Mandari Insight

2019/0003

Pilotprojekt EMIO „enviromental monitoring in outdoor cabinets“ hier: Kooperation der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Digitalstadt GmbH und der Deutschen Telekom

Magistratsvorlage 17.12.2018

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2019/0003

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2019/0003

11635 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.01.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat V an die Stadtverordnet enversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat III 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0003 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Pilotprojekt EMIO „enviromental monitoring in outdoor cabinets“  
hier: Kooperation der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Digitalstadt GmbH und 
der Deutschen Telekom  
 
Vorlage vom: 17.12.2018 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
Anlagen: Beispieldarstellung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.12.2018 
 
Ausgangslage:  
 
Zur Erfassung von Luftschadstoffen wie z.B. Stickoxide (NO X) und Feinstäuben werden durch 
das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Darmstadt zwei 
Messcontainer mit aktiver Messtechnik in der Rudolf -Müller Anlage und an der Hügelstraße 
betrieben. Diese Messtechnik entspricht den Anfor derungen der 39. Verordnung zur 
Durchführung des Bundes -Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV), welche beispielsweise 
Aufstellort und Qualität der Sensoren beschreibt. Ergänzt werden die aktiven Messungen 
durch die Messung von NO X mittels Passivsammlern be ispielsweise in der Heinrichstraße, da 
die Installation und der Betrieb aktiver Messanlagen beträchtlichen Aufwand u.a. finanzieller 
Art mit sich bringen.  
 
Somit liegen nur punktuelle, durch Messwerte unterlegte Aussagen zur Luftqualität in der 
Stadt vor, aus denen aber für einzelne Luftschadstoffe wie Stickoxide Immissionsbelastungen 
flächig und stadtweit berechnet werden.  
  
Vor dem Hintergrund der Diskussion um den Luftreinhalteplan für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt, dem entsprechenden Klageverfahren des VCD/DUH vs. Land Hessen, potenzieller 
Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge und der sogenannten „Dieselkrise“ wäre die 
Möglichkeit über die beiden oben genannten Messstandorte hinaus, weitere aktuelle und der 
39. BImSchV entsprechende Messwerte z.B. für NO X zu erhalten, sinnvoll z.B. zur 
Priorisierung von Luftreinhaltemaßnahmen.  
 
Beschreibung EMIO -Projekt: 
 
Die Deutsche Telekom ist Ende 2017 mit der Idee an das Umweltamt herangetreten, im 
Rahmen eines Pilotprojekts bestehende Multifunktionsgehäuse „MFG“ (graue Schalt - und 
Verteilkästen im Straßenraum) mit einer Messerweiterung (Länge: 2095mm, Bodenbedarf: 
500mm x 244mm) zu versehen, welche Luftschadstoffe gemäß den Anforderungen der 39. 
BImSchV erfasst, siehe Abbildu ng 1. Die Bezeichnung für das Projekt bei der Telekom lautet 
hierbei EMIO, was für „enviromental monitoring in outdoor cabinets“ steht.  
 
Darmstadt soll im Rahmen des EMIO -Projekts als Pilotstadt dienen, um Erfahrungen 
hinsichtlich der im Realeinsatz erziel baren Messqualität, der Zuverlässigkeit und 
Alltagstauglichkeit der Messerweiterungen, sowie zur Vergleichbarkeit und Plausibilität der 
Daten mehrerer Messstandorte zu erzielen. Die Telekom beabsichtigt, die 
Luftschadstoffmessung durch EMIO bei Marktreife als Dienstleistung für Kommunen 
anzubieten. 
 
Seitens der Telekom ist zudem angedacht, auf Basis der erhobenen Messwerte durch ein 
Rechenmodell in Kombination mit meteorologischen Daten eine tagesaktuelle Prognose der 
Luftschadstoffe zu ermöglichen. Diese k önnte in Kombination mit einer entsprechenden 
Verkehrssteuerung zur Umlenkung des motorisierten Individualverkehrs genutzt werden, um 
Grenzwertüberschreitungen an Schwerpunkten der Luftverschmutzung und somit eventuell 
drohende Fahrverbote zu vermeiden. Di ese Prognosemöglichkeit ist bisher jedoch von der 
Zusammenarbeit im Rahmen des Pilotprojekts nicht abgedeckt, sondern könnte eine 
perspektivische Weiterentwicklungsmöglichkeit des EMIO -Projekts sein.

