2015/0147
Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Darmstadt-Eberstadt
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2015/0147
14832 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.05.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0147
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 547010
Kostenstelle: 066-190-1000 Investitionsnummer: 12066-6558
Kostenträger: 547011 Sachkonto: 0960010
Betreff: Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Darmstadt -Eberstadt
Vorlage vom: 13.04.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Planung zur Umgestaltung des Bahnhofs Eberstadt wird zugestimmt .
2. Die geschätzten Kosten in Höhe von 1.144.664, -- € sind der Kostenstelle 066 -190-1000
(Inv. Nr. 12066 -6558, Sachkonto 0960010) zu entnehmen.
3. Die Vorlage ist der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen.
4. Nach Magistratsbeschluss ist eine Veranstaltung zur Information der Öffentlichkeit
vorgesehen.
Anlagen:
1. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, Lageplan, M 1:500
2. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, Bauwerksplan (Schnitte, Details), M
1:100
3. P+R und B+R-Untersuchung Bahnhof DA -Eberstadt (Stand 10/2013)
4. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, B+R -Anlage Bahnsteig 1, M 1:100
5. Kosten- und Finanzierungsplan (Stand 02/2015)
6. Kosten Überdachung („Portal“) Eingangsbereich Zugang West (Stand
02/2015)
Anlagen 1 bis 3 sind im Parlamentsinformationssy stem ersichtlich
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05. Mai 2015
1. Einführung
Für den Bahnhof Darmstadt -Eberstadt (Verkehrsstation) plant die Deutsche Bahn (DB
Netze/Station&Service_ AG) in Abstimmung mit der Stadt Darmstadt, der DADINA und
dem RMV zurzeit die Modernisierung der Bahnsteiganlagen bzw. der Bahnsteigzugänge .
Das Projekt i st Bestandteil des Modernisierungsprogramms in Hessen (RuFV,
Rahmenvereinbarung vom 09.08.2011 zur Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen an
Verkehrsstationen in Hessen zwischen dem Land Hessen, den Aufgabenträgern RMV, NVV
und VRN sowie DB Netze/DB Station& Service AG).
Ziele der Maßnahme sind, neben der Verbesserung des Zustandes und
Erscheinungsbildes sowie der Nutzersicherheit, insbesondere die Herstellung des
barrierefreien Zugangs bzw. der barrierefreien Nutzbarkeit der Anlagen sowie di e
Verbesserung de r intermodalen Vernetzung durch Anlagen für Park+Ride (P+R) bzw.
Kiss+Ride (K+R) und Bike+Ride (B+R).
Der heutige Zustand entspricht nicht den diesbezüglichen Anforderungen:
- Die Personenverkehrsanlagen (Bahnsteige, Zugänge, Ausstattung der Bahnsteige,
Empfangsgebäude) befinden sich z. T. in einem schlechten baulichen Zustand. Die
Bahnsteigshöhen müssen angepasst werden.
- Beide Bahnsteige sind nicht barrierefrei zugänglich. Der Zugang zu Bahnsteig 1 erfolgt
über eine ca. 50 m lange und ca. 16 % geneigte Ram pe (ohne Zwischenpodeste)
östlich des Bahndamms. Bahnsteig 2 ist nur über Bahnsteig 1 durch eine
Personenunterführung und die zugehörigen Treppenanlagen zu erreichen.
- Es bestehen keine ausgewiesenen P+R - oder K+R-Plätze. Im Wesentlichen stehen eine
ungeregelte Parkgelegenheit entlang der Industriestraße sowie einzelne Stellplätze auf
der Südseite der Pfungstädter Straße zur Verfügung.
- Das vorhandene Angebot an Fahrradabstellanlagen auf dem Bahngelände für B+R ist
deutlich zu gering, außerdem z. T. veraltet bzw. nicht überdacht.
2. Inhalt der Planung
Wesentliche Bestandteile des Vorhabens sind:
- Neugestaltung der Zuwege, Bau einer Aufzugsanlage sowie Verlängerung und
Neugestaltung der Personenunterführung;
- Neubau und Höhenanpassung der Bahnsteige auf 76 cm übe r Schienenoberkante (SO)
sowie Höhenanpassung un d Ausrichtung der Gleisanlagen;
- Anpassung bzw. Erneuerung von Bahnsteigsüberdachungen, Beleuchtung und
Bahnsteigausstattung.
Grundlage der Planung ist eine Aufgabenteilung zwischen einem westlichen und östli chen
Zugang zum Bahnhof:
- Der neue (barrierefreie) Hauptzugang liegt auf der Westseite, da von hier aus u.a. die
ÖPNV-Haltestelle (Buslinie P/PE) und die geplante P+R -Anlage im Bereich der
Industriestraße auf kürzestem Weg zu erreichen sind.
- Auf der Ostse ite sind B+R-Anlagen (mögli chst bahnsteignah) sowie K+R -Plätze bzw.
Taxistände an der Pfungstädter Straße vorgesehen.
Die Planung ist in Anlage 1 und Anlage 2 dargestellt und umfasst die folgenden
wesentliche Punkte:
- Die Bahnsteige 1 und 2 werden mit ein er einheitlichen Regellänge von 210 m, einer
einheitlichen Höhe von 76 cm über SO und einer Querneigung von 2 % zur
Bahnsteigkante erneuert. Die Breite von Bahnsteig 1 (Außenbahnsteig mit Gleis 1)
beträgt 2,75 m, die Breite von Bahnsteig 2 (Mittelbahnsteig mit Gleisen 2 und 3)
beträgt 5,50 bis 7,50 m. Die Treppenanlagen zu den Bahnsteigen werden
entsprechend der Aufhöhung der Bahnsteige angepasst. Durch Verlängerung der
Deckenkonstruktion der Personenunterführung (s. u.) wird zusätzliche überdachte
Fläche für Ausstattungselemente auf dem Bahnsteig gewonnen.
- Die vorhandene Personenunterführung zwischen Bahnsteig 1 und 2 wird in westliche
Richtung verlängert und barrierefrei über den neu zu schaffen den westlichen Zuweg (s.
u.) an die Pfungstädter Straße angebu nden. Sie wird zudem ertüchtigt und grundhaft
erneuert. Die Deckenkonstruktion der Unterführung wird in beiden Richtungen im
Bereich der Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen verlängert.
- Die Gleise 1 und 2 werden über den ges amten Bahnsteigbereich neu ausgeri chtet,
Gleis 3 wird neutrassiert und auf bis zu 38 cm angehoben, um eine ausreichende
lichte Höhe der Personenunterführung zu erreichen.
- Das bestehende Empfangsgebäude am Bahnsteig 1 wird bahnseitig nicht mehr
benötigt und ersatzlos zurückgebaut, die gewon nene Fläche wird als B+R -Anlage
genutzt.
- Die vorhandenen Bahnsteigdächer werden durch neue Dächer (Typ Bodenheim)
ersetzt. Diese werden auch über den Treppenanlagen und Aufzügen angeordnet. Die
Länge der neuen Bahnsteigdächer beträgt entsprechend der gülti gen Richtlinie
RiL813.0203 jeweils 22,5 m.
- Die Ausstattung wird entsprechend dem Ausstattungskatalog der Bahnhofskategorie 4
erneuert, die Bahnsteige erhalten eine Leiteinrichtung für blinde und sehbehinderte
Personen gemäß DIN 32984 sowie ein Wegeleitsyst em (Beschilderung). Die
Gewährleistung der Zugänglichkeit für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen wird
durch die Gestaltung gemäß TSI PRM gesichert. So werden z.B. die Treppenaufgänge
mit Handläufen in zwei Höhen und mit taktilen Handlaufschildern a usgestattet.
- Durch eine neue Aufzugsanlage wird der barrierefreie Zugang von der
Personenunterführung zu allen Bahnsteigen gesichert (Aufzug zu Bahnsteig 1 südlich
der Unterführung, Aufzug zu Bahnsteig 2 nördlich der Unterführung). Die Aufzüge
werden unter dem Bahnsteigdach platziert. Beide Aufzüge sind transparente Glas -
Stahlkonstruktionen (1,10 m Breite x 2,10 m Tiefe x 2,20 m Höhe) und werden als
Dachlader ausgebildet, so dass Nutzung und Ausstieg für Rollstuhlfahrer bzw.
Fahrradfahrer bequem und ohne We nden möglich ist. Die Beschriftung des
Kabinendisplays erfolgt zusätzlich in Blindenschrift, die Funktionen der Aufzüge
werden akustisch angesagt.
- Der barrierefreie Zuweg im Westen wird als befestigter Gehweg mit einer maximalen
Breite von 3,50 m (befahrba r für Fahrzeuge des Wasserverbandes), einer maximalen
Neigung von 6 % und nach jeweils maximal 10 m mit Zwischenpodesten (1,50 m
Länge, Neigung 2 %) gestaltet. Der Zuweg im Osten erfolgt über die bestehende
Rampe, die neu befestigt wird, und eine Treppe. E ine barrierefreie Gestaltung des
östlichen Zuweges ist aufgrund der topografischen und baulichen
Rahmenbedingungen planerisch nicht sinnvoll und auch nicht notwendig.
Um den westlichen Zuweg als „Hauptzugang“ zu betonen, soll die Gestaltung
Eingangsbereic hs an der Pfungstädter Straße durch eine Überdachung in geeigneter
Form („Portal“) erfolgen. Hier könnten z.B. auch Vitrinen, Schilder und möglichst
Fahrausweisautomaten witterungsgeschützt angeordnet werden. Die konkrete Gestaltung
erfolgt im Zuge der wei teren Konkretisierung der Planung.
Im Kontext zu dem Projekt wurde im Auftrag der Stadt Darmstadt 1 eine
Potenzialuntersuchung für P+R bzw. B+R -Verkehre (Anlage 3) erstellt. Darin wurde ein
künftiger Bedarf von rd. 70 P+R -Plätzen sowie 65 bis 75 B+R-Plätzen ermittelt.
Fahrradabstellanlagen für B+R wurden bereits in die Pläne integriert. Vorgesehen sind 25
überdachte Bügel und 7 Fahrradboxen am Bahnsteig 1, außerdem einige Bügel am
westlichen Zuweg (Übersicht: Anlag 1, Details: Anlage 4). Die weitere Ausgest altung ist
Gegenstand der folgenden Planungsphase. Die Fortführung der P+R -Planung wird noch zu
erarbeiten sein.
3. Bauablauf, Zeitplan -*
Mit der vorliegenden Entwurfsplanung wurden die Leistungsphasen 1 bis 3 abgeschlossen.
Der Planungsträger DB Netze/DB S tation&Service AG hat beim Eisenbahn -Bundesamt das
Planungsverfahren nach § 18 AEG eingeleitet.
Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich (Ergebnis der Einzelfallprüfung
nach § 3c UVPG / Screening). Belange des Denkmalschutzes sind nicht b etroffen.
Grunderwerb ist nicht erforderlich. Im Bereich des neuen Zugangs West ist in geringem
Maße eine dauerhafte Inanspruchnahme einer städtischen Verkehrsfläche erforderlich. Die
Gestattung wird zwischen DB Netze/DB Stadtion&Service AG und der Stadt Darmstadt
vertraglich fixiert.
