2475/2019
Jahresbericht 2018 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
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Mitteilung Ausschuss
1418 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 14.08.2019 2475/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 Gesundheitsausschuss 17.09.2019 Jahresbericht 2018 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses Soziales und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde entschieden, die jeweiligen Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fachausschüssen vorzulegen. Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht-öffentlich sein kann, wurde der nicht-öffentliche gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvorlage informiert (2474-2019). Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2018 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln (ehemals KISS) zur Verfügung. Besonders hingewiesen sei auf die Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit durch beispielweise einen Facebook-Auftritt (S. 7, 8 und 23) und eine neue Form der Unterstützung bei der Gründung von Selbsthilfegruppen, das „In-Gang-Setzer Projekt“ (S. 10). In Anlage 2 (Bericht) informiert die Kontaktstelle über die Mittelverwendung hinsichtlich der nicht un- mittelbar über den Ausschuss Soziales und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Gez. Dr. Rau
Anlage 1_Jahresbericht 2018
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Köln
Jahresbericht
2018
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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INHALT
1. Zahlen und Fakten Seite 3
2. Öffentlichkeitsarbeit Seite 6
3. Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen S eite 9
4. Unterstützung von Selbsthilfegruppen Seite 11
5. Haus der Selbsthilfe Seite 17
6. Kooperation mit professionellen Einrichtungen Se ite 18
7. Gremien und Arbeitskreise Seite 19
8. Fachliche Einbindung Seite 21
9. Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Seite 22
10. Fazit und Ausblick Seite 23
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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1. Zahlen und Fakten
Information und Beratung
Im Jahr 2018 haben wir insgesamt 16.810 Kontakte (2 017: 15.602) statistisch erfasst. Davon
waren 4.879 eingehende Kontakte (2017: 5.036) und 11.931 ausgehende Kontakte (2017:
10.566).
Kontakte an Infoständen oder bei Veranstaltungen sind in diesen Zahlen nicht erfasst.
Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt zusammen:
605 (2017: 490) ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthil fegruppen und 11.326 (2017: 10.076)
ausgehende Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Bürger/innen oder professionellen Einrichtungen in
Form von Einladungen zu Treffen, Versand von Protokollen etc..
Eingehende Kontakte
2018 2017
davon türkisch-
sprachig:
davon türkisch-
sprachig:
Bürger/innen 1.788 (36,7 %) 53 1.686 (33,5 %) 35
Selbsthilfegruppen 1.252 (25,7 %) 27 1.283 (25,5 %) 29
Prof. Einrichtungen 1.821 (37,3 %) 159 2.048 (40,7 %) 253
Sonstige 18 ( 0,4 %) 0 19 ( 0,4 %) 0
2018 2017
telefonisch 2.090 (42,8 %) 1.950 (38,7 %)
schriftlich 2.324 (47,6 %) 2.609 (51,8 %)
persönlich 465 ( 9,5 %) 477 ( 9,5 %)
davon:
davon:
198 Selbsthilfegruppen (42,6 %) 209 Selbsthilfegruppen (43,8 %)
180 Bürger/innen (38,7 %) 173 Bürger/innen (36,3 %)
79 Profis (17,0 %) 92 Profis (19,3 %)
8
Sonstige (1,7 %)
*nicht SHK-Anliegen
3
Sonstige (0,6 %)
*nicht SHK-Anliegen
Es suchten uns 124 (2017: 125) Bürger/innen persönlich auf, wenn sie auf der Suche nach einer
Selbsthilfegruppe waren und 32 (2017: 20) holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein.
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Die Hauptanliegen der persönlichen Kontakte von Sel bsthilfegruppen waren organisatorische
Unterstützung und Fragen zu Finanzen. Weitere Informationen siehe S. 12.
Überwiegend wurden wir von Kölner Bürger/innen, Selbsthilfegruppen und professionell en Ein-
richtungen kontaktiert: 4.039 - 83 % (2017: 4.164 – 83 %).
Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten und professionellen Einrichtungen war die
Suche nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurden wir von 1.540 Bürger/innen (2017: 1.520) und
von 176 professionellen Einrichtungen (2017: 147) kontaktiert.
Die 1.540 (2017: 1.520) anfragenden Bürger/innen auf der Suc he nach einer Selbsthilfegruppe
verteilten sich wie folgt:
Anfragende Bürger/innen:
2018 2017
1.244
– 80,8 % Betroffene 1.298 – 85,4 %
194 – 12,6 % Angehörige 142 – 9,3 %
102 – 6,6 % in Vertretung 80 – 5,3 %
1.075 – 69,8 % Frauen 1.033 – 67,9 %
458 – 29,7 % Männer 483 – 31,8 %
7 – 0,5 % Geschlecht unbek. 4 – 0,3 %
Angefragte Themen
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Anfragen sich hinter den nackten Zahlen der
Anfragestatistik verbergen, hier eine Übersicht der am meisten angefragten Themen (alle The-
men über 40 Anfragen werden dargestellt).
2018
2017
1. Depression/ bipolare Störungen 341 347
2. Angst/ Panik/ Phobie 168 159
3. Essstörungen 121 102
4. Gewalt/ Missbrauch - Opfer 94 80
5. Psychische Erkrankungen - nicht näher bezeichnet 84 41
6. Familie, Eltern, Kind – nicht näher bezeichnet 77 47
7. Seelische Gesundheit 69 90
7. Borderline 69 53
8. Trauer/ Tod 61 47
9. Einsamkeit/ Freizeit 60 55
10. Alkoholabhängigkeit 47 58
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Die fünf am häufigsten angefragten
Themen der Frauen
2018
201 7
1. Depression/ bipolare Störungen 221 227
2. Angst/ Panik/ Phobie 91 79
3. Essstörungen 87 81
4. Gewalt/ Missbrauch - Opfer 71 60
5. Psychische Erkrankungen – nicht näher bezeichnet 59 28
Die fünf am häufigsten angefragten
Themen der Männer
2018
2017
1. Depression/ bipolare Störungen 108 106
2. Angst/ Panik/ Phobie 64 72
3. Einsamkeit/ Freizeit 22 18
4. Borderline 20 11
4. Familie, Eltern, Kind – nicht näher bezeichnet 20 4
Die fünf häufigsten Themen der
anfragenden Angehörigen
2018
2017
1. Depression/ bipolare Störungen 25 13
2. Psychische Erkrankungen –
nicht näher bezeichnet 24 15
3. Borderline 20 8
4. Essstörungen 17 24
5. Familie, Eltern, Kind – nicht näher bezeichnet 16 8
Eine Interpretation der o.g. Zahlen ist schwierig, weil viele Faktoren eine Rolle spielen und kau-
sale Zusammenhänge kaum herzustellen sind. Wir stel len über die Jahre immer wieder – nicht
erklärbare – Schwankungen fest. Der Rückgang der ei ngehenden Kontakte 2018 könnte mit der
2017 eingeführten Veränderung unserer Homepage in Z usammenhang stehen, wodurch der
direkte Kontakt zu Gruppen erleichtert wird und der Verteilung des Ende 2017 fertiggestellten
aktuellen Selbsthilfewegweisers, der eine Fülle von direkten Kontaktmöglichkeiten bietet.
Nach wie vor nimmt das Thema Depression den Spitzen platz bei den Anfragenden ein, in die-
sem Jahr zum ersten Mal sowohl bei Frauen und bei M ännern als auch bei Angehörigen. Aktuell
gibt es dreizehn Selbsthilfegruppen im Bereich Depression.
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2. Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem Bekanntmachen unserer Einrichtung, ist es unser Ziel, dem Begriff Selbsthilfegruppe
ein positives Image zu geben, den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhöhen und den
Zugang zu den Selbsthilfegruppen zu erleichtern.
Dieses Ziel hat aufgrund von Umbruchsituationen in der Selbsthilfe eine für uns hohe Priorität.
Um das Ziel zu erreichen, ist eine langfristige Str ategie mit unterschiedlichen Bausteinen erfor-
derlich. Hierzu gehören z.B.
