2013/0290
Bericht der HEAG über den Einzel- und Konzernabschluss zum 31.12.2012
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Geschäftsbericht 2012 Potenziale wecken. inhalt Die heAG in Geschäftsfeldsicht 4 Die stadtwirtschaft in Geschäftsfeldsicht 5 Vorwort des Vorstands 6 Der Aufsichtsrat 8 ein breites Portfolio mit vielen Potenzialen 10 Gemeinsam die Zukunft der region gestalten 14 Nachhaltige stadtentwicklung – eine Gemeinschaftsaufgabe, die sich lohnt 18 Aus tradition neue Wege gehen 22 konzeRnlaGeBeRicht UnD konzeRnJahReSaBSchlUSS 2012 konzernlagebericht 28 Konzernbilanz – Aktiva 38 – Passiva 39 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 40 Konzern-Kapitalflussrechnung 41 Konzerneigenkapitalspiegel 42 konzernanhang 44 Konzernanlagenspiegel 48 Anteilsbesitz 50 bestätigungsvermerk 63 laGeBeRicht UnD JahReSaBSchlUSS 2012 DeR heaG lagebericht 64 bilanz – Aktiva 70 – Passiva 71 Gewinn- und Verlustrechnung 72 Kapitalflussrechnung 73 Anlagenspiegel 74 anhang 76 bestätigungsvermerk 81 bericht des Aufsichtsrats 82 impressum 84 4 5heaG Geschäftsbericht 2012 Geschäftsfeldsicht Die StaDtwiRtSchaft in GeSchäftSfelDSichtDie heaG in GeSchäftSfelDSicht eneRGie • heaG Südhessische energie aG (hSe) • hSe Regenerativ Gmbh • hSe Solarpark lauingen Gmbh & co. kG • hSe Solarpark leiwen Gmbh & co. kG • hSe Solarpark thüngen Gmbh & co. kG • hSe windpark Binselberg Gmbh & co. kG • hSe windpark erksdorf Gmbh • hSe windpark haiger Gmbh & co. kG • hSe windpark Schlüchtern Gmbh • industriekraftwerk Breuberg Gmbh • hessenwasser Gmbh & co. kG • hSe netz aG • Verteilnetzbetreiber (VnB) Rhein-Main-neckar Gmbh & co. kG • hSe technik Gmbh & co. kG • enteGa energieeffizienz Gmbh & co. kG • coUnt+caRe Gmbh • enteGa Geschäftskunden Gmbh & co. kG • enteGa Privatkunden Gmbh & co. kG • citiworks aG • e-ben Gmbh & co. kG • forest carbon Group aG • hSe natURpur energie aG • natURpur institut für klima- und Umweltschutz gemeinnützige Gmbh weitere iMMoBilien • bauverein aG • BVD Gewerbe Gmbh • heaG wohnbau Gmbh • BVD heimbau Gmbh & co. kG • Gemeinnützige Baugesellschaft mit beschränkter haftung erbach • BVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung kG • hSe wohnpark Gmbh & co. kG • immoSelect Gmbh • SoPhia hessen Gmbh • wohnungsgesellschaft heGeMaG Gmbh & co. nordhessen kG • wohnungsgesellschaft heGeMaG Gmbh & co. Südhessen kG weitere • eigenbetrieb immobilienmanagement Darmstadt (iDA) • GVD Grundstücksentwicklungs- und Verwertungsgesellschaft Darmstadt mbh • institut Wohnen und Umwelt Gmbh • Neue Wohnraumhilfe gGmbh • stadtwerke Langen immobilien Gmbh MoBilität • heaG mobilo Gmbh • heaG mobiBus Gmbh & co. kG • heaG mobiServ Gmbh • heaG mobitram Gmbh & co. kG • nahverkehr-Service Gmbh (nVS) weitere • DADiNA – Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation • frankfurt ticket rheinMain Gmbh • ivm Gmbh (integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement region frankfurt rheinMain) • rhein-Main-Verkehrsverbund Gmbh (rMV) GeSUnDheit • Klinikum Darmstadt Gmbh • Darmstädter gemeinnützige Kinderklinikenbetriebs-Gmbh • Klinikum catering service Gmbh • Krankenhaus-Dienstleistungsgesellschaft südhessen mbh • Medizinisches Versorgungszentrum am Klinikum Darmstadt Gmbh • ssG sanitätshaus am Klinikum Gmbh • ssG starkenburg service Gmbh • eigenbetrieb bäder der stadt Darmstadt • eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen • Dienstleistungs- und einkaufsgemeinschaft kommunaler Krankenhäuser e. G. im Deutschen städtetag • Zweckverband Gesundheitsamt der stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg kUltUR & konGReSSe • heaG kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh • eigenbetrieb bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt Darmstadt • eigenbetrieb Kulturinstitute der stadt Darmstadt • Gemeinnützige Kulturfonds frankfurt rheinMain Gmbh • Kulturregion frankfurtrheinMain gGmbh • Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt Gmbh & co. KG telekoMMUnikation • hSe Medianet Gmbh und töchter entSoRGUnG & aBwaSSeR • hSe entsorgung aG und töchter • hSe abwasserreinigung Gmbh & co. kG • eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (eAD) • ArGe Kilb / DeD • ArGe Meinhardt / DeD • awatech Gmbh • biolog Gmbh • Darmstädter entsorgungs- und Dienstleistungs Gmbh (DeD Gmbh) • Darmstädter recycling Zentrum Gmbh (DrZ Gmbh) • ZAs Zweckverband Abfallverwertung südhessen weiteRe aktiVitäten • heaG holding aG – Beteiligungsmanagement der wissenschaftsstadt Darmstadt (heaG) • cesah Gmbh centrum für satellitennavigation hessen • frankfurtrheinMain Gmbh international Marketing of the region • Gernsheimer hafenbetriebsGesellschaft mbh • stadt- und Kreis-sparkasse Darmstadt • süddeutsche Zuckerrübenverwertungs- Genossenschaft e. G. • WDb Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligungs Gmbh & co. KG • Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing Gmbh eneRGie • heaG Südhessische energie aG (hSe) • hSe Regenerativ Gmbh • hSe Solarpark lauingen Gmbh & co. kG • hSe Solarpark leiwen Gmbh & co. kG • hSe Solarpark thüngen Gmbh & co. kG • hSe windpark Binselberg Gmbh & co. kG • hSe windpark erksdorf Gmbh • hSe windpark haiger Gmbh & co. kG • hSe windpark Schlüchtern Gmbh • industriekraftwerk Breuberg Gmbh • hessenwasser Gmbh & co. kG • hSe netz aG • Verteilnetzbetreiber (VnB) Rhein-Main-neckar Gmbh & co. kG • hSe technik Gmbh & co. kG • enteGa energieeffizienz Gmbh & co. kG • coUnt+caRe Gmbh • enteGa Geschäftskunden Gmbh & co. kG • enteGa Privatkunden Gmbh & co. kG • citiworks aG • e-ben Gmbh & co. kG • forest carbon Group aG • hSe natURpur energie aG • natURpur institut für klima- und Umweltschutz gemeinnützige Gmbh weitere iMMoBilien • bauverein aG • BVD Gewerbe Gmbh • heaG wohnbau Gmbh • BVD heimbau Gmbh & co. kG • Gemeinnützige Baugesellschaft mit beschränkter haftung erbach • BVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung kG • hSe wohnpark Gmbh & co. kG • immoSelect Gmbh • SoPhia hessen Gmbh • wohnungsgesellschaft heGeMaG Gmbh & co. nordhessen kG • wohnungsgesellschaft heGeMaG Gmbh & co. Südhessen kG weitere MoBilität • heaG mobilo Gmbh • heaG mobiBus Gmbh & co. kG • heaG mobiServ Gmbh • heaG mobitram Gmbh & co. kG • nahverkehr-Service Gmbh (nVS) weitere kUltUR & konGReSSe • heaG kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh telekoMMUnikation • hSe Medianet Gmbh und töchter entSoRGUnG & aBwaSSeR • hSe entsorgung aG und töchter • hSe abwasserreinigung Gmbh & co. kG weiteRe aktiVitäten • heaG holding aG – Beteiligungsmanagement der wissenschaftsstadt Darmstadt (heaG) weRtSchÖPfUnG DeS heaG-konzeRnS fÜR Die StaDt UnD Die ReGion 2.128 Millionen eUr Umsatz konnte der heAG-Konzern im Jahr 2012 generieren. es ergibt sich daraus eine Wertschöpfung für die stadt und die region von rund 728 Millionen eUr. im einzelnen setzt sich die Wertschöpfung, unter berücksichtigung des jeweiligen regionalen Anteils, wie oben dargestellt zusammen. sonstige betriebliche Aufwendungen investitionen Dividende Personalaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen steuern 6 7heaG Geschäftsbericht 2012 Vorwort des Vorstands SehR GeehRte leSeRinnen, SehR GeehRte leSeR, 2012 WAr eiN besONDeres JAhr fÜr Die heAG UND ihre tOchterGeseLLschAfteN. GeMeiNsAM Mit UNsereN GeschäftsPArtNerN AUs Der stADt UND Der reGiON sOWie DeN bÜrGeriNNeN UND bÜrGerN hAbeN Wir UNser 100-JähriGes firMeNJUbiLäUM GeWÜrDiGt. PAsseND ZUM JUbiLäUM KONNte iM ZUrÜcKLieGeNDeN GeschäftsJAhr eiN sehr GUtes UNterNehMeNserGebNis erZieLt WerDeN. eines der Ziele unserer täglichen Arbeit ist es, Potenziale in Darmstadt und der region zu wecken. Zahlreiche beispiele zeigen, dass uns das im Jahr 2012 in allen Geschäfts- feldern gelungen ist. Ob mit der Verabschiedung des Darmstädter beteiligungskodex, dem rückkauf der Anteile an der heAG südhessische energie AG (hse) von e.ON durch die heAG, der Vereinbarung von dauerhaften Ausschüttungen durch die bauverein AG oder der stetigen Weiterentwicklung der heAG mobilo Gmbh in den bereichen Nachhal- tigkeit und Kundenzufriedenheit – alle diese Projekte haben dazu geführt, dass sich die Darmstädter stadtwirtschaft zum Wohl der bürgerinnen und bürger weiterentwickelt hat. Mit unserer Zukunftsstudie „heAG 2040 – die stadtwirtschaft von morgen“ haben wir außerdem gezeigt, in welchen bereichen entwicklungspotenziale für die Unternehmen der stadtwirtschaft liegen können. in enger Zusammenarbeit mit unseren beteiligungen, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der region nutzen wir die stärken der stadtwirtschaft, um die Leistungen der Daseinsvorsorge zu gestalten und weiterzuentwickeln. in diesem Jahr haben wir ihnen zu unserem Geschäftsbericht einen heAG-bleistift beige- legt. Der stift ist aus nachhaltiger forstwirtschaft (nach fsc) und cO 2-neutral hergestellt. Nutzen sie die Gelegenheit und bringen sie ihre ideen für die Darmstädter stadtwirt- schaft zu Papier. Doch nun wünschen wir ihnen zunächst eine angenehme und interessante Lektüre, DR. MaRkUS hoSchekDR. klaUS-Michael ahRenD 8 9heaG Geschäftsbericht 2012 Mitglieder des Aufsichtsrats 1 2 4 5 10 11 7 8 13 14 DeR aUfSichtSRat DeR heaG aG 1 Jochen PaRtSch Oberbürgermeister, Darmstadt, Vorsitzender 2 anDRé SchellenBeRG Dipl.-Volkswirt, stadtkämmerer, Darmstadt, s tellvertretender Vorsitzender 3 willi heleine 1 kfm. Angestellter, reinheim, s tellvertretender Vorsitzender 4 hanno Benz Unternehmensberater, stadt- verordneter, Darmstadt, s tellvertretender Vorsitzender 5 YÜcel akDeniz Dipl.- sozialpädagoge, s tadtverordneter, Darmstadt, 6 Ralf aRneMann Dipl.-Mathematiker, s tadtrat, Darmstadt 7 iRiS BachMann bibliothekarin i. r ., stadträtin, Darmstadt 8 hanS -weRneR eRB Dipl.-Kfm., Mitglied des Vorstands der sparkasse Darmstadt, Darmstadt 9 PeteR fRanz r echtsanwalt, stadtverordneter, Darmstadt 10 hanS fÜRSt Angestellter, stadtverordneter, Darmstadt 11 katJa fUnk 1 Dipl.-Kffr., kfm. Angestellte, Darmstadt 12 wilhelM kinS Vorstandsvorsitzender GhV Darmstadt, stadtverordneter, Darmstadt 13 BRiGitte linDScheiD r echtsanwältin, stadträtin, Darmstadt 14 DaGMaR MetzGeR r echtsanwältin, Justitiarin sparkasse Darmstadt, s tadtverordnete, Darmstadt 15 GÖRan PeRkUhn 1 kfm. Angestellter, reinheim 16 RolanD SPeiSeR1 kfm. Angestellter, reichelsheim 17 iSaBelle welPot1 Dipl.-betrw. bA, kfm. Angestellte, Griesheim 18 RaineR wÜSt1 kfm. Angestellter, fischbachtal 1 Arbeitnehmervertreter 3 6 12 9 1 2 4 5 10 11 7 8 13 14 15 16 17 18 10 11heaG Geschäftsbericht 2012 ein BReiteS PoRtfolio Mit Vielen Potenzialen 100 JAhre heAG: GrUNDLeGeNDe eNtscheiDUNGeN hAbeN iM JUbiLäUMsJAhr NeUe iMPULse fÜr Die eNtWicKLUNG Der stADt UND ihrer UNterNehMeN GesetZt. ALs LeistUNGsstArKe NetZWerKOrGANisAtiON steLLte Die heAG NAchhALtiG Die WeicheN fÜr Die ZUKUNft Der GesAMteN reGiON – VOr ALLeM DUrch DeN rÜcKKAUf Der hse-AKtieN. GeMeiNsAM Mit DArMstäDter bÜrGeriNNeN UND bÜrGerN WÜrDiGte Der KONZerN seiN 100-JähriGes besteheN. Als führungsgesellschaft des heAG-Kon- zerns und Partner der über 170 beteiligun- gen der Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt die heAG wirtschaftliche und städ- tische Ziele. Als effektives beteiligungs- management bündelt sie die komplexen Kräfte der stadtwirtschaft und vernetzt Unternehmen, die den Alltag der Wissen- schaftsstadt mitprägen. Die städtischen beteiligungen gliedern sich in acht Ge - schäftsfelder: energie, immobilien, Mo- bilität, Gesundheit, Kultur & Kongresse, telekommunikation, entsorgung & Ab- wasser sowie weitere Aktivitäten. Mit hohem engagement unterstützt die heAG strategisch und operativ Projekte und entwickelt synergien, die mit blick auf die Daseinsvorsorge realisiert werden. zUR RichtiGen zeit zUkUnftSoRientieRt hanDeln in ihrem Jubiläumsjahr ergab sich für die heAG die einmalige Gelegenheit, einen 40-prozentigen Aktienanteil an der heAG südhessische energie AG (hse) vom energiekonzern e.ON zurückzukaufen. Mit dem erwerb des Aktienpakets stockte die heAG ihre beteiligung an dem regionalen energieversorger von 53 auf 93 Prozent auf. Dadurch konnte sie ihren einfluss, und den der stadt, sichern und deutlich ver- größern. seit vielen Jahren hält erstmals kein Großkonzern mehr beteiligungen an der hse. Die weiteren sieben Prozent gehören Landkreisen, Kommunen in der region, der heAG Pensionszuschusskasse (PZK) sowie Mitarbeitern. Durch erfolgreiche Verhandlungen seit 2010 konnte ein günstiger Kaufpreis erzielt werden. Auch profitierte die heAG von gesunkenen finanzierungszinsen. „Die durch die rekommunalisierung gewonnene Unabhängigkeit ist ein wichtiger schritt, die Positionierung der hse als Nachhaltigkeitskonzern voranzu- treiben“, kommentierte heAG-Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend das historische ereignis. Die hse hatte in der Vergangen- heit beständig in erneuerbare energien investiert. Mit dem Aktienrückkauf gewinnt die heAG neue strategische handlungsmöglichkeiten. so können z. b. die Kooperationen mit stadt und region weiterentwickelt werden. Auch der beitrag der hse zur Positionierung Darmstadts als stadt der Nachhaltigkeit kann damit vergrößert werden. Die heAG war auch 2012 daran beteiligt, im rahmen der wirkungsorientierten haushaltskonsolidierung der Wissen- schaftsstadt Darmstadt Optimierungspo- tenziale zu identifizieren, um Gemeinkos- ten zu senken. Projekte wie der gemein- same einkauf von bürozubehör oder rei- fen für den fuhrpark sowie die senkung von weiteren Aufwandstreibern, z. b. durch die Optimierung von Zins- oder steueraufwand, tragen zur haushaltskon- solidierung bei. für höchste effizienz im Zahlungsverkehr wurde ein konzernweites cash-Management realisiert. eine Ver- sicherungsservice-Gesellschaft wird sich außerdem künftig gebündelt um die Ver- sicherungen der beteiligungen kümmern. StanDaRDS fÜR ÖkonoMie UnD tRanSPaRenz Die stadtwirtschaftsstrategie definiert die Wachstumsziele der stadt für ihre be- teiligungen. Diese dient als Leitfaden für die wirtschaftliche entwicklung. ein stra- tegieinstrument ist das stadtwirtschaftsfo- rum, das 2012 bereits zum vierten Mal von der heAG ausgerichtet wurde und den Dialog zwischen der stadtwirtschaft und politischen entscheidern fördert. Über Zielvereinbarungen mit den führungskräf- ten aller partizipierenden Unternehmen verankert die heAG zudem kommunale 12 13heaG Geschäftsbericht 2012 vor Ort in Vorträgen, Multimediainstallati- onen oder filmen über die heAG, hse, bauverein AG und heAG mobilo Gmbh zu informieren. eine straßenbahn-Jubiläums- linie mit der Nummer 100 brachte die besucher jeweils im Viertelstundentakt zu den Unternehmen. Darüber hinaus rief ein Zukunftswettbewerb schulklassen, aber auch alle anderen bürgerinnen und bürger aus Darmstadt und Umgebung auf, kreativ und aktiv die Zukunft der stadtwirtschaft mitzugestalten. Mit der studie „heAG 2040 – die stadtwirt- schaft von morgen“ warf der Konzern einen blick in die Zukunft. sie wurde an- lässlich des Jubiläums in Auftrag gegeben und widmet sich der frage, welchen Ansprüchen Unternehmen der stadtwirt- schaft gerecht werden müssen, um den Menschen in der region auch künftig eine hohe Lebensqualität bieten zu können. Vorstände und Geschäftsführer aus Unter- nehmen der stadtwirtschaft sowie weitere Darmstädter experten geben darin ein- schätzungen und entwerfen strategien, wie die wesentlichen Geschäftsfelder – energie, immobilien und Mobilität – rich- tungsweisend weiterentwickelt und nach- haltig ausgerichtet werden können. schon heute geht die heAG beim thema Nachhaltigkeit neue Wege und entspricht für 2012 als erste kommunale beteili- gungsholding in Deutschland dem Deut- schen Nachhaltigkeitskodex. Gute bei- spiele dafür, wie die heAG Nachhaltigkeit lebt, sind ihr engagement als Mitglied in der Umweltallianz hessen und die Mit- arbeit im Klimaschutzbeirat der Wissen- schaftsstadt Darmstadt. Die heAG arbeitet zudem seit 2011 cO 2-neutral und wurde 2012 vom ADfc als „fahrradfreundlicher betrieb“ zertifiziert. ein weiteres beispiel für das engagement der heAG ist die Verabschiedung von Nachhaltigkeitsleitli- nien für das Unternehmen. Die Leitlinien decken neben der ökologischen und ökonomischen auch die soziale Nachhal- tigkeit ab. so ist darin beispielsweise festgelegt, dass ehrenamtliches engage- ment der Mitarbeiter ausdrücklich geför- dert wird. Die heAG wird auch künftig in neuen, aber auch bestehenden Projekten als verlässli- cher Partner die stadtwirtschaft im inter- esse der stadt weiterentwickeln und die hohe Qualität des standorts sichern. sie behält dabei auch stets die Menschen im blick, die in der region leben und ar- beiten. Darüber hinaus schafft die heAG in ihrem engagement rahmenbedingungen, die beispielsweise die Vereinbarkeit von beruf und familie erleichtern und Mit- arbeiter effektiv fördern. Denn die Mit- arbeiter sind die basis des erfolgs der stadtwirtschaft. Mit der Unterzeichnung der charta der Vielfalt bekennt sich die heAG zur Vielfalt in der Unternehmens- kultur, die frei von Vorurteilen ist und jede Mitarbeiterin, jeden Mitarbeiter in seiner Persönlichkeit wertschätzt. Zwei institutio- nen unter dem Dach der heAG kümmern sich dabei besonders um das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wäh- rend die heAG Pensionszuschusskasse ihren Mitgliedern eine sichere Altersvor- sorge bietet, deckt die betriebseigene Krankenkasse heAG bKK alle fragen im bereich Gesundheit und Vorsorge ab. Auch die heAG bKK feierte 2012 ihr 100-jähri- ges bestehen und blickte in einem festakt auf eine erfolgreiche Unternehmensge- schichte zurück. Vorgaben in den städtischen beteiligun- gen. Um die verfolgten Ziele weiterhin wirkungsvoll zu sichern, hat die Wissen- schaftsstadt Darmstadt die heAG beauf- tragt, den Darmstädter beteiligungskodex zu erarbeiten. er enthält im sinne der Public corporate Governance verbindliche standards für eine gute und verantwor- tungsvolle Unternehmensführung sowie Vorgaben für die besetzung von führungs- und Aufsichtspositionen. „Der Darmstädter beteiligungskodex ist ein Meilenstein für die stadtwirtschaft. Durch ihn werden die Unternehmen der stadtwirtschaft, ganz im sinne der bürgerinnen und bürger, zu Wirtschaftlichkeit und transparenz ver- pflichtet“, erklärt heAG-Vorstand Dr. Mar- kus hoschek. bei der entwicklung dieses Ordnungsrahmens waren alle fachdezer- nenten, der stadtwirtschaftskoordinator sowie experten aus der Politik beteiligt. er soll für alle beteiligungen unabhängig von der rechtsform gelten. Der jährliche beteiligungsbericht enthält relevante informationen zu allen Unter- nehmen, an denen die stadt zu mindes- tens 20 Prozent beteiligt ist. er wird in Zusammenarbeit mit dem referat stadt- wirtschaftskoordination erstellt und bietet einen verständlichen Überblick über die komplexen Zusammenhänge. „Mit ihm machen wir sichtbar, wie die Unterneh- men der stadtwirtschaft arbeiten und was sie damit für die stadt und ihre bürgerin- nen und bürger erreichen“, sagt Oberbür- germeister und beteiligungsdezernent Jochen Partsch. für die verständliche, öffentlichkeitsnahe Ausarbeitung wurde 2012 der 500 seiten starke beteiligungs- bericht von der hamburger helmut- schmidt-Universität als vorbildlich gelobt. für ein hohes Maß an transparenz sorgt ebenfalls ein bericht, in dem die heAG regelmäßig den Magistrat der Wissen- schaftsstadt Darmstadt über die entwick- lung von rund 30 ausgewählten beteili- gungen informiert. Neben Gewinn- und Verlustrechnungen werden unterneh- mensspezifische Kennzahlen sowie An- gaben zu Abweichungen oder zur risiko- lage dargebracht. Dieser regelmäßige Überblick ermöglicht dem Magistrat gegebenenfalls, frühzeitig einfluss zu nehmen. für transparenz durch information und ihren beispielhaften Dienstleistungsge- danken wurde die heAG 2012 mit dem Zertifikat „serviceQualität Deutschland“ ausgezeichnet. Damit wurden ihre fähig- keiten gewürdigt, Abläufe zu beschleuni- gen und kooperative Projekte zu initiieren – eine Vielseitigkeit, die die heAG im Laufe ihrer langjährigen entwicklung erworben hat, wie auch die im Jubiläumsjahr 2012 erschienene Unternehmenschronik ver- deutlicht. Der Darmstädter stadtarchivar Dr. Peter engels zeichnet darin die erfolg- reiche Unternehmensgeschichte von 1912 bis heute nach, befasst sich dabei aber auch erstmals mit der rolle der heAG während der Zeit des Nationalsozialismus. 100 JahRe heaG – StaDtwiRtSchaft Von MoRGen Die heAG feierte 2012 ihren 100. Geburts- tag. 1912 wurde sie als hessische eisen- bahn-Aktiengesellschaft gegründet. Unter dem titel „100 Jahre heAG – 100 Jahre Motivation für die Zukunft“ wurden stadtrundgänge und besichtigungen bei- spielsweise von biogasanlagen und dem Müllheizkraftwerk veranstaltet. Die Jubi- läumsaktionen begleiteten das gesamte Jahr und endeten erst im frühjahr 2013 mit dem symposium „heAG & tU: stadt- leben“. Zu den höhepunkten der rund 70 Veranstaltungen zählte der tag der offenen tür. Der Aktionstag gab bürgerin- nen und bürgern Gelegenheit, sich direkt bei der erlebnisrallye am tag der offenen tür wurden attraktive Preise verlost. Der hauptpreis: ein e-bike. Auch für die jüngsten besucher hielt die Veranstaltung jede Menge spiel, spaß und spannung bereit. Die studie „heAG 2040 – die stadt- wirtschaft von morgen“ wirft einen blick in die Zukunft. Der festakt in adäquaten räumen: früher „centralstation für elektrische beleuchtung“, heute Ort der Kultur im herzen der Wissenschaftsstadt. 