heute hat sich die Rolle der zentralen Versorgungsbereiche und in erster Linie der Innenstadt als Haupteinkaufslage einer Kommune im Zuge der Standortent- wicklung im stationären Einzelhandel verändert bzw. an Gewicht oftmals deutlich verlo- ren. Seit jeher und in der jüngeren Zeit besonders werden Wochenmärkte in vielen Städten als Erfolgsfaktor für ein attraktives Zentrum betrachtet. Dabei sorgen diese nicht nur für eine verstärkte Kundenfrequenz, sondern bieten dem ansässigen Einzel- handel die Möglichkeit, durch Kopplungskäufe Synergieeffekte zu nutzen. Grundsätzlich trägt ein attraktiv gestalteter Wochenmarkt mit einer guten Kunden- bzw. Besucherfre- quenz zu einer Belebung des öffentlichen Raumes und zu einer Stärkung der Aufent- haltsqualität bzw. -dauer in Zentren bei. Der Wochenmarkt dient hier zur Belebung „der guten Stube“. Bei größeren Wochenmärkten kommt neben der Versorgung für die Wohnbevölkerung auch der touristische Aspekt zum Tragen. Bezogen auf die Nahversorgung mit Nahrungs- und Genussmiitteln steht der Versor- gungsfunktion in unterversorgten Gebieten bzw. Stadträumen im Vordergrund. Dabei kommen einerseits Gebiete, deren Nahversorgung noch nicht ausreichend entwickelt ist oder wo die Versorgungsfunktion rückläufig ist, in Betracht. In (groß)städtischen Stadt- teilen, so auch in Köln, haben sich andererseits auch Marktstrukturen herausgebildet, die eine wichtige Funktion in der Stadtteilversorgung übernehmen, die für ein ethni- sches Publikum spezifische Produkte und Angebotsformen anbieten und mit ihrer teil- weise bazarartigen Atmosphäre auch zu touristischen Anziehungspunkten zählen. Be- trachtet man die Nahversorgung im weiteren Sinne, dann werden durch Wochenmärkte auch Aspekte der Kommunikation innerhalb der Wohnbevölkerung (insb. Senioren) ge- fördert bzw. aufrechterhalten. Für den stationären Lebensmitteleinzelhandel bedeuten Wochenmärkte zum einen eine Ergänzung des bestehenden Angebotes. Andererseits wird dieser bei schwach ausgeprägten Angebotsstrukturen auch als Einkaufsalternative und damit als Wettbe- werber betrachtet. Für andere Branchen, insbesondere in Innenstädten wird der Wo- chenmarkt vielmehr als Bereicherung und Frequenzbringer bewertet. Die Gewerbeordnung (GewO) unterscheidet zwischen sogenannten periodischen Wo- chenmärkten und Jahr- bzw. Spezialmärkten anhand der Kriterien „zeitlicher Abstand der Wiederkehr“, „fehlende Sortimentsbeschränkung“ und „Zulässigkeit von Tätigkei- ten“. Wochenmärkte werden zur weiteren Differenzierung hinsichtlich ihres Sortiments- umfangs unterschieden, woraus sich folgende Marktarten ergeben: " grüne Märkte (auf denen nur landwirtschaftliche Produkte angeboten werden dürfen) " eingeschränkt offene Märkte (auf denen neben landwirtschaftlichen Produkten nur bestimmte Warengruppen angeboten werden dürfen) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 25 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) " offene Märkte (auf denen alle Waren angeboten werden). Mit Blick auf die Sortimente kann zwischen folgenden Bereichen unterschieden wer- den: " Grundsortiment (Obst und Gemüse, Käse, Brot und Backwaren, Fleisch- und Wurst- waren, Fisch) " Erweiterungssortiment (weitere Lebensmittelsortimente: Gewürze, Tee, Honig sowie Nonfood-Sortimente wie Haushaltswaren, Lederwaren, Kleintextilien etc.) " Saisonware (Blumen, Gestecke etc.) " weitere Sortimente und Nutzungen (Imbissstände etc.). Während es in Klein- und Mittelstädten in der Regel nur einen Wochenmarkt gibt, der an einem innerstädtischen Standort ein- bis zweimal wöchentlich stattfindet, sind in Großstädten zahlreiche Wochenmärkte etabliert. Das Einzugsgebiet umfasst entweder häufig die Gesamtstadt (bei kleineren Kommunen) oder reicht zumindest über den Stadtteil hinaus. Das Warenangebot ist vielfältig und deckt alle auf einem Markt ange- botenen Waren ab, darunter auch Erweiterungssortimente oder spezialisierte Angebote. Für viele Sortimente (z. B. Obst / Gemüse oder Fleisch) sind mehrere Anbieter vorhan- den. Ergänzt wird ein solcher Markt zunehmend durch gastronomische Angebote, wel- che die Treffpunktfunktion, die er einnimmt, unterstreichen. In Großstädten wie Köln haben sich zudem unterschiedliche Formen von Wochenmärk- ten entwickelt, die je nach Standort und Sortiment ihr Einzugsgebiet auf den jeweiligen Stadtteil beschränken, zum Teil auch mehrere Stadtteile oder angrenzende kleinere Gemeinden mitversorgen (große Stadtteilmärkte, Stadtbezirksmärkte). Diese befinden sich in der Regel in historisch gewachsenen, gut frequentierten Handelslagen und wei- sen ein deutlich umfangreicheres Angebot auf als die kleineren Stadtteilmärkte. Als Sonderformen sind in Köln die Ökomärkte (Rudolfplatz, Maternusplatz, Neusser Platz, Severinskirchplatz) zu nennen, welche ausschließlich kontrolliert ökologisch erzeugte Lebensmittel anbieten und ihr Publikum aus einem größeren Einzugsgebiet anziehen. Des Weiteren ist der Abendmarkt am Neptunplatz in Ehrenfeld zu erwähnen, welcher im Sommerhalbjahr abends stattfindet und v.a. gastronomische Angebote bereithält. Die Struktur eines Wochenmarktes wird auch durch eine vielschichtige Händlerstruktur (Stichwort: Markthändler / Marktbeschicker) definiert. Dabei sind u. a. zu nennen: " Erzeuger / Direktvermarkter, die ihre Waren ausschließlich selbst produzieren " Markthändler, die ihre Ware von Erzeugern beziehen " Erzeuger / Händler, die einen Teil der Ware selbst produzieren und andere Sortimen- te dazu kaufen "= Ladenhandwerk mit mobilen Verkaufsständen, die dies als „zweites Standbein“ ne- ben dem stationären Handel betreiben und "= sogenannte „Marktschreier“, die ihre Waren mithilfe ihrer Stimme laut anpreisen. Dabei stellt der räumliche Einzugsbereich, aus dem die Händler stammen bzw. zum Wochenmarkt kommen, ganz überwiegend die Kommune bzw. deren Umland bis 50 km Entfernung dar. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Momentan müssen sich auch Wochenmärkte in Deutschland angesichts sich verän- dernder Anforderungen ihrer Zielgruppen neu positionieren. Es steht dabei zu erwarten, dass zeitgemäße Wochenmärkte eine Profilierung perspektivisch vorrangig über fol- gende Themen anstreben: " Regionale Produkte " Bioprodukte "= Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit durch kurze Anfahrtswege " \Verpackungsfrei und Möglichkeit des Bezugs kleinerer Mengen genau in den ge- wünschten / benötigten Mengen = Marketing über den lokalen Bezug und Aufruf zur Förderung der lokalen Wirtschaft "= Erhöhung der Aufenthaltsqualität, u. a. durch Gastronomie, und damit Stärkung der Funktion als sozialer Treffpunkt. Diese vorgenannten Perspektiven lassen sich durch Wochenmärkte in der Stadt Köln gut aufgreifen, da die Zielgruppen tendenziell groß sind und für viele Zielkunden die 0. 9. Punkte in ihrem Lebensalltag eine nicht nur unwesentliche Rolle spielen. 3 Planungsrechtliche Instrumente zur Steuerung der Standortent- wicklung im Einzelhandel 3.1 Bauplanungsrecht Die Raumordnung in Deutschland wird durch das sogenannte Gegenstromprinzip geprägt (vgl. Abbildung 8): Dabei muss sich die untere Planungsebene (kommunale Planung) an die Vorgaben der überörtlichen Planung (Bundesraumordnung, Landes- und Regionalplanung) halten. Im Gegenzug haben die Kommunen jedoch auch Mitsprache- und Beteiligungsrechte bei der Erstellung der überörtlichen Planung. Zudem können sie durch die Aufstellung von Bauleitplänen und bspw. eines Einzelhandelskonzeptes (hier v. a. Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche und ortsspezifische Sortimentsliste) das Planungsrecht spezifizie- ren. Städte und Gemeinden haben mit dem BauGB und der BauNVO ein planungsrechtli- ches Instrumentarium zur Hand, mit dem die Standortentwicklung im Einzelhandel ge- steuert werden kann; dabei sind zunächst folgende Gebietskategorien grundlegend zu unterscheiden: Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 27 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 8: Gegenstromprinzip Bundesraumordnung Landes- und Regionalplanung | { Integrationsgebot (Ausnahme: Einzelhandel zur wohnortnahen Versorgung) Beeinträchtigungsverbot ur) Kongruenzgebot (für nicht zentrenrelevante Kernsortimente) Randsortimentsbegrenzung Agglomerationsverbot | | | Ortsspezifische Sortimentsliste > Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche Standorte zur Entwicklung der Nahversorgung Sonstige bedeutsame Einzelhandelsstandorte GMA-Darstellung 2020 3.1.1 Gebiete mit Bebauungsplänen ($ 30 BauGB) In Gebieten mit Bebauungsplänen kommt es auf deren Festsetzungen an. Werden in Bebauungsplänen die in der BauNVO bezeichneten Baugebiete festgelegt, sind Einzel- handelsbetriebe nach Maßgabe der 88 2 bis 9 BauNVO -. teils ausdrücklich als Läden oder Einzelhandelsbetriebe, teils allgemein als Gewerbebetriebe - in allen Baugebieten vorgesehen: " Sie sind zulässig in allgemeinen und besonderen Wohngebieten sowie in Urbanen Gebieten, Dorf-, Misch-, Gewerbe- und Industriegebieten (88 4 bis 9 BauNVO), " in Kleinsiedlungsgebieten und reinen Wohngebieten können sie als Ausnahme zuge- lassen werden (88 2 und 3 Bau NVO). Für Einzelhandelsgroßbetriebe enthält der 8 11 Abs. 3 BauNVO eine Sonderregelung für alle Baugebiete. Einkaufszentren und großflächige Einzelhandelsbetriebe mit be- stimmten städtebaulichen und raumordnerischen Auswirkungen sind außer in Kernge- bieten nur in speziell ausgewiesenen Sondergebieten zulässig. Der letzte Satz des $ 11 Abs. 3 beinhaltet eine widerlegbare Regelvermutung. Die konkrete Prüfung hat zweistu- fig stattzufinden: " Liegt ein großflächiger Handelsbetrieb vor? Wenn ja (über 800 m? Verkaufsfläche) dann: = Liegen Auswirkungen vor? Wenn ja: Nur im Kerngebiet oder Sondergebiet zulässig (die Regelvermutung für potenzielle Auswirkungen liegt vor, wenn die Geschossflä- che 1.200 m? überschreitet). Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 28 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 3.1.2 Unbeplanter Innenbereich ($ 34 BauGB) Nach 8 34 Abs. 1 BauGB ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und gleichzeitig die Erschließung gesi- chert ist. Nach 8 34 Abs. 2 BauGB ist hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung die BauNVO anzuwenden, wenn die Eigenart der näheren Umgebung einem der Baugebie- te der BauNVO entspricht. Nach 8 34 Abs. 3 BauGB dürfen von den Vorhaben keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sein. Im Einzelfall (z. B. Erweiterung) kann vom Erfor- dernis des Einfügens abgewichen werden. Das Ziel der gesetzlichen Neuregelung im besagten Paragraphen ist es, durch das Aus- füllen einer Rechtslücke bei Genehmigungsverfahren für großflächige Einzelhandels- vorhaben in Gemengelagen im unbeplanten Innenbereich auch hier eine städtebauliche Steuerung ohne Bauleitplanung zu ermöglichen. Dies soll durch die Sicherung der zent- ralen Versorgungsbereiche, insbesondere dem Schutz der Angebotsstrukturen in den Kernstadtbereichen und damit deren Attraktivitätserhalt dienen. Mit der Novellierung des BauGB 2007 hat der Gesetzgeber darüber hinaus die Möglich- keit geschaffen, über $ 9 Abs. 2a BauGB im nicht beplanten Innenbereich einen Be- bauungsplan aufzustellen, in dem zur Erhaltung oder Entwicklung zentraler Versor- gungsbereiche nur bestimmte Arten der nach 8 34 Abs. 1 und 2 zulässigen baulichen Nutzungen festgelegt oder ausgeschlossen werden können. 3.1.3 Besonderes Städtebaurecht Das Besondere Städtebaurecht mit den 88 136 ff. BauGB bietet zudem Städten und Gemeinden die Möglichkeit, im Rahmen von Stadterneuerungs- oder -entwicklungs- maßnahmen die besonderen Vorschriften zur Steuerung anzuwenden. So kann durch die Festlegung von Sanierungsgebieten über die jeweilige Sanierungszielsetzung sehr dezidiert die künftige Entwicklung gerade auch im Einzelhandelsbereich geplant und gesteuert werden. Die Regelungen nach 88 144 ff. BauGB stellen verschiedene Sach- verhalte wie beispielsweise den Verkauf von Liegenschaften oder auch deren Anmie- tung grundsätzlich unter Genehmigungsvorbehalt. Neben diesen Rechtstatbeständen sind insbesondere die möglichen Förderungen für baulich investive Maßnahmen und auch die Umgestaltung im öffentlichen Bereich at- traktiv. Durch die Programme der städtebaulichen Erneuerung sind Fördermöglichkeiten geschaffen, die gerade auch an private Grundstückseigentümer zur Modernisierung oder Instandsetzung der Gebäudesubstanz weitergegeben werden können. 3.2 Landes- und Regionalplanung Der Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen (LEP NRW) ist am 25. Januar 2017 im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht wor- den, nachdem der Landtag am 14.12.2016 dem Planentwurf zugestimmt hatte. Am 08. Februar 2017 trat der LEP NRW in Kraft. Dieser gibt für großflächige Einzelhandelsent- wicklungen in Nordrhein-Westfalen vor: Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 29 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) „6.5 Großflächiger Einzelhandel Ziele und Grundsätze 6.5-1 Ziel Standorte des großflächigen Einzelhandels nur in Allgemeinen Sied- lungsbereichen Kerngebiete und Sondergebiete für Vorhaben im Sinne des 8 11 Absatz 3 Baunut- zungsverordnung dürfen nur in regionalplanerisch festgelegten Allgemeinen Sied- lungsbereichen dargestellt und festgesetzt werden. 6.5-2 Ziel Standorte des großflächigen Einzelhandels mit zentrenrelevanten Kernsortimenten nur in zentralen Versorgungsbereichen Dabei dürfen Kerngebiete und Sondergebiete für Vorhaben im Sinne des $ 11 Ab- satz 3 Baunutzungsverordnung mit zentrenrelevanten Kernsortimenten nur - in bestehenden zentralen Versorgungsbereichen sowie - in neu geplanten zentralen Versorgungsbereichen in städtebaulich integrierten La- gen, die aufgrund ihrer räumlichen Zuordnung sowie verkehrsmäßigen Anbindung für die Versorgung der Bevölkerung zentrale Funktionen des kurz-, mittel- oder langfristigen Bedarfs erfüllen sollen, dargestellt und festgesetzt werden. Zentrenrelevant sind - die Sortimente gemäß Anlage 1 und - weitere von der jeweiligen Gemeinde als zentrenrelevant festgelegte Sortimente (ortstypische Sortimentsliste).“ Abbildung 9: Regelung gemäß LEP NRW für großflächigen Einzelhandel mit Zi) 6.3-2 großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevanten Kernsortimenten zulässig in Baunvo nur festsetzbar ın suntralen Versorgungsbereichen, Ausnahrne: Nahversurgung LEP zentrenrelevanten Kernsortimenten GMA-Darstellung 2020 „Ausnahmsweise dürfen Sondergebiete für Vorhaben im Sinne des $ 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten auch au- ßerhalb zentraler Versorgungsbereiche dargestellt und festgesetzt werden, wenn nachweislich: - eine Lage in den zentralen Versorgungsbereichen aus städtebaulichen oder siedlungsstrukturellen Gründen, insbesondere der Erhaltung gewachsener bau- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 30 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) licher Strukturen oder der Rücksichtnahme auf ein historisch wertvolles Ortsbild nicht möglich ist und - die Bauleitplanung der Gewährleistung einer wohnortnahen Versorgung mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten dient und - zentrale Versorgungsbereiche von Gemeinden nicht wesentlich beeinträchtigt werden. 6.5-3 Ziel Beeinträchtigungsverbot Durch die Darstellung und Festsetzung von Kerngebieten und Sondergebieten für Vorhaben im Sinne des $ 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung mit zentrenrelevan- ten Sortimenten dürfen zentrale Versorgungsbereiche von Gemeinden nicht wesent- lich beeinträchtigt werden. 6.5-4 Grundsatz Nicht zentrenrelevante Kernsortimente: Verkaufsfläche Bei der Darstellung und Festsetzung von Sondergebieten für Vorhaben im Sinne des & 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten soll der zu erwartende Gesamtumsatz der durch die jeweilige Festsetzung ermöglich- ten Einzelhandelsnutzungen die Kaufkraft der Einwohner der jeweiligen Gemeinde für die geplanten Sortimentsgruppen nicht überschreiten. 6.5-5 Ziel Nicht zentrenrelevante Kernsortimente: Standort, relativer Anteil zen- trenrelevanter Randsortimente Sondergebiete für Vorhaben im Sinne des 8 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten dürfen nur dann auch außerhalb von zentralen Versorgungsbereichen dargestellt und festgesetzt werden, wenn der Um- fang der zentrenrelevanten Sortimente maximal 10 % der Verkaufsfläche beträgt und es sich bei diesen Sortimenten um Randsortimente handelt. 6.5-6 Grundsatz Nicht zentrenrelevante Kernsortimente: Verkaufsfläche zen- trenrelevanter Randsortimente Der Umfang der zentrenrelevanten Randsortimente eines Sondergebietes für Vorha- ben im Sinne des 8 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten soll außerhalb von zentralen Versorgungsbereichen 2.500 m? Ver- kaufsfläche nicht überschreiten. 6.5-7 Ziel Überplanung von vorhandenen Standorten mit großflächigem Einzel- handel Abweichend von den Festlegungen 6.5-1 bis 6.5-6 dürfen vorhandene Standorte von Vorhaben im Sinne des 8 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung außerhalb von zent- ralen Versorgungsbereichen als Sondergebiete gemäß 8 11 Absatz 3 Baunutzungs- verordnung dargestellt und festgesetzt werden. Dabei sind die Sortimente und deren Verkaufsflächen in der Regel auf die Verkaufsflächen, die baurechtlichen Bestands- schutz genießen, zu begrenzen. Wird durch diese Begrenzung die zulässige Nutzung innerhalb einer Frist von sieben Jahren ab Zulässigkeit aufgehoben oder geändert, sind die Sortimente und deren Verkaufsflächen auf die zulässigen Verkaufsflächen- obergrenzen zu begrenzen. Ein Ersatz zentrenrelevanter durch nicht zentrenrelevan- te Sortimente ist möglich. Ausnahmsweise kommen auch geringfügige Erweiterun- gen in Betracht, wenn dadurch keine wesentliche Beeinträchtigung zentraler Versor- gungsbereiche von Gemeinden erfolgt. 6.5-8 Ziel Einzelhandelsagglomerationen Die Gemeinden haben dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweite- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 31 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) rung bestehender Einzelhandelsagglomerationen außerhalb Allgemeiner Siedlungs- bereiche entgegenzuwirken. Darüber hinaus haben sie dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zentrenrelevanten Sortimenten außerhalb zentraler Versorgungsbereiche entgegen- zuwirken. Sie haben sicherzustellen, dass eine wesentliche Beeinträchtigung zentra- ler Versorgungsbereiche von Gemeinden durch Einzelhandelsagglomerationen ver- mieden wird. 6.5-9 Grundsatz Regionale Einzelhandelskonzepte Regionale Einzelhandelskonzepte sind bei der Aufstellung und Änderung von Regio- nalplänen in die Abwägung einzustellen. 6.5-10 Ziel Vorhabenbezogene Bebauungspläne für Vorhaben im Sinne des & 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung Vorhabenbezogene Bebauungspläne für Vorhaben im Sinne des 8 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung sind, soweit von $ 12 Absatz 3a Satz 1 Baugesetzbuch kein Gebrauch gemacht wird, nur zulässig, wenn sie den Anforderungen der Festlegun- gen 6.5-1, 6.5-7 und 6.5-8 entsprechen; im Falle von zentrenrelevanten Kernsorti- menten haben sie zudem den Festlegungen 6.5-2 und 6.5-3, im Falle von nicht zen- trenrelevanten Kernsortimenten den Festlegungen 6.5-4, 6.5-5 und 6.5-6 zu entspre- chen.“ 3.3 Wesentliche Säulen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes: zent- rale Versorgungsbereiche und Sortimentsliste 3.3.1 Zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Mit dem 8 11 Abs. 3 BauNVO ist der Begriff des „zentralen Versorgungsbereiches“ be- reits lange Bestandteil der planungsrechtlichen Grundlagen. Mit der Novellierung des Baugesetzbuches im Jahr 2004 und der Einführung des zusätzlichen Absatzes 3 in 8 34 BauGB erfuhr der Begriff des zentralen Versorgungsbereiches im Baugesetz einen we- sentlichen Bedeutungszuwachs und wurde i. R. der weiteren Novellierung des BauGB im Jahr 2007 als zusätzlich zu berücksichtigender Belang im Rahmen der Aufstellung der Bauleitpläne eingeführt (8$ 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB: „Erhaltung und Entwicklung zent- raler Versorgungsbereiche*). Folgende vier Schutznormen erfassen (auch) zentrale Versorgungsbereiche': " 8 11 Abs. 3 BauNVO weist großflächige Einzelhandelsbetriebe und sonstige ver- gleichbare großflächige Handelsbetriebe, die sich u. a. „auf die Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden nicht nur unwe- sentlich auswirken können“, ausdrücklich nur Kerngebieten und speziell für diese Nutzung festgesetzten Sondergebieten zu. " 82 Abs. 2 Satz 2 BauGB in der seit dem 20. Juli 2004 geltenden Fassung erweitert das interkommunale Abstimmungsgebot dahingehend, dass sich Gemeinden sowohl gegenüber Planungen anderer Gemeinden als auch gegenüber der Zulassung ein- zelner Einzelhandelsnutzungen auf „Auswirkungen auf ihre zentralen Versorgungs- bereiche“ berufen können. 1 vgl. hierzu u. a. Ulrich Kuschnerus, Der standortgerechte Einzelhandel, Bonn, 2007, S. 77 f. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 32 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) =" 8 34 Abs. 3 BauGB knüpft die Zulässigkeit von Vorhaben im nicht beplanten Innen- bereich, die sonst nach 8 34 Abs. 1 oder 2 BauGB zuzulassen wären, zusätzlich da- ran, dass von ihnen „keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbe- reiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden“ zu erwarten sein dürfen. " 8&9 Abs. 2a BauGB ermöglicht es den Gemeinden nunmehr, für die im Zusammen- hang bebauten Ortsteile i. S. v. 8 34 BauGB „zur Erhaltung oder Entwicklung zentra- ler Versorgungsbereiche“ mit einem einfachen Bebauungsplan die Zulässigkeit be- stimmter Arten der nach $ 34 Abs. 1 und 2 BauGB zulässigen baulichen Nutzung zu steuern. Durch diese unterschiedlichen Schutznormen sind zentrale Versorgungsbereiche unter verschiedenen Aspekten geschützt bzw. können geschützt werden. Der Begriff des zentralen Versorgungsbereiches wurde vom Gesetzgeber als unbe- stimmter Rechtsbegriff eingeführt. Eine allgemeingültige Definition liegt folglich nicht vor. In den nunmehr knapp zehn Jahren, die z. T. von konträren Diskussionen und in Folge auch Interpretationsunsicherheiten in der Praxis geprägt waren, wurden durch die Rechtsprechung die bestehenden Begrifflichkeiten thematisiert und in Teilen konkreti- siert. Als handhabbare und operationalisierbare Gerichtsurteile ist exemplarisch auf fol- gende Urteile hinzuweisen: " Das BVerwG führt in seinem Urteil vom 11.10.2007 aus’: „... sind zentrale Versor- gungsbereiche räumlich abgrenzbare Bereiche einer Gemeinde, denen auf Grund vorhandener Einzelhandelsnutzungen - häufig ergänzt durch diverse Dienstleistun- gen und gastronomische Angebote - eine Versorgungsfunktion über den unmit- telbaren Nahbereich hinaus zukommt. Innenstädte sind, wenn nicht stets, so doch in der Regel als Versorgungsbereiche zentral, weil sie nach Lage, Art und Zweckbe- stimmung nicht nur der Versorgung ihrer Bewohner dienen, sondern auf einen Kun- denkreis aus einem größeren Einzugsbereich ausgerichtet sind. Für Innenstädte ist typisch, dass in ihnen ein breites Spektrum von Waren für den lang-, mittel- und kurz- fristigen Bedarf angeboten wird.“ " In einem weiteren Urteil des BVerwG heißt es?: „Zentrale Versorgungsbereiche i. S. des $ 34 Abs. 3 BauGB sind nach der Rechtsprechung des Senats räumlich ab- grenzbare Bereiche einer Gemeinde, denen auf Grund vorhandener Einzelhandels- nutzungen - häufig ergänzt durch diverse Dienstleistungen und gastronomische An- gebote - eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zukommt“ (BVerwG 129, 307 = NVwZ 2008, 308 Rdnr. 11). Bei der Beurteilung, ob ein Versorgungsbereich einen zentralen Versorgungsbereich i. S. des &$ 34 Abs. 3 BauGB bildet, bedarf es einer wertenden Gesamtbetrachtung der städtebaulich rele- vanten Gegebenheiten. Auch eine räumlich konzentrierte Ansiedlung von Einzelhan- delsbetrieben, die darauf angelegt ist, einen fußläufigen Einzugsbereich zu versor- gen, kann einen zentralen Versorgungsbereich i. S. des $ 34 Abs. 3 BauGB bilden. Entscheidend ist, dass der Versorgungsbereich nach Lage, Art und Zweckbestim- mung eine für die Versorgung der Bevölkerung in einem bestimmten Einzugsbereich zentrale Funktion hat. Der Begriff ist nicht geografisch im Sinne einer Innenstadtla- ge oder Ortsmitte, sondern funktional zu verstehen. Zentralität kann durchaus klein- teilig sein. 1 vgl. BVerwG, Urteil vom 11.10.2007 - 4 C 7.07. 2 vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.2009 - 4 C 2.08. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 33 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) " Ergänzend ist auf eine gerichtliche Befassung hinsichtlich der notwendigen Ausstat- tung, insbesondere von Nahversorgungszentren hinzuweisen, die im Rahmen des Urteils des OVG NRW vom 15.02.2012! präzisiert wurde. Diesbezüglich wurde das Kriterium des funktionalen Gewichts eines zentralen Versorgungsbereiches her- vorgehoben, wonach ein zentraler Versorgungsbereich einen über seine Grenzen hinaus reichenden räumlichen Versorgungsauftrag bzw. Einzugsbereich haben muss und somit „über den unmittelbaren Nahbereich“ hinauswirken muss. Hierauf wurde bereits im Rahmen des Urteils BVerwG vom 17.12.2009? verwiesen. Entscheidend ist, dass eine städtebaulich integrierte Einzelhandelslage somit nach „La- ge, Art und Zweckbestimmung“ eine für die Versorgung der Bevölkerung in einem be- stimmten Einzugsbereich zentrale Funktion hat?. Der nach städtebaulich-funktionalen Kriterien abgrenzbare Bereich hat Einzelhandelsnutzungen aufzuweisen, die aufgrund ihrer Qualität und ihres Gewichts einen über die eigenen Grenzen und damit über den unmittelbaren Nahbereich hinausgehenden Einzugsbereich haben; die Nutzungen müs- sen diese zentrale Funktion erfüllen, was sich letztlich auch an der Stadtgröße bemisst?. Abbildung 10: Vorgehen zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Kann eine Einzelhandelslage als zentraler Versorgungsbereich festgelegt werden? nicht integrierter Standort / $ ggf. Sonderstandort > = Prüfung der städtebaulichen Integration (inkl. Planungen) E' ja sonstige städtebaulich integrierte Lage Prüfung des städtebaulichen Gewichts (v. a. Erreichbarkeit, Zäsuren, Aufenthaltsqualität) ggf. Nahversor- nn . . & gungslage Prüfung des funktionalen Gewichts (z. B. „Versorgungs- Ss funktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus“) er Festlegung eines zentralen Versorgungsbereiches GMA-Darstellung 2020 Somit können zentrale Versorgungsbereiche sowohl einen umfassenden als auch einen auf einen bestimmten örtlich begrenzten Einzugsbereich beschränkten Versorgungs- funktion abdecken. Es ist kein übergemeindlicher Einzugsbereich vorausgesetzt. Auch ein Standort, der auf die Grund- und Nahversorgung eines bestimmten örtlich begrenz- ten Einzugsbereichs zugeschnitten ist, kann eine zentrale Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus wahrnehmen. Der Zweck des Versorgungsberei- ches besteht in diesem Fall in der Sicherung einer wohnortnahen Grundversorgung der im Einzugsgebereich wohnenden Bevölkerung. Ein zentraler Versorgungsbereich ! vgl. OVG NRW, 10 D 32 / 11.NE; Urteil vom 15.02.2012. 2 vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.2009, 4 C 2.08. 3 vgl. u. a. BVerwG Urteil 4 C 7.07 vom 11.10.2007 bzw. Urteil 4 C 2.08 vom 17.12.2009. 4 vgl. u. a. OVG Sachsen, Bautzen, Urteil vom 13.05.2014; AZ 1 A 432 / 10, juris RN 30 ff. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 34 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) muss jedoch einen gewissen über seine eigenen Grenzen hinausreichenden räumlichen Einzugsbereich mit funktionalem und städtebaulichem Gewicht haben und damit über den unmittelbaren Nahbereich hinauswirken. Zusammenfassend ist der zentrale Versorgungsbereich somit ein schützenswerter Be- reich, der sich im Sinne des $ 34 Abs. 3 BauGB nachvollziehbar aus den eindeutigen tatsächlichen örtlichen Verhältnissen! (= faktischer zentraler Versorgungsbereich) bzw. aus planerischen Festlegungen d. h. aus Darstellungen im Flächennutzungsplan, Fest- setzungen in Bebauungsplänen und aus Festlegungen in Raumordnungsplänen und sonstigen, planungsrechtlich nicht verbindlichen raumordnerischen und städtebaulichen Konzeptionen (z. B. Einzelhandelskonzepten) ergibt. Auch informelle Planungen können bei der Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche eine Rolle spielen, sofern diese von einer Kommune beschlossen werden als Arbeitsgrund- lage für ihre Planungen verwendet werden? und sich die Planungsabsichten bereits konkre- tisiert haben.? Für einen zentralen Versorgungsbereich ist somit die Konzentration zentraler Versor- gungseinrichtungen maßgeblich, wobei neben dem Einzelhandel auch sonstige (zentrale) Versorgungseinrichtungen von Bedeutung sind. Der Einzelhandel ist dabei als konstituie- rendes Element zu sehen, das durch Komplementärnutzungen ergänzt wird. 3.3.2 Zur Festlegung der Sortimentsliste Die Kölner Sortimentsliste bildet die branchenbezogene Grundlage für die zukünftige Einzelhandelsentwicklung bzw. zur bauplanungsrechtlichen Beurteilung zukünftiger An- siedlungs- / Erweiterungsvorhaben. Dabei wird definiert, welche Einzelhandelssortimen- te hinsichtlich ihres Angebotscharakters, ihrer Attraktivität sowie der Betriebsstruktur sowohl heute als auch künftig den zentralen Versorgungsbereichen zugeordnet werden sollen und welche Sortimente auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche an- gesiedelt werden können bzw. sollen. Zur Einordnung der in der Praxis üblichen Differenzierung der zentrenrelevanten, nah- versorgungsrelevanten und nicht zentrenrelevanten Sortimente erfolgt zunächst eine Definition der Begriffe. " Im Allgemeinen kann bei zentrenrelevanten Sortimenten von einem besonders großen „Gefährdungspotenzial“ für die gewachsenen Zentren ausgegangen werden, wenn diese außerhalb der Zentren verortet sind. Auf das Vorhandensein dieser Sor- timente und deren Anziehungskraft gründet sich das aus städtebaulicher Sicht wün- schenswerte „Einkaufserlebnis“ bzw. eine zusätzliche Belebung der integrierten La- gen (zZ. B. durch Verbundkäufe). "= Darüber hinaus sind Sortimente zu erwähnen, die vorwiegend der Nahversorgung der Bevölkerung dienen, zugleich aber auch zentrenbildende Funktionen aufweisen (v. a. Nahrungs- und Genussmittel, Gesundheits- und Körperpflegeartikel). Dabei d.h. aus faktisch vorhandenen zentralen Versorgungseinrichtungen, aber auch aus bereits bestehendem Bau- recht für zentrale Versorgungseinrichtungen. 2 vgl. OVG Lüneburg, Beschluss vom 30.11.2005, 1ME172/05. 3 d. h., die Umsetzung muss in einem absehbaren zeitlichen Rahmen erfolgen, vgl. VG München, Urteil vom 07.11.2005, M8K05.1763. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 35 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) handelt es sich um Angebote des kurzfristigen Bedarfs, die regelmäßig (täglich bzw. mehrmals die Woche) nachgefragt werden. Infolge dessen sollten diese Angebote in räumlicher Nähe zu den Wohngebieten bzw. verbrauchernah in zentralen Versor- gungsbereichen lokalisiert werden. Diese Sortimente sind als nahversorgungsrele- vant zu bezeichnen. Diese sind eine Teilmenge der zentrenrelevanten Sortimente. " Das Angebot von nicht zentrenrelevanten Sortimenten stellt im Allgemeinen auch an Standorten außerhalb von Zentren keine wesentliche Gefährdung für die zentra- len Versorgungsbereiche dar; sie sind an solchen Standorten aus planerischer Sicht aufgrund ihres großen Platzbedarfs und der durch sie hervorgerufenen Verkehrsfre- quenz u. U. sogar erwünscht. Nicht zentrenrelevante Sortimente sind häufig großtei- lig und werden überwiegend mit dem Pkw transportiert. Im Allgemeinen und vor dem Erfahrungshintergrund der GMA erfolgt die Einordnung von Sortimenten bezüglich ihrer Zentren-, Nahversorgungs- bzw. Nichtzentrenrelevanz vor dem Hintergrund folgender Kriterien: Tabelle 3: Kriterien der Zentrenrelevanz Kriterium Prüfmaßstäbe 1. Warenbeschaffenheit / Transport Sperrigkeit, Abtransport 2. Flächenbedarf Warenbeschaffenheit, Verkaufsflächenbedarf 3. Bedeutung für Attraktivität und Branchen- Alltagstauglichkeit, breite Zielgruppenansprache mix in den zentralen Versorgungsbereichen Magnetfunktion Bekanntheit, Anziehungseffekte auf Kunden 5. Synergieeffekte mit anderen typischen zen- | Kopplungseffekte zwischen Sortimenten trenrelevanten Sortimenten 6. Städtebauliche Zielsetzungen sowie derzeit | städtebauliche Zielsetzungen, Anteil der Ver- vorhandener Besatz kaufsfläche in den Geschäftszentren / in den zentralen Versorgungsbereichen GMA-Darstellung 2020 Demnach sind Sortimente als zentrenrelevant / nahversorgungsrelevant einzustufen, wenn sie " für einen leichten Transport geeignet sind (auch ohne Pkw) " geringe bis mittlere Flächenansprüche aufweisen " Bestandteil des innerstädtischen Branchenmixes sind " Magnetfunktion aufweisen und damit zu einer Attraktivitätssteigerung der Geschäfts- zentren beitragen " Synergien zu anderen Sortimenten in den Geschäftszentren aufzeigen (z. B. Schuhe und Bekleidung). Den nahversorgungsrelevanten Sortimenten sind darüber hinaus Warengruppen zu- zuordnen, " die eine Bedeutung für die Grundversorgung der Bevölkerung haben " die häufig nachgefragt werden (ggf. mehrmals pro Woche) " bei denen die räumliche Nähe (zZ. B. fußläufige Versorgung) eine wichtige Rolle spielt. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 36 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Hingegen können Sortimente dem nicht zentrenrelevanten Bereich zugeordnet wer- den, wenn " die Beschaffenheit des Sortimentes einen Transport mit dem Pkw erfordert "= hohe Flächenansprüche bestehen " eine nur geringe Attraktivität für innerstädtische Lagen besteht (z. B. Möbel) = keine Synergien zu anderen Betrieben bzw. Sortimenten abgeleitet werden können " sie keine Bedeutung als Frequenzbringer aufweisen. 4 Einzelhandelssituation in Köln 4.1 Nachfragepotenzial für den Einzelhandel Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft (Nachfragepotenzial) stellt den Teil des verfügba- ren Einkommens der Bevölkerung dar, der pro Jahr im Einzelhandel ausgegeben wird. Nach Berechnungen der GMA liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Bundes- durchschnitt pro Kopf der Bevölkerung im Jahr 2017 bei ca. 5.570 €. Zur Aufschlüsse- lung der sortimentsbezogenen Kaufkraft vgl. auch Tabelle 5. Die dort dargestellten Ver- brauchsausgaben gehen ebenfalls auf diese Berechnungen zurück. Neben den Pro-Kopf-Ausgabewerten ist zur Berechnung der Kaufkraft die örtliche Kauf- kraftkennziffer (bzw. der örtliche Kaufkraftindex) zu berücksichtigen, um die Kaufkraft an das jeweils lokale Kaufkraftniveau anzupassen. Für die Stadt Köln liegt die Kaufkraft- kennziffer (der Kaufkraftindex) bei 108,5 und damit deutlich über dem Bundesdurch- schnitt. Bei Zugrundelegung der aktuellen Einwohnerwerte und des Kaufkraftniveaus errechnet sich ein jährliches einzelhandelsrelevantes Kaufkraftvolumen der Wohnbevölkerung Kölns von ca. 6.492,4 Mio. €. Differenziert nach den Bedarfsbereichen entfallen auf den " kurzfristigen Bedarf ca. 3.114,5 Mio. € (= ca. 48 %) " mittelfristigen Bedarf ca. 968,6 Mio. € (= ca. 15 %) " langfristigen Bedarf ca. 2.409,3 Mio. € (= ca. 37 %) Die nachfolgende Tabelle zeigt das Kaufkraftvolumen in Köln differenziert nach Bran- chen und Bedarfsbereichen. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 37 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 4: Einzelhandelsrelevante Kaufkraft in der Stadt Köln Daten . . = Branche / Bedarfsbereich Kaufkraft in Mio. € Einzelhandel gesamt 6.492,4 kurzfristiger Bedarf insgesamt 3.114,5 Lebensmittel und Reformwaren 2.372,0 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 472,1 Schnittblumen / Zeitschriften / Schreibwaren 270,4 mittelfristiger Bedarf insgesamt 968,6 Bücher 82,8 Spielwaren / Hobbyartikel 149,2 Bekleidung / Wäsche 571,1 Schuhe / Lederwaren 165,5 langfristiger Bedarf insgesamt 2.409,3 Uhren / Schmuck 69,9 Elektrowaren 649,2 Foto / Optik 89,8 Sportartikel / Camping 169,0 Hausrat / Glas / Porzellan 108,4 Einrichtungsbedarf 551,3 bau- / gartenmarktspezifische Sortimente 771,6 * Kaufkraft = Verbrauchsausgaben je Einwohner (Bundesdurchschnitt) x Kaufkraftkennziffer Stadt Köln x Einwoh- ner Stadt Köln GMA-Zusammenstellung 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) 4.2 Einzelhandelsangebot im Überblick 4.2.1 Einzelhandelsangebot in der Gesamtstadt Der Einzelhandel in der Gesamtstadt Köln zeichnet sich im Überblick durch folgende Kenngrößen aus (vgl. Tabelle 5): " Zum Zeitpunkt der Erhebung wurden insgesamt 6.502 Betriebe des Einzelhandels " mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1.515.425 m? erfasst, die " einen Umsatz von ca. 6.596,9 Mio. € erwirtschaften. Die flächenbezogene Umsatzleistung liegt damit bei rd. 4.350 € / m? Verkaufsfläche und ist damit gegenüber 2008 um 8,5 % angestiegen. Dennoch wird auch deutlich, dass der stationäre Einzelhandel in diesem Zeitraum Umsatzanteile an das Internet verloren hat. Während die Gesamtkaufkraft in Köln seit 2008 um 13,8 % gestiegen ist, ist der Umsatz der Betriebe nur um knapp die Hälfte (+ 6,5 %) gewachsen. Die Differenz von ca. 7 %-Punkten entspricht in etwa dem Anteil, den der Internethandel im Vergleichs- zeitraum gewonnen hat. Hier ist besonders zu erwähnen, dass Köln als Oberzentrum über besonders hohe Verkaufsflächenanteile in den Branchen verfügt, die in den ver- gangenen Jahren massiv Marktanteile an das Internet verloren hat. Insofern konnten die Effekte durch den Onlinehandel — auch durch die konsequente Umsetzung des Ein- zelhandels- und Zentrenkonzeptes — etwas abgemildert werden. Dennoch ist zu konsta- tieren, dass es keine „Köln-spezifische“ Entwicklung gab und Köln im bundesdeutschen Vergleich keine Sonderkonjunktur hatte. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 38 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Insgesamt ist seit 2008 eine stabile bis leicht rückläufige Verkaufsflächenentwick- lung um -1,9 % (ca. -29.140 m?) zu beobachten. Diese ist in erster Linie auf betriebs- bedingte Entwicklungen wie die Insolvenzen der Einzelhandelsketten Schlecker, Max Bahr / Praktiker oder Strauss Innovation zurückzuführen, deren Flächen nicht in allen Fällen nachbelegt wurden. Alleine die genannten Betreiber waren 2008 mit einer Ge- samtverkaufsfläche von rd. 61.300 m? im Stadtgebiet vertreten. Zudem waren zum Zeit- punkt der Erhebungen im Jahr 2017 noch einige Entwicklungen in der Realisierung bzw. deren Eröffnung stand noch aus (zZ. B. Quincy bzw. ehem. DuMont-Carre, Neuer- Öffnung eines Textilkaufhauses von Weingarten am Friesenplatz etc.). Tabelle 5: Einzelhandelsbestand in der Stadt Köln i Betriebe Verkaufsfläche Umsatz p. a. Branche / Bedarfsbereich abs. in % in m? in % in Mio. € in % Einzelhandel insgesamt 6.502 100,0 | 1.515.425 100,0 6.596,9 100,0 kurzfristiger Bedarf insgesamt 3.187 49,0 482.000 31,8 2.859,6 43,3 Lebensmittel und Reformwaren 2.373 36,5 396.685 26,2 2.180,6 33,1 Gesundheits- / Körperpflegeartikel* 474 7,3 61.295 4,0 428,2 6,5 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 340 5,2 24.020 1,6 250,8 3,8 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1.296 19,9 340.045 22,4 1.507,9 22,9 Bücher 95 1,5 17.270 1,1 120,2 1,8 Spielwaren / Hobbyartikel 99 1,5 23.960 1,6 119,9 1,8 Bekleidung / Wäsche 901 13,9 254.380 16,8 1.098,4 16,6 Schuhe / Lederwaren 201 3,1 44.435 2,9 169,5 2,6 langfristiger Bedarf insgesamt 2.019 31,1 693.380 45,8 2.229,3 33,8 Uhren / Schmuck 298 4,6 12.760 0,8 135,3 2,1 Elektrowaren 349 5,4 73.260 4,8 517,2 7,8 Foto / Optik 227 3,5 13.425 0,9 104,0 1,6 Sportartikel / Camping 190 2,9 58.055 3,8 244,8 3,7 Hausrat / Glas / Porzellan 256 3,9 67.115 4,4 199,2 3,0 Einrichtungsbedarf 496 7,6 279.230 18,4 593,1 9,0 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 203 3,1 189.535 12,5 435,7 6,6 * Gegenüber 2008 ohne die Umsatzanteile verschreibungspflichtiger Medikamente; Erhebung: GMA 2017 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Die Verkaufsflächenausstattung für den Einzelhandel liegt bei insgesamt ca. 1.411 m? / 1.000 Einwohner. Obwohl dies einen leicht unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegenden Wert (1,51 m? VKF / EW') darstellt, belegt Köln unter den deutschen Millio- nenstädten somit den ersten Platz vor Hamburg mit 1,37 m? VK / EW (2016) sowie Ber- lin und München mit jeweils ca. 1,22 m? VK / EW (Berlin: 2016; München: 2012)?. Im regionalen Vergleich weist Köln eine eher durchschnittliche Verkaufsflächenausstattung auf. Hier liegt die Domstadt zwar vor anderen Oberzentren wie Bonn mit 1,30 m? VK / EW (2019) und Wuppertal mit 1,28 m? VK / EW (2019), aber hinter Städten wie Mön- 1 Quelle: EHI handelsdaten aktuell, 2019. 