Die Bauzeit beträgt insgesamt 15 Monate, als Baubeginn im best Case ist Sommer 2015
vorgesehen (Auskunft DB Netze/DB Station&Service AG).
Es ist folgender Bauablauf geplant:
2015 (ab 2. Jahreshälfte) (nach Vorliegen der Ge nehmigung und Baubeginn DB)
- Anheben von Gleis 3 und Erhöhung von Bahnsteig 2; durch Teilung in zwei
Bauabschnitte in Längsrichtung bleibt der Bahnsteig nutzbar.
- Parallel dazu erfolgen Verbauarbeiten für den Aufzug an Bahnsteig 2 und für die
Verlängerung der Personenunterführung sowie Rückbau des Bahnsteigdaches auf der
Nordseite von Bahnsteig 2 (provisorische Überdachung während der Bauzeit).
In dieser Zeit durchgehende Sperrung an Gleis 3 von 41 Tagen mit
Schienenersatzverkehr auf der SPNV -Linie Pfungstad t-Darmstadt, danach 10
Nachtsperrpausen.
1 Für die Planungsleistungen wurde eine Vereinbarung zur Kostenteilung zwischen RMV und Stadt
Darmstadt geschlossen.
- Nach Erhöhung der Bahnsteigkante zum Gleis 3 werden die Arbeiten an Gleis
2fortgesetzt (Halt der Züge Ri. Heidelberg an Gleis 3, provisorischer Bahnsteig auf der
Südseite).
- Durchführung während der 8-stündiger Nachtsperrpausen, ca. 50-stündige
durchgehende Wochenendsperrung an Gleisen 1 und 2.
- Die Treppe an Bahnsteig 2 ist während der Umbauzeit jeweils halbseitig nutzbar.
2016:
- Rückbau des Empfanggebäudes, danach Neubau der westlichen Zuwegung.
- Parallel dazu erfolgt der Rückbau der Überdachung von Bahnsteig 1 (provisorische
Überdachung während der Bauzeit).
- Erhöhung von Bahnsteig 1.
Durchführung während der 8-.stündigen Nachtsperrpausen, Züge halten an
erhöhtem Bahnsteig 2 an Gleisen 2 und 3
- Parallel dazu erfolgen der Bau der neuen Treppenanlage, die Anpassung der Treppe zu
Bahnsteig 1 (jeweils halbseitiger Umbau, dadurch während der Bauzeit nutzbar), sowie
der Bau der Aufzugsanlage zu Bahnsteig 1.
- Nach Fertigstellung der Bahnsteige wird die Personenunterführung erneuert.
Als mögliche Baustelleneinrichtungsflächen sind nördliche bzw. südliche Randbereiche der
Bahnsteige, der Parkstreifen östlich des Bahnhofs entlang der Pfungstädter Straße und
Bereiche im Gelände der ehemaligen Papierfabrik bzw. des ehemaligen Güterb ahnhofs
vorgesehen.
4. Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit rund 8,87 Mio. € veranschlagt, davon sind
rund 7,13 Mio € Baukosten und rund 1,73 Mio. € Planungskosten. Gemäß den geltenden
Förderregularien werden die zuwendungsfähigen Baukosten durch den Bund, das Land
Hessen und die Stadt Darmstadt getragen (RuFV und Landes GVFG-Mittel sowie
komplementär durch RMV und Stadt Darmstadt zu jeweils 50 %). Die nicht
zuwendungsfähigen Baukosten sowie die nicht zuwendungsfähigen Planungsko sten
werden durch die Stadt Darmstadt getragen.
Die Kosten (nach Vorabschätzung) für die Stadt Darmstadt betragen lt. Förderantrag
1.362.995 €, davon wurden 218.331 € als Planungskosten für die Leistungsphasen 1 -4
bereits gedeckt. Die verbleibenden 1.144.664 € teilen sich wie folgt auf:
Baukosten (€) Planungskosten (€) Summe (€)
2015 0 28.500 28.500
2016 316.851 94.750 411.601
2017 434.000 142.188 566.188
2018 116.308 22.067 138.375
Summe 867.159 277.505 1.144.664 *
* Ohne Kostenfortschreibung und Ausschreibung
Eine detaillierte Darstellung der Kosten und Finanzierung ist aus Anlage 5 ersichtlich, die
Angaben gelten vorbehaltlich der endgültigen Abstimmung mit dem Fördermittelgeber
Land Hessen (HessenMobil).
Nicht enthalten sind die Kosten für die Überdachung („Portal“) am Eingangsbereich
Zugang West, da diese Maßnahme bisher nicht im RuFV vereinbart ist und eine konkrete
Ausgestaltung erst im Laufe der weiteren Planung erfolgt. Eine Kostenschätzung hierfür
enthält Anlage 6.
Für die Leistungsphasen 5 bis 9 ist die vertragliche Grundlage gegeben, damit verbunden
die Zusage der Vertragsparteien RMV und der Stadt Darmstadt zur Kostenübernahme der
anteiligen Planungskosten mit Anrechnung auf die Planungskostenpauschale. Da diese
vorbereitenden Leistungen nicht zu den Bauleistungen zählen, ist die sofortige Vergabe
der Leistungsphase 5 nach HOAI nach den Richtlinien des Landes Hessen förderrechtlich
unschädlich.
5. Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Zur Information der Öffentlichkeit ist nach dem Magistratsbeschluss eine Veranstaltung in
Darmstadt-Eberstadt vorgesehen, in der seitens DB Netze/DB Station&Service AG die
aktuelle Planung vorgestellt wird. Hierzu sollen auch Pressevertreter eingeladen werden.
Die Organisation des Termins erfolgt durch das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Abt.
Verkehrsentwicklung in Abstimmung mit DB Netze/DB Station&Service AG.
Darmstadt, 05. Mai 2015
III-61/4 st-br
Nst. 2833
Die Dezernentin III: Der Dezernent IV:
Cornelia Zuschke Andrè Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 2
14944 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.05.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I BE
III 61
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0147
Magistratsbeschluss -Nr.
224
Internetfähig
Produkt-Nr.: 547010
Kostenstelle: 066-190-1000 Investitionsnummer: 12066-6558
Kostenträger: 547011 Sachkonto: 0960010
Betreff: Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Darmstadt -Eberstadt
Vorlage vom: 13.04.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Planung zur Umgestaltung des Bahnhofs Eberstadt wird zugestimmt .
2. Die geschätzten Kosten in Höhe von 1.144.664, -- € sind der Kostenstelle 066 -190-1000
(Inv. Nr. 12066 -6558, Sachkonto 0960010) zu entnehmen.
3. Die Vorlage ist der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen.
4. Nach Magistratsbeschluss ist eine Veranstaltung zur Information der Öffentlichkeit
vorgesehen.
- 3 -
Anlagen:
1. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, Lageplan, M 1:500
2. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, Bauwerksplan (Schnitte, Details), M
1:100
3. P+R und B+R-Untersuchung Bahnhof DA -Eberstadt (Stand 10/2013)
4. Entwurfsplanung Bahnhof DA -Eberstadt, B+R -Anlage Bahnsteig 1, M 1:100
5. Kosten- und Finanzierungsplan (Stand 02/2015)
6. Kosten Überdachung („Portal“) Eingangsbereich Zugang West (Stand
02/2015)
Anlagen 1 bis 3 sind im Parlamentsinformationssy stem ersichtlich
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 27.05.2015
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05. Mai 20 15
1. Einführung
Für den Bahnhof Darmstadt -Eberstadt (Verkehrsstation) plant die Deutsche Bahn (DB
Netze/Station&Service_ AG) in Abstimmung mit der Stadt Darmstadt, der DADINA und
dem RMV zurzeit die Modernisierung der Bahnsteiganlagen bzw. der Bahnsteigzu gänge.
Das Projekt ist Bestandteil des Modernisierungsprogramms in Hessen (RuFV,
Rahmenvereinbarung vom 09.08.2011 zur Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen an
Verkehrsstationen in Hessen zwischen dem Land Hessen, den Aufgabenträgern RMV, NVV
und VRN sowie DB Netze/DB Station&Service AG).
Ziele der Maßnahme sind, neben der Verbesserung des Zustandes und
Erscheinungsbildes sowie der Nutzersicherheit, insbesondere die Herstellung des
barrierefreien Zugangs bzw. der barrierefreien Nutzbarkeit der Anlagen sowie die
Verbesserung der intermodalen Vernetzung durch Anlagen für Park+Ride (P+R) bzw.
Kiss+Ride (K+R) und Bike+Ride (B+R).
Der heutige Zustand entspricht nicht den diesbezüglichen Anforderungen:
- Die Personenverkehrsanlagen (Bahnsteige, Zugänge, Ausstattun g der Bahnsteige,
Empfangsgebäude) befinden sich z. T. in einem schlechten baulichen Zustand. Die
Bahnsteigshöhen müssen angepasst werden.
- Beide Bahnsteige sind nicht barrierefrei zugänglich. Der Zugang zu Bahnsteig 1 erfolgt
über eine ca. 50 m lange und c a. 16 % geneigte Rampe (ohne Zwischenpodeste)
östlich des Bahndamms. Bahnsteig 2 ist nur über Bahnsteig 1 durch eine
Personenunterführung und die zugehörigen Treppenanlagen zu erreichen.
- Es bestehen keine ausgewiesenen P+R - oder K+R-Plätze. Im Wesentlichen stehen eine
ungeregelte Parkgelegenheit entlang der Industriestraße sowie einzelne Stellplätze auf
der Südseite der Pfungstädter Straße zur Verfügung.
- Das vorhandene Angebot an Fahrradabstellanlagen auf dem Bahngelände für B+R ist
deutlich zu gering, auße rdem z. T. veraltet bzw. nicht überdacht.
2. Inhalt der Planung
Wesentliche Bestandteile des Vorhabens sind:
- Neugestaltung der Zuwege, Bau einer Aufzugsanlage sowie Verlängerung und
Neugestaltung der Personenunterführung;
- Neubau und Höhenanpassung der Bahn steige auf 76 cm über Schienenoberkante (SO)
sowie Höhenanpassung und Ausrichtung der Gleisanlagen;
- Anpassung bzw. Erneuerung von Bahnsteigsüberdachungen, Beleuchtung und
Bahnsteigausstattung.
Grundlage der Planung ist eine Aufgabenteilung zwischen einem westlichen und östlichen
Zugang zum Bahnhof:
- 5 -
- Der neue (barrierefreie) Hauptzugang liegt auf der Westseite, da von hier aus u.a. die
ÖPNV-Haltestelle (Buslinie P/PE) und die geplante P+R -Anlage im Bereich der
Industriestraße auf kürzestem Weg zu erreichen sind.
- Auf der Ostseite sind B+R -Anlagen (möglichst bahnsteignah) sowie K+R -Plätze bzw.
Taxistände an der Pfungstädter Straße vorgesehen.
Die Planung ist in Anlage 1 und Anlage 2 dargestellt und umfasst die folgenden
wesentliche Punkte:
- Die Bahnsteige 1 und 2 werden mit einer einheitlichen Regellänge von 210 m, einer
einheitlichen Höhe von 76 cm über SO und einer Querneigung von 2 % zur
Bahnsteigkante erneuert. Die Breite von Bahnsteig 1 (Außenbahnsteig mit Gleis 1)
beträgt 2,75 m, die Breite von Bahnstei g 2 (Mittelbahnsteig mit Gleisen 2 und 3)
beträgt 5,50 bis 7,50 m. Die Treppenanlagen zu den Bahnsteigen werden
entsprechend der Aufhöhung der Bahnsteige angepasst. Durch Verlängerung der
Deckenkonstruktion der Personenunterführung (s. u.) wird zusätzliche überdachte
Fläche für Ausstattungselemente auf dem Bahnsteig gewonnen.
