1725/2025
Sachstände der Arbeitsgruppen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) zu aktuellen rechtskreisübergreifenden Themen und Prozessen
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 162-6 Vorlagen-Nummer 05.06.2025 1725/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 05.06.2025 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 13.06.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung 16.06.2025 Gesundheitsausschuss 17.06.2025 Jugendhilfeausschuss 24.06.2025 Sachstände der Arbeitsgruppen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) zu aktuellen rechtskreisübergreifenden Themen und Prozessen Zusammenfassung in einfacher Sprache Das Land NRW stellt Geld für das Programm „Kommunales Integrationsmanagement“ bereit. Das Programm wird „KIM“ abgekürzt. KIM soll dazu beitragen, dass Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, schneller und leichter in der Gesell- schaft ankommen. Dazu gehört auch, dass die Zusammenarbeit in der Verwaltung der Stadt Köln besser aufeinander abgestimmt ist. Dafür setzt sich KIM in Köln ein. Sachstand Das Landesprogramm Kommunales Integrationsmanagement (KIM) wurde in Köln zum 1.7.2021 eingeführt und zuletzt mit Ratsbeschluss vom 8. Dezember 2022 ver- stetigt. Es ist angegliedert an das Kommunale Integrationszentrum im Amt für Integra- tion und Vielfalt der Stadt Köln. In Köln wird das Programm in einer Kooperation zwi- schen der Stadt Köln und elf Trägern der freien Wohlfahrtspflege umgesetzt. Das Landesprogramm besteht aus verschiedenen Bausteinen, die koordinierende und beratende Strukturen abdecken. Ziel des Landesprogramms ist es, Menschen mit Ein- wanderungsgeschichte durch eine koordinierte Integrationsarbeit passgenau zu unter- stützen und ihre Teilhabechancen zu verbessern. Dies geschieht nicht nur in der Be- ratung durch die Case Manager*innen, sondern auch durch das Feststellen von An- passungsbedarfen in den Verwaltungsabläufen, von denen Menschen mit Einwande- rungsgeschichte betroffen sind. Dies betrifft insbesondere die Handlungsfelder „Auf- enthaltssicherung“, „Sicherstellung des Lebensunterhaltes“, „Schule und Bildung“, „Wohnen“ und „Gesundheit“. Aufgabe des KIM ist es, gemeinsam mit den an diesen Verwaltungsabläufen beteiligten Akteur*innen eine strukturelle Veränderung zu entwi- ckeln, die die Teilhabe für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erleichtert. Die be- teiligten Akteur*innen gestalten ihre eigenen, internen Optimierungsprozesse. Auf- gabe des KIM ist es, Prozesse und Abläufe zwischen den Behörden und Akteur*innen 2 zu betrachten. Die Arbeit des KIM versteht sich dabei als rechtskreisübergreifend. Die Rolle der KIM-Arbeitsgruppen Ein zentrales Instrument im KIM sind die thematischen Arbeitsgruppen, die sich aus Fachkräften der beteiligten Behörden, freien Trägern und weiteren relevanten Ak- teur*innen zusammensetzen. Diese Arbeitsgruppen greifen unter anderem durch das Case Management identifizierte strukturelle Regelungsbedarfe aus der Beratung auf und entwickeln Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der integrationsbezoge- nen Angebote und Verwaltungsprozesse. AG- Nr. Titel Status Mitglieder 1 Arbeitserlaubnisverfah- ren aktiv Ausländeramt Köln, Zentrale Aus- lands- und Fachvermittlung, Bunde- sagentur für Arbeit – Arbeitgeber- service, KIM 2 Sicherstellung Lebens- unterhalt aktiv Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, Jobcenter Köln, KIM 3 Drittstaatler*innen Ukra- ine beendet Ausländeramt, Jobcenter, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, ge- meinnützige Träger, Uni Köln, Flüchtlingsrat, Bundesagentur für Arbeit, KIM 4 Schulzugang für Men- schen mit Behinderung aktiv Bezirksregierung, untere