2017/0261
Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578: Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus
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2017/0261
6370 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl . Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0261
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578:
Straßenbahn zum Ostbahnhof s tatt Parkhaus
Vorlage vom: 0 7.08.2017
Beschlussvorschlag :
Der Bericht zur Straßenbahn zum Ostbahnhof wird zur Kenntnis genommen .
Die Abstimmungen der Stadt mit HEAG mobilo und DADINA sind weiterzuführen, mit dem Ziel,
die ÖPNV-Verbindung in den östl ichen Landkreis zu verbessern. Ein Mobilitätspunkt an der B 26
/ Erbacher Straße mit Parkhaus ist in die Überlegungen einzubeziehen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.08.2017:
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 wurde folgender Vorschlag aus der Bürgerschaft
eingebracht:
Die Planungen einer Straßenbahn zum Ostbahnhof sollten dringend wieder aufgenommen werden.
Seit die Überlegungen für eine Reaktivierung der Linie eingestellt wurden, hat sich vieles geändert,
u.a. Edelsteinviertel und Hofgut, Weltkulturerbe-Planung, vermehrt Einpendler aus Roßdorf und
Odenwald. Besucher und Touristen könnten flüssig auf der Schiene von der Stadtmitte in den Osten
gelangen. Schulkinder aus dem Osten könnten die weiterführenden Schulen in der Innenstadt
erreichen, ohne morgens mit dem Bus im Stau zu stehen. Auch Komponistenviertel und Rosenhöhe
könnten davon profitieren. Stattdessen halte ich Planungen für ein Parkhaus am Ostbahnhof für
unsinnig, es sorgt für noch mehr Autos. Diese würden durch die angespannte Verkehrslage nur
mühsam überhaupt bis zum Parkhaus vordringen.
Der Vorschlag erhielt:
in der Online-Abstimmung: 37 Ja-Stimmen und 6 Nein-Stimmen
in der Vor-Ort-Abstimmung: 1 Ja-Stimme und 0 Nein-Stimmen
Die Idee einer Straßenbahn zum Ostbahnhof, die zahlreiche Synergien einer leistungsfähigen
ÖPNV-/ Straßenbahnverbindung von der Darmstädter Innenstadt in Richtung
Ostbahnhof/Ostkreis beinhaltet, sollte u. a. aus folgenden Gründen weiterverfolgt werden:
Entlastung der Kernstadt vom Kfz-Verkehr (Straßenkapazitäten, Parkplatzbedarf, Lärm und
Luftreinhaltung), Luftreinhalteplan und Klage der Deutschen Umwelthilfe, Sicherung der
Erreichbarkeit des Oberzentrums Darmstadt aus dem Ostkreis, Verändertes
Mobilitätsverhalten der Bevölkerung, Entwicklung Hofgut Oberfeld und Edelsteinviertel und die
Option zur Weiterführung der Straßenbahn in den Ostkreis.
Die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wachsen. Das bedeutet eine
Zunahme an Einwohnerinnen und Einwohnern und an Arbeitsplätzen, die auch von Pendlern
aus dem Umland nachgefragt werden. Es bedeutet auch mehr Verkehr und führt zu einer
Verschärfung der schon heute problematischen Verkehrssituation, die zu einem nicht
unerheblichen Teil durch den ausgeprägten Kfz-Pendler Verkehr verursacht wird. Dies hat hohe
Schadstoff- und Lärmbelastungen für die gesamte Stadtbevölkerung zur Folge und kann
zukünftig zu schwierigen Diskussionen bezüglich der Erreichbarkeit des Oberzentrums
Darmstadt aus dem Ostkreis für den straßengebundenen Verkehr führen, wenn nicht
rechtzeitig und gezielt gegengesteuert wird.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen hohen Ein- und Auspendlerzahlen im Umfeld des
östlichen Stadteingangs (Überlastung des öffentlichen Raums durch den motorisierten
Individualverkehr - verbunden mit anhaltender Schadstoffbelastung) sowie angesichts der
zukünftigen Herausforderungen sind nachhaltige Lösungen zur Reduzierung / Verlagerung des
motorisierten Individualverkehrs auf den Umweltverbund von Bus-, Bahn- und auch Radverkehr
unerlässlich/unverzichtbar.
Mit dem Bau einer Straßenbahn zum Ostbahnhof und darüber hinaus kann mittel bis
langfristig eine Fortführung des schienengebundenen Verkehrsastes in den Ostkreis wieder
aufgenommen bzw. weiterverfolgt werden. Damit gehen weitere Verbesserungen des ÖPNV -
- 4 -
Angebots für die Stadt und den Landkreis, verbunden mit weiteren Verlagerungen des
motorisierten Individualverkehrs auf den ÖPNV, einher.