2 Quellen: GMA, Bezirkliche Nahversorgungskonzepte der sieben Hamburger Bezirke Altona, Bergedorf, Eims- büttel, Harburg, Mitte, Nord und Wandsbek 2018 / 2019; Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, Stadtentwicklungsplan Zentren 2030; www.muenchen.de, Starke, wohnortnahe Zentren für lebendige Stadtteile, Abruf am 23.03.2020. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine direkte Vergleichbarkeit aufgrund der un- terschiedlichen Erhebungsjahre und ggf. Erhebungssystematiken nicht vollständig gegeben ist. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 39 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) chengladbach mit 1,97 m? VK / EW (2016), Düsseldorf mit 1,76 m? VK / EW (2014) und Aachen mit 1,68 m? VK / EW (2015).' Insgesamt erzielt Köln jedoch einen insgesamt sehr zufriedenstellenden Wert, da die Verkaufsflächenausstattungen in Großstädten deutschlandweit allgemein eher durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich ausfal- len und bei Mönchengladbach und Aachen zudem Sondereffekte durch die räumliche Nähe zum deutschlandnahen Ausland (Belgien, Niederlande) zu sehen sind. Zwar sind in Großstädten häufig zahlreiche großflächige Einzelhandelsbetriebe (zZ. B. Warenhäu- ser, Kaufhäuser, Shoppingcenter, Möbelhäuser etc.) vorhanden, welche die oberzentra- le Versorgungsfunktion wesentlich mitprägen. Demgegenüber konkurriert der Einzel- handel in Großstädten jedoch mit zahlreichen anderen Nutzungen und weist ii. d. R. ei- ne geringere Flächenverfügbarkeit in Folge der zumeist dichteren Bebauung auf, was in einer im Bundesvergleich meist geringeren Pro-Kopf-Ausstattung mündet. Die Verkaufsflächenausstattung in Köln sollte mit Blick auf den nach wie vor dynami- schen Internethandel zum Erhalt der städtebaulichen Qualitäten, aber auch im Sinne einer nachhaltigen und Ressourcen schonenden Gesamtentwicklung der Stadt Köln allenfalls noch punktuell erhöht werden. Bei der Weiterentwicklung des Handels in Köln müssen die City und die übrigen Geschäftszentren in den neun Stadtbezirken dif- ferenziert betrachtet werden. Dabei geht es um eine sinnvolle und nachhaltige Steue- rung des Einzelhandels innerhalb und außerhalb der Geschäftszentren bzw. zentralen Versorgungsbereiche, welche eine maßvolle Ausrichtung und Ergänzung des jeweiligen Branchenmixes sowohl unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Ausstattung vor Ort auf der einen Seite als auch nachfrageorientierten Aspekten sowie Entwick- lungspotenzialen und planerischen Zielsetzungen auf der anderen Seite vornimmt, um eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu erreichen. Die Regelungen zur Steue- rung des Einzelhandels in Kapitel 5.3 (Abbildung 16) greifen dies auf, sodass diese zentrale Zielsetzung in das Steuerungsschema implementiert ist. Gegenüber dem Jahr 2008 ist eine rückläufige Entwicklung bei der Pro-Kopf-Ausstattung in den einzelnen Branchen v. a. bei Bekleidung / Wäsche (u. a. Schließung von Strauss Innovation), bau- / gartenmarktspezifischen Sortimenten (v. a. Praktiker / Max-Bahr- Insolvenz und Schließung von Bauhaus am Barbarossaplatz), Büchern (u. a. Schlie- Rung der Mayersche Buchhandlung in der Schildergasse), Elektrowaren (u. a. Schlie- Rung Saturn im Kaufhof Warenhaus; die Neueröffnung in der Hohe Straße ist noch nicht in den Daten erfasst) sowie Gesundheits- / Körperpflegeartikeln (v. a. Schlecker- Pleite) zu beobachten gewesen. Demgegenüber stieg die einwohnerbezogene Ver- kaufsflächenausstattung noch bei Hausrat / Glas / Porzellan (u. a. IKEA Butzweilerhof), Sportartikel / Camping (u. a. Eröffnung Decathlon in Marsdorf; Eröffnung im Quincy noch nicht erfasst) sowie bei Uhren / Schmuck (v. a. kleinteilige Anbieter). In den Stadtbezirken 2 - 9 war die Schlecker-Insolvenz besonders deutlich spürbar und führte in Zusammenschau mit dem weiteren Einwohnerwachstum zu deutlichen einem Rückgang der einwohnerbezogenen Verkaufsflächenausstattung. Aufgrund des starken Einwohnerwachstums fällt die Versorgung mit Lebensmitteln und Reformwaren gegenüber 2008 ebenfalls leicht niedriger aus, obwohl die Gesamtverkaufsfläche in die- 1 Quellen: www.bonn.de, Standortmarketing / Einzelhandel, Abruf am 23.03.2020; GMA, Einzelhandels- und Zentrenkonzept Wuppertal, 1. Fortschreibung 2020; Fachbereich Stadtentwicklung und Planung der Stadt Mön- chengladbach, Nahversorgungs- und Zentrenkonzept der Stadt Mönchengladbach 2017; Landeshauptstadt Düsseldorf, Rahmenplan Einzelhandel 2016; Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen, Zentren- und Nahversorgungskonzept 2015. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine direkte Vergleich- barkeit aufgrund der unterschiedlichen Erhebungsjahre und ggf. Erhebungssystematiken nicht vollständig ge- geben ist. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 40 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) sem Segment um über 14.000 m? bzw. um + 4 % gestiegen ist. Hier werden daher im vorliegenden Konzept Regelungen getroffen, welche eine am Bedarf orientierte Weiter- entwicklung der Nahversorgung ermöglichen. Stärkere Rückgänge in der Verkaufsflä- chenausstattung je 1.000 Einwohner gab es in den Stadtbezirken 2 - 9 zudem bei Be- kleidung / Wäsche, wo sich einige Fachanbieter aus den kleineren Zentren zurückgezo- gen haben, sowie im Bau- und Gartenmarktsegment, wo aufgrund der Max Bahr- / Praktiker-Pleite Bau- und Heimwerkermärkte geschlossen bzw. nur teilweise von Wett- bewerbern übernommen wurden. Demgegenüber konnten die Branchen Sportartikel / Camping und Hausrat / Glas / Porzellan sowie Spielwaren / Hobby und Foto / Optik noch zulegen. Tabelle 6: Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner im Stadtbezirk 28 Stadt Köln ® Bezirk 2-9 Branche / Bedarfsbereich 2008 | 2017 Be 2008 | 2017 Be Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner in m? Einzelhandel insgesamt 1.507 1.411 -96 1.162 1.116 -46 kurzfristiger Bedarf insgesamt 466 449 -17 447 417 -30 Lebensmittel und Reformwaren 373 369 -4 367 353 -14 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 67 57 -10 56 45 -11 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 25 22 -3 23 19 -4 mittelfristiger Bedarf insgesamt 364 317 -47 151 134 -17 Bücher 28 16 -12 10 9 -1 Spielwaren / Hobbyartikel 25 22 -3 14 18 +4 Bekleidung / Wäsche 266 237 -29 107 90 -17 Schuhe / Lederwaren 45 41 -4 20 17 -3 langfristiger Bedarf insgesamt 677 645 -32 565 564 -1 Uhren / Schmuck 11 12 +1 5 5 +/-0 Elektrowaren 80 68 -12 50 48 -2 Foto / Optik 14 12 -2 8 9 +1 Sportartikel / Camping 51 54 +3 21 29 +8 Hausrat / Glas / Porzellan 53 62 +9 39 47 +8 Einrichtungsbedarf 269 260 -9 235 231 -4 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 200 176 -24 207 196 -11 Darstellung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Die Gesamt-Zentralität im Kölner Einzelhandel beläuft sich aktuell auf ca. 102 und ist damit gegenüber dem Jahr 2008 um etwa 7 %-Punkte gesunken. Dies ist in erster Linie auf die Berechnungsweise der Zentralität als Verhältnis von Umsatz zu Kaufkraft zu- rückzuführen. Hier hat insbesondere der Nenner (Kaufkraft) nominell z. T. enorme Kaufkraftsteigerungen pro Kopf (ca. + 5,8 %') verbucht sowie in Köln ein deutlicher Be- völkerungszuwachs (+ 6,5 %) stattgefunden, während die Verkaufsflächen, Flächenleis- tungen und Umsätze nicht im gleichen Maße mitgewachsen sind (s. auch Ausführungen oben), was u. a. auch eine Folge des Internethandels war. 1 Dieser Wert umfasst nicht mehr - im Gegensatz zu 2008 - die verschreibungspflichtigen Medikamente. Tat- sächlich ist die Pro-Kopf-Kaufkraft nominell also deutlich stärker als der angegebene Wert gestiegen. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 41 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Differenziert nach Branchenbereichen lassen sich folgende Ist-Situation und Entwick- lungen zusammenfassen: " Wichtigste Säule des kurzfristigen Bedarfsbereichs ist nach wie vor insbesondere das Sortiment Lebensmittel und Reformwaren heraus, welches mehr als ein Viertel der Gesamtverkaufsfläche (ca. 26 %) und knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes (ca. 33 %) in Köln ausmacht. Dies ist der höchste Einzelanteil einer Branche in Köln. Mit knapp 2.400 Betrieben (ca. 37 %) ist auch der mit Abstand höchste Anteil aller Anbieter dieser Branche zuzuordnen, was — neben den SB-Warenhäusern, Verbrau- chermärkten, Supermärkten sowie Discountern als wesentlichen Anbietern - v. a. auch auf die kleinteilige Struktur der Geschäfte (z. B. Bäcker, Metzger) zurückzufüh- ren ist. Der Umsatz des stationären Lebensmiitteleinzelhandels in der Stadt Köln liegt rechnerisch leicht unterhalb der in der Stadt Köln verfügbaren Kaufkraft bei Lebens- mitteln (Zentralität: 92), wobei dieser Wert noch nicht die Umsätze der Wochenmärk- te! und auch nicht die zum Zeitpunkt der Erhebung geplanten bzw. nach der Erhe- bung realisierten Projekte in diesem Segment? umfasst. Der unterdurchschnittliche Wert ist aber insbesondere auch Ausdruck dessen, dass die Verkaufsfläche im Le- bensmiitteleinzelhandel in Köln in den letzten Jahren nicht gleichmäßig mit der ge- stiegenen Einwohnerzahl mitgewachsen ist. Der Wert von 353 m? je 1.000 Einwoh- ner ist vielmehr als unterdurchschnittlich zu bewerten (Bundesdurchschnitt alleine mit Lebensmittelmärkten: ca. 440 m? VK / 1.000 EW gemäß EHI handelsdaten aktuell 2019 und GMA-Berechnungen). Derartige Kennziffern sind jedoch nicht geeignet, Rückschlüsse auf die Qualität der Versorgung zu ziehen, die sich insbesondere durch eine ausgewogene räumliche sowie betriebstypenbezogene Struktur aus- zeichnet. Zudem sind Einzelhandelsbetriebe in Großstädten im Durchschnitt tenden- ziell immer kleiner, da diese dort mit einer Vielzahl an anderen Nutzungen um FlIä- chen konkurrieren und Verkaufsflächen innerhalb der historisch gewachsenen Struk- turen i. d. R. ohnehin kleiner als z. B. in ländlichen Räumen mit größerer Flächenver- fügbarkeit sind. Der übrige kurzfristige Bedarfsbereich wird durch Anbieter von Ge- sundheits- / Körperpflegeartikeln sowie Blumen / Schreibwaren / Zeitschriften. Damit erwirtschaftet der kurzfristige Bedarfsbereich insgesamt die höchsten flächenbezo- genen Umsätze (ca. 5.930 € / m? Verkaufsfläche?), auch weil dieser Bedarfsbereich vergleichsweise wenige Marktanteile an den Internethandel verloren hat. Die Zentra- lität von unter 100 verdeutlicht noch ein moderates Entwicklungspotenzial, wobei v..a. die betriebsbedingte Schließung der Schlecker-Filialen noch nicht vollständig kompensiert ist, sodass das Sortiment Drogeriewaren größtenteils über Drogerie- märkte in den Zentren sowie Teilflächen der Lebensmittelmärkte bedient wird. Der mittelfristige Bedarfsbereich umfasst rd. ein Fünftel der Betriebe und ca. 22 % der Gesamtverkaufsfläche in Köln. Die durchschnittliche Flächenleistung dieser Be- triebe liegt auf einem ebenfalls hohen Niveau (ca. 4.430 € / m? Verkaufsfläche) und ist gegenüber 2008 nochmal leicht gestiegen (+ 12 %). Etwa drei Viertel der Ver- kaufsfläche in diesem Bedarfsbereich entfallen auf das Sortiment Bekleidung / Wä- sche, wo mit mehreren Waren- und Textilkaufhäusern, Flagship Stores namhafter Anbieter, diversen weiteren Bekleidungsketten und eine Großzahl an Betrieben des örtlichen Facheinzelhandels ein umfassendes Angebot vorhanden ist. Gleichwohl 2019 gab es in der Stadt Köln 66 Wochenmärkte an 39 Standorten, vgl. hierzu Kapitel 4.3 und die Kapitel zu den einzelnen Wochenmärkten in den jeweiligen Bezirkskapiteln. Ausnahme: Die Übernahmen der aufgrund der betriebsbedingten Insolvenz geschlossenen Kaiser's- Lebensmittelmärkte wurden berücksichtigt. Ein Vergleich mit 2008 ist nicht möglich, da die Umsätze von Apotheken im Jahr 2008 auch die Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten enthielten, die hier herausgerechnet sind. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 42 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) wird anhand der etwas gesunkenen Zentralität gegenüber 2008 deutlich, dass hier in den vergangenen Jahren — wie bundesweit der Fall — weiter Kaufkraft vom stationä- ren Einzelhandel ins Internet abgewandert ist, auch wenn der Gesamtumsatz in die- ser Branche nochmals um 4,2 % auf knapp 1,1 Mrd. € gesteigert werden konnte. Ei- ne ähnliche Entwicklung hat auch die Branche Schuhe / Lederwaren zu verzeichnen gehabt. Dennoch sind diese Zentralitätsverluste nach Einschätzung der Gutachter — flächenbereinigt — geringer ausgefallen als im Bundesdurchschnitt, und die gegen- über 2008 gestiegenen Flächenleistungen zeigen, dass auch der stationären Einzel- handel in Köln noch von den gestiegenen Einwohnerzahlen und der gestiegenen Pro-Kopf-Kaufkraft in diesem Segment profitieren konnte. Die Steuerungsregeln des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes haben sich hier bewährt, da Entwicklungen abgemildert wurden, die ansonsten für die Geschäftszentren sehr viel gravierendere Folgen gehabt hätten. Die Sicherung dieser Marktposition im mittelfristigen Bedarfs- bereich und hier insbesondere bei Bekleidung / Wäsche (bzw. bei Fashion allgemein, d. h. inkl. Schuhe / Lederwaren) wird für die Attraktivität der Kölner Geschäftszen- tren, v. a. der City, weiterhin von großer Bedeutung sein, weshalb an den bestehen- den Steuerungsregeln im Grundsatz festgehalten werden sollte. Hier verfügt Köln — neben Uhren / Schmuck und Hausrat / Glas / Porzellan — über die höchste Ausstrah- lung aller Branchen. Auch im regionalen Vergleich ist Köln hier gut aufgestellt." " Der langfristige Bedarfsbereich nimmt mit 46 % den größten Verkaufsflächenanteil im gesamtstädtischen Einzelhandelsangebot in Köln ein. Dies ist v. a. auf die groß- flächigen Betriebe bei Einrichtungsbedarf und von bau- / gartenmarktspezifischen Sortimenten zurückzuführen, die zusammen bereits knapp ein Drittel der Gesamtver- kaufsfläche in Köln repräsentieren. Der hohe Anteil flächenextensiver Angebotsfor- men resultiert auch in einer im Vergleich zur Gesamtstadt eher niedrigen Flächen- produktivität (ca. 3.220 € / m? Verkaufsfläche), die jedoch ca. 22 % höher als im Jahr 2008 liegt, weil durch Betriebsschließungen (v. a. ProMarkt-, Praktiker- / Max Bahr- Insolvenzen, Bauhaus-Schließung am Barbarossaplatz) die verbliebenen Anbieter die freigesetzte Kaufkraft teilweise gebunden haben. Die höchsten Zentralitäten im langfristigen Bedarfsbereich werden insbesondere in den Branchen Uhren / Schmuck und Hausrat / Glas / Porzellan erreicht, aber auch die Branchen Sportartikel / Cam- ping, Foto / Optik und Einrichtungsbedarf weisen einen höheren Umsatz auf, als Kaufkraft in diesen Branchen vorhanden ist. Die Stadt Aachen erreicht bei Bekleidung einen Gesamtumsatz von ca. 218 Mio. € und eine Einzelhandelszent- ralität von ca. 204 (vgl. Stadt Aachen, Zentren- und Nahversorgungskonzept 2015, Zahlen von 2015), die Stadt Mönchengladbach bei Bekleidung und Zubehör einen Gesamtumsatz von ca. 286 Mio. € und eine Einzelhan- delszentralität von 192 (vgl. Fachbereich Stadtentwicklung und Planung der Stadt Mönchengladbach, Nahver- sorgungs- und Zentrenkonzept der Stadt Mönchengladbach 2017) und die Stadt Wuppertal in der gesamten Warengruppe Bekleidung / Schuhe / Sport einen Gesamtumsatz von ca. 257 Mio. € und eine Einzelhandels- zentralität von 100 (vgl. GMA, Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Wuppertal 2019 / 2020, Entwurf Dezember 2019, Zahlen von 2019). Die Stadt Bonn verfügt über kein aktuelles Einzelhan- dels- und Zentrenkonzept (letzter Stand: 2008). Die Stadt Düsseldorf weist in ihrem Rahmenplan für den Ein- zelhandel 2016 keine Umsätze oder Zentralität nach Einzelbranchen aus. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 43 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 11: Zentralität in Köln INT HE fe WER, ri; PP; j A F ee Ss m ee de ER SP De es oe EN 077 Kg 2 h ae # Fr Fr LEE 3 = Zentralität Gesamtstadt + © Zentralität Bezirke 2-9 Darstellung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) 4.2.2 Einzelhandelsangebot in den Stadtbezirken Die nachfolgende Tabelle zeigt den Verkaufsflächenbestand, differenziert nach Stadt- bezirken und Bedarfsbereichen. Dabei stellt der Bezirk Innenstadt nach wie vor sowohl insgesamt als auch auf die einzelnen Bedarfsbereiche bezogen den eindeutigen Ein- zelhandelsschwerpunkt dar, was auf die Kölner City zurückzuführen ist. Im Einzelhandel verfügt der Stadtbezirk Lindenthal über die zweitgrößte Ausstattung, wo v. a. die de- zentralen Angebote im Sonderstandort Marsdorf sowie die drei großen Bezirksteilzen- tren Sülz / Klettenberg, Dürener Straße und Weiden / Aachener Straße zu nennen sind, gefolgt vom Stadtbezirk Porz. Die weiteren Stadtteile verfügen allesamt jeweils unter 10 % der Verkaufsfläche. Tabelle 7: Einzelhandelsbestand nach Stadtbezirken Stadtbezirk Anzahl Verkaufsfläche Umsatz Betriebe in m? in Mio. € abs. in % abs. in % abs. in % Einzelhandel gesamt 6.502 100,0| 1.515.425 100,0 6.596,9 100,0 Innenstadt 2.165 33,3 457.685 30,2 2.303,3 34,9 Rodenkirchen 445 6,8 120.120 7,9 515,6 7,8 Lindenthal 975 15,0 227.390 15,0 931,3 14,1 Ehrenfeld 536 82 144.880 9,6 527,9 8,0 Nippes 480 7,4 82.545 5,4 384,7 5,8 Chorweiler 246 3,8 61.150 4,0 273,4 4,1 Porz 458 7,0 180.330 11,9 556,4 8,4 Kalk 563 8,7 121.465 8,0 556,0 8,4 Mülheim 634 9,8 119.860 7,9 548,2 8,3 Erhebung: GMA 2017 und Berechnung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 44 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Im kurzfristigen Bedarfsbereich ist der höchste Anteil in der Innenstadt festzuhalten, wo dieser gegenüber 2008 nochmals um ca. 2 %-Punkte angestiegen ist. Dies verdeut- licht die zunehmende Orientierung von Convenience-Anbietern aus dem Lebensmiittel- bereich (z. B. Rewe to go), aber auch den zunehmenden Einzug der Drogeriemärkte in deutsche Fußgängerzonen. Im mittelfristigen Bedarfsbereich liegt der Verkaufsflä- chenschwerpunkt eindeutig in der Innenstadt (ca. 63 %) und damit auf einem nur leicht niedrigeren Niveau als 2008. Gestiegen ist der Verkaufsflächenanteil in Lindenthal (12 % gegenüber 10 %), während er insbesondere in Porz aufgrund der Schließung des Hertie Warenhauses von 4 % auf unter 3 % gesunken ist. Im langfristigen Bedarfsbe- reich gab es noch nennenswerte Verschiebungen aufgrund der Unternehmens- und Standortentwicklungen insbesondere bei den großflächigen Anbietern (u. a. Max Bahr- / Praktiker-Pleite). Dennoch bildet auch hier die Innenstadt weiterhin den größten Ver- kaufsflächenanteil (ca. 23 %), der gegenüber 2008 aber um 4 %-Punkte gesunken ist, was in erster Linie auf die Schließung des innenstadtuntypischen Anbieters Bauhaus am Barbarossaplatz / Salierring zurückzuführen ist. Deutlich angestiegen ist der Anteil demgegenüber in Ehrenfeld durch die Entwicklung des IKEA-Standortes mit angeglie- dertem Homepark. Tabelle 8: Verkaufsflächenbestand nach Stadtbezirken und Bedarfsberei- chen Stadtbezirk kurzfristiger Bedarf | mittelfristiger Bedarf | langfristiger Bedarf abs. in % abs. in % abs. in % Einzelhandel gesamt 482.035 100,0 340.010 100,0 693.380 100,0 Innenstadt 86.440 17,9 212.715 62,6 158.530 22,9 Rodenkirchen 44.020 9,1 11.925 3,5 64.175 9,3 Lindenthal 75.985 15,8 41.850 12,3 109.555 15,8 Ehrenfeld 44.350 9,2 10.080 3,0 90.450 13,0 Nippes 45.550 9,4 8.525 2,5 28.470 4,1 Chorweiler 25.675 5,3 8.530 2,5 26.945 3,9 Porz 47.855 9,9 9.415 2,8 123.060 17,7 Kalk 53.860 11,2 24.450 72 43.155 6,2 Mülheim 58.300 12,1 12.520 3,7 49.040 7,1 Erhebung: GMA 2017 und Berechnung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) 4.2.3 Einzelhandelsverteilung nach Standortlagen Die nachfolgende Tabelle zeigt zunächst die Verteilung des Verkaufsflächenbestandes, differenziert nach Branchen, auf die einzelnen Lagen der Zentren- und Standortstruktur: " 1 City mit 350.830 m? Verkaufsfläche = 23 % = 14 Bezirks- und Bezirksteilzentren mit 264.580 m? Verkaufsfläche = 17 % " 32 Stadtteilzentren mit 143.510 m? Verkaufsfläche = 9 % "= 31 Nahversorgungszentren mit 65.170 m? Verkaufsfläche = 4 % "= 10 Sonderstandorte mit 332.905 m? Verkaufsfläche = 22 % sowie " sonstige Lagen mit 359.705 m? Verkaufsfläche = 24 %. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf) 45 Tabelle 9: Verkaufsflächenbestand in der Stadt Köln nach Standortlagen antrelle . sonstige Lagen* Sonderstandorte Seel Kellr Lage / Branche / Bedarfsbereich Versorgungsbereiche insgesamt in m? in % in m? in % in m? in % in m? in % Einzelhandel insgesamt 824.090 54,4 358.430 23,7 332.905 22,0 1.515.425 100,0 kurzfristiger Bedarf insgesamt 278.955 57,6 175.875 36,5 27.205 5,6 482.035 100,0 Lebensmittel und Reformwaren 213.575 53,9 160.725 40,6 21.805 5,5 396.105 100,0 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 51.430 83,6 7.485 12,2 2.380 3,9 61.295 100,0 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 13.950 56,6 7.665 31,1 3.020 12,3 24.635 100,0 mittelfristiger Bedarf insgesamt 301.505 88,7 18.125 5,3 20.380 6,0 340.010 100,0 Bücher 14.770 85,7 2.415 14,0 50 0,3 17.235 100,0 Spielwaren / Hobbyartikel 12.880 53,8 3.640 15,2 7.440 31,1 23.960 100,0 Bekleidung / Wäsche 235.065 92,4 10.645 4,2 8.670 3,4 254.380 100,0 Schuhe / Lederwaren 38.790 87,3 1.425 3,2 4.220 9,5 44.435 100,0 langfristiger Bedarf insgesamt 243.690 35,1 164.430 23,7 285.320 41,1 693.380 100,0 Uhren / Schmuck 11.690 91,6 1.040 8,2 30 0,2 12.760 100,0 Elektrowaren 48.715 66,5 10.825 14,8 13.720 18,7 73.260 100,0 Foto / Optik 12.315 91,7 900 6,7 210 1,6 13.425 100,0 Sportartikel / Camping 38.040 65,5 15.040 25,9 4.975 8,6 58.055 100,0 Hausrat / Glas / Porzellan 46.820 69,8 5.040 7,5 15.255 22,7 67.115 100,0 Einrichtungsbedarf 74.990 26,9 37.690 13,5 166.550 59,6 279.230 100,0 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 11.060 5,8 93.895 49,5 84.580 44,6 189.535 100,0 * inkl. Nahversorgungslagen Erhebung: GMA 2017 und Berechnung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 46 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Betrachtet man die verschiedenen Lagen im Stadtgebiet ist festzustellen, dass der Großteil der Betriebe und der Verkaufsfläche in Köln mit einem Anteil von knapp 60 % weiterhin auf die zentralen Versorgungsbereiche entfällt. Damit wird auch die hohe Steuerungswirkung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes deutlich. Die sonstigen Lagen (inkl. Nahversorgungslagen und Flughafen-Einzelhandel) sowie die Sonder- standorte umfassen jeweils etwa ein Fünftel der Verkaufsfläche. Gegenüber 2008 fällt auf, dass der Anteil der City an der Gesamtverkaufsfläche um ca. 2 %-Punkte gesunken ist. Auch Bezirks- und Bezirksteilzentren sowie Nahversorgungszentren haben, auch weil nun weniger Nahversorgungszentren ausgewiesen wurden (vgl. Kapitel 5.) jeweils 1 %-Punkt eingebüßt. Demgegenüber ist der Anteil der Verkaufsfläche in Sonderstand- orten und sonstigen Lagen um jeweils 2 %-Punkte angestiegen. Im kurzfristigen Bedarfsbereich ist der Verkaufsflächenanteil in den zentralen Versor- gungsbereichen gegenüber 2008 insbesondere zugunsten der sonstigen Lagen leicht zurückgegangen. Auch in den Sonderstandorten ist die Verkaufsfläche in diesem Be- darfsbereich zurückgegangen, was die Steuerungswirkung des Einzelhandels- und Zen- trenkonzeptes verdeutlicht. Lebensmittel und Reformwaren sind — dem Idealbild einer möglichst auf die Zentren, in hochverdichteten Bereichen auch auf die bedarfsgerechte Versorgung der Wohnbevölkerung in den Wohnquartieren ausgerichtete Nahversor- gung — zu knapp 58 % in zentralen Versorgungsbereichen und zu ca. 37 % in sonstigen Lagen ansässig. Auch hier spielen Sonderstandorte kaum eine Rolle. Gesundheits- / Körperpflegeartikel sind dagegen überwiegend in den zentralen Versorgungsbereichen angesiedelt (ca. 84 % Verkaufsflächenanteil). Gegenüber 2008 gestiegen ist der Anteil der Sonderstandorte nur beim Sortiment Blumen / Schreibwaren / Zeitungen, was in erster Linie auf einen höheren Anteil an Blumen in großflächigen, dezentralen Ange- botsformen (v. a Gartenmärkte) zurückzuführen ist. Im mittelfristigen Bedarfsbereich gab es seit 2008 keine wesentlichen Verschiebun- gen in der Verortung der zugehörigen Branchen. Nach wie vor konzentriert sich hier der größte Verkaufsflächen zu knapp 89 % auf zentrale Versorgungsbereiche. Da dieser Bedarfsbereich die wesentlichen innerstädtischen Leitsortimente darstellen, ist dies un- ter städtebaulichen Aspekten als positiv zu bewerten. Dabei ist der Verkaufsflächenan- teil in Zentren v. a. bei Bekleidung / Wäsche (ca. 92 %) sowie Büchern (ca. 86 %) ge- genüber 2008 gestiegen. Leicht rückläufig war der Verkaufsflächenanteil in Zentren bei Schuhen / Lederwaren, liegt mit ca. 87 % aber immer noch auf einem sehr hohen Ni- veau. Hohe Verkaufsflächenanteile in Sonderstandorten erreicht nur die Branche Spiel- waren / Hobbyartikel (ca. 31 % Verkaufsflächenanteil). Hier sind einige großflächige Fachmarktanbieter (u. a. Toys’R’Us / Smyths Toys) vertreten, während das innerstädti- sche Angebot und das Angebot in den übrigen zentralen Versorgungsbereichen seit 2008 zurückgegangen ist. Im langfristigen Bedarfsbereich ist zunächst darauf hinzuweisen, dass hier unter- schiedliche Branchen subsummiert werden, die entweder zentrenrelevant oder nicht zentrenrelevant sind oder innerhalb ihrer Branche teilweise beide Standortmerkmale aufweisen. Positiv war die Entwicklung der Verkaufsflächenanteile in zentralen Versor- gungsbereichen bei den Branchen Uhren / Schmuck (92 %) und Hausrat / Glas / Por- zellan (70 %), während sie bei den übrigen Sortimenten leicht rückläufig war. Zugelegt haben hier insbesondere noch die Sonderstandorte bei den Branchen Sportartikel / Camping (9 %, v. a. Eröffnung Decathlon in Marsdorf, 9 %) und Einrichtungsbedarf (60 %, v. a. Neueröffnung IKEA Homepark am Butzweilerhof). Fahrräder und Zubehör als ein Teil von Sportartikel / Camping werden auch verstärkt in sonstigen (integrierten) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 47 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Lagen angeboten (Anteil von Sportartikeln / Camping in sonstigen Lagen 27 % im Jahr 2017 gegenüber 25 % im Jahr 2008). Es zeigt sich eine weitgehende - unter städtebaulichen Gesichtspunkten wünschens- werte — Orientierung von zentrenrelevanten Sortimenten auf die zentralen Versor- gungsbereiche, während die nicht zentrenrelevanten Kernsortimente, allen voran Ein- richtungsbedarf und bau- / gartenmarktspezifische Sortimente auch - nicht zuletzt auf- grund des hohen induzierten Verkehrsaufkommens - an dezentralen Standorten vertre- ten sind. 4.3 Untersuchung der Kölner Wochenmärkte 4.3.1 Standortrahmendaten der Kölner Wochenmärkte Zum Zeitpunkt der Untersuchung sind insgesamt 66 Wochenmärkte an 39 verschiede- nen Standorten in Köln etabliert. Die nachfolgende Tabelle 10 sowie Karte 1 stellen die Wochenmarktstandorte sowie die wesentlichen sozio-demografischen Rahmenbedingungen im Standortumfeld dar. In den einzelnen Bezirkskapiteln erfolgt zudem eine übersichtliche Darstellung und Bewer- tung der Wochenmarktstandorte in Form von Steckbriefen. Zur Vergleichbarkeit der nachfrageseitigen Rahmenbedingungen wurde das Kernein- zugsgebiet der Wochenmärkte anhand einer Entfernung von 700 m definiert, was einem fußläufigen Einzugsgebiet von ca. 10 Minuten entspricht. Dies geht mit den Abgrenzun- gen der Nahbereiche für die Lebensmittelmärkte konform, nach denen die Mehrheit der Kunden den jeweiligen Markt zu Fuß aufsucht und sich ein großer Teil der Kunden aus Einwohnern der umliegenden Wohnquartiere sowie Arbeitsplätze speist. Darüber hin- aus bestehen zwar ebenfalls Kundenbeziehungen in andere Veedel und Stadtteile, die- se hängen jedoch stark von der Lage des konkreten Wochenmarktes in einem auch ansonsten gut frequentierten Standortumfeld (City, Stadtbezirks- oder Stadtteilzentrum) und der verkehrlichen Anbindung v. a. des ÖPNV ab. Für die Wochenmärkte in den zentralen Versorgungsbereichen von Köln gilt, dass sie aufgrund ihrer Lage in der Ein- kaufsinnenstadt in hohem Maße von den dortigen Agglomerationseffekten profitieren und überwiegend von Kunden von weit über dem fußläufigen Einzugsgebiet hinaus be- sucht werden. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 48 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 10: Übersicht über die Wochenmärkte in Köln eltern Z- ® Haus- ar Anzahl Tage / “ | Haushal- | halts- “ Wo- |Nonfood- A wohner FIR koeffi- . Öffnungs- te 700m | größeim | _. _. chen- Anteil . 700 m . zient im . zeiten f Radius* 700 m markt- in % Radius* . Stadt- Radius . stände*** teil** Innenstadt Altstadt-Nord, Di. 7:00 - 17 18 Apostelnkloster 13:00 Uhr Fr 7.00 17.916 | 11.368 1,6 128,3 r. 7:00 - 14:00 Uhr 20 20 Altstadt-Nord, Do. 16:00 - Rudolfplatz 21:00 Uhr 23.420 | 14.722 1,6 128,3 28 0 Altstadt-Nord, Mi. 11:00 - 7 N) Rudolfplatz 18:00 Uhr 23.420 | 14.722 16 128.3 (Biomarkt) Sa. 8:00 - . ° ’ ’ 14:00 Uhr "0 0 Altstadt-Süd, Di. 10:00 - 3 h Severinskirchplatz 18:00 Uhr 25.148 | 14.301 1,8 117,1 Fr. 10:00 - 6 17 18:00 Uhr Neustadt-Nord, Di. 7:00 - 17 18 Sudermanplatz 13:00 Uhr Fr. 7:00 20.411 | 12.075 1,7 120,0 r. 7:00 - 13:00 Uhr 20 15 Neustadt-Nord, Do. 08:00 - Neusser Platz 13:00 Uhr 19.382 | 11.180 1,7 106,8 7 29 (Okomarkt) Neustadt-Süd, Do. 11:00 - Chlodwigplatz 18:00 Uhr 24.589 | 13.954 1,8 117,1 17 8 Deutz, Fr. 7:00 - Deutzer Freiheit 13:00 Uhr | 19.052 | 6.066 1,7 108,0 1 0 Rodenkirchen Zollstock, Do. 7:00 - Höninger Weg 13:00 Uhr 14.364 | 8.173 1,8 102,6 7 57 Rodenkirchen, Mi. 7:00 - 26 42 Maternusplatz 13:00 Uhr Sa. 7:00 7.130 4.168 1,7 132,3 a. 7:00 - 13:00 Uhr 28 46 Rodenkirchen, Do. 8:00 - Maternusplatz 14:00 Uhr 7.130 4.168 1,7 132,3 7 14 (Okomarkt) Sürth, Fr. 7:00 - Sürther Hauptstraße |13:00 Unr | #827 | 2:46 | 2,0 116,0 12 25 Lindenthal Klettenberg, Mi. 7:00 - 22 36 Klettenberggürtel / 13:00 Uhr Siebengebirgsallee |<, 7:00 - 20.245 | 11.236 1,8 119,5 14:00 Uhr 62 56 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 49 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) uluuluet en ® Haus- Aa Anzahl Tage / “ | Haushal- | halts- “ Wo- |Nonfood- Pr wohner mens koeffi- . Öffnungs- te 700m | größeim | , . chen- Anteil . 700 m . zient im . zeiten f Radius* 700 m markt- in % Radius* . Stadt- 2 Radius . stände*** teil** Sülz, Di. 7:00 - Auerbachplatz 13:00 Uhr 1 53 Fr 7:00 23.393 | 13.698 1,7 118,4 r. 7:00 - 14:00 Uhr 70 66 Sülz, Di. 7:00 - 8 25 Hermeskeiler Platz 13:00 Uhr Sa. 7:00 9.495 5.227 1,8 118,4 a. 7:00 - 13:00 Uhr 22 26 Braunsfeld, Mi. 7:00 - n 25 Kitschburgerstraße 13:00 Uhr Sa. 7:00 9.360 5.602 1,7 126,7 a. 7:00 - 13:00 Uhr 20 # Weiden, Emil- Mi. 7:00 - 20 30 Schreiterer-Platz 13:00 Uhr Sa. 7:00 9.844 5.506 1,8 121,6 a. 7:00 - 13:00 Uhr 20 so Ehrenfeld Ehrenfeld, Di. 7:00 - 3 0 Neptunplatz 13:00 Uhr Er. 7:00 20.716 | 12.232 1,7 105,7 r. 7:00 - 13:00 Uhr 10 20 Bickendorf, Mi. 7:00 - Venloer Straße 13:00 Uhr 4 64 Sa. 7:00 12.864 | 7.220 1,8 92,0 a. 7:00 - 13:00 Uhr 22 a Bocklemünd Do. 7:00 - Mengenich, Görlinger | 13:00 Uhr 9.137 4.451 2,1 94,1 14 43 Zentrum Nippes Nippes, Mo.-Fr. Wilhelmplatz 7:00 - 13:00 27 57 Uhr 25.355 | 14.001 1,8 106,8 Sa. 7:00 - 14:30 Uhr 60 63 Riehl, Mi. 7:00 - Riehler Gürtel 13:00 Uhr a 34 Sa. 7:00 11.181 6.208 1,8 112,9 a. 7:00 - 13:00 Uhr 61 61 Niehl, Do. 7:00 - Waldfriedstraße 13:00 Uhr | 10.213 | 5,571 1,8 98,5 7 14 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 50 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) eltern Z- ® Haus- ar Anzahl Tage / “ | Haushal- | halts- “ Wo- |Nonfood- A wohner FIR koeffi- . Öffnungs- te 700m | größeim | _. _. chen- Anteil . 700 m . zient im . zeiten f Radius* 700 m markt- in % Radius* . Stadt- Radius . stände*** teil** Longerich, Mi. 7:00 - 6 33 Gartenstadt-Nord 13:00 Uhr Sa. 7:00 5.770 3.020 1,9 122,4 a. 7:00 - 13:00 Uhr s 63 Chorweiler Chorweiler, Do. 7:00 - Liverpocler Platz 13:00 Uhr 2,3 56 1 Sa. 7:00 14.452 6.399 67,2 a. 7:00 - 14:30 Uhr 64 a4 Heimersdorf, Mi. 7:00 - 10 20 Haselnußhof 13:00 Uhr Sa. 7:00 5.184 2.592 2,0 118,0 a. 7:00 - 13:00 Uhr 9 a4 Porz Poll, Siegburger Fr. 7:00 - Straße 13:00 Uhr 7.365 3.752 2,0 119,4 12 42 Porz, Di. 7:00 - An der Sparkasse 13:00 Uhr 14 57 Fr. 7:00 - 14:00 Uhr 9.215 4.738 1,9 96,7 4 100 Sa. 7:00 - 14:00 Uhr 16 44 Porz-Urbach, Am Do. 7:00 - Schwanebitzer Hof [13:00 Uhr | 9801 | 5.097 1,9 104,4 8 0 Kalk Humboldt-Gremberg, |Do. 7:00 - Gremberger Straße 13:00 Uhr 13.926 7.442 19 81,3 7 14 Kalk, An der Post Sa. 8:00 - 15:00 Uhr 15.940 | 7.989 2,0 87,0 6 0 Vingst, Di. 7.00 - 13 69 Ostheimer Straße 13:00 Uhr Fr 7:00 12.693 | 5.680 2,2 72,4 r. 7:00 - 13:00 Uhr 34 58 Alt-Brück, Di. 7:00 - Olpener Straße 13:00 Uhr 20 40 Fr. 7:00 16.036 | 8.245 1,9 127,4 r. 7:00 - 13:00 Uhr s 42 Neu-Brück, Do. 7:00 - An St.Adelheid 13:00 Uhr | 8,963 | 4089 | 2,2 86,8 33 61 Mülheim Mülheim, Di. 7:00 - Schützenplatz 13:00 Uhr 31 9% Sa. 7:00 - 14.216 | 7.130 1,9 95,1 13:00 Uhr 44 84 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 51 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) uluuluet en ® Haus- Aa Anzahl Tage / “ | Haushal- | halts- “ Wo- |Nonfood- zn wohner mens koeffi- . Öffnungs- te 700m | größeim | , . chen- Anteil . 700 m . zient im . zeiten f Radius* 700 m markt- in % Radius* . Stadt- 2 Radius . stände*** teil** Mülheim, Di. 7:00 - Wiener Platz 14:00 Uhr 17 a Do. 7:00 - 14:00 Uhr 19.991 | 11.185 1,8 95,1 23 30 Sa. 7:00 - 14:00 Uhr 16 13 Buchforst, Mi. 7:00 - 27 52 Waldecker Straße 13:00 Uhr Sa. 7:00 13.078 | 6.848 1,9 86,3 a. 7:00 - 14:00 Uhr 29 52 Holweide, Bergisch Sa. 7:00 - Gladbacher Straße |13:00 Unr | 19.626 | 5448 | 2,0 101,7 12 42 Dellbrück, An der Do. 7:00 - Kemperwiese 13:00 Uhr 9.566 5.345 1,8 122,0 29 45 Höhenhaus, Mi. 7:00 - 14 36 Wupperplatz 13:00 Uhr Sa. 7:00 5.802 2.948 2,0 113,8 a. 7:00 - 13:00 Uhr 16 38 Flittard, Do. 7:00 - Einsteinstraße 13:00 Uhr | 9.698 | 2.984 19 107,5 6 33 Stammheim, Do. 7:00 - Ricarda-Huch-Straße |13:00 Uhr | 916 | 2779 | 2,0 96,6 9 " Zusammenstellung 2020 * Quelle GfK Geomarketing 2019, ** Que desdurchschnitt dar. In den betrachteten Kölner Stadtteilen liegt das Kaufkraftniveau zwischen 67,2 (Chorweiler) unter und 132,3 (Rodenkirchen) und damit in einer sehr breiten Spanne zwischen etwa jeweils einem Drittel un- terhalb und oberhalb des deutschen Bundesdurchschnitts *** basierend auf einer Standortbegehung; GMA- le MB Research 2016, ein Kaufkraftkoeffizient von 100 stellt den Bun- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 52 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Karte 1: Wochenmärkte in Köln und fußläufige Einzugsgebiete - Legende El Wochenmarkt-Standort 700 m-Radius Erhebung: GMA 2017; Darstellung mit RegioGraph Planung 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 53 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Die Analyse der Standortrahmendaten zeigt folgende wesentliche Ergebnisse auf: " Einwohnerzahl im fußläufigen Einzugsgebiet Während die großen Wochenmärkte in den Bezirks(teil)zentren (z. B. Nippes, Wil- helmplatz mit 25.355, Altstadt-Nord mit 23.420 oder Neustadt-Süd mit 24.560 Ein- wohnern) teilweise deutlich über 20.000 Einwohner im fußläufigen Einzugsgebiet aufweisen, erreichen die Einwohnerzahlen im fußläufigen Einzugsbereich der Wo- chenmärkte in kleineren Stadtteilen nicht einmal die Hälfte dessen. Die Marktgröße und die Funktionsfähigkeit bzw. Attraktivität hängt jedoch nicht allein mit der Einwoh- nerzahl und damit dem direkten Kundenpotenzial zusammen. An zentralen Ver- kehrsknotenpunkten gelegene oder als besonders attraktiv wahrgenommene Märkte (z. B. Porz, An der Sparkasse) verzeichnen teilweise erhebliche Kundenzuflüsse von außerhalb ihres fußläufigen Einzugsgebietes. " Haushaltsgröße im fußläufigen Einzugsgebiet Die in den fußläufigen Einzugsgebieten vorliegenden Daten zur durchschnittlichen Haushaltsgröße liegen zwischen 1,6 in der Innenstadt (Altstadt-Nord, Apostelnklos- ter) und 2,3 in Chorweiler. Direkte Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten für Wo- chenmärkte lassen sich daraus nicht ableiten. " Kaufkraftniveau im fußläufigen Einzugsgebiet Insgesamt lässt sich aus dem Kaufkraftniveau im unmittelbaren Umfeld kein direkter Zusammenhang mit der Größe und Leistungsfähigkeit eines Wochenmarktstandortes erkennen. So schwankt das Kaufkraftniveau', das zusammen mit der Einwohnerzahl die zur Verfügung stehende Kaufkraft bestimmt, deutlich zwischen den Stadtteilen. Das Schlusslicht bildet hier der Wochenmarkt Chorweiler, Liverpooler Platz mit ei- nem Kaufkraftniveau von 67,2, während für die Wochenmärkte in Rodenkirchen, Ma- ternusplatz (132,3) oder Alt-Brück, Olpener Straße (127,4) Spitzenwerte erreicht werden. Dieser Umstand wirkt sich z. T. auf das Angebot und den Schwerpunkt der jeweiligen Wochenmärkte aus, grundsätzlich jedoch nicht auf seine Wirtschaftlichkeit. Diese hängt unmittelbar von der Kundenfrequenz auf dem Wochenmarkt ab. Ein ho- hes Kaufkraftpotenzial im Standortumfeld ist wenig bedeutsam, wenn dieses nicht mobilisiert werden kann. 4.3.2 Räumliche Verteilung der Kölner Wochenmärkte Karte 1 stellt die Verteilung der Kölner Wochenmärkte und ihre fußläufigen Einzugsge- biete dar. Dabei ist festzustellen, dass bereits eine räumlich sehr ausgewogene Vertei- lung von Wochenmärkten besteht. Einige Stadtteile ohne eigenen Wochenmarkt sind über den ÖPNV sehr gut an bestehende Wochenmarktstandorte angebunden (z. B. Bil- derstöckchen an Ehrenfeld, Junkersdorf an Braunsfeld). Auch rechtsrheinisch verteilen sich verschiedene Wochenmärkte auf die Stadtbezirke Mülheim, Kalk, Deutz und Porz, sodass eine gleichmäßige Abdeckung des Stadtgebietes auch hier gegeben ist. In einigen Stadtteilen leben schlicht zu wenig Menschen, als das sich ein Wochenmarkt lohnen würde, so z. B. in Esch / Auweiler oder Wahnheide. Auffällig ist zudem, dass einige Stadtteile ohne Wochenmarkt als vergleichsweise sozial schwach gelten. Ob dies ein Grund ist, dass sich ein Wochenmarkt nicht hält, kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht bewertet werden. Grundsätzlich kann jedoch davon ausgegangen werden, 1 Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 100,0. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 54 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) dass die meist etwas höherpreisigen Angebote auf Wochenmärkten tendenziell andere Bevölkerungsschichten (mit höherer Kaufkraft) ansprechen. 