- Die vorhandene Personenunterführung zwischen Bahnsteig 1 und 2 wird in westliche
Richtung verlängert und barrierefrei über den neu zu schaffenden westlichen Zuweg (s.
u.) an die Pfungs tädter Straße angebunden. Sie wird zudem ertüchtigt und grundhaft
erneuert. Die Deckenkonstruktion der Unterführung wird in beiden Richtungen im
Bereich der Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen verlängert.
- Die Gleise 1 und 2 werden über den ges amten Bahnstei gbereich neu ausgerichtet,
Gleis 3 wird neutrassiert und auf bis zu 38 cm angehoben, um eine ausreichende
lichte Höhe der Personenunterführung zu erreichen.
- Das bestehende Empfangsgebäude am Bahnsteig 1 wird bahnseitig nicht mehr
benötigt und ersatzlos zur ückgebaut, die gewonnene Fläche wird als B+R -Anlage
genutzt.
- Die vorhandenen Bahnsteigdächer werden durch neue Dächer (Typ Bodenheim)
ersetzt. Diese werden auch über den Treppenanlagen und Aufzügen angeordnet. Die
Länge der neuen Bahnsteigdächer beträgt en tsprechend der gültigen Richtlinie
RiL813.0203 jeweils 22,5 m.
- Die Ausstattung wird entsprechend dem Ausstattungskatalog der Bahnhofskategorie 4
erneuert, die Bahnsteige erhalten eine Leiteinrichtung für blinde und sehbehinderte
Personen gemäß DIN 32984 so wie ein Wegeleitsystem (Beschilderung). Die
Gewährleistung der Zugänglichkeit für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen wird
durch die Gestaltung gemäß TSI PRM gesichert. So werden z.B. die Treppenaufgänge
mit Handläufen in zwei Höhen und mit taktilen Handlaufschildern ausgestattet.
- Durch eine neue Aufzugsanlage wird der barrierefreie Zugang von der
Personenunterführung zu allen Bahnsteigen gesichert (Aufzug zu Bahnsteig 1 südlich
der Unterführung, Aufzug zu Bahnsteig 2 nördlich der Unterführung). Die Aufzüge
werden unter dem Bahnsteigdach platziert. Beide Aufzüge sind transparente Glas -
Stahlkonstruktionen (1,10 m Breite x 2,10 m Tiefe x 2,20 m Höhe) und werden als
Dachlader ausgebildet, so dass Nutzung und Ausstieg für Rollstuhlfahrer bzw.
Fahrradfahrer bequem und ohne Wenden möglich ist. Die Beschriftung des
Kabinendisplays erfolgt zusätzlich in Blindenschrift, die Funktionen der Aufzüge
werden akustisch angesagt.
- Der barrierefreie Zuweg im Westen wird als befestigter Gehweg mit einer maximalen
Breite von 3,50 m (befahrbar für Fahrzeuge des Wasserverbandes), einer maximalen
Neigung von 6 % und nach jeweils maximal 10 m mit Zwischenpodesten (1,50 m
- 6 -
Länge, Neigung 2 %) gestaltet. Der Zuweg im Osten erfolgt über die bestehende
Rampe, die neu befestigt wird , und eine Treppe. Eine barrierefreie Gestaltung des
östlichen Zuweges ist aufgrund der topografischen und baulichen Rahmenbedingungen
planerisch nicht sinnvoll und auch nicht notwendig.
Um den westlichen Zuweg als „Hauptzugang“ zu betonen, soll die Gestaltung
Eingangsbereichs an der Pfungstädter Straße durch eine Überdachung in geeigneter Form
(„Portal“) erfolgen. Hier könnten z.B. auch Vitrinen, Schilder und möglichst
Fahrausweisautomaten witterungsgeschützt angeordnet werden. Die konkrete Gestaltung
erfolgt im Zuge der weiteren Konkretisierung der Planung.
Im Kontext zu dem Projekt wurde im Auftrag der Stadt Darmstadt 1 eine
Potenzialuntersuchung für P+R bzw. B+R -Verkehre (Anlage 3) erstellt. Darin wurde ein
künftiger Bedarf von rd. 70 P+R -Plätzen sowie 65 bis 75 B+R-Plätzen ermittelt.
Fahrradabstellanlagen für B+R wurden bereits in die Pläne integriert. Vorgesehen sind 25
überdachte Bügel und 7 Fahrradboxen am Bahnsteig 1, außerdem einige Bügel am
westlichen Zuweg (Übersicht: Anlag 1, Details: Anlage 4). Die weitere Ausgestaltung ist
Gegenstand der folgenden Planungsphase. Die Fortführung der P+R -Planung wird noch zu
erarbeiten sein.
3. Bauablauf, Zeitplan -*
Mit der vorliegenden Entwurfsplanung wurden die Leistungsphasen 1 bis 3 abgeschlossen.
Der Planungsträger DB Netze/DB Station&Service AG hat beim Eisenbahn -Bundesamt das
Planungsverfahren nach § 18 AEG eingeleitet.
Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich (Ergebnis der Einzelfallprüfung
nach § 3c UVPG / Screening). Belange des Denkmals chutzes sind nicht betroffen.
Grunderwerb ist nicht erforderlich. Im Bereich des neuen Zugangs West ist in geringem
Maße eine dauerhafte Inanspruchnahme einer städtischen Verkehrsfläche erforderlich. Die
Gestattung wird zwischen DB Netze/DB Stadtion&Servi ce AG und der Stadt Darmstadt
vertraglich fixiert.
Die Bauzeit beträgt insgesamt 15 Monate, als Baubeginn im best Case ist Sommer 2015
vorgesehen (Auskunft DB Netze/DB Station&Service AG).
Es ist folgender Bauablauf geplant:
2015 (ab 2. Jahreshälfte) (nach Vorliegen der Genehmigung und Baubeginn DB)
- Anheben von Gleis 3 und Erhöhung von Bahnsteig 2; durch Teilung in zwei
Bauabschnitte in Längsrichtung bleibt der Bahnsteig nutzbar.
- Parallel dazu erfolgen Verbauarbeiten für den Aufzug an Bahnsteig 2 und für die
Verlängerung der Personenunterführung sowie Rückbau des Bahnsteigdaches auf der
Nordseite von Bahnsteig 2 (provisorische Überdachung während der Bauzeit).
1 Für die Planungsleistungen wurde eine Vereinbarung zur Kostenteilung zwischen RMV und Stadt
Darmstadt geschlossen.
- 7 -
In dieser Zeit durchgehende Sperrung an Gleis 3 von 41 Tagen mit
Schienenersatzverkehr auf der SPNV-Linie Pfungstadt -Darmstadt, danach 10
Nachtsperrpausen.
- Nach Erhöhung der Bahnsteigkante zum Gleis 3 werden die Arbeiten an Gleis
2fortgesetzt (Halt der Züge Ri. Heidelberg an Gleis 3, provisorischer Bahnsteig auf der
Südseite).
- Durchführung während der 8-stündiger Nachtsperrpausen, ca. 50-stündige
durchgehende Wochenendsperrung an Gleisen 1 und 2.
- Die Treppe an Bahnsteig 2 ist während der Umbauzeit jeweils halbseitig nutzbar.
2016:
- Rückbau des Empfanggebäudes, danach Neubau der westlichen Zuwegung.
- Parallel dazu erfolgt der Rückbau der Überdachung von Bahnsteig 1 (provisorische
Überdachung während der Bauzeit).
- Erhöhung von Bahnsteig 1.
Durchführung während der 8-.stündigen Nachtsperrpausen, Züge halten an
erhöhtem Bahnsteig 2 an Gleisen 2 und 3
- Parallel dazu erfolgen der Bau der neuen Treppenanlage, die Anpassung der Treppe zu
Bahnsteig 1 (jeweils halbseitiger Umbau, dadurch während der Bauzeit nutzbar), sowie
der Bau der Aufzugsanlage zu Bahnsteig 1.
- Nach Fertigstellung der Bahnsteige wird die Personenunterführung erneuert.
Als mögliche Baustelleneinrichtungsflächen sind nördliche bzw. südliche Randbereiche der
Bahnsteige, der Parkstreifen östlich des Bahnhofs entlang der Pfungstädter Straße und
Bereiche im Gelände der ehemaligen Papierfabrik bzw. des ehemaligen Güterbahnhofs
vorgesehen.
4. Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit rund 8,87 Mio. € veranschlagt, davon sind
rund 7,13 Mio € Baukosten und rund 1,73 Mio. € Planungskosten. Gemäß den geltenden
Förderregularien werden die zuwendungsfähigen Baukosten durch den Bund, das Land
Hessen und die Stadt Darmstadt getragen (RuFV und Landes GVFG-Mittel sowie
komplementär durch RMV und Stadt Darmstadt zu jeweils 50 %). Die nicht
zuwendungsfähigen Baukosten sowie die nicht zuwendungsfähigen Planungskosten
werden durch die Stadt Darmstadt getragen.
Die Kosten (nach Vorabschätzung) für die Stadt Darmstadt betragen lt. Förderantrag
1.362.995 €, davon wurden 218.331 € als Planungskosten für die Leistungsphasen 1 -4
bereits gedeckt. Die verbleibenden 1.144.664 € teilen sich wie folgt auf:
Baukosten (€) Planungskosten (€) Summe (€)
2015 0 28.500 28.500
2016 316.851 94.750 411.601
2017 434.000 142.188 566.188
2018 116.308 22.067 138.375
Summe 867.159 277.505 1.144.664 *
* Ohne Kostenfortschreibung und Ausschreibung
Eine detaillierte Darstellung der Kosten und Finanzierung ist aus Anlage 5 ersichtlich, die
Angaben gelten vorbehaltlich der endgültigen Abstimmung mit dem Fördermittelgeber
Land Hessen (HessenMobil).
Nicht enthalten sind die Kosten für die Überdachung („Portal“) am Eingangsbereich
Zugang West, da diese Maßnahme bisher nicht im RuFV vereinbart ist und eine konkrete
Ausgestaltung erst im Laufe der weiteren Planung erfolgt. Eine Kostenschätzung hierfür
enthält Anlage 6.
Für die Leistungsphasen 5 bis 9 ist die vertragliche Grundlage gegeben, damit verbunden
die Zusage der Vertragsparteien RMV und der Stadt Darmstadt zur Kostenübernahme der
anteiligen Planungskosten mit Anrechnung auf die Planungskostenpauschale. Da diese
vorbereitenden Leistungen nicht zu den Bauleistungen zählen, ist die sofortige Vergabe
der Leistungsphase 5 nach HOAI nach den Richtlinien des Landes Hessen förderrechtlich
unschädlich.
5. Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Zur Information der Öffentlichkeit ist nach dem Magistratsbeschluss eine Veranstaltung in
Darmstadt-Eberstadt vorgesehen, in der seitens DB Netze/DB Station&Service AG die
aktuelle Planung vorgestellt wird. Hierzu sollen auch Pressevertreter eingeladen werden.