- an die breite Öffentlichkeit gerichtete unterschi edliche Aktivitäten,
- gezielte Ansprache von besonderen Zielgruppen, wi e auch
- gezielte Ansprache von Multiplikatoren/innen
Bewährte Aktivitäten werden wir fortführen, Neues e ntwickeln, auch neue Medien nutzen und
gleichzeitig versuchen, weitere Partner für Aktione n und Kooperationen zu gewinnen. Ein ganz
wichtiger Ansprechpartner ist dabei für uns der Sel bsthilfebeirat der Kommunalen Gesundheits-
konferenz Köln (KGK).
2.1. Aktivitäten in 2018
• Verteilaktion des neuen Selbsthilfewegweisers;
• Monatliche Aktualisierung unserer Themenübersicht und Gruppengründungswünsche
zum Auslegen, Versenden etc.;
• Ständige Aktualisierung unserer Homepage (Themenübersicht, Gründungswünsche, aktuelle
Gründungen, Veranstaltungen von und für Gruppen etc .); 2018 wurde unsere Homepage
31.290 (2017: 27.378) Mal besucht;
• Facebook-Auftritt;
• Aktualisierung und Neuaufnahme von Gruppendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de ;
• Regelmäßige Zusendung unserer Informationsmaterialien an über 130 professionelle Ein-
richtungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an Interessierte;
• Newsletter für professionelle Einrichtungen;
• Auslage und Aktualisierung von 130 Gruppenflyern in den Prospektständern im Ein-
gangsbereich des Hauses der Selbsthilfe;
• Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit Info material in Einrichtungen mit Publikums-
verkehr wie z.B. dem Gesundheitsamt;
• Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbsthilfe-Kontaktstelle und z u Gruppengründungs-
treffen;
• Interview in der „Ehrenfeld Spezial“;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kalk Karree und Roll-Up Ausstellung ;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle und der Arbeitsgemein schaft Selbsthilfe bei den Akti-
onstagen „Gesund und mobil im Alter“ im Gürzenich mit Koordination von 15 Selbsthilfegrup-
pen;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle und der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe mit Koordina-
tion von 23 Selbsthilfegruppen in der Uniklinik;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Rahmen der Gesundheitswoche im Vringsveedel
im Krankenhaus der Augustinerinnen;
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• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle auf dem Ehrenamtstag;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle und der Arbeitsgemei nschaft Selbsthilfe im FORUM
der VHS anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung;
• Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema Selbsthilfe gemeinsam mit einer Selbsthi lfe-
gruppe in der Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule der Uniklinik Köln;
• Fortbildung für Medizinische Fachangestellte (MFA) „Selbsthilfe-Unterstützung für Patient und
Praxis - Schwerpunkt: Migration“ als Kooperationspa rtner der Kooperationsberatung für
Selbsthilfegruppen und Ärzte (KOSA);
• Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema Selbsthilfe gemeinsam mit drei Selbsthil fe-
gruppen in der Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) Lehrakademie;
• Vortrag zum Thema Selbsthilfe gemeinsam mit einem Selbsthilfegruppenmitglied bei den Skin
Picking und Trichotillomanie Tagen;
• Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und Presse veröffentlichungen;
2.2. Besondere Aktivitäten
Einige der unter 2.1 aufgeführten Aktivitäten wollen wir hier näher beschreiben.
Verteilaktion des neuen Selbsthilfewegweisers
Interessierten den Zugang zu Selbsthilfegruppen zu erleichtern, ist – wie erwähnt – eines unse-
rer Hauptanliegen. Daher haben wir die Herausgabe d es neuen Selbsthilfewegweisers, der aus-
führliche Informationen zu über 230 Kölner Selbsthilfegruppen enthält – nicht nur in unterschied-
lichen Medien bekannt gegeben. Im Januar haben wir in jedem der 9 Stadtbezirke an insgesamt
47 Stellen (z.B. Krankenhäusern, Beratungsstellen) für einen begrenzten Zeitraum „Verteilstel-
len“ eingerichtet.
Hier konnten Kölner Bürger/innen und auch professio nelle Einrichtungen wohnortnah Selbsthil-
fewegweiser abholen. Innerhalb einer Woche haben wi r alle Verteilstellen mit insgesamt 700
Exemplaren persönlich beliefert.
Facebook
Wie im letzten Jahresbericht angekündigt, haben wir inzwischen mit den umliegenden paritäti-
schen Selbsthilfe-Kontaktstellen und –Büros Bonn, D üren, Euskirchen, Rhein-Erft-Kreis, Ober-
bergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergi scher Kreis einen gemeinsamen Facebook-
Auftritt eingerichtet https://www.facebook.com/selbsthilfe.rhein.sieg/
Newsletter
Professionelle Einrichtungen erhalten von uns auf W unsch regelmäßig Informationsmaterialien
zur eigenen Information und Weitergabe an Patienten /innen/ Klient/innen etc. zugeschickt. Ein
Newsletter für professionelle Einrichtungen steht z um Download auf der Homepage bereit. Ab
2019 soll er alle zwei Monate verschickt werden.
Aktionstage „gesund und mobil im Alter“
Nach dreijähriger Pause fanden am 6. und 7. März 20 18 wieder die vom Gesundheitsamt orga-
nisierten Aktionstage „gesund und mobil im Alter“ statt - erstmalig in Kooperation mit dem
Kölner Vorsorgetag.
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Wir haben uns gefreut, dass das Saalfoyer wieder fü r Infostände der Selbsthilfe zur Verfügung
stand. Es haben sich 15 Selbsthilfegruppen, die Sel bsthilfe-Kontaktstelle, die Arbeitsgemein-
schaft Selbsthilfe im Paritätischen und das Kontakt büro Pflegeselbsthilfe mit einem eigenen
Stand präsentiert.
Infostände Uniklinik 21. März
Im Rahmen unserer Zusammenarbeit im Netz-
werk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorien-
tierung im Gesundheitswesen hatten wir in 2017
mit der Uniklinik für Anfang 2018 eine Veranstal-
tung mit Infoständen von Selbsthilfegruppen ver-
einbart. 24 Selbsthilfegruppen nutzten die Gele-
genheit mit Patient/innen, Besucher/innen und
Mitarbeiter/innen der Uniklinik ins Gespräch zu
kommen. Obwohl der Streik des ÖPNV die Ver-
anstaltung auf mehrfache Weise beeinträchtigte,
fanden viele positive Gespräche statt und es gibt
Ideen für Folgeveranstaltungen.
Imagekampagne – manchmal kommt es anders als geplant
Im Jahresbericht 2017 berichteten wir von unserem Vorhaben, eine größere Werbekampagne für
die Selbsthilfe mit professioneller Hilfe zu entwic keln. Dies hat uns im ersten Halbjahr 2018 wei-
terhin beschäftigt.
Der Beschluss des Landesarbeitskreises der Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW und der gesetzli-
chen Krankenkassen/verbände in NRW, im Jahr 2019, e ine landesweite Selbsthilfe-
Werbekampagne durchzuführen und die Einladung des Paritätischen Gesamtverbandes, sich im
Mai 2019 an einer bundesweiten Aktionswoche Selbsth ilfe zu beteiligen, bewogen uns, unsere
Arbeit an einer eigenen Werbekampagne vorerst auf Eis zu legen und die Chance zu nutzen, an
der Entwicklung und Durchführung dieser landes- und bundesweiten Werbeaktionen mitzuarbei-
ten. Im Jahresbericht 2019 werden wir darüber berichten.
Kinospot
2017 entwickelten Kolleginnen aus der Selbsthilfe-K ontaktstelle Nürnberg einen Kinospot. Diese
Idee hatten wir selbst schon lange im Kopf, konnten sie wegen begrenzter Geldmittel aber nie
verwirklichen. Da wir den Spot sehr ansprechend fin den, haben wir bei unseren Kolleginnen
nachgefragt, ob wir ihn auch nutzen dürfen. Im Nove mber 2018 kam die erfreuliche Nachricht,
dass nicht nur wir, sondern alle Kontaktstellen bun desweit den Kinospot für einen geringen
Geldbetrag erhalten können. Wir haben nicht lange g ezögert, den Spot bestellt und auf Köln
anpassen lassen. Aufgrund der oben beschriebenen vi elfältigen Aktivitäten im ersten Halbjahr
2019 planen wir den Einsatz des Kinospots für das zweite Halbjahr 2019.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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3. Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen
Unsere Unterstützungsleistungen im Bereich Gruppengründung sind vielfältig:
wir beraten Initiator/innen, entwickeln mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammeln weitere Interes-
sent/innen in einer Wartekartei und stellen den Kon takt untereinander her. Wir moderieren erste
Gruppentreffen, entwickeln mit der Gruppe tragfähig e Strukturen und unterstützen sie bei der
Öffentlichkeitsarbeit sowie der Raumsuche.