- 4 - 
Da das EMIO-Projekt den oben benannten Erkenntnisinte ressen des Umweltamts entspricht 
und perspektivisch hinsichtlich einer belastungsgesteuerten Lenkung des motorisierten 
Individualverkehrs von Interesse für die Luftreinhaltung in Darmstadt sein könnte, hatte das 
Umweltamt Gespräche mit der Telekom über ein e Umsetzung des EMIO -Projekts in 
Darmstadt begonnen.  
 
Im Frühjahr 2018 hat die Telekom in Gesprächen mit der Digitalstadt GmbH im Rahmen des 
Sponsorings der Digitalstadt Darmstadt das EMIO -Projekt als Pro -Bono Leistung im Bereich 
Umwelt angeboten. Seit Mär z 2018 wird das Projekt daher als Teil der Digitalstadt 
zusammen durch die Telekom, die Digitalstadt GmbH und das Umweltamt weiterentwickelt.  
 
In mehreren Gesprächen wurden zwischen Umweltamt und Telekom mögliche Standorte 
diskutiert, hierbei hat das Umwe ltamt 4 Standorte und die Telekom 9 Standorte 
vorgeschlagen.  
 
Bei den vom Umweltamt vorgeschlagenen Standorten wurden die Anforderungen der 39. 
BImschV an Messstandorte (u.a. 25 Meter Abstand zu Kreuzungen und Ampeln mit Stop and 
go Verkehr, max. 10 Meter  Abstand zum Fahrbahnrand) angelegt und die Standorte auch 
diesbezüglich mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie 
besprochen. Die durch die Telekom vorgeschlagenen Standorte wurden von ihr gewählt, um 
auch Hintergrunddaten zur Luft qualität hinsichtlich der potentiellen Prognosefunktion 
erheben zu können.  
 
Bei der Situation der Luftschadstoffe in Darmstadt kann die Stadt nicht isoliert von dem sie 
umgebenden Landkreis Darmstadt -Dieburg und den wechselseitigen Verkehrsflüssen gesehen  
werden. Für die Sammlung von Emissionsdaten des nach und von Darmstadt ein - und 
ausfahrenden MIV ist es notwendig, auch außerhalb des Stadtgebietes durch EMIO eine 
Messmöglichkeit insbesondere für NOX zu schaffen. Daher hat die Telekom 5 Standorte in 
umliegenden Kommunen im Landkreis Darmstadt -Dieburg ausgewählt. Mit den dort 
erhobenen Daten könnte die von der Telekom angedachte Prognosemöglichkeit unterfüttert 
bzw. möglich gemacht werden, um perspektivisch mittels einer belastungsorientierten 
Steuerung des MIV Grenzwertüberschreitungen an den NOX -Belastungsschwerpunkten in der 
Darmstädter Innenstadt zu verhindern.  
 
Vom Umweltamt vorgeschlagene Standorte:  
 
• Eschollbrücker Str aße 28 
• Kreuzung Heinrichst raße/Hoffmannstraße 
• Kreuzung Heinrichstr aße/Inselstraße 
• Donnersbergring/Ehretstr aße 
 
Von der Telekom vorgeschlagene Standorte:  
 
• Roßdörfer Straße  33A 
• Mainzer Straße  / Michaelis- u. Bunsenstraße 
• Rheinstraße / Noetherweg / Siedlung Tann (Griesheim)  
• Am Steinern Kreuz / Auf der Marienhöhe (Eberstadt)  
• Moosbergstraße / Prälat-Diehl-Straße 
• Klappacher Str aße / Jahnstraße 
• Erbacher Str aße / Am Molkenbrunnen  
• Rhönring / Schuknechtstraße

