A-R/0059/2015
Flüchtlinge brauchen Perspektiven - Neues Konzept für Unterbringung und Integration
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a-r-0059-2015-Ratsantrag Flüchtlingskonzept
3875 Zeichen
Antrag an den Rat Nr.: A-R/0059/2015 7.9.2015 Ratsantrag Flüchtlinge brauchen Perspektiven - Neues Konzept für Unterbringung und Integration Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung der Stadt wird beauftragt einen kommunalen Flüchtlingsgipfel mit Beteiligung von ExpertInnen noch in 2015 zu organisieren. Ziel ist es dabei, zu Eckpunkten für ein neues und umfassendes Flüchtlingsintegrationskonzept zu kommen. 2. Die derzeitigen und zukünftigen finanziellen Bedarfe für die Integration von Flüchtlingen werden von der Stadtverwaltung detailliert aufbereitet. Ziel dabei muss eine umfassende und schnelle Perspektive für die Integration von Flüchtlingen in Münster sein. 3. Für Sofortmaßnahmen wird ein Finanzbudget von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Sprachförderung, Kinderbetreuung und Unterricht, Jugendarbeit, Nachbarschaftshilfe und Kulturangebote sind dabei ebenso wesentlicher Bestandteil wie insbesondere auch die Unterstützung von Ehrenamtlichen. 4. Die Unterstützung der Bevölkerung, z.B. für verschiedene Formen von Patenschaften, soll weiter und noch stärker aktiviert werden. Insbesondere die Sprachförderung und persönliche Hilfestellung haben hier einen besonderen Stellenwert. 5. Ein Integrationsnetzwerk soll gegründet werden in dem Aufgaben und Anforderungen koordiniert werden. 6. Der personelle Betreuungsschlüssel für Flüchtlinge soll bei der Stadt verbessert werden. Im Einzelnen sollen die besonderen Bedarfe in den Stadtteilen, wie z.B. in Gievenbeck und Gremmendorf, berücksichtigt werden. DIE LINKE. Ratsfraktion Münster Achtermannstraße 19 48143 Münster Telefon 02 51 / 9 81 60 51 An den Oberbürgermeister 2/2 Begründung: Münsters Konsens in Flüchtlingsangelegenheiten muss fortgesetzt und ein neues zukunftsweisendes Strategiekonzept zur Unterbringung und Integration der MigrantInnen auf den Weg gebracht werden. Der zukünftige Umgang mit perspektivisch dauerhaft 400 Flüchtlingen monatlich stellt eine neue und so große Herausforderung dar, dass dies nicht allein einer stark belasteten Stadtverwaltung aufgebürdet werden darf, sondern muss unterstützt und von bürgerschaftlichem Engagement breit getragen werden. Die Migration von vielen Menschen aus verschiedenen Ländern ist eine dauerhafte Herausforderung und wird unser Zusammenleben in vielfältiger Hinsicht stark verändern. Es fehlt nicht nur an Wohnungen und Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge, sondern auch an Personal, Betreuung für Traumatisierte, Sprachkursen, Unterstützung und Versorgung in Kitas und Schulen und vieles andere mehr. Vor allem die Integration in die städtische Gesellschaft muss so schnell wie möglich realisiert werden. Besonders das Erlernen der deutschen Sprache spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele Ehrenamtliche unterstützen diese Integrationsarbeit, doch auch sie brauchen Unterstützung und Hilfestellungen. Schon jetzt kann nach neuen Informationen der Verwaltung z.B. die Versorgung mit Essen für die Kinder in den Schulen, nicht mehr im ausreichenden Maße sichergestellt werden und es gibt personelle Defizite. Mehrere hundert Kitaplätze fehlen. Diese und andere Herausforderungen - und insbesondere auch finanziellen Notwendigkeiten - werden Münster nachhaltig verändern. Über die aktuelle Unterbringung hinaus stellen sich deshalb in Münster vielfältige strukturelle Anforderungen, die in einer Gesamtbetrachtung erörtert und nur in einem umfassenden Konzept neu beantwortet werden können. Der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft muss in Münster gesichert werden. "Willkommenskultur" muss immer wieder neu gelebt und unterstützt werden. Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Münster gez. Rüdiger Sagel, Fatma Kirgil, Ali Atalan, Ortrud Philipp DIE LINKE. Ratsfraktion Münster
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Achtermannstraße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0059/2015
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 08.09.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37