2018 haben wir folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschiedlichen Aktivitäten
unterstützt:
1. Angst Selbsthilfegruppe Köln Ehrenfeld
2. Anorexie / Bulimie Selbsthilfegruppe
3. Borderline Innenstadt (leider wieder aufgelöst)
4. Borderline Fertigkeitengruppe (nach DBT)
5. Burnout / Erschöpfungsdepression Frauengruppe (leider Anfang 2019 wieder aufgelöst)
6. Depressionsgruppe Deutz (leider wieder aufgelöst)
7. Familiärer Brust- und Eierstockkrebs - Regionalgruppe BRCA-Netz
8. Hilfe für Opfer von narzisstischem Missbrauch - Frauengruppe
9. Leben mit Schädelhirntrauma
10. Posttraumatische Belastungsstörung
11. Stalking Selbsthilfegruppe
12. Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs Köln-Bonn
Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von uns gegründet und sind 2018 in
unsere Vermittlungskartei aufgenommen worden:
1.
Anonyme Co-Abhängige - Donnerstagsgruppe.
2. Ariadnefaden – Angehörigeninitiative Köln e.V.
3. Das zweite Leben - Nierenlebendspende e.V.
4. Elterngruppe Pubertät
5. emLife Gruppe – gegen emotionale Gewalt (Frauengruppe)
6. Fatigatio e.V.- Chronisches Fatique-Syndrom
7. Kopf-Hals-Mund-Krebs
Folgende Themen haben wir 2018 in unsere Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufge-
nommen. Aktive Gruppengründungsinteressierte haben wir beraten und unterstützt. Die Grup-
pengründung ist noch nicht erfolgt.
1. AD(H)S bei Kindern (Elterngruppe)
2. Adoptivkinder aus Indien (Frauen 18-45 Jahre)
3. Alleingeborener Zwilling
4. Beatmungspflichtige Personen (Betroffene und Angehörige)
5. Frauen ab der Lebensmitte
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6. Frauengruppe türkischsprachig
7. Immundefekte, angeborene
8. Kaufsucht (Gründung im Februar 2019)
9. Kind mit Behinderung (Elterngruppe)
10. Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen (Elterngruppe)
11. Schlaganfall, türkischsprachig
12. Schwangerschaftsabbruch
13. Skoliose
14. Stimmen hören
15. Tiefe Hirnstimulation (THS) bei Zwängen
In der Klammer steht jeweils das gewünschte Alter der Mitglieder bzw. ein angesprochener besonderer Personenkreis.
Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw.
in Vorbereitung befindlichen Themen.
In-Gang-Setzer Projekt
Im letzten Jahresbericht haben wir berichtet, dass wir uns in 2018 am In-Gang-Setzer Projekt
beteiligen wollen, um Gruppengründungen verstärkt zu unterstützen. Wir wollen mehr Gruppen-
gründungswünsche aufgreifen und bei Bedarf neue Gruppen intensiver begleiten.
Das In-Gang-Setzer Projekt besteht seit über 10 Jahren an mehr als 40 Standorten bundesweit.
In-Gang-Setzer/innen sind ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie
kommen i.d.R aus Selbsthilfegruppen und werden geschult. Sie unterstützen Selbsthilfegruppen
in Hinblick auf Kommunikation und Organisation der Gruppenprozesse. Sie sind keine An-
sprechperson für die jeweiligen Themen der Gruppen. In-Gang-Setzer/innen werden bei Bedarf
in neu gebildeten Selbsthilfegruppen für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt. Sie werden bei
der Tätigkeit kontinuierlich durch die Mitarbeiter/innen der Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet und
unterstützt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Supervisionstreffen mit anderen In-Gang-
Setzer/innen.
Wie beim Facebook-Auftritt arbeiten wir auch hier mit Selbsthilfe-Kontaktstellen und –Büros aus
dem Umkreis zusammen. Unter Anwesenheit jeweils 1 Kollegin aus dem Rhein-Sieg-Kreis, Ber-
gisch Gladbach und Gummersbach wurden insgesamt 13 Ehrenamtliche, 3 davon aus Köln, an 3
Wochenenden im Oktober, November und Dezember in 33 Stunden von einer Referentin ge-
schult.
Die Schulungen fanden jeweils in Köln statt und wurden von uns organisiert. Für Köln haben wir
für die erste Schulungsreihe speziell In-Gang-Setzer/innen mit Migrationshintergrund gesucht,
um insbesondere Personen aus dem eigenen Kulturkreis mit dem Prinzip der Selbsthilfe vertraut
zu machen und sie darin zu unterstützen. Von 5 Interessierten haben 2 türkischsprachige und 1
arabischsprachige In-Gang-Setzer/innen die Schulung erfolgreich beendet.
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4. Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Unsere allgemeinen Unterstützungsleistungen
Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jederze it mit Fragen oder Problemen, die sich aus
der Selbsthilfearbeit ergeben, an uns wenden, seien es Schwierigkeiten und Konflikte in der
Gruppe, Fragen zur Finanzierung, Raumsuche, Öffentl ichkeitsarbeit, Vereinsrecht oder Informa-
tions- und Handlungswünsche zu gesundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen.
Wir bieten den örtlichen Selbsthilfegruppen Informa tion, Einzelberatung, Erfahrungsaustausch
mit anderen Gruppen, Fortbildung und Supervision sowie praktische Hilfestellungen insbesonde-
re über das Haus der Selbsthilfe an.
4.1. Datenbank
Die Aktualität der Daten in unserer Datenbank ist e ine wichtige Grundlage unserer Informations-
und Unterstützungsarbeit und Ausdruck unserer Qualität.
Unsere Datenbank umfasst aktuell (Anfang 2018) 299 Gruppen . (Anfang 2017: 303). Diese
Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner Selbsth ilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder mehr
Untergruppen haben.
4.2. Information
Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfegruppen erhalten unseren Infodienst mit interessan-
ten Neuigkeiten und Informationen zu wichtigen Unterstützungsangeboten.
2018 wurde er einmal erstellt und verschickt.
4.3. Raumkartei
In unserer Raumkartei, in der sich die Institutione n in Köln befinden, die Selbsthilfegruppen
Räume kostenlos zur Verfügung stellen bzw. Räume ve rmieten sind aktuell 179 Institutionen
aufgeführt. Es besteht nach wie vor ein hoher Raumb edarf, vor allem in der Innenstadt. Obwohl
die Raumsuche für Gruppen ein dringendes Anliegen i st, konnten wir uns diesem Thema aus
Kapazitätsgründen nicht systematisch widmen. Unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin, die die Kar-
tei betreut hat, beendete nach 19 Jahren ihre Tätigkeit.
4.4. Finanzielle Förderung, insbesondere „Selbsthil fetopf“
Seit 1996 stellt die Stadt Köln uns Fördermittel - den sog. „Selbsthilfetopf“ - zur Verfügung, den
wir gemeinsam mit dem Sprecher/innenkreis der Arbei tsgemeinschaft Selbsthilfe verwaltet. Der
„Topf“ setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe vo n 9.828,80 € und Restfördergeldern des
Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren und des Ges undheitsamtes zusammen. Das Volumen
des „Topfes“ ist daher jährlich unterschiedlich. Die Verwendung der Fördergelder wird dem Amt
für Soziales, Arbeit und Senioren und dem Gesundhei tsamt mit Bericht und Belegen nachgewie-
sen.
U.a. durch die Möglichkeit, den „Topf“ nach Bedarf - ohne Einhaltung starrer Antragsfristen - in
Anspruch zu nehmen, ist er eine wesentliche Hilfest ellung und Stabilisierungsmaßnahme für
kleine und neue Gruppen, Gruppen mit schwankendem F örderbedarf, Gruppen in Krisensituatio-
nen, Gruppen, die es nicht schaffen, Fristen einzuh alten, ein Gruppenkonto einzurichten oder in
Vorleistung der Kosten zu gehen. Ohne den „Topf“ würden einige ! Gruppen nicht existieren.