- 5 - 
• Nieder-Ramstädter Str aße / Traisaer Straße  
• Haydnweg / Flotowstr aße 
 
Mit dem Straßenverkehrs - und Tiefbauamt wurde die Frage eventuell notwendiger 
Genehmigungen für die Erweiterungen der MFG besprochen. In seiner Zuständigkeit als 
Straßenbaulastträger hat es seine Freigabe für die Erweiterung der MFG erteilt. Gemäß 
Rücksprache des Straßenverkehrs -  und Tiefbauamts mit dem Bauaufsichtsamt werden auch 
keine Baugenehmigungen für die Installation der Messerweiterung benötigt.  
Die Genehmigungslage der Standorte im Landkreis Darmstadt -Dieburg wird individuell von 
der Telekom geklärt.  
 
Die Messtechnik wurde, bzw. wird von der Telekom derzeit hin sichtlich der Messgenauigkeit 
und der Datenqualität beim TÜV für folgende Luftschadstoffe zertifiziert:  
 
• Feinstaubmessungen: PM2,5/10 zertifiziert nach DIN 12341  
• NOX zertifiziert nach DIN 14211  
• Ozon zertifiziert nach DIN 13964  
 
Erste Rückmeldungen auf Grundlage von Nachweisen im Labor zeigen, dass die Erfüllung der 
Anforderungen der 39. BImSchV sowie der genannten DIN möglich scheint. Ein einjähriger 
Praxistest hat sich anzuschließen. Über diese Messwerte hinaus werden auch 
meteorologische Daten (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte) erfasst.  
Die Projektsteuerung erfolgt gemeinsam zwischen Umweltamt, Digitalstadt GmbH und de r 
Telekom und ist neben weiteren Themenfeldern in einer Projektskizze der Digitalstadt GmbH 
festgehalten.  
 
Zeitplan: 
 
Die Zertifizierung der Messerweiterungen wird derzeit durchgeführt. Um bereits jetzt die 
Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit der Messerweiterungen prüfen zu können, werden ab 
Anfang Dezember die oben genannten Standorte mit den Messerweiter ungen ausgestattet. 
Anfang 2019 werden die vorinstallierten Messerweiterungen mit der zweiten Generation der 
EMIO-Gateways ausgestattet (ersetzt bzw. neu installiert) um in Darmstadt die Generation 
Messgeräte auszurollen, die auch in die Zertifizierung geg eben werden (Labormessungen und 
dann Feldeinsatz). Mit ersten validen Ergebnissen kann im ersten Halbjahr 2019 gerechnet 
werden, entsprechende Öffentlichkeitsarbeit wird zwischen den Projektbeteiligten 
abgestimmt.  
 
Das Pilotprojekt endet mit Ablauf der Pr ojektlaufzeit der Digitalstadt am 31.12.2019.  
 
Leistungen der Telekom im Rahmen des -EMIO Pilotprojekt im Überblick:  
 
• Aufbau und Betrieb von 18 EMIO Messgateways für die Digitalstadt Darmstadt  
• Messung von meteorologischen Werten (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte)  
und Schadstoffen (NO, NO 2, O3, PM2,5, PM10)  
• Ziel ist die Zertifizierung der Messung nach 39. BImSchV   
• Anzeige der Messdaten in einer Web -Oberfläche  
• Bereitstellung des Zugriff auf Rohwerte der Messungen  
• Basis Monitoring des Luftg ütemesssystems

- 6 - 
 
Datenverwendung:  
 
Die erhobenen Messdaten werden der Stadt von der Telekom zur Verfügung gestellt.  
Die Daten, die im Rahmen des Projektes erhoben werden, sind dabei Eigentum der 
Wissenschaftsstadt  Darmstadt und dürfen ohne Zustimmung der Stadt nicht an Dritte 
weitergegeben werden. Ausgewählte Ergebnisse werden in gemeinsamer Abstimmung 
veröffentlicht und können dann zu Werbezwecke durch die Deutsche Telekom verwendet 
werden.  
 
