2013/0321
Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Darmstadt für soziale Verdienste
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2013/0321
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 25.09.2013 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I Dezernat IV Dezernat V Finanzverwaltung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Hauptamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2013/0321 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: 111070 Kostenstelle: 782-020-1000 Investitionsnummer: Kostenträger: 1110-71 Sachkonto: 7290160 Betreff: Verleihung des Bürgerpreises der St adt Darmstadt für soziale Verdienste Vorlage vom: 17.09.2013 Beschlussvorschlag: Der Bürgerpreis der Stadt Darmstadt für soziale Verdienste, dotiert mit 2.500,00 Euro, wird im Jahr 2013 folgenden vorgeschlagenen Gruppen / Personen für ihr beispielhaftes ehrenamtliches Engagement auf sozialem Gebiet zuerkannt: 1. Darmstädter Tonband- und Stereofreunde e.V. (1.000,- Euro) 2. Hauptelternbeirat der Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt Darmstadt (1.000,- Euro) 3. Frau Beate Stahl, der PARITÄTISCHE Hessen, Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte (500,- Euro) Anlagen: - 2 - Datenschutzrelevante Anlage: Folgekosten: Ja Nein Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.09.2013 Die Satzung über die Ehrung verdienter Persönlichkeiten und von Jubilaren/ /Jubilarinnen durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt (Ehrungsordnung) vom 16. Dezember 1983 (zuletzt geändert durch Satzung vom 17.12.2004 und in Kraft getreten am 24.12.2004) sieht vor, in der Regel jährlich für beispielhafte Leistungen oder Anstrengungen auf dem Gebiet der ehrenamtlichen Sozialarbeit einen „Bürgerpreis der Stadt Darmstadt für soziale Verdienste“ zu verleihen. Am 5. September 2013 fand die Sitzung der Jury zur Verleihung des Bürgerpreises 2013 unter dem Vorsitz der Sozialdezernentin Barbara Akdeniz statt. Teilnehmende Jury-Mitglieder waren Frau Anne Franz (der PARITÄTISCHE), Frau Frölich i. V. von Frau Edda Haack (Diakonisches Werk) und Herr Stadtverordneter Wilhelm Kins als Vorsitzender des Sozialausschusses. Als Vorschläge für die diesjährige Preisverleihung wurden eingebracht: • Darmstädter Tonband- und Stereofreunde e.V. • „Lesekids“, Lesegruppe des Gemeinschaftshauses im Pallaswiesenviertel, Caritas-Verband Darmstadt • PKD Familiäre Zystennieren e.V. • Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V. • Der PARITÄTISCHE Hessen, Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte • Ökumenischer Besuchsdienst der evangelischen und katholischen Seelsorge • Hauptelternbeirat der Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt Darmstadt • Hans-Jürgen Meyendorf, Malteser Hospizdienst Darmstadt • Ursula Summer, Darmstädter Tafel • Michael Schüpfer, Darmstädter Tafel • Margret Zartner, Darmstädter Tafel Vorschläge aus 2010: • Ehrenamtlicher Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren • Verein Weiterleben e.V. • „Nachtwanderer Eberstadt“ • Cornelia Hinrichsen (Beratungsstelle nach der Diagnose Brustkrebs) • Hannelore Schmidt-Täske (Übungsleiterin Sport) Nach ausführlicher Diskussion und eingehender Prüfung der oben genannten Vorschläge einigte sich die Jury darauf, den Preis in diesem Jahr auf die Bereiche Inklusion, Bildung und Gesundheit aufzuteilen. Die Jury entschied daraufhin einstimmig, für die Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Darmstadt für soziale Verdienste 2013 • die Darmstädter Tonband- und Stereofreunde e.V. und den • Hauptelternbeirat der Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit einem Preisgeld von jeweils 1000,- Euro sowie • Frau Beate Stahl, Der PARITÄTISCHE Hessen, Beratungsstelle für Schädel-Hirn- Verletzte mit einem Preisgeld über 500,- Euro vorzuschlagen. Darmstädter Tonband- und Stereofreunde e.V.: - 4 - Der Verein wurde bereits 1956 gegründet. Zunächst stand der Erfahrungsaustausch rund um das Thema Tonbandtechnik im Vordergrund. Es wurden Hörspiele produziert sowie Wunschkonzerte für Seniorinnen und Senioren durchgeführt (in Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt). Außerdem fanden noch bis vor wenigen Jahren kleinere Veranstaltungen in Altenheimen in Südhessen statt. Der Beginn der Hörzeitungsproduktion war 1983, damals unter dem Namen „Darmstädter Kurier“ bekannt, der heutige Name ist „Darmstadt aktuell“. Die Hörzeitung für Blinde, Sehbehinderte und Seniorinnen und Senioren, die selbst nicht mehr in der Lage sind, die Tageszeitung zu lesen, wird wöchentlich produziert. Die wichtigsten Nachrichten der Woche werden von einem ehrenamtlichen Team (20 Personen im wechselnden Einsatz) ausgewählt und im vereinseigenen Tonstudio aufgenommen. Damit schließen die DTSF eine Informationslücke, die Rundfunk und Fernsehen hinterlassen. Das Wichtigste aus der Region steht meist nur in der lokalen Tageszeitung und ist sehgeschädigten Menschen nicht zugänglich. Durch die Hörzeitung kann dieser Personenkreis an den Geschehnissen in ihrer Umgebung