Als Beispiel sei auf neue Gruppen hingewiesen, die ihren Förderbedarf eher zu niedrig kalkulie-
ren und mit einer starren Frist in Schwierigkeiten kämen. Neue Gruppen können oft auch nicht in
Vorleistung für die Miete gehen, die wir dann in Absprache direkt an die Vermieter überweisen.
Arbeitsaufwändig ist für uns in der Bearbeitung, da ss in Gruppen oft keine interne Kassenüber-
gabe an Nachfolger/innen stattfindet.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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2018 stand uns mit insgesamt ca. 107.000 € der bisl ang größte Betrag zur Verteilung an Grup-
pen zur Verfügung.
Wir haben 59 (2017: 60) Gruppen gefördert, davon 17 (2017: 15) Gruppen erstmalig.
Die Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel war ähnlich wie im vergangenen Jahr.
Darüber hinaus können mit diesen Mitteln gruppenübe rgreifende Anschaffungen getätigt und
gruppenübergreifende Aktivitäten gefördert werden. So wurden z.B. Anschaffungen für das Haus
der Selbsthilfe gemacht, eine gruppenübergreifende Supervision für Gruppen finanziert, ein neu-
es Laptop, das an Gruppen verliehen wird, angeschaf ft und gruppenübergreifende Öffentlich-
keitsarbeit durch Give aways unterstützt. Besondere Schwerpunkte waren Fortbildungen zum
Thema Datenschutz und Stärkung der Arbeitsgemeinsch aft Selbsthilfe, der Selbstvertretung der
Selbsthilfe in Köln.
Diese Auflistung verdeutlicht, welch hohen Stellenwert die städtische Selbsthilfeförderung für die
Selbsthilfeunterstützung hat und ebenso wie wichtig der Stadt die Selbsthilfe ist.
Zur Beantragung der städtischen Fördermittel haben wir zusätzlich im März eine gesonderte In-
formationsveranstaltung durchgeführt.
Neben der städtischen Förderung durch das Gesundhei tsamt, das Amt für Soziales, Arbeit und
Senioren und über die Selbsthilfe-Kontaktstelle, zu der alle Selbsthilfegruppen Zugang haben, ist
die Förderung der gesundheitlichen Gruppen durch di e Krankenkassen sehr wichtig. Auch in
2018 wurde wieder eine Informationsveranstaltung des Selbsthilfebeirates zum Thema fi-
nanzielle Förderung unter Mitwirkung der zuständige n Mitarbeiter/innen des Amtes für Soziales,
Arbeit und Senioren und des Gesundheitsamtes sowie der Krankenkassen in der Uniklinik Köln
durchgeführt. Die Veranstaltung war wieder gut besucht. Wie in den Vorjahren wurde der Einsatz
von Schrift- und Gebärdensprachdolmetschern/innen aus dem „Selbsthilfetopf“ finanziert.
Gemeinsam mit weiteren drei von den für die Wahrneh mung der Interessen der Selbsthilfe maß-
geblichen Spitzenorganisationen benannten Selbsthil fegruppen, nimmt die Selbsthilfe-
Kontaktstelle als beratendes Mitglied an der Vergab esitzung der pauschalen Krankenkassenmit-
tel teil. Diese Sitzung findet regelmäßig im April statt, so dass die Mittel Ende Mai an die Grup-
pen ausgezahlt werden können.
4.5. Einzelanfragen von Selbsthilfegruppen
2018 wandten sich Selbsthilfegruppen 1.252 Mal (2017; 1.283) mit folgenden Anliegen ( Mehr-
fachnennungen möglich) an uns:
2018
1. Organisatorische Unterstützung 356 (28,4 %)
2. Austausch aktueller Infos 293 (23,4 %)
3. Finanzen 228 (18,2 %)
4. Gremienarbeit/ Kooperation/ Netzwerk 188 (15,0 %)
5. Sonstiges 172 (13,7 %)
6. Öffentlichkeitsarbeit 90 (7,2 %)
7. Starthilfe/ Anleitung 40 (3,2 %)
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
198 (2017; 209) Persönliche Kontakte mit Gruppen:
75 Organisatorische Unterstützung
47 Finanzen
43 Sonstiges
33 Austausch aktueller Infos
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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4.6. Unterstützung in Gruppenform/ Koordination der Arbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe im Paritätischen Köln
Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (190 Gruppen als Mitglieder, Stand Januar 2019) ist der Zu-
sammenschluss der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe in Köln unter dem Dach des Pari-
tätischen und wird von der Selbsthilfe-Kontaktstelle koordiniert. Die AG dient dem gegenseitigen
Austausch und vertritt themenübergreifend die Interessen der Selbsthilfegruppen in Köln.
Im letzten Bericht haben wir darauf hingewiesen, dass Selbsthilfegruppen vor großen Herausfor-
derungen stehen. Zu einem verändert die Digitalisie rung die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit,
zum anderen auch ihre Arbeit direkt. Probleme sind nach wie vor das negative Image der Über-
alterung der Selbsthilfe, die Konsumhaltung der Rat suchenden, eine hohe Fluktuation der Teil-
nehmer/innen, Be-/Überlastung der Gruppenleiter/innen und der Aktiven in Gremien sowieso die
Nachbesetzung von Gruppenämtern.
Vor diesen Herausforderungen steht in ähnlicher For m auch der Zusammenschluss der Selbst-
hilfegruppen in Köln, die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen, selbst.
A) Als Reaktion auf diese Situation haben wir die bisherige Form der Unterstützung in Gruppen-
form wie folgt verändert:
− Die im Projekt „Gruppenstärkung für die Zukunftshe rausforderungen“* erprobten Angebote
Frühstück und Stammtisch mit ihren Elementen - informelle
Treffen in unterschiedlichen
Stadtteilen mit unterschiedlichen Treffzeiten - sind von uns fortgeführt worden.
− Darüber hinaus haben wir den Sitzungscharakter der bisherigen Arbeitskreistreffen Ge-
sundheit und Soziales aufgelöst und bereichsübergre ifend thematisch zum Austausch ein-
geladen.
Beides hat sich als positiv gezeigt.
Darüber hinaus gab es im vergangenen Jahr zwei herausragende Veranstaltungen, die mit
aktivierenden Methoden die Teilnehmenden in Kontakt und Austausch gebracht haben.
Zum einen, der im Juni - dieses Mal bei strahlen-
dem Wetter - wiederholte Tag der Gruppenbil-
dung im Jugendpark aus dem Projekt „Gruppen-
stärkung für die Zukunftsherausforderungen“. 60
Personen haben an diesem erlebnispädagogi-
schen Angebot teilgenommen. Hier wurden die
Themen - Vertrauen, Interaktion, Kooperation,
Kommunikation, Wahrnehmung - in spielerischen
Übungen aufgenommen. Es war eine sehr beein-
druckende, harmonische Veranstaltung in der si-
cherlich jede/r etwas für sich und seine Gruppe
mitgenommen hat.
An der Veranstaltung haben auch mehrere Personen mit einem geistigen Handicap gemein-
sam mit einem Betreuer/in teilgenommen.
Das war eine für uns neue und sehr positive Erfahrung. Wir überlegen, wie wir diese Erfah-
rung bei zukünftigen Fortbildungen berücksichtigen können.
Die zweite Veranstaltung war das 25-jährige Jubiläu m der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe,
das explizit als interne Veranstaltung zum Austausc h und zur Vernetzung und Stärkung der
Arbeitsgemeinschaft geplant war. In den Grußworten von Elfi Scho-Antwerpes, der Vorsitzen-
den des Paritätischen in Köln, von Ute Schinke, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Selbsthil-
fe seit der ersten Stunde und von Michael Müller, e inem der zuletzt gewählten Sprecher, wur-
den sehr persönliche Rückblicke auf die Selbsthilfe vor 25 Jahren gegeben.
*2017 hat die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Fördermittel für das Projekt von den Krankenkassen erhalten.