Unabhängig davon, räu mt die Wissenschaftsstadt  Darmstadt der Deutschen Telekom das 
Recht ein, die im Piloten erhobenen Messdaten zur weiteren Produktentwicklung zu 
verarbeiten z.B. zur Erstellung einer Lagedarstellung oder einer Schadstoffprognose. Auch 
die Veröffentlichung de r verdichteten oder aufbereiteten Daten und Ergebnisse, die im 
Rahmen dieser weiterführenden Produktentwicklung entstanden sind, dürfen nur nach 
Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt  Darmstadt veröffentlicht oder an Dritte 
weitergegeben werden.  
 
Ein erster weitergehender Workshop zum Thema des Daten -Besitzes (data ownership) hat 
bereits stattgefunden, ein weiterer wird folgen, da diese mit der zunehmenden Digitalisierung 
verbundene Thematik zwischen den Akteur*innen noch zu klären ist.  
 
Kosten:  
 
Als Pro Bono Leistung im Rahmen der Digitalstadt entstehen der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt durch das EMIO-Pilotprojekt keine Kosten und auch keine Verpflichtungen nach 
dem Ende des Pilotprojekts eventuell kostenpflichtige Dienstleistungen der Deutschen 
Telekom zu beziehen.  
 
Darmstadt, 17.12.2018 
56-e 
 
Dezernat I    Dezernat III   Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch   Dr. Barbara Boczek  Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister   Stadträtin   Stadträtin

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285 Zeichen

Punkt 37: Pilotprojekt EMIO „enviromental monitoring in outdoor cabinets“  
hier: Kooperation der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Digitalstadt GmbH und 
der Deutschen Telekom 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2019/0003) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
02.01.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
Dezernat III 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 10.3 
III 66 
V 56 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0003 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
24 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Pilotprojekt EMIO „enviromental monitoring in outdoor cabinets“  
hier: Kooperation der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Digitalstadt GmbH und 
der Deutschen Telekom 
 
Vorlage vom: 17.12.2018 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
Anlagen: Beispieldarstellung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 16.01.2019 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.12.2018 
 
Ausgangslage: 
 
Zur Erfassung von Luftschadstoffen wie z.B. Stickoxide (NO X) und Feinstäuben werden durch 
das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Darmstadt zwei 
Messcontainer mit aktiver Messtechnik in der Rudolf -Müller Anlage und an der Hügelstraße 
betrieben. Diese Messtechnik entspricht den Anforderungen der 39. Verordnung zur 
Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV), welche beispielsweise 
Aufstellort und Qualität der Sensoren beschreibt. Ergänzt werden die aktiven Messungen 
durch die Messung von NO X mittels Passivsammlern beispielsweise in der Heinrichstraße, da 
die Installation und der Betrieb aktiver Messanlagen beträchtlichen Aufwand u.a. finanzieller 
Art mit sich bringen.  
 
Somit liegen nur punktuelle, durch Messwerte unterlegte Au ssagen zur Luftqualität in der 
Stadt vor, aus denen aber für einzelne Luftschadstoffe wie Stickoxide Immissionsbelastungen 
flächig und stadtweit berechnet werden.  
  
Vor dem Hintergrund der Diskussion um den Luftreinhalteplan für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt, dem entsprechenden Klageverfahren des VCD/DUH vs. Land Hessen, potenzieller 
Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge und der sogenannten „Dieselkrise“ wäre die 
Möglichkeit über die beiden oben genannten Messstandorte hinaus, weitere aktuelle und der 
39. BImSchV entsprechende Messwerte z.B. für NO X zu erhalten, sinnvoll z.B. zur 
Priorisierung von Luftreinhaltemaßnahmen.  
 
Beschreibung EMIO-Projekt: 
 
Die Deutsche Telekom ist Ende 2017 mit der Idee an das Umweltamt herangetreten, im 
Rahmen eines Pilotprojekts bestehende Multifunktionsgehäuse „MFG“ (graue Schalt - und 
Verteilkästen im Straßenraum) mit einer Messerweiterung (Länge: 2095mm, Bodenbedarf: 
500mm x 244mm) zu versehen, welche Luftschadstoffe gemäß den Anforderungen der 39. 
BImSchV erfasst, siehe Abbildung 1. Die Bezeichnung für das Projekt bei der Telekom lautet 
hierbei EMIO, was für „enviromental monitoring in outdoor cabinets“ steht.  
 