4.3.3 Einordnung der Kölner Wochenmärkte Unter Berücksichtigung der voranstehenden Analysen und der Bewertung der Wo- chenmarktstandorte durch Vor-Ort-Begehungen (siehe auch Wochenmarktsteckbriefe im Anhangsband) lassen sich die Wochenmärkte der Stadt Köln unterschiedlichen Gruppen zuordnen. Dazu wird zunächst die Anzahl der Stände des jeweiligen Marktes herangezogen. Tabelle 11: Einordnung der Kölner Wochenmärkte (Standzahl) Anzahl Stände Standort Wochenmarkt Klettenberg, Klettenberggürtel / Siebengebirgsallee (Sa) Sülz, Auerbachplatz (Fr) Bickendorf, Venloer Straße (Mi) Riehl, Riehler Gürtel (Mi) Riehl, Riehler Gürtel (Sa) groß Nippes, Wilhelmplatz (Sa) (mehr als 30 Stände) Chorweiler, Liverpooler Platz (Do) Chorweiler, Liverpooler Platz (Sa) Vingst, Ostheimer Straße (Fr) Neu-Brück, An St. Adelheid (Do) Mülheim, Schützenplatz, Berliner Straße (Di) Mülheim, Schützenplatz, Berliner Straße (Sa) Altstadt-Nord, Apostelnkloster (Di) Altstadt-Nord, Apostelnkloster (Fr) Altstadt-Nord, Rudolfplatz (Do) Neustadt-Nord, Sudermanplatz (Di) Neustadt-Nord, Sudermanplatz (Fr) Neustadt-Süd, Chlodwigplatz (Do) Deutz, Deutzer Freiheit (Fr) Rodenkirchen, Maternusplatz (Mi) Rodenkirchen, Maternusplatz (Sa) Sürth, Sürther Hauptstraße (Fr) Klettenberg, Klettenberggürtel / Siebengebirgsallee (Mi) Sülz, Auerbachplatz (Di) Sülz, Hermeskeiler Platz (Sa) mittel (11 - 30 Stände) |Braunsfeld, Kitschburgerstraße (temporär) (Sa) Weiden, Emil-Schreiterer-Platz (Mi) Weiden, Emil-Schreiterer-Platz (Sa) Bickendorf, Venloer Straße (Sa) Bocklemünd, Görlinger Zentrum (Do) Nippes, Wilhelmplatz (Di) (jeden Tag!) Longerich, Gartenstadt-Nord (Sa) Poll, Siegburger Straße (Fr) Porz, An der Sparkasse (Di) Porz-Urbach, Am Schwanebitzer Hof (Sa) Vingst, Ostheimer Straße (Di) Alt-Brück, Olpener Straße (Di) Alt-Brück, Olpener Straße (Fr) Mülheim, Wiener Platz (Di) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 55 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Anzahl Stände Standort Wochenmarkt Mülheim, Wiener Platz (Do) Buchforst, Waldecker Straße (Mi) Buchforst, Waldecker Straße (Sa) Holweide, Bergisch Gladbacher Straße (Sa) Dellbrück, An der Kemperwiese (Do) Höhenhaus, Wupperplatz (Mi) Höhenhaus, Wupperplatz (Sa) Stammheim, Ricarda-Huch-Straße (Do) Altstadt-Nord, Rudolfplatz (Biomarkt) (Mi) Altstadt-Nord, Rudolfplatz (Biomarkt) Sa) Altstadt-Süd, Severinskirchplatz (Di) Altstadt-Süd, Severinskirchplatz (Fr) Neustadt-Nord, Neusser Platz (Ökomarkt) (Do) Zollstock, Höninger Weg (Do) Rodenkirchen, Maternusplatz (Ökomarkt) (Do) Sülz, Hermeskeiler Platz (Mi) Braunsfeld, Kitschburgerstraße (temporär) (Mi) klein (bis 10 Stände) Ehrenfeld, Neptunplatz (Di) Ehrenfeld, Neptunplatz (Fr) Niehl, Waldfriedstraße (Do) Longerich, Gartenstadt-Nord (Mi) Heimersdorf Haselnußhof (Mi) Heimersdorf Haselnußhof (Sa) Porz, Am Schwanebitzer Hof (Do) Humboldt-Gremberg, Gremberger Straße (Do) Kalk, An der Kalker Post (Sa) Flittard, Einsteinstraße / Eduard-Heis-Straße (Do) Die einzelnen Typen sind wie folgt zu charakterisieren: " große Wochenmärkte: Ein Wochenmarkt wird als „groß“ eingestuft, wenn seine Standzahl 30 oder mehr be- trägt (siehe Tabelle 11). Der größte Wochenmarkt in Köln findet freitags von 07:00 - 13:00 Uhr in Sülz auf dem Auerbachplatz statt. " mittlere Wochenmärkte Mittelgroße Wochenmärkte weisen in der vorliegenden Einordnung eine Standzahl von über 10 bis einschließlich 30 Ständen auf. = kleine Wochenmärkte Kleine Wochenmärkte sind durch eine Standzahl von 10 oder weniger Ständen defi- niert. Die beiden kleinsten Wochenmärkte finden auf dem Severinskirchplatz im Stadtteil Altstadt-Süd sowie dienstags auf dem Neptunplatz im Stadtteil Ehrenfeld mit jeweils nur drei Ständen statt, dicht gefolgt vom Wochenmarkt mittwochs im Stadt- teilzentrum Braunsfeld, Aachener Straße und freitags im Bezirkszentrum Porz An der Sparkasse. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 56 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Einordnung der Wochenmärkte in Köln Leverkusen AR ; Legende Wochenmarkt mit biszu10 M 11-30 | über30 Ständen Erhebung: GMA 2017; Darstellung mit RegioGraph Planung 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 57 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 4.3.4 Fazit und Empfehlungen Vor dem Hintergrund, dass regelmäßig die Forderung nach weiteren Wochenmärkten in Köln besteht, wird nachfolgend erläutert, welche Rahmenbedingungen ein Standort er- füllen muss, damit sich dort ein langfristig erfolgreicher Wochenmarkt etablieren kann. Die Auswertung der Bestandsaufnahme (siehe Steckbriefe), der sozio-demografischen Rahmendaten und letztlich der intensiven Vor-Ort-Begehungen hat diesbezüglich fol- gende Erkenntnisse hervorgebracht: Nachfragepotenzial im Umfeld Für die Wirtschaftlichkeit eines Wochenmarktes ist die im Standortumfeld vorhande- ne Kaufkraft von hoher Bedeutung. Mit Blick auf die zunehmende Ausdifferenzierung der Kundengruppen und das spezialisierte Angebot der Wochenmärkte ist es uner- lässlich, ausreichend Kunden mit Interesse an qualitativ hochwertigen bzw. regiona- len Produkten im Einzugsgebiet zu erreichen. Tendenziell sind diese Kunden eher innerhalb höherer Einkommensgruppen zu finden sowie bei qualitätsbewussten Kun- den, die bereit sind, etwas mehr auszugeben und Wert auf Herkunft / Regionalität le- gen. Die Praxis zeigt aber, dass ein einkommensstarkes Kundenpotenzial im Ein- zugsgebiet allein noch keine Erfolgsgarantie ist. Entscheidend ist, diese Kunden in ausreichender Zahl zu aktivieren. Verkehrsgünstige Lage Auch wenn der Großteil potenzieller Kunden in fußläufiger Entfernung lebt, ist die Anbindung bzw. Lage an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs vorteilhaft. Einerseits wird hierdurch eine zusätzliche Frequenz erzeugt, andererseits ermöglicht es Kunden ohne PKW den Marktbesuch. Das Parkplatzangebot im Standortumfeld spielt eine untergeordnete Rolle. Zwar ist es notwendig im unmittelbaren Umfeld Parkmöglichkeiten bereitzustellen, diese induzieren ihrerseits jedoch häufig erst Ver- kehr. Dieser kann sich in Einzelfällen nachteilig auf die Aufenthaltsqualität auswirken und das gerade für Wochenmärkte wichtige „Einkaufserlebnis“ schwächen. Eigenfrequenz des Standortes Der Standort muss eine ausreichende Eigenfrequenz aufweisen. Das Vorgehen, städtebaulich unattraktive bzw. schwach frequentierte Plätze mit Märkten zu „bespie- len“, führt in den wenigsten Fällen langfristig zum Erfolg. Ein Wochenmarkt kann ei- nen Standort deutlich aufwerten, aber nur beschränkt als Anziehungspunkt fungie- ren. Ohne eine ausreichende Eigenfrequenz des Standortes ist die langfristige wirt- schaftliche Etablierung eines Marktes unrealistisch oder zumindest gefährdet. Arrondierende Angebote im Standortumfeld Kunden erwarten zunehmend, verschiedene Tätigkeiten bzw. Besorgungen koppeln zu können. Folglich wirkt es sich auf die Frequenz und Attraktivität des Standortes positiv aus, wenn im Umfeld weitere Einkaufs- oder Gastronomieangebote vorhan- den sind. Gerade Nahversorgungsangebote wie zZ. B. ein Lebensmittel- oder Droge- riemarkt werden nachgefragt. Infrastrukturelle Voraussetzungen Wichtige infrastrukturelle Rahmenbedingen sind neben vorhandenen Fußwegever- bindungen, die es Kunden gefahrlos ermöglichen, den Wochenmarkt zu besuchen, v. a eine ausreichende Platzgröße (> 400 m?) und -beschaffenheit, sowie vorhande- ne technische Infrastruktur, z. B. Stromanschlüsse. Sanitäre Einrichtungen sind nicht zwingend erforderlich, werden jedoch positiv angenommen und steigern die Attrakti- vität des Standortes. Gleiches gilt für öffentliche Sitzgelegenheiten. Gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen sind diese essenziell. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 58 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) "= Ausstattung der Wochenmärkte Nach Analyse der bestehenden Wochenmärkten ist festzuhalten, dass eine Mindest- ausstattung von 5 Marktständen des Grundbedarfs (Obst / Gemüse, Fleisch- / Wurstwaren, Backwaren, möglichst Feinkost, Fisch) und Gastronomieangebot not- wendig ist, um einen Markt dauerhaft stabil zu halten. Gerade ein Gastronomieange- bot mit Sitzgelegenheiten - hier reichen einfache Biergarnituren - trägt erheblich zur Treffpunktfunktion und Frequentierung kleinerer Stadtteilmärkte bei. In den kommenden Jahren wird es angesichts des Einwohnerzuwachses und der damit einhergehenden Wohnquartiersentwicklung in Köln auch um die Frage gehen, an wel- chen Standorten ggf. neue Wochenmärkte etabliert werden können bzw. sollen. Die nachfolgende Tabelle fasst diese grundsätzlichen Ranmenbedingungen und Kriterien noch einmal zusammen: Tabelle 12: Rahmenbedingungen zur Etablierung von Wochenmärkten Standortrahmenbedingungen " zentraler Standort im Stadtteil " Erreichbarkeit mit ÖPNV (U-Bahn / Straßenbahn / Bus) = gute Anbindung ans Straßennetz (v. a. Marktbeschicker) " in kleineren Stadtteilen auch Parkplätze für Kunden im Umfeld = ca. 8.000 — 10.000 Einwohner im näheren Umfeld, wenn Standort außerhalb eines größeren Zent- rums liegt " weitere Kundenzufuhreffekte im Umfeld, z. B. Schulen, Arbeitsplätze, universitäre Einrichtungen = Einzelhandel / Dienstleistungen / Gastronomie im Umfeld zur gegenseitigen Befruchtung; kein rei- nes Wohnquartier Infrastruktur = mindestens 400 m? Stellplatzfläche / Belastbarkeit der Oberfläche " Stromanschluss " sanitäre Einrichtungen " sichere Zu- / Abfahrbarkeit Mindestausstattung "5-8 Stände (Obst / Gemüse, Fleisch- / Wurstwaren, Bäckerei, Feinkost, Fisch, Blumen, Gastro- nomie inkl. Sitzgelegenheiten) Sonderfall Gastronomiemarkt = im Umfeld größere Arbeitgeber " Treffpunkt für die Mittagspause/Feierabend (Konfliktpotenzial mit Anwohnern) IGMA-Zusammenstellung 2020 Neben der Etablierung neuer Wochenmärkte lassen sich aus den Ergebnissen der vor- liegenden Untersuchung folgende Handlungsschwerpunkte ableiten: Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 59 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) " Konzentration auf wirtschaftliche / funktionsfähige Märkte Zunächst wäre durch die Marktleitung zu prüfen, ob einige Märkte keine wirtschaftli- che Zukunft mehr haben bzw. bereits heute grundlegende Mindestanforderungen an einen funktionierenden Wochenmarkt nicht erfüllen. Grundsätzlich ist für keinen Wo- chenmarkt zu konstatieren, dass dieser vollständig aufgegeben werden sollte, wobei zur genauen Wirtschaftlichkeit aller Märkte keine Daten vorliegen und diese Ein- schätzung daher dem Marktamt bzw. der jeweiligen Marktleitung überlassen bleibt. Jedoch gibt es einige räumlich oder in Bezug auf den Markttag „fehlplatzierte“ Märk- te. Beispielhaft zu nennen sind die Wochenmärkte in der Ricarda-Huch-Straße im Stadtteil Stammheim, im Stadtteilzentrum Holweide-Ost oder An der Sparkasse im Bezirkszentrum Porz. Für diese Märkte ist zu hinterfragen, ob diese am jetzigen Standort und / oder Markttag weiter betrieben werden sollen. Hier gilt es im Einzelfall abzuwägen, ob eine Neupositionierung (zZ. B. als Gastronomiemarkt) denkbar ist oder die Zukunftsperspektiven so problematisch sind, dass ein Rückzug / eine Verlage- rung an funktionierende Standorte sinnvoller erscheint. Auch kommt die Reduzierung auf weniger Markttage in Frage (im Beispiel Porz z. B. von drei auf zwei Markttage). Dies gilt insbesondere für Märkte, in denen sich nur vereinzelt Marktstände halten können und denen es kaum gelingt, eine stabile Stammkundschaft aufzubauen. " Schwerpunktsetzung / Positionierung Mit Blick auf die bereits bestehenden Angebotsschwerpunkte (Lebensmittel oder Gastronomie) ist für manche Standorte zu prüfen, welche Ausrichtung diese zukünf- tig haben sollen. In diesem Zusammenhang ist auf die einzelnen Steckbriefe (Marktpässe) zu den Wochenmärkten zu verweisen, die in den jeweiligen Bezirkska- piteln enthalten sind. Denkbar ist, diese Märkte als reine Food-Märkte zu positionie- ren und Händlern aus dem Lebensmittelbereich andere Standorte zuzuweisen. Dadurch können anderenorts bestehende Lücken im Angebot geschlossen werden und/oder der Marktstandort aufgewertet werden. Gleichzeitig ist es durch die Profilie- rung möglich, bestehende Anfragen aus dem Bereich Gastronomie zu befriedigen. Anbieter, die sich an Gastronomiestandorten als zuverlässig und qualitativ hochwer- tig erwiesen haben, können ausgewählte „klassische“ Wochenmärkte ergänzen. Die Wochenmarkt-Standorte in der Innenstadt, die bereits heute stark von Arbeit- nehmern aus dem Umfeld frequentiert werden, haben eine solche Schwerpunktset- zung teilweise bereits vollzogen. Mit Blick auf die Zielgruppe gilt es, ggf. weitere pas- sende Anbieter auszuwählen. Weitere Standorte für solche Sondermärkte werden gutachterlicherseits aktuell in Köln jedoch nicht gesehen. " punktuelle Verbesserungen funktionierender Märkte Die Untersuchung der Kölner Wochenmärkte verdeutlicht, dass für viele Märkte kein unmittelbarer Handlungsdruck besteht. Viele Märkte sind funktionsfähig und werden von den Kunden als attraktiv wahrgenommen. Dennoch zeigen sowohl die Händler- als auch Kundenbefragung, dass punktuell Verbesserungspotenzial besteht. Aspekte wie Sauberkeit, Ausschilderung oder das Sicherheitsempfinden können und sollten verbessert werden, gerade vor dem Hintergrund, dass der Einkauf auf dem Wo- chenmarkt zunehmend als Erlebnis wahrgenommen werden möchte. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 60 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 5 Zentrenstruktur und Steuerungssystem Köln 5.1 Standortkonzept 5.1.1 Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Die Abgrenzung richtet sich nach den Ausführungen in Kapitel 3.3 und basiert auf der aktuellen Situation (faktische Prägung). Sie ist weitestgehend parzellenscharf, um eine hinreichende Bestimmtheit und Bestimmbarkeit zu gewährleisten. In Einzelfällen wurde von der Parzellengrenze abgewichen, z. B. bei tiefen Grundstücken oder wenn sich die baulichen Strukturen vor Ort nicht mit den Parzellenstrukturen decken. Zur Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches ist die räumliche Konzentration von Versorgungs- einrichtungen maßgeblich. Außer dem Einzelhandel sind hier auch Komplementärnut- zungen (Dienstleister, Ärzte, Banken, Post, Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtun- gen etc.) zu betrachten. Ausgehend von den dargelegten rechtlichen Anforderungen zur Identifizierung und Festle- gung zentraler Versorgungsbereiche sind folgende Kriterien bei der Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche zu berücksichtigen: " städtebaulich integrierte Lage " räumlich abgrenzbarer Bereich " zentrale Funktion mit städtebaulichem und funktionalem Gewicht (= Versorgung der Bevölkerung über den unmittelbaren Nahbereich hinaus) " Multifunktionalität (Einzelhandel ergänzt durch Dienstleistungen, gastronomische Angebote und ggf. Kultur und Freizeit) " sofern notwendig: die Entwicklungsfähigkeit des zentralen Versorgungsbereiches (Flächenpotenziale für Neuansiedlungen oder Verlagerungen bestehender Anbieter zur Stärkung des Zentrums). Abbildung 12: Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Zugangsvoraussetzung: städtebaulich Funktionale Kriterier Städtebauliche Kriterien J Versorgungsfunktion über den Nahbereich hinaus 4 integrierte Lage J Handelsbesatz mit Magnetfunktion 4 städtebauliche Qualität > (u. a. Zustand und Gestaltung privater J Sranchenmix und Fristigkeit und öffentlicher Raum i.$. von J Betriebstypenmix Aufenthaltsqualitäten) J ergänzender, kleinteiliger Handel, J fußläufige Erreichbarkeit Komplementärnutzungen (Gastronomie, Dienstleistung, kulturelle 4 tußläufige Erlebbarkeit Angebote, „Multifunktionalltät”) 4 ÖPNV-Erreichbarkeit J Dichte, Nähe, Längenausdehnung # Pkw-Erreichbarkeit J Wettbewerbssituation im Umfeld J Stabilität und Leistungsfahigkeit der Lage J Barrieren / Zäsuren J Entwicklungs- und Flächenpotenziale GMA-Darstellung 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 61 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Während die in Abbildung 12 aufgeführten Kriterien Integration und zentrale Versor- gungsfunktion (= „funktionales Gewicht“, „über den Nahbereich hinaus“) als unverrück- bare „Muss-Kriterien“ gelten, handelt es sich bei anderen Kriterien (bspw. Vorhanden- sein von Entwicklungs- und Potenzialflächen, Anteil der Komplementärnutzungen) um ergänzende Voraussetzungen, die grundsätzlich abgewogen werden können. Die zur Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen in Köln zugrunde gelegten Kriterien sind im Detail der nachfolgenden Abbildung 13 zu entnehmen. Darüber hinaus ist auf den Kriterienkatalog im Anhang unter Kapitel 6.3 zu verweisen, wo wesentliche Anforderungen an zentrale Versorgungsbereiche definiert werden. 5.1.2 Zentren- und Standortstruktur Köln Unter Berücksichtigung der Kriterien wurde folgende Zentren- und Standortstruktur ent- wickelt (vgl. Abbildung 12): Abbildung 13: Zentren- und Standortstruktur Köln 2020 Standortbezeichnung Bezirkszentren und Bezirksteilzentren Stadtteilzentren = Zentrale Versorgungsbereiche i. S. v. $ 1 Abs. 6 BauGB, $ 2 Abs. 2 BauGB, $ 9 Abs. 2a | $ 30, $ 34 BauGB | BauGB, $ 34 Abs. 3 BauGB, $ 11 Abs. 3 BauNVO uade7 a3ıysuos BMOPUEISIaPUOS GMA-Darstellung 2020 " Die zentralen Versorgungsbereiche wurden aufbauend auf der Zentrenstruktur aus dem Jahr 2010 sowie vor dem Hintergrund der aktuellen Situation definiert und ab- gegrenzt. Sie werden anhand einer vierstufigen Zentrenstruktur kategorisiert (vgl. Abbildung 13). Die Zentreneinteilung wurde im Wesentlichen anhand des Kriterienka- talogs (siehe Anhang: Teil A, Kapitel 6.3) vorgenommen. Dieser berücksichtigt die aktuellen rechtlichen Anforderungen, insbesondere des Landesentwicklungsplans Nordrhein-Westfalen und der Rechtsprechung, sowie die tatsächlichen Vor-Ort- Verhältnisse. Er wurde bereits 2010 entwickelt und nunmehr fortgeschrieben.'! Dieser ! Zur Einordnung der zentralen Versorgungsbereiche bzw. der einzelnen Lagen in die Zentren- und Standort- struktur siehe Kapitel 6.3 im Anhang von Teil A (Abgrenzung zentrale Versorgungsbereiche und Kriterienkata- log). Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 62 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Kriterienkatalog wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der GMA und dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik erarbeitet. " Darüber hinaus werden neben den zentralen Versorgungsbereichen sogenannte Nahversorgungslagen definiert. Diese können aufgrund des geringen Besatzes bzw. der fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten nicht als zentrale Versorgungsberei- che ausgewiesen werden. Sie weisen einen gewichtigen Bezug zu Wohngebieten auf und dienen i. d. R. der fußläufigen, wohnungsnahen Versorgung der dort leben- den Einwohner, z. T. haben sie auch eine Versorgungsfunktion für einen weiter ge- fassten Versorgungsraum. Damit bilden sie aufgrund ihrer integrierten Lage und der vorhandenen Nutzungen (meistens Lebensmittelmarkt, kleinteiliger Einzelhandel, Komplementärnutzung) eine Bedeutung für die wohnortnahe Versorgung. Außerdem weisen sie infolge der räumlichen Konzentration dieser Nutzungen Zentrumsansätze auf und sind daher bei Standortplanungen ebenfalls zu berücksichtigen. Aufgrund der Rechtsprechung, insbesondere aufgrund der geringen Ausstattung und fehlen- den Versorgung dieser Standorte über ihren unmittelbaren Nahbereich hinaus, kön- nen diese jedoch nicht als zentrale Versorgungsbereiche abgegrenzt werden. " Ebenfalls nicht als zentraler Versorgungsbereich definiert werden sogenannte Son- derstandorte. Dabei handelt es sich i. d. R. um autokundenorientierte Standorte in Gebieten, die ursprünglich primär für Gewerbebetriebe vorgesehen waren und sich aufgrund ihrer verkehrlichen Lagegunst zu Standorten des Lebensmitteleinzelhan- dels oder des großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandels herausgebildet haben. Daneben weisen diese Standorte häufig auch einen Besatz mit überwiegend großflächigen Betrieben des Fachmarktsegments auf (z. B. Bekleidung, Schuhe, Sport, Elektrowaren). Mit Ausnahme von Systemgastronomie und Anbietern im Vor- kassenbereich von größeren Lebensmittelmärkten (z. B. Bäckereien) sind hier kaum ergänzende Nutzungen ansässig. Aufgrund der nicht integrierten Lage, des begrenz- ten Warenspektrums sowie fehlender Komplementärnutzungen sind diese Standorte nicht als zentrale Versorgungsbereiche zu definieren. Durch die Vorprägung mit Ein- zelhandel aller Art sowie das weitere Einsickern von zentren- und / oder nahversor- gungsrelevanten Sortimenten sowie die häufig verkehrliche Leistungsfähigkeit setzen diese Standorte die gewachsenen Zentren unter Druck. Andererseits können sie als sogenannte Sonderstandorte mit Sortimenten, die ausschließlich mit dem Pkw ein- gekauft werden können (2. B. Baustoffe, Möbel) und damit nicht zentrenschädlich sind, die gesamtstädtische Zentren- und Standortstruktur ergänzen und so eine ge- lungene Arbeitsteilung zwischen zentralen Versorgungsbereichen auf der einen Seite und dezentralen Standorten auf der anderen Seite fördern. "= Neben den zentralen Versorgungsbereichen und Nahversorgungslagen bestehen auch Einzelhandelsbetriebe an sonstigen Lagen im Stadtgebiet in sogenannten Streulagen. Da es sich v. a. um Solitärstandorte handelt, sind diese weder als zentra- le Versorgungsbereiche oder Nahversorgungslagen noch als Sonderstandorte einzu- stufen. Hierzu zählen sowohl städtebaulich integrierte als auch dezentrale, nicht inte- grierte Standorte (z. B. in Gewerbe- und Industriegebieten). Während in städtebau- lich integrierten Lagen nicht großflächiger Einzelhandel aller Art und im Einzelfall auch großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten zulässig sein können, ist in den dezentralen, nicht integrierten Standorten Einzelhandel mit wenigen Ausnahmen (Ausnahmen v. a. für Betriebe mit nicht zentrenrelevanten Sor- timenten) Einzelhandel zum Schutz der Zentren auszuschließen. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 63 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 5.2 _ Sortimentsliste 5.2.1 Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln Die Sortimentsliste für die Stadt Köln wird auf Grundlage der Ausführungen in Kapitel 3.3 abgeleitet bzw. fortgeschrieben. Neben der Charakteristik des Sortiments sind die tatsächliche Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln, die Einstufung im LEP NRW sowie die städtebaulichen Zielvorstellungen zu berücksichtigen. Während einige Sortimente wie etwa Bekleidung klar zentrenrelevant sind, ergeben sich in ande- ren Sortimenten Abwägungsmöglichkeiten. Daher wird im Folgenden zunächst die tat- sächliche Verteilung nach Lagen über alle Branchen hinweg (Abbildung 13) und des Weiteren auch die tatsächliche Verteilung nach Lagen in ausgewählten Sortimenten dargestellt (Abbildung 14): Abbildung 14: Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln nach Branchen und Lagekategorien Einzelhandel gesamt 23% i 2x BEE \ebensmätel und Retormuaren a. [5x | Gesundheits / woroersiegearınet FT TEE 6 3% 13% [03 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen zux re Bücher | Spielwaren / Hobbyarike u U 3 Beisessune/ vs ET PETE 2 ++: E23 Scruhe /\oseneen ET "TE c>>:3>: BEN Uhren / Schmuck | Giktrowaren u TE Foto /Opik 2 Sportartikel / Camping 20% [0x Hausrat / Gas / Porzellan 7» ET Einrichtungsbedart 2 ET" EEE bau- /gartenmarktspez. Sortimente EEE 50% EEE 7 0 209 ar 71) 30 100 Erhebung: GMA 2017 und -Darstellung 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 64 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 15: Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln in ausgewählten Sortimenten nach Lagekategorien Spezialbekleidung und Zubehör (u. a. Karnevalsbekleidung; Teil von 2.) 46% 11% 72% Wolle, Kurzwaren, Strickwaren, Handarbeiten, Stoffe (Teil von 2.) 43% 25% 11% 10% Elektrogeräte, Medien*, Elektro-Haushaltswaren (Teil von 3.) 40% 29% 6% 14% Computer und Büromaschinen (Teil von 3.) 20% 41% 9% 24% Kommunikationselektronik (Teil von 3.) 20% 61% 9% 5% Lampen, Leuchten, Beleuchtungskörper (4.) 49% 5% 5% 41% Spielwaren (Teil von 5.) 6% En Kunst, Kunstgewerbe, Bilderrahmen (Teil von 6.) 26% 3% Antiquitäten (mit Antikmöbeln, Teil von 6.) 21% Haushaltswaren, Glas / Porzellan / Keramik (7.) 13% Haus- und Heimtextilien etc. (s. 8.) 41% 19% 18% Baby- und Kinderartikel (Teil von 9.) 17% 50% 16% 122% Sportbekleidung, Sportartikel (10.) 43% 15% 4% 24% | 11% | Fahrräder und Fahrradzubehör (11.) 2 29% 3 36% Tiere, Zoobedarf, Tierpflegemittel, Tiernahrung (12.) 64% 13% 0% 20% 40% 60% 80% 100 mCity mBezirks- und Bezirksteilzentren mStadtteilzentren m Nahversorgungszentren mNahversorgungslagen m sonstige Lagen m Sonderstandorte * nur Unterhaltungselektronik, ohne Kommunikationselektronik, Computer Erhebung: GMA 2017 und -Darstellung 2020 5.2.2 Kölner Sortimentsliste Die nachfolgende Übersicht stellt die Einstufung der Sortimente in zentren-, nahversor- gungs- und nicht zentrenrelevante Sortimente in der Stadt Köln dar. Dabei ist zu beach- ten, dass sich die Abgrenzung nicht nur an der derzeitigen räumlichen Verteilung des Einzelhandels in Köln orientiert, sondern auch landesplanerische und städtebauliche Zielsetzungen berücksichtigt. So können z. B. Branchen, die derzeit nicht innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche angeboten werden bzw. dort nicht ihren Verkaufsflä- chenschwerpunkt aufweisen, als zentrenrelevant eingestuft werden, sofern entspre- chende Ansiedlungen im zentralen Versorgungsbereich möglich erscheinen und dort zu einer maßgeblichen Steigerung der Attraktivität des Einzelhandelsstandortes beitragen würden. Demgegenüber können im Einzelfall solche Sortimente, die bislang als zen- trenrelevant eingestuft worden sind, aber nach aktuellen Erkenntnissen die zentralen Versorgungsbereiche nicht wesentlich prägen oder für die Aufwertung aufgrund verän- derter Ansprüche an die Standortranmenbedingungen (zZ. B. Flächenverfügbarkeit, ver- kehrliche Erreichbarkeit) auch auf lange Sicht nicht realistisch erscheinen, aus der Köl- ner Sortimentsliste herausgenommen werden. Die Sortimentsliste der Stadt Köln aus dem Jahr 2010 hat sich grundlegend bewährt. Insbesondere wurden damit Trends im Einzelhandel abgemildert, die sich ansonsten sehr viel gravierender auf die Vielfalt und Lebendigkeit in den einzelnen Kölner Ge- schäftszentren ausgewirkt hätten. Sie wird daher hinsichtlich der gegenwärtigen Ange- botssituation in Köln, der Anlage 1 des Landesentwicklungsplans NRW, zwischenzeit- lich erfolgter Rechtsprechungen sowie den zukünftigen stadtentwicklungspolitischen Zielsetzungen überprüft und fortgeschrieben (vgl. Tabelle 13): Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 65 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 13: Kölner Sortimentsliste (zusammenfassende Darstellung) zentrenrelevante Sortimente 1. Bücher und Antiquariate 2. Bekleidung aller Art (inkl. Karnevalsbekleidung, Kinder- und Babybekleidung, Sportbekleidung, Arbeitsbekleidung etc.), Wäsche, Schuhe, Lederwaren, Wol- le, Kurzwaren, Strickwaren, Handarbeiten, Stoffe 3. Elektrogeräte, Medien (= Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Com- puter), Elektro-Haushaltswaren (Kleingeräte wie Mixer, Bügeleisen, ohne Elekt- rogroßgeräte), Büromaschinen 4. Lampen, Leuchten, Beleuchtungskörper, 5. (Augen-)Optik, Hörgeräteakustik, Uhren, Schmuck, Foto, Spielwaren, Musika- lien, Musikinstrumente, 6. Kunst, Kunstgewerbe, Bilderrahmen, Antiquitäten (ohne Antikmöbel) 7. Haushaltswaren, Glas / Porzellan / Keramik 8. Haus- und Heimtextilien, Gardinen und Zubehör, Raumausstattung, Bettwaren (z. B. Steppdecken), Haus- / Tischwäsche, Bettwäsche (Bettbezüge, Laken), Badtextilien 9. _Baby- und Kinderartikel ohne Kinderwagen, Kindersitze 10. Sportbekleidung (inkl. Sportschuhe), Sportartikel (ohne Großgeräte) 11. Fahrräder und Fahrradzubehör, 12. Tiere, Zoobedarf, Tierpflegemittel, Tiernahrung 13. Gebrauchtwaren der hier aufgeführten Sortimente nahversorgungsrelevante Sortimente (gleichzeitig immer zentrenrelevant) 14. Nahrungs- und Genussmittel, Getränke, Tabak-, Reformwaren 15. Gesundheits- und Körperpflegeartikel (Drogeriewaren inkl. Wasch- und Putz- mittel, Kosmetika), medizinische, orthopädische Artikel, Sanitätswaren, Apo- thekerwaren / pharmazeutische Artikel 16. (Schnitt-)Blumen 17. Papier / Bürobedarf / Schreibwaren inkl. Schulbedarf, Bastelartikel, Zeitungen / Zeitschriften GMA-Empfehlungen 2020 auf Grundlage der erhobenen Standortverteilung 2017, städtebaulicher Zielvorstellungen und Anlage 1 LEP NRW Übrig bleiben demnach als nicht zentrenrelevante Sortimente: 18. Möbel, Kücheneinrichtung, Büromöbel, Antikmöbel, Teppiche, Teppichböden, Bo- denbeläge, Matratzen 19. Bau- und Heimwerker-, Gartenbedarf, Installationsmaterial, Beschläge, Eisenwa- ren und Werkzeuge, Zäune, Farben, Lacke, Tapeten, Malereibedarf, Baustoffe, Badeinrichtungen und -ausstattung, Fliesen, Sanitär, Holz / Naturhölzer, Bauele- mente wie z. B. Fenster, Türen, Rollläden, Gitter, Rollos, Markisen, etc. 20. Zimmer-, Beet-, Balkonpflanzen, Außenpflanzen, Pflege- und Düngemittel, Erde, Torf, Gartengeräte, Gartenmöbel, Gartenkeramik / Pflanzengefäße, Gartenhäuser, Rasenmäher, 21. Elektro-Haushaltswaren (nur Großgeräte) / „weiße Ware“ (sperrige Haus- und Kü- chengeräte wie z. B. Herde, Ofen, Kühlschränke, Waschmaschinen) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 66 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 22. Sportgroßgeräte (ohne Fahrräder und Fahrradzubehör), Campingartikel, Boote und Zubehör 23. Kfz-Handel, Motorräder, Campingfahrzeuge, Reifenhandel 24. Kfz- / Motorradzubehör 25. Kinderwagen, Kindersitze 26. Landmaschinen, Maschinen, Werkzeuge (großvolumig), Mineralölerzeugnisse, Brennstoffe, Antennen, Satellitenanlagen Die Liste der nicht zentrenrelevanten Sortimente soll aufzeigen, dass zentrenrelevante Sortimente im Falle von Ansiedlungsbegehren außerhalb der zentralen Versorgungsbe- reiche kritisch im Hinblick auf die Zielsetzungen des Einzelhandelsstandortkonzeptes angesehen werden. Die Liste der nicht zentrenrelevanten Sortimente erfüllt hingegen lediglich darstellenden Charakter und ist im Gegensatz zu den aufgeführten zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten nicht abschließend und um weitere Sorti- mente ergänzbar. 5.3 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen Zur effektiven Steuerung der Einzelhandelsentwicklung sind standortbezogene Rege- lungen zum Ausschluss bzw. zur Zulässigkeit von Einzelhandelsvorhaben erforderlich." Diese wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der GMA, dem Amt für Stadtentwick- lung und Statistik und der Bezirksregierung Köln erarbeitet und mit der begleitenden Projektgruppe diskutiert und abgestimmt. Die Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen stellen sicher, dass Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbetrieben nicht zu einer Beeinträchtigung der Versor- gungsfunktion sowie der Funktions- und Entwicklungsfähigkeit zentraler Versorgungs- bereiche führen dürfen und sich die Dimensionierung eines Vorhabens am zugeordne- ten Versorgungsgebiet orientieren muss. Dieser Nachweis ist im Zweifel durch den An- tragsteller beizubringen. Bei der Ansiedlung und Erweiterung von Vorhaben i. S. v.8 11 Abs. 3 BauNVO sind zudem die landesplanerischen Vorgaben (LEP NRW) zu beach- ten. Im Folgenden werden auf Grundlage des Sortimentskonzeptes sowie der o. g. Zentren- und Standortstruktur in Köln branchen- und standortbezogene Grundsätze zur Einzel- handelsentwicklung definiert. 5.3.1 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels innerhalb der zentralen Ver- sorgungsbereiche City, Bezirkszentren, Bezirksteilzentren: Für die zentralen Versorgungsbereiche City, Bezirkszentren und Bezirksteilzentren sollen keine Beschränkungen hinsichtlich mögli- cher Einzelhandelsansiedlungen bzw. -erweiterungen gelten. Das heißt, dass sowohl großflächige? Betriebe als auch nicht großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevan- ten und zentrenrelevanten Sortimenten zulässig und städtebaulich erwünscht sind. 1 Die Umsetzung der Empfehlung ist vor dem Hintergrund der jeweils örtlichen und bauplanungsrechtlichen Ge- gebenheiten zu prüfen. 2 großflächiger Einzelhandel wird gerichtlich definiert ab 800 m? Verkaufsfläche. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 67 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Auch die Ansiedlung großflächiger Betriebe mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten ist hier zulässig. Die City besitzt hierbei als Hauptzentrum eine gesamtstädtische und überörtliche Bedeutung, während die Bezirkszentren als Hauptzentren eine Versor- gungsfunktion für die jeweiligen Stadtbezirke übernehmen. In den Stadtbezirken Innen- stadt, Rodenkirchen, Lindenthal und Mülheim wurden anstelle eines Bezirkszentrums aufgrund der gewachsenen Einzelhandelsstruktur mehrere Bezirksteilzentren ausge- wiesen. Diese fungieren ebenfalls als Hauptzentren und versorgen jeweils einen Teilbe- reich des entsprechenden Stadtbezirks. Stadtteilzentren: Die Stadtteilzentren weisen ihren Schwerpunkt im Bereich des kurz- fristigen Bedarfs auf und übernehmen die Versorgung eines bzw. in einzelnen Fällen mehrerer Stadtteile. Innerhalb der Stadtteilzentren soll der Angebotsschwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Erweiterungen bei Betrieben mit nahversorgungsre- levanten Sortimenten liegen. Eine Ergänzung des nahversorgungsrelevanten Angebo- tes in den Stadtteilzentren soll v. a. durch die Ansiedlung bzw. Erweiterung von nicht großflächigen Einzelhandelsbetrieben mit zentrenrelevanten Sortimenten erfolgen. Großflächige Betriebe mit zentrenrelevanten Kernsortimenten sollen unter Berücksichti- gung der Vorrangstellung bevorzugt in die City und Bezirks- bzw. Bezirksteilzentren ge- lenkt werden. Aufgrund dessen sollen derartige Vorhaben in Stadtteilzentren nur im Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Planung, der Dimensionie- rung, des Sortiments und der Vor-Ort-Situation zulässig sein. Dies ist auch bei Ansied- lungen / Erweiterungen von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sorti- menten zu berücksichtigen. Aufgrund der baulichen Strukturen und der begrenzt vor- handenen Potenzialflächen sind diese aus städtebaulicher Sicht in den Stadtteilzentren nur im Einzelfall unter Abwägung aller Sachverhalte zu empfehlen. Betriebe unterhalb der Grenze der Großflächigkeit mit nicht zentrenrelevantem Kernsortiment sind als An- gebotsergänzung möglich. Nahversorgungszentren: Innerhalb der Nahversorgungszentren soll der Angebots- schwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Erweiterungen bei Betrieben des kurzfristigen Bedarfsbereichs liegen, so dass hier grundsätzlich nahversorgungsrele- vante Sortimente anzusiedeln bzw. weiterzuentwickeln sind. Für großflächige Betriebe mit zentrenrelevantem Einzelhandel wird unter Berücksichtigung der Vorrangstellung der übergeordneten Zentren in den Nahversorgungszentren empfohlen, diese pla- nungsrechtlich auszuschließen. Auch die Realisierung von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten wird aus städtebaulichen Gründen in Nahversor- gungszentren nicht empfohlen. Betriebe unterhalb der Großflächigkeit sind im Sinne einer Angebotsergänzung für den entsprechenden Versorgungsbereich des Nahversor- gungszentrums sowohl im zentrenrelevanten als auch im nicht zentrenrelevanten Sor- timentsbereich möglich. 5.3.2 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels außerhalb der zentralen Ver- sorgungsbereiche Für alle Standorte außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche gilt analog Ziel 6.5-8 LEP NRW, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung beste- hender Einzelhandelsagglomerationen mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzu- wirken ist. Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW an- zuwenden. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 68 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ist zu unterscheiden zwischen städte- baulich integrierten Lagen und städtebaulich nicht integrierten Lagen. Zu den städte- baulich integrierten Lagen zählen Nahversorgungslagen und sonstigen städtebaulich integrierte Lagen. Den städtebaulich nicht integrierten Lagen sind im Umkehrschluss alle sonstige Standorte zuzuordnen, wobei v. a. die definierten Sonderstandorte sowie Gewerbe- und Industriegebiete anzusprechen sind. Für alle städtebaulich nicht inte- grierte Lagen gilt, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen außerhalb der Allgemeinen Siedlungsbe- reiche (ASB) sowie mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzuwirken ist. Nahversorgungslagen: Die Nahversorgungslagen dienen der Sicherung und dem Ausbau der wohnortnahen Versorgung, sodass nicht großflächige Einzelhandelsbetrie- be mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten hier zulässig sind. Großflächige Be- triebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, sofern keine Auswirkungen i. S. von & 11 Abs. 3 BauNVO zu erwarten sind und die Vorausset- zungen des Prüfschemas (s. u. Abschnitt „Steuerung großflächiger nahversorgungsre- levanter Betriebe außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche‘‘) erfüllt werden; dies ist im Rahmen einer Einzelfallprüfung nachzuweisen. Großflächige Betriebe mit nahver- sorgungsrelevanten Kernsortimenten sind demnach dann zulässig, sofern sie eine Aty- pik im Sinne des 8 11 Abs. 3 Satz 4 aufweisen und keine Auswirkungen im Sinne des & 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 hervorrufen.! Großflächige Betriebe mit zentrenrelevan- ten Kernsortimenten sind in den Nahversorgungslagen nicht zulässig, während nicht großflächige Betriebe als Angebotsergänzung möglich sein können, wenngleich diese in erster Linie auf zentrale Versorgungsbereiche gelenkt werden sollen. Ansiedlungen von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten sind in Nahversor- gungslagen aus städtebaulicher Sicht nicht erwünscht. Städtebaulich integrierte Lagen: Bei den sonstigen städtebaulich integrierten Lagen handelt es sich um Standorte, die keinem zentralen Versorgungsbereich oder keiner Nahversorgungslage zuzuordnen sind, jedoch als wohnungsnahe Lagen im Siedlungs- zusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches gelten. Ein Anhaltspunkt ist, dass der Standort in mindestens zwei Himmelsrichtungen einen we- sentlichen Wohngebietsbezug aufweist?. Großflächige Betriebe mit nahversorgungsre- levanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, sofern keine Auswirkungen i. S. von 8 11 Abs. 3 BauNVO zu erwarten sind und die Voraussetzungen des Prüfschemas (s. u. Abschnitt „Steuerung großflächiger nahversorgungsrelevanter Betriebe außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche“) erfüllt werden. Derartige Betriebe mit nahversor- gungsrelevanten Kernsortimenten müssen eine Atypik im Sinne des $ 11 Abs. 3 Satz 4 aufweisen und dürfen keine Auswirkungen im Sinne des $ 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 hervorrufen. Hierfür ist die Durchführung einer Einzelfallprüfung notwendig. Um eine Aushöhlung des Einzelhandelskonzeptes zu verhindern, wird empfohlen, bestehende oder neue Standorte, die städtebaulich nicht erwünscht sind, im vorliegenden Sinne zu überplanen. Grundsätzlich kann die Ansiedlung von nahversorgungs- und zentrenrele- vantem Einzelhandel unterhalb der Großflächigkeit möglich sein, sofern keine Beein- trächtigung zentraler Versorgungsbereiche vorliegt. Dabei ist zu differenzieren zwischen kleinteiligen Angeboten wie Bäckereien, Blumenläden, Apotheken usw. und mittelflächi- 1 vgl. zur bauplanungsrechtlichen Prüffolge: OVG NRW, Urteil vom 02.12.2013 — 2 A 1510/12. 2 Der Wohnbezug soll gewichtig sein und somit nicht nur eine Häuserreihe umfassen. 3 vgl. zur bauplanungsrechtlichen Prüffolge: OVG NRW, Urteil vom 02.12.2013 — 2 A 1510/12. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 69 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) gen! Fachmarktangeboten wie z. B. Drogeriemärkten oder Textilfachmärkten. Hier muss im Zweifelsfall der Nachweis erbracht werden, dass keine nachteiligen Auswir- kungen auf zentrale Versorgungsbereiche zu erwarten sind.? Großflächige Ansied- lungsvorhaben im zentrenrelevanten Sortimentsbereich sind gemäß Ziel 2 LEP NRW ausgeschlossen. Großflächige Einzelhandelseinrichtungen mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten sollen nach Möglichkeit auf die Sonderstandorte gelenkt werden. Städtebaulich nicht integrierte Lagen: Zu den städtebaulich nicht integrierten Lagen zählen neben den Sonderstandorten v. a. Gewerbe- und Industriegebiete, aber auch alle anderen Lagen, die nicht wohnortnah im Siedlungszusammenhang eines beste- henden oder perspektivischen Wohnbereiches liegen. Sonderstandorte: Um die zentralen Versorgungsbereiche in ihren bestehenden Struk- turen nicht zu beeinträchtigen sowie in deren Entwicklung nicht zu behindern, soll an den ausgewiesenen Sonderstandorten zukünftig — auch gemäß Ziel 2 des LEPNRW - die Ansiedlung von großflächigen Betrieben mit nahversorgungs- und zentrenrelevanten Kernsortimenten planungsrechtlich ausgeschlossen werden, sofern dies nicht bereits erfolgt ist. Auch die Ansiedlung von nicht großflächigen Betrieben mit nahversorgungs- und zentrenrelevanten Kernsortimenten ist zum Schutz der zentralen Versorgungsbe- reiche und deren Entwicklungsmöglichkeiten nicht erwünscht und ist daher planungs- rechtlich auszuschließen. An diesen Standorten sind Betriebe mit nicht zentrenrelevan- ten Kernsortimenten zu konzentrieren, um so eine Bündelung von Einzelhandelsange- boten zu erreichen. Die Ansiedlung von Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsor- timenten darf zudem nicht zu einer grundsätzlichen Verdrängung dort vorhandener klassischer Gewerbebetriebe führen. In Sonderstandorten, die nicht als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB), sondern als Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereiche (GIB) ausgewiesen sind, sind der Neuansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben aller Art durch den LEP NRW enge Grenzen gesetzt (vgl. Ausführungen in Kapitel 3.2). Sonstige städtebaulich nicht integrierte Lagen (v. a. Gewerbe- / Industriegebiete): Aus diesem Grund sowie im Hinblick auf die Zielsetzung des Einzelhandelskonzeptes sollten hier Betriebe mit nahversorgungs- und zentrenrelevanten Kernsortimenten nicht zulässig sein. Ausnahmsweise kann jedoch an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten zur Deckung des Mittagsbedarfs eine Bäckerei mit Cafe oder ein kleines Lebensmittel- geschäft mit hohem Anteil von Convenience-Produkten oder ein Kiosk zulässig sein. Hierbei ist jedoch ein angemessenes Größenverhältnis der Anbieter zu wahren: Durch- schnittlich weisen in Köln Bäckereien rd. 25 m? Verkaufsfläche (ohne Caf&-Fläche) auf; kleine Lebensmittelgeschäfte? rd. 200 m? Verkaufsfläche. Diese Betriebe zur Versor- gung der arbeitenden Bevölkerung sollten 200 m? Verkaufsfläche an großen Arbeits- platzstandorten nicht übersteigen. In den sonstigen Gewerbe- und Industriegebieten ist ein genereller Einzelhandelsausschluss (Einzelhandel mit nahversorgungs-, zentren- und nicht zentrenrelevanten Sortimenten) im Rahmen der Bauleitplanung zu empfehlen, um bedarfsgerecht Flächen für Gewerbe- und Industriebetriebe bereit zu stellen. Damit sollen Flächen für Handwerk und produzierendes Gewerbe innerhalb der Gewerbe- und Industriegebiete gesichert werden. Großflächige Einzelhandelseinrichtungen mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten, die nach LEP NRW in den im Allgemeinen Sied- ! nicht großflächig, d. h. kleiner 800 m? VK, aber größer als ca. 400 m? VK. 2 In diesem Zusammenhang ist darauf zu verweisen, dass bestimmte Baugebiete nach BauNVO klein- und mittel- flächige Betriebe bis zu einer Verkaufsfläche von 800 m? Verkaufsfläche zulassen, so dass auch hier eine pla- nungsrechtliche Steuerung erschwert ist. 3 basierend auf allen Lebensmittelbetrieben zwischen 100 - < 400 m? Verkaufsfläche. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 70 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) lungsbereich (ASB) liegenden Gewerbe- und Industriegebieten grundsätzlich zulässig sein können, sollen nach Möglichkeit auf die Sonderstandorte gelenkt werden. Aus- nahmen stellen Auto- / Motorradhandel sowie -zubehör, Baustoffhandel sowie Handel mit Baumaschinen mit zentrenrelevanten Randsortimenten bis max. 10 % der Verkaufs- fläche. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass bestehende Betriebe Bestandsschutz ge- nießen, wobei außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche die Regelungen der Ziele 6.5-7 LEP NRW zu beachten sind. Im Einzelfall (per Gutachten) kann auf Antrag unter- sucht werden, ob diesen Betrieben darüber hinaus eine gewisse Erweiterungsmöglich- keit eingeräumt werden kann, ohne dass damit negative Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche oder die Versorgung der Bevölkerung einhergehen. In städtebau- lich nicht integrierten Lagen sollte daher möglichst präventiv zum Schutz eines zentra- len Versorgungsbereiches ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden, so- fern ein benachbarter zentraler Versorgungsbereich in seiner Versorgungsfunktion oder Entwicklungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Darüber hinaus ist —- auch gemäß Ziel 6.5-8 des LEP NRW - dem Entstehen neuer oder der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen au- Rerhalb Allgemeiner Siedlungsbereiche entgegenzuwirken. Außerdem soll dem Entste- hen neuer sowie der Verfestigung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zen- trenrelevanten Sortimenten außerhalb zentraler Versorgungsbereiche entgegengewirkt werden. Eine Einzelhandelsagglomeration kann dann vorliegen, wenn mehrere selbst- ständige, auch für sich jeweils nicht großflächige Einzelhandelsbetriebe räumlich kon- zentriert vorkommen und von ihnen Auswirkungen im Sinne des $ 11 Abs. 3 BauNVO ausgehen (können). Aufgrund sortiments- und betriebstypenspezifischer Besonderheiten ist eine ergänzen- de Regelung hinsichtlich der nahversorgungs- und zentrenrelevanten Randsortimente bei Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten zu empfehlen. Um der Ge- fahr einer Aushöhlung des Sortimentskonzeptes durch übermäßige Angebote von zen- trenrelevanten Randsortimenten zu begegnen, ist bei Ansiedlungen von Betrieben in städtebaulich nicht integrieren Lagen eine Randsortimentsbegrenzung im Rahmen der Bebauungsplanfestsetzungen zu empfehlen. Bei großflächigen Einzelhandelsbe- trieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten (z. B. Möbel-, Bau- und Garten- märkte) ist eine Begrenzung der zentrenrelevanten Randsortimente! auf maximal 10 % der realisierten Gesamtverkaufsfläche, jedoch — analog zum Grundsatz im Landesent- wicklungsplan Nordrhein-Westfalen (LEP NRW) - maximal 800 m? Verkaufsfläche zu empfehlen. Um sicherzustellen, dass die insgesamt zulässige Fläche nicht von einem einzigen Sortiment belegt werden kann, ist durch eine Verträglichkeitsprüfung die Di- mensionierung einzelner Sortimente zu prüfen. Auch dies könnte ansonsten zu einer Unterwanderung des Sortimentskonzeptes und letztlich zu Beeinträchtigungen der schutzwürdigen Strukturen in Köln führen. Lt. OVG Münster sind als Randsortimente solche Waren zu betrachten, die ein Kernsortiment lediglich ergänzen und eine gewisse Beziehung und Verwandtschaft zu den Waren des Kernsortiments haben. Gleichzeitig muss das Angebot des Randsortiments in seinem Umfang (Verkaufsfläche) und in seiner Gewichtigkeit (Umsatz) deutlich untergeordnet sein (vgl. OGV NRW, Beschluss vom 26.01.2000, 7 B 2023/99). Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 71 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 16: Steuerungsschema Einzelhandelsentwicklung Zu beachtendes Ziel: Ansiedlungen / Erweiterungen dürfen nicht zu einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion und der Funktionsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen. Die Dimensionierung des Vorhabens muss sich am Versorgungsgebiet orientieren. Standort... Innerhalb der zentralen Versorgungsberelche außerhalb der zentralen Versorgungsberelche") ı städtebaulich nieht . sonstige integrierte Lagen Bezirkszentren Stadtteil- städtebaulich City und Bezirks- . zentren Integrierte Sonder- v.a. Gewerbe-/ Ansledlung/ Erwelterung teilzentren Lagen Ba er Industrie- mit... geblete nahversorgungs- großflächig relevantem Kernsortiment . . nicht großflächig zentren- großflächig relevantem nicht zentren- großflächig relevantem Kernsortiment nicht großflächig nicht großflächig v v v Ansiedlung möglich; bei großflächigen Einzelhandelsvorhaben ist eine Vereinbarkeit mit Ziel 6.5-3 LEP NRW (Beeinträchtigungsverbot) nachzuweisen (v) Einzelfallprüfung erforderlich O Ansiedlung nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht X Ansiedlung nach LEP NRW nicht zulässig 1) Für alle Lagen außerhalb zentraler Versorgungsbereiche gilt, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5-8 LEP NRW). Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 2) Für alle Lagen außerhalb Allgemeiner Siedlungsbereiche (ASB) gilt, dass dem Entstehen neuer und der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5- 8 LEP NRW). Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 3) Ausnahme im Einzelfall an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten: kleine Lebensmittelgeschäfte, Kioske und Bäckereien zur Versorgung der Beschäftigten 4) Nurin ASB nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht; Ausnahme: Auto- / Motorradhandel sowie -zubehör, Baustoffhandel, Baumaschinen mit zentrenrelevanten Randsortimen- ten von max. 10 % der Verkaufsfläche. ASB = Allgemeiner Siedlungsbereich; GIB = Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereich GMA-Empfehlungen 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 72 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Steuerung großflächiger Lebensmittelmärkte außerhalb der zentralen Versor- gungsbereiche Vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt (vgl. Kapitel 1.) sowie der Zielsetzung, die wohnungsnahe Versorgung der Bevölkerung zu sichern und zu verbessern, bedarf es einer detaillierten Regelung zur Bewertung von großflächigen Ansiedlungs- oder Erwei- terungsvorhaben mit dem Kernsortiment Lebensmittel außerhalb zentraler Versor- gungsbereiche. Sie sind nur dann zulässig, wenn neben den baurechtlichen und lan- desplanerischen Vorgaben die folgenden Prüfkriterien erfüllt werden (siehe auch Prüf- schema, Abbildung 16): Stufe 1: Standortbewertung Bei Vorhaben in ausgewiesenen Nahversorgungslagen ist die Prüfstufe 1 als erfüllt an- zusehen, während in den weiteren Standortlagen die folgenden Prüfkriterien erfüllt sein müssen: " Städtebaulich integrierter Standort im direkten Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches. Ein Anhaltspunkt ist, ob zu mindestens zwei Himmelsrichtungen eine Anbindung an Wohnbebauung vorliegt, wobei der Wohnbezug gewichtig sein soll und somit nicht nur eine einzelne Hausbe- bauung umfassen darf. Diese Regelung geht einher mit dem Ziel „Sicherung und Ausbau der wohnortnahen Versorgung“. Sofern kein städtebaulich integrierter Standort vorliegt, ist das Vorhaben nicht möglich. " Erweiterungs- oder Neuansiedlungsstandort außerhalb eines 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich. Ein wesentliches Ziel des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ist die Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren (= zent- rale Versorgungsbereiche) in ihrer Versorgungsfunktion, sodass großflächige Vorha- ben mit dem Kernsortiment Lebensmittel in erster Linie auf die zentralen Versor- gungsbereiche gelenkt werden sollten. Außerhalb des Nahbereichs von zentralen Versorgungsbereichen ist hingegen in städtebaulich integrierten Lagen die Ansied- lung von Lebensmittelmärkten grundsätzlich auch möglich. Diese Regelung dient dem Ziel der Sicherung und des Ausbaus der wohnortnahen Versorgung, da hier- durch eine bessere fußläufige Abdeckung innerhalb des Siedlungsgebietes erreicht werden kann. Als Nahbereich um die zentralen Versorgungsbereiche wird ein Radius von 700 m angesetzt, der i. d. R. dem fußläufigen Einzugsbereich von Betrieben der Nahversorgung entspricht (= Nahbereich eines zentralen Versorgungsbereiches). Die 700 m-Radien der zentralen Versorgungsbereiche sind in den Karten „Zentren- und Standortstruktur“ in den Bezirkskapiteln in Teil B dargestellt. Sofern das Vorhaben außerhalb eines 700 m-Radius liegt, ist mit der Prüfstufe 2 fortzufahren. Grundsätzlich steht die Stadt Köln jedoch vor der Herausforderung, dass aufgrund der starken Zuwanderung und des prognostizierten Wachstums bis 2025 die Bevöl- kerungszahl um rd. 6,5 % ansteigen wird.! Neben größeren Wohnbaupotenzialgebie- ten erfolgt eine stetige Nachverdichtung in bestehenden Wohngebieten. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl bedarf es ebenfalls einer darauf abgestimmten, je- weils standortangepassten Entwicklung der Nahversorgung. Infolge der sehr dichten Zentrenstruktur innerhalb des Militärrings (linksrheinisch) bzw. innerhalb des von den Autobahnen A3 und A4 umfassten Bereichs bis einschließlich des Stadtteils Mülheim im Norden (rechtsrheinisch) sind faktisch nur wenige Flächen außerhalb des 700 m- 1 aus Basis der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Köln, Variante 1. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 73 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Radius um die zentralen Versorgungsbereiche vorhanden. Aufgrund der hohen Ein- wohnerdichte (in dem zuvor genannten Bereich zwischen 1.135 EW / km? in Longe- rich und 11.994 EW / km? im Stadtteil Nippes, durchschnittlich 4.809 EW / km?) kön- nen die Zentren jedoch die wohnortnahe Versorgung z. T. nicht alleine übernehmen, sodass ein Ausbau des Versorgungsnetzes punktuell sinnvoll ist. Um sowohl dem Ziel der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung als auch dem Ziel der Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren (= zentrale Versorgungsbereiche) nachzukom- men, wurden daher Ausnahmen formuliert. Sofern sich ein Vorhaben innerhalb des 700 m-Radius eines zentralen Versorgungsbereiches befindet, kann demnach als Ausnahme dennoch eine Erweiterung oder Neuansiedlung eines großflächigen Le- bensmittelmarktes möglich sein, sofern folgende Ausnahmeregelungen erfüllt wer- den: - Erweiterungen bestehender Lebensmittelmärkte innerhalb eines 700 m- Radius um zentrale Versorgungsbereiche können ausnahmsweise als möglich erachtet werden, wenn besondere städtebauliche Gründe dies rechtfertigen. Hierbei müssen grundsätzlich die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden: 1. Das Grundstück des Vorhabens wird mit Wohnen und ggf. sozialer Infra- struktur in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Geschossflächen- zahl) optimal ausgenutzt. Anbieter, die dies derzeit nicht aufweisen, sollen auf ihrem Grundstück in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Ge- schossflächenzahl) Wohnen und ggf. soziale Infrastruktur schaffen. Für Anbieter auf bereits optimal ausgenutzten Grundstücken (bspw. ein Le- bensmittelmarkt im Erdgeschoss eines mehrgeschossigen Wohnhauses) bedarf es keiner weiteren Verbesserung. 2. Die Kommune behält sich vor, von dem Vorhabenträger ein Verträglich- keitsgutachten zu fordern. Hiermit ist der Nachweis zu erbringen, dass die geplante Maßnahme keine städtebaulichen und versorgungsstrukturellen Auswirkungen gem. & 11 Abs. 3 BauNVO auslöst oder das Vorhaben eine Atypik im Sinne des $ 11 Abs. 3 Satz 4 aufweist und keine Auswirkungen im Sinne des & 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 hervorruft. - Neuansiedlungen innerhalb eines 700 m-Radius sind ausnahmsweise mög- lich, wenn zusätzlich zu den beiden zuvor genannten Voraussetzungen fol- gende dritte Voraussetzung erfüllt wird: 3. Für die Unterbringung des Vorhabens besteht nachweislich keine Entwick- lungsfläche in dem oder den benachbarten zentralen Versorgungsbe- reich(en). Hierbei sind alle zentralen Versorgungsbereiche zu berücksich- tigen, in dessen 700 m-Radius sich das Vorhaben befindet, sodass dieser Nachweis z. T. auch für mehrere zentrale Versorgungsbereiche erbracht werden muss. Dabei ist der Nachweis nach einer fehlenden Potenzialflä- che in dem bzw. den benachbarten zentralen Versorgungsbereich(en) streng auszulegen. Der Verweis auf die Unmöglichkeit der Unterbringung einer geplanten Verkaufsfläche, die sich im mittleren und oberen Bereich der heute üblicherweise für den entsprechenden Betriebstyp realisierten Größen bewegt ist ebenso wenig geeignet wie der Verweis auf den Nicht- zugriff auf die entsprechenden Eigentumsrechte oder die benötigte (gro- ße) Pkw-Stellplatzanlage. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 74 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 17: Prüfschema zur Steuerung von großflächigen Lebensmittelmärk- ten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche Städtebaulich integrierter Standort im Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches (Anhaltspunkt: mind. 2 Himmelsrichtungen Wohnen; gewichtiger Wohngebietsbezug) nein, kein integrierter Standort ja, integrierter Standort erfüllt —— Stufe 2: Berechnung der standortangepassten Verkaufsfläche Ermittlung der Einwohner im Nahbereich . Berechnung des nahversorgungsrelevanten (i. d.R. 700 m Radius um den Standort) Kaufkraftpotenzials Anwendung der 35 %-Regel Ermittlung der standortangepassten Verkaufsfläche anhand betreiberspezifischer Flächenproduktivitäten** Keine negativen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche und Nahversorgung zu erwarten * Ausnahmeregelung für ([Neu-)Ansledlungen und Erwelterungen Im 700 m-Radlus 1. Das Grundstück muss mit Wohnen und ggf. sozialer Infrastruktur in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung {Geschossflächenzahl) optimal ausgenutzt werden UND 2. Das Vorhaben löst keine städtebaulichen und versorgungsstrukturellen Auswirkungen gem. & 11 Abs. 3 BauNVO aus {UND) 3. Bei Neuansiedlungen zusätzlich: In den zentralen Versorgungsbereichen, in deren 700 m-Radius das Vorhaben liegt, ist nachweislich keine Potenzialfläche vorhanden {strenge Auslegung) ** hei Angebotsplanungen sind sachverständig Flächenproduktivitäten des jeweiligen Betriebstyps zugrunde zu legen {Anhaltswerte: Supermarkt 4.400 € / m? VK; Discounter: 6.700 €/ m? Vk) GMA-Darstellung 2020 Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 75 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Bei positivem Abschluss der Stufe 1 ist die Stufe 2 des Prüfverfahrens durchzuführen: Stufe 2: Berechnung der standortangepassten Verkaufsfläche (vgl. Abbildung 17) 4. Ermittlung des Kaufkraftpotenzials im Nahbereich: Liegt der Planstandort des Vorhabens innerhalb eines 700 m-Radius‘ um einen zentralen Versorgungsbe- reich, beträgt der Nahbereich für das Vorhaben ebenfalls einen 700 m-Radius um den vorgesehenen Standort. Zur Vereinfachung des Verfahrens wird der 700 m- Radius schematisch angesetzt.' Außerhalb der 700 m-Radien um einen zentralen Versorgungsbereich kann der Radius für ein Vorhaben in Abhängigkeit von den siedlungsräumlichen Gegebenheiten, der verkehrlichen Beziehungen und der Nä- he zu zentralen Versorgungsbereichen und anderen Lebensmittelmarktstandorten individuell abgegrenzt werden. Für den jeweiligen Nahbereich sind das Einwoh- nerpotenzial und das vorhandene Kaufkraftpotenzial abzuleiten. Hierbei können auch geplante Wohngebiete berücksichtigt werden, sofern diese hinreichend konk- ret sind. Die nahversorgungsrelevante Kaufkraft errechnet sich aus dem Einwoh- nerpotenzial, der nahversorgungsrelevanten Pro-Kopf-Kaufkraft (€ 2.672,00) und dem lokalen Kaufkraftindex. Für den Kaufkraftindex ist der jeweilig kleinsträumlich verfügbare Kaufkraftindex (i. d. R. Stadtteilebene) heranzuziehen. Insgesamt gilt, dass ein geplanter Einzelhandelsbetrieb maximal 35 % der nahversorgungsrelevanten Kaufkraft im Nahbereich des Standortes ab- schöpfen darf. Bei einer Erweiterung ist der Gesamtbetrieb zugrunde zu legen. 5. Ermittlung der standortangepassten Verkaufsfläche (VKF): Die am Standort zulässige Verkaufsfläche wird mittels der betriebstypenspezifischen Flächenpro- duktivität (Umsatz je m? VKF), welche in Bezug zur Kaufkraft (35 % der nahver- sorgungsrelevanten Kaufkraft im Nahbereich) gesetzt wird, ermittelt. Anhaltspunk- te für die betreiberspezifische Flächenproduktivität liefern Branchenberichte (z.B. Hahn Retail Real Estate Report). Steht der konkrete Betreiber nicht fest, ist für ei- nen Lebensmittelvollsortimenter von einer Flächenleistung von 4.400 € / m? VK auszugehen (sowohl Neuansiedlungen als auch Erweiterungen), wobei die Anfor- derungen an eine Worst Case-Betrachtung erfüllt werden müssen. Die Flächen- leistungen der Lebensmitteldiscounter schwanken je Anbieter stark, sodass - soll- te ein konkreter Betreiber feststehen - betreiberspezifische Flächenleistungen heranzuziehen sind (vgl. Anhang)?. Sofern kein spezifischer Betreiber feststeht, ist für Discounter eine Flächenleistung von rd. 6.700 € / m? zugrunde zu legen, wobei die Anforderungen an eine Worst Case-Betrachtung erfüllt werden müssen. Der positive Abschluss der Stufe 2 ist Voraussetzung dafür, dass im Weiteren geprüft werden kann, ob von dem geprüften Vorhaben Auswirkungen auf zentrale Versor- gungsbereiche oder die Versorgung der Bevölkerung zu erwarten sind (Regelvermu- tung). Die Widerlegung der Regelvermutung ist über eine konkrete Einzelfallbetrachtung zu erbringen (Auswirkungsanalyse). In der Realität ggf. vorhandene Barrieren wie Bahnlinien und Straßen, die sich auf die Kundenströme auswirken können, bleiben unberücksichtigt. Für die betreiberspezifischen Flächenleistungen sind jeweils die aktuellsten Werte zu verwenden, z. B. mit Hilfe von Branchenreports. Empfohlen wird der Hahn Retail Real Estate Report, der jährlich kostenlos erscheint und über die Homepage der Hahn AG abrufbar ist. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 76 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Abbildung 18: Rechenweg zur Ermittlung der zulässigen Verkaufsfläche Einwohner in Nahbereich x nahversorgungsrelevante Pro-Kopf-Kaufkraft (€ 2.672,00) x stadtteilspezifischer Kaufkraftindex (Vergleich: Durchschnitt Stadt Köln = 108,5 > x 1,085) = nahversorgungsrelevante Kaufkraft im Nahbereich x 35% = Flächenproduktivität (wenn bekannt: betreiberspezifisch oder € 4.400,00 / m? VKF für Vollsortimenter bzw. € 6.700,00 / m? VKF für Discounter) = am Standort zulässige Verkaufsfläche des Vorhabens in m? Darstellung: GMA 2020 Darüber hinaus werden Gebiete definiert, in denen großflächige Einzelhandelsvorhaben mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten generell ausgeschlossen werden (= Ausschlussflächen) und nur bereits bestehende Betriebe Bestandsschutz genie- ßen. Es handelt sich hierbei um nicht verbrauchernahe Standorte: " städtebaulich nicht integrierte Standorte " Sonderstandorte "= Gewerbe- und Industriegebiete Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 77 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 6 6.1 Anhang Methodik Zur Ermittlung der Grundlagendaten, auf denen das Einzelhandels- und Zentrenkonzept basiert, wurden umfangreiche Vor-Ort-Arbeiten durchgeführt. Im Wesentlichen sind dies folgende Untersuchungsschritte: Aktualisierung bzw. (Neu-)Erfassung des Einzelhandelsbestandes Aktualisierung bzw. (Neu-)Erfassung der Komplementärnutzungen (Dienstleistun- gen, Gastgewerbe, soziale Infrastruktur und Kfz-Handel) sowie Leerstände in den Zentren und im unmittelbaren Umfeld Vor-Ort-Besichtigung der Zentren und sonstiger wesentlicher Einzelhandelslagen Die Vor-Ort-Erhebungen in den einzelnen Bezirken wurden zwischen September 2016 und März 2017 vorgenommen, sodass fortlaufend im Bericht die Quellenangabe „Erhe- bung: GMA 2017“ angegeben wird, um eine einheitliche und konsistente Betrachtung der Datenbasis zu ermöglichen. Die 0. g. Untersuchungsschritten zugrunde liegende Methodik wird nachfolgend kurz dargestellt. Bei der Erfassung der Einzelhandelsbetriebe wurden u. a. folgende Kriterien erfasst: Name des Betriebes Adresse / Lage Betriebstyp (siehe Glossar) Filialbetrieb Hauptsortiment (sowie Nebensortimente ab 3.000 qm Verkaufsfläche, nur bei Mö- belhäusern, Bau- und Gartenmärkten ab 5.000 qm VKF) qm Verkaufsfläche (VKF) Geschoss (EG / OG) Die Betriebe wurden der Branchensystematik von 2010 zugeordnet. Zur Darstellung im Rahmen des Berichts bzw. der Zentrenpässe wurden die detailliert erfassten Sortimente zu Branchen und Bedarfsbereichen zusammengefasst; diese sind in nachfolgender Übersicht dargestellt. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 78 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Übersicht 1: Branchensystematik Einzelhandel Bedarfsbereich / Branche Beispiele kurzfristiger Bedarf Lebensmittel und Reformwaren Lebensmittel, Reformwaren, Getränke, Tabakwa- ren, Bäcker, Metzger, Kiosk Gesundheits- / Körperpflegeartikel Drogeriewaren, Kosmetikartikel, orthopädische Erzeugnisse, Apothekerwaren Blumen / Schreibwaren / Zeitungen Schnittblumen, Papier- / Schreibwaren, Zeitun- gen / Zeitschriften mittelfristiger Bedarf Bücher Bücher Spielwaren / Hobbyartikel Spielwaren, Musikinstrumente, Waffen, Erotikar- tikel, Briefmarken, Münzen Bekleidung / Wäsche Damen-, Herren-, Kinderbekleidung, Wäsche (ohne Sportbekleidung) Schuhe / Lederwaren Schuhe, Lederwaren, Taschen, Koffer langfristiger Bedarf Uhren / Schmuck Uhren, Schmuck Elektrowaren Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Com- puter und -zubehör, Telekommunikation, Leuch- ten, Ton- / Bildträger Foto / Optik Foto, Optik, Hörakustik Sportartikel / Camping Sportbekleidung, Sportgeräte, Fahrräder und - zube-hör, Campingartikel Hausrat / Glas / Porzellan Haushaltswaren, Glas, Porzellan, Keramik Einrichtungsbedarf Möbel, Matratzen, Küchen, Bilder, Bilderrahmen, Heimtextilien, Teppiche bau- / gartenmarktspez. Sortimente Bau- und Heimwerkerbedarf, Farben, Lacke, Tapeten, Blumen / Pflanzen, zoologischer Be- darf, Auto- / Motorradzubehör Darstellung: GMA 2020 Auto- und Motorradhandel nehmen eine Sonderrolle ein: Ihre Verkaufsfläche wurde (analog zum Vorgehen bei der Kaufkraftstatistik) nicht berücksichtigt. Dem entspre- chend sind sie auch nicht in der Gesamtzahl der Betriebe enthalten. Für die Betriebe in den City-Geschäftslagen wurde zusätzlich von der GMA ein Quali- täts-Check durchgeführt. Dabei erfolgte eine Einordnung des Einzelhandelsbestandes in den City-Lagen hinsichtlich Filialisierungsgrad, Preisniveau, Zielgruppenorientierung des Warenangebots sowie Werbung / Schaufenstergestaltung. Der Qualitäts-Check Einzelhandel dient dazu, die qualitativen Aspekte der Einzelhandelsbetriebe und einzel- ner Einzelhandelslagen in der Kölner City zu beleuchten. Neben dem Einzelhandel wurden in den Zentren sowie im unmittelbaren Umfeld auch die Komplementärnutzungen aktualisiert bzw. neu erfasst. Dabei wurden sowohl die Erdgeschosse als auch die Obergeschosse berücksichtigt. Auch hier erfolgte zur Dar- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 79 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) stellung im Rahmen des Gutachtens eine Zusammenfassung der Nutzungen nach Hauptgruppen, die in nachfolgender Übersicht dargestellt sind. Übersicht 2: Systematik Komplementärnutzungen Nutzung Beispiele konsumnahe Dienstleistungen Friseur, Reisebüro, Post, Schneider, Schuster, Schlüsseldienst, Wäscherei Finanzdienstleistungen Bank, Sparkasse, Versicherung medizinische Dienstleistungen, Ärzte Arzt, Massage, Krankengymnastik, ambulante Dienste sonstige Dienstleistungen Makler, Videothek, öffentliche Verwaltung, Fahr- schule, VHS, Anwalt, Architekt, Bestattungsinsti- tut, Schreiner, Klempner, Maler Kultur, Freizeit Museum, Theater, Kino, Spielhalle, Fitnessstu- dio, Sonnenstudio Gastgewerbe Hotel, Restaurant, Cafe, Kneipe, Bar, Diskothek, Imbiss soziale Infrastruktur Kirche, Kindergarten, Schule, Bibliothek, Ju- gendzentrum, Krankenhaus Kfz-Handel Kfz-Handel Darstellung: GMA 2020 In den Bezirkskapiteln sowie in den Zentrenpässen werden die Verkaufsflächen im Ein- zelhandel sowie die Anzahl der Betriebe, hier auch die der Komplementärnutzungen, der jetzigen Erhebungen aus den Jahren 2016 und 2017 den Erhebungen aus dem Jahr 2008 gegenübergestellt. Hierzu ist anzumerken, dass dieser Vergleich aufgrund der zum Teil geänderten Abgrenzungen der Zentren nur bedingt aussagekräftig ist. So wurden jeweils nur die Vergleichszahlen in den abgegrenzten zentralen Versor- gungsbereichen gegenübergestellt. Darüber hinaus wurde zur Bewertung der Einzelhandelssituation sowie zur Einstufung und Charakterisierung der einzelnen Lagen eine intensive Vor-Ort-Besichtigung der Zentren sowie der sonstigen wesentlichen Einzelhandelslagen durch Mitarbeiter des Gutachterbüros GMA sowie des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden in einer Datenbank aufbereitet und mit Hilfe eines Geo- graphischen Informationssystems ausgewertet (ArcGIS der Firma ESRI), welches mit dem Raumbezugssystem der Stadt Köln kompatibel ist. Für das Lesen der mit Hilfe des Geographischen Informationssystems erstellten geore- ferenzierten Karten bedeutet dies u. a., dass die erhobenen Nutzungen z. T. auf einen Punkt konzentriert dargestellt werden, da sich die Darstellung der erhobenen Nutzun- gen an den Hausnummern orientiert. Eine Dienstleistung im Erdgeschoss wird bei- spielsweise als blauer Punkt dargestellt. Sind unter derselben Hausnummer jedoch zwei oder mehrere Dienstleistungen vorhanden, so stellt das System dennoch nur einen Punkt in der Karte dar. Die dahinterliegenden Daten in der Erhebungsdatei sind aber dennoch richtig und vollständig und wurden auch zahlenmäßig entsprechend ausgewer- tet. Auch bei Einkaufs-Centern und -Passagen werden in der Kartendarstellung alle Nutzungen auf einen Punkt konzentriert. In diesen Fällen wurden die Symbole der ver- Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 80 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) schiedenen Nutzungen händisch auseinander gezogen. Das hat zur Folge, dass natür- lich die richtigen Nutzungen kartiert sind, aber die räumliche Lage in der Karte nicht in jedem Fall der Vor-Ort-Situation entspricht. Projektbegleitend wurden von der GMA überwiegend in den Jahren 2018 und 2019 ins- gesamt 15 persönliche Interviews mit Entscheidungsträgern und Experten zur aktuel- len Situation und den Perspektiven des Kölner Innenstadthandels geführt. Gesprächs- partner waren Inhaber, Geschäftsführer bzw. Leiter innerstädtischer Einzelhandelsbe- triebe, Vertreter der Tourismusbranche, Centermanager von Shopping-Centern sowie Vertreter relevanter Kölner Verbände und Zusammenschlüsse des Handels. Die Erstellung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes erfolgte durch das Gutachter- büro GMA in enger Abstimmung mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Die Bearbeitung wurde durch die Projektgruppe Einzelhandelskonzept' begleitet, in de- nen auch Zwischenergebnisse des Konzeptes vorgestellt und diskutiert wurden. Dabei wurde unter den Beteiligten hinsichtlich der grundsätzlichen Ergebnisse und Steue- rungsempfehlungen ein breiter Konsens erzielt. 6.2 Glossar Betriebstyp Im Rahmen der Vor-Ort-Erhebung wurde eine Einstufung des Einzelhandels nach Be- triebstypen vorgenommen. In der nachfolgenden Übersicht sind die wesentlichen Be- triebstypen des Einzelhandels — wie sie im Rahmen dieser Untersuchung verwendet wurden - aufgeführt. Übersicht 3: Betriebstypensystematik Abkürzung | Bezeichnung Definition SM Supermarkt Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 400 qm bis unter 1.500 qm), der Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) und ergänzend Waren des tägli- chen Bedarfs anderer Branchen vorwiegend in Selbstbedienung anbietet, z. B. EDEKA, REWE, Kaiser’s, Vierlinden Bio- Supermarkt, basic Bio-Supermarkt. VM Verbrauchermarkt Großflächiger Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 1.500 qm bis unter 3.000 qm), der ein breites und tiefes Sortiment an Nah- rungs- und Genussmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz- und mittelfristigen Bedarfs überwiegend in Selbstbedienung anbietet (häufig Dauerniedrigpreispolitik oder Sonderangebotspo- litik). Standort in der Regel autokundenorientiert, in Alleinlage oder in Einzelhandelszentren, z. B. Hit. Fortsetzung nächste Seite 1 Die Projektgruppe Einzelhandelskonzept besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Bezirksregierung Köln, der Industrie- und Handelskammer zu Köln, der Handwerkskammer zu Köln, des Handelsverbandes Nordrhein- Westfalen — Rheinland, des City-Marketing Köln e.V., der IG KölnVorOrt, des Verkehrsclubs Deutschland Regi- onalverband Köln, sowie des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, des Stadtplanungsamtes, der StadtMar- keting Köln GmbH sowie der Marktverwaltung der Stadt Köln. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 81 Fortsetzung von vorheriger Seite SB SB-Warenhaus Großflächiger Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 3.000 qm), der ein breites und tiefes Sortiment an Nahrungs- und Ge- nussmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz- und mittelfristigen Bedarfs überwiegend in Selbstbedienung anbietet (häufig Dauerniedrigpreispolitik oder Sonderangebotspolitik). Standort in der Regel autokundenorientiert, in Alleinlage oder in Einzelhandelszentren, z. B. Kaufland, real DIS Discounter Einzelhandelsbetrieb mit schmalem, auf raschen Umschlag aus- gerichtetem Sortiment zu niedrigen Preisen, einfacher Warenprä- sentation und Ladenausstattung, so gut wie keine Beratung oder Kundendienstleistungen; bei Nahrungs- und Genussmiitteln (z. B. ALDI, PLUS, LIDL, PENNY) und SB-Backshops (zZ. B. Billy Back), im Non-Food-Bereich (z. B. KODI, ZEEMAN) FG Fachgeschäft Einzelhandelsbetrieb, der ein branchenspezifisches (z. B. Metz- gerei, Spielwarengeschäft) oder bedarfsgruppenorientiertes (z. B. Babymarkt) Sortiment in großer Auswahl und in unterschiedlichen Qualitäten bei einer mittleren bis gehobenen Preisklasse mit er- gänzenden Dienstleistungen (z. B. Kundendienst) anbietet; mittle- re bis hohe Beratungsintensität, gute bis hohe Beratungskompe- tenz. FM Fachmarkt Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und oft auch tiefes Sorti- ment aus einem Warenbereich (z. B. Bekleidungs-, Schuhfach- markt), einem Bedarfsbereich (z. B. Sport-, Baufachmarkt) oder einem Zielgruppenbereich (z. B. Möbel- und Haushaltswaren für designorientierte Kunden) bei niedrigem bis mittlerem Preisni- veau anbietet, in der Regel autokundenorientiert, z. B. OBl, Me- dia Markt, Dingers. KH Kaufhaus Ein größerer Einzelhandelsbetrieb, der überwiegend im Wege der Bedienung Waren aus zwei oder mehr Branchen, davon wenigs- tens aus einer Branche in tiefer Gliederung, anbietet (häufig Tex- tilien, Bekleidung), keine Lebensmittel, z. B. C&A, Peek & Clop- penburg. WH Warenhaus Großflächiger Einzelhandelsbetrieb, der in der Regel auf mehre- ren Etagen breite und überwiegend tiefe Sortimente mehrer Branchen anbietet. Das Warensortiment umfasst überwiegend Güter der Bereiche Bekleidung, Heimtextilien, Sport, Hausrat, Einrichtung, Kosmetik, Drogeriewaren, Schmuck, Unterhaltung sowie auch Lebensmittel. Die Verkaufsmethode reicht von Bedie- nung bis zur Selbstbedienung. Eine Verkaufsfläche von in der Regel ab 3.000 qm ist erforderlich, z. B. KARSTADT, KAUFHOF, Strauss. PB Preisbrecher Preisbrecher sind „Ein-Euro-Shops“ und ähnliche „Billiganbieter“ (z. B. Inferno, TEDi); hierzu gehören keine Discounter (Ss. 0.). Darstellung: GMA 2020; in Anlehnung an IfH, Katalog E, Köln, 2008 Branche Zur Systematik der Einzelhandelsbranchen siehe Kapitel 6.1 Methodik. Einwohnerzahlen Alle Einwohnerzahlen sowie die Einwohnerprognose basieren auf Angaben der Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Haupt- und Nebenwohnsitze, Stand: Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 82 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 31.12.2007, 31.12.2016, 31.12.2025). Gleiches gilt für die Angaben zur Einwohnerdich- te (Einwohner / km?, Stand: 31.12.2016). Einzelhandel Einzelhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren) von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an private Haushalte absetzen. Einzelhandel im institutionellen Sinne, auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzel- handelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirt- schaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Einzelhandel im funktionel- len Sinne zuzurechnen ist. In der amtlichen Statistik wird ein Unternehmen oder ein Be- trieb dann dem Einzelhandel zugeordnet, wenn aus der Einzelhandelstätigkeit eine grö- Rere Wertschöpfung resultiert als aus einer zweiten oder aus mehreren sonstigen Tä- tigkeiten." Kaufkraft Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft stellt den Teil des verfügbaren Einkommens der Bevölkerung dar, der pro Jahr im Einzelhandel ausgegeben wird. Die Kaufkraft der Einwohner eines Raumes (z. B. Stadtbezirk, Versorgungsgebiet) be- rechnet sich durch Multiplikation der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitze) mit der durch- schnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft (je Einwohner und Jahr in €), gewichtet mit dem sog. regionalen Kaufkraftindex (siehe unten): Kaufkraft in € = Einwohner x Pro-Kopf-Kaufkraft in€ x Kaufkraftindex Für die einzelhandelsrelevante Pro-Kopf-Kaufkraft pro Einwohner und Jahr wurden die Angaben der GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH herangezogen. Danach beträgt im Jahr 2018 die Pro-Kopf-Kaufkraft im Bundesdurchschnitt 5.570 €. Kaufkraftindex Die GfK Nürnberg errechnet die regionalen Kaufkraftindizes auf der Grundlage der Steuerstatistik. Werte über 100 deuten auf ein im Vergleich zum Bundesdurchschnitt höheres Kaufkraftniveau, Werte unter 100 auf ein unter dem Bundesdurchschnitt lie- gendes Niveau hin. Für die vorliegende Untersuchung wurde der GfK-Kaufkraftindex für die Gesamtstadt Köln herangezogen. Die Ermittlung der Kaufkraftindizes auf Stadtbe- zirks- bzw. Stadtteilebene erfolgte auf Basis des gesamtstädtischen Index und der GfK- Pro-Kopf-Ausgaben für die Bezirke bzw. Stadtteile. Komplementärnutzungen Als Komplementärnutzungen werden alle gewerblichen Nutzungen bezeichnet, die nicht dem Einzelhandel (s. 0.) zuzuordnen sind sowie kulturelle Einrichtungen und Einrich- 1 Quelle: IfH, Katalog E, Köln, 2006. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Stadtentwicklung Köln 83 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) tungen der sozialen Infrastruktur. Zur Systematik der Komplementärnutzungen siehe Kapitel 6.1 Methodik. Leerstandsquote Zur Ermittlung der Leerstandsquote eines Zentrums wird die Anzahl der Leerstände im Zentrum ins Verhältnis gesetzt zur Gesamtzahl der grundsätzlich für gewerbliche Nut- zungen in Frage kommenden Ladenlokale im Erdgeschoss (d. h. Einzelhandel, Dienst- leistungen, Gastgewerbe, Leerstände). Nicht berücksichtigt wird hierbei die soziale Inf- rastruktur (z. B. Kindergärten, Kirchen), da deren Gebäude / Räumlichkeiten i. d. R. nicht für gewerbliche Nutzungen (zZ. B. Einzelhandel, Dienstleistungen) geeignet sind, sowie Großhandels- oder Kfz-Betriebe. > Leerstände im Erdgeschoss x 100 Leerstandsquote in % = > Erdgeschossnutzungen (Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastgewerbe, Großhandel) + Leerstände Nahbereich (700 m-Radius) Der 700 m-Radius wurde 2010 in Anlehnung an die Ausführungen des Einzelhandelser- lasses NRW eingeführt und angesetzt; er hat sich grundsätzlich bewährt und entspricht etwa dem fußläufigen Einzugsbereich von Betrieben der Nahversorgung. Dabei wird unterschieden zwischen einem 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich und einem 700 m-Radius um einen Lebensmittelbetrieb (ab 400 m? VKF). Es ist anzumerken, dass es sich bei dem 700 m-Radius um eine theoretische Darstel- lung handelt; mögliche Umfeldfaktoren, die sich ggf. auf die Ausdehnung des Nahbe- reichs auswirken können (z. B. Barrierewirkung einer Bahnlinie, Wettbewerbssituation) wurden dabei nicht berücksichtigt. Umsatz Die Einschätzung der im Einzelhandel getätigten Umsätze erfolgte auf einzelbetriebli- cher Ebene. Dabei wurden branchen-, betriebstypen- bzw. betreibertypische Flächen- produktivitäten (Umsatz je m? Verkaufsfläche und Jahr) angesetzt und auf die örtliche Situation (z. B. Flächengröße, Standortumfeld) angepasst. Bei Mehrbranchenunternehmen (z. B. SB-Warenhaus, Warenhaus, Bau- und Garten- markt, Möbelhaus) fand eine nach Teilsortimenten differenzierte Umsatzschätzung die- ser Betriebe statt. Verkaufsfläche Verkaufsfläche ist die Fläche, auf der die Verkäufe abgewickelt werden und die vom Kunden zu diesem Zwecke betreten werden darf, einschließlich der Flächen für Waren- präsentation (auch Käse-, Fleisch- und Wursttheken), Kassenvorraum mit „Pack- und Entsorgungszone“ und Windfang. Ebenso zählen zur Verkaufsfläche auch Pfandräume (ohne Fläche hinter den Abgabegeräten), Treppen, Rolltreppen und Aufzüge im Ver- kaufsraum sowie Freiverkaufsflächen. Mit der Novellierung des Einzelhandelserlasses Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 84 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Nordrhein-Westfalen werden auch die Aufstellflächen für Einkaufswagen außerhalb des Gebäudes mit zur Verkaufsfläche gezählt (vgl. hierzu Einzelhandelserlass Nordrhein- Westfalen vom 22.09.2008, Kapitel 2.4). Nicht dazu gehören reine Lagerfläche und Flä- chen, die der Vorbereitung / Portionierung der Waren dienen sowie Sozialräume, WC- Anlagen etc. Bei Mehrbranchenunternehmen (SB-Warenhaus, Warenhaus, Bau- und Gartenmarkt, Möbelhaus) wurde in den Stadtbezirken 2 — 9 die Verkaufsfläche nach Teilsortimenten aufgeteilt, für alle anderen Betriebe erfolgte eine Verkaufsflächenzuordnung zum Hauptsortiment. Versorgungsgebiet Das Versorgungsgebiet umfasst den Raum, für den ein zentraler Versorgungsbereich i. W. Versorgungsfunktion besitzt, d. h. aus dem die Kunden / Bewohner überwiegend auf das Zentrum orientiert sind. Die Abgrenzung des Versorgungsgebietes erfolgte vor dem Hintergrund der aktuellen Ausstattung des Zentrums, der Einstufung in der Zen- trenhierarchie sowie im Hinblick auf die Angebots- bzw. Wettbewerbssituation im Um- feld. Das Versorgungsgebiet stellt damit den zugewiesenen Einzugsbereich eines Zent- rums dar und unterscheidet sich somit vom 700 m-Radius. Die Versorgungsgebiete von Zentren gleicher Hierarchiestufe überschneiden sich nicht, wohingegen Zentren höherer Hierarchiestufe (z. B. Bezirkszentrum, Bezirksteilzentrum) die Versorgungsgebiete von Zentren niedrigerer Hierarchie (z. B. Stadtteilzentren) überlagern können. In den Stadtbezirken Ehrenfeld und Mülheim gibt es bei den Versorgungsgebieten eine Besonderheit. Dort sind z. T. innerhalb eines Stadtteils zwei oder mehrere Stadtteilzen- tren ausgewiesen. Normalerweise versorgt ein Stadtteilzentrum den gesamten Stadtteil. Hier ist es so, dass mehrere Stadtteilzentren in Funktionsteilung das Versorgungsgebiet des Stadtteils bedienen. Dabei hat jedes Stadtteilzentrum sein fest zugeordnetes eige- nes Versorgungsgebiet. Zentralität (Umsatz-Kaufkraft-Relation) Die Zentralität stellt eine Kennziffer zur Bewertung der Versorgungsbedeutung von Ein- zelhandelsstandorten dar. Dabei wird der am Standort getätigte Einzelhandelsumsatz ins Verhältnis gesetzt zur einzelhandelsrelevanten Kaufkraft der Wohnbevölkerung in einem abgegrenzten Raum (2. B. Stadt, Stadtbezirk, Versorgungsgebiet). Einzelhandelsumsatz am Standort Zentralität = x 100 einzelhandelsrelevante Kaufkraft Werte über 100 kommen zustande, wenn mehr durch den Einzelhandel umgesetzt wird, als Kaufkraft im Bezirk vorhanden ist, d. h., der lokale Einzelhandel bindet die Kaufkraft der Wohnbevölkerung im hohen Maße und generiert Zuflüsse aus dem Umland bzw. den anderen Kölner Stadtbezirken. Werte unter 100 weisen entsprechend auf einen Kaufkraftabfluss hin. Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln 6.3 Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur Zentrentyp Nahversorgungszentren Nebenzentren Hauptzentren Nahversorgungszentrum Stadtteilzentrum Bezirksteilzentrum Bezirkszentrum City Zentrum Ziele / Anforderungen Versorgungsgebiet | Stadtviertel / Stadtteil Stadtteil(e) mehrere Stadtteile Stadtbezir Gesamtstadt Einwohner im > 4.000 > 7.500 > 30.000 > 80.000 1.000.000 Versorgungsgebiet (und regionales Einzugsgebiet) Integration städtebaulich integrierte städtebaulich integrierte städtebaulich integrierte städtebaulich integrierte städtebaulich integrierte Lage Lage innerhalb eines Lage innerhalb eines Lage innerhalb eines Lage innerhalb eines innerhalb eines Allgemeinen Allgemeinen Allgemeinen Allgemeinen Allgemeinen Siedlungsbereichs gemäß Siedlungsbereichs gemäß Siedlungsbereichs gemäß Siedlungsbereichs gemäß Siedlungsbereichs gemäß Regionalplan Regionalplan Regionalplan Regionalplan Regionalplan Einzelhandelsange | — deutlicher Schwerpunkt | — Schwerpunkt auf — ausgewogenes Verhältnis | — Schwerpunkt auf — sowohl breites, als auch bot / auf Angeboten des Angeboten des von kurzfristigem und Angeboten des mittel- differenziertes und -ausstattung kurzfristigen Bedarfs (> kurzfristigen Bedarfs (> mittel- / langfristigem und langfristigen spezialisiertes 75% der 50% der Bedarf (rd. 50:50 in Bedarfs (>50 % der Einzelhandelsangebot mit Verkaufsfläche) Verkaufsfläche) Bezug zur Verkaufsfläche) Verkaufsfläche) hoher Sortimentstiefe — breites Sortiment bei — breites Sortiment bei — breites Sortiment bei — breites und tiefes — >85 % der Verkaufsfläche Lebensmitteln Lebensmitteln und in Lebensmitteln und in Sortiment bei entfällt auf Angebote des einzelnen Non-Food- mehreren Non-Food- Lebensmitteln und in mittel- / langfristigen Bedarfs Branchen (v. a. des Branchen (auch des allen Non-Food- — Angebote des kurzfristigen kurz- und mittelfristigen mittel- und langfristigen Branchen Bedarfs für Bedarfs) Bedarfs) — großer Wochenmarkt Innenstadtbewohner und - — Wochenmarkt besucher Orientierungswerte: Orientierungswerte: Orientierungswerte: Orientierungswerte: Bestand: 5 Betriebe, 20 Betriebe, 50 Betriebe, 100 Betriebe, rd. 1.134 Betriebe 1.000 m? VKF 2.500 m? VKF 7.500 m? VKF 20.000 m? VKF rd. 351.880 m? VKF strukturprägende - Supermarktund/oder | - zwei — Lebensmittelmärkte — Lebensmittelmärkte — Waren- / Kaufhäuser Betriebe Discounter Lebensmittelmärkte, versch. Betriebsformen versch. Betriebsformen | — spezialisierte Fachgeschäfte davon ein Supermarkt — Drogeriemarkt und -größen (z. B. Verbrauchermarkt, Supermarkt, Discounter) weitere strukturprägende Betriebe im kurzfristigen (z. B. Drogeriemarkt) und z. T. mittel- und langfristigen Bedarf (z. B. Bekleidung, Haushaltswaren) und -größen (z. B. SB- Warenhaus, Verbrauchermarkt, Supermarkt, Discounter) Waren- / Kaufhaus weitere strukturprägende Betriebe in mehreren Branchen des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfs Flagshipstores bzw. großflächige Fachgeschäfte nationaler oder internationaler Filialisten Shoppingcenter Komplementär- nutzungen Dienstleistungen: (typische Betriebe / Einrichtungen) Kultur, Bildung, Freizeit, Soziale Infrastruktur: (typische Betriebe / Einrichtungen) Gastgewerbe: (typische Betriebe / Einrichtungen) Angebote der Grundversorgung Bankfiliale oder Cash- Point Postagentur / Paketabholstation Friseur Reisebüro Textilpflege Allgemeinmediziner Orientierungswerte: „5 Betriebe, 2Ärzte — Kindertagesstätte — Sonnenstudio Orientierungswerte: „tEinrichtung _____________.. — Bäckerei mit Cafe — Kneipe — Imbiss Orientierungswerte: 5 Betriebe wie Nahversorgungszentrum zzgl. Angebote der weitergehenden Versorgung — Bankfiliale(n) — Zahnarzt / Fachärzte — konsumnahe Dienstleister Orientierungswerte: 20 Betriebe, SÄrzte — Kirche / Gemeindezentrum — Stadtteilbüro Orientierungswerte: 2Einrichtungen ___________ — Cafe / Eiscafe — Kneipe(n) Orientierungswerte: 10 Betriebe wie Stadtteilzentrum zzgl. z. T. spezialisierte Angebote Postfiliale Bankfilialen private Verwaltung mehrere Fachärzte Juristen Orientierungswerte: 40 Betriebe, 15 Ärzte Fitnessstudio Schule Stadtteilbücherei Bürgertreff / Bürgerzentrum Orientierungswerte: ....3.Einrichtungen _________ — Restaurants unterschiedlicher Genres — Bistros / Cafes — Außengastronomie Orientierungswerte: 15 Betriebe wie Bezirksteilzentrum zzgl. spezialisierte Angebote — Bezirksrathaus / Behörden — (Spezial-)Ärzte Orientierungswerte: .80 Betriebe, 30 Ärzte Sportschule Bibliothek Bürgerzentrum Altenwohnheim Orientierungswerte: 10 Einrichtungen — Systemgastronomie — Hotel Orientierungswerte: 20 Betriebe wie Bezirkszentrum zzgl. Einrichtungen mit gesamtstädtischer / überörtlicher Bedeutung Rathaus Landesbehörden Hauptsitz von regionalen Banken / Kreditinstitutionen konsumnahe und spezialisierte unternehmensorientierte Dienstleister Ärztehäuser Oper / Schauspielhaus, Museen, Zentralbibliothek, Fortbildungseinrichtungen etc. differenziertes gastronomisches Angebot, auch spezialisierte gastronomische Lagen internationale Hotels — ÖPNV-Haltepunkt — straßenbegleitende Parkierungsflächen — ÖPNV-Haltepunkt — Parkplätze - mehrere ÖPNV- Haltepunkte — verkehrsberuhigte Bereiche — Parkplätze (ausgeschildert) — ÖPNV-Knotenpunkt mit mehreren Verkehrsarten — verkehrsberuhigte Bereiche (evtl. Fußgängerzone) — Parkraumkonzept (evtl. Parkhäuser) ÖPNV-Knotenpunkte Regional- / Fernverkehr der Deutschen Bahn AG Fußgängerzone differenziertes Parkraumkonzept / Parkraumbewirtschaftung Parkleitsystem Darstellung: GMA 2019 86 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Teil A- Grundlagen und Steuerungsregeln Teil B- 1 Stadtbezirk Innenstadt Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 88 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Inhaltsverzeichnis Seite 1 Stadtbezirk Innenstadt 90 1.1 Wesentliche Strukturdaten 90 1.2 Einzelhandelssituation 91 1.2.1 Überblick und Veränderungen 91 1.2.2 Kennziffern 94 1.3 Zentren- und Standortstruktur 96 1.3.1 Zentrale Versorgungsbereiche 97 1.3.3 Nahversorgungslagen 104 1.3.4 Sonstige Lagen 104 1.3.5 Sonderstandorte des großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandels 105 1.4 Nahversorgungssituation 105 1.5 Fazit und Entwicklungsperspektiven 109 1.6 Zentrenpässe 110 1.6.1 City 112 1.6.2 Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt, Eigelstein / Neusser Straße 124 1.6.3 Bezirksteilzentrum Südliche Innenstadt, Severinstraße / Bonner Straße 130 1.6.4 Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Freiheit 136 1.6.5 Nahversorgungszentrum Venloer Straße, Innenstadt 140 1.6.6 Nahversorgungszentrum Aachener Straße, Innenstadt 144 1.6.7 Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz 150 1.6.8 Nahversorgungszentrum Hohe Pforte / Waidmarkt 154 1.8 Wochenmärkte 159 1.8.1 Altstadt-Nord, Apostelnkloster 159 1.8.2 Altstadt-Nord, Rudolfplatz 160 1.8.3 Altstadt-Nord, Rudolfplatz, Biomarkt 161 1.8.4 Altstadt-Süd, Severinskirchplatz 162 1.8.5 Neustadt-Nord, Sudermanplatz 163 1.8.6 Neustadt-Nord, Neusser Platz (Ökomarkt) 164 1.8.7 Neustadt-Süd, Clodwigplatz 165 1.8.8 Deutz, Deutzer Freiheit 166 Abbildung 1.1: Zentralität im Stadtbezirk 95 Abbildung 1.2: Betriebstypen des Lebensmitteleinzelhandels 106 Karte 1.1: Zentren- und Standortstruktur 101 Karte 1.2.1: Nutzungsstruktur City-Ost 113 Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Karte 1.2.2: Karte 1.2.3: Karte 1.3: Karte 1.4: Karte 1.5: Karte 1.6: Karte 1.7: Karte 1.8: Karte 1.9: Tabelle 1.1: Tabelle 1.2: Tabelle 1.3: Tabelle 1.4: Tabelle 1.5: Tabelle 1.6: Übersicht 1.1: Übersicht 1.2: Nutzungsstruktur City-Nord Nutzungsstruktur City-Süd Nutzungsstruktur Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt, Eigelstein / Neusser Straße Nutzungsstruktur Bezirksteilzentrum Südliche Innenstadt, Seve- rinstraße / Bonner Straße Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Freiheit Nutzungsstruktur Nahversorgungszentrum Venloer Straße, Innenstadt Nutzungsstruktur Nahversorgungszentrum Aachener Straße, Innenstadt Nutzungsstruktur Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz Nutzungsstruktur Nahversorgungszentrum Hohe Pforte / Waidmarkt Einwohnerentwicklung, -prognose und Kaufkraftindex Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Verkaufsflächenbestand im Stadtbezirk nach Lagen Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner im Stadtbezirk Einzelhandelsbestand in den zentralen Versorgungsbereichen im Stadtbezirk Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Zentren- und Standortstruktur im Stadtbezirk Lebensmittelversorgung im Stadtbezirk Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 89 115 117 125 131 137 141 145 151 155 90 92 93 96 103 104 97 107 90 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 1 Stadtbezirk Innenstadt 1.1 Wesentliche Strukturdaten Der Stadtbezirk Innenstadt umfasst fünf Stadtteile (siehe unten) und zählt derzeit rd. 126.410 Einwohner (Stand: 31.12.2016). Im Bezirk liegen das historische Zentrum von Köln (Altstadt / Süd, Altstadt / Nord) mit derzeit rd. 36 % aller Einwohner sowie die an- grenzenden Stadtteile bis an den linksrheinischen Eisenbahnring und Teile des Inneren Grüngürtels (Neustadt / Süd, Neustadt / Nord) mit rd. 52 % aller Einwohner. Rechts- rheinisch gehört der Stadtteil Deutz mit rd. 15.280 Einwohnern (12 % der Einwohner) zum Stadtbezirk. Dabei weist der Bezirk Innenstadt auf einer Fläche von 16,4 km? mit ca. 7.700 Einwohnern je km? auch die höchste Bevölkerungsdichte der neun Kölner Stadtbezirke auf. Tabelle 1.1: Einwohnerentwicklung, -prognose und Kaufkraftindex Einwohnerentwicklung* Einwohnerprognose** Stadtteil / Stadtbezirk ände- Verände- 2007 2016 en 2025 |rungin % zu gin® 2016 1 Innenstadt gesamt 121.905 126.407 +3,7 137.900 +9,1 101 Altstadt / Süd 26.291 27.199 +3,5 29.400 +8,1 102 Neustadt / Süd 35.824 37.933 +5,9 41.800 + 10,2 103 Altstadt / Nord 17.351 17.935 + 3,4 18.900 +5,4 104 Neustadt / Nord 27.317 28.057 +2,7 30.200 + 7,6 105 Deutz 15.122 15.283 +1,1 17.600 + 15,2 Stadt Köln 999.177 1.074.286 +75 1.144.000 +6,55 einzelhandelsrelevanter Kaufkraftindex 2016 |Bundesdurchschnitt = 100 - Bezirk Innenstadt - überdurchschnittlich (116,7) - Stadt Köln - überdurchschnittlich (108,5) * Stadt Köln, Stand jeweils 31.12., ** Stadt Köln, kleinräumige Bevölkerungsprognose, ”** GfK 2016, GMA-Zusammenstellung 2020 Zwischen den Jahren 2007 und 2016 ist für den Bezirk eine positive Einwohnerentwick- lung festzustellen (+ 3,7 %). Damit liegt der Stadtbezirk leicht unter der gesamtstädti- schen Einwohnerentwicklung (+ 7,5 %). Die stärkste Einwohnerzunahme wies hierbei der Stadtteil Neustadt / Süd (+ 5,9 %) auf. Aber auch für die Stadtteile Altstadt / Süd (+ 3,5 %), Altstadt / Nord (+ 3,4 %), Neustadt / Nord (+ 2,7 %) und Deutz (+ 1,1 %) ist ein Einwohnerwachstum festzuhalten. Auch künftig ist in allen Stadtteilen des Bezirks Innenstadt von einer positiven Einwohnerentwicklung auszugehen. Gemäß der klein- räumigen Einwohnerprognose der Stadt Köln wird die Einwohnerzahl zwischen 2016 und 2025 im Bezirk um rd. 9,1 % auf insgesamt knapp 138.000 Einwohner ansteigen. Über den Zeithorizont 2025 hinaus sind weitere Großwohnprojekte wie z. B. im Kontext der Quartiersentwicklung Deutzer Hafen geplant. Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt Stadtentwicklung Köln 91 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 1.2 Einzelhandelssituation 1.2.1 Überblick und Veränderungen Im Stadtbezirk Innenstadt waren zum Zeitpunkt der Erhebung insgesamt 2.165 Betriebe des Einzelhandels mit einer Gesamtverkaufsfläche von 457.685 m? ansässig. Diese Betriebe erwirtschaften eine Umsatzleistung von rd. 2.165,9 Mio. € / p. a. (vgl. Tabelle 1.2). Seit 2008 weist der Bezirk eine rückläufige Verkaufsflächenentwicklung auf (rd. - 45.070 m?). Differenziert nach Branchenbereichen ist folgendes festzuhalten: " Auf den kurzfristigen Bedarfsbereich entfallen rd. 35 % der Betriebe, rd. 19 % der Verkaufsfläche und rd. 24 % des Umsatzes. Das Sortiment Lebensmittel und Re- formwaren wird überwiegend durch zwei Verbrauchermärkte', 20 Supermärkte (inkl. drei Biomärkte) sowie 15 Discounter geführt. Im Vergleich zu 2008 ist ihr Anteil so- wohl absolut als auch prozentual deutlich gestiegen (+ 9.345 m? Verkaufsfläche bzw. + 12 %). Dies ist insbesondere auf die Neueröffnung eines Rewe Verbrauchermark- tes am Salierring (Barbarossaplatz) mit 4.500 m? Verkaufsfläche zurückzuführen. Demgegenüber sind insbesondere im Bereich Gesundheit / Körperpflege mehrere Schlecker-Filialen in Folge der betriebsbedingten Insolvenz des Anbieters weggefal- len. " Der mittelfristige Bedarfsbereich umfasst rd. 29 % der Betriebe, die auf ca. 47 % der Gesamtverkaufsfläche in der Innenstadt rd. 44 % des Gesamtumsatzes im Bezirk erwirtschaften. Damit entfällt knapp die Hälfte der Verkaufsfläche auf diese Waren- gruppe und unterstreicht die Bedeutung der City als oberzentralen Einkaufsstandort v.a. für Bekleidung und Schuhe. Im Vergleich dazu fallen die Durchschnittswerte für die restlichen Stadtbezirke 2 -— 9 sowohl hinsichtlich der Anzahl der Betriebe (ca. 13 — 14 %) als auch der Verkaufsfläche (ca. 11 — 12 %) und des Umsatzes (ca. 11 — 12 %) deutlich geringer aus. Im mittelfristigen Bedarfsbereich hat im Bezirk gesamt eine Abnahme der Verkaufsfläche um - 24.865 m? bzw. - 10 % stattgefunden. Ein nennenswerter Verkaufsflächenrückgang fand vor allem in den Sortimenten Bücher (Schließung der Filiale Mayersche Buchhandlung in der Schildergasse mit 4.300 m? Verkaufsfläche) und Spielwaren (u. a. Schließung des Fachmarktes Spielkauf) statt, während die Rückgänge in den Sortimenten Bekleidung / Wäsche (- 4 %) und Schu- he / Lederwaren (- 2 %) moderater ausfielen. " Auf den langfristigen Bedarfsbereich entfallen rd. 36 % der Anbieter und rd. 35 % der Verkaufsfläche sowie rd. 33 % des Umsatzes. Einen hohen Verkaufsflächenan- teil machen hierbei die Sortimente Einrichtungsbedarf, Sportartikel / Camping, Elekt- rowaren sowie Hausrat / Glas / Porzellan aus. Seit 2008 hat sich die Verkaufsfläche jedoch deutlich reduziert (- 31.350 m? bzw. - 16 %), was insbesondere mit dem Rückgang im innenstadtuntypischen Sortiment Bau- und Heimwerkerbedarf (- 15.695 m? Verkaufsfläche, v. a. Bauhaus Barbarossaplatz) sowie bei Elektrowaren (- 9.325 m? Verkaufsfläche, v. a. Schließung ProMarkt mit ca. 4.700 m? Verkaufsflä- che) und kleinteiligen Veränderungen zu begründen ist. Nachträglich zur Erhebung haben mit Saturn auf der Hohe Straße und Decathlon im DuMont Carre (jetzt: Quincy) zwei weitere großflächige Anbieter in diesem Bedarfsbereich in der City er- öffnet, welche eine Gesamtverkaufsfläche von rd. 10.000 m? auf sich vereinen und folglich den Verkaufsflächenrückgang im langfristigen Bedarfsbereich als Folge der genannten Betriebsschließungen nicht vollumfänglich kompensieren können. ! Der Standa Verbrauchermarkt hat zwischenzeitlich geschlossen. Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 92 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 1.2: Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk i Betriebe Verkaufsfläche Umsatz p. a. Branche / Bedarfsbereich abs. in % in m? in % in Mio. € in % Einzelhandel insgesamt 2.165 100,0 | 457.685 100,0 2.188,3 | 100,0 kurzfristiger Bedarf insgesamt 753 34,8 86.440 18,9 521,4 23,8 Lebensmittel und Reformwaren 559 25,8 62.175 13,6 339,4 15,5 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 133 6,1 18.550 4,1 156,9 72 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 61 2,8 5.715 1,2 25,0 1,1 mittelfristiger Bedarf insgesamt 637 29,4 | 212.715 46,5 954,8 43,6 Bücher 40 1,8 8.720 1,9 72,5 3,3 Spielwaren / Hobbyartikel 58 2,7 7.365 1,6 43,9 2,0 Bekleidung / Wäsche 427 19,7 | 168.620 36,8 726,4 33,2 Schuhe / Lederwaren 112 5,2 28.010 6,1 111,9 5,1 langfristiger Bedarf insgesamt 775 35,8 | 158.530 34,6 712,2 32,5 Uhren / Schmuck 162 7,5 8.405 1,8 93,1 4,3 Elektrowaren 115 5,3 27.810 6,1 221,2 10,1 Foto / Optik 75 3,5 4.995 1,1 45,5 2,1 Sportartikel / Camping 62 2,9 30.805 6,7 128,0 6,4 Hausrat / Glas / Porzellan 115 5,3 23.025 5,0 70,9 3,2 Einrichtungsbedarf 224 10,3 59.830 13,1 139,1 6,4 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 22 1,0 3.660 0,8 14,6 0,7 Erhebung: GMA 2017 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Tabelle 1.3: Verkaufsflächenbestand im Stadtbezirk nach Lagen zentrale . rn Stadtbezirk Branche / Bedarfsbereich Versorgungsbereiche Seusuikp Laer insgesamt in m? in % in m? in % in m? in % Einzelhandel insgesamt 411.260 89,9 46.425 10,1 457.685 100,0 kurzfristiger Bedarf insgesamt 73.235 84,7 13.205 15,3 86.440 100,0 Lebensmittel und Reformwaren 50.995 82,0 11.180 18,0 62.175 100,0 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 17.620 95,0 930 5,0 18.550 100,0 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 4.620 80,8 1.095 19,2 5.715 100,0 mittelfristiger Bedarf insgesamt 206.890 97,3 5.825 2,7 212.715 100,0 Bücher 7.990 91,6 730 8,4 8.720 100,0 Spielwaren / Hobbyartikel 6.345 86,2 1.020 13,8 7.365 100,0 Bekleidung / Wäsche 165.210 98,0 3.410 2,0 168.620 100,0 Schuhe / Lederwaren 27.345 97,6 665 2,4 28.010 100,0 langfristiger Bedarf insgesamt 131.135 82,7 27.395 17,3 158.530 100,0 Uhren / Schmuck 7.910 94,1 495 5,9 8.405 100,0 Elektrowaren 25.865 93,0 1.945 7,0 27.810 100,0 Foto / Optik 4.780 95,7 215 4,3 4.995 100,0 Sportartikel / Camping 23.200 75,3 7.605 24,7 30.805 100,0 Hausrat / Glas / Porzellan 21.695 94,2 1.330 5,8 23.025 100,0 Einrichtungsbedarf 46.940 78,5 12.890 21,5 59.830 100,0 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 745 20,4 2.915 79,6 3.660 100,0 Erhebung: GMA 2017 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 93 94 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Die Einzelhandelsverteilung nach Lagen und Bedarfsbereichen zeigt, dass sich ins- gesamt die erfasste Verkaufsfläche fast vollständig auf zentrale Versorgungsbereiche konzentriert. Im Stadtbezirk wird kein Sonderstandort ausgewiesen (vgl. Tabelle 1.3 und Kapitel 1.3.4): " Der kurzfristige Bedarfsbereich ist mit rd. 85 % überwiegend in den zentralen Ver- sorgungsbereichen vertreten, jedoch besteht mit ca. 15 % auch ein größerer Ver- kaufsflächenanteil in den sonstigen Lagen. Damit erfolgt die Grundversorgung im Stadtbezirk Innenstadt zu einem Großteil innerhalb der zentralen Versorgungsberei- che, jedoch auch wohnungsnah in den sonstigen, zumeist städtebaulich integrierten Lagen. Insbesondere bei Lebensmitteln und Reformwaren (rd. 18 %) und Blumen / Schreibwaren / Zeitungen (rd. 19 %) ist ein nennenswerter Verkaufsflächenanteil auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche vertreten, während Gesundheits- / Körperpflegeartikel fast vollständig in den zentralen Versorgungsbereichen kon- zentriert sind (rd. 95 %). " Im mittelfristigen Bedarfsbereich entfällt der Verkaufsflächenschwerpunkt mit über 97 % deutlich auf die zentralen Versorgungsbereiche. In den sonstigen Lagen sind lediglich knapp 3 % der Verkaufsflächen ansässig. Die höchste Konzentration auf zentrale Versorgungsbereiche ist mit 98 % bei Bekleidung / Wäsche gegeben. Ein ähnlich hoher Wert ist bei Schuhe / Lederwaren (knapp 98 %) vorhanden, während Bücher (rd. 92 %) und Spielwaren / Hobbyartikel (rd. 86 %) auch tiw. außerhalb der Zentren angeboten werden. " Mitrd. 83 % der Verkaufsfläche liegt der Großteil des langfristigen Bedarfsberei- ches ebenfalls in zentralen Versorgungsbereichen, wenngleich der Anteil in den sonstigen Lagen mit rd. 17 % unter den drei Bedarfsgruppen am höchsten ausfällt. Typische zentrenrelevante Sortimente wie Uhren / Schmuck (rd. 94 %), Elektrowaren (rd. 93 %), Foto / Optik (rd. 96 %) sowie Hausrat / Glas / Porzellan (rd. 94 %) sind — den städtebaulichen Zielvorstellungen entsprechend - fast ausschließlich den zentra- len Versorgungsbereichen zugeordnet. Größere Verkaufsflächenanteile in den sons- tigen Lagen erreichen die Sortimente Sportartikel / Camping (rd. 25 %), Einrich- tungsbedarf (rd. 22 %) sowie bau- / gartenmarktspezifische Sortimente (rd. 80 %). 1.2.2 Kennziffern Die Zentralitätskennziffer dient der Bewertung der Versorgungsbedeutung des Einzel- handels im Bezirk Innenstadt. Die einzelhandelsrelevante Zentralität zeigt hierbei das Verhältnis zwischen Umsatz und einzelhandelsbezogener Kaufkraft der Bevölkerung.? Insgesamt weist der Bezirk Innenstadt aufgrund des City-Einzelhandels eine deutlich überdurchschnittliche Einzelhandelszentralität von 266 auf. Insbesondere in den Bran- chen des mittelfristigen Bedarfs erzielt die Kölner Innenstadt eine hohe Einzelhan- delszentralität (779). Innerhalb des mittelfristigen Bedarfsbereiches wiederum werden die höchsten Zentralitätswerte in den Branchen Bekleidung / Wäsche (1.005) sowie Bü- cher (692) erzielt. Auch im langfristigen Bedarfsbereich ist die Zentralität mit 234 ins- gesamt als überdurchschnittlich zu bewerten, wobei insbesondere die Sortimente Uhren / Schmuck (1.052), Sportartikel / Camping (598), Hausrat / Glas / Porzellan (516) sowie 2 Werte über 100 kommen zustande, wenn mehr durch den Einzelhandel umgesetzt wird, als Kaufkraft im Bezirk vorhanden ist, d. h., der lokale Einzelhandel bindet die Kaufkraft der Wohnbevölkerung im hohen Maße und ge- neriert Zuflüsse aus dem Umland bzw. den anderen Kölner Stadtbezirken. Werte unter 100 weisen entspre- chend auf einen Kaufkraftabfluss hin. [später in Glossar] Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt Stadtentwicklung Köln 95 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Foto / Optik (400) herausstechen. Auch im kurzfristigen Bedarfsbereich wird eine überdurchschnittliche Zentralität (132) erzielt (Wochenmärkte nicht mit berücksichtigt). Hier ist die höchste Zentralität bei Gesundheits- / Körperpflegeartikeln mit 263 festzu- halten. Abbildung 1.1: Zentralität im Stadtbezirk 00 269 E u u. ß a er R v> s R Po ; ef “p YL Pd ‚g N x RN 3 Fa Fa e , Fr 2 “ nz F BR S R N F F E e! v Pr “rn F r & «© Zentralität Bezirk + © Zentralität Bezirke 2-9 Darstellung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) In Bezug auf die Verkaufsflächenausstattung im Bezirk je 1.000 Einwohner wird deut- lich, dass die Innenstadt insbesondere aufgrund der City mit 3.621 m? eine deutlich überdurchschnittliiche Ausstattung aufweist. Auch hier ist vor allem die sehr gute Aus- stattung im mittelfristigen Bedarfsbereich zu nennen (1.683 m?) und hier insbesondere bei Bekleidung / Wäsche (1.334 m?). Aber auch im langfristigen Bedarfsbereich ist die Verkaufsflächenausstattung je 1.000 Einwohner mit 1.254 m? mehr als doppelt so hoch wie in den Bezirken 2 - 9. Bemerkenswert ist auch die gute Ausstattung im kurzfristigen Bedarfsbereich und hier insbesondere bei Lebensmitteln und Reformwaren. Der Bezirk erzielt mit einer durchschnittlichen Ausstattung von 492 m? je 1.000 Einwohnern bei Le- bensmitteln und Reformwaren einen deutlich höheren Wert als der Durchschnittswert der Bezirke 2 - 9 (353 m? je 1.000 Einwohner). Gegenüber dem Jahr 2008 ist eine rückläufige Entwicklung im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich festzustellen, während der kurzfristige Bedarfsbereich noch deutlich zu- gelegt hat, hier insbesondere bei Lebensmitteln und Reformwaren (+ 75 m? Verkaufsflä- che je 1.000 Einwohner). Hier wird erkennbar, dass auch die zentralen Innenstadtlagen für Betreiber mit nahversorgungsrelevantem Kernsortiment zunehmend attraktiver wer- den, was auch damit zusammenhängt, dass Lebensmittelhändler und Drogerieketten fast als einzige Betreiber im stationären Einzelhandel in Deutschland in den letzten Jahren noch deutliche Umsatzzuwächse generieren konnten, sodass sie sich die 1a und 1b La- gen in den Innenstädten leisten können. Demgegenüber war der Rückgang je 1.000 Ein- wohner besonders bei bau- / gartenmarktspezifischen Sortimenten (- 121 m? Verkaufsflä- che, v. a. Schließung Bauhaus Barbarossaplatz), Büchern (- 82 m? Verkaufsfläche, v. a. Schließung der Mayersche Buchhandlung in der Schildergasse mit 4.300 m? Verkaufsflä- che), Elektrowaren (- 68 m? Verkaufsfläche, Ausstattung zwischenzeitlich mit der Saturn- Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 96 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Eröffnung in der Hohe Straße jedoch wieder gestiegen) sowie Spielwaren / Hobbyartikel (- 43 m? Verkaufsfläche, u. a. Schließung Spielkauf, Music Store). Auch im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich sind jedoch zum Teil auch noch Verkaufsflächenzuwächse zu verzeichnen, so bei Uhren / Schmuck (+ 15 m? Verkaufsfläche) und Hausrat / Glas / Porzellan (+ 34 m? Verkaufsfläche). Daneben wird allgemein ersichtlich, dass die höchs- ten sortimentsspezifischen Verkaufsflächenrückgänge, in den Warengruppen zu ver- zeichnen sind, welche die höchsten Umsatzanteile im Onlinehandel aufweisen (z. B. Bü- cher, Spielwaren, Elektrowaren). Tabelle 1.4: Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner im Stadtbezirk ® Bezirk Innenstadt ® Bezirk 2-9 Branche / Bedarfsbereich 2008 2017 2017 Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner in m? Einzelhandel insgesamt 3.905 3.621 1.116 kurzfristiger Bedarf insgesamt 599 684 417 Lebensmittel und Reformwaren 417 492 353 Gesundheits- / Körperpflegeartikel 146 147 45 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 36 45 19 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1.845 1.683 134 Bücher 151 69 9 Spielwaren / Hobbyartikel 101 58 18 Bekleidung / Wäsche 1.371 1.334 90 Schuhe / Lederwaren 223 222 17 langfristiger Bedarf insgesamt 1.461 1.254 564 Uhren / Schmuck 51 66 5 Elektrowaren 288 220 48 Foto / Optik 54 40 9 Sportartikel / Camping 257 244 29 Hausrat / Glas / Porzellan 148 182 47 Einrichtungsbedarf 511 473 231 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 150 29 196 Darstellung: GMA 2020 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) 1.3 Zentren- und Standortstruktur Die Zentren- und Standortstruktur im Stadtbezirk Innenstadt ist in der nachfolgenden Übersicht sowie in Karte 1.1 dargestellt. Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt Stadtentwicklung Köln 97 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Übersicht 1.1: Zentren- und Standortstruktur im Stadtbezirk zentrale Versorgungsbereiche Zentrum Bezeichnung City - City Bezirksteilzentrum - Südliche Innenstadt, Severinstraße / Bonner Straße - Nördliche Innenstadt, Eigelstein / Neusser Straße Stadtteilzentrum - Deutz, Deutzer Freiheit Nahversorgungszentrum |- Hohe Pforte / Waidmarkt - Zülpicher Platz / Barbarossaplatz - Aachener Straße, Innenstadt - Venloer Straße, Innenstadt geplante zentrale Versorgungsbereiche Stadtteilzentrum - Deutz, Deutzer Hafen Darstellung: GMA 2020 1.3.1 Zentrale Versorgungsbereiche In der Innenstadt werden folgende Zentren als zentrale Versorgungsbereiche defi- niert: " Das Hauptzentrum bildet die City, welche die Haupteinkaufslagen der Kölner Innen- stadt sowie ihre Nebenlagen vom Rhein im Osten bis zu den Ringen im Westen um- fasst. In südlicher Richtung wird sie durch die Straßenzüge Cäcilienstraße und Mar- silstein / Schaafenstraße begrenzt. Entlang der Ringe erstreckt sich die City in südli- cher Richtung vom Rudolfplatz ausgehend über den Habsburgerring und den Ho- henstaufenring bis zum angrenzenden Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz. In nördlicher Richtung bildet der S-Bahnhof Hansaring mit dem nordöstlich anschließenden Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt die Begrenzung der Kölner City. Das Versorgungsgebiet der City ist die Gesamtstadt. Da die City im Wesentlichen die oberzentrale Versorgungsfunktion der Stadt Köln ausbildet, geht ihr Einzugsbereich weit über das Kölner Stadtgebiet hinaus. " Neben der Kölner City bestehen in der Nördlichen und Südlichen Innenstadt zwei vollwertig ausgestattete Bezirksteilzentren, deren Versorgungsgebiete einen Groß- teil des linksrheinischen Bezirks Innenstadt umfassen, sowie das Stadtteilzentrum Deutz. - Das Bezirksteilzentrum Nördliche Innenstadt erstreckt sich nördlich des Hauptbahnhofs über den Eigelstein und die Neusser Straße bis zur Inneren Ka- nalstraße sowie in westlicher Richtung über die Lagen zwischen der Eisen- bahntrasse, Eigelstein, Hansaring und Ebertplatz. - Das Bezirksteilzentrum Südliche Innenstadt erstreckt sich südlich der Haupt- verkehrsachse Perlengraben / Severinsbrücke entlang der Severinstraße, dem Chlodwigplatz und der Bonner Straße bis zur Eisenbahnunterführung. Vom Chlodwigplatz ausgehend sind die angrenzenden, insbesondere in westlicher Richtung entlang der Merowinger Straße liegende Geschäfte ebenfalls dem Be- zirksteilzentrum Südliche Innenstadt zuzuordnen. - Das Stadtteilzentrum Deutz umfasst den historisch gewachsenen Einzelhan- delsbesatz entlang der Deutzer Freiheit. Das Zentrum wird im Osten durch die Hauptverkehrsachse Gotenring / Justinianstraße und im Westen durch den Brü- Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt 98 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) ckenkopf der Deutzer Brücke begrenzt. Das Stadtteilzentrum Deutz übernimmt Versorgungsfunktionen für den gesamten Stadtteil Deutz. - Perspektivisch soll der südliche Siedlungsbereich des Stadtteils Deutz von dem geplanten Stadtteilzentrum Deutz, Deutzer Hafen versorgt werden. Im Bereich des Deutzer Hafens, am südöstlichen Rand des rechtsrheinischen Innenstadtbe- reichs gelegen, ist die Entwicklung eines neuen Quartiers für rd. 6.900 Menschen geplant. Des Weiteren sollen auf dem 37,7 Hektar großen Areal Büros für rd. 6.000 Arbeitsplätze und sonstige Nutzungen entstehen. Zur Sicherung der Ver- sorgung erfolgt perspektivisch die Ausweisung des Stadtteilzentrums Deutz, Deutzer Hafen auf der östlichen Hafenseite. Mit Blick auf die Funktionszuweisung als Stadtteilzentrum können künftig ein oder zwei Lebensmittelmärkte, ein Droge- riemarkt sowie ergänzende Einzelhandelsgeschäfte und Komplementärnutzun- gen im zentralen Versorgungsbereich angesiedelt werden (vgl. Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur). =" Des Weiteren werden im Bezirk Innenstadt vier Nahversorgungszentren ausge- wiesen. Diese liegen an den Ausfallstraßen im Westen des Stadtbezirks bzw. südlich angrenzend an die Kölner City. - Das Nahversorgungszentrum Hohe Pforte / Waidmarkt umfasst die Baublö- cke entlang der Hohe Straße und Hohe Pforte südlich der Cäcilienstraße, die im Zuge der Neustrukturierung des Quartiers rund um das leergezogene Polizeiprä- sidium am Waidmarkt als Wohnquartier entwickelt wurde. Durch die trennende Wirkung der Cäcilienstraße ist eine Zuordnung dieses Bereiches zur City nicht gegeben. Das Versorgungsgebiet dieses Nahversorgungszentrums erstreckt sich über das Cäcilien-Viertel, das Georgs-Viertel, das Kapitol-Viertel sowie angren- zende Siedlungsbereiche des Pantaleons-Viertels. - Das Nahversorgungszentrum Zülpicher Platz / Barbarossaplatz grenzt süd- lich am Hohenstaufenring an die City an. Es umfasst den Zülpicher Platz mit den angrenzenden Lagen an der Zülpicher Straße und den Hohenstaufenring einschl. Barbarossaplatz sowie den Einzelhandelsbesatz an der Luxemburger Straße bis zur Hochstadenstraße. Aufgrund der umfangreichen Nahversorgungsfunktion mit mehreren Supermärkten und einem Discounter ist eine Zuordnung zur City je- doch nicht mehr gegeben. Das Versorgungsgebiet dieses Nahversorgungszent- rums erstreckt sich über das Studenten-Viertel, das Rathenau-Viertel, das Süd- bahnhof-Viertel sowie das Volksgarten-Viertel. Darüber hinaus werden auch die angrenzenden Einwohner des Komponisten-Viertels, des Mauritius-Viertels und des Pantaleons-Viertels teilweise durch das Nahversorgungszentrum versorgt. - Das Nahversorgungszentrum Aachener Straße erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Aachener Straße westlich des Willy-Millowitsch-Platzes und der Brabanter Straße bis zur Eisenbahntrasse am Grüngürtel. Der Einzelhandel in diesem Bereich beschränkt sich auf nahversorgungsrelevante Betriebe, unter- scheidet sich dabei deutlich vom Geschäftsbesatz der angrenzenden City- Bereiche und wird durch kulturelle Einrichtungen (Theater) und Gastronomie er- gänzt. Das Versorgungsgebiet des Zentrums Aachener Straße erstreckt sich auf die jeweils angrenzenden Siedlungsbereiche des Apostel-Viertels, des Belgi- schen-Viertels, des Komponisten-Viertels und des Mauritius-Viertels. - Das Nahversorgungszentrum Venloer Straße umfasst den entlang der Venloer Straße vom Friesenplatz in nordwestlicher Richtung verlaufenden Einzelhandels- besatz bis zur Eisenbahnunterführung einschließlich der angrenzenden Lagen in der Bismarckstraße und Spichernstraße. Vom Einzelhandelsbesatz am Friesen- platz mit einem Schwerpunkt im mittelfristigen Bedarfsbereich (v. a. Weingarten Teil B - 1 Stadtbezirk Innenstadt -
5_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Beschlussempfehlung_BV5
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Herr Rupsch Telefon: (0221) 221-95313 Fax : (0221) 221-95447 E-Mail: guido.rupsch@stadt-koeln.de Datum: 27.06.2022 Auszug aus der Niederschrift der 7. Sitzung der Bezirksvertretung Nippes vom 17.06.2021 öffentlich 9.2.1 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020 Der vorliegende Änderungsantrag von Grünen und FDP wird bei Enthaltung der SPD mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und der PARTEI beschlossen. Anschließend wird über die so geänderte Vorlage abgestimmt und die BV Nippes empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: 1. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse einer Öf- fentlichkeitsbeteiligung. Die zu beschließenden Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kern- aussagen) sowie der Anlage 2 (Zentrenübersicht) dargestellt. 2. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konsequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Kon- sultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu las- sen. 3. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach ca. zwei Jahren im Kölner Stadt- gebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiese- nen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe sind eine systematische Leerstandserhebung sowie die Untersuchung der digita- len Sichtbarkeit der stationären Einzelhandelsbetriebe erforderlich. Die Bezirksvertretung nimmt darüber hinaus gemäß § 37 Absatz 5 Sätze 1 und 2 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wie folgt Stellung: 1. Ein wichtiges Kriterium des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts (EHZK) soll sein, dass durch die beabsichtigten Zuordnungen und Ge- und Verbote motori- sierte Individualverkehre nicht erzeugt, sondern möglichst vermeidbar gemacht werden. Die Erreichbarkeit für zu Fuß gehende und Radfahrende soll gefördert werden. 2. Kleinflächiger Einzelhandel soll durch das EHZK nicht behindert werden. 3. In dem EHZK sollen alle möglichen Wege gegangen werden, um Spielhallen und andere Glücksspielstätten zu verhindern. 4. Im Stadtteil Bilderstöckchen soll es möglich werden, einen Vollsortimenter anzu- siedeln. Etwaige Einschränkungen aufgrund seiner örtlichen Lage werden aufge- hoben. 5. Die Kriterien für Wochenmärkte sollen vom Ermöglichungsgedanken geprägt sein. Für den Stadtteil Bilderstöckchen soll die Einrichtung eines Wochenmarktes aktiv gefördert werden. 6. Die gewaltigen, durch die Corona-Pandemie erzeugten Änderungen und Verwer- fungen im Einzelhandel, sowohl für die verbleibende Zeit während der Pandemie als auch diejenige nach der Pandemie, werden im EHZK berücksichtigt. 7. Die Bezirksvertretung sieht die Auswirkungen auf den Klimaschutz durch das EHZK nicht „positiv“, sondern „neutral“. Abstimmungsergebnis: Bei Enthaltung von Frau Wicharz einstimmig beschlossen. -
3.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Übersicht der Anpassungen