Die Organisation des Termins erfolgt durch das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Abt.
Verkehrsentwicklung in Abstimmung mit DB Netze/DB Station&Service AG.
Darmstadt, 05. Mai 2015
III-61/4 st-br
Nst. 2833
Die Dezernentin III: Der Dezernent IV:
Cornelia Zuschke Andrè Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 1
46157 Zeichen
Kabelschacht
2UW*HElXGH$QODJH3URMHNWEH]HLFKQXQJ
Projekt :
Planungsphase :
Planart :0DVWDEKBS:Strecke:
Plan-Nr.:HOAI Phs.:
Bearbeitung
bearbeitet :
gezeichnet :
JHSUIW
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
$UWGHUbQGHUXQJDatumName
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Planersteller:
Name (Druckschrift)Datum Unterschrift
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
Projektleiter :
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
Bauherr / Anlagenverantwortlicher :
%DXYRUODJHJHSUIWJHP99%$8$QO
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
4XDOLWlWVSUIXQJGHU%DXYRUODJHEisenbahn-Bundesamt :
Name (Druckschrift) Datum Stempel/Unterschrift
Auftragnehmer :%DXEHUZDFKHU%DKQ%h%
Name (Druckschrift) DatumName (Druckschrift)DatumUnterschrift
'LHhEHUHLQVWLPPXQJPLWGHU$XVIKUXQJEHVWlWLJW
Km:
Station&Service AGDB
3UIYHUPHUNEDXWHFKQLVFKHU3UIHU*XWDFKWHU
'LH%DXYRUODJHZXUGHGXUFKGLHWHFKQLVFKH%DXDXIVLFKW4XDOLWlWV
PDQDJHPHQWGHV%DXKHUUQJHSUIW(LQHU)UHLJDEHZLUG]XJHVWLPPW
ja - ohne Auflagen
ja - mit Auflagen
GHU3UIEHULFKWOLHJWEHL
QHLQEHUDUEHLWHWH8QWHUODJHQVLQGHUQHXWYRU]XOHJHQ
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
Dipl.-Ing. (FH) Walther / Gericke
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
)DFKWHFKQLVFKH)UHLJDEHGHU$XVIKUXQJVXQWHUODJHQ
Name (Druckschrift)DatumUnterschrift
HUVWQDFK=XVWLPPXQJGHU4XDOLWlWVSUIXQJP|JOLFK
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
Plan gleichgestellt mit der .................. Freigabe Nr. ..................
Bauvorlageberechtigter, vom ...................................
Stempel/Unterschrift
Name (Druckschrift) Datum Stempel/Unterschrift
Planinhalt :
Bf-Nr.:
Darmstadt-Eberstadt
km 34,407 bis km 34,617
1HXEDX$XHQXQG0LWWHOEDKQVWHLJ
Anlage1
DE
DE
I
I
"A"
D E
D
E
"A"
"B"
"C"
"D"
2UW*HElXGH$QODJH3URMHNWEH]HLFKQXQJ
Projekt :
Planungsphase :
Planart : 0DVWDE KBS: Strecke:
Plan-Nr.: HOAI Phs.:
Bearbeitung
bearbeitet :
gezeichnet :
JHSUIW
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
$UWGHUbQGHUXQJ Datum Name
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Planersteller:
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
Antragsteller :
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
Antragsteller:
%DXYRUODJHJHSUIWJHP99%$8$QKDQJ
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
4XDOLWlWVSUIXQJGHU%DXYRUODJH Eisenbahn-Bundesamt :
Name (Druckschrift) Datum Stempel/Unterschrift
Auftragnehmer : %DXEHUZDFKHU%DKQ%h%
Name (Druckschrift) Datum Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
'LHhEHUHLQVWLPPXQJPLWGHU$XVIKUXQJEHVWlWLJW
Km:
Station&Service AGDB
3UIYHUPHUNEDXWHFKQLVFKHU3UIHU*XWDFKWHU
'LH%DXYRUODJHZXUGHGXUFKGLHWHFKQLVFKH%DXDXIVLFKW4XDOLWlWV
PDQDJHPHQWGHV%DXKHUUQJHSUIW(LQHU)UHLJDEHZLUG]XJHVWLPPW
ja - ohne Auflagen
ja - mit Auflagen
GHU3UIEHULFKWOLHJWEHL
QHLQEHUDUEHLWHWH8QWHUODJHQVLQGHUQHXWYRU]XOHJHQ
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
Dipl.-Ing. (FH) Walther / Gericke
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
)DFKWHFKQLVFKH)UHLJDEHGHU$XVIKUXQJVXQWHUODJHQ
Name (Druckschrift) Datum Unterschrift
HUVWQDFK=XVWLPPXQJGHU4XDOLWlWVSUIXQJP|JOLFK
%DXYRUODJHEHUHFKWLJWHUJHPl99%$8
Plan gleichgestellt mit der .................. Freigabe Nr. ..................
Bauvorlageberechtigter, vom ...................................
Stempel/Unterschrift
Name (Druckschrift) Datum Stempel/Unterschrift
Planinhalt :
Darmstadt-Eberstadt
(UWFKWLJXQJ3HUVRQHQXQWHUIKUXQJXQG7UHSSHQ
Legende
Anlage 2
Anlage 3
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Darmstadt Eberstadt Seite i
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Inhalt
1 Vorbemerkung und Aufgabe 1
2 Bestandsaufnahme 1
2.1 Grundlagen 1
2.2 Parken 2
2.3 Andienung Bus 3
2.4 Bahnverkehr 3
2.5 Radverkehr 4
3 Ermittlung der P+R-/B+R-Nachfrage 5
3.1 Verkehrserhebungen – Grundlagen 5
3.2 Fahrgastzählung 6
3.2.1 Zählung Fahrgäste Zug 6
3.2.2 Zählung Fahrgäste Bus 9
3.3 Fahrgastbefragung 11
3.3.1 Fahrtquelle und Fahrtziel 11
3.3.2 Fahrtzweck 12
3.3.3 Verkehrsmittelwahl 13
3.4 Parkraumbegehung 14
3.4.1 Parkdauerverteilung 14
3.4.2 Parkraumbelegung 15
3.4.3 Fazit der Parkraumbegehung 15
3.5 Belegung Fahrräder 15
3.6 Bilanz Verkehrserhebung 16
4 Prognose des künftigen P+R-/B+R-Bedarfs 17
4.1 Park-and-Ride 17
4.2 Bike-and-Ride 18
5 Resümee - Ausblick 19
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Darmstadt Eberstadt Seite ii
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Abbildungen
Abbildung 1: Parkende Pkw entlang der Industriestraße 2
Abbildung 2: Abstellanlagen 3 und 4 4
Abbildung 3: Wild abgestellte Räder 4
Abbildung 4: Ein- und Aussteiger in alle Richtungen 6
Abbildung 5: Ein-und Aussteiger in Richtung Frankfurt 7
Abbildung 6: Ein- und Aussteiger in Richtung Heidelberg/Mannheim 8
Abbildung 7: Ein- und Aussteiger in Richtung Pfungstadt 8
Abbildung 8: Ein- und Aussteiger in Richtung Darmstadt 9
Abbildung 9: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle gesamt 9
Abbildung 10: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle Richtung Pfungstadt 10
Abbildung 11: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle Richtung Eberstadt 10
Abbildung 12: Fahrtquelle der Einsteiger 11
Abbildung 13: Fahrtziel der Einsteiger 12
Abbildung 14: Fahrtzweck der Einsteiger 12
Abbildung 15: Verkehrsmittelwahl aller Einsteiger 13
Abbildung 16: Auslastung B+R-Anlage 16
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Darmstadt Eberstadt Seite iii
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Pläne:
Plan 1 Übersicht des Untersuchungsgebietes
Plan 2 Parkierungsregelung
Plan 3 Gebietseinteilung Untersuchungsgebiet
Plan 4 Parkdauerverteilung
Plan 5 Parkraumbelegung
Anlage
Befragungsformular
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 1
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
1 Vorbemerkung und Aufgabe
Die verstärkte Nutzung der Bahn als öffentliches Nahverkehrsmittel durch die Bewoh-
ner Darmstadts und der umliegenden Ortschaften setzt neben einem guten Fahrplan-
angebot eine bequeme Erreichbarkeit des Bahnhofs voraus. Eine an die Fahrplän e
des schienengebundenen Regional- und Fernverkehrs angepasste Busverbindung so-
wie auf sicheren Wegen erreichbare, geschützte und in ausreichender Zahl vorhan-
dene Unterstände für Fahrräder zählen ebenso zu einem zeitgemäßen Angebot wie
bequem erreichbare und eine dem Bedarf angemessene Anzahl an Pkw-Stellplätzen
für Bahnbenutzer.
Der heute teilweise ungeordnete Bahnhofsbereich Darmstadt Eberstadt mit seinem
begrenzten Park-and-Ride-Angebot soll umgestaltet werden. Erste Konzepte zur Um-
gestaltung des Bahnhofsumfeldes mit Bus haltestellen, P+R- und B+R -Anlagen sowie
neuen angemessenen Fußwegen liegen bereits vor. Zur Ermittlung des künftigen Stell-
platzbedarfs für eine angemessene Dimensionierung der Anlagen sind aktuelle Daten
notwendig.
Die Stadt Darms tadt hat daher die Durchführung einer P+R -/B+R-Untersuchung für
den Bahnhof Darmstadt Eberstadt veranlasst, die nach dem derzeit gültigen Hessi-
schen Leitfaden1 durchgeführt wird. Diese Verkehrsuntersuchung soll Bestandteil eines
Fördermittel-Antrages für die Bezuschussung durch das Land Hessen für die Herstellung
von P+R-/B+R-Plätzen sein.
2 Bestandsaufnahme
2.1 Grundlagen
In einem ersten Arbeitsschritt werden Bestandsaufnahmen zur Zusammenstellung der
Grundlagen durchgeführt. Dazu gehören:
- Ortsaufnahmen mit der Kartierung der heutigen Regelungen, Infrastrukturen
und Maßnahmen (MIV, ÖV, Rad und Fußgänger),
- Aufnahme der Bedienungshäufigkeit des ÖPNV (Schiene und Straße),
- Sichtung vorausgegangener Überlegungen und Planungen,
- Aufnahme des Verkehrsablaufs.
Zum Untersuchungsgebiet zählen das direkt angrenzende Bahnhofsumfeld sowie der
Nahbereich, in dem in der Regel ebenfalls Fahrzeuge des P+R -Verkehrs abgestellt
werden. Eine Übersicht zur Lage und Abgrenzung des Untersuchungsgebietes ermög-
licht Plan 1. Es zeigt einen detaillierten Blick auf das zu untersuchende umgebende
Straßennetz im Nahbereich des Bahnhofs und die dort zur Verfügung stehenden Stell-
plätze.
1 Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen: Leitfaden zur Bedarfsermittlung und Planung von P+R-/B+R-
Anlagen, Schriftenreihe der Hessischen Straßen - und Verkehrsverwaltung, Heft 46; Wiesbaden, 2001.