Darmstadt soll im Rahmen des EMIO -Projekts als Pilotstadt dienen, um Erfahrungen 
hinsichtlich der im Realeinsatz e rzielbaren Messqualität, der Zuverlässigkeit und 
Alltagstauglichkeit der Messerweiterungen, sowie zur Vergleichbarkeit und Plausibilität der 
Daten mehrerer Messstandorte zu erzielen. Die Telekom beabsichtigt, die 
Luftschadstoffmessung durch EMIO bei Marktr eife als Dienstleistung für Kommunen 
anzubieten. 
 
Seitens der Telekom ist zudem angedacht, auf Basis der erhobenen Messwerte durch ein 
Rechenmodell in Kombination mit meteorologischen Daten eine tagesaktuelle Prognose der 
Luftschadstoffe zu ermöglichen. Di ese könnte in Kombination mit einer entsprechenden 
Verkehrssteuerung zur Umlenkung des motorisierten Individualverkehrs genutzt werden, um 
Grenzwertüberschreitungen an Schwerpunkten der Luftverschmutzung und somit eventuell 
drohende Fahrverbote zu vermeide n. Diese Prognosemöglichkeit ist bisher jedoch von der 
Zusammenarbeit im Rahmen des Pilotprojekts nicht abgedeckt, sondern könnte eine 
perspektivische Weiterentwicklungsmöglichkeit des EMIO -Projekts sein.

- 5 - 
 
Da das EMIO-Projekt den oben benannten Erkenntni sinteressen des Umweltamts entspricht 
und perspektivisch hinsichtlich einer belastungsgesteuerten Lenkung des motorisierten 
Individualverkehrs von Interesse für die Luftreinhaltung in Darmstadt sein könnte, hatte das 
Umweltamt Gespräche mit der Telekom übe r eine Umsetzung des EMIO -Projekts in 
Darmstadt begonnen. 
 
Im Frühjahr 2018 hat die Telekom in Gesprächen mit der Digitalstadt GmbH im Rahmen des 
Sponsorings der Digitalstadt Darmstadt das EMIO -Projekt als Pro-Bono Leistung im Bereich 
Umwelt angeboten. Seit März 2018 wird das Projekt daher als Teil der Digitalstadt 
zusammen durch die Telekom, die Digitalstadt GmbH und das Umweltamt weiterentwickelt.  
 
In mehreren Gesprächen wurden zwischen Umweltamt und Telekom mögliche Standorte 
diskutiert, hierbei hat das  Umweltamt 4 Standorte und die Telekom 9 Standorte 
vorgeschlagen.  
 
Bei den vom Umweltamt vorgeschlagenen Standorten wurden die Anforderungen der 39. 
BImschV an Messstandorte (u.a. 25 Meter Abstand zu Kreuzungen und Ampeln mit Stop and 
go Verkehr, max. 10 Meter Abstand zum Fahrbahnrand) angelegt und die Standorte auch 
diesbezüglich mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie 
besprochen. Die durch die Telekom vorgeschlagenen Standorte wurden von ihr gewählt, um 
auch Hintergrunddaten zur Luftqualität hinsichtlich der potentiellen Prognosefunktion 
erheben zu können.  
 
Bei der Situation der Luftschadstoffe in Darmstadt kann die Stadt nicht isoliert von dem sie 
umgebenden Landkreis Darmstadt-Dieburg und den wechselseitigen Verkehrsflüssen gesehen 
werden. Für die Sammlung von Emissionsdaten des nach und von Darmstadt ein - und 
ausfahrenden MIV ist es notwendig, auch außerhalb des Stadtgebietes durch EMIO eine 
Messmöglichkeit insbesondere für NOX zu schaffen. Daher hat die Telekom 5 Standorte in 
umliegenden Kommunen im Landkreis Darmstadt -Dieburg ausgewählt. Mit den dort 
erhobenen Daten könnte die von der Telekom angedachte Prognosemöglichkeit unterfüttert 
bzw. möglich gemacht werden, um perspektivisch mittels einer belastungsorientierten 
Steuerung des MIV Grenzwertüberschreitungen an den NOX -Belastungsschwerpunkten in der 
Darmstädter Innenstadt zu verhindern.  
 