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Anlage 3.1 Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) Schnellübersicht der Anpassungen in den jeweiligen Kapiteln der Anlage 3 (Fortschreibung EHZK) nach Überarbeitung zum zweiten Sitzungslauf 1 Aufgabenstellung und Ziele - Keine Anpassungen in Kapitel 1 2 Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung und planungsrechtliche Instrumente - Keine Anpassungen in Kapitel 2 3 Planungsrechtliche Instrumente zur Steuerung der Standortentwicklung im Einzelhandel - Keine Anpassungen in Kapitel 3 4 Einzelhandelssituation in Köln - Keine Anpassungen in Kapitel 4 5 Zentrenstruktur und Steuerungssystem Köln 5.1.2 Nahversorgungslagen: Klarstellung bzgl. Ausweisung als ZVB bei Entwicklung der Potenzialfläche 5.2.2 Anpassung der Sortimentsliste gem. LEP NRW 5.3 Klarstellung der strategischen/konzeptionellen Steuerungsfunktion des EHZK 5.3.1 City, BZ, BTZ: Klarstellung - keine Ansiedlungsbeschränkung für nahversorgungs- /zentrenrelevante Sortimente 5.3.2 Streichung Verweis auf Ziel 6.5-8 und 6.5-7 im LEP NRW (Agglomerationen entgegenwirken), da Nennung unter 5.3.3 5.3.2 „Prüfschema“ (jetzt: „internes Bewertungsschema“) in Anhang 6.4 verschoben 5.3.2.1 Sonstige städtebaulich integrierte Lagen - Klarstellung bzgl. Ansiedlung kleinflächigem nahversorgungs-/zentrenrelevantem Einzelhandel - Verweis auf Einzelfallprüfung bei großflächigen Vorhaben 5.3.2.2 Sonstige städtebaulich nicht integrierte Lagen - Ergänzung um Definition „Convenience Store“ - Streichung von Verkaufsflächen-Grenzen 5.3.3 Sonstige Steuerungsempfehlungen - Verweis auf das interne Bewertungsschema (Anhang 6.4) - Erläuterung der wohnortnahen Versorgung inner-/außerhalb 700 m-Radius Abb. 16 Steuerungsschema Einzelhandelsentwicklung - NVL: nicht großflächiges zentrenrelevantes Kernsortiment Einzelfallprüfung erforderlich - Bisher: Ansiedlung nach LEP grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht 6 Anhang 6.4 Internes Bewertungsschema im Rahmen der Steuerung von großflächigen Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche - Verschiebung des Bewertungsschema aus Kapitel 5.3.2 in neuen Anhang 6.4 - Stufe 1, Erweiterung bestehender Lebensmittelmärkte: o Klarstellung, dass Vorhaben der verbrauchernahen Versorgung dienen muss o Klarstellung zur Forderung von Gutachten - Stufe 1, Neuansiedlungen o Streichung bzgl. Erbringung eines Nachweises nach einer fehlenden Potenzialfläche - Stufe 2, Neuansiedlungen o Streichung letzter Absatz Teil B Neue Abgrenzung von zwei zentralen Versorgungsbereichen (ZVB) - Bezirk Nippes: „Nahversorgungszentrum Weidenpesch - nördliche Neusser Straße“ - Bezirk Mülheim: „Nahversorgungszentrum Dellbrück Hatzfeldstraße“ -
2.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_NVZ_Weidenpesch
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Stadtentwicklung Köln 1 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Anlage 2.1 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 2 3.6.7 Nahversorgungszentrum Weidenpesch, nördl. Neusser Straße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Weidenpe- sch, Rennbahn-Viertel, Mauenheim, Grüner Hof) 9.754 - Stadtteil Weidenpesch 13.957 14.700 Stadtbezirk Nippes 117.263 125.400 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Weidenpesch 5.514 99,0 Stadtbezirk Nippes 5.792 104,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Am südlichen Rand des Stadtteils Weidenpesch, unmittelbar an die Stadtteile Nippes und Mauenheim angrenzend Straßenbegleitende Lage entlang der Neusser Straße, zwischen Stadtbahnhaltestelle Neusser Straße / Gürtel im Süden und der Friedrich-Karl-Straße im Norden. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Neusser Straße bestimmt. Eine Potenzialfläche befindet sich im mittleren Bereich des Zentrums nördlich der Bergstraße; hier ist die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes geplant. Gegenüber 2010 wird das Zentrum Richtung Norden deutlich verkürzt und insgesamt aufgrund der vorliegenden Nutzungsstruktur und -dichte kompakter abgegrenzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbereichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² - 800 bis unter 1.500 m² - 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Textildiscounter (FG), Blumen (FG), Schmuck (FG), Bilder (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die Stadtviertel Weidenpesch, Rennbahn-Viertel, Mauenheim, Grüner Hof Anzahl der Betriebe über dem Orientierungswert, Verkaufsfläche unterhalb des Orientierungswerts Angebotsschwerpunkt im kurz- und mittelfristigen Bedarfsbereich aktueller Entwicklungsstand: instabil, Aufwertung durch die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes Nutzungen (abs.) 48 m² VKF (abs.) 795 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 5.10 E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k N i p p e s Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur Komplementärnutzungen Auto- oder Motorradhandel 0 25 50 75 10012,5 Meter Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss Nahversorgungszentrum Weidenpesch, nördliche Neusser Straße Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2022 GMA 2022 Stadt Köln -
0_Anlage_Navigationshilfe
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Anlage 0 Navigationshilfe zur überarbeiteten Beschlussvorlage 1538/2020/1: Fort- schreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes Köln (EHZK) Beschlussvorlage Nr. 1538/2020/1 Überarbeiteter Entwurf Fortschreibung EHZK 2020 Status Beschlusstext Ergänzung Beschlusspunkt 1 Ergänzung Absatz 1 und 2 überarbeitet Anlage 0 Navigationshilfe zu Änderungen neu Anlage 1 Änderungen Anzahl ZVB und wesentliche Kernaussagen Steuerung (s. Markierung kursiv) überabreitet Anlage 2 Ergänzend s. Anlage 2.1 und 2.2 unverändert Anlage 2.1 Wiederausweisung: Abgrenzung und Steckbrief NVZ Weidenpesch neu Anlage 2.2 Neuausweisung: Abgrenzung und Steckbrief NVZ Dellbrück neu Anlage 3 Gutachterlicher Endbericht unverändert Anlage 3.1 Übersicht der Anpassungen im Gutachterlichen Endbericht (Anlage 3) neu Anlage 3.2 Geänderter Gutachterlicher Endbericht: Änderungen Kapitel 5, An- hang 6.2 und 6.4 (s. Markierung kursiv) neu Anlage 4 Beschlussprotokoll BV 2 vom 03.05.2021 neu Anlage 4.1 Stellungnahme der Verwaltung neu Anlage 5 Beschlussempfehlung BV 5 vom 17.06.2021 neu Anlage 5.1 Stellungnahme der Verwaltung neu Anlage 6 Abwägung Eingaben Träger öffentlicher Belange neu Anlage 7 Abwägung Eingaben aus der Öffentlichkeit neu -
1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_wesentliche_Kernaussagen
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Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln Fortschreibung wesentliche Kernaussagen Entwurf Stand September 2022 Anlage 1 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) – Kernaussagen Bearbeitung: Dr. Marc Höhmann Barbara Eicker Franka Klocke Jan Neumann Karla Finkeldei Gutachter: GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH Frankfurter Straße 249 b 51147 Köln Bearbeitung: Birgitt Wachs Kirsten-Dorothee Riedel Dirk Riedel unter Mitarbeit von: Stephan Eckert Volker Theil Stadtentwicklung Köln 3 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Inhaltsverzeichnis Seite 1. Einleitung, Aufgabenstellung und Ziele 4 2. Ausgewählte Ergebnisse zur Einzelhandelsstruktur in Köln 5 3. Fortschreibung EHZK - wesentliche Festsetzungen 7 3.1 Standortkonzept (Zentren- und Standortstruktur) 7 3.2 Festlegung zentraler Versorgungsbereiche 9 3.3 Sortimentsliste 9 3.4 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen 10 4 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen 1. Einleitung, Aufgabenstellung und Ziele Ein engmaschiges, vielseitiges und leistungsfähiges Netz von Geschäftszentren sichert die Versorgung der Kölnerinnen und Kölner mit Waren und Dienstleistungen aller Bedarfsstu- fen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität der Kölner Veedel wie auch der Gesamtstadt Köln als Wohn- und Arbeitsort. Als wichtiger Wirtschafts- und Beschäfti- gungsfaktor trägt der Kölner Einzelhandel wesentlich zur Gesamtattraktivität der Stadt bei. Zudem bilden die Geschäftszentren in ihrer zentralen Lage Mittelpunkte des öffentlichen Lebens, der Identifikation und der Kommunikation. Im Rahmen der hier vorgelegten Fort- schreibung werden für Köln insgesamt 80 zentrale Versorgungsbereiche ausgewiesen (2013 waren es 81). Damit verfügt die Stadt Köln immer noch über eine hierarchisch und räumlich sehr gut ausgeprägte, im Wesentlichen historisch gewachsene Zentrenland- schaft. Zur Bündelung der Angebote des großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzel- handels werden im Rahmen der Fortschreibung des Weiteren zehn Sonderstandorte aus- gewiesen (2013:11). Am 17.12.2013 hat der Rat der Stadt Köln ein umfassendes Einzelhandels- und Zentren- konzept beschlossen, das seitdem konsequent umgesetzt wird und Grundlage für die räumliche Steuerung, insbesondere des großflächigen Einzelhandels ist. Die hier vorge- legte Fortschreibung hat zum Ziel, die bisherigen räumlichen und inhaltlichen Festlegun- gen vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen einer wachsenden Stadt auf der einen und der zunehmenden Bedeutung des Online-Handels auf der anderen Seite sowie auf der Basis aktueller Gesetzgebung und Rechtsprechung zu überprüfen und, wo erforderlich, anzupassen. Ziele und Aufgaben der vorliegenden Fortschreibung des Konzeptes bleiben die Stüt- zung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems, der Schutz und die Stärkung der zentralen Versorgungsbereiche, die Verbesserung der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung und die Steuerung der Ansiedlung von nicht zentrenrele- vanten großflächigen Einzelhandelsbetrieben. Abbildung 1: EHZK - Aufgaben und Ziele Förderung der Attraktivität der Kölner City als Oberzentrum in der Region sowie als nationale und internationale Shoppingmetropole, Stützung und Stärkung des gewachsenen polyzentrischen Zentrensystems in Köln, Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren in ihrer Versorgungsfunktion sowie als Mittelpunkte des öffen tlichen Lebens, der Identifikation und der Kom- munikation innerhalb ihrer jeweiligen Versorgungsräume, Sicherung und Verbesserung der wohnungsnahen Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, auch unter Berücksichtigung der Wo- chenmärkte, Berücksichtigung von Sonderentwicklungen im Einzelhandel sowie der Folgen des demografischen Wandels, insbesondere von Köln als wachsender Stadt. Mit seinen Aussagen zur generellen Steuerung des Einzelhandels sowie den einzelnen Standortlagen zeigt das EHZK einen klaren Entwicklungsrahmen auf und liefert allen Be- teiligten – Verwaltung, Politik, Einzelhändlern, Investoren und Immobilieneigentümern eine verlässliche Planungs- und Handlungsgrundlage. Stadtentwicklung Köln 5 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen 2. Ausgewählte Ergebnisse zur Einzelhandelsstruktur in Köln Die vorlegte Fortschreibung fußt auf einer umfassenden Analyse des Kölner Einzelhan- dels. Hierzu wurde eine vollständige Erhebung des Einzelhandels und zentrenprägenden Komplementärnutzungen in allen Geschäftszentren, sonstigen Lagen und Sonderstand- orten vorgenommen, die überwiegend im Jahr 2017 durchgeführt wurde. Alle Analysen, Standort- und Zentreneinstufungen sowie steuerungsrelevanten Aussagen und Hand- lungsempfehlungen wurden auf dieser Grundlage erarbeitet. Zum Zeitpunkt der Erhebung gab es in Köln rund 6.500 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von ca. 1,52 Mio. m2. Somit ist in Köln – analog zu den Entwicklungen in Gesamtdeutschland – ein Rückgang der Zahl der Einzelhandelsbetriebe und eine, aller- dings nur sehr moderate (-1,8%) Verringerung der Gesamtverkaufsfläche zu beobachten, was insbesondere auf einzelne Betriebsinsolvenzen (v. a. Schlecker, Max Bahr / Prakti- ker und Strauss Innovation, die zusammen mit über 60.000 m2 Verkaufsfläche im Stadt- gebiet vertreten waren) sowie die Marktanteilsgewinne des Internethandels zurückzufüh- ren ist. Die Verkaufsflächenausstattung je Einwohner liegt in Köln bei 1,41 m2. Obwohl dies ei- nen leicht unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegenden Wert (1,51 m2 VKF / EW) darstellt, belegt Köln unter den deutschen Millionenstädten somit den ersten Platz vor Hamburg mit 1,37 m2 VK / EW (2016) sowie Berlin und München mit jeweils ca. 1,22 m2 VK / EW (Berlin: 2016; München: 2012). Tabelle 1: Einzelhandelsbestand in der Stadt Köln Branche / Bedarfsbereich Betriebe Verkaufsfläche Umsatz p. a. abs. in % in m2 in % in Mio. € in % Einzelhandel insgesamt 6.502 100,0 1.515.425 100,0 6.596,9 100,0 kurzfristiger Bedarf insgesamt 3.187 49,0 482.000 31,8 2.859,6 43,3 Lebensmittel und Reformwaren 2.373 36,5 396.685 26,2 2.180,6 33,1 Gesundheits- / Körperpflegeartikel* 474 7,3 61.295 4,0 428,2 6,5 Blumen / Schreibwaren / Zeitungen 340 5,2 24.020 1,6 250,8 3,8 mittelfristiger Bedarf insgesamt 1.296 19,9 340.045 22,4 1.507,9 22,9 Bücher 95 1,5 17.270 1,1 120,2 1,8 Spielwaren / Hobbyartikel 99 1,5 23.960 1,6 119,9 1,8 Bekleidung / Wäsche 901 13,9 254.380 16,8 1.098,4 16,6 Schuhe / Lederwaren 201 3,1 44.435 2,9 169,5 2,6 langfristiger Bedarf insgesamt 2.019 31,1 693.380 45,8 2.229,3 33,8 Uhren / Schmuck 298 4,6 12.760 0,8 135,3 2,1 Elektrowaren 349 5,4 73.260 4,8 517,2 7,8 Foto / Optik 227 3,5 13.425 0,9 104,0 1,6 Sportartikel / Camping 190 2,9 58.055 3,8 244,8 3,7 Hausrat / Glas / Porzellan 256 3,9 67.115 4,4 199,2 3,0 Einrichtungsbedarf 496 7,6 279.230 18,4 593,1 9,0 bau- / gartenmarktspez. Sortimente 203 3,1 189.535 12,5 435,7 6,6 * Gegenüber 2008 ohne die Umsatzanteile verschreibungspflichtiger Medikamente; Erhebung: GMA 2017 (ca.-Werte, ggf. Rundungsdifferenzen) Die flächenbezogene Umsatzleistung liegt bei rd. 4.350 € / m2 Verkaufsfläche und ist damit gegenüber 2008 um 8,5 % angestiegen. Dennoch wird auch deutlich, dass der sta- 6 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen tionäre Einzelhandel in diesem Zeitraum Umsatzanteile an das Internet verloren hat. Während die Gesamtkaufkraft in Köln seit 2008 um 13,8 % gestiegen ist, ist der Umsatz der Betriebe nur um knapp die Hälfte (+ 6,5 %) gewachsen. Die Differenz von ca. 7 %- Punkten entspricht in etwa dem Anteil, den der Internethandel im Vergleichszeitraum ge- wonnen hat. Hier ist besonders zu erwähnen, dass Köln als Oberzentrum über beson- ders hohe Verkaufsflächenanteile in den Branchen verfügt, welche in den vergangenen Jahren massiv Marktanteile an den Onlinehandel verloren haben. Insofern konnten die Effekte durch den Onlinehandel – auch durch die konsequente Umsetzung des Einzel- handels- und Zentrenkonzeptes – etwas abgemildert werden. Dennoch ist zu konstatie- ren, dass es keine „Köln-spezifische“ Entwicklung gab und Köln im bundesdeutschen Vergleich keine Sonderkonjunktur hatte. Die Verkaufsflächenausstattung in Köln sollte daher mit Blick auf den nach wie vor dy- namischen Internethandel zum Erhalt der städtebaulichen Qualitäten, aber auch im Sin- ne einer nachhaltigen und Ressourcen schonenden Gesamtentwicklung der Stadt Köln allenfalls noch punktuell erhöht werden. Dabei geht es um eine sinnvolle und nach- haltige Steuerung des Einzelhandels innerhalb und außerhalb der Geschäftszentren bzw. zentralen Versorgungsbereiche, welche eine maßvolle Ausrichtung und Ergänzung des jeweiligen Branchenmixes in den Stadtbezirken und seinen Geschäftszentren so- wohl unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Ausstattung vor Ort auf der einen Seite als auch nachfrageorientierten Aspekten sowie Entwicklungspotenzialen und pla- nerischen Zielsetzungen auf der anderen Seite vornimmt. Bei der Betrachtung nach Lagen zeigt sich eine weitgehende – unter städtebaulichen Gesichtspunkten wünschenswerte – Orientierung von zentrenrelevanten Sortimenten auf die zentralen Versorgungsbereiche, während die nicht zentrenrelevanten Kernsor- timente, allen voran Einrichtungsbedarf und bau- / gartenmarktspezifische Sortimente auch – nicht zuletzt aufgrund des hohen induzierten Verkehrsaufkommens – an dezent- ralen Standorten vertreten sind. Hier kommt die Steuerungswirkung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zum Ausdruck. Nur noch vereinzelt sind unerwünschte Nutzun- gen, i. d. R. aufgrund alter Baurechte, gerade in die Sondergebiete eingedrungen. Bei der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes wurden erstmalig auch die insgesamt 66 Wochenmärkte an 39 Standorten einer detaillierten Analyse un- terzogen. Als „älteste Nahversorger“ blicken sie in Köln bereits auf eine lange Tradition zurück und spielen für die Frequenz ebenso wie bei der wahrgenommenen Attraktivität der Geschäftszentren sowie der Nahversorgung eine große Rolle. Auch räumlich sind die Kölner Wochenmärkte – welche in einem breiten Spektrum von großen „Vollsorti- mentsmärkten“ (ca. 70 Ständen) bis zu kleinen Nahversorgungsmärkten (ca. fünf Stän- de) aufgestellt sind – ausgewogen über das Kölner Stadtgebiet verteilt. Die Untersu- chung zeigt dabei jedoch auch, dass die Bedingungen für mögliche Neuansiedlungen von Märkten an sehr spezifische Standortanforderungen geknüpft und damit begrenzt sind. Eine ausführliche Befassung mit den Kölner Wochenmärkten, inklusive dezidierter Entwicklungsempfehlungen, enthält der als Anlage 3 beigefügte gutachterliche Endbe- richt zur Fortschreibung des EHZK. An dieser Stelle seien daher nur als generelle Handlungsstrategien genannt: Konzentration auf wirtschaftlich funktionsfähige Märkte: Hier ist für einzelne Märkte zu hinterfragen, ob diese weiter betrieben werden sollten, insbesondere solche, denen es kaum gelingt, eine stabile Stammkundschaft aufzubauen. Zuvor sollte geprüft werden, ob eine Neupositionierung (z. B. als Gastronomiemarkt) in- frage kommt. Stadtentwicklung Köln 7 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Schwerpunktsetzung / Positionierung: Die Kölner Wochenmarkt-Landschaft weist – zumindest an den Standorten mit geringerem Kaufkraftpotenzial im direk- ten Standortumfeld – eine geringe Profilierung auf. Grundsätzlich sollten die Wo- chenmärkte in den kommenden Jahren eine Profilierung über regionale Produkte, Bioprodukte, Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit, auch durch Anbieten verpa- ckungsfreier Ware in den gewünschten Mengen sowie eine Erhöhung der Aufent- haltsqualität (z. B. durch Gastronomie) zur Stärkung der Funktion als sozialer Treffpunkt anstreben. punktuelle Verbesserungen funktionierender Märkte und ggf. Neuetablie- rungen: Die Untersuchung der Kölner Wochenmärkte verdeutlicht, dass für viele Märkte kein unmittelbarer Handlungsdruck besteht. Viele Märkte sind funktionsfä- hig. Dennoch besteht für diese punktuell Verbesserungspotenzial. Aspekte wie Sauberkeit, Ausschilderung oder das Sicherheitsempfinden können und sollten verbessert werden, gerade vor dem Hintergrund, dass der Einkauf auf dem Wo- chenmarkt zunehmend als Erlebnis wahrgenommen werden möchte. 3. Fortschreibung EHZK - wesentliche Festsetzungen Die steuerungsrelevanten Aussagen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes umfas- sen folgende Module: Standortkonzept (Zentren- und Standortstruktur): Im Rahmen des Standortkon- zeptes erfolgt insbesondere die Festlegung und Begründung der zentralen Versor- gungsbereiche im Sinne von § 1 Abs. 6 BauGB, § 2 Abs. 2 BauGB, § 9 Abs. 2a BauGB, § 34 Abs. 3 BauGB und § 11 Abs. 3 BauNVO. Daneben werden weitere Standortkategorien (Nahversorgungsla gen, Sonderstandorte) definiert und festge- legt, die bei der Planung für den Einzelhandel ebenfalls eine Rolle spielen (= Zen- tren- und Standortstruktur). Sie bilden die räumliche Grundlage der standort- und branchenspezifischen Grundsätze zur Einzelhandelsentwick lung. Sortimentskonzept: Die Kölner Sortimentsliste definiert stadtspezifisch die zen- tren-, nah-versorgungs- (stets auch immer zentren-) und nicht zentrenrelevanten Sortimente und dient somit als Grundlage für die bauplanungsrechtliche Beurteilung von Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben des Einzelhandels. Sie bildet dem- nach die sachliche Grundlage der standort- und branchenspezifischen Grundsät- ze zur Einzelhandelsentwicklung. Steuerungs- und Ansiedlungsregeln: Sie definieren, wie Standort- und Sorti- mentskonzept zusammenwirken, um ihre steuernde Wirkung entfalten zu können. 3.1 Standortkonzept (Zentren- und Standortstruktur) Das Standortkonzept dient als Orientierungsrahmen und Entscheidungsgrundlage für die Zentren- und Standortentwicklung in der Stadt Köln. Ein wesentliches Augenmerk liegt dabei auf der Festlegung und Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche (ZVB). Diese wurden mithilfe eines Kriterienkatalogs (s. Anlage 3, Teil A) gegenüber 2013 überprüft, (ggf. neu) festgelegt und (ggf. neu) abgegrenzt, wo wesentliche Anfor- derungen an zentrale Versorgungsbereiche definiert werden. Außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche wurden darüber hinaus die im Konzept 2013 festgelegten Nahversorgungslagen und die Sonderstandorte überprüft und (ggf. neu) festgelegt bzw. abgegrenzt: 8 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Nahversorgungslagen besitzen aufgrund der integrierten Lage und der vorhan- denen Nutzungen (häufig größerer Lebensmittelmarkt, kleinteiliger Einzelhandel, Komplementärnutzungen) eine Bedeutung für die wohnungsnahe Nahversorgung. Trotz integrierter Lage und gewisser Zentrenansätze können diese jedoch auf- grund des geringen Besatzes bzw. der fehlenden aktuell nicht erkennbaren Ent- wicklungsmöglichkeiten nicht als vollwertige zentrale Versorgungsbereiche defi- niert werden. Dennoch werden sie - in klar umrissenen Rahmen - als Positivräume für weitere, insbesondere nahversorgungsrelevante Einzelhandelsansiedlungen betrachtet. Bei Entwicklung einer Potenzialfläche ist zu prüfen, ob sich eine Nah- versorgungslage zu einem zentralen Versorgungsbereich entwickeln kann. Bei den Sonderstandorten handelt es sich um autokundenorientierte, städtebau- lich nicht integrierte Standorte, die bereits wesentlich durch großflächigen Einzel- handel geprägt sind. Planerische Zielsetzung der Ausweisung ist es, hier den großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandel (insbesondere Möbel- häuser, Bau- und Gartenmärkte) zu konzentrieren. Weitere Bedingung hierfür ist die regionalplanerische Ausweisung als ASB (vgl. Abb. 2). Als „städtebauliches Erbe“ früherer Genehmigungspraxis finden sich in einigen Sonderstandorte jedoch auch noch großflächige Betriebe mit zentren- und nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten (z. B. Lebensmittel, Bekleidung, Sportartikel, Elektrowaren). Die- se gelten heute als gebietsfremd, sodass deren Neuansiedlung und Erweiterung planungsrechtlich konsequent auszuschließen sind. Alle übrigen Bereiche des Stadtgebietes werden als sonstige Lagen bezeichnet. Hier- bei wird im Steuerungskonzept (s. 3.4) jedoch deutlich zwischen städtebaulich bzw. siedlungsräumlich integrierten und dezentralen, nicht integrierte Lagen (insbesondere Gewerbe- und Industriegebiete oder Grünbereiche) unterschieden. Abbildung 2: Zentren- und Standortstruktur Köln 2020 GMA-Darstellung 2020 Stadtentwicklung Köln 9 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen 3.2 Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Die zentralen Versorgungsbereiche wurden aufbauend auf der Zentrenstruktur aus dem Jahr 2010 (Beschlussfassung 2013) sowie vor dem Hintergrund der aktuellen Si- tuation überprüft und ggf. neu definiert und abgegrenzt. Die Zentreneinteilung wurde im Wesentlichen anhand des Kriterienkatalogs (s. Anlage 3, Teil A) überprüft, der die aktu- ellen rechtlichen Anforderungen sowie die tatsächlichen Vor-Ort-Verhältnisse berück- sichtigt. Gegenüber 2010 (Beschluss 2013) gab es insbesondere folgende Veränderun- gen in der Zuordnung einzelner Standortlagen: Tabelle 2: Veränderte Zentreneinstufungen gegenüber 2010 Zentraler Versorgungsbereich EHZK 2013 Geänderte Einstufung 2020 Neuausweisung Fort- schreibung 2020 Bezirkszentrum Mülheim, Wienerplatz Bezirksteilzentrum Nahversorgungszentrum Ehrenfeld-Ost, Sub- belrather Straße Stadtteilzentrum Nahversorgungszentrum Ehrenfeld-West, Venloer Straße Stadtteilzentrum Stadtteilzentrum Dellbrück Bezirksteilzentrum Nahversorgungszentrum Ossendorf Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Longerich, Longericher Hauptstraße Nahversorgungslage Longerich, Grethenstraße Nahversorgungszentrum Blumenberg Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Pesch Betrachtung als städtebaulich in- tegrierten Einzelstandort Nahversorgungszentrum Merkenich, Merkenicher Hauptstraße Nahversorgungslage Nahversorgungszentrum Eil, Frankfurter Straße Nahversorgungslage Nahversorgungslage Junkersdorf, Kirchweg Nahversorgungszentrum Nahversorgungsagglomeration Hatzfeldstraße Nahversorgungszentrum - Geplantes Stadtteilzent- rum Deutz, Deutzer Hafen - Geplantes Nahversor- gungszentrum Kreuzfeld - Geplantes Nahversor- gungszentrum Mülheim- Süd 3.3 Sortimentsliste Die im Jahr 2010 erarbeitete Sortimentsliste für die Stadt Köln hat sich grundsätzlich be- währt. Auf der Grundlage der tatsächlichen Verteilung der Branchen und Sortimente im Stadtgebiet, der Einstufung im LEP NRW sowie der städtebaulichen Zielvorstellungen der Stadt Köln wird sie daher fortgeschrieben. Es erfolgte lediglich eine redaktionelle An- passung an die aktuelle Rechtsprechung (z. B. darf die Sortimentsbezeichnung „Ge- schenkartikel“ aufgrund der fehlenden Bestimmtheit nicht mehr verwendet werden). Im Rahmen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 2020 werden folgende Sortimente als zentrenrelevant definiert. 10 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Abbildung 3: Kölner Sortimentsliste (zusammenfassende Darstellung) zentrenrelevante Sortimente 1. Bücher und Antiquariate 2. Papier / Bürobedarf / Schreibwaren inkl. Schulbedarf, Bastelartikel 3. Bekleidung aller Art (inkl. Karnevalsbekleidung, Kinder- und Babybekleidung, Sportbekleidung, Arbeitsbekleidung etc.), Wäsche, Schuhe, Lederwaren, Wol- le, Kurzwaren, Strickwaren, Handarbeiten, Stoffe 4. Elektrogeräte, Medien (= Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Com- puter), Elektro-Haushaltswaren (Kleingeräte wie Mixer, Bügeleisen, ohne Elektrogroßgeräte), Büromaschinen 5. Lampen, Leuchten, Beleuchtungskörper, 6. (Augen-)Optik, Hörgeräteakustik, Uhren, Schmuck, Foto, Spielwaren, Musika- lien, Musikinstrumente, 7. medizinische, orthopädische Artikel, Sanitätswaren, pharmazeutische Artikel 8. Kunst, Kunstgewerbe, Bilderrahmen, Antiquitäten (ohne Antikmöbel) 9. Haushaltswaren, Glas / Porzellan / Keramik 10. Haus- und Heimtextilien, Gardinen und Zubehör, Raumausstattung, Bettwaren (z. B. Steppdecken), Haus- / Tischwäsche, Bettwäsche (Bettbezüge, Laken), Badtextilien 11. Baby- und Kinderartikel ohne Kinderwagen, Kindersitze 12. Sportbekleidung (inkl. Sportschuhe), Sportartikel (ohne Großgeräte) 13. Fahrräder und Fahrradzubehör, 14. Tiere, Zoobedarf, Tierpflegemittel, Tiernahrung 15. Gebrauchtwaren der hier aufgeführten Sortimente nahversorgungsrelevante Sortimente (gleichzeitig immer zentrenrelevant) 16. Nahrungs- und Genussmittel, Getränke, Tabak-, Reformwaren 17. Gesundheits- und Körperpflegeartikel (Drogeriewaren inkl. Wasch- und Putzmittel, Kosmetika), Apothekerwaren 18. (Schnitt-)Blumen 19. Zeitungen / Zeitschriften GMA-Empfehlungen 2020 auf Grundlage der erhobenen Standortverteilung 2017, städtebaulicher Zielvorstellungen und Anlage 1 LEP NRW 3.4 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept übernimmt die strategische und konzeptionelle Steuerung des Einzelhandels, die durch die Bauleitplanung umgesetzt wird. Die tatsäch- liche Zulässigkeit von Einzelhandelsvorhaben bestimmt sich nach dem örtlichen Bau- recht. Die Anwendung der Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen soll sicher stellen, dass Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbetrieben nicht zu einer Beein- trächtigung der Versorgungsfunktion sowie der Funktions- und Entwicklungsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen und sich die Dimensionierung eines Vorhabens am zugeordneten Versorgungsgebiet orientiert. Dieser Nachweis ist im Zweifel durch Stadtentwicklung Köln 11 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen den Antragsteller beizubringen. Bei der Ansiedlung1 und Erweiterung von Vorhaben i. S. v. § 11 Abs. 3 BauNVO sind zudem die landesplanerischen Vorgaben (LEP NRW) zu beachten. Abbildung 4: Steuerungsschema Einz elhandelsentwicklung Zu beachtendes Ziel: Ansiedlungen / Erweiterungen dürfen nicht zu einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion und der Funktionsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen. Die Dimensionierung des Vorhabens muss sich am Versorgungsgebiet orientieren. Ansiedlung möglich; bei großflächigen Einzelhandelsvorhaben ist eine Vereinbarkeit mit Ziel 6.5-3 LEP NRW (Beeinträchtigungsverbot) nachzuweisen () Einzelfallprüfung erforderlich O Ansiedlung nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht Ansiedlung nach LEP NRW nicht zulässig 1) Für alle Lagen außerhalb zentraler Versorgungsbereiche gilt, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5-8 LEP NRW). Zur Überpla- nung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 2) Für alle Lagen außerhalb Allgemeiner Siedlungsbereiche (ASB) gilt, dass dem Entstehen neuer und der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5-8 LEP NRW). Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 3) Ausnahme im Einzelfall an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten: kleine Lebensmittelgeschäfte, Kioske und Bäckereien zur Versor- gung der Beschäftigten 4) Nur in ASB nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht; Ausnahme: Auto- / Motorradhandel sowie - zubehör, Baustoffhandel, Baumaschinen mit zentrenrelevanten Randsortimenten von max. 10 % der Verkaufsfläche. ASB = Allgemeiner Siedlungsbereich; GIB = Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereich GMA-Empfehlungen 2020 1 inkl. Nutzungsänderungen 12 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Steuerung des Einzelhandels innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche City, Bezirkszentren, Bezirksteilzentren: Für die zentralen Versorgungsbereiche City, Bezirkszentren und Bezirksteilzentren werden auf Ebene des Einzelhandels- und Zen- trenkonzeptes keine Beschränkungen hinsichtlich möglicher Einzelhandelsansiedlun- gen bzw. -erweiterungen benannt. Die City besitzt hierbei als Hauptzentrum eine ge- samtstädtische sowie überörtliche Bedeutung, während die Bezirks- und Bezirksteilzen- tren als Hauptzentren eine Versorgungsfunktion (teilweise in Arbeitsteilung) für die je- weiligen Stadtbezirke übernehmen. Stadtteilzentren: Für die Stadtteilzentren gibt es keine wesentlichen Änderungen bei den Regelungen. Der Angebotsschwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Er- weiterungen soll bei Betrieben mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten liegen. Er- gänzungen durch großflächige Betriebe mit zentrenrelevanten oder nicht zentrenrele- vanten Kernsortimenten können unter Berücksichtigung der Vorrangstellung der City und Bezirks- bzw. Bezirksteilzentren (zentrenrelevante Sortimente) bzw. Sonderstand- orte (nicht zentrenrelevante Sortimente) ebenfalls möglich sein. Nahversorgungszentren: Ebenfalls keine wesentlichen Änderungen gibt es für Nah- versorgungszentren. Der Angebotsschwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Erweiterungen soll bei Betrieben des kurzfristigen Bedarfsbereichs liegen. Großflächige Betriebe mit zentrenrelevantem oder nicht zentrenrelevantem Einzelhandel sollten hin- gegen ausgeschlossen werden. Steuerungsempfehlungen außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche Außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ist zu unterscheiden zwischen städtebau- lich integrierten Lagen und städtebaulich nicht integrierten Lagen: Zu den städtebaulich integrierten Lagen zählen Nahversorgungslagen und sonsti- ge städtebaulich integrierte Lagen. Den städtebaulich nicht integrierten Lagen sind im Umkehrschluss alle sonstige Standorte zuzuordnen, wobei v. a. die definierten Sonderstandorte sowie Gewerbe- und Industriegebiete zu nennen sind. In städtebaulich integrierten Lagen kann grundsätzlich die Ansiedlung von nahver- sorgungs- und zentrenrelevantem Einzelhandel unterhalb der Großflächigkeit möglich sein, sofern keine Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbereiche vorliegt. Großflächi- ge Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, sofern sie mit einer standortangepassten Verkaufsfläche der verbrauchernahen Versor- gung dienen. Weitergehende Aspekte sind im Rahmen einer Einzelfallprüfung nachzu- weisen.1 Großflächige Ansiedlungsvorhaben im zentrenrelevanten Sortimentsbereich sind gemäß Ziel 6.5.-2 LEP NRW ausgeschlossen. Großflächige Einzelhandelseinrich- tungen mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten sollen nach Möglichkeit auf die Sonderstandorte gelenkt werden. Für alle städtebaulich nicht integrierte Lagen gilt, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen außer- 1 Zu prüfen ist, ob die landesplanerischen Voraussetzungen für die planerische Ausweisung eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten außerhalb eines zentralen Versorgungsbe- reichs erfüllt sind (vgl. Ziffer 6.5-2 Satz 3 LEP NRW). Stadtentwicklung Köln 13 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen halb der Allgemeinen Siedlungsbereiche (ASB) sowie mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzuwirken ist. Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbetrie- ben mit zentrenrelevanten und / oder nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten sollen außerhalb der städtebaulich integrierten Lagen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Ausnahmsweise kann jedoch an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten zur De- ckung des Mittagsbedarfs eine Bäckerei mit Café oder ein Convenience-Store1 oder ein Kiosk zulässig sein. Die genannten Betriebe können im Rahmen der Bauleitplanung gemäß § 34 Abs. 1 BauGB als ausnahmsweise zulässig festgesetzt werden. Sonstige Steuerungsempfehlungen Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass bestehende Betriebe Bestandsschutz genie- ßen, wobei außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche die Regelungen des Ziels 6.5-7 LEP NRW zu beachten sind. Darüber hinaus ist – auch gemäß Ziel 6.5-8 des LEP NRW – dem Entstehen neuer oder der Verfestigung und Erweiterung bestehender Ein- zelhandelsagglomerationen außerhalb Allgemeiner Siedlungsbereiche entgegenzuwir- ken. Im Übrigen sollen nach Möglichkeit nicht großflächige Betriebe mit nicht zentrenrele- vantem Einzelhandel außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche auf die inte- grierten Lagen und die Sonderstandorte gelenkt werden, auch wenn diese gemäß EHZK nicht per se ausgeschlossen sind. In städtebaulich nicht integrierten Lagen au- ßerhalb der Sonderstandorte soll künftig nur Auto- / Motorradhandel sowie -zubehör, Baustoffhandel, Baumaschinen mit zentrenrelevanten Randsortimenten von max. 10 % der Verkaufsfläche zulässig sein. Der Rest ist auf die Sonderstandorte zu lenken, eben- so wie großflächige Einzelhandelsbetriebe mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten. Dabei ist zu beachten, dass die Neuansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrie- ben aller Art in Sonderstandorten, die nicht als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB), sondern als Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereiche (GIB) ausgewiesen sind, ge- mäß LEP NRW nicht zulässig ist. Aufgrund sortiments- und betriebstypenspezifischer Besonderheiten ist eine ergänzen- de Regelung hinsichtlich der nahversorgungs- und zentrenrelevanten Randsortimente bei Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten zu empfehlen. In städtebau- lich nicht integrieren Lagen ist, um der Gefahr einer Aushöhlung des Sortimentskonzep- tes durch übermäßige Angebote von zentrenrelevanten Randsortimenten zu begegnen, bei Ansiedlungen von Betrieben im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO in Sondergebieten eine Randsortimentsbegrenzung im Rahmen der Bebauungsplanfestsetzungen zu emp- fehlen. Bei großflächigen Einzelhandelsbetrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsor- timenten (z. B. Möbel-, Bau- und Gartenmärkte) ist eine Begrenzung der zentrenrele- vanten Randsortimente auf maximal 10 % der realisierten Gesamtverkaufsfläche, je- doch - wie im bisherigen Konzept - maximal 800 m² Verkaufsfläche zu empfehlen. In Ergänzung zum Steuerungsschema ist die Steuerung großflächiger Lebensmittel- märkte außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche vor dem Hintergrund der wach- senden Stadt zu konkretisieren. Die Stadt Köln bewertet die Ansiedlungs- und Erweite- rungsvorhaben mithilfe des in der Anlage 3.2 (Kapitel 6.4) dargestellten internen Bewer- tungsschemas hinsichtlich ihres konkreten Standortes und der Dimensionierung. Das 1 Gemäß EHI, Handelsdaten 2021 ist ein Convenience Store ein Einzelhandelsgeschäft, das auf geringer Verkaufsflä- che ein begrenztes Sortiment aus den Warenbereichen Tabakwaren, Süßwaren, Getränke, Presseartikel sowie frische Snacks und Fertiggerichte bietet und sich durch seine bequeme Erreichbarkeit auszeichnet. 14 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) - Kernaussagen Vorhaben ist dann zulässig, wenn nach Prüfung der baurechtlichen und landesplaneri- schen Vorgaben auch die Kriterien des Bewertungsschemas erfüllt werden. -
2.2_Anlage_Fortschreibung_EHZK_NVZ_Dellbrück
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Stadtentwicklung Köln 1 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) Anlage 2.2 2 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Entwurf Fortschreibung) 3.6.7 Nahversorgungszentrum Dellbrück, Hatzfeldstraße Zentrentyp: NVZ Versorgungsgebiet / Kaufkraft / Lage Einwohner 2016 2025 Versorgungsgebiet (Stadtviertel Dellbrück Süd, Thurn, Strunden, Mielenforster Heide, Siedlung Mielenforst) 8.780 - Stadtteil Dellbrück 21.433 22.000 Stadtbezirk Mülheim 149.313 155.500 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft 2016 pro Kopf in € Kaufkraft- Index Stadtteil Dellbrück 6.793 122,0 Stadtbezirk Mülheim 5.680 102,0 Stadt Köln 6.045 108,5 Räumliche Situation und städtebaulich-funktionale Begründung der Abgrenzung Zentrale Lage innerhalb des Stadtteils Dellbrück. Das Zentrum erstreckt sich entlang der Radiumstraße / Hatzfeldstraße, zwischen der Einmündung Mielenforster Straße im Osten, der Hatzfeldstraße im Norden sowie dem Sportplatz im Süden. Im Wes- ten wirkt die Wohnbebauung der Radiumstraße begrenzend. Die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches wird im Wesentlichen durch den Geschäfts- besatz entlang der Radiumstraße / Hatzfeldstaße bestimmt, wobei auch im Bereich der Mielenforster Straße mehrere zentrenprägende Nutzungen ansässig sind. Potenzialflächen sind im zentralen Versorgungsbereich oder angrenzenden Bereichen nicht vorhan- den. Gegenüber 2010 wird der Bereich als zentraler Versorgungsbereich neu abgegrenzt. Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur EG (Anzahl abs.) Einzelhandel nach Bedarfsbereichen (VKF in %) strukturprägende Einzelhandelsbetriebe 400 bis unter 800 m² Getränke Breidenbach (FM) 800 bis unter 1.500 m² Aldi (DIS), Rewe (SM) 1.500 bis unter 3.000 m² - über 3.000 m² - weitere nennenswerte Betriebe: Metzgerei (FG), Hausrat / Glas / Porzellan (FG) Wochenmarkt - Kurzcharakteristik Versorgungsfunktion: für die angrenzenden Wohngebiete in Dellbrück Anzahl der Betriebe entsprechen dem Orientierungswert, Verkaufsfläche leicht oberhalb des Orientie- rungswerts für ein Nahversorgungszentrum Angebotsschwerpunkt im kurzfristigen Bedarfsbereich, ergänzt um zwei Betriebe im langfristigen Be- darfsbereich aktueller Entwicklungsstand: stabil, mit vergleichsweise geringer Anzahl an ergänzenden Nutzungen Nutzungen (abs.) 16 m² VKF (abs.) 2.915 1:3.000 Abgrenzung ZVB - Zentraler Versorgungsbereich Zentrumsbereich 2010 Flurstücksgrenze Karte: 9.19 Stadtbahn - Haltestelle Bus - Haltestelle S-Bahn - Haltestelle Regionalexpress/-bahn - Haltestelle Einzelhandel Verkaufsfläche bis unter 400 qm ab 400 bis unter 800 qm ab 800 qm Wochenmarkt Dienstleistung Gastgewerbe Soziale Infrastruktur Komplementärnutzungen Auto- oder Motorradhandel 0 25 50 75 10012,5 Meter Leerstand Nutzungsstruktur Erdgeschoss Nahversorgungszentrum Dellbrück, Hatzfeldstraße Darstellung: Erhebung: Kartengrundlage: GMA 2022 GMA 2022 Stadt Köln E i n z e l h a n d e l s - u n d Zentrenkonzept Köln 2020S t a d t b e z i r k M ü l h e i m -