Hierzu erfolgen derzeit Abstimmungen zwischen der Stadt Darmstadt, der DADINA und der
HEAG mobilo. Entsprechende Untersuchungen (Machbarkeitsuntersuchung, Nutzen-Kosten-
Untersuchung) sind zu beauftragen.
Ein Parkhaus an dem Endpunkt der Straßenbahn kann ein Lösungsansatz für die
Verkehrsproblematik der Stadt sein. Die Haltestelle an der B 26 (Höhe Einmündung Erbacher
Straße) könnte zu einem multimodalen Mobilitätspunkt ausgebaut werden. Hier k önnen nicht
nur Einpendler aus dem Ostkreis vom eigenen Auto (insbesondere Dieselfahrzeug) auf die
Straßenbahn umsteigen, sondern auch Studierende und Beschäftigte an den TUD -Standorten
Lichtwiese und Botanischer Garten den Verknüpfungspunkt mittels altern ativer
Mobilitätsangebote (Car - und Bike -Sharing) erreichen und verlassen. Des Weiteren kann der
Mobilitätspunkt von Besuchern des Vi variums und des Oberfelds genutzt werden, da hier
ebenfalls die Parkraumkapazitäten überlastet sind. Er kann auch eine Option für Reisebusse
mit Fußballfans / Besuchern der Spiele des SV Darmstadt 98 darstellen. Gerade auch im
Hinblick auf die Bewerbung zu m Weltkulturerbe Mathildenhöhe, bietet er sich als
Umsteigepunkt an. Insgesamt führt das Parkhaus zu einer verkehrlichen Entlastung der
Innenstadt.
Da ein Mobilitätspunkt und Parkhaus integraler Bestandteil der Untersuchungen sein soll, wird
die Argumentation des o.g. Vorschlages auf Verzicht eines Parkhauses nicht weiter verfolgt.
Darmstadt, 07.08.2017
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Dr. Babara Boczek André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 1
6435 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl. Be -
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I
III 61
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0261
Magistratsbeschluss -Nr.
327
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578:
Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus
Vorlage vom: 0 7.08.2017
Beschlussvorschlag :
Der Bericht zur Straßenbahn zum Ostbahnhof wird zur Kenntnis genommen .
Die Abstimmungen der Stadt mit HEAG mobilo und DADINA sind weiterzuführen, mit dem Ziel,
die ÖPNV-Verbindung in den östlichen Landkreis zu verbessern. Ein Mobilitätspunkt an der B 26
/ Erbacher Straße mit Parkhaus ist in die Überlegungen einzubeziehen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 3 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 05.09.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.08.2017:
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 wurde folgender Vorschlag aus der Bürgerschaft
eingebracht:
Die Planungen einer Straßenbahn zum Ostbahnhof sollten dringend wieder aufgenommen werden.
Seit die Überlegungen für eine Reaktivierung der Linie eingestellt wurden, hat sich vieles geändert,
u.a. Edelsteinviertel und Hofgut, Weltkulturerbe-Planung, vermehrt Einpendler aus Roßdorf und
Odenwald. Besucher und Touristen könnten flüssig auf der Schiene von der Stadtmitte in den Osten
gelangen. Schulkinder aus dem Osten könnten die weiterführenden Schulen in der Innenstadt
erreichen, ohne morgens mit dem Bus im Stau zu stehen. Auch Komponistenvier tel und Rosenhöhe
könnten davon profitieren. Stattdessen halte ich Planungen für ein Parkhaus am Ostbahnhof für
unsinnig, es sorgt für noch mehr Autos. Diese würden durch die angespannte Verkehrslage nur
mühsam überhaupt bis zum Parkhaus vordringen.
Der Vorschlag erhielt:
in der Online-Abstimmung: 37 Ja-Stimmen und 6 Nein-Stimmen
in der Vor-Ort-Abstimmung: 1 Ja-Stimme und 0 Nein-Stimmen
Die Idee einer Straßenbahn zum Ostbahnhof, die zahlreiche Synergien einer leistungsfähigen
ÖPNV-/ Straßenbahnverbindung von der Darmstädter Innenstadt in Richtung
Ostbahnhof/Ostkreis beinhaltet, sollte u. a. aus folgenden Gründen weiterverfolgt werden:
Entlastung der Kernstadt vom Kfz-Verkehr (Straßenkapazitäten, Parkplatzbedarf, Lärm und
Luftreinhaltung), Luftreinhalteplan und Klage der Deutschen Umwelthilfe, Sicherung der
Erreichbarkeit des Oberzentrums Darmstadt aus dem Ostkreis, Verändertes
Mobilitätsverhalten der Bevölkerung, Entwicklung Hofgut Oberfeld und Edelsteinviertel und die
Option zur Weiterführung der Straßenbahn in den Ostkreis.