14 15heaG Geschäftsbericht 2012 energie GeMeinSaM Die zUkUnft DeR ReGion GeStalten Die heAG sÜDhessische eNerGie AG (hse) UND ihre tOchterUNterNehMeN hAbeN DeN WANDeL ZUM NAchhALtiGKeitsKONZerN LäNGst VOLLZOGeN: JetZt hAt Die hse Mit Der iNitiAtiVe GreeN reGiON eiNeN WAchstUMsMOtOr GestArtet, Der Die chANceN Der eNerGieWeNDe erGreifeN UND POteNZiALe iM VerbUND Mit KUNDeN Der reGiON sOWie Mit POLitiK, iNDUstrie, hANDWerK UND fiNANZWirtschAft erschLiesseN sOLL. UM DAUerhAft erfOLGreich ZU seiN, MUss eiN UNterNehMeN JeDOch GeLeGeNtLich AUch UNbeQUeMe WeGe GeheN. Die NeUAUsrichtUNG Der UNterNehMeNsLeitUNG ist NUN AbGeschLOsseN. Die hse versorgt rund eine Million Men- schen in privaten haushalten, in der indus- trie und im Gewerbe mit strom, erdgas, trinkwasser, Wärme und technischen Dienstleistungen. Als regionaler Versorger hat die hse frühzeitig begonnen, den Menschen eine Daseinsvorsorge zu bieten, die modernen Ansprüchen gerecht wird, indem sie in ihrem unternehmerischen handeln neben ökonomischen auch öko- logische Aspekte berücksichtigt. Unter dem Motto „Vermeiden, verringern, kom- pensieren“ treibt sie mit einer Nachhaltig- keitsstrategie und dem konsequenten Ausbau regenerativer energien gezielt die energiewende voran. heute zählt der Kon- zern zu Deutschlands führenden energie- und infrastrukturdienstleistern und zu den größten Anbietern von Ökostrom und cO 2-neutralem Gas. ein notwenDiGeR SchRitt fÜR Den konzeRn Am erfolg der hse sind rund 2.600 Mit- arbeiter beteiligt. sie finden stets inno- vative Lösungen für aktuelle herausforde- rungen. An ihrer spitze stand bis Januar 2012 Albert filbert, seit 2003 hse-Vor- standsvorsitzender. Mit ihm entwickelte sich die hse zum selbstbewussten Nach- haltigkeitskonzern. Nach seinem Ausschei- den ergänzte ab februar für kurze Zeit christine scheel die hse-Vorstände holger Mayer und Andreas Niedermaier. Aufgrund unterschiedlicher einschätzun- gen über die strategische Ausrichtung der hse verschlechterte sich die Zusammenar- beit zwischen der Mehrheitsaktionärin und dem hse-Vorstand. Um schaden ab- zuwenden, beschloss der Aufsichtsrat der heAG ende April 2012, christine scheel und holger Mayer das Vertrauen zu ent- ziehen und die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Andreas Niedermaier, der seit 2010 als Vorstand für Personal und regulierte technik amtiert, wurde von dieser entscheidung ausgenommen. Als verbliebener hse-Vorstand übernahm er zwischenzeitlich die Verantwortung über alle Geschäftsbereiche des Unterneh- mens. Mit eRfahRUnG – fÜR Die RichtiGe Balance im Juni 2012 ernannte dann der hse-Auf- sichtsrat Michael böddeker und Karl-heinz Koch zu Vorstandsmitgliedern. beide wur- den übergangsweise berufen. sie sind der heAG und der hse seit Langem eng ver- bunden und waren bereit, das Unterneh- men in dieser schwierigen Phase zu führen. Michael böddeker leitete bis zu diesem Zeitpunkt als Geschäftsführer den bereich der hse-Vertriebstochter eNteGA Geschäftskunden und prägte 2003 maß- geblich die fusion von heAG Versorgungs- AG und südhessische Gas und Wasser AG. Karl-heinz Koch, selbst lange Jahre bei der südhessische Gas und Wasser AG beschäf- tigt, wirkte bis 2010 als sprecher der eNteGA-Geschäftsführung und war zwi- schen 2003 und 2005 Geschäftsführer von eNteGA service – die heute unter cOUNt+cAre firmiert. Die interimsvorstän- de können trotz ihrer kurzen Amtszeit eine positive bilanz ziehen: neben dem start der GreeN-reGiON-initiative und struktu- rellen Verbesserungen in den bereichen Personal und Organisation war ihre Arbeit maßgeblich dafür, dass sich der erfolg der hse wieder stabilisiert hat. im Dezember 2012 wählte der hse-Auf- sichtsrat die neuen Vorstände: Dr. Marie- Luise Wolff-hertwig und Dr. Kristian Kas- sebohm. Mit ihnen konnte die hse zwei erfahrene Manager aus der energiewirt- schaft gewinnen. Dr. Kristian Kassebohm löste bereits im April dieses Jahres Karl- heinz Koch als finanzvorstand ab. 16 17heaG Geschäftsbericht 2012 energie ZDf-Moderator Wulf schmiese (li.) im Gespräch mit Professor Klaus töpfer – bundesumweltminister a. D. – über die effizienzrevolution. region von der energiewende profitieren kann. Als redner gewannen hse und eNteGA Professor Peter Droege, Präsident von eurosolar e. V., sowie Professor Klaus töpfer, Direktor des Potsdamer Nachhal- tigkeitsinstituts iAss. in einer talkrunde diskutierten unter anderem Dr. Gerd Lands- berg, Präsidialmitglied des Deutschen städte- und Gemeindebundes, und hans- Joachim reck, hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen e. V. neUe weGe iM eneRGieGeSchäft Unabhängig von GreeN reGiON treibt die hse ihre ideen für Zukunftsenergien stetig voran. im vergangenen Jahr hat sie be- gonnen, sich als energieeffizienzdienstleis- ter auszurichten. in der eNteGA energieef- fizienz Gmbh bündeln sich nun Kompeten- zen rund um die fragen, wie sich energie einsparen und planvoll nutzen lässt. beim Angebot von Ökostrom und klimaneutra- lem erdgas ist das Unternehmen bereits sehr gut aufgestellt. Jetzt ist das Ziel, Pri- vat- und Geschäftskunden eine noch effizientere und nachhaltigere Nutzung der energien zu ermöglichen. Diesen viel- versprechenden Markt möchte das Unter- nehmen gemeinsam mit Partnern in der region erschließen. ein weiterer wichtiger Zukunftsbereich sind die intelligenten Netze. hier geht es darum, das schwankende stromangebot der regenerativen energien mit der Nach- frage besser in einklang zu bringen. Des- halb beteiligte sich die hse als Konsortial- führer am eU-forschungsprojekt „Web 2energy“, mit dem ein einheitlicher Kommunikationsstandard für intelligente energienetze (smart Grids) erarbeitet wurde. Ausgewählte haushalte erhielten in einem Praxistest einen intelligenten Verbrauchszähler (smart Meter). Die smart Meter übermittelten den teilnehmern über ein Ampelsystem die informationen, wann besonders viel oder wenig regene- rativer strom erzeugt wird. Auf der basis dieser informationen konnten die teilnehmer ihr Verbrauchsverhalten auf das stromangebot abstimmen. Die forschungsergebnisse stehen der Allge- meinheit zur Verfügung. Die im Projekt gewonnenen erfahrungen liefern wichtige impulse für die hse auf dem Weg zu einem intelligenteren energiesystem. Mit dem Wissen, dass dezentrale energie- versorgung mit erneuerbaren energien künftig die zentrale energieversorgung aus Großkraftwerken langfristig ablösen wird, hat die hse auch 2012 ihre Windpark- und Photovoltaikanlagen erweitert. in einem vom hessischen Umweltministerium geförderten Projekt konnte erstmals aus 800 Meter tiefe erdwärme erschlossen werden, mit dem ein südhessisches Unter- nehmen versorgt wird. Darüber hinaus sollen die Menschen aus der region in Zukunft stärker an der hse beteiligt werden. in einer Kooperation mit der sparkasse Darmstadt bot die hse einen sparkassen-brief als grüne investition an. Das daraus erzielte Volumen wurde als Kredit an die hse weitergereicht und in den weiteren Ausbau regenerativer energien und energieeffizienz investiert. Kassebohm ist rechtsanwalt und war zuvor im Konzern der stadtwerke frankfurt am Main holding Gmbh Prokurist und be- reichsleiter Unternehmensentwicklung sowie Geschäftsführer von Gesellschaften des beteiligungscontrollings und des energiehandels. Dr. Marie-Luise Wolff- hertwig folgte im Juli und übernahm von Michael böddeker das Amt als Vorstand Vertrieb und Produkte. beim frankfurter energieversorger war sie als Vorstand seit 2009 verantwortlich für energiebezug und -handel sowie für Marketing, Vertrieb und Kundenservice. Gemeinsam mit Andreas Niedermaier werden Dr. Marie-Luise Wolff-hertwig und Dr. Kristian Kassebohm künftig in guter balance die interessen des Unternehmens und der Anteilseigner vertreten und die regionale Kooperation intensivieren. Potenziale fÜR nachhaltiGeS wiRtSchaftSwachStUM GreeN reGiON ist eine gemeinsame initiative von hse und eNteGA, die ein ökologisches und kooperatives Wachs- tumsmodell für die gesamte region rhein-Main-Neckar beschreibt. ihr Ziel: Potenziale innovativer energiedienstleis- tungen erschließen, die sich durch die energiewende ergeben. bei der erzeugung und Versorgung der Menschen mit er- neuerbarer energie ist die hse bereits sehr gut aufgestellt. sie verzichtet seit 2008 auf Atomkraft, erzeugt das stromangebot konsequent als cO 2-freien Ökostrom und stellte 2012 die Mehrzahl der Privatkun- den auf einen klimaneutralen erdgastarif um. bis 2015 investiert sie über eine Mil- liarde euro in eigene erzeugungsanlagen für erneuerbare energien. Über den Aus- bau regenerativer energien hinaus bietet vor allem der bereich energieeffizienz ein enormes Leistungsvermögen für nachhal- tiges Wirtschaftswachstum. Die hse rech- net für diesen Zukunftsmarkt bis 2030 mit einem investitionspotenzial von rund 300 Milliarden euro und rund 130.000 möglichen neuen Arbeitsplätzen. eine Umfrage der Zeitschrift focus Money zeigt, dass die hse mit ihrem nachhalti- gen Angebot und ihrem service auf dem richtigen Weg ist. Die eNteGA, die als Ver- triebsmarke der hse die Kundinnen und Kunden in der region mit Ökostrom und klimaneutralem erdgas versorgt, wurde dort als „fairster stromanbieter“ mit der Kundenbewertung „sehr gut“ ausgezeichnet. Künftig werden sich alle Versorgungsun- ternehmen ökologisch ausrichten müssen – die hse hat diesen schritt eingeleitet. Aus Verantwortung für die region will die hse mit GreeN reGiON schon jetzt einen schritt weitergehen und diesen Zukunfts- markt aktiv gestalten. es gilt, neuartige Verfahren zu etablieren, die effizienz, Leis- tung und Produktivität zu steigern, dabei emissionen zu reduzieren und ressourcen zu schonen. Dieses Ziel – eine Pionierstel- lung in der energiewende einzunehmen – lässt sich nur in engen, partnerschaftli- chen Kooperationen mit städten und Ge- meinden, Verwaltung und Verbänden, handwerk und industrie, Wirtschaft und Wissenschaft realisieren. Die hse will dabei keine Monopolstellung ausbauen, sondern vielmehr ein Netzwerk bilden, von dem alle Akteure profitieren. Gemein- sam mit allen beteiligten will sie aus der region für die region eine zusätzliche Wertschöpfung schaffen. GreeN reGiON wurde erstmals Mitte De - zember 2012 auf einer Konferenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt präsentiert, an der mehr als 500 experten aus energie- wirtschaft, Politik, industrie, handwerk und finanzwirtschaft teilnahmen. in parallelen tagungen und gemeinschaftli- chen Diskussionen befassten sie sich mit der frage, wie die rhein-Main-Neckar- im November 2012 nahm die heAG den Windpark erksdorf mit knapp sieben Megawatt Leistung in betrieb. Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich in Groß-Umstadt beim start des ersten tiefengeothermie- Projekts in hessen. GreeN reGiON wurde erstmals auf einer Konferenz präsentiert, an der über 500 experten aus energiewirt- schaft, Politik, industrie, handwerk und finanzwirtschaft teilnahmen. 18 19heaG Geschäftsbericht 2012 immobilien nachhaltiGe StaDtentwicklUnG – eine GeMeinSchaftSaUfGaBe, Die Sich lohnt AUch 2012 WAr fÜr Die bAUVereiN AG eiN erfOLGreiches JAhr. ALs KOMMUNALes WOhNUNGsUNterNehMeN GestALtet sie Die PLANVOLLe stADteNtWicKLUNG MAssGeb- Lich Mit. JAhr fÜr JAhr schAfft sie NeUeN UND MODerNisiert besteheNDeN WOhN- rAUM, iMMer OrieNtiert AN DeN beDÜrfNisseN Der MeNscheN. Mit PrOJeKteN Wie DeM PAssiVhAUs „GReenAGeone“ LeGt sie GrUNDsteiNe fÜr eiNe ZUKUNftsWeiseNDe WOhNiNfrAstrUKtUr. Der erfolg der bauverein AG lässt sich messen – und zwar in Zahlen, die die Wirtschaftskraft über einen längeren Zeitraum beschreiben. Mit dem Wettbe- werb „Deutschlands beste“ wurden die 50 langfristig erfolgreichsten deutschen Unternehmen auf den Prüfstand gestellt. ein Jahresumsatz von mehr als 50 Mil- lionen euro war die Voraussetzung zur teilnahme. Ausgelobt wurde dieser Nach- haltigkeitspreis erstmals 2012 von der Wirtschaftsprüfungs- und beratungsgesell- schaft Pricewaterhousecoopers sowie der „Welt“-Verlagsgruppe. Die Jury wählte die bauverein AG unter die zehn besten Un- ternehmen. bewertet wurden zu 80 Pro- zent die wirtschaftliche Leistung der vergangenen drei Jahre und zu 20 Prozent das engagement sowie die daraus resul- tierenden erfolge für nachhaltige Unter- nehmensführung. Die bauverein AG wurde aufgrund ihrer sanierungsmaßnahmen, die zur senkung von cO 2-emissionen beitragen, sowie für ihr soziales engage- ment gewürdigt. seit vielen Jahren setzt sie sich mit der energetischen Modernisie- rung von Wohnungsbeständen für den Klimaschutz ein. eine ihrer grundlegenden Aufgaben ist es, sozialen und bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Als erstes Un- ternehmen der deutschen Wohnungswirt- schaft hatte die bauverein AG bereits 2009 einen corporate social responsibility report nach internationalen standards veröffentlicht, der mittlerweile alljährlich kombiniert mit dem Geschäftsbericht erscheint. Mit der teilnahme an „Deutsch- lands beste“ ergriff sie die Gelegenheit, ihre nachhaltig ausgerichtete Unterneh- mensführung von renommierten Wirt- schaftsexperten überprüfen zu lassen – mit einem höchst erfreulichen ergebnis. hanS-JÜRGen BRaUn VeRlänGeRt Seine aMtSzeit Die Ausrichtung des Unternehmens mit seiner positiven entwicklung wurde in den vergangenen zehn Jahren von Dr.-ing. hans-Jürgen braun wesentlich geprägt. er ist seit 2003 Vorstandsvorsit- zender der bauverein AG und wurde im August 2012 erneut vom Aufsichtsrat in seinem Amt bestätigt. „ich blicke auf spannende Jahre zurück, in denen das Unternehmen viele wichtige Projekte realisiert hat. Gleichzeitig freue ich mich, dass ich viele angefangene und noch in Planung befindliche, genauso spannende Vorhaben noch länger begleiten kann“, sagte hans-Jürgen braun. in seiner bisherigen Amtszeit wurden mehrere wirtschaftlich erfolgreiche Projekte realisiert, wie die Zusammenführung von heGeMAG und bauverein AG, der bau des Kongresszentrums darmstadtium oder des Passivhauses „WohnArt3“. Nun wird er die spitze bis Mitte 2015 anführen und gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Daniela Wagner und Michael siebel für Kontinuität in der Unternehmensführung sorgen. in kooPeRation Sozialen wohnRaUM fÖRDeRn Die bauverein AG arbeitet konstruktiv und vertrauensvoll mit dem Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen. Dies wird sich künftig gerade im hinblick auf die bereitstellung von sozialwoh- nungen intensivieren. etwa 1.000 Woh- nungen werden in den nächsten Jahren aus der Mietpreisbindung fallen und die Wohnungssituation weiterhin verschärfen. Um diesem trend entgegenzuwirken und eine entspannung des sozialen Wohnungs- markts zu erreichen, haben sich die bauverein AG und die Wissenschaftsstadt Darmstadt 2012 zu einer Kooperation entschlossen, die 2013 wirksam wurde. Als kommunales Wohnungsunternehmen hat sich die bauverein AG dabei verpflich- 20 21heaG Geschäftsbericht 2012 immobilien 19 neue geförderte Wohnungen der bauverein AG in der rüdesheimer straße. beziehungsweise auf die Passivhausstan- dards nehmen. bei „greenageone“ wurden neben architektonischen auch planungsrechtlich bedingte Konzeptände- rungen vorgenommen. Anstatt eines ursprünglich geplanten satteldachs sieht der bebauungsplan nun ein flach geneig- tes Dach vor. Darüber hinaus wird das oberste Geschoss als staffelgeschoss mit großen terrassen umgesetzt. Kurzum: eine innovative und zukunftsweisende bauweise. ein netzweRk fÜR zUkUnftSoRientieRteS wohnen An „buildtog“ beteiligen sich immobilien- dienstleister u. a. aus frankreich und schweden. einzige teilnehmerin der deut- schen Wohnungswirtschaft ist die bau- verein AG, die als erste mit der bauphase begonnen hat. sie zählt außerdem zu den Gründungsmitgliedern des 2006 ins Leben gerufenen Kompetenzzentrums eUrhONet, dem mittlerweile 27 internationale Wohn- ungsunternehmen angehören. Das euro- päische Netzwerk ergründet und gestaltet in unterschiedlichen internationalen Proj- ekten zukunftsorientiertes Wohnen. im Vordergrund stehen dabei die entwicklung verbindlicher standards und der Wissens- transfer zwischen den Mitgliedern. Auch beim Passivhausprojekt „buildtog“ gibt es einen regen Austausch. Der entstehungs- prozess wird von besichtigungsterminen und schwerpunkt-Meetings zu themen wie Lebenszyklusanalyse oder Kosteneffi- zienz begleitet. Über einen webbasierten sharepoint erhalten die teilnehmer ein- blick in aktuelle Projektdaten der Partner. Das Know-how der bauverein AG über Passivhäuser ist gefragt. so besichtigte im Dezember 2012 eine Delegation aus Lanzhou „greenageone“. Die in der Pro- vinz Gansu liegende stadt ist eine der ersten chinesischen Kommunen, die för- dermittel für energieeffiziente Wohnbau- projekte erhalten. ebenso sind schulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und aus der region eingeladen, sich über „greenage- one“ zu informieren und im naturwissen- schaftlichen Unterricht mit dem Passiv- hausbau zu beschäftigen. Um weitere Potenziale bei energiesparendem bauen zu erschließen, startet die bauverein AG im Jahr 2012 unter anderem eine Ko- operation mit der technischen Universität Darmstadt. ein Ziel des Projekts ist, die Kosten für den bau von Passivhäusern so weit zu senken, dass diese kein Nischen- produkt mehr sind. Ab 2020 sollen neue Wohngebäude dann ausschließlich im Passivhausstandard errichtet werden. 2014 wird „greenageone“ erfolgreich abgeschlossen sein – nicht der einzige Grund, im kommenden Jahr zu jubilieren. Denn die bauverein AG, 1864 als bauver- ein für Arbeiterwohnungen in Darmstadt gegründet, feiert 2014 ihr 150-jähriges bestehen. tet, bis 2020 jährlich rund 100 geförderte Wohnungen für einkommensschwache Menschen bereitzustellen. bezahlbarer Wohnraum für studierende, den die bauverein AG gemeinsam mit ihrem tochterunternehmen heAG Wohn- bau Gmbh rechtzeitig zum Wintersemes- ter 2012 / 13 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Verfügung gestellt hat, hat im vergangenen Jahr für zusätzliche ent- spannung gesorgt. Mit 36 neuen Wohn- plätzen in eberstadt-süd wurde die Zahl der Wohnplätze für studierende in diesem stadtteil auf 83 erhöht, 17 Wohnplätze entstanden in der Kirchstraße 2 und Wohnraum für bis zu sechs studenten wurden am friedensplatz in zentraler Lage erschlossen. Die bauverein AG ergänzt mit ihren insgesamt 475 Wohnplätzen das Angebot des studentenwerkes, das über weitere 574 Wohnplätze verfügt. Die bauverein AG hat 2012 rund 6.700 Wohnungen aus dem ehemaligen heGe- MAG-bestand in Mittel- und südhessen zurückgekauft. sie nutzte dazu ein ihr bereits 2002 im rahmen eines sale- and-lease-back-Verfahrens eingeräumtes Vorkaufsrecht. Durch den rückkauf der Wohnungen konnten Zinsbelastun- gen gesenkt und die bewirtschaftung der Objekte weiter optimiert werden. innoVatiVe, eneRGieeffiziente konzePte, Die BezahlBaR BleiBen Neuen Wohnraum erschließen und beste- henden sanieren – dabei gibt es viele Aspekte zu beachten, etwa die höheren Ansprüche an Wohnfläche und Ausstat- tung, die sich je nach Lebensalter ver- ändern. ein weiterer Punkt sind steigende energiepreise. Mit ihnen wächst das interesse an innovativen und energieeffi- zienten Wohnraumkonzepten, die den energieverbrauch nachhaltig reduzieren und weniger cO 2 erzeugen, aber gleichzei- tig bezahlbar sind. Diese zu entwickeln, gehört zurzeit zu den größten herausfor- derungen der Wohnungswirtschaft. Die bauverein AG engagiert sich bereits seit 2008 aktiv im Passivhausbau. 2010 entstand ihr erstes Passivhaus: „Wohn- Art3“ ist ein generationenübergreifendes Projekt, in dem Jung und Alt, familien und singles zusammenwohnen. es verfügt über insgesamt 44 überwiegend barriere- freie Wohnungen in Größen zwischen 50 und 130 Quadratmetern. im August 2012 wurde der Grundstein für das zweite Passivhaus gelegt: „greenageone“ ist ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus, das im Gegensatz zu „WohnArt3“ als eigen- tumsmaßnahme realisiert wird. Auf dem über 6.200 Quadratmeter großen Grund- stück entstehen zurzeit 69 energiespar- wohnungen, davon sind 37 Wohnungen großzügig geschnitten, 32 Wohnungen entsprechen herkömmlichen Maßen. Die integration klassischer Passivhauselemen- te wurde bei „greenageone“ weiterentwi- ckelt. sie treten zugunsten der architekto- nischen Gestaltung in den hintergrund. Lüftungsrohre für die kontrollierte Zu- und Abluft beispielsweise werden in die Geschossdecken eingebaut. Alle in „greenageone“ eingesetzten Komponen- ten sind höchst effizient und erfüllen die Vorgaben des Passivhausinstituts. bei „greenageone“ handelt es sich um den Nachbau eine Passivhaus-Prototypen des französischen stararchitekten Nicolas Michelin. es ist teil des Projekts „buildtog“ – für „building together“ – das von dem europäischen wohnungswirtschaftlichen Netzwerk „european housing Network“, kurz eUrhONet, initiiert wurde. Die idee dahinter: Mehrere Länder lassen gleichzei- tig dieses Passivhaus nachbauen, um die klima- und länderspezifischen faktoren zu ermitteln, die einfluss auf die bauweise im August 2012 wurde der Grund- stein für das zweite Passivhauspro- jekt gelegt. Zukunftsorientiertes Wohnen: „greenageone“ ist teil des internati- onalen Projekts „buildtog“ und wird als eigentumsmaßnahme realisiert. 22 23heaG Geschäftsbericht 2012 Mobilität aUS tRaDition neUe weGe Gehen Die heAG MObiLO GMbh UND ihre tOchterGeseLLschAfteN sOrGeN iN Der WisseNschAfts- stADt DArMstADt UND Der reGiON fÜr eiNeN LeistUNGsfähiGeN UND ZUVerLässiGeN ÖffeNt- LicheN PersONeNNAhVerKehr – UND Die fAhrGäste siND ZUfrieDeN, Wie DAs KUNDeNbArO- Meter VON tNs iNfrAtest 2012 bestätiGte. Die AUfGAbeN Des MObiLitätsDieNstLeisters siND VieLfäLtiG. Ob iN DeN bereicheN ÖPNV-iNfrAstrUKtUr, VerKehrsMANAGeMeNt ODer KLiMA- schUtZ – QUALität UND UMfANG ihrer VieLfäLtiGeN DieNstLeistUNGeN rUND UM Die MObiLität Mit bUsseN UND bAhNeN bAUt Die heAG MObiLO KONtiNUierLich AUs. Die einwohnerzahlen im Verkehrsgebiet der heAG mobilo steigen. Zudem ent- scheiden sich immer mehr Menschen für das Mobilitätsangebot mit bussen und bahnen. Über 41 Millionen zufriedene fahrgäste zählt die heAG mobilo im Jahr. Die Menschen, die sich in der Wissen- schaftsstadt Darmstadt und in der region für bus oder straßenbahn entscheiden, bewerten das ÖPNV-Angebot als „gut“. Dieses ergebnis hat das forschungsinsti- tut tNs infratest in einem bundesweiten barometer ermittelt. Die heAG mobilo liegt mit dieser Gesamtnote über dem branchendurchschnitt. Der Grund für den trend zum öffentlichen Nahverkehr liegt in den überlasteten straßen, die fortbewegung mit dem Auto stößt in ballungszentren wie dem rhein- Main-Gebiet zunehmend an ihre Grenzen. schlange stehen in den straßenfluchten, zu wenige Parkplätze und steigende ben- zinpreise – alles Gründe dafür, dass immer mehr Menschen das Auto stehen lassen und auf bus und bahn oder das fahrrad umsatteln. Darüber hinaus wächst das Umweltbewusstsein in der bevölkerung. Die Mobilität in Metropolregionen ändert sich und mit ihr das ÖPNV-Angebot. Die studie „heAG 2040 – die stadtwirtschaft von morgen“ prognostiziert für die Wis- senschaftsstadt Darmstadt, dass sie deut- lich früher als andere deutsche städte das Ziel des emissionsfreien straßenverkehrs erreicht. Und das hat seine Gründe, denn schon von Anfang an setzte die heAG mobilo auf moderne elektromobilität. 1897 fuhren die ersten straßenbah- nen in Darmstadt elektrisch – seit 2009 ausschließlich mit Ökostrom. seit 2011 erprobt die heAG mobilo im rahmen des forschungsprojekts „Green Move“ elektromobilität auch im busbereich. Drei hybridbusse werden seither im Linienbe- trieb getestet. sie sind eine technische Neuentwicklung, an der die heAG mobilo, der niederländische bushersteller VDL bus & coach, der Antriebsspezialist Vossloh Kiepe sowie die technische Universität Darmstadt beteiligt sind. Das gemeinsame Ziel: eine serielle hybridtechnik, die einen temporären Zero-emissions-betrieb im Linienverkehr ermöglicht. im Gegensatz zu herkömmlichen, mit Diesel betriebenen bussen wandeln hybridbusse bremsener- gie in strom. Die erzeugte energie wird in hochleistungskondensatoren auf dem Dach des fahrzeugs zwischengespei- chert und für das nächste Anfahren oder beschleunigen genutzt. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch erheblich reduziert. ein weiterer Vorteil der hybridbusse ist ihre geringe Lautstärke. Unter Praxisbedin- gungen im Darmstädter stadtverkehr wird erforscht, welches entwicklungspotenzial im energiemanagement der fahrzeuge liegt. GUte lUft – GUteS kliMa in einem weiteren, bundesweit einzigarti- gem forschungsprojekt – „da-sense“ – untersuchen die technische Universität Darmstadt, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die heAG mobilo Verkehrs- dichte, Lärm und Klima in Darmstadt. An Ampeln wird die Verkehrsdichte und per smartphone sowie einer speziellen App der Lärmpegel ermittelt. für die Klima- studie messen an acht straßenbahnen installierte sensoren minütlich temperatur, Luftfeuchtigkeit und helligkeit. ein Global Positioning system (GPs) registriert dabei den jeweiligen standort. Die straßenbah- nen werden auf allen Linien eingesetzt, sodass Daten aus dem gesamten stadtge- biet gesammelt werden. Die Messungen verdeutlichen den einfluss von Verkehrs- dichte oder begrünung auf das Klima. so erhitzen durchgehend versiegelte flächen in der stadt, an straßen und Plätzen die 24 25heaG Geschäftsbericht 2012 Kranichstein. Das Depot wurde am tag der offenen tür, am 1. september 2012, eröffnet und befindet sich in der Nähe des Darmstädter eisenbahnmuseums. Zusammengenommen können die ein- richtungen als eine der weltweit größten Ausstellungen über die bahngeschichte betrachtet werden. Das Depot der heAG mobilo ist zu bestimmten Anlässen und nach Absprache für Gruppen geöffnet. Die heAG mobilo investiert in ihrer rolle als Mobilitätsdienstleister seit Jahrzehnten konsequent in die servicequalität ihres ÖPNV-Angebotes. bewertungen ihrer fahr- gäste, wie sie das Marktforschungsinstitut tNs infratest bei seiner Umfrage 2012 ermittelt hat, greift das Unternehmen auf, um die Angebotsqualität im Nahverkehr zielgerichtet weiter zu verbessern. so erhalten beispielsweise alle haltestellen entlang der Nord-süd-Achse eine neue beleuchtung. sämtliche busse der heAG mobibus sind mit Videokameras ausge- stattet. Die erfahrung hat gezeigt, dass auf diese Weise Vandalismus und Über- griffe auf fahrgäste und fahrer verhindert werden können. Mit modernen fahrzeu- gen, einer leistungsfähigen infrastruktur und einem hohen Maß an Kundenorientie- rung belegt die heAG mobilo ihr engage- ment für einen modernen und innovativen ÖPNV und stärkt als verantwortungsvoller Mobilitätsdienstleister die Attraktivität der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der region. Luft schneller, bewaldete regionen am rande der stadt bleiben dagegen länger kühl. Die Analyse und Kombination aller Werte soll die künftige Verkehrs- und stadtplanung unterstützen. im bereich der ÖPNV-infrastruktur küm- mert sich die heAG mobilo um den erhalt und Modernisierung von straßenbahnhal- testellen und Gleistrassen. „es ist uns wichtig, den ÖPNV so umweltschonend und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Wir investieren daher nicht nur in neue Antriebstechnologien, sondern moderni- sieren auch konsequent die infrastruktur. ein gutes beispiel dafür sind die rasen- gleise in der heidelberger Landstraße“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsfüh- rung der heAG mobilo, Matthias Kalbfuss. Die 2012 begonnene streckensanierung entlang der heidelberger Landstraße wird auch 2013 fortgesetzt. in diesem rahmen wird ein weiterer Abschnitt der sanie- rungsbedürftigen schottertrasse in ein rasengleis umgebaut. Die Grünfläche inte- griert sich attraktiv in die Umgebung und verringert außerdem den Lärm und fein- staub, der von der viel befahrenen heidel- berger Landstraße ausgeht. Die neue Konstruktion darunter erhöht die stabilität und lässt die straßenbahnen laufruhiger fahren. Anstatt der ursprünglichen beton- schwellen werden bei den erneuerten Gleisabschnitten betonlängsbalken unter den schienen befestigt. für die Umwand- lung zum rasengleis hat die heAG mobilo im Jahr 2012 rund 3,8 Millionen euro in- vestiert. Weitere bauabschnitte werden in diesem und im nächsten Jahr realisiert. für einen möglichst reibungslosen betrieb sorgt ein umfassendes Verkehrsmanage- ment, mit dem nicht nur die Verkehre über die Leitstelle gesteuert, sondern auch die Pünktlichkeitsdaten aller ange- bundenen Linien dokumentiert und überprüft werden. fahrgäste profitieren von den echtzeitdaten an haltestellen und im internet. ein ebenso dichtes wie vielfältiges Vertriebsnetz ermöglicht einen komfortablen fahrkartenkauf. Das Ange- bot auf den straßenbahnlinien 5 und 9 wurde durch taktänderungen besser an die bedürfnisse der fahrgäste angepasst. seit August 2012 verkehrt die Linie 5 zwischen dem Darmstädter hauptbahn- hof und Kranichstein anstatt bis 21 Uhr nun bis 22 Uhr im Viertelstundentakt und geht erst danach in einen halbstundentakt über. fahrgäste der Linie 9 profitieren von einem 7,5-Minuten-takt, der statt bisher um 18 Uhr jetzt erst um 19.30 Uhr endet. ein DePot fÜR hiStoRiSche StRaSSenBahnen Die moderne fahrzeugflotte der heAG mobilo erfüllt höchste Anforderungen an barrierefreiheit und Klimaschutz. insge- samt sind auf den neun straßenbahnlinien der heAG mobilo 48 triebwagen, davon 38 barrierefreie Niederflurwagen mit 30 Niederflurbeiwagen im einsatz. sie entsprechen modernen ÖPNV-standards und bieten den fahrgästen bequemen fahrkomfort. An sonn- und feiertagen von Mai bis Juni schnaubt zudem der feurige elias über die Gleise. Die fahrten mit der historischen Dampfstraßenbahn aus dem Jahr 1919 sind deutschlandweit einzigar- tig. Und auch der Datterich-express, ein Drei-Wagen-Zug aus den 1950er-Jahren, der zu Geburtstagen, familienfesten oder firmenfeiern gemietet wird, lockert im- mer wieder das alltägliche Nahverkehrs- straßenbild auf. Das sind nur zwei von mehreren geschichtsträchtigen straßen- bahnen, die sich im besitz der heAG mobilo befinden. im heAG-Jubiläumsjahr haben zwölf historische bahnen aus den Jahren 1913 bis 1982 ihr Quartier ge- wechselt: vom eberstädter betriebshof frankenstein in das neue, 1.000 Quadrat- meter große straßenbahndepot in Mobilität elektromobilität im busbereich: heAG mobilo testet innerhalb des Projekts „Green Move“ drei hybridbusse im Linienbetrieb. Mehr service für fahrgäste: seit August 2012 verkehrt unter anderem die Linie 5 zwischen dem Darmstädter hauptbahnhof und Kranichstein eine stunde länger im Viertel- stundentakt. rasengleise anstatt schottertrasse: 2012 wurde ein weiterer streckenabschnitt entlang der heidelberger Landstraße saniert. Das neue straßenbahndepot in Kranichstein beherbergt auf 1.000 Quadratmetern 15 seltene, historische straßenbahnen. 26 27heaG Geschäftsbericht 2012 zahlen + Daten laGeBeRichte, zahlenSPieGel, finanzen 28 29heaG Geschäftsbericht 2012 Konzernlagebericht UnteRnehMenSSitUation 2012 heaG Südhessische energie aG (hSe) Das abgelaufene Geschäftsjahr war neben der fortführung des hse-konzernweiten investitionsprogramms in erneuerbare energien und einer zunehmenden Wett- bewerbsintensität im energievertrieb entscheidend von den Auswirkungen der energiewende geprägt. Die geänderten rahmenbedingungen und die Preisent- wicklung am strommarkt sowie stark gesunkene Preise für emissionszertifikate wirken sich signifikant auf die Wirtschaft- lichkeit bereits vorgenommener investitio- nen und auf langfristige Verträge aus. Der hse-Konzern begegnet diesen herausfor- derungen mit einer konsequenten er- schließung von effizienzsteigerungs- und Kostensenkungspotenzialen. Darüber hinaus erschließen sich dem Konzern mit der initiative GreeN reGiON neue Wachs- tumschancen vor allem im bereich der energieeffizienzdienstleistungen. Die erdgaslieferungen des hse-Konzerns beliefen sich im Jahr 2012 auf rd. 8,2 Mrd. kWh (Vorjahr: 6,8 Mrd. kWh). Der Anstieg der erdgasmengen ist überwiegend auf Mengeneffekte aus den handelsaktivitä- ten der citiworks AG zurückzuführen (von zuvor 0,9 Mrd. kWh auf 2,7 Mrd. kWh), die die Nutzung des handelsmarktzugangs zur Optimierung von Langfrist-bezugsver- trägen des Mutterunternehmens ausge- weitet hat. Die direkten stromlieferungen an endkunden reduzierten sich im Jahres- vergleich durch die Kundenentwicklung von rd. 6,8 Mrd. kWh auf rd. 6,5 Mrd. kWh. Die über die citiworks AG getätigten stromlieferungen im Großhandelsbereich beliefen sich im Jahr 2012 auf 6,1 Mrd. kWh nach 11,6 Mrd. kWh im Vorjahr. Der rückgang des Volumens an handelsge- schäften für den ehemaligen Gesellschaf- ter stadtwerke München ist als hauptursa- che zu nennen. Der Wasserabsatz liegt mit 13,6 Mio. m 3 um rund 2,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Wärmeab- satz erreicht im Geschäftsjahr 404 Mio. kWh und liegt leicht über dem Vorjahres- niveau. Die schwerpunkte des investitionspro- gramms liegen unverändert im Ausbau der erneuerbaren energien und sollen bis zum Jahr 2015 investitionen von über einer Milliarde euro initiieren. im Jahr 2012 wurden investitionen in Off- und Onshore- Windkraft getätigt – in hessen, an der deutschen Nordsee und in frankreich. Gemeinsam mit der stadt haiger (Lahn- Dill-Kreis) wurde im Jahr 2011 beschlos- sen, den Windpark „sinner höfchen“ zu errichten und zu betreiben. Der Park wur- de im Januar 2013 in betrieb genommen und deckt mit seiner Ökostromproduktion aus sechs Windenergieanlagen den bedarf von über 13.000 haushalten. im berichtsjahr wurde die Photovoltaikan- lage auf den Dachflächen des eAD-be- triebsgeländes (eigenbetrieb für kommu- nale Aufgaben und Dienstleistungen) um rund ein Viertel vergrößert. Mit einer Modulfläche von insgesamt über 2.000 Quadratmetern ist die PV-Anlage jetzt die größte in Darmstadt. Nach der erweite- rung produziert die Anlage pro Jahr über 291.000 Kilowattstunden Ökostrom. Damit lassen sich fast 100 haushalte mit durchschnittlichem stromverbrauch versorgen. Auch außerhalb Deutschlands wurden die Kapazitäten zur Produktion von Ökostrom weiter ausgebaut. in frankreich, in Monta- filant und in charmois, wurden Anfang 2012 zwei neue Windparks mit einer elektrischen Gesamtleistung von ca. 22 MW in betrieb genommen. sie versorgen mehr als 17.500 haushalte mit Ökostrom. Die elektrische Gesamtleistung der fünf Onshore-Windparks in frankreich steigt damit auf ca. 55 MW. Die beteiligung in höhe von 25,1 % an der bioenergie Aschaffenburg Gmbh wurde im berichtsjahr verkauft. Global tech i ist der erste frei finanzierte Offshore-Windpark in Deutschland. Der im bau befindliche Offshore-Windpark mit einer elektrischen Leistung von 400 MW, an dem der hse-Konzern mit 24,9 % beteiligt ist, wurde im Laufe des Jahres durch die Projektgesellschaft Global tech i Offshore Wind Gmbh technisch und wirtschaftlich weiter vorangetrieben. im berichtsjahr wurden zehn tripod-funda- mente erfolgreich im baufeld verankert. im Jahr 2013 soll der Windpark ans Netz gehen und im folgejahr 2014 dann im Vollausbau jährlich ca. 450.000 haushalte mit Windenergie versorgen. Der hse-Kon- zern erhält dann anteilige Kapazitäten, die umgerechnet mehr als 115.000 haushalte mit Ökostrom versorgen können. An erneuerbaren stromerzeugungsanla- gen hat der Konzern damit zum ende des Jahres 2012 insgesamt erzeugungskapazi- täten von etwa 283 Megawatt elektrischer Leistung in bau und betrieb gesichert (Vorjahr: 270 Megawatt). Der hse-Konzern hat in den letzten Jahren in zwei hochmoderne Gaskraftwerke investiert. Die beiden Gaskraftwerke GKi (irsching block 5) und GtKW Darm- stadt der hse leiden aber ökonomisch unter der aktuellen Marktsituation, die geprägt ist von zunehmender erzeugung durch erneuerbare energien und gleich- zeitig einem geringen Zertifikate- Preis für emissionen, der auch den Anteil von Kohlestrom erhöht. Die ökonomische situation dieser Gaskraftwerke wird sich erst durch erhebliche Veränderungen im Markt, beispielsweise durch einen regulatorischen eingriff oder durch die herausnahme von Überkapazitäten auf seiten der erzeuger, verbessern. Die hse GeSaMtwiRtSchaftliche entwicklUnG Die europäische schuldenkrise und die damit verbundene rezession im euroraum führten nach Angaben des internationalen Währungsfonds (iWf) zu einer Abschwä- chung des weltweiten Wirtschaftswachs- tums. Nach 3,8 % im Jahr 2011 wurden 2012 nur noch 3,3 % erreicht. Die deut- sche Wirtschaft zeigte sich robust, ver- zeichnete laut statistischem bundesamt 2012 mit 0,7 % aber ein deutlich geringe- res Wachstum als im Vorjahr (3,0 %). Positiv entwickelte sich auch die situation am Arbeitsmarkt. Nach 7,1 % im Jahr 2011 betrug die Arbeitslosenquote 2012, bei 41,6 Mio. erwerbstätigen, nur noch 6,8 %. oRGaniSationSStRUktUR DeS heaG-konzeRnS Die heAG holding AG – beteiligungsma- nagement der Wissenschaftsstadt Darm- stadt (heAG) hat die Aufgaben einer kom- munalen Managementholding inne. Da- rüber hinaus nimmt sie das beteiligungs- management der Wissenschaftsstadt Darmstadt wahr. Durch hohes engagement und Orientierung am Kunden leisten die heAG und ihre beteiligungen einen wich- tigen beitrag zur Daseinsvorsorge. bereinigt um Mehrfachbeteiligungen wer- den unter der heAG 121 beteiligungen des insgesamt 171 beteiligungen umfassen- den Portfolios der Wissenschaftsstadt Darmstadt gebündelt. in dem teilkonzern heAG südhessische energie AG (hse) zählen hierzu 99 be- teiligungen, die bauverein AG hält 22 be- teiligungen und die heAG mobilo Gmbh (heAG mobilo) ist Anteilseignerin von 6 beteiligungen. im Wesentlichen zählen hierzu folgende Gesellschaften: konzeRnlaGeBeRicht DeR heaG holDinG aG – BeteiliGUnGSManaGeMent DeR wiSSenSchaftSStaDt DaRMStaDt (heaG) heaG holding aG Beteiligungsmanagement der w issenschaftsstadt Darmstadt ( heaG) energie heaG Südhessische energie aG (hSe) • hse regenerativ Gmbh • hse solarpark Lauingen Gmbh & co. KG • hse solarpark Leiwen Gmbh & co. KG • hse solarpark thüngen Gmbh & co. KG • hse Windpark binselberg Gmbh & co. KG • hse Windpark schlüchtern Gmbh • industriekraftwerk breuberg Gmbh • hessenwasser Gmbh & co. KG • hse Netz AG • Verteilnetzbetreiber (VNb) rhein-Main-Neckar Gmbh & co. KG • hse technik Gmbh & co. KG • eNteGA haustechnik Gmbh & co. KG • cOUNt + cAre Gmbh • eNteGA Geschäftskunden Gmbh & co. KG • eNteGA Privatkunden Gmbh & co. KG • citiworks AG • e-ben Gmbh & co. KG • forest carbon Group AG • hse entsorgungs-AG • hse MediaNet Gmbh • hse Abwasserreinigung Gmbh & co. KG • hse NaturPur energie AG • NAtUrpur institut für Klima- und Umweltschutz gemeinnützige Gmbh • weitere immobilien bauverein aG • bVD Gewerbe Gmbh • heAG Wohnbau Gmbh • bVD heimbau Gmbh & co. KG • Gemeinnützige baugesellschaft mit beschränkter haftung erbach • bVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung KG • hse Wohnpark Gmbh & co. KG • bVD immobilien Marketing Gmbh • immoselect Gmbh • sOPhiA hessen Gmbh • Wohnungsgesellschaft heGeMAG GMbh & co. Nordhessen KG • Wohnungsgesellschaft heGeMAG GMbh & co. südhessen KG Postsiedlung KG • weitere Verkehr heaG mobilo Gmbh • heAG mobibus Gmbh & co. KG • heAG mobitram Gmbh & co. KG • heAG mobiserv Gmbh • Nahverkehr-service Gmbh (NVs) • weitere heaG kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh 30 31heaG Geschäftsbericht 2012 berichterstattung wurde von der Global reporting initiative die höchste Anwen- dungsebene A+ bestätigt. Die eNteGA Privatkunden Gmbh & co. KG, die eNteGA Geschäftskunden Gmbh & co. KG und die eNteGA energieeffizienz Gmbh & co. KG veröffentlichten einen gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht mit der Anwen- dungsebene A+. bauverein aG Der Wohnungsbestand der bauverein AG ist im Geschäftsjahr 2012 um 106 Woh- nungen auf 10.171 (Vorjahr: 10.277) gesunken. Die Verringerung erklärt sich durch den Verkauf von 134 Wohnungen aus dem Anlagevermögen. Gleichzeitig wurden 28 Wohnungen durch Neubau und Umbau ergänzt. Zusammen mit den angemieteten und den im bestand der tochtergesellschaften des bauver- ein-Konzerns befindlichen Wohnungen verwaltete die bauverein AG zum 31. Dezember 2012 insgesamt 18.082 (Vorjahr: 18.335) Wohnungen. Der bestand an eigenen Gewerbeeinhei- ten ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des mieterorientierten flächen- managements um zwölf Gewerbeeinhei- ten angestiegen. infolge von Nutzungsän- derungen und durch Verkäufe hat sich der Gewerbebestand um 20 einheiten verringert. im rahmen der Nutzungsände- rung wurden drei Gewerbeeinheiten in sechs studenten-Wohngemeinschaften für bis zu 17 studenten umgewandelt. im eigentum der bauverein AG stehen zum ende des Geschäftsjahres 282 (Vorjahr: 290) Gewerbeeinheiten. in der rüdesheimer straße 98 wurde ein Neubau mit neunzehn barrierefreien Wohneinheiten für den sozialen Woh- nungsbau zum 31. Dezember 2012 fertiggestellt. für die bVD immobilien Gmbh & co. Post- siedlung KG wurde der Antrag auf Wohn- ungsbauförderung im sozialen Wohnungs- bau für die binger straße 2-6 bei der stadt Darmstadt eingereicht. hier werden nach einem Umbau der ersten drei etagen und einer Aufstockung 30 geförderte Wohnun- gen entstehen. Die baugenehmigung wur- de erteilt; die entkernung als vorbereiten- de Maßnahme begann kurz vor Weihnach- ten 2012. Die Aufträge für den Abbruch, den rohbau der Aufstockung und die Umbauarbeiten im bestand sind verge- ben. Aufgrund von widrigen startbedin- gungen verzögert sich das Projekt je- doch um ca. 4-6 Wochen. Der geplante einzugstermin verschiebt sich entspre- chend auf februar 2014. Die bauverein AG realisiert die Maßnahme für die bauherrin bVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung KG und sichert die finanzierung. im eigenen Namen und als bauherrin hat die bauverein AG einen Antrag auf Wohn- ungsbauförderung im sozialen Wohnungs- bau für die elisabeth-schumacher-straße (PAc) bei der Wissenschaftsstadt Darm- stadt eingereicht. hier werden 41 sozial- geförderte Wohnungen entstehen. Dank des vorhandenen Aufzugs sind die Wohn- ungen barrierefrei und für „Mieter mit einschränkungen“ geeignet. Der bauan- trag wurde im November bei der bauauf- sicht eingereicht. Der baubeginn ist auf den 15. April 2013 terminiert. bei dem Projekt Moltkestraße 21-25 werden nach einem Umbau der ersten drei etagen und einer Aufstockung 30 Wohnun- gen entstehen. Das Projekt wird in direkter Nähe zum Projekt binger straße 2-6 ausge- führt. Auch hier ist die bauverein AG als baubetreuer für die bVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung KG für die realisierung der Maßnahme verantwortlich. Die im Jahr 2011 begonnene Projektent- wicklung verschiedener Objekte mit gewerblicher Nutzung wurde 2012 fort- gesetzt. Nach feststellung des entwick- lungspotenzials der gesamten einheit, Prüfung der Nachhaltigkeit der Nutzung durch Untersuchung verschiedener szenarien bzw. eine wirtschaftlichere flächenausnutzung der gesamten Anlage wurde 2010 mit der entwicklung begon- nen, die 2012 abgeschlossen werden konnte. Die Liegenschaft rheinstraße 65 / 67 in Darmstadt wurde 2009 erworben. es wur- de ein Nutzungskonzept erstellt, nach dem im Gebäudeteil Westturm und Mit- telbau büronutzungen untergebracht wurden und der Gebäudeteil am steuben- platz als studentenwohnheim umgebaut wurde. Die Projektentwicklung wurde im herbst 2012 mit der sanierung des Park- platzes vollständig abgeschlossen. Die bauverein AG erwarb im sommer 2008 das Anwesen rheinstraße 1 (ehe- mals Modehaus schrumpf). Mit dem erwerb des Anwesens bot sich die chance, nach Ablauf des Mietvertrages mit dem Modehaus schrumpf die Anwesen friedensplatz 2-6 und die rheinstraße 1 zu revitalisieren. hierzu waren bauliche ergänzungsmaßnahmen wie die schlie- ßung der baulücke gegenüber dem Ge- bäude „funktion“ in der schleiermacher- straße erforderlich. Nach beendigung der Maßnahme werden sich die vermietbaren flächen von ca. 3.600 m 2 um 1.000 m2 auf 4.600 m2 vergrößert haben. Die Umbauarbeiten des Gesamtkomplexes sind zum Jahresende abgeschlossen. Die Angebots- und Nachfragesituation (Mietwohnungen) in Darmstadt, in der die bauverein AG überwiegend tätig ist, war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen Nachfrageüberhang gekennzeich- net. sowohl in der region südhessen als auch Mittelhessen ist eher ein ausgegli- chener Wohnungsmarkt festzustellen. und ihre Partner arbeiten in direkten politischen Gesprächen und über interes- senverbände intensiv daran, die zur sicherstellung ausreichender regionaler und nationaler Leistungsbereitstellung erforderlichen Veränderungen herbeizu- führen. Derzeit wird sehr intensiv mit den am Kraftwerk irsching beteiligten Unternehmen geprüft, wie ein weiterer betrieb der Anlage unter diesen bedin- gungen möglich ist. Auch eine zeitlich begrenzte stilllegung wird dabei nicht ausgeschlossen. bei dem GtKW in Darmstadt haben sich durch technische Probleme an der turbine deutliche zeitliche Verzögerungen ergeben. Der- zeit steht die hse mit dem hersteller dazu in regressverhandlungen. schließlich wirken die vorgenannten effek- te auch auf den langfristigen strombe- zugsvertrag mit e.ON. Dieser Vertrag bildet eine virtuelle beteiligung an einem neuen konventionellen Kraftwerk ab und wurde im Geschäftsjahr durch eine ergänzende Vereinbarung hinsichtlich bezugskosten und Lieferzeitraum modifiziert. Dieser Ver- trag führt aufgrund des derzeitigen Preis- niveaus auf den strom- und emissions- rechtemärkten sowie durch den hohen fixkostenbestandteil für den hse-Konzern unverändert zu einer ergebnisbelastung. Die hse Medianet hat gemeinsam mit ihrer Partnerin brenergo im Odenwald- kreis ein internet-hochgeschwindigkeits- netz aufgebaut. Die brenergo, eine tochter der regionalgesellschaft Oreg (Odenwald- regional-Gesellschaft), finanzierte den Netzausbau. Die Peb breitband, eine toch- ter der hse Medianet und der tiefbaufirma Klenk & sohn, führte den bau aus. Die hse Medianet ist mit der betriebsführung und der Vermarktung beauftragt. Der Oden- waldkreis ist damit seit April 2012 als Modellregion nicht nur in hessen sondern bundesweit der erste Landkreis, der über eine flächendeckende breitbandversor- gung in dieser Größenordnung verfügt. seit betriebsbeginn konnten insgesamt 2.400 Kunden in der region Odenwald gewonnen werden. im Projekt Web2energy wurden die drei säulen intelligenter Verteilungsnetze im Versorgungsgebiet der hse erprobt und eingeführt – smarte Zählertechnik, smartes energiemanagement und smarte Verteil- netze. rund 200 haushalte wurden bereits im Jahr 2011 an ein intelligentes Netz (smart Grid) angeschlossen und konnten im rahmen einer einjährigen testphase den eigenen energieverbrauch über ein internetportal transparent verfolgen. im sommer des Jahres 2012 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die ergebnisse werden zurzeit ausgewertet. rückwirkend zu beginn des Jahres 2013 wird der teilbetrieb Gebäudetechnik der hse technik Gmbh & co. KG in die eNteGA energieeffizienz Gmbh & co. KG integriert. hierdurch wird eine fokussiertere Kunden- ansprache und insbesondere die nachhal- tige Positionierung des Geschäftskunden- vertriebs, erweitert um servicekompo- nenten, ermöglicht. eNteGA hat ihren 48%igen Anteil an der efw-suhl Gmbh an einen neuen investor für das Unternehmen verkauft. Der Ver- kauf gewährleistet die weitere entwick- lung des elektrorollers e-schwalbe hin zur Marktreife. Der neue Anteilseigner unterstützt die efw-suhl nicht nur mit Kapital, sondern auch mit technischem Know-how zur Produktion der e-schwalbe. Über die NAtUrpur institut für Klima- und Umweltschutz gGmbh (iKU) und die hse- stiftung wurden auch im Jahr 2012 for- schung und soziales unterstützt. Die heAG südhessische energie AG und ihre Vertriebstochter eNteGA starteten im Jahr 2012 gemeinsam die initiative GreeN reGiON für ein regionales, ökologisches und partnerschaftliches Wachstumsmodell. GreeN reGiON will regionale Kooperatio- nen zwischen Kommunen, industrie, handwerk und Wissenschaft erschließen und so Kompetenzen und Know-how zur Umsetzung der energiewende bündeln. hierbei steht nach den großen investitio- nen in den Ausbau erneuerbarer energie- erzeugung, die auch von der hse geleistet wurden, nun vor allem die erschließung von effizienzpotenzialen im Vordergrund. speziell beim Vertrieb von energieeffizi- enzmaßnahmen in der beratung und im bau wird verstärkt auf die region fokus- siert. Die Auftaktkonferenz zu GreeN reGiON fand am 19. Dezember 2012 im darmstadtium, Darmstadt, statt. Zur steigerung der bürgerbeteiligung im rahmen der GreeN reGiON wurde zur finanzierung regenerativer energien mit der sparkasse Darmstadt erfolgreich ein der hse gewährtes Darlehen durch Aus- gabe von Umwelt-sparkassenbriefen in einer Gesamthöhe von 10 Mio. eUr re- finanziert. Zur identifikation von effizienzsteigerungs- und Kostensenkungspotenzialen wurde als erster schritt das Projekt „Zukunft der Netze“ initiiert. Dieses Projekt fokussiert sich auf mehrere tochterunternehmen der hse und wird aus der Analyse wesentli- cher Prozesse und der Gegenüberstellung von Kosten mit externen benchmarks handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Auf basis der ersten ergebnisse erfolgt zwischenzeitlich die erarbeitung von Maßnahmen zur erschließung der auf- gezeigten Potenziale. hiermit wird dem auch erwarteten anhaltenden regulie- rungsdruck der bundesnetzagentur begegnet werden. im Jahr 2012 legte der hse-Konzern sei- nen zweiten Nachhaltigkeitsbericht vor. im hinblick auf die Vollständigkeit der Konzernlagebericht 32 33heaG Geschäftsbericht 2012 Das Darlehensmanagement erfolgt entsprechend der im Jahr 2004 begonne- nen Optimierung des Darlehensportfolios mit dem Ziel, eine ausgewogene Zins- struktur mit minimierten Zinsrisiken bei verlässlichen bankpartnern zu erwirken. Der kontinuierliche Abbau von „Klumpen- risiken“, die gleichmäßige Verteilung von Zinsbindungsausläufen, die Ablösung von Kleinstdarlehen und die Verringerung der Gläubigeranzahl wurden erreicht. Der erfolg bestätigt das Unternehmen darin, die bisherige strategie beizubehalten. heaG mobilo Gmbh Der ÖPNV in Deutschland nahm im Jahr 2012 weiter zu: Nach Angaben des statistischen bundesamtes stiegen die fahrgastzahlen im öffentlichen Personen- verkehr mit bussen und bahnen um 0,5 %. Die Zahl der fahrgäste der heAG mobilo und ihrer tochterunternehmen stieg mit 1,25 % ebenfalls moderat. Die ergebnisse der 2010 durchgeführten Verkehrszählung des rMV liegen vor. hieraus ergibt sich im rMV eine deutlich veränderte einnahmeaufteilung. Die Zahlen dokumentieren eine Verschiebung der fahrgastströme hin zu den regional- verbindungen. für die lokalen Verkehre im Gebiet der DADiNA führt dies im Ver- gleich zu 2010 für die Jahre ab 2011 zu erlöseinbußen von mehreren Millionen eUr – und dies obwohl bei den lokalen Verkehren die fahrgastzahlen kontinuier- lich steigen. Die geringeren erlöszuschei- dungen bedeuten für die heAG mobilo und ihr tochterunternehmen heAG mobi- bus eine starke wirtschaftliche belastung. Die Mindererlöse für das Jahr 2011 wur- den im rahmen einer Ausgleichsregelung auf basis der erlöse 2010 vom rMV abge- federt. 