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 2
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
2.2 Parken
Auf Grund der stark gestiegenen Verkehrsdichte in Richtung Frankfurt sowie der hohen
Verkehrsdichte innerhalb der Oberzentren Darmstadt und Frankfurt und den weiterhin
auf einem hohen Niveau befindlichen Benzinpreisen, gewinnt die P+R-Nutzung in den
letzten Jahren konstant an Bedeutung und wird stetig ausgebaut. Dies gilt durch eine
mit dem Pkw gut zu erreichende Lage auch für den Bahnhof Darmstadt Eberstadt.
Um das Parkverhalten der P+R-Nutzer im Untersuchungsgebiet genau zu analysieren,
werden im Rahmen einer Parkraumbegehung Kennzeichenerfassungen der im Bahn-
hofsnahbereich abgestellten Pkw durchgeführt . Der Bahnhof Darmstadt Eberstadt
verfügt über keine ausgewiesene P+R-Anlage. Es steht im Wesentlichen eine ungere-
gelte Parkgelegenheit entlang der Industriestraße zur Verfügung (siehe Abbildung 1).
Des Weiteren gibt es etwa neun weitere Stellplätze entlang der Pfungstädter Straße ,
von denen etwa fünf auf eine Stunde Parkdauer beschränkt sind. (siehe Plan 3). Die
weiteren vier Parkgelegenheiten sind ungeregelt nutzbar, werden als solche aber
nicht wahrgenommen.
Abbildung 1: Parkende Pkw entlang der Industriestraße
Untersuchungsgebiet
Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich neben dem unmittelbaren Bahnhofsbereich
auch auf das gegenüber liegende Gewerbegebiet. Dort stehen in fußläufiger Entfer-
nung zum Bahnhof 29 Stellplätze in oben genannter Industriestraße zur Verfügung. Es
werden gemäß des Leitfadens zur Bedarfsermittlung und Planung von P+R - und B+R-
Anlagen1 alle Stellplätze berücksichtigt , die mit einem Fußweg von weniger als 300
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 3
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Metern vom Bahnsteig aus erreichbar sind. Stellplätze, die einem Parkplatz oder einer
straßenseitigen Parkgelegenheit zuzuordnen sind, werden erfasst, auch wenn Sie wei-
ter als 300 Meter vom Bahnsteigzugang entfern t liegen. Alle Stellplätze sind ohne Be-
schränkungen frei nutzbar. Der Stations zugang ist über einen signalgeregelten Fuß-
gängerüberweg und eine auf Grund der Länge (> 20 Meter) sowie der Steigung (> 6
Prozent) nicht barrierefreie Rampe erreichbar. Sowohl Pa rkgelegenheiten als auch
der Stationszugang sind weder von der Pfungstädter Straße noch vom Bahnsteig aus
gut einsehbar.
Die bestehenden Parkregelungen und das Parkraumangebot im öffentlichen Straßen-
raum des Bahnhofsnahbereichs sind grafisch in Plan 2 dargestellt.
Nicht mehr für die P+R -Nutzung in Betracht kommen die ehemaligen Stellplätze ent-
lang der Auffahrt zum Güterbahnhof.
Um planerische Aussagen (z.B. zum Parkverhalten) treffen zu können, wird das Unter-
suchungsgebiet in sechs Abschnitte gegliedert, die nach der Erfassung auf Grund ih-
rer Parkvorgänge und de s räumlichen Zusammenh angs in zwei Teilgebiete zusam-
mengefasst werden. Die Differenzierung der Untersuchungsgebiete sind in Plan 3 dar-
gestellt.
Teilgebiet 1 entlang der Industriestraße hat dabei 29 Stellplätze. Hinzu komm en vier
Abstellmöglichkeiten im Halteverbot, die durchgehend genutzt werden. Teilgebiet 2
entlang der Pfungstädter Straße bietet etwa neun Stellplätze, von denen vier ungere-
gelt sind und für eine P+R-Nutzung zur Verfügung stehen. Bei beiden Gebieten handelt
es sich um straßenseitiges Parken. Die Stellplätze des Teilgebietes 2 werden nicht als
mögliche P+R-Stellplätze wahrgenommen. Kurzzeitparker sind dort vorherrschend.
2.3 Andienung Bus
Der Bahnhof Darmstadt Eberstadt wird von einer Buslinie, der Linie P/PE , bedient. Die
Bushaltestellen befinden sich westlich der Bahngleise an der Pfungstädter Straße etwa
150 Meter Fußweg vom Bahnsteig entfernt. Fahrgäste aus Eberstadt kommend bezie-
hungsweise mit dem Fahrtziel Pfungstadt müssen dabei einen signalgeregelten F uß-
gängerüberweg nutzen. Es stehen an beiden Haltestellen drei überdachte Sitzgele-
genheiten für die wa rtenden Fahrgäste zur Verfügung . Die Linie P/PE verkehrt zwi-
schen 5 und 8:30 Uhr und zwischen 12:30 und 20 Uhr im 15-Minuten-Takt, in den übrigen
Zeiten im 30-Minuten-Takt. Bedient wird die Station zwischen 4:13 und 0:18 Uhr. Die
Fahrtzeit sowohl zwischen dem Eberstädter Bahnhof und der Endhaltestelle Bahnhof
Pfungstadt als auch Eberstadt Bahnhof und Eberstadt Wartehalle beträgt jeweils fünf
Minuten. In Eberstadt Wartehalle besteht Anschluss an die Straßenbahn Richtung
Darmstadt Innenstadt. Bei allen verkehrenden Bussen handelt es sich um Niederflur-
busse.
2.4 Bahnverkehr
Der dreigleisige Bahnhof Darmstadt Eberstadt liegt an den Kursbuchstrecken 650 von
Darmstadt/Frankfurt nach Heidelberg/Mannheim (Main-Neckar-Bahn) und 650.1 von
Darmstadt Hauptbahnhof nach Pfungstadt. Es verkehren die Regionalbahnlinien 60
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 4
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
zwischen Frankfurt und Heidelberg/Mannheim sowie die Linie 65/66 zwischen Pfungs-
tadt und Darmstadt mit We iterfahrt nach Eberbach am Neckar. Die Linie 60 fährt im
Ein-Stundentakt. Zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 7 und 8 Uhr besteht eine zusätz-
liche Verbindung nach Frankfurt, zwischen 18 und 19 Uhr fährt ein zusätzlicher Zug
nach Mannheim.
Die Linie 65/66 zwischen Pfungstadt und Darmstadt , teilweise mit Weiterfahrt nach
Eberbach am Neckar, fährt in beide Richtungen jeweils einmal die Stunde. In Richtung
Pfungstadt besteht zwischen 7 und 8 Uhr eine zusätzliche Verbindung . Die erste Fahrt
geht um 4:34 Uhr in Richtung Heidelberg ab, die letzte Fahrt um 0:37 Uhr nach Mann-
heim.
2.5 Radverkehr
Aufgrund der topografischen Lage Darmstadts am Rande der Rhein-Main-Ebene, die
im mit dem Rad erreichbaren Bahnhofsumfeld (ca. 5 km) keine nen nenswerten Stei-
gungen aufweist sowie der hohen Siedlungsdichte, bestehen gute Voraussetzungen
für Bike -and-Ride-Verkehr (B+R). Bisher existieren drei offizielle aber veraltete bezie-
hungsweise nicht dem Stand der Technik entsprechende Fahrradabstellanlagen
(siehe Abbildung 2) sowie ein Bereich in dem wild abgestellte Fahrräder in hoher An-
zahl auftreten (siehe Abbildung 3).
Abbildung 2: Abstellanlagen 3 und 4
Abbildung 3: Wild abgestellte Räder
Die Aufteilung der Abstellanlagen ist Plan 2 zu entnehmen. Bei Gebiet 1 handelt es
sich um die wild abgestellten Fahrräder, Gebiet zwei ist nicht überdacht und bietet 20
Fahrrädern Platz, Anlage 3 ist veraltet und überdacht und bietet 24 Rädern Platz, An-
lage 4 ist nicht überdacht und bietet 14 Fahrrädern Platz.
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 5
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
3 Ermittlung der P+R-/B+R-Nachfrage
3.1 Verkehrserhebungen – Grundlagen
Zur Bereitstellung der notwendigen Eckdaten für die Einrichtung eines angemessenen
P+R-Angebotes wird mit Hilfe geeigneter Messmethoden der momentane Bedarf er-
mittelt und der zukünftige Bedarf prognostiziert.
Die derzeitige P+R -Nachfrage wird gemäß der im Leitfaden 2 empfohlenen Vorge-
hensweise mit Hilfe von eigenen empirischen Erhebungen ermittelt. Folgende Erhe-
bungen sind vorgesehen:
Zählung der ein - und aussteigenden Fahrgäste (ÖV – Schiene und Bus)
zwischen Betriebsbeginn (ca. 4:30 Uhr) und 20:00 Uhr,
mündliche Befragung der einsteigenden Fahrgäste (ÖV – Schiene) zwi-
schen Betriebsbeginn und 10:00 Uhr,
Kennzeichenerfassung der im Bahnhofs-Nahbereich abgestellten Pkw mit-
tels Parkraumbegehu ng eine Stunde vor Betriebsbeginn bis 20:00 Uhr
(stündlich) sowie
Zählung der im Bahnhofsbereich wild abgestellten Fahrräder im gleichen
Zeitraum (stündlich).
Der für die Befragung genutzte Erhebungsbogen ist analog zu dem im Leitfaden vor-
gegebenen Fragebogen aufgebaut (siehe Anlage). Die Befragung liefert folgende
Angaben:
Quellort,
Zielort,
Fahrtzweck,
gewähltes Verkehrsmittel auf dem Weg zum Bahnhof.
Aus der Parkraumbegehung werden Aussagen zur Parkdauer gewonnen, aus der die
Nutzergruppenzugehörigkeit abgeleitet wird. Hieraus wird der Parkraumbedarf durch
P+R-Nutzer im Untersuchungsgebiet ermittelt.
Die Zählung der abgestellten Fahrräder im Bahnhofsbereich liefert zudem die notwen-
digen Angaben über den Bedarf an Bike-and-Ride-Stellplätzen.
Die beschriebenen Erhebungen fanden am Donnerstag, dem 27. Juni 2013, einem
repräsentativen Werktag statt.
2 Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen: Leitfaden zur Bedarfsermittlung und Planung von P+R-/B+R-
Anlagen, Schriftenreihe der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung, Heft 46; Wiesbaden, 2001.
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 6
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
3.2 Fahrgastzählung
Die Zählung der Fahrgäste fand auf den Bahnsteigen des Bahnhofs Darmstadt Eber-
stadt sowie an den beiden Bushaltestellen entlang der Pfungstädter Straße zwischen
4:30 Uhr (Betriebsbeginn) und 20:00Uhr statt. Die Fahrgastzählung liefert Angaben über
die Anzahl der Fahrgäste u nd deren zeitliche Verteilung im Untersuchu ngszeitraum.
Außerdem wird darauf die Erfassungsquote der Fahrgastbefragung bezogen.