Die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wachsen. Das bedeutet eine
Zunahme an Einwohnerinnen und Einwohnern und an Arbeitsplätzen, die auch von Pendlern
aus dem Umland nachgefragt werden. Es bedeutet auch mehr Verkehr und führt zu einer
Verschärfung der schon heute problematischen Verkehrssituation, die zu einem nicht
unerheblichen Teil durch den ausgeprägten Kfz-Pendler Verkehr verursacht wird. Dies hat hohe
Schadstoff- und Lärmbelastungen für die gesamte Stadtbevölkerung zur Folge und kann
zukünftig zu schwierigen Diskussionen bezüglich der Erreichbarkeit des Oberzentrums
Darmstadt aus dem Ostkreis für den straßengebundenen Verkehr führen, wenn nicht
rechtzeitig und gezielt gegengesteuert wird.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen hohen Ein- und Auspendlerzahlen im Umfeld des
östlichen Stadteingangs (Überlastung des öffentlichen Raums durch den motorisierten
Individualverkehr - verbunden mit anhaltender Schadstoffbelastung) sowie angesichts der
zukünftigen Herausforderungen sind nachhaltige Lösungen zur Reduzierung / Verlagerung des
motorisierten Individualverkehrs auf den Umweltverbund von Bus-, Bahn- und auch Radverkehr
unerlässlich/unverzichtbar.
Mit dem Bau einer Straßenbahn zum Ostbahnhof und darüber hinaus kann mittel bis
langfristig eine Fortführung des schienengebundenen Verkehrsastes in den Ostkreis wieder
aufgenommen bzw. weiterverfolgt werden. Damit gehen weitere Verbesserungen des ÖPNV -
Angebots für die Stadt und den Landkreis, verbunden mit weiteren Verlagerungen des
motorisierten Individualverkehrs auf den ÖPNV, einher.
Hierzu erfolgen derzeit Abstimmungen zwischen der Stadt Darmstadt, der DADINA und der
HEAG mobilo. Entsprechende Untersuchungen (Machbarkeitsuntersuchung, Nutzen-Kosten-
Untersuchung) sind zu beauftragen.
Ein Parkhaus an dem Endpunkt der Straßenbahn kann ein Lösungsansatz für die
Verkehrsproblematik der Stadt sein. Die Haltestelle an der B 26 (Höhe Einmündung Erbacher
Straße) könnte zu einem multimodalen Mobilitätspunkt ausge baut werden. Hier können nicht
nur Einpendler aus dem Ostkreis vom eigenen Auto (insbesondere Dieselfahrzeug) auf die
Straßenbahn umsteigen, sondern auch Studierende und Beschäftigte an den TUD -Standorten
Lichtwiese und Botanischer Garten den Verknüpfungspunkt mittels alternativer
Mobilitätsangebote (Car - und Bike -Sharing) erreichen und verlassen. Des Weiteren ka nn der
Mobilitätspunkt von Besuchern des Vivariums und des Oberfelds genutzt werden, da hier
ebenfalls die Parkraumkapazitäten überlastet sind. Er kann auch eine Option für Reisebusse
mit Fußballfans / Besuchern der Spiele des SV Darmstadt 98 darstellen. Gerade auch im
Hinblick auf die Bewerbung zum Weltkulturerbe Mathildenhöhe, bietet er sich als
Umsteigepunkt an. Insgesamt führt das Parkhaus zu einer verkehrlichen Entlastung der
Innenstadt.
Da ein Mobilitätspunkt und Parkhaus integraler Bestandteil der Untersuchungen sein soll, wird
die Argumentation des o.g. Vorschlages auf Verzicht eines Parkhauses nicht weiter verfolgt.
Darmstadt, 07.08.2017
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Dr. Babara Boczek André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 3
267 Zeichen
Punkt 14: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578: Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus (V-Nr. 2017/0261) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Fraktionen AfD, Die Linke. und UWIGA
anlage 5
259 Zeichen
Punkt 63: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578: Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus (V-Nr. 2017/0261) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: AfD und Die Linke. Stimmenthaltung: 2 Stimmen aus UFFBASSE und 1 Stimme aus UWIGA
anlage 2
282 Zeichen
Punkt 16: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578: Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus (V-Nr. 2017/0261) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion Die Linke. Stimmenthaltung: Fraktion UWIGA
anlage 4
224 Zeichen
Punkt 23.2: Darmstädter Bürgerhaushalt 2017 - Vorschlag # 1578: Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus (V-Nr. 2017/0261) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (5)
Orte (1)
- Erbacher Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0261
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 03.08.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00