2012 wurden die erlöseinbußen voll wirksam. Das Geschäftsjahr 2012 war von diversen baumaßnahmen geprägt. fast das gesam- te Jahr wurde an der grundhaften sanie- rung der straßenbahnstrecke auf der hei- delberger Landstraße und damit an der Umstellung der Gleisanlage von schotter- auf rasengleis gearbeitet. Nachdem 2011 zunächst die Versorgungs- leitungen im bereich der „Gleiskurve Orangerie“ erneuert wurden, konnte dort 2012 die sanierung der Gleistrasse realisiert werden. im frühjahr wurden zunächst neue fahrleitungsmaste gestellt und die fahrleitung erneuert. Während der sommerferien erfolgte dann die erneuerung der Gleistrasse einschließlich der fahrbahndecke, später dann der Neu- bau der haltestelle Orangerie. Die sanierung der fußgängerunterführung an der haltestelle „schulstraße“ durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt erforderte für die straßenbahnlinie 9 zwischen den haltestellen „böllenfalltor“ und „schloß“ einen ersatzverkehr mit bussen. Dieser Umstand wurde zur sanierung der Gleise auf der Nieder-ramstädter straße zwi- schen den haltestellen „herdweg“ und „roßdörfer Platz“ genutzt. Aber nicht nur Gleisbaumaßnahmen be- einflussten den Geschäftsbetrieb 2012. Auch die Umsetzung von brandschutzvor- gaben und die energetische sanierung von teilen des Gebäudes auf dem be- triebshof böllenfalltor beschäftigten die heAG mobilo. seit 2008 fahren alle straßenbahnen der heAG mobilo ausschließlich mit Ökostrom. sie ist eines der ersten Verkehrsunterneh- men in Deutschland, das seinen bedarf an fahrstrom ausschließlich aus regenera- tiven energiequellen bezieht. seit 2010 bezieht die heAG mobilo ausschließlich Ökostrom. Der eingeschlagene Weg im Klima-, Umwelt- und ressourcenschutz wird konsequent weiterverfolgt. Daher be- zieht die heAG mobilo seit dem 1. Januar 2012 auch klimaneutrales erdgas. es war auch naheliegend, die erzeugung von strom aus regenerativen energiequel- len zu unterstützen. seit 2010 bietet die Abstellhalle auf dem betriebshof böllen- falltor Platz für die zweitgrößte Photo- voltaik-Anlage in Darmstadt und seit 2011 befindet sich auch auf dem Dach des neuen straßenbahndepots in Darmstadt- Kranichstein eine weitere Anlage. ertrags-, finanz- und Vermögenslage 2012 wurden im heAG-Konzern Umsatz- erlöse von 2.128 Mio. eUr erwirtschaftet. Wesentliche Ursache für den rückgang der Gesamtleistung von 2.477 Mio. eUr auf 2.144 Mio. eUr sind geringere handelsum- sätze im energiebereich bedingt durch das planmäßig rückläufige vertriebliche end- kundengeschäft für eine ehemalige Mit- gesellschafterin der citiworks AG. Daneben sind ein Anstieg der Umsätze aus Netz- nutzungsentgelten und ein rückgang der Umsätze aus Umwelttechnik und techni- schen Dienstleistungen zu verzeichnen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen erträge ist überwiegend auf die erträge aus der teilweisen Veräußerung der Anteile an der stadtwerke freiberg AG zurückzuführen. Die Verringerung des Materialaufwands ist überwiegend auf die vorgenannten geringeren handelsumsätze im energie- bereich zurückzuführen. im Materialauf- wand ist eine risikovorsorge für langfristi- ge strombezugsverträge von insgesamt 19 Mio. eUr, nach 21 Mio. eUr im Vorjahr, enthalten. Das rohergebnis konnte auf 579 Mio. eUr gesteigert werden. Die erhöhung des Personalaufwandes ist auch durch belastende sondereffekte signifikante strukturelle Leerstände sind auch in diesen beständen nicht zu ver- zeichnen. im Geschäftsjahr 2012 gingen 1.564 Wohnungskündigungen ein. Dies ent- spricht-bezogen auf den verwalteten be- stand von 16.321 Wohneinheiten – einer fluktuationsquote von 9,6 % (Vorjahr: 9,9 %). ein teil der Wohnungskündigungen ist auf die sanierungsmaßnahmen in der „Postsiedlung“ und in der fritz-Dächert- siedlung zurückzuführen. häufige Kün- digungen ergeben sich in dem struktur- schwachen Gebiet Mittelhessen (Alsfeld und Lauterbach). Den 1.564 Wohnungskündigungen stehen erfreulicherweise 1.745 Neuvermietungen (inkl. Neubau und Modernisierungen) gegenüber. Verbunden mit der Optimie- rung der Vermietungsaktivitäten konnte der bereich Mietmanagement den Leer- stand über den gesamten bestand hinweg innerhalb eines Jahres von 2,82 % auf 2,41 % reduzieren. im bereich Darmstadt liegt der vermietungsbedingte Leerstand bei 0,9 %. Der bundesdurchschnitt liegt bei 4,0 %, der Durchschnitt für hessen bei 3,0 %. für die Wissenschaftsstadt Darm- stadt wird ein durchschnittlicher Leerstand von 2,0 % angegeben. Auch im Jahr 2012 nahm die energetische Gebäudehüllensanierung in Verbindung mit Maßnahmen zur Wohnwertverbesse- rung und Aufwertung der Objekte einen nicht unwesentlichen Anteil im bereich der Modernisierungen ein. im rahmen von einzelmodernisierungen bei Mieterwechseln konnten bis zum ende des 4. Quartals 179 Wohnungen mit ei- nem Aufwand von rd. 3,8 Mio. eUr mode- rnisiert werden. Das entspricht einem durchschnittlichen Modernisierungsauf- wand von rd. 21 teUr je Wohnung. Ge- genüber dem Vorjahr hat sich die An- zahl der modernisierten Wohnungen 2012 um zölf reduziert. Das Portfoliomanagement der bauverein AG stellt den Überblick über den Gesamt- bestand an immobilien vor allem bezogen auf chancen und risiken sicher. Durch eine möglichst umfassende informationssamm- lung, -aufbereitung und -bereitstellung gewährleistet es die transparenz von ent- scheidungen und unterstützt die strategi- sche bestandsentwicklung. bestimmende themen des Portfoliomanagements 2012 waren die Weiterentwicklung der fünf- Jahres-Planung für Modernisierung und instandhaltung sowie die erweiterung des Angebotes an altersgerechtem Wohnraum. im rahmen des altersgerechten Umbaus geht es hauptsächlich um bauliche und gestalterische Maßnahmen zur barrierere- duzierung in bestandsgebäuden. Um diese voranzutreiben, wurde eine abgestufte Klassifizierung der Altersgerechtigkeit von Wohnungen erarbeitet und davon aus- gehend eine inventur des bestandes vorgenommen. Darauf aufbauend wird eine Arbeitsstrategie entwickelt, um das angestrebte Ziel, dass 20 % des Woh- nungsbestandes bis 2020 altersgerecht gestaltet sind, erreichen zu können. Die bauverein AG als innovationsträger in der Wohnungswirtschaft hat auch in 2012 wieder ein Pilotprojekt in Angriff genom- men. im rahmen eines europäischen bauprojekts errichtet die bauverein AG als erstes deutsches Unternehmen mit greenageone ein Passivhaus, das auf europäischer ebene entwickelt und evaluiert wird (Projektname im eUrhO- Net: buildtog). Auf dem baugelände in der elisabeth-hattemer-straße entstehen derzeit 37 Wohnungen im Passivhaus- standard sowie weitere 29 Wohnungen als energieeffizienzhaus in der Jägertor- straße. für beide Wohnanlagen entsteht eine tiefgarage mit 70 stellplätzen. Die rohbauarbeiten an greenageone konnten fristgerecht aufgenommen werden und schreiten termingerecht voran. ende 2012 war der rohbau bereits weitgehend fertiggestellt. Die weiteren Gewerke werden sukzessive vergeben und beauftragt. sowohl die Planungsleis- tungen als auch die Ausschreibungen bzw. Vergaben liegen im Zeitplan. Die bisher submittierten ergebnisse bzw. Vergaben liegen alle im budget. Die fertigstellung ist zum 31. Januar 2014 geplant. Die zum 1. Januar 2013 in hessen ange- kündigte erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5 % auf 5,0 %, das weiterhin his- torisch niedrige Zinsniveau sowie die Unsicherheiten am Kapitalanlagemarkt haben zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnimmobilien geführt. im Geschäfts- jahr 2012 konnten daher 83 Wohnungen aus dem segment „Wohnungsprivatisie- rung“ veräußert. insgesamt 103 Wohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten konnten aus einem Privatisierungsbestand von 381 Wohnun- gen im Geschäftsjahr an die Käufer über- geben werden und wurden somit mit einem Gewinn in höhe von 8.647 teUr (Vorjahr: 6.134 teUr) ergebniswirksam. Darunter waren 39 Wohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten, die bereits im Geschäftsjahr 2011 protokolliert wurden. bei 19 zum Jahresende abgeschlossenen Kaufverträgen waren die Voraussetzungen für Übergaben im berichtsjahr 2012 noch nicht gegeben, sodass diese erst im folgejahr stattfinden. Daneben wurden neun Wohnungen früherer bauträgermaß- nahmen veräußert und weitere drei Wohnungsverkäufe beurkundet, deren besitzübergabe 2013 erfolgen wird. Aus dem bauträgergeschäft und dem Umlaufvermögen wurden 14 Verkäufe realisiert. Darunter wurden 13 von 14 Wohnungen in der Oppenheimer straße 2 veräußert und übergeben. Konzernlagebericht 34 35heaG Geschäftsbericht 2012 bau befindlichen Gasturbinenkraftwerks sowie der beteiligung an der Gemein- schaftskraftwerke irsching Gmbh und auf rückstellungsbildungen für rechtliche risiken zurückzuführen. höhere ergebnisse aus der hausbewirt- schaftung sowie eine Verbesserung des finanzergebnisses durch gesunkene Zinsaufwendungen führten zu einer er- höhung des ebit im immobilienbereich. Der rückgang des ebit im Verkehrsbereich ist vorrangig auf instandhaltungsmaßnah- men sowie auf sondereffekte bei den Aufwendungen für Altersversorgung zu- rückzuführen. nachtragsbericht Weitere besondere ereignisse, die das im Konzernabschluss und Konzernlagebericht vermittelte bild über die finanz-, Vermö- gens- und ertragslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen, sind nach dem bilanzstichtag nicht eingetreten. Risikobericht Ziel des risikomanagements ist es, die risiken durch den einsatz geeigneter Ma- nagement- und Kontrollsysteme zu begren- zen. Die Gestaltung des risikomanage- ments innerhalb des heAG-Konzerns trägt den gesetzlichen Anforderungen des Ge- setzes zur Kontrolle und transparenz im Unternehmensbereich (KontraG) rechnung. es werden risiken in risikokategorien eingeteilt und mit einer eintrittswahr- scheinlichkeit und schadenshöhe bewer- tet. Neben der regelmäßigen berichter- stattung, die quartalsweise dem Auf- sichtsrat vorgelegt wird, gibt es auch für unerwartete risiken eine berichtspflicht. Die zum Jahresende beobachteten wes- entlichen risiken betreffen den energiebe- reich. Die risiken beziehen sich auf das allge- meine Zinsänderungsrisiko, insbesondere auf den variabel verzinslichen teil des im energiebereich begebenen schuldschein- darlehens, und die Preisänderungsrisiken bei energiebeschaffungsverträgen. Daneben bestehen allgemeine Markt- und betriebsrisiken sowie regulierungs-, erzeu- gungs-, bezugs- und absatzseitige chan- cen und risiken aufgrund der künftig zu erwartenden volatilen Preisentwicklung auf den energiemärkten sowie der Um- setzung der strategischen Ausrichtung des energiebereichs. Keines dieser risiken erscheint unterneh- mensgefährdend. aufgrund personeller Veränderungen im energiebereich bedingt. Die Zunahme der Abschreibungen ist neben den höheren planmäßigen Ab- schreibungen auf erzeugungsanlagen für regenerative energie im Zusammenhang mit der notwendigen Abwertung des im bau befindlichen Gasturbinenkraftwerks im energiebereich zu sehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendun- gen sind insbesondere durch höhere Auf- wendungen für rückstellungszuführungen für rechtliche risiken im energiebereich von 162 Mio. eUr auf 173 Mio. eUr ge- stiegen. im Zusammenhang mit den vorgenannten effekten verminderte sich das betriebser- gebnis im heAG-Konzern um 33 Mio. eUr auf 70 Mio. eUr. Das finanzergebnis verringerte sich von minus 55 Mio. eUr auf minus 71 Mio. eUr. Dies ist zum einen auf die teilweise Ab- wertung der Anteile an der Gemein- schaftskraftwerk irsching Gmbh mit 8 Mio. eUr zurückzuführen. Zum anderen sind höhere Zinsaufwendungen in folge der erstmalig ganzjährig zu berücksichtigen- den Anleihe der hse Netz AG sowie aus Darlehensaufnahmen zum erwerb der zusätzlichen Anteile (40 %) an der heAG südhessische energie AG durch die heAG Ursache für den rückgang. Die steuern vom einkommen und vom ertrag sind durch die Auflösung einer rückstellung für steuerliche risiken mit der korrespondierenden Korrektur einer aktiven latenten steuer beeinflusst. für das Jahr 2012 wird ein Jahresüber- schuss von 1 Mio. eUr ausgewiesen. Der Anstieg der bilanzsumme um 2,5 % auf 3.074 Mio. eUr steht in Zusammen- hang mit dem Anstieg des Anlagevermö- gens von 87 Mio. eUr, während sich bei in etwa gleich bleibendem Umlaufvermögen und rechnungsabgrenzungsposten die aktiven latenten steuern um 19 Mio. eUr verringern. im Wesentlichen führten investitionen in die Netzinfrastruktur, in erzeugungsanla- gen für erneuerbare energien und in ein Gasturbinenkraftwerk zu einem Anstieg der sachanlagen. Darlehensgewährungen an die Global tech i Offshore Wind Gmbh erhöhten die finanzanlagen im Geschäfts- jahr. Neben den planmäßigen Abschrei- bungen wirkten sich die teilweise Ver- äußerung der Anteile an der stadtwerke freiberg AG sowie die außerplanmäßigen Wertkorrekturen auf die beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerke irsching Gmbh und das im bau befindliche Gasturbinenkraftwerk mindernd aus. Die Zunahme der forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen ist auf höhere forderungen aus energiehandel und -vertrieb zurückzuführen. Der Abschluss einer steuerlichen betriebs- prüfung führte zu einem rückgang der aktiven latenten steuern. Da ein sachver- halt, für den in Vorjahren eine risikorück- stellung gebildet wurde, nicht beanstandet wurde, konnte die rückstellung und der hiermit korrespondierende betrag in den aktiven latenten steuern aufgelöst werden. Das Konzerneigenkapital hat sich von 575 Mio. eUr auf 236 Mio. eUr verringert. Der rückgang ist vorrangig bedingt durch die Verminderung der Anteile anderer Gesellschafter und die Verrechnung des resultierenden aktivischen Unterschieds- betrags aus dem erwerb der zusätzlichen Anteile an der heAG südhessische energie AG, der Wohnungsgesellschaft heGeMAG Gmbh & co. Nordhessen KG sowie der Wohnungsgesellschaft heGeMAG Gmbh & co. südhessen KG. Dabei handelt es sich um einen einmaleffekt, durch den zu- künftige ergebnisbelastungen vermieden werden. Zudem werden die Gewinnaus- schüttungen an Minderheitsgesellschafter deutlich reduziert. Die rückstellungen liegen mit 508 Mio. eUr auf dem Niveau des Vorjahres. Der Auflösung von rückstellungen für steuer- liche risiken stehen höhere rückstellun- gen für die risikovorsorge im Zusammen- hang mit langfristigen strombezugsver- trägen und rechtlichen risiken sowie Zu- führungen zu den Pensionsrückstellungen gegenüber. im Anstieg der Verbindlichkeiten spiegelt sich vorrangig der darlehensfinanzierte erwerb der zusätzlichen Anteile (40 %) an der heAG südhessische energie AG durch die heAG sowie die fremdkapital- aufnahmen der im regenerativen bereich tätigen Projektgesellschaften im energie- bereich wider. Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt im Geschäftsjahr eine zahlungswirksame Verminderung des finanzmittelfonds von 8 Mio. eUr. Der Mittelabfluss durch die investitionstätigkeit wird größtenteils durch den gestiegenen cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt, da- neben wurden Darlehen bei Kreditinstitu- ten aufgenommen. Die Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsge- sellschafter enthalten auch den vorge- nannten darlehensfinanzierten erwerb der zusätzlichen Anteile an der heAG südhessische energie AG. Der beitrag der einzelnen Geschäftsberei- che zur Vermögens-, finanz- und ertragsla- ge sowie die Anzahl der beschäftigten und Auszubildenden kann der folgenden Übersicht entnommen werden: Die Ver- minderung des ebit im energiebereich ist vor allem auf die Abwertungen des im energie immobilien Verkehr 2012 2011 2012 2011 2012 2011 Mio. eUR Mio. eUR Mio. eUR Mio. eUR Mio. eUR Mio. eUR auszug aus der konzernbilanz Anlagevermögen 1.180 1.095 883 891 102 107 Umlaufvermögen 683 680 90 92 62 50 eigenkapital 158 188 305 335 35 41 fremdkapital 1.727 1.629 670 649 129 116 auszug aus der konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse 1.975 2.322 134 128 37 40 Materialaufwand 1.580 1.918 66 72 27 22 ebit *) 71 96 45 40 -32 -16 Mitarbeiterdaten im Jahresdurchschnitt Zahl der beschäftigten 2.595 2.610 193 188 596 581 (davon Auszubildende) (126) (133) (9) (7) (9) (9) zahlenSPieGel fÜR Die GeSchäftSBeReiche DeS heaG-konzeRnS Konzernlagebericht 36 37heaG Geschäftsbericht 2012 für die handelsaktivitäten wird grundsätz- lich eine stabile Geschäftsentwicklung für die Jahre 2013 und 2014 in einem zuneh- mend schwierigen Marktumfeld erwartet. Die Umsatzerlöse für diese Jahre werden sich voraussichtlich in der Größenordnung von leicht über 1,7 Mrd. eUr bewegen. insgesamt wird für die Jahre 2013 und 2014 ein stabiles Konzernergebnis vor sondereffekten erwartet. bauverein aG Das Kerngeschäftsfeld Wohnungsvermie- tung und das Geschäftsfeld Mieterprivati- sierung werden auch in den kommenden Jahren die wesentlichen beiträge zur ertragslage leisten. bezüglich der siche- rung der ertragskraft in beiden Geschäfts- feldern dürften die entwicklungen außer- halb Darmstadts an bedeutung zuneh- men. Nachdem sich die ertragslage in freiberg weiter stabilisiert und die risiken der zukünftigen entwicklung dort sinken, versprechen diese investitionen langfristig positive ergebnisbeiträge bei der bauver- ein AG. Die bauverein AG fokussiert sich in den kommenden Jahren auf die realisierung einer flächendeckenden energetischen Modernisierung ihres Wohnungsbestandes mit dem Ziel, den energiebedarf bis 2040 zu halbieren. Der Wohnungsbestand soll dann einer breiten schicht der bevölke- rung zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird der steigenden Nachfrage nach Wohnraum für alte Menschen rechnung getragen, und der Anteil der altersgerech- ten Wohnungen bis zum Jahr 2020 auf 20 % gesteigert. Das zukunftsorientierte Unternehmens- konzept der bauverein AG schafft mit Neubauten und Aufstockungen von be- standsbauten einen Ausgleich zu den veräußerten flächen. Unverändert strebt die bauverein AG in den kommenden drei Jahren den Zukauf der städtischen Wohn- ungen sowie weiterer immobilienportfoli- en in Darmstadt an. Die integrierte Unternehmensplanung der bauverein AG geht für 2013 von einem Jahresüberschuss von rund 16,9 Mio. eUr und für 2014 von einem Jahresüberschuss von 20,5 Mio. eUr aus. Preisanpassungen in laufenden Mietverhältnissen sowie moderate Preiserhöhungen bei Neuver- mietung ermöglichen dabei eine modera- te Umsatzsteigerung. im Geschäftsfeld bauträgergeschäft rech- net die bauverein AG in den Jahren 2013 und 2014 mit keinen eigenen erträgen. Nach fertigstellung strebt die tochterge- sellschaft bVD New Living Gmbh & co. KG mit einer bauträgermaßnahme in Darmstadt-Kranichstein den Verkauf von 66 Wohnungen in 2013 und 2014 an. Der Gewinnanteil der bauverein AG aus diesem Projekt soll mit insgesamt 1.600 teUr in den Jahren 2013 und 2014 realisiert werden. für weitere Projekte werden Grundstücksreserven sondiert, um den preistreibenden Wettbewerb um baugrundstücke zu vermeiden. heaG mobilo Gmbh Auch das Geschäftsergebnis 2013 wird durch mehrere große baumaßnahmen geprägt sein: Dazu zählen baumaßnah- men wie die A5-brücke, die trassensanie- rung in der heidelberger Landstraße, der barrierefreie Ausbau von haltestellen sowie brandschutzmaßnahmen. für 2013 werden Kostensteigerungen beim Mate- rialaufwand, der die Aufwendungen für die sanierungsmaßnahmen beinhaltet, von rund 1,1 % erwartet. für die fahrgeld- einnahmen wird eine steigerung von 3,0 % erwartet. Das strukturbedingt negative ergebnis vor Verlustübernahme wird in höhe von -28,2 Mio. eUr erwartet. Auch die Geschäftstätigkeit 2014 wird von baumaßnahmen beeinflusst sein. so wird für 2014 mit einer ergebnisver- besserung auf -26,8 Mio. eUr gerechnet, bei einer erwarteten fahrgeldeinnahme- steigerung von 3,0 % und Kostensteige- rungen bei den Material- und Personalauf- wendungen von rund 2,4 % sowie er- höhten Zuschüssen für infrastrukturmaß- nahmen. Bericht nach § 312 aktiengesetz Der Vorstand der heAG holding AG – betei- ligungsmanagement der Wissenschafts- stadt Darmstadt (heAG) erklärt: „Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im bericht über beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten rechtsge- schäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im bericht angege- benen und getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser beurteilung liegen die Umstände zu Grunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“ Personal Der heAG-Konzern bietet vielen Men- schen in Darmstadt einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz. im Jahr 2012 zählten hierzu 3.416 beschäftigte, davon befanden sich 144 in der Ausbildung. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden zahlreiche Möglichkeiten zur fort- und Weiterbildung, ein aktiver Gesund- heitsschutz sowie die Möglichkeiten zur Kommunikation, zum beispiel in form von Mitarbeiterzeitungen und dem Zugang zum intranet, geboten. ausblick heaG Südhessische energie aG (hSe) Der hse-Konzern sieht sich in den kom- menden Geschäftsjahren vor großen herausforderungen und Aufgaben, deren bewältigung bzw. konsequente Umset- zung zu einer steigerung der ertragskraft des Konzerns führen werden. ein schwerpunkt der strategie wird im Jahr 2013 auf der intensivierung der vertriebs- seitigen Marktbearbeitung auch im ange- stammten Vertriebsgebiet liegen. hier- zu werden Maßnahmen ergriffen, die durch Optimierung bestehender Vertriebsstruktu - ren freiräume zur intensivierung der Markt- bearbeitung schaffen werden. Daneben wird auch der Ausbau des Geschäftsfeldes der energieeffizienzdienstleistungen weiter verfolgt. hierzu sollen auch im rahmen der initiative GreeN reGiON die Vertriebspoten - ziale für beratung und bau rund um energie- effizienz stärker ausgebaut werden. Des Weiteren wird die Umsetzung der identifizierten Maßnahmen zur erschlie- ßung der aufgezeigten Potenziale aus dem gesellschaftsübergreifenden Projekt „Zukunft der Netze“ begonnen werden. ergänzend hierzu wurde bereits ein weiteres hse-konzernweites Projekt initiiert, das insbesondere in den berei- chen it und Overhead-strukturen Optimie- rungspotenziale identifizieren wird. Des Weiteren werden Anstrengungen unter- nommen, auch vor dem hintergrund des anhaltenden niedrigen Marktzinsniveaus, den bestehenden finanzierungsrahmen positiv zu gestalten. Daneben befinden sich Maßnahmen zur steuerlichen Opti- mierung schon in der Umsetzungsphase. Als energiewirtschaftliche schwerpunkt- themen werden im Jahr 2013 die gemein- sam mit den anderen Minderheitsgesell- schaftern und dem Mehrheitsanteilseigner geführten trilateralen Verhandlungen mit der bundesnetzagentur und dem Übertra- gungsnetzbetreiber hinsichtlich des weite- ren Vorgehens bezüglich des Gemein- schafts-Kraftwerks irsching mit höchster Priorität vorangetrieben werden. Dane- ben werden im Geschäftsjahr 2013 auch die Position und das weitere Vorgehen im rahmen eines langfristigen energiebe- zugsvertrages geprüft. Die begonnene Umschichtung des beteili- gungsportfolios wird im Geschäftsjahr 2013 weiter fortgeführt. Der hse-Konzern ist auch in regulierten Geschäftsfeldern tätig, sodass die künf- tige wirtschaftliche entwicklung des Kon- zerns unmittelbar oder mittelbar durch eingriffe in die rahmenbedingungen beeinträchtigt werden kann. beeinträchti- gungen können unmittelbar insbesondere aus dem laufenden Wasserkartellverfah- ren oder mittelbar aus weiteren eingriffen der energienetzregulierung resultieren. Die Umsetzung des investitionsprogramms für erneuerbare energien ist weit vorange- schritten und wird in den Geschäftsjahren 2013 und folgenden fortgeführt. Die in- vestitionen sollen überwiegend aus dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäfts- tätigkeit finanziert werden. Das über das tochterunternehmen hse Medianet realisierte breitbandprojekt im Odenwald war ein erfolgreiches Pilotpro- jekt, das bundesweit große beachtung gefunden hat. im berichtsjahr 2012 wurde in einem Ausschreibungsverfahren ein weiteres Projekt in der region bergstraße- Odenwald von der hse Medianet gewon- nen, welches im November 2012 in die Umsetzungsphase ging. An weiteren Aus- schreibungen im Jahr 2013 wird sich die hse Medianet beteiligen. 