AN/2104/2022
Erzeugung und Einsatz von Biogas durch die RheinEnergie AG
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Linke Anfrage nach § 4
3528 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An Oberbürgermeisterin Henriette Reker An die Vorsitzende des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün Frau Denise Abè Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 17.11.2022 AN/2104/2022 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 24.11.2022 Erzeugung und Einsatz von Biogas durch die RheinEnergie AG Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet sie darum, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün am 24. November 2022 zu setzen. Im Erzeugungsbericht 2019 -2021der Rheinenergie AG ( https://ratsinformation.stadt- koeln.de/getfile.asp?id=886939&type=do) steht bei Erneuerbarer Energie, dass ein erheblicher Teil der elektrischen und thermischen Energie aus Biogas und „Biomethan“ gewonnen worden sei. Es macht für die Ökobilanz einen großen Unterschied, ob die verwendete Biomasse aus Reststoffen (Stängel, Laub, Ernterückstände etc.) kommt oder gezielt Pflanzen für die Biogaserzeugung angebaut werden. Biogas wird überwiegend durch den Einsatz von Energiepflanzen, zumeist Mais, gewonnen. Das führt unter anderem zu - Monokulturen mit weniger Lebensraum fü r Vögel, Insekten und Kleinwirbler - Mais benötigt zum Wachsen viel Stickstoff in Form von Mineraldünger oder Gülle. Zwar nimmt die Pflanze einen großen Teil davon auf, allerdings geht auch einiges daneben. Zudem landen die stickstoffbelasteten Gärreste der Biogasanlagen auf den Feldern. Die Folge sind steigende Nitratwerte. - Feuchtwiesen und Weideland werden zunehmend in Ackerflächen umgewandelt und man spricht von einer „Vermaisung“ der Landschaft. - Äcker, die der Nahrungserzeugung dienten stehen immer weniger zur Verfügung und in direkter Konkurrenz mit der Energieerzeugung Überdies wird der Einsatz von Biogas aufgrund der verfügbaren Ressourcen nur einen geringen Teil des bestehenden gesamten Energ iebedarfes abdecken können, wobei der Vorteil des Biogases in einer möglichen Langzeitspeicherung besteht. Des Weiteren ist Gas derzeit sehr knapp und sollte daher nur zur Deckung des absolut notwendigen Bedarfes eingesetzt werden. Für uns ergeben sich da her die folgenden Fragen: 1) Woraus wurde das in 2021 verwendete Biogas und Biomethan hergestellt und wie viel Landfläche wurde dazu benötigt? (Wir bitten um eine detaillierte Aufstellung nach Ausgangsstoffen, Gigawattstunden und Quadratkilometern, auch w enn das Biomethan ggf. von Drittanbietern kommt.) 2) Gibt es Pläne zur verstärkten Vergärung von Reststoffen, wie beispielsweise die Mahd von Langgraswiesen und was beinhalten diese Pläne? 3) Wird das in der/ den Anlage/n der RheinEnergie gewonnene Bioga s direkt komplett verstromt oder teils eingespeichert um bedarfsweise verwandt zu werden? 4) Sofern nicht eingespeichert wird: Wie verfährt man mit dem überschüssigen Gas bei geringem Strombedarf ( z.B. durch ein hohes Angebot von Sonne und Wind )? 5) Gibt es weitere Pläne zur Gewinnung von, bzw. dem Umgang mit Biogas und wie sehen diese aus? gez. gez. Michael Weisenstein Uschi Röhrig Fraktionsgeschäftsführer Mitglied des Ausschusses Klima, Umwelt, Grün
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2104/2022
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 17.11.2022
- Erstellt
- 17.11.2022 12:55