2012/0436
Schul-Mobilitätspläne für Darmstadt
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2012/0436
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 23.01.2013 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat III Dezernat II Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2012/0436 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: 511060 Kostenstelle: 066-200-1000 Investitionsnummer: - Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 6779120 Betreff: Schul-Mobilitätspläne für Darmstadt Vorlage vom: 13.11.2012 Beschlussvorschlag: 1. Der Magistrat ist von der Wichtigkeit von schulischem Mobilitätsmanagement überzeugt und erkennt die Notwendigkeit für alle Darmstädter Schulen Schul-Mobilitätspläne zu erarbeiten an. 2. Der Magistrat stimmt zu, dass für die laufende Erarbeitung von Schul-Mobilitätsplänen jährlich 5.000,-- Euro als Aufwandsentschädigung für die Themengruppe Netzwerk Schule + Mob ilität aus dem Sachkonto 6779120, Kostenstelle 5110-61 zur Verfügung gestellt wird. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: Folgekosten: Ja Nein - 2 - Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründung zur Magistratsvorlage vom 19. November 2012 1. Anlass und Ausgangssituation Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung haben für Verkehrssicherheit, Gesundheitsförderung und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Auch mit Blick auf eine zukunftsfähige Mobilität erscheint es unerlässlich, bereits ab dem Kindesalter nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu vermitteln und einzuüben. Schul-Mobilitätspläne sind ein idealer „Kristallisationspunkt“, um in diesem Sinne Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung zu fördern und einen Beitrag zu sozialer (Sicherheit, Gesundheit), ökologischer (Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel) und ökonomischer (ressourceneffiziente Verkehrsmittelnutzung) Nachhaltigkeit in Darmstadt zu leisten. 2. Programmziele Ziel des Programms „Schul-Mobilitätspläne für Darmstadt!“ ist es, die Grundschulen und weiterführenden Schulen in Darmstadt mit Schul-Mobilitätsplänen auszustatten. So werden zum einen die Schulen bei der systematischen und qualitativ hochwertigen Behandlung des Themenfeldes Mobilität und Verkehr unterstützt und zum anderen wird das Darmstädter Ziel einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Mobilität bereits in den Schulen verankert. Der Nutzen für die Stadt Darmstadt liegt darüber hinaus in der Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrskompetenz der Kinder, in der systematischen Erfassung von Verbesserungsmöglichkeiten im Straßenraum (Verkehrsregelung, Straßenraumgestaltung).7 Der Nutzen für die Schulen liegt darin, mit externer Unterstützung einen professionellen Schul- Mobilitätsplan zu erhalten und sich zugleich im Themenfeld Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung zu qualifizieren und zu profilieren. 3. Programminhalte und Aufgaben Hinsichtlich der Inhalte und Aufgaben sind zu unterscheiden: A) Einmalaufgaben: Erstellung neuer oder Überarbeitung bestehender Schul-Mobilitätspläne. Auftakt: Schulleitung, Elternvertretung, Straßenverkehrsbehörde und die Verkehrsplaner des Netzwerks Schule + Mobilität treffen eine Vereinbarung zur Erstellung eines Schul- Mobilitätsplans und klären die schulspezifischen Anforderungen. In den anschließenden Arbeitsphasen mit Bestandsaufnahme und Analyse, Entwurf und Abstimmung des Schulwegeplans, Entwicklung, Vorstellung und Abstimmung der begleitenden Maßnahmen und Aktivitäten bis zur Fertigstellung des abgestimmten Schul- Mobilitätsplans, bringen die o.a. Akteure nach Erfordernis ihre Kompetenzen ein. Leitprinzip ist die Einbindung der Schulen (Lehrkräfte, Eltern, Schüler). B) Daueraufgaben: Laufende Umsetzung der Schul-Mobilitätspläne und Pflege der Schulwegpläne. - 4 - Die laufende Pflege der Schulwegpläne (Veröffentlichung im Internetauftritt der Stadt, Prüfung von Konsequenzen bei baulichen Maßnahmen und Änderungen von Schulbezirken usw.) erfolgt durch die Straßenverkehrsbehörde. Die kontinuierliche Umsetzung des Schul-Mobilitätsplans wie auch die Vervielfältigung und Verteilung der Schulwegpläne obliegt der Schule. Für fachliche Fragen bei der Umsetzung der Schul-Mobilitätspläne ist die Agenda- Themengruppe „Netzwerk Schule*Mobilität“ der zentrale Ansprechpartner. 4. Umsetzung Die Programmstrategie basiert auf einer wechselseitigen Vereinbarung zwischen der Stadt Darmstadt und den Schulen bzw. Schulleitungen: Die Stadt Darmstadt bringt ihre verkehrliche und kartographische Fachkompetenz bei der Erstellung eines Schulwegplans ein. Die Schule unterstützt im Gegenzug aktiv die Erstellung des Plans und verankert Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung im Schul-Mobilitätsplan. Dadurch wird sichergestellt, dass – ausgehend vom Schulwegplan – Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung dauerhaft einen Platz im Schulleben finden. Für eine wirksame und nachhaltige Umsetzung müssen schulische und außerschulische Akteure zusammenarbeiten: • Die Koordination liegt bei der Straßenverkehrsbehörde. • Das Schulamt, das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt und das Vermessungsamt bringen ihre themenbezogene Kompetenzen ein. Die im Netzwerk Schule und Mobilität ehrenamtlich aktiven Fachplaner unterstützen die Schulen bei der konkreten Erstellung des Mobilitätsplans. Der Arbeitsaufwand für die Koordinations- und Entwurfsaufgaben seitens der Verkehrsplaner des Netzwerks beträgt je Schule rund 40 bis 50 Arbeitsstunden. Hierfür wird von Seiten der Stadt Darmstadt eine Aufwandsentschädigung geleistet. Sie beläuft sich auf 5.000,-- Euro jährlich und soll aus dem Sachkonto 6779120, Kostenstelle 5110-61 genommen werden. Die Schulen sind aufgefordert, sich – beispielsweise über Eltern- und Fördervereine hieran zu beteiligen. Darmstadt, den 19. November 2012 III-66/34 saa-br Nst. 2820 Die Dezernentin III Der Dezernent IV Der Dezernent II Brigitte Lindscheid André Schellenberg Rafael Reißer Stadträtin Stadtkämmerer Bürgermeister
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2012/0436
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 13.11.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00