3.094 3.416 3.412 3.311 3.140 3.130 4.000 3.500 3.000 2.500 2.000 2007 2008 201120102009 2012 Beschäftigte im heaG-konzern: Konzernlagebericht 38 39heaG Geschäftsbericht 2012 konzeRnBilanz DeR heaG zUM 31. DezeMBeR 2012 aktiVa 2012 2011 teUR teUR anlaGeVeRMÖGen 2.187.823 2.100.631 immaterielle Vermögensgegenstände 18.362 16.567 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 13.333 11.593 Geschäfts- oder firmenwert 5.029 3.753 Geleistete Anzahlungen - 1.221 Sachanlagen 1.812.085 1.751.007 Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 1.011.490 1.006.700 technische Anlagen und Maschinen 606.774 539.143 Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 95.183 98.740 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im bau 98.638 106.424 finanzanlagen 357.376 333.057 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.405 1.621 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.786 268 beteiligungen an assoziierten Unternehmen 40.549 55.880 beteiligungen 142.839 149.330 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 119.688 74.772 Wertpapiere des Anlagevermögens 26.079 25.805 sonstige Ausleihungen 23.030 25.381 UMlaUfVeRMÖGen 856.259 848.467 Vorräte 80.314 79.429 roh-, hilfs- und betriebsstoffe 16.303 15.636 Unfertige erzeugnisse, unfertige Leistungen 47.069 50.788 fertige erzeugnisse und Waren 4.624 4.150 Geleistete Anzahlungen 5.565 2.379 emissionsrechte 6.753 6.476 forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 451.815 436.664 forderungen aus Lieferungen und Leistungen 281.465 264.651 forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.229 1.643 forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 10.882 6.402 sonstige Vermögensgegenstände 158.239 163.968 wertpapiere sonstige Wertpapiere 210 286 kassenbestand und Guthaben bei kreditinstituten 323.920 332.088 Rechnungsabgrenzungsposten 15.944 17.915 aktive latente Steuern 2.498 21.492 aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 11.640 9.228 Bilanzsumme 3.074.164 2.997.733 PaSSiVa 2012 2011 teUR teUR eiGenkaPital 236.436 575.115 Gezeichnetes kapital 48.533 48.533 kapitalrücklage 329.445 329.445 erwirtschaftetes konzerneigenkapital und kumuliertes übriges konzernergebnis -184.585 28.382 anteile anderer Gesellschafter 43.043 168.755 Unterschiedsbetrag aus der kapitalkonsolidierung 5.665 5.564 empfangene ertragszuschüsse 95.063 94.907 Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene emissionsrechte 861 566 Rückstellungen 508.315 508.517 rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 203.400 191.238 steuerrückstellungen 27.646 54.859 sonstige rückstellungen 277.269 262.420 Verbindlichkeiten 2.161.640 1.740.919 Anleihen 320.000 320.000 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.219.998 863.585 erhaltene Anzahlungen auf bestellungen 110.469 99.010 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 198.807 174.363 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.922 5.030 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 2.193 3.312 sonstige Verbindlichkeiten 305.251 275.619 (davon aus steuern) (71.639) (72.399) (davon im rahmen der sozialen sicherheit) (187) (371) Rechnungsabgrenzungsposten 48.462 54.938 Passive latente Steuern 17.722 17.207 Bilanzsumme 3.074.164 2.997.733 Konzernbilanz 40 41heaG Geschäftsbericht 2012 konzeRn-Gewinn- UnD VeRlUStRechnUnG DeR heaG VoM 1. JanUaR BiS 31. DezeMBeR 2012 2012 2011 teUR teUR Umsatzerlöse 2.128.305 2.471.552 Verminderung des bestands an fertigen und unfertigen erzeugnissen und Leistungen -139 -12.853 Andere aktivierte eigenleistungen 15.793 18.689 sonstige betriebliche erträge 91.026 78.340 Materialaufwand 1.656.043 1.994.049 a) Aufwendungen für roh-, hilfs- und betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.344.704 1.698.518 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 311.339 295.531 Personalaufwand 239.262 218.894 a) Löhne und Gehälter 192.782 177.466 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 46.480 41.428 (davon für Altersversorgung) (14.777) (10.469) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und sachanlagen 96.215 77.150 sonstige betriebliche Aufwendungen 173.137 162.348 erträge aus beteiligungen 3.486 4.872 (davon aus verbundenen Unternehmen) (65) (103) ergebnis aus beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.341 4.508 erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des finanzanlagevermögens 9.604 6.590 (davon aus verbundenen Unternehmen) (87) (14) sonstige Zinsen und ähnliche erträge 12.397 11.384 (davon aus verbundenen Unternehmen) (80) (80) Abschreibungen auf finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.425 1.786 Aufwendungen aus Verlustübernahme 124 141 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87.934 80.193 (davon an verbundene Unternehmen) (152) (3) ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -327 48.521 steuern vom einkommen und vom ertrag 11.322 -1.420 sonstige steuern 4.672 3.148 erträge aus Verlustübernahme 17.063 11.687 Aufwendungen aus Gewinnabführung - 20 Jahresüberschuss 742 58.460 konzeRn-kaPitalflUSSRechnUnG DeR heaG 2012 2011 teUR teUR Jahresergebnis vor Verlustübernahme -16.321 46.773 Abschreibungen / Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 106.400 79.643 Veränderung der rückstellungen -1.755 -15.656 sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / erträge -13.564 -15.299 Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -25.408 -8.873 einzahlungen aus Dividenden von Unternehmen, die nach der equity-bewertung bilanziert werden 2.959 3.392 Veränderung der Vorräte -1.738 16.351 Veränderung der forderungen aus Lieferungen und Leistungen -16.868 61.877 Veränderung anderer Aktiva 24.988 -51.670 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.474 -41.122 Veränderung anderer Passiva 21.521 -1.491 cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 104.688 73.925 einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens 23.922 17.936 Auszahlungen für investitionen in das sachanlage- vermögen und das immaterielle Anlagevermögen -163.195 -204.582 einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des finanzanlagevermögens 26.259 3.786 Auszahlungen für investitionen in das finanzanlagevermögen -53.905 -51.718 Auszahlungen für den erwerb von konsolidierten Unternehmen - -600 cashflow aus der investitionstätigkeit -166.919 -235.178 Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -337.052 -14.647 einzahlungen aus der begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von Krediten 550.015 385.005 Auszahlungen aus der tilgung von Krediten -175.818 -45.786 Verlustübernahme 17.063 11.687 cashflow aus der finanzierungstätigkeit 54.208 336.259 zahlungswirksame Veränderungen des finanzmittelfonds -8.023 175.006 Konsolidierungskreisbedingte änderung des finanzmittelfonds -208 292 Wechselkursbedingte änderung des finanzmittelfonds -13 187 finanzmittelfonds am 1. Januar 332.853 157.368 finanzmittelfonds am 31. Dezember 324.609 332.853 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung / Konzern-Kapitalflussrechnung 42 43heaG Geschäftsbericht 2012 konzeRneiGenkaPitalSPieGel DeR heaG heaG Minderheitsgesellschafter konzernei- genkapital Gezeich- netes kapital kapital- rücklage erwirt- schaftetes konzernei- genkapital kumuliertes übriges konzernergebnis eigen- kapital Minderheiten- kapital kumuliertes übriges konzernergebnis eigen- kapital ausgleichs- posten aus der fremd- währungs- umrechnung andere neutrale transak- tionen ausgleichs- posten aus der fremd- währungs- umrechnung andere neutrale transak- tionen teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR Stand am 01.01.2011 48.533 329.445 19.086 27 -16.861 380.230 178.353 88 -28.637 149.804 530.034 Gezahlte Dividenden - - -389 - - -389 -14.258 - - -14.258 -14.647 änderungen des Konsolidierungskreises - - - - - - - - -229 -229 -229 Übrige Veränderungen - - 657 - - 657 -212 - 863 651 1.308 Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag - - 25.787 - - 25.787 32.673 - - 32.673 58.460 Übriges Konzernergebnis - - - 75 - 75 - 114 - 114 189 konzerngesamtergebnis - - 25.787 75 - 25.862 32.673 114 - 32.787 58.649 Stand am 31.12.2011 48.533 329.445 45.141 102 -16.861 406.360 196.556 202 -28.003 168.755 575.115 Gezahlte Dividenden - - -389 - - -389 -3.090 - - -3.090 -3.479 änderungen des Konsolidierungskreises - - -708 - -594 -1.302 -2.751 - 1.492 -1.259 -2.561 Veränderungen durch hinzuerwerb von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen - - -53.560 78 -155.558 -209.040 -145.024 -78 20.674 -124.428 -333.468 Übrige Veränderungen - - -5 - - -5 5 - - 5 - Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag - - -2.294 - - -2.294 3.036 - - 3.036 742 Übriges Konzernergebnis - - - 63 - 63 - 24 - 24 87 konzerngesamtergebnis - - -2.294 63 - -2.231 3.036 24 - 3.060 829 Stand am 31.12.2012 48.533 329.445 -11.815 243 -173.013 193.393 48.732 148 -5.837 43.043 236.436 Konzerneigenkapitalspiegel 44 45heaG Geschäftsbericht 2012 AG in 2012 durch die heAG wurde auf eine gesonderte erstkonsolidierung verzichtet. Der aktive Unterschiedsbetrag von 139.830 teUr aus der Aufrechnung zwischen dem Kaufpreis für die zusätzli- chen Anteile und dem darauf entfallenden anteiligen eigenkapital zum erwerbszeit- punkt wurde erfolgsneutral mit dem eigenkapital verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden in den sonderposten aus der Kapitalkonsolidie- rung eingestellt. Passive Unterschiedsbe- träge, die darauf zurückzuführen sind, dass nach dem erwerb der beteiligung, aber vor dem stichtag der erstkonsolidie- rung, Gewinne des Unternehmens thesauriert worden sind, werden erfolgs- neutral in das eigenkapital eingestellt. Die equity-bewertung erfolgt nach der buchwertmethode. Der Unterschiedsbe- trag zwischen den buchwerten der as- soziierten Unternehmen und deren eigen- kapital beträgt zum 31. Dezember 2012 3.883 teUr. Darin enthalten sind Ge- schäfts- oder firmenwerte von 2.124 teUr sowie passive Unterschiedsbeträge von 6.007 teUr. forderungen, Verbindlichkeiten und rückstellungen zwischen den konsolidier- ten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Umsatzerlöse, sonstige betriebliche erträge und Zinserträge werden mit den entsprechenden Aufwen- dungen verrechnet. beteiligungserträge aus einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Aufwendungen und erträge aus ergebnisabführungsverträgen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden ebenfalls gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen wer- den eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter bedeutung sind. bei erfolgswirksamen Konsolidierungsmaß- nahmen werden, soweit sie wesentlich sind, auch die Anteile anderer Gesellschaf- ter berücksichtigt. bei den in fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüssen werden die Vermögens- gegenstände und schulden zum Devisen- kurs am bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durch- schnittskurs im Geschäftsjahr in eUr um- gerechnet. BilanzieRUnG UnD BeweRtUnG entgeldlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaf- fungskosten erfasst und werden linear über die plan- mäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Unter dem Geschäfts- oder firmenwert werden beträge aus den einzelabschlüs- sen und aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder herstellungskosten abzüglich erhal- tener Kapitalzuschüsse, bei Gebäuden und beweglichen Anlagegegenständen abzüg- lich überwiegend linearer Abschreibungen über die planmäßige Nutzungsdauer, bewertet. Die herstellungskosten umfas- sen einzelkosten sowie anteilige aktivie- rungsfähige Gemeinkosten. bei den finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen, die beteiligungen und die Wertpapiere zu Anschaffungskosten, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder dem niedrigeren barwert ausgewiesen. im rahmen der Saldierung nach § 246 abs. 2 Satz 2 hGB wurden Vermögens- gegenstände mit einem Zeitwert von 100.714 teUr (Anschaffungskosten 98.553 teUr) mit Pensionsverpflichtungen von 96.860 teUr sowie erträge von 616 teUr mit entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Dabei entstanden ein aktiver Unterschiedsbetrag von 11.640 teUr sowie ein passiver Unterschiedsbetrag von 7.786 teUr, der innerhalb der Pensions- rückstellungen ausgewiesen wird. Die Roh-, hilfs- und Betriebsstoffe sind mit fortgeschriebenen durchschnittlichen einstandspreisen unter beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Nicht mehr oder nur bedingt brauchbares Ma- terial wird abgewertet. für substratbe- stände werden festwerte gemäß § 240 Abs. 3 hGb gebildet. Die unfertigen erzeugnisse und unferti- gen leistungen enthalten einzelkosten und anteilige aktivierungsfähige Gemein- kosten. Die bilanzierten, unentgeltlich zugewiese- nen und angeschafften emissionsrechte werden unter beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Den un- entgeltlich zugewiesenen verbrauchten rechten steht ein Passivposten innerhalb der sonstigen rückstellungen gegenüber. Den unentgeltlich zugewiesenen nicht verbrauchten rechten steht ein sonder- posten auf der Passivseite gegenüber. Die forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bilanziert. bei den forderun- gen werden erkennbare einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen rechnung getragen. Die wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurswert am bilanzstichtag aktiviert. latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrecht- VoRBeMeRkUnGen Der Konzernabschluss der heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wis- senschaftsstadt Darmstadt (heAG) ist nach den Vorschriften des handelsgesetzbuchs (hGb) und den ergänzenden bestimmun- gen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird beim elektroni- schen bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird auf den stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. konSoliDieRUnGSkReiS Die in den Konzernabschluss einbezoge- nen tochterunternehmen sowie nach der equity-bewertung bilanzierten Unterneh- men sind den Angaben zum Anteilsbesitz zu entnehmen. im Geschäftsjahr wurden die bvd Mittel- hessen Gmbh, die bVD südhessen Gmbh, die hse Windpark erksdorf Gmbh, die hse Windpark haiger Gmbh & co. KG, die Medianet breitband Gmbh & co. KG und die Parc éolien chermisey sAs erstmals vollkonsolidiert. Die heAG hat im Geschäftsjahr weitere Anteile an der heAG südhessische energie AG erworben und hält nun 93 %. Von den bisher als Zweckgesellschaften einbezogenen Unternehmen Wohnungsge- sellschaft heGeMAG Gmbh & co. südhes- sen KG und Wohnungsgesellschaft heGeMAG Gmbh & co. Nordhessen KG wurden im Geschäftsjahr nahezu vollständig die Anteile erworben, sodass diese nun als tochterunter- nehmen weiterhin im rahmen der Vollkon- solidierung einbezogen werden. Aufgrund einer Kapitalerhöhung bei der bisher vollkonsolidierten forest carbon Group AG, an der die hse nicht teilgenom- men hat, verminderte sich der Anteil an der Gesellschaft auf 49,9 %, sodass die Gesellschaft nun im rahmen der equity- bewertung bilanziert wird. Die erA carbon Offsets Ltd., eine tochtergesellschaft der forest carbon Group AG, wird aufgrund der Übergangskonsolidierung der forest carbon Group AG, nicht mehr nach der equity-bewertung bilanziert. Die im Vorjahr nach der equity-bewertung bilanzierten Anteile an der bioenergie Aschaffenburg Gmbh und an der efw-suhl Gmbh wurden im Geschäftsjahr veräußert. Von den bisher nach der equity-bewertung bilanzierten Anteilen an der stadtwerke freiberg AG wurden im berichtsjahr 39 % veräußert. Die Gesellschaft wird jetzt mit den Anschaffungskosten bewertet. Die heAG Pensionszuschusskasse VVaG (heAG PZK) wird nicht konsolidiert, da sie gemäß § 296 Abs. 2 hGb für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes bild der Vermögens-, finanz- und ertragslage des heAG-Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter bedeutung ist. Die heAG PZK ist für die ergänzende Altersversor- gung der Mitarbeiter im heAG-Konzern zuständig. sie hat den Zweck, ihren Mitgliedern renten nach den bestimmun- gen ihrer satzung zu gewähren. Die finanzierung erfolgt über beiträge der Mitglieder und der Konzernunternehmen. Zum 31. Dezember 2012 betrugen die versicherungstechnischen rückstellungen der heAG PZK 217.337 teUr, denen Aktiva von insgesamt 223.370 teUr gegenüber- standen. Die heAG PZK erzielte im Geschäfts- jahr einen Jahresüberschuss von 213 teUr. einige weitere Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen wurden gemäß § 296 Abs. 2 hGb nicht in den Konzernabschluss einbezogen. konSoliDieRUnGSGRUnDSätze Grundlage für die Konsolidierung sind die Jahresabschlüsse bzw. teilkonzernab- schlüsse der tochterunternehmen. We- sentliche bewertungsunterschiede werden im rahmen der Konsolidierung vereinheit- licht. Die bewertungsmethoden in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unter- nehmen werden beibehalten. bei den tochterunternehmen, die im rahmen der equity-bewertung einbezo- gen werden, wird der letzte vorliegende Jahresabschluss bzw. teilkonzernabschluss zugrunde gelegt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der buchwertme- thode. sich hieraus ergebende Unter- schiedsbeträge wurden auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erst- maligen einbeziehung in den Konzernab- schluss oder zum erwerbszeitpunkt er- mittelt. Ab dem 1. Januar 2010 wird die Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen tochterunterneh- men geworden ist, angewendet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von tochterunter- nehmen werden den betreffenden Vermögensgegenständen insoweit zugeordnet, als deren Zeitwerte von den buchwerten abweichen. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder firmenwert aktiviert und über die Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren abgeschrieben. bei der ermitt- lung der Nutzungsdauer wird die branche des erworbenen tochterunternehmens berücksichtigt. bei dem erwerb von weiteren Anteilen (40 %) an der heAG südhessische energie konzeRnanhanG DeR heaG Konzernanhang 46 47heaG Geschäftsbericht 2012 lichen und steuerlichen Wertansätzen in den bilanzpositionen Anlagevermögen, forderungen und sonstige Vermögensge- genstände und rückstellungen ermittelt. Darüber hinaus werden steuerliche Ver- lustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können, be- rücksichtigt. Die berechnung der latenten steuern auf basis der unternehmensindivi- duellen steuersätze zwischen 15 % und 32 % führte zu einem Aktivüberhang. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten steuerüberhangs gemäß § 274 Abs. 1 satz 2 hGb wird kein Gebrauch gemacht. Die bis einschließlich 2002 empfangenen ertragszuschüsse mit Wert zum stichtag von 25.453 teUr werden im Zugangsjahr mit 2,5 %, in den folgejahren mit 5 % der Ursprungsbeträge zugunsten der Umsatz- erlöse aufgelöst. Die seit dem Jahr 2003 empfangenen ertragszuschüsse mit Wert zum stichtag von 69.610 teUr wer- den analog der Nutzungsdauer und der Abschreibungen für die den Zuschüssen zuordenbaren Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ver- sicherungsmathematisch nach der „Projected Unit credit Method (PUcM)“ auf der basis der richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus heubeck ermittelt. Der verwendete rechnungszins betrug 5,1 %, die Gehaltsdynamik 2,5 % und die ren- tendynamik 2,4 %. rückstellungen für Altersversorgungsver- pflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 satz 2 hGb pauschal mit dem von der Deutschen bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letz- ten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die sonstigen Rückstellungen berücksich- tigen alle erkennbaren risiken und un- gewissen Verbindlichkeiten. sie sind nach vernünftiger kaufmännischer be- urteilung in höhe des erfüllungsbetrages angesetzt. Die derivativen finanzgeschäfte werden gemäß § 254 hGb als bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammenge- fasst, soweit ein unmittelbarer siche- rungszusammenhang zwischen Grundge- schäft und sicherungsgeschäft besteht. finanzgeschäfte, für die keine bewer- tungseinheit gebildet wurde, werden ein- zeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste wer- den ergebniswirksam berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit den erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Konzernanhang 48 49heaG Geschäftsbericht 2012 konzeRnanlaGenSPieGel DeR heaG anschaffungs- und herstellungskosten abschreibungen Buchwerte Stand 01.01.2012 konsolidie- rungskreis- änderungen 1) währungs- differenzen zugänge Umbu- chungen abgänge Stand 31.12.2012 Stand 01.01.2012 konsolidie- rungskreis- änderungen 1) währungs- differenzen abschrei- bungen des Berichts- jahres zuschrei- bungen Umbu- chungen abgänge Stand 31.12.2012 Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2012 teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR immaterielle Vermögensgegenstände 90.082 13.118 6 7.662 303 113 111.058 73.515 10.672 5 8.605 - - 101 92.696 16.567 18.362 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 69.945 -13 1 7.329 1.524 113 78.673 58.352 -5 1 7.093 - - 101 65.340 11.593 13.333 Geschäfts- oder firmenwert 18.916 13.131 5 333 - - 32.385 15.163 10.677 4 1.512 - - - 27.356 3.753 5.029 Geleistete Anzahlungen 1.221 - - - -1.221 - - - - - - - - - - 1.221 - Sachanlagen 3.902.300 1.343 130 155.533 -579 25.992 4.032.735 2.151.293 -28 31 87.610 210 -122 17.924 2.220.650 1.751.007 1.812.085 Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 1.595.686 1.425 103 19.458 12.399 10.171 1.618.900 588.986 2 17 22.166 210 -99 3.452 607.410 1.006.700 1.011.490 technische Anlagen und Maschinen 1.958.994 - - 38.965 70.060 11.792 2.056.227 1.419.851 - - 41.076 - -23 11.451 1.449.453 539.143 606.774 Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 241.175 -82 27 9.623 2.258 3.853 249.148 142.435 -30 14 14.483 - - 2.937 153.965 98.740 95.183 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im bau 106.445 - - 87.487 -85.296 176 108.460 21 - - 9.885 - - 84 9.822 106.424 98.638 finanzanlagen 363.247 -12.996 - 54.525 - 10.494 394.282 30.190 -1.123 - 11.222 827 - 2.556 36.906 333.057 357.376 Anteile an verbundenen Unternehmen 4.899 -324 - 231 - 123 4.683 3.278 - - - - - - 3.278 1.621 1.405 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 340 - - 3.586 - 140 3.786 72 - - - 72 - - - 268 3.786 beteiligungen an assoziierten Unternehmen 58.066 -12.672 - 978 -1.130 2.833 42.409 2.186 -1.123 - 797 - - - 1.860 55.880 40.549 beteiligungen 165.999 - - 1.809 1.130 1.543 167.395 16.669 - - 7.900 - - 13 24.556 149.330 142.839 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 