Vom Umweltamt vorgeschlagene Standorte:  
 
• Eschollbrücker Straße 28 
• Kreuzung Heinrichstraße/Hoffmannstraße 
• Kreuzung Heinrichstraße/Inselstraße 
• Donnersbergring/Ehretstraße 
 
Von der Telekom vorgeschlagene Standorte:  
 
• Roßdörfer Straße 33A 
• Mainzer Straße / Michaelis- u. Bunsenstraße 
• Rheinstraße / Noetherweg / Siedlung Tann (Griesheim)  
• Am Steinern Kreuz / Auf der Marienhöhe (Eberstadt)  
• Moosbergstraße / Prälat-Diehl-Straße 
• Klappacher Straße / Jahnstraße

- 6 - 
• Erbacher Straße / Am Molkenbrunnen 
• Rhönring / Schuknechtstraße  
• Nieder-Ramstädter Straße / Traisaer Straße  
• Haydnweg / Flotowstraße 
 
Mit dem Straßenverkehrs- und Tiefbauamt wurde die Frage eventuell notwendiger 
Genehmigungen für die Erweiterungen der MFG besprochen. In seiner Zuständigkeit als 
Straßenbaulastträger hat es seine Freigabe für die Erweiterung der MFG erteilt. Gemäß 
Rücksprache des Straßenverkehrs -  und Tiefbauamts mit dem Bauaufsichtsamt werden auch 
keine Baugenehmigungen für die Installation der Messerweiterung be nötigt. 
Die Genehmigungslage der Standorte im Landkreis Darmstadt -Dieburg wird individuell von 
der Telekom geklärt.  
 
Die Messtechnik wurde, bzw. wird von der Telekom derzeit hinsichtlich der Messgenauigkeit 
und der Datenqualität beim TÜV für folgende Luft schadstoffe zertifiziert:  
 
• Feinstaubmessungen: PM2,5/10 zertifiziert nach DIN 12341  
• NOX zertifiziert nach DIN 14211  
• Ozon zertifiziert nach DIN 13964  
 
Erste Rückmeldungen auf Grundlage von Nachweisen im Labor zeigen, dass die Erfüllung der 
Anforderungen der 39. BImSchV sowie der genannten DIN möglich scheint. Ein einjähriger 
Praxistest hat sich anzuschließen. Über diese Messwerte hinaus werden auch 
meteorologische Daten (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte) erfasst.  
Die Projektsteuerung erfolgt gemeinsam z wischen Umweltamt, Digitalstadt GmbH und de r 
Telekom und ist neben weiteren Themenfeldern in einer Projektskizze der Digitalstadt GmbH 
festgehalten.  
 
Zeitplan: 
 
Die Zertifizierung der Messerweiterungen wird derzeit durchgeführt. Um bereits jetzt die 
Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit der Messerweiterungen prüfen zu können, werden ab 
Anfang Dezember die oben genannten Standorte mit den Messerweiterungen ausgestattet. 
Anfang 2019 werden die vorinstallierten Messerweiterungen mit der zweiten Generation d er 
EMIO-Gateways ausgestattet (ersetzt bzw. neu installiert) um in Darmstadt die Generation 
Messgeräte auszurollen, die auch in die Zertifizierung gegeben werden (Labormessungen und 
dann Feldeinsatz). Mit ersten validen Ergebnissen kann im ersten Halbjahr 2019 gerechnet 
werden, entsprechende Öffentlichkeitsarbeit wird zwischen den Projektbeteiligten 
abgestimmt.  
 