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Elfi Scho-Antwerpes würdigte das Engagement der in der Selbsthilfe Aktiven und versicherte
den Anwesenden die weitere Unterstützung des Paritä tischen. Ute Schinke stellte die Bedeu-
tung des WIR als Grundlage der Zusammenarbeit in de r Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe her-
aus und Michael Müller warf einen Blick in die Zuku nft der AG mit der Vision, die bewährte
Struktur mit neuem Leben und neuen Formen zu füllen.
B) Neben den Gruppenunterstützungsangeboten haben wir bereits begonnen, die Struktur der
Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe zu verändern. Wir h aben den bereits lose existierenden er-
weiterten Sprecherkreis fest installiert und einen Ältestenrat eingeführt, durch den der Erfah-
rungsschatz ehemaliger Sprecher/innen und Gremienve rtreter/innen für die Arbeitsgemein-
schaft Selbsthilfe bzw. den Sprecher/innenkreis erh alten werden soll. Darüber hinaus soll er
den aktiven, gewählten Sprecher/innenkreis durch Üb ernahme bestimmter Aufgaben entlas-
ten.
© Der Paritätische NRW 1© Der Paritätische NRW
Struktur der AG
*aktuell 4/2 Sprecher/innen
Hier überarbeiten wir
die Struktur weiter
Im Vorgriff auf den nächsten Jahresbericht sei bere its an dieser Stelle erwähnt, dass sowohl
ein Generationenwechsel im Sprecher/innenkreis der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe stattge-
funden hat und gleichzeitig auch Plätze im Ältestenrat besetzt werden konnten.
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C) Neben diesen Veränderungen sind bewährte Basisunter stützungsangebote wie Supervision
und Beratung zur finanziellen Förderung fortgeführt worden.
Etwas überrascht von der Dimension und Bedeutung, h aben wir einen Schwerpunkt in der
Fortbildung auf die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) gelegt und gruppendynamische
Themen zurückgestellt.
Datenschutz
Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grun dverordnung (DS-GVO) hat zu großer Ver-
unsicherung bei allen Aktiven geführt. Allein die F rage, ob die DS-GVO alle Selbsthilfegruppen
betrifft, wird bis heute von Aktiven in der Selbsth ilfe unterschiedlich beantwortet.
Wir sind der Auffassung, dass rechtlich alle Gruppen davon betroffen sind.
Im vergangenen Jahr haben wir zwei Fortbildungen mi t Rechtsanwälten/innen für die Gruppen
organisiert und eine speziell auf Selbsthilfegruppe n abgestimmte Broschüre für die Gruppen zur
Verfügung gestellt.
Unser Eindruck ist, dass weiterhin große Unsicherhe it herrscht und mehr Unterstützungsbedarf
besteht. Da die Gruppen personenbezogene Daten in u nterschiedlichem Maß und auf unter-
schiedliche Art und Weise verarbeiten, ist eine jur istische Abklärung im Einzelfall sinnvoll. Ge-
meinsam mit dem Amt für Soziales, Arbeit und Senior en und dem Gesundheitsamt sind wir im
Gespräch, durch welche Medien und in welchem Format eine durch den Selbsthilfetopf finanzier-
te Unterstützung möglich ist.
Uns ist sehr wichtig, den Gruppen die Möglichkeit z u geben, sich verlässlich auf ihren Einzelfall
bezogen zu informieren und ihr Handeln auf eine rec htlich sichere Basis zu stellen. Wir möchten
vermeiden, dass Gruppenleiter/innen aus Verunsicherung und Überforderung ihre Arbeit einstel-
len und dadurch das Netz der Kölner Selbsthilfe Löcher erhält.
Auch wir als Kontaktstelle haben uns intern intensiv mit dem Thema befasst und eigene Struktu-
ren verändert. Im Fokus stand dabei die Datenminimi erung. Auch wenn die erste Aufgeregtheit
abgeklungen ist, wird uns das Thema mindestens in d en kommenden beiden Jahren intensiver
beschäftigen.
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Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisierten Treffen und Fortbildungen
für Selbsthilfegruppen im Überblick:
Treffen im Rahmen des Selbsthilfebeirates
• Infoveranstaltung „Die finanzielle Förderung der S elbsthilfe in Köln im Jahr 2018“ 1 Treffen
Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe
• Sprecher/innenkreistreffen 12 Treffen
• Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe 1 Treffen
Weitere Treffen
• Neujahrstreffen 1 Treffen
• Frühstück 2 Treffen
• Stammtisch 2 Treffen
• Austauschtreffen Fluktuation 1 Treffen
• Austauschtreffen Gremienvertreter/innen 1 Treffen
• Austauschtreffen der Elterngruppen, -initiativen u nd -vereine 2 Treffen
• Antragsberatung zur kommunalen Selbsthilfeförderun g 1 Treffen
• Aktionstag im Jugendpark 1 Treffen
Fortbildungen/ Workshops
• 21. Juni 2018, 18.00 – 20.00 Uhr
FORTBILDUNG „Die Datenschutz-Grundverordnung und ihre Auswirkungen für Selbsthilfe-
gruppen“,
Referent: Robert Strauch, Rechtsanwalt, Köln
• 29. Juni 2018, 10.00 – 15.00 Uhr
FORTBILDUNG „Die Datenschutz-Grundverordnung und ihre Auswirkungen für Selbsthilfe-
gruppen“,
Referentin: Renate Mitleger-Lehner, Rechtsanwältin, München
• 26. November 2018, 17. Dezember 2018, 21. Januar 2019,
18. Februar 2019, 18. März 2019, 15. April 2019 (6 Treffen)
SUPERVISION für Leiter/innen, Kontaktpersonen und beratende Mitglieder von Selbsthilfe-
gruppen
Supervisorin: Anne Behnen, Dipl. Sozialpädagogin , Supervisorin
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5. Haus der Selbsthilfe
Den Selbsthilfegruppen stehen zwei Räume in unserem Haus
zur Verfügung. Einer der Räume kann auch als Büro g enutzt
werden, da dieser über die entsprechende Ausstattung verfügt.
Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss. De r Be-
reich ist ausgestattet mit einer Teeküche, Toilette n und einer
Sitzecke im Eingangsbereich. Somit verfügen die Sel bsthilfe-
gruppen über einen separaten, „eigenen“ Bereich, de r aus-
schließlich von ihnen genutzt wird.
Sitzecke
Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Räumli chkeiten, zumal sie auch kostenlos von den
Gruppen genutzt werden können, sehr gefragt sind. Z udem kommt die bei Selbsthilfegruppen
oftmals beliebte Lage Innenstadt (zwischen Neumarkt und Rudolfplatz) hinzu.
Einziges Manko: Leider ist es uns nicht möglich, di esen Bereich komplett barrierefrei zu gestal-
ten. Dazu wären äußerst aufwändige und komplizierte Baumaßnahmen erforderlich.
Glücklicherweise können wir auf die Konferenzräume des Paritätischen zurückgreifen, da diese
durch einen Aufzug im Erdgeschoss barrierefrei erre ichbar sind und über eine behinderten-
gerechte Toilette verfügen.
Nutzung der Räume im Jahr 2018:
Regelmäßige Raumnutzung (wöchentlich, 14-tägig, monatlich, vierteljährlich… )
63 Selbsthilfegruppen nutzten die Räume für ihre Treffen.
3 Selbsthilfegruppen nutzten die technische Ausstattung in Raum 1 für Büroarbeiten,
telefonische und/oder persönliche Beratungen.
Einmalige Raumnutzung
23 Mal wurden die Gruppenräume im Haus der Selbsthilfe für einmalige Treffen wie zusätzli-
che Treffen, Arbeitsgruppen, Vorgespräche, Büronutzung, Ausweichterminen wegen
Feiertagen oder auch für Jubiläumsfeiern usw. genutzt.
32 Mal nutzten Selbsthilfegruppen die Konferenzräume des Paritätischen für einmalige
Treffen, wenn die Gruppenräume im Haus der Selbsth ilfe besetzt, zu klein oder
barrierefreie Räume notwendig waren.
Kontaktaufnahme von Selbsthilfegruppen
Im Jahr 2018 wandten sich Selbsthilfegruppen 356 Mal im Rahmen des Hauses der Selbsthilfe
mit vielfältigen Anliegen an uns, wie z. B.:
Raumanfragen
Organisation der Räume (Änderungen, Verträge, Schlüssel, Unterbringung von Gruppen-
materialien, defektes Mobiliar usw.)