3.2_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Teil A - Auszug_Kap5
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Anlage 3.2 1 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Teil A Grundlagen und Steuerungsregeln [redaktionelle Anmerkung: hier nur Kapitel 5, Anhang 6.2 und 6.4 in überarbeite- ter Form] 2 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Inhaltsverzeichnis Seite 5 Zentrenstruktur und Steuerungssystem Köln 3 5.1 Standortkonzept 3 5.1.1 Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche 3 5.1.2 Zentren- und Standortstruktur Köln 4 5.2 Sortimentsliste 6 5.2.1 Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln 6 5.2.2 Kölner Sortimentsliste 7 5.3 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen 9 5.3.1 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche 9 5.3.2 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche 10 5.3.2.1 Städtebaulich integrierte Lagen 10 5.3.2.2 Städtebaulich nicht integrierte Lagen 12 5.3.3 Sonstige Steuerungsempfehlungen 14 6 Anhang 18 6.1 Methodik 18 6.2 Glossar 19 6.3 Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur 25 6.4 Internes Bewertungsschema im Rahmen der Steuerung von großflächigen Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche 26 Stadtentwicklung Köln 3 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 5 Zentrenstruktur und Steuerungssystem Köln 5.1 Standortkonzept 5.1.1 Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche Die Abgrenzung richtet sich nach den Ausführungen in Kapitel 3.3 und basiert auf der aktuellen Situation (faktische Prägung). Sie ist weitestgehend parzellenscharf, um eine hinreichende Bestimmtheit und Bestimmbarkeit zu gewährleisten. In Einzelfällen wurde von der Parzellengrenze abgewichen, z. B. bei tiefen Grundstücken oder wenn sich die baulichen Strukturen vor Ort nicht mit den Parzellenstrukturen decken. Zur Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches ist die räumliche Konzentration von Versorgungs- einrichtungen maßgeblich. Außer dem Einzelhandel sind hier auch Komplementärnut- zungen (Dienstleister, Ärzte, Banken, Post, Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtun- gen etc.) zu betrachten. Ausgehend von den dargelegten rechtlichen Anforderungen zur Identifizierung und Festle- gung zentraler Versorgungsbereiche sind folgende Kriterien bei der Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche zu berücksichtigen: städtebaulich integrierte Lage räumlich abgrenzbarer Bereich zentrale Funktion mit städtebaulichem und funktionalem Gewicht (= Versorgung der Bevölkerung über den unmittelbaren Nahbereich hinaus) Multifunktionalität (Einzelhandel ergänzt durch Dienstleistungen, gastronomische An- gebote und ggf. Kultur und Freizeit) sofern notwendig: die Entwicklungsfähigkeit des zentralen Versorgungsbereiches (Flächenpotenziale für Neuansiedlungen oder Verlagerungen bestehender Anbieter zur Stärkung des Zentrums). Abbildung 1: Kriterien zur Festlegung zentraler Versorgungsbereiche GMA-Darstellung 2020 4 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Während die in Abbildung 12 aufgeführten Kriterien Integration und zentrale Versor- gungsfunktion (= „funktionales Gewicht“, „über den Nahbereich hinaus“) als unverrück- bare „Muss-Kriterien“ gelten, handelt es sich bei anderen Kriterien (bspw. Vorhanden- sein von Entwicklungs- und Potenzialflächen, Anteil der Komplementärnutzungen) um ergänzende Voraussetzungen, die grundsätzlich abgewogen werden können. Die zur Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen in Köln zugrunde gelegten Kriterien sind im Detail der nachfolgenden Abbildung 13 zu entnehmen. Darüber hinaus ist auf den Kriterienkatalog im Anhang unter Kapitel 6.3 zu verweisen, wo wesentliche Anforderungen an zentrale Versorgungsbereiche definiert werden. 5.1.2 Zentren- und Standortstruktur Köln Unter Berücksichtigung der Kriterien wurde folgende Zentren- und Standortstruktur ent- wickelt (vgl. Abbildung 12): Abbildung 2: Zentren- und Standortstruktur Köln 2020 GMA-Darstellung 2020 Die zentralen Versorgungsbereiche wurden aufbauend auf der Zentrenstruktur aus dem Jahr 2010 sowie vor dem Hintergrund der aktuellen Situation definiert und abge- grenzt. Sie werden anhand einer vierstufigen Zentrenstruktur kategorisiert (vgl. Abbil- dung 13). Die Zentreneinteilung wurde im Wesentlichen anhand des Kriterienkata- logs (siehe Anhang: Teil A, Kapitel 6.3) vorgenommen. Dieser berücksichtigt die ak- tuellen rechtlichen Anforderungen, insbesondere des Landesentwicklungsplans Nordrhein-Westfalen und der Rechtsprechung, sowie die tatsächlichen Vor-Ort-Ver- hältnisse. Er wurde bereits 2010 entwickelt und nunmehr fortgeschrieben.1 Dieser 1 Zur Einordnung der zentralen Versorgungsbereiche bzw. der einzelnen Lagen in die Zentren- und Standort- struktur siehe Kapitel 6.3 im Anhang von Teil A (Abgrenzung zentrale Versorgungsbereiche und Kriterienkata- log). Stadtentwicklung Köln 5 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Kriterienkatalog wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der GMA und dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik erarbeitet. Darüber hinaus werden neben den zentralen Versorgungsbereichen sogenannte Nahversorgungslagen definiert. Diese können aufgrund des geringen Besatzes bzw. der aktuell nicht erkennbaren Entwicklungsmöglichkeiten nicht als zentrale Ver- sorgungsbereiche ausgewiesen werden. Sie weisen einen gewichtigen Bezug zu Wohngebieten auf und dienen i. d. R. der fußläufigen, wohnungsnahen Versorgung der dort lebenden Einwohner, z. T. haben sie auch eine Versorgungsfunktion für ei- nen weiter gefassten Versorgungsraum. Damit bilden sie aufgrund ihrer integrierten Lage und der vorhandenen Nutzungen (meistens Lebensmittelmarkt, kleinteiliger Einzelhandel, Komplementärnutzung) eine Bedeutung für die wohnortnahe Versor- gung. Außerdem weisen sie infolge der räumlichen Konzentration dieser Nutzungen Zentrumsansätze auf und sind daher bei Standortplanungen ebenfalls zu berücksich- tigen. Aufgrund der geringen Ausstattung und fehlenden Versorgung dieser Stand- orte über ihren unmittelbaren Nahbereich hinaus, können diese jedoch derzeit nicht als zentrale Versorgungsbereiche abgegrenzt werden. Bei Entwicklung einer Poten- zialfläche ist zu prüfen, ob sich eine Nahversorgungslage zu einem zentralen Versor- gungsbereich entwickeln kann. Ebenfalls nicht als zentraler Versorgungsbereich definiert werden sogenannte Son- derstandorte. Dabei handelt es sich i. d. R. um autokundenorientierte Standorte in Gebieten, die ursprünglich primär für Gewerbebetriebe vorgesehen waren und sich aufgrund ihrer verkehrlichen Lagegunst zu Standorten des Lebensmitteleinzelhan- dels oder des großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandels herausgebildet haben. Daneben weisen diese Standorte häufig auch einen Besatz mit überwiegend großflächigen Betrieben des Fachmarktsegments auf (z. B. Bekleidung, Schuhe, Sport, Elektrowaren). Mit Ausnahme von Systemgastronomie und Anbietern im Vor- kassenbereich von größeren Lebensmittelmärkten (z. B. Bäckereien) sind hier kaum ergänzende Nutzungen ansässig. Aufgrund der nicht integrierten Lage, des begrenz- ten Warenspektrums sowie fehlender Komplementärnutzungen sind diese Standorte nicht als zentrale Versorgungsbereiche zu definieren. Durch die Vorprägung mit Ein- zelhandel aller Art sowie das weitere Einsickern von zentren- und / oder nahversor- gungsrelevanten Sortimenten sowie die häufig verkehrliche Leistungsfähigkeit setzen diese Standorte die gewachsenen Zentren unter Druck. Andererseits können sie als sogenannte Sonderstandorte mit Sortimenten, die ausschließlich mit dem Pkw einge- kauft werden können (z. B. Baustoffe, Möbel) und damit nicht zentrenschädlich sind, die gesamtstädtische Zentren- und Standortstruktur ergänzen und so eine gelungene Arbeitsteilung zwischen zentralen Versorgungsbereichen auf der einen Seite und de- zentralen Standorten auf der anderen Seite fördern. Neben den zentralen Versorgungsbereichen und Nahversorgungslagen bestehen auch Einzelhandelsbetriebe an sonstigen Lagen im Stadtgebiet in sogenannten Streulagen. Da es sich v. a. um Solitärstandorte handelt, sind diese weder als zent- rale Versorgungsbereiche oder Nahversorgungslagen noch als Sonderstandorte ein- zustufen. Hierzu zählen sowohl städtebaulich integrierte als auch dezentrale, nicht integrierte Standorte (z. B. in Gewerbe- und Industriegebieten). Während in städte- baulich integrierten Lagen nicht großflächiger Einzelhandel aller Art und im Einzelfall auch großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten zulässig sein können, ist in den dezentralen, nicht integrierten Standorten Einzelhandel mit wenigen Ausnahmen (Ausnahmen v. a. für Betriebe mit nicht zentrenrelevanten Sor- timenten) Einzelhandel zum Schutz der Zentren auszuschließen. 6 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 5.2 Sortimentsliste 5.2.1 Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln Die Sortimentsliste für die Stadt Köln wird auf Grundlage der Ausführungen in Kapitel 3.3 abgeleitet bzw. fortg eschrieben. Neben der Charakteristik des Sortiments sind die tat- sächliche Verteilung der Branchen und Sortimente in der Stadt Köln , die Einstufung im LEP NRW sowie die städtebaulichen Zielvorstellungen zu berücksichtigen. Während ei- nige Sortimente wie etwa Bekleidung klar zentrenrelevant sind, ergeben sich in anderen Sortimenten Abwägungsmöglichkeiten. Daher wird im Folgenden zunächst die tatsächli- che Verteilung nach Lagen über alle Branchen hinweg (Abbildung 14) und des Weiteren auch die tatsächliche Verteilung nach Lagen in ausgewählten Sortimenten dargestellt (Abbildung 15): Abbildung 3: Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln nach Branchen und Lagekategorien Erhebung: GMA 2017 und -Darstellung 2020 Stadtentwicklung Köln 7 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Abbildung 4: Verteilung der Warengruppen in der Stadt Köln in ausgewählten Sortimenten nach Lagekategorien * nur Unterhaltungselektronik, ohne Kommunikationselektronik, Computer Erhebung: GMA 2017 und -Darstellung 2020 5.2.2 Kölner Sortimentsliste Die nachfolgende Übersicht stellt die Einstufung der Sortimente in zentren-, nahversor- gungs- und nicht zentrenrelevante Sortimente in der Stadt Köln dar. Dabei ist zu beach- ten, dass sich die Abgrenzung nicht nur an der derzeitigen räumlichen Verteilung des Einzelhandels in Köln orientiert, sondern auch landesplanerische und städtebauliche Zielsetzungen berücksichtigt. So können z. B. Branchen, die derzeit nicht innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche angeboten werden bzw. dort nicht ihren Verkaufsflä- chenschwerpunkt aufweisen, als zentrenrelevant eingestuft werden, sofern entspre- chende Ansiedlungen im zentralen Versorgungsbereich möglich erscheinen und dort zu einer maßgeblichen Steigerung der Attraktivität des Einzelhandelsstandortes beitragen würden. Demgegenüber können im Einzelfall solche Sortimente, die bislang als zen- trenrelevant eingestuft worden sind, aber nach aktuellen Erkenntnissen die zentralen Versorgungsbereiche nicht wesentlich prägen oder für die Aufwertung aufgrund verän- derter Ansprüche an die Standortrahmenbedingungen (z. B. Flächenverfügbarkeit, ver- kehrliche Erreichbarkeit) auch auf lange Sicht nicht realistisch erscheinen, aus der Köl- ner Sortimentsliste herausgenommen werden. Die Sortimentsliste der Stadt Köln aus dem Jahr 2010 hat sich grundlegend bewährt. Insbesondere wurden damit Trends im Einzelhandel abgemildert, die sich ansonsten sehr viel gravierender auf die Vielfalt und Lebendigkeit in den einzelnen Kölner Ge- schäftszentren ausgewirkt hätten. Sie wird daher hinsichtlich der gegenwärtigen Ange- botssituation in Köln, der Anlage 1 des Landesentwicklungsplans NRW, zwischenzeit- lich erfolgter Rechtsprechungen sowie den zukünftigen stadtentwicklungspolitischen Zielsetzungen überprüft und fortgeschrieben (vgl. Tabelle 13): 8 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Tabelle 1: Kölner Sortimentsliste (zusammenfassende Darstellung) zentrenrelevante Sortimente 1. Bücher und Antiquariate 2. Papier / Bürobedarf / Schreibwaren inkl. Schulbedarf, Bastelartikel 3. Bekleidung aller Art (inkl. Karnevalsbekleidung, Kinder- und Babybekleidung, Sportbekleidung, Arbeitsbekleidung etc.), Wäsche, Schuhe, Lederwaren, Wolle, Kurzwaren, Strickwaren, Handarbeiten, Stoffe 4. Elektrogeräte, Medien (= Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Com- puter), Elektro-Haushaltswaren (Kleingeräte wie Mixer, Bügeleisen, ohne Elekt- rogroßgeräte), Büromaschinen 5. Lampen, Leuchten, Beleuchtungskörper, 6. (Augen-)Optik, Hörgeräteakustik, Uhren, Schmuck, Foto, Spielwaren, Musika- lien, Musikinstrumente, 7. medizinische, orthopädische Artikel, Sanitätswaren, pharmazeutische Artikel 8. Kunst, Kunstgewerbe, Bilderrahmen, Antiquitäten (ohne Antikmöbel) 9. Haushaltswaren, Glas / Porzellan / Keramik 10. Haus- und Heimtextilien, Gardinen und Zubehör, Raumausstattung, Bettwaren (z. B. Steppdecken), Haus- / Tischwäsche, Bettwäsche (Bettbezüge, Laken), Badtextilien 11. Baby- und Kinderartikel ohne Kinderwagen, Kindersitze 12. Sportbekleidung (inkl. Sportschuhe), Sportartikel (ohne Großgeräte) 13. Fahrräder und Fahrradzubehör, 14. Tiere, Zoobedarf, Tierpflegemittel, Tiernahrung 15. Gebrauchtwaren der hier aufgeführten Sortimente nahversorgungsrelevante Sortimente (gleichzeitig immer zentrenrelevant) 16. Nahrungs- und Genussmittel, Getränke, Tabak-, Reformwaren 17. Gesundheits- und Körperpflegeartikel (Drogeriewaren inkl. Wasch- und Putz- mittel, Kosmetika), Apothekerwaren 18. (Schnitt-)Blumen 19. Zeitungen / Zeitschriften GMA-Empfehlungen 2020 auf Grundlage der erhobenen Standortverteilung 2017, städtebaulicher Zielvorstellungen und Anlage 1 LEP NRW Übrig bleiben demnach als nicht zentrenrelevante Sortimente: 20. Möbel, Kücheneinrichtung, Büromöbel, Antikmöbel, Teppiche, Teppichböden, Bo- denbeläge, Matratzen 21. Bau- und Heimwerker-, Gartenbedarf, Installationsmaterial, Beschläge, Eisenwa- ren und Werkzeuge, Zäune, Farben, Lacke, Tapeten, Malereibedarf, Baustoffe, Badeinrichtungen und -ausstattung, Fliesen, Sanitär, Holz / Naturhölzer, Bauele- mente wie z. B. Fenster, Türen, Rollläden, Gitter, Rollos, Markisen, etc. 22. Zimmer-, Beet-, Balkonpflanzen, Außenpflanzen, Pflege- und Düngemittel, Erde, Torf, Gartengeräte, Gartenmöbel, Gartenkeramik / Pflanzengefäße, Gartenhäuser, Rasenmäher, Stadtentwicklung Köln 9 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 23. Elektro-Haushaltswaren (nur Großgeräte) / „weiße Ware“ (sperrige Haus- und Kü- chengeräte wie z. B. Herde, Öfen, Kühlschränke, Waschmaschinen) 24. Sportgroßgeräte (ohne Fahrräder und Fahrradzubehör), Campingartikel, Boote und Zubehör 25. Kfz-Handel, Motorräder, Campingfahrzeuge, Reifenhandel 26. Kfz- / Motorradzubehör 27. Kinderwagen, Kindersitze 28. Landmaschinen, Maschinen, Werkzeuge (großvolumig), Mineralölerzeugnisse, Brennstoffe, Antennen, Satellitenanlagen Die Liste der nicht zentrenrelevanten Sortimente erfüllt lediglich darstellenden Charakter und ist im Gegensatz zu den aufgeführten zentren- und nahversorgungsrelevanten Sor- timenten nicht abschließend und um weitere Sortimente ergänzbar. 5.3 Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept übernimmt die strategische und konzeptionelle Steuerung des Einzelhandels, die durch die Bauleitplanung umgesetzt wird. Die tat- sächliche Zulässigkeit von Einzelhandelsvorhaben bestimmt sich nach dem örtlichen Baurecht. Die Steuerungsregelungen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der GMA, dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik und der Bezirksregierung Köln erar- beitet und mit der begleitenden Projektgruppe diskutiert und abgestimmt. Die Anwendung der Steuerungs- und Ansiedlungsregelungen soll sicher stellen, dass Neuansiedlungen und Erweiterungen von Einzelhandelsbetrieben nicht zu einer Beein- trächtigung der Versorgungsfunktion sowie der Funktions- und Entwicklungsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen und sich die Dimensionierung eines Vorhabens am zugeordneten Versorgungsgebiet orientiert. Dieser Nachweis ist im Zweifel durch den Antragsteller beizubringen. Bei der Ansiedlung1 und Erweiterung von Vorhaben i. S. v. § 11 Abs. 3 BauNVO sind zudem die landesplanerischen Vorgaben (LEP NRW) zu beachten. Im Folgenden werden auf Grundlage des Sortimentskonzeptes sowie der o. g. Zentren- und Standortstruktur in Köln branchen- und standortbezogene Grundsätze zur Einzel- handelsentwicklung definiert. 5.3.1 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels innerhalb der zentralen Ver- sorgungsbereiche City, Bezirkszentren, Bezirksteilzentren: Für die zentralen Versorgungsbereiche City, Bezirkszentren und Bezirksteilzentren werden auf Ebene des Einzelhandels- und Zen- trenkonzeptes keine Beschränkungen hinsichtlich möglicher Einzelhandelsansiedlungen bzw. -erweiterungen benannt. Das heißt, dass sowohl großflächige2 Betriebe als auch nicht großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevanten und zentrenrelevanten Sorti- menten zulässig und städtebaulich erwünscht sind. Auch die Ansiedlung großflächiger 1 inkl. Nutzungsänderungen. 2 großflächiger Einzelhandel wird gerichtlich definiert ab 800 m² Verkaufsfläche. 10 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Betriebe mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten ist hier zulässig. Die City besitzt hier- bei als Hauptzentrum eine gesamtstädtische und überörtliche Bedeutung, während die Bezirkszentren als Hauptzentren eine Versorgungsfunktion für die jeweiligen Stadtbe- zirke übernehmen. In den Stadtbezirken Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal und Mül- heim wurden anstelle eines Bezirkszentrums aufgrund der gewachsenen Einzelhan- delsstruktur mehrere Bezirksteilzentren ausgewiesen. Diese fungieren ebenfalls als Hauptzentren und versorgen jeweils einen Teilbereich des entsprechenden Stadtbe- zirks. Stadtteilzentren: Die Stadtteilzentren weisen ihren Schwerpunkt im Bereich des kurz- fristigen Bedarfs auf und übernehmen die Versorgung eines bzw. in einzelnen Fällen mehrerer Stadtteile. Innerhalb der Stadtteilzentren soll der Angebotsschwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Erweiterungen bei Betrieben mit nahversorgungsrele- vanten Sortimenten liegen. Eine Ergänzung des nahversorgungsrelevanten Angebotes in den Stadtteilzentren soll v. a. durch die Ansiedlung bzw. Erweiterung von nicht groß- flächigen Einzelhandelsbetrieben mit zentrenrelevanten Sortimenten erfolgen. Großflä- chige Betriebe mit zentrenrelevanten Kernsortimenten sollen unter Berücksichtigung der Vorrangstellung bevorzugt in die City und Bezirks- bzw. Bezirksteilzentren gelenkt wer- den. Aufgrund dessen sollen derartige Vorhaben in Stadtteilzentren nur im Einzelfall un- ter Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Planung, der Dimensionierung, des Sorti- ments und der Vor-Ort-Situation zulässig sein. Dies ist auch bei Ansiedlungen / Erweite- rungen von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten zu berück- sichtigen. Aufgrund der baulichen Strukturen und der begrenzt vorhandenen Potenzial- flächen sind diese aus städtebaulicher Sicht in den Stadtteilzentren nur im Einzelfall un- ter Abwägung aller Sachverhalte zu empfehlen. Betriebe unterhalb der Grenze der Großflächigkeit mit nicht zentrenrelevantem Kernsortiment sind als Angebotsergänzung möglich. Nahversorgungszentren: Innerhalb der Nahversorgungszentren soll der Angebots- schwerpunkt bei möglichen Neuansiedlungen oder Erweiterungen bei Betrieben des kurzfristigen Bedarfsbereichs liegen, so dass hier grundsätzlich nahversorgungsrele- vante Sortimente anzusiedeln bzw. weiterzuentwickeln sind. Für großflächige Betriebe mit zentrenrelevantem Einzelhandel wird unter Berücksichtigung der Vorrangstellung der übergeordneten Zentren in den Nahversorgungszentren empfohlen, diese pla- nungsrechtlich auszuschließen. Auch die Realisierung von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten wird aus städtebaulichen Gründen in Nahversor- gungszentren nicht empfohlen. Betriebe unterhalb der Großflächigkeit sind im Sinne ei- ner Angebotsergänzung für den entsprechenden Versorgungsbereich des Nahversor- gungszentrums sowohl im zentrenrelevanten als auch im nicht zentrenrelevanten Sorti- mentsbereich möglich. 5.3.2 Steuerungsempfehlungen des Einzelhandels außerhalb der zentralen Ver- sorgungsbereiche Außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ist zu unterscheiden zwischen städte- baulich integrierten Lagen und städtebaulich nicht integrierten Lagen. 5.3.2.1 Städtebaulich integrierte Lagen Stadtentwicklung Köln 11 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Zu den städtebaulich integrierten Lagen zählen Nahversorgungslagen und sonstigen städtebaulich integrierte Lagen. Den städtebaulich nicht integrierten Lagen sind im Um- kehrschluss alle sonstige Standorte zuzuordnen, wobei v. a. die definierten Sonder- standorte sowie Gewerbe- und Industriegebiete anzusprechen sind. Nahversorgungslagen: Die Nahversorgungslagen dienen der Sicherung und dem Ausbau der wohnortnahen Versorgung, sodass nicht großflächige Einzelhandelsbe- triebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten hier zulässig sind. Großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, so- fern sie mit einer standortangepassten Verkaufsfläche der verbrauchernahen Versor- gung dienen. Weitergehende Aspekte sind im Rahmen einer Einzelfallprüfung1 nachzu- weisen. Großflächige Betriebe mit zentrenrelevanten Kernsortimenten sind in den Nah- versorgungslagen nicht zulässig, während nicht großflächige Betriebe als Angebotser- gänzung möglich sein können, wenngleich diese in erster Linie auf zentrale Versor- gungsbereiche gelenkt werden sollen. Ansiedlungen von großflächigen Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten sind in Nahversorgungslagen aus städtebaulicher Sicht nicht erwünscht. Sonstige städtebaulich integrierte Lagen: Bei den sonstigen städtebaulich integrier- ten Lagen handelt es sich um Standorte, die keinem zentralen Versorgungsbereich oder keiner Nahversorgungslage zuzuordnen sind, jedoch als wohnungsnahe Lagen im Sied- lungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches gelten. Ein Anhaltspunkt ist, dass der Standort in mindestens zwei Himmelsrichtungen einen wesentlichen Wohngebietsbezug aufweist2.Grundsätzlich kann die Ansiedlung von nah- versorgungs- und zentrenrelevantem Einzelhandel unterhalb der Großflächigkeit hier möglich sein, sofern keine Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbereiche vorliegt. Da- bei ist zu differenzieren zwischen kleinteiligen Angeboten wie Bäckereien, Blumenlä- den, Apotheken usw. und mittelflächigen3 Fachmarktangeboten wie z. B. Drogeriemärk- ten oder Textilfachmärkten. Hier muss im Zweifelsfall der Nachweis erbracht werden, dass keine nachteiligen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche zu erwarten sind.4 Großflächige Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten können hier zulässig sein, sofern sie mit einer standortangepassten Verkaufsfläche der verbrau- chernahen Versorgung dienen. Weitergehende Aspekte sind im Rahmen einer Einzel- fallprüfung nachzuweisen5. Um eine Aushöhlung des Einzelhandelskonzeptes zu ver- 1 Im Rahmen der Einzelfallprüfung ist zunächst zu klären, ob sich die Nahversorgungslage infolge des Vorhabens zu einem Nahversorgungszentrum und damit zu einem zentralen Versorgungsbereich entwickelt. Ist dies nicht der Fall, muss geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine Widerlegbarkeit der Vermutungsregel nach § 11 Abs. 3 Satz 4 BauNVO gegeben sind und die Vermutungsregel widerlegt werden kann. Dann würde es sich nicht um ein Vorhaben im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO halten. Der Standort müsste dann als städtebaulich atypisch zu bewerten sein. An diesen Nachweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Kann der Nachweis nicht geführt werden und handelt es sich insofern um ein Vorhaben im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO ist zu prüfen, ob die landesplanerischen Voraussetzungen für die Ausweisung eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten außerhalb eines zentralen Versorgungsbereichs erfüllt sind (vgl. Ziffer 6.5-2 Satz 3 LEP NRW). 2 Der Wohnbezug soll gewichtig sein und somit nicht nur eine Häuserreihe umfassen. 3 nicht großflächig, d. h. kleiner 800 m² VK, aber größer als ca. 400 m² VK. 4 In diesem Zusammenhang ist darauf zu verweisen, dass bestimmte Baugebiete nach BauNVO klein- und mittel- flächige Betriebe bis zu einer Verkaufsfläche von 800 m² Verkaufsfläche zulassen, so dass auch hier eine pla- nungsrechtliche Steuerung erschwert ist. 5 Zu prüfen ist, ob die landesplanerischen Voraussetzungen für die planerische Ausweisung eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten außerhalb eines zentralen Versorgungsbe- reichs erfüllt sind (vgl. Ziffer 6.5-2 Satz 3 LEP NRW). 12 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) hindern, wird empfohlen, bestehende oder neue Standorte, die städtebaulich nicht er- wünscht sind, zu überplanen und Einzelhandel auszuschließen. Großflächige Ansied- lungsvorhaben im zentrenrelevanten Sortimentsbereich sind gemäß Ziel 6.5.-2 LEP NRW ausgeschlossen. Großflächige Einzelhandelseinrichtungen mit nicht zentrenrele- vanten Kernsortimenten sollen nach Möglichkeit auf die Sonderstandorte gelenkt wer- den. 5.3.2.2 Städtebaulich nicht integrierte Lagen Zu den städtebaulich nicht integrierten Lagen zählen neben den Sonderstandorten v. a. Gewerbe- und Industriegebiete, aber auch alle anderen Lagen, die nicht wohnortnah im Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches liegen. Sonderstandorte: Um die zentralen Versorgungsbereiche in ihren bestehenden Struk- turen nicht zu beeinträchtigen sowie in deren Entwicklung nicht zu behindern, soll an den ausgewiesenen Sonderstandorten zukünftig – auch gemäß Ziel 6.5.-2 des LEP NRW – die Ansiedlung von großflächigen Betrieben mit nahversorgungs- und zentren- relevanten Kernsortimenten planungsrechtlich ausgeschlossen werden, sofern dies nicht bereits erfolgt ist. Auch die Ansiedlung von nicht großflächigen Betrieben mit nah- versorgungs- und zentrenrelevanten Kernsortimenten ist zum Schutz der zentralen Ver- sorgungsbereiche und deren Entwicklungsmöglichkeiten nicht erwünscht und ist daher planungsrechtlich auszuschließen. An diesen Standorten sind Betriebe mit nicht zen- trenrelevanten Kernsortimenten zu konzentrieren, um so eine Bündelung von Einzel- handelsangeboten zu erreichen. Die Ansiedlung von Betrieben mit nicht zentrenrelevan- ten Kernsortimenten darf zudem nicht zu einer grundsätzlichen Verdrängung dort vor- handener klassischer Gewerbebetriebe führen. In Sonderstandorten, die nicht als Allge- meiner Siedlungsbereich (ASB), sondern als Gewerbe- und Industrieansiedlungsberei- che (GIB) ausgewiesen sind, ist die Neuansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbe- trieben im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO durch den LEP NRW nicht zulässig (vgl. Ausführungen in Kapitel 3.2). Sonstige städtebaulich nicht integrierte Lagen (v. a. Gewerbe- / Industriegebiete): Aus diesem Grund sowie im Hinblick auf die Zielsetzung des Einzelhandelskonzeptes sollten hier Betriebe mit nahversorgungs- und zentrenrelevanten Kernsortimenten nicht zulässig sein. Ausnahmsweise kann jedoch an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten zur Deckung des Mittagsbedarfs eine Bäckerei mit Café oder ein Convenience-Store1 oder ein Kiosk zulässig sein. Die oben genannten Betriebe können im Rahmen der Bau- leitplanung gemäß § 31 Abs. 1 BauGB als ausnahmsweise zulässig festgesetzt werden. In den sonstigen Gewerbe- und Industriegebieten ist ein genereller Einzelhandelsaus- schluss (Einzelhandel mit nahversorgungs-, zentren- und nicht zentrenrelevanten Sorti- menten) im Rahmen der Bauleitplanung zu empfehlen, um bedarfsgerecht Flächen für Gewerbe- und Industriebetriebe bereit zu stellen. Damit sollen Flächen für Handwerk und produzierendes Gewerbe innerhalb der Gewerbe- und Industriegebiete gesichert werden. Großflächige Einzelhandelseinrichtungen mit nicht zentrenrelevanten Kernsorti- menten, die nach LEP NRW in den im Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) liegenden Gewerbe- und Industriegebieten grundsätzlich zulässig sein können, sollen nach Mög- 1 Gemäß EHI, Handelsdaten 2021 ist ein Convenience Store ein Einzelhandelsgeschäft, das auf geringer Ver- kaufsfläche ein begrenztes Sortiment aus den Warenbereichen Tabakwaren, Süßwaren, Getränke, Pressearti- kel sowie frische Snacks und Fertiggerichte bietet und sich durch seine bequeme Erreichbarkeit auszeichnet. Stadtentwicklung Köln 13 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) lichkeit auf die Sonderstandorte gelenkt werden. Ausnahmen stellen Auto- / Motorrad- handel sowie -zubehör, Baustoffhandel sowie Handel mit Baumaschinen mit zentrenre- levanten Randsortimenten bis max. 10 % der Verkaufsfläche dar. 14 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 5.3.3 Sonstige Steuerungsempfehlungen Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass bestehende Betriebe Bestandsschutz ge- nießen, wobei außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche die Regelungen des Ziels 6.5-7 LEP NRW zu beachten sind. Im Einzelfall (per Gutachten) kann untersucht wer- den, ob diesen Betrieben darüber hinaus eine gewisse Erweiterungsmöglichkeit einge- räumt werden kann, ohne dass damit negative Auswirkungen auf zentrale Versorgungs- bereiche oder die Versorgung der Bevölkerung einhergehen. In städtebaulich nicht inte- grierten Lagen sollte daher möglichst präventiv zum Schutz eines zentralen Versor- gungsbereiches ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden, sofern ein be- nachbarter zentraler Versorgungsbereich in seiner Versorgungsfunktion oder Entwick- lungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Darüber hinaus ist – auch gemäß Ziel 6.5-8 des LEP NRW – dem Entstehen neuer oder der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen außer- halb Allgemeiner Siedlungsbereiche entgegenzuwirken. Außerdem soll dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zentren- relevanten Sortimenten außerhalb zentraler Versorgungsbereiche entgegengewirkt wer- den. Eine Einzelhandelsagglomeration kann dann vorliegen, wenn mehrere selbststän- dige, auch für sich jeweils nicht großflächige Einzelhandelsbetriebe räumlich kon- zentriert vorkommen und von ihnen Auswirkungen im Sinne des § 11 Abs. 3 BauNVO ausgehen (können). Aufgrund sortiments- und betriebstypenspezifischer Besonderheiten ist eine ergän- zende Regelung hinsichtlich der nahversorgungs- und zentrenrelevanten Randsorti- mente bei Betrieben mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten zu empfehlen. In städtebaulich nicht integrieren Lagen ist, um der Gefahr einer Aushöhlung des Sorti- mentskonzeptes durch übermäßige Angebote von zentrenrelevanten Randsortimenten zu begegnen, bei Ansiedlungen von Betrieben im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO in Sondergebieten eine Randsortimentsbegrenzung im Rahmen der Bebauungsplanfest- setzungen zu empfehlen. Bei großflächigen Einzelhandelsbetrieben mit nicht zentrenre- levanten Kernsortimenten (z. B. Möbel-, Bau- und Gartenmärkte) ist eine Begrenzung der zentrenrelevanten Randsortimente1 auf maximal 10 % der realisierten Gesamtver- kaufsfläche, jedoch maximal 800 m² Verkaufsfläche zu empfehlen. Um sicherzustellen, dass die insgesamt zulässige Fläche nicht von einem einzigen Sortiment belegt werden kann, ist durch eine Verträglichkeitsprüfung die Dimensionierung einzelner Sortimente zu prüfen. Auch dies könnte ansonsten zu einer Unterwanderung des Sortimentskon- zeptes und letztlich zu Beeinträchtigungen der schutzwürdigen Strukturen in Köln füh- ren. 1 Lt. OVG Münster sind als Randsortimente solche Waren zu betrachten, die ein Kernsortiment lediglich ergänzen und eine gewisse Beziehung und Verwandtschaft zu den Waren des Kernsortiments haben. Gleichzeitig muss das Angebot des Randsortiments in seinem Umfang (Verkaufsfläche) und in seiner Gewichtigkeit (Umsatz) deutlich untergeordnet sein (vgl. OGV NRW, Beschluss vom 26.01.2000, 7 B 2023/99). Anlage 3.2 15 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Abbildung 5: Steuerungsschema Einzelhandelsentwicklung Zu beachtendes Ziel: Ansiedlungen / Erweiterungen dürfen nicht zu einer Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion und der Funktionsfähigkeit zentraler Versorgungsbereiche führen. Die Dimensionierung des Vorhabens muss sich am Versorgungsgebiet orientieren. Ansiedlung möglich; bei großflächigen Einzelhandelsvorhaben ist eine Vereinbarkeit mit Ziel 6.5-3 LEP NRW (Beeinträchtigungsverbot) nachzuweisen () Einzelfallprüfung erforderlich O Ansiedlung nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht Ansiedlung nach LEP NRW nicht zulässig 1) Für alle Lagen außerhalb zentraler Versorgungsbereiche gilt, dass dem Entstehen neuer sowie der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen mit zentrenrelevanten Sortimenten entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5-8 LEP NRW). Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 2) Für alle Lagen außerhalb Allgemeiner Siedlungsbereiche (ASB) gilt, dass dem Entstehen neuer und der Verfestigung und Erweiterung bestehender Einzelhandelsagglomerationen entgegenzuwirken ist (Ziel 6.5- 8 LEP NRW). Zur Überplanung vorhandener Standorte ist zudem Ziel 6.5-7 LEP NRW anzuwenden. 3) Ausnahme im Einzelfall an großen Arbeitsplatz- / Bürostandorten: kleine Lebensmittelgeschäfte, Kioske und Bäckereien zur Versorgung der Beschäftigten 16 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 4) Nur in ASB nach LEP NRW grundsätzlich möglich, aber städtebaulich nicht erwünscht; Ausnahme: Auto- / Motorradhandel sowie -zubehör, Baustoffhandel, Baumaschinen mit zentrenrelevanten Randsortimen- ten von max. 10 % der Verkaufsfläche. ASB = Allgemeiner Siedlungsbereich; GIB = Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereich GMA-Empfehlungen 2020 Anlage 3.2 17 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) In Ergänzung zum Steuerungsschema ist die Steuerung großflächiger Lebensmittel- märkte außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt (vgl. Kapitel 1) zu konkretisieren. Die Stadt Köln bewertet die An- siedlungs- und Erweiterungsvorhaben mithilfe des im Anhang in Kapitel 6.4 dargestell- ten internen Bewertungsschemas hinsichtlich ihres konkreten Standortes und der Di- mensionierung. Das Vorhaben ist dann zulässig, wenn nach Prüfung der baurechtlichen und landesplanerischen Vorgaben auch die Kriterien des Bewertungsschemas erfüllt werden. Ein wesentliches Ziel des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ist die Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren (= zentrale Versorgungsbereiche) in ihrer Versorgungs- funktion, sodass großflächige Vorhaben mit dem Kernsortiment Lebensmittel in erster Linie auf die zentralen Versorgungsbereiche gelenkt werden sollten. Außerhalb des Nahbereichs von zentralen Versorgungsbereichen ist hingegen in städtebaulich inte- grierten Lagen die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten grundsätzlich auch möglich. Diese Regelung dient dem Ziel der Sicherung und des Ausbaus der wohnortnahen Ver- sorgung, da hierdurch eine bessere fußläufige Abdeckung innerhalb des Siedlungsge- bietes erreicht werden kann. Als Nahbereich um die zentralen Versorgungsbereiche wird ein Radius von 700 m angesetzt, der i. d. R. dem fußläufigen Einzugsbereich von Betrieben der Nahversorgung entspricht (= Nahbereich eines zentralen Versorgungsbe- reiches). Die 700 m-Radien der zentralen Versorgungsbereiche sind in den Karten „Zentren- und Standortstruktur“ in den Bezirkskapiteln in Teil B dargestellt. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der starken Zuwanderung und des prognostizierten Wachstums bis 2025 die Bevölkerungszahl in der Stadt Köln um rd. 6,5 % ansteigen wird.1 Neben größeren Wohnbaupotenzialgebieten erfolgt eine ste- tige Nachverdichtung in bestehenden Wohngebieten. Aufgrund der steigenden Einwoh- nerzahl bedarf es ebenfalls einer darauf abgestimmten, jeweils standortangepassten Entwicklung der Nahversorgung. Infolge der sehr dichten Zentrenstruktur innerhalb des Militärrings (linksrheinisch) bzw. innerhalb des von den Autobahnen A3 und A4 umfass- ten Bereichs bis einschließlich des Stadtteils Mülheim im Norden (rechtsrheinisch) sind faktisch nur wenige Flächen außerhalb des 700 m-Radius um die zentralen Versor- gungsbereiche vorhanden. Aufgrund der hohen Einwohnerdichte (in dem zuvor genann- ten Bereich zwischen 1.135 EW / km² in Longerich und 11.994 EW / km² im Stadtteil Nippes, durchschnittlich 4.809 EW / km²) können die Zentren jedoch die wohnortnahe Versorgung z. T. nicht alleine übernehmen, sodass ein Ausbau des Versorgungsnetzes punktuell sinnvoll ist. Um sowohl dem Ziel der wohnortnahen Versorgung der Bevölke- rung als auch dem Ziel der Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren (= zentrale Versorgungsbereiche) nachzukommen, wurden daher Ausnahmen (vgl. Anhang 6.4) formuliert. 1 aus Basis der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Köln, Variante 1. 