teilhaben. Herausgeber der Hörzeitung ist der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Stadt übernimmt auch die Kopierkosten für die städtischen Abonnentinnen und Abonnenten. Seit 2001 arbeiten die Darmstädter Tonband- und Stereofreunde mit der Bezirksgruppe Darmstadt- Südhessen im Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V. (BSBH) zusammen und erstellen gemeinsam vierteljährlich das Hörmagazin „ Gemeinsam“ für die Bezirksgruppenmitglieder. Im Dezember 2013 wird die 50. Ausgabe dieses Hörmagazins, an dem auch blinde und sehbehinderte BSBH-Mitglieder mitarbeiten, ausgestrahlt. Die Darmstädter Tonband- und Stereofreunde folgen dem technischen Wandel und sind heute technisch auf dem neuesten Stand u. a. auch durch Verwendung der neuesten Standards für Hörmedien. Hauptelternbeirat der Kitas der Wissenschaftsstadt Darmstadt Der Hauptelternbeirat der Kitas der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEB) setzt sich seit 2006 dafür ein, dass Eltern im Sinne von Erziehungspartnerschaft auch öffentlich wahrgenommen werden, indem der HEB in Jugendhilfegremien (Jugendhilfeausschuss, Fachausschuss Jugendhilfeplanung, Fachausschuss Kinderbetreuung und Familie) vertreten ist und damit auch politisches Gehör findet. Die Kommunikation zwischen den politisch Verantwortlichen und dem HEB wurde aufgebaut, der HEB beschäftigt sich mit vielen Themen im Bereich der Kindertagesstätten. Durch die Arbeit des HEB sind Eltern (noch mehr als zuvor) ein ernstzunehmender und gewinnbringender Partner an der Seite der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas und dem Jugendamt geworden. Als positiv muss in diesem Zusammenhang auch gesehen werden, dass die Tätigkeit des HEB weniger (aber auch) eine Plattform für Kritik aus der Elternschaft als vielmehr für einen lösungsorientierten und fairen Austausch ist. Durch zahlreichen Recherchen, Vorschläge, der Begleitung in kritischen Elterngesprächen, durch das Gründen von Fördervereinen konnten viele Themen vermittelt und z. T. geklärt und vor allem vorangetrieben werden. Der Einsatz des HEB für die Belange der Kinder und Eltern in den städtischen Kindertagesstätten ist beispielhaft. Frau Beate Stahl, der PARITÄTISCHE Hessen, Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte Im Januar 2001 eröffnete der Paritätische Wohlfahrtsverband in Darmstadt die Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte. Mit Unterstützung einer Spende des Lions-Club-Darmstadt-Mathildenhöhe konnte die Idee eines regelmäßigen Beratungsangebotes für Schädel-Hirn-Verletzte und ihre Angehörige realisiert werden. Im gesamten hessischen Bereich und auch in den hessischen Großstädten gab es bis dahin kein Angebot dieser Art, was zur Folge hatte, dass die Betroffenen oftmals eine Odyssee durch Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen und Ämter hinter sich hatten. Die Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte ist Anlaufstelle für Menschen, die in direkter und indirekter Weise mit einer erworbenen Hirnschädigung leben müssen. Die Beratungsstelle ist an vier Tagen in der Woche erreichbar und wird von Frau Stahl ehrenamtlich geleitet. Das Beratungsangebot beinhaltet folgende Schwerpunkte: /head2right Entlastungsgespräche bei Krisen und / oder Krankheit /head2right Beratung des gesamten Umfeldes des Betroffenen /head2right Aufklärung über Krankheitsbilder sowie sozialrechtliche Ansprüche - 5 - /head2right Hilfe bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen, ambulanten und stationären Nachsorgeangeboten /head2right Informationen zum wichtigen Aspekt der Nachsorge nach Schädelhirnverletzung Zusätzlich zu der Vermittlungs- und Beratungsfunktion ist ein gut ausgebautes Netzwerk aus Ärzten, Rehakliniken, Pflegediensten und -heimen, Integrationsämtern und Selbsthilfegruppen notwendig. Hierbei gehört es zu den Aufgaben der Beratungsstelle und ihrer Leiterin, Frau Stahl, bei Bedarf die Zusammenarbeit der einzelnen Netzwerkpartner zu initiieren und zu koordinieren.. Weiterhin ist Frau Stahl in ihrer Leitungsfunktion auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Beratungsstelle zuständig. Hierunter fällt vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse von Menschen mit erworbenen Hirnschäden und die Präsentation der Beratungsstelle bei Tagungen und Messen sowie Vortragsveranstaltungen. Auch heute noch ist die von Frau Stahl ehrenamtlich geleitete Beratungsstelle für Schädel-Hirn- Verletzte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Darmstadt die erste Anlaufstelle und derzeit immer noch die einzige dieser Art in Hessen. Überreichungstermin: Die Verleihung des Bürgerpreises für soziale Verdienste ist für Mittwoch, 20. November 2013 um 17:00 Uhr im Karolinensaal, Hessisches Staatsarchiv, Darmstadt, vorgesehen. Darmstadt 17.09.2013 100 gö Dezernat I Dezernat V Jochen Partsch Barbara Akdeniz Oberbürgermeister Stadträtin
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0321
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 17.09.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00