Das Pilotprojekt endet mit Ablauf der Projektlaufzeit der Digitalstadt am 31.12.2019.  
 
Leistungen der Telekom im Rahmen des -EMIO Pilotprojekt im Überblick: 
 
• Aufbau und Betrieb von 18 EMIO Messgateways für die Digitalstadt Darmstadt  
• Messung von meteorologischen Werten (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte)  
und Schadstoffen (NO, NO 2, O3, PM2,5, PM10) 
• Ziel ist die Zertifizierung der Messung na ch 39. BImSchV   
• Anzeige der Messdaten in einer Web -Oberfläche  
• Bereitstellung des Zugriff auf Rohwerte der Messungen

• Basis Monitoring des Luftgütemesssystems  
 
 
 
Datenverwendung: 
 
Die erhobenen Messdaten werden der Stadt von der Telekom zur Verfügung gestellt.  
Die Daten, die im Rahmen des Projektes erhoben werden, sind dabei Eigentum der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und dürfen ohne Zustimmung der Stadt nicht an Dritte 
weitergegeben werden. Ausgewählte Ergebnisse werden in gemeinsamer Abstimmung 
veröffentlicht und können dann zu Werbezwecke durch die Deutsche Telekom verwendet 
werden.  
 
Unabhängig davon, räumt die Wissenschaftsstadt Darmstadt der Deutschen Telekom das 
Recht ein, die im Piloten erhobenen Messdaten zur weiteren Produktentwicklung zu 
verarbeiten z.B. zur Erstellung einer Lagedarstellung oder einer Schadstoffprognose. Auch 
die Veröffentlichung der verdichteten oder aufbereiteten Daten und Ergebnisse, die im 
Rahmen dieser weiterführenden Produktentwicklung entstanden sind, dürfen nur nach 
Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht oder an Dritte 
weitergegeben werden. 
 
Ein erster weitergehender Workshop zum Thema des Daten -Besitzes (data ownership) hat 
bereits stattgefunden, ein weiterer wird folgen, da diese mit der zunehmenden Digitalisierung 
verbundene Thematik zwischen den Akteur*innen noch zu klären ist.  
 
Kosten:  
 
Als Pro Bono Leistung im Rahmen der Digitalstadt entstehen der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt durch das EMIO-Pilotprojekt keine Kosten und auch keine Verpflichtungen nach 
dem Ende des Pilotprojekts eventuell kostenpflichtige Dienstleistungen der Deutschen 
Telekom zu beziehen.  
 
Darmstadt, 17.12.2018 
56-e 
 
Dezernat I    Dezernat III   Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch   Dr. Barbara Boczek  Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister   Stadträtin   Stadträtin

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125 Zeichen

Abbildung 1 
 
 
 
 
Abbildung 1: Photomontage eines MFG am Standort Kreuzung Heinrichstr./Hoffmannstr . Bildquelle: 
Telekom

anlage 3

267 Zeichen

Punkt 8: Pilotprojekt EMIO „enviromental monitoring in outdoor cabinets“  
hier: Kooperation der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Digitalstadt GmbH und 
der Deutschen Telekom 
 (V-Nr. 2019/0003) 
- Kenntnisnahme -  
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 24
TOP 27 zur Kenntnis
TOP 8
TOP 37 zur Kenntnis

Orte (26)

  • Hügelstraße
  • Heinrichstraße
  • Eschollbrücker Straße 28
  • Roßdörfer Straße 33A
  • Mainzer Straße
  • Bunsenstraße
  • Rheinstraße
  • Moosbergstraße
  • Prälat-Diehl-Straße
  • Klappacher Straße
  • Jahnstraße 6
  • Erbacher Straße
  • Schuknechtstraße 5
  • Nieder-Ramstädter Straße
  • Traisaer Straße
  • Flotowstraße
  • Donnersbergring
  • Noetherweg
  • Rhönring
  • Haydnweg
  • Am Steinern Kreuz
  • Auf der Marienhöhe
  • Am Molkenbrunnen
  • Hoffmannstraße
  • Inselstraße
  • Ehretstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0003
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.12.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00