80.099 - - 47.757 - 2.841 125.015 5.327 - - 2.520 - - 2.520 5.327 74.772 119.688 Wertpapiere des Anlagevermögens 26.079 - - - - - 26.079 274 - - - 274 - - - 25.805 26.079 sonstige Ausleihungen 27.765 - - 164 - 3.014 24.915 2.384 - - 5 481 - 23 1.885 25.381 23.030 anlagevermögen 4.355.629 1.465 136 217.720 -276 36.599 4.538.075 2.254.998 9.521 36 107.437 1.037 -122 20.581 2.350.252 2.100.631 2.187.823 1) Die Konsolidierungskreisänderungen beinhalten auch Werte, die aus dem hinzuerwerb von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen resultieren. Konzernanlagenspiegel 50 51heaG Geschäftsbericht 2012 anteilSBeSitz DeR heaG Name der Gesellschaft Sitz anteil am eigen- Jahres- Jahr konzern- der Gesellschaft eigenkapital kapital ergebnis verhältnis % teUR teUR anteilsbesitz der heaG: bauverein AG Darmstadt 79,4 305.557 20.429 2012 V heAG mobilo Gmbh Darmstadt 74,0 32.989 0 2012 V heAG südhessische energie AG (hse) Darmstadt 93,0 381.279 65.754 2012 V heAG Kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh Darmstadt 100,0 2.266 11 2012 V city bau Gmbh & co. Anlagen KG i. L. Darmstadt 33,3 - - - N city shopping Gmbh & co. Anlagen KG i. L. Darmstadt 33,3 - - - N anteilsbesitz der heaG Südhessische energie aG (hSe): bLUeNOrM Gmbh Darmstadt 100,0 173 -155 2012 V citiworks AG Darmstadt 100,0 17.779 -341 2012 V count + care Gmbh Mainz 74,9 11.014 2.108 2012 V e-ben Gmbh & co. KG bensheim 100,0 5.072 28 2012 V e-ben Verwaltungs-Gmbh bensheim 100,0 -5 -50 2012 N eNteGA energieeffizienz Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 1.431 -338 2012 V eNteGA energieeffizienz Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 32 2 2012 N eNteGA Geschäftskunden Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 13.919 3.915 2012 V eNteGA Geschäftskunden Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 27 2 2012 N eNteGA Privatkunden Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 17.430 7.555 2012 V eNteGA Privatkunden Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 46 -6 2012 N forest carbon Group AG frankfurt a. M. 49,9 364 238 2011 e Global tech i Offshore Wind Gmbh hamburg 24,9 24.741 -59.070 2011 N hessenwasser Gmbh & co. KG Groß-Gerau 27,3 43.292 4.465 2011 e hessenwasser Verwaltungs-Gmbh Groß-Gerau 27,3 58 3 2011 N hse Abwasserreinigung Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 -3.767 196 2012 V hse Abwasserreinigung Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 27 2 2012 N hse AVG beteiligungs-Gmbh Darmstadt 50,0 15.208 0 2012 V hse entsorgung AG Darmstadt 100,0 3.346 524 2012 V hse Medianet Gmbh Darmstadt 100,0 13.102 2.286 2012 V hse Netz AG Darmstadt 100,0 325.881 44.751 2012 V hse regenerativ Gmbh Darmstadt 100,0 9.313 -741 2012 V hse technik Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 42.910 7.280 2012 V hse technik Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 109 9 2012 N hse Wasserversorgung biblis Gmbh biblis 74,9 997 59 2012 V hse Wasserversorgung Groß-rohrheim Gmbh Darmstadt 100,0 55 30 2012 V hse Wohnpark Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 -8.974 118 2012 V hse Wohnpark Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 28 1 2012 N industriekraftwerk breuberg Gmbh höchst i. Odw. 74,0 2.325 770 2012 V Nahwärmeversorgung Darmstadt-Dieburg Gmbh Darmstadt 100,0 414 -2 2012 N NAtUrpur institut für Klima- und Umweltschutz gemeinnützige Gmbh Darmstadt 100,0 29.125 371 2012 V südwestdeutsche rohrleitungsbau Gmbh frankfurt a. M. 25,1 3.958 362 2011 e Anteilsbesitz 52 53heaG Geschäftsbericht 2012 Name der Gesellschaft Sitz anteil am eigen- Jahres- Jahr konzern- der Gesellschaft eigenkapital kapital ergebnis verhältnis % teUR teUR zweckgesellschaft der heaG Südhessische energie aG (hSe): hse Unterstützungskasse e. V. Darmstadt 0,0 6.087 -4.426 2012 V anteilsbesitz der hSe entsorgung aG: enviro Mondial Gmbh roßdorf 75,0 10.489 1.873 2012 V MW-Mayer Gmbh Darmstadt 95,0 614 50 2012 V Odenwälder Wasser- und Abwasser-service Gmbh erbach 29,0 102 26 2011 N anteilsbesitz der enviro Mondial Gmbh: envirochemie Gmbh roßdorf 100,0 8.726 2.755 2012 V enviro consulting & Automatisierung Gmbh roßdorf 100,0 24 -2 2012 V anteilsbesitz der envirochemie Gmbh: ec Vattenrening Ab Malmö / schweden 100,0 7 -31 2012 V eNVirO fALK AG 1) eschenbach / schweiz 93,6 2.688 462 2012 V envirochemie b.V. haarlem / Niederlande 100,0 237 12 2012 V enviro-chemie Ges. m.b.h. Wien / Österreich 100,0 48 -5 2012 V envirochemie Polska sp. Z. o.o. Warschau / Polen 100,0 437 178 2012 V OOO envirochemie Gmbh Jekaterinburg/russland 100,0 2.120 436 2012 V envirochemie romania srL bukarest / rumänien 100,0 241 43 2012 V envirochemie bulgaria eOOD sofia / bulgarien 100,0 270 84 2012 V enviroDts Gmbh friedberg 100,0 789 1.202 2012 V envirofALK Gmbh Westerburg 100,0 800 588 2012 V anteilsbesitz der envirofalk Gmbh: concha Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbh & co. Vermietungs KG Mainz 94,0 -21 2 2012 N eNVirO fALK AG 1) eschenbach/schweiz 6,4 2.688 462 2012 V anteilsbesitz der Mw-Mayer Gmbh: OrGAbO-Gmbh Darmstadt 100,0 162 43 2012 N anteilsbesitz der hSe Medianet Gmbh: Medianet breitband Gmbh & co. KG 2) Darmstadt 100,0 79 -621 2012 V ODeNWALD-iNtrANet Odinet Gmbh erbach 26,0 92 1 2011 N Peb breitband Gmbh & co. KG (ehemals: heAG MediaLine Gmbh & co. KG) Darmstadt 51,0 187 18 2012 N Medianet breitband beteiligungsgesellschaft mbh Darmstadt 100,0 26 1 2012 N anteilsbesitz der PeB Breitband Gmbh & co. kG: Peb breitband beteiligungsgesellschaft mbh (ehemals: hML heAG MediaLine Gmbh) Darmstadt 100,0 35 1 2012 N Anteilsbesitz 54 55heaG Geschäftsbericht 2012 Name der Gesellschaft Sitz anteil am eigen- Jahres- Jahr konzern- der Gesellschaft eigenkapital kapital ergebnis verhältnis % teUR teUR anteilsbesitz der hSe netz aG: Verteilnetzbetreiber (VNb) rhein-Main-Neckar Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 4.676 3.355 2012 V Verteilnetzbetreiber (VNb) rhein-Main-Neckar Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 31 4 2012 N anteilsbesitz der hSe Regenerativ Gmbh: future energy Pissos No. 5 sArL Leon / frankreich 100,0 695 131 2012 V hse energie france sAs strasbourg / frankreich 100,0 3.137 -723 2012 V hse solarpark Lauingen Gmbh & co. KG Lauingen 100,0 4.224 496 2012 V hse solarpark Lauingen Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 30 2 2012 N hse solarpark Leiwen Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 1.438 73 2012 V hse solarpark Leiwen Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 30 2 2012 N hse solarpark thüngen Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 13.693 963 2012 V hse solarpark thüngen Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 29 2 2012 N hse Windpark binselberg Gmbh & co. KG Groß-Umstadt 100,0 1.800 235 2012 V hse Windpark binselberg Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 32 7 2012 N hse Windpark erksdorf Gmbh 2) Darmstadt 100,0 131 -44 2012 V hse Windpark haiger Gmbh & co. KG 2) haiger 100,0 87 -13 2012 V hse Windpark haiger Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 26 1 2012 N hse Windpark schlüchtern Gmbh Darmstadt 100,0 3.635 45 2012 V Piecki sp. Z. o. o. Warschau / Polen 49,0 44.880 2.335 2012 e Windpark esperstedt-Obhausen (WeO) Gmbh & co. KG Nürnberg 33,3 -1.195 -626 2012 N anteilsbesitz der hSe energie france SaS: Parc éolien baudignécourt sAs rennes / frankreich 100,0 63 -347 2012 V Parc éolien chermisey sAs 2) rennes / frankreich 100,0 -229 -176 2012 V Parc éolien La Lande de carmoise sAs rennes / frankreich 100,0 -34 -325 2012 V Parc éolien Le charmois sAs rennes / frankreich 100,0 -651 -316 2012 V Parc éolien Les Douves des epinettes sAs rennes / frankreich 100,0 858 -266 2012 V Parc éolien Montafilant sAs rennes / frankreich 100,0 -330 -56 2012 V anteilsbesitz der natURpur institut für klima- und Umweltschutz gemeinnützige Gmbh: hse NAtUrpur energie AG Darmstadt 100,0 2.965 -13 2012 V anteilsbesitz der bauverein aG: bauVereint gemeinnützige Gesellschaft mbh Darmstadt 100,0 25 1 2011 N bVD freiberg Gmbh Darmstadt 50,0 28 2 2012 N bVD Gewerbe Gmbh 1) Darmstadt 95,0 11.289 1.855 2012 V bVD heimbau Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 2.532 440 2012 V bVD immobilien beteiligungs-Gmbh Darmstadt 100,0 27 1 2012 N bVD immobilien Gmbh & co. freiberg KG Darmstadt 50,0 2.835 536 2012 e bVD immobilien Gmbh & co. Postsiedlung KG Darmstadt 99,9 7.811 -333 2012 V bVD New Living Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 -4 -150 2012 N Anteilsbesitz 56 57heaG Geschäftsbericht 2012 Name der Gesellschaft Sitz anteil am eigen- Jahres- Jahr konzern- der Gesellschaft eigenkapital kapital ergebnis verhältnis % teUR teUR bvd Mittelhessen Gmbh (ehemals: bVD Nordhessen Gmbh) 2) Gießen 100,0 18.087 2 2012 V bVD südhessen Gmbh 2) Darmstadt 100,0 93.393 2 2012 V bVD Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 65 5 2012 N Gemeinnützige baugesellschaft erbach mbh Darmstadt 94,8 2.852 205 2012 V immo select Gmbh Darmstadt 100,0 76 148 2012 N sOPhiA hessen Gmbh Darmstadt 100,0 25 0 2012 N städtische Wohnungsgesellschaft freiberg / sa. mbh freiberg 49,0 61.916 1.496 2012 e anteilsbesitz der BVD Gewerbe Gmbh: heAG Wohnbau Gmbh Darmstadt 95,0 10.892 0 2012 V anteilsbesitz der bvd Mittelhessen Gmbh: Wohnungsgesellschaft heGeMAG Gmbh & co. Nordhessen KG Darmstadt 100,0 14.018 1.120 2012 V anteilsbesitz der BVD Südhessen Gmbh: Wohnungsgesellschaft heGeMAG Gmbh & co. südhessen KG Darmstadt 100,0 102.694 6.347 2012 V anteilsbesitz der heaG wohnbau Gmbh: Projektgesellschaft Darmstadt Goethestraße 36 mbh i. L. Darmstadt 49,0 27 1 2011 N bVD Gewerbe Gmbh 1) Darmstadt 5,0 11.289 1.855 2012 V anteilsbesitz der heaG mobilo Gmbh: heAG mobibus Gmbh & co. KG Darmstadt 99,0 2.016 -1.529 2012 V heAG mobibus Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 98,8 26 1 2012 N heAG mobiserv Gmbh Darmstadt 100,0 553 0 2012 V heAG mobitram Gmbh & co. KG Darmstadt 100,0 50 27 2012 V heAG mobitram Verwaltungs-Gmbh Darmstadt 100,0 26 1 2012 N Nahverkehr-service Gmbh (NVs) Darmstadt 100,0 -166 -2.162 2012 V 1) Mehrfachnennung 2) erstkonsolidierung in 2012 V = Vollkonsolidierung e = Konsolidierung „at equity“ N = Kein einbezug in den Konzernabschluss Anteilsbesitz 58 59heaG Geschäftsbericht 2012 Die forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen überwiegend forde- rungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige forderungen. Die fälligkeit der forderungen ergibt sich aus nachfolgendem spiegel: 2012 2011 Restlaufzeit Restlaufzeit Gesamt > 1 Jahr Gesamt > 1 Jahr teUR teUR teUR teUR forderungen aus Lieferungen und Leistungen 281.465 52 264.651 616 forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.229 - 1.643 - forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 10.882 - 6.402 - sonstige Vermögensgegenstände 158.239 9.543 163.968 9.685 forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 451.815 9.595 436.664 10.301 Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultie- ren aktive latente Steuern gemäß § 306 hGb von 2.498 teUr. Das gezeichnete kapital ist eingeteilt in 947.504 stückaktien, davon sind 47.504 auf den Namen lautende Vorzugsaktien. Der Unterschiedsbetrag aus der kapital- konsolidierung beinhaltet einen passiven Unterschiedsbetrag aus einer erstkonsoli- dierung gemäß § 301 Abs. 3 hGb. Der Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene emissionsrechte stellt den Gegenposten zu den unter den Vorräten bilanzierten unentgeltlich zugeteilten nicht verbrauchten emissionsrechten dar. Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen ausreichende beträge für personalbezogene Verpflichtungen, ausstehende rechnungen, regulieren- de eingriffe, für drohende Verluste aus energiebezugsverträgen, instandhaltun- gen, Vertragsabgaben und Prozessrisiken erfasst. Die fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgendem spiegel: 2012 2011 Restlaufzeit Restlaufzeit Gesamt < 1 Jahr > 5 Jahre Gesamt < 1 Jahr > 5 Jahre teUR teUR teUR teUR teUR teUR Anleihen 320.000 - 320.000 320.000 - 320.000 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.219.998 81.532 818.606 863.585 122.356 508.127 erhaltene Anzahlungen auf bestellung 110.469 110.469 - 99.010 99.010 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 198.807 198.807 - 174.363 174.363 - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.922 922 - 5.030 1.030 - Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 2.193 2.193 - 3.312 2.222 - sonstige Verbindlichkeiten 305.251 146.023 116.383 275.619 100.824 126.599 Verbindlichkeiten 2.161.640 539.946 1.254.989 1.740.919 499.805 954.726 Die im Jahr 2011 begebene anleihe hat eine restlaufzeit von rd. 28 Jahren. sie ist besichert durch die Verpfändung ausge- wählter bankkonten sowie die Abtretung von forderungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber kre- ditinstituten enthalten ein Darlehen der heAG mobilo in höhe von 30.810 teUr mit variablen Zinssätzen, hieraus entstehende Zinsrisiken sind durch ein laufzeit- und volumenkongruentes Zinssicherungsge- schäft abgesichert. Der Marktwert des Zinssicherungsgeschäftes ist negativ und beträgt -4.811 teUr. hierbei handelt es sich um ein Mikro-hedge mit einer Laufzeit bis zum 1. Juli 2031, das nach der critical-terms-Match-Methode ermittelt wird. Von den Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten sind 625.067 teUr durch Grundpfandrechte, sicherungsüber- eignungen und forderungsabtretungen gesichert. Von den sonstigen Verbindlich- keiten sind 46.427 teUr durch Grund- pfandrechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht, betref- fen überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Überwiegend aus der Aufdeckung von stil- len reserven im rahmen der erstkonsoli- dierung resultieren passive latente Steuern gemäß § 306 hGb von 17.722 teUr. Konzernanhang 60 61heaG Geschäftsbericht 2012 eRläUteRUnGen zUR Gewinn- UnD VeRlUStRechnUnG Die Umsatzerlöse im heAG-Konzern setzen sich wie folgt zusammen: dungen aus der Währungsumrechnung betragen 130 teUr. Aus der bewertung von Pensions- und längerfristigen sonstigen rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 hGb sind in den sonstigen zinsen und ähnlichen erträ- gen 3.908 teUr und in den zinsen und ähnlichen aufwendungen 15.561 teUr enthalten. Die abschreibungen auf finanzanlagen und auf wertpapiere des Umlaufvermö- gens betreffen vorrangig die anteilige Wertberichtigung der beteiligung Gemein- schaftskraftwerk irsching Gmbh. Die erträge aus Verlustübernahme be- treffen die von konzernfremden Gesell- schaftern aufgrund von ergebnisabfüh- rungsverträgen übernommenen Verluste konsolidierter Unternehmen. SonStiGe anGaBen haftungsverhältnisse im heAG-Konzern bestehen Verbindlich- keiten aus bürgschaften im energiebe- reich von 138.334 teUr. Aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen entwicklung der Gesellschaften, für die bürgschaften abgegeben wurden, ist das risiko der in- anspruchnahme als gering einzuschätzen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von 51.159 teUr, aus einem bestellobligo von 15.475 teUr sowie aus sonstigen Verpflichtungen von 22.714 teUr. Weiter- hin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus nicht in Anspruch genommenen Darlehen von insgesamt 1.810 teUr. Die Umsätze werden, wie im Vorjahr, fast ausschließlich im inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen erträge enthalten periodenfremde erträge aus Auf- lösungen von rückstellungen mit 31.058 teUr, aus Anlageabgängen mit 26.216 teUr sowie sonstige periodenfremde erträge von 3.438 teUr. Die erträge aus der Währungsumrechnung betragen 117 teUr. Die abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des anlage- vermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 satz 3 hGb von 11.500 teUr. Davon betreffen 9.800 teUr das Gasturbi- nenkraftwerk im energiebereich. in den sonstigen betrieblichen aufwen- dungen sind periodenfremde Aufwendun- gen mit 525 teUr enthalten. Die Aufwen- 2012 2011 teUR teUR energie: - handel 1.553.499 1.933.343 - Netznutzung 150.551 116.651 - betriebsführung 36.586 36.536 - telekommunikation und informationsverarbeitung 41.902 36.705 - Umwelttechnik und technische Dienstleistungen 113.099 140.251 immobilien 136.443 130.739 Verkehr 34.686 37.763 sonstige 61.539 39.564 Umsatzerlöse 2.128.305 2.471.552 Bezüge des Vorstands Die bezüge des Vorstands betrugen im be- richtsjahr, wie im einzelabschluss ausgewie- sen, 553 teUr, davon entfielen je 277 teUr auf herrn Dr. Ahrend und herrn Dr. hoschek. An die früheren Mitglieder des Vorstands der heAG und ihre hinterbliebenen wurden 613 teUr gezahlt. Die für diesen Personen- kreis gebildete Pensionsrückstellung be- trägt 7.942 teUr. Bezüge des aufsichtsrats Die Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats der heAG einschließlich deren Vergütungen für die tätigkeit in anderen Aufsichtsräten des heAG-Kon- zerns betrugen 129 teUr. arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitneh- mer beträgt 3.272 (ohne Auszubildende). hiervon sind 2.216 Angestellte und 1.056 gewerbliche Arbeitnehmer. abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Konzernabschluss- prüfers, der Deloitte & touche Gmbh, für das Geschäftsjahr beträgt 442 teUr. Davon betreffen 359 teUr Abschlussprüfungsleis- tungen, 3 teUr andere bestätigungsleistun- gen, 35 teUr steuerberatungsleistungen und 45 teUr sonstige Leistungen. Befreiungen von der offenlegung des Jahresabschlusses Die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen heAG mobilo Gmbh (Darmstadt) und heAG mobiserv Gmbh (Darmstadt) sind gemäß § 264 Abs. 3 hGb, die Unternehmen heAG mobitram Gmbh & co. KG (Darmstadt) und heAG mo- bibus Gmbh & co. KG (Darmstadt) gemäß § 264b hGb von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebe- richt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften offenzulegen. Derivative finanzinstrumente Die derivativen finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am stichtag bewertet. sind die Voraussetzungen zur bildung von bewertungseinheiten erfüllt, werden die sicherungs- und Grundge- schäfte im rahmen eines Mikro-hedge zu einer bewertungseinheit zusammen- gefasst. Die ermittlung der Wirksamkeit erfolgt nach der shortcut-Methode. Zahlungsstromrisiken aus einem kohlein- dizierten strombezugsvertrag wurden im berichtsjahr für die Jahre 2013, 2014 und 2015 durch fristen- und mengenkongruente Kohle-swaps über 81.112 teUr (Marktwert -11.416 teUr) abgesichert. Der negative Marktwert ist in den sonstigen rückstellun- gen berücksichtigt. Zur Absicherung von gaspreisbezogenen Zahlungsstromrisiken aus einem strombe- zugsvertrag wurden im berichtsjahr für die Jahre 2013 und 2014 fristen- und mengen- kongruente Gaspreissicherungsgeschäfte (Gas-swaps) über 7.538 teUr (Marktwert -311 teUr) abgeschlossen. Der negative Marktwert ist in den sonstigen rückstellun- gen berücksichtigt. Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Gasbeschaffungsverträgen wurden im berichtsjahr derivative finanzinstrumente für das Jahr 2013 in form von Warenterminge- schäften abgeschlossen, die die Vorausset- zungen zur bildung einer bewertungseinheit erfüllen. Aus den Gasbeschaffungsverträgen resultierende Ölpreisrisiken für das Lieferjahr 2013 in höhe von 2.050 teUr wurden durch fristen- und mengenkongruente Ölpreissi- cherungsgeschäfte (Öl-swaps) in höhe von -2.720 teUr (Marktwert: 670 teUr) abgesi- chert. Des Weiteren wurden Gaspreisrisiken in höhe von -6.632 teUr durch fristen- und mengenkongruente Gaspreissicherungsge- schäfte mittels swaps in höhe von 6.856 teUr (Marktwert: 224 teUr) abgesichert. ergänzende angaben zur kapitalflussrechnung Der finanzmittelfonds von 324.609 teUr umfasst die flüssigen Mittel mit 323.920 teUr, die sonstigen Wertpapiere des Umlauf - vermögens mit 210 teUr und Geldanlagen, die in den sonstigen Vermögensgegenstän - den ausgewiesen werden, mit 479 teUr. Der Kaufpreis der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Anteile an den Gesellschaften hse Windpark erksdorf Gmbh und Parc éolien chermisey sAs betrug insgesamt 342 teUr. Die nach erfolgter Kaufpreis- allokation verbleibenden aktiven Unter- schiedsbeträge von 234 teUr werden als Geschäfts- oder firmenwert aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Mit dem erwerb der erstmalig vollkonsoli- dierten Gesellschaften wurden zum bilanz- stichtag Anlagevermögen von 15.314 teUr, sonstiges Umlaufvermögen von 193 teUr, rückstellungen von 18 teUr und Verbind- lichkeiten von 15.955 teUr einbezogen. bei den Gesellschaften hse Windpark erks- dorf Gmbh und Parc éolien chermisey sAs handelt es sich um Projektgesellschaften im bereich der regenerativen energien. Konzernanhang 62 63heaG Geschäftsbericht 2012 Konzernanhang / bestätigungsvermerk Wir haben den von der heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissen- schaftsstadt Darmstadt (heAG), Darmstadt, aufgestellten Konzernabschluss – beste- hend aus bilanz, Gewinn- und Verlust- rechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und eigenkapitalspiegel – und den Kon- zernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine beurteilung über den Kon- zernabschluss und über den Konzernlage- bericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprü- fung gemäß § 317 hGb unter beachtung der vom institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Abschlussprüfung vorge- nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtig- keiten und Verstöße, die sich auf die Dar- stellung des durch den Konzernabschluss unter beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten bildes der Vermögens-, finanz- und ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender sicherheit erkannt werden. bei der festlegung der Prüfungshandlun- gen werden die Kenntnisse über die Ge- schäftstätigkeit und über das wirtschaftli- che und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die erwartungen über mögliche fehler berücksichtigt. im rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der basis von stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernab- schluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten bilanzierungs- und Kon- solidierungsgrundsätze und der wesentli- chen einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage- berichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen einwendun- gen geführt. Nach unserer beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 der heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissen- schaftsstadt Darmstadt (heAG), Darmstadt, den gesetzlichen Vorschriften und ver- mittelt unter beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes bild der Vermögens-, finanz- und ertragsla- ge des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in einklang mit dem Konzernab- schluss, vermittelt insgesamt ein zutreffen- des bild von der Lage des Konzerns und stellt die chancen und risiken der zukünf- tigen entwicklung zutreffend dar. Mannheim, den 16. Juli 2013 Deloitte & touche Gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Leuschner Wirtschaftsprüfer Krämer Wirtschaftsprüfer BeStätiGUnGSVeRMeRk oRGane Vorstand Dr. klaus-Michael ahrend, roßdorf Dr. Markus hoschek, Darmstadt aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind der folgenden tabelle zu entnehmen. Darmstadt, 28. Mai 2013 heAG holding AG – beteiligungsmanage- ment der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) Der Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend Dr. Markus hoschek aufsichtsrat Jochen Partsch, Oberbürgermeister, Darmstadt, Vorsitzender andré Schellenberg, Dipl.-Volkswirt, stadtkämmerer, Darmstadt, stellvertretender Vorsitzender willi heleine1, kfm. Angestellter, reinheim, stellvertretender Vorsitzender hanno Benz, Unternehmensberater, stadtverordneter, Darmstadt, stellvertretender Vorsitzender Yücel akdeniz, Dipl.