Ausleihen und Bereitstellen von Materialien (Beamer, Laptop, Flipchart, Stellwände usw.) Un-
terstützungsleistungen (Gestaltung, Erstellung und Vervielfältigen von Flyern, Materialien zur
Öffentlichkeits- und Gruppenarbeit usw.)
Im Eingangsbereich des Hauses der Selbsthilfe befinden sich Wandprospektständer in denen
130 Flyer von Selbsthilfegruppen zur Verfügung stehen. Diese sind nach Themenbereichen sor-
tiert und werden bei Bedarf von uns nachkopiert oder bei den Gruppen angefordert.
Hinzu gekommen sind Flyer und Broschüren zum Thema Pflegende Angehörige.
Zusätzlich legen wir aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Broschüren, Zeitschriften usw.,
die für die Selbsthilfegruppen interessant sein könnten, im Haus der Selbsthilfe aus.
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6. Kooperation mit professionellen Einrichtungen
6.1. Informationsmaterial
Regelmäßig geben wir an über 130 professionelle Ein richtungen unsere Informationsmaterialien
weiter. Dies sind z.B. Therapeut/innen mit einer kleinen Praxis, Beratungsstellen oder auch Aus-
bildungseinrichtungen. Daher verschicken wir sehr individuell - entweder Einzelexemplare für die
Mitarbeiter/innen zur Unterstützung ihrer Beratungs arbeit oder eine höhere Stückzahl zum Aus-
legen und Weitergeben.
Folgende Flyer werden von uns regelmäßig aktualisiert und verschickt:
- Imageflyer der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln (jeweils in deutscher und türkischer Sprache)
- Themenübersicht und Gruppengründungswünsche (in deutscher Sprache)
- Türkischsprachige Selbsthilfegruppen und –gründungswünsche in Köln (zweisprachig)
6.2. Einzelanfragen
2018 wurden wir 1.821 Mal von professionellen Einrichtungen mit untersch iedlichen Anliegen
kontaktiert (Mehrfachnennungen möglich).
Anliegen: 1.854 (Mehrfachanliegen möglich)
♦ Gremienarbeit/ Kooperation 1.136 61,3 %
♦ Austausch Infos 362 19,5 %
♦ Suche nach Selbsthilfegruppe 176 9,5 %
♦ Allgemeine Selbsthilfeinfos 75 4,0 %
♦ Sonstiges 59 3,2 %
♦ Verschiedene andere Anliegen 46 2,5 %
♦ Schriftlich 1.370 75,2 %
♦ Telefonisch 372 20,4 %
♦ Persönlich 79 4,3 %
Mehr als die Hälfte unserer „Profi“-Kontakte resultiert aus unserer Mitarbeit i n verschiedenen
Gremien und daraus initiierten Projekten und Aktion en (siehe dazu auch folgende Seiten) sowie
bereits im Bericht genannten Kooperationen.
6.3. Kooperationsprojekte
Mit folgenden Institutionen wurden bestehende Kooperationen und Projekte fortgeführt:
- Uniklinik Köln, (wir sind beide Mitglied im Netzwer k Selbsthilfefreundlichkeit und Patien-
tenorientierung im Gesundheitswesen). Hier wurde de r vorne beschriebene Infotag durch-
geführt. Selbsthilfegruppen konnten sich in der „Klinik intern“ vorstellen.
Neu hinzugekommen ist
- unsere Mitgliedschaft im Core-Net: Kölner Kompete nznetzwerk aus Praxis und Forschung,
dessen Ziel es ist, Forschung und Versorgungspraxis in Köln näher zusammen zu bringen.
Wir sind Mitglied im Lenkungsausschuss und haben an den Veranstaltungen „Auf einen
Kaffee mit der Wissenschaft: Gesundheitsversorgung“ im Bürgerzentrum Alte Feuerwache
sowie am Steering Board Meeting (Lenkungsausschuss) teilgenommen.
Ruht aktuell:
- LebensWert e.V., Uniklinik Köln und Selbsthilfe-K ontaktstelle (Einlader), Runder Tisch:
Selbsthilfe in der psychosozialen Patientenversorgu ng, Überlegungen zu einer Standard
Operating (SOP), Standard Einsatzverfahren Selbsthilfe.
Zum Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, dem Gesu ndheitsamt, dem Büro des Behinderten-
beauftragten und der Kooperationsberatung für Selbs thilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeu-
ten (KOSA) bestehen seit langem enge Arbeitskontakt e über Gremien, den Selbsthilfetopf oder
gemeinsame Veranstaltungen.
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7. Gremien und Arbeitskreise
Selbsthilfe und Gremienarbeit
Unser Ziel ist ein Selbsthilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen
• verfolgen wir die Stärkung der Selbsthilfe durch V ernetzung der Selbsthilfegruppen mit pro-
fessionellen Institutionen und Initiierung der Bete iligung von Selbsthilfegruppen in Fach-
Arbeitskreisen sowie in Gremien der Stadt Köln,
• unterstützen wir die Selbsthilfegruppen bei konkre ten gruppenübergreifenden Anliegen zur
Weiterentwicklung und Verbesserung der professionel len Versorgung im gesundheitlichen
und sozialen Bereich und
• unterstützen wir die Selbsthilfe (-gruppen) strukt urell in der Gremienarbeit durch Informati-
on, Austausch und Fortbildung.
In folgenden Gremien und Arbeitskreisen sind die Se lbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeits-
gemeinschaft Selbsthilfe vertreten:
Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK)
Die Kommunale Gesundheitskonferenz bietet den Selbs thilfegruppen vor allem über ihre Ar-
beitsgruppen die Möglichkeit, Themen und Anliegen für die Selbsthilfe in Köln, wie auch Themen
zur gesundheitlichen Versorgung von Bürger/innen ei nzubringen. Die Selbsthilfe/ Selbsthilfe-
Kontaktstelle war in 2018 in mehreren Arbeitsgruppen vertreten.
Hier waren wir besonders engagiert:
– Treffen der Arbeitsgruppensprecher/innen
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2018
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– Selbsthilfebeirat - Vorsitz
Der Selbsthilfebeirat, der unter dem Dach der Kommu nalen Gesundheitskonferenz (KGK) ar-
beitet, ist unter dem Gesichtspunkt struktureller S elbsthilfeunterstützung ein sehr wichtiges
kommunales Gremium. Er hat nach wie vor zwei Arbeitsschwerpunkte:
1. die finanzielle Förderung der Selbsthilfe – hier wurde im Februar 2018 wieder eine Informa-
tionsveranstaltung in der Uniklinik Köln durchgeführt und
2. das Engagement für ein selbsthilfefreundliches K öln. Mit der Verabschiedung der Hand-
lungsempfehlung zur Umsetzung der „11 Ziele für ein Selbsthilfefreundliches Köln“ am
19.6.2017 ist die Basis für strukturelle Verbesserungen gestärkt worden.
Aktuell wird schwerpunktmäßig an der Umsetzung von Ziel 1 „Selbsthilfe bekannt machen“
gearbeitet.
– AG Krankenhausplanung, Untergruppe Medikamente
Die Untergruppe hat in der Vergangenheit mehrere Fl yer erstellt und ein Quiz erarbeitet, das
an passenden Infoständen eingesetzt wird. Hier könn en Interessierte ihr Wissen über die Ein-
nahmen von Medikamenten überprüfen. Dieses Quiz ist überarbeitet worden. Das Ergebnis ist
ausgewertet und der KGK im November 2018 vorgestellt worden.
Stadt-AG Behindertenpolitik
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist Mitglied im sog. „Wahlausschuss“ der Stadt-AG Behindertenpoli-
tik.
Hier war unser Thema die Besetzung vakanter Posten in der Stadt-AG Behindertenpolitik, der
sachkundigen Einwohner/innen in den Ausschüssen des Rates und im Wahlausschuss selbst.
Darüberhinaus haben wir uns mit der Rolle und den A ufgaben des Wahlausschusses auseinan-
der gesetzt.