Schulauf- sicht, Sprecher*in der Berufskollegs, Sachgebiet „schuli- sche Bildung“ im KIM, KIM Koordi- nation und KIM Case Manager 5 Integrationskurse Be- schäftigte aktiv Jobcenter, Amt für Integration und Vielfalt (Bereich „Integrative Sprach- förderung“), VHS, KIM 6 Versorgungslücke medi- zinisch beendet DRK, Gesundheitsamt, Amt für Wohnungswesen, Jobcenter, KIM 7 LSBTIQ+ Unterbringung aktiv Amt für Wohnungswesen, Fach- stelle LSBTI (Amt für Integration und Vielfalt), Aidshilfe, Rubicon, KIM 8 Fiktionsbescheinigung & Leistungsbezug aktiv Ausländeramt, Jobcenter, KIM Beispielhaft kann dies anhand zweier aktueller Arbeitsgruppen dargestellt wer- den. Arbeitsgruppe Sicherstellung Lebensunterhalt Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen unterschiedlichen Leistungssystemen, insbesondere dem Wechsel vom Asylbewerberleistungsgesetz in das SGB II. Der Wechsel der Zuständigkeiten führt in der Praxis häufig zu Verzöge- rungen in der Leistungsgewährung, unklaren Zuständigkeiten oder Informationsverlus- ten. Dies kann zu existenzbedrohenden Situationen für die Betroffenen führen. Die Arbeitsgruppe erarbeitet zurzeit durch ihre interdisziplinäre Zusammensetzung - u.a. mit dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, dem Jobcenter und Vertreter*in- nen des KIM Case Managements - konkrete Verbesserungsvorschläge. Dazu zählen z.B. die Etablierung eines nachvollziehbareren Übergabeprozesses, transparentere Information für die Menschen, die vom AsylbLG zum Bürgergeld wechseln. Ziel ist 3 eine rechtzeitige, koordinierte und nahtlose Leistungsgewährung beim Rechtskreis- wechsel, was für die Betroffenen mehr Sicherheit und weniger Bürokratie bedeutet. Arbeitsgruppe „LSBTIQ+ Unterbringung“ Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der spezifischen Lebenssituation von LSBTIQ+- Geflüchteten in städtischen Unterkünften und Hotels. Diese Personengruppe ist häufig mehrfach diskriminiert und benötigt besonderen Schutz. Die Unterbringung in Sam- melunterkünften kann zu Unsicherheiten oder gar Bedrohungen führen. Die Arbeitsgruppe hat in einer ersten Sitzung Bedarfe hinsichtlich Schutzräumen, Schulungen für Unterkunftspersonal und Sensibilisierungsmaßnahmen identifiziert. Lösungsansätze sind sensibilisierende Fortbildungen des Personals und Empfehlun- gen für eine differenziertere Unterbringungspraxis. Ziel ist eine diskriminierungsfreie, sichere und menschenwürdige Unterbringungssituation für LSBTIQ+-Geflüchtete in Köln. Fazit Die Beispiele der Arbeitsgruppen „Sicherstellung Lebensunterhalt“ und „LSBTIQ+ Un- terbringung“ zeigen, wie durch gezielte Zusammenarbeit und interdisziplinären Aus- tausch konkrete Verbesserungen zum Beispiel für besonders vulnerable Gruppen er- arbeitet werden können. Angestrebtes Ziel ist es immer, besserer Strukturen und Pro- zesse im Sinne der Menschen zu schaffen. Das ist ein stetiger Prozess. Die Stadtge- sellschaft und Stadtverwaltung handeln und agieren gemeinsam, um Prozesse zu op- timieren. Dies braucht Zeit, die Bereitschaft und die Ausdauer, stetig an der Pro- zessoptimierung zu arbeiten. Wichtig ist es, die „Nutzendenperspektive“ zu berück- sichtigen, indem auch Betroffene stärker eingebunden werden. Grundlage für die Pro- zessoptimierung ist das Engagement der beteiligten Mitarbeitenden, zum Beispiel des Ausländeramtes, des Jobcenters und aller anderen Akteur*innen, um die weitere Aus- gestaltung und Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Strukturen und den Zugang zu Re- gelsystemen für Menschen mit internationaler Familiengeschichte in Köln zu verbes- sern. Gez. Blome
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1725/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.06.2025
- Erstellt
- 28.05.2025 16:49