-sozialpädagoge, stadtverordneter, Darmstadt Ralf arnemann, Dipl.-Mathematiker, stadtrat, Darmstadt iris Bachmann, bibliothekarin i. r., stadträtin, Darmstadt hans-werner erb, Dipl.-Kfm., Mitglied des Vorstands der sparkasse Darmstadt, Darmstadt Peter franz, rechtsanwalt, stadtverordneter, Darmstadt hans fürst, Angestellter, stadtverordneter, Darmstadt katja funk1, Dipl.-Kffr., kfm. Angestellte, Darmstadt wilhelm kins, Vorstandsvorsitzender GhV Darmstadt, stadtverordneter, Darmstadt Brigitte lindscheid, rechtsanwältin, stadträtin, Darmstadt Dagmar Metzger, rechtsanwältin, Justitiarin sparkasse Darmstadt, stadtverordnete, Darmstadt Göran Perkuhn1, kfm. Angestellter, reinheim Ronald Speiser1, kfm. Angestellter, reichelsheim isabelle welpot1, Dipl.-betrw. bA, kfm. Angestellte, Griesheim Rainer wüst1, kfm. Angestellter, fischbachtal 64 65heaG Geschäftsbericht 2012 Lagebericht Die Größe und Komplexität des kommuna- len beteiligungsportfolios sowie die an- spruchsvollen rahmenbedingungen für die öffentliche Wirtschaft erfordern ein effektives beteiligungsmanagement. Auf ebene der Wissenschaftsstadt wird das beteiligungsmanagement bei dem beteiligungsdezernenten und in dem referat stadtwirtschaftskoordination gebündelt. Die stadtwirtschaftskoordinati- on ist Ansprechpartner für die städtischen belange des beteiligungsmanagements UnteRnehMenSSitUation 2012 100 Jahre heaG – 100 Jahre Motivation für die zukunft Unter dem Motto „100 Jahre heAG – 100 Jahre Motivation für die Zukunft“ feierte die heAG im Jahr 2012 gemeinsam mit den bürgerinnen und bürgern der Wis- senschaftsstadt Darmstadt ihr 100-jähri- ges firmenjubiläum. ein höhepunkt des Jubiläums war der tag der offenen tür am 1. september 2012. erstmals öffneten heAG, heAG südhessische energie AG (hse), bauverein AG und heAG mobilo Gmbh gemeinsam ihre türen und boten den zahlreichen besucherinnen und besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Weitere höhepunkte des Jubi- läumsjahres waren ein festakt, stadt- führungen zu heAG-spezifischen themen sowie die Veröffentlichung einer umfang- reichen Unternehmenschronik, in der erstmals auch die rolle der heAG zur Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet wurde. in ihrem Jubiläumsjahr richtete die heAG den blick aber auch in die Zukunft. Die von der heAG veröffentlichte studie „heAG 2040 – die stadtwirtschaft von morgen“ beleuchtet mögliche entwicklungen aller Geschäftsfelder in den nächsten 30 Jahren und bei dem von heAG und tU Darmstadt gemeinsam veranstalteten symposium „stadtleben“ berichteten Professoren von ihren forschungen in den bereichen energie, immobilien und Mobilität. in einem von der heAG ausgerufenen Zukunftswettbewerb waren außerdem die bürgerinnen und bürger der Wissen- schaftsstadt Darmstadt und der region aufgerufen, ihre ideen und Visionen für die Zukunft der heAG einzureichen. Neben der heAG feierte auch die betriebs- eigene Krankenkasse heAG bKK in 2012 ihr 100-jähriges bestehen. GeSaMtwiRtSchaftliche entwicklUnG Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich nach Angaben des internationalen Wäh- rungsfonds (iWf) im Jahr 2012 weiter auf 3,3 % (nach 3,8 % im Vorjahr) abge- schwächt. Ursächlich dafür waren vor allem die europäische schuldenkrise und die damit verbundene rezession in der eurozone. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich widerstandsfähig und entwickelte sich leicht positiv. so verzeichnete das deutsche bruttoinlandsprodukt (biP) 2012 laut statistischem bundesamt ein Plus von 0,7 % nach 3,0 % im Vorjahr. Die entwick- lung auf dem Arbeitsmarkt war ebenfalls positiv. Mit 41,6 Millionen erwerbstätigen wurde ein neuer höchststand erreicht. Die Arbeitslosenquote betrug durchschnittlich 6,8 % (2011: 7,1 %). oRGaniSationSStRUktUR DeS BeteiliGUnGSManaGeMentS DeR wiSSenSchaftSStaDt DaRMStaDt Die heAG holding AG – beteiligungsma- nagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) hat die Aufgaben einer kommunalen Managementholding inne. Weiterhin nimmt sie das beteiligungsma- nagement für die Wissenschaftsstadt Darmstadt wahr. Durch hohes engagement und Orientierung am Kunden leistet die heAG einen wichtigen beitrag zur Daseinsvorsorge. Zum 31. Dezember 2012 hält die Wissen- schaftsstadt Darmstadt, bereinigt um Mehrfachbeteiligungen, sowohl unmittel- bar als auch mittelbar 171 beteiligungen*. Die heAG hält, ebenfalls um Mehrfachbe- teiligungen bereinigt, beteiligungen an 121 Unternehmen. laGeBeRicht DeR heaG holDinG aG – BeteiliGUnGSManaGeMent DeR wiSSenSchaftSStaDt DaRMStaDt (heaG) * beteiligungen, bei denen in Vorgesellschaften eine Anteilsquote von mind. 50 % besteht 1) inkl. Anteile an Genossenschaften 2) nicht in beteiligungsmanagement einbezogen heAG 19 Kapital- u. Personengesellschaften1) » 10 beteiligungen 6 eigenbetriebe » 6 beteiligungen 4 Zweckverbände 1 sparkasse Darmstadt2) » 3 beteiligungen heAG Kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh heAG mobilo Gmbh » 6 beteiligungen bauverein AG » 22 beteiligungen heAG südhessische energie AG » 99 beteiligungen Wissenschaftsstadt Darmstadt steuerung controlling Verwaltung energie immobilien Mobilität Gesundheit Kultur & Kongresse telekommunikation entsorgung & Abwasser Weitere Aktivitäten beteiligungsdezernent referat stadtwirtschaftskoordination heAG beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Kommunikationsschnittstelle zur heAG. Als fast hundertprozentige tochter ist die heAG mit der Ausführung des beteiligungsmanagements für die Wissen- schaftsstadt Darmstadt betraut und dient als Ansprechpartner für alle städtischen beteiligungen. Diese unterteilen sich in die acht Geschäftsfelder energie, immobi- lien, Mobilität, Gesundheit, Kultur & Kongresse, telekommunikation, entsor- gung & Abwasser sowie Weitere Aktivi- täten. 66 67heaG Geschäftsbericht 2012 teiligungen zu verankern. Dies geschieht z. b. über Zielvereinbarungen mit den führungskräften aller beteiligungen der stadtwirtschaft. eine weitere Aufgabe der heAG ist die identifikation und das heben von synergien innerhalb der stadtwirt- schaft. Projekte in diesem bereich sind der gemeinsame einkauf z. b. von Kopierern, büromaterialien und reifen durch die Unternehmen der stadtwirtschaft, sowie ein konzernweites cash-Management. Weiterhin wurde die Gründung einer Ver- sicherungsservice-Gesellschaft vorbereitet, in der künftig die beschaffung von Ver- sicherungen für die Unternehmen der stadtwirtschaft gebündelt werden sollen. Die beratungsfunktion der heAG für die Wissenschaftsstadt Darmstadt umfasst auch Personalfragen in der obersten führungsebene der städtischen beteili- gungen. 2012 war die heAG an der Lösung der führungskrise bei der hse und der suche nach neuen hse-Vorständen, an der Nachfolgersuche für heAG mobilo-Ge- schäftsführer Karl-heinz holub und an der Vertragsverlängerung von bauverein- Vorstand Dr. hans-Jürgen braun beteiligt. Weiterhin übernahm heAG-Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend interimistisch eine Geschäftsführerposition bei der Klinikum Darmstadt Gmbh sowie bei mehreren tochtergesellschaften des Klinikums. im Jahr 2012 hat die heAG ihre buchhal- tungsdienstleistungen ausgeweitet. Dies betrifft die Vorbereitung der erstellung des Gesamtabschlusses der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die heAG steht in engem Kontakt mit an- deren kommunalen holdinggesellschaf- ten. ein regelmäßiger erfahrungsaustausch findet auf Geschäftsleitungsebene und im bereich controlling statt. Personal eine maßgebliche Voraussetzung für den erfolg der heAG sind die beschäftigten. Die schaffung geeigneter rahmenbedin- gungen, die Vereinbarkeit von beruf und familie sowie eine effektive Mitarbeiter- förderung sind daher von besonderer bedeutung. Um besser auf die bedürfnisse berufstäti- ger eltern eingehen zu können, hat die heAG ihren Angestellten im Jahr 2012 Plätze in einer Kindernotfallbetreuung zur Verfügung gestellt. eltern erhalten hier die Möglichkeit, kurzfristig auf betreuungs- engpässe reagieren zu können. Das „flug- gis-Abenteuer-Land“ ist dabei auch ein beispiel für die enger werdende Zusam- menarbeit innerhalb der stadtwirtschaft. Neben der heAG und ihren Unternehmen nutzen weitere Unternehmen der stadt- wirtschaft, wie z. b. die Klinikum Darm- stadt Gmbh und der eigenbetrieb Abfall- wirtschaft und stadtreinigung der stadt Darmstadt (eAD) dieses Angebot. bereits seit 2011 gehört die heAG zu den Unterzeichnern der charta der Vielfalt. Das Ziel dieser Unternehmensinitiative ist, die Anerkennung, Wertschätzung und einbeziehung von Vielfalt in der Unter- nehmenskultur voranzubringen. Dabei sollen die Unternehmen ein Arbeitsumfeld schaffen, welches frei von Vorurteilen ist und in welchem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer herkunft, religion oder Weltanschauung, behinderung, Alter, sexueller Orientierung und identität, Wert- schätzung erfahren. Schulpatenschaft Die heAG engagiert sich seit mehreren Jahren auch verstärkt für Darmstädter Kinder und Jugendliche. im rahmen der schulpatenschaft wählt sie jedes Jahr eine Darmstädter Patenschule mit dem Ziel aus, den schülerinnen und schülern das Lernen zu erleichtern, das interesse an Wirtschaft und Politik zu fördern und sie beim einstieg ins berufsleben zu unterstützen. Verant- wortliche Personen aus der Kommunalpoli- tik und Unternehmensthemen aus der kommunalen Darmstädter Wirtschaft wer- den dabei in den Unterricht der oberen Jahrgänge mit einbezogen. Mit dem Abschluss zahlreicher Projekte endete die Patenschaft mit der Gutenbergschule zum ende des schuljahrs im sommer 2012. Mit der bernhard-Adelung-schule, einer integrierten Gesamtschule, wird die Patenschaft im schuljahr 2012 / 2013 fortgesetzt. nachhaltigkeit für die heAG steht bei ihrer täglichen Arbeit neben wirtschaftlichen themen auch die Nachhaltigkeit der Unternehmen der Darmstädter stadtwirtschaft im fokus. Die heAG geht hier mit gutem beispiel voran und arbeitet seit 2011 cO2-neutral. Die heAG ist Mitglied der Umweltallianz hessen und arbeitet aktiv im Klimaschutz- beirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit, der die erstellung eines Klimaschutz- konzepts für Darmstadt zum Ziel hat. seit 2012 ist die heAG außerdem als fahrrad- freundlicher betrieb zertifiziert. Auch der hierzu gehörende soziale Aspekt ist teil der Unternehmensphilosophie. Dies zeigt sich in der identifikation der heAG mit dem Konzept „fair trade“. Um Nachhaltigkeit in der täglichen Arbeit zu verankern und ihren hohen stellenwert zu verdeutlichen, hat die heAG Nachhal- tigkeitsleitsätze erarbeitet (mehr unter www.heag.de). ihr engagement für diese themen gestaltet die heAG mit hoher Verbindlichkeit transparent, mess- und vergleichbar. so hat sie als erste kommu- nale beteiligungsholding eine entspre- chenserklärung zum Deutschen Nachhal- Stadtwirtschaftsstrategie Die von der heAG erarbeitete und 2010 in der stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschlosse- ne stadtwirtschaftsstrategie dient als richtschnur für die wirtschaftliche ent- wicklung der städtischen beteiligungen. im rahmen der stadtwirtschaftsstrategie organisierte die heAG im Jahr 2012 bereits zum vierten Mal ein stadtwirtschaftsfo- rum. Das Ziel dieser regelmäßigen Ver- anstaltung, die im Jahr 2012 ganz im Zeichen des Jubiläums stand, ist die för- derung des gegenseitigen Austauschs der stadtwirtschaft mit den politischen entscheidern sowie die erhöhung der transparenz. Die heAG hat in 2012 zahlreiche Projekte aus der stadtwirtschaftsstrategie initiiert oder fortgesetzt. Die schwerpunkte lagen dabei in den bereichen reorganisation sowie ergebnis- und effizienzverbesser- ung. Wichtigstes Projekt war dabei der rückkauf eines 40 %-Aktienanteils an der heAG südhessische energie AG (hse) von e.ON durch die heAG. Durch die Aufsto- ckung des heAG-Anteils von 53 % auf 93 % konnte der einfluss der heAG und ihres Mehrheitsaktionärs auf die hse gesichert und vergrößert werden. Weiterhin arbeitete die heAG an der Optimierung der Konzernsteuerquote. U. a. durch rechtsformumwandlungen im teilkonzern hse und der daraus resultie- renden möglichen Nutzung von bestehen- den Verlustvorträgen können steuererspar- nisse erzielt und so ergebnisverbesser- ungen erreicht werden. Die entsprechenden beschlüsse zur Umsetzung sind bereits in den Gremien der hse gefasst worden. Die heAG hat die Wahlrechte für Unterneh- men bei der erstellung der bilanz ana- lysiert und wird zukünftig handlungsemp- fehlungen zur Nutzung dieses Gestal- tungsspielraums für die beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt aus- sprechen. Durch die Verkaufsabsicht des erbbau- rechts am Parkhaus „schlossgaragen“ von einem privaten investor an den Parkhaus- betreiber Q-Park Gmbh & co. KG ergab sich für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Vorkaufsrecht. Nach Ausübung des Vor- kaufsrechts wurde das erbbaurecht an die heAG weiterveräußert. Langfristig stellt der erwerb eine wirtschaftliche investition dar und kann dazu beitragen, den Ausbau von elektromobilität zu fördern. in der erfüllung ihrer zahlreichen Aufga- ben ist die heAG ganz dem Dienstleis- tungsgedanken verpflichtet. 2012 wurde sie erneut mit dem Zertifikat „serviceQua- lität Deutschland“ ausgezeichnet. Dies würdigt die Ziele der heAG, transparenz durch information zu schaffen, Abläufe zu beschleunigen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Beteiligungsmanagement Der von der heAG federführend erarbeitete Darmstädter beteiligungskodex im sinne eines Public corporate Governance Kodex wurde 2012 von den Gremien der Wissen- schaftsstadt Darmstadt beschlossen und soll 2013 von den städtischen beteiligungen angewendet werden. Durch den Kodex wird sich die transparenz über die Unternehmen der stadt weiter erhöhen. für das Ge- schäftsjahr 2012 wurde dem Darmstädter beteiligungskodex durch den heAG-Auf- sichtsrat und den heAG-Vorstand entspro- chen. Die entsprechenserklärung kann unter www.heag.de eingesehen werden. Die heAG informiert regelmäßig den Ma- gistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einem bericht über die entwicklung von rund 30 ausgewählten beteiligungen der stadtwirtschaft. Die berichte enthalten neben Gewinn- und Verlustrechnung und unternehmensspezifischen Kennzahlen auch Angaben zu Abweichungen und zur risikolage. Der Magistrat erlangt hierdurch deutlich mehr informationen über die wirtschaftliche Lage der beteiligungen und kann entsprechend frühzeitig seine einflussmöglichkeiten nutzen. Weiterhin stellt die heAG den Verantwortlichen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu allen beteiligungen informationen wie z. b. besetzung und Vergütung von Geschäfts- leitungen und Aufsichtsgremien, Ge- schäftsordnungen, satzungen und all- gemeine Kontaktinformationen gesam- melt über eine Konzerndatenbank zur Verfügung. in Zusammenarbeit mit dem referat stadtwirtschaftskoordination hat die heAG den gemäß § 123a hGO jährlich aufzustel- lenden beteiligungsbericht erarbeitet. Der beteiligungsbericht enthält die wichtigs- ten informationen zu allen beteiligungen, an denen die stadt mindestens 20 % der Anteile hält, und gibt einen Überblick über deren wirtschaftliche entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr. Zu den Aufgaben eines kommunalen beteiligungsmanagements zählt auch die betreuung der kommunalen Mitglieder in den Aufsichtsgremien. hierzu haben regel- mäßig Mandatsträgervorbereitungen so- wie informationsveranstaltungen und schulungen für Aufsichtsratsmitglieder der kommunalen Unternehmen und Mitglieder der betriebskommissionen der eigenbetriebe der Wissenschaftsstadt Darmstadt stattgefunden. Dabei wurde auf eine abgestimmte kommunale sicht für die entscheidungen in den Aufsichts- gremien hingearbeitet. Die heAG ist dafür verantwortlich, die wirtschaftlichen Ziele der Wissenschafts- stadt Darmstadt in den städtischen be- Lagebericht 68 69heaG Geschäftsbericht 2012 Risikobericht Das Ziel des risikomanagements ist es, die risiken durch den einsatz geeigneter Kontroll- und Managementsysteme zu begrenzen. es werden risiken in risikokategorien eingeteilt und mit einer eintrittswahr- scheinlichkeit und schadenshöhe bewer- tet. Neben der regelmäßigen berichter- stattung, die quartalsweise dem Auf- sichtsrat vorgelegt wird, gibt es auch für unerwartete risiken eine berichtspflicht. es handelt sich hierbei insbesondere um risiken, die die erträge und Werthaltigkeit der beteiligungen der heAG betreffen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass zum Jahresende keine risiken vorlagen, die bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten. ausblick Die heAG bleibt der primäre Ansprechpart- ner der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der beteiligungen in allen fragen des be- teiligungsmanagements. ein wichtiges thema wird die begleitung von Aufsichts- gremien und Geschäftsleitungen bei der Anwendung des beteiligungskodexes der Wissenschaftsstadt Darmstadt sein. hierzu wird durch die heAG in Abstimmung mit dem referat stadtwirtschaftskoordina- tion der Wissenschaftsstadt Darmstadt u. a. ein „handbuch zu den gesetzlichen Anforderungen an die Organe kommuna- ler Unternehmen“ erarbeitet. Weiterhin werden 2013 die themen Überarbeitung der stadtwirtschaftsstrate- gie, die erarbeitung und einführung eines konzernweiten compliance-Management- systems, die Prüfung der integration der centralstation Kulturgesellschaft mbh in die stadtwirtschaft, sowie erstmals die Durchführung regelmäßiger Mandatsträ- gervorbereitungen für die Klinikum Darm- stadt Gmbh im fokus stehen. Zusätzlich wird die heAG die zentrale stelle für bürgschaften und beihilfen im referat stadtwirtschaftskoordination der Wissen- schaftsstadt Darmstadt unterstützen. 2013 wird das cross-Mentoring-Programm der heAG fortgesetzt. Diese Personalent- wicklungsmaßnahme für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Ziel, die Zu- sammenarbeit und die Nähe zwischen stadtverwaltung und stadtwirtschaft zu fördern. cross-Mentoring steht für die be- ratung und Unterstützung einer Nach- wuchsführungskraft durch eine erfahrene führungskraft. Mentor und Mentee bilden ein tandem. sie stehen nicht in hierarchi- scher beziehung zueinander. für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 werden Ausschüttungen der heAG süd- hessische energie AG (hse) und der bau- verein AG von je rd. 25 Mio. eUr erwartet. Die strukturbedingt negativen ergebnisse der heAG mobilo Gmbh wirken sich auf- grund des ergebnisabführungsvertrages in Verbindung mit dem Verlustbegrenzungs- vertrag mit jährlich -12,8 Mio. eUr auf das ergebnis der heAG aus. für die Geschäftsjah - re 2013 und 2014 sind Ausschüttungen der heAG von je rd. 0,6 Mio. eUr zu erwarten. Bericht nach § 312 aktiengesetz Der Vorstand der heAG holding AG – betei- ligungsmanagement der Wissenschafts- stadt Darmstadt (heAG) erklärt: „Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im bericht über beziehungen zu verbundenen Unter- nehmen aufgeführten rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im bericht angegebenen und getroffenen Maßnahmen nicht benachtei- ligt. Dieser beurteilung liegen die Umstän- de zu Grunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“ tigkeitskodex (DNK) für das Jahr 2012 abgegeben und bekennt sich mit der Veröffentlichung in besonderer Weise zu ihrer Umwelt- und sozialverantwortung (abrufbar unter www.deutscher-nachhal- tigkeitskodex.de). ertrags-, finanz- und Vermögenslage in den Umsatzerlösen von 2.900 teUr (Vorjahr: 2.597 teUr) sind im Wesentli- chen die erlöse aus Vermietung von 1.108 teUr (Vorjahr: 1.050 teUr) und Die beteiligungserträge von 55.244 teUr enthalten die phasengleich bilanzierten Dividenden der heAG südhessische ener- gie AG (hse) mit 47.027 teUr (Vorjahr: 13.157 teUr) und der bauverein AG mit 8.217 teUr (Vorjahr: 0 teUr). Der jährlich zu übernehmende Verlust der heAG mobilo Gmbh ist aufgrund des im Jahr 1995 mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt- Dieburg geschlossenen Vertrags auf 12.782 teUr begrenzt. für das Jahr 2012 wird ein Jahresüber- schuss von 35.969 teUr (Vorjahr: Jahres- fehlbetrag 2.957 teUr) ausgewiesen. Die bilanzsumme der heAG ist im Jahr 2012 von 424.604 teUr auf 739.267 teUr gestiegen. Die erhöhung ist im Wesentli- chen auf den im Juni 2012 vollzogenen darlehensfinanzierten erwerb der zu- sätzlichen Anteile (40 %) an der heAG südhessische energie AG (hse) und die phasengleiche Aktivierung der Dividen- denansprüche gegenüber der hse und der bauverein AG zurückzuführen. Das eigenkapital beträgt 423.088 teUr, sodass sich eine eigenkapitalquote von 57,2 % (Vorjahr: 91,3 %) ergibt. Der bilanzgewinn beträgt 24.169 teUr (Vorjahr: 389 teUr). für die Anschaffung von betriebs- und Geschäftsausstattung wurden investitio- nen von 10 teUr (Vorjahr: 5 teUr) getätigt. nachtragsbericht Weitere besondere ereignisse, die das im Jahresabschluss und Lagebericht vermittel- te bild über die finanz-, Vermögens- und ertragslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen, sind nach dem bilanzstich- tag nicht eingetreten. Die beteiligungserträge des Jahres 2007 waren durch den Verkauf der Anteile an der heAG MediaNet Gmbh und der eAG-entsorgungs-AG beeinflusst. 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 2008 2009 201220112010 29.236 17.680 55.244 13.157 12.697 Lagebericht Beteiligungserträge (in teUR) die Umlagen der Verwaltungskosten für die heAG bKK und die heAG PZK enthalten. Die sonstigen betrieblichen erträge von 1.905 teUr (Vorjahr: 1.337 teUr) sind gegenüber dem Vorjahr durch die erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von 1.859 teUr ge- prägt. im Vorjahr waren die Auflösung der rücklage gemäß § 6b einkommensteuer- gesetz von 500 teUr und erträge aus der Auflösung von rückstellungen von 778 teUr enthalten. 