3.2.1 Zählung Fahrgäste Zug
Während der 16 Stunden Zähldauer wurden am Bahnhof Darmstadt Eberstadt 475
Einsteiger (287 in Richtung Frankfurt, 119 in Richtung Heidelberg/Mannheim, 20 in Rich-
tung Pfungstadt und 45 in mit der Linie 65/66 in Richtung Darmstadt/Eberbach) und
357 Aussteiger (104 aus Heidelberg/Mannheim Fahrtrichtung Frankfurt, 202 aus Frank-
furt Fahrtrichtung Heidelberg/Mannheim, 34 aus Darmstadt/Eberbach Fahrtrichtung
Pfungstadt und 19 aus Pfungstadt Fahrtrichtung Darmstadt/Eberbach) gezählt. Die
folgenden Diagramme zeigen die zeitliche und fahrtrichtungsabhängige Verteilung
der Fahrgäste. Die Zählergebnisse zeigen auf, dass in den Morgenstunden die Einstei-
ger deutlich in der Überzahl sind. Dies liegt vor allem an der hohen Anzahl Einsteiger
in Richtung Frankfurt. Man erkennt dabei, dass es sich bei dem Bahnhof Darmstadt
Eberstadt um einen Auspendlerbahnhof handelt (siehe Abbildung 4).
Die Verbindungen nach Pfungstadt und Darmstadt/Eberbach fallen dabei auf Grund
ihrer geringen Zahl an Fahrgästen kaum ins Gewicht. Über den gesamten Tagesver-
lauf liegen die Einsteiger mit 57 Prozent knapp über der Zahl der Aussteiger.
Abbildung 4: Ein- und Aussteiger in alle Richtungen
43
122
44
18
14 13 14
19
12
21 24
52
37
13
22
61
30
20
7
10
6
14
24
14
35
45
42
19
0
20
40
60
80
100
120
140
Ein- und Aussteiger
in alle Richtungen
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 7
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Die Analyse der Zählung ausschließlich zur Berufsverkehrszeit in der Morgenstunde zwi-
schen 4:30 und 10:00 Uhr ergibt, dass 65 Prozent der Fahrgäste (256 Fahrgäste) Aus-
pendler und 35 Prozent (141 Fahrgäste) der Fahrgäste Einpendler sind.
Die mit Abstand höchste Frequentierung des Bahnhofs liegt in der Zeit zwischen 7 und
8 Uhr mit 122 Ein- und 61 Aussteigern (26 Prozent der Tageseinsteiger, 17 Prozent der
Tagesaussteiger).
Abbildung 5: Ein-und Aussteiger in Richtung Frankfurt
Die Verbindung Richtung Frankfurt weist insgesamt in der Morgenstunde deutlich hö-
here Fahrgastzahlen als nachmittags beziehungsweise abends auf. Aussteiger, die
aus Richtung Mannheim/Heidelberg kommen, steigen nur in sehr geringer Anzahl in
Eberstadt aus. Die Verbindung von Mannheim/Heidelberg nach Frankfurt ist eindeutig
eine Auspendlerverbindung (siehe Abbildung 5).
Analog zur Fahrtrichtung Frankfurt liegt die Stoßze it der Fahrtrichtung Mannheim/Hei-
delberg in der abendlichen Hauptverkehrszeit. Zwischen 16 und 19 Uhr sind die Aus-
steiger mit 95 Personen (69 Prozent) gegenüber den Einsteigern mit 43 Personen (31
Prozent) deutlich in der Überzahl. Insgesamt steigen im Tagesverlauf 202 Personen aus
und 119 Personen ein (siehe Abbildung 6).
20
35
87
36
15
4 7
11 11
5 6 7
24
13
6
3
9
30
11
3 3 4 2 4
8
2
8 11
2 4
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Ein- und Aussteiger
in Richtung Frankfurt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 8
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Abbildung 6: Ein- und Aussteiger in Richtung Heidelberg/Mannheim
Abbildung 7: Ein- und Aussteiger in Richtung Pfungstadt
2
6
8
20
5
2
4 3
0
6 6
11 11
14
18
3
0 1
11
21
12 12
3 2 2
7
13
10
24
33
38
13
0
5
10
15
20
25
30
35
40
Ein- und Aussteiger
in Richtung Heidelberg/Mannheim
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
0
3
0
1
0 0 0
1 1 1 1
5
4
3
2
6
3 3
1
3
1
3
2
1
4
1
2 2
0
1
2
3
4
5
6
7
Ein- und Aussteiger
in Richtung Pfungstadt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 9
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Abbildung 8: Ein- und Aussteiger in Richtung Darmstadt
Die Verbindungen der Linie 65/66 zwischen Pfungstadt und Darmstadt/Eberbach ha-
ben nur sehr geringe Ein- und Aussteigerzahlen. Über den gesamten Tagesverlauf wird
die Linie von 118 Personen genutzt. Diese Anzahl entspricht einem Anteil am Gesamt-
fahrgastaufkommen von 17 Prozent (siehe Abbildung 7 und Abbildung 8).
3.2.2 Zählung Fahrgäste Bus
Abbildung 9: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle gesamt
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12
3
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Ein- und Aussteiger
Richtung Darmstadt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
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Ein- und Aussteiger Bushaltestelle
Gesamt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
Stadt Darmstadt
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Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
An der Bushaltestelle wurden insgesamt über den gesamten Tag verteilt 193 Ausstei-
ger und 144 Einsteiger gezählt. Bei den Einsteigern liegt die Spitzenzeit in der abendli-
chen Hauptverkehrszeit zwischen 15 und 19 Uhr, die Spitzenphase der Aussteiger
liegt zwischen 6 und 10 Uhr (siehe Abbildung 9).
Abbildung 10: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle Richtung Pfungstadt
Abbildung 11: Ein- und Aussteiger Bushaltestelle Richtung Eberstadt
Von den insgesamt 193 aussteigenden Fahrgästen kommen 118 Fahrgäste aus Darm-
stadt Eberstadt und 75 Fahrgäste aus Pfungstadt. Bei beiden Fahrtrichtungen liegt die
Spitzenzeit der Aussteiger morgens zwischen 6 und 9 Uhr.
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Ein- und Aussteiger Bushaltestelle
Richtung Pfungstadt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
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Ein- und Aussteiger Bushaltestelle
Richtung Eberstadt
Anzahl Einsteiger Anzahl Aussteiger
Stadt Darmstadt
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Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
3.3 Fahrgastbefragung
Die Fahrgastbefragung der Einsteiger am Bahnsteig erfolgte im Zeitraum zwischen
4:30 Uhr und 10:00 Uhr. Aufgrund der benötigten Befragungszeit pro Fahrgast und der
teilweise beschränkten Auskunftsbereitschaft der Fahrgäste kann diese nur stichpro-
benartig erfolgen. Der Hessische Leitfaden 2 geht dabei von einer Zufallsstichprobe
aus.
Von den im Befragungszeitraum (4:30 Uhr bis 10:00 Uhr) 256 gezählten Einsteigern wur-
den 161 Fahrgäste befragt. Dies entspricht einer Erfassungsquote von 63 %, die ange-
sichts der Grundgesamtheit als ausreichend angesehen werden kann. In der Regel
gilt ein Stichprobenumfang ab einem Drittel der Grundgesamtheit als ausreichend re-
präsentativ zur Hochrechnung der Erhebungsergebnisse.
3.3.1 Fahrtquelle und Fahrtziel
Von den zwischen 4:30 Uhr und 10:00 Uhr stichprobenartig befragten 161 Fahrgästen
geben 43 Prozent Pfungstadt und 44 Prozent Eberstadt als Quell-Ort an. Bei den übri-
gen zwölf Prozent der Fahrgäste wird kein Quellort mehr als zweimal genannt, so dass
diese in der Grafik nicht aufgeführt werden (Abbildung 12).
Abbildung 12: Fahrtquelle der Einsteiger
Abbildung 13 zeigt die Fahrtziele der Befragten im Überblick. 57 Prozent der befragten
Fahrgäste geben Frankfurt als Ziel an. Alle anderen Ziele liegen deutlich unter einem
Anteil von zehn Prozent. L ediglich Darmstadt und Bensheim werden mit fünf bezie-
hungsweise sechs Prozent häufiger genannt (siehe Abbildung 13).
Pfungstadt; 43,38%
Eberstadt; 44,12%
Andere; 12,50%
Fahrtquelle der Einsteiger (4:30 - 10.00 Uhr)
Bei den einsteigenden Fahrgästen dominiert die Fahrtrichtung Eberstadt deutlich.
Mit 94 Fahrgästen fahren nahezu doppelt so viele Fahrgäste nach Eberstadt wie
nach Pfungstadt (50 Fahrgäste). Der Schwerpunkt liegt dabei im abendlichen/nach-
mittäglichen Verkehr (siehe Abbildung 10 und Abbildung 11).
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 12
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Abbildung 13: Fahrtziel der Einsteiger
3.3.2 Fahrtzweck
Die Fahrgastbefragung ergib t, dass im Zeitraum zwischen 4:3 0 Uhr und 10:00 Uhr hin-
sichtlich des Fahrtzwecks die Fahrten zur Arbeit mit 79 Prozent sowie zur Ausbildung mit
13 Prozent dominieren. Die restlichen acht Prozent verteilen sich auf die Bereiche Ein-
kaufen, dienstliche oder geschäftliche Erledigungen , sowie Freizeit und Wohnen. Die
prozentuale Verteilung der unterschiedlichen Fahrtzwecke aller Befragten im Über-
blick ist in Abbildung 14 dargestellt.
Abbildung 14: Fahrtzweck der Einsteiger
Frankfurt; 56,62%
Darmstadt; 5,15%
Bensheim; 5,88%
Andere; 32,35%
Fahrtziel der Einsteiger (4:30 - 10:00 Uhr)
Wohnen; 3,68%
Arbeit; 78,68%
geschäftlich; 2,94%
Ausbildung/Schule;
12,50%
Einkaufen; 1,47%
Freizeit; 0,74%
Fahrtzweck der Einsteiger (4:30 - 10.00 Uhr)
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 13
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
3.3.3 Verkehrsmittelwahl
Eine der wichtigsten Aussagen der Fahrgastbefragung ist die Wahl des Verkehrsmit-
tels, mit dem die befragten Einsteiger zum Bahnhof gelangen. Die Verteilung der Ver-
kehrsmittel ist weitestgehend homogen. Die Pkw -Fahrer sind mit 28 Prozent (37 Fahr-
gäste) knapp an der Spitze, gefolgt von Bus nutzern mit 26 Prozent, zu Fuß G ehenden
mit 21 Prozent und mit den Fa hrrad anreisenden Fahrgästen mit 20 Prozent. Bei fünf
Prozent der Befragten handelt es sich um Umsteiger, also um Fahrgäste, die den vor-
herigen Reiseabschnitt bereits mit dem Zug angetreten haben.
Der mit 21 beziehungsweise 20 Prozent vergleichsweise hohe Anteil von zu Fuß oder
per Rad kommenden Fahrgästen deckt sich mit der Angabe, dass ein Großteil der
Fahrgäste aus den umliegenden Ortschaften Pfungstadt und Darmstadt Eberstadt
stammen und damit in fußläufiger oder in für den Radverkehr geeigneter Entfernung
wohnen.
Die übrigen Verkehrsträger Mofa, und Pkw -Mitfahrer kommen nur auf einen sehr ge-
ringen Anteil oder werden gar nicht genannt.
Abbildung 15 zeigt die Verkehrsmittelwahl der Einsteiger im Zeitraum zwischen 4:30 Uhr
und 10:00 Uhr.