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Fachliche
Einbindung
Landes arbeits kreis
Selbsthilfe-Kontaktstellen
NRW
AG Selbsthilfe-Kontaktstellen
+ -Büros im Paritätischen
NRW
Regional-Treffen der
Selbsthilfe-Kontaktstellen
AG Wissenstransfer
Qualitätszirkel
Datenschutz
Selbsthilfe-
Akademie NRW
AG Selbsthilfe in
die Lehre bringen
8. Fachliche Einbindung
Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätisch en in NRW stehen wir sowohl mit den Kolle-
gen/innen der paritätischen Kontaktstellen wie auch mit allen anderen Kontaktstellen in NRW in
fachlichem Austausch.
Sowohl im Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontaktstellen NRW (LAK) als auch in den Arbeitskrei-
sen der paritätischen Kontaktstellen waren wir an P rojekten und der Erstellung von Arbeitshilfen
aktiv beteiligt.
Teilnahme an Veranstaltungen und Tagungen
♦ Februar: „Selbsthilfe in die Lehre bringen“, Bochum
♦ April: LAK Werkstatt Teil 1, Düsseldorf
♦ Juni: Gesunde Städte Netzwerk (GSN), Kompetenzforum „Präventionsgesetz“, Kassel
♦ Juli: LAK Werkstatt Teil 2, Dortmund
♦ September: AWO Köln, Teilnahme an der Fortbildung „Einführung in die Pressearbeit“, Köln
♦ September: Gesunde Städte-Netzwerk, Mitgliederversammlung und Fachsymposium “Partizi-
pation als kommunales Handlungsprinzip“, Marburg
♦ Dezember: Patientenvertretung in Nordrhein-Westfale n, Fachtag, “Patientenorientierung in
NRW, Kompetenzen entwickeln, Zusammenarbeit stärken“, Bochum
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9. Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
Wie bereits 2017 berichtet, arbeitet eine Mitarbeit erin der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln gemein-
sam mit einer Seniorenberaterin im Kontaktbüro Pfle geselbsthilfe. Ein Modellprojekt des Landes
NRW und der Pflegekassen zur Unterstützung und Stär kung pflegender Angehörige durch Ge-
sprächsgruppen.
Neben einer wöchentlichen, zweistündigen Sprechstun de speziell für pflegende Angehörige lag
der Schwerpunkt der Arbeit 2018 darin, das Kontaktb üro Pflegeselbsthilfe bekannt zu machen.
Hierzu wurden mehrere Infostände organisiert und da s Projekt in vielen Kölner Gremien vorge-
stellt. Im Demenznetz Porz und im Demenznetz Innenstadt arbeiten die Mitarbeiterinnen kontinu-
ierlich mit.
Die Recherche 2017 nach bereits bestehenden Gesprächskreisen in Köln ergab eine Anzahl von
23 Gruppen. Damit sich diese untereinander kennenlernen und sich austauschen können, wurde
2018 erstmalig zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Hier wurde der Wunsch an das Kon-
taktbüro herangetragen, solche Austauschtreffen wei terhin anzubieten und insbesondere auch
Öffentlichkeitsarbeit für die Gruppen zu machen. Di es wurde umgehend umgesetzt: Alle beste-
henden Gesprächskreise wurden inkl. Flyer auf die Homepage des Kontaktbüros Pflegeselbsthil-
fe eingestellt, so dass Interessierte direkt Kontakt zu den Gruppen aufnehmen können, ohne sich
vorher an das Kontaktbüro wenden zu müssen. Darüber hinaus wurde im Haus der Selbsthilfe
ein Prospektständer mit allen Flyern der Gesprächskreise aufgestellt.
Obwohl es in Köln schon 23 Gesprächskreise für pfle gende Angehörige allgemein oder pflegen-
de Angehörige von Menschen mit Demenz gibt, konnten 2018 mit Unterstützung des Kontaktbü-
ros 3 weitere Gruppen gegründet werden: eine Gruppe im Krankenhaus Porz, eine Gruppe „Yo-
ga für pflegende Angehörige mit anschließendem Gesp rächskreis in Finkenberg sowie eine
Gruppe in Porz-Zündorf.
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10. Fazit und Ausblick
Das vergangene Jahr ist nicht in allen Arbeitsberei chen wie angedacht oder geplant verlaufen.
Dennoch, einiges konnten wir umsetzen und da, wo w ir Aktivitäten und Projekte zurückgestellt
haben, sind Vorarbeiten für die kommende Umsetzung erfolgt.
Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit hat angesichts de r Umbrüche in der Selbsthilfe und Verände-
rungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein en zentralen Stellenwert in unserer Ar-
beit. Deshalb beschäftigen wir uns schon länger mit einer Imagekampagne für die Idee Selbsthil-
fe und konkret für die Kölner Selbsthilfegruppen.
Es ist uns nicht leicht gefallen, von unserer eigen en Kampagne in 2018 Abstand zu nehmen.
Dennoch denken wir, dass es die richtige Entscheidu ng war. Wir sind gespannt, welche Reso-
nanz die beiden überregionalen Kampagnen in 2019 ha ben, an denen wir uns beteiligen. Wir
erhoffen uns Erkenntnisse und weitere Ideen für die Entwicklung und Durchführung unserer ei-
genen Kampagne zu einem späteren Zeitpunkt.
Unsere regelmäßigen Aktivitäten im Bereich Öffentli chkeitsarbeit, haben wir fortgeführt. Hier
freuen wir uns, dass die Veranstaltung „Gesund und mobil im Alter“ – in Kooperation mit dem
Vorsorgetag – ein so großer Erfolg war, dass er bereits in 2019 wiederholt wird.
Nach wie vor arbeiten wir daran, mehr Internetpräse nz für die Selbsthilfe über die Mitglieder des
Selbsthilfebeirats und der ihr angeschlossenen Orga nisationen zu schaffen. Wir begrüßen die
Offenheit der angesprochenen Mitglieder. Die Umsetz ung ist aufgrund institutioneller Gegeben-
heiten jedoch nicht einfach und schnell zu erreichen.
Wie angekündigt sind wir inzwischen bei Facebook ak tiv und werden die Aktivitäten in 2019 in-
tensivieren.
Bei unserer Homepage stellen wir steigende Besucher /innenzahlen fest. Die Überarbeitung ha-
ben wir zurückgestellt, da ein landesweiter Relaunc h des Internetauftritts der Paritätischen Kon-
taktstellen ansteht.
Trotz zunehmender Bedeutung des Internets ist der S elbsthilfewegweiser nach wie vor gefragt
und ein für uns wichtiges Informationsmedium. Vorau ssichtlich Ende 2019 werden wir mit der
Vorbereitung des neuen Selbsthilfewegweisers beginnen.
Mehrere Einrichtungen haben angefragt, ob es eine N euauflage der Elternbroschüre „Hürden
überwinden“ gibt. Hier werden wir Arbeitsaufwand un d Personalkapazität überprüfen und dann
entscheiden, wann und wie wir das Projekt in Angriff nehmen.
Neben Internetpräsenz, Infomaterialien und Infovera nstaltungen ist uns der Bereich gezielter
persönlicher Ansprache von Interessierten wichtig. Unsere Idee, Mitarbeiter/innen professioneller
Einrichtungen bereits in der Ausbildung Selbsthilfe /-gruppen näher zu bringen, haben wir auf-
grund mangelnder Personalkapazität nicht intensiviert. Grundsätzlich halten wir an der Idee fest,
weil es ein nachhaltiger Weg ist, Betroffene auf Selbsthilfegruppen aufmerksam zu machen.
Gespannt sind wir, welche Ergebnisse das In-Gang-Se tzer Projekt haben wird. Der Personalauf-
wand ist hoch, dennoch denken wir, dass das Projekt gerade in Zeiten, in der die Selbsthilfe mit
hoher Fluktuation und Konkurrenz durch das Internet zu kämpfen hat, wichtig ist.