70 71heaG Geschäftsbericht 2012 bilanz Bilanz DeR heaG zUM 31. DezeMBeR 2012 aktiVa 2012 2011 teUR teUR anlaGeVeRMÖGen 606.732 361.469 immaterielle Vermögensgegenstände 20 25 entgeltlich erworbene software 20 25 Sachanlagen 10.956 1.791 Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 10.888 1.713 Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 68 78 finanzanlagen 595.756 359.653 Anteile an verbundenen Unternehmen 590.942 353.248 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.710 6.280 beteiligungen - - Wertpapiere des Anlagevermögens - - sonstige Ausleihungen 104 125 UMlaUfVeRMÖGen 128.097 59.719 forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 100.068 27.002 forderungen aus Lieferungen und Leistungen 265 150 forderungen gegen verbundene Unternehmen 88.178 13.637 sonstige Vermögensgegenstände 11.625 13.215 kassenbestand und Guthaben bei kreditinstituten 28.029 32.717 Rechnungsabgrenzungsposten 1.082 102 aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 3.356 3.314 Bilanzsumme 739.267 424.604 PaSSiVa 2012 2011 teUR teUR eiGenkaPital 423.088 387.508 Gezeichnetes kapital 48.533 48.533 kapitalrücklage 329.445 329.445 Gewinnrücklagen 20.941 9.141 Gesetzliche rücklage 7.080 7.080 Andere Gewinnrücklagen 13.861 2.061 Bilanzgewinn 24.169 389 Rückstellungen 13.990 14.942 rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.689 11.389 steuerrückstellungen 26 1.234 sonstige rückstellungen 2.275 2.319 Verbindlichkeiten 302.014 21.976 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 280.990 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155 143 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.127 19.942 sonstige Verbindlichkeiten 3.742 1.891 (davon aus steuern) (1.471) (223) (davon im rahmen der sozialen sicherheit) (51) (102) Rechnungsabgrenzungsposten 175 178 Bilanzsumme 739.267 424.604 72 73heaG Geschäftsbericht 2012 Gewinn- UnD VeRlUStRechnUnG DeR heaG VoM 1. JanUaR BiS 31. DezeMBeR 2012 2012 2011 teUR teUR Umsatzerlöse 2.900 2.597 sonstige betriebliche erträge 1.905 1.337 Materialaufwand 738 676 a) Aufwendungen für roh-, hilfs- und betriebsstoffe 7 10 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 731 666 Personalaufwand 3.467 3.457 a) Löhne und Gehälter 2.425 2.404 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.042 1.053 (davon für Altersversorgung) (699) (735) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und sachanlagen 94 51 sonstige betriebliche Aufwendungen 2.411 2.497 erträge aus beteiligungen 55.244 13.157 (davon aus verbundenen Unternehmen) (55.244) (13.157) erträge aus Ausleihungen des finanzanlagevermögens 207 305 (davon aus verbundenen Unternehmen) (168) (270) sonstige Zinsen und ähnliche erträge 551 659 (davon aus verbundenen Unternehmen) (-) (-) Aufwendungen aus Verlustübernahme 12.796 12.796 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.553 1.004 (davon an verbundene Unternehmen) (179) (152) ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 35.748 -2.426 erstattete steuern vom einkommen und vom ertrag -158 515 sonstige steuern -63 16 Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-) 35.969 -2.957 entnahme aus anderen Gewinnrücklagen - 3.346 einstellung in andere Gewinnrücklagen 11.800 - Bilanzgewinn 24.169 389 kaPitalflUSSRechnUnG DeR heaG 2012 2011 teUR teUR Jahresergebnis 35.969 -2.957 Abschreibungen / Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 94 51 Veränderung der rückstellungen -910 -211 sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / erträge 3.139 -673 Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.858 - Veränderung der forderungen aus Lieferungen und Leistungen -115 245 Veränderung anderer Aktiva -76.402 1.912 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 -180 Veränderung anderer Passiva -967 -2.865 cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -41.038 -4.678 einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens 4.329 2 Auszahlungen für investitionen in das sachanlage- vermögen und das immaterielle Anlagevermögen -9.254 -33 einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des finanzanlagevermögens 1.877 3.391 Auszahlungen für investitionen in das finanzanlagevermögen -237.713 -683 cashflow aus der investitionstätigkeit -240.761 2.677 Dividendenzahlungen an Gesellschafter -389 -389 einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 277.500 - cashflow aus der finanzierungstätigkeit 277.111 -389 zahlungswirksame Veränderungen des finanzmittelfonds -4.688 -2.390 finanzmittelfonds am 1. Januar 32.717 35.107 finanzmittelfonds am 31. Dezember 28.029 32.717 Der finanzmittelfonds beinhaltet liquide Mittel in Zusammenhang mit dem cash-Management von 4.500 7.000 Gewinn- und Verlustrechnung / Kapitalflussrechnung 74 75heaG Geschäftsbericht 2012 Anlagenspiegel anlaGenSPieGel DeR heaG anschaffungs- und herstellungskosten abschreibungen Buchwerte Stand 01.01.2012 zugänge Umbu- chungen abgänge Stand 31.12.2012 Stand 01.01.2012 abschrei- bungen des Berichtsjahres abgänge Stand 31.12.2012 Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2012 teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR teUR immaterielle Vermögensgegenstände 100 7 - - 107 75 12 - 87 25 20 entgeltlich erworbene software 100 7 - - 107 75 12 - 87 25 20 Sachanlagen 15.473 9.247 - 581 24.139 13.682 82 581 13.183 1.791 10.956 Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 14.571 9.237 - - 23.808 12.858 62 - 12.920 1.713 10.888 Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 902 10 581 331 824 20 581 263 78 68 finanzanlagen 389.688 238.064 -84 1.877 625.791 30.035 - - 30.035 359.653 595.756 Anteile an verbundenen Unternehmen 377.862 237.694 - - 615.556 24.614 - - 24.614 353.248 590.942 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.280 - 1.570 4.710 - - - - 6.280 4.710 beteiligungen 5.420 - - - 5.420 5.420 - - 5.420 - - Wertpapiere des Anlagevermögens - 370 -84 286 - - - - - - - sonstige Ausleihungen 126 - - 21 105 1 - - 1 125 104 anlagevermögen 405.261 247.318 -84 2.458 650.037 43.792 94 581 43.305 361.469 606.732 76 77heaG Geschäftsbericht 2012 Anhang VoRBeMeRkUnGen Der Jahresabschluss der heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissen- schaftsstadt Darmstadt (heAG) ist nach den Vorschriften des handelsgesetzbuchs (hGb) und den ergänzenden bestimmun- gen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. er wurde entsprechend den bestimmun- gen des § 122 hessische Gemeindeord- nung (hGO) nach den für große Kapital- gesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Jahresabschluss wird beim elektro- nischen bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. BilanzieRUnG UnD BeweRtUnG erworbene immaterielle Vermögensge- genstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden linear über die plan- mäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaf- fungskosten, bei Gebäuden und bewegli- chen Anlagegegenständen abzüglich line- arer Abschreibungen über die planmäßige Nutzungsdauer, bewertet. für gering- wertige Anlagegüter wird im Jahr der Anschaffung ein sammelposten gebildet und linear über fünf Jahre abgeschrieben. bei den finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die beteiligungen zu Anschaffungskosten, bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder dem niedrigeren barwert ausgewiesen. im rahmen der saldierung nach § 246 abs. 2 Satz 2 hGB wurden Wertpapiere mit einem Zeitwert von 12.217 teUr (An- schaffungskosten 10.838 teUr) mit Pensi- onsverpflichtungen von 8.861 teUr sowie erträge von 426 teUr mit entsprechenden Zinsaufwendungen verrechnet. Aufgrund der bewertung zum Zeitwert un- terliegen grundsätzlich 1.379 teUr gemäß § 268 Abs. 8 hGb einer Ausschüttungs- sperre. Die sperre wirkt nicht solange freie andere Gewinnrücklagen in gleicher höhe bestehen. Die forderungen und die sonstigen Ver- mögensgegenstände sind mit ihren Nenn- werten bilanziert. bei den forderungen werden erkennbare einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrecht- lichen und steuerlichen Wertansätzen in den bilanzpositionen Anlagevermögen, forderungen und sonstige Vermögensge- genstände und rückstellungen ermittelt. Dabei werden nicht nur die Unterschie- de aus den eigenen bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei der Organgesellschaft, an der die heAG beteiligt ist, bestehen. Die ermittlung der latenten steuern erfolgt, unter beachtung der Vorschrift des § 8 Abs. 9 Körperschaft- steuergesetz, der sogenannten sparten- trennung, auf basis des kombinierten ertragsteuersatzes von 30,71 %. Der kom- binierte ertragsteuersatz umfasst Gewer- besteuer, Körperschaftsteuer und solidari- tätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente steuern aus zeitlichen bilanzie- rungsunterschieden bei beteiligungen in der rechtsform einer Personengesellschaft auf basis eines kombinierten ertragsteuer- satzes von 15,83 % ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und solidaritätszu- schlag berücksichtigt. im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente steuer, die gemäß dem Wahlrecht in § 274 Abs. 1 hGb nicht aktiviert wurde. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versi- cherungsmathematisch nach der „Pro- jected Unit credit Method (PUcM)“ auf der basis der richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus heubeck ermittelt. Der verwendete rechnungszins betrug 5,05 %, die Gehaltsdynamik 4 % und die renten- dynamik 3 %. Die sonstigen Rückstellungen berück- sichtigen alle erkennbaren risiken und un- gewissen Verbindlichkeiten. sie sind nach vernünftiger kaufmännischer beurteilung in höhe des erfüllungsbetrages angesetzt. Die rückstellungen für Deputate, Jubiläen und Altersteilzeit wurden versicherungs- mathematisch mit einem rechnungszins von 5,05 % und einer Gehaltsdynamik von 4 % ermittelt. Die Verbindlichkeiten werden mit den erfüllungsbeträgen ausgewiesen. anhanG anGaBen zUM anteilSBeSitz DeR heaG Sitz anteil eigen- Jahres- Jahr der am kapital ergebnis Gesellschaft kapital % teUR teUR bauverein AG Darmstadt 79,4 305.557 20.429 2012 heAG mobilo Gmbh Darmstadt 74,0 32.989 - * 2012 heAG südhessische energie AG (hse) Darmstadt 93,0 381.279 65.754 2012 heAG Kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige Gmbh Darmstadt 100,0 2.266 11 2012 city bau Gmbh & co. Anlagen KG i. L. Darmstadt 33,3 - - - city shopping Gmbh & co. Anlagen KG i. L. Darmstadt 33,3 - - - * = ergebnisabführungsvertrag i. V. m. dem Verlustbegrenzungsvertrag 2012 2011 Restlaufzeit Restlaufzeit Gesamt > 1 Jahr Gesamt > 1 Jahr teUR teUR teUR teUR forderungen aus Lieferungen und Leistungen 265 - 150 - forderungen gegen verbundene Unternehmen 88.178 - 13.637 34 sonstige Vermögensgegenstände 11.625 851 13.215 4.774 forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 100.068 851 27.002 4.808 Die Liste des gesamten Anteilsbesitzes, einschließlich der mittelbaren betei- ligungen, wird beim elektronischen bundesanzeiger, unter gleichem Gesell- schaftsnamen, mit dem Konzernabschluss eingereicht und veröffentlicht. Die forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Dividendenforderungen von 87.828 teUr, die rechtlich im Jahr 2013 entstehen. Die fälligkeit der forderungen ergibt sich aus nachfolgendem spiegel: 78 79heaG Geschäftsbericht 2012 Anhang Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 947.504 stückaktien, davon sind 47.504 auf den Namen lautende Vorzugsaktien. 2012 2011 Restlaufzeit Restlaufzeit Gesamt < 1 Jahr > 5 Jahre Gesamt < 1 Jahr > 5 Jahre teUR teUR teUR teUR teUR teUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 280.990 29.738 234.231 - - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155 155 - 143 143 - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.127 17.127 - 19.942 18.490 727 sonstige Verbindlichkeiten 3.742 3.742 - 1.891 1.840 - Verbindlichkeiten 302.014 50.762 234.231 21.976 20.473 727 Die Verbindlichkeiten gegenüber ver- bundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Kontokorrentverhältnisse von 15.687 teUr und sonstige Verbind- lichkeiten aus der Übertragung von rück- stellungen von 1.439 teUr. eRläUteRUnGen zUR Gewinn- UnD VeRlUStRechnUnG Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentli- chen Mieterlöse von 1.108 teUr (Vorjahr: 1.050 teUr) und Umlagen für Verwal- tungskosten. Die sonstigen betrieblichen erträge enthal- ten im Wesentlichen die erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagever- mögens von 1.859 teUr, der Vorjahreswert war geprägt durch die periodenfremden erträge aus der Auflösung des sonderpos- tens mit rücklageanteil nach § 6b estG von 500 teUr und die erträge aus der Auf- lösung von rückstellungen von 778 teUr. Die aufwendungen aus Verlustübernah- me (12.782 teUr) betreffen die heAG mo- bilo Gmbh und enthalten die Ausgleichs- zahlung (13 teUr) an den außenstehen- den Gesellschafter. in den zinsen und ähnlichen aufwendun- gen ist der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Perso- nalrückstellungen mit 708 teUr enthalten. SonStiGe anGaBen haftungsverhältnisse Die heAG hat Verbindlichkeiten aus bürg- schaften von 23.230 teUr gegenüber verbundenen Unternehmen. ein risiko der inanspruchnahme besteht aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen situ- ation dieser Unternehmen derzeit nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus gewährten nicht in Anspruch genom- menen Kontokorrentlinien besteht eine finanzielle Verpflichtung von 22.410 teUr, davon 20.640 teUr gegenüber verbunde- nen Unternehmen. Die heAG hat aus dem ergebnisabführungsvertrag mit der heAG mobilo Gmbh die Verpflichtung, Verluste der Gesellschaft auszugleichen. Durch den Defizitabdeckungsvertrag mit der Wissen - schaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg werden die jährlich zu übernehmenden Verluste auf 12.782 teUr begrenzt. Weiterhin bestehen bei der heAG im rah- men des üblichen Geschäftsverkehrs finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von 924 teUr. Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen ausreichende beträge für strompreisdeputate, für Altersteilzeit- und weitere personalbezogene Verpflichtun- gen sowie für ausstehende rechnungen erfasst. Die fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgendem spiegel: Bezüge des Vorstands Die bezüge des Vorstands betrugen im berichtsjahr 553 teUr, davon entfielen je 277 teUr auf herrn Dr. Ahrend und herrn Dr. hoschek. An die früheren Mitglieder des Vorstands der heAG und ihre hinter- bliebenen wurden 613 teUr gezahlt. Die für diesen Personenkreis gebildete Pensi- onsrückstellung beträgt 7.942 teUr. Bezüge des aufsichtsrats Die Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind der tabelle unter „Organe“ zu entnehmen. arbeitnehmer Die heAG beschäftigte durchschnittlich 32 Angestellte. im bereich beteiligungs- management waren zum bilanzstichtag, umgerechnet in Vollzeitäquivalente, 13,5 Mitarbeiter eingesetzt. abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers wird unter in- anspruchnahme der befreiung nach § 285 Nr. 17 hGb verzichtet, die Angabe erfolgt im Konzernabschluss unserer Gesellschaft. oRGane Vorstand Dr. klaus-Michael ahrend, roßdorf Dr. Markus hoschek, Darmstadt aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind der folgenden tabelle zu entnehmen. aufsichtsrat tantieme Sitzungsgeld Summe eUR eUR eUR Jochen Partsch, Oberbürgermeister, Darmstadt, Vorsitzender 8.500,00 900,00 9.400,00 andré Schellenberg, Dipl.-Volkswirt, stadtkäm- merer, Darmstadt, stellvertretender Vorsitzender 6.500,00 900,00 7.400,00 willi heleine1, kfm. Angestellter, reinheim, stellvertretender Vorsitzender 6.500,00 900,00 7.400,00 hanno Benz, Unternehmensberater, stadtver- ordneter, Darmstadt, stellvertretender Vorsitzender 7.500,00 700,00 8.200,00 Yücel akdeniz, Dipl.-sozialpädagoge, stadtverordneter, Darmstadt 5.500,00 700,00 6.200,00 Ralf arnemann, Dipl.-Mathematiker, stadtrat, Darmstadt 5.500,00 900,00 6.400,00 iris Bachmann, bibliothekarin i. r., stadträtin, Darmstadt 5.500,00 800,00 6.300,00 hans-werner erb, Dipl.-Kfm., Mitglied des Vorstands der sparkasse Darmstadt, Darmstadt 5.500,00 900,00 6.400,00 Peter franz, rechtsanwalt, stadtverordneter, Darmstadt 5.500,00 800,00 6.300,00 hans fürst, Angestellter, stadtverordneter, Darmstadt 5.500,00 800,00 6.300,00 katja funk1, Dipl.-Kffr., kfm. Angestellte, Darmstadt 5.500,00 800,00 6.300,00 wilhelm kins, Vorstandsvorsitzender GhV Darmstadt, stadtverordneter, Darmstadt 5.500,00 900,00 6.400,00 Brigitte lindscheid, rechtsanwältin, stadträtin, Darmstadt 6.500,00 800,00 7.300,00 Dagmar Metzger, rechtsanwältin, Justitiarin sparkasse Darmstadt, stadtverordnete, Darmstadt 5.500,00 500,00 6.000,00 Göran Perkuhn 1, kfm. Angestellter, reinheim 5.500,00 800,00 6.300,00 Ronald Speiser1, kfm. Angestellter, reichelsheim 5.500,00 800,00 6.300,00 isabelle welpot1, Dipl.-betrw. bA, kfm. Angestellte, Griesheim 5.500,00 800,00 6.300,00 Rainer wüst1, kfm. Angestellter, fischbachtal 6.500,00 900,00 7.400,00 Gesamtsumme 108.000,00 14.600,00 122.600,00 ¹ = Arbeitnehmervertreter 80 81heaG Geschäftsbericht 2012 Anhang / bestätigungsvermerk GewinnVeRwenDUnGSVoRSchlaG für den bilanzgewinn der heAG von 24.168.613,15 eUr schlagen wir folgende Verwendung vor: Darmstadt, 28. März 2013 heAG holding AG – beteiligungsmanage- ment der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) Der Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend Dr. Markus hoschek eUR Ausschüttung einer Dividende von 25,75 eUr je Aktie für 900.000 auf den inhaber lautende stückaktien 23.175.000,00 Die Zahlung der, auf die inhaberaktien entfallenden, Dividende erfolgt in 2 teilbeträgen: 1. teilbetrag am 1. bankarbeitstag nach der hauptversammlung: 12.175.000,00 2. teilbetrag am 31. Juli 2015: 11.000.000,00 Ausschüttung einer Dividende von 14,56 eUr je Aktie für 47.504 auf den Namen lautende Vorzugsaktien 691.658,24 Vortrag auf neue rechnung 301.954,91 24.168.613,15 Wir haben den Jahresabschluss – beste- hend aus bilanz, Gewinn- und Verlustrech- nung sowie Anhang – unter einbeziehung der buchführung und den Lagebericht der heAG holding AG – beteiligungsmanage- ment der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG), Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die buchführung und die Aufstel- lung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine beur- teilung über den Jahresabschluss unter einbeziehung der buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung entsprechend § 317 hGb unter beachtung der vom institut der Wirtschaftsprüfer fest- gestellten deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Abschlussprüfung vorge- nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrich- tigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger buchführung und durch den Lagebericht vermittelten bildes der Vermögens-, finanz und ertragslage we- sentlich auswirken, mit hinreichender sicherheit erkannt werden. bei der fest- legung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig- keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die erwartungen über mögliche fehler berücksichtigt. im rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs- legungsbezogenen internen Kontrollsys- tems sowie Nachweise für die Angaben in buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der basis von stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die beurteilung der angewandten bilanzierungsgrundsätze und der wesentli- chen einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prü- fung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen einwendun- gen geführt. Nach unserer beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen erkennt- nisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der heAG holding AG - beteiligungsmanagement der Wissen- schaftsstadt Darmstadt (heAG), Darm- stadt, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des bild der Vermögens-, finanz- und ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebe- richt steht in einklang mit dem Jahresab- schluss, vermittelt insgesamt ein zutref- fendes bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die chancen und risiken der zukünftigen entwicklung zutreffend dar. Mannheim, den 24. Juni 2013 Deloitte & touche Gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Leuschner Wirtschaftsprüfer Krämer Wirtschaftsprüfer BeStätiGUnGSVeRMeRk 82 83heaG Geschäftsbericht 2012 bericht des Ausichtsrats BeRicht DeS aUfSichtSRatS DeR heaG holDinG aG – BeteiliGUnGSManaGeMent DeR wiSSenSchaftSStaDt DaRMStaDt (heaG) Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2012 vom Vorstand regel- mäßig und umfassend über die Lage der Gesellschaft, alle wesentlichen Geschäfts- vorfälle, den stand von Projektarbeiten und die entwicklung des Unternehmens und der beteiligungsunternehmen münd- lich und schriftlich berichten lassen. An- hand der Vorlagen und der erteilten Aus- künfte hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die tätigkeit der Geschäftsführung überwacht. Die schwer- punkte im Geschäftsjahr 2012 lagen bei den beratungen über den erwerb und die finanzierung der zusätzlichen Anteile an der heAG südhessische energie AG (hse) so- wie einer gewerblich genutzten immobilie. im Geschäftsjahr 2012 fanden neun Auf- sichtsratssitzungen (davon fünf außeror- dentliche sitzungen) statt. Der Abgabe der entsprechenserklärung nach dem Darmstädter beteiligungsko- dex für das Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat in seiner sitzung am 21. März 2013 zugestimmt. Die mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der berichte über die Lage der heAG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 be- auftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Deloitte & touche Gmbh, frankfurt, hat uneingeschränkte bestätigungsver- merke nach § 322 hGb erteilt. Der Abschlussprüfer hat an der Jahresab- schlusssitzung des Aufsichtsrats teilge- nommen, über die wesentlichen ergeb- nisse seiner Prüfung berichtet und für erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnis- se zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Jah- resabschluss, dem Konzernabschluss, dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht des Vorstands zu. er hat am heutigen tage den Jahresab- schluss festgestellt und den Konzernab- schluss gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der nach § 312 AktG vom Vorstand auf- zustellende bericht über die beziehungen zu verbundenen Unternehmen liegt vor. er wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem bestätigungsvermerk versehen: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des berichts richtig sind, 2. bei den im bericht aufgeführten rechts- geschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere beurteilung als durch den Vorstand sprechen.“ Nach eigener Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu und erklärt, dass gegen die erklärung des Vorstands am schluss des berichts über die beziehun- gen zu verbundenen Unternehmen keine einwendungen bestehen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem betriebsrat für die im Ge- schäftsjahr 2012 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Darmstadt, 23. August 2013 Der aufsichtsrat Oberbürgermeister Jochen Partsch Vorsitzender 84 heaG Geschäftsbericht 2012 impressum herausgeber heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) Projektleitung heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) benjamin Wesp im carree 1 64283 Darmstadt konzept, text, Gestaltung, fotografie feedback werbeagentur Gmbh, Darmstadt www.manok.de Druck frotscher Druck, Darmstadt www.frotscher-druck.de Gedruckt auf cO 2-neutralem Papier Der Geschäftsbericht kann angefordert werden bei: heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) benjamin Wesp im carree 1 64283 Darmstadt telefon 06151 7095752 telefax 06151 709-2489 e-Mail: benjamin.wesp@heag.de Bildnachweis · seite 1/6/8/10/12-13/14/18/22/26 heAG holding AG – beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (heAG) (fotografie seite 1/10/12 rechtes bild/ 14/18/22/26, feedback werbeagentur Gmbh) · seite 16-17 heAG südhessische energie AG (hse) · seite 20-21 bauverein AG, (fotografie seite 20 linkes bild, frank seifert) · seite 24-25 heAG mobilo Gmbh · seite 12 fotolia iMPReSSUM im carree 1 • 64283 Darmstadt
2013/0290
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 04.09.2013 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Rechtsamt – Stadtwirtschafts- koordination Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2013/0290 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: Kostenstelle: Investitionsnummer: Kostenträger: Sachkonto: Betreff: Bericht der HEAG über den Einzel- und Konzernabschluss zum 31.12.2012 Vorlage vom: 29.08.2013 Beschlussvorschlag: Der Bericht der HEAG über den Einzel- und Konzernabschluss zum 31.12.2012 wird zur Kenntnis genommen. Anlagen: Geschaeftsbericht-2012-HEAG Datenschutzrelevante Anlage: Folgekosten: Ja Nein - 2 - Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 29.08.2013 Begründung: Der Bericht der HEAG über den Einzel- und Konzernabschluss zum 31.12.2012 ist der Magistratsvorlage als Anlage beigefügt. Der Bericht enthält für die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt – den Jahresabschluss 2012 und den HEAG Konzernabschluss 2012 inkl. Konzernlagebericht sowie den Zahlenspiegel für die Geschäftsbereiche des HEAG Konzerns 2012. Erläuterungen hierzu werden von Herrn Dr. Klaus Michael Ahrend und Herrn Dr. Markus Hoschek vorgetragen. Darmstadt, den 29.08.2013 Jochen Partsch Oberbürgermeister Anlage
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- Im Carree 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0290
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 29.08.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00