Abbildung 15: Verkehrsmittelwahl aller Einsteiger
zu Fuß; 21,05%
Fahrrad; 19,55%
Bus; 26,32%
Pkw-Selbst; 27,82%
Zug; 5,26%
Verkehrsmittelwahl aller Einsteiger (4:30 - 10:00 Uhr)
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 14
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
3.4 Parkraumbegehung
Die Kennzeichen der im Untersuchun gsgebiet (Plan 3) abgestellten Pkw wurden im
Zeitraum zwischen 4:00 Uhr und 20:00 Uhr stündlich erfasst. Dabei erfolgte jeweils ein
Abgleich der vorgefundenen Kennzeichen mit dem vor angegangenen Rundgang,
um so die Parkdauer der Fahrzeuge zu ermitteln. Nach dem Hessischen Leitfaden 2
gelten Fahrzeuge als P+R-Teilnehmer, deren Parkdauer über fünf Stunden beträgt und
deren Zufahrt vor 16:00 Uhr erfolgt.
Bei der Ermittlung des potenziellen P+R -Bedarfs ist zu berücksichtigen, dass sich unter
den Langzeitparkern im Bahnhofsumfeld auch Berufspendler, die ihren Arbeitsplatz in
unmittelbarer Nähe zur Bahnstation haben, befinden können. Eine entsprechende
Nachfrage besteht am Bahnhof Darmstadt Eberstadt durch das angrenzende Ge-
werbe entlang der Industriestraße.
Fahrzeuge, die vor Betriebsbeginn (4:30 Uhr) der Nahverkehrsmittel im Untersuchungs-
gebiet parken, also beim ersten Rundgang um 4:00 Uhr gesichtet werden, gelten als
Nachtparker und damit als Bewohner oder sonstige Anlieger. Durch die computerge-
stützte Auswertung der Parkraumbegehung ist es möglich, aus den stündlich erfassten
Kennzeichen die Bewohner sowie die sonstigen Anlieger zu selektieren. Bei der Beur-
teilung der Parkdauer und Nutzerzugehörigkeit wird dies berücksichtigt.
3.4.1 Parkdauerverteilung
Die Parkdauerverteilung gibt an, welche Nutzer vorwiegend die vorhandenen Stell-
plätze belegen. Für die Identifizierung der unterschiedlichen Nutzergruppen wird dazu
die Parkdauer jedes Fahrzeuges auf einem Stellplatz registriert. In Gebieten mit Einzel-
handel unterliegen die Stellplätze in der Re gel einer Mehrfachnutzung, so dass die
Anzahl der ermittelten Parkvorgänge meist deutlich höher als die Anzahl der vorhan-
denen Stellplätze ist. Bei reinen P+R -Parkplätzen, die ausschließlich zweckmäßig ge-
nutzt werden, liegen die Anzahl der Parkvorgänge und die Anzahl der Stellplätze üb-
licherweise nah beieinander.
Eine Parkdauer von fünf Stunden und mehr weist auf einen P+R-Nutzer oder einen Mit-
arbeiter der umliegenden Unternehmen hin, soweit er nicht den Bewohnern zuzuord-
nen ist und vor 16:00 Uhr zufährt. Aus diesem Grund wird die Parkdauerverteilung im
Folgenden ohne eine die Statistik verfälschende Berücksichtigung der Bewohner (also
Nachtparker) betrachtet.
Wie Plan 4 zeigt, dauern 30 der 36 gezählten Parkvorgänge im Untersuchungsgebiet
entlang der Industriestraße fünf oder mehr Stunden. Der Anteil der Parkvorgänge mit
fünf oder mehr Stunden Aufenthalt liegt damit bei über 80 Prozent.
Die Fahrgastbefragung identifizierte unter den Fahrgästen zwischen 4:30 Uhr und 10:00
Uhr 37 Pkw-Selbstfahrer. Nach Hochrechnung der Ergebnisse der Zählung auf die
Grundgesamtheit ergibt sich somit eine bestehende P+R-Nachfrage von rund 51 Pkw.
Die im Umkreis von 300 Metern um den Bahnsteig zur Verfügung stehenden Pkw -Stell-
plätze reichen daher nicht aus. Die Differenz zwischen Befragung und Zählung von
etwa 20 Pkw-Fahrern kann dadurch erklärt werden, dass die P+R -Nutzer einen weite-
ren Weg als 300 Meter vom Stellplatz zum Bahnsteig in Kauf nehmen oder ihren Pkw
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 15
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
auf einem der angrenzenden Privatparkplätze ab stellen. Sie konnten daher bei der
Begehung der öffentlich zugänglichen Parkmöglichkeiten nicht erfasst werden.
3.4.2 Parkraumbelegung
Die Parkraumbelegung gibt die zeitabhängige Auslastung der Stellplätze im Untersu-
chungsgebiet sowie die Art deren Nutzung an. Insgesamt stehen 33 Stellplätze zur Ver-
fügung, die für die P+R -Nutzung in Frage kommen. Da auch Bewohner und sonstige
Anlieger bei der Nutzung e inen Anteil haben können, werden sie bei dieser Analyse
berücksichtigt. Plan 5 zeigt hierzu die Parkraumbelegung entlang der Industriestraße.
Die Erhebung der Parkraumbelegung der möglichen Stellplätze entlang der Pfungs-
tädter Straße ergibt keine P+R-Nutzung. In diesem Bereich sind Kurzzeitparker vorherr-
schend.
Die maximale Auslastung im Gesamtgebiet findet zwischen 7:00 und 13:00 Uhr mit 33
beziehungsweise 32 parkenden Fahrzeugen statt. Bei insgesamt 36 Parkvorgängen
bedeutet dies, dass es sich im Großteil um Langzeitparker mit fünf oder mehr Stunden
Parkdauer handelt. 11 Prozent der Pkws parken zw ischen vier und acht Stunden (4
Pkw), 72 Prozent länger als acht Stunden (26 Pkw). Die nächtliche Nutzung durch acht
Bewohner, Anlieger oder sonstige Parker ist in Relation zu der vorhandenen Stellplatz-
zahl relativ gering.
3.4.3 Fazit der Parkraumbegehung
Im Bahnhofsumfeld Darmstadt Eberstadt besteht ein hohe r Bedarf an Park -and-Ride
Abstellplätzen. Die sehr früh erreichte Vollauslastung ab 6 Uhr sowie die Bereitschaft
auch weitere Wege als 300 Metern vom Stellplatz zum Bahnsteig zurückzulegen, zeigt
den Bedarf sehr deutlich auf. Die durchgängig zusätzlich im Halteverbot abgestellten
Fahrzeuge unterstreichen diesen Bedarf noch.
3.5 Belegung Fahrräder
Die Anzahl der im Umfeld der Bahnsteige abgestellten Fahrräder wurde stündlich er-
fasst. Die maximale Bele gung liegt zwischen 9 :00 Uhr und 13:00 Uhr vor, wenn 4 1 be-
ziehungsweise 42 Fahrräder im unmittelbaren Bahnhofsumfeld abgestellt sind. Diese
Größenordnung an B+R -Verkehr bestätigt die Fahrgastbefragung, bei der 26 Perso-
nen angaben, mit dem Fahrrad zum Bahnhof gekommen zu sein. Hochgerechnet auf
die Grundgesamtheit ergeben sich 36 Fahrradfahrer zwischen 4:30 Uhr und 10:00 Uhr.
Fahrgäste, die ihr Fahrrad in der Bahn mitnehmen, wurden nicht gesondert erfasst.
Die Belegung der verschiedenen Bereiche, in denen Fahrräder abgestellt werden , ist
am Bahnhof Darmstadt Eberstadt ähnlich. Die maximale Auslastung liegt bei allen vier
Abstellgelegenheiten zwischen 8 und 16 Uhr.
Der als „wilde“ Abstellanlage (B+R 1) genutzte Zaun entlang der Rampe zum Bahnhof
wird von maximal elf Fahrradfahrern als Abstellgelegenheit genutzt. Die nicht über-
dachte Anlage (B+R 2) am Stationszugang verzeichnet eine maximale Auslastung von
zehn Rädern, die überdachte aber veraltete Anlage am Bahnsteig (B+R 3) von 14 und
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 16
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
die nicht überdachte modernere Anlage (B+R 4) von 13 Rädern (siehe Abbildung 16).
Anlage 4 ist damit voll ausgelastet.
Am Tag der Zählungen gab es teilweise starke Regenschauer. Die Temperatur lag im
Tagesverlauf zwischen 15 und 27 Grad Celsius.
Abbildung 16: Auslastung B+R-Anlage
3.6 Bilanz Verkehrserhebung
P+R-Nutzung
Wie den durchgeführten Erfassungen zu entnehmen ist, besteht insgesamt an den für
die P+R-Nutzung in Frage kommenden Stellen ein hoher Parkdruck. Über 50 Fahrgäste
kommen mit dem eigenen Pkw (siehe Abschnitt 3.4.1). Die entsprechenden Stellplätze
weisen bereits ab sieben Uhr nahezu eine Vollauslastung auf (siehe Abschnitt 3.4).
Die parallel durchgeführte Befragung der Fahrgäste ergab einen mit 27 Prozent ho-
hen Anteil von Fahrgästen, die mit dem Pkw zum Bahnhof kommen. Die Befragung
bestätigt damit die Ergebnisse der Erfassung und zeigt ei nen hohen Bedarf an P+R -
Stellplätzen. Die frühen Zufahrtszeiten deuten ebenfalls auf eine P+R -Nutzung hin. Die
konkurrierende Nutzergruppe der Beschäftigten der angrenzenden Gewerbebe-
triebe hat üblicherweise spätere Zufahrtszeiten als der P+R-Nutzer.
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15
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Gesamt B+R 1 "wild" B+R 2 B+R 3 B+R 4
Auslastung B+R-Anlagen
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 17
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
B+R-Nutzung
Die B+R-Nachfrage liegt laut Zählung der abgestellten Fahrräder und Befragung der
Fahrgäste bei gut 40 Stellplätzen. Da auf Grund fehlende r attraktiver Abstellanlagen
ein komfortables Abstellen der Fahrräder nicht möglich ist, kann man davon ausge-
hen, dass der tatsächliche Bedarf höher anzusetzen ist. Aus der ermittelten Nachfrage
des Vortransports zum Bahnhof und den deutlich höheren Ein - als Aussteigerzahlen
lässt sich für den Vortransport ein hoher Bedarf an überdachten Abstellanlagen ab-
leiten. Ab schließbare Abstellanlagen, die insbesondere für den Nachtransport und
damit das Abstellen über Nacht geeignet sind, werden voraussichtlich weniger nach-
gefragt.
4 Prognose des künftigen P+R-/B+R-Bedarfs
4.1 Park-and-Ride
Durch die Bereitstellung von geeigneten Stellplätzen in Bahnsteignähe eigens für den
P+R-Verkehr und einem damit einhergehenden geringeren Parksuchverkehr und
durch attraktive und sichere Fußwege kann die Akzeptanz des P+R -Angebots im Ein-
zugsgebiet eines Bahnhofes in der Regel gesteigert werden.
Bedingt durch die verkehrsgünstige Lage direkt an der Bundesautobahn 5 und der
Bundesstraße 3 sowie die gute Pkw-Erschließung im direkten Umfeld des Bahnhofs
Darmstadt Eberstadt, besteht eine hohe Nachfrage an ein attraktives P+R-Angebot.