Im Bereich Gruppenunterstützung werden wir in 2019 wieder Fortbildungsangebote im Bereich
Gruppenstruktur und –dynamik anbieten. Supervision, finanzielle Förderung und Themen rund
ums Internet sind bereits geplant. Auch die verände rten informellen Angebote und thematischen
Treffen werden wir fortführen. Eine Auswertung der Angebote und Veränderungen sollte im Jahr
2020 erfolgen. Hierzu gehört auch in partnerschaftl icher Zusammenarbeit mit dem Spre-
cher/innenkreis und den Mitgliedern der Arbeitsgeme inschaft Selbsthilfe die Struktur der Arbeits-
gemeinschaft Selbsthilfe zu überprüfen und fort zu entwickeln.
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Die Verwaltung des „Selbsthilfetopfes“ werden wir fortführen. Darüber hinaus sind wir 2019 An-
nahmestelle für die Anträge auf Pauschalförderung durch die Krankenkassen.
2019 werden wir uns im Bereich Gremien intensiv mit der Besetzung von Ämtern rund um die
Stadt Arbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschäftigen. Mit der Kommunalwahl 2020 werden
einige ehrenamtlich tätige Gremienvertreter/innen (aus der Selbsthilfe) ihre Ämter aufgeben.
Wir haben den letzten Jahresbericht mit einem Ausbl ick auf das Thema Datenschutz-
Grundverordnung beendet. Auf dieses Thema mussten w ir deutlich mehr Zeit als gedacht ver-
wenden und die DS-GVO wird uns auch in 2019 fordern . Wir freuen uns, dass wir in Absprache
mit der Stadt Köln (Amt für Soziales, Arbeit und Se nioren, Gesundheitsamt) versuchen können,
neue Informations- und Beratungsangebote zu entwickeln.
Köln, Juni 2019
Anlage 2_Bericht 2018
9030 Zeichen
DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 1 von 4 Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln Köln Marsilstein 4-6 50676 Köln Telefon: 0221/951542-23 Telefax: 0221/951542-42 www.selbsthilfekoeln.de selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Rückfragen: Yvonne Oertel AZ: IV-3-110 Öffnungszeiten: MO - DO: 9 - 12.30 + 13 - 16 Uhr FR: 9 - 12 Uhr Stadt Köln Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Rainer Holtmann Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln 16.07.2019 Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales, Arbeit und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich Bericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln Verwendungsnachweis 2018 Selbsthilfeförderung 2018 2018 standen uns insgesamt 106.841,74 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 34.274,94 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2017 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 16.949,61 €, Gesundheitsamt 17.305,33 €), Einnahmen der Selbsthilfe- Kontaktstelle 20,00 € und neu 72.561,80 € Zuwendungen aus 2018 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 27.491,80 €, Gesundheitsamt 45.070,00 € und zusätzlich Einnahmen der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Höhe von 5,00 Euro). Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren insgesamt 44.441,41 € und seitens des Gesundheitsamtes 62.375,33 € zur Verfügung. Die Gesamteinnahmen der Kontaktstelle betrugen 25,00 €. Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 106.841,74 € haben wir 55.531,82 € verausgabt. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 2 von 4 29.869,07 € wurden an 59 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. 14.778,45 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet. 10.884,30 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand. Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen Es wurden 71 Gruppenanträge aufgenommen. An 59 Gruppen wurden Fördermittel ausgezahlt. Bei den 12 nicht geförderten Gruppen haben vier Gruppen ihren Antrag nicht konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert wurde. Vier Gruppen haben mitgeteilt, dass sie in diesem Förderjahr keine städtische Förderung benötigen. Eine Gruppe konnte nicht gefördert werden, weil sie die Förderkriterien nicht erfüllt hat und eine weitere Gruppe wegen Überschreitung der Antragsfrist. 29 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 24 Gruppen lag der Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 6 Gruppen erhielten eine Förderung zwischen 1.000 €- 1.900 €. Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 35 Gruppen erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 28 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. Zusätzlich wurde bei IDL ein Gruppenraum (abends) fest angemietet. 19 Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, sieben Gruppen mit Portokosten. 12 Gruppen erhielten eine Förderung für Büromaterial, sechs Gruppen für Kopierkosten. Mit unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden 13 Gruppen gefördert. Eine Förderung durch Fachliteratur erhielten sechs Gruppen, sowie weitere sieben Gruppen für technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden sieben Gruppen unterstützt. Zwei Gruppen wurden wie im Vorjahr mit der Übernahme von Kinderbetreuungskosten gefördert. Während sich die Eltern treffen, werden die Kinder gemeinsam parallel betreut. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 3 von 4 Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten Für das Haus der Selbsthilfe wurden u.a. ein Laptop, ein Beamerwagen sowie ein Prospektständer angeschafft. Darüber hinaus wurde wie in den Vorjahren Verbrauchsmittel für das Haus der Selbsthilfe finanziert, sowie der Ersatz von defekten kleineren Geräten. Bei der Infoveranstaltung des Selbsthilfebeirates zur finanziellen Förderung der Kölner Selbsthilfegruppen wurden wieder Honorare für die Schrift- und Gebärdensprachdolmetscher finanziert. Im Bereich gruppenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit flossen Mittel in die Roll-Up Ausstellung „Selbsthilfe tut gut macht Mut“ und in eine Infoveranstaltung mit 23 Selbsthilfegruppen in der Uniklinik. Es wurden auch wieder give aways angeschafft, die gerne von den Gruppen genutzt werden. Ein Schwerpunkt lag auf der Förderung und Unterstützung der AG Selbsthilfe. Hier wurde das 25jährige Jubiläum als interne Vernetzungs/- Kennenlern-Veranstaltung gestaltet. Im Rahmen der Unterstützung der AG Selbsthilfe ging es auch um die Gewinnung von Nachfolgern der Sprecher/innen, die die AG Selbsthilfe u.a. in kommunalen Gremien vertreten. Ein zweiter Schwerpunkt der übergreifenden Förderung waren Fortbildungen zum Thema Datenschutz. Hier wurden zwei Veranstaltungen finanziert - eine Abend- und eine Tagesveranstaltung jeweils mit Rechtsanwält/innen und Schriftdolmetschern. Zusätzlich wurden Broschüren für Gruppen angeschafft, die Ende des Jahres bereits vergriffen waren. Wie in den Vorjahren fand auch wieder eine gruppenübergreifende Supervision statt. Angedacht war auch wieder eine Fortbildung zum Thema Internet. Da uns das Angebot einer ehrenamtlich betreuten Internet/EDV-Fortbildungsreihe für das Jahr 2019 gemacht worden ist, haben wir um Geld zu sparen, die Veranstaltung in 2018 nicht durchgeführt. Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Die Anzahl der Anträge 71 (Vorjahr 67) war etwas höher als im vergangen Jahr. Wir haben jedoch 1 Gruppe weniger, 59 Gruppen (Vorjahr 60) gefördert. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 4 von 4 Erstmalig gefördert wurden 17 Gruppen (Vorjahr: 15). Die Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel war etwas geringer (29.869,07 €) als im Vorjahr (31.252,45 €). Im Einzelnen sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die weniger als 500 € erhielt, erneut kleiner geworden ist, 29 Gruppen in 2018 (Vorjahr 34). Die Anzahl der Gruppen mit einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist auf 24 Gruppen gestiegen (Vorjahr 16). Über 1.000 Euro erhielten 6 Gruppen (Vorjahr 10). Die Anzahl der übergreifenden Anträge ist in diesem Jahr eher gering. Gründe dafür sind, dass Aktivitäten für den Bereich übergreifende Öffentlichkeitsarbeit nach verschiedenen Vorarbeiten gestoppt worden sind, weil im Jahr 2019 zwei große überregionale Kampagnen laufen, an denen wir uns beteiligen. Eine dritte Kampagne wäre kontraproduktiv. Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. 47-mal (Vorjahr 62) suchten uns Gruppen persönlich zum Thema Finanzen auf. Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechpartner für Gruppen mit eher geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpartner/innen oft keine interne Übergabe stattfindet. Die Restsumme in Höhe von 51.309,92 € (Gesundheitsamt 33.923,11 €, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 17.361,81 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,- €) würden wir gerne wieder für übergreifende Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit u.a. Wegweiser, Fortbildungen und Anschaffungen für das Haus der Selbsthilfe verausgaben. Die geförderten Gruppen und der Sprecher/innenkreis der AG Selbsthilfe im Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln. gez. Yvonne Oertel Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2475/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 14.08.2019
- Erstellt
- 15.07.2019 11:46