18 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 6 Anhang 6.1 Methodik Stadtentwicklung Köln 19 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 6.2 Glossar Betriebstyp Im Rahmen der Vor-Ort-Erhebung wurde eine Einstufung des Einzelhandels nach Be- triebstypen vorgenommen. In der nachfolgenden Übersicht sind die wesentlichen Be- triebstypen des Einzelhandels – wie sie im Rahmen dieser Untersuchung verwendet wurden – aufgeführt. Übersicht 1: Betriebstypensystematik Abkür- zung Bezeichnung Definition SM Supermarkt Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 400 qm bis unter 1.500 qm), der Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) und ergänzend Waren des tägli- chen Bedarfs anderer Branchen vorwiegend in Selbstbedienung anbietet, z. B. EDEKA, REWE, Kaiser’s, Vierlinden Bio-Super- markt, basic Bio-Supermarkt. VM Verbrauchermarkt Großflächiger Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 1.500 qm bis unter 3.000 qm), der ein breites und tiefes Sortiment an Nah- rungs- und Genussmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz- und mittelfristigen Bedarfs überwiegend in Selbstbedienung anbietet (häufig Dauerniedrigpreispolitik oder Sonderangebotspo- litik). Standort in der Regel autokundenorientiert, in Alleinlage o- der in Einzelhandelszentren, z. B. Hit. Fortsetzung nächste Seite 20 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Fortsetzung von vorheriger Seite SB SB-Warenhaus Großflächiger Einzelhandelsbetrieb (Verkaufsfläche ab 3.000 qm), der ein breites und tiefes Sortiment an Nahrungs- und Ge- nussmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz- und mit- telfristigen Bedarfs überwiegend in Selbstbedienung anbietet (häufig Dauerniedrigpreispolitik oder Sonderangebotspolitik). Standort in der Regel autokundenorientiert, in Alleinlage oder in Einzelhandelszentren, z. B. Kaufland, real DIS Discounter Einzelhandelsbetrieb mit schmalem, auf raschen Umschlag aus- gerichtetem Sortiment zu niedrigen Preisen, einfacher Warenprä- sentation und Ladenausstattung, so gut wie keine Beratung oder Kundendienstleistungen; bei Nahrungs- und Genussmitteln (z. B. ALDI, PLUS, LIDL, PENNY) und SB-Backshops (z. B. Billy Back), im Non-Food-Bereich (z. B. KODI, ZEEMAN) FG Fachgeschäft Einzelhandelsbetrieb, der ein branchenspezifisches (z. B. Metz- gerei, Spielwarengeschäft) oder bedarfsgruppenorientiertes (z. B. Babymarkt) Sortiment in großer Auswahl und in unterschiedli- chen Qualitäten bei einer mittleren bis gehobenen Preisklasse mit ergänzenden Dienstleistungen (z. B. Kundendienst) anbietet; mittlere bis hohe Beratungsintensität, gute bis hohe Beratungs- kompetenz. FM Fachmarkt Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und oft auch tiefes Sorti- ment aus einem Warenbereich (z. B. Bekleidungs-, Schuhfach- markt), einem Bedarfsbereich (z. B. Sport-, Baufachmarkt) oder einem Zielgruppenbereich (z. B. Möbel- und Haushaltswaren für designorientierte Kunden) bei niedrigem bis mittlerem Preisni- veau anbietet, in der Regel autokundenorientiert, z. B. OBI, Me- dia Markt, Dingers. KH Kaufhaus Ein größerer Einzelhandelsbetrieb, der überwiegend im Wege der Bedienung Waren aus zwei oder mehr Branchen, davon we- nigstens aus einer Branche in tiefer Gliederung, anbietet (häufig Textilien, Bekleidung), keine Lebensmittel, z. B. C&A, Peek & Cloppenburg. WH Warenhaus Großflächiger Einzelhandelsbetrieb, der in der Regel auf mehre- ren Etagen breite und überwiegend tiefe Sortimente mehrer Branchen anbietet. Das Warensortiment umfasst überwiegend Güter der Bereiche Bekleidung, Heimtextilien, Sport, Hausrat, Einrichtung, Kosmetik, Drogeriewaren, Schmuck, Unterhaltung sowie auch Lebensmittel. Die Verkaufsmethode reicht von Bedie- nung bis zur Selbstbedienung. Eine Verkaufsfläche von in der Regel ab 3.000 qm ist erforderlich, z. B. KARSTADT, KAUFHOF. PB Preisbrecher Preisbrecher sind „Ein-Euro-Shops“ und ähnliche „Billiganbieter“ (z. B. Inferno, T€Di); hierzu gehören keine Discounter (s. o.). Darstellung: GMA 2020; in Anlehnung an IfH, Katalog E, Köln, 2008 Die Betriebstypen unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich ihrer Sortimentsstruktur. Dies wird v. a. quantitativ durch die Zahl der geführten Artikel deutlich. Gegenüber Le- bensmitteldiscountern verfügen Supermärkte daher um mindestens die fünffache Arti- kelanzahl, somit handelt es sich bei Supermärkten und großen Supermärkten um Le- bensmittelvollsortimenter. Lebensmitteldiscountmärkte können aufgrund der geringen Artikelanzahl nicht als Lebensmittelvollsortimenter (=Lebensmittelsupermärkte) einge- stuft werden. Branche Stadtentwicklung Köln 21 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Zur Systematik der Einzelhandelsbranchen siehe Kapitel 6.1 Methodik. Einwohnerzahlen Alle Einwohnerzahlen sowie die Einwohnerprognose basieren auf Angaben der Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Haupt- und Nebenwohnsitze, Stand: 31.12.2007, 31.12.2016, 31.12.2025). Gleiches gilt für die Angaben zur Einwohner- dichte (Einwohner / km², Stand: 31.12.2016). Einzelhandel Einzelhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren) von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an private Haushalte absetzen. Einzelhandel im institutionellen Sinne, auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzel- handelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirt- schaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Einzelhandel im funktionel- len Sinne zuzurechnen ist. In der amtlichen Statistik wird ein Unternehmen oder ein Be- trieb dann dem Einzelhandel zugeordnet, wenn aus der Einzelhandelstätigkeit eine grö- ßere Wertschöpfung resultiert als aus einer zweiten oder aus mehreren sonstigen Tätig- keiten.1 Kaufkraft Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft stellt den Teil des verfügbaren Einkommens der Bevölkerung dar, der pro Jahr im Einzelhandel ausgegeben wird. Die Kaufkraft der Einwohner eines Raumes (z. B. Stadtbezirk, Versorgungsgebiet) be- rechnet sich durch Multiplikation der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitze) mit der durch- schnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft (je Einwohner und Jahr in €), gewichtet mit dem sog. regionalen Kaufkraftindex (siehe unten): Kaufkraft in € = Einwohner x Pro-Kopf-Kaufkraft in € x Kaufkraftindex Für die einzelhandelsrelevante Pro-Kopf-Kaufkraft pro Einwohner und Jahr wurden die Angaben der GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH herangezogen. Danach beträgt im Jahr 2018 die Pro-Kopf-Kaufkraft im Bundesdurchschnitt 5.570 €. Kaufkraftindex Die GfK Nürnberg errechnet die regionalen Kaufkraftindizes auf der Grundlage der Steuerstatistik. Werte über 100 deuten auf ein im Vergleich zum Bundesdurchschnitt höheres Kaufkraftniveau, Werte unter 100 auf ein unter dem Bundesdurchschnitt liegen- des Niveau hin. Für die vorliegende Untersuchung wurde der GfK-Kaufkraftindex für die Gesamtstadt Köln herangezogen. Die Ermittlung der Kaufkraftindizes auf Stadtbezirks- bzw. Stadtteilebene erfolgte auf Basis des gesamtstädtischen Index und der GfK-Pro- Kopf-Ausgaben für die Bezirke bzw. Stadtteile. 1 Quelle: IfH, Katalog E, Köln, 2006. 22 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Komplementärnutzungen Als Komplementärnutzungen werden alle gewerblichen Nutzungen bezeichnet, die nicht dem Einzelhandel (s. o.) zuzuordnen sind sowie kulturelle Einrichtungen und Einrichtun- gen der sozialen Infrastruktur. Zur Systematik der Komplementärnutzungen siehe Kapi- tel 6.1 Methodik. Leerstandsquote Zur Ermittlung der Leerstandsquote eines Zentrums wird die Anzahl der Leerstände im Zentrum ins Verhältnis gesetzt zur Gesamtzahl der grundsätzlich für gewerbliche Nut- zungen in Frage kommenden Ladenlokale im Erdgeschoss (d. h. Einzelhandel, Dienst- leistungen, Gastgewerbe, Leerstände). Nicht berücksichtigt wird hierbei die soziale Inf- rastruktur (z. B. Kindergärten, Kirchen), da deren Gebäude / Räumlichkeiten i. d. R. nicht für gewerbliche Nutzungen (z. B. Einzelhandel, Dienstleistungen) geeignet sind, sowie Großhandels- oder Kfz-Betriebe. ∑ Leerstände im Erdgeschoss x 100 Leerstandsquote in % = ∑ Erdgeschossnutzungen (Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastgewerbe, Großhandel) + Leerstände Nahbereich (700 m-Radius) Der 700 m-Radius wurde 2010 in Anlehnung an die Ausführungen des Einzelhandelser- lasses NRW eingeführt und angesetzt; er hat sich grundsätzlich bewährt und entspricht etwa dem fußläufigen Einzugsbereich von Betrieben der Nahversorgung. Dabei wird un- terschieden zwischen einem 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich und einem 700 m-Radius um einen Lebensmittelbetrieb (ab 400 m² VKF). Es ist anzumerken, dass es sich bei dem 700 m-Radius um eine theoretische Darstel- lung handelt; mögliche Umfeldfaktoren, die sich ggf. auf die Ausdehnung des Nahbe- reichs auswirken können (z. B. Barrierewirkung einer Bahnlinie, Wettbewerbssituation) wurden dabei nicht berücksichtigt. Umsatz Die Einschätzung der im Einzelhandel getätigten Umsätze erfolgte auf einzelbetriebli- cher Ebene. Dabei wurden branchen-, betriebstypen- bzw. betreibertypische Flächen- produktivitäten (Umsatz je m² Verkaufsfläche und Jahr) angesetzt und auf die örtliche Situation (z. B. Flächengröße, Standortumfeld) angepasst. Bei Mehrbranchenunternehmen (z. B. SB-Warenhaus, Warenhaus, Bau- und Garten- markt, Möbelhaus) fand eine nach Teilsortimenten differenzierte Umsatzschätzung die- ser Betriebe statt. Verkaufsfläche Stadtentwicklung Köln 23 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Verkaufsfläche ist die Fläche, auf der die Verkäufe abgewickelt werden und die vom Kunden zu diesem Zwecke betreten werden darf, einschließlich der Flächen für Waren- präsentation (auch Käse-, Fleisch- und Wursttheken), Kassenvorraum mit „Pack- und Entsorgungszone“ und Windfang. Ebenso zählen zur Verkaufsfläche auch Pfandräume (ohne Fläche hinter den Abgabegeräten), Treppen, Rolltreppen und Aufzüge im Ver- kaufsraum sowie Freiverkaufsflächen. Mit der Novellierung des Einzelhandelserlasses Nordrhein-Westfalen werden auch die Aufstellflächen für Einkaufswagen außerhalb des Gebäudes mit zur Verkaufsfläche gezählt (vgl. hierzu Einzelhandelserlass Nordrhein- Westfalen vom 22.09.2008, Kapitel 2.4). Nicht dazu gehören reine Lagerfläche und Flä- chen, die der Vorbereitung / Portionierung der Waren dienen sowie Sozialräume, WC- Anlagen etc. Bei Mehrbranchenunternehmen (SB-Warenhaus, Warenhaus, Bau- und Gartenmarkt, Möbelhaus) wurde in den Stadtbezirken 2 – 9 die Verkaufsfläche nach Teilsortimenten aufgeteilt, für alle anderen Betriebe erfolgte eine Verkaufsflächenzuordnung zum Hauptsortiment. Versorgungsgebiet Das Versorgungsgebiet umfasst den Raum, für den ein zentraler Versorgungsbereich i. W. Versorgungsfunktion besitzt, d. h. aus dem die Kunden / Bewohner überwiegend auf das Zentrum orientiert sind. Die Abgrenzung des Versorgungsgebietes erfolgte vor dem Hintergrund der aktuellen Ausstattung des Zentrums, der Einstufung in der Zen- trenhierarchie sowie im Hinblick auf die Angebots- bzw. Wettbewerbssituation im Um- feld. Das Versorgungsgebiet stellt damit den zugewiesenen Einzugsbereich eines Zent- rums dar und unterscheidet sich somit vom 700 m-Radius. Die Versorgungsgebiete von Zentren gleicher Hierarchiestufe überschneiden sich nicht, wohingegen Zentren höherer Hierarchiestufe (z. B. Bezirkszentrum, Bezirksteilzentrum) die Versorgungsgebiete von Zentren niedrigerer Hierarchie (z. B. Stadtteilzentren) überlagern können. In den Stadtbezirken Ehrenfeld und Mülheim gibt es bei den Versorgungsgebieten eine Besonderheit. Dort sind z. T. innerhalb eines Stadtteils zwei oder mehrere Stadtteilzen- tren ausgewiesen. Normalerweise versorgt ein Stadtteilzentrum den gesamten Stadtteil. Hier ist es so, dass mehrere Stadtteilzentren in Funktionsteilung das Versorgungsgebiet des Stadtteils bedienen. Dabei hat jedes Stadtteilzentrum sein fest zugeordnetes eige- nes Versorgungsgebiet. Zentralität (Umsatz-Kaufkraft-Relation) Die Zentralität stellt eine Kennziffer zur Bewertung der Versorgungsbedeutung von Ein- zelhandelsstandorten dar. Dabei wird der am Standort getätigte Einzelhandelsumsatz ins Verhältnis gesetzt zur einzelhandelsrelevanten Kaufkraft der Wohnbevölkerung in einem abgegrenzten Raum (z. B. Stadt, Stadtbezirk, Versorgungsgebiet). Einzelhandelsumsatz am Standort Zentralität = x 100 einzelhandelsrelevante Kaufkraft Werte über 100 kommen zustande, wenn mehr durch den Einzelhandel umgesetzt wird, als Kaufkraft im Bezirk vorhanden ist, d. h., der lokale Einzelhandel bindet die Kaufkraft der Wohnbevölkerung im hohen Maße und generiert Zuflüsse aus dem Umland bzw. 24 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) den anderen Kölner Stadtbezirken. Werte unter 100 weisen entsprechend auf einen Kaufkraftabfluss hin. Stadtentwicklung Köln 25 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 6.3 Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur 26 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 6.4 Internes Bewertungsschema im Rahmen der Steuerung von großflächi- gen Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsberei- che Vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt (vgl. Kapitel 1.) und dem Ziel der Siche- rung der wohnungsnahen Versorgung der Bevölkerung bedarf es einer detaillierten Re- gelung zur Bewertung von großflächigen Ansiedlungs- oder Erweiterungsvorhaben mit dem Kernsortiment Lebensmittel außerhalb zentraler Versorgungsbereiche. Im Rahmen einer internen Bewertung wird die Stadt Köln großflächigen Ansiedlungs- oder Erweite- rungsvorhaben nach folgenden Kriterien bewerten (siehe auch Bewertungsschema, Abbildung 16): Stufe 1: Standortbewertung Im Rahmen der Standortbewertung werden sowohl der Mikrostandort selbst sowie die räumliche Lage zu zentralen Versorgungsbereichen bewertet. Folgende Kriterien sind in Stufe 1 zu berücksichtigen: Städtebaulich integrierter Standort im direkten Siedlungszusammenhang eines bestehenden oder perspektivischen Wohnbereiches. Ein Anhaltspunkt ist, ob zu min- destens zwei Himmelsrichtungen eine Anbindung an Wohnbebauung vorliegt, wobei der Wohnbezug gewichtig sein soll und somit nicht nur eine einzelne Hausbebauung umfassen darf. Diese Regelung geht einher mit dem Ziel „Sicherung und Ausbau der wohnortnahen Versorgung“. Sofern kein städtebaulich integrierter Standort vorliegt, ist das Vorhaben nicht möglich. Erweiterungs- oder Neuansiedlungsstandort außerhalb eines 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich: Ein wesentliches Ziel des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ist die Sicherung und Stärkung der Geschäftszentren (= zent- rale Versorgungsbereiche) in ihrer Versorgungsfunktion, sodass großflächige Vorha- ben mit dem Kernsortiment Lebensmittel in erster Linie auf die zentralen Versor- gungsbereiche gelenkt werden sollten. Außerhalb des Nahbereichs von zentralen Versorgungsbereichen ist hingegen in städtebaulich integrierten Lagen die Ansied- lung von Lebensmittelmärkten grundsätzlich auch möglich. Sofern das Vorhaben demnach außerhalb eines 700 m-Radius liegt, ist mit der Bewertungsstufe 2 fortzu- fahren. Erweiterungs- oder Neuansiedlungsstandort innerhalb eines 700 m-Radius um einen zentralen Versorgungsbereich: Sofern sich ein Vorhaben innerhalb des 700 m-Radius eines zentralen Versorgungsbereiches befindet, kann unter Berücksichti- gung der Ausführungen in Kapitel 5.3.3 zur Steuerung großflächiger Lebensmittel- märkte außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche als Ausnahme dennoch eine Erweiterung oder Neuansiedlung eines großflächigen Lebensmittelmarktes möglich sein, sofern folgende Ausnahmeregelungen erfüllt werden: Erweiterungen bestehender Lebensmittelmärkte innerhalb eines 700 m- Radius um zentrale Versorgungsbereiche können ausnahmsweise als möglich erachtet werden, wenn besondere städtebauliche Gründe dies rechtfertigen. Hierbei müssen grundsätzlich die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden: Stadtentwicklung Köln 27 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) 1. Das Vorhaben dient bei einer bestehenden Unterausstattung im zentralen Versorgungsbereich in Relation zur vorhandenen Versorgungsbedeutung 1 der Verbesserung der verbrauchernahen Versorgung. 2. Die Kommune behält sich vor, von dem Vorhabenträger ein Gutachten zum Verträglichkeitsnachweis zu fordern. 3. Das Grundstück des Vorhabens soll mit Wohnen und ggf. sozialer Infra- struktur in Abhängigkeit von der zulässigen Bebauung (Geschossflächen- zahl) optimal ausgenutzt werden. Anbieter, die dies derzeit nicht aufwei- sen, sollen auf ihrem Grundstück in Abhängigkeit von der zulässigen Be- bauung (Geschossflächenzahl) Wohnen und ggf. soziale Infrastruktur schaffen. Für Anbieter auf bereits optimal ausgenutzten Grundstücken (bspw. ein Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss eines mehrgeschossigen Wohnhauses) bedarf es keiner weiteren Verbesserung. Neuansiedlungen innerhalb eines 700 m -Radius sind ausnahmsweise möglich, wenn zusätzlich zu den zuvor genannten Voraussetzungen folgende vierte Voraussetzung erfüllt wird: 4. Für die Unterbringung des Vorhabens besteht nachweislich keine Entwick- lungsfläche in dem oder den benachbarten zentralen Versorgungsbe- reich(en). Hierbei sind alle zentralen Versorgungsbereiche zu berücksichti- gen, in dessen 700 m-Radius sich das Vorhaben befindet, sodass dieser Nachweis z. T. auch für mehrere zentrale Versorgungsbereiche erbracht werden muss. Der Verweis auf die Unmöglichkeit der Unterbringung einer geplanten Verkaufsfläche, die sich im mittleren und oberen Bereich der heute üblicherweise für den entsprechenden Betriebstyp realisierten Grö- ßen bewegt ist ebenso wenig geeignet wie der Verweis auf den Nichtzu- griff auf die entsprechenden Eigentumsrechte oder die benötigte (große) Pkw-Stellplatzanlage. 1 Einordnung der Unterausstattung und der Versorgungsfunktion ist auf Basis der Empfehlungen zur Nahversor- gung je Bezirk und den Zentrenpässen vorzunehmen. Veränderung im Nachgang der Erhebung für das Einzel- handels- und Zentrenkonzeptes sind zu berücksichtigen. 28 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Abbildung 6: Bewertungsschema zur Steuerung von großflächigen Lebensmit- telmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche Stadtentwicklung Köln 29 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Bei positivem Abschluss der Stufe 1 ist die Stufe 2 des Bewertungsverfahrens durchzu- führen: Stufe 2: Berechnung der standortangepassten Verkaufsfläche (vgl. Abbildung 18) 1. Ermittlung des Kaufkraftpotenzials im Nahbereich: Liegt der Planstandort des Vorhabens innerhalb eines 700 m-Radius‘ um einen zentralen Versorgungsbe- reich, beträgt der Nahbereich für das Vorhaben ebenfalls einen 700 m-Radius um den vorgesehenen Standort. Zur Vereinfachung des Verfahrens wird der 700 m- Radius schematisch angesetzt.Außerhalb der 700 m-Radien um einen zentralen Versorgungsbereich kann der Radius für ein Vorhaben in Abhängigkeit von den siedlungsräumlichen Gegebenheiten, der verkehrlichen Beziehungen und der Nähe zu zentralen Versorgungsbereichen und anderen Lebensmittelmarktstandor- ten individuell abgegrenzt werden. Für den jeweiligen Nahbereich sind das Ein- wohnerpotenzial und das vorhandene Kaufkraftpotenzial abzuleiten. Hierbei kön- nen auch geplante Wohngebiete berücksichtigt werden, die Planungen hinrei- chend konkret sind. Die nahversorgungsrelevante Kaufkraft errechnet sich aus dem Einwohnerpotenzial, der nahversorgungsrelevanten Pro-Kopf-Kaufkraft (€ 2.672,00) und dem lokalen Kaufkraftindex. Für den Kaufkraftindex ist der jeweilig kleinsträumlich verfügbare Kaufkraftindex (i. d. R. Stadtteilebene) heranzuziehen. Insgesamt gilt, dass ein geplanter Einzelhandelsbetrieb maximal 35 % der nahversorgungsrelevanten Kaufkraft im Nahbereich des Standortes ab- schöpfen darf. Bei einer Erweiterung ist der Gesamtbetrieb zugrunde zu legen. 2. Ermittlung der standortangepassten Verkaufsfläche (VKF): Die am Standort zulässige Verkaufsfläche wird mittels der betriebstypenspezifischen Flächenpro- duktivität (Umsatz je m² VKF), welche in Bezug zur Kaufkraft (i. d. R 35 % der nahversorgungsrelevanten Kaufkraft im Nahbereich) gesetzt wird, ermittelt. An- haltspunkte für die betreiberspezifische Flächenproduktivität liefern Branchenbe- richte (z. B. Hahn Retail Real Estate Report). Steht der konkrete Betreiber nicht fest, ist für einen Lebensmittelvollsortimenter von einer Flächenleistung von 4.400 € / m2 VKF auszugehen (sowohl Neuansiedlungen als auch Erweiterungen), wobei die Anforderungen an eine Worst Case-Betrachtung erfüllt werden müssen. Die Flächenleistungen der Lebensmitteldiscounter schwanken je Anbieter stark, so- dass – sollte ein konkreter Betreiber feststehen – betreiberspezifische Flächenleis- tungen heranzuziehen sind1. Sofern kein spezifischer Betreiber feststeht, ist für Discounter eine Flächenleistung von rd. 6.700 € / m2 zugrunde zu legen, wobei die Anforderungen an eine Worst Case-Betrachtung erfüllt werden müssen. 1 Für die betreiberspezifischen Flächenleistungen sind jeweils die aktuellsten Werte zu verwenden, z. B. mit Hilfe von Branchenreports. Empfohlen wird der Hahn Retail Real Estate Report, der jährlich kostenlos erscheint und über die Homepage der Hahn AG abrufbar ist. 30 Stadtentwicklung Köln Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020 (Überarbeitung Entwurf Fortschreibung 2022) Abbildung 7: Rechenweg zur Ermittlung der zulässigen Verkaufsfläche Einwohner in Nahbereich x nahversorgungsrelevante Pro-Kopf-Kaufkraft (€ 2.672,00) x stadtteilspezifischer Kaufkraftindex (Vergleich: Durchschnitt Stadt Köln = 108,5 x 1,085) = nahversorgungsrelevante Kaufkraft im Nahbereich x 35 % (i. d. R.) Flächenproduktivität (wenn bekannt: betreiberspezifisch oder € 4.400,00 / m² VKF für Vollsortimenter bzw. € 6.700,00 / m² VKF für Discounter) = am Standort zulässige Verkaufsfläche des Vorhabens in m2 Darstellung: GMA 2020 -
4.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV2
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Anlage 4.1 Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Rodenkirchen gemäß den Änderungsanträgen AN/0994/2021 sowie AN/0995/2021 Die Bezirksvertretung Rodenkirchen empfiehlt dem Rat folgenden geänderten Beschluss zu fassen: 1. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse einer Öffentlichkeitsbeteiligung. Die zu beschließenden Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kernaussagen) sowie der Anlage 2 (Zentrenübersicht) dargestellt. 2. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konsequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 3. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach ca. zwei Jahren im Kölner Stadtgebiet. Zur Erfassung der kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Corona- Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach einem Jahr im Kölner Stadtgebiet. Stellungnahme der Verwaltung: Der Empfehlung kann gefolgt werden. Es ist vorgesehen, bereits Ende dieses Jahres in Kooperation mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung mit der Datenüberprüfung zu beginnen. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe sind eine systematische Leerstandserhebung sowie die Untersuchung der digitalen Sichtbarkeit der stationären Einzelhandelsbetriebe erforderlich. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept wird fortgeschrieben. Allerdings soll es dahingehend geöffnet werden, dass die Neuansiedlung von Einzelhändlern und Zentren auch in den Stadtteilen Immendorf und Weiß möglich ist. Stellungnahme der Verwaltung: Der Empfehlung sollte nicht gefolgt werden: Die Ausweisung neuer Zentraler Versorgungsbereiche (ZVB) ist nach Fortschreibung des EHZK gemäß der Verwaltungsvorlage ohnehin grundsätzlich möglich. Der „Kriterienkatalog zur Definition der Zentrenstruktur“ (s. EHZK Kapitel 6.3) zeigt dafür die Ziele und Anforderungen auf, die zur Ausweisung eines ZVB erfüllt sein müssten. Der kleinste ZVB wäre ein Nahversorgungszentrum mit >4.000 Einwohner im Versorgungsgebiet. Weiß hat derzeit knapp 6.000 Einwohner, Immendorf dagegen lediglich etwas mehr als 2.000 Einwohner. Die Ansiedlung einzelner Einzelhandelsbetriebe ist in Immendorf gemäß Steuerungsschema Einzelhandel grundsätzlich möglich unter der Voraussetzung, dass es sich um einen städtebaulich integrierten Standort, eine zusätzliche Bebauung dieses Standortes mit Wohnnutzung und eine standortangepasste Verkaufsfläche, die in Immendorf, wegen der geringen Einwohnerzahl, zwingend kleinflächig, d.h. unter 800 m² bleiben muss, handelt. Für den Stadtteil Weiß empfiehlt das EHZK die Verbesserung der Versorgungssituation durch die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in integrierter Lage, bisher waren alle Bemühungen einer Wiederansiedlung jedoch erfolglos. Zurzeit wird der Stadtteil über das Bezirksteilzentrum Rodenkirchen und das Nahversorgungszentrum Sürth mitversorgt. Da in Immendorf derzeit kein ausreichendes Bevölkerungs- und Kaufkraftpotenzial für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in zeitgemäßer Größe gegeben ist, werden im EHZK keine weiteren Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Derzeit wird der Stadtteil durch den Sonderstandort Godorf und die Nahversorgungszentren Meschenich und Rondorf mitversorgt. Zudem findet ein Fachgespräch der Verwaltung mit der Bezirksvertretung Rodenkirchen zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept statt, welches durch den Bezirksbürgermeister zu organisieren ist. Stellungnahme der Verwaltung: Dem Beschluss wird entsprochen. Das Fachgespräch wird nach der Sommerpause 2022 stattfinden. -
5.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_BV5
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Anlage 5.1 Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Nippes gemäß dem Änderungsantrag AN/0967/2021 Der vorliegende Änderungsantrag von Grünen und FDP wird bei Enthaltung der SPD mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und der PARTEI beschlossen. Anschließend wird über die so geänderte Vorlage abgestimmt und die BV Nippes empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: 1. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse einer Öf- fentlichkeitsbeteiligung. Die zu beschließenden Bausteine der Fortschreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steuerungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentliche Kern- aussagen) sowie der Anlage 2 (Zentrenübersicht) dargestellt. 2. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die konsequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Kon- sultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu las- sen. 3. Zur Erfassung der mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine Überprüfung des Einzelhandelsbesatzes nach ca. zwei Jahren im Kölner Stadt- gebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe sind eine systematische Leerstandserhebung sowie die Untersuchung der digitalen Sichtbarkeit der stationären Einzelhandelsbetriebe erforderlich. Die Bezirksvertretung nimmt darüber hinaus gemäß § 37 Absatz 5 Sätze 1 und 2 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wie folgt Stellung: 1. Ein wichtiges Kriterium des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts (EHZK) soll sein, dass durch die beabsichtigten Zuordnungen und Ge- und Verbote motorisierte Individualverkehre nicht erzeugt, sondern möglichst vermeidbar gemacht werden. Die Erreichbarkeit für zu Fuß gehende und Radfahrende soll gefördert werden. 2. Kleinflächiger Einzelhandel soll durch das EHZK nicht behindert werden. 3. In dem EHZK sollen alle möglichen Wege gegangen werden, um Spielhallen und andere Glücksspielstätten zu verhindern. 4. Im Stadtteil Bilderstöckchen soll es möglich werden, einen Vollsortimenter anzu- siedeln. Etwaige Einschränkungen aufgrund seiner örtlichen Lage werden aufgehoben. 5. Die Kriterien für Wochenmärkte sollen vom Ermöglichungsgedanken geprägt sein. Für den Stadtteil Bilderstöckchen soll die Einrichtung eines Wochenmarktes aktiv gefördert werden. 6. Die gewaltigen, durch die Corona-Pandemie erzeugten Änderungen und Verwer- fungen im Einzelhandel, sowohl für die verbleibende Zeit während der Pandemie als auch diejenige nach der Pandemie, werden im EHZK berücksichtigt. 7. Die Bezirksvertretung sieht die Auswirkungen auf den Klimaschutz durch das EHZK nicht „positiv“, sondern „neutral“. Abstimmungsergebnis: Bei Enthaltung von Frau Wicharz einstimmig beschlossen. Stellungnahme der Verwaltung Zu 1 Zielsetzung des EHZK ist eine fußläufige und wohnortnahe Versorgung, daher wird um Einzelhandelsbetriebe ein 700 m-Radius angesetzt. Innerhalb dieses Radius ist eine fußläufige Erreichbarkeit in ca. 10 min gegeben. Das Prinzip der Zentralen Versorgungsbereiche stützt zudem die Konzentration von Handels- und Dienstleistungs- angeboten sowie sonstigen frequenzstarken Nutzungen. Dadurch können Wege kombiniert und letztendlich individuelle Fahrten reduziert werden. Bei der Ausweisung und Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche würde deren Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Nahverkehr besonders berücksichtigt. Eine gleichzeitige Stärkung von Zentralen Versorgungsbereichen und städtebaulich nicht-integrierten Standorten widerspricht dem Zentrale-Orte-Prinzip. Zu 2 Das EHZK sieht insbesondere eine Steuerung des großflächigen Einzelhandels (ab 800 m² Verkaufsfläche) vor, d. h. kleinere Betriebe können, unter Berücksichtigung der örtlichen baurechtlichen Voraussetzungen, standortangepasst auch außerhalb zentraler Versorgungsbereiche angesiedelt werden. Zu 3 Das Qualitätsniveau des Handels kann leider nicht über das Einzelhandelskonzept gesteuert werden, hier greifen die Mechanismen des freien Wettbewerbs. Vergnügungsstätten werden vom EHZK ebenfalls nicht gesteuert. Eine Steuerung der Vergnügungsstätten kann allerdings durch die Bauleitplanung erfolgen. Zu 4 Das EHZK steuert die Ansiedlung für das gesamte Stadtgebiet nach einheitlichen Ansiedlungsregeln, die auch die Vorgaben der Landesplanung berücksichtigen müssen. Eine Sonderlösung, die etwa die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in städtebaulich nicht integrierter Lage, z.B. in einem Gewerbegebiet, ermöglicht, ist in diesem Rahmen nicht zulässig. Das EHZK befürwortet im Sinne der Beschlussempfehlung, ebenfalls eine Verbesserung der Versorgung z. B. durch die Ansiedlung eines Lebensmittelvollversorgers, der aktuell im Stadtteil nicht vorhanden ist. Die Verwaltung unterstützt daher seit Jahren die Bestrebungen zur Ansiedlung eines Vollversorgers in Bilderstöckchen. Es wurden hierzu sowohl Gespräche mit Grundstückseigentümer*innen, Lebensmittelmarktbetreibenden und der Politik geführt. Eine Lösung konnte allerdings bislang noch nicht erzielt werden. Zu 5 Das Kapitel 4.3 im EHZK widmet sich den Kölner Wochenmärkten. Dort werden u.a. Rahmenbedingungen zur Etablierung von Wochenmärkten (vgl. Tab. 12) aufgezeigt. Die Steuerung der Ansiedlung von Wochenmärkten ist allerdings nicht Bestandteil des EHZK. sondern die hier dargestellte Analyse und die getroffenen Empfehlungen können Grundlage für die Weiterentwicklung der Märkte durch die zuständige Marktverwaltung sein. Die Anregung der Bezirksvertretung Nippes wurde daher an das zuständige Fachamt weitergeleitet. Zu 6 Der Anregung wird gefolgt. In Zusammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung wird bereits in diesem Jahr mit der Datenaktualisierung begonnen. Zu 7 Das dem EHZK zugrunde liegende Prinzip der „Dezentralen Konzentration“ sichert und stärkt die wohnortnahe Versorgung im Sinne einer Stadt der kurzen Wege. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass das EHZK einen Beitrag zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und damit einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet. -
Anlage 10, Auszug BV 2 (Rodenkirchen) 05.12.2022
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Frau Paßmann Telefon: (0221) 221-92313 Fax: (0221) 221-92318 E-Mail: miriam.passmann@stadt-koeln.de Datum: 05.12.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 05.12.2022 öffentlich 9.2.3 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 1538/2020/1 Die Vorlage wurde wegen des Beratungsbedarfes im Stadtentwicklungsausschuss zurückgestellt und wird daher erst in der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen am 05.12.2022 behandelt. Es herrscht Einigkeit den Ergänzungsantrag gemäß Beschluss vom 03.05.2021 zu er- neuern: „Das Konzept soll dahingehend geöffnet werden, dass die Neuansiedlung von Einzel- händlern und Einzelhandelszentren auch in den Stadtteilen Immendorf und Weiß mög- lich ist.“ Sodann lässt Herr Giesen über die so ergänzte Vorlage abstimmen 1. Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen empfiehlt dem Rat folgenden ergänzten Beschluss zu fassen: 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept (Anlagen 6 und 7) sowie die Beschluss- empfehlungen der BV 2 und BV 5 (Anlagen 4 und 5) zur Kenntnis. 2. Der Rat beschließt die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Köln (EHZK) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse der Öffent- lichkeitsbeteiligung zur Steuerung des Einzelhandels. Die Bausteine der Fort- schreibung (Zentren- und Standortkonzept, Kölner Sortimentsliste sowie Steue- rungs- und Ansiedlungsregeln) sind in Anlage 1 (Fortschreibung EHZK - wesentli- che Kernaussagen) sowie der Anlagen 2, 2.1 und 2.2 (Zentrenübersicht) darge- stellt. Zur Klarstellung der Regelungsinhalte des EHZK werden die Kapitel 5 und 6 der Langfassung gemäß Anlage 3.2 angepasst. 3. Der Rat erneuert seinen Beschluss vom 12.11.2015 (Vorlage 1986/2015), die kon- sequente Umsetzung des fortgeschriebenen EHZK auch weiterhin vom Konsultati- onskreis Einzelhandel Köln (KEK) als Beratungsgremium begleiten zu lassen. 4. Zur Erfassung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den dadurch beding- ten städtebaulich-funktionalen Folgen beschließt der Rat eine regelmäßige Über- prüfung des Einzelhandelsbesatzes im Kölner Stadtgebiet. Hierbei soll der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der ausgewiesenen Geschäftszentren liegen. Neben einer Vollerhebung der Handelsbetriebe ist eine systematische Leerstands- erhebung erforderlich. 5. Das Konzept soll dahingehend geöffnet werden, dass die Neuansiedlung von Ein- zelhändlern und Einzelhandelszentren auch in den Stadtteilen Immendorf und Weiß möglich ist. Alternative: Der Rat verzichtet auf den Beschluss des fortgeschriebenen EHZK, auf eine Begleitung der Umsetzung des EHZK durch den Konsultationskreis Einzelhandel Köln (KEK) sowie die fortlaufende Überprüfung der Datenbasis. Damit verzichtet er auf die Anpassung der Möglichkeiten einer Steuerung des Einzelhandels. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. (nicht anwesend: Frau Ramrath, Herr Kau) -
12.1_Anlage_Fortschreibung_EHZK_Stellungnahme der Verwaltung_SteA
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Anlage 12.1 Beantwortung der Verwaltung der mündlichen Anfrage der SPD-Fraktion im SteA am 01.12.2022 Die SPD-Fraktion begrüßt das Konzept grundsätzlich und bittet um Beantwortung der folgenden Frage: 1. Wie entwickeln sich tatsächlich neue Einzelhandelsstandorte an den Standorten wo es bisher kei- nen Einzelhandel gibt, jedoch einen großen Bedarf? Antwort der Verwaltung: Es gibt verschiedene Stadtteile, wie beispielsweise in Merkenich, Ossendorf, Weiß oder Esch/Au- weiler an denen die Stadtverwaltung bemüht ist Einzelhandel zur Verbesserung der Nahversor- gung in fußläufiger Entfernung anzusiedeln. Verschiedene Faktoren, wie die Verfügbarkeit von Grundstücken, die Suche nach einem Betreiber, die Größe der Verkaufsfläche sowie planungs- und immissionsschutzrechtliche Voraussetzungen setzen dabei Grenzen. Die Verwaltung hat in der Vergangenheit bereits die Realisierung von Einzelhandelsprojekten eng begleitet, dazu gehö- ren z. B. der Integrationsmarkt in Alt-Niehl, der Frische-Markt in Grengel sowie der genossen- schaftlich geführte Bürgerladen in Vogelsang. Dieses Konzept hat sich leider auf Dauer nicht ren- tiert, so dass die Entwicklung einer neuen Lösung zur Schließung der Nahversorgungslücke von der Verwaltung unterstützt wird. Durch die Ergänzung des Steuerungschemas im Rahmen der Fortschreibung erweitern sich die Spielräume zur Ansiedlung von Lebensmittelmärkten außerhalb der zentralen Versorgungsberei- che. Hierbei sind die Vorgaben des Landesentwicklungsplanes NRW zu beachten. Aus diesem Grund erfolgt eine enge Abstimmung mit den zuständigen Referaten der Bezirksregierung Köln. 2. Die SPD-Fraktion regt an, zwei bis drei Lupenräume zu betrachten und die Wünsche der Bezirks- vertretung einzubeziehen. Des Weiteren regt die SPD-Fraktion an, Standorte zu betrachten, die von Einzelhandelsnutzungen gegebenenfalls überformt sind, um dort nachzusteuern. Darüber hin- aus regt die SPD-Fraktion an, Anreize für Einzelhändler zu schaffen, indem geprüft wird, inwiefern Nutzungen mit urbanem Wohnen verbunden wird. Antwort der Verwaltung: Sämtliche unterversorgte Bereiche im Stadtgebiet sind durch die Fortschreibung des EHZK be- kannt, werden entsprechend begleitet und könnten im Sinne der Anregung als „Lupenräume“ be- zeichnet werden. Die Herausnahme einiger weniger Standorte wird nicht empfohlen, da dies zu einer Ungleichbehandlung zwischen den Bezirken führen würde. Gleichzeitig wird im Rahmen von Datenerhebungen die Einzelhandelsentwicklung im gesamten Stadtgebiet weiterhin beobachtet und bei Bedarf begleitet. Einer Überformung von Standorten, die gemäß EHZK nicht für Einzelhandelsnutzungen geeignet sind, das sind insbesondere Sonderstandorte mit Gewerbenutzungen, lässt sich durch die Aufstel- lung von Bebauungsplänen entgegenwirken, so dass auch hier der Einzelhandel gesteuert wer- den kann. Das fortgeschriebene EHZK ermöglicht explizit eine bessere Ausnutzung von Grundstücken durch Handel, Wohnnutzung und/oder soziale Infrastruktur, um integrierte Einzelhandelsstandorte zu fördern. Für Betreiber ist diese Regelung besonders attraktiv bei der Ansiedlung außerhalb von ZVB (vgl. Anlage 3.2, Abb.6). 2 3. Die Fraktion Die Linke warnt davor, nur mit Ausnahmen zu operieren und hebt das positive, vorlie- gende Gerüst der Vorlage hervor. Darüber hinaus regt die Fraktion Die Linke an, eventuelle Aus- nahmen zu einem späteren Zeitpunkt zu unterbreiten. Antwort der Verwaltung: Die Anwendung von Ausnahmen im Rahmen des internen Bewertungsschemas bezieht sich auf Einzelfälle an Standorten außerhalb der ZVB. Der Anwendungsspielraum ist daher bereits be- grenzt und wird zudem durch landesplanerische Vorgaben ohnehin reguliert. Die Ausnahmen die- nen dazu, die Ansiedlung von wohnortnahen Nahversorgungsangeboten in unterversorgten Berei- chen zu ermöglichen. Die Anwendung des internen Bewertungsschemas findet in diesem Zusam- menhang als Daueraufgabe bei der Umsetzung des EHZK bereits statt. -
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/151/1 151/1 Vorlagen-Nummer 1538/2020/1 Stand: 25.08.2025 Sachstandsbericht Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) Beschluss: (An dieser Stelle w ird der vom Entscheidungsgremium gefasste Beschluss durch die Schriftführung hinterlegt.) Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts (EHZK) ist Grundlage für die Steuerung des großflächigen Einzelhandels im Stadtgebiet. Die Fortschreibung des EHZK wird seit dem Beschluss im Februar 2023 kontinuierlich angewendet und umgesetzt. Die Steu- erungsfunktion des EHZK findet vor allem Anwendung bei Stellungnahmen in Bauantrags- und Bauleitplanungsverfahren sowie in Gesprächen mit Vorhabenträgern und Betreibern. Darüber hinaus gibt es, wie unter Punkt 3 beschlossen, weiterhin den Konsultationskreis Ein- zelhandel Köln (KEK), der als Beratungsgremium für Einzelhandelsthemen und konkrete Vor- haben dient. Wie unter Punkt 4 beschlossen, gibt es eine regelmäßige, gesamtstädtische Ein- zelhandelserhebung bei der auch Leerstände erfasst werden. Die Erhebung wurde erstmalig 2022 in Kooperation mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung durchgeführt und zuletzt 2024. Nächste Schritte: Das EHZK als städtebauliches Entwicklungskonzept wird, wie oben beschrieben, weiterhin umgesetzt. Der KEK und die Einzelhandelserhebung werden regelmäßig durchgeführt. Per- spektivisch ist eine erneute Fortschreibung des EHZK geplant. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: Mit der fortlaufenden Umsetzung des EHZK wird dem Beschluss des Rats gefolgt. Es ist kein weiterer Sachstandsbericht geplant.
Beratungsverlauf
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01.12.2022
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.1, Anhörung (BV). Ergebnis: ungeändert beschlossen -
05.12.2022
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.1, Anhörung (BV). Ergebnis: geändert beschlossen -
05.12.2022
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.2.3, Anhörung (BV). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen -
05.12.2022
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 10.1, Anhörung (BV). Ergebnis: ungeändert beschlossen -
19.01.2023
TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen -
02.02.2023
TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen -
02.02.2023
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.2.1, Anhörung (BV). Ergebnis: geändert beschlossen
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