Durch die Lage des Bahnhofs Eberstadt im städtischen Verdichtungsraum und ein da-
mit verbundenes, entsprechend schwächeres ÖPNV -Angebot, kommt der P+R -Nut-
zung eine höhere Bedeutung zu als an innerstädtischen Bahnstationen.
Der derzeitige Bedarf des P+R-Verkehrs wurde durch die Fahrgastbefragung sowie die
Parkraumerhebung ermittelt und beträgt ca. 51 Stellplätze. Gemäß dem anzuwen-
denden Leitfaden ist ein zu erwartender Zuwachs abzuschätzen. Dabei sind verschie-
dene Prognose-Parameter zu berücksichtigen, wie
- die aktuelle P+R-Nachfrage,
- das vorhandene P+R-Stellplatzangebot (Komfort, Qualität,...),
- das derzeitige und zukünftige ÖPNV-Angebot (Taktveränderung,...) und
- die erwartete Bevölkerungszunahme.
Diese aufgeführten Planungsparameter werden wie folgt umgesetzt:
- P+R-Nachfrage (Bestand) 51 Stellplätze
- Verbesserung P+R-Stellplatzangebot + 10 %
- ÖPNV-Angebot + 10 %
- Bevölkerungszunahme +6 %3
3 Kombinationswert der städtischen Prognosewerte zur Bevölkerungsentwicklung der Stadt Darmstadt ( +10 %) so-
wie von Pfungstadt (-4 %) – Berechnungsgrundlage: Daten des Hessischen Ministerium für Wirtscha ft, Verkehr und
Landesentwicklung/HessenAgentur, Wiesbaden 2010
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 18
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
Zusätzlich sollte ein Puffer von rund 10 Prozent berücksichtigt werden. Daraus ergibt
sich folgende Berechnung:
zukünftiger Bedarf:
51 Pkw * (100% + 10% + 10% + 6% + 10%) ≈ 69 Stellplätze
Das künftige Stellplatzangebot für P+R sollte demnach insgesamt bei rund 69 Stell-
plätzen liegen. Die heute ca. 35 vorhandenen Stellplätze reichen der Anzahl nach
nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Probleme liegen im Wesentlichen in
dem begrenzten Flächenangebot im unmittelbaren Bahnhofsumfeld.
4.2 Bike-and-Ride
Die hohe Anzahl an wild abgestellten Fahrrädern sow ie die Anzahl der befragten
Personen, die angaben, mit dem Rad zum Bahnhof gefahren zu sein, zeigt deutlich
den Bedarf an Fahrradabstellanlagen für den Vortransport zum Bahn hof. Die aktuel-
le Nachfrage liegt dabei zwischen 31 (Anzahl abgestellter Fahrräder) und 50 (auf
Grund-gesamtheit hochgerechnetes Ergebnis der Fahrgas tbefragung) Stellplätzen.
Insbesondere auf Grund der knappen Flächenverfügbarkeit mit Blick auf die P+R -
Nutzung bietet das B+R -Konzept eine attraktive und vor allem flächenschonende
Lösung.
Berücksichtigt man die vorherrschenden schlechten Bedingungen zum Fahrradpar-
ken und das wechselhafte Wetter am Erfassungstag, wi rd das Potenzial an zukünfti-
gen Nutzern bei verbesserten Abstellbedingungen um 20 % höher angesetzt.
Nachteilig auf den Bedarf an B+R -Abstellanlagen wirkt sich die ungünstige Erschlie-
ßung des Bahnhofs für das Fahrrad aus. Insbesondere im direkten Bahnhofsumfeld
fehlt eine zeitgemäße Radverkehrsin frastruktur. Gefahrenstellen wie die Engstelle an
der Bahnunterführung vermindern die Attraktivität der B+R -Nutzung am Bahnhof
Darmstadt Eberstadt erheblich. Zukünftig ist hierbe i durch die Umgestaltung des
gesamten Bahnhofnahbereichs mit einer deutlichen Verbesserung der Situation für
Rad-fahrer zu rechnen. Dies führt zu einer weiteren Steigerung des prognostizierten
Bedarfs um zehn Prozent.
Es ergeben sich für eine moderne Abstellanlage Pr ognosewerte von etwa 65 – 75
Abstellplätzen für den Bereich des unmittelbaren Bahnhofsumfelds . Etwa 10 % des
Angebots sollten als ver schließbare Boxen eingerichtet werden. Neben de n „Nacht-
parkern“ decken die ver schließbaren Boxen auch den Bedarf an Abstellplätzen für
hochwertige Tagparker ab.
Stadt Darmstadt
P+R-/B+R-Untersuchung Bahnhof Darmstadt Eberstadt Seite 19
Abschlussbericht_P+R-Darmstadt Eberstadt.docx/19.11.13 PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER
5 Resümee - Ausblick
Der Bahnhof Darmstadt Eberstadt wird in der für die P+R- sowie die B+R-Nutzung rele-
vanten morgendlichen Hauptverkehrszeit überwiegend von Auspendlern nach Frank-
furt genutzt. 256 Fahrgäste (65 Prozent) nutzen den Bahnhof in dieser Zeit als Aus-
gangsbahnhof und sind damit für das P+R- und B+R-Konzept die maßgebende Größe.
Mit lediglich einer zur Hauptverkehrszeit im Viertel-Stunden-Takt verkehrenden Buslinie
ist die ÖPNV -Anbindung nur bedingt attraktiv. Die P+R - und B+R -Nutzung erhält
dadurch eine deutlich höhere Bedeutung.
Die Parkraumerhebung, die B+R-Erfassung sowie die ergänzende Fahrgastbefragung
bestätigen durch hohe Auslastungszahlen die Bedeutung von P+R - und B+R-Anlagen
am Bahnhof Eberstadt. Diese hohe P+R -Auslastung ist zum Teil auch dadurch verur-
sacht, dass die ehemals nutzbaren Stellplätze an der Auffahrt zum Güterbahnhof mitt-
lerweile weggefallen sind.
Die Berechnungen nach dem Hessischen Leitfaden zeigen, dass ein Bedarf von
knapp 70 P+R-Stellplätzen besteht (siehe Abschnitt 4.1).
Für die B+R-Nutzung ergibt sich ein Bedarf von 60-70 Abstellplätzen. Die aktuelle Lage
der bestehenden Abstellanlagen ist attraktiv und sollte ausgebaut werden. Zusätzlich
zeigen die „wild“ abgestellten Fahrräder entlang der Rampe zum Bahnsteig, dass
auch ein altern atives Angebot auf Straßenniveau geschaffen werden sollte. Auf
Grund der geringen Zahl an morgendlichen Einpendler n empfiehlt es sich, maximal
zehn Prozent der Abstellplätze als verschließbare Boxen zur Verfügung zu stellen.
Insgesamt kann eine Neuordnung des Bahnhofsbereichs zu mehr Übersichtlichkeit,
mehr Nutzerfreundlichkeit, deutlicher Nutzungszuweisung und zu mehr Attraktivität be-
züglich der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel beitragen. Um eine sichere und attrak-
tive Zubringung der Radfahrer zu den B+ R-Anlagen zu gewährleisten, sollte den Rad-
verkehrsanlagen bei einer Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes hohe Priorität beige-
messen werden.
A n l a g e
Fahrgastbefragung in Darmstadt Eberstadt am Donnerstag, 26. Juni 2013
Zählstelle: Bahnsteig ........ Name: ......................................Blatt: ....
Zeit Woher kommen Sie jetzt? Wohin fahren Sie jetzt? Fahrtzweck (Ziel)
zu Fuß
Fahrrad
Mofa/Motorrad
Bus
Pkw-Selbstfahrer
Pkw-Mitfahrer
Pkw "abgesetzt"
Quelle: Stadt, Gemeinde - wenn
Herkunftsort Darmstadt, dann
Straßennamen erfragen
Ziel: Stadt, Gemeinde - wenn Zielort
Darmstadt, dann Straßennamen
erfragen
Wohnen
Arbeit
geschäftlich
Ausbildung
Einkauf
Freizeit
Besuch, sonstiges
wie haben Sie den
Bahnhof erreicht?
PLANUNGSBÜRO VON MÖRNER + JÜNGER
$
Q
R
U
G
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X
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G
H
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W
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L
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H
W
Anlage 1.3b
RuFV Darmstadt-Eberstadt
Gesamtübersicht
der Kosten und deren Finanzierung Lph 1 bis 9
Planungs- und Preisstand von: Februar 2015
Projekt-ID Hessen Mobil: DARM00714
[EUR]
Grunderwerbskosten
DB Station&Service 0
DB Energie 0
DB Netz 0
Land Hessen 0
Gebietskörperschaft 0
Aufgabenträger 0
Baukosten 7.135.557
DB Station&Service 3.054.598
DB Energie 0
DB Netz 0
Land Hessen 3.213.800
Gebietskörperschaft 867.159
Aufgabenträger 0
Planungskosten Lph 5-9 970.436
DB Station&Service 415.425
Land Hessen 0
DB Energie 0
DB Netz 0
Gebietskörperschaft 277.505
Aufgabenträger 277.505
Planungskosten Lph 1-4 763.505
DB Station&Service 326.842
Land Hessen 0
DB Energie 0
DB Netz 0
Gebietskörperschaft 218.331
Aufgabenträger 218.331
Summe Lph 1-9 8.869.498
DB Station&Service 3.796.866
DB Energie 0
DB Netz 0
Land Hessen 3.213.800
Gebietskörperschaft 1.362.995
Aufgabenträger 495.837
C:\Users\annette\Documents\Stadt Darmstadt\Bf. Eberstadt\Magistratsvorlage\Anlage 5_Kosten- und
Finanzierungsplan_Da-Eberstadt_150224
Anlage 5
Stand:20.02.2015
Beschreibung Menge Einheit EP in € GB in € Erläuterungen
Dacheindeckung 28,0 m2 300 8.400 A = 4m x 7,0 m = 28 m2
Stahlkonstruktion inkl. Verbindungen 2,0 t 2.200 4.400 Tragkonstruktion
Erdarbeiten für Fundamente 11,0 m3 150 1.650 Aushub, Verfüllen und Verdichten
Fundamente Beton 6,0 m3 800 4.800 2 Fundamente ca. 2,0m x 1,5 m x 1,0m
Fundamente Bewehrung 1,0 t 1.700 1.700
Beleuchtung 1,0 psch 3.500 3.500
Entwässerung 1,0 psch 2.000 2.000 Anschluss Dachentwässerung an
Entwässerungssystem
Baukosten 26.450
Bahnhof Darmstadt-Eberstadt
Überdachung Eingang West
Ingenieurbüro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH
Hahnstraße 40, 60528 Frankfurt/M
Tel.: 069/ 756031-0 Fax: 069/ 756031-44
Anlage 6
anlage 4
207 Zeichen
Punkt 12: Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Darmstadt-Eberstadt (V-Nr. 2015/0147) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 3
206 Zeichen
Punkt 8: Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Darmstadt-Eberstadt (V-Nr. 2015/0147) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (4)
Orte (2)
- Industriestraße 2
- Pfungstädter Straße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0147
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 13.04.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00